[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Trennschicht für die Verarbeitung flüssiger
Metalle, eine Zusammensetzung zu ihrer Herstellung, mit der Trennschicht beschichtete
Gegenstände und ein Verfahren zur Metallverarbeitung.
[0002] Bei der Verarbeitung von Schmelzen anorganischer Werkstoffe, insbesondere von Metall-
und Glasschmelzen, ist es üblich, die Oberflächen von Werkzeugen, Hilfsmitteln und
insbesondere von Formen, die mit den flüssigen Werkstoffen unmittelbar in Kontakt
kommen, mit einem Trennmittel zu versehen. Ein solches Trennmittel, das in der vorliegenden
Anmeldung als Trennschicht bezeichnet wird, hat die Aufgabe, die Reaktion einer Schmelze
mit den genannten Oberflächen zu verhindern. Die Haftung der Schmelze an diesen Oberflächen
soll sowohl im flüssigen als auch im festen (abgekühlten) Zustand möglichst gering
sein. So lässt sich beispielsweise ein Metall- oder Glasgussteil leichter aus einer
Form herauslösen, die mit einer Trennschicht versehen ist. Eine Trennschicht reduziert
den Verschleiß der Form und wirkt sich entsprechend positiv auch auf deren Haltbarkeit
aus.
[0003] Die Trennschichten sollten an den Oberflächen von Gussteilen nicht anhaften und,
sofern sie als Verschleißschlichten aufgetragen werden, sich auch mit den Oberflächen
der Formen, Werkzeuge oder Hilfsmittel nicht allzu fest verbinden. Darüber hinaus
sollte eine Trennschicht nicht brennbar und zudem umweltverträglich sein, was insbesondere
heißt, dass unter hohen Temperaturen keine toxischen Substanzen ausgasen sollten.
In der Regel stellt man Trennschichten in möglichst gleichmäßigen Schichtdicken durch
Aufstreichen oder Aufsprühen einer streich- bzw. sprühbaren Zusammensetzung her. Eine
solche Zusammensetzung zur Herstellung von Trennschichten bezeichnet man auch als
Schlichte.
[0004] Aus dem Stand der Technik sind sowohl rein organische als auch anorganische Trennschichten
bekannt. Anorganische Trennschichten sind in Gießereien in der Regel bevorzugt, da
sie sich im Kontakt mit flüssigem Metall nicht thermisch zersetzen. Kommerziell erhältliche
anorganische Trennschichten basieren meist auf den Verbindungen Graphit (C), Molybdändisulfid
(MoS2) und hexagonales Bornitrid (BN), die gegenüber Metallschmelzen Antihafteigenschaften
aufweisen. Auf diesen Werkstoffen basierende Trennschichten zeichnen sich durch ihre
außerordentlich geringe Benetzbarkeit durch flüssiges Metall aus. Besonders geringe
Benetzbarkeit weisen sie gegenüber Aluminium- und Magnesium-Schmelzen sowie gegenüber
Schmelzen aus Aluminium-Magnesium-Legierungen auf. Während allerdings Graphit an der
Luft bereits bei Temperaturen um 500 °C, Molybdändisulfid sogar bereits ab 400 °C
oxidiert wird, ist Bornitrid unter gleichen Bedingungen bis etwa 900 °C stabil. Entsprechend
eignet sich Bornitrid insbesondere als Bestandteil von Trennschichten für den Hochtemperatureinsatz.
[0005] Aus Beispiel 4 der
WO 2007/031224 A2 ist eine Schlichte bekannt, die neben den oxidischen Komponenten Aluminiumtitanat,
Zirkondioxid und Aluminiumoxid ein Organosiloxan und Bornitrid enthält. Mit der Schlichte
hergestellte Trennschichten eignen sich hervorragend insbesondere für den Leichtmetallguss.
