(19)
(11) EP 3 553 900 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
16.10.2019  Patentblatt  2019/42

(21) Anmeldenummer: 18166739.5

(22) Anmeldetag:  11.04.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 43/042(2006.01)
B25B 27/14(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: Wezag GmbH Werkzeugfabrik
35260 Stadtallendorf (DE)

(72) Erfinder:
  • Glockseisen, Thomas
    40217 Düsseldorf (DE)
  • Zinser, Roman
    35279 Neustadt (DE)

(74) Vertreter: REHBERG HÜPPE + PARTNER 
Patentanwälte PartG mbB Robert-Gernhardt-Platz 1
37073 Göttingen
37073 Göttingen (DE)

 
Bemerkungen:
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
 


(54) ZANGENSCHWENKBACKE IN PLATTENBAUWEISE UND CRIMPZANGE MIT EINER ZANGENSCHWENKBACKE


(57) Die Erfindung betrifft eine Zangenschwenkbacke (18) in Plattenbauweise für eine manuell betätigte Crimpzange (1). Die Zangenschwenkbacke (18) verfügt über eine Tragplatte (23), an welcher auf beiden Seiten Zangenbackenplatten (25) gehalten sind. Die Zangenbackenplatten (25) bilden eine Aufnahme für einen Gesenkeinsatz aus oder tragen die Aufnahme. Erfindungsgemäß ist die Zangenschwenkbacke (18) L-förmig ausgebildet, wobei Bolzen (27, 28) zur Befestigung der Zangenbackenplatten (25) an der Tragplatte (23) so angeordnet sind, dass eine Verbindungsachse der Längsachsen der Bolzen (27, 28) ungefähr vertikal zu einer Abstützebene (36) für die wirkende Crimpkraft orientiert ist.




Beschreibung

TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG



[0001] Die Erfindung betrifft eine Zangenschwenkbacke in Plattenbauweise, die Einsatz findet in einer manuell betätigten Crimpzange. Mittels der Crimpzange kann über eine manuelle Betätigung von Handhebeln ein Verpressen oder Vercrimpen eines Werkstücks erfolgen. Hierbei dient eine Crimpzange insbesondere einer Herstellung einer dauerhaften mechanischen Verbindung und elektrischen Kontaktierung. Dies erfolgt vorzugsweise durch Vercrimpen eines Steckers mit einem Kabel oder einem elektrischen Leiter beliebiger Bauart. Je nach zum Einsatz kommendem Profil der Gesenke können unterschiedliche Crimpvorgänge mit der Crimpzange ausgeführt werden. Beispielsweise kann es sich um einen geschlossenen Crimp handeln, bei dem der Leiter in eine geschlossene Crimpzone eines Steckers oder in eine geschlossene Hülse eingeführt wird und durch plastische Verformung der Crimpzone oder der Hülse vercrimpt wird. Möglich ist aber auch, dass ein offener Crimp erzeugt wird, bei dem der Stecker eine offene Crimpzone aufweist, in die der Leiter von oben eingelegt werden kann. Um lediglich einige, die Erfindung nicht beschränkende Beispiele zu nennen, können mit dem hier einschlägigen Crimpwerkzeug
  • Kabelschuhe nach DIN 4623,
  • Aluminiumverbinder nach DIN 46329
  • Aluminium-Presskabelschuhe nach DIN 48201
  • Quetschkabelschuhe nach DIN 46234,
  • Stiftkabelschuhe nach DIN 46230 oder
  • Verbinder, Stecker oder Kabelschuhe für eine Verbindung mit einem Kabel oder Leiter, wie diese in dem Produktkatalog der WEZAG GmbH Werkzeugfabrik "Werkzeuge für die professionelle Anwendung" mit der Veröffentlichungs-Nr. 10/11 beschrieben sind,
vercrimpt werden. Bei dem hergestellten Crimp kann es sich beispielsweise für einen geschlossenen Crimp um einen Sechskant- oder Hexagonalcrimp, einen Vierkantcrimp, einen B-Crimp, einen Trapezcrimp, einen modifizierten Trapezcrimp, einen Ovalcrimp, einen Dorncrimp oder einen Zweidorncrimp handeln. Ein offener Crimp kann bspw. als V-Crimp oder B-Crimp, als Rollcrimp oder als Doppelrollcrimp ausgebildet sein.

[0002] Zusätzlich zur Herstellung der elektrischen Verbindung zwischen Kabel oder Leiter und Stecker kann eine mechanische Verbindung mittels eines sogenannten Isolationscrimps hergestellt werden. Hierbei kann ein geschlossener Isolationscrimp oder ein offener Isolationscrimp (insbesondere V-Crimp oder B-Crimp, O-Crimp oder OV-Crimp) Einsatz finden. Hinsichtlich weiterer Informationen
  • zur Ausgestaltung einer gattungsgemäßen Crimpzange,
  • zu möglichen Einsatzbereichen der gattungsgemäßen Crimpzange und/oder
  • zu unterschiedlichen möglichen Typen von Crimpverbindungen, welche mittels der gattungsgemäßen Crimpzange hergestellt werden können,
wird auf das Werk verwiesen.

STAND DER TECHNIK



[0003] Die Druckschrift DE 198 02 287 C1 offenbart eine Crimpzange, die ein festes Zangenteil aufweist. Bei dem festen Zangenteil ist ein fester Handhebel einstückig mit einer festen Zangenbacke verbunden. An dem festen Zangenteil ist scherenartig verschwenkbar eine Zangenschwenkbacke gelagert. Die Zangenschwenkbacke weist eine Tragplatte sowie zwei Zangenbackenplatten auf. Die Zangenbackenplatten sind mit einer Überlappung auf beiden Seiten der Tragplatte angeordnet. Die Zangenbackenplatten sind im Bereich der Überlappungen über zwei Bolzen an der Tragplatte gehalten. Die Tragplatte kragt auf der dem Zangenkopf abgewandten Seite aus den Überlappungen heraus. In dem herauskragenden Endbereich ist die Tragplatte verschwenkbar mit einem beweglichen Handhebel verbunden. Der bewegliche Handhebel ist über einen Druckhebel unter Bildung eines Kniehebeltriebs verschwenkbar an dem festen Handhebel abgestützt. Auf der dem Zangenkopf zugewandten Seite kragen die Zangenbackenplatten über die Überlappungen aus. Zwischen den Zangenbackenplatten ist ein Aufnahmeraum einer Aufnahme für einen Gesenkeinsatz ausgebildet. Der Gesenkeinsatz weist eine Gesenkplatte und zwei Tragelemente auf. Die Gesenkplatte bildet dabei einen in dem Aufnahmeraum der Aufnahme angeordneten Flansch und einen in Richtung der festen Zangenbacke aus den Zangenbackenplatten herausstehenden Abschnitt aus. Die außenliegende Stirnseite des herausstehenden Abschnitts der Gesenkplatte bildet mehrere Gesenke aus. Im Übergangsbereich zwischen dem Flansch und dem überstehenden Abschnitt weist die Gesenkplatte Bohrungen auf. Die Bohrungen sind beabstandet voneinander in einer Abstützebene abgeordnet. Die Abstützebene ist quer zu der zwischen den Gesenken wirkenden Crimpkraft orientiert ist. In den Bohrungen sind die als Querbolzen ausgebildeten Tragelemente befestigt oder mit einer Presspassung aufgenommen. Die Querbolzen stehen auf beiden Seiten aus der Gesenkplatte heraus. Die Zangenbackenplatten verfügen auf der der festen Zangenbacke zugewandten Seite über randoffene Ausnehmungen. Die Ausnehmungen können halbzylinderförmig ausgebildet sein oder einen polygonalen, halb geöffneten Querschnitt aufweisen. Ist der Gesenkeinsatz in die von den Zangenbackenplatten gebildete Aufnahme eingelegt, finden die Querträger passgenau und verschiebegesichert Aufnahme in den randoffenen Ausnehmungen. Auf diese Weise erfolgt eine Kraftübertragung sowohl in Richtung der Crimpkraft als auch quer zu dieser zwischen den Querträgern und den randoffenen Ausnehmungen. Im Bereich des Flansches können sowohl die Zangenbackenplatten als auch der Gesenkeinsatz über eine Durchgangsbohrung oder eine Gewindebohrung verfügen, über welche mit einer Befestigungsschraube oder einen Bolzen der Gesenkeinsatz an den Zangenbackenplatten befestigt werden kann. Die Bolzen zur Befestigung der Zangenbackenplatten an der Tragplatte sind hierbei auf einer Verbindungsachse angeordnet, welche ungefähr parallel zur Längserstreckung des beweglichen Handhebels angeordnet ist. Die Verbindungsachse ist in einem spitzen Winkel von ca. 20° zu der Abstützebene orientiert. Die Haupterstreckungsrichtung der Überlappungen der Tragplatte und der Zangenbackenplatten ist entsprechend parallel zu den Handhebeln und/oder unter dem genannten spitzen Winkel zu der Abstützebene orientiert.

AUFGABE DER ERFINDUNG



[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zangenschwenkbacke vorzuschlagen, die insbesondere hinsichtlich
  • der mechanischen Festigkeit,
  • der Bauraumgestaltung der Zangenschwenkbacke und der Crimpzange,
  • der Baugröße der Zangenschwenkbacke und der Crimpzange und/oder
  • der Zahl der Bauelemente
verbessert ist. Des Weiteren liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine entsprechend verbesserte Crimpzange vorzuschlagen.

LÖSUNG



[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Weitere bevorzugte erfindungsgemäße Ausgestaltungen sind den abhängigen Patentansprüchen zu entnehmen.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG



[0006] Die Erfindung schlägt eine Zangenschwenkbacke vor, die in Plattenbauweise hergestellt ist. Platten mit den erforderlichen Dicken und mechanischen Eigenschaften können kostengünstig als Halbzeug bezogen werden. Die Platten können mittels kostengünstiger bekannter Herstellungsverfahren in die erforderlichen Abmessungen und Geometrien gebracht werden. Die erfindungsgemäße Zangenschwenkbacke findet Einsatz in einer manuell betätigten Crimpzange, wie diese eingangs beschrieben worden ist.

[0007] Die Zangenschwenkbacke weist eine Tragplatte und (mindestens) eine Zangenbackenplatte auf. Die Zangenbackenplatte kann unmittelbar eine Aufnahme für einen Gesenkeinsatz ausbilden. Möglich ist aber auch, dass die Zangenbackenplatte eine derartige Aufnahme trägt, womit die Aufnahme auch auswechselbar an der Zangenbackenplatte gehalten sein kann. Die Zangenbackenplatte gibt eine Abstützebene der Aufnahme für eine Abstützung einer auf den Gesenkeinsatz wirkenden Crimpkraft vor. Die Abstützebene ist vorzugsweise vertikal zur Crimpkraft orientiert oder bildet allenfalls einen spitzen Winkel von weniger als 30°, weniger als 20° oder weniger als 15° oder weniger als 10° oder sogar weniger als 5° gegenüber der Ebene, die vertikal zur Crimpkraft orientiert ist.

[0008] Die Zangenbackenplatte ist mit einer Überlappung auf einer Seite der Tragplatte angeordnet, wobei vorzugsweise die Zangenbackenplatte unmittelbar an der Tragplatte mit der Überlappung anliegt. Im Bereich der Überlappung ist die Zangenbackenplatte über (genau) zwei Bolzen an der Tragplatte gehalten. Zu diesem Zweck können die Zangenbackenplatte und die Tragplatte fluchtende Bohrungen aufweisen. In den fluchtenden Bohrungen können die Bolzen aufgenommen werden. Möglich ist, dass das Halten der Zangenbackenplatte an der Tragplatte über einen Schraubbolzen erfolgt. Möglich ist aber auch, dass das Halten der Zangenbackenplatte an der Tragplatte über einen stiftartigen oder zylindrischen Bolzen erfolgt, der mit einer Presspassung oder einer Übergangspassung in den Bohrungen der Zangenbackenplatte und der Tragplatte angeordnet ist, auf einer Seite eine Verdickung oder einen in einer Nut aufgenommenen Sicherungsring aufweisen kann und auf der anderen Seite einen in einer Nut aufgenommenen Sicherungsring aufweisen kann. Die Zangenbackenplatte und die Tragplatte können dann zwischen dem Vorsprung oder dem Sicherungsringen und dem Sicherungsring gefangen sein.

[0009] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass ein Winkel zwischen einer Verbindungsachse der Längsachsen der Bolzen und der Abstützebene in einer Zangenkopfebene 90° ± 30° (vorzugsweise ± 20°, ± 15°, ± 10° oder ± 5°) beträgt. Mit dieser Ausgestaltung verlässt die Erfindung den zuvor gemäß dem Stand der Technik beschrittenen Weg, dass die Verbindungsachse der Längsachsen der Bolzen möglichst parallel zu der Abstützebene angeordnet sein muss. Für die aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungsformen ist der Fachmann davon ausgegangen, dass die Zangenschwenkbacke hinsichtlich der Einleitung der Crimpkraft und der parallel zu der Crimpkraft orientierten Bolzenkräfte der Bolzen, über die die Zangenbackenplatte an der Tragplatte gehalten ist, in der Art eines geradlinigen Hebels ausgebildet sein sollte, an dessen einem Ende die Crimpkraft wirkt, an dessen anderem Ende eine Bolzenkraft wirkt und schließlich ungefähr in der Mitte die andere Bolzenkraft wirkt. Der Fachmann ist für diese aus dem Stand der Technik bekannte Wahl der Anordnung der Bolzen zur Verbindung der Zangenbackenplatte und der Tragplatte von einer guten Kraftaufnahme durch die Bolzen und damit einer hohen Festigkeit ausgegangen. Im Rahmen der der Erfindung zugrunde liegenden Überlegungen hat sich überraschend gezeigt, dass die Kraftverhältnisse nicht (wesentlich) schlechter sind oder sogar verbessert werden können, wenn der erfindungsgemäße Winkel von ungefähr 90° zwischen der Verbindungsachse der Längsachsen der Bolzen und der Abstützebene gewählt wird.

[0010] Geht man beispielsweise davon aus, dass erfindungsgemäß die Einleitungspunkte der Crimpkraft und der beiden Bolzenkräfte angesichts des gewählten Winkels zwischen der Verbindungsachse der Längsachsen der Bolzen und der Abstützebene auf den Ecken eines Quadrates liegen, ist die infolge der Crimpkraft auf die Bolzen wirkende maximale Bolzenkraft nur halb so groß wie diese ist, wenn die Crimpkraft in einem Endbereich eines geradlinigen Hebels eingeleitet wird, welcher mittig und in dem anderen Endbereich durch die Bolzen abgestützt ist. Somit führt die erfindungsgemäße Ausgestaltung zu einer Verringerung der mechanischen Beanspruchung der beteiligten Bauelemente.

