[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Wärmetauschers und eine
Anordnung mit einem entsprechend betreibbaren Wärmetauscher gemäß den Oberbegriffen
der jeweiligen unabhängigen Patentansprüche.
Stand der Technik
[0002] In einer Vielzahl von Anwendungsgebieten werden Wärmetauscher mit tiefkalten Fluiden,
d.h. Fluiden mit Temperaturen von deutlich unter 0° C, insbesondere deutlich unter
-100° C, betrieben. Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung überwiegend unter Bezugnahme
auf die Hauptwärmetauscher von Luftzerlegungsanlagen beschrieben, sie eignet sich
jedoch grundsätzlich auch zum Einsatz in anderen Anwendungsgebieten, beispielsweise
für Anlagen zum Speichern und Rückgewinnen von Energie unter Verwendung von Flüssigluft
oder die Erdgasverflüssigung.
[0003] Zum Aufbau und Betrieb von Hauptwärmetauschern von Luftzerlegungsanlagen und anderer
Wärmetauscher sei auf einschlägige Fachliteratur, beispielsweise
H.-W. Häring (Hrsg.), Industrial Gases Processing, Wiley-VCH, 2006, insbesondere Abschnitt 2.2.5.6, "Apparatus" verwiesen. Details zu Wärmetauschern
allgemein sind beispielsweise der Veröffentlichung "
The Standards of the Brazed Aluminium Plate-Fin Heat Exchanger Manufacturers' Association",
2. Auflage, 2000, insbesondere Abschnitt 1.2.1, "Components of an Exchanger" zu entnehmen.
[0004] Ohne zusätzliche Maßnahmen gleichen sich bei entsprechenden Wärmetauschern die Temperaturprofile
beim Stillstand der zugehörigen Anlage aus Wird anschließend beispielsweise bei der
Wiederinbetriebnahme in einen erwärmten Teil des Wärmetauschers tiefkaltes Gas eingespeist
oder umgekehrt warmes Gas in einen abgekühlten Teil des Wärmetauschers, kommt es zu
hohen thermischen Spannungen, die zur Schädigung des Wärmetauschers führen können
oder einen überproportional hohen Material- bzw. Fertigungsaufwand erfordern.
[0005] Insbesondere kommt es bei einer Außerbetriebnahme eines Wärmetauschers, bevor dieser
sich insgesamt erwärmt aufgrund der guten Wärmeleitung (Wärmelängsleitung) in dessen
metallischem Material zu einem Angleich der Temperaturen am zuvor warmen Ende und
am zuvor kalten Ende. Mit anderen Worten wird das zuvor warme Ende des Wärmetauschers
über die Zeit kälter und das zuvor kalte Ende des Wärmetauschers wärmer, bis die genannten
Temperaturen bei oder nahe bei einer Durchschnittstemperatur liegen. Dies ist auch
in der beigefügten Figur 1 nochmals veranschaulicht. Die Temperaturen, die hier zum
Zeitpunkt der Außerbetriebnahme bei ca. -175 °C bzw. +20 °C lagen, gleichen sich dabei
über mehrere Stunden aneinander an und erreichen nahezu eine mittlere Temperatur.
[0006] Dieses Verhalten wird insbesondere dann beobachtet, wenn beim Abschalten einer Luftzerlegungsanlage
der Hauptwärmetauscher, der kälteisoliert untergebracht ist, zusammen mit der Rektifikationseinheit
eingeblockt wird, d.h. wenn von außen kein Gas mehr zugeführt wird. In einem solchen
Fall wird typischerweise lediglich Gas, das durch thermische Isolationsverluste entsteht,
kalt abgeblasen.
[0007] Bei einer ggf. anschließend erfolgenden Einspeisung von warmem Fluid am abgekühlten
warmen Ende des Wärmetauschers bei seiner Wiederinbetriebnahme erhöht sich dort schlagartig
die Temperatur. Entsprechend verringert sich die Temperatur am erwärmten kalten Ende
bei der Wiederinbetriebnahme, falls dort entsprechendes kaltes Fluid eingespeist wird,
schlagartig. Dies führt zu den bereits erwähnten Materialspannungen und damit ggf.
zu Schäden.
[0008] Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, Maßnahmen anzugeben, die
eine Wiederinbetriebnahme eines entsprechenden Wärmetauschers nach längerer Außerbetriebnahme
ohne die erwähnten nachteiligen Effekte ermöglichen.
Offenbarung der Erfindung
[0009] Vor diesem Hintergrund schlägt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Betreiben
eines Wärmetauschers und eine Anordnung mit einem entsprechend betreibbaren Wärmetauscher,
die insbesondere als eine Luftbearbeitungsanlage ausgebildet sein kann, mit den Merkmalen
der jeweiligen unabhängigen Patentansprüche vor.
[0010] Ausgestaltungen sind jeweils Gegenstand der abhängigen Patentansprüche sowie der
nachfolgenden Beschreibung.
[0011] Zunächst werden nachfolgend einige zur Beschreibung der vorliegenden Erfindung verwendete
Begriffe erläutert und definiert.
[0012] Ein "Wärmetauscher" ist im hier verwendeten Sprachgebrauch ein Apparat, der zur indirekten
Übertragung von Wärme zwischen zumindest zwei z.B. im Gegenstrom zueinander geführten
Fluidströmen ausgebildet ist. Ein Wärmetauscher zum Einsatz im Rahmen der vorliegenden
Erfindung kann aus einem einzelnen oder mehreren parallel und/oder seriell verbundenen
Wärmetauscherabschnitten gebildet sein, z.B. aus einem oder mehreren Plattenwärmetauscherblöcken.
Ein Wärmetauscher weist "Passagen" auf, die zur Fluidführung eingerichtet und von
anderen Passagen fluidisch getrennt bzw. nur über die jeweiligen Header ein- und ausgangsseitig
verbunden sind. Diese werden nachfolgend als "Wärmetauscherpassagen" bezeichnet. Nachfolgend
werden die Begriffe "Wärmetauscher" und "Wärmeübertrager" synonym verwendet.
[0013] Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere die gemäß der deutschen Fassung der
ISO 15547-2:2005 als Rippen-Platten-Wärmeaustauscher (engl. Plate-Fin Heat Exchangers)
bezeichneten Apparate. Ist nachfolgend von einem "Wärmetauscher" die Rede, sei daher
hierunter insbesondere ein Rippen-Platten-Wärmeaustauscher verstanden. Ein Rippen-Platten-Wärmeaustauscher
weist eine Vielzahl übereinanderliegender flacher Kammern bzw. langgestreckter Kanäle
auf, die jeweils durch gewellte oder anderweitig strukturierte und miteinander verbundene,
beispielsweise verlötete Platten, i.d.R. aus Aluminium, voneinander getrennt sind.
