Einleitung
[0001] Die vorliegende Anmeldung betrifft ein in einen Boden eines Bauwerks eingesetztes
Rinnensystem zur Fassung, Sammlung und/oder Ableitung einer Flüssigkeit, das Rinnensystem
umfassend
- mindestens zwei sich gegenüberliegende langgestreckte Stützprofile, die gemeinsam
zwischen sich einen Rinnenraum begrenzen und jeweils zumindest einen Teil des Bodens
seitlich gegen den Rinnenraum abgrenzen,
- mindestens einen U-förmigen Rinnenkörper, der sich zwischen den Stützprofilen erstreckt,
sodass er den Rinnenraum überbrückt, wobei eine Längsachse des Rinnenkörpers parallel
zu Längsachsen der Stützprofile orientiert ist, und
- mindestens einen mit dem Rinnenkörper strömungstechnisch verbundenen Ablauf, mittels
dessen in dem Rinnenkörper gesammeltes Wasser aus dem Rinnenkörper ableitbar ist,
- wobei der Rinnenkörper zwei Flansche aufweist, die sich jeweils ausgehend von einem
der beiden oberen Enden des übrigen Rinnenkörpers erstrecken und jeweils einem der
Stützprofile zugeordnet sind, wobei die Flansche mittels mindestens eines Andrückprofils
derart gegen eine korrespondierende Oberfläche einer oberen Stirnseite des jeweils
zugehörigen Stützprofils gedrückt sind, dass ein jeweiliger Flansch und das jeweils
zugehörige Stützprofil zumindest mittelbar in dichtendem Kontakt miteinander stehen
und
- wobei das Rinnensystem mit einer Rinnenabdeckung versehen ist, wobei die Rinnenabdeckung
den Rinnenraum derart überbrückt, dass vertikale Lasten, die in einem Bereich des
Rinnenraumes wirken, zu den Seiten des Rinnenraums hin abtragbar sind.
[0002] Weiterhin betrifft die vorliegende Anmeldung ein Verfahren zur Montage eines Rinnensystems
in einem Boden eines Bauwerks.
[0003] Unter einem "Stützprofil" wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung ein Bauteil verstanden,
das in einem jeweiligen Boden eingesetzt ist. Das Stützprofil, das insbesondere von
Aluminium oder Stahl gebildet sein kann, weist dabei typischerweise mindestens einen
hochstehenden Schenkel auf, der den jeweiligen Boden seitlich gegen den Rinnenraum
abgrenzt. Das heißt, dass sich der Boden, beispielsweise ein Estrich, gegen besagten
Schenkel des Stützprofils stützt bzw. das Stützprofil mittels seines aufstehenden
Schenkels verhindert, dass der Boden, beispielsweise im Zuge der Einbringung desselben,
in den Rinnenraum eintritt. Die Stützprofile begrenzen damit den Rinnenraum zu seinen
beiden seitlichen Flanken hin gegen den Boden. Derartige Stützprofile können insbesondere
L-förmig ausgebildet sein.
[0004] Unter einem "U-förmigen Rinnenkörper" wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung ein
Rinnenkörper verstanden, der zumindest im Wesentlichen die Form eines Us aufweist.
Das heißt, dass der so ausgebildete Rinnenkörper mindestens zwei sich gegenüberliegende
aufrechte Schenkel sowie eine unten liegende Basis aufweist. Die aufrechten Schenkel
müssen nicht zwangsläufig vertikal orientiert sein, sondern können auch lediglich
gegenüber der Vertikalen geneigt sein. Die U-Form ist dabei insofern von Bedeutung,
als die aufrechten Schenkel des derart geformten Rinnenkörpers dazu geeignet sind,
auf der Basis des Rinnenkörpers geführtes Wasser seitlich einzufassen. Hierdurch ist
der Rinnenkörper dazu geeignet, eine Flüssigkeit, insbesondere Wasser, zu sammeln
und entlang seiner Längsachse abzuleiten. Vorteilhafterweise ist der Rinnenkörper
symmetrisch bezüglich einer vertikalen Mittelebene ausgebildet. Eine Dicke der Wandung
bzw. Wandungen eines Rinnenkörpers beträgt typischerweise ca. 3 mm bis 10 mm, wobei
der Rinnenkörper beispielsweise von einem Elastomer, vorzugsweise einem thermoplastischen
Elastomer bzw. Thermoelast, oder einem Thermoplast gebildet sein kann. Grundsätzlich
kann es vorteilhaft sein, wenn der Rinnenkörper von einem Kunststoff gebildet ist,
der entropieelastische Eigenschaften aufweist bzw. über entropieelastisch ist.
[0005] Unter einem "Ablauf" wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung ein strömungstechnisches
Leitelement verstanden, mittels dessen in dem Rinnenkörper gesammeltes Wasser aus
dem Rinnenkörper ableitbar ist. Alternativ zu einem vertikalen Ablauf ist ebenso ein
horizontaler oder ein beliebig gegen die Horizontale geneigter Ablauf denkbar, der
zumindest ein Gefälle von mindestens 0,5 %, vorzugsweise mindestens 1,0 %, weiter
vorzugsweise von mindestens 1,5 %, aufweist, um ein ausreichendes Gefälle für abzuleitendes
Wasser bereitzustellen. Die Konstruktion eines solchen Ablaufs ist grundsätzlich unabhängig
von der sonstigen Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Rinnensystems. Ein strömungstechnischer
Anschluss eines Ablaufs an einen jeweiligen Rinnenkörper kann beispielsweise mittels
Durchdringung des Rinnenkörpers ausgebildet sein, beispielsweise von unten oder von
der Seite.
[0006] Die vorstehend beschriebenen "Flansche" bilden gewissermaßen eine Erweiterung der
U-Form, indem sie sich an die oberen Enden des im Übrigen U-förmigen Rinnenkörpers
anschließen. Die Flansche erstrecken sich typischerweise in eine zumindest im Wesentlichen
horizontale Richtung nach außen.
[0007] Unter einem "Andrückprofil" wird grundsätzlich jedes Profil verstanden, das dazu
geeignet ist, die beschriebene "Andrückung" des Flansches gegen die Oberfläche der
oberen Stirnseite des jeweils zugehörigen Stützprofils zu bewirken. Hierbei ist es
nicht zwingend erforderlich, dass der Flansch des Rinnenkörpers unmittelbar auf das
zugehörige Stützprofil gedrückt wird. Wesentlich ist lediglich, dass das Andrückprofil
eine Druckkraft ausübt, die durch den Flansch hindurch in die Oberfläche der oberen
Stirnfläche des Stützprofils geleitet wird. Idealerweise kann die Andrückkraft des
Andrückprofils in dem Stützprofil verankert sein. Beispielsweise ist es denkbar, dass
das Andrückprofil mittels einer Schraubverbindung in das jeweilige Stützprofil eingeschraubt
ist.
Stand der Technik
[0008] Rinnensysteme der eingangs beschriebenen Art sind im Stand der Technik bereits bekannt.
Sie dienen dazu, Flüssigkeiten zu sammeln und abzuleiten, beispielsweise zu einem
Abfluss. Hierzu ist ein entsprechendes Rinnensystem typischerweise an ein Gefälle
des angrenzenden Bodens angeschlossen, wobei das Rinnensystem entlang einer tiefsten
Stelle des Bodens verläuft.
[0009] Um die Ableitung insbesondere von Wasser zuverlässig vornehmen zu können, ist es
in aller Regel erforderlich, ein jeweiliges Rinnensystem an ein Dichtungssystem des
jeweiligen Bauwerks, in dessen Boden das Rinnensystem eingebaut ist, anzuschließen.
Auf diese Weise ist sichergestellt, dass abgeführtes Wasser nicht an unbeabsichtigter
Stelle in das jeweilige Bauwerk eindringt, sondern vollständig zu dem Rinnensystem
und schließlich mittels des Rinnensystems abgeführt wird. Um ein jeweiliges Rinnensystem
an ein Dichtungssystem des jeweiligen Bauwerks anzuschließen, ist das Rinnensystem
typischerweise in den Boden eingelassen, wobei beispielsweise Dichtungsbahnen des
Dichtungssystems unmittelbar bis an das Rinnensystem herangeführt und mit diesem verbunden
sind. Diese Art der Konstruktion hat jedoch den Nachteil, dass ein Austausch einzelner
Teile des Rinnensystems, beispielsweise des Rinnenkörpers, kaum möglich ist, ohne
zumindest Teile des Bodens zu entfernen und abzutragen. Es versteht sich, dass im
Anschluss daran auch für einen Wiedereinbau eines Ersatzteils teils erhebliche Arbeiten
notwendig sind, um das Rinnensystem wieder in einen funktionsfähigen Zustand zu versetzen.
[0010] In der
EP 1 914 355 A1 wird ein Rinnensystem zur Ableitung von Wasser dargestellt. Dieses Rinnensystem umfasst
einen Rinnenkörper, der seitlich auf Stützprofilen aufliegt. Der Rinnenkörper ist
von seiner Oberseite her auf beiden Seiten mittels Andrückprofilen auf die Stützprofile
gedrückt. Weiterhin umfasst das Rinnensystem Dichtungselemente, die mit dem Rinnenkörper
sowie mittelbar mit den Stützprofilen zusammenwirken.
[0011] Die
EP 2 508 685 A1 beschreibt ein Rinnensystem. Das Rinnensystem umfasst einen Rinnenkörper mit zwei
sich gegenüberliegend orientierten Flanschen, darauf angeordneten Platten, die wiederum
nach innen ausgerichtete Flansche bilden, eine flexible Schicht und Andrückprofile.
Aufgabe
[0012] Der vorliegenden Erfindung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, ein Rinnensystem bereitzustellen,
dass im Vergleich zum Stand der Technik wartungsfreundlicher ist.
Lösung
[0013] Die zugrunde liegende Aufgabe wird ausgehend von dem Rinnensystem der eingangs beschriebenen
Art erfindungsgemäß durch mindestens zwei lang gestreckte Dichtungselemente gelöst,
die sich parallel zu den Stützprofilen erstrecken und jeweils einem der Stützprofile
zugeordnet sind. Das heißt, dass die Stützprofile jeweils mit einem der Dichtungselemente
zusammenwirken, wobei die Dichtungselemente typischerweise streifenförmig ausgebildet
sind. Ein jeweiliges Dichtungselement steht mit der Oberfläche der oberen Stirnseite
des zugehörigen Stützprofils in dichtendem Kontakt. Dazu liegt das Dichtungselement
unmittelbar auf der Oberfläche des Stützprofils auf, sodass ein Durchgang einer Flüssigkeit
zwischen der Oberfläche der oberen Stirnseite und einer Unterseite des Dichtungselements
unterbunden ist.
[0014] Weiterhin ist von Bedeutung, dass die Dichtungselemente jeweils zu jeweils einer
dem Rinnenkörper abgewandten Seite der Stützprofile geführt sind. Mit anderen Worten
ist - im Querschnitt des erfindungsgemäßen Rinnensystems betrachtet - das "linke Dichtungselement"
zu einer linken Seite des zugehörigen linken Stützprofils weg von dem Rinnenraum geführt,
während das "rechte Dichtungselement" entsprechend zu der rechten Seite des zugehörigen
rechten Stützprofils weg von dem Rinnenraum geführt ist. Diese Führung der Dichtungselemente
in von dem Rinnenraum abgewandte Richtungen ermöglicht es erfindungsgemäß, die Dichtungselemente
an ein jeweiliges Dichtungssystem des Bauwerks anzuschließen. Insbesondere kann auf
beiden Seiten des Rinnensystems jeweils beispielsweise eine Dichtungsbahn bis an das
Rinnensystem herangeführt werden, sodass es jeweils mit den "freien Enden" der Dichtungselemente,
die an den dem Rinnenkörper abgewandten Seiten des Rinnensystems an diesen ausgebildet
sind, zusammenwirken kann und auf diese Weise einen dichten Anschluss des Bodens an
das Rinnensystem ermöglicht.
[0015] Das erfindungsgemäße Rinnensystem hat viele Vorteile. Der wesentlichste Vorteil besteht
darin, dass eine kraftübertragende Verbindung zwischen dem jeweiligen Dichtungssystem
des Bauwerks und dem Rinnensystem lediglich mit Bauteilen des Rinnensystems stattfindet,
die gewissermaßen außerhalb des Rinnenraums des Rinnensystems angeordnet sind. Der
dichte Anschluss des Dichtungssystems an das Rinnensystem wird dabei mittels der erfindungsgemäßen
Dichtungselemente sichergestellt, die jedoch ihrerseits insbesondere unabhängig von
dem Rinnenkörper sind. Hierdurch wird die Möglichkeit geschaffen, den Rinnenkörper
aus dem Rinnensystem zu entnehmen, ohne den dichten Anschluss des Rinnensystems an
das jeweilige Dichtungssystem des Bauwerks aufzulösen oder zu beschädigen. Insbesondere
ist es besonders einfach vorstellbar, ein jeweiliges Andrückprofil zu lösen, woraufhin
der Rinnenkörper aus dem Rinnensystem entnommen, ein reparierter bzw. neuer Rinnenkörper
eingesetzt und letzterer schließlich mittels mindestens eines Andrückprofils wieder
an dem Rinnensystem installiert werden kann. Ein Eingriff, insbesondere ein zerstörender
Eingriff, mit dem Boden, in den das Rinnensystem eingebaut ist, ist zu keiner Zeit
erforderlich, da das Rinnensystem mittels der erfindungsgemäßen Dichtungselemente
eine Entkopplung des Rinnenkörpers von dem Boden bzw. dessen Dichtungssystem geschaffen
hat. Im Ergebnis ist somit das erfindungsgemäße Rinnensystem gegenüber denjenigen
des Standes der Technik deutlich wartungsfreundlicher.
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Rinnensystems ist ein
dem Rinnenkörper abgewandtes Ende eines jeweiligen Dichtungselements ausgehend von
der oberen Stirnseite des zugehörigen Stützprofils entlang des letzteren in eine Richtung
nach unten geführt. "Nach unten" bedeutet in diesem Zusammenhang die Richtung, die
einer Oberfläche des Bodens abgewandt ist. Vorteilhafterweise ist das Dichtungselement
entlang mindestens 20 % einer Höhe des zugehörigen Stützprofils nach unten geführt,
weiter vorzugsweise mindestens über 50 % der Höhe des Stützprofils.
[0017] Das auf diese Weise ausbildete Rinnensystem ist besonders einfach an ein Dichtungssystem
des jeweiligen Bauwerks anschließbar, da die Dichtungselemente von der oberen Stirnseite
der Stützprofile weggeführt sind in einen Bereich abseits des Rinnenraums, in dem
sie schließlich besonders einfach mit einem jeweiligen Dichtungssystem zusammenwirken
können. Insbesondere ist es vorstellbar, dass die Dichtungselemente bis auf einen
unteren, horizontalen Schenkel der Stützprofile geführt sind und dort auf einer Oberfläche
des Schenkels beispielsweise mit einer Dichtungsbahn eines Dichtungssystems verschweißt
werden können.
[0018] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Dichtungselemente sind selbige von Kunststoff
gebildet, vorzugsweise von einer Kunststofffolie. Derartige Dichtungselemente können
besonders durch Andrückung auf die Oberfläche der oberen Stirnseite des jeweils zugehörigen
Stützprofils einen dichtenden Anschluss schaffen und sind gleichzeitig flexibel, sodass
ein Anschluss an ein Dichtsystem des Bauwerks besonders einfach fällt. Ferner können
derartige Dichtungselemente besonders gut langgestreckt ausgeführt werden, indem sie
von einer Mehrzahl von Segmenten zusammengesetzt werden können, beispielsweise mittels
Schweißen.
[0019] Weiterhin kann ein solches Rinnensystem von Vorteil sein, bei dem der Rinnenkörper
an seinen Endseiten jeweils eine Stirnwand umfasst, wobei die Stirnwände dazu geeignet
sind, eine endseitigen Austritt von in dem Rinnenkörper gesammeltem Wasser zu blockieren.
Derartige Stirnwände wirken - in etwa vergleichbar zu einer Dachrinne - als Trennelemente,
um das in dem Rinnenkörper gesammelte Wasser in selbigem zu halten.
[0020] In einer weiterhin vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Rinnensystems
umfasst selbiges mindestens zwei langgestreckte Andrückprofile die jeweils einem der
Stützprofile zugeordnet sind. Die Andrückprofile erstrecken sich parallel zu den Stützprofilen,
wobei vorzugsweise mittels jeweils eines Andrückprofils ein zugehöriger Flansch des
Rinnenkörpers und/oder ein zugehöriges Dichtungselement zumindest mittelbar auf die
korrespondierende Oberfläche der oberen Stirnseite des zugehörigen Stützprofils gedrückt
sind. Ein derartiges Andrückprofil kann beispielsweise von einem Flachstahl gebildet
sein, der - ausgehend von der Oberfläche der oberen Stirnseite eine Stützprofils aus
nach oben betrachtet - oberhalb des jeweiligen Flansches des Rinnenkörpers sowie des
zugehörigen Dichtungselements auf letztere aufgelegt wird und schließlich derart montiert
wird, dass das Andrückprofil durch den Flansch und/oder das Dichtungselement hindurch
eine Druckkraft in das Stützprofil einleitet. Insbesondere ist es vorstellbar, dass
ein derartiges Andrückprofil mittels Schrauben in dem zugehörigen Stützprofil verankert
ist. Der Flansch bzw. das Dichtungselement werden mittels der Druckkraft gewissermaßen
gepresst, wodurch ein dichtender Eingriff mit der Stirnseite des Stützprofils sichergestellt
ist.
[0021] Das erfindungsgemäße Rinnensystem ist mit Rinnenabdeckungen versehen, derartige Abdeckungen
werden auch als "Rinnenrost" bezeichnet. Eine derartige Rinnenabdeckung dient dazu,
den Rinnenraum derart zu überbrücken, dass vertikalen Lasten, die im Bereich des Rinnenraums
wirken, zu den Seiten des Rinnenraums hin abzutragen. Insbesondere ist es denkbar,
dass ein Rinnensystem mit Fahrzeugen überfahrbar ausgebildet sein muss. Vorteilhafterweise
ist eine Rinnenabdeckung derart ausgestaltet, dass deren Breite eine Breite des Rinnenraums
übersteigt, sodass die Rinnenabdeckung beiderseits des Rinnenraums zumindest mittelbar
auf den Stützprofilen, insbesondere den oberen Stirnseiten der Stützprofile, aufliegt.
Auf diese Weise können auf die Rinnenabdeckung einwirkende Kräfte unmittelbar auf
die Stützprofile und schließlich in den Boden übertragen werden, ohne dass der Rinnenkörper
als solcher mit zusätzlichen Lasten beaufschlagt wird. Abgesehen von seinem Eigengewicht
sowie etwaigem Wasser, das mittels des Rinnenkörpers gesammelt und abgeführt wird,
ist der Rinnenkörper bei einer solchen Ausgestaltung folglich frei von Kräften.
[0022] Grundsätzlich ist es vorstellbar, eine Rinnenabdeckung als Andrückprofil im Sinne
der vorliegenden Anmeldung zu verwenden. Bei einer solchen Ausgestaltung wirkt die
Rinnenabdeckung vorteilhafterweise mit den oberen Stirnseiten der Stützprofile zusammen,
wobei mittels der Rinnenabdeckung Druckkräfte auf die Flansche und/oder die Dichtungselemente
ausgeübt werden, um den dichtenden Eingriff mit der oberen Stirnseite der Stützprofile
herzustellen.
[0023] Unabhängig von der Art der Ausgestaltung der Rinnenabdeckung ist ein erfindungsgemäßes
Rinnensystem, das mit einer Rinnenabdeckung ausgestaltet ist, dann besonders von Vorteil,
wenn die Rinnenabdeckung mit mindestens einem Andrückprofil zusammenwirkt, wobei das
Andrückprofil und die Rinnenabdeckung vorteilhafterweise mittels verschiedener Verbindungsmittel
mit einem jeweilig zugehörigen Stützprofil verbunden sind. Die Verbindungsmittel können
insbesondere von Schrauben gebildet sein, die in das jeweilige Stützprofil eingeschraubt
werden. Diese Ausgestaltung hat den besonderen Vorteil, dass die Rinnenabdeckung grundsätzlich
unabhängig von dem jeweiligen Andrückprofil von dem zugehörigen Stützprofil gelöst
werden kann. Dies hat wiederum den wesentlichen Vorteil, dass der dichtende Kontakt
zwischen den Flansch des Rinnenkörpers und/oder dem Dichtungselement, das dem jeweiligen
Stützprofil zugeordnet ist, nicht aufgehoben werden muss, wenn die Rinnenabdeckung
demontiert wird. Die Demontage der Rinnenabdeckung geht nämlich nicht mit einer Auflösung
der Druckkraft zwischen der oberen Stirnseite des Stützprofils und dem Flansch bzw.
dem Dichtungselement einher, da diese Druckkraft mittels des Andrückprofils weiterhin
bereitgestellt wird. Auf diese Weise ist beispielsweise ein Austausch der Rinnenabdeckung
oder deren zeitweise Demontage beispielsweise zu Reparaturzwecken ohne Weiteres und
insbesondere ohne Beeinträchtigung des Rinnensystems im Übrigen möglich. Ein auf diese
Weise ausgebildetes Rinnensystem ist folglich besonders wartungsfreundlich.
[0024] Das erfindungsgemäße Rinnensystem weiter ausgestaltend sind ein jeweiliger Flansch
des Rinnenkörpers und das zugehörige Stützprofil mittels eines Nut-Feder-Systems gegeneinander
abgedichtet. Vorzugsweise weist der Flansch einen langgestreckten Federstreifen auf,
der in eine komplementäre Langnut des Stützprofils eingreift. Vorzugsweise kann ein
solcher Federstreifen in einem Rückhalteabschnitt eine Breite aufweisen, die die Breite
der Langnut des Stützprofils übersteigt, sodass im Zuge der Einführung des Federstreifens
in die Langnut der Federstreifen zumindest teilweise komprimiert wird. Hierdurch wird
sowohl der dichtende Kontakt zwischen dem Federstreifen und der Langnut verbessert
als auch eine Reibung zwischen dem Federstreifen und der Langnut vergrößert, wodurch
eine versehentliche Entnahme des Federstreifens aus der Langnut heraus erschwert ist.
[0025] Unabhängig von der Ausgestaltung einer Verbindung zwischen einem jeweiligen Flansch
und dem zugehörigen Stützprofil kann es besonders vorteilhaft sein, ein jeweiliges
Dichtungselement gleichermaßen mittels eines vorstehend beschriebenen Nut-Feder-Systems
an ein zugehöriges Stützprofil anzuschließen. Es versteht sich, dass idealerweise
sowohl ein jeweiliger Flansch als auch ein jeweiliges Dichtungselement über Federstreifen
verfügen, die jeweils in eine Langnut an der oberen Stirnseite des zugehörigen Stützprofils
einfahren. Die Stützprofile weisen an ihrer oberen Stirnseite bei einer solchen Ausführung
entsprechend zwei nebeneinander angeordnete Langnuten auf.
[0026] Das erfindungsgemäße Rinnensystem ist weiterhin dann besonders von Vorteil, wenn
der Rinnenkörper von einer Mehrzahl einzelner Rinnenkörpersegmente gebildet ist, die
in Kraft übertragender Weise miteinander verbunden sind. Idealerweise sind die einzelnen
Rinnenkörpersegmente stoffschlüssig miteinander verbunden, insbesondere miteinander
verschweißt. Hierzu ist es besonders von Vorteil, wenn die Rinnenkörpersegmente und
folglich der gesamte Rinnenkörper von einem Kunststoff, insbesondere einem thermoplastischen
oder elastomeren Kunststoff, gebildet sind. Derartige Kunststoffe lassen sich vergleichsweise
leicht stoffschlüssig miteinander verbinden, im Falle eines thermoplastischen Kunststoffs
mittels Verschweißen und im Falle eines elastomeren Kunststoffs mittels Vulkanisieren.
Auch ist die Verwendung eines thermoplastischen Elastomers bzw. eines Thermoelasts
denkbar.
[0027] Die Ausgestaltung des Rinnenkörpers aus Kunststoff ist bei dem erfindungsgemäßen
Rinnensystem insbesondere dann besonders einfach möglich, wenn der Rinnenkörper frei
von Nutzlast bleibt, die auf das Rinnensystem einwirken. Dies kann besonders einfach
mittels der vorstehend beschriebenen Ausgestaltung des Rinnensystems mit einer Rinnenabdeckung
erfolgen, deren Breite eine Breite des Rinnenraums übersteigt, sodass auf die Rinnenabdeckung
wirkende Nutzlasten unmittelbar zu den Seiten des Rinnensystems hin abgetragen werden
und keinen Effekt auf den Rinnenkörper haben. Der Rinnenkörper ist bei dieser Ausgestaltung
lediglich mit seinem Eigengewicht sowie etwaigem Wasser belastet, das mittels des
Rinnenkörpers gesammelt und abgeführt wird.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rinnensystem ist eine
Dichtungsebene, die zwischen einem jeweiligen Flansch des Rinnenkörpers und/oder einem
jeweiligen Dichtungselement und der Oberfläche der oberen Stirnseite des zugehörigen
Stützprofils ausgebildet ist, maximal 5 cm unterhalb einer Oberfläche des Bodens angeordnet.
Vorzugsweise beträgt ein Abstand zwischen besagter Dichtungsebene und der Oberfläche
des Bodens maximal 3 cm, weiter vorzugsweise maximal 2 cm. Diese Ausgestaltung ist
im Hinblick auf die Wartungsfreundlichkeit des erfindungsgemäßen Rinnensystems von
Vorteil, da die Dichtungsebene besonders einfach von der Oberseite des Bodens her
zugänglich ist. Der geringe Abstand zwischen der Dichtungsebene und der Oberfläche
des Bodens kann konstruktiv besonders einfach dadurch hergestellt werden, dass die
Stützprofile zumindest mit einem aufrecht stehenden Schenkel nah zu der Oberfläche
des Bodens geführt sind, sodass die obere Stirnseite eines jeweiligen Stützprofils
sich in geringem Abstand zu der Oberfläche des Bodens befindet. Da die Flansche und
die Dichtungselemente mit der oberen Stirnseite der Stützprofile zusammenwirken, versteht
es sich, dass folglich auch die Dichtungsebene entsprechend nah zu der Oberfläche
des Bodens angeordnet sind.
[0029] Schließlich kann das Rinnensystem in einer vorteilhaften Ausgestaltung mit zwei langgestreckten
Seitenprofilen ausgestattet sein, die jeweils einem der Stützprofile zugeordnet sind.
Diese Seitenprofile sind dadurch gekennzeichnet, dass sie das Rinnensystem seitlich
gegen den angrenzenden Boden abschließen, sodass der Boden insbesondere von der Rinnenabdeckung
vollständig entkoppelt ist. Vorteilhafterweise tritt der Boden in einem eingebauten
Zustand des Rinnensystems lediglich mit den Stützprofilen, den Dichtungselementen
und den besagten Seitenprofilen in unmittelbaren Kontakt. Die übrigen Bauteile des
Rinnensystems sind hingegen vollständig von dem Boden entkoppelt. Dies hat den besonderen
Vorteil, dass ein Austausch derjenigen Bauteile, die nicht mit dem Boden in Kontakt
sind, ohne Weiteres möglich ist, insbesondere ohne den Boden bearbeiten zu müssen.
Am Beispiel einer Rinnenabdeckung erläutert kann letztere von dem Rinnensystem demontiert
werden, ohne dass hierdurch der Boden bearbeitet oder beschädigt werden muss. Dieser
ist insbesondere in einem oberen Bereich mittels der Seitenprofile seitlich von dem
Rinnensystem abgegrenzt.
[0030] Die Seitenprofile erstrecken sich vorteilhafterweise ausgehend von der Oberfläche
des Bodens nach unten bzw. von unten her betrachtet bis zu einer Oberfläche des Bodens.
Eine obere Stirnfläche der Seitenprofile schließt mithin bündig mit dem Boden ab.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Seitenprofile von einem Flachstahl gebildet,
der seitlich jeweils an ein zugehöriges Stützprofil angeschlossen, insbesondere mit
dem Stützprofil verschraubt, wird.
[0031] Die zugrunde liegende Aufgabe wird ferner mittels eines Verfahrens zur Montage eines
Rinnensystems der vorstehend beschriebenen Art gelöst, dass die folgenden Verfahrensschritte
umfasst:
- a) Mindestens zwei Stützprofile werden einander gegenüberliegend jeweils zumindest
mit Abschnitten des Bodens in Kraft übertragender Weise verbunden, sodass die Stützprofile
zwischen sich einen Rinnenraum begrenzen.
- b) Mindestens ein Rinnenkörper, der zwei sich gegenüberliegende, sich ausgehend von
oberen Enden des im Übrigen U-förmigen Rinnenkörpers erstreckenden Flansche aufweist,
wird mittels seiner Flansche derart auf die Stützprofile aufgelegt, dass Unterseiten
der Flansche zumindest in mittelbarem Kontakt mit Oberflächen oberer Stirnseiten der
jeweils korrespondierenden Stützprofile befinden.
- c) Jeweils ein Dichtungselement wird jeweils derart unmittelbar auf der Oberflächen
der oberen Stirnseiten jeweils eines der Stützprofile angeordnet, wobei jeweils ein
Dichtungselement sich in eine zu dem Rinnenkörper abgewandte Seite des zugehörigen
Stützprofils erstreckt und zumindest mit einem dem Rinnenkörper abgewandten Enden
einen Anschluss des Rinnensystems an ein Dichtungssystem des Bauwerks ermöglicht.
- d) Die Flansche des Rinnenkörpers und die Dichtungselemente werden mittels mindestens
eines Andrückprofils zumindest mittelbar auf die Oberfläche der oberen Stirnseite
der jeweils korrespondierenden Stützprofile gedrückt, sodass die Flansche und die
Dichtungselemente mit den Stützprofilen in einem dichtenden Kontakt stehen
- e) das Rinnensystem mit einer Rinnenabdeckung versehen wird sodass die Rinnenabdeckung
den Rinnenraum derart überbrückt, dass vertikale Lasten, die in einem Bereich des
Rinnenraumes wirken, zu den Seiten des Rinnenraums hin abtragbar sind.
[0032] Das erfindungsgemäße Verfahren besonders gut dazu geeignet, dass erfindungsgemäße
Rinnensystem hervorzubringen. Der Rinnenkörper wird im Laufe der Montage an einen
Ablauf angeschlossen, sodass Wasser aus dem Rinnenkörper ableitbar ist. Insbesondere
kann der Ablauf über einen Anschlussstutzen verfügen, der von einem Thermoplast oder
einem thermoplastischem Elastomer gebildet ist. Sofern dies auch auf den Rinnenkörper
zutrifft, kann der Ablauf mit dem Rinnenkörper verschweißt werden und auf diese Weise
einen dichten Übergang von dem Rinnenkörper hin zum Ablauf schaffen.
[0033] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird der Rinnenkörper aus einer
Mehrzahl einzelner Rinnenkörpersegmente zusammengesetzt. Insbesondere werden die Rinnenkörpersegmente
miteinander verschweißt. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Rinnenkörpersegmente
von einem thermoplastischen Kunststoff oder einem thermoplastischen Elastomer gebildet
sind. Alternativ ist es ebenso denkbar, dass die Rinnenkörpersegmente mittels Vulkanisieren
miteinander verbunden werden, wobei die Rinnenkörpersegmente von einem elastomeren
Kunststoff gebildet sind.
[0034] Vorteilhafterweise werden im Zuge der Fertigung des Rinnenkörpers des erfindungsgemäßen
Rinnensystems die folgenden Verfahrensschritte vorgenommen:
f) Eine Mehrzahl von Rinnenkörpersegmenten wird in einer externen Fertigungsstätte,
die sich abseits einer Montagestätte des Rinnensystems befindet, stoffschlüssig miteinander
verbunden, sodass die Rinnenkörpersegmente fortan gemeinsam einen langgestreckten
Rinnenkörper bilden.
g) Der Rinnenkörper wird derart elastisch verformt, dass er auf eine Ladefläche eines
Transportfahrzeugs passt.
h) Der Rinnenkörper wird mittels des Transportfahrzeugs zu der Montagestätte transportiert,
dort von der Ladefläche abgeladen und schließlich in einem entformten Zustand in das
Rinnensystem eingesetzt.
[0035] Das so ausgestaltete Verfahren hat den besonderen Vorteil, dass die Fertigung des
Rinnenkörpers nicht vor Ort auf der Baustelle, auf der das Rinnensystem eingebaut
werden soll, sondern an einer externen Fertigungsstätte vorgenommen werden kann. Die
erfindungsgemäße Ausgestaltung des Rinnenkörpers aus Kunststoff bietet nämlich den
wesentlichen Vorteil, dass der Rinnenkörper insgesamt elastisch verformbar ist, sodass
auch solche Rinnenkörper transportierbar sind, deren Länge die Länge einer Ladefläche
eines Transportfahrzeugs deutlich übersteigen. Es versteht sich, dass die meisten
Rinnensysteme eine Länge aufweisen, die die Länge einer Ladefläche eines Transportfahrzeugs
übersteigen. Entsprechend ist es im Stand der Technik notwendig, einzelne Rinnenkörpersegmente,
die mittels eines Transportfahrzeugs transportabel sind, erst an der Montagestelle
des Rinnensystems miteinander zu verbinden und schließlich den gesamten Rinnenkörper
zu bilden.
[0036] Bei Verwendung eines elastischen Kunststoffs als Material für die Rinnenkörpersegmente
und somit den gesamten Rinnenkörper ist es nunmehr erfindungsgemäß möglich, den Rinnenkörper
elastisch zu verformen, insbesondere aufzurollen oder aufzuwickeln, zu falten, zu
knicken oder dergleichen, um eine effektive Länge des Rinnenkörpers insgesamt derart
zu verkürzen, dass er auf einem Transportfahrzeug transportiert werden kann. Angekommen
auf der Baustelle muss diese elastische Verformung des Rinnenkörpers lediglich rückgängig
gemacht werden, beispielsweise der Rinnenkörper abgewickelt werden. Im Anschluss liegt
der Rinnenkörper als Ganzes vor, ohne dass hierfür eine sich anschließende Bearbeitung
an der Montagestelle des Rinnensystems notwendig ist. Hierdurch werden sowohl die
Kosten der Montage reduziert als auch Fehlerquellen im Zuge der Montage an der Montagestätte
vermieden.
[0037] Insbesondere ist es vorstellbar, einen vollständigen Rinnenkörper auf einen Rollzylinder
aufzurollen, der sodann auf der Ladefläche eines Transportfahrzeugs lediglich einen
geringen Platz einnimmt. Idealerweise kann ein derartiger Rollzylinder ohne den Einsatz
von Maschinen an der Montagestätte des Rinnensystems von dem Transportfahrzeug abgeladen
und abgerollt werden, sodass der Rinnenkörper im Anschluss daran zum Einsatz in das
Rinnensystem geeignet ist.
[0038] Schließlich wird die zugrunde liegende Aufgabe mittels eines Verfahrens zur Wartung
eines Rinnensystems der vorstehend beschriebenen Art gelöst, das die folgenden Verfahrensschritte
umfasst:
- i) Mindestens ein Andrückprofil, mittels dessen ein Rinnenkörper zumindest teilweise
auf korrespondierende Stirnflächen von einen Rinnenkörper stützenden Stützprofilen
gedrückt ist, sodass der Rinnenkörper mit den Stützprofilen zumindest mittelbar dichtend
eingreift, wird derart gelöst, dass der Rinnenkörper relativ zu den Stützprofilen
frei bewegbar ist.
- ii) Der Rinnenkörper wird zumindest teilweise aus einem Rinnenraum, der sich zwischen
den Stützprofilen erstreckt, zerstörungsfrei entnommen, wobei ein umliegender Boden,
in den das Rinnensystem eingesetzt ist, unbearbeitet verbleibt.
[0039] Das erfindungsgemäße Verfahren ist mittels des erfindungsgemäßen Rinnensystems besonders
einfach durchführbar. Es hat den besonderen Vorteil, dass es ohne zerstörenden Eingriff
sowohl in das Rinnensystem als auch in den Boden, der das Rinnensystem umgibt, ausgeführt
werden kann. Ein Austausch des Rinnenkörpers und gegebenenfalls einer Rinnenabdeckung
ist ohne Weiteres möglich, da der Rinnenkörper von dem Boden entkoppelt ist. Dies
ist - wie vorstehend erläutert - durch die Wirkung der erfindungsgemäßen Dichtungselemente
sichergestellt, die unabhängig von dem Rinnenkörper einen dichten Anschluss des Rinnensystems
an ein Dichtungssystem des zugehörigen Bauwerks sicherstellen.
Ausführungsbeispiele
[0040] Das erfindungsgemäße Rinnensystem sowie das erfindungsgemäße Verfahren werden nachstehend
anhand von Ausführungsbeispielen, die in den Figuren dargestellt sind, näher erläutert.
Es zeigt:
- Fig. 1:
- Einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Rinnensystem,
- Fig. 2:
- Eine isometrische Ansicht eines Abschnitts des Rinnensystems gemäß Figur 1,
- Fig. 3:
- Einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Rinnensystem im Bereich eines Anschlusses
an einen Abfluss, das in einen Boden eines Bauwerks eingesetzt ist,
- Fig. 4:
- Einen Querschnitt durch ein alternatives erfindungsgemäßes Rinnensystem in der gleichen
Einbausituation wie das Rinnensystem gemäß Figur 3 und
- Fig. 5:
- Eine Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Rinnensystems.
[0041] Ein erstes Ausführungsbeispiel, das in
Figur 1 gezeigt ist, umfasst ein erfindungsgemäßes Rinnensystem
1, das zwei parallel zueinander angeordnete, lang gestreckte Stützprofile
2 aufweist, die einen Boden
4 seitlich gegen einen Rinnenraum
3 abgrenzen, der sich zwischen den Stützprofilen
2 erstreckt. Die Stützprofile
2, die hier von Aluminiumstrangpressprofilen gebildet sind, weisen einen L-förmigen
Querschnitt auf. Der Rinnenraum
3, der sich zwischen den Stützprofilen
2 erstreckt, ist mittels eines Rinnenkörpers
5 überbrückt. Auf diese Weise ist das Rinnensystem
1 dazu geeignet, Flüssigkeit, insbesondere Wasser, die in den Rinnenraum
3 eindringt, mittels des Rinnenkörpers
5 zu sammeln und kontrolliert abzuleiten. Ausgehend von dem Rinnenkörper
5 kann das Wasser sodann insbesondere mittels eines Abflusses
32, der strömungstechnisch an den Rinnenkörper
5 angeschlossen ist, weiter abgeführt werden. Der Rinnenkörper
5 ist hier von einem elastisch verformbaren, thermoplastischen Kunststoff gebildet.
Eine Wandstärke des Rinnenkörpers
5 beträgt hier 5 mm.
[0042] Der Rinnenkörper
5, der U-förmig ausgebildet ist, weist an einander gegenüberliegenden oberen seitlichen
Enden
9 jeweils einen Flansch
8 auf, wobei diese Flansche
8 sich ausgehend von den Enden
9 in eine in etwa horizontale Richtung zu dem Rinnenraum
3 abgewandten Seiten
13 der Stützprofile
2 erstrecken. Endseitig ist der Rinnenkörper 5 zudem mit in den Figuren nicht dargestellten
Stirnwänden verschlossen, die einen endseitigen Austritt des Wassers aus dem Rinnenkörper
5 blockieren. Der Rinnenkörper
5 liegt mit seinen Flanschen
8 auf oberen Stirnseiten
11 der Stützprofile
2 auf. Die Stützprofile
2 weisen jeweils eine Langnut
21 auf, die dazu geeignet ist, mit einem komplementären Federstreifen
20 eines jeweils zugehörigen Flansches
8 des Rinnenkörpers
5 formschlüssig einzugreifen, sodass zwischen einer Unterseite des jeweiligen Flansches
8 und einer Oberfläche der oberen Stirnseiten
11 des zugehörigen Stützprofils
2 ein dichtender Kontakt zustande kommt. Ein Durchtritt von Wasser ist mithin in einer
Dichtungsebene
24, die sich zwischen der Unterseite des jeweiligen Flansches
8 und der oberen Stirnfläche
11 des jeweiligen Stützprofils
2 befindet, unterbunden.
[0043] Die Federstreifen
20 der Flansche
8 weisen jeweils eine Breite auf, die eine Breite der korrespondierenden Langnut
21 des zugehörigen Stützprofils
2 übersteigt, sodass die Federstreifen
20 gewissermaßen in ihre jeweilige Langnut
21 eingedrückt werden müssen. Hierbei werden die Federstreifen
20 komprimiert, wodurch sich ein gesteigerter Reibschluss zwischen den Federstreifen
20 und der Langnut
21 einstellt. Dieser Reibschluss begünstigt sowohl eine Dichtwirkung des Nut-Feder-Systems
als auch eine Kraftübertragung zwischen dem Rinnenkörper
5 und den Stützprofilen
2.
[0044] Jeweils seitlich neben den Flanschen
8 verfügt das erfindungsgemäße Rinnensystem
1 über Dichtungselemente
12. Diese sind von dem Rinnenraum
3 aus betrachtet jeweils jenseits der Flansche
8 an den oberen Stirnseiten
11 der zugehörigen Stützprofile
2 angeordnet. In dem gezeigten Beispiel sind die Dichtungselemente
12 gleichermaßen mittels eines Nut-Feder-Systems mit den Stützprofilen
2 verbunden, wobei Federstreifen
27 der Dichtungselemente
12 in Langnuten
28 der Stützprofile
2 eingreifen. An der oberen Stirnseite
11 befinden sich die Dichtungselemente
12 mit den Stützprofilen
2 jeweils in einem dichtenden Kontakt.
[0045] Oberhalb der Flansche
8 des Rinnenkörpers
5 verfügt das gezeigte Rinnensystem
1 pro Stützprofil
2 jeweils über ein Andrückprofil
10. Die Andrückprofile
10 sind hier von L-förmigen Kappen gebildet, die jeweils mit einem langen Schenkel auf
einer Oberseite der Flansche
8 aufliegen und mit einem kurzen Schenkel seitlich der Stützprofile
2 nach unten geführt sind. Die Andrückprofile
10 sind jeweils mittels Schrauben
18 mit den Stützprofilen
2 in Kraft übertragender Weise verbunden. Mittels dieser Verschraubungen üben die Andrückprofile
10 eine Druckkraft auf den jeweils zugehörigen Flansch
8 sowie das jeweils zugehörige Dichtungselement
12 aus, wodurch der dichtende Kontakt sowohl des Flansches
8 als auch des Dichtungselements
12 mit der oberen Stirnseite
11 des jeweiligen Stützprofils
2 sichergestellt ist.
[0046] Die Dichtungselemente
12 sind unter dem zugehörigen Andrückprofil in
10 entlang dem zugehörigen Stützprofil
2 in eine einer Oberseite
15 des Bodens
4 abgewandte Richtung nach unten geführt, wobei ein Ende
14 eines jeweiligen Dichtungselements
12 unter dem zugehörigen Andrückprofil
10 hervorragt. Dieses Ende
14 des Dichtungselements
12 ist dazu geeignet, an ein sich anschließendes Dichtungssystem des Bauwerks, in das
das Rinnensystem
1 eingesetzt ist, angeschlossen zu werden. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass
eine Flüssigkeit, die auf dem Boden
4 des Bauwerks anfällt, nicht an einer unbeabsichtigten Stelle in das Bauwerk eindringt,
sondern zuverlässig zu dem Rinnensystem
1 geleitet wird, von wo aus es mittels des Rinnenkörpers
5 abgeleitet werden kann. In dem gezeigten Beispiel erstreckt sich das Dichtungselement
12 entlang ca. 20 % einer Höhe
16 des zugehörigen Stützprofils
2.
[0047] Der Anschluss des erfindungsgemäßen Rinnensystems
1 an ein Dichtungssystem des Bauwerks erfolgt durch Wirkung der Dichtungselemente
12 vollständig unabhängig von dem Rinnenkörper
5. Dies hat zur Folge, dass es bei dem gezeigten Beispiel gemäß
Figur 1 ohne Weiteres denkbar ist, die Andrückprofile
10 des Rinnensystems
1 von dem jeweils zugehörigen Stützprofil
2 zu lösen und daraufhin den Rinnenkörper
5 in eine Richtung nach oben zu entnehmen. Hierfür ist es erfindungsgemäß nicht notwendig,
eine Verbindung des Rinnenkörpers
5 mit dem Boden
4 zu lösen, da eine derartige Verbindung nicht besteht. Stattdessen wird der Anschluss
des Rinnensystems
1 erfindungsgemäß mittels der Dichtungselemente
12 sichergestellt, die unabhängig von dem Rinnenkörper
5 in ihrer in
Figur 1 gezeigten Position verbleiben können. Auf diese Weise ist es bei dem erfindungsgemäßen
Rinnensystem
1 besonders einfach möglich, den Rinnenkörper
5 zu warten.
[0048] Oberhalb der Andrückprofile
10 verfügt das gezeigte Rinnensystem
1 über eine Rinnenabdeckung
17, die den Rinnenraum
3 überbrückt. Die Rinnenabdeckung
17 weist eine Breite
22 auf, die eine Breite
23 des Rinnenkörpers
5 übersteigt, sodass ein Abtrag von Lasten, die auf die Rinnenabdeckung
17 wirken, zu beiden Seiten des Rinnensystems
1 möglich ist, ohne hierfür den Rinnenkörper
5 zu beaufschlagen. Bei dem gezeigten Beispiel liegt die Rinnenabdeckung
17 mittelbar, das heißt unter Zwischenschaltung der Andrückprofile
10 sowie der Flansche
8 und der Dichtungselemente
12, auf den oberen Stirnseiten
11 der Stützprofile
2 auf. Die Rinnenabdeckung
11 ist ihrerseits mittels Schrauben
19 mit den Stützprofilen
2 in Kraft übertragender Weise verbunden. Grundsätzlich ist es denkbar, dass eine Rinnenabdeckung
17 als Andrückprofil sowohl für die Flansche
8 als auch die Dichtungselemente
12 wirkt. In dem gezeigten Beispiel ist dies nicht der Fall; dort werden zur Andrückung
der Flansche
8 und der Dichtungselemente
12 die beschriebenen Andrückprofile
10 verwendet. Letzteres hat den Vorteil, dass es bei dem Rinnensystem
1 besonders einfach möglich ist, die Rinnenabdeckung
17 von dem übrigen Rinnensystem
1 zu demontieren, ohne den dichtenden Eingriff zwischen den Flanschen
8 bzw. den Dichtungselementen
12 und den zugehörigen Stützprofilen
2 zu beeinträchtigen. Im Hinblick auf die Wartungsfreundlichkeit des Rinnensystems
1 ist dies von Vorteil.
[0049] Die Rinnenabdeckung
17 ist entlang ihrer Längsachse mit Verstärkungsprofilen
26 ausgestattet, die die Tragfähigkeit der Rinnenabdeckung
17 erhöhen.
[0050] Das gezeigte Rinnensystem
1 verfügt ferner über zwei lang gestreckte Seitenprofile
25, die jeweils mit einem der Stützprofile
2 korrespondieren. Die Seitenprofile
25 sind in dem gezeigten Beispiel jeweils von einem Flachstahl gebildet, der aufrecht
stehend an dem Rinnensystem
1 montiert ist. Hierzu ist jedes der Seitenprofile
25 mit dem kurzen Schenkel des zugehörigen Andrückprofils
10 verbunden. Die Seitenprofile
25 sind derart an dem Rinnensystem
1 angeordnet, das obere Stirnseiten
35 der Seitenprofile
25 bündig mit der Oberfläche
15 des Bodens
4 abschließen. Dies hat den besonderen Effekt, dass der Boden
4 von den übrigen Bauteilen des Rinnensystems
1 entkoppelt ist, nämlich insbesondere von der Rinnenabdeckung
17 und dem Rinnenkörper
5. Dies hat wiederum den besonderen Vorteil, dass sowohl die Rinnenabdeckung
17 als auch der Rinnenkörper
5 von dem Rinnensystem
1 demontiert werden können, ohne dass hierfür ein spezieller Eingriff mit dem Boden
4 notwendig ist. Insbesondere muss der Boden
4 nicht bearbeitet werden.
[0051] Das Rinnensystem
1 gemäß
Figur 1 ist in
Figur 2 noch einmal in einer isometrischen Ansicht dargestellt. In dieser Ansicht ist besonders
gut erkennbar, dass sich der Rinnenkörper
5 mit seiner Längsachse
6 parallel zu Längsachsen
7 der Stützprofile
2 erstreckt. Ferner ist erkennbar, dass die Stützprofile
2 mittels Schrauben
36 mit den Andrückprofilen
10 verbunden sind. Die Rinnenabdeckung
17 weist eine Vielzahl von Ausnehmungen
29 auf, die hier in Form lang gestreckter Schlitze ausgebildet sind. Diese Ausnehmungen
29 erlauben den Durchtritt einer Flüssigkeit von einer Oberseite der Rinnenabdeckung
17 her in den Rinnenkörper
5.
[0052] Das erfindungsgemäße Rinnensystem
1 gemäß
Figur 1 ist ferner in
Figur 3 in einem an einem Bauwerk montierten Zustand dargestellt. Im Unterschied zu dem Rinnensystem
1 gemäß
Figur 1 sind hier gleichwohl andere Dichtungselemente
12 zur Anwendung gekommen, deren dem Rinnenraum
3 abgewandten Enden
4 sich bis auf einen unteren Schenkel
37 der Stützprofile
2 erstrecken und dort aufliegen. Die Stützprofile
2 sind mittels Verbindungsmitteln
33, die hier in Form von Gewindebolzen ausgeführt sind, in einer Stahlbetondecke
31 verankert. Auf dem Schenkel
37 eines jeweiligen Stützprofils
2 ist das zugehörige Dichtungselement
12 mit einer Bitumenbahn
30 des Bauwerks dichtend verbunden, sodass der dichtende Anschluss des Rinnensystems
1 an das Dichtungssystem des Bauwerks hergestellt ist. Die "langen" Dichtungselemente
12 gemäß
Figur 3 können insbesondere dann zur Anwendung kommen, wenn das Dichtungssystem des Bauwerks
in einem vergleichsweise großen Abstand zu der Oberfläche
15 des Bodens
4 geführt ist. In dem gezeigten Beispiel besteht das Dichtungssystem des Bauwerks aus
Bitumenbahnen
30, die auf einer Oberfläche der Stahlbetondecke
31 geführt sind und mit einem Boden
4 überdeckt sind. Die Verwendung "kurzer" Dichtungselemente
12, wie sie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
Figur 1 gezeigt sind, kommen hingegen insbesondere dann zum Einsatz, wenn das Dichtungssystem
des Bauwerks in einem geringen Abstand unterhalb der Oberfläche
15 des Bodens
4 geführt ist. Beispielsweise können derart kurze Dichtungselemente
12 an eine obere Dichtungsschicht aus einem Epoxidharz angeschlossen werden.
[0053] Das Rinnensystem
1 gemäß
Figur 3 ist in einem Querschnitt dargestellt, der einen vertikalen Ablauf
32 des Bauwerks schneidet. Mittels des Rinnenkörpers
5 gesammeltes und abgeleitetes Wasser wird aus dem Rinnenkörper
5 mittels des Ablaufs
32 abgeführt.
[0054] Eine alternative Ausführungsform des Rinnensystems
1, die in
Figur 4 gezeigt ist, ist im Wesentlichen identisch zu derjenigen Ausführungsform gemäß
Figur 3, unterscheidet sich jedoch im Umfang der Rinnenabdeckung
17. Am Beispiel gemäß
Figur 3 ist die Rinnenabdeckung
17 von einem Körper gebildet, der mittels seitlicher Flansche auf oberen Stirnseiten
11 der Stützprofile
2 mittelbar aufliegt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
Figur 4 verfügt die Rinnenabdeckung
17 hingegen nicht über derartige Flansche. Stattdessen sind die Andrückprofile
10 des Rinnensystems gemäß
Figur 4 derart ausgebildet, dass sie im Bereich des Rinnenraums
3 Auflageflächen
38 bereithalten, auf die die Rinnenabdeckung
17 aufgelegt werden kann. Mit anderen Worten liegt die Rinnenabdeckung
17 bei dem Rinnensystem
1 gemäß
Figur 4 gewissermaßen lediglich lose auf den Auflageflächen
38 der Andrückprofile
10 auf.
[0055] Schließlich ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rinnensystems
ein in
Figur 5 in einer Explosionsdarstellung dargestellt. Hier sind die einzelnen Komponenten,
insbesondere die Stützprofile
2, die Dichtungselemente
12, der Rinnenkörper
5, die Andrückprofile
10 und die Rinnenabdeckung
17 besonders gut erkennbar. Rein beispielhaft ist das Rinnensystem 1 gemäß
Figur 5 mit unterschiedlichen Dichtungselementen
12 versehen, sodass die unterschiedliche Ausgestaltung von Dichtungselementen
12 verständlich ist. Somit ist das Dichtungselement
12, dass in
Figur 5 auf einer linken Seite des Rinnenraums
3 angeordnet ist, derart lang ausgeführt, dass das Ende
14 des Dichtungselements
12 sich bis auf den unteren Schenkel
37 des zugehörigen Stützprofils
2 und darüber hinaus erstreckt. Ein solches Dichtungselement
12 ist besonders gut zum Anschluss an ein "tiefliegendes" Dichtungssystem eines Bauwerks
geeignet wie am Beispiel von
Figur 3 gezeigt. Auf der in
Figur 5 rechten Seite des Rinnenraums
3 ist das Rinnensystem 1 mit einem kurzen Dichtungselement
12 versehen, dessen Ende
14 bereits nahe unterhalb einer in
Figur 5 nicht dargestellten Oberfläche
15 des Bodens
4 endet. Ein derartiges Dichtungselement
12 ist besonders gut an ein oberflächennah angeordnetes Dichtungssystem zugehörigen
Bauwerks anschließbar.
[0056] Ferner ist von besonderer Bedeutung, dass die Dichtungselemente
12 lang gestreckt ausgeführt sind, sodass sie insbesondere dazu geeignet sind, Stoßfugen
34 der Stützprofile
2 zu überdecken. Es versteht sich, dass derartige Stoßfugen
34 eine potentielle Undichtigkeit des Rinnensystems
1 bilden. Mittels der Überdeckung dieser Stoßfugen
34 mittels der Dichtungselemente
12 sind die Stoßfugen
34 zuverlässig abgedichtet. Grundsätzlich unabhängig von der übrigen Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen Rinnensystems
1 kann es von besonderem Vorteil sein, wenn die Dichtungselemente
12 von einem Kunststoff, insbesondere einem thermoplastischen oder elastomeren Kunststoff,
gebildet, sodass einzelne Segmente von Dichtungselementen
12 besonders einfach miteinander verbunden werden können. Idealerweise werden die Dichtungselemente
12 abseits einer Montagestätte des Rinnensystems
1 bereits auf eine gewünschte Länge gefertigt, sodass an der Montagestätte lediglich
die Dichtungselemente
12 mit den Stützprofilen
2 in Eingriff gebracht werden müssen.
[0057] Weiterhin ist der Darstellung gemäß
Figur 5 besonders gut entnehmbar, dass die Andrückprofile
10 und die Rinnenabdeckung
17 mittels unterschiedlicher Schrauben
18, 19 mit den Stützprofilen
2 verbunden sind. Bei dem gezeigten Beispiel ist dies so gelöst, dass die Rinnenabdeckung
17 lediglich mittels halb so vieler Verbindungen an die Stützprofile
2 angeschlossen ist wie die Andrückprofile
10. Somit ist jede der Schrauben
19 dazu geeignet, sowohl die Rinnenabdeckung
17 als auch das jeweils darunter liegende Andrückprofil
10 an das zugehörige Stützprofil
2 anzuschließen, während jede der Schrauben
18 lediglich eine kraftübertragende Verbindung zwischen dem jeweiligen Andrückprofil
10 und dem zugehörigen Stützprofil
2 bewirkt.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 1
- Rinnensystem
- 2
- Stützprofil
- 3
- Rinnenraum
- 4
- Boden
- 5
- Rinnenkörper
- 6
- Längsachse
- 7
- Längsachse
- 8
- Flansch
- 9
- Ende
- 10
- Andrückprofil
- 11
- Stirnseite
- 12
- Dichtungselement
- 13
- Seite
- 14
- Ende
- 15
- Oberfläche
- 16
- Höhe
- 17
- Rinnenabdeckung
- 18
- Schraube
- 19
- Schraube
- 20
- Federstreifen
- 21
- Langnut
- 22
- Breite
- 23
- Breite
- 24
- Dichtungsebene
- 25
- Seitenprofil
- 26
- Verstärkungsprofil
- 27
- Federstreifen
- 28
- Langnut
- 29
- Ausnehmung
- 30
- Bitumenbahn
- 31
- Stahlbetondecke
- 32
- Ablauf
- 33
- Verbindungsmittel
- 34
- Stoßfuge
- 35
- Stirnseite
- 36
- Schraube
- 37
- Schenkel
- 38
- Auflagefläche
1. In einen Boden (4) eines Bauwerks eingesetztes Rinnensystem (1) zur Fassung einer
Flüssigkeit, umfassend
- mindestens zwei sich gegenüberliegende langgestreckte Stützprofile (2), die gemeinsam
zwischen sich einen Rinnenraum (3) begrenzen und jeweils zumindest einen Teil des
Bodens (4) seitlich gegen den Rinnenraum (3) abgrenzen,
- mindestens einen U-förmigen Rinnenkörper (5), der sich zwischen den Stützprofilen
(2) erstreckt, sodass er den Rinnenraum (3) überbrückt, wobei eine Längsachse (6)
des Rinnenkörpers (5) parallel zu Längsachsen (7) der Stützprofile (2) orientiert
ist, und
- mindestens einen mit dem Rinnenkörper (5) strömungstechnisch verbundenen Ablauf
(32), mittels dessen in dem Rinnenkörper (5) gesammeltes Wasser aus dem Rinnenkörper
(5) ableitbar ist,
wobei der Rinnenkörper (5) zwei seitliche Flansche (8) aufweist, von denen sich jeweils
einer ausgehend von einem der beiden oberen Enden (9) des übrigen Rinnenkörpers (5)
erstreckt und einem der Stützprofile (2) zugeordnet ist,
wobei die Flansche (8) mittels mindestens eines Andrückprofils (10) derart gegen eine
zugeordnete obere Stirnseite (11) des jeweils zugehörigen Stützprofils (2) gedrückt
sind, dass der jeweilige Flansch (8) und das zugehörige Stützprofil (2) in dichtendem
Kontakt miteinander stehen,
wobei das Rinnensystem mit einer Rinnenabdeckung versehen ist, wobei die Rinnenabdeckung
den Rinnenraum derart überbrückt, dass vertikale Lasten, die in einem Bereich des
Rinnenraumes wirken, zu den Seiten des Rinnenraums hin abtragbar sind,
gekennzeichnet durch
mindestens zwei langgestreckte Dichtungselemente (12), die sich parallel zu den Stützprofilen
(2) erstrecken,
wobei jeweils eines der Dichtungselemente (12) einem der Stützprofile (2) zugeordnet
ist
wobei jeweils ein Dichtungselement (12) unmittelbar mit der oberen Stirnseite (11)
des jeweils zugehörigen Stützprofils (2) in dichtendem Kontakt steht und
wobei die Dichtungselemente (12) jeweils zu einer dem Rinnenkörper (5) abgewandten
Seite (13) der Stützprofile (2) geführt sind, sodass das Rinnensystem (1) mittels
der Dichtungselemente (12) an seinen beiden dem Rinnenkörper (5) jeweils abgewandten
Seiten (13) an ein Dichtungssystem des Bauwerks anschließbar ist.
2. Rinnensystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein dem Rinnenkörper (5) abgewandtes Ende (14) eines jeweiligen Dichtungselements
(12) ausgehend von der oberen Stirnseite (11) des jeweils zugehörigen Stützprofils
(2) entlang des Stützprofils (2) in eine einer Oberfläche (15) des Bodens (4) abgewandte
Richtung zumindest über einen Teil einer Höhe (16) des Stützprofils (2) nach unten
geführt ist.
3. Rinnensystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch mindestens zwei langgestreckte Andrückprofile (10), von denen jeweils eines einem
der Stützprofile (2) zugeordnet ist, wobei sich die Andrückprofile (10) jeweils parallel
zu den Stützprofilen (2) erstrecken, wobei mittels jeweils eines Andrückprofils (10)
Oberflächen eines Flansches (8) des Rinnenkörpers (5) und/oder eines Dichtungselements
(12) unmittelbar, auf die jeweilig korrespondierende obere Stirnseite (11) des jeweils
zugehörigen Stützprofils (2) gedrückt sind, sodass der Flansch (8) und das Stützprofil
(2) und/oder das Dichtungselement (12) und das Stützprofil (2) in dichtendem Kontakt
miteinander stehen.
4. Rinnensystem (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückprofile (10) jeweils oberhalb einer Oberseite des jeweils zugehörigen
Flansches (8) des Rinnenkörpers (5) angeordnet sind und mittels einer Verbindung mit
dem jeweils zu dem Flansch (8) gehörenden Stützprofil (2), insbesondere mittels einer
Verschraubung mit dem Stützprofil (2), eine Andrückkraft auf den jeweiligen Flansch
(8) und/oder ein zugehöriges Dichtungselement (12) ausüben.
5. Rinnensystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Rinnensystem (1) eine
langgestreckte Rinnenabdeckung (17) aufweist, die den Rinnenkörper (5) überdeckt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rinnenabdeckung (17) und ein zusätzliches Andrückprofil (10) mittels verschiedener
Verbindungsmittel, insbesondere mittels verschiedener Schrauben (18, 19), mit einem
jeweilig zugehörigen Stützprofil (2) verbunden sind, sodass eine Lösung der Rinnenabdeckung
(17) von dem Stützprofil (2) unabhängig von einer Lösung des Andrückprofils (10) von
dem Stützprofil (2) möglich ist.
6. Rinnensystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliger Flansch (8) des Rinnenkörpers (5) und das jeweilig zugehörige Stützprofil
(2) mittels eines Nut-Feder-Systems gegeneinander abgedichtet sind, wobei vorzugsweise
der Flansch (8) einen lang gestreckten Federstreifen (20) aufweist, der in eine komplementäre
Langnut (21) des Stützprofils (2) eingreift.
7. Rinnensystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Rinnensystem (1) eine
langgestreckte Rinnenabdeckung (17) aufweist, die den Rinnenkörper (5) überdeckt,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite (22) der Rinnenabdeckung (17) eine Breite (23) des Rinnenraums (3) übersteigt,
sodass die Rinnenabdeckung (17) derart auf den Stützprofilen (2) lagert, dass auf
die Rinnenabdeckung (17) wirkende Nutzlasten in die Stützprofile (2) leitbar sind,
wobei der Rinnenkörper (5) frei von Nutzlasten bleibt.
8. Rinnensystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rinnenkörper (5) von einer Mehrzahl einzelner Rinnenkörpersegmente gebildet ist,
die jeweils von einem, insbesondere thermoplastischen oder elastomeren, Kunststoff
gebildet sind, wobei die einzelnen Rinnenkörpersegmente miteinander verschweißt sind.
9. Rinnensystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rinnenkörper (5) an seinen Endseiten jeweils eine Stirnwand umfasst, wobei die
Stirnwände dazu geeignet sind, eine endseitigen Austritt von in dem Rinnenkörper (5)
gesammeltem Wasser zu blockieren.
10. Rinnensystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Rinnensystem (1) eine
langgestreckte Rinnenabdeckung (17) aufweist, die den Rinnenkörper (5) überdeckt,
gekennzeichnet durch zwei langgestreckte Seitenprofile (25), die jeweils einem der Stützprofile (2) zugeordnet
sind, wobei die Seitenprofile (25) das Rinnensystem (1) seitlich gegen den angrenzenden
Boden (4) abschließen, sodass der Boden (4) von der Rinnenabdeckung (17) vollständig
entkoppelt ist.
11. Verfahren zur Montage eines Rinnensystems (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 in
einem Boden (4) eines Bauwerks, umfassend die folgenden Verfahrensschritte:
a) Mindestens zwei Stützprofile (2) werden einander gegenüberliegend jeweils zumindest
mit Abschnitten des Bodens (4) in Kraft übertragender Weise verbunden, sodass die
Stützprofile (2) zwischen sich einen Rinnenraum (3) begrenzen,
b) Mindestens ein Rinnenkörper (5), der zwei sich gegenüberliegende, sich ausgehend
von oberen Enden (9) des im Übrigen U-förmigen Rinnenkörpers (5) erstreckenden Flansche
(8) aufweist, wird mittels seiner Flansche (8) derart auf die Stützprofile (2) aufgelegt,
dass Unterseiten der Flansche (8) auf oberen Stirnseiten (11) der jeweils korrespondierenden
Stützprofile (2) aufliegen,
c) Jeweils ein Dichtungselement (12) wird derart unmittelbar auf der oberen Stirnseiten
(11) jeweils eines der Stützprofile (2) angeordnet, dass die Dichtungselemente (12)
sich in eine zu dem Rinnenkörper (5) abgewandte Seite (13) des zugehörigen Stützprofils
(2) erstrecken und zumindest mit einem dem Rinnenkörper (5) abgewandten Enden (14)
einen Anschluss des Rinnensystems (1) an ein Dichtungssystem des Bauwerks ermöglichen,
d) Die Flansche (8) des Rinnenkörpers (5) und die Dichtungselemente (12) werden jeweils
mittels mindestens eines Andrückprofils (10) auf die obere Stirnseite (11) des jeweils
zugehörigen Stützprofils (2) gedrückt, sodass die Flansche (8) und die Dichtungselemente
(12) mit den Stützprofilen (2) in einem dichtenden Kontakt stehen,
e) das Rinnensystem mit einer Rinnenabdeckung versehen wird sodass die Rinnenabdeckung
den Rinnenraum derart überbrückt, dass vertikale Lasten, die in einem Bereich des
Rinnenraumes wirken, zu den Seiten des Rinnenraums hin abtragbar sind.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Rinnenkörper (5) strömungstechnisch an einen Ablauf (32) angeschlossen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Rinnenkörper (5) von einer Mehrzahl einzelner Rinnenkörpersegmente zusammengesetzt
wird, insbesondere die Rinnenkörpersegmente miteinander verschweißt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei die Rinnenkörpersegmente jeweils von einem thermoplastischen
oder einem elastomeren Kunststoff gebildet sind,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
f) Eine Mehrzahl von Rinnenkörpersegmenten wird in einer externen Fertigungsstätte,
die sich abseits einer Montagestätte des Rinnensystems (1) befindet, stoffschlüssig
miteinander verbunden, sodass die Rinnenkörpersegmente fortan gemeinsam einen langgestreckten
Rinnenkörper (5) bilden,
g) Der Rinnenkörper (5) wird derart elastisch verformt, dass er auf eine Ladefläche
eines Transportfahrzeugs passt,
h) Der Rinnenkörper (5) wird mittels des Transportfahrzeugs zu der Montagestätte transportiert,
dort von der Ladefläche abgeladen und schließlich in einem entformten Zustand in das
Rinnensystem (1) eingesetzt.
15. Verfahren zur Wartung eines Rinnensystems (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
i) Mindestens ein Andrückprofil (10), mittels dessen ein Rinnenkörper (5) zumindest
teilweise auf korrespondierende Stirnflächen (11) von einen Rinnenkörper (5) stützenden
Stützprofilen (2) gedrückt ist, sodass der Rinnenkörper (5) mit den Stützprofilen
(2) zumindest mittelbar dichtend eingreift, wird derart gelöst, dass der Rinnenkörper
(5) relativ zu den Stützprofilen (2) frei bewegbar ist,
ii) Der Rinnenkörper (5) wird zumindest teilweise aus einem Rinnenraum (3), der sich
zwischen den Stützprofilen (2) erstreckt, zerstörungsfrei entnommen, wobei ein umliegender
Boden (4), in den das Rinnensystem (1) eingesetzt ist, unbearbeitet verbleibt.
1. Channel system (1) inserted into a floor (4) of a structure for the collection of
a liquid, comprising
- at least two opposite elongated support profiles (2), which together between themselves
delimit a channel space (3) and respectively delimit at least part of the floor (4)
laterally from the channel space (3),
- at least one U-shaped channel body (5), which extends between the support profiles
(2) such that it bridges the channel space (3), wherein a longitudinal axis (6) of
the channel body (5) is oriented parallel to longitudinal axes (7) of the support
profiles (2), and
- at least one drain (32) fluidically connected to the channel body (5) by means of
which water collected in the channel body (5) can be drained from the channel body
(5),
wherein the channel body (5) has two lateral flanges (8), one of which respectively
extends from one of the two upper ends (9) of the remaining channel body (5) and is
associated with one of the support profiles (2), wherein the flanges (8) are pressed
against an assigned upper end face (11) of the respectively associated support profile
(2) by means of at least one pressure profile (10) in such a way that the respective
flange (8) and the associated support profile (2) are in sealing contact with one
another,
wherein the channel system is provided with a channel cover, wherein the channel cover
bridges the channel space in such a manner that vertical loads acting in one area
of the channel space can be transferred to the sides of the channel space,
characterized by
at least two elongated sealing elements (12), which extend parallel to the support
profiles (2),
wherein respectively one of the sealing elements (12) is associated with one of the
support profiles (2) wherein respectively one sealing element (12) is in direct sealing
contact with the upper end face (11) of the respectively associated support profile
(2) and wherein the sealing elements (12) are respectively guided to a side (13) of
the support profiles (2) facing away from the channel body (5) such that the channel
system (1) can be connected to a sealing system of the structure on its two sides
(13) respectively facing away from the channel body (5) by means of the sealing elements
(12).
2. Channel system (1) according to Claim 1, characterized in that an end (14) of a respective sealing element (12) facing away from the channel body
(5) is guided downwards starting from the upper end face (11) of the respectively
associated support profile (2) along the support profile (2) in a direction facing
away from a surface (15) of the floor (4) at least over part of a height (16) of the
support profile (2).
3. Channel system (1) according to Claim 1 or 2, characterized by at least two elongated pressure profiles (10), one of which is assigned to each of
the support profiles (2), wherein the pressure profiles (10) respectively extend parallel
to the support profiles (2), wherein by means of respectively one pressure profile
(10), surfaces of a flange (8) of the channel body (5) and/or of a sealing element
(12) are directly pressed onto the respectively corresponding upper end face (11)
of the respectively associated support profile (2) such that the flange (8) and the
support profile (2) and/or the sealing element (12) and the support profile (2) are
in sealing contact with one another.
4. Channel system (1) according to Claim 3, characterized in that the pressure profiles (10) are respectively arranged above an upper side of the respectively
associated flange (8) of the channel body (5) and by means of a connection to the
support profile (2) belonging respectively to the flange (8), in particular by means
of a screw connection to the support profile (2), exert a pressing force onto the
respective flange (8) and/or an associated sealing element (12).
5. Channel system (1) according to one of Claims 1 to 4, wherein the channel system (1)
has an elongated channel cover (17), which covers the channel body (5), characterized in that the channel cover (17) and an additional pressure profile (10) are connected to a
respectively associated support profile (2) by means of various connection means,
in particular by means of various screws (18, 19), such that it is possible to detach
the channel cover (17) from the support profile (2) independently of detaching the
pressure profile (10) from the support profile (2).
6. Channel system (1) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a respective flange (8) of the channel body (5) and the respectively associated support
profile (2) are sealed against one another by means of a tongue and groove system,
wherein the flange (8) preferably has an elongated spring strip (20), which engages
in a complementary elongated groove (21) of the support profile (2).
7. Channel system (1) according to one of Claims 1 to 6, wherein the channel system (1)
has an elongated channel cover (17), which covers the channel body (5), characterized in that a width (22) of the channel cover (17) exceeds a width (23) of the channel space
(3) such that the channel cover (17) is mounted on the support profiles (2) in such
a manner that payloads acting on the channel cover (17) can be transferred into the
support profiles (2), wherein the channel body (5) remains free of payloads.
8. Channel system (1) according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the channel body (5) is formed by a plurality of individual channel body segments,
which are respectively formed by an in particular thermoplastic or elastomeric plastic,
wherein the individual channel body segments are welded to one another.
9. Channel system (1) according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the channel body (5) respectively comprises an end wall on its end sides, wherein
the end walls are suitable for blocking end-side leakage of water collected in the
channel body (5).
10. Channel system (1) according to one of Claims 1 to 9, wherein the channel system (1)
has an elongated channel cover (17), which covers the channel body (5), characterized by two elongated side profiles (25), each of which is associated with one of the support
profiles (2), wherein the side profiles (25) close the channel system (1) laterally
against the adjacent floor (4), such that the floor (4) is completely decoupled from
the channel cover (17).
11. Method for mounting a channel system (1) according to one of Claims 1 to 10 in a floor
(4) of a structure, comprising the following method steps:
a) at least two support profiles (2) are respectively connected opposite each other
at least to sections of the floor (4) in a force-transmitting manner such that the
support profiles (2) between themselves delimit a channel space (3),
b) at least one channel body (5), which has two opposite flanges (8) extending from
upper ends (9) of the otherwise U-shaped channel body (5), is placed on the support
profiles (2) by means of its flanges (8) in such a manner that lower sides of the
flanges (8) rest on upper end faces (11) of the respectively corresponding support
profiles (2),
c) one sealing element (12) each is arranged directly on the upper end face (11) of
one of the support profiles (2) in such a manner that the sealing elements (12) extend
into a side (13) of the associated support profile (2) facing away from the channel
body (5) and at least with one end (14) facing away from the channel body (5) enable
a connection of the channel system (1) to a sealing system of the structure,
d) the flanges (8) of the channel body (5) and the sealing elements (12) are respectively
pressed onto the upper end face (11) of the respectively associated support profile
(2) by means of at least one pressure profile (10) such that the flanges (8) and the
sealing elements (12) are in sealing contact with the support profiles (2),
e) the channel system is provided with a channel cover such that the channel cover
bridges the channel space in such a manner that vertical loads acting in one area
of the channel space can be transferred to the sides of the channel space.
12. Method according to Claim 11, characterized in that the channel body (5) is fluidically connected to a drain (32) .
13. Method according to Claim 11 or 12, characterized in that the channel body (5) is composed of a plurality of individual channel body segments,
in particular the channel body segments are welded to one another.
14. Method according to Claim 13, wherein the channel body segments are respectively formed
by a thermoplastic or elastomeric plastic
characterized by the following method steps:
f) a plurality of channel body segments are materially bonded to one another in an
external manufacturing facility, which is located away from an assembly site of the
channel system (1), such that the channel body segments henceforth together form an
elongated channel body (5),
g) the channel body (5) is elastically deformed in such a manner that it fits onto
a loading surface of a transport vehicle,
h) the channel body (5) is transported to the assembly site by means of the transport
vehicle, unloaded from the loading area there and finally inserted into the channel
system (1) in a deformed state.
15. Method for servicing a channel system (1) according to one of Claims 1 to 10,
characterized by the following method steps:
i) at least one pressure profile (10), by means of which a channel body (5) is pressed
at least partially onto corresponding end faces (11) of support profiles (2) supporting
a channel body (5) such that the channel body (5) at least indirectly engages with
the support profiles (2) in a sealing manner, is released in such a manner that the
channel body (5) can be freely moved relative to the support profiles (2),
ii) the channel body (5) is removed in a destruction-free manner at least partially
from a channel space (3), which extends between the support profiles (2), wherein
a surrounding floor (4), into which the channel system (1) is inserted, remains unworked.
1. Système de rigole (1) inséré dans un sol (4) d'un ouvrage de construction pour capter
un liquide, comprenant
- au moins deux profilés de soutien allongés s'opposant (2), qui limitent en commun
entre eux un espace de rigole (3) et délimitent respectivement au moins une partie
du sol (4) latéralement contre l'espace de rigole (3),
- au moins un corps de rigole en forme de U (5), qui s'étend entre les profilés de
soutien (2), de telle manière qu'il surmonte l'espace de rigole (3), sachant qu'un
axe longitudinal (6) du corps de rigole (5) est orienté parallèlement aux axes longitudinaux
(7) des profilés de soutien (2), et
- au moins un système d'évacuation (32) relié selon la technique d'écoulement au corps
de rigole (5) au moyen duquel l'eau collectée dans le corps de rigole (5) peut être
dérivée du corps de rigole (5),
sachant que le corps de rigole (5) comporte deux brides latérales (8) desquelles s'étend
respectivement un corps de rigole partant d'une des deux extrémités supérieures (9)
de l'autre corps de rigole (5) et une est attribuée à un des profilés de soutien (2),
sachant que les brides (8) sont pressées au moyen d'au moins un profilé de pression
(10) contre une face supérieure attribuée (11) du profilé de soutien (2) respectivement
correspondant de telle manière que la bride respective (8) et le profilé de soutien
(2) correspondant se trouvent en contact hermétique l'un avec l'autre,
sachant que le système de rigole est doté d'une couverture de rigole, sachant que
la couverture de rigole surmonte l'espace de rigole de telle sorte que les charges
verticales, qui agissent dans une zone de l'espace de rigole, peuvent être dégagées
vers les côtés de l'espace de rigole,
caractérisé par
au moins deux éléments d'étanchéité allongés (12), qui s'étendent parallèlement aux
profilés de soutien (2), sachant que respectivement un des éléments d'étanchéité (12)
est attribué à un des profilés de soutien (2), sachant respectivement qu'un élément
d'étanchéité (12) est en contact hermétique directement avec la face supérieure (11)
du profilé de soutien respectivement correspondant (2) et
sachant que les éléments d'étanchéité (12) sont respectivement dirigés vers un côté
(13), opposé au corps de rigole (5) des profilés de soutien (2) de telle manière que
le système de rigole (1) peut être raccordé au moyen des éléments d'étanchéité (12)
sur ses deux côtés (13) respectivement opposés au corps de rigole (5) à un système
d'étanchéification de l'ouvrage de construction.
2. Système de rigole (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une extrémité (14) d'un élément d'étanchéité respectif (12) opposée au corps de rigole
(5) est dirigée vers le bas en partant de la face supérieure (11) du profilé de soutien
respectivement correspondant (2) le long du profilé de soutien (2) dans une direction
opposée à une surface (15) du sol (4) au moins sur une partie d'une hauteur (16) du
profilé de soutien (2).
3. Système de rigole (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par au moins deux profilés de pression allongés (10) desquels respectivement un est attribué
à un des profilés de soutien (2), sachant que les profilés de pression (10) s'étendent
respectivement parallèlement aux profilés de soutien (2), sachant qu'au moyen respectivement
d'un profilé de pression (10) des surfaces d'une bride (8) du corps de rigole (5)
et/ou d'un élément d'étanchéité (12) sont directement pressées sur la face supérieure
respectivement correspondante (11) du profilé de soutien respectivement correspondant
(2) de telle manière que la bride (8) et le profilé de soutien (2) et/ou l'élément
d'étanchéité (12) et le profilé de soutien (2) se trouvent en contact hermétique l'un
avec l'autre.
4. Système de rigole (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les profilés de pression (10) sont disposés respectivement au-dessus d'une face supérieure
de la bride respectivement correspondante (8) du corps de rigole (5) et exercent une
force de pression sur la bride respective (8) et/ou un élément d'étanchéité correspondant
(12) au moyen d'une liaison avec le profilé de soutien (2) appartenant respectivement
à la bride (8), en particulier au moyen d'un raccord à vis avec le profilé de soutien
(2).
5. Système de rigole (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, sachant que
le système de rigole (1) comporte une couverture de rigole allongée (17), qui surmonte
le corps de rigole (5), caractérisé en ce que la couverture de rigole (17) et un profilé de pression supplémentaire (10) sont reliés
au moyen de différents moyens de liaison, en particulier au moyen de vis différentes
(18, 19) à un profilé de soutien respectivement correspondant (2) de telle manière
qu'une séparation de la couverture de rigole (17) du profilé de soutien (2) est possible
indépendamment d'une séparation du profilé de pression (10) du profilé de soutien
(2).
6. Système de rigole (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une bride respective (8) du corps de rigole (5) et le profilé de soutien respectivement
correspondant (2) sont étanchéifiés l'un contre l'autre au moyen d'un système à rainure
et languette, sachant de préférence que la bride (8) comporte une bande faisant ressort
allongée (20), qui vient en prise dans une rainure longitudinale complémentaire (21)
du profilé de soutien (2).
7. Système de rigole (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, sachant que
le système de rigole (1) comporte une couverture de rigole allongée (17), qui surmonte
le corps de rigole (5), caractérisé en ce qu'une largeur (22) de la couverture de rigole (17) dépasse une largeur (23) de l'espace
de rigole (3) de telle manière que la couverture de rigole (17) se loge sur les profilés
de soutien (2) de telle sorte que les charges utiles agissant sur la couverture de
rigole (17) peuvent être dirigées dans les profilés de soutien (2), sachant que le
corps de rigole (5) reste exempt de charges utiles.
8. Système de rigole (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le corps de rigole (5) est forme par une pluralité de segments de corps de rigole
individuels, qui sont respectivement formés dans une matière plastique, en particulier
thermoplastique ou élastomère, sachant que les segments de corps de rigole individuels
sont soudés les uns aux autres.
9. Système de rigole (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le corps de rigole (5) comprend respectivement à ses extrémités une paroi frontale,
sachant que les parois frontales sont adaptées pour bloquer une sortie en extrémité
de l'eau collectée dans le corps de rigole (5).
10. Système de rigole (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, sachant que
le système de rigole (1) comporte une couverture de rigole allongée (17), qui surmonte
le corps de rigole (5), caractérisé par deux profilés latéraux allongés (25), qui sont respectivement attribués à un des
profilés de soutien (2), sachant que les profilés latéraux (25) ferment le système
de rigole (1) latéralement contre le sol limitrophe (4) de telle manière que le sol
(4) est complètement découplé de la couverture de rigole (17).
11. Procédé de montage d'un système de rigole (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 10, dans un sol (4) d'un ouvrage de construction, comprenant les étapes de procédé
suivantes :
a) au moins deux profilés de soutien (2) sont respectivement reliés par transmission
de force l'un à l'autre de façon opposée au moins à des sections du sol (4) de telle
manière que les profilés de soutien (2) délimitent entre eux un espace de rigole (3),
b) au moins un corps de rigole (5) qui comporte deux brides (8) s'opposant, s'étendant
en partant de l'extrémité supérieure (9) du corps de rigole d'ailleurs en forme de
U (5), est posé au moyen de ses brides (8) sur les profilés de soutien (2) de telle
manière que les faces inférieures des brides (8) reposent sur les faces supérieures
(11) des profilés de soutien respectivement correspondants (2),
c) un élément d'étanchéité (12) est respectivement directement disposé sur les faces
avant supérieures (11) d'un des profilés de soutien (2) de telle manière que les éléments
d'étanchéité (12) s'étendent dans un côté (13) opposé au corps de rigole (5) du profilé
de soutien correspondant (2) et permettent au moins un raccord du système de rigole
(1) à un système d'étanchéification de l'ouvrage de construction au moins à une extrémité
(14) opposée au corps de rigole (5),
d) les brides (8) du corps de rigole (5) et les éléments d'étanchéité (12) sont respectivement
pressés au moyen d'au moins un profilé de pression (10) sur la face supérieure (11)
du profilé de soutien respectivement correspondant (2) de telle manière que les brides
(8) et les éléments d'étanchéité (12) se trouvent dans un contact hermétique avec
les profilés de soutien (2),
e) le système de rigole est doté d'une couverture de rigole de telle sorte que la
couverture de rigole surmonte l'espace de rigole de telle manière que les charges
verticales, qui agissent dans une zone de l'espace de rigole, peuvent être dégagées
vers les côtés de l'espace de rigole.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le corps de rigole (5) est raccordé selon la technique d'écoulement à un système
d'évacuation (32).
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le corps de rigole (5) est composé d'une pluralité de segments de corps de rigole
individuels, les segments étant en particulier soudés les uns aux autres.
14. Procédé selon la revendication 13, sachant que les segments de corps de rigole sont
formés d'une matière thermoplastique ou d'une matière plastique élastomère,
caractérisé par les étapes de procédé suivantes :
f) une pluralité de segments de corps de rigole sont reliés les uns aux autres par
conformité de matière dans un lieu de fabrication qui se trouve à l'écart d'un lieu
de montage du système de rigole (1) de telle manière que les segments de corps de
rigole forment désormais en commun un corps de rigole allongé (5),
g) le corps de rigole (5) est élastiquement déformé de telle manière qu'il s'adapte
à une surface de chargement d'un véhicule de transport,
h) le corps de rigole (5) est transporté au moyen du véhicule de transport vers le
lieu de montage, y est déchargé de la surface de chargement et est finalement utilisé
dans un état déformé dans le système de rigole (1).
15. Procédé de maintenance d'un système de rigole (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 10,
caractérisé par les étapes de procédé suivantes :
i) au moins un profilé de pression (10) au moyen duquel un corps de rigole (5) est
pressé au moins en partie sur les surfaces frontales (11) correspondantes de profilés
de soutien (2) soutenant un corps de rigole (5) de telle manière que le corps de rigole
(5) vient en prise de façon étanche au moins indirectement avec les profilés de soutien
(2), ceci étant en partie résolu de telle manière que le corps de rigole (5) peut
être librement mobile par rapport aux profilés de soutien (2),
ii) le corps de rigole (5) est enlevé de façon non destructive au moins en partie
d'un espace de rigole (3), qui s'étend entre les profilés de soutien (2), sachant
qu'un sol environnant (4), dans lequel est inséré le système de rigole (1), reste
non travaillé.