[0011] Andererseits führt die aus dem Stand der Technik bekannte Anordnung der beiden Bolzen mit der Verbindungsachse der Längsachsen parallel zu der Abstützebene bzw. den Handhebeln dazu, dass die Zangenschwenkbacke in Längsrichtung der Crimpzange eine verhältnismäßig große Baugröße hat, welche durch den erfindungsgemäßen Winkel u. U. auch reduziert werden kann.

[0012] Schließlich ergibt sich bei Verwendung des erfindungsgemäßen Winkels auch eine Erweiterung der Gestaltungsmöglichkeiten und auch der Beeinflussungsmöglichkeiten des optischen Erscheinungsbildes der Crimpzange.

[0013] Grundsätzlich kann die Zangenbackenplatte eine beliebige Geometrie aufweisen. Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung ist die Zangenbackenplatte L-förmig ausgebildet. Die beiden Schenkel des L sind von einem Befestigungsschenkel und einem Zangenbackenschenkel gebildet. Der Befestigungsschenkel dient hier bevorzugt der Befestigung der Zangenbackenplatte an der Tragplatte. Der Zangenbackenschenkel dient bevorzugt der eigentlichen Ausbildung der Zangenbackenplatte und der Abstützung oder Ausbildung der Aufnahme für den Gesenkeinsatz.

[0014] Grundsätzlich möglich ist, dass sich die beiden Bolzen beispielsweise durch Bohrungen des Befestigungsschenkels erstrecken. Für eine besondere Ausführungsform erstreckt sich ein Bolzen durch den Übergangsbereich, in dem der Übergang von dem Befestigungsschenkel zu dem Zangenbackenschenkel erfolgt (also in dem Eckbereich des L). Alternativ oder zusätzlich kann sich ein Bolzen durch den freien Endbereich des Befestigungsschenkels erstrecken.

[0015] Hieraus ergibt sich eine besonders kompakte Ausgestaltung, bei welcher das Material der Zangenbackenplatte optimal genutzt ist.

[0016] Möglich ist, dass die Zangenschwenkbacke neben den Bohrungen für die beiden Bolzen zur Befestigung der Zangenbackenplatte an der Tragplatte (und etwaigen zusätzlichen Ausnehmungen oder Bohrungen für den Gesenkeinsatz) eine zusätzliche Ausnehmung, einen Lagerbolzen oder Lagerzapfen oder ein Lagerauge aufweist. Im Bereich der Ausnehmung, des Lagerbolzens, des Lagerzapfens oder des Lagerauges wird ein Schwenklager der Zangenbacke gebildet. Anders gesagt ist für diese Ausführungsform das Schwenklager für die Lagerung der Zangenschwenkbacke gegenüber einem festen Zangenteil oder einer festen Zangenbacke beabstandet von den beiden Bolzen zur Befestigung der Zangenbackenplatte an der Tragplatte angeordnet.

[0017] Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung fällt aber das Schwenklager mit einem Bolzen für die Befestigung der Zangenbackenplatte an der Tragplatte zusammen. In diesem Fall ist der Bolzen, der sich durch den freien Endbereich des Befestigungsschenkels der Zangenbackenplatte erstreckt, ein Schwenkbolzen der Crimpzange, über welchen die Zangenschwenkbacke gegenüber der festen Zangenbacke verschwenkbar gelagert ist. Somit kann der Bolzen multifunktional eingesetzt sein: Einerseits bildet der Bolzen den Schwenkbolzen für die verschwenkbare Lagerung der Zangenschwenkbacke gegenüber der festen Zangenbacke. Andererseits wird der Bolzen zur Befestigung der Zangenbackenplatte an der Tragplatte genutzt. Hierdurch ergibt sich eine besonders kompakte Ausführungsform und eine Reduzierung der Zahl der beteiligten Bauelemente.

[0018] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung widmet sich der Anordnung eines Gesenkeinsatzes an der Zangenschwenkbacke. Grundsätzlich können beliebige aus dem Stand der Technik bekannte Aufnahmen für den Gesenkeinsatz an der erfindungsgemäßen Zangenschwenkbacke genutzt werden. Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung weist die Aufnahme der Zangenbackenplatte zwei Aufnahmen für Tragelemente eines Gesenkeinsatzes auf. Die Aufnahmen sind konvex ausgebildet und sind in einer Projektion auf die Abstützebene voneinander beabstandet angeordnet. Über die Aufnahmen und die darin angeordneten Tragelemente eines Gesenkeinsatzes ist zumindest eine Komponente einer auf den Gesenkeinsatz wirkenden Crimpkraft, die vertikal zur Abstützebene orientiert ist, von dem Gesenkeinsatz auf die Zangenbackenplatte übertragbar. Zusätzlich möglich ist, dass zwischen den Aufnahmen und den Tragelementen auch eine Abstützung einer Kraft erfolgt, die parallel zur Abstützebene orientiert ist. Um lediglich ein Beispiel für diese Ausgestaltung zu nennen, können die konvexen Aufnahmen als randoffene Ausnehmungen ausgebildet sein, während die Tragelemente als aus einer Gesenkplatte auskragende Querbolzen ausgebildet sein können, wie dies in der Druckschrift DE 198 02 287 C1 beschrieben ist. Auf die Druckschrift DE 198 02 287 C1 wird hinsichtlich weiterer Details verwiesen. Die Offenbarung der Druckschrift DE 198 02 287 C1 wird hinsichtlich der Bildung des Aufnahmeraums für den Gesenkeinsatz und hinsichtlich der Befestigung und Abstützung des Gesenkeinsatzes an den Zangenbackenplatten zum Gegenstand der vorliegenden Offenbarung gemacht.

[0019] Alternativ oder zusätzlich möglich ist, dass die Aufnahme der Zangenbackenplatte eine Bohrung für eine Befestigungsschraube aufweist. Über die Befestigungsschraube kann dann der Gesenkeinsatz an der Zangenschwenkbacke befestigt werden. Für diese Ausgestaltung kann dennoch die eigentliche Aufnahme der hohen Crimpkräfte über die Abstützung eines Tragelements eines Gesenkeinsatzes an einer konvexen Aufnahme der Zangenbackenplatte erfolgen.

[0020] Für die Dimensionierung der Zangenschwenkbacke (insbesondere die Längserstreckung des Befestigungsschenkels) gibt es beliebige Möglichkeiten. Für einen Vorschlag der Erfindung ist die Längserstreckung des Befestigungsschenkels der Zangenbackenplatte größer als eine Hälfte der Quererstreckung des Zangenkopfes (insbesondere größer als die Hälfte der Quererstreckung des Zangenkopfes im Bereich des Schwenkgelenks, über welches die Zangenschwenkbacke verschwenkbar an der festen Zangenbacke gehalten ist).

[0021] Grundsätzlich möglich ist, dass lediglich eine Zangenbackenplatte an der Tragplatte gehalten ist. Für einen Vorschlag der Erfindung sind auf beiden Seiten der Tragplatte jeweils Zangenbackenplatten angeordnet. Die beiden Zangenbackenplatten können gleiche oder unterschiedliche Geometrie(n) aufweisen. Die beiden Zangenbackenplatten sind dann über die beiden Bolzen an der Tragplatte gehalten. Das Halten über die Bolzen erfolgt im Bereich von (vorzugsweise korrespondierenden) Überlappungen der beiden Zangenbackenplatten mit der Tragplatte.