Nachteilhaft ist allerdings die Präsenz des Organosiloxans. Unter Einsatz eines Organosiloxans
hergestellte Trennschichten enthalten in der Regel SiO
2, das von aggressiven Leichtmetallschmelzen (Mg, Ca oder Sr haltig) zu unerwünschtem
Si reduziert werden kann. Darüber hinaus wird zunehmend auch die Rolle des Bornitrids
kritisch gesehen. Beim Applizieren einer Schlichte kommt regelmäßig auch die Umgebung
einer Gussform mit der Schlichte in Kontakt. Aufgrund seinen schmierenden Eigenschaften
verursacht das in der Schlichte enthaltene Bornitrid einen glitschigen Boden und erhöht
damit die Wahrscheinlichkeit von Arbeitsunfällen.
[0006] Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Schlichte und eine Trennschicht
bereitzustellen, die im Idealfall gänzlich frei von Bornitrid und dem Organosiloxan
sind.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung die Trennschicht mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und die Schlichte mit den Merkmalen des Anspruchs 9 vor. Auch mit
der Trennschicht beschichtete Gegenstände gemäß Anspruch 13 und das Verfahren gemäß
Anspruch 14 sind von der Erfindung umfasst. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
von Unteransprüchen.
[0008] Die erfindungsgemäße Trennschicht eignet sich insbesondere für die Verarbeitung flüssiger
Metalle und zeichnet sich durch eine Kombination der drei unmittelbar folgenden Merkmale
a. bis c. aus:
- a. Sie enthält partikuläres Yttriumoxid, und
- b. neben dem Yttriumoxid einen partikulären keramischen Füllstoff, und
- c. einen anorganischen Binder, der die Yttriumoxid- und die Füllstoffpartikel miteinander
verbindet.
[0009] In einigen besonders bevorzugten Ausführungsformen besteht die Trennschicht aus diesen
drei Komponenten, es ist allerdings durchaus denkbar, dass sie in einigen weiteren
besonders bevorzugten Ausführungsformen noch eine oder mehrere weitere Komponenten
umfasst. Hierzu später noch mehr.
[0010] Überraschenderweise wurde gefunden, dass die Yttriumoxid enthaltende Trennschicht
hinsichtlich dem Aspekt Benetzbarkeit durch flüssiges Metall nicht hinter den bekannten
Bornitrid enthaltenden Trennschichten zurücksteht. Darüber hinaus zeichnet sich die
erfindungsgemäße Trennschicht durch eine ausgeprägte Langzeitstabilität (chemische
wie auch physikalische Beständigkeit) insbesondere gegenüber sehr aggressiven, reduktiven
Leichtmetallschmelzen aus. Weiterhin ist sie problemlos auch bei Temperaturen > 850
°C einsetzbar.
[0011] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich die Trennschicht durch
mindestens eines der unmittelbar folgenden Merkmale a. bis c., besonders bevorzugt
durch eine Kombination aller drei Merkmale, aus:
- a. Das Yttriumoxid ist in der Trennschicht in einem Anteil von 5 - 65 Gew.-%, bevorzugt
von 10 - 60 Gew.-%, enthalten.
- b. Der keramische Füllstoff ist in der Trennschicht in einem Anteil von 30 - 85 Gew.-%,
bevorzugt von 30 - 70 Gew.-%, enthalten.
- c. Der anorganische Binder ist in der Trennschicht in einem Anteil von 5 - 25 Gew.-%,
bevorzugt von 10 - 20 Gew.-%, enthalten.
[0012] Die Prozentangaben beziehen sich hierbei auf die Schicht insgesamt, also auf das
Gesamtgewicht aller Bestandteile der Schicht. Die Prozentangaben der Komponenten,
aus denen die Trennschicht besteht, addieren sich hierbei bevorzugt auf 100 %.
[0013] Das verwendete partikuläre Yttriumoxid zeichnet sich bevorzugt durch mindestens eines
der unmittelbar folgenden Merkmale a. und b., bevorzugt durch eine Kombination dieser
Merkmale, aus:
- a. Es weist eine mittlere Partikelgröße (d50) im Bereich von 1 - 10 µm, bevorzugt
von 1 - 9 µm, auf.
- b. Es weist eine maximale Partikelgröße (d100) von 30 µm, bevorzugt von 20 µm, besonders
bevorzugt von 10 µm, auf.