Die Platten werden mittels Seitenstäben (engl. Side Bars) stabilisiert und über diese
miteinander verbunden. Die Strukturierung der Wärmetauscherplatten dient insbesondere
dazu, die Wärmeaustauschfläche zu vergrößern, aber auch dazu, die Stabilität des Wärmetauschers
zu erhöhen. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf gelötete Rippen-Platten-Wärmeaustauscher
aus Aluminium.
[0014] Wie erwähnt, kann die vorliegende Erfindung in Luftzerlegungsanlagen bekannter Art,
aber auch beispielsweise in Anlagen zum Speichern und Rückgewinnen von Energie unter
Verwendung von Flüssigluft zum Einsatz kommen. Die Speicherung und Rückgewinnung von
Energie unter Verwendung von Flüssigluft wird im Englischen auch als Liquid Air Energy
Storage (LAES) bezeichnet. Eine entsprechende Anlage ist beispielsweise in der
EP 3 032 203 A1 offenbart.
[0015] Zu Zeiten hohen Stromangebots wird in LAES-Anlagen in einem ersten Betriebsmodus
Luft unter entsprechendem Stromverbrauch verdichtet, abgekühlt, verflüssigt und in
einem isolierten Tanksystem gespeichert. Zu Zeiten geringen Stromangebots wird in
einem zweiten Betriebsmodus die in dem Tanksystem gespeicherte verflüssigte Luft,
insbesondere nach einer Druckerhöhung mittels einer Pumpe, angewärmt und damit in
den gasförmigen oder überkritischen Zustand überführt. Ein hierdurch erhaltener Druckstrom
wird in einer Entspannungsturbine entspannt, die mit einem Generator gekoppelt ist.
Die in dem Generator gewonnene elektrische Energie wird beispielsweise in ein elektrisches
Netz zurückgespeist.
[0016] Eine entsprechende Speicherung und Rückgewinnung von Energie ist grundsätzlich nicht
nur unter Verwendung von Flüssigluft möglich. Vielmehr können in dem ersten Betriebsmodus
auch andere unter Verwendung von Luft gebildete tiefkalte Flüssigkeiten gespeichert
und in dem zweiten Betriebsmodus zur Gewinnung von elektrischer Energie verwendet
werden. Beispiele für entsprechende tiefkalte Flüssigkeiten sind flüssiger Stickstoff
oder flüssiger Sauerstoff bzw. Komponentengemische, die überwiegend aus flüssigem
Stickstoff oder flüssigem Sauerstoff bestehen. In entsprechenden Anlagen können auch
externe Wärme und Brennstoff eingekoppelt werden, um die Effizienz und die Ausgangsleistung
zu steigern, insbesondere unter Verwendung einer Gasturbine, deren Abgas zusammen
mit dem im zweiten Betriebsmodus aus dem Luftprodukt gebildeten Druckstrom entspannt
wird. Auch für derartige Anlagen eignet sich die Erfindung.
[0017] Zur Bereitstellung entsprechender tiefkalter Flüssigkeiten können klassische Luftzerlegungsanlagen
dienen. Wenn Flüssigluft verwendet wird, ist es auch möglich, reine Luftverflüssigungsanlagen
einzusetzen. Als Oberbegriff für Luftzerlegungsanlagen und Luftverflüssigungsanlagen
wird daher nachfolgend auch der Begriff "Luftbearbeitungsanlagen" verwendet.
Vorteile der Erfindung
[0018] Grundsätzlich kann ein Wärmetauscher während eines Stillstands der zugehörigen Anlage
mit kaltem Gas aus einem Tank oder Abgas aus der stehenden Anlage durchströmt werden,
um eine Erwärmung zu vermeiden bzw. das ausgebildete Temperaturprofil zu halten. Ein
derartiger Betrieb ist jedoch in herkömmlichen Verfahren ggf. nur aufwendig zu realisieren.
[0019] Insbesondere bei geringen Mengen entsprechender kalter Gase bzw. geringen Strömungsgeschwindigkeiten
im Wärmetauscher kann eine Fehlverteilung innerhalb eines Wärmetauscherblocks und
insbesondere über mehrere Wärmetauscherblöcke hinweg nicht ausgeschlossen werden.
Grundsätzlich ist es jedoch wünschenswert, die eingesetzten Gasmengen gering zu halten,
um beispielsweise Produktverluste bzw. grundsätzlich den Verbrauch von entsprechenden
tiefkalten Medien zu vermeiden. Ferner sind zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen
stets gewisse Mengen an Fluiden erforderlich, die zur Temperierung eines entsprechenden
Wärmetauschers zusätzlich verbraucht werden.
[0020] Die vorliegende Erfindung schlägt ein Verfahren zum Betreiben eines Wärmetauschers
vor, welcher eine erste Austauschzone mit einem ersten Ende und mit einem zweiten
Ende, eine zweite Austauschzone mit einem ersten Ende und mit einem zweiten Ende und
eine Trennzone zwischen dem ersten Ende der ersten Austauschzone und dem zweiten Ende
der zweiten Austauschzone aufweist, wobei eine Wärmeleitfähigkeit der ersten Austauschzone
zwischen deren erstem Ende und deren zweitem Ende und eine Wärmeleitfähigkeit der
zweiten Austauschzone zwischen deren erstem Ende und deren zweitem Ende jeweils höher
als eine Wärmeleitfähigkeit der Trennzone zwischen dem zweiten Ende der ersten Austauschzone
und dem ersten Ende der zweiten Austauschzone ist. Der Wärmetauscher kann, wie auch
nachfolgend noch im Detail erläutert, der Hauptwärmetauscher einer Luftzerlegungsanlage
sein, so dass in diesem Zusammenhang auf die zitierte Fachliteratur verwiesen werden
kann. Insbesondere handelt es sich bei einem entsprechenden Wärmetauscher um einen
Rippen-Platten-Wärmeaustauscher der zuvor erläuterten Art. Die "Austauschzonen" sind
jene Zonen eines entsprechenden Wärmetauschers, in denen Fluidströme einem wechselseitigen
Wärmetausch unterworfen werden.
[0021] Der im Rahmen der vorliegenden Erfindung eingesetzte Wärmetauscher kann beispielsweise
als ein Wärmetauscher ausgebildet sein, der aus zwei Teilen bzw. zwei separaten seriellen
Einzelwärmetauschern aufgebaut ist. Entsprechende Teile bzw. Einzelwärmetauscher definieren
jeweils Bereiche separaten Wärmeaustauschs, also die "Austauschbereiche" der zuvor
erläuterten Art.
[0022] In jedem Teil bzw. Einzelwärmetauscher ergibt sich dabei bei einer Außerbetriebnahme
ebenfalls ein Temperaturausgleich zwischen dem jeweiligen warmen und kalten Ende.
Aufgrund der Tatsache, dass das Temperaturprofil in jedem der Teile bzw. Einzelwärmetauscher
eines entsprechend ausgebildeten Wärmetauschers sich nicht vom höchsten zum niedrigsten
Temperaturniveau des Gesamtwärmetauschers erstreckt, sondern jeweils nur bis bzw.
ab einem Zwischentemperaturniveau, das an der Trennstelle zwischen den Teilen bzw.
