[0001] Die Erfindung betrifft ein System zur Ausbildung eines Fußbodens, bestehend aus einer
Mehrzahl von Paneelen mit einer Oberseite und einer Unterseite, die an ihren Seitenkanten
eine Profilierung aus einer in horizontaler Richtung verlaufenden ersten Nut und einer
sich in Richtung zur Unterseite anschließenden Feder, deren Federoberseite die untere
Wandung der Nut ausbildet, aufweist, und die eine von der Unterseite ausgehende in
Richtung zur Oberseite verlaufende zweite Nut aufweisen, wobei jeweils zwei benachbarte
Paneele über ein separates Verriegelungselement verbindbar und zueinander verriegelbar
sind, und das Verriegelungselement aus einem Grundkörper besteht, an dessen gegenüberliegenden
Enden je ein nach oben weisender Verriegelungshaken zum Zusammenwirken mit der zweiten
Nut und verriegeln zweier benachbarter Paneele in horizontaler Richtung, und in dessen
mittleren Bereich zwei nach oben weisende Arme mit an ihren freien Enden abgewinkelten
Verriegelungsarmen zum Zusammenwirken mit den ersten Nuten und Verriegeln der benachbarten
Paneele in vertikaler Richtung vorgesehen sind.
[0002] Solches System ist beispielsweise aus der
EP 1 119 671 B1 bekannt. Zum Verlegen eines Fußbodens aus einer Mehrzahl von Paneelen, wird das Verriegelungselement
zunächst an einer Seitenkante eines Paneels eingeklippst und dann wird das Paneel
mit dem eingeklippsten Verriegelungselement auf dem Unterboden abgelegt. Das hierzu
benachbart anzulegende Paneel wird in vertikaler Richtung von oben nach unten auf
den Unterboden bzw. das Verriegelungselement abgesenkt. Dabei schwenkt der Verriegelungsarm
zunächst aus und federt, wenn er in Überdeckung mit der horizontalen Nut gelangt zurück
und rastet in der Nut ein. Die Paneele sind dann in horizontaler und vertikaler Richtung
zueinander verriegelt. Nachteilig an diesem Verriegelungssystem ist, dass aus dem
verlegten Fußboden einzelne Paneele nicht oder nur mit sehr großer Schwierigkeit entfernt
werden können, weil die Verriegelungsarme aus der vertikalen Nut nur in horizontaler
Richtung herausgezogen werden können.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Fußbodensystem so zu verbessern,
dass der beschriebene Nachteil eliminiert wird.
[0004] Zur Lösung zeichnet sich ein gattungsgemäßes System dadurch aus, dass die nach oben
weisenden Flächen der Verriegelungsarme in einem ersten Winkel zur Oberseite geneigt
verlaufen die nach oben weisenden Flächen der Verriegelungsarme in einem ersten Winkel
zur Oberseite geneigt verlaufen, die nach unten weisenden Flächen der Federn in einem
zweiten Winkel zur Oberseite geneigt verlaufen, der erste Winkel maximal so groß ist
wie der zweite Winkel, der Abstand der Arme zueinander mindestens so groß ist wie
die Breite der unten weisenden Verriegelungsflächen der Verriegelungsarme, die nach
unten weisenden Flächen der Federn (Federunterseite) in einem zweiten Winkel zur Oberseite
geneigt verlaufen, der erste Winkel maximal so groß ist wie der zweite Winkel und
der Abstand der Arme zueinander mindestens so groß ist wie die Breite der nach unten
weisenden Verriegelungsflächen der Verriegelungsarme.
[0005] Vorzugsweise ist der erste Winkel kleiner als der zweite Winkel und insbesondere
vorzugsweise sind die Paneele an all ihren Seitenkanten identisch profiliert.
