[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Reinigungsutensil gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Ein Reinigungsutensil der eingangs genannten Art ist aus der
US 2013/270127 A1 bekannt.
[0003] Reinigungsutensilien in Form von Reinigungstüchern oder Putztüchern sind weitläufig
bekannt. Derartige Reinigungs-, Spül-, Putz- oder Abtrockentücher finden vielfältig
in Haushalten und in der Industrie Verwendung. Sie dienen dabei nicht nur zu dem Zweck,
nämlich gerade gespülte Utensilien wie Geschirr, Besteck; Töpfe oder Pfannen abzutrocknen,
sondern dienen auch beim Aufwischen von Flüssigkeiten, Entfernen von Flecken, zur
Säuberung von optischen Geräten oder zum Reinigen von Fensterflächen.
[0004] Beispielsweise ist aus der
DE 20 2006 013 078 U1 ein Reinigungsutensil in Form eines Reinigungstuchs aus einem textilen Material mit
einer rechteckförmigen Grundform bekannt. Vorteilhaft ist das bekannte Reinigungstuch
mit einer Aufhängung ausgerüstet, wobei erfindungsgemäß das Reinigungstuch eine zweite,
zu der ersten Aufhängung beabstandete Aufhängung aus einem flexiblen Material aufweist.
[0005] Auch die
US 2017 / 0 119 119 A1 offenbart ein Reinigungstuch. Zur besseren Aufbewahrung und Verfügbarkeit dieses
vorbekannten Reinigungstuches ist eine kleinformatige Karte, beispielsweise aus Kunststoff,
bzw. eine kleinformatige Hülle vorgesehen, die dem Reinigungstuch zugeordnet sind.
Die Karte bzw. Hülle kann wiederum in einer Brieftasche verstaut werden. Hierbei ist
auch vorgesehen, dass das Reinigungstuch auch direkt mit der Karte oder Hülle verbunden
ist. Die Karte oder Hülle kann dabei auch aus deckelartigen Gebilden bestehen.
[0006] Reinigungsutensilien in Form von Reinigungstüchern werden auch in Form von trockenen
Microfasertüchern als Brillen-, Display- oder Schmuckreinigungstücher verwendet.
[0007] Die Tücher werden üblicherweise in Brillenetuis oder Hosentaschen etc. aufbewahrt,
was oft zu langem Suchen führt. Gerade beim Wechsel von Kleidung, Jacken, Taschen
wird das Tuch leicht vergessen oder verloren. Der schnelle Griff zu Ersatzlösungen
in Form von Taschentüchern, oder Kleidungsstücken ist für Brillengläser oder Displays
ungünstig, da viele Materialien die empfindlichen Beschichtungen der Brillengläser,
Displays oder anderen Oberflächen schädigen bzw. eine Verschmutzung des Tuchs oder
dessen Textur Kratzer in den Brillengläsern, Displays oder anderen Oberflächen verursachen
kann.
[0008] Nachteilhaft bei den bekannten Reinigungstüchern ist es daher, dass diese vergessen
werden oder beispielsweise beim Einstecken in eine Tasche verschmutzt werden können,
wodurch es beim Gebrauch der verschmutzten Reinigungstücher oder bei Gebrauch von
Ersatzlösungen, wie beispielsweise Kleidung, zu unerwünschten Schäden in oder auf
den zu reinigenden Oberflächen kommen kann.
[0009] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Reinigungstuch in einer vor
Verschmutzung geschützten Form zur Verfügung zu stellen, mit dem die im Stand der
Technik bekannten Nachteile zumindest teilweise überwunden werden können. Insbesondere
ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Reinigungstuch derart auszugestalten,
dass es in einer kompakten Form jederzeit mitgeführt werden kann und einfach, d. h.
vorteilhaft einhändig aus einer Schutzhülle entfaltet und verwendet werden kann.
[0010] Die voranstehende Aufgabe wird durch ein Reinigungsutensil mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst. Weitere Vorteile, Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
[0011] Als "Reinigungstuch" soll im Sinne der vorliegenden Erfindung ein textiles Flachgebilde
mit einer Wirkschicht verstanden werden, welches aus gestrickter, gewirkter, gewebter
oder nicht gewebter, oder mechanisch verfestigter Microfaser, bevorzugt Micro- oder
Nanofaservlies, besteht. Weiterhin kann das Reinigungstuch aus gewebtem Textilmaterial
gefertigt sein, welches abstehende Polfäden in dichter Anordnung aufweist. Die Polfäden
bilden dabei die Reinigungsoberfläche der Wirkschicht. Als mechanisch verfestigte
Microfaser dient vorteilhaft ein Wasserstrahl verfestigtes Microfasertuch. Das textile
Flachgebilde soll dabei vorteilhaft die Eigenschaft aufweisen, dass Strukturen in
das Flachgebilde eingearbeitet werden können, beispielsweise durch Ausbildung einer
Falzkante durch Bügeln oder Pressen des Flachgebildes.
[0012] Dadurch, dass erfindungsgemäß der vordere Deckel oder der hintere Deckel, die zusammen
den Schutzumschlag für das Reinigungstuch bilden, mit dem Reinigungstuch verbunden
ist, wird im Gegensatz zu einer separat zu dem Reinigungstuch ausgebildeten Schutzhülle
oder einem Brillenetui, der Schutzumschlag des erfindungsgemäßen Reinigungsutensils
stets mitgeführt, da dieser in Form des vorderen und des hinteren Deckels Bestandteil
des Reinigungstuches ist, d. h. das Reinigungstuch mit zumindest einem der Deckel,
in der vorliegenden Anmeldung auch als Deckelelement bezeichnet, verbunden ist. Bei
Gebrauch lässt sich erfindungsgemäß das Reinigungstuch aus dem Schutzumschlag entfalten,
wobei der Schutzumschlag in Form des vorderen Deckels und des hinteren Deckels mit
dem Reinigungstuch über zumindest eines der Deckelelemente verbunden bleibt, somit
der Schutzumschlag während des Gebrauchs des Reinigungstuchs nicht vom Schutzumschlag
getrennt wird. Nach Gebrauch des Reinigungstuchs kann dieses zudem vorteilhaft zu
einem Faltpaket zusammengefaltet werden, wobei der aus dem vorderen Deckel und dem
hinteren Deckel gebildete Schutzumschlag das zu dem Faltpaket zusammengefaltete Reinigungstuch
zumindest abschnittweise umschließt. Die vordere Längskante und die beiden Stirnkanten
des zu dem Faltpaket gefalteten Reinigungstuchs werden vorteilhaft nicht von dem Schutzumschlag
umschlossen, so dass beim Reinigen eventuell aufgenommene Feuchtigkeit über diese
Kanten verdunsten kann. Das Reinigungstuch kann vorteilhaft mit zumindest einem der
Deckelelemente des Schutzumschlags verklebt, vernäht oder verschweißt werden, um eine
nicht lösbare Verbindung zwischen dem Schutzumschlag und dem Reinigungstuch auszubilden.