[0022] Durch die Verwendung von zwei Zangenbackenplatten kann ein symmetrischer Aufbau der Zangenschwenkbacke erfolgen. Hierbei können die beiden Zangenbackenplatten symmetrisch zu einer Mittenebene des Zangenkopfes angeordnet sein. Die beiden Zangenbackenplatten können dann gemeinsam zur Ausbildung oder Abstützung der Aufnahme für den Gesenkeinsatz dienen. Für einen Vorschlag der Erfindung entspricht die Dicke der Tragplatte im Bereich der Überlappungen mit den Zangenbackenplatten (mit einer Übergangspassung oder einer Spielpassung) der Dicke eines Gesenkeinsatzes (insbesondere im Bereich eines Flansches einer Gesenkplatte). Mit der Dicke der Tragplatte ist auch eine Erstreckung eines Aufnahmeraums der Aufnahme vorgegeben, der zwischen den Zangenbackenplatten ausgebildet wird. In den Aufnahmeraum ist der Flansch des Gesenkeinsatzes einsetzbar. Zwischen den Zangenbackenplatten kann der Gesenkeinsatz im Bereich seines Flansches bereits flächig geführt oder abgestützt sein. Eine ergänzende Abstützung kann über eine Befestigungsschraube und/oder die in den konvexen Aufnahmen abgestützten Tragelemente erfolgen.

[0023] Eine erfindungsgemäße Zangenschwenkbacke kann in eine beliebige Crimpzange mit einer beliebigen Antriebskinematik integriert sein. Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung weist die Crimpzange einen Kniehebeltrieb auf. Der Kniehebeltrieb wird über die Handhebel betätigt wird, wobei auch ein Teil eines Handhebels einen Kniehebel des Kniehebeltriebs bilden kann (vgl. bspw. auch den eingangs angeführten Stand der Technik DE 198 02 287 C1). In diesem Fall ist ein Kniehebel des Kniehebeltriebs an der Tragplatte angelenkt. Zu diesem Zweck kann die Tragplatte eine Bohrung aufweisen, die ein Lagerauge für einen Schwenkbolzen bilden kann. Möglich ist aber bspw. auch, dass die Tragplatte in einer Bohrung einen Schwenkbolzen trägt.

[0024] Für die Ausgestaltung der Geometrie der Zangenschwenkbacke und der Tragplatte sowie der mindestens einen Zangenbackenplatte gibt es im Rahmen der Erfindung vielfältige Möglichkeiten. Für einen Vorschlag der Erfindung ist die Zangenschwenkbacke (die mit der Tragplatte und der mindestens einen Zangenbackenplatte gebildet ist) in einer Draufsicht auf die Zangenkopfebene grundsätzlich entsprechend einem T ausgebildet. Ein erster Horizontalschenkel des T wird von dem Zangenbackenschenkel der Zangenbackenplatte ausgebildet. Ein zweiter Horizontalschenkel des T wird von der Tragplatte ausgebildet. In dem freien Endbereich des zweiten Horizontalschenkels des T ist dann das Schwenklager gebildet, im Bereich dessen die Zangenschwenkbacke über den Kniehebeltrieb betätigt werden kann. Im Bereich des Vertikalschenkels des T ist die Überlappung der Tragplatte mit der Zangenbackenplatte (hier dem Befestigungsschenkel der Zangenbackenplatte) angeordnet. In dem freien Endbereich des Vertikalschenkels des T ist vorzugsweise das Schwenklager angeordnet, über welches die Zangenschwenkbacke verschwenkbar an der festen Zangenbacke gelagert ist.

[0025] Für eine weitere erfindungsgemäße Crimpzange weist die Tragplatte einen Befestigungsschenkel und einen Schwenkarmschenkel auf. Hierbei sind der Befestigungsschenkel und der Schwenkarmschenkel L-förmig angeordnet. Der Schwenkarmschenkel der Tragplatte ist etwa parallel zu dem Zangenbackenschenkel der mindestens einen Zangenbackenplatte angeordnet. Etwa parallel bedeutet hierbei, dass der Schwenkarmschenkel der Tragplatte und der Zangenbackenschenkel der mindestens einen Zangenbackenplatte einen Winkel von weniger als 30°, weniger als 20° oder weniger als 10° zueinander bilden. In diesem Fall ist in dem freien Endbereich des Schwenkarmschenkels ein Schwenklager angeordnet. Über dieses Schwenklager ist die Zangenschwenkbacke verschwenkbar an einem Zangenkopf, einem festen Zangenteil oder einem Handhebel angelenkt.

[0026] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibung genannten Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft und können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Ohne dass hierdurch der Gegenstand der beigefügten Patentansprüche verändert wird, gilt hinsichtlich des Offenbarungsgehalts der ursprünglichen Anmeldungsunterlagen und des Patents Folgendes: weitere Merkmale sind den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung und Wirkverbindung - zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher Ausführungsformen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche ist ebenfalls abweichend von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen dargestellt sind oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können auch mit Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können in den Patentansprüchen aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung entfallen.

[0027] Die in den Patentansprüchen und der Beschreibung genannten Merkmale sind bezüglich ihrer Anzahl so zu verstehen, dass genau diese Anzahl oder eine größere Anzahl als die genannte Anzahl vorhanden ist, ohne dass es einer expliziten Verwendung des Adverbs "mindestens" bedarf. Wenn also beispielsweise von einem Element die Rede ist, ist dies so zu verstehen, dass genau ein Element, zwei Elemente oder mehr Elemente vorhanden sind. Diese Merkmale können durch andere Merkmale ergänzt werden oder die einzigen Merkmale sein, aus denen das jeweilige Erzeugnis besteht.

[0028] Die in den Patentansprüchen enthaltenen Bezugszeichen stellen keine Beschränkung des Umfangs der durch die Patentansprüche geschützten Gegenstände dar. Sie dienen lediglich dem Zweck, die Patentansprüche leichter verständlich zu machen.

KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN



[0029] Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele weiter erläutert und beschrieben.
Fig. 1
zeigt eine Crimpzange gemäß dem Stand der Technik in einer Draufsicht auf die Zangenkopfebene.
Fig. 2
zeigt die Crimpzange gemäß Fig. 1 in einer räumlichen Darstellung.
Fig. 3
zeigt eine erfindungsgemäß abgewandelte Crimpzange in teil-demontiertem Zustand und in einer Draufsicht auf die Zangenkopfebene, wobei die Crimpzange in einer teilgeöffneten Betriebsstellung ist.
Fig. 4
zeigt die Crimpzange gemäß Fig. 3 in montiertem Zustand und in einer Draufsicht auf die Zangenkopfebene, wobei die Crimpzange in einer geschlossenen Betriebsstellung ist.
Fig. 5
zeigt die Crimpzange gemäß Fig. 3 und 4 in montiertem Zustand und in einer Draufsicht auf die Zangenkopfebene, wobei die Crimpzange in einer geöffneten Betriebsstellung ist.
Fig. 6
zeigt die Crimpzange gemäß Fig. 3 bis 5 in montiertem Zustand und in einer räumlichen Ansicht, wobei die Crimpzange in einer teilgeöffneten Betriebsstellung ist.
Fig. 7
zeigt eine räumliche Explosionsdarstellung einer weiteren Ausführungsform Crimpzange.
Fig. 8
zeigt eine räumliche Darstellung der Crimpzange gemäß Fig. 7.
Fig. 9
zeigt die Crimpzange gemäß Fig. 7 und 8 in einer Draufsicht auf die Zangenkopfebene in teildemontiertem Zustand.

FIGURENBESCHREIBUNG



[0030] Fig. 1 und 2 zeigen eine Crimpzange 1 gemäß dem Stand der Technik, insbesondere gemäß der Druckschrift DE 198 02 287 C1. Die Crimpzange 1 verfügt über ein festes Zangenteil 2, ein bewegliches Zangenteil 3 und einen Kniehebeltrieb 4, der mit einem beweglichen Handhebel 5 gebildet ist. Das feste Zangenteil 2 bildet hier einstückig einen festen Handhebel 6 und eine feste Zangenbacke 7 aus.

[0031] Der Kniehebeltrieb 4 verfügt über Kniehebel 8, 10. Der Kniehebel 8 ist als Druckhebel 9 ausgebildet. Der Kniehebel 10 ist von dem vorderen Endbereich des beweglichen Handhebels 5 ausgebildet. Die Kniehebel 8, 10 sind über ein Kniegelenk 11 miteinander verbunden. Das Kniegelenk 11 ist als Schwenklager 12 mit einem Schwenkbolzen 13 ausgebildet. Der dem Kniegelenk 11 abgewandte Endbereich des Kniehebels 8 ist in einem Schwenklager 14 mit einem Schwenkbolzen 15 an dem festen Zangenteil 2 angelenkt. Der Kniehebel 10 und damit der bewegliche Handhebel 5 sind über ein Schwenklager 16 mit einem Schwenkbolzen 17 an dem beweglichen Zangenteil 3 angelenkt. Das bewegliche Zangenteil 3 ist hier eine bewegliche Zangenschwenkbacke 18.

[0032] Die Zangenschwenkbacke 18 ist verschwenkbar an dem festen Zangenteil 2 gelagert. Dies erfolgt über ein mit einem Schwenkbolzen 19 gebildetes Schwenklager 20 Die Zangenschwenkbacke 18 kann
  • mit einer Verschwenkung des beweglichen Handhebels 5 in Richtung des festen Handhebels 6
  • unter Betätigung des Kniehebeltriebs 4 durch die von dem Kniehebeltrieb 4 im Bereich des Schwenklagers 16 auf die Zangenschwenkbacke 18 ausgeübte Betätigungskraft
in Richtung der festen Zangenbacke 7 verschwenkt werden, womit ein Crimphub durchlaufen werden kann. Die feste Zangenbacke 7 und die bewegliche Zangenschwenkbacke 18 bilden im Bereich eines Zangenmauls 21 jeweils Aufnahmen 22a, 22b für einen hier nicht dargestellten Gesenkeinsatz aus.

[0033] Die Zangenschwenkbacke 18 verfügt über eine Tragplatte 23. Mit der Tragplatte 23 ist das Schwenklager 20 gebildet. Zu diesem Zweck kann die Tragplatte 23 eine Durchgangsbohrung zur Aufnahme des Schwenkbolzens 19 aufweisen. Auf beiden Seiten der Tragplatte 23 sind mit Überlappungen 24a, 24b Zangenbackenplatten 25a, 25b angeordnet. Im Bereich der Überlappungen 24a, 24b sind die Tragplatte 23 und die Zangenbackenplatten 25a, 25b über Bolzen 27, 28 aneinander befestigt. Die Bolzen 27, 28 erstrecken sich vertikal zur Erstreckungsebene der Tragplatte 23 und der Zangenbackenplatten 25a, 25b sowie zu einer Zangenkopfebene 62, welche der Zeichenebene gemäß Fig. 1 entspricht. Die Bolzen 27, 28 erstrecken sich durch fluchtende Bohrungen der Tragplatte 23 und der Zangenbackenplatten 25. Die Bolzen 27, 28 sind hier über Sicherungsringe 29, 30 gesichert.

[0034] Für das dargestellte Ausführungsbeispiel ist die Tragplatte 23 ungefähr dreieckförmig (hier mit abgerundeten Ecken) ausgebildet. Im Bereich der in Fig. 1 rechten Ecke der Tragplatte 23 befindet sich das Schwenklager 16, so dass hier die Tragplatte 23 eine Bohrung aufweist. Im Bereich der in Fig. 1 oberen Ecke der Tragplatte 23 befindet sich das Schwenklager 20, so dass hier die Tragplatte 23 eine entsprechende Bohrung aufweist. Die Überlappung 24 ist im Bereich des in Fig. 1 unteren linken Teils des Dreiecks angeordnet. Der Bolzen 27 ist im Bereich der linken Ecke des Dreiecks angeordnet. Der Bolzen 28 ist ungefähr in der Mitte des Grundschenkels des Dreiecks angeordnet. Für eine vereinfachende Annahme wirkt im Bereich der Aufnahme 22b eine Crimpkraft auf die Zangenschwenkbacke 18 und der Abstand der Krafteinleitung der Crimpkraft von dem Bolzen 27 entspricht dem Abstand des Bolzens 27 von dem Bolzen 28. Unter dieser Annahme verursacht die auf die Zangenschwenkbacke 18 wirkende Crimpkraft eine in Fig. 1 vertikal orientierte Bolzenkraft auf den Bolzen 27, die doppelt so groß ist wie die Crimpkraft. Der Bolzen 28 wird dann mit einer Bolzenkraft beaufschlagt ist, die ungefähr der Crimpkraft entspricht.

[0035] In Fig. 2 ist zu erkennen, dass die Aufnahmen 22 für einen Gesenkeinsatz mit einem Aufnahmeraum 31a, 31b gebildet sind. Der Aufnahmeraum 31a ist im Zwischenraum zwischen den Zangenbackenplatten 25a, 25b gebildet. Der Aufnahmeraum 31b ist im Zwischenraum zwischen zwei Zangenteilplatten 32a, 32b des festen Zangenteils 2 gebildet. In die Aufnahmeräume 31 kann ein Flansch eines Gesenkeinsatzes eingeführt werden und dort geführt sein und/oder abgestützt sein, vgl. DE 198 02 287 C1. Des Weiteren verfügen die Zangenbackenplatten 25a, 25b (ebenso wie die Zangenteilplatten 32a, 32b) über konvexe Aufnahmen 33, 34 für ein Tragelement (insbesondere ein Querbolzen) eines Gesenkeinsatzes sowie eine Befestigungsbohrung 35, über welche ein Gesenkeinsatz mit den Zangenbackenplatten 25 bzw. den Zangenteilplatten 32 verschraubt werden kann. Auch diesbezüglich wird hinsichtlich weiterer Details auf die Druckschrift DE 198 02 287 C1 verwiesen.

[0036] Die mit den Aufnahmen 33, 34 für die Tragelemente gebildete Aufnahme 22 für den Gesenkeinsatz gibt eine Abstützebene 36 vor. Die Abstützebene 36 ist quer zu der auf die Zangenschwenkbacke 18 wirkenden Crimpkraft orientiert oder weicht von dieser Querrichtung maximal um 30°, maximal um 20°, maximal um 10° oder maximal um 5° ab. Vorzugsweise geben die Längsachsen der Aufnahmen 33, 34 bzw. der darin angeordneten Tragelemente eines Gesenkeinsatzes die Abstützebene 36 vor oder sind in dieser angeordnet. Möglich ist auch, dass die dem Zangenmaul 21 zugewandten Stirnseiten der Zangenbackenplatten 25a, 25b die Abstützebene 36 vorgeben.

[0037] Für das dargestellte Ausführungsbeispiel sind die Zangenbackenplatten 25a, 25b in vereinfachter Betrachtung als geradlinige Hebel ausgebildet. An einem Endbereich des Hebels greift die Crimpkraft an. Ungefähr mittig erfolgt die Abstützung über den Bolzen 27. In dem anderen Endbereich erfolgt die Abstützung über den Bolzen 28. Die Zangenbackenplatten 25 sind ungefähr parallel zur Abstützebene 36 orientiert. In der Schließstellung der Handhebel 5, 6 sind des Weiteren die Zangenbackenplatten 25 mit ihren Längserstreckungen ungefähr parallel zu dem Handhebel 5 orientiert.

[0038] Bei ansonsten grundsätzlich der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 entsprechender Ausgestaltung verfügt die Crimpzange 1 gemäß Fig. 3 bis 6 über eine abweichend ausgestaltete Zangenschwenkbacke 18: In diesem Fall sind die Zangenbackenplatten 25a, 25b L-förmig ausgebildet. Die L-Form der Zangenbackenplatten 25a, 25b verfügt über einen Befestigungsschenkel 37 und einen Zangenbackenschenkel 38. Der Bolzen 28 ist hier in dem freien Endbereich des Befestigungsschenkels 37 angeordnet. Der Bolzen 27 ist in dem Verbindungsbereich zwischen dem Befestigungsschenkel 37 und dem Zangenbackenschenkel 38 (also im Bereich der Ecke des L) angeordnet. Eine Verbindungsachse 61 der Längsachsen der Bolzen 27, 28 ist in diesem Fall ungefähr vertikal zur Abstützebene 36 orientiert. Das Entsprechende gilt für die Haupterstreckungsrichtung der Überlappungen 24a, 24b. Für dieses Ausführungsbeispiel ist die Tragplatte 23 grundsätzlich entsprechend dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 ausgebildet, also in grober Näherung dreieckförmig ausgebildet.

[0039] Ohne dass dies zwingend der Fall ist, ist für das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 und 4 der Bolzen 28 nicht nur für die Befestigung der Zangenbackenplatten 25a, 25b an der Tragplatte 23 genutzt. Vielmehr dient der Bolzen 28 gleichzeitig als Schwenkbolzen 19 für das Schwenklager 20. Somit wird mittels des Bolzens 28 auch die Verschwenkung der Zangenschwenkbacke 18 gegenüber der festen Zangenbacke 7 gewährleistet. Für das Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 3 bis 6 kann somit ein Schwenkbolzen eingespart werden. Unter Umständen kann auch eine verkürzte Ausgestaltung der Zangenschwenkbacke 18 erfolgen, da der horizontale Abstand der Bolzen 27, 28 gemäß Fig. 1 und 2 nicht erforderlich ist.

[0040] Für eine vereinfachte Betrachtung wird von der Annahme ausgegangen, dass in Fig. 3 der horizontale Abstand des Krafteinleitungsorts der Crimpkraft in die Zangenschwenkbacke 18 von dem Bolzen 27 genauso groß ist wie der Abstand der Bolzen 27, 28 in in Fig. 3 vertikaler Richtung. Unter dieser Annahme werden die Bolzen 27, 28 jeweils lediglich mit einer Bolzenkraft beaufschlagt, welche der Crimpkraft entspricht. Somit kann sich erfindungsgemäß eine gegenüber dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 verringerte mechanische Beanspruchung der Bolzen ergeben.

[0041] Zu erkennen ist insbesondere in Fig. 6, dass die beiden Zangenbackenplatten 25a, 25b in außenliegenden parallelen Ebenen angeordnet sind, während Handhebelplatten 39a, 39b des beweglichen Handhebels 5 und die Zangenteilplatten 32 des festen Zangenteils 2 innenliegend hiervon in benachbarten parallelen Ebenen angeordnet sind. Die Tragplatte 23 und der Druckhebel 9 (der hier Teil eines an sich bekannten Zwangsgesperres ist) sind wiederum in einem Zwischenraum zwischen den letztgenannten Ebenen angeordnet.

[0042] In Fig. 7 bis 9 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Crimpzange 1 dargestellt. Auch hier ist eine Zangenschwenkbacke 18 über ein Schwenklager 20 verschwenkbar an einem festen Zangenteil 2 gelagert. Allerdings ist hier das Schwenklager 20 nicht im Bereich eines Zangenkopfes der Crimpzange 1 angeordnet, sondern im Bereich des festen Handhebels 6 des festen Zangenteils 2. Dies hat zur Folge, dass die Tragplatte 23 in diesem Fall eine größere Erstreckung in Längsrichtung der Crimpzange 1 aufweist. Für dieses Ausführungsbeispiel ist die Tragplatte 23 mit zwei plattenartigen Tragplattenteilen 40a, 40b ausgebildet. Zwischen den Tragplattenteilen 40a, 40b ist ein Federelement 41 angeordnet, über welches die Öffnungs- und Schließcharakteristik der Crimpzange und die Kraftverhältnisse während des Öffnens und Schließens beeinflusst werden.

[0043] Für das dargestellte Ausführungsbeispiel ist die Tragplatte 23 und sind die Tragplattenteile 40a, 40b in grober Näherung L-förmig ausgebildet. Die Tragplattenteile 40a, 40b verfügen hierbei jeweils über einen Befestigungsschenkel 42a, 42b und einen Schwenkarmschenkel 43a, 43b. Die Schwenkarmschenkel 43a, 43b dienen dabei der Überbrückung des Abstands des Schwenklagers 20 von dem Zangenkopf. Hingegen dient der Befestigungsschenkel 42 der Befestigung der Zangenbackenplatten 25a, 25b. Zu diesem Zweck sind im Bereich der Befestigungsschenkel 42a, 42b die Überlappungen 24a, 24b zwischen den Tragplattenteilen 40a, 40b und den Zangenbackenplatten 25a, 25b gebildet.

[0044] Für die Crimpzange 1 gemäß Fig. 7 bis 9 ist der Kniehebeltrieb 4 anders ausgebildet als für die Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 1 bis 6: Hier ist der bewegliche Handhebel 5 über ein Schwenklager 44 mit einem Schwenkbolzen 45 ortsfest, aber verschwenkbar an dem festen Zangenteil 2 angelenkt. Einen Kniehebel 46 bildet der bewegliche Handhebel 5 zwischen dem Schwenklager 44 und einem Kniegelenk 47 aus. Das Kniegelenk 47 weist einen Schwenkbolzen 48 auf. In dem Kniegelenk 47 ist an dem beweglichen Handhebel 5 ein Kniehebel 49, der ein Druckhebel 50 ist, angelenkt. Der Kniehebel 49 ist in dem dem Kniegelenk 47 abgewandten Endbereich über ein Schwenklager 51 mit einem Schwenkbolzen 52 an der Tragplatte 23 angelenkt. Diese Anlenkung erfolgt (bspw. ungefähr mittig) im Bereich der Schwenkarmschenkel 43a, 43b der Tragplattenteile 40a, 40b. Hierbei befinden sich zwei Druckhebel 50a, 50b außerhalb der Zangenteilplatten 32a, 32b. Die Schwenkbolzen 52 sind durch Langlöcher 53a, 53b der Zangenteilplatten 32a, 32b hindurchgeführt. Die Langlöcher 53a, 53b sind derart geformt, dass diese die Bewegung des Schwenkbolzens 52 über den Crimphub nicht behindern. Zu erkennen ist des Weiteren, dass die Crimpzange 1 gemäß den Fig. 7 bis 9 ein Zwangsgesperre 54 aufweist.