[0006] Weil der zweite Winkel der nach unten weisenden Flächen der Feder (Federunterseite)
zur Oberseite größer ist als der erste Winkel der Flächen der Verriegelungshaken,
hat die Feder einen steileren Winkel zur Plattenoberseite. Dadurch berührt die untere
Wand der Feder beim Absenken des Paneels zuerst den äußeren Rand des Verrasthakens,
wodurch dieser zur Mitte des bereits verlegten Verriegelungselements hin gedrückt
wird und sich nicht einfach verbiegt, weil die ganze Fläche der Federunterseite auf
der Oberseite des Verrasthakens aufliegt und diesen nach unten drückt.
[0007] Dadurch dass die nach oben weisenden Flächen der Verriegelungsarme in einem Winkel
zur Oberseite der Paneele geneigt verlaufen, können diese in der horizontalen Nut
nach innen ausweichen, wenn auf ihre Oberseite eine vertikale Kraft einwirkt. Wenn
der Abstand zwischen den nach oben weisenden Armen groß genug ist, kann der Arm soweit
zurückschwenken, dass das zu entfernende Paneel leicht in vertikaler Richtung aus
dem verlegten Fußboden herausgenommen werden kann. Entsprechend einfach kann dann
auch ein neues Paneel durch ausschließliches vertikales Absenken wieder eingesetzt
werden.
[0008] Wenn die Paneele nicht nur an zwei gegenüberliegenden, sondern an allen Seitenkanten
mit dem gleichen Profil ausgestaltet sind, ist die Herstellung deutlich vereinfacht,
weil durch den Entfall des Profilwechsels die Einrüstung der Fertigungsanlage erleichtert
wird, mehrfache Werkzeugbeschaffung und -bevorratung entfällt, und die Fertigungskontrolle
wird vereinfacht.
Auch extrem dünne Paneele mit einer Dicke von unter 4 mm können noch sicher miteinander
verbunden werden. Durch die identische Profilierung können die Paneele in alle Richtungen
verlegt werden, also auch mit der Längsseite an die Querseite und umgekehrt. Auch
eine Fischgrätverlegung ist möglich. Auch können verschiedene Formate miteinander
vermischt werden. Sowohl kleine mit großen Paneelen als auch etwa Holzdielen mit Steinfliesen
usw. Damit das Vermischen möglich ist, müssen die Paneelformate so gewählt werden,
dass sie sowohl längs als auch quer einen kleinsten gemeinsamen Nenner haben.
[0009] Wenn der Abstand zwischen den Armen so groß ist, dass sich an der Oberseite zweier
aneinander angrenzender Paneele ein Spalt einstellt, kann zwischen die Arme ein dekoratives
Element eingelegt werden, dass den Spalt verschließt. Das dekorative Element kann
auch über die Oberseite der Paneele hervorstehen, wenn dies aus optischen Gründen
erwünscht ist.
[0010] Das dekorative Element kann bedruckt oder lackiert werden, um seine Oberfläche dekorativ
zu gestalten. Auch kann ein weiteres Element, beispielsweise ein Aluminiumstreifen
aufgeklebt werden. Durch Co-Extrusion verschiedener Kunststoffe oder verschieden gefärbter
Kunststoffe kann die Oberfläche des Verriegelungselementes dekorativ ausgebildet werden.
[0011] Das Verriegelungselement kann auch so ausgestaltet sein, dass zwischen den Armen
eine LED-Beleuchtung anbringbar ist. Zwischen den Armen wird ein Kanal ausgebildet,
der beispielsweise über ein Heizmedium beheizt werden kann. Das Heizmedium kann flüssig
oder auch ein elektrischer Widerstand sein.
[0012] Das Verriegelungselement besteht vorzugsweise aus Kunststoff, einem Kunststoff-Holz-Gemisch,
einem Holzwerkstoff oder einem Kunststoff-Mineralgemisch. Dadurch besitzt das Verriegelungselement
eine gewisse Elastizität, mit dem Fertigungstoleranzen in den Paneelen ausgeglichen
werden können. Durch die Elastizität des Verriegelungselementes können auch größere
Flächen eines Fußbodens ohne Dehnungsfugen verlegt werden.
[0013] Das Verriegelungselement kann auch aus Metall oder einem anderen leitfähigen Material
bestehen und jeweils durchgängig (von der Rolle) durch den ganzen Raum verlegt und
am Ende geerdet werden, um in Verbindung mit leitfähigen Paneelen oder einer leitfähigen
Paneeloberfläche einen leitfähigen bzw. antistatischen Fußbodenbelag auszubilden zu
können.
[0014] Wenn die den Armen des Verriegelungselementes abgewandten Flächen der Verriegelungshaken
nach außen in einem Winkel zur Oberseite der Paneele verlaufen, ist es möglich, ein
neues Paneel auch durch horizontales Verschieben mit dem bereits verlegten Paneel
zu verbinden, weil die Feder dann über die im Winkel verlaufende Fläche hinweggleiten
kann und dann zwischen den Verriegelungsarmen und den Verriegelungshaken einrastet.
Hierzu sind dann die anliegenden Paneelkanten im gleichen Winkel schräg abgefräst.
[0015] Vorzugsweise verlaufen die Verriegelungshaken an ihren in den Grundkörper übergehenden
Enden spitz zu, sodass eine entsprechend einfach zu erfassende und lange Führungsbahn
für die Feder beim horizontalen Verbinden eingestellt wird.
[0016] Das Verriegelungselement kann auch paneelübergreifend sein. Dies ist insbesondere
dann wichtig, wenn mit Kreuzfugen verlegt wird, was etwa bei quadratischen Paneelen
typisch der Fall ist. Bei herkömmlichen Systemen endet die Verbindung jeweils in einem
gewissen Abstand vom Paneelrand und die Kanten neigen zu Aufstippungen. Das paneelübergreifende
Verriegelungselement verbindet die zwei Paneele in einer Ebene und verhindert das
Aufstippen.
[0017] Das Verriegelungselement kann auch so ausgebildet sein, dass es als Dehnungsfuge
dient. Es kann auch über die Fußbodenfläche am Rand hinausstehen, sodass es über eine
entsprechende Aufnahme in die Profilleiste gesteckt werden kann, ohne Löcher in die
Wand des Raumes bohren zu müssen.
[0018] Das Verriegelungselement ist vorzugsweise im Extrusionsverfahren hergestellt.
[0019] Zur Vereinfachung des Verlegens kann das Verriegelungselement in mindestens eine
der Seitenkanten vormontiert sein. Insbesondere vorzugsweise ist das Verriegelungselement
in zwei im Winkel zueinander verlaufende Seitenkanten vormontiert. Zur Vormontage
ist es möglich, das Verriegelungselement in den Seitenkanten zu verkleben.
[0020] Mit Hilfe einer Zeichnung sollen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung nahfolgend
näher beschrieben werden. Es zeigen:
- Figur 1
- - die perspektivische Darstellung eines Paneels im Linksschnitt:
- Figur 2
- - zwei mit ihren Seitenkanten aneinanderliegende Paneele in Teildarstellung;
- Figur 3
- - die Darstellung nach Figur 2 mit einem ersten eingesetzten Verriegelungselement;
- Figur 4
- - die Darstellung nach Figur 2 mit einem zweiten eingesetzten Verriegelungselement;
- Figur 5
- - das Verriegelungselement nach Figur;
- Figur 6
- - das Verriegelungselement nach Figur 3;
- Figur 6
- - eine Ausführungsform zweier miteinander verbundener Paneele.
[0021] Figur 1 zeigt die perspektivische Darstellung eines Paneels, das an sich jede Form
annehmen kann. Es kann in der Draufsicht quadratisch, rechteckig, dreieckig, hexagonal
oder rhomboid sein. In der dargestellten Form verfügt es über vier sich jeweils paarweise
gegenüberliegende Seitenkanten I, II und III, IV.
[0022] Die Profilierung der Seitenkanten I, II, III, IV ist aus Figur 2 gut ersichtlich.
An den Seitenkanten I, II sind parallel zur Oberseite 11, 21 horizontal verlaufende
Nuten 13, 23 eingefräst, an die sich in Richtung Unterseite 21, 22 eine Feder 14,
24 anschließt, deren Oberseite die untere Wand 13.1, 23.1 der horizontalen Nut 13,
23 ausbildet. Die Feder 14, 24 springt gegenüber der äußeren Kante 17, 27, mit denen
sich die Paneele 10, 20 berühren, zurück und verläuft zunächst im Wesentlichen gerade
nach unten, wird dann in einem Winkel ε in Richtung der Paneelmitte zurückgeführt
und endet mit ihrer nach unten weisenden Fläche 14.1, 24.1 in einer von der Unterseite
12, 22 in Richtung der Oberseite 11, 21 eingebrachten Nut 15, 25. Die Wandung der
Nut 15.1, 25.1, die an die Feder 14, 24 angrenzt verläuft in einem Winkel γ zur Oberseite
11, 21. Zum Verbinden zweier Paneele 10, 20 stoßen die Seitenkanten I, II oberhalb
der horizontalen Nuten 14, 24 aneinander an. Die Fasen 16, 26 an den Seitenkanten
I, II sind bevorzugt und nicht notwendigerweise vorgesehen.
[0023] Zur Verbindung der beiden Paneele 10, 20 sind die Verriegelungselemente 30 vorgesehen,
wie sie in Figuren 5 und 6 dargestellt sind. Die identischen Ausgestaltungen beider
Ausführungsformen der Verriegelungselemente 30 sind mit identischen Bezugszeichen
versehen. Das Verriegelungselement 30 besteht aus einem Grundkörper 31 an dessen gegenüberliegenden
Enden Verriegelungshaken 32, 33 vorgesehen sind. In der Mitte erstrecken sich vom
Grundkörper 31 zwei Arme 34, 35, die an ihren oberen Enden Verriegelungsarme 36, 37
ausbilden. Die oberen Flächen 36.1, 37.1 der Verriegelungsarme 36, 37 verlaufen in
einem Winkel α zu Horizontalen H (Oberseite 11, 21 der Paneele 10, 20). Die in Richtung
der Arme 34, 35 weisenden Flächen 32.2, 33.2 der Verriegelungshaken 32, 33 verlaufen
gegenüber der Horizontalen (Oberseiten 11, 21 der Paneele 10, 20) in einem Winkel
β. Bei dem in Figur 5 gezeigten Ausführungsbeispiel verläuft die nach oben gerichtete
Wand 32.1, 33.1 parallel zur Oberseite 11, 21, während diese Wand 32.3, 33.3 bei dem
in Figur 6 gezeigten Ausführungsbeispiel gegenüber der Horizontalen H um einen Winkel
δ geneigt verläuft, sodass die Verriegelungshaken 32, 33 zu ihren Enden hin spitzwinklig
auslaufen. Durch diese Ausbildung kann das Paneel 10, 20 auch in horizontaler Richtung
H mit dem Verriegelungshaken 30 verbunden werden. Die mit den Verriegelungshaken 32,
33 zusammenwirkenden Wandungen 15.2, 25.2 der Nuten 15, 25 werden dann in dem gleichen
Winkel gefräst, damit diese sich gegebenenfalls auf den Verriegelungshaken 32, 33
abstützen können.