[0014] Die angegebenen bevorzugten Partikelgrößen basieren auf Werten, die gemäß ISO 13320:2009
mittels Laserbeugung für die Ausgangsmaterialien, aus denen die Trennschicht gebildet
wird, bestimmt wurden. Die Partikelgrößen des verwendeten partikulären Yttriumoxids
ändern sich bei der Bildung der Trennschicht in der Regel nicht.
[0015] Der verwendete keramische Füllstoff zeichnet sich in bevorzugten Ausführungsformen
durch mindestens eines der unmittelbar folgenden Merkmale a. bis e., bevorzugt durch
eine Kombination dieser Merkmale, gegebenenfalls aller dieser Merkmale, aus:
- a. Er umfasst, vorzugsweise ausschließlich, Partikel aus einem Material oder aus Materialien
mit einer Dichte von mindestens 3,0 g/cm3, bevorzugt von mindestens 3,5 g/cm3.
- b. Er umfasst, vorzugsweise ausschließlich, Partikel aus einem der folgenden Materialien:
Aluminiumoxid (Al2O3), Aluminiumtitanat (Al2TiO5), Zirkoniumdioxid (ZrO2), Zirkonmullit und Bariumsulfat (BaSO4).
- c. Das Aluminiumoxid ist in der Trennschicht als Korund enthalten.
- d. Die Partikel des keramischen Füllstoffs zeichnen sich durch eine mittlere Partikelgröße
(d50) im Bereich von 1 - 10 µm, bevorzugt von 1 - 9 µm, aus.
- e. Die Partikel des keramischen Füllstoffs zeichnen sich durch eine maximale Partikelgröße
(d100) von 5 - 30 µm, bevorzugt von 20 µm, besonders bevorzugt von 10 µm, aus.
[0016] Die Verwendung eines Füllstoffs mit der genannten hohen Dichte bringt große Vorteile
bei der Herstellung der Trennschicht mit sich. Diese erfolgt, wie unten noch detaillierter
beschrieben ist, bevorzugt durch Aufsprühen einer Suspension auf eine Oberfläche.
Die hohen Dichten bewirken eine Impulserhöhung beim Sprühen. In der Folge ist es möglich,
Partikel mit sehr geringen Partikelgrößen einzusetzen, was beispielsweise die Erzeugung
fein strukturierter Schlichten-Oberflächen für den Guss von Sichtteilen ermöglicht.
Dies gilt umso mehr, als auch Yttriumoxid eine sehr hohe Dichte aufweist.
[0017] Die Dichten von Yttriumoxid und einiger der bevorzugten als Füllstoff einsetzbaren
Materialien sind im Folgenden angegeben:
| Material |
Dichte |
| Yttriumoxid |
5,01 g/cm3 |
| Aluminiumoxid |
3,94 g/cm3 |
| Aluminiumtitanat |
3,68 g/cm3 |
| Zirkoniumdioxid |
5,7 - 6,1 g/cm3 |
| Zirkonmullit |
3,94 g/cm3 |
| Bariumsulfat |
4,50 g/cm3 |
[0018] Zum Vergleich: Das in Trennschichten des Standes der Technik häufig verwendete Material
Bornitrid weist eine Dichte von lediglich 2,25 g/cm
3 auf, Glimmer eine Dichte von 2,77-2,88 g/cm
3, Vermiculit Schichtsilikat eine Dichte von 2,2 - 2,6 g/cm
3 und Talkum eine Dichte von 2,58 - 2,83 g/cm
3.
[0019] Die unter dem Merkmal b. gelisteten, besonders bevorzugten keramischen Materialien
können natürlich auch in Kombination miteinander eingesetzt werden. So können beispielsweise
Al
2O
3-Partikel kombiniert mit Al
2TiO
5- Partikeln und/oder Zirkonmullit-Partikeln eingesetzt werden.
[0020] Auch die für den keramischen Füllstoff angegebenen bevorzugten Partikelgrößen basieren
auf den Werten, die gemäß ISO 13320:2009 mittels Laserbeugung für die Ausgangsmaterialien,
aus denen die Trennschicht gebildet wird, bestimmt wurden. Auch die Partikelgrößen
des verwendeten keramischen Füllstoffs ändern sich bei der Bildung der Trennschicht
in der Regel nicht.
[0021] Der verwendete anorganische Binder zeichnet sich in bevorzugten Ausführungsformen
durch mindestens eines der unmittelbar folgenden Merkmale a. bis c., bevorzugt durch
eine Kombination dieser Merkmale, gegebenenfalls aller dieser Merkmale, aus:
- a. Der anorganische Binder ist ein partikulärer Binder und umfasst, vorzugsweise ausschließlich,
Partikel aus einem oxidischen Material, insbesondere aus einem der folgenden Materialien:
Al2O3, ZrO2 und Yttriumoxid.
- b. Der anorganische Binder ist ein partikulärer Binder, wobei dieser Partikel umfasst,
die sich durch eine Partikelgröße im Bereich von 100 - 200 nm auszeichnen.
[0022] Die unter dem Merkmal a. gelisteten, besonders bevorzugten oxidischen Materialien
können natürlich auch in Kombination miteinander eingesetzt werden. So können beispielsweise
nanoskalige Al
2O
3-Partikel kombiniert mit nanoskaligen ZrO
2-Partikeln eingesetzt werden.
[0023] Die unter b. angegebenen Partikelgrößen basieren auf Werten, die mittels dynamischer
Lichtstreuung, insbesondere mittels dynamischer Lichtstreuung gemäß ISO 22412:2017
für die Ausgangsmaterialien, aus denen die Trennschicht gebildet wird, bestimmt wurden
(siehe hierzu auch die entsprechenden Ausführungen im Zusammenhang mit der Erläuterung
der erfindungsgemäßen Schlichte). Die Partikelgrößen der verwendeten Binderpartikel
ändern sich allerdings bei der Bildung der Trennschicht. Der Großteil der Binderpartikel
sintert bei der Bildung der Trennschicht und bildet Brücken zwischen den gröberen
Yttriumoxid- und Füllstoffpartikeln. Nach Aushärtung der Trennschicht lassen sich
in der Regel keine nanoskaligen Partikel mit den entsprechenden Ausgangsgrößen mehr
nachweisen.
[0024] In Trennschichten des Standes der Technik werden als Binder häufig Wassergläser eingesetzt.
Gegenüber diesen, hat das hier bevorzugt verwendete partikuläre Bindersystem den Vorteil,
dass es vergleichsweise wenig Wasser chemisch oder physikalisch bindet. Zudem werden
hohe pH Werte (> 12) vermieden, die bei alkalischen Wassergläsern immer auftreten.
Dies kann vorteilhaft beim Arbeitsschutz bzw. bei Transport, Lagerung und Applikation
sein. Weiterhin zeichnen sich die ohne Verwendung von Wasserglas hergestellten Trennschichten
durch eine im Vergleich deutlich bessere Duktilität und Temperaturschockbeständigkeit
aus.
[0025] In besonders bevorzugten Ausführungsformen zeichnet sich die erfindungsgemäße Trennschicht
durch die folgenden Merkmale aus:
- a. Der keramische Füllstoff umfasst Partikel aus einem der folgenden Materialien:
Aluminiumoxid (Al2O3), Aluminiumtitanat (Al2TiO5), Zirkoniumdioxid (ZrO2), Zirkonmullit und Bariumsulfat (BaSO4).
- b. Der anorganische Binder ist ein partikulärer Binder und umfasst Partikel aus einem
der folgenden Materialien: Al2O3, ZrO2 und Yttriumoxid.
[0026] Beispielsweise sind Trennschichten besonders bevorzugt, die Al
2O
3- und Al
2TiO
5-Partikel als Füllstoff und nanoskaliges Al
2O
3 als Binder enthalten. In einem anderen bevorzugten Fall umfasst die erfindungsgemäße
Trennschicht Al
2O
3-Partikel als Füllstoff und nanoskaliges Al
2O
3 als Binder. In einem weiteren Fall umfasst die erfindungsgemäße Trennschicht Zirkonmullit-Partikel
als Füllstoff und nanoskaliges Al
2O
3 als Binder.
[0027] In bevorzugten Weiterbildungen der Erfindung zeichnet sich die erfindungsgemäße Trennschicht
durch mindestens eines der unmittelbar folgenden Merkmale a. bis c., bevorzugt durch
eine Kombination dieser Merkmale, gegebenenfalls aller dieser Merkmale, aus:
a. Die Trennschicht ist frei von Siliziumoxid.
b. Die Trennschicht ist frei von Bornitrid.
b. Die Trennschicht ist frei Kohlenstoff.
[0028] Wie eingangs erläutert wurde, enthalten Trennschichten des Standes der Technik häufig
Siliziumdioxid als Folge der Verwendung von Organosiloxanen, insbesondere Organopolysiloxanen,
bei ihrer Herstellung. Der Verzicht auf die Organosiloxane gewährleistet, dass sich
bei der Herstellung der Trennschicht kein unerwünschtes SiO
2 bildet und die Trennschicht in der Folge auch kein SiO
2 enthält.
[0029] Der Ausschluss von Organosiloxanen, insbesondere Organopolysiloxanen, begünstigt
darüber hinaus die Applikation und Abscheidung von Zusammensetzungen zur Herstellung
der Trennschicht auf sehr heißen Oberflächen (400 - 550 °C). In vielen Ausführungsformen
werden diese Zusammensetzungen auf die heißen Oberflächen aufgesprüht, insbesondere
in Form eines Aerosols. In dem genannten Temperaturbereich sollten möglichst keine
Bestandteile des Aerosols zu einer übermäßigen Gas- und Dampfentwicklung infolge von
Zersetzungsreaktionen und Verdampfung (CO
2- und H
2O-Bildung) führen.
[0030] Der vollständige Verzicht auf Bornitrid verringert die Wahrscheinlichkeit von Arbeitsunfällen
bei der Herstellung der Trennschicht und reduziert die Oxidationsempfindlichkeit der
Trennschicht bei Temperaturen > 800 °C, die bei Bornitrid einsatzbeschränkend wirkt.
[0031] Der vollständige Verzicht auf kohlenstoffhaltige Materialien gewährleistet, dass
aus der Trennschicht beim Kontakt mit flüssigen Metallen keine gasförmigen Zersetzungsprodukte
austreten.
[0032] In einigen besonders bevorzugten Ausführungsformen zeichnet sich die erfindungsgemäße
Trennschicht durch mindestens eines der unmittelbar folgenden Merkmale a. bis e.,
bevorzugt durch eine Kombination dieser Merkmale, gegebenenfalls aller dieser Merkmale,
aus:
- a. Die Trennschicht enthält ein anorganisches Pigment.
- b. Das anorganische Pigment ist stabil bei Temperaturen von bis zu 1000 °C.
- c. Das anorganische Pigment ist ausgewählt aus der Gruppe mit Titanat-Pigmenten und
SpinellPigmenten.
- d. Das anorganische Pigment ist ausgewählt aus der Gruppe mit Cobaltaluminat (CoAl2O4), Zinkaluminat (ZnAl2O4), farbigen Spinellpigmenten und Ferriten.
- e. Das anorganische Pigment ist in der Trennschicht in einem Anteil von bis zu 10
Gew.-%, bevorzugt in einem Anteil im Bereich von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere
in einem Anteil im Bereich von 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-%, enthalten.
[0033] Neben den Komponenten Yttriumoxid, keramischer Füllstoff und Binder kann die Trennschicht
also eine vierte Komponente, das anorganische Pigment, umfassen. Durch den Pigmentzusatz
kann die Trennschicht dauerhaft eingefärbt und somit gut von der darunter liegenden
Oberfläche unterschieden werden. Dies erleichtert bei der Herstellung der Trennschicht
beispielsweise die visuelle Kontrolle der Schichtdicke sowie im Anschluss eine Verschleißkontrolle.
[0034] Idealerweise sollte sich das Pigment bei Kontakt mit flüssigen Metallschmelzen nicht
zersetzen. Beispiele für thermisch stabile Pigmente sind die genannten Titanat-Pigmente
und Spinell-Pigmente, insbesondere das genannte CoAl
2O
4.
[0035] Die erfindungsgemäße Schlichte eignet sich insbesondere für die Herstellung der erfindungsgemäßen
Trennschicht und zeichnet sich durch eine Kombination der vier unmittelbar folgenden
Merkmale a. bis d. aus:
- a. Sie enthält partikuläres Yttriumoxid, und
- b. neben dem Yttriumoxid einen partikulären keramischen Füllstoff, und
- c. einen anorganischen Binder, um die Yttriumoxid- und die Füllstoffpartikel miteinander
zu verbinden, und
- d. ein Suspensionsmittel.
[0036] Betreffend bevorzugte Ausführungsformen der Schlichtekomponenten Yttriumoxid und
partikulärer keramischer Füllstoff kann auf die obigen Ausführungen im Zusammenhang
mit der erfindungsgemäßen Trennschicht verwiesen werden, sowohl hinsichtlich ihrer
bevorzugten stofflichen Beschaffenheit als auch hinsichtlich ihrer bevorzugten Partikelgrößenverteilungen.
[0037] Zur stofflichen Beschaffenheit des Binders bedürfen die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen
Trennschicht getroffenen Aussagen keiner Ergänzung, sehr wohl jedoch hinsichtlich
der Partikelgrößen der Binderpartikel. Wie oben ausgeführt wurde, ändern sich diese
ja bei der Bildung der Trennschicht.
[0038] Besonders bevorzugt zeichnet sich der anorganische Binder in der Schlichte durch
mindestens eines der unmittelbar folgenden Merkmale a. und b., insbesondere durch
eine Kombination der beiden Merkmale, aus:
- a. Der anorganische Binder ist ein partikulärer Binder, wobei die Partikel des anorganischen
Binders sich durch eine mittlere Partikelgröße (d50) im Bereich von 80 - 100 nm auszeichnen.
- b. Der anorganische Binder ist ein partikulärer Binder, wobei die Partikel des anorganischen
Binders sich durch eine maximale Partikelgröße (d100) von 150 nm, bevorzugt von 120
nm, auszeichnen.
[0039] Die unter a. und b. angegebenen Partikelgrößen basieren ebenfalls auf Werten, die
mittels dynamischer Lichtstreuung bestimmt wurden.
[0040] Besonders bevorzugt wird der Binder in Form einer Suspension, insbesondere einer
wässrigen Suspension, von Partikeln mit den genannten bevorzugten Partikelgrößen eingesetzt.
In diesem Fall beziehen sich die angegebenen Partikelgrößen bevorzugt auf mittels
dynamischer Lichtstreuung gemäß ISO 22412:2017 für die Suspension ermittelte Werte.
Die angegebenen Partikelgrößen beziehen sich somit bevorzugt auf die gemäß ISO 22412:2017
bestimmbaren hydrodynamischen Radien der Binderpartikel.
[0041] Der Anteil an dem Suspensionsmittel in der Schlichte liegt bevorzugt im Bereich von
1 bis 99 Gew.-%, bevorzugt von 20 - 90 Gew.-%, besonders bevorzugt im Bereich von
40 - 80 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Schlichte einschließlich
aller festen und flüssigen Komponenten. Bei dem Suspensionsmittel handelt es sich
besonders bevorzugt um Wasser.
[0042] Besonders bevorzugt zeichnet sich die Schlichte durch mindestens eines der unmittelbar
folgenden Merkmale a. und b., besonders bevorzugt durch eine Kombination der Merkmale
a. und b., aus:
- a. Die Schlichte umfasst mindestens ein Additiv, das ihre Verarbeitungseigenschaften
beeinflusst.
- b. Die Schlichte enthält ein anorganisches Pigment.
[0043] Bei dem organischen Pigment handelt es sich gegebenenfalls um das oben beschriebene
Pigment zur Einfärbung der Trennschicht.
[0044] Als Additiv kann die Schlichte handelsübliche Additive wie Verdicker, Netzmittel
und Tenside umfassen.
[0045] In einer bevorzugten Weiterbildung zeichnet sich die Schlichte durch mindestens eines
der unmittelbar folgenden Merkmale a. bis e., besonders bevorzugt durch eine Kombination
der Merkmale a. bis e., aus:
- a. Das Yttriumoxid ist in der Schlichte, bezogen auf deren Feststoffanteil, in einem
Anteil von 1 - 40 Gew.-%, bevorzugt von 2 - 20 Gew.-%, enthalten.
- b. Der keramische Füllstoff ist in der Schlichte, bezogen auf deren Feststoffanteil,
in einem Anteil von 10 - 50 Gew.-%, bevorzugt 20 - 40 Gew.-%, enthalten.
- c. Der anorganische Binder ist in der Schlichte, bezogen auf deren Feststoffanteil,
in einem Anteil von 0,5 - 30 Gew.-%, bevorzugt von 0,5 - 20 Gew.-%, enthalten.
- d. Das mindestens eine Additiv ist in der Schlichte, bezogen auf deren Feststoffanteil,
in einem Anteil von 0,5 - 15 Gew.-%, bevorzugt von 1 - 10 Gew.-%, enthalten.
- e. Das anorganische Pigment ist in der Schlichte, bezogen auf deren Feststoffanteil,
in einem Anteil von 0,5 - 10 Gew.-%, bevorzugt von 0,5 - 5 Gew.-%, enthalten.
[0046] Jeder Gegenstand mit einer Oberfläche, die mit einer erfindungsgemäßen Schlichte
oder einer erfindungsgemäßen Trennschicht beschichtet ist, ist von der vorliegenden
Erfindung umfasst. Besonders bevorzugt ist der Gegenstand ein in Gießereien verwendetes
Werkzeug, das unmittelbar mit flüssigem Metall in Kontakt tritt. In Frage kommen insbesondere
Formwerkzeuge, Tiegel, Gießtische und Steigrohre.
[0047] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Metallverarbeitung wird auf eine Oberfläche
eines solchen Gegenstands die erfindungsgemäße Schlichte aufgebracht oder die Trennschicht
gebildet, bevor ein flüssiges Metall mit der Oberfläche in Kontakt tritt. Die Bildung
der Trennschicht kann grundsätzlich in einem separaten, der Verarbeitung des flüssigen
Metalls vorgeschalteten Arbeitsgang erfolgen. So kann die Schlichte beispielsweise
auf eine heiße Form gesprüht werden, so dass das Suspensionsmittel entweicht.
[0048] Besonders gut eigenen sich die erfindungsgemäße Schlichte und die erfindungsgemäße
Trennschicht zur Verarbeitung von Leichtmetallschmelzen, also beispielsweise von flüssigem
Aluminium, flüssigem Magnesium, flüssigem Titan, flüssigem Calcium, flüssigem Strontium
oder einer Legierung der genannten Metalle. Auch flüssiges Kupfer oder flüssige Kupferlegierungen
(Messing, Bronzen) können problemlos verarbeitet werden. Besonders bevorzugt sind
Aluminium, gegebenenfalls mit einem oder mehreren Legierungsbestandteilen aus der
Gruppe mit Silizium, Calcium, Strontium und Magnesium, sowie reines Magnesium.
[0049] Weitere Merkmale der Erfindung sowie aus der Erfindung resultierende Vorteile ergeben
sich aus den nachfolgenden Ausführungsbeispielen, anhand derer die Erfindung erläutert
wird. Die nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen dienen lediglich zur Erläuterung
und zum besseren Verständnis der Erfindung und sind in keiner Weise einschränkend
zu verstehen.
(1) Aus den Komponenten Yttriumoxid, Al
2O
3 und Al
2TiO
5 als Füllstoff, einer wässrigen Al
2O
3-Suspension als Binder, dem Stellmittel Polyzucker und dem Farbstoff CoAl
2O
4 wurde durch Dispergieren in demineralisiertem Wasser eine Schlichte gebildet. Diese
wurde auf ein heißes Formwerkzeug für den Aluminiumguss aufgesprüht. Hierbei kam es
zu einer Verdunstung des in der Schlichte enthaltenen Wassers sowie zu einer Zersetzung
des Stellmittels. Die Zusammensetzung der Schlichte und der gebildeten Trennschicht
lassen sich der folgenden Tabelle entnehmen:
| Komponente |
Schlichtezusammensetzung |
Trennschichtzusammensetzung |
| Füllstoff Al2O3 (d50=0.40 µm) |
7,20 Gew.-% |
42,06 Gew.-% |
| