[0001] Die vorliegende Patentanmeldung nimmt die Priorität der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2018 205 935.7 in Anspruch, deren Inhalt durch Bezugnahme hierin aufgenommen wird.
[0002] Die Erfindung betrifft einen Mauerkasten für ein Lüftungssystem sowie ein Lüftungssystem
mit einem Mauerkasten. Des Weiteren betrifft die Erfindung die Anordnung eines Mauerkastens
in einer Außenwand eines Gebäudes.
[0003] Mauerkästen werden insbesondere bei der Entlüftung von Küchen mittels eines Dunstabzugs
oder bei kontrollierter Wohnraumlüftung eingesetzt. Ein Mauerkasten ist beispielsweise
aus der
DE 10 2014 113 210 A1 bekannt. Dunstabzüge zum Abzug von Kochdünsten werden zum Beispiel in der
DE 20 2007 000 610 U1 und der
DE 20 2011 005 698 U1 beschrieben.
[0004] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen Mauerkasten zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Mauerkasten mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen.
[0006] Der Mauerkasten für ein Lüftungssystem weist ein einen Innenraum begrenzendes Gehäuse
mit einem Einlass für einen Luftstrom und einen Auslass für einen Luftstrom auf. Ein
Durchströmbereich verbindet den Einlass und den Auslass in einer Strömungsrichtung.
Zudem weist der Mauerkasten mindestens eine Klappenanordnung mit einer an einer Aufhängung
angeordneten Klappe auf, wobei die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung um
eine durch die Aufhängung definierte Schwenkachse zwischen einer den Durchströmbereich
dicht verschließenden Schließstellung und einer Offenstellung verschwenkbar ist.
[0007] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass eine Verringerung des Strömungswiderstands, den
der Mauerkastens in der Offenstellung der Klappe der mindestens einen Klappenanordnung
einem Luftstrom entgegensetzt, für gewöhnlich eine nachteilige Vergrößerung der Außenmaße
des Mauerkastens bedingt. Bei dem vorliegenden Mauerkasten wird ein geringer Strömungswiderstand
bei gleichzeitig praktikablen Außenmaßen durch die folgenden Merkmale gewährleistet:
Für eine Fläche A eines Querschnitts des Innenraums senkrecht zu der Strömungsrichtung
gilt

wobei K eine Fläche eines einhüllenden Kreises mit kleinstmöglichem Radius angibt,
der den Querschnitt des Innenraums vollständig überdeckt. Die Klappe der mindestens
einen Klappenanordnung weist zumindest in der Offenstellung eine Klappen-Kontur auf,
die in zu der Schwenkachse benachbarten Bereichen an einer Querschnitt-Kontur des
Innenraums in den jeweiligen zu der Schwenkachse benachbarten Bereichen angepasst
ist.
[0008] Die Erfindung betrifft insbesondere die Konturierung der Klappe, welche in Kombination
mit der Querschnitts-Kontur zu Synergieeffekten führt.
[0009] Der Mauerkasten ist für einen Einbau in einem Mauerwerk vorgesehen. Das Mauerwerk
kann insbesondere eine Außenwand eines Gebäudes sein. Der Einbau des Mauerkastens
in das Mauerwerk erfolgt derart, dass der Einlass und der Auslass des Mauerkastens
an unterschiedlichen Seiten des Mauerwerks angeordnet sind, insbesondere kann vorgesehen
sein, den Einlass auf einer Innenseite des Mauerwerks und den Auslass auf einer Außenseite
des Mauerwerks anzuordnen.
[0010] Die Strömungsrichtung ist als die kürzeste Verbindung vom Einlass zum Auslass definiert.
Die Strömungsrichtung steht insbesondere auf einer Querschnittsfläche des Einlasses
senkrecht. Bei vorgesehenem horizontalem Einbau des Mauerkastens in das Mauerwerk
ist die Strömungsrichtung insbesondere horizontal, insbesondere parallel zu einer
Flächennormalen des Mauerwerks.
[0011] Als Durchströmbereich kann insbesondere ein durch die Querschnittsfläche des Einlasses
und eine Länge des Mauerkastens in der Strömungsrichtung aufgespanntes Volumen definiert
sein. Der Durchströmbereich hat insbesondere die Form eines allgemeinen Zylinders,
dessen Querschnitt dem Querschnitt des Einlasses entspricht. Allgemein kann der Durchströmbereich
insbesondere gleich der kleinsten konvexen Einhüllenden um den Einlass und den Auslass
des Mauerkastens beziehungsweise um den Einlass und den kleinsten freien Strömungsquerschnitt
im Innenraum des Mauerkastens in Offenstellung der Klappe der mindestens einen Klappenanordnung
sein. Der Durchströmbereich ist ein Teil des Innenraums des Mauerkastens. Der Luftstrom
strömt bei der Offenstellung der Klappe im Wesentlichen nur im Durchströmbereich.
[0012] Der Querschnitt des Innenraums kann entlang der Strömungsrichtung gleichbleibend
sein oder variieren. In jedem Fall erfüllt der Querschnitt die Bedingung gemäß Gleichung
(1), wobei der genaue Wert von A/ K variieren kann. Der einhüllende Kreis deckt den
Querschnittinnenraum vollständig ab. Es gilt: 1 ≤ A/ K. Die Fläche K des einhüllenden
Kreises stellt daher eine obere Grenze für die Fläche A des Querschnitts des Innenraums
dar. Die Fläche K des Kreises stellt somit die größtmögliche Querschnittsfläche bei
einem gegebenen maximalen Durchmesser des Innenraums des Mauerkastens dar. Die Bedingung

gilt für einen quadratischen Querschnitt. Der Querschnitt des Innenraums weicht von
einer einfachen, im Wesentlichen rechteckigen Form ab. Der Querschnitt weist bei gegebenem
maximalem Durchmesser eine im Vergleich zu einem Rechteck vergrößerte Fläche A auf.
Bei einem gegebenen maximalen Durchmesser des Innenraums, der mit maximalen Außenmaßen
des Mauerkastens korrelieren kann, ist eine große Fläche A des Querschnitts des Innenraums
gewährleistet, was eine bessere Entlüftung und einen niedrigeren Strömungswiderstand
bewirkt. Bevorzugt gilt: A/K > 0,7, insbesondere A/K > 0,8, insbesondere A/K > 0,9,
insbesondere A/ K > 0,95, insbesondere A/K > 0,975.
[0013] Eine Außenkontur des Gehäuses kann von der Querschnitts-Kontur des Innenraums abweichen.
Bevorzugt jedoch entspricht die Außenkontur des Gehäuses im Wesentlichen der Querschnitts-Kontur
des Innenraums. Das Gehäuse kann hierzu entlang des Umfangs eines Gehäuse-Querschnitts
eine gleichbleibende Wandstärke aufweisen. Dies gewährleistet geringe Außenmaße des
Mauerkastens bezogen auf die Fläche A des Querschnitts des Innenraums. Eine der Querschnitts-Kontur
des Innenraums im Wesentlichen entsprechende Außenkontur des Gehäuses hat zudem den
Vorteil, dass eine Fläche eines die Außenkontur des Gehäuses einhüllenden Kreises
weitestgehend ausgefüllt wird. Geeignete Wandstärken liegen beispielsweise zwischen
1 mm und 30 mm, sie betragen insbesondere höchstens 20 mm, insbesondere höchstens
10 mm, insbesondere höchstens 5mm, bevorzugt bei etwa 2,5 mm.
[0014] Ein zum Einbau des Mauerkastens in dem Mauerwerk notwendiger Mauerdurchbruch kann
somit auf einfache Weise mit einer Kernbohrung durchgeführt werden. Der Mauerkasten
ist montagefreundlich. Zudem füllt der Mauerkasten einen Bohrungs-Querschnitt der
Kernbohrung, anders als ein kastenförmiger Mauerkasten, weitestgehend aus. Es kann
daher ein bezogen auf den Querschnitt des Innenraums, welcher für die Entlüftung zur
Verfügung steht, kleiner Mauerdurchbruch vorgesehen werden. Beispielsweise übersteigt
der Durchmesser des Mauerdurchbruchs den maximalen Durchmesser des Mauerkastens maximal
um 30 %, insbesondere maximal um 25 %, bevorzugt um maximal 20 %, besonders bevorzugt
um maximal 15 %. Die Montage des Mauerkastens ist einfach und effektiv. Ein aufwändiges
Einpassen des Mauerkastens im Mauerdurchbruch ist vermieden. Zudem ist der Isolationsaufwand
zur Isolierung des Mauerdurchbruchs reduziert.
[0015] Ein Querschnitt des Einlasses kann eine beliebige Form aufweisen. Bevorzugt entspricht
die Form des Querschnitts des Einlasses der Form des Querschnitts eines an dem Mauerkasten
anzuschließenden Lüftungsrohrs, beispielsweise eines Lüftungskanals, insbesondere
Flachkanals, oder bevorzugt eines Rundrohrs. Besonders bevorzugt entspricht der Querschnitt
des Einlasses im Wesentlichen dem Querschnitt des Innenraums. Durch eine Anpassung
der Querschnitte des Lüftungsrohrs, des Einlasses sowie des Innenraums sind Verwirbelungen
im Luftstrom insbesondere im Bereich des Einlasses vermindert. Die Fluiddynamik des
Luftstroms im Mauerkasten ist verbessert.
[0016] Der Querschnitt des Auslasses kann von dem Querschnitt des Einlasses und/oder dem
Querschnitt des Innenraums abweichen. Der Querschnitt des Auslasses kann insbesondere
gegenüber dem Querschnitt des Einlasses vergrößert sein. Bevorzugt weisen die Querschnitte
des Auslasses und des Einlasses die gleiche Form auf. Hierdurch wird die Fluiddynamik
des Luftstroms bei Offenstellung der Klappe der mindestens einen Klappenanordnung
im gesamten Mauerkasten stabilisiert. Verwirbelungen im Luftstrom entlang der Strömungsrichtung,
insbesondere im Bereich des Auslasses, werden vermindert.
[0017] Die mindestens eine Klappenanordnung kann eine Mehrzahl von Klappen umfassen. In
diesem Fall können die Klappen einer Klappenanordnung insbesondere nebeneinander entlang
einer gemeinsamen Schwenkachse oder bezüglich des Querschnitts des Innenraums gegenüberliegend
angeordnet sein. Bevorzugt jedoch weist die mindestens eine Klappenanordnung genau
eine Klappe auf. Dies gewährleistet einen unkomplizierten Aufbau des Mauerkastens.
Zudem wird die Gefahr eines Verhakens beim Verschwenken mehrerer Klappen der mindestens
einen Klappenanordnung vermieden.
[0018] Die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung weist eine Längsrichtung auf. Die
Längsrichtung der Klappe ist definiert als die Richtung senkrecht zu der Schwenkachse,
in der die Klappe die größte senkrecht zu der Schwenkachse gemessene Ausdehnung aufweist.
Die Längsrichtung der Klappe entspricht daher dem größten senkrecht zu der Schwenkachse
verlaufenden Durchmesser der Klappe. Die Längsrichtung verläuft unabhängig von einer
Schwenkstellung der Klapper senkrecht zu der Schwenkachse. Zudem weist die Klappe
der mindestens einen Klappenanordnung eine Orientierung auf. Die Orientierung ist
definiert als die Ebene, welche durch die Längsrichtung der Klappe und einer parallel
zu der Schwenkachse verlaufenden Gerade aufgespannt ist. Die Orientierung der Klappe
verändert sich mit dem Verschwenken der Klappe. Die Klappe weist in der Schließstellung
und in der Offenstellung unterschiedliche Orientierungen auf.
[0019] In der Schließstellung verschließt die Klappe die mindestens eine Klappenanordnung
und den Durchströmbereich, insbesondere den gesamten Innenraum des Gehäuses im Bereich
der mindestens einen Klappenanordnung dicht, insbesondere gasdicht. In der Schließstellung
ist ein direkter Luftaustausch zwischen dem Einlass und dem Auslass konsequent verhindert.
Insbesondere ist in der Schließstellung der direkte Luftaustausch zwischen einer Außenseite
und einer Innenseite eines Gebäudes durch den Mauerkasten verhindert. Somit ist insbesondere
ein Luftstrom entgegen der Strömungsrichtung, also vom Auslass zum Einlass, verhindert.
In der Schließstellung kann die Orientierung der Klappe und damit auch deren Längsrichtung
im Wesentlichen senkrecht zu der Strömungsrichtung sein.
[0020] In der Offenstellung der Klappe ist eine Fluidverbindung zwischen dem Einlass und
dem Auslass gegeben, sodass ein Luftstrom im Mauerkasten in Strömungsrichtung fließen
kann. Der Luftstrom durchströmt im Wesentlichen den Durchströmbereich.
[0021] Aufgrund der Querschnitts-Kontur des Innenraums, welche - wie oben beschrieben -
von einer einfachen rechteckigen Form abweicht, ist ein Verschwenken der Klappe aus
der Schließstellung, insbesondere aus dem Durchströmbereich hinaus, im Allgemeinen
erschwert. Dies ist insbesondere der Fall, wenn genau eine Klappe je Klappenanordnung
vorhanden ist. In dem erfindungsgemäßen Mauerkasten ist dieses Problem gelöst durch
die zumindest in der Offenstellung der Klappe definierte Klappen-Kontur, die in zu
der Schwenkachse benachbarten Bereichen an die Querschnitts-Kontur des Innenraums
in den entsprechenden zu der Schwenkachse benachbarten Bereichen angepasst ist. Die
Anpassung der Klappen-Kontur bedeutet, dass die Außenmaße der Klappen-Kontur in den
entsprechenden Bereichen den Innenmaßen der Querschnitts-Kontur des Innenraums im
Wesentlichen entsprechen. Im Wesentlichen ist hierbei derart zu verstehen, dass trotz
der Anpassung der Außenmaße der Klappen-Kontur an die Innenmaße der Querschnitts-Kontur
genug Spiel vorhanden ist, dass ein, insbesondere reibungsfreies, Verschwenken der
Klappe von der Schließstellung in die Offenstellung und zurück gewährleistet ist.
Die Anpassung der Klappen-Kontur ermöglicht, dass die Klappe auch in einem von einem
rechteckigen Querschnitt abweichenden Innenraum einfach von der Schließstellung in
die Offenstellung und zurück verschwenkt werden kann. Insbesondere ist möglich, dass
die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung in der Offenstellung weitestgehend
aus dem Durchströmbereich herausgeschwenkt ist. Hierdurch ist verhindert, dass die
Klappe der mindestens einen Klappenanordnung in der Offenstellung ganz oder zu wesentlichen
Teilen innerhalb des Durchströmbereichs zu liegen kommt. Ein durch die mindestens
eine Klappenanordnung, insbesondere die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung,
hervorgerufener Strömungswiderstand ist verringert. Dies verbessert die Fluiddynamik
des Luftstroms im Mauerkasten. Störende Geräusche, die der Luftstrom bei einem Umströmen
der Klappe der mindestens einen Klappenanordnung hervorruft, sind vermindert. Der
Strömungswiderstand des Mauerkastens in der Offenstellung ist weiter verringert.
[0022] Da die Querschnitts-Kontur des Innenraums von einer einfachen rechteckigen Form abweicht,
weist auch die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung zumindest in der Offenstellung
keine einfache Klappen-Kontur, sondern eine dreidimensionale Klappen-Kontur auf. Die
Klappe der mindestens einen Klappenanordnung ist zumindest in der Offenstellung insbesondere
nicht flach oder plattenförmig. Aufgrund der dreidimensionalen Klappen-Kontur weist
die Klappe zumindest in der Offenstellung eine Ausdehnung in einer Kontur-Richtung
auf. Die Kontur-Richtung verläuft senkrecht sowohl zu der Längsrichtung der Klappe
sowie zu der Schwenkachse. Die Schwenkachse, die Längsrichtung und die Kontur-Richtung
spannen ein orthogonales Koordinatensystem auf, bezüglich dessen die Kontur und Form
der Klappen gemessen werden können. Dieses Koordinatensystem ist bezüglich der jeweiligen
Klappe festgelegt und wird mit der Klappe verschwenkt. In der Offenstellung kann die
Ausdehnung der Klappen-Kontur in Richtung der Kontur-Richtung beispielsweise mindestens
5 %, insbesondere mindestens 10 %, insbesondere mindestens 20 %, insbesondere mindestens
30 %, insbesondere mindestens 40 %, bevorzugt mindestens 45 % der maximalen Ausdehnung
der Klappe in Längsrichtung betragen.
[0023] Zur Anpassung der Klappen-Kontur in der Offenstellung kann die Klappe der mindestens
einen Klappenanordnung flexibel oder gelenkig sein. Beispielsweise kann die flexibel
oder gelenkig ausgestaltete Klappe beim Verschwenken in die Offenstellung beispielsweise
gegen die Innenseite des Gehäuses gedrückt werden, sodass hierüber eine Anpassung
der Klappen-Kontur an die Querschnitts-Kontur des Innenraums erfolgt. Alternativ kann
insbesondere bei gelenkig ausgestalteten Klappen ein automatisches Verschwenken der
Klappenteile gegeneinander beim Verschwenken in die Offenstellung erfolgen. Bevorzugt
jedoch ist die Klappe starr beziehungsweise formstabil ausgeführt. Dies bedeutet,
dass die Klappe permanent, also unabhängig von einer Schwenkstellung der Klappe, konturiert
ist. Dies erhöht die Stabilität und Haltbarkeit der Klappe sowie die Zuverlässigkeit
beim Öffnen und Schließen der Klappe. Auch ist die Klappe einfach und günstig herstellbar.
[0024] Bevorzugt ist die Klappen-Kontur derart an die Querschnitt-Kontur angepasst, dass
die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung in der Schließstellung bündig an
der Querschnitts-Kontur, insbesondere bündig entlang der gesamten Querschnitts-Kontur
anliegt. Die Dichtwirkung der Schließstellung ist somit unabhängig von Vorsprüngen,
Dichtmitteln und dergleichen gewährleistet. Das Verzichten auf Vorsprünge, an welchen
die Klappen anliegen könnten, verbessert die Strömungseigenschaften. Zudem kann sich
hinter den Vorsprüngen kein Schmutz ansammeln. Hierzu kann die Klappe zwei sich in
Kontur-Richtung erstreckende Kontur-Flügel aufweisen. Zusätzlich können, insbesondere
abgerundete, Konturkanten an der Klappe ausgebildet sein, sodass trotz Dichtwirkung
genügend Spiel vorhanden ist, dass die Klappe einfach, insbesondere reibungsfrei,
verschwenkbar ist.
[0025] Zur Erhöhung der Dichtwirkung kann die Klappe randseitige Dichtlippen, insbesondere
eine randseitig umlaufende Dichtlippe aufweisen. Die Dichtlippen werden bevorzugt
integral mit weiteren Teilen der Klappe, insbesondere einem Klappen-Grundkörper, gefertigt.
Die Klappe, insbesondere der Klappen-Grundkörper, ist besonders bevorzugt ein Zwei-Komponenten-Bauteil.
Die Dichtlippen können bei der Herstellung der Klappe an den Klappen-Grundkörper angespritzt
werden.
[0026] Zusätzlich oder alternativ hierzu können, Vorsprünge, insbesondere ein die Querschnitts-Kontur
vollständig umlaufender Vorsprung, vorgesehen sein, an dem die Klappe in der Schließstellung
anliegt. Die Vorsprünge und/oder die Klappe können umlaufende Dichtlippen aufweisen,
um eine Dichtwirkung zu erhöhen. Bei mehreren Klappenanordnungen kann jeweils ein
Vorsprung für die jeweilige Klappe vorgesehen sein.
[0027] Gemäß einem Aspekt der Erfindung hat die Querschnitts-Kontur des Innenraums im Wesentlichen
die Form eines Polygons, insbesondere eines regulären Polygons, mit mindestens fünf
Ecken oder eines Kreises. Im Wesentlichen bedeutet hierbei, dass beispielsweise die
Ecken des Polygons abgerundet und/oder dessen Kanten ausgebuchtet sein können. In
Bezug auf die Kreisform bedeutet dies insbesondere, dass die Querschnitts-Kontur beispielsweise
abgeflachte Pole aufweisen kann. Formal entspricht die Querschnitts-Kontur in Form
eines Kreises einer Querschnitts-Kontur in Form eines regelmäßigen Polygons mit n
Ecken, wobei n → ∞. Eine derartige Querschnitts-Kontur füllt die Fläche des einhüllenden
Kreises weitestgehend bis vollständig aus. Derartige Querschnitts-Konturen haben sich
als besonders vorteilhaft erwiesen, da diese gängigen Lüftungsrohr-Querschnitts-Konturen
entsprechen. Somit ist eine optimierte Luftführung vom Lüftungsrohr über den Einlass
durch den Innenraum bis zum Auslass gewährleistet. Beispielsweise kann das Lüftungsrohr
als Rundrohr mit einem Durchmesser von 150 mm ausgeführt sein. In diesem Fall kann
der Mauerkasten einen maximalen Außendurchmesser von 180 mm, bevorzugt einen Außendurchmesser
von etwa 175 mm aufweisen.
[0028] Im Fall einer runden Querschnitts-Kontur kann die Klappen-Kontur zumindest in der
Offenstellung der Klappe in zu der Schwenkachse benachbarten Bereichen Rundungen aufweisen,
deren Radius an den Radius der Querschnitts-Kontur angepasst ist. Dies kann insbesondere
durch Kontur-Flügel gewährleistet sein, die in einer durch die Schwenkachse und die
Kontur-Richtung aufgespannten Ebene die Form von Kreisbogensegmenten haben.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung
einteilig ausgeführt. Einteilig sei hierbei derart verstanden, dass die Klappe einstückig
ausgebildet ist oder aus starr miteinander verbunden Komponenten besteht. Beispielsweise
kann die Klappe aus verschiedenen Schichten, wie einem Klappen-Grundkörper und einer
hierauf befestigten, insbesondere aufgeklebten, Isolationsschicht gebildet sein. Die
einteilige Klappe weist insbesondere keine verschiedenen, relativ zueinander verlagerbaren
Klappenteile auf. Die einteilige Klappe, insbesondere ein Klappen-Grundkörper mit
integral angeformter Dichtlippe, deckt in der Schließstellung den Querschnitt des
Innenraums vollständig ab. Hierdurch wird eine funktionale und einfache Verschließbarkeit
des Innenraums durch die Klappe ermöglicht. Insbesondere kann auf Gelenkverbindungen
und/oder Dichtungen zwischen einzelnen Klappenteilen verzichtet werden. Besonders
bevorzugt ist die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung einteilig und formstabil,
das heißt permanent konturiert, ausgeführt.
[0030] Die Verschwenkung der Klappe der mindestens einen Klappenanordnung kann motorisch
unterstützt werden. Die motorische Verschwenkung der Klappe kann insbesondere an die
Ansteuerung eines Lüftungssystems, insbesondere eines Lüfters beziehungsweise eines
Gebläses, gekoppelt sein.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung
rein mechanisch von der Schließstellung in die Offenstellung verschwenkbar. Die Verwendung
einer beispielsweise elektrischen Steuerung der Klappe ist hierbei vermieden. Dies
hat den Vorteil einer einfachen und ausfallsicheren Funktionsweise des Mauerkastens.
Der Mauerkasten zeichnet sich durch eine stromlose Funktionsweise aus. Fehleranfällige
Elektromotoren und/oder Kippvorrichtungen, insbesondere Kippvorrichtungen zwischen
den Elektromotoren und der Klappe, werden nicht benötigt.
[0032] Die mechanische Verschwenkbarkeit der Klappe der mindestens einen Klappenanordnung
kann beispielsweise durch an der mindestens einen Klappenanordnung angeordnete Federn,
insbesondere durch Schlingfedern oder Spiralfedern im Bereich der Aufhängungen, realisiert
werden. Vorzugsweise ist die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung jedoch rein
passiv verschwenkbar. Hierunter sei verstanden, dass die Klappe aus der Schließstellung
alleine aufgrund eines in Strömungsrichtung fließenden Luftstroms verschwenkbar ist.
Die Klappe ist insbesondere ohne Unterstützung durch elektrische und/oder mechanische
Hilfsmittel verschwenkbar. Dies gewährleistet eine kostengünstige Konstruktion des
Mauerkastens bei gleichzeitig hoher Ausfallsicherheit.
[0033] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Klappe nur dann aus der Schließstellung
verschwenkbar ist, wenn ein Strömungsdruck des Luftstroms in Strömungsrichtung einen
vorbestimmten Öffnungsdruck übersteigt. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Klappen
nicht aus der Schließstellung verschwenkt werden, wenn der Strömungsluftstrom in Strömungsrichtung
kleiner als der Strömungsdruck ist. Insbesondere können die Klappen die Funktionalität
eines Rückschlagventils aufweisen. Hierdurch ist sichergestellt, dass der Mauerkasten
Luftströme nur in Strömungsrichtung zulässt. Ein Luftstrom entgegen der Strömungsrichtung
wird zuverlässig verhindert.
[0034] Es hat sich als praktikabel erwiesen, wenn der Öffnungsdruck zwischen 60 Pa und 90
Pa, insbesondere zwischen 65 Pa und 75 Pa, beträgt. Hierdurch wird ein unbeabsichtigtes
Öffnen der Klappen vermieden. Der Mauerkasten erfüllt den sogenannten "Blower-Door-Test",
der eine Dichtigkeit bei einem Luftzug von 60 Pa erfordert. Gleichzeitig ist der maximale
Öffnungsdruck von 90 Pa niedrig genug, um eine Überlastung eines vorangehenden Lüftungssystems,
insbesondere eines Gebläses, zu vermeiden.
[0035] Besonders bevorzugt ist die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung auch von
der Offenstellung in die Schließstellung rein mechanisch, insbesondere rein passiv,
verschwenkbar. Dies kann beispielsweise aufgrund der Schwerkraft erfolgen.
[0036] In der Schließstellung kann der Schwerpunkt der Klappe der mindestens einen Klappenanordnung
gegenüber einer durch die Schwenkachse und Schwerkraftrichtung gebildeten Fläche verschoben
sein. Dies kann damit einhergehen, dass die Orientierung der Klappe der mindestens
einen Klappenanordnung in der Schließstellung gegenüber einer Schwerkraftrichtung
um einen Winkel geneigt ist. Dies kann dadurch realisiert werden, dass die Klappe
in der Schließstellung an einem Vorsprung anliegt. Hierdurch ist gewährleistet, dass
die Klappe allein aufgrund ihres Eigengewichts in der Schließstellung verbleibt.
[0037] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die Schwenkachse der mindestens einen
Klappenanordnung horizontal ausgerichtet und in einer oberen Hälfte des Querschnitts
angeordnet. Die obere Hälfte des Querschnitts ist hierbei die Hälfte des Querschnitts,
welche bei vorgesehenem Einbau des Mauerkastens hinsichtlich der Schwerkraftrichtung
oberhalb des Flächenschwerpunkts des Querschnitts des Innenraumes liegt. Durch eine
derartige Anordnung der Schwenkachse ist ein Rückschwenken der Klappe der mindestens
einen Klappenanordnung aus der Offenstellung in die Schließstellung allein aufgrund
der Schwerkraft möglich. Dies gewährleistet ein einfaches und zuverlässiges rein passives
Verschwenken der Klappe der mindestens einen Klappenanordnung von der Offenstellung
in die Schließstellung, insbesondere sobald der Strömungsdruck eines Luftstroms unterhalb
des Öffnungsdrucks abfällt. Bevorzugt ist die horizontal ausgerichtete Schwenkachse
im oberen Drittel des Querschnitts, besonders bevorzugt im oberen Viertel des Querschnitts
angeordnet.
[0038] Bevorzugt ist die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung in Bezug auf die Schwenkachse
ausgewuchtet. Dies erhöht die Verschwenkbarkeit der Klappe weiter. Das Auswuchten
der Klappe kann derart erfolgen, dass ein Schwerpunkt der Klappe bezüglich der Schwenkachse
einen Hebelarm aufweist, der höchstens 25 %, insbesondere höchstens 10 %, insbesondere
höchstens 1 % einer senkrecht zu der jeweiligen Schwenkachse gemessenen Ausdehnung
der Klappe beträgt. Hierdurch ist gewährleistet, dass ein Verschwenken der Klappe
mit einem geringen Drehmoment möglich ist. Es kann insbesondere erreicht werden, dass
die Klappe immer in eine Offenstellung mit einer zu der Strömungsrichtung parallelen
Orientierung geschwenkt wird, wenn ein Luftstrom in Strömungsrichtung den Öffnungsdruck
übersteigt. Das Auswuchten kann zum Beispiel durch das Anordnen geeigneter Gegengewichte
insbesondere oberhalb der Schwenkachse, bewirkt werden.
[0039] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die Schwenkachse der mindestens einen
Klappenanordnung an einem oberen Rand des Durchströmbereichs oder darüber angeordnet.
Eine am oberen Rand des Durchströmbereichs oder darüber angeordnete Schwenkachse stellt
vorteilhafterweise sicher, dass kein im Durchströmbereich befindlicher Bestandteil
der zugehörigen Klappenanordnung entgegen dem Luftstrom verschwenkt wird. Der Luftstrom
steht einer einfachen Verschwenkung um die Schwenkachse nicht entgegen. Dies verbessert
die Funktionalität und Dynamik der mindestens einen Klappenanordnung.
[0040] Insbesondere bei einer oberhalb des Durchströmbereichs angeordneten Schwenkachse
ist die entsprechende Aufhängung außerhalb des Durchströmbereichs angeordnet. Eine
negative Beeinflussung des Luftstroms durch die Aufhängung der mindestens einen Plattenanordnung
ist vermieden. Hierdurch kann insbesondere bewirkt werden, dass die Klappe der mindestens
einen Klappenanordnung in der Offenstellung zum größten Teil oder gänzlich aus dem
Durchströmbereich herausgeschwenkt ist. Im Gegensatz hierzu befindet sich eine innerhalb
des Querschnitts angeordnete Schwenkachse, insbesondere eine den Querschnitt vertikal
oder horizontal gleichmäßig teilende Anordnung der Schwenkachse, stets im Durchströmbereich.
Derartige Anordnungen der Schwenkachse weisen einen wesentlich höheren, nachteiligen
Strömungswiderstand auf.
[0041] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung liegt die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung
in der Offenstellung in dem zu der Schwenk-achse benachbarten Bereich zumindest teilweise
an dem Gehäuse an. Die Gehäusewand bildet einen Anschlag für die Klappe in der Offenstellung.
Dies ermöglicht eine konstruktiv besonders einfache und stabile Lagerung der Klappe
in der Offenstellung. Die Orientierung der Klappe in der Offenstellung ist insbesondere
parallel zur Strömungsrichtung festgelegt. Der Anschlag verhindert ein Flattern der
Klappe in der Offenstellung. Die Offenstellung wird durch den Anschlag präzise definiert.
[0042] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung sind mindestens zwei in Strömungsrichtung
beabstandete Klappenanordnungen vorhanden. Es können auch mehr als zwei in Strömungsrichtung
beabstandete Klappenanordnungen vorgesehen sein. In der Schließstellung der Klappen
der mindestens zwei Klappenanordnungen entsteht zwischen den Klappen ein Luftpolster,
das durch den Abstand der Klappenanordnungen in Strömungsrichtung definiert ist. Das
Luftpolster bewirkt eine einfache, kostengünstige und zuverlässige thermische Isolation
zwischen dem Einlass und dem Auslass des Mauerkastens. Das Luftpolster gewährleistet
insbesondere eine thermische Isolation zwischen der Innenseite und der Außenseite
des Gebäudes. Hierdurch wird eine Wärmebrücke zwischen dem Einlass und dem Auslass
vermieden. Des Weiteren wirkt das Luftpolster auch als eine Schallisolierung zwischen
dem Einlass und dem Auslass.
[0043] Die verschiedenen Klappenanordnungen, insbesondere die Klappen der verschiedenen
Klappenanordnungen können unterschiedlich ausgestaltet sein. Beispielsweise kann nur
die Klappe einer Klappenanordnung eine Klappen-Kontur aufweisen, die zumindest in
der Offenstellung an die Querschnitts-Kontur des Innenraums angepasst ist. Bevorzugt
jedoch sind die Klappenanordnungen und deren Klappen gleich ausgeführt. Besonders
bevorzugt sind alle Klappen rein mechanisch, insbesondere rein passiv, von der Schließstellung
in die Offenstellung und zurück verschwenkbar und/oder einteilig ausgeführt. Die oben
genannten Merkmale der Klappe der mindestens einen Klappenanordnung sind bevorzugt
bei allen Klappen gleichermaßen realisiert.
[0044] Besonders bevorzugt ist die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung, insbesondere
alle Klappen aus Kunststoff gefertigt. Dies ermöglicht eine günstige Fertigung der
Klappen. Zudem sind die Klappen robust und weisen ein geringes Gewicht auf. Dadurch
ist die Verschwenkbarkeit der Klappen verbessert. Die Klappen-Kontur kann mit den
bekannten Herstellungsverfahren für Kunststoff-Bauteile einfach und kostengünstig
mit Mitteln der Massenproduktion hergestellt werden.
[0045] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Abstand der Schwenk-achsen zweier
benachbarter Klappenanordnungen mindestens so groß, dass die Klappen unterschiedlicher
Klappenanordnungen in der Offenstellung keinen Überlapp in der Strömungsrichtung aufweisen.
Insbesondere kann ein Überlappen benachbarter Klappenanordnungen in der Offenstellung
vermieden werden. Hierdurch wird ein nachteiliges Aneinanderstoßen und/oder Verhaken
der Klappen zweier benachbarter Klappenanordnungen beim Verschwenken von der Schließstellung
in die Offenstellung vermieden. Die Verschwenkbarkeit der Klappen wird nicht durch
ein Überlappen beider Klappenanordnungen beschränkt.
[0046] Es ist insbesondere möglich, dass die mindestens eine Klappe der Klappenanordnung,
welche dem Einlass in Strömungsrichtung am nächsten liegt, derart verschwenkbar ist,
dass die Orientierung der Klappe parallel zur Strömungsrichtung liegt. Bei vorgesehenem
horizontalen Einbau des Mauerkastens ist die Orientierung einer derart verschwenkten
Klappe horizontal ausgerichtet. Vorzugsweise sind alle Klappen in einer zu der Strömungsrichtung
parallelen Orientierung verschwenkbar. Hierdurch kann insbesondere bewirkt werden,
dass alle Klappen in der Offenstellung im Wesentlichen aus dem Durchströmbereich herausgeschwenkt
sind. Der Luftstrom kann im gesamten Querschnitt des Durchströmbereichs ungehindert
strömen. Ein Strömungswiderstand, den die Klappenanordnungen dem Luftstrom entgegensetzen,
ist minimiert. Die Fluiddynamik des Luftstroms im Mauerkasten ist hierdurch weiter
verbessert.
[0047] Ein großer Abstand benachbarter Klappenanordnungen hat weiterhin den Vorteil eines
großen Luftpolsters, sodass die thermische Isolierung sowie die Schallisolierung des
Mauerkastens in der Schließstellung weiter verbessert werden.
[0048] Besonders bevorzugt ist der Abstand der Schwenkachsen zweier benachbarter Klappenanordnungen
genau so groß, dass die Klappen unterschiedlicher Klappenanordnungen in der Offenstellung
keinen Überlapp aber auch nur einen minimalen Abstand in der Strömungsrichtung aufweisen.
Dies gewährleistet die oben beschriebenen Vorteile beabstandeter Klappenanordnungen,
bei gleichzeitig geringer Länge des Mauerkastens in der Strömungsrichtung. Der Mauerkasten
kann auch bei geringer Mauerstärke verbaut werden.
[0049] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine zu dem Auslass benachbart angeordnete
Klappenanordnung der mindestens einen Klappenanordnung derart angeordnet, dass deren
Klappe in der Offenstellung aus dem Auslass hervorsteht.
[0050] Eine aus dem Auslass hervorstehende Klappe der benachbart zu dem Auslass angeordneten
Klappenanordnung bildet in der Offenstellung ein Dach. Hierdurch werden Regen und/oder
Schmutz in der Offenstellung von dem Auslass abgeschirmt. Ein Eindringen von Regen
und/oder Schmutz in den Innenraum des Mauerkastens ist auch bei geöffneten Klappen
vermieden. Bevorzugt ist die Klappe der benachbart zu dem Auslass angeordneten Klappenanordnung
in der Schließstellung vollständig innerhalb des Innenraums angeordnet. Ein Ansammeln
von Schmutz oder Feuchtigkeit an der Klappe ist in deren Schließstellung verhindert.
Die Klappe ist in ihrer Schließstellung zudem vor Wind geschützt.
[0051] Eine in der Offenstellung aus dem Mauerkasten hervorstehende Klappe verringert die
für die Funktionalität des Mauerkastens benötigte Länge desselben weiter. Der Mauerkasten
kann eine geringe Länge in Strömungsrichtung haben.
[0052] Die Aufhängung der mindestens einen Klappenanordnung kann als Kulissen-Führung ausgeführt
sein. Alternativ ist die Aufhängung der mindestens einen Klappenanordnung als Kugellager
oder Gleitlager ausgebildet. Derartige Aufhängungen setzen dem Verschwenken der Klappen
nur eine geringe Reibung entgegen.
[0053] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die Aufhängung der mindestens einen
Klappenanordnung als Kapsel-Stift-Aufhängung ausgeführt. Bevorzugt sind die Aufhängungen
aller Klappenanordnungen als Kapsel-Stift-Aufhängungen ausgeführt. Kapsel-Stift-Aufhängungen
sind konstruktiv einfach und kostengünstig. Bevorzugt ist der Stift integral mit der
Klappe an deren Seiten ausgeführt. Die Kapsel kann integral mit dem Gehäuse, insbesondere
als Bohrung in dem Gehäuse, ausgeführt sein. Die Aufhängung ist stabil und gewährleistet
ein präzises und ausfallsicheres Verschwenken der Klappen.
[0054] Bevorzugt ist die Aufhängung der mindestens einen Klappenanordnung aus Messing oder
Kunststoff, besonders bevorzugt aus hochglanzpoliertem Messing oder Kunststoff gefertigt.
Besonders bevorzugt sind alle Ausführungen aus Kunststoff oder Messing gefertigt.
Dies gewährleistet eine stabile Aufhängung. Die Aufhängung kann insbesondere poliert
oder hochglanzpoliert sein. Dies stellt eine geringe Reibung beim Verschwenken der
Platten sicher. Eine Kapsel-Stift-Aufhängung aus poliertem, insbesondere hochglanzpoliertem
Kunststoff oder Messing gewährleistet eine einfache Verschwenkbarkeit der Klappen,
ohne dass, wie zum Beispiel bei einem Kugellager, zusätzliche Bauteile vorgesehen
sein müssen. Die Funktionalität und Ausfallsicherheit des Mauerkastens wird hierdurch
weiter verbessert. Zudem ist eine geringe Fertigungstoleranz der Aufhängungen sichergestellt.
[0055] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Klappe der mindestens einen Klappenanordnung
eine Isolationsschicht auf. Bevorzugt weisen alle Klappen je eine Isolationsschicht
auf. Die Isolationsschicht verbessert die thermische und/oder akustische Isolation
des Mauerkastens weiter. Die Isolationsschicht kann insbesondere einen Wärmedämmstoff
mit geringer Wärmeleitfähigkeit umfassen. Als Wärmedämmstoff können beispielsweise
expandiertes Polystyrol (EPS), Schaumstoff und/oder Fasermaterialien eingesetzt werden.
In einer besonders praktikablen Ausführung der Klappen ist die Isolationsschicht dicht,
insbesondere gasdicht innerhalb der Klappen angeordnet. Hierdurch wird eine Verschmutzung
der Isolationsschicht, beispielsweise durch Fetttröpfchen in der den Mauerkasten durchströmenden
Luft, vermieden. Alternativ kann die Isolationsschicht auch auf die Klappen, insbesondere
auf einen Klappen-Grundkörper aufgebracht, insbesondere aufgeklebt sein. Hierbei kann
auch vorgesehen sein, dass die Isolationsschicht austauschbar auf den Platten aufgebracht
ist. Die Klappe aus Klappen-Grundkörper und hierauf aufgeklebter Isolationsschicht
weist einen sandwichartigen Aufbau auf. In einer weiteren Alternative kann die Isolationsschicht
auch dadurch realisiert werden, dass die Klappen selbst als Hohlkörper ausgeführt
sind. In diesem Fall kann der Hohlkörper mit Luft gefüllt sein. Alternativ kann der
Hohlkörper auch evakuiert sein. Als weitere Alternative kann eine Vakuumplatte auf
die Klappen aufgebracht, insbesondere aufgeklebt sein. In einer besonders bevorzugten
Alternative sind die Klappen selbst aus einem Isolationsmaterial gefertigt. Dies gewährleistet
eine konstruktiv einfache, günstige und ausfallsichere Ausgestaltung der Klappen.
Zudem ist das Gewicht der Klappen verringert, was deren Verschwenkbarkeit erhöht.
[0056] Bevorzugt weisen die Klappen umlaufende Dichtlippen auf, die in der Schließstellung
bündig an der Querschnitts-Kontur abschließen. Dies erhöht die Dichtigkeit und die
Isolationswirkung weiter.
[0057] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist der Mauerkasten einen Anschlussstutzen
im Bereich des Einlasses zum Anschluss an ein Lüftungssystem auf. Der Anschlussstutzen
kann insbesondere für den Anschluss an ein Lüftungsrohr ausgeführt sein. Besonders
vorteilhaft können verschiedene lösbar mit dem Mauerkasten verbundene Anschlussstutzen
bereitgestellt werden. Hierdurch wird gewährleistet, dass unterschiedliche Anschlussstutzen
für verschiedene Lüftungsrohre an dem Mauerkasten anschließbar sind.
[0058] Das Gehäuse ist vorzugsweise aus Kunststoff, insbesondere aus wärmebeständigem Kunststoff,
gefertigt. Weiterhin kann das Gehäuse von einem Isolationsmaterial umgeben sein. Prinzipiell
ist es auch möglich, das Gehäuse selbst aus dem Isolationsmaterial zu fertigen. Das
Isolationsmaterial kann Styropor umfassen. Durch das Isolationsmaterial wird die Ausbildung
einer Wärmebrücke zwischen dem Mauerkasten und dem Mauerwerk vermieden. Die thermische
Isolation des Mauerkastens ist weiter verbessert. Das Isolationsmaterial kann als
Isolationsblock vorliegen. Die äußere Form des Isolationsblocks kann hierbei unabhängig
von der Form des Gehäuses gewählt werden. Hierdurch wird eine Positionierung des Mauerkastens
in einem Mauerwerk erleichtert. Beispielsweise kann der Isolationsblock auch austauschbar
sein, sodass der Isolationsblock in Abhängigkeit von einer Öffnung des Mauerwerks
gewählt werden kann. Der Isolationsblock hat insbesondere die Funktion eines Adapters
zwischen einem Mauerdurchbruch oder einer Maueröffnung und dem Gehäuse des Mauerkastens.
Zu der Installation des Mauerkastens in dem Mauerwerk kann insbesondere vorgesehen
sein, zunächst nur den Isolationsblock in eine Öffnung des Mauerwerks einzusetzen.
Alternativ kann der Isolationsblock auch direkt mit Beton umgossen werden. Hierzu
kann der Isolationsblock zusätzlich herausbrechbare oder zusätzliche, zu diesem Zweck
dienende, nachträglich einsetzbare Stege umfassen. Während des Positionierens und/oder
Umgießens des Isolationsblocks wird dieser durch die Stege stabilisiert. Nach dem
Positionieren und/oder Umgießen des Isolationsblocks können die Stege gegebenenfalls
herausgebrochen werden und das Gehäuse in den Isolationsblock eingesetzt werden. Der
Isolationsblock gewährleistet somit eine genaue Positionierung und Ausrichtung des
Gehäuses im Mauerdurchbruch.
[0059] Weiterhin können ein oder mehrere Mittel zur Fixierung der Klappe der mindestens
einen Klappenanordnung, insbesondere aller Klappen, in der Schließstellung vorgesehen
sein. Hierbei kann es sich insbesondere um magnetische Mittel handeln.
[0060] Das magnetische Mittel kann beispielsweise an der Klappe angeordnet sein und mit
einem korrespondierenden magnetischen Mittel, welches im Bereich der Gehäusewand angeordnet
ist, kooperieren. Die magnetischen Mittel können als Magnetplättchen ausgeführt sein.
Alternativ kann eines der magnetischen Mittel auch durch eine metallische Oberfläche
gebildet werden. Die magnetischen Mittel fixieren die Klappen in der Schließstellung
und vermeiden ein Klappern und/oder ungewolltes Öffnen der Klappen in der Schließstellung.
Darüber hinaus hat das Vorsehen des magnetischen Mittels den Vorteil, dass ein für
das Verschwenken der Klappen benötigter Öffnungsdruck durch die Wahl des magnetischen
Mittels präzise vorgegeben werden kann. Durch die Fixierung der Klappen in der Schließstellung
kann weiterhin ein Eindringen von Ungeziefer durch den Mauerkasten verhindert werden.
[0061] Als besonders geeignete magnetische Mittel haben sich Permanentmagnete erwiesen.
Alternativ hierzu können die magnetischen Mittel auch Elektromagnete umfassen.
[0062] Vorteilhafterweise kann ein Entriegeln der Klappen an die Aktivität eines den Luftstrom
erzeugenden Lüfters gekoppelt sein. In diesem Fall kann sichergestellt werden, dass
die Klappen nur bei einem aktiv erzeugten Luftstrom in die Offenstellung verschwenkbar
sind. Die Mittel zur Fixierung der Klappen in der Schließstellung, insbesondere die
Elektromagnete, können insbesondere in signalübertragender Weise mit dem Lüfter oder
einer Steuereinrichtung derselben verbunden sein.
[0063] Weiterhin kann im Boden des Innenraums ein Abfluss ausgebildet sein. Hierdurch kann
in dem Innenraum befindliche Flüssigkeit, insbesondere aus mit dem Luftstrom transportierten
Dämpfen kondensiertes Wasser, aus dem Innenraum abfließen. Eine nachteilige dauerhafte
Einwirkung einer im Mauerkasten befindlichen Flüssigkeit, beispielsweise durch Schimmelbildung,
wird somit konsequent verhindert. Beispielsweise kann der Abfluss gebildet werden,
indem der Boden des Innenraums zumindest bereichsweise gegenüber der Horizontalen
in Richtung des Auslasses geneigt ist. Der Winkel kann insbesondere zwischen 0,5°
und 2°, bevorzugt etwa 1°, betragen. Flüssigkeiten können so aufgrund der Schwerkraft
entlang der Neigung fließen und durch den Auslass ablaufen. Eine Neigung des Bodens
kann beispielsweise dadurch erzielt werden, dass das gesamte Gehäuse gegenüber der
Horizontalen geneigt verbaut ist. Alternativ kann die Neigung auch durch eine Aufweitung
des Gehäuses in Richtung der Strömungsrichtung bewirkt werden. Alternativ oder zusätzlich
hierzu kann der Boden auch eine Rinne aufweisen. Bevorzugt ist die Rinne in Schließstellung
der Klappe der mindestens einen Klappenanordnung dicht verschlossen. Dies gewährleistet
Dichtigkeit des Mauerkastens. Ein Ablaufen der Flüssigkeit kann dann in der Offenstellung
der Klappe der mindestens einen Klappenanordnung erfolgen.
[0064] Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein Lüftungssystem zu verbessern.
[0065] Diese Aufgabe wird durch ein Lüftungssystem mit einem Mauerkasten gemäß der vorstehenden
Beschreibung gelöst. Die Vorteile entsprechen denen des Mauerkastens.
[0066] Das Lüftungssystem kann bevorzugt ein Dunstabzugssystem, insbesondere ein Dunstabzugssystem
für eine Küche sein. Das Lüftungssystem kann neben dem Mauerkasten einen Lüfter und
ein Lüftungsrohr umfassen. Es umfasst insbesondere eine Dunstabzugshaube oder einen
Dunstabzug nach unten, welcher auch als Muldenlüfter bezeichnet wird. Bei dem Lüfter
kann es sich beispielsweise um einen Ventilator, insbesondere einen Radiallüfter und/oder
Axiallüfter, handeln. Das Lüftungsrohr kann ein Rundrohr sein. Bevorzugt ist das Lüftungsrohr
als Rundrohr mit einem Durchmesser von 150 mm ausgeführt. Alternativ liegt das Lüftungsrohr
als Lüftungskanal, insbesondere als Flachkanal, vor.
[0067] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, die Anordnung eines Mauerkastens in einer
Außenwand eines Gebäudes zu verbessern.
[0068] Die Aufgabe wird durch die Anordnung des Mauerkastens gemäß der vorstehenden Beschreibung
in einer Außenwand eines Gebäudes gelöst. Die Vorteile ergeben sich aus denen des
Mauerkastens.
[0069] Zur Anordnung des Mauerkastens in der Außenwand des Gebäudes ist insbesondere vorgesehen,
eine Kernbohrung durch die Außenwand vorzunehmen. Der Durchmesser der Kernbohrung
ist vorzugsweise um maximal 30 Prozent, insbesondere maximal 20 Prozent, insbesondere
maximal 10 Prozent, bevorzugt um maximal 5 %, besonderes bevorzugt um maximal 2,5
% größer als der maximale Außendurchmesser des Mauerkastens. Hierdurch werden der
Einbau des Mauerkastens sowie insbesondere die Isolierung desselben verbessert. Beispielsweise
kann ein Mauerkasten mit einem Außendurchmesser des Gehäuses von 175 mm mit der Isolationsschicht
insgesamt einen Außendurchmesser von 180 mm aufweisen und in eine korrespondierende
Kernbohrung eingesetzt werden.
[0070] Weitere Details, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels anhand der Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Lüftungssystems mit einem in einer Außenwand angeordneten
Mauerkasten,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Mauerkastens, wobei
Klappen des Mauerkastens in einer Schließstellung dargestellt sind,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den Mauerkasten gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- einen horizontalen Längsschnitt durch den Mauerkasten entlang einer Schnittkante IV-IV
in Fig. 3,
- Fig. 5
- einen vertikalen Längsschnitt durch den Mauerkasten entlang einer Schnittkante V-V
in Fig. 3,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht des Mauerkastens gemäß Fig. 2, wobei die Klappen in einer
Offenstellung dargestellt sind,
- Fig. 7
- ein Querschnitt durch den Mauerkasten gemäß Fig. 6,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht des Mauerkastens gemäß Fig. 6,
- Fig. 9
- einen vertikalen Längsschnitt durch den Mauerkasten entlang einer Schnittkante IX-IX
in Fig. 7, und
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht einer Klappe für den Mauer-kasten gemäß Fig. 2 bis 9.
[0071] In Fig. 1 ist schematisch ein Lüftungssystems 1 gezeigt. Das Lüftungssystem 1 dient
zum Entlüften eines Wohnraums 2 eines Gebäudes in eine das Gebäude umgebende Umgebung
3. Hierzu weist das Lüftungssystem 1 einen in einer Außenwand 4 des Gebäudes angeordneten
Mauerkasten 5 auf.
[0072] Der Wohnraum 2 kann beispielsweise eine Küche oder einen Wohnküche sein. Das Lüftungssystem
1 ist ein Dunstabzugssystem zum Abzug von Kochdünsten. Es umfasst eine Eintrittsöffnung
6 für die abzuziehenden Kochdünste. Die Eintrittsöffnung 6 ist als Dunstabzug nach
unten, welcher auch als Muldenlüfter bezeichnet wird, ausgebildet. Die Eintrittsöffnung
6 steht in Fluidverbindung mit einem Lüfter 7. Der Lüfter 7 erzeugt den zum Abzug
der Kochdünste benötigten Luftstrom. Der Lüfter 7 ist als Ventilator, insbesondere
als Radiallüfter, ausgeführt. Im Anschluss an den Lüfter 7 ist ein Lüftungsrohr 8
angeordnet. Das Lüftungsrohr 8 stellt eine Fluidverbindung zwischen dem Lüfter 7 und
dem Mauerkasten 5 bereit. Die aus dem Wohnraum 2 durch die Eintrittsöffnung 6 mithilfe
des Lüfters 7 angesaugte Luft und die darin enthaltenen Kochdünste werden über das
Lüftungsrohr 8 und den Mauerkasten 5 in die Umgebung 3 geleitet.
[0073] Mit Bezug auf die Fig. 2 bis 10 wird im Folgenden ein Ausführungsbeispiel des Mauerkastens
5 im Detail beschrieben. Der Mauerkasten 5 weist ein einen Innenraum 9 begrenzendes
Gehäuse 10 auf. Das Gehäuse 10 weist einen Einlass 11 für einen Luftstrom sowie einen
Auslass 12 für einen Luftstrom auf. Im Bereich des Einlasses 11 ist ein Anschlussstutzen
13 angeordnet. Über den Anschlussstutzen 13 wird das Lüftungsrohr 8 fluiddicht an
den Mauerkasten 5 angeschlossen. Der Anschlussstutzen 13 ist lösbar mit dem Gehäuse
10 verbunden, sodass je nach Ausgestaltung des Lüftungsrohres 8 verschiedene Anschlussstutzen
13 mit dem Mauerkasten verbunden werden können. Der Anschlussstutzen 13 dient als
Adapter zum Anschluss des Lüftungsrohres 8.
[0074] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Anschlussstutzen für ein als Rundrohr
ausgeführtes Lüftungsrohr 8 mit einem Durchmesser von 150 mm ausgelegt. Ein Durchmesser
14 und Querschnitt des Einlasses 11 (siehe Fig. 4, 5, 7 oder 9) entsprechen dem Durchmesser
bzw. Querschnitt des Lüftungsrohres 8. Der Durchmesser 14 des Einlasses 11 beträgt
also 150 mm. Der Einlass 11 hat einen kreisrunden Querschnitt. Das Gehäuse 10 ist
im Wesentlichen kreiszylinderförmig. Es weist einen maximalen Außendurchmesser von
175 mm auf.
[0075] Das Gehäuse 10 ist aus wärmebeständigem Kunststoff. Es weist eine konstante Wandstärke
zwischen 0,1 mm und 10 mm, insbesondere von etwa 2,5. mm auf. Aufgrund der konstanten
Wandstärke weist auch der Innenraum 9 die Form eines regelmäßigen Zylinders mit kreisförmigem
Querschnitt auf. Eine Querschnitts-Kontur 16 des Innenraumes 9 entspricht daher der
Umfanglinie eines Kreises mit Querschnittsdurchmesser 17 (siehe Fig. 7). Eine Fläche
A des Querschnitts des Innenraumes 9 entspricht daher der Fläche des Kreises mit Durchmesser
17 und Kreisumfang 16. Durch diese Gestaltung des Innenraumes 9 ist eine optimale
Nutzung des von dem Mauerkasten innerhalb eines Mauerwerks der Außenwand 4 eingenommen
Raumes geschaffen. Insbesondere ist der Querschnitt des Innenraumes 9 bezüglich der
Außenmaße des Mauerkastens 5, insbesondere seines Außendurchmessers, maximiert.
[0076] In einer nicht dargestellten Alternative sind an der Innenseite des Gehäuses 10 Vorsprünge
angeformt, an denen die Klappen 23 in ihrer Schließstellung anliegen. Durch die Vorsprünge
ist die Schließstellung präzise definiert. Zudem ist über die Vorsprünge, insbesondere
über an den Vorsprüngen oder den Klappen 23 angeordnete Dichtlippen, die Isolation
in der Schließstellung der Klappen 23 nochmals verbessert. Die Vorsprünge können aus
Vollmaterial oder in Form einer Hinterschneidung ausgestaltet sein. Alternativ können
die Klappen 23 im Bereich eines aufgeweiteten Querschnitts des Innenraums 9 verschwenkbar
gelagert sein.
[0077] Bei der in Fig. 1 gezeigte Anordnung des Mauerkastens 5 in der Außenwand 4 des Gebäudes
ist der Einlass 11 mit dem Anschlussstutzen 13 auf einer dem Wohnraum 2 zugewandten
Innenseite der Außenwand 4 und der Auslass 12 an einer der Umgebung 3 zugewandten
Außenseite der Außenwand 4 angeordnet. Bei vorgesehenem Einbau ist der Mauerkasten
5 horizontal ausgerichtet. Dies bedeutet, dass eine Mittelachse des kreiszylinderförmigen
Gehäuses 10 parallel zu einer Flächennormalen 15 der Außenwand 4 verläuft. Aufgrund
des kreiszylindrisch ausgebildeten Gehäuses 10 des Mauerkastens 5 ist dessen Anordnung
in einem Mauerwerk der Außenwand 4 vereinfacht. Ein zum Einsetzen des Mauerkastens
5 in die Außenwand 4 nötiger Mauerdurchbruch kann auf einfache Weise durch eine Kernbohrung
mit kreisrundem Bohr-Querschnitt erfolgen. Der Durchmesser der Kernbohrung kann an
den Außendurchmesser des Mauerkastens 5 angepasst sein. Das Vorsehen eines quadratischen
Mauerdurchbruchs oder sich teilweise überlappender Kernbohrungen, wie es zum Einsetzen
eines beispielsweise quadratischen Mauerkastens nötig ist, ist vermieden. Besonders
bevorzugt ist der Mauerkasten 5 in einer Kernbohrung größeren Durchmessers angeordnet.
In dem Zwischenraum zwischen dem Mauerkasten 5 und dem Innendurchmesser der Kernbohrung
ist dann ein Isolationsmaterial angeordnet. Durch das Isolationsmaterial wird die
Ausbildung einer Wärmebrücke zwischen dem Mauerkasten 5 und dem Mauerwerk der Außenwand
4 vermieden. Dies sorgt für eine gute thermische Isolation des Mauerkastens 5.
[0078] Innerhalb des Innenraumes 9 des Mauerkastens 5 ist ein Durchströmbereich 18 definiert.
Der Durchströmbereich 18 verbindet den Einlass 11 mit dem Auslass 12 in einer Strömungsrichtung
19 (siehe Fig. 4, 5, 7 oder 9). Die Strömungsrichtung 19 ist als die kürzeste Verbindung
vom Einlass 11 zum Auslass 12 definiert. Bei dem als regelmäßigen Zylinder ausgebildeten
Innenraum 9 steht die Strömungsrichtung 19 senkrecht auf der Querschnittsfläche des
Einlasses 11 und der Querschnittsfläche des Auslasses 12. Bei vorgesehenem horizontalem
Einbau des Mauerkastens 5 ist die Strömungsrichtung 19 horizontal ausgerichtet. Die
Strömungsrichtung 19 ist also parallel sowohl zu der Mittelachse des zylinderförmigen
Gehäuses 10 als auch zu der Flächennormalen 15 der Außenwand 4.
[0079] Der Durchströmbereich 18 ist als Volumen definiert, das durch die Länge des Mauerkastens
5 in Strömungsrichtung 19 und die Querschnittsfläche des Einlasses 11 aufgespannt
ist. Der Durchströmbereich 18 ist daher ein zylindrisches Volumen mit einer der Querschnittsfläche
des Einlasses entsprechenden Querschnittsfläche. Die Querschnittsfläche des Durchströmbereichs
18 entspricht daher auch der Querschnittsfläche des Lüftungsrohres 8. Verwirbelungen
sind hierdurch effektiv vermieden.
[0080] Des Weiteren weist der Mauerkasten 5 eine einlassseitige Klappenanordnung 20 und
eine auslassseitige Klappenanordnung 21 auf. Die Klappenanordnungen 20, 21 sind gleich
ausgeführt. Sie umfassen jeweils genau eine an einer Aufhängung 22 angeordnete Klappe
23.
[0081] Die Klappen 23 sind einteilig und formstabil. Sie weisen jeweils einen nicht explizit
gezeigten Klappen-Grundkörper aus Kunststoff auf. Zudem weisen die Klappen 23 jeweils
eine nicht explizit dargestellte Isolationsschicht auf. Die Isolationsschicht ist
als isolierendes Material, beispielsweise Schaumstoff oder expandiertes Polystyrol,
an der strömungszugewandten Seite der Klappen 23, also in deren Schließstellung auf
der dem Einlass 11 zugewandten Seite, auf den Klappen-Grundkörper aufgeklebt. In nicht
dargestellten Alternativen ist die Isolationsschicht in die Klappen 23 integriert.
In weitern nicht dargestellten Alternativen der Klappen 23 kann die Isolationsschicht
auch als Vakuum- beziehungsweise Lufteinschluss innerhalb der Klappen 23 realisiert
werden. In wiederum anderen Alternativen sind die Klappen 23 selbst aus isolierendem
Material gefertigt. In einigen Alternativen weisen die Klappen 23 je eine umlaufende
Dichtlippe auf. Die Dichtlippe ist als Weichkomponente an den Klappen-Grundkörper
angespritzt. Der Klappen-Grundkörper ist ein Zwei-Komponenten-Bauteil.
[0082] Die Aufhängungen 22 sind als Kapsel-Stift-Aufhängungen realisiert. Die Kapseln 24
sind als Bohrungen im Gehäuse 10 ausgeführt. Die Stifte 25 sind integral mit den Klappen
23 geformt (vgl. insbesondere Fig. 10). Die Stifte 25 sowie die Kapseln 24 sind hochglanzpoliert,
wodurch eine Reibung zwischen den Stiften 25 und den Kapseln 24 vermindert ist. Die
Aufhängungen 22 ermöglichen ein einfaches Verschwenken der Klappen 23 um eine durch
die jeweilige Aufhängung 22 definierte Schwenkachse 26. Die Schwenkachsen 26 sind
senkrecht zur Strömungsrichtung 19 und oberhalb des Durchströmbereichs 18 angeordnet.
[0083] Die Klappen 23 weisen jeweils eine Längsrichtung 27 auf. Die Längsrichtung 27 ist
definiert als diejenige Richtung senkrecht zu der Schwenkachse 26, in welcher die
Klappe die größte Ausdehnung aufweist. Die Längsrichtung 27 verläuft unabhängig von
einer Schwenkstellung der jeweiligen Klappe 23 senkrecht zu der Schwenkachse 26. Die
aus der Schwenkachse 26 und der Längsrichtung 27 aufgespannte Ebene gibt eine Orientierung
der Klappe 23 an. Beim Verschwenken der Klappe 23 um die Schwenkachse 26 ändert sich
die Orientierung der Klappe 23.
[0084] Zudem weisen die Klappen 23 eine Kontur-Richtung 28 auf. Die Kontur-Richtung 28 verläuft
senkrecht zu der Schwenkachse 26 und zu der Längsrichtung 27. Die Schwenkachse 26,
die Längsrichtung 27 und die Kontur-Richtung 28 spannen ein orthogonales Koordinatensystem
auf, bezüglich dessen die Kontur und Form der Klappen 23 festgelegt ist. Dieses Koordinatensystem
ist bezüglich der jeweiligen Klappe 23 festgelegt und wird mit der Klappe 23 verschwenkt.
Die Schwenkachse 26 verläuft bei vorgesehenem Einbau des Mauerkastens 5 horizontal.
[0085] Die Klappen 23 weisen eine Klappen-Kontur 29 auf, welche im Wesentlichen durch die
Ausdehnung der Klappe 23 in den durch die Schwenkachse 26, die Längsrichtung 27 und
die Kontur-Richtung 28 definierten Richtungen bestimmt ist. Die Klappen-Kontur 29
wird im Folgenden im Zusammenhang mit der Verschwenkbarkeit der Klappen 23 im Detail
beschrieben.
[0086] Die Klappen 23 sind um die Schwenkachse 26 zwischen einer in den Fig, 2 bis 5 gezeigten
Schließstellung und einer in den Fig. 6 bis 9 gezeigten Offenstellung verschwenkbar.
[0087] In der Schließstellung ist eine Orientierung der Klappen 23 parallel zu der Querschnittsfläche
des Einlasses 11 beziehungsweise des Auslasses 12. Bei vorgesehenem horizontalem Einbau
des Mauerkastens 5 in die Außenwand 4 verläuft die Längsrichtung 27 der Klappen 23
in der Schließstellung parallel zu einer Schwerkraftrichtung. Die Kontur-Richtung
28 der Klappen 23 verläuft in der Schließstellung parallel zu der Strömungsrichtung
19.
[0088] In der Schließstellung verschließen die Klappen 23 den gesamten Innenraum 9 und damit
den Durchströmbereich 18 gasdicht. In der Schließstellung der Klappen 23 ist eine
Fluidverbindung zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12 unterbrochen. Hierdurch
ist insbesondere gewährleistet, dass vom Auslass 12 kein Luftstrom in Richtung des
Einlasses 11 strömen kann. Das Eindringen von Umgebungsluft in den Wohnraum 2 ist
in der Schließstellung der Klappen 23 konsequent verhindert. In der Schließstellung
ist zwischen den Klappenanordnungen 20, 21 ein Luftpolster 30 realisiert (siehe Fig.
4 und 5).
[0089] Die Schwenkachsen 26 der Klappenanordnungen 20, 21 weisen in der Strömungsrichtung
19 einen Abstand 34 auf, der größer ist als eine maximale Ausdehnung der Klappen 23
in der Längsrichtung 27 (vgl. Fig. 5, 8 und 9). Aufgrund des unterbundenen Luftaustausches
entsteht in der Schließstellung der Klappen 23 zwischen den Klappenanordnungen 20,
21 ein Luftpolster 30, dessen Ausdehnung im Wesentlichen dem Abstand 34 der Schwenkachsen
26 der Klappenanordnungen 20, 21 in der Strömungsrichtung 19 entspricht. Das Luftpolster
30 bewirkt eine einfache und zuverlässige Isolation zwischen dem Einlass 11 und dem
Auslass 12 des Mauerwerks 5. Hierdurch ist eine thermische Isolation sowie eine Schallisolierung
zwischen Innenseite und Außenseite der Außenwand 4 des Gebäudes gewährleistet. Die
Isolation des Mauerkastens 5 wird in der Schließstellung durch die Isolationsschicht
der Klappen 23 und das Luftpolster 30 bewirkt.
[0090] In der Offenstellung sind die Klappen 23 in Strömungsrichtung 19 verschwenkt. In
der Offenstellung ist die Orientierung der Klappen 23 senkrecht zu einer Schwerkraftrichtung.
Dies bedeutet, dass die Längsrichtung 27 der Klappen 23 parallel zu der Strömungsrichtung
19 verläuft. Entsprechend ist die Kontur-Richtung 28 parallel zu der Schwerkraftrichtung.
[0091] In der Offenstellung sind die Klappen 23 derart verschwenkt, dass eine Fluidverbindung
zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12 geschaffen ist. In der Offenstellung der
Klappen 23 kann ein Luftstrom 33 (siehe Fig. 9) vom Einlass 11 entlang der Strömungsrichtung
19 über den Durchströmbereich 18 hin zum Auslass 12 fließen. Der Luftstrom 33 fließt
hierbei im Wesentlichen innerhalb des Durchströmbereichs 18. Die Klappen 23 geben
in der Offenstellung den Durchströmbereich im Wesentlichen vollständig frei. Die Klappenanordnungen
20, 21 sowie deren jeweiligen Klappen 23 sind aus dem Durchströmbereich 18 herausgeschwenkt
und erzeugen keinen Strömungswiderstand gegen den in Richtung der Strömungsrichtung
19 vom Einlass 11 zum Auslass 12 strömenden Luftstrom 33. Aufgrund des Abstands 34
der Schwenkachsen 26 der Klappenanordnungen 20, 21 ist gewährleistet, dass sich die
Klappen 23 in der Offenstellung nicht überlappen. Ein Verhaken der Klappen 23 beim
Verschwenken aus der Schließstellung in die Offenstellung beziehungsweise aus der
Offenstellung in die Schließstellung ist vermieden. Insbesondere verhindert die auslassseitige
Klappenanordnung 21 nicht ein vollständiges Verschwenken der einlassseitigen Klappenanordnung
21.
[0092] Die Klappen-Kontur 29 ermöglicht ein Verschwenken der einteilig ausgeführten Klappen
23 aus dem Durchströmbereich 18 hinaus und gleichzeitig ein gasdichtes Verschließen
des Innenraumes 9 in der Schließstellung. Hierzu ist die Klappen-Kontur 29 an die
Querschnitts-Kontur 16 des Innenraums 9 angepasst. Dies wird dadurch realisiert, dass
die maximale Ausdehnung der Klappen 23 sowohl in der Längsrichtung 27 als auch in
einer zu der Schwenkachse 26 parallelen Richtung jeweils an den Querschnitts-Durchmesser
17 des Innenraumes 9 angepasst ist. Zudem weist eine Projektion der Klappen-Kontur
29 auf eine aus der Schwenkachse 26 und der Längsrichtung 27 gebildete Ebene eine
Kreisform auf (vgl. Fig. 3). In der Schließstellung liegt die Klappen-Kontur 29 entlang
der gesamten Querschnitts-Kontur 16 des Innenraums 9 bündig an dem Gehäuse 10 an.
Hierdurch ist die Schließstellung genau definiert und ein Klappern der Klappen 23
in der Schließstellung verhindert.
[0093] Zudem erstreckt sich die Klappen-Kontur 29 in zu der Schwenkachse 26 benachbarten
Bereichen entlang der Kontur-Richtung 28. In diesen zu der Schwenkachse 26 benachbarten
Bereichen ist die Klappen-Kontur 29 entlang der Kontur-Richtung 28 an die Querschnitts-Kontur
16 des Innenraumes in den entsprechenden zu der Schwenkachse 26 benachbarten Bereichen
angepasst. Dies wird dadurch realisiert, dass die Klappen 23 jeweils zwei Kontur-Flügel
31 aufweisen. Die Kontur-Flügel 31 sind in Richtung der Schwenkachse 26 seitlich der
Stifte 25 angeordnet. In einer durch die Schwenkachse 26 und die Kontur-Richtung 28
aufgespannten Ebene weisen die Kontur-Flügel 31 die Form von Kreisbogensegmenten auf
(vgl. Fig. 4 und 7). Der Radius der durch die Kontur-Flügel 31 beschriebenen Kreisbögen
ist derart bemessen, dass die Kontur-Flügel 31 in der Offenstellung bündig an zu der
Schwenkachse 26 benachbarten Bereichen des Gehäuses 10 anliegen. Dies bedeutet, dass
der Radius der durch die Kontur-Flügel 31 beschriebenen Kreisbögen im Wesentlichen
dem Radius der Querschnitts-Kontur 16 entspricht. Das Gehäuse 10 bildet einen Anschlag
für die Kontur-Flügel 31 und damit für die Klappen 23 in der Offenstellung. Somit
ist die Offenstellung der Klappen 23 präzise festgelegt. Ein Flattern und/oder Klappern
der Klappen 23 in der Offenstellung ist verhindert. Die Kontur-Flügel 31 weisen in
der Kontur-Richtung 28 eine Ausdehnung auf, welche größer als 40 % der maximalen Ausdehnung
der Klappen 23 in der Längsrichtung 27 ist.
[0094] Zudem weisen die Klappen 23 umlaufende Kontur-Kanten 32 auf (vgl. Fig. 6, 8 und 10).
Die Kontur-Kanten 32 sind derart abgerundet, dass ein reibungsfreies Verschwenken
der Klappen 23 von der Schließstellung in die Offenstellung und zurück gewährleistet
ist.
[0095] In der in den Fig. 2 bis 5 gezeigten Schließstellung ist die Klappe 23 der auslassseitigen
Klappenanordnung 21 vollständig innerhalb des Innenraums 9, das heißt vollständig
innerhalb des Gehäuses 10, angeordnet. In der in den Fig. 6 bis 9 gezeigten Offenstellung
steht die Klappe 23 der außenseitigen Klappenanordnung 21 über den Auslass 12 des
Gehäuses 10 hinaus. Durch die Klappe 23 der außenseitigen Klappenanordnung 21 ist
in der Offenstellung daher ein den Auslass 12 abschirmendes Dach gebildet. Es ist
somit verhindert, dass Regenwasser auch in der Offenstellung der Klappen 23 über den
Auslass 12 in den Innenraum 9 des Mauerkastens 5 eindringen kann.
[0096] Im Folgenden wird der Mechanismus zum Verschwenken der Klappen 23 beschrieben. Die
Klappen 23 verschwenken rein passiv. Es sind also keine Elektromotoren und andere
aktive Betätigungsmechanismen für das Verschwenken der Klappen 23 vorgesehen. Die
Klappen 23 verschwenken allein aufgrund des durch den Lüfter 7 erzeugten Luftstroms
33. Die Klappen 23 sind immer dann in der Schließstellung, wenn kein Luftstrom 33
strömt oder ein Strömungsdruck des Luftstroms 33 geringer ist als ein vorbestimmter
Öffnungsdruck. Sobald der Strömungsdruck des Luftstroms 33 den vorbestimmten Öffnungsdruck
übersteigt, verschwenken die Klappen 23 aus der Schließstellung in die Offenstellung.
Fällt der Strömungsdruck des Luftstroms 33 unter den Öffnungsdruck, verebbt der Luftstrom
33 vollends oder strömt gar ein Luftstrom entgegen der Strömungsrichtung 19, verschwenken
die Klappen aufgrund der Schwerkraft rein passiv aus der Offenstellung in die Schließstellung.
Die Klappen 23 haben die Funktion eines Rückschlagventils, sodass ein Luftstrom vom
Auslass 12 zum Einlass 11 ein Schließen der Klappen 23 bewirkt. Ein Luftstrom entgegen
der Strömungsrichtung 19 ist somit nicht möglich.
[0097] Ein praktikabler Öffnungsdruck liegt zwischen 15 Pa und 90 Pa, insbesondere zwischen
50 Pa und 60 Pa. Dies gewährleistet, dass ein unbeabsichtigtes Öffnen der Klappen
23 vermieden wird. Gleichzeitig ist eine Überlastung des Lüfters 7 vermieden.
[0098] Die Verschwenkbarkeit der Klappen 23 ist durch deren geringes Eigengewicht sowie
die geringe durch die hochglanzpolierte Kapsel-Stift-Aufhängung 22 realisierte Reibung
gewährleistet. Dies ermöglicht ein Verschwenken der Klappen 23 mit einem geringen
Drehmoment. Zudem ist sichergestellt, dass die Klappen 23 auch bei einem Strömungsdruck
des Luftstroms 33, welcher den Öffnungsdruck nur geringfügig übersteigt, von der Schließstellung
vollständig in die Offenstellung verschwenkt werden.
[0099] In weiteren Alternativen des Mauerkastens kann das Verschwenken der Klappen weiterhin
durch ein Auswuchten der Klappen 23 bezüglich der Schwenkachsen 26 unterstützt werden.
Das Auswuchten der Klappen 23 erfolgt derart, dass ein Schwerpunkt der Klappen 23
bezüglich der jeweiligen Schwenkachse 26 einen Hebelarm aufweist, welcher höchstens
25 %, insbesondere höchstens 10 %, insbesondere höchstens 1 % einer entlang der Längsrichtung
27 gemessenen Ausdehnung der Klappen 23 beträgt. Dies kann beispielsweise bewerkstelligt
werden, indem oberhalb der Aufhängungen 22 Gegengewichte vorgesehen sind.
[0100] In weiteren nicht dargestellten Alternativen des Mauerkastens, weist das Gehäuse
die Form eines regelmäßigen Zylinders mit einer nicht kreisförmigen Grundfläche auf.
Beispielsweise ist die Grundfläche ein regelmäßiges Polygon mit 5 oder mehr Ecken.
Es können auch ovale Grundflächen oder Polygone mit abgerundeten Kanten und Ecken
realisiert sein. Das Gehäuse kann auch einen entlang der Strömungsrichtung variierenden
Querschnitt haben. In allen Alternativen gilt jedoch für eine Fläche A des Querschnitts
des Innenraums senkrecht zu der Strömungsrichtung:

wobei K eine Fläche eines einhüllenden Kreises mit kleinstmöglichen Radius angibt,
der den Querschnitt des Innenraums vollständig überdeckt.
[0101] In weiteren nicht dargestellten Alternativen sind die Klappen zumindest im Bereich
der Kontur-Flügel flexibel. Dies bedeutet, dass die Klappen in der Schließstellung
plattenförmig sein können und in der Offenstellung durch das Anliegen am Gehäuse verformt
werden, sodass die Klappen-Kontur an die Querschnitts-Kontur angepasst ist. In wiederum
anderen Alternativen sind Kontur-Flügel gelenkig mit dem Rest der Klappe verbunden.
1. Mauerkasten (5) für ein Lüftungssystem (1), aufweisend
1.1 ein einen Innenraum (9) begrenzendes Gehäuse (10) mit
1.1.1. einem Einlass (11) für einen Luftstrom, und
1.1.2. einem Auslass (12) für einen Luftstrom,
1.1.3. wobei ein Durchströmbereich (18) den Einlass (11) und den Auslass (12) in einer
Strömungsrichtung (19) verbindet, und
1.2. mindestens eine Klappenanordnung (20, 21) mit einer an einer Aufhängung (22)
angeordneten Klappe (23),
1.3. wobei die Klappe (23) der mindestens einen Klappenanordnung (20, 21) um eine
durch die Aufhängung (22) definierte Schwenkachse (26) zwischen einer den Durchströmbereich
(18) dicht verschließenden Schließstellung und einer Offenstellung verschwenkbar ist,
1.4. wobei für eine Fläche A eines Querschnitts des Innenraums (9) senkrecht zu der
Strömungsrichtung (19) gilt

wobei K eine Fläche eines einhüllenden Kreises mit kleinstmöglichen Radius angibt,
der den Querschnitt des Innenraums (9) vollständig überdeckt,
1.5. wobei die Klappe (23) der mindestens einen Klappenanordnung (20, 21) zumindest
in der Offenstellung eine Klappen-Kontur (29) aufweist, die in zu der Schwenkachse
(26) benachbarten Bereichen an eine Querschnitts-Kontur (16) des Innenraums (9) in
den jeweiligen zu der Schwenkachse (26) benachbarten Bereichen angepasst ist.
2. Mauerkasten (5) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Innenraums (9) im Wesentlichen die Form eines Polygons mit mindestens
fünf Ecken oder eines Kreises hat.
3. Mauerkasten (5) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (23) der mindestens einen Klappen-anordnung (20, 21) einteilig ausgeführt
ist.
4. Mauerkasten (5) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (23) der mindestens einen Klappen-anordnung (20, 21) rein mechanisch von
der Schließstellung in die Offenstellung verschwenkbar ist.
5. Mauerkasten (5) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (26) der mindestens einen Klappenanordnung (20, 21) horizontal ausgerichtet
und in einer oberen Hälfte des Querschnitts des Innenraums (9) angeordnet ist.
6. Mauerkasten (5) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (26) der mindestens einen Klappenanordnung (20, 21) an einem oberen
Rand des Durchströmbereichs (18) oder darüber angeordnet ist.
7. Mauerkasten (5) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (23) der mindestens einen Klappen-anordnung (20, 21) in der Offenstellung
in den zu der Schwenkachse (26) benachbarten Bereichen zumindest teilweise an dem
Gehäuse (10) anliegt.
8. Mauerkasten (5) nach einem der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens zwei in Strömungsrichtung (19) beabstandete Klappenanordnungen (20, 21).
9. Mauerkasten (5) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand der Schwenkachsen (26) zweier benachbarter Klappenanordnungen (20, 21)
mindestens so groß ist, dass die Klappen (23) unterschiedlicher Klappenanordnungen
(20, 21) in der Offenstellung keinen Überlapp in der Strömungsrichtung (19) aufweisen.
10. Mauerkasten (5) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zu dem Auslass (12) benachbart angeordnete Klappenanordnung (21) der mindestens
einen Klappenanordnung (20, 21), derart angeordnet ist, dass deren Klappe (23) in
der Offenstellung aus dem Auslass (12) hervorsteht.
11. Mauerkasten (5) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängung (22) der mindestens einen Klappenanordnung (20, 21) als Kapsel-Stift-Aufhängung
ausgeführt ist.
12. Mauerkasten (5) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (23) der mindestens einen Klappen-anordnung (20, 21) eine Isolationsschicht
aufweist.
13. Mauerkasten (5) nach einem der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Anschlussstutzen (13) im Bereich des Einlasses (11) zum Anschluss an ein Lüftungssystem
(1).
14. Lüftungssystem (1) mit einem Mauerkasten (5) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13.
15. Anordnung eines Mauerkastens (5) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13 in einer Außenwand
(4) eines Gebäudes.