Gebiet der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung geht aus von einer Alarmvorrichtung zum Auslösen eines
Vibrationsalarms.
[0002] Die vorliegende Erfindung geht weiterhin aus von einem Verfahren zum Betreiben einer
Alarmvorrichtung für eine Anlage der Grundstoffindustrie, wobei eine Auswerteeinrichtung
Signale von Sensoren über eine Datenleitung einer Anlage der Grundstoffindustrie empfängt,
wobei die Auswerteeinrichtung die Signale auswertet und überprüft ob diese einen vordefinierten
kritischen Wert überschreiten.
[0003] Anlagen der Grundstoffindustrie und die zugehörigen Überwachungsverfahren sind in
vielerlei Ausgestaltungen bekannt. Bei den Anlagen kann sich beispielsweise um Anlagen
der Papierindustrie, der chemischen oder der metallurgischen Industrie handeln. Insbesondere
bei der metallurgischen Industrie kommen als Anlagen beispielsweise ein Hochofen,
eine Sinteranlage, ein Konverter, ein Pfannenofen, eine Stranggießanlage, ein Walzwerk
oder eine Filteranlage in Frage.
Stand der Technik
[0004] Die Bedienung und Überwachung von Anlagen der Grundstoffindustrie erfolgt heutzutage
zu einem wesentlichen Teil in Steuerständen und Leitständen. In diesen Leit- oder
Steuerständen werden alle Informationen der Anlage der Grundstoffindustrie bzw. eines
Teils der Anlage der Grundstoffindustrie zusammengeführt und visuell an das Bedienpersonal
ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt in der Regel über Bildschirme, Bedienpulte, Anzeigetafeln
und dergleichen mehr. Insbesondere ist es möglich, dass an einem bestimmten Ort mehrere
Bildschirme nebeneinander angeordnet sind, um dem Bedienpersonal einen umfassenden
Überblick zu ermöglichen. In den Leit- und Steuerständen sind als verantwortliches
Personal oftmals nur wenige Personen anwesend, manchmal sogar nur eine einzige Person.
[0005] Im Stand der Technik erfolgt die Ausgabe von Alarmmeldungen an die Bedienperson in
der Regel visuell über einen Bildschirm. Prinzipiell ist diese Vorgehensweise unproblematisch.
Es ist jedoch erforderlich, dass die Bedienperson den Bildschirm permanent im Blickfeld
behält. Ist dies nicht der Fall, kann es geschehen, dass bei einer visuellen Anzeige
Alarmmeldungen erst verspätet zur Kenntnis genommen werden oder eventuell sogar übersehen
werden.
[0006] Prinzipiell ist es möglich, zusätzlich zu der visuellen Ausgabe der Alarmmeldungen
über den Bildschirm auch akustische Signale vorzusehen, beispielsweise eine Alarmklingel
oder eine Alarmhupe. Dies würde jedoch zu einer noch weiteren Erhöhung des ohnehin
oft schon sehr hohen Lärmpegels führen. Weiterhin würde dies aufgrund der Vielzahl
möglicher Alarme im Ergebnis zu einer Abstumpfung der Bedienperson führen.
[0007] Alternativ ist es möglich, dass die Bedienperson von einer anderen Person telefonisch
über das Vorliegen eines Alarmzustands informiert wird. In diesem Fall ist jedoch
eine aktive Maßnahme eines anderen Menschen erforderlich.
[0008] Auf völlig anderen Sachgebieten - beispielsweise bei Mobiltelefonen - ist es bekannt,
alternativ oder zusätzlich zu einem visuellen und/oder akustischen Signal ein Vibrationssignal
auszulösen, beispielsweise bei einem eingehenden Anruf. Auch bei anderen Gegenständen
wie beispielsweise Computerspielen sind Vibrationssignale bekannt.
[0009] Aus der
DE 10339647A1 ist bekannt einen Fahrer durch Vibrationen über das Lenkrad oder den Fahrersitz zu
alarmieren.
Zusammenfassung der Erfindung
[0010] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Möglichkeiten zu schaffen,
mittels derer das Bedienpersonal - auf einfache und zuverlässige Weise - auf kritische
Zustände einer Anlage der Grundstoffindustrie aufmerksam gemacht werden kann.