Die Verbindung zwischen dem Schutzumschlag und dem Reinigungstuch kann vorteilhaft
auch lösbar sein, beispielsweise in Form eines Klettverschlusses, wie beispielsweise
Haken- und Flauschband (Filzband), Pilzkopfband und Veloursband Knöpfe, Pilzkopfband
und Flauschband, Pilzkopfband auf Pilzkopfband oder extrudierte Haken/Pilze auf die
Innenfläche der Deckelelemente, so dass das Reinigungstuch von dem Schutzumschlag
gelöst werden kann, um dieses austauschen oder ohne den Schutzumschlag waschen zu
können.
[0013] Vorzugsweise weist das zu dem Faltpaket zusammengefaltete Reinigungstuch im Umfang
in etwa Scheckkartenformat auf, so dass das Faltpaket zwischen dem hinteren Deckel
und dem vorderen Deckel des Schutzumschlags, welche auch in vorteilhafter Weise in
ihrem Umfang an die Größe einer Scheckkarte angepasst sind, aufgenommen werden kann,
ohne dass Abschnitte des Reinigungstuchs über den Umfang des Schutzumschlags hinausragen.
Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass das zwischen den Deckeln eingefasste
Reinigungstuch in Form des Faltpakets beispielsweise in einem Scheckkartenfach einer
Tasche oder eines Portemonnaies in kompakter Form mitgeführt werden kann.
[0014] Vorzugsweise weist der Schutzumschlag eine papierartige reiß- und/oder feuchtigkeitsbeständige
Trägerschicht auf. Die Feuchtigkeitsbeständigkeit des Papiers kann beispielsweise
durch eine Imprägnierung durchgeführt werden. Diese kann beispielsweise durch Hydrophobierung
mit einem Leimungsmittel, bevorzugt Oberflächenleimungsmittel, mit einer Wachsemulsion
oder durch Laminierung durchgeführt werden. Die Trägerschicht kann aus Glanz- oder
Mattpapier, aus transparentem, transluzentem, einem spiegelnden oder undurchsichtigem
Papier bzw. Karton gefertigt sein.
[0015] Der Begriff "Karton" bezeichnet einen aus Zellstoff, Holzschliff und/oder Altpapier
hergestellten Werkstoff, welcher grundsätzlich ein Papier von einer größeren Dicke
oder Stärke ist. Der Karton besteht in der Regel aus mehreren Papierlagen und kann
einer Oberflächenbehandlung unterzogen werden. Zweckmäßig kann ein Karton gewählt
werden, dessen eine Seite z.B. pigmentgestrichen und für die Beschriftung geeignet
ist.
[0016] Das zellstoffartige Papier oder der Karton kann durch ein synthetisches Papier oder
Papiervlies ersetzt werden, welches aus Kunststofffasern, beispielsweise aus Polyesterfasern,
Polypropylen, Polyethylenoder aus einer Mischung aus Zellulose-, Viskose-, Polyamid-
und Polyesterfasern besteht. Das synthetische Papier oder Papiervlies, welches, insbesondere
zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit, ein- oder beidseitig mit einer Imprägnierung
versehen sein kann, zeichnet sich durch eine papierne Anmutung und Haptik aus. Es
kann mit einem klebrigen Mittel von einer geringen Haftklebeeigenschaft beschichtet
sein, die es erlaubt, das an eine feste Oberfläche angedrückte Reinigungsutensil von
dieser durch Abziehen wieder zu lösen.
[0017] Die klebrige oder adhäsive Oberfläche kann durch Auftragen einer klebenden, wasserbeständigen
Schicht aus Silikonkleber, synthetischem Klebstoff oder Gummiarabikum gebildet sein.
[0018] Zur Bildung einer Außenfläche der Deckelelemente mit einer Schicht mit geringer Haftklebeeigenschaft
kann beispielsweise ein weiches, anschmiegsames Silikongel eingesetzt sein. Das Silikongel
ist hydrophob, nicht toxisch und nicht allergen. Gleiche Eigenschaften weist auch
ein Acrylatkleber auf. Weiterhin kann die papierartige Trägerschicht mit einem Hydrokolloid-Material
von einer geringen Klebekraft beschichtet sein. Ein oder beide Deckelelemente können
als Reinigungspad oder als Display-Reinigungskarte ausgestaltet sein, welche beispielsweise
aus der
DE102014103232A1 des Anmelders bekannt ist.
[0019] Besonders bevorzugt ist der Schutzumschlag des erfindungsgemäßen Reinigungsutensils
aus einem Kunststoff, einer Kunststoffmischung oder ganz allgemein aus einer Polymerlegierung
aus zwei oder mehr ineinander löslichen Polymeren oder Copolymeren ausgebildet, wobei
diese Materialien bevorzugt im Rahmen eines Kunststoffspritz oder -gießverfahrens
zum Spritzen von flachen Formteilen verarbeitet werden können. Für eine besonders
kostengünstige und umweltfreundliche Ausgestaltung des Schutzumschlags des erfindungsgemäßen
Reinigungsutensils, kann dieser aus einem Zell- oder Zellverbundstoff auf Basis von
Naturstoffen, wie Cellulose, Stroh, Bagasse, Kenaf oder Bambus, die vorteilhaft aus
einem Recyclingprozess stammen, ausgestaltet sein. Für eine besondere Langlebigkeit
und einem erhöhten Wertempfinden kann der Schutzumschlag des erfindungsgemäßen Reinigungsutensils
aus Metall, einem Edelmetall oder einer Legierung aus verschiedenen Metallen oder
Edelmetallen hergestellt sein. Es ist auch eine Metall-Kunststofflegierung denkbar,
um beispielsweise eine edle Optik des Schutzumschlags des erfindungsgemä-ßen Reinigungsutensils
bei einem geringen Gewicht zu kombinieren. Auch ein aus einem transparenten Kunststoff
gebildeter Schutzumschlag ist bevorzugt, um beispielsweise eine auf dem Reinigungstuch
aufgedruckte Werbebotschaft anzuzeigen.
[0020] In besonders vorteilhafter Weise weist das Reinigungstuch Falzlinien auf, die als
Faltmuster für das Zusammenfalten des Reinigungstuchs zu dem Faltpaket dienen. Die
Falzlinien können als Falzkanten oder Prägungen in das Reinigungstuch eingearbeitet
werden, beispielsweise durch Bügeln, Pressen oder Kanten. Es ist auch denkbar, dass
das Faltmuster durch auf das Reinigungstuch aufgedruckte oder in das Material des
Reinigungstuchs eingearbeitete Linien oder ein Raster vorgegeben ist, wobei vorzugsweise
die Linien in zumindest zwei unterschiedlichen Farben dargestellt sind, wobei beispielsweise
eine blaue Linie eine Faltung des Reinigungstuchs in Draufsicht auf das Reinigungstuch
nach hinten anzeigt und beispielsweise eine rote Linie eine Faltung des Reinigungstuchs
in Draufsicht auf das Reinigungstuch nach vorne anzeigt. Demgegenüber sind jedoch
die haptisch erfassbaren Falzlinien in Form von Falzkanten oder Prägungen vorteilhaft,
da diese das Falzmuster in nur einer bestimmten Form zulassen und somit Fehlversuche,
das Reinigungstuch in ein zwischen die Deckel aufnehmbares Faltpaket zu falten, ausgeschlossen
werden können. Jedoch sind nicht alle Materialien, aus denen das Reinigungstuch für
das erfindungsgemäße Reinigungsutensil ausgebildet ist, dafür geeignet, um Falzlinien
in Form von Falzkanten oder Prägungen in das Material zu stanzen, zu bügeln oder zu
prägen, weshalb in diesem Fall die in das Material des Reinigungstuchs eingearbeiteten
Linien oder das Raster zur Angabe des Faltmusters vorteilhaft sind.
[0021] Vorteilhaft können zwei oder mehrere Reinigungstücher mit unterschiedlichen oder
denselben Eigenschaften und Materialien mit demselben Deckelelement oder mit jeweils
unterschiedlichen Deckelelementen derart verbunden sein, dass beispielsweise zwei
Reinigungstücher mit dem vorderen oder dem hinteren Deckel verbunden sind und gemeinsam
oder jeweils zu einem Faltpaket zusammengefaltet werden können, oder jeweils ein Reinigungstuch
mit dem vorderen oder dem hinteren Deckel verbunden ist und das andere Reinigungstuch
mit dem hinteren oder dem vorderen Deckel verbunden ist, wobei jedes Reinigungstuch
zu einem Faltpaket zusammengefaltet wird, wobei jeweils ein Faltpaket auf dem vorderen
Deckel und jeweils ein Faltpaket auf dem hinteren Deckel auf dessen Innenflächen liegt.
Beim Zusammenschlagen der Deckelelemente sind dann beide Faltpakete übereinander liegend
zwischen dem oberen Deckel und dem unteren Deckel liegend, einen Faltpaketestapel
bildend, von dem durch die Deckelelemente gebildeten Schutzumschlag umschlossen.
[0022] Das Reinigungstuch kann einen runden, ovalen, polygonalen, vorzugsweise rechteckigen
und geringfügig an seinen Ecken abgerundeten Umriss haben. Weiterhin kann das Reinigungstuch
eine gegenständliche Form, beispielsweise eine herzchen-, ball- oder trikotförmige
Form haben, welche geeignet ist, als Faltpaket zwischen den Deckelelementen, d. h.
dem Schutzumschlag aufgenommen zu werden. Darüber hinaus kann das Reinigungstuch unterschiedliche
Reinigungsflächen- oder zonen mit unterschiedlichen Eigenschaften aufweisen.
[0023] Für eine große Variabilität des Schutzumschlags, bezüglich seiner Materialausprägung,
seiner Werbebotschaft und seiner variablen Verbindung mit dem Reinigungstuch, sind
die den Schutzumschlag ausbildenden Deckelelemente separat voneinander ausgebildet.
Auf diese Weise können die Deckelelemente beispielsweise aus unterschiedlichen Materialien
gefertigt sein, so dass je nach Kundenwunsch der Schutzumschlag variabel aus einem
Materialmix gefertigt werden kann. Zudem können die separat voneinander ausgestalteten
Deckelelemente an verschiedenen Positionen mit dem Reinigungstuch verbunden werden,
wobei beispielsweise der vordere Deckel mit einer Seite des Putztuchs und der hintere
Deckel diagonal dazu an der gegenüberliegenden Seite des Putztuchs mit dem Putztuch
verbunden werden kann. Natürlich können die beiden Deckel auch nebeneinander oder
über ihre Stirnseiten miteinander verbunden mit dem Reinigungstuch verbunden werden.
Sind die Deckel an unterschiedlichen Seiten des Reinigungstuchs angeordnet, werden
diese beim Zusammenfalten des Reinigungstuchs zu dem Faltpaket über das Faltmuster
aufeinander zugeführt und bilden so gemeinsam den Schutzumschlag für das Reinigungstuch.
Liegen die Deckel direkt nebeneinander, können diese entweder durch deren jeweilige
Verbindung mit dem Reinigungstuch über das Reinigungstuch miteinander verbunden sein
oder die Deckel können über eine separate Verbindung, beispielsweise in Form eines
Klebestreifens oder eines Gewebebands, welche in vorteilhafter Weise einen Rücken
des Schutzumschlags bilden, miteinander verbunden werden.
[0024] Demgegenüber sind in bevorzugter Weise der vordere Deckel und der hintere Deckel
miteinander monolithisch, ein gemeinsames Deckelelement bildend, ausgebildet. Das
gemeinsame, als ein Bauteil ausgebildete Deckelelement ist bei dieser Ausführungsform
vorteilhaft spiegelsymmetrisch ausgestaltet, wobei die Spiegelachse bevorzugt durch
eine Falzlinie gebildet wird, die ein Zusammenklappen des Deckelelementes um die Spiegelachse
ermöglicht. Beim Zusammenklappen der Deckelelemente zu dem Schutzumschlag, der das
zu dem Faltpaket gefaltete Reinigungstuch umfasst, bildet das Deckelelement entlang
der Falzkante einen Rücken des Schutzumschlags. Je nachdem, wie das Deckelelement
ausgebildet ist, nämlich entweder als ein über die Längskanten faltbarer Schutzumschlag
oder als ein über die Stirnseiten des Deckelelements faltbarer Schutzumschlag, wir
der Rücken entweder entlang der Längsseiten oder entlang der Stirnseiten des Schutzumschlags
ausgebildet.
[0025] Vorzugsweise sind der vordere Deckel und der hintere Deckel in einem Format für Identitätsdokumente
ID-1, ID-2 oder ID-3 ausgebildet, wobei das Scheckkartenformat ID-1, welches 85,60
mm × 53,98 mm entspricht, besonders bevorzugt ist. Bei dem monolithisch ausgebildeten
gemeinsamen Deckelelement, ist dieses bevorzugt in doppeltem Scheckkartenformat oder
im doppelten Format für die Identitätsdokumente ID-2 oder ID-3 ausgestaltet. Das ID-2
Format hat eine Größe von 105 mm × 74 mm; dies entspricht dem Format DIN A7. Das ID-3-Format
hat eine Größe von 125 mm × 88 mm; dies entspricht dem Format DIN B7. Dieses Format
bestimmt weltweit die Größe von Reisepässen. Ganz allgemein soll das Format des erfindungsgemäßen
Reinigungsutensils so gewählt werden, dass dieses das Mitführen des Reinigungsutensils
in Taschen, Hosen-, Jacken- oder Hemdtaschen oder in einer Geldbörse, in einem Kreditkartenetui,
in einem Kartenetui oder in einem Visitenkartenetui erlaubt.
[0026] In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung des Schutzumschlags des Reinigungsutensils
kann zumindest der vordere oder der hintere Deckel als Werkzeug oder als Multitool
im Scheckkartenformat ausgestaltet sein, welches beispielsweise die Werkzeuge Messer,
Kapselheber, Dosenöffner, Säge, Zentimeter-Maß, Schlitz-Schraubenzieher, Winkelmesser,
Mutterndreher in verschiedenen Größen, Eisschaber, Kamm, Zeckenentferner, Schablone
und/oder Aufhänge-Öse für einen Schlüssel vereint.
[0027] Vorteilhaft können die Deckelelemente aus einem Material als Mehrfachlaminat mit
mehreren Schichten hergestellt sein, wobei vorzugsweise eine Schicht als Trägerschicht
ausgebildet ist. Als Trägerschicht eignet sich dabei bevorzugt eine papierartige Trägerschicht.
Von Vorteil ist, dass die papierartige Trägerschicht die Stabilität der Deckelelemente
des Schutzumschlags gewährleisten kann bei Beibehaltung einer gewissen Biegsamkeit,
die es erlaubt, leicht konkave oder konvexe Bereiche einer zu reinigenden Oberflächen
zu behandeln. Besonders vorteilhaft ist darüber hinaus, dass sich eine federnde Eigenschaft
des Grundmaterials auf den Schutzumschlag überträgt. So wie eine flexible Kunststofffolie
selbst, welche in ihrer Ausgangsposition flach und eben ist und nach einer manuellen
Verbiegung innerhalb ihres elastischen Bereiches wieder in die Ausgangsposition zurückfedert,
federt auch der mit einer solchen Trägerschicht versehene Schutzumschlag in seine
Ausgangslage zurück.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform ist in dem Reinigungsutensil wenigstens ein
RFID-Mikrochip eingebaut.
[0029] RFID = Radio Frequency IDentification ist eine Methode, um Daten berührungslos und
ohne Sichtkontakt lesen und speichern zu können. Ein RFID-System setzt sich aus einem
Transponder, der am zu identifizierenden Objekt, im vorliegenden Fall an der Display-Reinigungskarte
angebracht ist und einem Lesegerät zusammen.
[0030] Der RFID-Mikrochip kann vorteilhaft in einem der Deckelelemente platziert sein. Der
passive Transponder hat keine eigene Energieversorgung. Die Energie für den Betrieb
des Transponders wird durch das Lesegerät zur Verfügung gestellt, welches ein elektromagnetisches
Feld erzeugt, das wiederum die Antennenspule des Transponders durchdringt und durch
Induktion eine Spannung erzeugt. Auf dem Transponder können unterschiedliche Daten,
beispielsweise Werbelogos, gespeichert werden. Das Lesegerät kann ein RFID-USB-Leser
oder UHF-USB-Leser zum Anschluss an ein PC-Terminal oder Laptop bzw. Smartphone sein.
Als Lesegerät kann ein vorhandenes, NFC-fähiges Mobiltelefon (z. B. Smartphone) eingesetzt
werden.
[0031] Die Abkürzung NFC (Nahfeldkommunikation = Near Field Communication) ist ein internationaler
Übertragungsstandard zum kontaktlosen Datenaustausch per Funktechnik über kurze Strecken.
Hierfür eignen sich NFC-fähige Mobiltelefone, die bereits auf dem Markt befindlich
sind.
[0032] Wichtig ist, dass das den RFID-Mikrochip umgebende Material des Deckelelements frei
von metallischen, insbesondere para- oder ferromagnetischen Substanzen, Einschlüssen
bzw. Folien ist, die den Betrieb des RFID-Mikrochips und den Datenaustausch beeinträchtigen
können. Diese Einschränkung gilt nicht für die Display-Reinigungskarten ohne eingebauten
RFID-Mikrochip.
[0033] Aus dem gleichen Grund ist es vorteilhaft, wenn das Reinigungstuch oder eine auf
den Deckelelementen ausgebildete Wirkschicht antistatisch ausgerüstet ist, denn beim
Reinigen beispielsweise einer Display-Oberfläche können durch Reibung elektrostatische
Ladungen erzeugt werden, welche ebenso den Betrieb des RFID- bzw. NFC-Mikrochips und
den Datenaustausch beeinträchtigen können.
[0034] Das Reinigungsutensil findet eine breite Verwendung bei Unterhaltungselektronikgeräten
oder optischen Geräten, sowie bei Anzeigegeräten in Automobilen, wie Straßen-, Luft-
oder Wasserfahrzeugen. Das Reinigungstuch oder auch die mit einer Reinigungsschicht
ausgestattete Innenfläche der Deckelelemente können beispielsweise zum Reinigen empfindlicher
Oberflächen von tragbaren digitalen Medienabspielgeräten, wie Display eines Mobiltelefons,
eines IPod's, eines Smartphones, einer Digitalkamera etc. eingesetzt werden. Auch
bei medizinischen Geräten, die mit Anzeigevorrichtungen ausgestattet sind, kann das
Reinigungsutensil eingesetzt werden.
[0035] Das Reinigungsutensil von größerem Format kann zum Reinigen von TV- und PC-Bildschirmen
eingesetzt werden. Das Vorhandensein des RFID- bzw. NFC-Transponders ermöglicht zugleich
einen schnellen Austausch von Daten, wie Werbebotschaften, Bildern oder Logos mit
dem Lesegerät.
[0036] Dagegen eignet sich das Reinigungsutensil von kleinerem Format, insbesondere mit
der Ausgestaltung einer spiegelnden Innen- oder Außenfläche als Kosmetikutensil zum
Mitführen, beispielsweise in einer Handtasche oder in einer Clutch, welches ein Kosmetiktuch
und einen Spiegel kombiniert.
[0037] Die Außen- und/oder Innenfläche der Deckelelemente kann vorteilhaft durch Bedruckung,
Laserung, Prägung oder durch Folierung mit einer Werbebotschaft, einem Zeichen, einem
Symbol und/oder einer Figur versehen werden. Darüber hinaus ist die Ausgestaltung
einer Skalierung, eines Kalenders oder eines Password-Creators als Information auf
der Außen- und/oder Innenfläche der Deckelelemente denkbar.
[0038] Die Außen- und/oder Innenfläche des Deckelelementes kann auch vorteilhaft als Reinigungsfläche
oder Wirkfläche ausgestaltet sein, wobei die Reinigungs- oder Wirkfläche vorteilhaft
mit einer Werbebotschaft, einem Zeichen, einem Symbol und/oder einer Figur versehen
ist.
[0039] Vorzugsweise kann in zumindest einem Deckelelement eine Aussparung in Form eines
Fensterausschnittes ausgebildet sein, welche die Funktion eines Werbefensters oder
einer Werbefläche für eine auf das Reinigungstuch aufgebrachte Werbebotschaft, ein
Zeichen, ein Symbol, ein Bild und/oder eine Figur hat.
[0040] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen, werden nachstehend mit der Beschreibung
von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.
Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils
einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Dabei ist
zu beachten, dass die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele nur beschreibenden
Charakter haben und nicht dazu gedacht sind, die Erfindung in irgendeiner Form einzuschränken.
[0041] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Prinzipskizze einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungsutensils
mit zwei Deckelelementen mit entfaltetem Reinigungstuch in einer Draufsicht,
- Fig. 2
- eine Prinzipskizze einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungsutensils
mit einem gemeinsamen Deckelelement mit entfaltetem Reinigungstuch in einer Draufsicht,
- Fig.3
- eine Prinzipskizze einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungsutensils
mit einem gemeinsamen Deckelelement mit entfaltetem großen Reinigungstuch in einer
Draufsicht,
- Fig. 4
- eine Prinzipskizze einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungsutensils
mit zwei Deckelelementen mit entfaltetem kleinen Reinigungstuch in einer Draufsicht,
- Fig. 5
- eine Prinzipskizze einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungsutensils
mit einem als Spiegel ausgebildeten Deckelelements mit entfaltetem kleinen Reinigungstuch
(Kosmetiktuch) in einer Draufsicht,
- Fig. 6
- eine Prinzipskizze einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungsutensils
mit zwei an unterschiedlichen Seiten eines kleinen Reinigungstuchs verbundenen Deckelelementen
in einer Draufsicht,
- Fig. 7
- eine Prinzipskizze einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungsutensils
mit zwei an unterschiedlichen Seiten eines großen Reinigungstuchs diagonal zueinander
liegenden Deckelelementen in einer Draufsicht,
- Fig. 8
- eine Draufsicht von oben auf das vordere Deckelelement eines zusammengeklappten, in
den Figuren 1 bis 7 dargestellten Reinigungsutensils,
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht auf ein aufgeklapptes Reinigungsutensil mit einem auf
dem hinteren Deckelelement zu einem Faltpaket zusammengefalteten Reinigungstuch
- und Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht auf ein zusammengeklapptes Reinigungsutensil mit einem
zwischen dem hinteren Deckelelement und dem vorderen Deckelelement liegenden, zu einem
Faltpaket zusammengefalteten Reinigungstuch.
[0042] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen
versehen, weshalb diese in der Regel nur einmal beschrieben werden.
[0043] Die Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Reinigungsutensil 1 im aufgeklappten Zustand.
An einem Umschlag 3, der aus einem vorderen Deckel 4 und einem hinteren Deckel 5 (auch
als Deckelelemente bezeichnet) zusammengesetzt ist, ist mit der Innenfläche 4.1 des
vorderen Deckels 4 und der Innenfläche 5.1 des hinteren Deckels 5 ein Reinigungstuch
2, unterteilt durch Falzlinien 7 in 6 Felder, verbunden. Die Deckelelemente 4 und
5 sind zur besseren Übersicht und zur Darstellung, dass das Reinigungstuch mit den
Innenflächen 4.1 und 5.1 verbunden ist, in unterbrochenen Linien dargestellt. Vorliegend
ist das Reinigungstuch 2 mit den Innenflächen 4.1 und 5.1 vollflächig verklebt. Das
Reinigungstuch 2 ist, wie in der Figur gezeigt, im vollen Umfang entfaltet und weist
Falzlinien 7 auf, die ein Faltmuster bilden. Das Faltmuster dient für das Zusammenfalten
des Reinigungstuchs 2 zu einem in den Figuren 9 und 10 dargestellten Faltpakets 6.
Die Falzlinien 7 können als Falzkanten oder Prägungen in das Reinigungstuch 2 eingearbeitet
sein, beispielsweise als Bügelfalte, Pressnut oder Presskante. Alternativ sind die
Falzlinien 7 als auf das Reinigungstuch 2 aufgedruckte oder in das Material des Reinigungstuchs
2 eingearbeitete Linien oder Raster ausgebildet. Vorliegend kann das Reinigungstuch
2 zweimal um die vertikalen Falzlinien 7 und einmal um die horizontale Falzlinie 7
gefaltet werden. Um das Reinigungstuch 2 zu einem von dem Schutzumschlag 3 umschlossenen
Faltpaket 6 falten zu können, wird das Reinigungstuch in Figur 1 zuerst um die in
der Figur gezeigte linke vertikale Falzlinie in Richtung der Innenflächen 4.1 und
5.1 der Deckelelemente 4 und 5 des Schutzumschlags 3 gefaltet, so dass das Mittelteil
des Reinigungstuchs 2 vollflächig aus dem mit dem Schutzumschlag 3 verbundenen linken
Teil des Reinigungstuchs 2 aufliegt. Die in der Figur dargestellte rechte vertikale
Falzlinie wandert dabei an den linken äußeren Rand des Schutzumschlags 3. Durch Umlegen,
bzw. Falten des Reinigungstuchs um die nunmehr am linken äußeren Rand des Schutzumschlags
3 liegende Falzlinie 7 wird der in der Figur 1 dargestellte rechte Teil des Reinigungstuchs
2 vollflächig auf den vollflächig auf dem Schutzumschlag 3 liegenden Mittelteil des
Reinigungstuchs 2 zu einem Faltpaket 6 zusammengelegt. Zuletzt wird der Schutzumschlag
3 durch Falten des vorderen Deckels 4 auf den hinteren Deckel 5 um die horizontale
Falzlinie 7 herum mit dem dazwischen liegenden Faltpaket 6 zusammengeklappt. Im zusammengeklappten
Zustand des Reinigungsutensils 1 sind die Außenflächen 4.2 und 5.2 der Deckelelemente
4 und 5 außen liegend und bilden die Oberfläche des Reinigungsutensils 1, wohingegen
die Innenflächen 4.1 und 5.1 der Deckelelemente 4 und 5 das zwischen den Deckelelementen
4 und 5 liegende Faltpaket 6 vollflächig kontaktieren.
[0044] In Abwandlung zu dem in Figur 1 dargestellten Reinigungsutensil 2 ist bei dem in
Figur 2 dargestellten Reinigungsutensil 2 der Schutzumschlag 3 als ein einteiliges,
monolithisches Deckelelement 45 ausgestaltet. Das Deckelelement 45 vereint den vorderen
Deckel 4 mit dem hinteren Deckel 5 in einem Bauteil, wobei zwischen dem vorderen Deckel
4 und dem hinteren Deckel 5 eine Falzkante 8 ausgebildet ist, so dass die Deckelemente
4 und 5 um die Falzkante 8 herum mit deren Innenflächen 4.1 und 5.1 aufeinander geklappt
werden können und die Außenflächen 4.2 und 5.2 die Oberfläche des zusammengeklappten
Reinigungsutensils 1 bilden. Im Zusammengeklappten Zustand der Reinigungsutensils
1 bildet die Falzkante 8 einen Rücken des Schutzumschlags 3, so dass eine Längskante
des Schutzumschlags 3 geschlossen ist. Die Falzkante 8 kann aber auch entgegen der
Darstellung in den Figuren 2 und 3 an den Schmal- oder Stirnseiten zwischen den die
Schmal- oder Stirnseiten verbundenen Deckelelementen 4 und 5 ausgebildet sein, wobei
dann der an den Schmal- oder Stirnseiten durch die Falzkante 8 gebildete Rücken den
Rücken des Schutzumschlags 3 bildet.
[0045] Im Vergleich zu dem Reinigungstuch 2 in den Figuren 1 und 2 ist die Fläche des Reinigungstuch
2 des in der Figur 3 dargestellten Reinigungsutensils 1 um eine Zeile oberhalb des
hinteren Deckels 5 um drei Felder vergrößert. Um das vergrößerte Reinigungstuch 2
zu einem zwischen den Deckelelementen aufnehmbaren Faltpaket 6 falten zu können, ist
das Faltmuster gegenüber dem in Figur 2 dargestellten Reinigungstuchs 2 um eine zweite
vertikale Falzlinie 7 erweitert, die parallel zu der Falzkante 8 und der ersten Falzlinie
7 verläuft.
[0046] Demgegenüber ist die Fläche des Reinigungstuchs 2 des in der Figur 4 dargestellten
Reinigungsutensils 1 auf nur drei Felder verkleinert. Zudem sind nur zwei vertikale
Falzlinien 7 parallel zu den Längskanten der Deckelelemente 4 und 5 ausgebildet, die
ein Zusammenfalten des Reinigungstuchs 2 zu einem Faltpaket 6 erlauben, das zwischen
den Deckelelementen 4 und 5 des Schutzumschlags 3 aufgenommen, bzw. umschlossen werden
kann. Die Deckelelemente 4 und 5 sind über eine deren Längskanten mittels eines Klebestreifens
10, vorliegend als Gewebeband ausgestaltet, miteinander verbunden. Der Klebestreifen
10, d. h. das Gewebeband bildet bei dieser Ausführungsform den Rücken des Schutzumschlags
3.
[0047] Die Figuren 5 und 6 zeigen ein Reinigungsutensil mit einem Reinigungstuch 2, dessen
Fläche dem Reinigungstuch des in der Figur 4 dargestellten Reinigungsutensils entspricht.
Jedoch sind die vertikalen Falzlinien 7 parallel zu den Schmal- oder Stirnseiten der
Deckelemente 4 und 5 ausgebildet. In der Figur 5 stoßen die Schmal- oder Stirnseiten
der Deckelemente 4 und 5 zusammen, wohingegen die Deckelemente 4 und 5 des in der
Figur 6 dargestellten Reinigungsutensils 2 über zwei Felder des Reinigungstuchs 2
voneinander getrennt an zwei Seiten des Reinigungstuchs 2 mit dem Reinigungstuch 2
verbunden sind. Durch das durch die Falzlinien 7 und die im Falle der Figur 6 dargestellte
scharnierartige Naht-Ösenverbindung 11 gebildete Faltmuster werden die beiden Deckelelemente
4 und 5 beim Zusammenfalten des Reinigungstuchs 2 zu einem Faltpaket 6 aufeinander
zugeführt und bilden dann unter Einschluss des Faltpakets 6 zwischen den Deckelelementen
4 und 5 den Schutzumschlag 3. In Figur 5 ist die Innenfläche 4.1 des vorderen Deckelelements
4 mit einer Spiegelfläche ausgestaltet. Das Reinigungstuch 2 kann insbesondere bei
dieser Ausführungsform durch ein Kosmetiktuch ersetzt werden, wodurch das erfindungsgemäße
Reinigungsutensil 1 als Kosmetikartikel ausgestaltet ist.
[0048] In der Figur 7 ist das Reinigungstuch gegenüber dem Reinigungstuch in den Figuren
5 bis 7 um drei Felder, nämlich auf sechs Felder vergrößert. Wie in Figur 6 dargestellt,
sind auch die Deckelemente 4 und 5 in Figur 7 über zwei Felder des Reinigungstuchs
2 voneinander getrennt an zwei Seiten des Reinigungstuchs 2 mit dem Reinigungstuch
2 verbunden, wobei die Deckelemente 4 und 5 zudem diagonal an zwei Ecken des Reinigungstuchs
2 liegend, mit dem Reinigungstuch 2 verbunden sind. Über die vertikalen und die horizontale
Falzlinien 7 lässt sich das Reinigungstuch 2 so zu einem Faltpaket 6 zusammenfalten,
dass die beiden Deckelelemente 4 und 5 vollflächig decken aufeinander zugeführt werden
und gemeinsam den Schutzumschlag 3 bilden, der das zu dem Faltpaket 6 zusammengefaltete
Reinigungstuch 2 umschließt.
[0049] Die Figur 8 zeigt eine Draufsicht von oben auf das vordere Deckelelement eines zusammengeklappten
des in den Figuren 1 bis 7 dargestellten Reinigungsutensils 1. Aus den Abmessungen
der Innen- und Außenflächen 4.1, 5.1, 4.2, 5.2 des vorderen und des hinteren Deckelelements
4 und 5 und des zu einem Faltpaket 6 zusammengefalteten Reinigungstuchs 2 ergibt sich
eine kompakte, vorteilhaft Scheckkarten große Abmessung des zusammengeklappten Reinigungsutensils
1, das in diesem Format beispielsweise in einem Portemonnaie oder einer Hemd- oder
Hosentasche mitgeführt werden kann, wobei der Schutzumschlag 3 das eingefaltete und
umschlossene Reinigungstuch 2 vor Verschmutzung schützt.
[0050] Die Figur 9 zeigt ein Reinigungsutensil 1 in aufgeklappten Zustand des Schutzumschlags
3. Auf der Innenfläche 5.1 des hinteren Deckels 5 liegt das zu einem Faltpaket 6 zusammengefaltete
Reinigungstuch 2 auf.
[0051] Figur 10 zeigt, dass das zu einem Faltpaket 6 zusammengefaltete Reinigungstuch 2
von dem vorderen Deckel 4 und dem hinteren Deckel 5 umschlossen, wobei das Faltpaket
6 vollflächig auf der Innenfläche 4.1 des vorderen Deckels und der Innenfläche 5.1
des hinteren Deckels 5 anliegt ist.
1. Reinigungsutensil (1), umfassend zumindest ein Reinigungstuch (2) und einen Schutzumschlag
(3) mit zumindest einem vorderen Deckel (4) mit Innenfläche (4.1) und Außenfläche
(4.2) und mit zumindest einem hinteren Deckel (5) mit Innenfläche (5.1) und Außenfläche
(5.2) , wobei zumindest der vordere Deckel (4) oder der hintere Deckel (5) mit dem
Reinigungstuch (2) verbunden ist, und das Reinigungstuch (2) zu einem Faltpaket (6)
zusammenfaltbar ist und der Schutzumschlag (3) das zu dem Faltpaket (6) zusammengefaltete
Reinigungstuch (2) mit dem vorderen Deckel (4) und dem hinteren Deckel (5) zumindest
abschnittweise umschließt, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzumschlag (3) in Form des vorderen und des hinteren Deckels (4,5) Bestandteil
des Reinigungstuches (2) ist.
2. Reinigungsutensil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zu dem Faltpaket (6) zusammengefaltete Reinigungstuch (2) im Umfang in etwa Scheckkartenformat
aufweist.
3. Reinigungsutensil (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungstuch (2) Falzlinien (7) aufweist, die als Faltmuster für das Zusammenfalten
des Reinigungstuchs (2) zu dem Faltpaket (6) dienen.
4. Reinigungsutensil (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungstuch (2) mittels des Faltmusters zu einem Faltpaket (6) zusammengefaltet
werden kann, dessen Umfang in etwa jeweils dem Umfang der Innenfläche (4.1) und der
Außenfläche (4.2) des vorderen Deckels (4) und dem Umfang der Innenfläche (5.1) und
der Außenfläche (5.2) des hinteren Deckels (5) entspricht.
5. Reinigungsutensil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Deckel (4) und der hintere Deckel (5) miteinander monolithisch, ein gemeinsames
Deckelelement (45) bildend, ausgebildet sind, wobei das Deckelelement (45) derart
gefalzt ist, dass das Deckelelement (45) über eine Falzkante (8) geklappt werden kann,
wobei die Falzkante (8) einen Rücken des Schutzumschlags (3) bildet.
6. Reinigungsutensil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Deckel (4) und der hintere Deckel (5) jeweils als separate Deckelelemente
(4, 5) ausgebildet sind.
7. Reinigungsutensil (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem Reinigungstuch (2) verbundene Deckelelement (4) oder (5) mit dem weiteren
Deckelement (5) oder (4) verbunden ist.
8. Reinigungsutensil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Deckel (4) und der hintere Deckel (5) in Scheckkartenformat ausgebildet
sind.
9. Reinigungsutensil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungstuch (2) mit zumindest einem der Deckelelemente (4,5) des Schutzumschlags
(3) verklebt, vernäht oder verschweißt ist.
1. A cleaning utensil (1) comprising at least one cleaning cloth (2) and a protective
covering (3) having at least one front cover (4) with an inner surface (4.1) and an
outer surface (4.2) and having at least one rear cover (5) with an inner surface (5.1)
and an outer surface (5.2), wherein at least the front cover (4) or the rear cover
(5) is connected to the cleaning cloth (2), and the cleaning cloth (2) can be folded
together into a folded package (6) and the protective covering (3) encloses the cleaning
cloth (2) folded together into the folded package (6) by means of the front cover
(4) and the rear cover (5), at least in sections, characterized in that the protective covering (3), in the form of the front and the rear cover (4,5), is
part of the cleaning cloth (2).
2. The cleaning utensil (1) according to claim 1, characterized in that the cleaning cloth (2) folded together into the folded package (6) has the approximate
peripheral form of a check card.
3. The cleaning utensil (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the cleaning cloth (2) comprises crease lines (7) which serve as a folding pattern
for the folding together of the cleaning cloth (2) into the folded package (6).
4. The cleaning utensil (1) according to claim 3, characterized in that the cleaning cloth (2) can be folded together into a folded package (6) using the
folding pattern, the periphery of the folded package corresponding approximately to
the periphery of the inner surface (4.1) and the outer surface (4.2) of the front
cover (4) and to the periphery of the inner surface (5.1) and the outer surface (5.2)
of the rear cover (5).
5. The cleaning utensil (1) according to one of claims 1 to 4, characterized in that the front cover (4) and the rear cover (5) are designed together monolithically,
forming a common cover element (45), wherein the cover element (45) is provided with
a seam in such a way that the cover element (45) can be folded along a seam edge (8),
the seam edge (8) forming a back of the protective covering (3).
6. The cleaning utensil (1) according to one of claims 1 to 4, characterized in that the front cover (4) and the rear cover (5) are each designed as separate cover elements
(4, 5).
7. The cleaning utensil (1) according to claim 6, characterized in that the cover element (4) or (5) connected to the cleaning cloth (2) is connected to
the other cover element (5) or (4).
8. The cleaning utensil (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the front cover (4) and the rear cover (5) are designed in the form of a check card.
9. The cleaning utensil (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the cleaning cloth (2) is glued, sewn or welded to at least one of the cover elements
(4, 5) of the protective covering (3).
1. Ustensile de nettoyage (1), comprenant au moins un tissu de nettoyage (2) et une enveloppe
de protection (3) avec au moins un couvercle avant (4), possédant une surface intérieure
(4.1) et une surface extérieure (4.2), et avec au moins un couvercle arrière (5),
possédant une surface intérieure (5.1) et une surface extérieure (5.2), dans lequel
au moins le couvercle avant (4) ou le couvercle arrière (5) est relié avec le tissu
de nettoyage (2), et le tissu de nettoyage (2) peut être replié pour former un paquet
pliable (6) et l'enveloppe de protection (3) entoure avec le couvercle avant (4) et
le couvercle arrière (5), au moins par endroits, le tissu de nettoyage (2) replié
pour former le paquet pliable (6), caractérisé en ce que l'enveloppe de protection (3) est une composante du tissu de nettoyage (2) sous la
forme des couvercles avant et arrière (4,5).
2. Ustensile de nettoyage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tissu de nettoyage (2) replié pour former le paquet pliable (6) se présente en
volume à peu près dans un format de carte bancaire.
3. Ustensile de nettoyage (1) selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que le tissu de nettoyage (2) présente des lignes de pliage (7) qui servent de gabarit
de pliage pour le pliage du tissu de nettoyage (2) pour former le paquet pliable (6).
4. Ustensile de nettoyage (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le tissu de nettoyage (2) peut être replié pour former un paquet pliable (6) au moyen
du gabarit de pliage, dont le pourtour correspond à peu près respectivement au pourtour
de la surface intérieure (4.1) et de la surface extérieure (4.2) du couvercle avant
(4) et au pourtour de la surface intérieure (5.1) et de la surface extérieure (5.2)
du couvercle arrière (5).
5. Ustensile de nettoyage (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le couvercle avant (4) et le couvercle arrière (5) sont conçus formant ensemble un
élément de couvercle (45) monolithique commun, dans lequel l'élément de couvercle
(45) est plié de telle manière que l'élément de couvercle (45) puisse être rabattu
sur un bord de pliage (8), le bord de pliage (8) formant une partie arrière de l'enveloppe
de protection (3).
6. Ustensile de nettoyage (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le couvercle avant (4) et le couvercle arrière (5) sont conçus respectivement comme
des éléments de couvercle (4, 5) séparés.
7. Ustensile de nettoyage (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de couvercle (4) ou (5) relié avec le tissu de nettoyage (2) est relié
avec l'autre élément de couvercle (5) ou (4).
8. Ustensile de nettoyage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle avant (4) et le couvercle arrière (5) sont conçus dans un format de
carte bancaire.
9. Ustensile de nettoyage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tissu de nettoyage (2) est collé, cousu ou soudé avec au moins un des éléments
de couvercle (4,5) de l'enveloppe de protection (3).