Einzelwärmetauschern vorliegt, kann durch eine Wärmeleitung innerhalb des jeweiligen
Teils bzw. Einzelwärmetauschers zunächst nur ein mittleres Temperaturniveau erreicht
werden, das zwischen dem Temperaturniveau am warmen Ende und dem Zwischentemperaturniveau
einerseits bzw. zwischen dem Zwischentemperaturniveau und dem Temperaturniveau am
kalten Ende andererseits liegt. Dieses mittlere Temperaturniveau ist in einem Teil
bzw. Einzelwärmetauscher am warmen Ende höher und in einem Teil bzw. Einzelwärmetauscher
am kalten Ende geringer als das mittlere Temperaturniveau in einem einteilig ausgebildeten
Wärmetauscher. Dies ergibt sich dadurch, dass in einem mehrteilig ausgebildeten Wärmetauscher
eine Wärmeleitung zwischen den jeweiligen Teilen unterbunden oder verringert werden
kann.
[0023] In dem unter Bezugnahme auf Figur erläuterten Beispiel ergibt sich in einem warmen
Teil eines entsprechenden zweigeteilten Wärmetauschers ein Temperaturniveau von beispielsweise
ca. -50 °C sowie im kalten Teil auf beispielsweise ca. -150 °C. Damit werden auch
die maximal möglichen Temperaturunterschiede zwischen Metall und den bei Wiederinbetriebnahme
in den Wärmetauscher eingespeisten warmen bzw. kalten Stoffströmen halbiert, was dazu
führt, dass die thermischen Spannungen nur noch Bruchteile im Vergleich zur üblichen
Wärmetauscherkonfiguration betragen.
[0024] Die vorliegende Erfindung sieht vor, dass in einem ersten Betriebsmodus durch ein
Durchleiten von Fluiden durch die erste Austauschzone und durch die zweite Austauschzone
das erste Ende der ersten Austauschzone auf ein erstes Temperaturniveau temperiert
wird und das zweite Ende der zweiten Austauschzone auf ein zweites Temperaturniveau
unterhalb des ersten Temperaturniveaus temperiert wird. Der erste Betriebsmodus entspricht
dem regulären Betrieb eines entsprechenden Wärmetauschers, beispielsweise in einer
Luftzerlegungsanlage. In diesem regulären Betrieb werden am warmen Ende des Wärmetauschers
insgesamt warme Fluide und am kalten Ende kalte Fluide eingespeist und einander entgegengeschickt.
[0025] Das erste Temperaturniveau kann dabei im Rahmen der vorliegenden Erfindung insbesondere
bei 0 bis 100 °C, beispielsweise ca. 20 °C, und das zweite Temperaturniveau bei -100
bis -200 °C, beispielsweise ca. -175 °C liegen. Das Durchleiten von Fluid erfolgt
insbesondere in Form mehrerer unterschiedlicher Fluidströme, die einander entgegengeschickt
werden und also in gegenläufigen Richtungen durch die erste und die zweite Austauschzone
geleitet werden. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung stellt sich auf diese Weise
insbesondere am zweiten Ende der ersten und am ersten Ende der zweiten Austauschzone
ein Temperaturniveau ein, das zwischen dem ersten und dem zweiten Temperaturniveau
liegt.
[0026] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird der erste Betriebsmodus durch einen zweiten
Betriebsmodus unterbrochen, in dem das Durchleiten von Fluid durch die erste Austauschzone
und die zweite Austauschzone unterbunden wird. Wie bereits eingangs erläutert, kommt
es dadurch zu einem langsamen Temperaturangleich zwischen dem ersten Ende und dem
zweiten Ende der ersten Austauschzone und dem ersten Ende und dem zweiten Ende der
zweiten Austauschzone. Ein Temperaturangleich insgesamt ist dabei ebenfalls zu beobachten.
Dieser erfolgt aber im Rahmen der vorliegenden Erfindung, in der ein Wärmetauscher
mit zwei Austauschzonen und einer Trennzone mit geringerer Wärmeleitung verwendet
ist, sehr viel langsamer als bei einem Wärmetauscher, der nur eine Austauschzone,
beispielsweise nur einen einzelnen Wärmetauscherblock, aufweist. Zunächst stellt sich
im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein höheres Ausgleichstemperaturniveau in der
ersten Austauschzone und ein niedrigeres Ausgleichstemperaturniveau in der zweiten
Austauschzone ein. So lange die zwei Austauschzonen dabei auf ausreichend unterschiedlichen
Temperaturniveaus vorliegen, mit anderen Worten die Temperatur der ersten Austauschzone
ausreichend hoch und die Temperatur der zweiten Austauschzone ausreichend niedrig
ist, kann die erste Austauschzone bei einer anschließenden Wiederinbetriebnahme mit
einem warmen Fluid auf dem ersten Temperaturniveau und die zweite Austauschzone mit
einem kalten Fluid auf dem zweiten Temperaturniveau beaufschlagt werden, ohne dass
es hier jeweils zu übermäßig starken thermischen Spannungen kommen kann wie bei einer
herkömmlichen Ausbildung eines Ausgleichstemperaturniveaus in dem Wärmetauscher insgesamt.
[0027] Erfindungsgemäß ist daher vorgesehen, dass der zweite Betriebsmodus unterbrochen
und der erste Betriebsmodus oder ein weiterer Betriebsmodus eingeleitet wird, sobald
eine Größe, die einen zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende der ersten Austauschzone
und/oder zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende der zweiten Austauschzone erfolgten
Wärmetransport nach der Einleitung des zweiten Betriebsmodus kennzeichnet, einen vorbestimmten
Wert über- oder unterschreitet. Bei dem den erfolgten Wärmetransport kennzeichnenden
Größe kann es sich dabei insbesondere um eine Temperatur an dem ersten Ende der ersten
bzw. dem zweiten Ende der zweiten Austauschzone handeln. Diese kann insbesondere mittels
einer Messung in Form eines oder mehrerer Temperaturwerte ermittelt werden. Es kann
jedoch auch vorgesehen sein, eine Zeitsteuerung zu verwenden. Bei bekannten thermischen
Eigenschaften des Wärmetauschers bzw. der ersten und der zweiten Austauschzone und
der Trennzone kann nach Verstreichen einer bestimmten Zeit bei zuvor bekannten Bedingungen
davon ausgegangen werden, dass ein bestimmter Wärmetransport erfolgt ist. Damit handelt
es sich auch bei einer entsprechenden Zeit um eine Größe, die einen zwischen dem ersten
Ende und dem zweiten Ende der ersten Austauschzone und/oder zwischen dem ersten Ende
und dem zweiten Ende der zweiten Austauschzone erfolgten Wärmetransport nach der Einleitung
des zweiten Betriebsmodus kennzeichnet. Eine entsprechende Zeitvorgabe kann, beispielsweise
auf Grundlage von festgestellten Anfangstemperaturen, auch mit Korrekturfaktoren bzw.
Zu- und Abschlägen beaufschlagt werden.
[0028] Wird, wie erfindungsgemäß vorgesehen, der zweite Betriebsmodus unterbrochen und der
erste Betriebsmodus oder ein weiterer Betriebsmodus eingeleitet, sobald die Größe,
die den zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende der ersten Austauschzone und/oder
zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende der zweiten Austauschzone erfolgten
Wärmetransport nach der Einleitung des zweiten Betriebsmodus kennzeichnet, einen vorbestimmten
Wert über- oder unterschreitet, kann sichergestellt werden, dass die Temperaturen
am warmen Ende eines entsprechenden Wärmetauschers noch nicht derart tief abgesunken
sind, dass eine Einspeisung von Fluid am warmen Ende zu übermäßigen Temperaturspannungen
führen kann. Entsprechendes gilt auch für die Temperaturen am kalten Ende eines entsprechenden
Wärmetauschers. Hierbei können entsprechende Werte, beispielsweise Schwellwerte oder
Zeitvorgaben, derart ausgewählt werden, dass sichergestellt ist, dass sich zwar ggf.
jeweils eine Temperatur innerhalb der ersten und der zweiten Wärmeaustauschzone ausgleicht,
ein Temperaturausgleich in dem Wärmetauscher insgesamt noch nicht erfolgt ist. Die
Ausgleichstemperaturen innerhalb der ersten bzw. zweiten Wärmeaustauschzone liegen
dabei, wie erwähnt, jeweils näher an dem ersten bzw. zweiten Temperaturniveau als
eine Ausgleichstemperatur in dem Wärmetauscher insgesamt bzw. in einem klassischen
einteilig ausgebildeten Wärmetauscher, in dem sich schneller eine mittlere Temperatur
zwischen dem ersten und dem zweiten Temperaturniveau als Ausgleichstemperatur einstellt.
Auf diese Weise kann im Rahmen der vorliegende eine Unterbrechungszeit ohne Einleitung
weiterer Temperierungsmaßnahmen verlängert werden. Insbesondere müssen im zweiten
Betriebsmodus keine zusätzlichen Fluide verwendet werden, die den Medienbedarf erhöhen
und ggf. zu Ungleichverteilungen im Wärmetauscher und damit verbundenen Temperierungsproblemen
führen können. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann, mit anderen Worten, im zweiten
Betriebsmodus ein entsprechender Wärmetauscher für einen verlängerten Zeitraum vollständig
stillgelegt und anschließend ohne die Gefahr von Beschädigungen durch thermische Spannungen
oder eine damit verbundene Lebensdauerverkürzung durch entsprechend große Lastwechsel
wieder in Betrieb genommen werden.
[0029] Wie erwähnt, kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung der zweite Betriebsmodus unterbrochen
und anstelle der Wiederaufnahme des ersten Betriebsmodus auch ein weiterer Betriebsmodus
eingeleitet werden, sobald die Größe, die den zwischen dem ersten Ende und dem zweiten
Ende der ersten Austauschzone und/oder zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende
der zweiten Austauschzone erfolgten Wärmetransport nach der Einleitung des zweiten
Betriebsmodus kennzeichnet, den vorbestimmten Wert über- oder unterschreitet. Ein
entsprechender weiterer Betriebsmodus kann dabei insbesondere auch ein Temperiermodus
sein, in dem der Wärmetauscher durch an sich bekannte Maßnahmen temperiert wird. Hierbei
kann insbesondere eine Durchströmung eines entsprechenden Wärmetauschers mit Fluidströmen
erfolgen, die in einer geringeren Menge pro Zeiteinheit als die im ersten Betriebsmodus
eingesetzten Fluidströme verwendet werden können.
[0030] Wie erwähnt, kann das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren insbesondere auf Grundlage
einer oder mehrerer Temperaturen, insbesondere einer oder mehrere gemessener Temperaturen,
erfolgen. Mit anderen Worten kann der zweite Betriebsmodus unterbrochen und der erste
Betriebsmodus oder der weitere Betriebsmodus eingeleitet werden, sobald das erste
Ende der ersten Austauschzone ein Temperaturniveau aufweist, das um mehr als einen
vorgegebenen Wert von dem ersten Temperaturniveau abweicht und/oder sobald das zweite
Ende der zweiten Austauschzone ein Temperaturniveau aufweist, das um mehr als einen
vorgegebenen Wert von dem zweiten Temperaturniveau abweicht.
[0031] Hierbei kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung insbesondere dann, wenn in dem
ersten Betriebsmodus das zweite Ende der ersten Austauschzone und das erste Ende der
zweiten Austauschzone durch das Durchleiten von Fluiden durch die erste Austauschzone
und durch die zweite Austauschzone auf ein drittes Zwischentemperaturniveau zwischen
dem ersten Temperaturniveau und dem zweiten Temperaturniveau temperiert werden, der
zweite Betriebsmodus dann unterbrochen und der erste Betriebsmodus oder der weitere
Betriebsmodus eingeleitet werden, sobald das erste Ende der ersten Austauschzone ein
Temperaturniveau aufweist, das um mehr als einen vorgegebenen Wert von einem mittleren
Temperaturniveau zwischen dem ersten Temperaturniveau und dem dritten Temperaturniveau
abweicht und/oder sobald das zweite Ende der zweiten Austauschzone ein Temperaturniveau
aufweist, das um mehr als einen vorgegebenen Wert von einem mittleren Temperaturniveau
zwischen dem dritten Temperaturniveau und dem zweiten Temperaturniveau abweicht. Mit
anderen Worten erfolgt eine Unterbrechung des zweiten und beispielsweise eine Wiederaufnahme
des ersten oder des weiteren Betriebsmodus dann, wenn zwar ein Wärmeausgleich innerhalb
der jeweiligen Austauschzonen, aber noch nicht im Wärmetauscher insgesamt erzielt
worden ist. Vorteile wurden bereits erläutert.
[0032] In einem Regelbetrieb eines entsprechenden Verfahrens, also in dem ersten Betriebsmodus,
wird oder werden insbesondere ein oder mehrere erste Fluide auf dem ersten Temperaturniveau
der ersten Austauschzone über deren erstes Ende zugeführt, nacheinander durch die
erste Austauschzone, die Trennzone und die zweite Austauschzone geleitet, und danach
auf dem zweiten Temperaturniveau aus der zweiten Austauschzone über deren zweites
Ende ausgeführt, und in dem ersten Betriebsmodus wird oder werden ferner ein oder
mehrere zweite Fluide nacheinander auf dem zweiten Temperaturniveau der zweiten Austauschzone
über deren zweites Ende zugeführt, durch die zweite Austauschzone, die Trennzone und
die erste Austauschzone geleitet, und danach auf dem ersten Temperaturniveau aus der
ersten Austauschzone über deren erstes Ende ausgeführt. Auf diese Weise erfolgt die
Temperierung der ersten und der zweiten Wärmeaustauschzone in der zuvor mehrfach erläuterten
Weise, wobei sich insbesondere an dem zweiten Ende der ersten und an dem ersten Ende
der zweiten Wärmeaustauschzone ein weiteres Temperaturniveau einstellt, das zwischen
dem ersten und dem zweiten Temperaturniveau liegt.
[0033] Wie mehrfach erwähnt, wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung insbesondere eine
Längswärmeleitung in einem entsprechenden Wärmetauscher durch die Aufteilung in die
erste Austauschzone und die zweite Austauschzone mit der zwischengeschalteten Trennzone
reduziert. Dies kann insbesondere durch die Wahl und die spezifische Ausgestaltung
der Trennzone bewirkt werden, die insbesondere einen Abfluss von Wärme von dem zweiten
Ende der ersten Austauschzone zu dem ersten Ende der zweiten Austauschzone verringert
oder verhindert. Nachfolgend werden entsprechende Ausgestaltungen erläutert, wobei
diese Erläuterungen für einen erfindungsgemäßen Wärmetauscher und eine entsprechende
Anordnung sowie für ein erfindungsgemäßes Verfahren und jeweiliger Ausgestaltungen
hiervon in gleicher Weise gelten.
[0034] In einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung können die erste Austauschzone
und die zweite Austauschzone ein oder mehrere erste Materialien mit einem oder mehreren
ersten Wärmeleitwerten aufweisen oder, insbesondere ausschließlich, aus einem oder
mehreren entsprechender Materialien ausgebildet sein. Die Trennzone kann in diesem
Fall ein oder mehrere zweite Materialien mit einem oder mehreren zweiten Wärmeleitwerten
aufweisen oder, insbesondere ausschließlich, aus einem oder mehreren entsprechender
Materialien ausgebildet sein. Der oder die zweiten Wärmeleitwerte sind dabei geringer
als der oder die ersten Wärmeleitwerte. Durch die hierdurch bewirkte Herabsetzung
der Wärmeleitung in der Trennzone lassen sich die mehrfach erläuterten Vorteile erzielen.
Ein entsprechendes Material in den Austauschzonen kann insbesondere Aluminium sein.
Bei dem Material in der Trennzone kann es sich um ein Metall mit geringerer Wärmeleitung
oder auch um einen oder mehrere Kunststoffe handeln.
[0035] In einer weiteren Ausgestaltung können die erste Austauschzone und die zweite Austauschzone
jeweils übereinanderliegende strukturierte Metallplatten aufweisen und die Trennzone
kann ohne übereinanderliegende strukturierte Metallplatten ausgebildet sein. Die erste
Austauschzone und die zweite Austauschzone können dabei insbesondere in Form separater
Rippen-Platten-Wärmetauscher ausgebildet sein, die durch einen Luftspalt oder Luftraum
oder in anderer Weise voneinander getrennt und mittels Rohren miteinander verbunden
sind.
[0036] Mit anderen Worten kann die Trennzone in Form eines Isolierraums zwischen der ersten
Austauschzone und der zweiten Austauschzone ausgebildet sein, wobei durch den Isolierraum
Rohrleitungen geführt sind, die die erste Austauschzone und die zweite Austauschzone
verbinden. Die erste Austauschzone und die zweite Austauschzone können dabei in beliebiger
Form ausgebildet sein. Sie sind damit nicht auf eine Ausgestaltung als Rippen-Platten-Wärmetauscher
beschränkt. Der Isolierraum und damit die Trennzone kann im Rahmen der vorliegenden
Erfindung also zumindest teilweise als ein Luftraum oder evakuierter Raum ausgebildet
sein. Es ist auch möglich, dass der Isolierraum und damit die Trennzone zumindest
teilweise mit einem Isolationsmaterial gefüllt ist, insbesondere mit einem üblicherweise
in einer Coldbox verwendeten Isolationsmaterial wie Perlit und dergleichen.
[0037] Es ist alternativ zu den erläuterten Ausgestaltungen auch möglich, dass die erste
Austauschzone und die zweite Austauschzone jeweils übereinanderliegende Metallplatten
mit einer ersten Strukturierung aufweisen und dass die Trennzone übereinanderliegende
Metallplatten mit einer zweiten Strukturierung, die von der ersten Strukturierung
abweicht, aufweist. Bei den Metallplatten kann es sich auch um durchgängige Metallplatten
mit den jeweiligen unterschiedlichen Strukturierungen handeln. Die abweichende Strukturierung
in der Trennzone kann dabei insbesondere zu der abweichenden Wärmeleitung in der Trennzone
führen, beispielsweise dadurch, dass ein Materialquerschnitt zwischen dem zweiten
Ende der ersten Austauschzone und dem ersten Ende der zweiten Austauschzone verringert
wird.
[0038] Die vorliegende Erfindung erstreckt sich ferner auf eine Anordnung mit einem Wärmetauscher,
welcher eine erste Austauschzone mit einem ersten Ende und mit einem zweiten Ende,
eine zweite Austauschzone mit einem ersten Ende und mit einem zweiten Ende und eine
Trennzone zwischen dem ersten Ende der ersten Austauschzone und dem zweiten Ende der
zweiten Austauschzone aufweist, wobei eine Wärmeleitfähigkeit der ersten Austauschzone
zwischen deren erstem Ende und deren zweitem Ende und eine Wärmeleitfähigkeit der
zweiten Austauschzone zwischen deren erstem Ende und deren zweitem Ende jeweils höher
als eine Wärmeleitfähigkeit der Trennzone zwischen dem zweiten Ende der ersten Austauschzone
und dem ersten Ende der zweiten Austauschzone ist.
[0039] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind dabei in einer derartigen Anordnung technische
Mittel bereitgestellt, die dafür eingerichtet sind, in einem ersten Betriebsmodus
durch ein Durchleiten von Fluiden durch die erste Austauschzone und durch die zweite
Austauschzone das erste Ende der ersten Austauschzone auf ein erstes Temperaturniveau
zu temperieren und das zweite Ende der zweiten Austauschzone auf ein zweites Temperaturniveau
unterhalb des ersten Temperaturniveaus zu temperieren. Ferner sind technische Mittel
bereitgestellt, die dafür eingerichtet sind, den ersten Betriebsmodus durch einen
zweiten Betriebsmodus zu unterbrechen, in dem das Durchleiten von Fluid durch die
erste Austauschzone und die zweite Austauschzone unterbunden wird.
[0040] Die erfindungsgemäße Anordnung zeichnet sich durch technische Mittel aus, die dafür
eingerichtet sind, den zweiten Betriebsmodus zu unterbrechen und den ersten Betriebsmodus
oder einen weiteren Betriebsmodus einzuleiten, sobald eine Größe, die einen zwischen
dem ersten Ende und dem zweiten Ende der ersten Austauschzone und/oder zwischen dem
ersten Ende und dem zweiten Ende der zweiten Austauschzone erfolgten Wärmetransport
nach der Einleitung des zweiten Betriebsmodus kennzeichnet, einen vorbestimmten Wert
über- oder unterschreitet.
[0041] Zu Merkmalen und Vorteilen einer entsprechenden Anordnung, die insbesondere dazu
eingerichtet ist, ein Verfahren durchzuführen, wie es zuvor erläutert wurde, sei auf
die obigen Ausführungen ausdrücklich verwiesen. Insbesondere weist eine derartige
Anlage eine Steuereinrichtung auf, die dazu ausgebildet ist, bei Bedarf, beispielsweise
nach einem festen Schaltmuster, auf Grundlage eines Sensorsignals oder auf Anforderung,
zwischen dem ersten und dem zweiten Betriebsmodus umzuschalten.
[0042] Wie erwähnt, erstreckt sich die vorliegende Erfindung auch auf eine Luftbearbeitungsanlage,
die Mittel zur Verflüssigung und/oder Tieftemperaturtrennung von Luft aufweist. Diese
zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass sie eine Anordnung umfasst, wie sie
soeben erläutert wurde. Insbesondere kann die Luftbearbeitungsanlage als Luftzerlegungsanlage
ausgebildet sein. Sie umfasst in diesem Fall ein Destillationssäulensystem grundsätzlich
bekannter Art. Eine entsprechende Luftbearbeitungsanlage kann insbesondere auch als
Anlage zum Speichern und Rückgewinnen von Energie ausgebildet sein. Zu Merkmalen und
Vorteilen sei auf die obigen Erläuterungen bezüglich des erfindungsgemäßen Verfahrens
verwiesen.
[0043] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher
erläutert, die eine Ausführungsform der Erfindung und entsprechende Wärmeaustauschdiagramme
zeigen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0044] Figur 1 veranschaulicht Temperaturverläufe in einem Wärmetauscher nach Außerbetriebnahme
ohne Einsatz von Maßnahmen gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung.
[0045] Figur 2 veranschaulicht eine Luftzerlegungsanlage mit einem Wärmetauscher, der unter
Verwendung eines Verfahrens gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung betrieben
werden kann.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0046] In den Figuren sind identische oder einander funktional oder bedeutungsmäßig entsprechende
Elemente mit identischen Bezugszeichen angegeben und werden der Übersichtlichkeit
halber nicht wiederholt erläutert.
[0047] Figur 1 veranschaulicht Temperaturverläufe in einem Wärmetauscher nach Außerbetriebnahme
ohne Einsatz von Maßnahmen gemäß vorteilhaften Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung
in Form eines Temperaturdiagramms.
[0048] In dem in Figur 1 dargestellten Diagramm sind eine mit H bezeichnete Temperatur am
warmen Ende eines entsprechenden Wärmetauschers bzw. seines entsprechenden Wärmeaustauschbereichs
(zuvor und nachfolgend auch als "erstes Ende" bezeichnet) und eine mit C bezeichnete
Temperatur am kalten Ende (zuvor und nachfolgend auch als "zweites Ende" bezeichnet)
jeweils in °C auf der Ordinate gegenüber einer Zeit in Stunden auf der Abszisse dargestellt.
[0049] Wie aus Figur 1 ersichtlich, beträgt die Temperatur H am ersten (warmen) Ende des
Wärmeaustauschbereichs zu Beginn der Außerbetriebnahme, und damit die Temperatur in
einem regulären Betrieb des Wärmetauschers, ca. 20 °C und die Temperatur C am zweiten
(kalten) Ende ca. -175 °C. Diese Temperaturen gleichen sich über die Zeit zunehmend
einander an. Hierfür ist die hohe Wärmeleitfähigkeit der in dem Wärmetauscher verbauten
Materialien verantwortlich. Mit anderen Worten fließt hier Wärme vom ersten (warmen)
Ende in Richtung des zweiten (kalten) Endes. Zusammen mit dem Wärmeeintrag aus der
Umgebung ergibt sich dabei eine mittlere Temperatur von ca. -90 °C. Die deutliche
Temperaturerhöhung am zweiten (kalten) Ende des Wärmeaustauschbereichs kommt zum größten
Teil durch den internen Temperaturausgleich in dem Wärmetauscher zustande und nur
in einem geringeren Anteil durch externen Wärmeeintrag.
[0050] Wie mehrfach erwähnt, kann es im dargestellten Fall zu starken thermischen Spannungen
kommen, wenn das erste (warme) Ende des Wärmetauschers nach einiger Zeit der Regeneration
ohne weitere Maßnahmen wieder mit einem warmen Fluid von im dargestellten Beispiel
ca. 20 °C beaufschlagt wird.
[0051] Figur 2 veranschaulicht eine Luftzerlegungsanlage als Beispiel einer Anordnung 100
gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung. Diese weist als wesentliche
Komponenten einen Wärmetauscher 10, der den Hauptwärmetauscher der Luftzerlegungsanlage
darstellt, und ein Destillationssäulensystem 20 auf.
[0052] Luftzerlegungsanlagen der gezeigten Art sind, wie erwähnt, vielfach an anderer Stelle
beschrieben, beispielsweise bei
H.-W. Häring (Hrsg.), Industrial Gases Processing, Wiley-VCH, 2006, insbesondere Abschnitt 2.2.5, "Cryogenic Rectification". Für detaillierte Erläuterungen
zu Aufbau und Funktionsweise sei daher auf entsprechende Fachliteratur verwiesen.
Eine Luftzerlegungsanlage zum Einsatz der vorliegenden Erfindung kann auf unterschiedlichste
Weise ausgebildet sein. Der Einsatz der vorliegenden Erfindung ist nicht auf die Ausgestaltung
gemäß Figur 2 beschränkt. Figur 2 veranschaulicht nur die für die Beschreibung der
vorliegenden Erfindung wesentlichen Komponenten.
[0053] Der Wärmetauscher 10 umfasst eine hier mit 1 bezeichnete erste Austauschzone mit
einem ersten Ende 11 und mit einem zweiten Ende 12 sowie eine hier mit 2 bezeichnete
zweite Austauschzone mit einem ersten Ende 21 und mit einem zweiten Ende 22. Eine
hier mit 3 bezeichnete Trennzone ist zwischen dem ersten Ende 11 der ersten Austauschzone
1 und dem zweiten Ende 12 der zweiten Austauschzone 2 ausgebildet. Die Trennzone 3
ist dabei hier in Form eines Luftraums oder eines anderweitig ausgebildeten, beispielsweise
mittels Isolationsmaterial gefüllten Raums zwischen der ersten Austauschzone 1 und
der zweiten Austauschzone 2 ausgebildet. Zu Details sei auf obige Erläuterungen verwiesen.
[0054] Eine Wärmeleitfähigkeit der ersten Austauschzone 2 zwischen deren erstem Ende 11
und deren zweitem Ende 12 und eine Wärmeleitfähigkeit der zweiten Austauschzone 2
zwischen deren erstem Ende 11 und deren zweitem Ende 12 ist jeweils höher als eine
Wärmeleitfähigkeit der Trennzone 13 zwischen dem zweiten Ende 11 der ersten Austauschzone
1 und dem ersten Ende der zweiten Austauschzone 2.
[0055] In einem ersten Betriebsmodus, beispielsweise nach Maßgabe einer sehr stark vereinfacht
dargestellten Steuereinheit 50, werden, wie nachfolgend erläutert, durch ein Durchleiten
von Fluiden durch die erste Austauschzone 1 und durch die zweite Austauschzone 2 das
erste Ende 11 der ersten Austauschzone 1 auf ein erstes Temperaturniveau und das zweite
Ende 12 der zweiten Austauschzone 2 auf ein zweites Temperaturniveau unterhalb des
ersten Temperaturniveaus temperiert.
[0056] Hierbei wird zumindest ein verdichteter, gereinigter Einsatzluftstrom 101 in dem
ersten Betriebsmodus der ersten Austauschzone 1 über deren erstes Ende 11 zugeführt,
nacheinander durch die erste Austauschzone 1, die Trennzone 3 und die zweite Austauschzone
2 geleitet, und danach auf dem zweiten Temperaturniveau aus der zweiten Austauschzone
2 über deren zweites Ende 22 ausgeführt. Ein Teilstrom 102 oder ein separater Einsatzluftstrom
kann auch über eine Entspannungseinrichtung 30, beispielsweise eine Generatorturbine,
entspannt werden. Der Teilstrom 102 wird hier nicht durch die zweite Austauschzone
geleitet.
[0057] Der Einsatzluftstrom 101 bzw. ein nach Abtrennung des Teilstroms 102 verbleibender
Reststrom 103 wird nach Abkühlung in dem Wärmetauscher 10 im dargestellten Beispiel
in eine Hochdrucksäule 21 des Destillationssäulensystems 20 eingespeist. Der Teilstrom
102 wird im dargestellten Beispiel nach seiner Entspannung in der Entspannungseinrichtung
30 in eine Niederdrucksäule 22 des Destillationssäulensystems 20 eingespeist. Die
Hochdrucksäule 21 und die Niederdrucksäule 22 stehen in bekannter Weise miteinander
über einen Hauptkondensator 23 in wärmetauschender Verbindung.
[0058] Aus dem Sumpf der Hochdrucksäule 21 wird sauerstoffangereichertes Fluid in Form eines
Stoffstroms 104 abgezogen, durch einen Unterkühlungsgegenströmer 34 geführt und in
die Niederdrucksäule 22 eingespeist. Aus einem unteren Bereich der Niederdrucksäule
22 wird ein sauerstoffreiches Fluid in Form eines Stoffstroms 105 und vom Kopf der
Niederdrucksäule ein stickstoffreiches Fluid in Form eines Stoffstroms 106 abgezogen.
Der Stoffstrom 106 wird durch den Unterkühlungsgegenströmer 34 geführt.
[0059] Die Stoffströme 105 und 106 werden nacheinander auf dem zweiten Temperaturniveau
der zweiten Austauschzone 2 des Wärmetauschers 10 über deren zweites Ende 22 zugeführt,
durch die zweite Austauschzone 2, die Trennzone 3 und die erste Austauschzone 1 geleitet,
und danach auf dem ersten Temperaturniveau aus der ersten Austauschzone 1 über deren
erstes Ende 11 ausgeführt.
[0060] Insbesondere nach Maßgabe der Steuereinheit 50 wird der erste Betriebsmodus durch
einen zweiten Betriebsmodus unterbrochen, in dem das Durchleiten von Fluid durch die
erste Austauschzone 1 und die zweite Austauschzone 2 in Form der Stoffströme 102,
103, 105, 106 unterbunden wird. Der zweite Betriebsmodus wird unterbrochen und der
erste Betriebsmodus oder ein weiterer Betriebsmodus wird eingeleitet, sobald eine
Größe, die einen zwischen dem ersten Ende 11 und dem zweiten Ende 12 der ersten Austauschzone
1 und/oder zwischen dem ersten Ende 21 und dem zweiten Ende 22 der zweiten Austauschzone
2 erfolgten Wärmetransport nach der Einleitung des zweiten Betriebsmodus kennzeichnet,
wie mehrfach erläutert einen vorbestimmten Wert über- oder unterschreitet.
[0061] Hierbei können zur Ermittlung eines entsprechenden Werts insbesondere ein oder mehrere
Temperaturfühler 40 verwendet werden.
1. Verfahren zum Betreiben eines Wärmetauschers (10), welcher eine erste Austauschzone
(1) mit einem ersten Ende (11) und mit einem zweiten Ende (12), eine zweite Austauschzone
(2) mit einem ersten Ende (21) und mit einem zweiten Ende (22) und eine Trennzone
(3) zwischen dem ersten Ende (11) der ersten Austauschzone (1) und dem zweiten Ende
(12) der zweiten Austauschzone (2) aufweist, wobei eine Wärmeleitfähigkeit der ersten
Austauschzone (2) zwischen deren erstem Ende (11) und deren zweitem Ende (12) und
eine Wärmeleitfähigkeit der zweiten Austauschzone (2) zwischen deren erstem Ende (11)
und deren zweitem Ende (12) jeweils höher als eine Wärmeleitfähigkeit der Trennzone
(13) zwischen dem zweiten Ende (11) der ersten Austauschzone (1) und dem ersten Ende
der zweiten Austauschzone (2) ist, wobei in einem ersten Betriebsmodus durch ein Durchleiten
von Fluiden durch die erste Austauschzone (1) und durch die zweite Austauschzone (2)
das erste Ende (11) der ersten Austauschzone (1) auf ein erstes Temperaturniveau temperiert
wird und das zweite Ende (12) der zweiten Austauschzone (2) auf ein zweites Temperaturniveau
unterhalb des ersten Temperaturniveaus temperiert wird, und wobei der erste Betriebsmodus
durch einen zweiten Betriebsmodus unterbrochen wird, in dem das Durchleiten von Fluid
durch die erste Austauschzone (1) und die zweite Austauschzone (2) unterbunden wird,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Betriebsmodus unterbrochen und der erste Betriebsmodus oder ein weiterer
Betriebsmodus eingeleitet wird, sobald eine Größe, die einen zwischen dem ersten Ende
(11) und dem zweiten Ende (12) der ersten Austauschzone (1) und/oder zwischen dem
ersten Ende (21) und dem zweiten Ende (22) der zweiten Austauschzone (2) erfolgten
Wärmetransport nach der Einleitung des zweiten Betriebsmodus kennzeichnet, einen vorbestimmten
Wert über- oder unterschreitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der zweite Betriebsmodus unterbrochen und der erste
Betriebsmodus oder der weitere Betriebsmodus eingeleitet wird, sobald das erste Ende
(11) der ersten Austauschzone (1) ein Temperaturniveau aufweist, das um mehr als einen
vorgegebenen Wert von dem ersten Temperaturniveau abweicht und/oder sobald das zweite
Ende (22) der zweiten Austauschzone (2) ein Temperaturniveau aufweist, das um mehr
als einen vorgegebenen Wert von dem zweiten Temperaturniveau abweicht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem in dem ersten Betriebsmodus das
zweite Ende (12) der ersten Austauschzone (1) und das erste Ende (21) der zweiten
Austauschzone (2) durch das Durchleiten von Fluiden durch die erste Austauschzone
(1) und durch die zweite Austauschzone (2) auf ein drittes Zwischentemperaturniveau
zwischen dem ersten Temperaturniveau und dem zweiten Temperaturniveau temperiert werden,
wobei der zweite Betriebsmodus unterbrochen und der erste Betriebsmodus oder der weitere
Betriebsmodus eingeleitet wird, sobald das erste Ende (11) der ersten Austauschzone
(1) ein Temperaturniveau aufweist, das um mehr als einen vorgegebenen Wert von einem
mittleren Temperaturniveau zwischen dem ersten Temperaturniveau und dem dritten Temperaturniveau
abweicht und/oder sobald das zweite Ende (22) der zweiten Austauschzone (2) ein Temperaturniveau
aufweist, das um mehr als einen vorgegebenen Wert von einem mittleren Temperaturniveau
zwischen dem dritten Temperaturniveau und dem zweiten Temperaturniveau abweicht.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem in dem ersten Betriebsmodus
ein oder mehrere erste Fluide auf dem ersten Temperaturniveau der ersten Austauschzone
(1) über deren erstes Ende (11) zugeführt, nacheinander durch die erste Austauschzone
(1), die Trennzone (3) und die zweite Austauschzone (2) geleitet, und danach auf dem
zweiten Temperaturniveau aus der zweiten Austauschzone (2) über deren zweites Ende
(22) ausgeführt wird oder werden, und bei dem in dem ersten Betriebsmodus ein oder
mehrere zweite Fluide nacheinander auf dem zweiten Temperaturniveau der zweiten Austauschzone
(2) über deren zweites Ende (22) zugeführt, durch die zweite Austauschzone (2), die
Trennzone (3) und die erste Austauschzone (1) geleitet, und danach auf dem ersten
Temperaturniveau aus der ersten Austauschzone (1) über deren erstes Ende (11) ausgeführt
wird oder werden.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die erste Austauschzone (1)
und die zweite Austauschzone (2) ein oder mehrere erste Materialien mit einem oder
mehreren ersten Wärmeleitwerten aufweisen, und bei dem die Trennzone (3) ein oder
mehrere zweite Materialien mit einem oder mehreren zweiten Wärmeleitwerten aufweisen,
wobei der oder die zweiten Wärmeleitwerte geringer als der oder die ersten Wärmeleitwerte
sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die erste Austauschzone (1) und
die zweite Austauschzone (2) jeweils übereinanderliegende strukturierte Metallplatten
aufweisen und bei dem die Trennzone (3) ohne übereinanderliegende strukturierte Metallplatten
ausgebildet ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem die Trennzone (4) in Form eines Isolierraums zwischen
der ersten Austauschzone (1) und der zweiten Austauschzone (2) ausgebildet ist, wobei
durch den Isolierraum Rohrleitungen geführt sind, die die erste Austauschzone (1)
und die zweite Austauschzone (2) verbinden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem der Isolioerraum zumindest teilweise als ein Luftraum
oder evakuierter Raum ausgebildet ist.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, bei dem der Isolierraum zumindest teilweise
mit einem Isolationsmaterial gefüllt ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die erste Austauschzone (1) und
die zweite Austauschzone (2) jeweils übereinanderliegende Metallplatten mit einer
ersten Strukturierung aufweisen und bei dem die Trennzone (3) übereinanderliegende
Metallplatten mit einer zweiten Strukturierung, die von der ersten Strukturierung
abweicht, aufweist.
11. Anordnung (100) mit einem Wärmetauscher (10), welcher eine erste Austauschzone (1)
mit einem ersten Ende (11) und mit einem zweiten Ende (12), eine zweite Austauschzone
(2) mit einem ersten Ende (21) und mit einem zweiten Ende (22) und eine Trennzone
(3) zwischen dem ersten Ende (11) der ersten Austauschzone (1) und dem zweiten Ende
(12) der zweiten Austauschzone (2) aufweist, wobei eine Wärmeleitfähigkeit der ersten
Austauschzone (2) zwischen deren erstem Ende (11) und deren zweitem Ende (12) und
eine Wärmeleitfähigkeit der zweiten Austauschzone (2) zwischen deren erstem Ende (11)
und deren zweitem Ende (12) jeweils höher als eine Wärmeleitfähigkeit der Trennzone
(13) zwischen dem zweiten Ende (11) der ersten Austauschzone (1) und dem ersten Ende
der zweiten Austauschzone (2) ist, wobei technische Mittel bereitgestellt sind, die
dafür eingerichtet sind, in einem ersten Betriebsmodus durch ein Durchleiten von Fluiden
durch die erste Austauschzone (1) und durch die zweite Austauschzone (2) das erste
Ende (11) der ersten Austauschzone (1) auf ein erstes Temperaturniveau zu temperieren
und das zweite Ende (12) der zweiten Austauschzone (2) auf ein zweites Temperaturniveau
unterhalb des ersten Temperaturniveaus zu temperieren, und wobei technische Mittel
bereitgestellt sind, die dafür eingerichtet wobei der erste Betriebsmodus durch einen
zweiten Betriebsmodus unterbrochen wird, in dem das Durchleiten von Fluid durch die
erste Austauschzone (1) und die zweite Austauschzone (2) unterbunden wird, gekennzeichnet durch technische Mittel, die dafür eingerichtet sind, den zweiten Betriebsmodus zu unterbrechen
und den ersten Betriebsmodus oder einen weiteren Betriebsmodus einzuleiten, sobald
eine Größe, die einen zwischen dem ersten Ende (11) und dem zweiten Ende (12) der
ersten Austauschzone (1) und/oder zwischen dem ersten Ende (21) und dem zweiten Ende
(22) der zweiten Austauschzone (2) erfolgten Wärmetransport nach der Einleitung des
zweiten Betriebsmodus kennzeichnet, einen vorbestimmten Wert über- oder unterschreitet.
12. Anordnung (100) nach Anspruch 11, die zur Durchführung eines Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 8 eingerichtete technische Mittel aufweist.
13. Anordnung (100) nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, die Mittel zur Verflüssigung und/oder
Tieftemperaturtrennung von Luft aufweist.
14. Anordnung (100) nach Anspruch 13, bei der die Mittel zur Verflüssigung und/oder Tieftemperaturtrennung
von Luft ein Destillationssäulensystem (20) umfassen.