TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Zangenschwenkbacke in Plattenbauweise, die Einsatz findet
in einer manuell betätigten Crimpzange. Mittels der Crimpzange kann über eine manuelle
Betätigung von Handhebeln ein Verpressen oder Vercrimpen eines Werkstücks erfolgen.
Hierbei dient eine Crimpzange insbesondere einer Herstellung einer dauerhaften mechanischen
Verbindung und elektrischen Kontaktierung. Dies erfolgt vorzugsweise durch Vercrimpen
eines Steckers mit einem Kabel oder einem elektrischen Leiter beliebiger Bauart. Je
nach zum Einsatz kommendem Profil der Gesenke können unterschiedliche Crimpvorgänge
mit der Crimpzange ausgeführt werden. Beispielsweise kann es sich um einen geschlossenen
Crimp handeln, bei dem der Leiter in eine geschlossene Crimpzone eines Steckers oder
in eine geschlossene Hülse eingeführt wird und durch plastische Verformung der Crimpzone
oder der Hülse vercrimpt wird. Möglich ist aber auch, dass ein offener Crimp erzeugt
wird, bei dem der Stecker eine offene Crimpzone aufweist, in die der Leiter von oben
eingelegt werden kann. Um lediglich einige, die Erfindung nicht beschränkende Beispiele
zu nennen, können mit dem hier einschlägigen Crimpwerkzeug
- Kabelschuhe nach DIN 4623,
- Aluminiumverbinder nach DIN 46329
- Aluminium-Presskabelschuhe nach DIN 48201
- Quetschkabelschuhe nach DIN 46234,
- Stiftkabelschuhe nach DIN 46230 oder
- Verbinder, Stecker oder Kabelschuhe für eine Verbindung mit einem Kabel oder Leiter,
wie diese in dem Produktkatalog der WEZAG GmbH Werkzeugfabrik "Werkzeuge für die professionelle
Anwendung" mit der Veröffentlichungs-Nr. 10/11 beschrieben sind,
vercrimpt werden. Bei dem hergestellten Crimp kann es sich beispielsweise für einen
geschlossenen Crimp um einen Sechskant- oder Hexagonalcrimp, einen Vierkantcrimp,
einen B-Crimp, einen Trapezcrimp, einen modifizierten Trapezcrimp, einen Ovalcrimp,
einen Dorncrimp oder einen Zweidorncrimp handeln. Ein offener Crimp kann bspw. als
V-Crimp oder B-Crimp, als Rollcrimp oder als Doppelrollcrimp ausgebildet sein.
[0002] Zusätzlich zur Herstellung der elektrischen Verbindung zwischen Kabel oder Leiter
und Stecker kann eine mechanische Verbindung mittels eines sogenannten Isolationscrimps
hergestellt werden. Hierbei kann ein geschlossener Isolationscrimp oder ein offener
Isolationscrimp (insbesondere V-Crimp oder B-Crimp, O-Crimp oder OV-Crimp) Einsatz
finden. Hinsichtlich weiterer Informationen
- zur Ausgestaltung einer gattungsgemäßen Crimpzange,
- zu möglichen Einsatzbereichen der gattungsgemäßen Crimpzange und/oder
- zu unterschiedlichen möglichen Typen von Crimpverbindungen, welche mittels der gattungsgemäßen
Crimpzange hergestellt werden können,
wird auf das Werk
verwiesen.
STAND DER TECHNIK
[0003] Die Druckschrift
DE 198 02 287 C1 offenbart eine Crimpzange, die ein festes Zangenteil aufweist. Bei dem festen Zangenteil
ist ein fester Handhebel einstückig mit einer festen Zangenbacke verbunden. An dem
festen Zangenteil ist scherenartig verschwenkbar eine Zangenschwenkbacke gelagert.
Die Zangenschwenkbacke weist eine Tragplatte sowie zwei Zangenbackenplatten auf. Die
Zangenbackenplatten sind mit einer Überlappung auf beiden Seiten der Tragplatte angeordnet.
Die Zangenbackenplatten sind im Bereich der Überlappungen über zwei Bolzen an der
Tragplatte gehalten. Die Tragplatte kragt auf der dem Zangenkopf abgewandten Seite
aus den Überlappungen heraus. In dem herauskragenden Endbereich ist die Tragplatte
verschwenkbar mit einem beweglichen Handhebel verbunden. Der bewegliche Handhebel
ist über einen Druckhebel unter Bildung eines Kniehebeltriebs verschwenkbar an dem
festen Handhebel abgestützt. Auf der dem Zangenkopf zugewandten Seite kragen die Zangenbackenplatten
über die Überlappungen aus. Zwischen den Zangenbackenplatten ist ein Aufnahmeraum
einer Aufnahme für einen Gesenkeinsatz ausgebildet. Der Gesenkeinsatz weist eine Gesenkplatte
und zwei Tragelemente auf. Die Gesenkplatte bildet dabei einen in dem Aufnahmeraum
der Aufnahme angeordneten Flansch und einen in Richtung der festen Zangenbacke aus
den Zangenbackenplatten herausstehenden Abschnitt aus. Die außenliegende Stirnseite
des herausstehenden Abschnitts der Gesenkplatte bildet mehrere Gesenke aus. Im Übergangsbereich
zwischen dem Flansch und dem überstehenden Abschnitt weist die Gesenkplatte Bohrungen
auf. Die Bohrungen sind beabstandet voneinander in einer Abstützebene abgeordnet.
Die Abstützebene ist quer zu der zwischen den Gesenken wirkenden Crimpkraft orientiert
ist. In den Bohrungen sind die als Querbolzen ausgebildeten Tragelemente befestigt
oder mit einer Presspassung aufgenommen. Die Querbolzen stehen auf beiden Seiten aus
der Gesenkplatte heraus. Die Zangenbackenplatten verfügen auf der der festen Zangenbacke
zugewandten Seite über randoffene Ausnehmungen. Die Ausnehmungen können halbzylinderförmig
ausgebildet sein oder einen polygonalen, halb geöffneten Querschnitt aufweisen. Ist
der Gesenkeinsatz in die von den Zangenbackenplatten gebildete Aufnahme eingelegt,
finden die Querträger passgenau und verschiebegesichert Aufnahme in den randoffenen
Ausnehmungen. Auf diese Weise erfolgt eine Kraftübertragung sowohl in Richtung der
Crimpkraft als auch quer zu dieser zwischen den Querträgern und den randoffenen Ausnehmungen.
Im Bereich des Flansches können sowohl die Zangenbackenplatten als auch der Gesenkeinsatz
über eine Durchgangsbohrung oder eine Gewindebohrung verfügen, über welche mit einer
Befestigungsschraube oder einen Bolzen der Gesenkeinsatz an den Zangenbackenplatten
befestigt werden kann. Die Bolzen zur Befestigung der Zangenbackenplatten an der Tragplatte
sind hierbei auf einer Verbindungsachse angeordnet, welche ungefähr parallel zur Längserstreckung
des beweglichen Handhebels angeordnet ist. Die Verbindungsachse ist in einem spitzen
Winkel von ca. 20° zu der Abstützebene orientiert. Die Haupterstreckungsrichtung der
Überlappungen der Tragplatte und der Zangenbackenplatten ist entsprechend parallel
zu den Handhebeln und/oder unter dem genannten spitzen Winkel zu der Abstützebene
orientiert.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zangenschwenkbacke vorzuschlagen,
die insbesondere hinsichtlich
- der mechanischen Festigkeit,
- der Bauraumgestaltung der Zangenschwenkbacke und der Crimpzange,
- der Baugröße der Zangenschwenkbacke und der Crimpzange und/oder
- der Zahl der Bauelemente
verbessert ist. Des Weiteren liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine entsprechend
verbesserte Crimpzange vorzuschlagen.
