[0001] Die Erfindung betrifft eine Ver- und Entsorgungsstation für Fahrzeuge mit Sanitäreinrichtung
und ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Versorgungsstation für Fahrzeuge sowie
ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Versorgungsstation.
[0002] Ver- und Entsorgungsstationen werden überall dort benötigt, wo Fahrzeuge, die mit
Sanitäreinrichtungen ausgerüstet sind, wie beispielsweise Reisebusse, Schienenfahrzeuge,
Wohnmobile oder Lastkraftwagen, gewartet werden, um Abwasser aus der Sanitäreinrichtung
zu entfernen und Frischwasser, üblicherweise Trinkwasser, in die Sanitäreinrichtung
einzufüllen.
[0003] Es ist bekannt, hierzu Ver- und Entsorgungsstationen stationär bereitzustellen. Solche
stationären Ver- und Entsorgungsstationen weisen eine Aufnahmeeinrichtung zur Entfernung
des Abwassers aus dem Fahrzeug auf, die beispielsweise als Auffangwanne oder Absaugschlauch
ausgeführt ist. Das abgesaugte Abwasser wird über den Absaugschlauch oder eine Absaugleitung
in die Ver- und Entsorgungsstation geführt und von dort in eine in der Erde verlegte
Abwassererdleitung geführt und über diese einem öffentlichen oder privaten Abwasserentsorgung-
und aufbereitungsnetz zugeführt. Das Frischwasser wird in gleicher Weise über eine
in ausreichender Tiefe verlegte Frischwassererdleitung der Ver- und Entsorgungsstation
frostsicher zugeführt, von dort über einen Frischwasserversorgungsschlauch dem Fahrzeug
zugeführt, der häufig als ein aufgehaspelter Schlauch bereitgehalten wird und folglich
je nach Lage des Frischwasserversor gungsanschlusses des Fahrzeugs zur Ver- und Entsorgungsstation
ausgezogen und angeschlossen beziehungsweise in einen Einfüllstutzen eingesteckt werden
kann.
[0004] Die Ver- und Entsorgung von Fahrzeugen muss einerseits zuverlässig sowohl bei hohen
wie auch niedrigen Außentemperaturen durchführbar sein, ohne hierbei ungewollt Abwasser
oder Frischwasser in umliegendes Erdreich zu verlieren. Andererseits ist es für eine
möglichst geringe Nutzungsausfallszeit erforderlich, die Ver- und Entsorgung schnell
durchführen zu können. Insbesondere bei der Ver- und Entsorgung von gleisgebundenen
Fahrzeugen, aber auch bei der Ver- und Entsorgung von Reisebussen an Orten mit hohem
Verkehrsaufkommen ist es daher erforderlich, eine simultane Ver- und Entsorgung von
mehreren Fahrzeugen durchführen zu können.
[0005] Es ist bekannt, mobile Ver- und Entsorgungsstationen bereitzustellen, die beweglich
sind und daher räumlich flexibel einsetzbar sind. Allerdings ist hierbei die Speicherkapazität
für Frischwasser und Abwasser begrenzt und zudem bei tiefen Außentemperaturen frostgefährdet.
[0006] Es ist zur Vermeidung dieser Probleme bekannt, mehrere stationäre Ver- und Entsorgungsstationen
an voneinander beanstandeten Orten bereitzuhalten, die simultan betrieben werden können.
Dies kann grundsätzlich eine schnelle Ver- und Entsorgung mehrerer Fahrzeuge gleichzeitig
gewährleisten. Zur sicheren Ver- und Entsorgung, insbesondere bei kalten Temperaturen,
ist es in diesem Fall allerdings erforderlich, für die Ver- und Entsorgungsstation
ein Fundament zu gießen, um darin die Frischwassererdleitung und Abwassererdleitung
zu verlegen. Aufgrund einer üblicherweise als Schwerkraftableitung ausgeführten Abwasserabfuhr
muss dabei der Anschlusspunkt der Abwassererdleitung von Station zu Station individuell
gesetzt werden, was eine entsprechend individuelle Planung jeder Fundamentierung einer
Ver- und Entsorgungsstation und Herstellung des Fundaments notwendig macht. Dies macht
die Installation kostspielig.
[0007] DE 20 2014 003 479 U1 offenbart eine Wasserbefüllvorrichtung für Trinkwassertanks in Fahrzeugen, umfassend
einen Unterflurschacht, eine Schlauchhaspel zur Aufnahme eines Schlauches, der an
einem ersten Ende mit dem Wasserzufuhranschluss in Fluidverbindung steht und an einem
zweiten Ende eine Wasseraustrittsöffnung aufweist, wobei die Schlauchhaspel an einem
Haspelgestell drehbar gelagert ist, wobei das Haspelgestell solcherart geführt ist,
dass es aus einer Betriebsposition in eine Wartungspostion bewegt werden kann.
[0008] US 4 332 681 A offenbart eine Verbindungsstation zwischen einem Trinkwassernetz und einer mobilen
Sanitäreinheit. Diese Station stellt auch eine Verbindung zwischen der mobilen Sanitäreinheit
und einem Abwassersystem her. Die Station umfasst ein Hauptteil, das im Boden eingegraben
ist und bündig mit der Bodenoberfläche abschließt. Ein weiteres Teil ragt aus dem
Boden heraus. Die Station weist Schnellkupplungen zum Verbinden mit der Sanitäreinheit
auf. In dem unteren Teil der Station ist ein Abwassersystem und in dem oberen Teil
eine Trinkwasserleitung vorgesehen.
[0009] DE 20 2006 012 003 U1 offenbart eine Ver- und Entsorgungseinheit für Campinganlagen, und Ähnlichem, bestehend
aus einem Unterbau, der im Erdreich befestigt wird, und einem Aufbau, der die Anschlüsse
für die Versorgung mit verschiedenen Medien und die Entsorgung von Brauchwasser enthält,
wobei Unterbau und Aufbau nicht voneinander getrennt ausgeführt sein müssen, sondern
auch in einem Teil ausgeführt sein können. Die Einheit ist in Kombination leicht,
stabil, einfach adaptierbar, weitgehend vormontiert und einfach zugänglich ausgeführt
ist; ermöglicht eine einfache, kostengünstige und frostsichere Zuführung und Absperrung
von Frischwasser und stellt eine Vielzahl von Anschlüssen für beispielsweise Frischwasser,
Brauchwasser Energie, Telekommunikation und/oder Daten bereit.
[0010] DE 100 18 711 A1 offenbart eine Ver- und Entsorgungseinheit für Campinganlagen, mit einem säulenförmigen
Körper, an dem eine Versorgungseinrichtung für Energie und/oder Frischwasser und eine
Entsorgungseinrichtung für Grauwasser vorgesehen ist. Die Ver-und Entsorgungseinheit
zeichnet sich dadurch aus, dass ferner Fäkalien entsorgbar sind, wobei die Versorgungseinrichtung
und die Entsorgungseinrichtung von einem Bodenschacht aus in den säulenförmigen Körper
geführt sind, und wobei im Bodenschacht eine Isolationsabdeckung angeordnet ist, welche
näher an der Erdbodenoberfläche vorliegt als ein Hauptventil der Versorgungseinrichtung
und ein Syphon der Entsorgungseinrichtung.
[0011] Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Ver-und Entsorgungsstation
bereitzustellen, welche in einer wirtschaftlich effizienteren Weise die simultane
und zugleich sichere Ver- und Entsorgung von Fahrzeugen ermöglicht.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung einer
Ver- und Entsorgungsstation der eingangs genannten Art, welches durch die Schritte
fortgebildet ist: Herstellen eines Fundamentsockels mit einer in den Fundamentsockel
hineinführenden Abwasserleitung, einer aus dem Fundamentsockel herausführenden Frischwasserleitung,
einer Anschlussschnittstelle, welche einen Anschluss für die in den Fundamentsockel
hineinführende Abwasserleitung und einen Anschluss für die aus dem Fundamentsockel
herausführende Frischwasserleitung aufweist, einer aus dem Fundamentsockel herausführende
Abwassererdleitung mit einem außerhalb des Fundamentsockels liegenden Abwassererdleitungsanschluss,
einer in den Fundamentsockel hineinführende Frischwassererdleitung mit einem außerhalb
des Fundamentsockels liegenden Frischwassererdleitungsanschluss, Einsetzen des hergestellten
Fundamentsockels in eine Erdvertiefung, Anschließen einer in die Erdvertiefung mündenden
Frischwassererdleitung an den Frischwassererdleitungsanschluss, und Anschließen einer
in die Erdvertiefung mündenden Abwassererdleitung an den Abwassererdleitungsanschluss,
wobei die in den Fundamentsockel hineinführende Abwasserleitung über ein Sperrventil
mit der aus dem Fundamentsockel herausführenden Abwassererdleitung verbunden ist,
wobei die aus dem Fundamentsockel herausführende Abwassererdleitung an eine Unterdruckleitung
angeschlossen wird, und die in den Fundamentsockel hineinführende Abwasserleitung
in einen Zwischenspeichertank mündet, der in dem Fundamentsockel angeordnet ist und
als Pufferspeicher ausgebildet ist, um über einen bestimmten Zeitraum oder bis zu
einem bestimmten Füllvolumen Abwasser aufzunehmen, welches dann zu einem späteren
Zeitpunkt in einem zeitlich begrenzt durchzuführenden Absaugvorgang über die vakuumbetätigte
Abwassererdleitung aus dem Zwischenspeichertank des Fundamentsockels abgeführt werden
kann, und die Verbindung zwischen der in den Fundamentsockel hineinführenden Abwasserleitung
mit der aus dem Fundamentsockel herausführenden Abwassererdleitung über ein schaltbares
Zweiwegeventil erfolgt, das insbesondere in Abhängigkeit eines Füllstands im Zwischenspeichertank
geschaltet wird.
[0013] Erfindungsgemäß wird ein Fundamentsockel vorgefertigt und dieser vorgefertigte Fundamentsockel
in eine entsprechende Erdgrube eingesetzt. An dem Fundamentsockel sind die notwendigen
Anschlüsse für eine Abwassererdleitung und eine FrischwassererdLeitung vorhanden.
Der Fundamentsockel weist kann weiterhin entsprechende Anschlüsse für Frischwasser
und Abwasser einer darauf aufzubauenden überirdischen Komponente einer Ver- und Entsorgungsstation
auf oder kann integral mit einer solchen Komponente als Ver- und Entsorgungsstation
ausgeführt sein. Im letzteren Fall bilden Fundamentsockel und die überirdische Komponente
eine kompakte Einheit, die in eine vorbereitete Erdgrube eingesetzt und darin verankert
wird und dann über diese Erdgrube hinaus ragt.
[0014] Die in den Fundamentsockel hineinführende Frischwassererdleitung und die aus dem
Fundamentsockel herausführende Abwassererdleitung sind vorzugsweise an einer Seitenwand
des Fundamentsockels angeordnet. Zusätzlich kann auch eine in den Fundamentsockel
hineinführende Brauchwassererdleitung vorgesehen sein, die ebenfalls an der Seitenwand
angeordnet sein kann.
[0015] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird einerseits die Vorfertigung des Fundaments
ermöglicht, was einerseits individuelle Planungen und Trocknungszeiten vermeidet,
indem das Fundament als vorgefertigtes Bauteil, beispielsweise als Betonfertigteil
oder Stahlbauelement oder aus einem Werkstoffmix, hergestellt wird und als vorgefertigtes
Bauteil an den Ort des Einbauens transportiert werden kann. Die Herstellung des Fundaments
kann dadurch einerseits wirtschaftlicher durchgeführt werden und zudem verkürzt sich
die Herstellungszeit, da keine Herstellung vor Ort mehr erforderlich ist und auch
Trocknungszeiten nicht vor Ort den Bau verzögern.
[0016] Grundsätzlich ist es möglich, an dem vorgefertigten Fundamentsockel Anschlüsse für
die Abwassererdleitung in unterschiedlicher Höhe vorzusehen, um mehrere identische
vorge-fertigte Fundamentsockel solcher Art miteinander verbinden zu können, dass eine
Abfuhr mittels Gefälle für das Abwasser von Station zu Station ermöglicht wird. Ebenso
ist es möglich, Fundamentsockel in unterschiedlichen Bauarten vorzufertigen, die nach
Höhe des Anschlusspunktes für die Abwassererdleitung unterschiedlich sind, um hiermit
wiederum eine Gefällestrecke für das Abwasser auszubilden. Erfindungsgemäß ist die
Abwassererdleitung als unterdruckbeaufschlagte Leitung auszuführen , um das Abwasser
hierdurch unterdruckbetrieben abzuführen, wodurch für die Verlegung der Abwassererdleitung
eine flexiblere Gestaltung möglich wird, da nicht mehr ein konstantes Gefälle wie
bei einer Freispiegelleitung vorgesehen werden muss. In vielen Anwendungsfällen ist
eine unterdruckbeaufschlagte Abwasserleitung vorgesehen und im Erdreich zu verlegen,
beispielswiese um das Abwasser mittels dieser Unterdruckleitung aus dem Fahrzeug abzusaugen.
Zwar wird häufig neben dieser unterdruckbetriebenen Abwasserleitung auch eine im Gefälle
geführte Abwasserleitung zusätzlich vorgesehen, um im Bereich der Ver- und Entsorgungsstation
anfallendes Abwasser in einer Freispiegelleitung, also beispielsweise mit einem offenen
Auffangbecken, aufnehmen und abführen zu können, jedoch eröffnet der erfindungsgemäß
bereitgestellte vorgefertigte Fundamentsockel die grundsätzliche Möglichkeit, die
Abfuhr allen an der Ver- und Entsorgungsstation anfallenden Abwassers über die Unterdruckbetriebene
Abwasserleitung durchzuführen. Dadurch kann das gesamte im Fundamentsockel anfallende
Abwasser über die Unterdruckabwassererdleitung abgeführt werden und auf eine Verlegung
einer Freispiegelerdleitung verzichtet werden.
[0017] Grundsätzlich ist unter einem Anschluss im Sinne der Erfindung zu verstehen, dass
dies ein lösbarer oder unlösbarer Anschluss sein kann, beispielsweise ein Anschluss
für eine Rohrverschraubung, ein Anschluss für eine Verpressung mittels einer entsprechenden
Muffe, ein Anschluss für eine Bajonettkupplung, ein Anschluss für ein Rohr mittels
Verlötung oder Verschweißung oder Verklebung.
[0018] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Verbindung zwischen der in den Fundamentsockel
hineinführenden Abwasserleitung (typischerweise eine Freispiegelleitung) und der aus
dem Fundamentsockel herausführenden Abwassererdleitung (typischerweise eine Vakuumleitung)
bereitgestellt, die mittels eines Absperrventils gesperrt werden kann. Dies ermöglicht
es, einen schwerkraftbetätigten Abfluss von Abwasser aus einer in den Fundamentsockel
hineinführenden Abwasserleitung zu realisieren, beispielsweise aus einem Auffangbecken,
einer Freispiegelleitung oder einer unterdruckbeaufschlagten Abwasserabsaugleitung
oder dergleichen und dieses Abwasser aus dem Fundamentsockel mittels Unterdrucks über
die Abwassererdleitung abzuführen. Um einen permanenten Verlust des Unterdrucks beziehungsweise
einer permanenten Luftzufuhr in die unterdruckbeaufschlagte Abwassererdleitung vorzubeugen,
muss hierzu ein Sperrventil vorgesehen sein, welches eine dauerhafte Verbindung zwischen
der Unterdruckbeaufschlagten Abwassererdleitung und einer Öffnung zur Umgebung verhindert.
Dieses Sperrventil kann immer dann zu dem Zweck geöffnet werden, wenn das Abwasser
über die unterdruckbeaufschlagte Abwassererdleitung abgeführt werden soll, wobei diese
Betätigung des Sperrventils automatisch, beispielsweise durch einen Füllstandssensor
ausgelöst, erfolgen kann oder manuell durch einen Benutzer erfolgen kann, wenn er
eine Absaugung vornehmen möchte.
[0019] In dem erfindungsgemäßen Verfahren ist in dem Fundamentsockel ein Abwasserbehälter
bereitgestellt, in dem Abwasser, das über die in den Fundamentsockel hineinführende
Abwasserleitung zugeführt wird, zwischengespeichert werden kann. Der Abwasserbehälter
kann beispielsweise durch einen Rohrabschnitt mit vergrößertem Rohrquerschnitt bereitgestellt
werden, der auf diese Weise ein ausreichendes Aufnahmevolumen für eine zeitlich begrenzte
Zwischenspeicherung aufweisen kann. Dieser Abwasserbehälter dient als Pufferspeicher
und nimmt über einen bestimmten Zeitraum oder bis zu einem bestimmten Füllvolumen
Abwasser auf, welches dann zu einem späteren Zeitpunkt in einem zeitlich begrenzt
durchzuführenden Absaugvorgang über eine vakuumbetätigte Abwassererdleitung aus dem
Zwischenspeichertank des Fundamentsockels abgeführt werden kann. Diese Bauweise ermöglicht
es in besonders günstiger Form, die Vorfertigung des Fundamentsockels mit einer zusätzlichen
Funktionalität zu kombinieren, indem ein entsprechender Zwischenspeichertank bei der
Vorfertigung vorgesehen wird und hierdurch die Notwendigkeit einer schwerkraftbetätigten
Abfuhr des Abwassers über den Fundamentsockel vollständig vermieden werden kann. Dabei
wird durch den Zwischenspeichertank im Fundamentsockel ermöglicht, die Absaugung des
Abwassers aus dem Fundamentsockel in zeitlichen Abständen durch kurzzeitige Beaufschlagung
mit einem Unterdruck auszuführen, so dass eine permanente Aufrechterhaltung des Unterdrucks
beziehungsweise ein permanenter Unterdruckverlust vermieden werden kann.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren kann fortgebildet werden durch die weiteren Schritte:
Befestigen einer Bedienungsstation an dem Fundamentsockel und Verbinden einer innerhalb
der Bedienungsstation angeordneten Frischwasserleitung mit dem Anschluss für die aus
dem Fundamentsockel herausführende Frischwasserleitung und Verbinden einer innerhalb
der Bedienungsstation angeordneten Abwasserleitung mit dem Anschluss für die in den
Fundamentsockel hineinführende Abwasserleitung. Gemäß dieser Ausführungsform erfolgt
die Ausführung der Ver- und Entsorgungsstation in Gestalt eines Fundamentsockels und
einer darauf befestigten Bedienungsstation. Insoweit kann der Fundamentsockel zunächst
im Erdgrund eingesetzt und darin befestigt werden, um die tragende Funktion ausführen
zu können und die Bedienungsstation kann dann auf oder an dem Fundamentsockel befestigt
werden. Im Zuge dieser Befestigung ist auch die Herstellung der notwendigen Verbindungen,
insbesondere der Frischwasserleitung und der Abwasserleitung, die gegebenenfalls als
vakuumbeaufschlagte Abwasserleitung ausgeführt sein kann, oder einer zusätzlich zu
einer Freispiegelleitung, also einer schwerkraftbetätigten Abwasserleitung vorgesehenen
vakuumbeaufschlagten Abwasserleitung notwendig. Der Fundamentsockel hält zu diesem
Zweck entsprechende Anschlüsse bereit, die ebenso wie die Anschlüsse für die jeweiligen
Erdleitungen wiederum als lösbare oder unlösbare Rohrverbindungen ausgeführt sein
können. Grundsätzlich können diese Anschlüsse in einem definierten Anschlussfeld,
einer Anschlussschnittstelle bereitgehalten sein, die beispielsweise an der Oberseite
des Fundamentsockels angeordnet ist. Die Anschlüsse können aber auch an unterschiedlichen
Orten und in unterschiedlichen Ausrichtungen vorgesehen sein, beispielsweise auch
an einer Seite des Fundamentsockels. Dies kann in bestimmten Anordnungen und örtlichen
Restriktionen vorteilhaft sein.
[0021] Noch weiter ist es bevorzugt, wenn das Verfahren fortgebildet wird, indem der Abwassereranschluss
an eine Unterdruckabwasserleitung angeschlossen wird. Das Anschließen des Abwasseranschlusses
an eine Unterdruckabwasserleitung ermöglicht die Abfuhr des Abwassers mittels Unterdruck
und vermeidet daher die Notwendigkeit, das Abwasser schwerkraftbetätigt abzuleiten
und ein entsprechendes Gefälle, gegebenenfalls zusätzliche Hebeanlagen oder dergleichen
hierfür vorzusehen. Die Unterdruckabwasserleitung muss zu diesem Zweck entsprechend
ausgeführt und zugelassen sein, um einen Unterdruck zu führen. Der Unterdruck kann
durch eine zentrale Unterdruckquelle, beispielsweise eine Vakuumpumpe, bereitgestellt
sein mit welcher mehrere Ver- und Entsorgungsstationen mit Unterdruck beaufschlagt
werden, um deren Abwasser abzusaugen.
[0022] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das Verfahren fortgebildet
durch die Schritte: Anschließen der aus dem Fundamentsockel herausführenden Frischwasserleitung
mit einem ersten Anschluss eines Entwässerungsventils, Verbinden eines zweiten Anschlusses
des Entwässerungsventils mit einer Frischwasserabgabeöffnung, Verbinden eines dritten
Anschlusses des Entwässerungsventils mit der in den Fundamentsockel hineinführenden
Abwasserleitung, wobei das Entwässerungsventil ausgebildet ist, um zwischen einer
ersten Ventilschaltstellung, in welcher der erste und der zweite Anschluss miteinander
verbunden sind und der dritte Anschluss gesperrt ist, und einer zweiten Ventilschaltstellung,
in welcher der zweite und der dritte Anschluss miteinander verbunden sind und der
erste Anschluss gesperrt ist, hin- und herschaltbar ist. Gemäß dieser Ausführungsform
wird der Fundamentsockel solcherart hergestellt, dass eine Restentleerung des frostgefährdeten
Teils der Frischwasserleitung, die aus dem Fundamentsockel herausführt, ermöglicht
wird. Dies ist regelmäßig dann vorteilhaft, wenn zum Zwecke einer Frostsicherheit
diese Frischwasserleitung nach Benutzung nicht mit darin stehendem Wasser verbleiben
soll, sondern entleert, d. h. belüftet werden soll. Das Restwasser aus der Frischwasserleitung,
welches insbesondere den stromabwärts des Entwässerungsventils liegenden Leitungsanteil
umfassen kann, gegebenenfalls aber auch einen Leitungsanteil, der nicht im frostsicheren
Erdbereich liegt und den oberirdischen Leitungsanteil inklusive eines etwaig vorgesehenen
Frischwasserschlauchs umfassen kann, wird hierzu mittels einer entsprechenden Ventilvorrichtung
abgeleitet. Diese Ableitung erfolgt in die Abwasserleitung und führt in den Fundamentsockel
hinein. Die entsprechende Ventilvorrichtung kann beispielsweise als 3/ 2- Wegeventil
ausgeführt sein, kann aber auch durch zwei separate 2/2-Wegeventile oder durch andere
Ventilkonstellationen realisiert sein. Insbesondere kann hier auch eine Schutzeinrichtung
(Systemtrenner) zwischengeschaltet sein, die in vielen Ländern zwischen Abwasser und
Trinkwasser erforderlich ist und beispielsweise der Kategorie 5 nach DIN EN 1717 entsprechen
muss.
[0023] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Betrieb einer stationären
Versorgungsstation für Fahrzeuge, mit den Merkmalen im unabhängigen Anspruch 5. Dieses
Verfahren weist folgende Schritte auf: Abführen, insbesondere Absaugen von Abwasser
aus einem Fahrzeugabwassertank, Ableiten des Abwassers über eine in einen Fundamentsockel
hineinführende Abwasserleitung, Zwischenspeichern von Wassermengen aus Rücklaufwasser,
Spülwasser oder Tropfmengen innerhalb des Fundamentsockels, Wegleiten des Abwassers
und der zwischengespeicherten Wassermenge über eine aus dem Fundamentsockel herausführende
Abwassererdleitung. Gemäß dieses Aspekts der Erfindung wird eine spezifische Betriebsweise
einer Ver- und Entsorgungsstation für Fahrzeuge mit Sanitäreinrichtung bereitgestellt,
die sich dadurch anbietet, weil in einem vorgefertigten Fundamentsockel in wirtschaftlich
effizienter Weise ein Zwischenspeichertank als Zwischenspeicher vorgesehen wird und
hierdurch eröffnet wird, Wassermengen aus beispielsweise Rücklaufwasser der Füllschläuche,
aus Hygienespülungen und/oder Tropfmengen im Bereich der Ver- und Entsorgungsstation
zwischenzuspeichern und folglich in Intervallen über die Abwassererdleitung abzuführen.
Erfindungsgemäß wird hierbei vorgesehen, dass das zwischengespeicherte Wasser nicht
schwerkraftbetätigt von der Ver- und Entsorgungsstation weggeleitet wird, sondern
durch Beaufschlagung mit einem Unterdruck abgesaugt wird. Das Wasser oder Abwasser
wird hierzu in dem Zwischenspeichertank im Fundamentsockel zwischengespeichert und
bei einer bestimmten Füllstandshöhe, die durch einen Füllstandssensor erfasst wird,
wird ein Absaugvorgang über einen Unterdruck ausgelöst. Durch diesen Unterdruck wird
das Abwasser aus dem Zwischenspeichertank über die Abwassererdleitung von der Ver-
und Entsorgungsstation weggeführt. Die Erfindung kann beispielsweise so ausgeführt
sein, dass über eine Freispiegelleitung in den Fundamentsockel geführtes Abwasser
oder im Zuge einer Entwässerung anfallendes Rücklaufwasser im Zwischenspeichertank
vorübergehend zwischengespeichert wird, über eine Unterdruckabwasserleitung in den
Fundamentsockel eingeführtes Abwasser demgegenüber aber nicht zwischengespeichert,
sondern unmittelbar über eine unterdruckbeaufschlagte Abwassererdleitung aus dem Fundamentsockel
abgeführt wird. Bei einem solchen Absaugvorgang über die Unterdruckabwassererdleitung
kann dann zugleich auch in dem Zwischenspeichertank zwischengespeichertes Abwasser
oder sonstiges Wasser wie Rücklaufwasser abgesaugt und über die Abwassererdleitung
aus dem Fundamentsockel abgeführt werden. Grundsätzlich ist eine einfache Auslösung
dieses Absaugvorgangs durch einen einzigen Füllstandssensor, der den zulässigen Höchstpegel
im Zwischenspeichertank definiert und erfasst, möglich, um dann eine beispielsweise
nach Zeitablauf gesteuerte Absaugung durchzuführen. Es können jedoch auch fortgebildete
Lösungen der Absaugsteuerung vorgesehen sein, beispielsweise ein zusätzlicher unterer
Füllstandssensor, welcher einen Tiefpegel im Zwischenspeichertank detektiert und zum
Beenden des Absaugvorgangs dient, um hierdurch eine bei Zeitsteuerung mögliche zu
lange Absaugung mit folglicher Luftabsaugung oder zu kurze Absaugung mit folglicher
unzureichender Entleerung des Zwischenspeichertanks zu vermeiden.
[0024] Das Verfahren gemäß dieses Aspekts kann weiter fortgebildet werden mit den Schritten:
Zuleiten von Frischwasser in den Fundamentsockel über eine Frischwassererdleitung,
Zuführen des Frischwassers aus dem Fundamentsockel über eine Frischwasserleitung zu
dem Fahrzeug, Ableiten von in der Frischwasserleitung verbliebenem Frischwasser aus
der Frischwasserleitung in den Zwischenspeichertank im Fundamentsockel nach Beendigung
der Zufuhr des Frischwassers zu dem Fahrzeug. Gemäß dieser Ausführungsform wird eine
Restentleerung des Frischwassers, das im frostgefährdeten Bereich nach einer Befüllung
in der Frischwasserleitung verbleibt, in den Zwischenspeichertank durchgeführt, wodurch
die Frischwasserleitung in dem frostgefährdeten Bereich selbstän-dig entleert, also
belüftet wird und sich darin dann bei Nichtbetrieb der Ver- und Entsorgungsstation
kein Wasser befindet. Dieses Frischwasser wird ebenfalls im Zwischenspeichertank gesammelt
und kann daher über die Abwassererdleitung entsprechend von der Ver- und Entsorgungsstation
durch Unterdruck weggeleitet werden.
[0025] Der Anschluss der Frischwasserleitung an den Zwischenspeichertank kann hierbei über
eine entsprechende Ventilvorrichtung erfolgen, um die Zufuhr von Frischwasser aus
der Frischwassererdleitung zu der Frischwasserleitung zu unterbrechen, wenn die Restentleerung
der Frischwasserleitung in den Zwischenspeichertank erfolgt. Dies kann wiederum, wie
zuvor erläutert, durch ein 3/2-Wegeventil ausgeführt sein oder durch zwei separate
2/2-Wegeventile. Es sind auch andere Ausführungsformen möglich, beispielsweise kann
durch Verwendung eines 3/3-Wegeventils auch eine Spülfunktion des Zwischenspeichertanks
über die Frischwassererdleitung realisiert werden, um in regemäßigen Intervallen den
Zwischenspeichertank im Fundamentsockel mit Frischwasser zu spülen und hierdurch Ablagerungen
darin aufzuwirbeln und nachfolgend abzusaugen.
[0026] Das erfindungsgemäße Betriebsverfahren wird weiter fortgebildet mit den Schritten:
Schwerkraftbetätigtes Zuleiten von Abwasser in den Fundamentsockel, Zwischenspeichern
des Abwassers in einem Zwischenspeichertank im Fundamentsockel, Absaugen des Abwassers
aus dem Zwischenspeichertank im Fundamentsockel über eine mit Unterdruck beaufschlagte
Saugleitung, und Wegleiten des aus dem Zwischenspeichertank abgesaugten Abwassers
über eine mit Unterdruck beaufschlagte Abwassererdleitung. Gemäß dem Betriebsverfahren
wird eine schwerkraftbetätigte Zufuhr des Abwassers in den Zwischenspeichertank im
Fundamentsockel durchgeführt, wodurch das Auffangen von Abwasser mittels einer Wanne
oder die Aufnahme von Restmengen mittels eines Auffangbeckens an der Ver-und Entsorgungsstation
in einfacher Weise realisiert werden kann. Dieses schwerkraftbetätigt zugeführte Abwasser
wird innerhalb des Fundamentsockels in einem Zwischenspeichertank zwischengespeichert
und dann in regelmäßigen Zeitintervallen oder unregelmäßig über eine unterdruckbeaufschlagte
Abwassererdleitung aus dem Zwischenspeichertank abgeführt. Unter Abwasser sind hierbei
auch jegliche Restwassermengen zu verstehen.
[0027] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist eine stationäre Versorgungsstation für Fahrzeuge,
umfassend: einen Fundamentsockel mit einer in den Fundamentsockel hineinführenden
Abwasserleitung, einer aus dem Fundamentsockel herausführenden Frischwasserleitung,
einer Anschlussschnittstelle, welche einen Anschluss für die in den Fundamentsockel
hineinführende Abwasserleitung und einen Anschluss für die aus dem Fundamentsockel
herausführende Frischwasserleitung aufweist, einer aus dem Fundamentsockel herausführende
Abwassererdleitung mit einem außerhalb des Fundamentsockels liegenden Abwassererdleitungsanschluss,
einer in den Fundamentsockel hineinführende Frischwasserleitung mit einem außerhalb
des Fundamentsockels liegenden Frischwassererdleitungsanschluss.
[0028] Die erfindungsgemäße Versorgungsstation für Fahrzeuge ist ausgebildet, um Versorgungsvorgänge
mit Frischwasser für das Fahrzeug und/oder Entsorgungsvorgänge für Abwasser aus dem
Fahrzeug durchzuführen und folglich eine Sanitäreinrichtung, die an Bord des Fahrzeugs
installiert ist, vollständig zu versorgen und zu entsorgen. Die stationäre Versorgungsstation
zeichnet sich durch einen Fundamentsockel aus, der eine Anschlussschnittstelle für
eine in den Fundamentsockel hineinführende Abwassererdleitung und eine aus dem Fundamentsockel
herausführende Frischwasserleitung aufweist. Hierzu sind zwei separate Anschlüsse
an den Fundamentsockel vorhanden, die als lösbare oder unlösbare Anschlüsse ausgeführt
sein können, beispielsweise als eine Flanschverbindung nach Art eines Schraubanschlusses,
Bajonettanschlusses, als Crimp-Verbindung als zu verlötende oder zu verschweißende
Lötanschlussflansch beziehungsweise Schweißanschlussflansch und dergleichen.
[0029] Abweichend von vorbekannten Lösungen, bei denen eine vorhandene Abwassererdleitung
und Frischwassererdleitung in einem entsprechenden Fundamentsockel vor Ort geführt
und darin vergossen wird, ist daher bei der vorliegenden Erfindung der Fundamentsockel
ein vorgefertigter Fundamentsockel und kann folglich beispielsweise aus Beton oder
Stahl vorab hergestellt sein, bevor er in den Erdgrund am Einbauort eingesetzt wird.
Der Fundamentsockel kann insbesondere ein transportables Bauelement sein und entsprechend
ein Gewicht von weniger als 2,5to, insbesondere weniger als 1to aufweisen, beispielsweise
zwischen 200kg und 500kg wiegen, um entsprechend transportierbar und vor Ort einsetzbar
zu sein. Der Fundamentsockel weist weiterhin Anschlüsse für eine aus dem Fundamentsockel
herausführende Frischwasserleitung und eine aus dem Fundamentsockel hineinführende
Abwasserleitung auf, an diese Anschlüsse kann ein entsprechend überirdisch montierter
Teil der Ver- und Entsorgungsstation angeschlossen werden, um Abwasser, das aus einem
Fahrzeug abgesaugt wird, über diesen überirdischen Teil in den Fundamentsockel einzuleiten,
um Frischwasser, das in das Fahrzeug eingefüllt werden soll, aus dem Fundamentsockel
in diesen überirdischen Teil und von dort aus in das Fahrzeug zuzuführen. Auch diese
Anschlüsse können in gleicher Weise als lösbare oder nicht lösbare Anschlüsse wie
zuvor beschrieben ausgeführt sein.
[0030] Die Versorgungsstation wird durch einen in einem Innenraum des Fundamentsockels angeordneten
Zwischenspeichertank fortgebildet. Durch die Bereitstellung eines Zwischenspeichertanks
im Fundamentsockel wird die Vorfertigung in günstiger Weise mit zusätzlicher Funktionalität
und Vereinfachung der Installation einer Versorgungsstation kombiniert. Hierzu wird
auf die voranstehenden Ausführungen bezüglich der Zwischenspeicherung von Abwasser
oder Restwasser in dem Fundamentsockel, der dadurch ermöglichten Abfuhr des Abwassers
oder Restwassers mittels einer unterdruckbeaufschlagten Abwassererdleitung und den
dadurch ermöglichten Verzicht auf eine schwerkraftbetätigte Abfuhr des Abwasser oder
Restwassers aus dem Fundamentsockel Bezug genommen.
[0031] Die Versorgungsstation wird so weiter fortgebildet, dass der Zwischenspeichertank
eine Sensoreinrichtung aufweist, welche einen Pegelstand innerhalb des Zwischenspeichertanks
erfasst und bei Erreichen eines vorbestimmten Pegelstandes im Zwischenspeichertank
eine Abfuhr von Abwasser aus dem Zwischenspeichertank über die aus dem Fundamentsockel
herausführende Abwassererdleitung auslöst. Auch diesbezüglich wird auf die Pegelstandssteuerung
der Abwasserabfuhr aus dem Zwischenspeichertank Bezug genommen, die zuvor beschrieben
wurde.
[0032] Die Versorgungsstation wird so weiter fortgebildet, dass die Sensoreinrichtung ausgebildet
ist, um mit einer Schalteinrichtung zusammenzuwirken und die Schalteinrichtung ausgebildet
ist, um ein Ventil anzusteuern, welches den Zwischenspeichertank mit der aus dem Fundamentsockel
herausführenden Abwassererdleitung in Fluidverbindung setzt, wobei die aus dem Fundamentsockel
herausführende Abwassererdleitung und das Ventil für eine unterdruckbetrieben Absaugung
des Abwassers aus dem Zwischenspeichertank ausgebildet ist. Auf diese Weise ist eine
entsprechende Schalteinrichtung, die bevorzugt als elektronische Schalteinrichtung
ausgeführt ist, vorhanden, um eine automatische Abfuhr des Abwassers aus dem Zwischenspeichertank
über die Abwassererdleitung mittels eines Unterdrucks zu veranlassen und einen unerwünschten
Luftzufluss in die Abwassererdleitung mit entsprechendem Verlust an Unterdruckwirkung
darin zu verhindern. Zu diesem Zweck wird ein entsprechendes Sperrventil angesteuert,
das nur bei Durchführen des Absaugvorgangs automatisch geöffnet wird.
[0033] Die Versorgungsstation kann weiter fortgebildet werden, indem die aus dem Fundamentsockel
herausführende Frischwasserleitung mit einem ersten Anschluss eines Entwässerungsventils
verbunden ist, ein zweiter Anschluss des Entwässerungsventils mit einer Frischwasserabgabeöffnung
verbunden ist, und ein dritter Anschluss des Entwässerungsventils über eine Entwässerungsleitungsleitung
mit der in den Fundamentsockel hineinführenden Abwasserleitung verbunden ist, wobei
das Entwässerungsventil ausgebildet ist, um zwischen einer ersten Ventilschaltstellung,
in welcher der erste und der zweite Anschluss miteinander verbunden sind und der dritte
Anschluss gesperrt ist, und einer zweiten Ventilschaltstellung, in welcher der zweite
und der dritte Anschluss miteinander verbunden sind und der erste Anschluss gesperrt
ist, hin- und herschaltbar ist. Gemäß dieser Ausführungsform ist die Versorgungsstation
solcherart fortgebildet, dass ein Entwässerungsventil vorgesehen ist, das am Fundamentsockel
angeordnet sein kann, um hierdurch eine Frischwasserleitung, die im frostgefährdeten
Bereich verläuft, entwässern zu können und dieses entwässerte Frischwasser in den
Fundamentsockel hineinzuführen. Das entwässerte Frischwasser kann in eine Abwasserleitung,
die in dem Fundamentsockel verläuft, zugeführt werden oder in einem Zwischenspeichertank
in dem Fundamentsockel zwischengespeichert werden, wie zuvor beschrieben. Die Verbindung
zwischen der Entwässerungsleitung und der Abwasserleitung kann direkt sein und beispielsweise
als Verbindung im Fundamentsockel oder außerhalb des Fundamentsockels ausgeführt sein.
Die Verbindung kann auch indirekt sein, beispielsweise indem die Entwässerungsleitung
und die Abwasserleitung in einen Zwischenspeichertank münden, der somit die Verbindung
indirekt herstellt. Bezüglich dieser Ausrüstung der Versorgungsstation mit einem Entwässerungsventil
und einer entsprechenden Entwässerungsleitungsführung wird wiederum Bezug genommen
auf die voranstehende Beschreibung der entsprechenden Funktionalität und deren bevorzugten
Ausgestaltungen.
[0034] Schließlich kann die erfindungsgemäße Versorgungsstation weiter fortgebildet werden,
indem die in den Fundamentsockel hineinführende Abwasserleitung eine unterdruckbeaufschlagte
Abwasserleitung ist, die aus dem Fundamentsockel herausführende Abwassererdleitung
eine unterdruckbeaufschlagte Abwassererdleitung ist, eine zweite, in den Fundamentsockel
hineinführende Abwasserleitung bereitgestellt ist, die für eine schwerkraftbetätigte
Abwasserführung ausgebildet ist, und die aus dem Fundamentsockel herausführende Abwassererdleitung
mit der zweiten, in den Fundamentsockel hineinführenden Abwasserleitung über ein schaltbares
Sperrventil verbunden ist zur Absaugung von Abwasser, das über die zweite, in den
Fundamentsockel hineinführende Abwasserleitung dem Fundamentsockel zugeführt wurde.
Gemäß dieser Ausführungsform wird einerseits durch den ausgestalteten Fundamentsockel
ermöglicht, das Abwasser aus einem Fahrzeug unterdruckbeaufschlagt abzusaugen, also
die Ver- und Entsorgungsstation zur unterdruckbeaufschlagten Absaugung von Abwasser
aus einem Fahrzeug zu betreiben. Neben dieser unterdruckbeaufschlagten Abwasserabsaugung
wird auch ermöglicht, Abwasser schwerkraftbetätigt bei der Ver- und Entsorgungsstation
abzuführen. Hierzu ist eine entsprechende schwerkraftbetätigte Abwasserleitung am
Fundamentsockel vorgesehen. Der Fundamentsockel verfügt folglich über insgesamt mindestens
drei Abwasseranschlüsse, einerseits einen Abwassererdleitungsanschluss für eine unterdurckbeaufschlagte
Abwassererdleitung, andererseits ein Abwasseranschluss für eine unterdruckbeaufschlagte
Abwasserleitung, die mit dem Fahrzeug für eine Absaugung von Abwasser verbunden werden
kann. Diese unterdruckbeaufschlagte Abwasserleitung kann unmittelbar mit dem Abwassererdleitungsanschluss
verbunden sein und kann mittels eines entsprechenden Ventils gesperrt oder freigegeben
werden, um den Absaugvorgang zu steuern. Weiterhin ist ein schwerkraftbetätigter Abwasseranschluss
vorgesehen, der die schwerkraftbedingte Zufuhr von Abwasser in den Fundamentsockel
ermöglicht. Die Verbindung zwischen dieser Abwasserleitung und der unterdruckbeaufschlagbaren
Abwassererdleitung kann beispielsweise so ausgeführt sein, dass der schwerkraftbetätigte
Abwasseranschluss in einen Zwischenspeichertank innerhalb des Fundamentsockels mündet
und aus diesem Zwischenspeichertank das Abwasser mittels der unterdruckbeaufschlagten
Abwassererdleitung aus dem Fundamentsockel abgesaugt werden kann.
[0035] Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Figuren beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Fundamentsockels einer Ver- und Entsorgungsstation,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Fundamentsockels,
- Fig. 3
- eine frontale Stirnansicht des Fundamentsockels gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- eine rückseitige Stirnansicht des Fundamentsockels gemäß Fig. 1, und
- Fig. 5
- eine geschnittene Seitenansicht des Fundamentsockels mit aufgesetzter Bedieneinheit.
[0036] Bezugnehmend auf die Figuren 1-4 umfasst ein Fundamentsockel einen Korpus, der durch
Seitenwände 10, eine frontseitige Stirnwand 11 eine rückseitige Stirnwand 12 und eine
obere Wand 13 gebildet werden. Der Fundamentsockel weist im Ausführungsbeispiel keine
Bodenwand auf, weist also nach unten zum Erdreich, in das er eingebettet ist, eine
Öffnung auf. Eindringendes Regenwasser kann dadurch versickern. In anderen Ausführungsformen
kann anstelle der Öffnung eine Bodenwand 14 vorgesehen sein, die geschlossen oder
mit Versickerungsöffnungen ausgeführt sein kann. Die Seitenwände 10 sind durch mehrere
Rippen verstärkt. Diese Rippen sind im Ausführungsbeispiel als vertikalverlaufende
Rippen und horizontalverlaufende Rippen ausgeführt.
[0037] Die Seitenwände, die Stirnwände und die obere Wand können aus Stahl hergestellt sein
oder aus einem Mineralwerkstoff, beispielsweise aus Beton gegossen sein. Je nach den
Anforderungen an die Belastbarkeit kann auch eine Ausführung der genannten Wände aus
einem Polymerwerkstoff möglich sein.
[0038] Kabelleerrohre 20a, b sind in Längsrichtung stirnseitig den Fundamentsockel hineingeführt.
Durch diese Kabelleerrohre können Kabel geführt werden. Die Kabelleerrohre weisen
im Inneren des Fundamentsockels eine Öffnung auf oder sind zwei in die Stirnseiten
eingesetzte Kabelleerrohrabschnitte, so dass ein Kabel, das stirnseitig in den Fundamentsockel
eingeführt ist, innerhalb des Fundamentsockels herausgeführt und beispielsweise nach
oben durch enstprechende Kabelleerrohre 20c,d aus dem Fundamentsockel herausgelegt
werden kann, um hierdurch eine auf dem Fundamentsockel befestigte Einrichtung der
Ver- und Entsorgungsstation mit Energie zu versorgen und eine entsprechende Signal-
und Datenkommunikation zu ermöglichen.
[0039] Auf der Oberseite des Fundamentsockels ist weiterhin eine frontseitige Rücklaufleitung
30 und eine rückseitige Rücklaufleitung 31 bereitgestellt, die in den Fundamentsockel
hineinführen. Diese Rücklaufleitungen sind druckfrei ausgeführt und bilden an der
Oberseite einen Anschluss aus, an den eine entsprechende Entwässerungsleitung einer
oberen Komponente der Ver- und Entsorgungseinrichtung angeschlossen werden kann. Diese
Rücklaufleitungen können beispielsweise an Auffangbecken angeschlossen werden, um
schwerkraftbedingt Abwasser abzuleiten und in den Fundamentsockel einleiten zu können
oder sie können an Ventilvorrichtungen angeschlossen werden, um bei einer Entwässerung
aus den frostgefährdet verlaufenden Leitungen wasser aufzunehmen oder um im Rahmen
eines Spülvorgangs dieser Leitungen anfallendes Spülwasser aufzunehmen.
[0040] Die druckfreien Rücklaufleitungen 30, 31 münden innerhalb des Fundamentsockels in
einen Zwischenspeichertank 35a-d, der ein Volumen von etwa 50 Liter fasst. Dieser
Zwischenspeichertank wird, wie insbesondere aus Figur 5 ersichtlich, durch einen horizontal
verlaufenden Rohrabschnitt 35a und drei darein mündende vertikal verlaufende Rohrabschnitte
35b-d mit großem Rohrquerschnitt gebildet. Der Zwischenspeichertank kann je nach Anwendung
auch mehr als 100 Liter, vorzugsweise mehr als 500 Liter und insbesondere mehr als
1000 Liter aufnehmen, um Abwasser, Spülwasser und aus einer Entwässerung stammendes
Wasser zwischen zu speichern. Insbesondere kann der Zwischenspeicher auch als Tankbehälter
ausgeführt sein.
[0041] Weiterhin ist in der Oberseite des Fundamentsockels eine Vakuumabwasserleitung 40
mit entsprechendem Vakuumabwasserleitungsanschluss 41 vorhanden. An diesem Vakuumleitungsanschluss
kann eine unterdruckbeaufschlagte Abwasserleitung angeschlossen werden, mittels der
Abwasser aus einem Fahrzeug abgesaugt werden kann und über die Vakuumabwasserleitung
in den Fundamentsockel eingeleitet werden kann. Diese Vakuumabwasserleitung 40 ist
innerhalb des Fundamentsockels unmittelbar mit einer in der frontseitigen Stirnseite
angeordneten Anschluss 100 für eine Abwassererdleitung verbunden. Der Anschluss 100
für die Abwassererdleitung ist als Flanschverbindung, beispielsweise für eine Rohrverbindung
mittels Elektroschweißmuffe oder als flexible Rohrkupplung ausgebildet und ermöglicht
den Anschluss einer vakuumbeaufschlagten Abwassererdleitung im frostfreien Bereich
beim Einsetzen des Fundamentsockels in den Erdgrund.
[0042] Die Vakuumabwasserleitung 40 ist in Strömungsrichtung hinter dem Vakuumleitungsanschluss
41 mit einer Absaugleitung 42 über ein 2/2-Wegeventil 43 verbunden. Diese Absaugleitung
42 ist mit dem Zwischenspeichertank im Inneren des Fundamentsockels verbunden. Diese
Verbindung ist im Ausführungsbeispiel durch Einführen der Absaugleitung 42 in eine
oberseitige Abwasserleitung realisiert. Insbesondere kann die Absaugleitung 42 als
Saugschlauch ausgebildet sein. Über diese Verbindung kann Wasser, das im Zwischenspeichertank
in dem Fundamentsockel zwischengelagert ist, bei Durchführen eines unterdruckbeaufschlagten
Absaugvorgangs durch Öffnen des 2/2-Wegeventils 43 abgesaugt und über die unterdruckbeaufschlagte
Abwassererdleitung aus dem Fundamentsockel abgeführt werden.
[0043] Weiterhin ist an der Oberseite des Fundamentsockels eine aus dem Fundamentsockel
herausführende Frischwasserleitung 50 vorgesehen, die einen Frischwasserleitungsanschluss
51 ausweist. Über diese Frischwasserleitung kann eine überirdische Komponente der
Ver- und Entsorgungsstation solcherart angeschlossen werden, dass eine dortige Frischwasserleitung
oder ein Frischwasserschlauch mit Frischwasser versorgt wird und die Versorgung eines
Fahrzeugs ermöglicht.
[0044] In Strömungsrichtung vor dem Frischwasseranschluss 51 ist eine druckfreie Frischwasserrücklaufleitung
52 mit der Frischwasserleitung 50 verbunden. Diese Verbindung ist über ein 3/2-Wegeventil
53 realisiert. Das 3/2-Wegeventil kann in einer ersten Stellung Frischwasser aus dem
Fundamentsockel zu dem Frischwasseranschluss 51 zuführen und hierdurch die Versorgung
eines Fahrzeugs ermöglichen. In einer zweiten Stellung kann das 3/2-Wegeventil Frischwasser
aus dem Frischwasseranschluss 51 in die Frischwasserrücklaufleitung 52 ableiten und
sperrt hierbei den Zufluss von Frischwasser aus dem Fundamentsockel. In dieser Stellung
kann die überirdische Frischwasserleitung entwässert werden und hierdurch frostsicher
gemacht werden. Das 3/2-Wegeventil kann gegebenenfalls eine dritte Stellung bereitstellen,
in der Frischwasser aus dem Frischwasserzufluss des Fundamentsockels in die Frischwasserrücklaufleitung
geleitet wird und der Zufluss zu dem Frischwasseranschluss 51 gesperrt ist. Diese
Stellung kann als Spülungsstellung eingesetzt werden.
[0045] Die Frischwasserrücklaufleitung 52 mündet in eine Rücklaufleitung 56 an der Oberseite
des Fundamentsockels. Die Rücklaufleitung 56 kann, ebenso wie die Abwasserleitungsanschlüsse
30, 31 ausgeführt sein und in den im Inneren des Fundamentsockels angeordneten Zwischenspeichertank
münden. Hierdurch wird das Frischwasser, welches bei einer Entwässerung abgeführt
werden muss, im Zwischenspeichertank zwischengespeichert und kann in regelmäßigen
Zeitintervallen oder je nach Pegelstand aus diesem Zwischenspeichertank über die unterdruckbeaufschlagte
Abwassererdleitung abgeführt werden.
[0046] Ein Sensor 55 ist hierzu vorgesehen, der in der Figur symbolisch angeordnet ist und
den Pegelstand im Zwischenspeichertank erfasst. Bei Erfassen eines hohen Pegelstandes
löst dieser Sensor 55 ein Sensorsignal aus, mit dem eine Absaugung des Abwassers aus
dem Zwischenspeichertank gesteuert wird.
[0047] In der frontseitigen Stirnwand 11 ist neben dem unterdruckbeaufschlagten Abwasser
Erdleitungsanschluss 100 ein Frischwassererdleitungsanschluss 110 angeordnet, welcher
am tiefsten Punkt des Fundamentsockels im frostsicheren Erdreich zu liegen kommt,
wenn der Fundamentsockel in den Erdgrund eingesetzt wird. Dieser Frischwassererdleitungsanschluss
110 ist ebenfalls als lösbare oder unlösbare Rohrverbindung beziehungsweise Rohrflansch
ausgeführt, wie zuvor beschrieben. Über diesen Frischwassererdleitungsanschluss 110
wird Frischwasser in den Fundamentsockel hineingeführt, um dieses aus dem Fundamentsockel
über die Frischwasserleitung 50 herausführen zu können.
[0048] Der Frischwassererdleitungsanschluss 110 kann über eine T-Verzweigung zur rückseitigen
Stirnseite weiteregeleitet werden, um hieran eine gegenüberliegende Frischwassererdleitung
anzuschließen, mit der ein weiterer beabstandeter Fundamentsockel mit Frischwasser
versorgt wird. Schließlich sind an der Oberseite noch zwei Leerrohre 20c, 20d eingesetzt,
die mit den Kabelleerrohren 20a, 20b in Verbindung stehen und die Herausführung oder
die Hineinführung von Energie- Signal- oder Datenkabeln aus der Oberseite des Fundamentssockels
ermöglichen.
[0049] Erfindungsgemäß kann ein Fundamentsockel, wie der zuvor beschriebene Fundamentsockel,
vorab und beabstandet von dem Einbauort hergestellt werden und dann zum Einbauort
transportiert werden. Der vorgefertigte Fundamentsockel wird dann in den Erdgrund
eingesetzt und mittels der an ihm bereitgestellten Anschlüsse mit den Erdleitungen
und den nach oben führenden Leitungen der überirdischen Komponente der Ver- und Entsorgungsstation
verbunden. Die überirdische Komponente der Ver- und Entsorgungsstation wird zugleich
an dem Fundamentsockel befestigt und hierdurch standfest aufgestellt.
[0050] Der Fundamentsockel mit dem darin befindlichen Zwischenspeichertank kann dabei insbesondere
solcherart betrieben werden, dass einerseits schwerkraftzugeführtes Abwasser in dem
Fundamentsockel in einem Zwischenspeichertank zwischengespeichert wird und zudem Frischwasser,
das durch eine Entwässerung der Frischwasserleitung nach einem Befüllvorgang aus der
Frischwasserleitung abgeführt wird, um hierdurch Frostsicherheit herzustellen, ebenfalls
in diesem Zwischenspeichertank abgeführt wird. Diese Abfuhr erfolgt ebenfalls schwerkraftbetätigt.
In dem Zwischenspeichertank wird dann durch eine Sensoreinrichtung der Pegelstand
überwacht, so dass bei Erreichen eines Höchstpegelstands ein Absaugvorgang über eine
vakuumbeaufschlagte Abwasserleitung ausgelöst werden kann. Diese vakuumbeaufschlagte
Abwasserleitung kann die unterdruckbeaufschlagte Abwassererdleitung sein, mit der
auch durch den Fundamentsockel hindurch eine Absaugung von Abwasser aus einem Fahrzeug
mittels Unterdruck durchgeführt wird.
[0051] Aus Figur 5 ist der grundsätzliche Aufbau einer erfindungsgemäßen Versorgungsstation
erkennbar. Auf die erdeingelassene Fundamentkonsole E ist eine oberseitige Bedieneinheit
O montiert, die von dieser Fundamentkonsole E getragen wird. Die Montage der Bedieneinheit
O auf der Fundamentkopnsole E erfolgt typischerweise lösbar mittels einer Verschraubung
mit mehreren Schrauben. Die Fundamentkonsole E und die Bedieneinheit O sind entlang
einer Terrainlinie T, welche die Terrainoberfläche kennzeichnet, voneinander abgegrenzt.
[0052] Innerhalb der Fundamentkonsole E ist der durch die Rohrabschnitte 35a-d gebildete
Zwischenspeicher angeorndet. Die vertikal nach oben weisenden Rohrabschnitte 35b-d
sind fluchtend mit den Abwasserleitungsanschlüssen 30, 31 und der Rücklaufleitung
56 angeordnet und stehen mit diesen in Fluidverbindung.
[0053] Über die Leerrohre 20a, b sind Daten und Energieleitungen geführt, die eine Steuerungseinheit
S in der oberirdischen Bedieneinheit versorgen.
1. Verfahren zur Herstellung einer stationären Versorgungsstation für Fahrzeuge, mit
den Schritten:
- Herstellen eines Fundamentsockels mit
∘ einer in den Fundamentsockel hineinführenden Abwasserleitung (40),
∘ einer aus dem Fundamentsockel herausführenden Frischwasserleitung (50),
∘ einer Anschlussschnittstelle, welche einen Anschluss (41) für die in den Fundamentsockel
hineinführende Abwasserleitung (40) und einen Anschluss (51) für die aus dem Fundamentsockel
herausführende Frischwasserleitung (50) aufweist,
∘ einer aus dem Fundamentsockel herausführenden Abwassererdleitung mit einem außerhalb
des Fundamentsockels liegenden Abwassererdleitungsanschluss (100),
∘ einer in den Fundamentsockel hineinführenden Frischwassererdleitung mit einem außerhalb
des Fundamentsockels liegenden Frischwassererdleitungsanschluss (110),
- Einsetzen des hergestellten Fundamentsockels in eine Erdvertiefung,
- Anschließen einer in die Erdvertiefung mündenden Frischwassererdleitung an den Frischwassererdleitungsanschluss
(110), und
- Anschließen einer in die Erdvertiefung mündenden Abwassererdleitung an den Abwassererdleitungsanschluss
(100), wobei
- die in den Fundamentsockel hineinführende Abwasserleitung (40) über ein Sperrventil
mit der aus dem Fundamentsockel herausführenden Abwassererdleitung verbunden ist,
wobei die aus dem Fundamentsockel herausführende Abwassererdleitung an eine Unterdruckleitung
angeschlossen wird, und
- die in den Fundamentsockel hineinführende Abwasserleitung (40) in einen Zwischenspeichertank
(35a, 35b, 35c, 35d) mündet, der in dem Fundamentsockel angeordnet ist und als Pufferspeicher
ausgebildet ist, um über einen bestimmten Zeitraum oder bis zu einem bestimmten Füllvolumen
Abwasser aufzunehmen, welches dann zu einem späteren Zeitpunkt in einem zeitlich begrenzt
durchzuführenden Absaugvorgang über die vakuumbetätigte Abwassererdleitung aus dem
Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d) des Fundamentsockels abgeführt werden kann,
und die Verbindung zwischen der in den Fundamentsockel hineinführenden Abwasserleitung
(40) mit der aus dem Fundamentsockel herausführenden Abwassererdleitung über ein schaltbares
Zweiwegeventil (43) erfolgt, das insbesondere in Abhängigkeit eines Füllstands im
Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d) geschaltet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch die weiteren Schritte:
- Befestigen einer Bedienungsstation an dem Fundamentsockel,
- Verbinden einer innerhalb der Bedienungsstation angeordneten Frischwasserleitung
mit dem Anschluss (51) für die aus dem Fundamentsockel herausführende Frischwasserleitung
(50), und
- Verbinden einer innerhalb der Bedienungsstation angeordneten Abwasserleitung mit
dem Anschluss (41) für die in den Fundamentsockel hineinführende Abwasserleitung (40).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch den Schritt:
- Anschließen des Abwassereranschlusses an eine Unterdruckabwasserleitung.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Schritte:
- Anschließen der aus dem Fundamentsockel herausführenden Frischwasserleitung (50)
mit einem ersten Anschluss eines Entwässerungsventils (53),
- Verbinden eines zweiten Anschlusses des Entwässerungsventils (53) mit einer Frischwasserabgabeöffnung,
- Verbinden eines dritten Anschlusses des Entwässerungsventils (53) mit der in den
Fundamentsockel hineinführenden Abwasserleitung (40),
- wobei das Entwässerungsventil (53) ausgebildet ist, um zwischen einer ersten Ventilschaltstellung,
in welcher der erste und der zweite Anschluss miteinander verbunden sind und der dritte
Anschluss gesperrt ist, und einer zweiten Ventilschaltstellung, in welcher der zweite
und der dritte Anschluss miteinander verbunden sind und der erste Anschluss gesperrt
ist, hin- und herschaltbar ist.
5. Verfahren zum Betrieb einer stationären Versorgungsstation für Fahrzeuge, mit den
Schritten:
- Abführen, insbesondere Absaugen, von Abwasser aus einem Fahrzeugabwassertank,
- Ableiten des Abwassers über eine in einen Fundamentsockel hineinführende Abwasserleitung
(40),
- Wegleiten des Abwassers über eine aus dem Fundamentsockel herausführende Abwassererdleitung,
wobei
- das Abwasser und/oder aus Rücklaufwasser, Spülwasser oder Tropfmengen gebildete
Wassermengen innerhalb des Fundamentsockels in einem Zwischenspeichertank (35a, 35b,
35c, 35d) zwischengespeichert wird,
- das Abwasser und die Wassermengen aus dem Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d)
in Abhängigkeit eines Pegelstands des Abwassers und der Wassermengen in dem Zwischenspeichertank
(35a, 35b, 35c, 35d) über die Abwassererdleitung weggeleitet wird, und
- das Abwasser und die Wassermengen über die Abwassererdleitung mittels eines in der
Abwassererdleitung herrschenden Unterdrucks weggeleitet wird,
- wobei das Abwasser in den Fundamentsockel schwerkraftbetätigt zugeleitet wird,
- das Abwasser aus dem Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d) im Fundamentsockel
über eine mit Unterdruck beaufschlagte Saugleitung abgesaugt wird, und
- das aus dem Zwischenspeichertank abgesaugte Abwasser über die mit Unterdruck beaufschlagte
Abwassererdleitung weggeleitet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, mit den Schritten:
- Zuleiten von Frischwasser in den Fundamentsockel über eine Frischwassererdleitung,
- Zuführen des Frischwassers aus dem Fundamentsockel über eine Frischwasserleitung
(50) zu dem Fahrzeug,
- Ableiten von in der Frischwasserleitung (50) verbliebenem Frischwasser aus der Frischwasserleitung
in den Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d) im Fundamentsockel nach Beendigung
der Zufuhr des Frischwassers zu dem Fahrzeug.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6, mit den Schritten:
- Spülen der Frischwasserleitung (50) mit Frischwasser aus der Frischwassererdleitung
als Spülwasser,
- Abführen des Spülwassers aus der Frischwasserleitung (50) in den Zwischenspeichertank
(35a, 35b, 35c, 35d),
- Absaugen des Spülwassers aus dem Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d) im Fundamentsockel
über eine mit Unterdruck beaufschlagte Saugleitung, und
- Wegleiten des aus dem Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d) abgesaugten Spülwassers
über eine mit Unterdruck beaufschlagte Abwassererdleitung,
- wobei das Spülen der Frischwasserleitung (50) als zeitlich begrenzter Spülvorgang
ausgeführt wird und vorzugsweise ausgelöst wird, wenn ein vorbestimmtes Zeitintervall
seit der letzten Frischwasserbefüllung mittels der Frischwasserleitung oder seit dem
letzten Spülvorgang der Frischwasserleitung (50) vergangen ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 - 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Absaugen des Spülwassers aus dem Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d)
- durch einen Füllstandssensor am Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d) ausgelöst
wird, oder
- bei jedem Spülen der Frischwasserleitung (50) ausgelöst wird.
9. Stationäre Versorgungsstation für Fahrzeuge, umfassend:
- einen Fundamentsockel mit
∘ einer in den Fundamentsockel hineinführenden Abwasserleitung (40),
∘ einer aus dem Fundamentsockel herausführenden Frischwasserleitung (50),
∘ einer Anschlussschnittstelle, welche einen Anschluss für die in den Fundamentsockel
hineinführende Abwasserleitung (40) und einen Anschluss für die aus dem Fundamentsockel
herausführende Frischwasserleitung (50) aufweist,
∘ einer aus dem Fundamentsockel herausführenden Abwasserleitung mit einem außerhalb
des Fundamentsockels liegenden Abwasseranschluss,
∘ einer in den Fundamentsockel hineinführenden Frischwasserleitung mit einem außerhalb
des Fundamentsockels liegenden Frischwasseranschluss,
wobei die Versorgungsstation weiter umfasst: einen in einem Innenraum des Fundamentsockels
angeordneten Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d), wobei der Zwischenspeichertank
(35a, 35b, 35c, 35d) eine Sensoreinrichtung aufweist, welche einen Pegelstand innerhalb
des Zwischenspeichertanks (35a, 35b, 35c, 35d) erfasst und bei Erreichen eines vorbestimmten
Pegelstandes im Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d) eine Abfuhr von Abwasser
aus dem Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d) über die aus dem Fundamentsockel
herausführende Abwasserleitung auslöst, und die Sensoreinrichtung ausgebildet ist,
um mit einer Schalteinrichtung zusammenzuwirken und die Schalteinrichtung ausgebildet
ist, um ein Ventil anzusteuern, welches den Zwischenspeichertank (35a, 35b, 35c, 35d)
mit der aus dem Fundamentsockel herausführenden Abwasserleitung in Fluidverbindung
setzt, wobei die aus dem Fundamentsockel herausführende Abwasserleitung und das Ventil
für eine unterdruckbetriebene Absaugung des Abwassers aus dem Zwischenspeichertank
(35a, 35b, 35c, 35d) ausgebildet sind.
10. Versorgungsstation nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die aus dem Fundamentsockel herausführende Frischwasserleitung (50) mit einem ersten
Anschluss eines Entwässerungsventils (53) verbunden ist,
- ein zweiter Anschluss des Entwässerungsventils (53) mit einer Frischwasserabgabeöffnung
verbunden ist, und
- ein dritter Anschluss des Entwässerungsventils (53) über eine Frischwasserrücklaufleitung
(52) über eine Entwässerungsleitung mit der in den Fundamentsockel hineinführenden
Abwasserleitung (40) verbunden ist, wobei das Entwässerungsventil (53) ausgebildet
ist, um zwischen einer ersten Ventilschaltstellung, in welcher der erste und der zweite
Anschluss miteinander verbunden sind und der dritte Anschluss gesperrt ist, und einer
zweiten Ventilschaltstellung, in welcher der zweite und der dritte Anschluss miteinander
verbunden sind und der erste Anschluss gesperrt ist, hin- und herschaltbar ist.
11. Versorgungsstation nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9-10
dadurch gekennzeichnet, dass
- die in den Fundamentsockel hineinführende Abwasserleitung (40) eine unterdruckbeaufschlagte
Abwasserleitung ist,
- die aus dem Fundamentsockel herausführende Abwasserleitung eine unterdruckbeaufschlagte
Abwasserleitung ist,
- eine zweite, in den Fundamentsockel hineinführende Abwasserleitung (30, 31) bereitgestellt
ist, die für eine schwerkraftbetätigte Abwasserführung ausgebildet ist, und
- die aus dem Fundamentsockel herausführende Abwasserleitung mit der zweiten, in den
Fundamentsockel hineinführenden Abwasserleitung (30, 31) über eine schaltbares Sperrventil
verbunden ist zur Absaugung von Abwasser, das über die zweite, in den Fundamentsockel
hineinführende Abwasserleitung (30, 31) dem Fundamentsockel zugeführt wurde.
1. A method for producing a stationary supply station for vehicles, having the steps:
- producing a foundation base having
∘ a wastewater line (40) running into the foundation base,
∘ a freshwater line (50) running out of the foundation base,
∘ a connection interface comprising a connection (41) for the wastewater line (40)
running into the foundation base and a connection (51) for the freshwater line (50)
running out of the foundation base,
∘ a wastewater ground line running out of the foundation base and having a wastewater
ground line connection (100) outside of the foundation base,
∘ a freshwater ground line running into the foundation base and having a freshwater
ground line connection (110) outside of the foundation base,
- placing the produced foundation base in a hole in the ground,
- connecting a freshwater ground line opening into the hole in the ground to the freshwater
ground line connection (110), and
- connecting a wastewater ground line opening into the hole in the ground to the wastewater
ground line connection (100), wherein
- the wastewater line (40) running into the foundation base is connected by means
of a shut-off valve to the wastewater ground line running out of the foundation base,
wherein the wastewater ground line running out of the foundation base is connected
to a vacuum line, and
- the wastewater line (40) running into the foundation base opens into an intermediate
storage tank (35a, 35b, 35c, 35d) disposed in the foundation base and implemented
as a buffer storage for receiving wastewater over a particular period of time or up
to a particular fill volume, said wastewater then being able to be discharged from
the intermediate storage tank (35a, 35b, 35c, 35d) of the foundation base at a subsequent
point in time in a time-limited suctioning process via the vacuum-actuated wastewater
ground line, and the connection between the wastewater line (40) running into the
foundation base to the wastewater ground line running out of the foundation base takes
place by means of a switchable two-way valve (43) switched particularly as a function
of a fill level in the intermediate storage tank (35a, 35b, 35c, 35d).
2. The method according to claim 1,
characterized by the further steps:
- attaching an operator station to the foundation base,
- connecting a freshwater line disposed within the operator station to the connection
(51) for the freshwater line (50) running out of the foundation base, and
- connecting a wastewater line disposed within the operator station to the connection
(41) for the wastewater line (40) running into the foundation base.
3. The method according to claim 1 or 2,
characterized by the step:
- connecting the wastewater ground connection to a vacuum wastewater line.
4. The method according to any one of the preceding claims,
characterized by the steps:
- connecting the freshwater line (50) running out of the foundation base to a first
connection of a drain valve (53),
- connecting a second connection of the drain valve (53) to a freshwater dispensing
opening,
- connecting a third connection of the drain valve (53) to the wastewater line (40)
running into the foundation base,
- wherein the drain valve (53) is implemented for switching back and forth between
a first valve switch setting in which the first and the second connection are connected
to each other and the third connection is blocked, and a second valve switch setting
in which the second and third connection are connected to each other and the first
connection is blocked.
5. A method for operating a stationary supply station for vehicles, having the steps:
- removing, particularly suctioning, wastewater out of a vehicle wastewater tank,
- draining off the wastewater via a wastewater line (40) running into a foundation
base,
- discharging the wastewater via a wastewater ground line running out of the foundation
base,
wherein
- the wastewater and/or the quantity of water formed by the return water, flushing
water, or spillage is intermediately stored within the foundation base in an intermediate
storage tank (35a, 35b, 35c, 35d),
- the wastewater and the quantity of water from the intermediate storage tank (35a,
35b, 35c, 35d) are discharged via the wastewater ground line as a function of a level
of the wastewater and the quantity of water in the intermediate storage tank (35a,
35b, 35c, 35d), and
- the wastewater and the quantity of water are discharged via the wastewater ground
line by means of a vacuum present in the wastewater ground line,
- wherein the wastewater is fed into the foundation base by means of gravity feeding,
- the wastewater is suctioned out of the intermediate storage tank (35a, 35b, 35c,
35d) in the foundation base via a suction line under vacuum, and
- the wastewater suctioned out of the intermediate storage tank is discharged via
the wastewater ground line under vacuum.
6. The method according to claim 5, having the steps:
- feeding fresh water into the foundation base via a freshwater ground line,
- feeding the fresh water from the foundation base to the vehicle via a freshwater
line (50),
- draining off fresh water remaining in the freshwater line (50) out of the freshwater
line into the intermediate storage tank (35a, 35b, 35c, 35d) in the foundation base
after completing the feeding of the fresh water to the vehicle.
7. The method according to any one of the claims 5 or 6, having the steps:
- flushing the freshwater line (50) by means of fresh water from the freshwater ground
line as flushing water,
- draining off the flushing water from the freshwater line (50) into the intermediate
storage tank (35a, 35b, 35c, 35d),
- suctioning the flushing water out of the intermediate storage tank (35a, 35b, 35c,
35d) in the foundation base via a suction line under vacuum, and
- discharging the flushing water suctioned out of the intermediate storage tank (35a,
35b, 35c, 35d) via a wastewater ground line under vacuum,
- wherein the flushing of the freshwater line (50) is performed as a time-limited
flushing process and is preferably initiated when a predetermined time interval has
passed since the last filling of freshwater by means of the freshwater line or since
the last flushing process of the freshwater line (50).
8. The method according to any one of the claims 5 through 7,
characterized in that the suctioning of the flushing water out of the intermediate storage tank (35a, 35b,
35c, 35d)
- is initiated by a fill level sensor on the intermediate storage tank (35a, 35b,
35c, 35d), or
- is initiated every time the freshwater line (50) is flushed.
9. A stationary supply station for vehicles, comprising:
- a foundation base having
∘ a wastewater line (40) running into the foundation base,
∘ a freshwater line (50) running out of the foundation base,
∘ a connection interface comprising a connection for the wastewater line (40) running
into the foundation base and a connection for the freshwater line (50) running out
of the foundation base,
∘ a wastewater line running out of the foundation base and having a wastewater connection
outside of the foundation base,
∘ a freshwater line running into the foundation base and having a freshwater connection
outside of the foundation base,
the supply station further comprising:
an intermediate storage tank (35a, 35b, 35c, 35d) disposed in an interior space of
the foundation base, wherein the intermediate storage tank (35a, 35b, 35c, 35d) comprises
a sensor device for capturing a level within the intermediate storage tank (35a, 35b,
35c, 35d) and for initiating discharging of wastewater out of the intermediate storage
tank (35a, 35b, 35c, 35d) via the wastewater line running out of the foundation base
when a predetermined level is reached in the intermediate storage tank (35a, 35b,
35c, 35d), and the sensor device is implemented for interacting with a switch device
and the switch device is implemented for actuating a valve setting a fluid connection
between the intermediate storage tank (35a, 35b, 35c, 35d) and the wastewater line
running out of the foundation base, wherein the wastewater line running out of the
foundation base and the valve are implemented for vacuum-actuated suctioning of the
wastewater out of the intermediate storage tank (35a, 35b, 35c, 35d).
10. The supply station according to claim 9,
characterized in that
- the freshwater line (50) running out of the foundation base is connected to a first
connection of a drain valve (53),
- a second connection of the drain valve (53) is connected to a freshwater dispensing
opening, and
- a third connection of the drain valve (53) is connected to the wastewater line (40)
running into the foundation base via a freshwater return line (52) via a drain line,
wherein the drain valve (53) is implemented for switching back and forth between a
first valve switch setting in which the first and the second connection are connected
to each other and the third connection is blocked, and a second valve switch setting
in which the second and third connection are connected to each other and the first
connection is blocked.
11. The supply station according to any one of the preceding claims 9 through 10,
characterized in that
- the wastewater line (40) running into the foundation base is a wastewater line under
vacuum,
- the wastewater line running out of the foundation base is a wastewater line under
vacuum,
- a second wastewater line (30, 31) running into the foundation base is provided and
implemented for feeding wastewater under gravity feeding, and
- the wastewater line running out of the foundation base is connected to the second
wastewater line (30, 31) running into the foundation base by means of a switchable
shut-off valve for suctioning wastewater fed into the foundation base via the second
wastewater line (30, 31) running into the foundation base.
1. Procédé pour la fabrication d'une station d'approvisionnement stationnaire pour véhicules,
comprenant les étapes suivantes :
- fabriquer un socle de fondation avec
∘ une conduite (40) d'eaux usées menant dans le socle de fondation,
∘ une conduite (50) d'eau douce menant hors du socle de fondation,
∘ une interface de raccordement qui présente un raccord (41) pour la conduite (40)
d'eaux usées menant dans le socle de fondation et un raccord (51) pour la conduite
(50) d'eau douce menant hors du socle de fondation,
∘ une conduite de terre d'eaux usées menant hors du socle de fondation avec un raccord
(100) de conduite de terre d'eaux usées situé hors du socle de fondation,
∘ une conduite de terre d'eaux douce menant dans le socle de fondation avec un raccord
(110) de conduite de terre d'eaux douce situé hors du socle de fondation,
- mettre en place le socle de fondation fabriqué dans un creux du sol,
- raccorder une conduite de terre d'eaux douce débouchant dans le creux du sol au
raccord (110) de conduite de terre d'eaux douce, et
- raccorder une conduite de terre d'eaux usées débouchant dans le creux du sol au
raccord (100) de conduite de terre d'eaux usées, dans lequel
- la conduite (40) d'eaux usées menant dans le socle de fondation est raccordée à
la conduite de terre d'eaux usées menant hors du socle de fondation par l'intermédiaire
d'une vanne d'arrêt, dans lequel la conduite de terre d'eaux usées menant hors du
socle de fondation est raccordée à une conduite à dépression, et
- la conduite (40) d'eaux usées menant dans le socle de fondation débouche dans un
réservoir de stockage temporaire (35a, 35b, 35c, 35d) qui est disposé dans le socle
de fondation et conçu en tant qu'accumulateur tampon pour recevoir des eaux usées
pendant un certain temps ou jusqu'à un certain volume de remplissage, lesquelles eaux
usées peuvent être évacuées ultérieurement du réservoir de stockage intermédiaire
(35a, 35b, 35c, 35d) du socle de fondation dans un processus d'aspiration à réaliser
pendant un temps limité, via la conduite de terre d'eaux usées actionnée par dépression,
et la connexion entre la conduite (40) d'eaux usées menant dans le socle de fondation
et la conduite de terre d'eaux usées menant hors du socle de fondation a lieu par
l'intermédiaire d'une vanne à deux voies (43) commutable qui est commutée en particulier
en fonction d'un niveau de remplissage dans le réservoir de stockage intermédiaire
(35a, 35b, 35c, 35d).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par les étapes supplémentaires suivantes :
- fixer une station de commande sur le socle de fondation,
- raccorder une conduite d'eau douce située à l'intérieur de la station de commande
au raccord (51) pour la conduite (50) d'eau douce menant hors du socle de fondation,
et
- raccorder une conduite d'eaux usées située à l'intérieur de la station de commande
au raccord (41) pour la conduite (40) d'eaux usées menant dans le socle de fondation.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par l'étape suivante :
- raccorder le raccord d'eaux usées à une conduite d'eaux usées à dépression.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par les étapes suivantes :
- raccorder la conduite (50) d'eau douce menant hors du socle de fondation à un premier
raccord d'une vanne de purge (53),
- raccorder un deuxième raccord de la vanne de purge (53) à une ouverture de distribution
d'eau douce,
- raccorder un troisième raccord de la vanne de purge (53) à la conduite (40) d'eaux
usées menant dans le socle de fondation,
- dans lequel la vanne de purge (53) se présente sous une forme pour pouvoir être
commutée entre une première position de commutation de vanne dans laquelle les premier
et deuxième raccords sont connectés l'un à l'autre et le troisième raccord est bloqué,
et une deuxième position de commutation de vanne dans laquelle les deuxième et troisième
raccords sont connectés l'un à l'autre et le premier raccord est bloqué, et inversement.
5. Procédé pour exploiter une station d'approvisionnement stationnaire pour véhicules,
comprenant les étapes suivantes :
- évacuer, en particulier aspirer, des eaux usées depuis un réservoir d'eaux usées
d'un véhicule,
- rejeter les eaux usées via une conduite (40) d'eaux usées menant dans un socle de
fondation,
- évacuer les eaux usées via une conduite de terre d'eaux usées menant hors du socle
de fondation,
dans lequel
- les eaux usées et/ou les quantités d'eau formées à partir d'eau de retour, d'eau
de rinçage ou les quantités d'égouttement sont temporairement stockées à l'intérieur
du socle de fondation dans un réservoir de stockage temporaire (35a, 35b, 35c, 35d),
- les eaux usées et les quantités d'eau provenant du réservoir de stockage temporaire
(35a, 35b, 35c, 35d) sont évacuées via la conduite de terre d'eaux usées en fonction
d'un niveau des eaux usées et des quantités d'eau dans le réservoir de stockage temporaire
(35a, 35b, 35c, 35d), et
- les eaux usées et les quantités d'eau sont évacués via la conduite de terre d'eaux
usées au moyen d'une dépression régnant dans la conduite de terre d'eaux usées,
- dans lequel les eaux usées sont délivrées dans le socle de fondation sous l'effet
de la gravité,
- les eaux usées sont aspirées du réservoir de stockage temporaire (35a, 35b, 35c,
35d) dans le socle de fondation via une conduite d'aspiration soumise à une dépression,
et
- les eaux usées aspirées du réservoir de stockage temporaire sont évacuées via la
conduite de terre d'eaux usées soumise à une dépression.
6. Procédé selon la revendication 5, avec les étapes suivantes :
- amener de l'eau douce dans le socle de fondation via une conduite de terre d'eaux
douce,
- amener de l'eau douce du socle de fondation au véhicule via une conduite (50) d'eau
douce,
- rejeter de l'eau douce restée dans la conduite (50) d'eau douce à partir de la conduite
d'eau douce dans le réservoir de stockage temporaire (35a, 35b, 35c, 35d) dans le
socle de fondation après l'achèvement de l'amenée d'eau douce au véhicule.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 ou 6, avec les étapes suivantes
:
- rincer la conduite (50) d'eau douce avec de l'eau douce provenant de la conduite
de terre d'eau douce en tant qu'eau de rinçage,
- évacuer l'eau douce de la conduite (50) d'eau douce dans le réservoir de stockage
temporaire (35a, 35b, 35c, 35d),
- aspirer l'eau de rinçage depuis le réservoir de stockage temporaire (35a, 35b, 35c,
35d) dans le socle de fondation via une conduite d'aspiration soumise à une dépression,
et
- évacuer l'eau de rinçage aspirée du réservoir de stockage temporaire (35a, 35b,
35c, 35d) via une conduite de terre d'eaux usées soumise à une dépression,
- dans lequel le rinçage de la conduite (50) d'eau douce est effectué en tant que
processus de rinçage limité dans le temps et est de préférence déclenché lorsqu'un
intervalle de temps prédéterminé s'est écoulé depuis le dernier remplissage d'eau
douce au moyen de la conduite d'eau douce ou depuis le dernier processus de rinçage
de la conduite (50) d'eau douce.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 7,
caractérisé en ce que l'aspiration de l'eau de rinçage depuis le réservoir de stockage temporaire (35a,
35b, 35c, 35d)
- est déclenchée par un capteur de niveau de remplissage sur le réservoir de stockage
temporaire (35a, 35b, 35c, 35d), ou
- est déclenchée à chaque rinçage de la conduite (50) d'eau douce.
9. Station d'approvisionnement stationnaire pour véhicules, comprenant :
- un socle de fondation avec
o une conduite (40) d'eaux usées menant dans le socle de fondation,
o une conduite (50) d'eau douce menant hors du socle de fondation,
∘ une interface de raccordement qui présente un raccord pour la conduite (40) d'eaux
usées menant dans le socle de fondation et un raccord pour la conduite (50) d'eau
douce menant hors du socle de fondation,
∘ une conduite d'eaux usées menant hors du socle de fondation avec un raccord d'eaux
usées situé hors du socle de fondation,
∘ une conduite d'eaux douce menant dans le socle de fondation avec un raccord d'eaux
douce situé hors du socle de fondation,
dans laquelle la station d'approvisionnement comprend en outre :
un réservoir de stockage temporaire (35a, 35b, 35c, 35d) disposé dans un espace intérieur
du socle de fondation, dans lequel le réservoir de stockage temporaire (35a, 35b,
35c, 35d) présente un dispositif de capteur qui détecte un niveau à l'intérieur du
réservoir de stockage temporaire (35a, 35b, 35c, 35d) et, lorsqu'un niveau prédéterminé
est atteint dans le réservoir de stockage temporaire (35a, 35b, 35c, 35d), déclenche
une évacuation d'eaux usées depuis le réservoir de stockage temporaire (35a, 35b,
35c, 35d) via la conduite d'eaux usées menant hors du socle de fondation, et le dispositif
de capteur se présente sous une forme pour coopérer avec un dispositif de commutation
et le dispositif de commutation se présente sous une forme pour commander une vanne
qui met le réservoir de stockage temporaire (35a, 35b, 35c, 35d) en relation fluidique
avec la conduite d'eaux usées menant hors du socle de fondation, dans laquelle la
conduite d'eaux usées menant hors du socle de fondation et la vanne sont conçues pour
une aspiration d'eaux usées commandée par dépression depuis le réservoir de stockage
temporaire (35a, 35b, 35c, 35d).
10. Station d'approvisionnement selon la revendication 9,
caractérisée en ce que
- la conduite (50) d'eau douce menant hors du socle de fondation est reliée à un premier
raccord d'une vanne de purge (53),
- un deuxième raccord de la vanne de purge (53) est relié à une ouverture de distribution
d'eau douce et
- un troisième raccord de la vanne de purge (53) est relié à la conduite (40) d'eaux
usées menant dans le socle de fondation via une conduite de retour d'eau douce (52)
via une conduite de purge,
dans lequel la vanne de purge (53) se présente sous une forme pour pouvoir être commutée
entre une première position de commutation de vanne dans laquelle les premier et deuxième
raccords sont connectés l'un à l'autre et le troisième raccord est bloqué, et une
deuxième position de commutation de vanne dans laquelle les deuxième et troisième
raccords sont connectés l'un à l'autre et le premier raccord est bloqué, et inversement.
11. Station d'approvisionnement selon l'une quelconque des revendications 9 à 10 précédentes,
caractérisée en ce que
- la conduite (40) d'eaux usées menant dans le socle de fondation est une conduite
d'eaux usées soumise à une dépression,
- la conduite d'eaux usées menant hors du socle de fondation est une conduite d'eaux
usées soumise à une dépression,
- un deuxième conduit (30, 31) d'eaux usées menant dans le socle de fondation est
prévu, qui est conçu pour la conduction d'eaux usées commandée par gravité, et
- la conduite d'eaux usées menant hors du socle de fondation est reliée à la deuxième
conduite (30, 31) d'eaux usées menant dans le socle de fondation par l'intermédiaire
d'une vanne d'arrêt commutable pour l'aspiration d'eaux usées qui ont été amenées
dans le socle de fondation par la deuxième conduite (30, 31) d'eaux usées menant dans
le socle de fondation.