[0011] Die Aufgabe wurde gelöst durch eine Alarmvorrichtung, aufweisend eine erste Platte,
welche zum Abstellen von Gegenständen geeignet ist und mindestens einen Aktuator zur
Versetzung der ersten Platte in Vibration und mindestens ein erstes Anbauteil zur
Platzierung der ersten Platte in einem vorgegebenen Abstand über einem Fußboden. Der
Aktuator soll zumindest zeitweise, während einem aktiven Zustand des Aktuators, Kontakt
mit der ersten Platte aufweisen und geeignet sein die erste Platte in Vibration zu
versetzen. Des Weiteren weist die Alarmvorrichtung ein erstes Anbauteil auf, das geeignet
ist die erste Platte in einem vorgegebenen Abstand über einem Fußboden zu platzieren.
Der Aktuator ist vorteilhaft so am ersten Anbauteil oder der ersten Platte angeordnet,
dass der Aktuator die erste Platte in Vibration versetzten kann. Bevorzugt ist der
Aktuator an einer Unterseite der ersten Platte angeordnet und muss so ausgeführt sein,
dass er bei Aktivierung Vibrationen auslöst, welche von einem Menschen deutlich zu
spüren sind. Der Aktuator weist vorzugsweise eine bewegliche Masse auf. Die bewegte
Masse wird in einem Frequenzbereich von 2 bis 2000 Hz, bevorzugt 2 bis 100 Hz, betrieben
und das Gewicht der bewegten Masse beträgt 20 bis 2000 Gramm, bevorzugt 20 - 500 Gramm.
Das Gewicht der bewegten Masse hängt vom Material, der Größe und Aufbau der ersten
Platte ab. Das erste Anbauteil ist entweder mindestens ein Tischfuß einer Tischplatte,
eine Wandkonsole oder eine Deckenkonsole, welche die Tischplatte auf entsprechender
Höhe über dem Fußboden befestigt. Die Höhe - auf der die erste Platte platziert werden
soll - hängt davon ab, ob die Tischplatte für stehende oder sitzende Arbeit vorgesehen
ist.
Bei der Ausführungsform, dass die erste Platte ein Bodenelement ist, wird als Anbauteil
ein Abstandhalter vorgesehen. Ein solcher Abstandhalter kann beispielsweise als Dämpfer
ausgeführt sein. Die erste Platte ist bevorzugt eine Tischplatte auf welcher die Tastatur,
Bildschirm, Bücher oder ähnliche Gegenstände abgestellt werden können. Eine andere
Möglichkeit ist, dass die erste Platte ein Bodenelement, auf welchem Sessel oder ähnliche
Gegenstände platziert werden können, ist.
[0012] Der Vorteil der vorliegenden Alarmvorrichtung ergibt sich dadurch, dass die Vibration
der ersten Platte die besondere Aufmerksamkeit bei der Bedienperson erweckt. Die Vibration
ist, auch in einer lauten Umgebung oder wenn die Bedienperson die Anzeigen nicht im
Blick hat, sofort bemerkbar.
Da die Arbeit der Bedienperson eine große Aufmerksamkeit erfordert und entsprechend
anstrengend ist, kann es immer wieder vorkommen, dass die Bedienperson beispielsweise
vom Sessel aufsteht oder sich zurücklehnt. Durch die Vibration der ersten Platte erkennt
die Bedienperson aber trotzdem den Alarm. Die Gegenstände auf der ersten Platte -
wie beispielsweise Tastatur, Schlüssel oder Maus - setzen sich, durch die Vibration
der ersten Platte, in Bewegung. Wenn die erste Platte ein Bodenelement ist, dann kann
die Bedienperson das Vibrieren - unabhängig davon ob sie steht oder sitzt - spüren.
In den im Stand der Technik bekannten Ausführungen, dass der Fahrersitz oder das Lenkrad
vibriert, bekommt die Bedienperson diese Vibrationen nur mit, wenn sie auf dem Sitz
sitzt oder das Lenkrad berührt.