LÖSUNG
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen der unabhängigen
Patentansprüche gelöst. Weitere bevorzugte erfindungsgemäße Ausgestaltungen sind den
abhängigen Patentansprüchen zu entnehmen.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0006] Die Erfindung schlägt eine Zangenschwenkbacke vor, die in Plattenbauweise hergestellt
ist. Platten mit den erforderlichen Dicken und mechanischen Eigenschaften können kostengünstig
als Halbzeug bezogen werden. Die Platten können mittels kostengünstiger bekannter
Herstellungsverfahren in die erforderlichen Abmessungen und Geometrien gebracht werden.
Die erfindungsgemäße Zangenschwenkbacke findet Einsatz in einer manuell betätigten
Crimpzange, wie diese eingangs beschrieben worden ist.
[0007] Die Zangenschwenkbacke weist eine Tragplatte und (mindestens) eine Zangenbackenplatte
auf. Die Zangenbackenplatte kann unmittelbar eine Aufnahme für einen Gesenkeinsatz
ausbilden. Möglich ist aber auch, dass die Zangenbackenplatte eine derartige Aufnahme
trägt, womit die Aufnahme auch auswechselbar an der Zangenbackenplatte gehalten sein
kann. Die Zangenbackenplatte gibt eine Abstützebene der Aufnahme für eine Abstützung
einer auf den Gesenkeinsatz wirkenden Crimpkraft vor. Die Abstützebene ist vorzugsweise
vertikal zur Crimpkraft orientiert oder bildet allenfalls einen spitzen Winkel von
weniger als 30°, weniger als 20° oder weniger als 15° oder weniger als 10° oder sogar
weniger als 5° gegenüber der Ebene, die vertikal zur Crimpkraft orientiert ist.
[0008] Die Zangenbackenplatte ist mit einer Überlappung auf einer Seite der Tragplatte angeordnet,
wobei vorzugsweise die Zangenbackenplatte unmittelbar an der Tragplatte mit der Überlappung
anliegt. Im Bereich der Überlappung ist die Zangenbackenplatte über (genau) zwei Bolzen
an der Tragplatte gehalten. Zu diesem Zweck können die Zangenbackenplatte und die
Tragplatte fluchtende Bohrungen aufweisen. In den fluchtenden Bohrungen können die
Bolzen aufgenommen werden. Möglich ist, dass das Halten der Zangenbackenplatte an
der Tragplatte über einen Schraubbolzen erfolgt. Möglich ist aber auch, dass das Halten
der Zangenbackenplatte an der Tragplatte über einen stiftartigen oder zylindrischen
Bolzen erfolgt, der mit einer Presspassung oder einer Übergangspassung in den Bohrungen
der Zangenbackenplatte und der Tragplatte angeordnet ist, auf einer Seite eine Verdickung
oder einen in einer Nut aufgenommenen Sicherungsring aufweisen kann und auf der anderen
Seite einen in einer Nut aufgenommenen Sicherungsring aufweisen kann. Die Zangenbackenplatte
und die Tragplatte können dann zwischen dem Vorsprung oder dem Sicherungsringen und
dem Sicherungsring gefangen sein.
[0009] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass ein Winkel zwischen einer Verbindungsachse
der Längsachsen der Bolzen und der Abstützebene in einer Zangenkopfebene 90° ± 30°
(vorzugsweise ± 20°, ± 15°, ± 10° oder ± 5°) beträgt. Mit dieser Ausgestaltung verlässt
die Erfindung den zuvor gemäß dem Stand der Technik beschrittenen Weg, dass die Verbindungsachse
der Längsachsen der Bolzen möglichst parallel zu der Abstützebene angeordnet sein
muss. Für die aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungsformen ist der Fachmann
davon ausgegangen, dass die Zangenschwenkbacke hinsichtlich der Einleitung der Crimpkraft
und der parallel zu der Crimpkraft orientierten Bolzenkräfte der Bolzen, über die
die Zangenbackenplatte an der Tragplatte gehalten ist, in der Art eines geradlinigen
Hebels ausgebildet sein sollte, an dessen einem Ende die Crimpkraft wirkt, an dessen
anderem Ende eine Bolzenkraft wirkt und schließlich ungefähr in der Mitte die andere
Bolzenkraft wirkt. Der Fachmann ist für diese aus dem Stand der Technik bekannte Wahl
der Anordnung der Bolzen zur Verbindung der Zangenbackenplatte und der Tragplatte
von einer guten Kraftaufnahme durch die Bolzen und damit einer hohen Festigkeit ausgegangen.
Im Rahmen der der Erfindung zugrunde liegenden Überlegungen hat sich überraschend
gezeigt, dass die Kraftverhältnisse nicht (wesentlich) schlechter sind oder sogar
verbessert werden können, wenn der erfindungsgemäße Winkel von ungefähr 90° zwischen
der Verbindungsachse der Längsachsen der Bolzen und der Abstützebene gewählt wird.
[0010] Geht man beispielsweise davon aus, dass erfindungsgemäß die Einleitungspunkte der
Crimpkraft und der beiden Bolzenkräfte angesichts des gewählten Winkels zwischen der
Verbindungsachse der Längsachsen der Bolzen und der Abstützebene auf den Ecken eines
Quadrates liegen, ist die infolge der Crimpkraft auf die Bolzen wirkende maximale
Bolzenkraft nur halb so groß wie diese ist, wenn die Crimpkraft in einem Endbereich
eines geradlinigen Hebels eingeleitet wird, welcher mittig und in dem anderen Endbereich
durch die Bolzen abgestützt ist. Somit führt die erfindungsgemäße Ausgestaltung zu
einer Verringerung der mechanischen Beanspruchung der beteiligten Bauelemente.
[0011] Andererseits führt die aus dem Stand der Technik bekannte Anordnung der beiden Bolzen
mit der Verbindungsachse der Längsachsen parallel zu der Abstützebene bzw. den Handhebeln
dazu, dass die Zangenschwenkbacke in Längsrichtung der Crimpzange eine verhältnismäßig
große Baugröße hat, welche durch den erfindungsgemäßen Winkel u. U. auch reduziert
werden kann.
[0012] Schließlich ergibt sich bei Verwendung des erfindungsgemäßen Winkels auch eine Erweiterung
der Gestaltungsmöglichkeiten und auch der Beeinflussungsmöglichkeiten des optischen
Erscheinungsbildes der Crimpzange.
[0013] Grundsätzlich kann die Zangenbackenplatte eine beliebige Geometrie aufweisen. Für
einen besonderen Vorschlag der Erfindung ist die Zangenbackenplatte L-förmig ausgebildet.
Die beiden Schenkel des L sind von einem Befestigungsschenkel und einem Zangenbackenschenkel
gebildet. Der Befestigungsschenkel dient hier bevorzugt der Befestigung der Zangenbackenplatte
an der Tragplatte. Der Zangenbackenschenkel dient bevorzugt der eigentlichen Ausbildung
der Zangenbackenplatte und der Abstützung oder Ausbildung der Aufnahme für den Gesenkeinsatz.
[0014] Grundsätzlich möglich ist, dass sich die beiden Bolzen beispielsweise durch Bohrungen
des Befestigungsschenkels erstrecken. Für eine besondere Ausführungsform erstreckt
sich ein Bolzen durch den Übergangsbereich, in dem der Übergang von dem Befestigungsschenkel
zu dem Zangenbackenschenkel erfolgt (also in dem Eckbereich des L). Alternativ oder
zusätzlich kann sich ein Bolzen durch den freien Endbereich des Befestigungsschenkels
erstrecken.
[0015] Hieraus ergibt sich eine besonders kompakte Ausgestaltung, bei welcher das Material
der Zangenbackenplatte optimal genutzt ist.
[0016] Möglich ist, dass die Zangenschwenkbacke neben den Bohrungen für die beiden Bolzen
zur Befestigung der Zangenbackenplatte an der Tragplatte (und etwaigen zusätzlichen
Ausnehmungen oder Bohrungen für den Gesenkeinsatz) eine zusätzliche Ausnehmung, einen
Lagerbolzen oder Lagerzapfen oder ein Lagerauge aufweist. Im Bereich der Ausnehmung,
des Lagerbolzens, des Lagerzapfens oder des Lagerauges wird ein Schwenklager der Zangenbacke
gebildet. Anders gesagt ist für diese Ausführungsform das Schwenklager für die Lagerung
der Zangenschwenkbacke gegenüber einem festen Zangenteil oder einer festen Zangenbacke
beabstandet von den beiden Bolzen zur Befestigung der Zangenbackenplatte an der Tragplatte
angeordnet.
[0017] Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung fällt aber das Schwenklager mit einem
Bolzen für die Befestigung der Zangenbackenplatte an der Tragplatte zusammen. In diesem
Fall ist der Bolzen, der sich durch den freien Endbereich des Befestigungsschenkels
der Zangenbackenplatte erstreckt, ein Schwenkbolzen der Crimpzange, über welchen die
Zangenschwenkbacke gegenüber der festen Zangenbacke verschwenkbar gelagert ist. Somit
kann der Bolzen multifunktional eingesetzt sein: Einerseits bildet der Bolzen den
Schwenkbolzen für die verschwenkbare Lagerung der Zangenschwenkbacke gegenüber der
festen Zangenbacke. Andererseits wird der Bolzen zur Befestigung der Zangenbackenplatte
an der Tragplatte genutzt. Hierdurch ergibt sich eine besonders kompakte Ausführungsform
und eine Reduzierung der Zahl der beteiligten Bauelemente.
[0018] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung widmet sich der Anordnung eines Gesenkeinsatzes
an der Zangenschwenkbacke. Grundsätzlich können beliebige aus dem Stand der Technik
bekannte Aufnahmen für den Gesenkeinsatz an der erfindungsgemäßen Zangenschwenkbacke
genutzt werden. Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung weist die Aufnahme der
Zangenbackenplatte zwei Aufnahmen für Tragelemente eines Gesenkeinsatzes auf. Die
Aufnahmen sind konvex ausgebildet und sind in einer Projektion auf die Abstützebene
voneinander beabstandet angeordnet. Über die Aufnahmen und die darin angeordneten
Tragelemente eines Gesenkeinsatzes ist zumindest eine Komponente einer auf den Gesenkeinsatz
wirkenden Crimpkraft, die vertikal zur Abstützebene orientiert ist, von dem Gesenkeinsatz
auf die Zangenbackenplatte übertragbar. Zusätzlich möglich ist, dass zwischen den
Aufnahmen und den Tragelementen auch eine Abstützung einer Kraft erfolgt, die parallel
zur Abstützebene orientiert ist. Um lediglich ein Beispiel für diese Ausgestaltung
zu nennen, können die konvexen Aufnahmen als randoffene Ausnehmungen ausgebildet sein,
während die Tragelemente als aus einer Gesenkplatte auskragende Querbolzen ausgebildet
sein können, wie dies in der Druckschrift
DE 198 02 287 C1 beschrieben ist. Auf die Druckschrift
DE 198 02 287 C1 wird hinsichtlich weiterer Details verwiesen. Die Offenbarung der Druckschrift
DE 198 02 287 C1 wird hinsichtlich der Bildung des Aufnahmeraums für den Gesenkeinsatz und hinsichtlich
der Befestigung und Abstützung des Gesenkeinsatzes an den Zangenbackenplatten zum
Gegenstand der vorliegenden Offenbarung gemacht.
[0019] Alternativ oder zusätzlich möglich ist, dass die Aufnahme der Zangenbackenplatte
eine Bohrung für eine Befestigungsschraube aufweist. Über die Befestigungsschraube
kann dann der Gesenkeinsatz an der Zangenschwenkbacke befestigt werden. Für diese
Ausgestaltung kann dennoch die eigentliche Aufnahme der hohen Crimpkräfte über die
Abstützung eines Tragelements eines Gesenkeinsatzes an einer konvexen Aufnahme der
Zangenbackenplatte erfolgen.
[0020] Für die Dimensionierung der Zangenschwenkbacke (insbesondere die Längserstreckung
des Befestigungsschenkels) gibt es beliebige Möglichkeiten. Für einen Vorschlag der
Erfindung ist die Längserstreckung des Befestigungsschenkels der Zangenbackenplatte
größer als eine Hälfte der Quererstreckung des Zangenkopfes (insbesondere größer als
die Hälfte der Quererstreckung des Zangenkopfes im Bereich des Schwenkgelenks, über
welches die Zangenschwenkbacke verschwenkbar an der festen Zangenbacke gehalten ist).
[0021] Grundsätzlich möglich ist, dass lediglich eine Zangenbackenplatte an der Tragplatte
gehalten ist. Für einen Vorschlag der Erfindung sind auf beiden Seiten der Tragplatte
jeweils Zangenbackenplatten angeordnet. Die beiden Zangenbackenplatten können gleiche
oder unterschiedliche Geometrie(n) aufweisen. Die beiden Zangenbackenplatten sind
dann über die beiden Bolzen an der Tragplatte gehalten. Das Halten über die Bolzen
erfolgt im Bereich von (vorzugsweise korrespondierenden) Überlappungen der beiden
Zangenbackenplatten mit der Tragplatte.
[0022] Durch die Verwendung von zwei Zangenbackenplatten kann ein symmetrischer Aufbau der
Zangenschwenkbacke erfolgen. Hierbei können die beiden Zangenbackenplatten symmetrisch
zu einer Mittenebene des Zangenkopfes angeordnet sein. Die beiden Zangenbackenplatten
können dann gemeinsam zur Ausbildung oder Abstützung der Aufnahme für den Gesenkeinsatz
dienen. Für einen Vorschlag der Erfindung entspricht die Dicke der Tragplatte im Bereich
der Überlappungen mit den Zangenbackenplatten (mit einer Übergangspassung oder einer
Spielpassung) der Dicke eines Gesenkeinsatzes (insbesondere im Bereich eines Flansches
einer Gesenkplatte). Mit der Dicke der Tragplatte ist auch eine Erstreckung eines
Aufnahmeraums der Aufnahme vorgegeben, der zwischen den Zangenbackenplatten ausgebildet
wird. In den Aufnahmeraum ist der Flansch des Gesenkeinsatzes einsetzbar. Zwischen
den Zangenbackenplatten kann der Gesenkeinsatz im Bereich seines Flansches bereits
flächig geführt oder abgestützt sein. Eine ergänzende Abstützung kann über eine Befestigungsschraube
und/oder die in den konvexen Aufnahmen abgestützten Tragelemente erfolgen.
[0023] Eine erfindungsgemäße Zangenschwenkbacke kann in eine beliebige Crimpzange mit einer
beliebigen Antriebskinematik integriert sein. Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung
weist die Crimpzange einen Kniehebeltrieb auf. Der Kniehebeltrieb wird über die Handhebel
betätigt wird, wobei auch ein Teil eines Handhebels einen Kniehebel des Kniehebeltriebs
bilden kann (vgl. bspw. auch den eingangs angeführten Stand der Technik
DE 198 02 287 C1). In diesem Fall ist ein Kniehebel des Kniehebeltriebs an der Tragplatte angelenkt.
Zu diesem Zweck kann die Tragplatte eine Bohrung aufweisen, die ein Lagerauge für
einen Schwenkbolzen bilden kann. Möglich ist aber bspw. auch, dass die Tragplatte
in einer Bohrung einen Schwenkbolzen trägt.
[0024] Für die Ausgestaltung der Geometrie der Zangenschwenkbacke und der Tragplatte sowie
der mindestens einen Zangenbackenplatte gibt es im Rahmen der Erfindung vielfältige
Möglichkeiten. Für einen Vorschlag der Erfindung ist die Zangenschwenkbacke (die mit
der Tragplatte und der mindestens einen Zangenbackenplatte gebildet ist) in einer
Draufsicht auf die Zangenkopfebene grundsätzlich entsprechend einem T ausgebildet.
Ein erster Horizontalschenkel des T wird von dem Zangenbackenschenkel der Zangenbackenplatte
ausgebildet. Ein zweiter Horizontalschenkel des T wird von der Tragplatte ausgebildet.
In dem freien Endbereich des zweiten Horizontalschenkels des T ist dann das Schwenklager
gebildet, im Bereich dessen die Zangenschwenkbacke über den Kniehebeltrieb betätigt
werden kann. Im Bereich des Vertikalschenkels des T ist die Überlappung der Tragplatte
mit der Zangenbackenplatte (hier dem Befestigungsschenkel der Zangenbackenplatte)
angeordnet. In dem freien Endbereich des Vertikalschenkels des T ist vorzugsweise
das Schwenklager angeordnet, über welches die Zangenschwenkbacke verschwenkbar an
der festen Zangenbacke gelagert ist.
[0025] Für eine weitere erfindungsgemäße Crimpzange weist die Tragplatte einen Befestigungsschenkel
und einen Schwenkarmschenkel auf. Hierbei sind der Befestigungsschenkel und der Schwenkarmschenkel
L-förmig angeordnet. Der Schwenkarmschenkel der Tragplatte ist etwa parallel zu dem
Zangenbackenschenkel der mindestens einen Zangenbackenplatte angeordnet. Etwa parallel
bedeutet hierbei, dass der Schwenkarmschenkel der Tragplatte und der Zangenbackenschenkel
der mindestens einen Zangenbackenplatte einen Winkel von weniger als 30°, weniger
als 20° oder weniger als 10° zueinander bilden. In diesem Fall ist in dem freien Endbereich
des Schwenkarmschenkels ein Schwenklager angeordnet. Über dieses Schwenklager ist
die Zangenschwenkbacke verschwenkbar an einem Zangenkopf, einem festen Zangenteil
oder einem Handhebel angelenkt.
[0026] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibung genannten Vorteile von
Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft und
können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend
von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Ohne dass hierdurch
der Gegenstand der beigefügten Patentansprüche verändert wird, gilt hinsichtlich des
Offenbarungsgehalts der ursprünglichen Anmeldungsunterlagen und des Patents Folgendes:
weitere Merkmale sind den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien
und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung
und Wirkverbindung - zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher
Ausführungsformen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche
ist ebenfalls abweichend von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich
und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen
dargestellt sind oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können
auch mit Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können
in den Patentansprüchen aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung
entfallen.
[0027] Die in den Patentansprüchen und der Beschreibung genannten Merkmale sind bezüglich
ihrer Anzahl so zu verstehen, dass genau diese Anzahl oder eine größere Anzahl als
die genannte Anzahl vorhanden ist, ohne dass es einer expliziten Verwendung des Adverbs
"mindestens" bedarf. Wenn also beispielsweise von einem Element die Rede ist, ist
dies so zu verstehen, dass genau ein Element, zwei Elemente oder mehr Elemente vorhanden
sind. Diese Merkmale können durch andere Merkmale ergänzt werden oder die einzigen
Merkmale sein, aus denen das jeweilige Erzeugnis besteht.
[0028] Die in den Patentansprüchen enthaltenen Bezugszeichen stellen keine Beschränkung
des Umfangs der durch die Patentansprüche geschützten Gegenstände dar. Sie dienen
lediglich dem Zweck, die Patentansprüche leichter verständlich zu machen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0029] Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele
weiter erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine Crimpzange gemäß dem Stand der Technik in einer Draufsicht auf die Zangenkopfebene.
- Fig. 2
- zeigt die Crimpzange gemäß Fig. 1 in einer räumlichen Darstellung.
- Fig. 3
- zeigt eine erfindungsgemäß abgewandelte Crimpzange in teil-demontiertem Zustand und
in einer Draufsicht auf die Zangenkopfebene, wobei die Crimpzange in einer teilgeöffneten
Betriebsstellung ist.
- Fig. 4
- zeigt die Crimpzange gemäß Fig. 3 in montiertem Zustand und in einer Draufsicht auf
die Zangenkopfebene, wobei die Crimpzange in einer geschlossenen Betriebsstellung
ist.
- Fig. 5
- zeigt die Crimpzange gemäß Fig. 3 und 4 in montiertem Zustand und in einer Draufsicht
auf die Zangenkopfebene, wobei die Crimpzange in einer geöffneten Betriebsstellung
ist.
- Fig. 6
- zeigt die Crimpzange gemäß Fig. 3 bis 5 in montiertem Zustand und in einer räumlichen
Ansicht, wobei die Crimpzange in einer teilgeöffneten Betriebsstellung ist.
- Fig. 7
- zeigt eine räumliche Explosionsdarstellung einer weiteren Ausführungsform Crimpzange.
- Fig. 8
- zeigt eine räumliche Darstellung der Crimpzange gemäß Fig. 7.
- Fig. 9
- zeigt die Crimpzange gemäß Fig. 7 und 8 in einer Draufsicht auf die Zangenkopfebene
in teildemontiertem Zustand.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0030] Fig. 1 und 2 zeigen eine Crimpzange 1 gemäß dem Stand der Technik, insbesondere gemäß der Druckschrift
DE 198 02 287 C1. Die Crimpzange 1 verfügt über ein festes Zangenteil 2, ein bewegliches Zangenteil
3 und einen Kniehebeltrieb 4, der mit einem beweglichen Handhebel 5 gebildet ist.
Das feste Zangenteil 2 bildet hier einstückig einen festen Handhebel 6 und eine feste
Zangenbacke 7 aus.
[0031] Der Kniehebeltrieb 4 verfügt über Kniehebel 8, 10. Der Kniehebel 8 ist als Druckhebel
9 ausgebildet. Der Kniehebel 10 ist von dem vorderen Endbereich des beweglichen Handhebels
5 ausgebildet. Die Kniehebel 8, 10 sind über ein Kniegelenk 11 miteinander verbunden.
Das Kniegelenk 11 ist als Schwenklager 12 mit einem Schwenkbolzen 13 ausgebildet.
Der dem Kniegelenk 11 abgewandte Endbereich des Kniehebels 8 ist in einem Schwenklager
14 mit einem Schwenkbolzen 15 an dem festen Zangenteil 2 angelenkt. Der Kniehebel
10 und damit der bewegliche Handhebel 5 sind über ein Schwenklager 16 mit einem Schwenkbolzen
17 an dem beweglichen Zangenteil 3 angelenkt. Das bewegliche Zangenteil 3 ist hier
eine bewegliche Zangenschwenkbacke 18.
[0032] Die Zangenschwenkbacke 18 ist verschwenkbar an dem festen Zangenteil 2 gelagert.
Dies erfolgt über ein mit einem Schwenkbolzen 19 gebildetes Schwenklager 20 Die Zangenschwenkbacke
18 kann
- mit einer Verschwenkung des beweglichen Handhebels 5 in Richtung des festen Handhebels
6
- unter Betätigung des Kniehebeltriebs 4 durch die von dem Kniehebeltrieb 4 im Bereich
des Schwenklagers 16 auf die Zangenschwenkbacke 18 ausgeübte Betätigungskraft
in Richtung der festen Zangenbacke 7 verschwenkt werden, womit ein Crimphub durchlaufen
werden kann. Die feste Zangenbacke 7 und die bewegliche Zangenschwenkbacke 18 bilden
im Bereich eines Zangenmauls 21 jeweils Aufnahmen 22a, 22b für einen hier nicht dargestellten
Gesenkeinsatz aus.
[0033] Die Zangenschwenkbacke 18 verfügt über eine Tragplatte 23. Mit der Tragplatte 23
ist das Schwenklager 20 gebildet. Zu diesem Zweck kann die Tragplatte 23 eine Durchgangsbohrung
zur Aufnahme des Schwenkbolzens 19 aufweisen. Auf beiden Seiten der Tragplatte 23
sind mit Überlappungen 24a, 24b Zangenbackenplatten 25a, 25b angeordnet. Im Bereich
der Überlappungen 24a, 24b sind die Tragplatte 23 und die Zangenbackenplatten 25a,
25b über Bolzen 27, 28 aneinander befestigt. Die Bolzen 27, 28 erstrecken sich vertikal
zur Erstreckungsebene der Tragplatte 23 und der Zangenbackenplatten 25a, 25b sowie
zu einer Zangenkopfebene 62, welche der Zeichenebene gemäß Fig. 1 entspricht. Die
Bolzen 27, 28 erstrecken sich durch fluchtende Bohrungen der Tragplatte 23 und der
Zangenbackenplatten 25. Die Bolzen 27, 28 sind hier über Sicherungsringe 29, 30 gesichert.
[0034] Für das dargestellte Ausführungsbeispiel ist die Tragplatte 23 ungefähr dreieckförmig
(hier mit abgerundeten Ecken) ausgebildet. Im Bereich der in Fig. 1 rechten Ecke der
Tragplatte 23 befindet sich das Schwenklager 16, so dass hier die Tragplatte 23 eine
Bohrung aufweist. Im Bereich der in Fig. 1 oberen Ecke der Tragplatte 23 befindet
sich das Schwenklager 20, so dass hier die Tragplatte 23 eine entsprechende Bohrung
aufweist. Die Überlappung 24 ist im Bereich des in Fig. 1 unteren linken Teils des
Dreiecks angeordnet. Der Bolzen 27 ist im Bereich der linken Ecke des Dreiecks angeordnet.
Der Bolzen 28 ist ungefähr in der Mitte des Grundschenkels des Dreiecks angeordnet.
Für eine vereinfachende Annahme wirkt im Bereich der Aufnahme 22b eine Crimpkraft
auf die Zangenschwenkbacke 18 und der Abstand der Krafteinleitung der Crimpkraft von
dem Bolzen 27 entspricht dem Abstand des Bolzens 27 von dem Bolzen 28. Unter dieser
Annahme verursacht die auf die Zangenschwenkbacke 18 wirkende Crimpkraft eine in Fig.
1 vertikal orientierte Bolzenkraft auf den Bolzen 27, die doppelt so groß ist wie
die Crimpkraft. Der Bolzen 28 wird dann mit einer Bolzenkraft beaufschlagt ist, die
ungefähr der Crimpkraft entspricht.
[0035] In Fig. 2 ist zu erkennen, dass die Aufnahmen 22 für einen Gesenkeinsatz mit einem
Aufnahmeraum 31a, 31b gebildet sind. Der Aufnahmeraum 31a ist im Zwischenraum zwischen
den Zangenbackenplatten 25a, 25b gebildet. Der Aufnahmeraum 31b ist im Zwischenraum
zwischen zwei Zangenteilplatten 32a, 32b des festen Zangenteils 2 gebildet. In die
Aufnahmeräume 31 kann ein Flansch eines Gesenkeinsatzes eingeführt werden und dort
geführt sein und/oder abgestützt sein, vgl.
DE 198 02 287 C1. Des Weiteren verfügen die Zangenbackenplatten 25a, 25b (ebenso wie die Zangenteilplatten
32a, 32b) über konvexe Aufnahmen 33, 34 für ein Tragelement (insbesondere ein Querbolzen)
eines Gesenkeinsatzes sowie eine Befestigungsbohrung 35, über welche ein Gesenkeinsatz
mit den Zangenbackenplatten 25 bzw. den Zangenteilplatten 32 verschraubt werden kann.
Auch diesbezüglich wird hinsichtlich weiterer Details auf die Druckschrift
DE 198 02 287 C1 verwiesen.
[0036] Die mit den Aufnahmen 33, 34 für die Tragelemente gebildete Aufnahme 22 für den Gesenkeinsatz
gibt eine Abstützebene 36 vor. Die Abstützebene 36 ist quer zu der auf die Zangenschwenkbacke
18 wirkenden Crimpkraft orientiert oder weicht von dieser Querrichtung maximal um
30°, maximal um 20°, maximal um 10° oder maximal um 5° ab. Vorzugsweise geben die
Längsachsen der Aufnahmen 33, 34 bzw. der darin angeordneten Tragelemente eines Gesenkeinsatzes
die Abstützebene 36 vor oder sind in dieser angeordnet. Möglich ist auch, dass die
dem Zangenmaul 21 zugewandten Stirnseiten der Zangenbackenplatten 25a, 25b die Abstützebene
36 vorgeben.
[0037] Für das dargestellte Ausführungsbeispiel sind die Zangenbackenplatten 25a, 25b in
vereinfachter Betrachtung als geradlinige Hebel ausgebildet. An einem Endbereich des
Hebels greift die Crimpkraft an. Ungefähr mittig erfolgt die Abstützung über den Bolzen
27. In dem anderen Endbereich erfolgt die Abstützung über den Bolzen 28. Die Zangenbackenplatten
25 sind ungefähr parallel zur Abstützebene 36 orientiert. In der Schließstellung der
Handhebel 5, 6 sind des Weiteren die Zangenbackenplatten 25 mit ihren Längserstreckungen
ungefähr parallel zu dem Handhebel 5 orientiert.
[0038] Bei ansonsten grundsätzlich der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 entsprechender
Ausgestaltung verfügt die Crimpzange 1 gemäß
Fig. 3 bis 6 über eine abweichend ausgestaltete Zangenschwenkbacke 18: In diesem Fall sind die
Zangenbackenplatten 25a, 25b L-förmig ausgebildet. Die L-Form der Zangenbackenplatten
25a, 25b verfügt über einen Befestigungsschenkel 37 und einen Zangenbackenschenkel
38. Der Bolzen 28 ist hier in dem freien Endbereich des Befestigungsschenkels 37 angeordnet.
Der Bolzen 27 ist in dem Verbindungsbereich zwischen dem Befestigungsschenkel 37 und
dem Zangenbackenschenkel 38 (also im Bereich der Ecke des L) angeordnet. Eine Verbindungsachse
61 der Längsachsen der Bolzen 27, 28 ist in diesem Fall ungefähr vertikal zur Abstützebene
36 orientiert. Das Entsprechende gilt für die Haupterstreckungsrichtung der Überlappungen
24a, 24b. Für dieses Ausführungsbeispiel ist die Tragplatte 23 grundsätzlich entsprechend
dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 ausgebildet, also in grober Näherung dreieckförmig
ausgebildet.
[0039] Ohne dass dies zwingend der Fall ist, ist für das Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
3 und 4 der Bolzen 28 nicht nur für die Befestigung der Zangenbackenplatten 25a, 25b
an der Tragplatte 23 genutzt. Vielmehr dient der Bolzen 28 gleichzeitig als Schwenkbolzen
19 für das Schwenklager 20. Somit wird mittels des Bolzens 28 auch die Verschwenkung
der Zangenschwenkbacke 18 gegenüber der festen Zangenbacke 7 gewährleistet. Für das
Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 3 bis 6 kann somit ein Schwenkbolzen eingespart
werden. Unter Umständen kann auch eine verkürzte Ausgestaltung der Zangenschwenkbacke
18 erfolgen, da der horizontale Abstand der Bolzen 27, 28 gemäß Fig. 1 und 2 nicht
erforderlich ist.
[0040] Für eine vereinfachte Betrachtung wird von der Annahme ausgegangen, dass in Fig.
3 der horizontale Abstand des Krafteinleitungsorts der Crimpkraft in die Zangenschwenkbacke
18 von dem Bolzen 27 genauso groß ist wie der Abstand der Bolzen 27, 28 in in Fig.
3 vertikaler Richtung. Unter dieser Annahme werden die Bolzen 27, 28 jeweils lediglich
mit einer Bolzenkraft beaufschlagt, welche der Crimpkraft entspricht. Somit kann sich
erfindungsgemäß eine gegenüber dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 verringerte
mechanische Beanspruchung der Bolzen ergeben.
[0041] Zu erkennen ist insbesondere in Fig. 6, dass die beiden Zangenbackenplatten 25a,
25b in außenliegenden parallelen Ebenen angeordnet sind, während Handhebelplatten
39a, 39b des beweglichen Handhebels 5 und die Zangenteilplatten 32 des festen Zangenteils
2 innenliegend hiervon in benachbarten parallelen Ebenen angeordnet sind. Die Tragplatte
23 und der Druckhebel 9 (der hier Teil eines an sich bekannten Zwangsgesperres ist)
sind wiederum in einem Zwischenraum zwischen den letztgenannten Ebenen angeordnet.
[0042] In
Fig. 7 bis 9 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Crimpzange 1 dargestellt.
Auch hier ist eine Zangenschwenkbacke 18 über ein Schwenklager 20 verschwenkbar an
einem festen Zangenteil 2 gelagert. Allerdings ist hier das Schwenklager 20 nicht
im Bereich eines Zangenkopfes der Crimpzange 1 angeordnet, sondern im Bereich des
festen Handhebels 6 des festen Zangenteils 2. Dies hat zur Folge, dass die Tragplatte
23 in diesem Fall eine größere Erstreckung in Längsrichtung der Crimpzange 1 aufweist.
Für dieses Ausführungsbeispiel ist die Tragplatte 23 mit zwei plattenartigen Tragplattenteilen
40a, 40b ausgebildet. Zwischen den Tragplattenteilen 40a, 40b ist ein Federelement
41 angeordnet, über welches die Öffnungs- und Schließcharakteristik der Crimpzange
und die Kraftverhältnisse während des Öffnens und Schließens beeinflusst werden.
[0043] Für das dargestellte Ausführungsbeispiel ist die Tragplatte 23 und sind die Tragplattenteile
40a, 40b in grober Näherung L-förmig ausgebildet. Die Tragplattenteile 40a, 40b verfügen
hierbei jeweils über einen Befestigungsschenkel 42a, 42b und einen Schwenkarmschenkel
43a, 43b. Die Schwenkarmschenkel 43a, 43b dienen dabei der Überbrückung des Abstands
des Schwenklagers 20 von dem Zangenkopf. Hingegen dient der Befestigungsschenkel 42
der Befestigung der Zangenbackenplatten 25a, 25b. Zu diesem Zweck sind im Bereich
der Befestigungsschenkel 42a, 42b die Überlappungen 24a, 24b zwischen den Tragplattenteilen
40a, 40b und den Zangenbackenplatten 25a, 25b gebildet.
[0044] Für die Crimpzange 1 gemäß Fig. 7 bis 9 ist der Kniehebeltrieb 4 anders ausgebildet
als für die Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 1 bis 6: Hier ist der bewegliche Handhebel
5 über ein Schwenklager 44 mit einem Schwenkbolzen 45 ortsfest, aber verschwenkbar
an dem festen Zangenteil 2 angelenkt. Einen Kniehebel 46 bildet der bewegliche Handhebel
5 zwischen dem Schwenklager 44 und einem Kniegelenk 47 aus. Das Kniegelenk 47 weist
einen Schwenkbolzen 48 auf. In dem Kniegelenk 47 ist an dem beweglichen Handhebel
5 ein Kniehebel 49, der ein Druckhebel 50 ist, angelenkt. Der Kniehebel 49 ist in
dem dem Kniegelenk 47 abgewandten Endbereich über ein Schwenklager 51 mit einem Schwenkbolzen
52 an der Tragplatte 23 angelenkt. Diese Anlenkung erfolgt (bspw. ungefähr mittig)
im Bereich der Schwenkarmschenkel 43a, 43b der Tragplattenteile 40a, 40b. Hierbei
befinden sich zwei Druckhebel 50a, 50b außerhalb der Zangenteilplatten 32a, 32b. Die
Schwenkbolzen 52 sind durch Langlöcher 53a, 53b der Zangenteilplatten 32a, 32b hindurchgeführt.
Die Langlöcher 53a, 53b sind derart geformt, dass diese die Bewegung des Schwenkbolzens
52 über den Crimphub nicht behindern. Zu erkennen ist des Weiteren, dass die Crimpzange
1 gemäß den Fig. 7 bis 9 ein Zwangsgesperre 54 aufweist.
[0045] Für das dargestellte Ausführungsbeispiel besitzt die Zangenschwenkbacke 18 in einer
Draufsicht auf die Zangenkopfebene eine ungefähr Z-förmige Geometrie. Der Verbindungsschenkel
zwischen den beiden Horizontalschenkeln des Z ist vertikal orientiert. Somit sind
die beiden Horizontalschenkel des Z in Längsrichtung der Crimpzange 1 versetzt zueinander
angeordnet sind ohne Überlappung derselben in Längsrichtung. Hierbei wird der untere
Horizontalschenkel des Z gebildet von den Zangenbackenschenkeln 38 der Zangenbackenplatten
25. Der Verbindungsschenkel des Z wird gebildet sowohl von den Befestigungsschenkeln
37 der Zangenbackenplatten 25 als auch den Befestigungsschenkeln 42 der Tragplattenteile
40. Der obere Horizontalschenkel des Z wird gebildet von den Schwenkarmschenkeln 43
der Tragplattenteile 40.
[0046] In Fig. 8 sind in die Aufnahmen 22a, 22b der festen Zangenbacke 7 und der Zangenschwenkbacke
18 Gesenkeinsätze 55, 56 eingesetzt. Diese weisen Tragelemente 58, 59 auf. Die Tragelemente
58, 59 sind als Querbolzen ausgebildet und kragen aus einer Gesenkplatte 57 beidseitig
aus. Mit den Tragelementen 58, 59 sind die Gesenkeinsätze 55, 56 in den konkaven Aufnahmen
33, 34 angeordnet und abgestützt. Zu erkennen ist des Weiteren die zusätzliche Verschraubung
der Gesenkeinsätze 55, 56 über eine Befestigungsschraube 60 im Bereich der Befestigungsbohrung
35.
[0047] In Fig. 1 und 9 ist für die beiden Ausführungsbeispiele eine Verbindungsachse der
Längsachsen der Bolzen 27, 28 mit dem Bezugszeichen 61 gekennzeichnet. Der Winkel
zwischen dieser Verbindungsachse 61 und der Abstützebene 36 beträgt für die erfindungsgemäße
Ausgestaltung vorzugsweise 90° ± 30°, bspw. 90° ± 20° oder 90° ± 10° oder 90° ± 5°.
[0048] In den Figuren kennzeichnet eine Zangenkopfebene 62 eine Ebene, in welcher eine Verschwenkung
der Zangenschwenkbacke 18 erfolgt. Die Zangenkopfebene 62 entspricht hier den Zeichenebenen
gemäß Fig. 1, Fig. 3, Fig. 4, Fig. 5 und Fig. 9, oder diese ist parallel zu diesen
Zeichenebenen orientiert.
[0049] Hinsichtlich weiterer Details zu der Ausführungsform der Crimpzange 1 gemäß Fig.
7 bis 9, insbesondere zu der Ausgestaltung und Wechselwirkung des Federelements 41
zur Beeinflussung der Kraftverhältnisse und der Öffnungs- und Schließcharakteristik
der Crimpzange 1, wird auf die europäische Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen
EP 18 166 729.6 verwiesen, welche von der Anmelderin der vorliegenden europäischen Patentanmeldung
am selben Tag eingereicht worden ist wie die vorliegende europäische Patentanmeldung.
Die Offenbarung dieser parallel eingereichten europäischen Patentanmeldung wird zum
Gegenstand der vorliegenden Anmeldung gemacht.
[0050] Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung sind sich hinsichtlich der Funktion und/oder
Gestaltung entsprechende oder ähnliche Bauelemente teilweise mit denselben Bezugszeichen,
aber einem ergänzenden unterscheidenden Buchstaben a, b, ... gekennzeichnet. Auf diese
wird dann teilweise auch ohne Verwendung des ergänzenden Buchstabens Bezug genommen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0051]
- 1
- Crimpzange
- 2
- fester Zangenteil
- 3
- beweglicher Zangenteil
- 4
- Kniehebeltrieb
- 5
- beweglicher Handhebel
- 6
- fester Handhebel
- 7
- feste Zangenbacke
- 8
- Kniehebel
- 9
- Druckhebel
- 10
- Kniehebel
- 11
- Kniegelenk
- 12
- Schwenklager
- 13
- Schwenkbolzen
- 14
- Schwenklager
- 15
- Schwenkbolzen
- 16
- Schwenklager
- 17
- Schwenkbolzen
- 18
- Zangenschwenkbacke
- 19
- Schwenkbolzen
- 20
- Schwenklager
- 21
- Zangenmaul
- 22
- Aufnahme
- 23
- Tragplatte
- 24
- Überlappung
- 25
- Zangenbackenplatte
- 26
-
- 27
- Bolzen
- 28
- Bolzen
- 29
- Sicherungsring
- 30
- Sicherungsring
- 31
- Aufnahmeraum
- 32
- Zangenteilplatte
- 33
- Aufnahme
- 34
- Aufnahme
- 35
- Befestigungsbohrung
- 36
- Abstützebene
- 37
- Befestigungsschenkel
- 38
- Zangenbackenschenkel
- 39
- Handhebelplatte
- 40
- Tragplattenteil
- 41
- Federelement
- 42
- Befestigungsschenkel
- 43
- Schwenkarmschenkel
- 44
- Schwenklager
- 45
- Schwenkbolzen
- 46
- Kniehebel
- 47
- Kniegelenk
- 48
- Schwenkbolzen
- 49
- Kniehebel
- 50
- Druckhebel
- 51
- Schwenklager
- 52
- Schwenkbolzen
- 53
- Langloch
- 54
- Zwangsgesperre
- 55
- Gesenkeinsatz
- 56
- Gesenkeinsatz
- 57
- Gesenkplatte
- 58
- Tragelement
- 59
- Tragelement
- 60
- Befestigungsschraube
- 61
- Verbindungsachse
- 62
- Zangenkopfebene
1. Zangenschwenkbacke (18) in Plattenbauweise für eine manuell betätigte Crimpzange (1)
mit
a) einer Tragplatte (23) und
b) einer Zangenbackenplatte (25), welche
ba) eine Aufnahme (22) für einen Gesenkeinsatz (56) ausbildet oder trägt,
bb) eine Abstützebene (36) der Aufnahme (22) für eine Abstützung einer auf den Gesenkeinsatz
(56) wirkenden Crimpkraft vorgibt,
bc) mit einer Überlappung (24) auf einer Seite der Tragplatte (23) angeordnet ist
und
bd) im Bereich der Überlappung (24) über zwei Bolzen (27, 28) an der Tragplatte (23)
gehalten ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
c) ein Winkel zwischen einer Verbindungsachse (61) der Längsachsen der Bolzen (27,
28) und der Abstützebene (36) in einer Zangenkopfebene (62) 90° plus/minus 30° beträgt.
2. Zangenschwenkbacke (18) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zangenbackenplatte (25) einen Befestigungsschenkel (37) und einen Zangenbackenschenkel
(38) aufweist, wobei der Befestigungsschenkel (37) und der Zangenbackenschenkel (38)
L-förmig angeordnet sind.
3. Zangenschwenkbacke (18) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein Bolzen (27) durch den Übergangsbereich, in dem der Übergang von dem Befestigungsschenkel
(37) zu dem Zangenbackenschenkel (38) erfolgt, erstreckt und/oder sich ein Bolzen
(28) durch den freien Endbereich des Befestigungsschenkels (37) erstreckt.
4. Zangenschwenkbacke (18) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (28), der sich durch den freien Endbereich des Befestigungsschenkels (37)
erstreckt, ein Schwenkbolzen (19) der Crimpzange (1) ist.
5. Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Aufnahme (22) der Zangenbackenplatte (25) zwei in Projektion auf die Abstützebene
(36) beabstandete konvexe Aufnahmen (33, 34) für Tragelemente (58, 59) eines Gesenkeinsatzes
(56) aufweist, über welche zumindest eine Komponente einer auf den Gesenkeinsatz (56)
wirkenden Crimpkraft, welche vertikal zur Abstützebene (36) orientiert ist, von dem
Gesenkeinsatz (56) auf die Zangenbackenplatte (25) übertragbar ist, und/oder
b) die Aufnahme (22) der Zangenbackenplatte (25) eine Bohrung (35) für eine Befestigungsschraube
(60) aufweist, über welche der Gesenkeinsatz (56) an der Zangenbackenplatte (25) befestigt
werden kann.
6. Zangenschwenkbacke (18) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Längserstreckung des Befestigungsschenkels (37) größer ist als eine Hälfte der
Quererstreckung des Zangenkopfes.
7. Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über die beiden Bolzen (27, 28) zwei Zangenbackenplatten (25a, 25b) auf unterschiedlichen
Seiten der Tragplatte (23) gehalten sind.
8. Zangenschwenkbacke (18) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Tragplatte (23) im Bereich der Überlappungen (24) der Dicke eines Gesenkeinsatzes
(56) entspricht, welcher in einen zwischen den Zangenbackenplatten (25a, 25b) ausgebildeten
Aufnahmeraum (31) der Aufnahme (22) einsetzbar ist.
9. Crimpzange (1) mit einer Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Crimpzange (1) einen über die Handhebel (5, 6) betätigten Kniehebeltrieb (4)
aufweist, wobei ein Kniehebel (10) des Kniehebeltriebs (4) an der Tragplatte (23)
angelenkt ist.
10. Crimpzange (1) mit einer Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
insbesondere Crimpzange (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (23) einen Befestigungsschenkel (42) und einen Schwenkarmschenkel
(43) aufweist, wobei
a) der Befestigungsschenkel (42) und der Schwenkarmschenkel (43) L-förmig angeordnet
sind,
b) der Schwenkarmschenkel (43) der Tragplatte (23) etwa parallel zu dem Zangenbackenschenkel
(38) der mindestens einen Zangenbackenplatte (25) angeordnet ist und
c) in dem freien Endbereich des Schwenkarmschenkels (43) ein Schwenklager (20) angeordnet
ist, über welches die Zangenschwenkbacke (18) an einem Zangenkopf, einem festen Zangenteil
(2) oder einem Handhebel (6) gehalten ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Zangenschwenkbacke (18) in Plattenbauweise für eine manuell betätigte Crimpzange (1)
mit
a) einer Tragplatte (23) und
b) einer Zangenbackenplatte (25), welche
ba) eine Aufnahme (22) für einen Gesenkeinsatz (56) ausbildet oder trägt,
bb) eine Abstützebene (36) der Aufnahme (22) für eine Abstützung einer auf den Gesenkeinsatz
(56) wirkenden Crimpkraft vorgibt,
bc) mit einer Überlappung (24) auf einer Seite der Tragplatte (23) angeordnet ist
und
bd) im Bereich der Überlappung (24) über zwei Bolzen (27, 28) an der Tragplatte (23)
gehalten ist,
c) wobei ein Winkel zwischen einer Verbindungsachse (61) der Längsachsen der Bolzen
(27, 28) und der Abstützebene (36) in einer Zangenkopfebene (62) 90° plus/minus 30°
beträgt,
dadurch gekennzeichnet, dass
d) die Zangenbackenplatte (25) einen Befestigungsschenkel (37) und einen Zangenbackenschenkel
(38) aufweist, wobei der Befestigungsschenkel (37) und der Zangenbackenschenkel (38)
L-förmig angeordnet sind, und
e) sich ein Bolzen (27) durch den Übergangsbereich, in dem der Übergang von dem Befestigungsschenkel
(37) zu dem Zangenbackenschenkel (38) erfolgt, erstreckt und/oder sich ein Bolzen
(28) durch den freien Endbereich des Befestigungsschenkels (37) erstreckt.
2. Zangenschwenkbacke (18) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (28), der sich durch den freien Endbereich des Befestigungsschenkels (37)
erstreckt, ein Schwenkbolzen (19) der Crimpzange (1) ist.
3. Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Aufnahme (22) der Zangenbackenplatte (25) zwei in Projektion auf die Abstützebene
(36) beabstandete konvexe Aufnahmen (33, 34) für Tragelemente (58, 59) eines Gesenkeinsatzes
(56) aufweist, über welche zumindest eine Komponente einer auf den Gesenkeinsatz (56)
wirkenden Crimpkraft, welche vertikal zur Abstützebene (36) orientiert ist, von dem
Gesenkeinsatz (56) auf die Zangenbackenplatte (25) übertragbar ist, und/oder
b) die Aufnahme (22) der Zangenbackenplatte (25) eine Bohrung (35) für eine Befestigungsschraube
(60) aufweist, über welche der Gesenkeinsatz (56) an der Zangenbackenplatte (25) befestigt
werden kann.
4. Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längserstreckung des Befestigungsschenkels (37) größer ist als eine Hälfte der
Quererstreckung des Zangenkopfes.
5. Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über die beiden Bolzen (27, 28) zwei Zangenbackenplatten (25a, 25b) auf unterschiedlichen
Seiten der Tragplatte (23) gehalten sind.
6. Zangenschwenkbacke (18) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Tragplatte (23) im Bereich der Überlappungen (24) der Dicke eines Gesenkeinsatzes
(56) entspricht, welcher in einen zwischen den Zangenbackenplatten (25a, 25b) ausgebildeten
Aufnahmeraum (31) der Aufnahme (22) einsetzbar ist.
7. Crimpzange (1) mit einer Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Crimpzange (1) einen über die Handhebel (5, 6) betätigten Kniehebeltrieb (4)
aufweist, wobei ein Kniehebel (10) des Kniehebeltriebs (4) an der Tragplatte (23)
angelenkt ist.
8. Crimpzange (1) mit einer Zangenschwenkbacke (18) nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
insbesondere Crimpzange (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (23) einen Befestigungsschenkel (42) und einen Schwenkarmschenkel
(43) aufweist, wobei
a) der Befestigungsschenkel (42) und der Schwenkarmschenkel (43) L-förmig angeordnet
sind,
b) der Schwenkarmschenkel (43) der Tragplatte (23) etwa parallel zu dem Zangenbackenschenkel
(38) der mindestens einen Zangenbackenplatte (25) angeordnet ist und
c) in dem freien Endbereich des Schwenkarmschenkels (43) ein Schwenklager (20) angeordnet
ist, über welches die Zangenschwenkbacke (18) an einem Zangenkopf, einem festen Zangenteil
(2) oder einem Handhebel (6) gehalten ist.