[0024] Der Winkel γ der Nutwände 15.1, 25.1 entspricht dem Winkel β der in Richtung der
Arme 34, 35 weisenden Wände 32.2, 33.2 der Verriegelungshaken 32, 33. Wenn die Paneele
10, 20 miteinander verbunden werden, können die Wände 15.1, 25.1, 32.2, 33.2 aneinander
anliegen. Der erste Winkel α in dem die nach oben weisenden Flächen 36.1, 37.1 der
Verriegelungsarme 36, 27 zur Oberseite 11, 21 geneigt verlaufen ist maximal so groß,
bevorzugt aber kleiner, wie der zweite Winkel ε mit dem die nach unten weisenden Flächen
14.1, 24.1 der Federn 14, 24 zur Oberseite 11, 21 der Paneele 10, 20 geneigt verlaufen.
Wird beispielsweise das Paneel 20 zum Verbinden mit dem Paneel 10 in vertikaler Richtung
V auf das Verriegelungselement 31, das mit dem Paneel 10 bereits verbunden ist, abgesenkt,
berührt durch den leicht steileren Winkel zur Plattenoberseite 11, 21 die Federunterseite
14.1, 24.1 beim Absenken zuerst den äußeren Rand des Verriegelungsarmes 36, 37 wodurch
dieser zur Mitte des Verriegelungselements 30 hin gedrückt wird und nicht verbiegt,
weil die gesamte Fläche der Federunterseite 14.1, 24.1 auf der Fläche 36.1, 37.1 des
Verriegelungshakens 36, 37 aufliegt und diesen nach unten drückt.
[0025] Der Abstand a zwischen den Armen 34, 35 ist an sich beliebig. Natürlich muss der
Abstand a so groß sein, dass der Arm 34 oder 35, der beim Anlegen eines neuen Paneels
10 oder 20 mit der Federunterseite 14.1 oder 24.1 in Kontakt kommt, weit genug zur
Mitte des Verriegelungselementes 31 ausweichen kann. Er muss aber mindestens der Breite
b der nach unten weisenden Verriegelungsflächen 36.3, 37.3 der Verriegelungsarme 36,
37 entsprechen (vgl. Figuren 5, 6). Wenn er so groß gewählt wird, dass sich an den
Seitenkanten I, II der Paneele 10, 20 ein Spalt 1 ausbildet, kann zwischen die Arme
34, 35 ein dekoratives Element 40 eingesetzt werden, das plan mit der Oberseite 11,
12 abschließen oder über diese hervorstehen kann. Dieses dekorative Element kann eingefärbt
oder zur Dekoration lackiert werden. Anstelle eines dekorativen Elementes 40 kann
auch ein LED-Band zwischen die Arme 34, 35 eingelegt werden.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Spalt
- 10
- Paneel
- 11
- Oberseite
- 12
- Unterseite
- 13
- Nut
- 13.1
- Nutwand
- 14
- Feder
- 14.1
- Fläche / Federunterseite
- 15
- Nut
- 15.1
- Nutwand
- 16
- Fase
- 17
- äußere Kante
- 20
- Paneel
- 21
- Oberseite
- 22
- Unterseite
- 23
- Nut
- 23.1
- Nutwand
- 24
- Feder
- 24.1
- Fläche / Federunterseite
- 25
- Nut
- 25.1
- Nutwand
- 26
- Fase
- 27
- äußere Kante
- 30
- Verriegelungselement
- 32
- Verriegelungshaken
- 32.1
- Fläche/Wand
- 32.2
- Fläche/Wand
- 33
- Verriegelungshaken
- 33.1
- Fläche/Wand
- 33.2
- Fläche/Wand
- 34
- Arm
- 35
- Arm
- 36
- Verriegelungsarm
- 36.2
- Seitenfläche
- 36.3
- Verriegelungsfläche
- 36.1
- Oberseite
- 37
- Verriegelungsarm
- 37.1
- Oberseite
- 37.2
- Seitenfläche
- 37.3
- Verriegelungsfläche
- 40
- dekoratives Element
- I
- Seitenkante
- II
- Seitenkante
- III
- Seitenkante
- IV
- Seitenkante
- α
- Winkel
- β
- Winkel
- γ
- Winkel
- δ
- Winkel
- ε
- Winkel
- a
- Abstand
- b
- Breite
- H
- horizontale Richtung
- V
- vertikale Richtung
1. System zur Ausbildung eines Fußbodens, bestehend aus einer Mehrzahl von Paneelen (10,
20) mit einer Oberseite (11, 21) und einer Unterseite (12, 22), die an ihren Seitenkanten
(I, II) eine Profilierung aus einer in horizontaler Richtung verlaufenden ersten Nut
(13, 23) und einer sich in Richtung zur Unterseite (12, 22) anschließenden Feder (14,
24), deren Federoberseite die untere Wandung (13.1, 23.1) der Nut (13, 23) ausbildet,
aufweist, und die eine von der Unterseite (12, 22) ausgehende in Richtung zur Oberseite
(11, 21) verlaufende zweite Nut (15, 25) aufweisen, wobei jeweils zwei benachbarte
Paneele (10, 20) über ein separates Verriegelungselement (30) verbindbar und zueinander
verriegelbar sind, und das Verriegelungselement (30) aus einem Grundkörper (31) besteht,
an dessen gegenüberliegenden Enden je ein nach oben weisender Verriegelungshaken (32,
33) zum Zusammenwirken mit der zweiten Nut (15, 25) und verriegeln zweier benachbarter
Paneele (10, 20) in horizontaler Richtung (H), und in dessen mittleren Bereich zwei
nach oben weisende Arme (34, 35) mit an ihren freien Enden abgewinkelten Verriegelungsarme
(36, 37) zum Zusammenwirken mit den ersten Nuten (13, 23) und Verriegeln der benachbarten
Paneele (10, 20) in vertikaler Richtung (V) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die nach oben weisenden Flächen (36.1, 37.1) der Verriegelungsarme (36, 37) in
einem ersten Winkel (a) zur Oberseite (11, 21) geneigt verlaufen,
b) die nach unten weisenden Flächen (14.1, 24.1) der Federn (14, 24) in einem zweiten
Winkel (ε) zur Oberseite (11, 21) geneigt verlaufen,
c) der erste Winkel (a) maximal so groß ist wie der zweite Winkel (ε),
d) der Abstand (a) der Arme (36, 37) zueinander mindestens so groß ist wie die Breite
(b) der nach unten weisenden Verriegelungsflächen (36.3, 37.3) der Verriegelungsarme
(36, 37).
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Winkel (a) kleiner ist als der zweite Winkel (ε).
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Paneele (10, 20) an all ihren Seitenkanten (I, II, III, IV) identisch profiliert
sind.
4. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) zwischen den Armen (34, 35) so groß ist, dass sich an der Oberseite
(11, 21) zweier aneinandergrenzender Paneele (10, 20) ein Spalt (1) einstellt, und
zwischen die Arme (34, 35) ein dekoratives Element (40) oder eine LED-Beleuchtung
einlegbar ist, das/die den Spalt (1) verschließt und vorzugsweise über die Oberseiten
(10, 21) der Paneele (10, 20) hervorsteht.
5. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (30) aus Kunststoff, einem Kunststoff-Holz-Gemisch, einem
Holzwerkstoff oder einem Kunststoff-Mineral-Gemisch oder aus Metall besteht und vorzugsweise
im Extrusionsverfahren hergestellt ist.
6. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (30) in mindestens einer Seitenkante (I, II) vormontiert
ist.
7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (30) in zwei im Winkel zueinander verlaufenden Seitenkanten
(I, III; II, IV) vormontiert ist.
8. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (30) als Dehnungsfuge dient.
9. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die den Armen (34, 35) abgewandten Flächen (32.3, 33.3) der Verriegelungshaken (32,
33) nach außen in einem Winkel (δ) geneigt zur Oberseite (11, 21) verlaufen.
10. System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungshaken (32, 33) an ihren Enden spitz zulaufen.