[0013] Die bevorzugte Ausführungsform der ersten Platte ist eine Tischplatte, diese kann
Teil eines Schreibtisches sein, auf der Bildschirm, Tastatur oder ähnliche Geräte
aufgestellt werden können. Eine andere Ausführungsform der ersten Platte ist, dass
es sich um einen Teil des Boden handelt - auf dem beispielsweise ein Schreibtischsessel
steht. Das Bodenelement kann hierbei auf einem fertigen Fußboden eines Gebäudes stehen.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Fußboden eine Vertiefung aufweist, in welche
die Platte eingesetzt werden kann.
[0014] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass ein Schwingungsdämpfer, zwischen
der ersten Platte und dem mindestens ersten Anbauteil, angeordnet ist. Dieser Schwingungsdämpfer
sorgt dafür, dass auf das mindestens erste Anbauteil ein möglichst geringer Anteil
der Vibrationen übertragen wird. Des Weiteren wird durch den Dämpfer erreicht, dass
eine möglichst freie Schwingung der ersten Platte zugelassen wird. Durch einen Dämpfer
wird die Vibration der ersten Platte für die Bedienperson noch besser spürbar. Durch
einen Dämpfer kann der Aktuator auch kleiner ausgeführt werden, da er nicht die Energie,
welche in die ersten Anbauteile übertragen wird, zusätzlich aufbringen muss.
[0015] Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass das erste Anbauteil ein Tischfuß,
ein Abstandhalter, eine Wandkonsole oder eine Deckenkonsole ist.
Der Tischfuß und die Wandkonsole eignen sich besonders gut um die erste Platte so
zu platzieren, dass die Bedienperson entweder sitzen oder stehen kann. Es ist auch
denkbar, dass die erste Platte über eine Deckenkonsole platziert wird. Die Deckenkonsole
wird an einer Decke eines Raumes befestigt, womit die erste Platte in einem gewünschten
Abstand über dem Fußboden platziert wird. Der Abstandhalter dient vor allem dazu,
dass die Ausführungsform, in welcher die erste Platte ein Bodenelement ist, in einem
gewissen Abstand zum Boden platziert werden kann. Würde die Platte flach aufliegen,
wäre die Erzeugung der Vibration sehr energieintensiv. Ein solcher Abstandhalter kann
beispielsweise ein Dämpfer sein, welcher bevorzugt entsprechende Anbauteile aufweist
um den Dämpfer am Fußboden zu palzieren. Dieser Dämpfer ermöglicht eine möglichst
freie Schwingung der ersten Platte.
[0016] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass der Aktuator mit einer Auswerteeinrichtung
verbunden ist, die geeignet ist Signale einer Industrieanlage zu verarbeiten und auszuwerten,
sowie den Aktuator bei kritischen Signalwerten zu aktivieren. Die Auswerteeinrichtung
empfängt Signale der Industrieanlage und kann diese entsprechend auswerten. Bei kritischen
Werten aktiviert diese Auswerteeinrichtung den Aktuator, wodurch die erste Platte
in Vibration versetzt wird.
[0017] Eine besonders bevorzugte Ausführungsvariante ist, dass die Alarmvorrichtung eine
zweite Platte aufweist. Diese zweite Platte, welche zum Abstellen von Gegenständen
geeignet ist, ist mit mindestens einem zweiten Anbauteil verbunden, wobei das zweite
Anbauteil dazu geeignet ist die zweite Platte über dem Fußboden zu platzieren. Diese
zweite Platte ist von der ersten Platte entkoppelt. Diese Ausführung eignet sich besonders
dafür, dass die erste Platte nur den Teil umfasst auf der sich die Bedienperson der
Industrieanlage abstützt, beispielsweise der Teil auf dem die Tastatur liegt. Bei
der Ausführung der ersten Platte als Bodenelement ist es sinnvoll nur jenen Teil in
Vibration zu versetzen, auf welchem die Bedienperson steht oder auf welchem ein Sessel
platziert ist. Die zweite Platte ist dann jener Teil auf dem beispielsweise der Bildschirm
steht - bei der Ausführung einer vibrierenden Tischplatte. Bei der Ausführung mit
einer vibrierenden Bodenplatte, kann die zweite Platte beispielsweise eine Tischplatte
sein, auf welcher der Bildschirm steht. Der zweite Anbauteil ist dann beispielsweise
der Tischfuß der an der Tischplatte angebracht ist. Die zweite Platte soll nicht in
Vibration versetzt werden. Unter entkoppelt wird in diesem Zusammenhang verstanden,
dass die erste Platte und die zweite Platte nicht direkt - ohne ein Dämpfungselement
- verbunden sind. Die beiden Platten sind vorteilhafterweise auf der gleichen Höhe
montiert, aber weisen einen Abstand zueinander auf. Dieser Abstand kann aus Sicherheitsgründen
- um die Gefahr von Verletzungen zu vermeiden - durch eine Abdeckung oder ein Dämpfungselement
geschützt werden. Diese Ausführung hat den Vorteil, dass nur jener Teil in Vibration
versetzt wird, an dem sich die Bedienperson aufhält. Somit können bei mehreren Bedienpersonen
auch mehrere erste Platten angeordnet sein, um gezielt nur ausgewählte Bedienpersonen
alarmieren zu können.
[0018] Eine weitere Ausführungsmöglichkeit sieht vor, dass zwischen erster Platte und zweiter
Platte eine Schutzvorrichtung angebracht ist. Diese Schutzvorrichtung muss dazu geeignet
sein, ein Einbringen von Körperteilen in einen Spalt zwischen erster Platte und zweiter
Platte zu verhindern. Eine weitere Funktion ist, dass keine Fremdgegenstände in den
Spalt eindringen und sich darin verklemmen können, wodurch die Funktion der Alarmvorrichtung
beeinträchtigen wird. Diese Schutzvorrichtung kann eine Abdeckung sein, um den Spalt
zwischen der ersten Platte und zweiter Platte zu schützen. Dies ist deshalb vorteilhaft,
da ansonsten die Gefahr von Verletzungen besteht, wenn sich beispielsweise die Finger,
Füße oder andere Körperteile im Spalt befinden und der Aktuator aktiviert wird. Die
Schutzvorrichtung kann auch ein Dämpferelement, welches im Spalt angebracht ist, sein.
[0019] Eine weitere vorteilhafte Ausprägung sieht vor, dass der Aktuator eine exzentrische
Schwungmasse und/oder eine elektromagnetische Schwungmasse und/oder einen Körperschallwandler
aufweist. Diese Aktuatoren eignen sich besonders gut für die Übertragung von Vibrationen
auf die erste Platte.
[0020] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Alarmvorrichtung ist, dass der Schwingungsdämpfer
eine Steifigkeit zwischen 10 N/mm und 2000 N/mm aufweist.
[0021] Eine vorteilhafte Ausführung sieht vor, dass die erste Platte mindestens zwei Aktuatoren
aufweist. Dies hat den Vorteil, dass die Alarmierung über eine größere Fläche spürbar
ist.
[0022] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass sich eine Schwingmasse
des Aktuators zwischen zwei Endlagen bewegt und die Schwingmasse, zumindest in einer
der beiden Endlagen, die erste Platte berührt.
Diese Ausführungsvariante des Aktuators, hat den besonderen Vorteil, dass durch einen
Kontakt der Schwingmasse mit der ersten Platte, diese besonders gut in Vibration versetzt
wird. Des Weiteren wird durch das Berühren der ersten Platte durch die Schwingmasse
zusätzlich ein gut wahrnehmbares Geräusch erzeugt.
[0023] Die Aufgabe wird des Weiteren durch die Verwendung der Alarmvorrichtung in einer
Anlage der Grundstoffindustrie, insbesondere ein Hochofen, eine Sinteranlage, ein
Konverter, ein Pfannenofen, eine Strangießanlage, ein Walzwerk oder eine Filteranlage,
gelöst. In einer solchen Anlage eignet sich die Alarmvorrichtung besonders gut um
kritische Zustände, einer Bedienperson einer solchen Anlage, zu übermitteln.
[0024] Die Aufgabe wird mit dem eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst, dass bei überschreiten
eines vordefinierten kritischen Wertes die Alarmvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 11 aktiviert wird.
Das menschliche Empfinden für Bewegungen ist sehr ausgeprägt und jederzeit aktiv.
Die Bedienperson wird durch eine Alarmvorrichtung zum Auslösen eine Vibrationsalarms,
also auch dann auf einen besonderen Alarmzustand aufmerksam gemacht, wenn sie anderweitig
abgelenkt ist, beispielsweise weil sie mit einer anderen Person - telefonisch oder
direkt - spricht. Auch kann eine derartige Vibration auch durch Kleidung, Schutzhandschuhe,
Sicherheitsschuhe und dergleichen mehr hindurch gespürt werden. Das erfindungsgemäße
Verfahren zum Betreiben einer Alarmvorrichtung bewirkt weiterhin, dass die Bedienperson
besonders zuverlässig alarmiert wird.
[0025] Eine vorteilhafte Ausführung ist, dass die Anlage der Grundstoffindustrie ein Hochofen,
eine Sinteranlage, ein Konverter, ein Pfannenofen, eine Strangießanlage, ein Walzwerk
oder eine Filteranlage ist.
In solchen Anlagen sind besonders viele Sensoren vorhanden, welche die Anlagen überwachen
und es können des Öfteren kritische Zustände auftreten, weshalb es besonders wichtig
ist, eine zuverlässige Alarmierung zu gewährleisten um Gefahr für Mensch, Anlage und
Umwelt zu vermeiden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0026] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung nicht einschränkender Ausführungsbeispiele, wobei auf die folgenden Figuren
Bezug genommen wird, die folgendes zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Alarmvorrichtung.
Fig. 2 eine weitere Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Alarmvorrichtung.
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Alarmvorrichtung mit
einer ersten Platte und einer zweiten Platte.
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Alarmvorrichtung mit
einem Bodenelement.
Fig. 5 eine weitere schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Alarmvorrichtung
mit einem Bodenelement.
Fig. 6 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Alarmvorrichtung mit einer
Wandkonsole.
Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung eines Aktuators mit einer Schwingmasse.
Fig. 8 zeigt eine weitere vorteilhafte schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Alarmvorrichtung.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0027] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Alarmvorrichtung
1. Die erste Platte 5 ist an einem ersten Anbauteil 4 befestigt. Das erste Anbauteil
4, in Fig. 1 ist ein Tischfuß, welcher auf dem Fußboden 10 platziert wird. An der
ersten Platte 5 ist ein Aktuator 3 - welcher die erste Platte 5 in Vibration versetzen
kann - befestigt.
[0028] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Alarmvorrichtung
1. Die in Fig. 2 gezeigte Alarmvorrichtung weist, zusätzlich zu den bereits in Fig.
1 beschriebenen Merkmalen, einen Schwingungsdämpfer 2 auf. Der Schwingungsdämpfer
2 ist zwischen der ersten Platte 5 und dem ersten Anbauteil 4 angebracht. Dieser Schwingungsdämpfer
2 sorgt dafür, dass möglichst keine Vibrationen auf das erste Anbauteil 4 und den
Fußboden 10 übertragen werden.
[0029] In Fig. 3 wird eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Alarmvorrichtung
1 mit einer ersten Platte 5, einem Schwingungsdämpfer 2, einem Aktuator 3 und einem
ersten Anbauteil 4 dargestellt. Des Weiteren ist ein zweites Anbauteil 8 und eine
zweite Platte 7 angeordnet. Das zweite Anbauteil 8 wird auf dem Fußboden 10 platziert.
Die zweite Platte 7 ist nicht direkt mit der ersten Platte 5 verbunden. In der Fig.
3 ist zwischen der ersten Platte 5 und der zweiten Platte 7 eine Schutzvorrichtung
12 angeordnet. Diese Schutzvorrichtung 12 kann ein Gummielement, welches einen Spalt
zwischen erster Platte 5 und zweiter Platte 7 ausfüllt, sein. Eine andere denkbare
Ausführung ist eine Abdeckung, welche das unabsichtliche Einbringen von Köperteile
- wie beispielsweise Finger - in den Spalt verhindert. Die Schutzvorrichtung 12 dient
dazu, dass bei Aktivierung des Aktuators 3 kein Verletzungsrisiko für die Bedienperson
besteht. Die zweite Platte 7 soll keine Vibrationen erfahren und eignet sich zum Abstellen
von beispielsweise einem Bildschirm 15, Aktenordnern und sonstigen Gegenständen.
[0030] In Fig. 4 ist eine Ausführungsvariante mit einem Bodenelement dargestellt. Die erste
Platte 5 ist als Bodenelement ausgeführt. An dieser ersten Platte 5 ist der Aktuator
3 angebracht und die erste Platte 5 ist an ersten Anbauteilen 4 befestigt, welche
auf dem Fußboden 10 platziert werden. Der erste Anbauteil 4 kann auch so ausgeführt
sein, dass er schwingungsdämpfende Eigenschaften aufweist und der Schwingungsdämpfer
somit im ersten Anbauteil 4 integriert ist. Die Alarmvorrichtung 1 ist vor einem Tisch
13 platziert. Auf der Alarmvorrichtung 1 kann ein Stuhl 14 platziert werden oder die
Bedienperson steht auf der ersten Platte 5.
[0031] In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsvariante einer Alarmvorrichtung 1 mit einem
Bodenelement dargestellt. Die erste Platte 5 ist in einer Vertiefung 16 des Fußbodens
angeordnet. An der ersten Platte 5 sind zwei Aktuatoren 3 angeordnet. Die erste Platte
5 weist einen Schwingungsdämpfer 2 auf. An dem Schwingungsdämpfer 2 ist das erste
Anbauteil 4 befestigt, welches in der Vertiefung 16 platziert wird. Beim ersten Anbauteil
4 kann es sich auch um einen Schwingungsdämpfer handeln.
[0032] In Fig. 6 ist eine Ausführungsvariante des ersten Anbauteils 4 als Wandkonsole zu
sehen. Es ist natürlich auch denkbar, dass das erste Anbauteil 4 als Deckenkonsole
ausgeführt ist. Hierbei wird die Deckenkonsole nicht an der Wand, sondern an der Decke
eines Raumes befestigt. Das erste Anbauteil 4 ist mit der Wand 17 verbunden. Die erste
Platte 5 ist mittels des ersten Anbauteils 4 in einer bestimmten Höhe über dem Fußboden
10 montiert. Mit dem ersten Anbauteil 4 ist die erste Platte 5 verbunden, welche an
der Unterseite einen Aktuator 3 aufweist. Dieser Aktuator 3 hat eine elektrische Verbindung
21, welche Signale von einer Auswerteeinheit 20 empfängt. Die Auswerteeinheit 20 empfängt
über eine Datenleitung 22 Signale von einer Anlage der Grundstoffindustrie. Diese
Auswerteeinheit 20 - samt elektrischer Verbindung 21 und Datenleitung 22 - ist selbstverständlich
auch für die Ausführungsvarianten der Fig. 1-5 und 7-8 erforderlich, sie wurde aber
in den anderen Figuren nicht dargestellt. Bei der elektrischen Verbindung 21 kann
es sich um eine verdrahtete Verbindung, als auch um eine drahtlose Verbindung, handeln.
Die Auswerteeinheit 20 kann die Daten über eine verdrahtete Verbindung oder eine Funkverbindung
empfangen und senden. Die Auswerteeinheit kann den Aktuator entweder über eine verdrahtete
Verbindung oder eine Funkverbindung aktivieren.
[0033] In Fig. 7 ist eine Ausführungsform eines Aktuators 3 dargestellt. Eine Schwingmasse
25 bewegt sich von einer ersten Endlage 26 in eine zweite Endlage 27. In der ersten
Endlage 26 hat die Schwingmasse 25 Kontakt mit der ersten Platte 5. Dieser Kontakt
erzeugt einerseits ein deutlich wahrnehmbares Geräusch und andererseits wird die erste
Platte 5 dadurch besonders gut in Vibration versetzt.
[0034] Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Alarmvorrichtung
1. Diese Ausführung unterscheidet sich zu jener aus Fig. 1 oder Fig. 2 (mit Schwingungsdämpfer
2) dadurch, dass der Aktuator an dem ersten Anbauteil 4 angeordnet ist und zumindest
zeitweise, während der Aktuator in Betrieb ist, Kontakt mit der ersten Platte 5 aufweist.
[0035] Obwohl die Erfindung im Detail durch die bevorzugten Ausführungsbeispiele näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Alarmvorrichtung
- 2
- Schwingungsdämpfer
- 3
- Aktuator
- 4
- Erstes Anbauteil
- 5
- Erste Platte
- 7
- Zweite Platte
- 8
- Zweites Anbauteil
- 10
- Fußboden
- 12
- Schutzvorrichtung
- 13
- Tisch
- 14
- Stuhl
- 15
- Bildschirm
- 16
- Vertiefung
- 17
- Wand
- 20
- Auswerteeinrichtung
- 21
- Elektrische Verbindung
- 22
- Datenleitung
- 25
- Schwingmasse
- 26
- erste Endlage
- 27
- zweite Endlage
1. Alarmvorrichtung (1) zum Auslösen eines Vibrationsalarms, umfassend
- eine erste Platte (5), welche zum Abstellen von Gegenständen geeignet ist,
- mindestens einen Aktuator (3) zur Versetzung der ersten Platte (5) in Vibration,
- mindestens ein erstes Anbauteil (4) zur Platzierung der ersten Platte in einem vorgegebenen
Abstand über einem Fußboden (10).
2. Alarmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Platte (5) eine Tischplatte oder ein Bodenelement ist.
3. Alarmvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schwingungsdämpfer (2), zwischen der ersten Platte (5) und dem ersten Anbauteil
(4), angeordnet ist.
4. Alarmvorrichtung nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Anbauteil (4) ein Tischfuß, ein Abstandhalter, eine Wandkonsole oder eine
Deckenkonsole ist.
5. Alarmvorrichtung nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (3) mit einer Auswerteeinrichtung (20) verbunden ist, die Signale über
eine Datenleitung (22) einer Industrieanlage empfängt, verarbeitet und auswertet,
sowie den Aktuator (3) bei kritischen Signalwerten aktiviert.
6. Alarmvorrichtung nach Anspruch 1 - 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Alarmvorrichtung (1)
- mindestens eine zweite Platte (7) aufweist, welche zum Abstellen von Gegenständen
geeignet ist,
- welche mit mindestens einem zweiten Anbauteil (8) verbunden ist,
- wobei der zweite Anbauteil (8) zur Platzierung der zweiten Platte (7) in einem vorgegebenen
Abstand über dem Fußboden (10),
- wobei diese zweite Platte (8) von der ersten Platte (5) entkoppelt ist.
7. Alarmvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Platte (5) und zweiten Platte (7) eine Schutzvorrichtung (12)
angebracht ist.
8. Alarmvorrichtung nach Anspruch 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (3) eine exzentrische Schwungmasse und/oder eine elektromagnetische
Schwungmasse und/oder ein Körperschallwandler aufweist.
9. Alarmvorrichtung nach Anspruch 2 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsdämpfer (2) eine Steifigkeit zwischen 10 N/mm und 2000 N/mm aufweist.
10. Alarmvorrichtung nach Anspruch 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Platte (5) mindestens zwei Aktuatoren (3) aufweist.
11. Alarmvorrichtung nach Anspruch 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator eine Schwingmasse aufweist, wobei sich die Schwingmasse des Aktuators
(3) zwischen zwei Endlagen bewegt, wobei der Aktuator derart an der ersten Platte
(5) angebracht ist, dass die Schwingmasse, zumindest in einer der beiden Endlagen,
die erste Platte (5) berührt.
12. Verwendung der Alarmvorrichtung nach Anspruch 1-11 in einer Anlage der Grundstoffindustrie,
insbesondere ein Hochofen, eine Sinteranlage, ein Konverter, ein Pfannenofen, eine
Strangießanlage, ein Walzwerk oder eine Filteranlage ist.
13. Verfahren zum Betreiben einer Alarmvorrichtung für eine Anlage der Grundstoffindustrie,
- wobei eine Auswerteeinrichtung (20) Signale von Sensoren über eine Datenleitung
(21) einer Anlage der Grundstoffindustrie empfängt,
- wobei die Auswerteeinrichtung (20) die Signale auswertet und überprüft ob diese
einen vordefinierten kritischen Wert überschreiten,
dadurch gekennzeichnet, dass bei überschreiten eines vordefinierten kritischen Wertes ein Aktuator (3) der Alarmvorrichtung
(1) nach Anspruch 1 bis 11 aktiviert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage der Grundstoffindustrie ein Hochofen, eine Sinteranlage, ein Konverter,
ein Pfannenofen, eine Stranggießanlage, ein Walzwerk oder eine Filteranlage ist.