[0045] Für das dargestellte Ausführungsbeispiel besitzt die Zangenschwenkbacke 18 in einer Draufsicht auf die Zangenkopfebene eine ungefähr Z-förmige Geometrie. Der Verbindungsschenkel zwischen den beiden Horizontalschenkeln des Z ist vertikal orientiert. Somit sind die beiden Horizontalschenkel des Z in Längsrichtung der Crimpzange 1 versetzt zueinander angeordnet sind ohne Überlappung derselben in Längsrichtung. Hierbei wird der untere Horizontalschenkel des Z gebildet von den Zangenbackenschenkeln 38 der Zangenbackenplatten 25. Der Verbindungsschenkel des Z wird gebildet sowohl von den Befestigungsschenkeln 37 der Zangenbackenplatten 25 als auch den Befestigungsschenkeln 42 der Tragplattenteile 40. Der obere Horizontalschenkel des Z wird gebildet von den Schwenkarmschenkeln 43 der Tragplattenteile 40.

[0046] In Fig. 8 sind in die Aufnahmen 22a, 22b der festen Zangenbacke 7 und der Zangenschwenkbacke 18 Gesenkeinsätze 55, 56 eingesetzt. Diese weisen Tragelemente 58, 59 auf. Die Tragelemente 58, 59 sind als Querbolzen ausgebildet und kragen aus einer Gesenkplatte 57 beidseitig aus. Mit den Tragelementen 58, 59 sind die Gesenkeinsätze 55, 56 in den konkaven Aufnahmen 33, 34 angeordnet und abgestützt. Zu erkennen ist des Weiteren die zusätzliche Verschraubung der Gesenkeinsätze 55, 56 über eine Befestigungsschraube 60 im Bereich der Befestigungsbohrung 35.

[0047] In Fig. 1 und 9 ist für die beiden Ausführungsbeispiele eine Verbindungsachse der Längsachsen der Bolzen 27, 28 mit dem Bezugszeichen 61 gekennzeichnet. Der Winkel zwischen dieser Verbindungsachse 61 und der Abstützebene 36 beträgt für die erfindungsgemäße Ausgestaltung vorzugsweise 90° ± 30°, bspw. 90° ± 20° oder 90° ± 10° oder 90° ± 5°.

[0048] In den Figuren kennzeichnet eine Zangenkopfebene 62 eine Ebene, in welcher eine Verschwenkung der Zangenschwenkbacke 18 erfolgt. Die Zangenkopfebene 62 entspricht hier den Zeichenebenen gemäß Fig. 1, Fig. 3, Fig. 4, Fig. 5 und Fig. 9, oder diese ist parallel zu diesen Zeichenebenen orientiert.

[0049] Hinsichtlich weiterer Details zu der Ausführungsform der Crimpzange 1 gemäß Fig. 7 bis 9, insbesondere zu der Ausgestaltung und Wechselwirkung des Federelements 41 zur Beeinflussung der Kraftverhältnisse und der Öffnungs- und Schließcharakteristik der Crimpzange 1, wird auf die europäische Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen EP 18 166 729.6 verwiesen, welche von der Anmelderin der vorliegenden europäischen Patentanmeldung am selben Tag eingereicht worden ist wie die vorliegende europäische Patentanmeldung. Die Offenbarung dieser parallel eingereichten europäischen Patentanmeldung wird zum Gegenstand der vorliegenden Anmeldung gemacht.

[0050] Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung sind sich hinsichtlich der Funktion und/oder Gestaltung entsprechende oder ähnliche Bauelemente teilweise mit denselben Bezugszeichen, aber einem ergänzenden unterscheidenden Buchstaben a, b, ... gekennzeichnet. Auf diese wird dann teilweise auch ohne Verwendung des ergänzenden Buchstabens Bezug genommen.

BEZUGSZEICHENLISTE



[0051] 
1
Crimpzange
2
fester Zangenteil
3
beweglicher Zangenteil
4
Kniehebeltrieb
5
beweglicher Handhebel
6
fester Handhebel
7
feste Zangenbacke
8
Kniehebel
9
Druckhebel
10
Kniehebel
11
Kniegelenk
12
Schwenklager
13
Schwenkbolzen
14
Schwenklager
15
Schwenkbolzen
16
Schwenklager
17
Schwenkbolzen
18
Zangenschwenkbacke
19
Schwenkbolzen
20
Schwenklager
21
Zangenmaul
22
Aufnahme
23
Tragplatte
24
Überlappung
25
Zangenbackenplatte
26
27
Bolzen
28
Bolzen
29
Sicherungsring
30
Sicherungsring
31
Aufnahmeraum
32
Zangenteilplatte
33
Aufnahme
34
Aufnahme
35
Befestigungsbohrung
36
Abstützebene
37
Befestigungsschenkel
38
Zangenbackenschenkel
39
Handhebelplatte
40
Tragplattenteil
41
Federelement
42
Befestigungsschenkel
43
Schwenkarmschenkel
44
Schwenklager
45
Schwenkbolzen
46
Kniehebel
47
Kniegelenk
48
Schwenkbolzen
49
Kniehebel
50
Druckhebel
51
Schwenklager
52
Schwenkbolzen
53
Langloch
54
Zwangsgesperre
55
Gesenkeinsatz
56
Gesenkeinsatz
57
Gesenkplatte
58
Tragelement
59
Tragelement
60
Befestigungsschraube
61
Verbindungsachse
62
Zangenkopfebene



Ansprüche

1. Zangenschwenkbacke (18) in Plattenbauweise für eine manuell betätigte Crimpzange (1) mit

a) einer Tragplatte (23) und

b) einer Zangenbackenplatte (25), welche

ba) eine Aufnahme (22) für einen Gesenkeinsatz (56) ausbildet oder trägt,

bb) eine Abstützebene (36) der Aufnahme (22) für eine Abstützung einer auf den Gesenkeinsatz (56) wirkenden Crimpkraft vorgibt,

bc) mit einer Überlappung (24) auf einer Seite der Tragplatte (23) angeordnet ist und

bd) im Bereich der Überlappung (24) über zwei Bolzen (27, 28) an der Tragplatte (23) gehalten ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

c) ein Winkel zwischen einer Verbindungsachse (61) der Längsachsen der Bolzen (27, 28) und der Abstützebene (36) in einer Zangenkopfebene (62) 90° plus/minus 30° beträgt.


 
2. Zangenschwenkbacke (18) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zangenbackenplatte (25) einen Befestigungsschenkel (37) und einen Zangenbackenschenkel (38) aufweist, wobei der Befestigungsschenkel (37) und der Zangenbackenschenkel (38) L-förmig angeordnet sind.
 
3. Zangenschwenkbacke (18) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein Bolzen (27) durch den Übergangsbereich, in dem der Übergang von dem Befestigungsschenkel (37) zu dem Zangenbackenschenkel (38) erfolgt, erstreckt und/oder sich ein Bolzen (28) durch den freien Endbereich des Befestigungsschenkels (37) erstreckt.
 
4. Zangenschwenkbacke (18) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (28), der sich durch den freien Endbereich des Befestigungsschenkels (37) erstreckt, ein Schwenkbolzen (19) der Crimpzange (1) ist.
 
5. Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3, dadurch gekennzeichnet, dass

a) die Aufnahme (22) der Zangenbackenplatte (25) zwei in Projektion auf die Abstützebene (36) beabstandete konvexe Aufnahmen (33, 34) für Tragelemente (58, 59) eines Gesenkeinsatzes (56) aufweist, über welche zumindest eine Komponente einer auf den Gesenkeinsatz (56) wirkenden Crimpkraft, welche vertikal zur Abstützebene (36) orientiert ist, von dem Gesenkeinsatz (56) auf die Zangenbackenplatte (25) übertragbar ist, und/oder

b) die Aufnahme (22) der Zangenbackenplatte (25) eine Bohrung (35) für eine Befestigungsschraube (60) aufweist, über welche der Gesenkeinsatz (56) an der Zangenbackenplatte (25) befestigt werden kann.


 
6. Zangenschwenkbacke (18) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Längserstreckung des Befestigungsschenkels (37) größer ist als eine Hälfte der Quererstreckung des Zangenkopfes.
 
7. Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über die beiden Bolzen (27, 28) zwei Zangenbackenplatten (25a, 25b) auf unterschiedlichen Seiten der Tragplatte (23) gehalten sind.
 
8. Zangenschwenkbacke (18) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Tragplatte (23) im Bereich der Überlappungen (24) der Dicke eines Gesenkeinsatzes (56) entspricht, welcher in einen zwischen den Zangenbackenplatten (25a, 25b) ausgebildeten Aufnahmeraum (31) der Aufnahme (22) einsetzbar ist.
 
9. Crimpzange (1) mit einer Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Crimpzange (1) einen über die Handhebel (5, 6) betätigten Kniehebeltrieb (4) aufweist, wobei ein Kniehebel (10) des Kniehebeltriebs (4) an der Tragplatte (23) angelenkt ist.
 
10. Crimpzange (1) mit einer Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere Crimpzange (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (23) einen Befestigungsschenkel (42) und einen Schwenkarmschenkel (43) aufweist, wobei

a) der Befestigungsschenkel (42) und der Schwenkarmschenkel (43) L-förmig angeordnet sind,

b) der Schwenkarmschenkel (43) der Tragplatte (23) etwa parallel zu dem Zangenbackenschenkel (38) der mindestens einen Zangenbackenplatte (25) angeordnet ist und

c) in dem freien Endbereich des Schwenkarmschenkels (43) ein Schwenklager (20) angeordnet ist, über welches die Zangenschwenkbacke (18) an einem Zangenkopf, einem festen Zangenteil (2) oder einem Handhebel (6) gehalten ist.


 


Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.


1. Zangenschwenkbacke (18) in Plattenbauweise für eine manuell betätigte Crimpzange (1) mit

a) einer Tragplatte (23) und

b) einer Zangenbackenplatte (25), welche

ba) eine Aufnahme (22) für einen Gesenkeinsatz (56) ausbildet oder trägt,

bb) eine Abstützebene (36) der Aufnahme (22) für eine Abstützung einer auf den Gesenkeinsatz (56) wirkenden Crimpkraft vorgibt,

bc) mit einer Überlappung (24) auf einer Seite der Tragplatte (23) angeordnet ist und

bd) im Bereich der Überlappung (24) über zwei Bolzen (27, 28) an der Tragplatte (23) gehalten ist,

c) wobei ein Winkel zwischen einer Verbindungsachse (61) der Längsachsen der Bolzen (27, 28) und der Abstützebene (36) in einer Zangenkopfebene (62) 90° plus/minus 30° beträgt,
dadurch gekennzeichnet, dass

d) die Zangenbackenplatte (25) einen Befestigungsschenkel (37) und einen Zangenbackenschenkel (38) aufweist, wobei der Befestigungsschenkel (37) und der Zangenbackenschenkel (38) L-förmig angeordnet sind, und

e) sich ein Bolzen (27) durch den Übergangsbereich, in dem der Übergang von dem Befestigungsschenkel (37) zu dem Zangenbackenschenkel (38) erfolgt, erstreckt und/oder sich ein Bolzen (28) durch den freien Endbereich des Befestigungsschenkels (37) erstreckt.


 
2. Zangenschwenkbacke (18) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (28), der sich durch den freien Endbereich des Befestigungsschenkels (37) erstreckt, ein Schwenkbolzen (19) der Crimpzange (1) ist.
 
3. Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

a) die Aufnahme (22) der Zangenbackenplatte (25) zwei in Projektion auf die Abstützebene (36) beabstandete konvexe Aufnahmen (33, 34) für Tragelemente (58, 59) eines Gesenkeinsatzes (56) aufweist, über welche zumindest eine Komponente einer auf den Gesenkeinsatz (56) wirkenden Crimpkraft, welche vertikal zur Abstützebene (36) orientiert ist, von dem Gesenkeinsatz (56) auf die Zangenbackenplatte (25) übertragbar ist, und/oder

b) die Aufnahme (22) der Zangenbackenplatte (25) eine Bohrung (35) für eine Befestigungsschraube (60) aufweist, über welche der Gesenkeinsatz (56) an der Zangenbackenplatte (25) befestigt werden kann.


 
4. Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längserstreckung des Befestigungsschenkels (37) größer ist als eine Hälfte der Quererstreckung des Zangenkopfes.
 
5. Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über die beiden Bolzen (27, 28) zwei Zangenbackenplatten (25a, 25b) auf unterschiedlichen Seiten der Tragplatte (23) gehalten sind.
 
6. Zangenschwenkbacke (18) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Tragplatte (23) im Bereich der Überlappungen (24) der Dicke eines Gesenkeinsatzes (56) entspricht, welcher in einen zwischen den Zangenbackenplatten (25a, 25b) ausgebildeten Aufnahmeraum (31) der Aufnahme (22) einsetzbar ist.
 
7. Crimpzange (1) mit einer Zangenschwenkbacke (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Crimpzange (1) einen über die Handhebel (5, 6) betätigten Kniehebeltrieb (4) aufweist, wobei ein Kniehebel (10) des Kniehebeltriebs (4) an der Tragplatte (23) angelenkt ist.
 
8. Crimpzange (1) mit einer Zangenschwenkbacke (18) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, insbesondere Crimpzange (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (23) einen Befestigungsschenkel (42) und einen Schwenkarmschenkel (43) aufweist, wobei

a) der Befestigungsschenkel (42) und der Schwenkarmschenkel (43) L-förmig angeordnet sind,

b) der Schwenkarmschenkel (43) der Tragplatte (23) etwa parallel zu dem Zangenbackenschenkel (38) der mindestens einen Zangenbackenplatte (25) angeordnet ist und

c) in dem freien Endbereich des Schwenkarmschenkels (43) ein Schwenklager (20) angeordnet ist, über welches die Zangenschwenkbacke (18) an einem Zangenkopf, einem festen Zangenteil (2) oder einem Handhebel (6) gehalten ist.


 




Zeichnung































Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente




In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur