Hinweis auf verwandte Dokumente
[0001] Dieses Dokument beansprucht die Priorität der Schweizerischen Patentanmeldung
0536/17, eingereicht am 21. April 2017.
Gebiet der Erfindung
[0002] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Aufreissdeckeln gemäss Oberbegriff
des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung von
Aufreissdeckeln gemäss Oberbegriff des Anspruchs 9 und einen Aufreissdeckel gemäss
Anspruch 15.
Hintergrund
[0003] Aufreissdeckel sind bekannt, so z.B. aus
DE-U 298 17 592 oder aus
DE-U 92 03 953. Enthält der Behälter, der mit dem Aufreissdeckel verschlossen ist, ein flüssiges,
korrosives Füllgut, wie z.B. Salzwasser, so kann die blanke Schnittkante der Deckelöffnung
korrodieren. Bei einem Aufreissdeckel mit einem sogenannten retort-curl ergibt sich
durch die Einrollung des Bereichs mit der Schnittkante nach oben und nach aussen und
mit der Überdeckung durch die Aufreissfolie ein gewisser Schutz gegen den Einfluss
des Füllguts. Auch ist die blanke bzw. allenfalls korrodierte Schnittkante nicht sichtbar.
Doch können, je nach Aggressivität des Füllgutes und Lagerzeit des gefüllten Behälters,
dennoch Spuren der Korrosion sichtbar werden. In
EP-A 1 153 840 wird es vorgeschlagen, dass die Aufreissfolie auch an der Einrollung selber aufgesiegelt
wird, wodurch die Schnittkante vom Doseninhalt durch eine Siegelung geschützt ist.
Es zeigt sich aber, dass die Siegelung sowohl am Siegelflansch als auch zusätzlich
an der Einrollung in der Produktion mit hoher Herstellkadenz schwierig perfekt zu
beherrschen ist.
WO-A 02/790041 erwähnt beiläufig, dass sich der bei der Einrollung entstandene Spalt mit der Heisssiegelbeschichtung
der Aufreissfolie füllen kann, ohne zu erläutern, wie dies bei der industriellen Herstellung
von Aufreissfolien tatsächlich machbar wäre. Bekannte Aufreissfolien sind nur mit
einer sehr dünnen Heisssiegelschicht versehen und es ist für den Fachmann nicht ersichtlich,
wie diese Schicht zur Spaltfüllung verwendet werden kann, wenn eine dem Fachmann bekannte
Heisssiegelung durchgeführt wird. Die in
WO-A 02/790041 erwähnte Möglichkeit ist daher in der Praxis kaum ausführbar. Aus
EP-B 2 055 736 ist es bekannt, bei einem Behälter an der Mündung des Behälters eine Einrollung nach
aussen vorzusehen, so dass die Schnittkante nicht mit Wasser in Berührung kommt. Es
wird vorgeschlagen, dort einen Schutz der Schnittkante mit einem modifizierten Hotmelt
Material vorzunehmen, welches ein thermoplastisches Elastomer enthält. Aus
WO 2015/164986 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung gemäss Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche
bekannt, welche einen effektiven Schutz der Schnittkante ermöglichen. In seltenen
Fällen kann aber auch bei diesem bekannten Verfahren ein ungenügender Schutz der Schnittkante
auftreten.
Darstellung der Erfindung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde ein verbessertes Verfahren zu schaffen,
mit dem Aufreissdeckel industriell in sehr hoher Kadenz und mit geringen Kosten herstellbar
sind, und bei welchem die Anzahl von fehlerhaften, einen ungenügenden Schnittkantenschutz
aufweisenden Deckeln praktisch gegen Null geht.
[0005] Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren zur Herstellung von Aufreissdeckeln
dadurch gelöst, dass nach dem Einrollen des freien Endes des Kragens der eingerollte
Bereich derart erhitzt wird, dass mindestens ein teilweises Aufschmelzen des Kunststoffmaterials
des Streifens erfolgt.
[0006] Der eingerollte Bereich umfasst mindestens den eigentlichen retort curl, der an den
Bereich des Deckelrings anschliesst, der die Siegelfläche bildet und umfasst insbesondere
den ganzen Bereich, in welchem der Streifen aus Kunststoffmaterial vorhanden ist.
Unter der Erhitzung ist gemeint, dass der eingerollte Bereich auf eine Temperatur
gebracht wird, die ein Aufschmelzen des Kunststoffmaterials ermöglicht, wobei es nicht
zwingend ist, aber bevorzugt ist, dass der gesamte eingerollte Bereich homogen auf
dieselbe Temperatur gebracht wird. Unter dem Aufschmelzen des Kunststoffmaterials
wird nicht verstanden, dass das gesamte Kunststoffmaterial des Streifens auf die Schmelztemperatur
gebracht werden muss. Es kann genügen, wenn die an das Deckelmaterial angrenzende
Materialschicht des Kunststoffmaterials schmilzt, um die Haftung des Kunststoffmaterials
am Deckelringmaterial sicherzustellen. Die Erhitzung ist auch nicht auf den eingerollten
Bereich beschränkt, es kann sein, dass der ganze Deckelring erhitzt wird, bevorzugt
ist aber eine Erhitzung, die im Wesentlichen auf den eingerollten Bereich mit dem
Streifen aus Kunststoffmaterial beschränkt bzw. konzentriert wird. Dazu können beliebige
Hitzequellen verwendet werden.
[0007] Es zeigt sich, dass mit dem Erhitzen des eingerollten Bereichs und dem Aufschmelzen
des Kunststoffmaterials des Streifens eine optimale Haftung des Kunststoffmaterials
an den beiden Seiten des Deckelrings erzielbar ist, welche im eingerollten Bereich
beide an das Kunststoffmaterial des Streifens angrenzen. Es wird eine hermetische
Dichtigkeit des eingerollten Bereichs gegenüber dem Inhalt des Behälters erzielt,
auf welchen der Aufreissdeckel aufgebracht wird. Somit kann die Korrosion an der Schnittkante
bei Aufreissdeckeln, die gemäss der Erfindung hergestellt worden sind, sicher vermieden
werden.
[0008] Vorzugsweise wird die Erhitzung des eingerollten Bereichs vor der Siegelung der Aufreissfolie
auf den Deckelring vorgenommen, so dass dies ein separater Arbeitsschritt bei der
Deckelherstellung ist. Dadurch lässt sich die Erhitzung und das Aufschmelzen des Kunststoffmaterials
separat von der Wärmeeinbringung bei der Siegelung der Aufreissfolie durchführen und
es kann auch ein Einfluss der Erhitzung des eingerollten Bereichs auf die Siegelung
vermieden werden. Es kann zwischen der Erhitzung des eingerollten Bereichs und der
Siegelung auch eine Kühlung des Deckelrings vorgesehen sein, zum Beispiel durch einen
Luftstrom, um die Siegelung bzw. die Siegelparameter für die Siegelung der Aufreissfolie
auf den Deckelring nicht zu beeinflussen.
[0009] Bevorzugt wird zur Erhitzung des eingerollten Bereichs ein induktiv arbeitendes Heizmittel
verwendet. Dieses erzeugt im metallischen Deckelmaterial Wirbelströme, die dessen
Erhitzung bewirken. Die Erhitzung kann auf den ganzen Deckelring wirken. Es ist kann
vorgesehen werden, durch die Anordnung des induktiven Heizmittels und allenfalls eine
Konzentration der Feldlinien der induktiven Heizung mittels Polschuhen, die Wirbelströme
hauptsächlich im eingerollten Bereich zu erzeugen. Durch die induktive Erhitzung des
Metallmaterials des Deckelrings kann eine sehr rasche Erhitzung des Kunststoffmaterials
auf die Temperatur bewirkt werden, bei welcher das Aufschmelzen des Kunststoffmaterials
erfolgt. Induktive Heizmittel werden im industriellen Umfeld für das Aufheizen von
Werkstücken seit langem verwendet und sind dem Fachmann bekannt und auch handelsüblich
erhältlich. Alternativ kann die Erhitzung auch mit Infrarotstrahlung oder Heissluft
erfolgen.
[0010] Weiter ist es alternativ oder zusätzlich möglich, die Erhitzung des eingerollten
Bereichs während der Siegelung der Aufreissfolie durchzuführen. In diesem Fall wird
bevorzugt ein den eingerollten Bereich kontaktierendes Heizmittel im Siegelwerkzeug
vorgesehen, so dass eine direkte Wärmeübertragung von dem Heizmittel auf den eingerollten
Bereich stattfindet. Damit lässt sich die Erhitzung des eingerollten Bereichs getrennt
von der Siegelung der Aufreissfolie auf dem Deckelring durchführen, so dass die Siegelung
nicht auf störende Weise durch die Erhitzung des eingerollten Bereichs beeinflusst
wird. Es ist möglich, die Erhitzung zweistufig sowohl ausserhalb des Siegelwerkzeugs,
insbesondere induktiv, als auch zusätzlich innerhalb des Siegelwerkzeugs durchzuführen.
[0011] Bei der Siegelung der Aufreissfolie auf den Deckelring ist es bekannt, eine zweimalige
Erwärmung vorzunehmen, so dass zunächst eine Vorsiegelung der Aufreissfolie auf dem
Deckelring erfolgt, und in einem zweiten Schritt die Hauptsiegelung der Aufreissfolie
auf dem Deckelring erfolgt, wobei die Temperatur der Vorsiegelung geringer ist als
die Temperatur der Hauptsiegelung. In diesem Fall ist es bevorzugt, dass die Erhitzung
des Kunststoffmaterials des Streifens bzw. des eingerollten Bereichs im zweiten Schritt
bei der Hauptsiegelung der Aufreissfolie erfolgt. Damit kann vermieden werden, dass
die Vorsiegelung bei der geringeren Temperatur durch eine zusätzliche Wärmeeintragung
durch Erhitzung des eingerollten Bereichs beeinflusst wird. Eine solche Wärmeeintragung
kann bei der Hauptsiegelung mit der höheren Siegeltemperatur gut beherrscht werden.
[0012] Der Begriff des Kunststoffmaterials des Streifens umfasst vorliegend, dass der Streifen
ein Polymer oder ein Harz umfasst, oder aus diesem besteht, und dass die Erhitzung
des eingerollten Bereichs mindestens auf die Schmelztemperatur des Kunststoffmaterials
des Streifens erfolgt. Insbesondere, dass die Erhitzung des eingerollten Bereichs
auf eine Temperatur im Bereich von 100° Celsius bis 200° Celsius erfolgt und insbesondere
auf eine Temperatur im Bereich von 140° bis 180° Celsius. Dies ist für den Fall besonders
vorteilhaft, dass die, die heissiegelfähige Siegelfläche für die Aufreissfolie bildende
Oberseite des Deckelrohlings ein Polypropylen modifiziertes Lacksystem ist oder ein
solches umfasst, oder eine Polypropylen laminierte Beschichtung ist, oder eine andere,
Polypropylen enthaltende Beschichtung ist, und dass die Unterseite des Deckelrohlings
eine Beschichtung aus einem Doseninnenlack mit Polyester oder Acryl oder Epoxid oder
Polyvinylchlorid aufweist. Die genannte Materialwahl des Streifens aus Kunststoff
und die genannten Bereiche für die Erhitzung führt dazu, dass sich eine besonders
gute Verbindung zwischen den genannten Beschichtungen des Deckelrohlings bzw. des
Deckelrings und dem Kunststoffstreifen ergibt.
[0013] Es kann dem Kunststoffmaterial des Streifens ein Schaumbildner hinzugefügt sein,
so dass bei der Erhitzung des eingerollten Bereichs eine Schaumbildung erfolgt, welche
den Bereich bzw. die Fläche der Haftung vergrössern kann.
[0014] Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zu Grunde eine Herstellvorrichtung für Aufreissdeckel
zu schaffen, durch welche Aufreissdeckel in hoher Kadenz und kostengünstig herstellbar
sind, welche einen praktisch fehlerfreien Schutz der Schnittkante des Aufreissdeckels
gegen Korrosion aufweisen.
[0015] Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Vorrichtung mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst.
[0016] Durch die mindestens eine weitere Bearbeitungsstation, welche in Förderrichtung nach
der dritten Bearbeitungsstation vorgesehen ist, die zur Erhitzung, mindestens des
eingerollten Bereichs des Aufreissdeckelrings auf mindestens die Schmelztemperatur
des Kunststoffstreifens ausgestaltet ist, wird mit der Vorrichtung mit dem Erhitzen
des eingerollten Bereichs und dem Aufschmelzen des Kunststoffmaterials des Streifens
eine optimale Haftung des Kunststoffmaterials an den beiden Seiten des Deckelrings
erzielbar, welche im eingerollten Bereich beide an das Kunststoffmaterial des Streifens
angrenzen. Durch die Vorrichtung wird bei den damit hergestellten Aufreissdeckeln
eine hermetische Dichtigkeit des eingerollten Bereichs gegenüber dem Inhalt des Behälters
erzielt, auf welchen der Aufreissdeckel aufgebracht wird. Somit kann die Korrosion
Schnittkante bei Aufreissdeckeln, die auf einer Vorrichtung gemäss der Erfindung hergestellt
worden sind, sicher vermieden werden.
[0017] Der eingerollte Bereich ist in der Regel ein retort curl, der an den Bereich des
Deckelrings anschliesst, der die Siegelfläche bildet. Unter der Erhitzung, die mit
der Bearbeitungsstation erzielbar ist, ist gemeint, dass der eingerollte Bereich auf
eine Temperatur gebracht wird, die ein Aufschmelzen des Kunststoffmaterials ermöglicht,
wobei es nicht zwingend ist, aber bevorzugt ist, dass der gesamte, eingerollte Bereich
homogen auf dieselbe Temperatur gebracht wird. Unter dem Aufschmelzen des Kunststoffmaterials
wird nicht verstanden, dass das gesamte Kunststoffmaterial des Streifens auf die Schmelztemperatur
gebracht werden muss. Es kann genügen, wenn die an das Deckelmaterial angrenzende
Materialschicht des Kunststoffmaterials schmilzt, um die Haftung des Kunststoffmaterials
am Deckelringmaterial sicherzustellen. Die Erhitzung ist auch nicht auf den eingerollten
Bereich beschränkt, es kann sein, dass der ganze Deckelring erhitzt wird, bevorzugt
ist aber eine Erhitzung, die im Wesentlichen den eingerollten konzentriert wird. Dazu
können beliebige Hitzequellen verwendet werden.
[0018] Bevorzugt ist in der weiteren Bearbeitungsstation als Hitzequelle ein Induktionsheizmittel
vorgesehen. Dies erlaubt eine besonders rasche Aufheizung des Deckelrings, und insbesondere
von dessen eingerollten Bereich, auf die gewünschte Temperatur, die zum Aufschmelzen
des Streifens aus Kunststoff benötigt wird. Somit kann auch mit der zusätzlichen Bearbeitungsstation
die hohe Herstellkadenz für Aufreissdeckel beibehalten werden. Die weitere Bearbeitungsstation
kann an einer beliebigen Stelle entlang des Förderwegs der Vorrichtung zwischen der
Bearbeitungsstation, die den eingerollten Bereich herstellt, und der Siegelstation
vorgesehen sein. Sie kann vor oder nach einer Wendestation der Vorrichtung angeordnet
werden. Die Anordnung vor der Wendestation ist vorteilhaft, da dadurch die Deckelringe
bis zu Siegelstation wieder abgekühlt sind. Zur Abkühlung kann allenfalls eine zusätzliche
Kühlstation dienen, die die Deckelringe zum Beispiel mit einem Luftstrom kühlt. Die
Abkühlung vor der Siegelstation hat den Vorteil, dass die Siegelparameter durch die
vorgängige Aufheizung des Deckelrings nicht beeinflusst werden.
[0019] Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die weitere Bearbeitungsstation in der mindestens
einen Siegelstation integriert ist und ein den eingerollten Bereich im Siegelwerkzeug
kontaktierendes Heizmittel aufweist. Bei einer Vorrichtung, welche in Förderrichtung
nacheinander zwei Siegelstationen aufweist, um eine Vorsiegelung der Aufreissfolie
und die Hauptsiegelung vorzunehmen, ist die weitere Bearbeitungsstation vorzugsweise
in der zweiten Siegelstation integriert.
[0020] Die weitere Bearbeitungsstation ist insbesondere zur Erhitzung des eingerollten Bereichs
im Temperaturbereich von 100° Celsius bis 200° Celsius und insbesondere im Bereich
von 140° bis 180° Celsius ausgestaltet. Ferner ist bevorzugt, dass die Auftragsstation
zur Aufbringung des bandförmigen Kunststoffstreifens so ausgestaltet ist, dass ein
Streifen mit einer im Wesentlichen gleichmässige Dicke, insbesondere eine Dicke im
Bereich von 0,05 mm bis 0,5 mm und insbesondere mit einer Dicke von ca. 0,1 mm, erzeugbar
ist. Die geringe Dicke des Streifens ist für das rasche Erreichen der Schmelztemperatur
vorteilhaft.
[0021] Ferner betrifft die Erfindung einen Aufreissdeckel, umfassend einen umlaufenden Befestigungsabschnitt,
einen Siegelflansch mit einer auf diesem aufgesiegelten Aufreissfolie, und einen um
den Siegelflansch umlaufenden, eingerollten Bereich, der die Entnahmeöffnung seitlich
begrenzt, wobei der eingerollte Rand eine Dichtung aus einem Kunststoff, welcher Begriff
ein Polymer oder ein Harz meint, aufweist, welche durch Aufschmelzen des Kunststoffs
im eingerollten Bereich mit der Oberseite und der Unterseite des Aufreissdeckels haftend
verbunden ist. Dieser Deckel weist die genannten Vorteile auf.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren.
Dabei zeigen:
Figuren 1 bis 5 vertikale Schnittansichten durch einen Deckelrohling, einen Deckelring
und einen Aufreissdeckel zur Erläuterung von Bearbeitungsschritten bei der Bildung
eines Aufreissdeckels;
Figur 6 eine vertikale Schnittansicht eines Deckelrings bei der Herstellung eines
Aufreissdeckels gemäss der Erfindung;
Figur 7 eine vergrösserte Ansicht eines Teils des Deckelrings von Figur 6;
Figur 8 den Deckelring von Figur 7 nach dem Einrollen des Randes der Entnahmeöffnung
zur Bildung des eingerollten Bereichs des Deckelrings;
Figur 9 eine vergrösserte Ansicht eines Teils des Deckelrings von Figur 8;
Figur 10 eine Draufsicht auf den Deckelring eines Aufreissdeckels;
Figur 11 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung gemäss der Erfindung zur
Herstellung von Aufreissdeckeln mit gemäss dem Verfahren der Erfindung abgedichteter
Schnittkante;
Figur 12 eine Vertikalschnittansicht eines Teils eines Siegelwerkzeugs zur Durchführung
der Erhitzung des eingerollten Bereichs im Siegelwerkzeug; und
Figuren 13 eine schaubildliche Ansicht des vertikal geschnittenen Siegelwerkzeugs
von Figur 12.
Weg(e) zur Ausführung der Erfindung
[0023] Mit Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 11 kann die dem Fachmann bekannte Herstellung
von Aufreissdeckeln nach Stand der Technik kurz erläutert werden. Figur 1 zeigt einen
Deckelrohling 1. Am Anfang des Transportwegs einer Herstellvorrichtung 20 (Figur 11)
ist ein Stapel 12 gezeigt, der eine Vielzahl von solchen Deckelrohlingen enthält,
die einzeln abgestapelt und entlang des Transportwegs von verschiedenen Bearbeitungsstationen
bearbeitet werden, wobei aus den Deckelrohlingen zunächst Deckelringe gebildet werden
und diese dann bis zum fertigen Aufreissdeckel weiter bearbeitet werden. Die Deckelrohlinge
sind z.B. runde Scheiben aus beschichtetem und damit gegen Korrosion geschütztem Metall,
zum Beispiel aus beschichtetem Weissblech. Die Beschichtung der in Figur 1 oben liegenden
Unterseite ist in der Regel verschieden von der in Figur 1 unten liegenden Beschichtung
der Oberseite der Rohlinge 1. Diese Rohlinge weisen z.B. einen Durchmesser von 11
cm auf und sind bereits an ihrem Rand 6 durch eine nicht dargestellte Bearbeitungsmaschine
vorgeformt worden und die Ausbildung des Randes 6 dient später der Befestigung des
fertigen Aufreissdeckels an einem Behälter bzw. einer Dose durch eine Falzverbindung.
Dies ist dem Fachmann bekannt und wird hier nicht weiter erläutert. Der Deckelrohling
1 in Figur 1 und die Deckelringe 2 in den Figuren 2 bis 4 sind, wie erwähnt, mit ihrer
Unterseite nach oben dargestellt, während der fertige Aufreissdeckel in Figur 5 mit
seiner Oberseite und somit der Aufreissfolie 8 nach oben weisend dargestellt ist.
Die Bearbeitung in der Vorrichtung kann anfänglich in der Lage der Figuren 1 bis 4
erfolgen, wonach eine Wendestation 26 folgt, welche die Deckelringe für das Aufsiegeln
der Aufreissfolie 8 auf den jeweiligen Deckelring in die Lage der Figur 5 bringt.
[0024] Die Fördereinrichtung 22, welche die Deckelrohlinge, die Deckelringe und die Aufreissdeckel
in der Herstellvorrichtung 20 entlang des Transportweges in Richtung des Pfeils A
von einer Bearbeitungsstation zur nächsten Bearbeitungsstation fördert, wird insbesondere
von zwei parallel laufenden Zahnriemen gebildet, an denen Aufnahmen für die Deckelrohlinge
bzw. Deckelringe vorgesehen sind, wie dem Fachmann aus
WO 2006/017953 bekannt. Auch dies wird hier nicht weiter erläutert. Bei den Bearbeitungsstationen,
die dem Fachmann bekannt sind und hier nur schematisch dargestellt sind, wird der
zu bearbeitende Rohling jeweils von der Fördereinrichtung 22 abgehoben und von der
jeweiligen Bearbeitungsstation bearbeitet und wieder an die Fördereinrichtung 22 zurück
gegeben. Dies ist bei den Bearbeitungsstationen mit auf und ab weisenden Pfeilen angedeutet.
Bei den Bearbeitungsstationen ist jeweils unterhalb des Fördermittels der Antrieb
der Bearbeitungsstationen angedeutet. Dieser dient zum Heben und Senken der Rohlinge
und Deckelringe und zur Durchführung der jeweiligen Bearbeitungsschritte.
[0025] In einer Stanzbearbeitungsstation 23 wird zunächst aus dem Deckelrohling 1 ein Deckelring
2 gebildet, indem ein mittlerer Teil 30 des Rohlings ausgeschnitten und als Abfall
entsorgt wird. Damit wird die Entnahmeöffnung des Aufreissdeckels gebildet, die in
einem späteren Herstellungsschritt mit der Aufreissfolie verschlossen wird. An die
Entnahmeöffnung 15 anschliessend verbleibt ein Siegelflansch 7. An der Schnittkante
31 liegt das Metallmaterial blank bzw. das Blech des Deckelrings 2 ist dort nicht
mehr durch die Beschichtung bzw. Beschichtungen geschützt. In einer Bearbeitungsstation
24 wird der Rand der Entnahmeöffnung zu einem Kragen 4 nach oben gezogen und dieser
Kragen wird in einer weiteren Bearbeitungsstation 25 gerollt, so dass ein sogenannter
retort-curl 5 gebildet wird. Die Form der Einrollung bzw. des retort-curls kann verschieden
sein. Die Einrollung, die den Rand der Entnahmeöffnung bildet, sorgt dafür, dass der
Benützer der Dose bei der Entnahme des Inhalts der Dose vor der scharfkantigen Schnittkante
31 geschützt ist.
[0026] Werden die Herstellungsschritte, wie dargestellt, mit nach unten weisendem Siegelflansch
7 durchgeführt, so folgt die Wendestation 26, welche die Deckelringe wendet, so dass
bei der weiteren Bearbeitung der Siegelflansch 7 nach der Wendestation in der Fördereinrichtung
22 und in den Bearbeitungsstationen oben liegt.
[0027] Danach wird die Aufreissfolie 8 auf den Siegelflansch aufgesiegelt, was zweistufig
mit einer ersten Siegelstation bzw. Vorsiegelstation 27 und einer zweiten Siegelstation
bzw. einer Hauptsiegelstation 28 erfolgen kann. Auch der Siegelvorgang ist dem Fachmann
bekannt und wird hier nicht weiter erläutert. Es können weitere Bearbeitungsstationen
folgen, in denen eine Prägung der Siegelfolie erfolgt, die Aufreisslasche positioniert
wird und eine Dichtheitsprüfung der Siegelung erfolgt. Auch dies ist dem Fachmann
bekannt und wird hier nicht weiter erläutert. Am Ende der Herstellvorrichtung 20 werden
fertige Aufreissdeckel 10 (Figur 5) ausgegeben deren Entnahmeöffnung 15 von einer
Aufreissfolie 8 überspannt ist, die am Siegelflansch 7 aufgesiegelt ist. Der Rand
der Entnahmeöffnung 15 wird durch einen (in der Lage des Deckels gemäss Figur 5) nach
oben und aussen umgebogenen retort-curl 5 gebildet. Der fertige Aufreissdeckel 10
kann mittels seines Falzrandes 6 an einem Dosenmantel (der in Figur 5 nur mit einem
Wandteil 11 angedeutet ist) befestigt werden und verschliesst somit die Dose. Dies
erfolgt im Abfüllbetrieb in welchem die Dose mit einem Füllgut befüllt worden ist.
Die gefüllte Dose kann später geöffnet werden, indem die Aufreissfolie mittels deren
Aufreisslasche 18 vom Deckelring weggerissen wird, womit die Entnahmeöffnung 15 offen
ist.
[0028] Nachfolgend wird das aus
WO 2015/164986 A1 bekannte Vorgehen zur Aufbringung eines Streifens aus Kunststoffmaterial in den eingerollten
Bereich und das Vorgehen gemäss der vorliegenden Erfindung beschrieben, wobei auf
die bekannten, vorgängig erläuterten Herstellungsschritte bzw. die bekannte Herstellvorrichtung
Bezug genommen wird, soweit dies notwendig ist.
[0029] Figuren 6 und 7 zeigen einen Deckelring, bei welchem der Bearbeitungsschritt des
Ziehens des Rands der Entnahmeöffnung zur Bildung des Kragens 4 bereits erfolgt ist.
Dies ist in der Bearbeitungsstation 24 erfolgt. Bei dem gezeigten bevorzugten Beispiel
ist dabei (oder in einem separaten Schritt) am oberen Ende 34 des Kragens 4 eine Krümmung
nach innen erzeugt worden, welche die spätere Einrollung zur Bildung des retort-curls
erleichtert. Es ist ferner in einem Arbeitsschritt an der Innenseite 40 des Kragens
4 ein Kunststoffstreifen 32 aufgebracht worden. Die Aufbringung dieser Kunststoffschicht
erfolgt in einer separaten Bearbeitungsstation 29, welche zwischen der Ziehstation
24 und der Einrollstation 25 angeordnet.
[0030] Der bandförmige Streifen 32 aus dem Kunststoffmaterial bildet bei der Einrollung
eine Abdichtung für die Schnittkante 31, was nachfolgend gezeigt wird. Der Streifen
32 besteht aus einem Kunststoff, welcher Begriff hier ein Polymer oder Harz meint.
Solche Kunststoffe sind handelsüblich und insbesondere auch in Qualitäten handelsüblich,
die der Sterilisationstemperatur bei der Sterilisation des gefüllten Behälters sicher
widerstehen und somit bei der Sterilisationstemperatur nicht wieder aufschmelzen,
so dass die vom Streifen gebildete Dichtung bei der Sterilisation erhalten bleibt.
Der Streifen ist, wie dargestellt, vorzugsweise über die ganze Höhe des Bandes gleichmässig
dick ausgebildet. Er wird als dünner Kunststoffstreifen vorgesehen, welcher vorzugsweise
eine Dicke d im Bereich von 0,05 Millimeter bis 0,2 Millimeter aufweist, vorzugsweise
eine Dicke von ca. 0,1 Millimeter. Die Höhe H des Streifens kann z.B. 1 bis 3 mm betragen.
[0031] Die Aufbringung erfolgt vorzugsweise auf die dem Fachmann aus
WO 2015/164986 A1 bekannte Weise durch ein Aufspritzen von aufgeschmolzenem, flüssigem Kunststoffmaterial,
wobei eine Relativbewegung von Düse und Deckelring erfolgt. Bevorzugt wird der Deckelring
in der Bearbeitungsstation 29 rotierend bewegt und dabei die Innenseite 40 des Kragens
4 an der Austrittöffnung einer bei der Aufbringung statisch angeordneten Spritzdüse
vorbei bewegt, aus welcher der Kunststoff austritt. Der Deckelring wird somit bei
der Bearbeitungsstation 29 angehoben, in Drehung versetzt und die Aufbringung wird
aktiviert, wenn der Deckelring die richtige Position gegenüber der Austrittsöffnung
erreicht hat. Nach mindestens einer vollen Umdrehung, wenn ein lückenlos an der Innenseite
umlaufendes Band bzw. ein solcher Streifen gebildet ist, wird der Deckelring wieder
nach unten zur Fördereinrichtung bewegt, wobei die Drehung beendet wird, so dass der
Deckelring wieder auf die Aufnahmen der Fördereinrichtung abgesetzt werden kann. Dann
erfolgt die Förderung zur Einrollstation 25. Der Kunststoff des Bandes 32 kühlt bereits
bei der Aufbringung auf den Deckelring ab und verfestigt sich, so dass bei der weiteren
Förderung kein Fliessen des Kunststoffs erfolgt und das Band in der gezeigten Form
stabil ist. Allenfalls kann in der Aufbringstation bzw. Bearbeitungsstation 29 ein
Kühlmittel, z.B. in der Form eines Gebläses vorgesehen werden.
[0032] Es wird bei der Aufbringung dafür gesorgt, dass der Abstand der Ausbringungsöffnung
bzw. der Spritzdüse zur Innenseite 40 des Kragens 4 beim Aufspritzen des flüssigen
Kunststoffs im Wesentlichen konstant bleibt, damit die Dicke des Streifens 32 im Wesentlichen
konstant ist und dessen geringe Dicke möglich wird. Dies kann auf die aus
WO 2015/164986 A1 bekannte Weise bewirkt werden. Das Vorgehen gemäss
WO 2015/164986 A1 zur Erzeugung des Streifens 32 ist bevorzugt. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
kann der Streifen 32 aber auch auf andere Weise an dem Deckelring aufgebracht werden.
So ist es möglich, einen vorgefertigten Streifen aus Kunststoffmaterial in den Kragen
des Deckelrings einzulegen. Dies kann einer separaten Bearbeitungsstation erfolgen
oder beim Ziehen des Kragens in der Station 24 oder beim Einrollen des Kragens in
der Station 25. In diesen Fällen würde die dargestellte Station 29 entfallen.
[0033] Ersichtlich ist, dass der Streifen 32 so an der Innenseite 40 des Kragens 4 positioniert
ist, dass er näher zur Ebene des Siegelflansches 7 liegt als zur Schnittkante 31.
Die Positionierung und Dimensionierung des Streifens ist ungefähr so, dass der Streifen
32 das untere Drittel des Kragens 4 bis ungefähr die untere Hälfte des Kragens 4 bedeckt.
Eine grössere Höhe H des Streifens ist möglich, doch steigt dann der Materialaufwand
für den verwendeten Kunststoff, ohne dass dies für die weitere Bearbeitung bzw. für
den Schutz der Schnittkante nötig wäre. Die Höhe H wird in der Praxis ca. 1 mm bis
3 mm betragen.
[0034] Der gemäss den Figuren 6 und 7 mit dem Kunststoffstreifen versehene Deckelring wird
in der Bearbeitungsstation 25 auf bekannte Weise mit einem retort-curl 5 versehen.
Diese Station 25 arbeitet mit den dafür bekannten Einrollwerkzeugen, so dass dies
hier nicht im Detail erläutert werden muss, da dies dem Fachmann bekannt ist. Eine
Modifikation, die für den Fachmann offensichtlich ist, ergibt sich gegebenenfalls
bei den Werkzeugen, wenn der Kragen 4 an seinem oberen Rand 34 bereits für die Einrollung
vorgebogen worden ist, was bevorzugt ist. Ersichtlich ist gemäss den Figuren 8 und
9, die den Deckelring nach der Wendestation 26 zeigen, dass bei der Bildung des retort-curls
5 der Streifen 32 eine Dichtung bildet, welche den Eintritt von Flüssigkeit in das
Innere des retort-curls verhindert. Somit ist die blanke Schnittkante 31 gegen den
Einfluss einer in der Dose befindlichen Flüssigkeit geschützt. Es spielt dabei keine
Rolle, ob die Einrollung so erfolgt, dass die Schnittkante 31 teilweise im Streifen
32 eingebettet ist, wie dargestellt oder ob sie nur am Streifen 32 anliegt. Auch das
Gegenteil, dass die Schnittkante 31 den Streifen 32 durchschneidet und am Metall der
Innenseite 40 anliegt, stört die Funktion des Streifens 32 nicht. Damit spielen übliche
Herstellungstoleranzen bei der Bildung des retort-curls 5 keine Rolle. Die Draufsicht
von Figur 10 zeigt den Deckelring, wie er in die Siegelstation 27 gefördert wird,
in welcher die Aufreissfolie über der Entnahmeöffnung 15 aufgesiegelt wird.
[0035] Im Beispiel von Figur 11 umfasst die Herstellvorrichtung 20 für die Aufreissdeckel
die Bearbeitungsstation 29 für die Aufbringung des Bandes 32 auf dem Deckelring und
die Bearbeitungsstation 25 für das Einrollen des Kragens 4.
[0036] Gemäss der vorliegenden Erfindung wird der eingerollte Randbereich erhitzt, um den
Streifen 32 zumindest im Kontaktbereich zum Metall des Deckels bzw. den darauf befindlichen
Beschichtungen, aufzuschmelzen. Der eingerollte Randbereich umfasst mindestens den
retort-curl 5, wie er zum Beispiel in Figur 9 ersichtlich ist und insbesondere den
ganzen vom Streifen 32 abgedeckten Teil des Aufreissdeckels. Es ist bei einer ersten
beispielhaften Ausführungsform eine Bearbeitungsstation 35 vor der Wendestation 26
vorgesehen, in welcher Bearbeitungsstation 35 die Erhitzung des eingerollten Bereichs
erfolgt. Dies kann so erfolgen, dass auch bei dieser Bearbeitungsstation 35 ein Abheben
des Deckels vom Fördermittel 22 erfolgt und danach das Erhitzen in der Bearbeitungsstation
und danach das Ablegen auf dem Fördermittel. Der Deckelring bzw. dessen eingerollter
Bereich kann aber in der Bearbeitungsstation auch auf dem Fördermittel 22 befindlich
erhitzt werden, also ohne das Abheben vom Fördermittel. In der Bearbeitungsstation
35 vor der Wendestation liegt der Deckelring noch mit dem retort-curl bzw. dem eingerollten
Bereich nach oben weisend, wie in Figur 4 dargestellt. Dies ermöglicht die Erhitzung
des eingerollten Bereichs von oben her und vorzugsweise wird dazu eine Induktionsheizeinrichtung
in der Bearbeitungsstation 35 vorgesehen, welche als Block 43 schematisch dargestellt
ist. Die Ausgestaltung einer solchen Heizeinrichtung ist dem Fachmann bekannt und
muss hier nicht näher erläutert werden. Anstelle einer Induktionsheizeinrichtung könnte
auch eine Infrarotstrahlungsquelle oder eine Heissluftquelle vorgesehen werden.
[0037] Bei einer anderen beispielsweisen Ausführung kann die Bearbeitungsstation zur Erhitzung
des eingerollten Bereichs nach der Wendestation vorgesehen sein und ist in dem dargestellten
Beispiel mit unterbrochenen Linien als Bearbeitungsstation 35' dargestellt. In dieser
Bearbeitungsstation liegt der eingerollte Bereich unten und entsprechend ist es bevorzugt,
wenn die Heizquelle von unten her wirkt, so dass es vorteilhafter sein kann, die Bearbeitungsstation
35' so auszuführen, dass in dieser der Deckelring vom Fördermittel 22 abgehoben wird,
um die Bearbeitung mit der Heizquelle auszuführen. Auch in diesem Fall eine Induktionsheizung
vorgesehen sein oder eine andere Art der Heizung, die lediglich schematisch als Block
43 dargestellt ist.
[0038] Nach der Erhitzung des eingerollten Bereichs kann eine Abkühlung vorgesehen sein,
zum Beispiel durch ein Gebläse. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn die Bearbeitungsstation
35' nach der Wendestation 26 vorhanden ist und weiter eine Vorsiegelstation 27 für
eine Vorsiegelung der Aufreissfolie 8 auf dem Siegelflansch 7 vorgesehen ist. Ansonsten
kann es durch die Erhitzung des eingerollten Bereichs zu einer unerwünschten Beeinflussung
der Temperatur für die Vorsiegelung kommen.
[0039] Alternativ zur Erhitzung in einer Bearbeitungsstation 35 oder 35' oder zusätzlich
dazu, kann die Erhitzung des eingerollten Bereichs im Siegelwerkzeug der Siegelbearbeitungsstation
vorgesehen sein. Im Falle der Vorsiegelung mit der Bearbeitungsstation 27 und der
Hauptsiegelung der Aufreissfolie mit der Bearbeitungsstation 28 ist es bevorzugt,
wenn die Erhitzung des eingerollten Bereichs in der Hauptsiegelstation 28 erfolgt.
Figuren 12 und 13 zeigen beispielhaft den Aufbau eines Siegelwerkzeugs für die Siegelung
der Aufreissfolie und für die Erhitzung des eingerollten Bereichs. Figur 12 zeigt
eine Detaildarstellung des unteren Teils 36 des Siegelwerkzeugs, auf welchem ein Deckelring
2 aufliegt, der vom Siegelwerkzeug vom Fördermittel 22 abgehoben worden ist. Figur
13 zeigt das untere Siegelwerkzeug in schaubildlicher Darstellung und bereits nach
dem Siegelschritt mit der Aufreissfolie 8 auf dem Deckelring 2. Im bekannten Siegelschritt,
der hier nicht weiter erläutert wird, wird dann eine passende Siegelfolie auf den
Deckelring aufgelegt und mittels des oberen - nicht dargestellten - Siegelwerkzeug
auf dem Siegelflansch 7 durch den Siegelvorgang befestigt, wonach das Ablegen des
Aufreissdeckels auf dem Fördermittel 22 erfolgt. In der Figur ist ersichtlich, dass
das Siegelwerkzeug ein spezielles Heizmittel 38 aufweist, welche den eingerollten
Bereich und insbesondere den retort-curl 5 direkt kontaktiert, um die Wärme des Heizmittels
38 in den eingerollten Bereich zur Erhitzung desselben und zum Aufschmelzen des Streifens
32 einzubringen. Die Wärmeenergie für das Heizmittel 38 wird in diesem Beispiel durch
die Heizelemente 39 bereitgestellt, die auch für die Heizung des unteren Siegelwerkzeugs
unterhalb des Siegelflansches 7 dienen. Diese Heizelemente 39, die elektrisch beheizt
werden, stehen in direkter Verbindung mit dem Siegelwerkzeug und stehen über eine
Wärmeübertragungsschicht 42 in Wärmeflussverbindung mit dem Heizmittel 38. Dies ist
ein bevorzugtes Beispiel, es ist für den Fachmann aber ersichtlich, dass er die Wärmeerzeugung
für das Heizmittel 38 für den eingerollten Bereich auch auf andere Weise bereitstellen
kann. Nach dem Verlassen der Siegelstation 28 ist somit nicht nur die Aufreissfolie
8 auf dem Aufreissdeckel aufgesiegelt sondern es ist auch die Haftung des Streifens
32 an den beiden Oberflächen des Aufreissdeckels durch das Aufschmelzen des Streifens
32 verbessert worden.
[0040] Gemäss der Erfindung wird somit ein Aufreissdeckel 10 mit einem eingerollten Bereich
der Entnahmeöffnung 15 so gebildet, dass vor der Bildung des eingerollten Bereichs
ein Kunststoffstreifen 32 auf den Kragen des Deckelrings aufgebracht wird. Nach der
Bildung des eingerollten Bereichs wird der Kunststoffstreifen aufgeschmolzen, um eine
gute Haftung des Kunststoffs an der Oberseite und der Unterseite des Aufreissdeckels
im eingerollten Bereich zu ergeben. Damit ergibt sich auf kostengünstige Weise und
mit der Möglichkeit zur Herstellung mit hoher Kadenz eine praktisch hermetische Abdichtung
der Schnittkante 31 des Aufreissdeckels.
[0041] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben
sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist
und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt
werden kann.
1. Verfahren zur Herstellung von Aufreissdeckeln (10), bei welchem
- aus einem Deckelrohling (1) durch eine Stanzbearbeitung ein Deckelring (2) mit einer
zentralen Entnahmeöffnung (15) gebildet wird, die von einem Siegelflansch (7) umgeben
ist;
- der Rand der Entnahmeöffnung durch Ziehen zu einem von dem Siegelflansch (7) weg
ragenden Kragen (4) geformt wird;
- auf der Innenseite (40) des Kragens ein Streifen (32) aus Kunststoff aufgebracht
wird;
- der Kragen (4) an seinem freien Ende (34) eingerollt wird und in dem Streifen aus
Kunststoff zu liegen kommt; und
- auf den Siegelflansch (7) eine Aufreissfolie (8) aufgesiegelt wird;
dadurch gekennzeichnet, dass
- nach dem Einrollen des freien Endes des Kragens (4) der eingerollte Bereich derart
erhitzt wird, dass mindestens ein teilweises Aufschmelzen des Kunststoffmaterials
des Streifens (32) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Erhitzung vor der Aufsiegelung der Aufreissfolie
auf dem Siegelflansch vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei zur Erhitzung ein induktiv arbeitendes Heizmittel
vorgesehen ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Erhitzung des eingerollten Bereichs
während der Aufsiegelung der Aufreissfolie (8) auf dem Siegelflansch (7) durch ein
den eingerollten Bereich im Siegelwerkzeug (36) kontaktierendes Heizmittel (38) erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Aufsiegelung der Aufreissfolie ein zweistufiger
Vorgang ist, welcher zunächst eine Vorsiegelung und in einem zweiten Schritt die Hauptsiegelung
der Aufreissfolie auf dem Deckelring umfasst, und wobei die Erhitzung des Kunststoffmaterials
des Streifens bei der Hauptsiegelung der Aufreissfolie erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Kunststoffmaterial des Streifens
ein Polymer oder ein Harz umfasst oder aus diesem besteht, und dass die Erhitzung
mindestens auf die Fliesstemperatur des Kunststoffmaterials des Streifens erfolgt,
insbesondere, dass die Erhitzung im Bereich von 100° Celsius bis 200° Celsius erfolgt
und insbesondere im Bereich von 140° bis 180° Celsius erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die die Siegelfläche für die Aufreissfolie bildende Oberseite des Deckelrohlings
eine heisssiegelfähige, aus Polypropylen bestehende oder Polypropylen enthaltende
Beschichtung aufweist, und dass die Unterseite des Deckelrohlings eine aus Doseninnenlack
bestehende oder Doseninnenlack enthaltende Beschichtung aufweist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Kunststoffmaterial des Streifens ein Schaumbildner hinzugefügt ist.
9. Vorrichtung (20) zur Herstellung von Aufreissdeckeln (10), welche eine Fördereinrichtung
(22) für Deckelrohlinge (1), Deckelringe (2) und Aufreissdeckel (10) sowie Bearbeitungsstationen
(23 - 28) umfasst, welche in Förderrichtung (A) aufeinander folgend zur Bearbeitung
der Deckelrohlinge, Deckelringe und Aufreissdeckel vorgesehen sind, wobei eine erste
Bearbeitungsstation (23) als Stanzstation zur Bildung eines Deckelrings (2) aus einem
Deckelrohling (1), eine zweite Bearbeitungsstation (24) zur Bildung eines von der
Unterseite wegragenden Kragens (4) des Deckelrings (2) und eine dritte Bearbeitungsstation
(25) vorgesehen sind, welche dritte Bearbeitungsstation zur Bildung eines eingerollten
Bereichs aus dem Kragen ausgestaltet ist, und wobei weiter mindestens eine Siegelstation
(27, 28) vorgesehen ist, die zur Siegelung einer Aufreissfolie (8) auf eine Siegelfläche
(7) des jeweiligen Deckelrings ausgestaltet ist, wobei in Förderrichtung zwischen
der zweiten Bearbeitungsstation (24) und der dritten Bearbeitungsstation (25) eine
Auftragsstation (29) vorgesehen ist, die zur Aufbringung eines umlaufenden, endlosen
Kunststoffstreifens (32) auf der Innenseite (40) des Kragens (4) ausgestaltet ist,
und dass die dritte Bearbeitungsstation (25) derart ausgestaltet ist, dass der eingerollte
Bereich (5) in Kontakt mit dem Kunststoffstreifen (32) gelangt, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine weitere Bearbeitungsstation (35; 35'; 28) in Förderrichtung (A) nach
der dritten Bearbeitungsstation (25) vorgesehen ist, welche zur Erhitzung mindestens
des eingerollten Bereichs auf mindestens die Schmelztemperatur des Kunststoffstreifens
(32) ausgestaltet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei die weitere Bearbeitungsstation Induktionsheizmittel
(43) aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei die weitere Bearbeitungsstation
in der mindestens einen Siegelstation integriert ist und ein den eingerollten Bereich
im Siegelwerkzeug kontaktierendes Heizmittel (38) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei in Förderrichtung nacheinander zwei Siegelstationen
vorgesehen sind, und wobei die weitere Bearbeitungsstation in der zweiten Siegelstation
integriert ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Bearbeitungsstation zur Erhitzung des eingerollten Bereichs im Temperaturbereich
von 100° Celsius bis 200° Celsius und insbesondere im Bereich von 140° bis 180° Celsius
ausgestaltet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragsstation (29) zur Aufbringung einer bandförmigen Kunststoffschicht (32)
ausgestaltet ist, welche eine im Wesentlichen gleichmässige Dicke aufweist, insbesondere
eine Dicke im Bereich von 0,05 mm bis 0,2 mm und insbesondere mit einer Dicke von
ca. 0,1 mm.
15. Aufreissdeckel, umfassend einen umlaufenden Befestigungsabschnitt (6), einen Siegelflansch
(7), mit einer auf diesem aufgesiegelten Aufreissfolie und einem um den Siegelflansch
(7) umlaufenden, eingerollten Bereich (5), der die Entnahmeöffnung (15) seitlich begrenzt,
dadurch gekennzeichnet, dass der eingerollte Rand eine Dichtung (32) aus einem Kunststoff, insbesondere aus einem
Polymer oder Harz, aufweist, welche durch Aufschmelzen des Kunststoffs im eingerollten
Bereich, haftend mit der Oberseite und der Unterseite des Aufreissdeckels verbunden
ist.
1. Method for manufacturing peel-off lids (10), for which
- a lid ring (2) with a central extraction opening (15) surrounded by a seal flange
(7) is formed from a lid blank (1) by a punching process;
- the edge of the extraction opening is formed by drawing towards a collar (4) protruding
away from the seal flange (7);
- a strip (32) made of plastic is applied onto the inner side (40) of the collar;
- the collar (4) is rolled in at its free end (34) and comes to lie in the strip made
of plastic; and
- a peel-off foil (8) is sealed onto the sealing flange (7);
characterized in that
- after rolling in the free end of the collar (4), the rolled-in section is heated
up in such a way that at least a partial melting of the plastic material of the strip
(32) occurs.
2. Method according to claim 1, wherein the heating up is carried out before the sealing
of the peel-off foil onto the sealing flange.
3. Method according to claim 1 or 2, wherein a heating means working inductively is provided
for heating up.
4. Method according to one of the claims 1 to 3, wherein the heating up of the rolled
in section is done during the sealing of the peel-off foil (8) on the sealing flange
(7) by a heating means (38) contacting the rolled-in section in the sealing tool (36).
5. Method according to claim 4, wherein the sealing of the peel-off foil is a two-stage
process, comprising firstly a pre-sealing and in a second step the main sealing of
the peel-off foil onto the lid ring, and wherein the heating up of the plastic material
of the strip is done during the main sealing of the peel-off foil.
6. Method according to one of the claims 1 to 5, wherein the plastic material of the
strip comprises a polymer or a resin or consists of it, and the heating up is done
at least to the flow temperature of the plastic material of the strip, particularly
wherein the heating up is done in the range from 100° Celsius to 200° Celsius and
in particular in the range from 140° Celsius to 180° Celsius.
7. Method according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the upper side of the lid blank forming the sealing surface for the peel-off foil
has a heat-sealing-suitable coating consisting of or containing polypropylene, and
in that the underside of the lid blank has a coating consisting of interior varnish for cans
or containing interior varnish for cans.
8. Method according to one of the claims 1 to 6, characterized in that a foaming agent is added to the plastic material of the strip.
9. Device (20) for manufacturing peel-off lids (10), comprising a transport installation
(22) for lid blanks (1), lid rings (2) and peel-off lids (10), as well as processing
stations (23 - 28), which are provided in transport direction (A) in succession for
processing the lid blanks, lid rings and peel-off lids, wherein a first processing
station (23) is provided as punching station for forming a lid ring (2) from a lid
blank (1), a second processing station (24) is provided for forming a collar (4) of
the lid ring (2), which protrudes away from the underside, and a third processing
station (25), wherein the third processing station is adapted to form a rolled-in
section from the collar, and wherein additionally at least a sealing station (27,
28) is provided, which is adapted for sealing a peel-off foil (8) onto a sealing surface
(7) of the respective lid ring, wherein an application station (29) is provided in
transport direction between the second processing station (24) and the third processing
station (25), which is adapted to apply a circumferential, endless plastic strip (32)
onto the inner side (40) of the collar (4), and the third processing station (25)
is adapted such that the rolled-in section (5) comes into contact with the plastic
strip (32), characterized in that at least a further processing station (35; 35'; 28) is provided in transport direction
(A) after the third processing station (25), which is adapted for heating up at least
the rolled-in section to at least the melting temperature of the plastic strip (32).
10. Device according to claim 9, wherein the further processing station has induction
heating means (43) .
11. Device according to one of the claims 9 or 10, wherein the further processing station
is integrated in the at least one sealing station and has a heating means (38) contacting
the rolled-in section in the sealing tool.
12. Device according to claim 11, wherein two sealing stations are provided one after
the other in transport direction, and wherein the further processing station is integrated
in the second sealing station.
13. Device according to one of the claims 9 to 10, characterized in that the further processing station is adapted to heat up the rolled-in section in the
temperature range from 100° Celsius to 200° Celsius and particularly in the range
from 140° Celsius to 180° Celsius.
14. Device according to one of the claims 9 to 13, characterized in that the application station (29) is adapted to apply a band-shaped plastic layer (32)
having a substantially uniform thickness, particularly a thickness in the range from
0.05 mm to 0.2 mm and particularly with a thickness of about 0.1 mm.
15. Peel-off lid comprising a circumferential attachment section (6), a sealing flange
(7), with a peel-off foil sealed onto the latter and a rolled-in section (5) extending
circumferentially around sealing flange (7), which limits the extraction opening laterally,
characterized in that the rolled-in edge has a sealing (32) made of a plastic, particularly of a polymer
or resin, which is connected in an adhering way to the upper side and the underside
of the peel-off lid by melting the plastic in the rolled-in section.
1. Procédé de fabrication de couvercles détachables (10), dans lequel
- un anneau de couverture (2) avec une ouverture centrale d'extraction (15), qui est
entouré d'une bride d'étanchéité (7), est formé à partir d'une ébauche de couverture
(1) par un procédé de poinçonnage ;
- le bord de l'ouverture d'extraction est façonné par emboutissage pour former un
collier (4) faisant saillie à partir de la bride d'étanchéité (7) ;
- une bande (32) de plastique est appliquée à l'intérieur (40) du collier ;
- le collier (4) est enroulé à son extrémité libre (34) et se pose dans la bande de
plastique ;
- une feuille détachable (8) est scellée sur la bride de scellage (7) ;
caractérisé en ce que
- après que l'extrémité libre du collier (4) a été enroulée, la zone enroulée est
chauffée de telle manière qu'il se produit une fusion au moins partielle de la matière
plastique de la bande (32).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel le chauffage est effectué avant que
la feuille détachable ne soit scellé sur la bride de scellage.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel un moyen de chauffage fonctionnant
par induction est prévu pour le chauffage.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel le chauffage de la zone
enroulée est effectué pendant le scellage de la feuille détachable (8) sur la bride
de scellage (7) par un moyen de chauffage (38) en contact avec la zone enroulée dans
l'outil de scellage (36).
5. Procédé selon la revendication 4, dans lequel le scellage de la feuille détachable
est un processus en deux étapes, qui comprend d'abord un pré-scellage et, dans une
deuxième étape, le scellage principal de la feuille détachable sur l'anneau de couverture,
et dans lequel le chauffage de la matière plastique de la bande a lieu pendant le
scellage principal de la feuille détachable.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel la matière plastique de
la bande comprend ou consiste en un polymère ou une résine, et dans lequel le chauffage
est effectué au moins jusqu'à la température d'écoulement de la matière plastique
de la bande, en particulier le chauffage étant effectué dans la plage de 100° Celsius
à 200° Celsius et en particulier dans la plage de 140° à 180° Celsius.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la face supérieure de l'ébauche de couvercle formant la surface de scellage pour
la feuille détachable présente un revêtement thermosoudable constitué de ou contenant
du polypropylène, et en ce que la face inférieure de l'ébauche de couvercle présente un revêtement constitué de
ou contenant un vernis intérieur pour boîtes.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un agent moussant est ajouté à la matière plastique de la bande.
9. Dispositif (20) pour la fabrication de couvercles détachables (10), qui comprend un
dispositif de transport (22) pour des ébauches de couvercle (1), des anneaux de couvercle
(2) et des couvercles détachables (10) ainsi que des stations de traitement (23 -
28) qui sont prévues les unes après les autres dans la direction de transport (A)
pour le traitement des ébauches de couvercle, des anneaux de couvercle et des couvercles
détachables, dans lequel il est prévu un premier poste de traitement (23) comme poste
de poinçonnage pour former un anneau de couvercle (2) à partir d'une ébauche de couvercle
(1), un deuxième poste de traitement (24) pour former un collier (4) de l'anneau de
couvercle (2) dépassant de la face inférieure, et un troisième poste de traitement
(25), qui est conçu pour former une zone enroulée à partir du collier, et dans lequel
il est en outre prévu au moins un poste de scellage (27, 28) qui est conçu pour sceller
une feuille détachable (8) sur une surface de scellage (7) de l'anneau de couvercle
respectif, un poste d'application (29) étant prévu dans la direction de transport
entre le deuxième poste de traitement (24) et le troisième poste de traitement (25),
qui est conçu pour appliquer une bande de matière plastique (32) périphérique et continue
sur le côté intérieur (40) du collier (4), et en ce que le troisième poste de traitement
(25) est conçu de telle sorte que la zone enroulée (5) entre en contact avec la bande
de matière plastique (32), caractérisé en ce qu'au moins un autre poste de traitement (35; 35' ; 28) est prévu pour le traitement
de la zone enroulée (5) en aval de la troisième station de traitement (25) dans le
sens de transport (A), qui est conçu pour chauffer au moins la zone enroulée à la
température de fusion de la bande de plastique (32).
10. Dispositif selon la revendication 9, dans lequel le poste de traitement supplémentaire
comporte des moyens de chauffage par induction (43).
11. Dispositif selon l'une des revendications 9 ou 10, dans lequel le poste de traitement
ultérieur est intégré dans le au moins un poste de scellage et comporte un moyen de
chauffage (38) en contact avec la zone enroulée dans l'outil de scellage.
12. Dispositif selon la revendication 11, dans lequel deux postes de scellage sont prévues
l'une après l'autre dans le sens de transport, et dans lequel le poste de traitement
supplémentaire est intégrée dans le deuxième poste de scellage.
13. Dispositif selon l'une des revendications 9 à 10, caractérisé en ce que le poste de traitement supplémentaire est conçu pour chauffer la zone enroulée dans
la plage de température de 100° Celsius à 200° Celsius et en particulier dans la plage
de 140° à 180° Celsius.
14. Dispositif selon l'une des revendications 9 à 13, caractérisé en ce que le poste d'application (29) est conçu pour appliquer une couche de matière plastique
(32) en forme de bande qui présente une épaisseur sensiblement uniforme, en particulier
une épaisseur comprise entre 0,05 mm et 0,2 mm et en particulier une épaisseur d'environ
0,1 mm.
15. Couvercle détachable, comprenant une partie de fixation périphérique (6), une bride
d'étanchéité (7) sur laquelle est scellée une feuille détachable et une zone enroulée
(5) qui entoure la bride d'étanchéité (7) qui délimite latéralement l'ouverture d'extraction
(15), caractérisé en ce que le bord enroulé présente un joint (32) en matière plastique, en particulier en polymère
ou en résine, qui est relié par collage à la face supérieure et à la face inférieure
du couvercle détachable par fusion de la matière plastique dans la zone enroulée.