[0001] Die Erfindung betrifft eine Etikettiervorrichtung zum Aufbringen von Etiketten auf
Behältern mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1, eine Etikettiermaschine
zur Etikettierung von Behältern mit einem Transporteur und einer Etikettiervorrichtung,
ein System mit einer Etikettiermaschine und mit einer Behälterherstellungsmaschine
und/oder Behälterbehandlungsmaschine, sowie ein Verfahren zum Aufbringen von Etiketten
auf Behältern mit einer Etikettiervorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von
Anspruch 13.
[0002] Üblicherweise werden Etikettiermaschinen mit wenigstens einer Etikettiervorrichtung
dazu eingesetzt, Behälter, wie Dosen, Tuben, Kunststoff- oder Glasflaschen mit Etiketten
zu versehen, die den Behälterinhalt bezeichnen und/oder bewerben. Derartige Etikettiermaschinen
umfassen üblicherweise einen vorzugsweise als Karussell ausgebildeten Transporteur,
mit dem die Behälter in Behälteraufnahmen aufgenommen und an einer Etikettiervorrichtung
vorbei transportiert werden. Die Etikettiervorrichtung umfasst eine Abspuleinheit
zur Aufnahme einer oder mehrerer Vorratsrollen mit einem Etikettenband, eine Zwischenpuffereinheit
zur Pufferung des Etikettenbands, eine Antriebseinheit zum Antrieb des Etikettenbands
und eine Verarbeitungseinheit. Die Verarbeitungseinheit ist beispielsweise mit einem
Schneidwerk ausgebildet, mit dem das Etikettenband in Einzeletiketten zerschnitten,
beleimt und anschließend an die Behälter übergeben wird.
[0003] Die Zwischenpuffereinheit dient üblicherweise dazu, Produktionsschwankungen auszugleichen
oder das Verbinden von Etikettenbändern zweier Vorratsrollen in einer Spleiß-Einrichtung
zu puffern.
[0005] EP 0 414 056 A2 offenbart eine Etikettiervorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Derartige Etikettiermaschinen können mit einer Behälterherstellungsmaschine zu einer
Anlage verblockt sein. Beispielsweise werden mit der Behälterherstellungsmaschine
Vorformlinge zu den fertigen Behältern streckgeblasen und im direkten Anschluss an
die Etikettiermaschine übergeben. Dabei arbeiten die Behälterherstellungsmaschine
und die Etikettiermaschine mit demselben Takt, so dass die Behälter zwischen beiden
Maschinen ohne Behälterzwischenpuffer übergeben werden können. Allerdings wird nach
dem Streckblasen eine Inspektion durchgeführt, um schadhafte Behälter auszuschleusen,
beispielsweise bei Flaschenplatzern. Ebenso kann es zu einer fehlerhaften Übergabe
kommen. Dadurch entstehen gegebenenfalls Lücken bei der Übergabe der Behälter an die
Etikettiermaschine.
[0007] Zudem werden die Behälter bei einer derartigen Behälterherstellungsmaschine prozessbedingt
nur bei Betriebsgeschwindigkeit hergestellt. Folglich muss die nachfolgend angeordnete
Etikettiermaschine innerhalb einer Behälterteilung aus dem Stand auf die Etikettiergeschwindigkeit
angefahren werden.
[0008] Es kann daher vorkommen, dass die Antriebseinheit für das Etikettenband besonders
schnell angefahren oder abgestellt werden muss, um entweder in kürzester Zeit auf
die Etikettiergeschwindigkeit zu kommen oder einzelne Etiketten beim Fehlen eines
Behälters auszulassen.
[0009] Nachteilig bei den bekannten Etikettiermaschinen und -aggregaten ist, dass bei sehr
hohen Beschleunigung oder Verzögerung der Antriebseinheit entsprechend hohe Kräfte
auf das Etikettenband wirken. Dadurch kann das Etikettenband bzw. die Etiketten falsch
geschnitten, falsch verarbeitet, fehlbeleimt oder sogar beschädigt werden. Zudem kann
es zu Störungen in der Etikettiermaschine bzw. in der Etikettiervorrichtung kommen.
[0010] Die
DE 10 2010 037285 A1 offenbart eine Einrichtung und ein Verfahren zum Fördern eines Etikettenbands sowie
ein Etikettieraggregat.
[0012] Die
DE 20 2013 105749 U1 offenbart eine Etikettiereinheit für eine Etikettiermaschine für Gegenstände.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Etikettiermaschine, eine Etikettiervorrichtung
und ein Verfahren zur Etikettierung von Behältern bereitzustellen, die ein schnelles
Anlaufen und Abschalten des Antriebs für das Etikettenband ermöglichen, wobei eine
korrekte Verarbeitung des Etikettenbands bzw. der Etiketten gewährleistet ist.
[0014] Zur Lösung dieser Aufgabenstellung stellt die Erfindung eine Etikettiervorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bereit. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den
Unteransprüchen genannt.
[0015] Es hat sich bei umfangreichen Untersuchungen herausgestellt, dass die für eine möglichst
große Pufferung des Etikettenbands ausgelegte Zwischenpuffereinheit oftmals zu träge
auf hohe Beschleunigungen des Etikettenbands reagiert und eine korrekte Verarbeitung
nicht immer sichergestellt ist. Dadurch, dass die Etikettiervorrichtung zwischen der
Zwischenpuffereinheit und der Antriebseinheit die separat ausgebildete, dynamische
Puffereinheit umfasst, werden starke Beschleunigungen des Etikettenbands durch die
Antriebseinheit besonders wirksam gepuffert. Dadurch, dass die zweite Rolleneinheit
in der dynamischen Puffereinheit von der Zwischenpuffereinheit unabhängig bewegbar
ist, kann sie auf eine möglichst dynamische Funktionsweise hin ausgelegt werden. Folglich
kann die dynamische Puffereinheit auf die hohen Beschleunigungen besonders schnell
reagieren, so dass eine zuverlässige Verarbeitung des Etikettenbands bzw. der Etiketten
gewährleistet ist.
[0016] Die Etikettiervorrichtung kann in einer Getränkeverarbeitungsanlage angeordnet sein.
Die Etikettiervorrichtung kann einer Abfüllanlage zum Abfüllen eines Produkts in die
Behälter nachgeordnet sein. Vorzugsweise kann die Etikettiervorrichtung in einer Etikettiermaschine
angeordnet sein. Beispielsweise kann die Etikettiervorrichtung umfänglich an einem
als Karussell ausgebildeten Transporteur angeordnet sein. Denkbar ist, dass die Etikettiervorrichtung
über eine lösbare Verbindung mit der Etikettiermaschine verbunden ist. Beispielsweise
kann die Etikettiervorrichtung wenigstens teilweise auf einem eigenen, bodengestützen
Traggestell angeordnet sein, das über wenigstens ein Kupplungselement an die Etikettiermaschine
andockbar ist.
[0017] Die Behälter können dazu vorgesehen sein, Getränke, Hygieneartikel, Pasten, chemische,
biologische und/oder pharmazeutische Produkte aufzunehmen. Die Behälter können Kunststoffflaschen,
Glasflaschen, Tuben und/oder Dosen sein.
[0018] Bei den Etiketten kann es sich um Etiketten handeln, die mit einem Haftmittel (wie
beispielweise Leim) auf die Behälter aufgebracht werden. Die Etiketten können Zuschnitte
aus Papier oder Kunststoff sein, die insbesondere einen Aufdruck umfassen, der den
Inhalt der Behälter bezeichnet, beschreibt und/oder bewirbt. Das Etikettenband kann
eine Vielzahl von aneinanderhängenden Etiketten umfassen, wobei die Verarbeitungseinheit
dazu ausgebildet ist, das Etikettenband mit einem Schneidwerk in einzelne Etiketten
zu zerschneiden.
[0019] Die Abspuleinheit kann mit wenigstens einer Rollenaufnahme zur Aufnahme und zum Abspulen
der wenigstens einen Vorratsrolle ausgebildet sein. Die Abspuleinheit kann eine Spleiß-Einrichtung
zur Verbindung zweier Etikettenbänder von zwei unterschiedlichen Vorratsrollen umfassen.
[0020] Die erste bewegbare Rolleneinheit der Zwischenpuffereinheit kann zwei oder noch mehr
Umlenkrollen umfassen. Die Zwischenpuffereinheit kann die erste bewegbare Rolleneinheit
und eine starre Rolleneinheit mit zwei oder noch mehr Umlenkrollen umfassen. Denkbar
ist auch, dass die Zwischenpuffereinheit zusätzlich zur ersten bewegbaren Rolleneinheit
eine weitere bewegbare Rolleneinheit mit zwei oder noch mehr Umlenkrollen umfasst.
Das Etikettenband kann in wenigstens einer Schlaufe um die Umlenkrollen der Zwischenpuffereinheit
geführt sein. Die erste bewegbare Rolleneinheit kann mit einem vorzugsweise federvorgespannten
Verfahrmechanismus ausgebildet sein, um sie gegenüber der starren Rolleneinheit zu
verfahren. Ebenso ist denkbar, dass die erste bewegbare Rolleneinheit mit einem Antrieb
aktiv angetrieben ist, um sie gegenüber der starren Rolleneinheit zu verfahren. Dadurch
wird die Länge der Schlaufen um die Umlenkrollen verändert, so dass das Etikettenband
von der Zwischenpuffereinheit aufgenommen oder abgegeben wird. Vorzugsweise können
die Umlenkrollen der Zwischenpuffereinheit entlang einer Geraden angeordnet sein.
Die erste bewegbare Rolleneinheit kann mit einem ersten Federelement vorgespannt sein,
um die Schlaufen des Etikettenbands zu spannen.
[0021] Die Etikettiervorrichtung kann eine Laufregelungseinheit umfassen, um eine Position
des Etikettenbands gegenüber der Antriebseinheit und/oder der Verarbeitungseinheit
einzustellen. Dazu kann die Laufregelungseinheit wenigstens eine Umlenkrolle umfassen,
die in ihrer Position quer zum Etikettenband einstellbar ist.
[0022] Die Antriebseinheit kann wenigstens eine Antriebsrolle umfassen, um das Etikettenband
in die Förderrichtung anzutreiben. Beispielsweise kann die Antriebseinheit zwei Rollen
umfassen, von denen wenigstens eine angetrieben ist, wobei das Etikettenband zwischen
den beiden Rollen geführt wird. Die Antriebseinheit kann einen Elektromotor als Antrieb
umfassen, um die Antriebskraft für die Antriebsrolle bereitzustellen.
[0023] Die Verarbeitungseinheit kann ein Schneidwerk zur Vereinzelung der Etiketten des
Etikettenbands umfassen. Denkbar ist auch, dass die Verarbeitungseinheit ein oder
mehrere Vakuumzylinder umfasst, um das Etikettenband oder vereinzelte Etiketten zu
fördern. Beispielsweise kann die Verarbeitungseinheit einen Vakuumzylinder umfassen,
um die vereinzelten Etiketten an einem Leimwerk vorbei zu führen und an die Behälter
zu übergeben. Das Leimwerk kann dazu ausgebildet sein, die vorzugsweise am Vakuumzylinder
aufgenommenen Etiketten mit Heiß- oder Kaltleim zu versehen.
[0024] Die dynamische Puffereinheit kann zusätzlich zur zweiten bewegbaren Rolleneinheit
eine starre Rolleneinheit mit wenigstens einer Umlenkrolle umfassen, wobei die bewegbare
und die starre Rolleneinheit derart zueinander angeordnet sind, dass das Etikettenband
in wenigstens einer Schlaufe durch die Rolleneinheiten geführt wird. Die Rolleneinheiten
können Umlenkrollen zur Führung des Etikettenbands umfassen. Beispielsweise kann die
dynamische Puffereinheit zwei starre Umlenkrollen umfassen, zwischen denen das Etikettenband
um eine Umlenkrolle der zweiten bewegbaren Rolleneinheit in einer Schlaufe geführt
wird. Die wenigstens eine Schlaufe kann durch die Bewegung der zweiten bewegbaren
Rolleneinheit vergrößert oder verkleinert werden.
[0025] Die zweite bewegbare Rolleneinheit kann einen Bewegungsmechanismus für eine Umlenkrolle
umfassen, wobei der Bewegungsmechanismus und die Umlenkrolle derart ausgelegt sind,
dass bei einem Anfahren der Etikettiervorrichtung innerhalb einer Behälterteilung
eine auf das Etikettenband einwirkende, dynamische Zugkraft auf 50N oder weniger begrenzt
wird. Dadurch ist eine zuverlässige Verarbeitung des Etikettenbands sichergestellt.
Der Bewegungsmechanismus kann ein zweites Federelement umfassen, um die Zugkraft im
Etikettenband zu regulieren. Ebenso kann der Bewegungsmechanismus einen Antrieb umfassen,
um die Zugkraft im Etikettenband aktiv zu regulieren, beispielsweise einen Servomotor.
Mit "Anfahren der Etikettiervorrichtung innerhalb einer Behälterteilung" kann hier
gemeint sein, dass die Verarbeitungseinheit der Etikettiervorrichtung innerhalb der
einen Behälterteilung von einem Stillstand auf eine Etikettiergeschwindigkeit angefahren
wird. Mit "Behälterteilung" kann hier eine regelmäßige Zeitspanne gemeint sein, die
bei einem störungsfreien Betrieb zwischen dem Etikettieren von zwei aufeinanderfolgenden
Behälter verstreicht. Ebenso kann eine Etikettiermaschine mit einem Transporteur zum
Transport der Behälter in Behälteraufnahmen und mit der Etikettiervorrichtung ausgebildet
sein, wobei die Behälteraufnahmen in regelmäßigen Abständen an dem Transporteur angeordnet
sind, und wobei mit "Behälterteilung" die Zeitspanne gemeint sein kann, die jeweils
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Behälteraufnahmen beim Vorbeilauf an der Etikettiervorrichtung
verstreicht. Die dynamische Zugkraft kann wenigstens teilweise durch eine Massenträgheit
des Bewegungsmechanismus und/oder der Umlenkrolle begründet sein. Zusätzlich oder
alternativ kann die dynamische Zugkraft durch eine Federvorspannung des Bewegungsmechanismus
begründet sein.
[0026] Die Etikettiervorrichtung kann Umlenkrollen zur Führung des Etikettenbands umfassen.
Vorzugsweise können die Umlenkrollen einen Durchmesser in einem Bereich von 0-25 mm,
optional in einem Bereich von 0-20 mm, weiterhin optional in einem Bereich von 16-18
mm aufweisen. Insbesondere kann wenigstens eine der Umlenkrollen in der dynamischen
Puffereinheit angeordnet sein. Durch den geringen Durchmesser sind die Trägheitsmomente
der Umlenkrollen besonders gering und die von den Umlenkrollen auf das Etikettenband
einwirkenden Trägheitskräfte führen zu weniger starken Spannungen. Folglich wird das
Etikettenband bei starken Beschleunigungen besonders wenig beansprucht und entsprechend
vor Beschädigungen geschützt. Die zuvor oder nachfolgend genannten Umlenkrollen können
wenigstens teilweise den Durchmesser im Bereich von 0-25 mm, optional in dem Bereich
von 0-20 mm, weiterhin optional in dem Bereich von 16-18 mm aufweisen. Die Umlenkrollen
können passiv vom Etikettenband angetrieben sein. Aber auch aktiv angetriebene Umlenkrollen
sind denkbar. Vorzugsweise kann wenigstens eine derartige Umlenkrolle in der dynamischen
Puffereinheit angeordnet sein. Dadurch kann das Etikettenband in der dynamischen Puffereinheit
noch dynamischer bewegt werden.
[0027] Die dynamische Puffereinheit ist in Förderrichtung unmittelbar vor der Antriebseinheit
angeordnet. Dadurch ist die träge Masse des Förderbands bzw. sind die Trägheitsmomente
der Umlenkrollen zwischen der Antriebseinheit und der dynamischen Puffereinheit besonders
gering.
[0028] Die zweite bewegbare Rolleneinheit kann eine geringere Masse aufweisen, als die erste
bewegbare Rolleneinheit. Dadurch ist die dynamische Puffereinheit gegenüber der Zwischenpuffereinheit
dynamischer ausgelegt, um bei hohen Beschleunigungen entsprechende Kräfte im Etikettenband
auszugleichen. Die zweite bewegbare Rolleneinheit umfasst weniger Umlenkrollen, als
die erste bewegbare Rolleneinheit, optional genau eine Umlenkrolle.
[0029] Die zweite bewegbare Rolleneinheit kann mit einem zweiten Federelement vorgespannt
sein. Dadurch kann die Zugkraft im Etikettenband besonders einfach reguliert werden.
Das zweite Federelement kann eine Zug-oder Druckfeder sein. Die dynamische Puffereinheit
kann ein Dämpfungselement umfassen, um die Bewegung der zweiten bewegbaren Rolleneinheit
zu dämpfen. Dadurch können Schwingungen zwischen der dynamischen Puffereinheit und
der Zwischenpuffereinheit gedämpft bzw. vermieden werden. Das zweite Federelement
und/oder das Dämpfungselement können an die zweite bewegbare Rolleneinheit angekoppelt
sein. Beispielsweise können das zweite Federelement und/oder Dämpfungselement zwischen
der zweiten bewegbaren Rolleneinheit und einem Fixpunkt am Traggestell der Etikettiervorrichtung
angeordnet sein.
[0030] Die zweite bewegbare Rolleneinheit kann wenigstens eine schwenk- oder verfahrbare
Umlenkrolle umfassen. Dadurch ist die dynamische Puffereinheit besonders einfach aufgebaut.
[0031] Beispielsweise kann die zweite bewegbare Rolleneinheit als Bewegungsmechanismus einen
optional federvorgespannten Schwenkhebel umfassen, um die Umlenkrolle um eine Achse
zu schwenken. Beispielsweise kann der Schwenkhebel über ein Gelenk an einem Ende schwenkbar
gelagert sein und am anderen Ende mit der Umlenkrolle verbunden sein. Alternativ kann
die zweite bewegbare Rolleneinheit als Bewegungsmechanismus einen mit einem Antrieb
aktiv angetriebenen Schwenkhebel umfassen, um die Umlenkrolle um eine Achse zu schwenken.
[0032] Denkbar ist auch, dass die zweite bewegbare Rolleneinheit als Bewegungsmechanismus
einen verfahrbaren und/oder optional mit einem Federelement federvorgespannten Schlitten
umfasst, um die Umlenkrolle entlang einer optional linearen Bahn zu verfahren. Dadurch
ist die Masse des Schlittens besonders gering, so dass die dynamische Puffereinheit
eine besonders geringe Massenträgheit aufweist. Die lineare Bahn kann eine Führungsschiene
umfassen, mit der der federvorgespannten Schlitten verfahrbar gelagert ist. Alternativ
kann der Bewegungsmechanismus zum Verfahren des Schlittens einen Antrieb umfassen.
[0033] Beispielsweise kann die dynamische Puffereinheit zwei starre Umlenkrollen umfassen,
zwischen der das Etikettenband um die mit dem Schwenkhebel oder mit dem verfahrbaren
Schlitten bewegbare Umlenkrolle in einer Schlaufe geführt wird. Dadurch wird die Schlaufe
zwischen den beiden starren Umlenkrollen und der bewegbaren Umlenkrolle gebildet.
Folglich ist die dynamische Puffereinheit besonders kompakt aufgebaut.
[0034] Die Abspuleinheit und die Zwischenpuffereinheit können als eine separate Einheit
mit einem von der Verarbeitungseinheit separaten Traggestell ausgebildet sein. Dadurch
kann die Abspuleinheit und die Zwischenpuffereinheit flexibel in der Anlage angeordnet
werden. Denkbar ist, dass die separate Einheit die Abspuleinheit mit mehreren Vorratsrollen,
eines Spleiß-Einheit und/oder die Zwischenpuffereinheit umfasst, um damit daraus das
im Wesentlichen endlose Etikettenband zu bilden. Weiter kann wenigstens eine Führungsrolle
vorgesehen sein, um das Etikettenband von der separaten Einheit zu einem Etikettieraggregat
mit der dynamischen Puffereinheit, der Antriebseinheit und der Verarbeitungseinheit
zu führen.
[0035] Alternativ ist denkbar, dass die Abspuleinheit, die Zwischenpuffereinheit, die dynamische
Puffereinheit, die Antriebseinheit und die Verarbeitungseinheit integral als Etikettieraggregat
ausgebildet sind. Anders ausgedrückt kann die Etikettiervorrichtung als Etikettieraggregat
ausgebildet sein.
[0036] Darüber hinaus stellt die Erfindung zur Lösung der Aufgabenstellung eine Etikettiermaschine
zur Etikettierung von Behältern mit den Merkmalen des Anspruchs 11 bereit.
[0037] Dadurch, dass die Etikettiervorrichtung der Etikettiermaschine nach einem der Ansprüche
1-10 ausgebildet ist, wird das Etikettenband bei hohen Beschleunigungen besonders
wenig beansprucht und entsprechend beim schnellen Anfahren und Abstellen des Etikettenvorschubs
nicht beschädigt.
[0038] Der Transporteur kann vorzugsweise als Karussell mit daran angeordneten Behälteraufnahmen
zum Transport der Behälter ausgebildet sein. Die Behälteraufnahmen können einen Drehteller
und eine Zentrierglocke aufweisen, um die Behälter am Behälterboden bzw. an der Behältermündung
aufzunehmen. Der Drehteller kann mit einem Antrieb, beispielsweise einer Steuerkurve
oder einem Servomotor angetrieben sein. Dadurch können die Behälter beim übergeben
der Etiketten gedreht werden, so dass die Etiketten sicher auf der gekrümmten Außenfläche
der Behälter angebracht werden können.
[0039] Die Etikettiermaschine kann eine Steuereinheit umfassen, um die Etikettiervorrichtung
und den Transporteur beim Etikettieren zu steuern.
[0040] Darüber hinaus stellt die Erfindung mit dem Anspruch 12 ein System mit einer Etikettiermaschine
nach Anspruch 11 und mit einer Behälterherstellungsmaschine und/oder Behälterbehandlungsmaschine
bereit, wobei die Etikettiermaschine im direkten Anschluss ohne Behälterzwischenpufferung
mit der Behälterherstellungsmaschine oder mit der Behälterbehandlungsmaschine zu einer
Anlage verblockt ist.
[0041] Dadurch, dass die Etikettiermaschine die Etikettiervorrichtung mit der dynamischen
Puffereinheit umfasst, kann das Etikettenband besonders schnell innerhalb einer Behälterteilung
angefahren oder gestoppt werden, wobei die Zugkräfte im Etikettenband durch die dynamische
Puffereinheit begrenzt werden. Dadurch wird eine korrekte Verarbeitung des Etikettenbands
bzw. der Etiketten gewährleistet.
[0042] Die Behälterherstellungsmaschine kann eine Streckblasmaschine sein oder umfassen,
die dazu ausgebildet ist, Vorformlinge durch Streckblasen zu den Behältern umzuformen.
"Im direkten Anschluss ohne Behälterzwischenpufferung ... verblockt" kann hier bedeuten,
dass die Behälter im selben Takt mit der Behälterherstellungsmaschine hergestellt
werden, wie sie darauf folgend mit der Etikettiermaschine etikettiert werden, wobei
keine Pufferung der Behälter zwischen der Behälterherstellungsmaschine und der Etikettiermaschine
erfolgt. Dadurch kann die Anlage besonders kompakt und kostengünstig aufgebaut werden.
[0043] Die Behälterbehandlungsmaschine kann beispielsweise eine Recyclingmaschine, ein Rinser
oder dergleichen sein bzw. umfassen. Beispielsweise kann ein Rinser im Anschluss an
die Behälterherstellungsmaschine angeordnet sein, wobei die Etikettiermaschine im
direkten Anschluss ohne Behälterzwischenpufferung mit dem Rinser verblockt ist.
[0044] Darüber hinaus stellt die Erfindung zur Lösung der Aufgabenstellung das Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 13 bereit. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in
den Unteransprüchen genannt.
[0045] Dadurch, dass das Etikettenband zwischen der Zwischenpuffereinheit und der Antriebseinheit
mit der separat ausgebildeten, dynamische Puffereinheit mit einer von der Zwischenpuffereinheit
unabhängig bewegbaren Rolleneinheit gepuffert wird, werden starke Beschleunigungen
des Etikettenbands durch die Antriebseinheit besonders wirksam begrenzt. Dadurch,
dass die zweite Rolleneinheit in der dynamischen Puffereinheit von der Zwischenpuffereinheit
unabhängig bewegbar ist, kann sie auf eine möglichst dynamische Funktionsweise hin
ausgelegt werden. Folglich kann die dynamische Puffereinheit auf die hohen Beschleunigungen
besonders schnell reagieren, so dass eine zuverlässige Verarbeitung des Etikettenbands
bzw. der Etiketten gewährleistet ist.
[0046] Vorzugsweise können die Behälter in Behälteraufnahmen eines Transporteuers einer
Etikettiermaschine in einer festen Teilung transportiert werden, wobei das Etikettenband
beim Anfahren von der Antriebseinheit aus dem Stand auf eine Etikettiergeschwindigkeit
beschleunigt und dabei wenigstens teilweise aus der dynamischen Puffereinheit entnommen
wird, so dass eine beim Beschleunigen auftretende Zugkraft im Etikettenband begrenzt
wird, vorzugsweise auf weniger als 50N. Dadurch wird das Etikettenband nicht aus der
trägeren Zwischenpuffereinheit entnommen, sondern aus der dynamischen Puffereinheit.
Folglich wirken also die geringeren Trägheitskräfte der dynamischen Puffereinheit
auf das Etikettenband, die auf eine besonders dynamische Funktionsweise ausgelegt
sind. Durch die Begrenzung auf eine Zugkraft von weniger als 50N wird eine hohe Beanspruchung
des Etikettenbands verhindert.
[0047] Die Behälter können in Behälteraufnahmen eines Transporteuers einer Etikettiermaschine
in einer festen Teilung transportiert werden, wobei das Etikettenband bei einer leeren
Behälteraufnahme in der dynamischen Puffereinheit gepuffert wird, um das Aufbringen
der Etiketten für die leere Behälteraufnahme zu unterbrechen. Entsteht im Behälterstrom
eine Lücke, beispielsweise durch einen schadhaften Behälter, so kann mit diesem Verfahren
die Übergabe des entsprechenden Etiketts kurzzeitig gestoppt und wieder angefahren
werden, so dass es zu keiner Fehlfunktion kommt.
[0048] Vorzugsweise können die Behälter mit einem System nach Anspruch 12 hergestellt und
direkt im Anschluss ohne Behälterzwischenpufferung etikettiert werden.
[0049] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der in den
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel einer Etikettiervorrichtung mit Umlenkrollen mit einem Durchmesser
in einem Bereich von 0-25 mm in einer Draufsicht;
- Figur 2
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Etikettiervorrichtung mit dynamischer Puffereinheit,
die einen Schwenkhebel mit einer daran angeordneten Umlenkrolle umfasst;
- Figur 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Etikettiervorrichtung mit dynamischer Puffereinheit,
die einen verfahrbaren Schlitten mit einer daran angeordneten Umlenkrolle umfasst;
und
- Figur 4
- ein Ausführungsbeispiel für ein System mit einer Behälterherstellungsmaschine und
mit einer Etikettiermaschine in einer Draufsicht.
[0050] In der Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer Etikettiervorrichtung 1 mit Umlenkrollen
U
1-4 mit einem Durchmesser in einem Bereich von 0-25 mm in einer Draufsicht dargestellt.
Zu sehen ist die Etikettiervorrichtung 1, mit der das Etikettenband 5 in einzelne
Etiketten 5a verarbeitet wird, die dann an die Behälter 2 übergeben werden. Darüber
hinaus ist zu sehen, dass die Behälter 2 bei der Etikettierung in drehbaren Behälteraufnahmen
4 des Transporteurs 3 aufgenommen und an der Etikettiervorrichtung 1 vorbeigefahren
werden. Dabei können die Behälter 2 während der Übergabe der Etiketten 5a gedreht
werden, so dass sie rundum oder nur teilweise etikettiert werden können.
[0051] Die Etikettiervorrichtung 1 selbst umfasst eine Abspuleinheit 20 zur Aufnahme der
beiden Vorratsrollen 21 und 22. In der Figur 1 wird gerade das Etikettenband 5 von
der Vorratsrolle 21 abgespult. Wird dessen Ende erreicht, so wird es mit der Spleiß-Einrichtung
23 mit dem Anfang des Etikettenbands von der Vorratsrolle 22 verbunden. Dadurch ist
ein unterbrechungsfreier Betrieb gewährleistet.
[0052] Des Weiteren ist die Zwischenpuffereinheit 30 mit der starren Rolleneinheit 31 und
der bewegbaren Rolleneinheit 32 zu sehen. Die Rolleneinheiten 31, 32 umfassen jeweils
mehrere unterschiedlich große Umlenkrollen, um die das Etikettenband 5 in mehreren
Schlaufen geführt wird. Um mehr Etikettenband 5 in der Zwischenpuffereinheit 30 aufzunehmen,
kann die bewegbare Rolleneinheit 31 von der starren Rolleneinheit 32 mit einem hier
nicht dargestellten Federelement wegbewegt werden. Dadurch wird die Schlaufenlänge
entsprechend vergrößert. Zur Entnahme des Etikettenbands 5 aus der Zwischenpuffereinheit
30 erfolgt die Bewegung entsprechend umgekehrt, so dass die Schlaufenlänge verringert
wird. Dadurch wird beim Verbinden der Etikettenbänder 5 von den Vorratsrollen 21,
22 mittels der Spleiß-Einrichtung 23 die dafür benötigte Zeit überbrückt.
[0053] Des Weiteren ist die Laufregelungseinheit 60 zu sehen, um die genaue Position des
Etikettenbands 5 gegenüber der nachfolgenden Antriebseinheit 40 und der Verarbeitungseinheit
50 einzustellen.
[0054] Zum Antrieb des Etikettenbands 5 ist der Zwischenpuffereinheit 30 in Förderrichtung
F die Antriebseinheit 40 nachgeordnet. Sie umfasst die Antriebsrollen 41, 42, von
denen wenigstens eine mit einem hier nicht dargestellten Antrieb, vorzugsweise mit
einem Servomotor angetrieben wird. Zwischen den beiden Antriebsrollen 41, 42 ist das
Etikettenband 5 so eingespannt, dass die Antriebskraft auf das Etikettenband 5 übertragen
wird. Mit der Antriebseinheit 40 wird also das Etikettenband 5 gezogen, so dass es
von der Vorratsrolle 21 durch die Spleiß-Einheit 23, durch die Zwischenpuffereinheit
30 über die Laufregelungseinheit 60 bis hin zu der Umlenkrolle U
4 gezogen wird.
[0055] Anschließend wird das Etikettenband 5 der Verarbeitungseinheit 50 zugeführt. Hier
wird es zunächst mit einem Schneidwerk 51 in einzelne Etiketten 5a vereinzelt, die
dann mit dem Vakuumzylinder 53 an der Beleimungsstation 52 vorbeigeführt und dabei
beleimt werden. Anschließend werden die Etiketten 5a an die Behälter 2 in den Behälteraufnahmen
4 übergeben.
[0056] Die Umlenkrollen U
1-4 weisen in diesem Beispiel einen Durchmesser von 17 mm auf. Denkbar ist jedoch auch
jeder andere geeignete Durchmesser in einem Bereich von 0-25 mm. Durch das geringe
Trägheitsmoment der Umlenkrollen U
1-4 sind die davon auf das Etikettenband 5 ausgeübten Trägheitskräfte besonders gering,
so dass es bei Beschleunigungen möglichst geringen Spannungen unterliegt. Folglich
wird also das Etikettenband 5 bei hohen Beschleunigungen weniger beansprucht und so
vor Beschädigungen geschützt.
[0057] In der Figur 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Etikettiervorrichtung 1
mit dynamischer Puffereinheit 70 dargestellt, die einen Schwenkhebel 72 mit einer
daran angeordneten Umlenkrolle U
6 umfasst. Das Ausführungsbeispiel in der Figur 2 unterscheidet sich von dem in der
Figur 1 lediglich dadurch, dass zwischen der Zwischenpuffereinheit 30 und der Antriebseinheit
40 die separat ausgebildete, dynamische Puffereinheit 70 mit der unabhängig bewegbaren
Rolleneinheit 71 angeordnet ist. Die zuvor in Bezug auf die Figur 1 beschriebenen
Merkmale gelten bei der Figur 2 entsprechend.
[0058] Die dynamische Puffereinheit 70 umfasst die beiden starr angeordneten Umlenkrollen
U
4, U
5 sowie die bewegbare Rolleneinheit 71 mit der Umlenkrolle U
6. Zu sehen ist, dass die bewegbare Umlenkrolle 6 an dem Schwenkhebel 72 angeordnet
ist, so dass sie um die Achse A in der Richtung R
1 schwenkbar ist. Durch die Umlenkrollen U
4-6 wird eine Schlaufe des Etikettenbands 5 gebildet, die durch eine Bewegung des Schwenkhebels
42 vergrößerbar oder verkleinerbar ist. Darüber hinaus ist der Schwenkhebel 72 mit
dem Federelement 73 vorgespannt, so dass die Schlaufe einer permanenten Spannung unterliegt.
Dadurch arbeitet die dynamische Puffereinheit 70 passiv entsprechend der von der Antriebseinheit
40 angeforderten Bandlänge.
[0059] Dadurch, dass die zweite bewegbare Rolleneinheit 71 lediglich die eine Umlenkrolle
U
6 umfasst, hat sie auch eine geringere Masse als die erste bewegbare Rolleneinheit
31 in der Zwischenpuffereinheit 30. Dadurch kann die dynamische Puffereinheit 70 mit
einer deutlich geringeren Massenträgheit arbeiten, als die Zwischenpuffereinheit 30,
bei der die bewegbare Rolleneinheit 31 drei Umlenkrollen umfasst. Dadurch wirkt die
dynamische Puffereinheit bei besonders hohen Beschleunigungen des Etikettenbands 5
besonders gut und puffert die dabei auftretenden Spannungen besonders gut ab.
[0060] Darüber hinaus ist das Dämpfungselement 75 zu sehen, das die Bewegung des Schwenkhebels
72 bzw. der zweiten bewegbaren Rolleneinheit 71 dämpft. Dadurch werden Schwingungen
zwischen der dynamischen Puffereinheit 70 und der Zwischenpuffereinheit 30 vermieden,
die sich andernfalls negativ auf das Transportverhalten des Etikettenbands 5 auswirken
könnten.
[0061] Des weiteren sind die dynamische Puffereinheit 70 und die Zwischenpuffereinheit 30
so ausgelegt, dass die erste bewegbare Rolleneinheit 30 mit einem hier nicht dargestellten
ersten Federelement und die zweite bewegbare Rolleneinheit 71 mit dem zweiten Federelement
73 so vorgespannt sind.
[0062] Des Weiteren weisen die Umlenkrollen U
4-5 der dynamischen Puffereinheit 70 einen Durchmesser von 17 mm auf, es sind jedoch
auch andere geeignete Durchmesser in einem Bereich von 0-25 mm denkbar. Dadurch sind
die Trägheitskräfte der Umlenkrollen U
4-5 besonders gering.
[0063] In der Figur 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Etikettiervorrichtung 1
mit dynamischer Puffereinheit 80 dargestellt, die einen verfahrbaren Schlitten 82
mit einer daran angeordneten Umlenkrolle U
6 umfasst. Das Ausführungsbeispiel in der Figur 3 unterscheidet sich von dem in der
Figur 2 lediglich durch den Bewegungsmechanismus für die zweite Rolleneinheit 81,
der hier als verfahrbar und federvorgespannter Schlitten 82 ausgebildet ist. Einander
entsprechende Merkmale der Figuren 1 und 2 gelten daher auch bei der Figur 3.
[0064] Zu sehen ist, dass die starren Umlenkrollen U
4-5 hier ähnlich wie bei der Figur 2 angeordnet sind. Allerdings ist die Umlenkrolle
U
6 der zweiten bewegbaren Rolleneinheit 81 an einem Schlitten 82 angeordnet, der an
Führungsschienen entlang der Richtung R
2 in einer linearen Bahn verfahrbar ist. Dadurch kann das Etikettenband 5 dynamisch
gepuffert werden. Zudem ist die Feder 83 zu sehen, mit der der Schlitten 82 von den
starren Führungsrollen U
4-5 weggezogen wird. Ähnlich wie in der Figur 2 wird dadurch die Schlaufe des Etikettenbands
5 um die Umlenkrollen U
4-6 unter Spannung gehalten, sodass das Etikettenband 5 sicher geführt wird.
[0065] Des weiteren ist das Dämpfungselement 85 zu sehen, um die Bewegung der zweiten bewegbaren
Rolleneinheit 81 zu dämpfen. Dadurch werden Schwingungen zwischen der dynamischen
Puffereinheit 80 und der Zwischenpuffereinheit 30 gedämpft bzw. unterbunden.
[0066] Dadurch, dass in den vorangegangenen Ausführungsbeispielen der Figuren 1-3 die Umlenkrollen
U
1-6 einen Durchmesser von 17 mm bzw. von 0-25 mm aufweisen, wird das Etikettenband 5
aufgrund der auftretenden Trägheitskräfte der Rollen U
1-6 besonders wenig beansprucht. Des weiteren werden durch die in den Figuren 2 und 3
dargestellten, dynamischen Puffereinheiten 70, 80 hohe Beschleunigungen beim Antrieb
des Etikettenbands 5 gepuffert. Da die dynamischen Puffereinheiten 70, 80 unmittelbar
in Förderrichtung F vor der Antriebseinheit 40 angeordnet sind, sind die Spannungen
im Etikettenband 5 aufgrund der Trägheitskräfte besonders gering. Folglich kann das
Etikettenband 5 mit den Etikettiervorrichtungen 1 der Figuren 1-3 besonders schonend
angefahren bzw. angehalten werden, ohne es zu beschädigen. Zudem können die Etikettiervorrichtungen
1 in den Figuren 1-3 mit besonders hoher Dynamik betrieben werden, sodass es auch
innerhalb eines Arbeitstaktes zwischen zwei Behältern 2 angefahren bzw. angehalten
werden kann.
[0067] In der Figur 4 ist ein Ausführungsbeispiel für ein System 200 mit einer Behälterherstellungsmaschine
210 und mit einer Etikettiermaschine 220 in einer Draufsicht dargestellt.
[0068] Zu sehen ist, dass die Behälterherstellungsmaschine 210 die Vorformlinge 2a aus dem
Vorrat 230 bezieht und zu den fertigen Behältern 2 mittels eines Streckblasverfahrens
umformt. Dabei werden die Vorformlinge 2a in an sich bekannter Weise in einem Durchlaufofen
vorgewärmt und in Streckblasformen eingelegt. Dort werden sie durch Strecken mittels
eines Reckdorns und durch Aufblasen mittels einer Blasdüse zu den fertigen Behältern
2 geformt.
[0069] Desweiteren umfasst die Behälterherstellungsmaschine 210 am Auslauf eine Inspektionsvorrichtung
211, mit der die schadhaften Behälter 2
S zu einem Auswurf 212 hin aussortiert werden können. Dadurch entsteht im Behälterstrom
die Lücke L, die während der nachfolgenden Etikettierung mit der Etikettiermaschine
220 leer bleibt, da keine Behälterzwischenpufferung erfolgt.
[0070] Da das Streckblasverfahren unter anderem von der Temperatur der Vorformlinge 2a abhängig
ist und damit von der Zeit, mit der diese den Durchlaufofen durchlaufen, können die
Behälter 2 nur bei einer konstnten Betriebsgeschwindigkeit hergestellt werden. Daher
verlassen die Behälter 2 die Behälterherstellungsmaschine 210 mit der konstanten Betriebsgeschwindigkeit
in der Teilung T. Dieser Umstand ist entsprechend auch beim Anfahren der Behälterherstellungsmaschine
210 gültig. Folglich entsteht also beim Anfahren der Behälterherstellungsmaschine
210 unmittelbar der dargestellte Behälterstrom mit der konstanten Betriebsgeschwindigkeit
und der Teilung T ohne sanften Geschwindigkeitsübergang. Folglich ist ein Ausgleich
der Lücke L seitens der Behälterherstellungsmaschine 210 nicht möglich.
[0071] Zu sehen ist weiter, dass die Behälter 2 über den Transporteur 240 und den Einlaufstern
250 an den Transporteur 223 der Etikettiermaschine 220 übergeben werden. Der Transporteur
223 ist hier beispielsweise als Karussell ausgebildet, das sich um die Achse A dreht
und umfänglich mit den Behälteraufnahmen 224 versehen ist. Mit dem Transporteur 223
der Etikettiermaschine 220 werden die Behälter 2 in den Behälteraufnahmen 224 in der
festen Teilung T transportiert. Der Transporteur 223 ist zudem mit der Behälterherstellungsmaschine
210 synchronisiert, wobei die Teilungen T einander entsprechen. Folglich werden also
die Behälter 2 mit der Etikettiermaschine 220 mit dem gleichen Takt verarbeitet, wie
sie in der Behälterherstellungsmaschine 210 hergestellt werden. Demnach kann also
auch mit der Etikettiermaschine 220 die Lücke L auch nicht ausgeglichen werden.
[0072] Am Transporteur 223 werden die Behälter 2 in den Behälteraufnahmen 224 aufgenommen
und an den Etikettiervorrichtungen 221 vorbeitransportiert. Die Etikettiervorrichtungen
221 entsprechen dabei wahlweise den zuvor in Bezug auf die Figuren 1-3 beschriebenen
Etikettiervorrichtungen 1, vorzugsweise nach den Ausführungsbeispielen der Figuren
2 oder 3. Mit den Etikettiervorrichtungen 221 werden die Etiketten 5a auf die Behälter
2 aufgebracht. Das Etikettieren ist beispielhaft anhand der Behälteraufnahme 224
E zu sehen, bei der gerade das Etikett 5a an den Behälter 2 übergeben wird. Anschließend
werden die Behälter 2 mit dem Transporteur 223 zum Auslaufstern 260 transportiert
und weiteren Behandlungsschritten zugeführt.
[0073] Zu sehen ist weiter, dass durch eine Lücke im Behälterstrom die Behälteraufnahme
224
L leer ist. Damit nun keine Fehlfunktion der Etikettiermaschine 220 eintritt, unterbricht
die dieser Behälteraufnahme 224
L zugeordnete Etikettiervorrichtung 221 das Aufbringen der Etiketten 5a kurzzeitig.
Währenddessen wird das Etikettenband 5 in der dynamischen Puffereinheit 70, 80 zwischengespeichert
(entsprechend Fig. 2 und 3) und an der nachfolgenden Behälteraufnahme 224 zum Etikettieren
des darin befindlichen Behälters 2 wieder abgegeben und so die Etikettierung nach
der Unterbrechung fortgesetzt.
[0074] Darüber hinaus wird das Etikettenband 5 beim Anfahren der Antriebseinheit 40 aus
dem Stand auf die Etikettiergeschwindigkeit beschleunigt und dabei wenigstens teilweise
aus der dynamischen Puffereinheit 70, 80 entnommen. Die dynamische Puffereinheit 70,
80 ist dabei so ausgelegt, dass beim Beschleunigen die dadurch auftretende Zugkraft
im Etikettenband 5 auf weniger als 50N beschränkt ist.
[0075] Das durch die dynamische Puffereinheit 70, 80 besonders geringe Trägheitskräfte auf
das Etikettenband 5 wirken, wird die Zugkraft entsprechend begrenzt. Folglich wird
also das Etikettenband 5 durch die Verarbeitung mit den Etikettiervorrichtungen 221
beim Anfahren oder bei und einer Unterbrechung der Etikettierung besonders zuverlässig
geführt und verarbeitet.
1. Etikettiervorrichtung (1, 221) zum Aufbringen von Etiketten (5a) auf Behältern (2),
mit
- einer Abspuleinheit (20) zur Aufnahme wenigstens einer Vorratsrolle (21, 22) mit
einem Etikettenband (5);
- einer Zwischenpuffereinheit (30) zur Zwischenspeicherung des von der Vorratsrolle
(21, 22) abgespulten Etikettenbands (5), wobei die Zwischenpuffereinheit (30) wenigstens
eine erste bewegbare Rolleneinheit (31) umfasst;
- einer in Förderrichtung (F) nach der Zwischenpuffereinheit (40) angeordnete Antriebseinheit
(40) zum Antrieb des Etikettenbands (5) in die Förderrichtung (F); und
- einer Verarbeitungseinheit (50) zur Vereinzelung des Etikettenbands (5) in die Etiketten
(5a), zur optionalen Beleimung und zur Übergabe der Etiketten (5a) an die Behälter
(2),
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen der Zwischenpuffereinheit (30) und der Antriebseinheit (40) eine separat
ausgebildete, dynamische Puffereinheit (70, 80) mit wenigstens einer zweiten von der
Zwischenpuffereinheit (30) unabhängig bewegbaren Rolleneinheit (71, 81) angeordnet
ist,
dass die dynamische Puffereinheit (70, 80) in Förderrichtung (F) unmittelbar vor der
Antriebseinheit (40) angeordnet ist, und
dass die zweite bewegbare Rolleneinheit (71, 81) weniger Umlenkrollen (U6) als die erste bewegbare Rolleneinheit (21) aufweist.
2. Etikettiervorrichtung (1, 221) nach Anspruch 1, wobei die zweite bewegbare Rolleneinheit
(71, 81) einen Bewegungsmechanismus (71, 81) für eine Umlenkrolle (U6) umfasst, und wobei der Bewegungsmechanismus (71, 81) und die Umlenkrolle (U6) derart ausgelegt sind, dass bei einem Anfahren der Etikettiervorrichtung innerhalb
einer Behälterteilung eine auf das Etikettenband (5) einwirkende, dynamische Zugkraft
auf 50N oder weniger begrenzt wird.
3. Etikettiervorrichtung (1, 221) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Etikettiervorrichtung
(1, 221) Umlenkrollen (U1 - U6) zur Führung des Etikettenbands (5) umfasst, die einen Durchmesser in einem Bereich
von 0 - 25 mm, optional in einem Bereich von 0 - 20 mm, weiterhin optional in einem
Bereich von 16 - 18 mm aufweisen, vorzugsweise wobei wenigstens eine der Umlenkrollen
(U4 - U6) in der dynamischen Puffereinheit (70, 80) angeordnet ist.
4. Etikettiervorrichtung (1, 221) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die
zweite bewegbare Rolleneinheit (71, 81) eine geringere Masse aufweist, als die erste
bewegbare Rolleneinheit (31).
5. Etikettiervorrichtung (1, 221) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die
zweite bewegbare Rolleneinheit (71, 81) genau eine Umlenkrolle (U6) aufweist.
6. Etikettiervorrichtung (1, 221) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die
zweite bewegbare Rolleneinheit (71, 81) mit einem zweiten Federelement (73, 83) vorgespannt
ist und/oder wobei die dynamische Puffereinheit (70, 80) ein Dämpfungselement (75,
85) umfasst, um die Bewegung der zweiten bewegbaren Rolleneinheit (71, 81) zu dämpfen.
7. Etikettiervorrichtung (1, 221) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die
zweite bewegbare Rolleneinheit (71, 81) wenigstens eine schwenk- oder verfahrbare
Umlenkrolle (U6) umfasst.
8. Etikettiervorrichtung (1, 221) nach Anspruch 7, wobei die zweite bewegbare Rolleneinheit
(71) als Bewegungsmechanismus einen optional federvorgespannten Schwenkhebel (72)
umfasst, um die Umlenkrolle (U6) um eine Achse (A) zu schwenken.
9. Etikettiervorrichtung (1, 221) nach Anspruch 7, wobei die zweite bewegbare Rolleneinheit
(81) als Bewegungsmechanismus einen verfahrbaren und/oder federvorgespannten Schlitten
(82) umfasst, um die Umlenkrolle (U6) entlang einer optional linearen Bahn zu verfahren.
10. Etikettiervorrichtung (1, 221) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die
Abspuleinheit (20) und die Zwischenpuffereinheit (30) als eine separate Einheit mit
einem von der Verarbeitungseinheit (50) separaten Traggestell ausgebildet sind.
11. Etikettiermaschine (220) zur Etikettierung von Behältern (2) , mit einem optional
als Karussell ausgebildeten Transporteur (223) zum Transport der Behälter (2) in Behälteraufnahmen
(224) und mit einer Etikettiervorrichtung (221) nach einem der Ansprüche 1- 10.
12. System (200) mit einer Etikettiermaschine (220) nach Anspruch 11 und mit einer Behälterherstellungsmaschine
(210) und/oder Behälterbehandlungsmaschine, wobei die Etikettiermaschine (221) im
direkten Anschluss ohne Behälterzwischenpufferung mit der Behälterherstellungsmaschine
(210) oder der Behälterbehandlungsmaschine zu einer Anlage verblockt ist.
13. Verfahren zum Aufbringen von Etiketten (5a) auf Behältern (2) mit einer Etikettiervorrichtung
(1, 221), vorzugsweise nach einem der Ansprüche 1 - 10, wobei ein Etikettenband (5)
mit einer Abspuleinheit von einer Vorratsrolle (21, 22) abgespult wird, wobei das
Etikettenband (5) in einer Zwischenpuffereinheit (30) mit wenigstens einer ersten
bewegbaren Rolleneinheit (31) zwischengepuffert wird, wobei das Etikettenband (5)
von einer in Förderrichtung (F) nach der Zwischenpuffereinheit (40) angeordneten Antriebseinheit
(40) angetrieben wird, und wobei das Etikettenband (5) mit einer Verarbeitungseinheit
(50) in die Etiketten (5a) vereinzelt, optional beleimt und an die Behälter (2) übergeben
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Etikettenband (5) zwischen der Zwischenpuffereinheit (30) und der Antriebseinheit
(40) mit einer separat ausgebildeten, dynamischen Puffereinheit (70, 80) mit wenigstens
einer zweiten von der Zwischenpuffereinheit (30) unabhängig bewegbaren Rolleneinheit
(71, 81) gepuffert wird, wobei die dynamische Puffereinheit (70, 80) in Förderrichtung
(F) unmittelbar vor der Antriebseinheit (40) angeordnet ist, und wobei die zweite
bewegbare Rolleneinheit (71, 81) weniger Umlenkrollen (U6) als die erste bewegbare Rolleneinheit (21) aufweist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei die Behälter (2) in Behälteraufnahmen (224) eines
Transporteuers (223) einer Etikettiermaschine (220) in einer festen Teilung (T) transportiert
werden, wobei das Etikettenband (5) beim Anfahren von der Antriebseinheit (40) aus
dem Stand auf eine Etikettiergeschwindigkeit beschleunigt und dabei wenigstens teilweise
aus der dynamischen Puffereinheit (70, 80) entnommen wird, so dass eine beim Beschleunigen
auftretende Zugkraft im Etikettenband (5) begrenzt wird, vorzugsweise auf weniger
als 50 N.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, wobei die Behälter (2) in Behälteraufnahmen (224)
eines Transporteuers (223) einer Etikettiermaschine (220) in einer festen Teilung
(T) transportiert werden, und wobei das Etikettenband (5) bei einer leeren Behälteraufnahme
(224) in der dynamischen Puffereinheit (70, 80) gepuffert wird, um das Aufbringen
der Etiketten (5a) für die leere Behälteraufnahme (224) zu unterbrechen.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 - 15 wobei die Behälter (2) mit einem System
(200) nach Anspruch 13 hergestellt und/oder behandelt werden und im direkten Anschluss
ohne Behälterzwischenpufferung etikettiert werden.
1. A labeling device (1, 221) for applying labels (5a) to containers (2), with
- an unwinding unit (20) for receiving thereon at least one supply roll (21, 22) with
a label tape (5);
- an intermediate buffer unit (30) for temporarily storing the label tape (5) unwound
from the supply roll (21, 22), the intermediate buffer unit (30) comprising at least
one first movable roller unit (31);
- a drive unit (40) arranged downstream of the intermediate buffer unit (40) in conveying
direction (F) and used for driving the label tape (5) in the conveying direction (F);
and
- a processing unit (50) for separating the label tape (5) into the labels (5a), for
optionally coating the labels (5a) with glue and for transferring the labels to the
containers (2),
characterized in that
the intermediate buffer unit (30) and the drive unit (40) have arranged between them
a separately configured, dynamic buffer unit (70, 80) comprising at least one second
roller unit (71, 81), which is independently movable of the intermediate buffer unit
(30),
that the dynamic buffer unit (70, 80) is arranged directly upstream of the drive unit
(40) in the conveying direction (F), and
that the second movable roller unit (71, 81) comprises less deflection rollers (U6) than the first movable roller unit (21).
2. The labeling device (1, 221) according to claim 1, wherein the second movable roller
unit (71, 81) comprises a movement mechanism (71, 81) for a deflection roller (U6), and wherein the movement mechanism (71, 81) and the deflection roller (U6) are configured such that, when the labeling device is started within a container
interval, a dynamic pulling force acting on the label tape (5) will be limited to
50N or less.
3. The labeling device (1, 221) according to claim 1 or 2, wherein the labeling device
(1, 221) comprises deflection rollers (U1 - U6) for guiding the label tape (5), which have a diameter in a range of 0-25 mm, optionally
in a range of 0-20 mm, further optionally in a range of 16-18 mm, and wherein preferably
at least one of the deflection rollers (U4 - U6) is arranged in the dynamic buffer unit (70, 80).
4. The labeling device (1, 221) according to one of the preceding claims, wherein the
second movable roller unit (71, 81) has a lower mass than the first movable roller
unit (31).
5. The labeling device (1, 221) according to one of the preceding claims, wherein the
second movable roller unit (71, 81) comprises precisely one deflection roller (U6).
6. The labeling device (1, 221) according to one of the preceding claims, wherein the
second movable roller unit (71, 81) is pretensioned with a second spring element (73,
83) and/or wherein the dynamic buffer unit (70, 80) comprises a damping element (75,
85) so as to dampen the movement of the second movable roller unit (71, 81).
7. The labeling device (1, 221) according to one of the preceding claims, wherein the
second movable roller unit (71, 81) comprises at least one pivotable or movable deflection
roller (U6).
8. The labeling device (1, 221) according to claim 7, wherein the second movable roller
unit (71) comprises as a movement mechanism an optionally spring-tensioned pivot lever
(72), so as to pivot the deflection roller (U6) about an axis (A).
9. The labeling device (1, 221) according to claim 7, wherein the second movable roller
unit (81) comprises as a movement mechanism a movable and/or spring-tensioned carriage
(82), so as to move the deflection roller (U6) along an optionally linear path.
10. The labeling device (1, 221) according to one of the preceding claims, wherein the
unwinding unit (20) and the intermediate buffer unit (30) are configured as a separate
unit with a carrier frame which is separate from the processing unit (50).
11. A labeling machine (220) for labeling containers (2), comprising a conveyor (223)
optionally configured as a carousel and used for conveying the containers (2) in container
holders (224), and further comprising a labeling device (221) according to one of
the claims 1 - 10.
12. A system (200) comprising a labeling machine (220) according to claim 11 and a container
manufacturing machine (210) and/or a container treatment machine, the labeling machine
(221) following the container manufacturing machine (210) or the container treatment
machine directly, without intermediate buffering of the containers, and being combined
therewith into a block thus forming a plant.
13. A method of applying labels (5a) to containers (2) by means of a labeling device (1,
221), preferably according to one of the claims 1 to 10, wherein a label tape (5)
is unwound from a supply roll (21, 22) by an unwinding unit, wherein the label tape
(5) is temporarily buffered in an intermediate buffer unit (30) comprising at least
a first movable roller unit (31), wherein the label tape (5) is driven by a drive
unit (40) arranged downstream of the intermediate buffer unit (40) in a conveying
direction (F), and wherein the label tape (5) is separated into the labels (5a), optionally
coated with glue and transferred to the containers (2) by a processing unit (50),
characterized in that
the label tape (5) is buffered between the intermediate buffer unit (30) and the drive
unit (40) by a separately configured, dynamic buffer unit (70, 80) comprising at least
one second roller unit (71, 81), which is independently movable of the intermediate
buffer unit (30), wherein the dynamic buffer unit (70, 80) is arranged directly upstream
of the drive unit (40) in the conveying direction (F), and wherein the second movable
roller unit (71, 81) comprises less deflection rollers (U6) than the first movable roller unit (21).
14. The method according to claim 13, wherein the containers (2) are conveyed in container
holders (224) of a conveyor (223) of a labeling machine (220) at fixed intervals (T),
wherein, during starting, the label tape (5) is accelerated by the drive unit (40)
from a standstill to a labeling speed and, in this process, is removed at least partially
from the dynamic buffer unit (70, 80), so that a pulling force occurring in the label
tape (5) during acceleration will be limited, preferably to less than 50N.
15. The method according to claim 13 or 14, wherein the containers (2) are conveyed in
container holders (224) of a conveyor (223) of a labeling machine (220) at fixed intervals
(T), and wherein, in the case of an empty container holder (224), the label tape (5)
is buffered in the dynamic buffer unit (70, 80), so as to interrupt the application
of labels (5a) for the empty container holder (224).
16. The method according to one of the claims 13 - 15, wherein the containers (2) are
produced and/or treated and labeled directly afterwards, without intermediate container
buffering, by means of a system (200) according to claim 13.
1. Dispositif d'étiquetage (1) permettant d'appliquer des étiquettes (5a) sur des récipients
(2), comprenant
- une unité de déroulage (20) permettant d'accueillir au moins un rouleau d'alimentation
(21, 22) avec une bande d'étiquettes (5) ;
- une unité tampon intermédiaire (30) permettant de stocker temporairement la bande
d'étiquettes (5) déroulée à partir du rouleau d'alimentation (21, 22), dans lequel
l'unité tampon intermédiaire (30) comprend au moins une première unité de rouleau
mobile (31) ;
- une unité d'entraînement (40) agencée en aval de l'unité tampon intermédiaire (40)
dans la direction de transport (F) et permettant d'entraîner la bande d'étiquettes
(5) dans la direction de transport (F) ; et
- une unité de traitement (50) permettant de diviser la bande d'étiquettes (5) en
étiquettes (5a), d'encoller éventuellement et de transférer les étiquettes sur les
récipients (2),
caractérisé en ce que
une unité tampon dynamique (70, 80) réalisée séparément et comprenant au moins une
deuxième unité de rouleau (71, 81) mobile indépendamment de l'unité tampon intermédiaire
(30) est agencée entre l'unité tampon intermédiaire (30) et l'unité d'entraînement
(40),
l'unité tampon dynamique (70, 80) est agencée immédiatement en amont de l'unité d'entraînement
(40) dans la direction de transport (F), et
la deuxième unité de rouleau mobile (71, 81) présente moins de rouleaux de renvoi
(U6) que la première unité de rouleau mobile (21).
2. Dispositif d'étiquetage (1, 221) selon la revendication 1, dans lequel la deuxième
unité de rouleau mobile (71, 81) comprend un mécanisme de déplacement (71, 81) pour
une poulie de renvoi (U6), et dans lequel le mécanisme de déplacement (71, 81) et la poulie de renvoi (U6) sont conçus de telle manière qu'une force de traction dynamique agissant sur la
bande d'étiquettes (5) est limitée à 50 N ou moins lors de la mise en marche du dispositif
d'étiquetage au sein d'une partition de récipients.
3. Dispositif d'étiquetage (1, 221) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le dispositif
d'étiquetage (1, 221) comprend des poulies de renvoi (U1 à U6) permettant de guider la bande d'étiquettes (5) et présentant un diamètre situé dans
une plage comprise entre 0 et 25 mm, éventuellement dans une plage comprise entre
0 et 20 mm, en outre éventuellement dans une plage comprise entre 16 et 18 mm, de
manière préférée dans lequel au moins une des poulies de renvoi (U4 à U6) est agencée dans l'unité tampon dynamique (70, 80).
4. Dispositif d'étiquetage (1, 221) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel la deuxième unité de rouleau mobile (71, 81) présente une masse inférieure
à celle de la première unité de rouleau mobile (31).
5. Dispositif d'étiquetage (1, 221) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel la deuxième unité de rouleau mobile (71, 81) présente exactement une poulie
de renvoi (U6).
6. Dispositif d'étiquetage (1, 221) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel la deuxième unité de rouleau mobile (71, 81) est précontrainte par un
deuxième élément formant ressort (73, 83) et/ou dans lequel l'unité de tampon dynamique
(70, 80) comprend un élément d'amortissement (75, 85) permettant d'amortir le déplacement
de la deuxième unité de rouleau mobile (71, 81).
7. Dispositif d'étiquetage (1, 221) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel la deuxième unité de rouleau mobile (71, 81) comprend au moins un rouleau
de renvoi (U6) pivotant ou mobile.
8. Dispositif d'étiquetage (1, 221) selon la revendication 7, dans lequel la deuxième
unité de rouleau mobile (71) comprend un levier pivotant (72) éventuellement précontraint
par ressort afin de faire pivoter la poulie de renvoi (U6) autour d'un axe (A).
9. Dispositif d'étiquetage (1, 221) selon la revendication 7, dans lequel la deuxième
unité de rouleau mobile (81) comprend, afin de faire office de mécanisme de déplacement,
un chariot (82) mobile et/ou précontraint par ressort permettant de déplacer la poulie
de renvoi (U6) le long d'une trajectoire éventuellement linéaire.
10. Dispositif d'étiquetage (1, 221) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel l'unité de déroulage (20) et l'unité tampon intermédiaire (30) sont réalisées
sous la forme d'une unité séparée avec un châssis de support séparé de l'unité de
traitement (50).
11. Étiqueteuse (220) permettant d'étiqueter des récipients (2), comprenant un transporteur
(223) réalisé éventuellement sous la forme d'un carrousel et permettant de transporter
des récipients (2) dans des logements de récipient (224) et comprenant un dispositif
d'étiquetage (221) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10.
12. Système (200) comprenant une étiqueteuse (220) selon la revendication 11 et une machine
de fabrication de récipients (210) et/ou une machine de traitement de récipients,
dans lequel l'étiqueteuse (221) est rendue solidaire de la machine de fabrication
de récipients (210) ou de la machine de traitement de récipients en étant raccordée
directement sans stockage intermédiaire de récipients afin de créer une installation.
13. Procédé d'application d'étiquettes (5a) sur des récipients (2), comprenant un dispositif
d'étiquetage (1, 221), de manière préférée selon l'une quelconque des revendications
1 à 10, dans lequel une bande d'étiquettes (5) est déroulée à partir d'un rouleau
d'alimentation (21, 22) grâce à une unité de déroulage, dans lequel la bande d'étiquettes
(5) est stockée temporairement dans une unité tampon intermédiaire (30) grâce à au
moins une première unité de rouleau mobile (31), dans lequel la bande d'étiquettes
(5) est entraînée par une unité d'entraînement (40) agencée en aval de l'unité tampon
intermédiaire (40) dans la direction de transport (F), et dans lequel la bande d'étiquettes
(5) est divisée en étiquettes (5a), qui sont éventuellement encollées et transférées
sur les récipients (2), grâce à une unité de traitement (50),
caractérisé en ce que
la bande d'étiquettes (5) est stockée temporairement entre l'unité tampon intermédiaire
(30) et l'unité d'entraînement (40) grâce à une unité de tampon dynamique (70, 80)
formée séparément et comprenant au moins une deuxième unité de rouleau (71, 81) mobile
indépendamment de l'unité tampon intermédiaire (30), dans lequel l'unité de tampon
dynamique (70, 80) est agencée immédiatement en amont de l'unité d'entraînement (40)
dans la direction de transport (F), et dans lequel la deuxième unité de rouleau mobile
(71, 81) présente moins de rouleaux de renvoi (U6) que la première unité de rouleau mobile (21).
14. Procédé selon la revendication 13, dans lequel les récipients (2) sont transportés
en une partition (T) fixe dans des logements de récipient (224) d'un transporteur
(223) d'une étiqueteuse (220), dans lequel la bande d'étiquettes (5) est accélérée
depuis l'arrêt jusqu'à une vitesse d'étiquetage lors de la mise en marche de l'unité
d'entraînement (40) et est retirée au moins partiellement de l'unité tampon dynamique
(70, 80), de sorte qu'une force de traction se produisant lors de l'accélération est
limitée, de manière préférée à moins de 50 N, au sein de la bande d'étiquettes (5).
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, dans lequel les récipients (2) sont transportés
en une partition (T) fixe dans des logements de récipient (224) d'un transporteur
(223) d'une étiqueteuse (220), et dans lequel la bande d'étiquettes (5) est stockée
temporairement dans l'unité tampon dynamique (70, 80) lorsqu'un logement de récipient
(224) est vide, afin d'interrompre l'application des étiquettes (5a) pour le logement
de récipient (224) vide.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 13 à 15, dans lequel les récipients
(2) sont fabriqués et/ou traités avec un système (200) selon la revendication 13 et
sont ensuite étiquetés directement sans stockage temporaire intermédiaire du récipient.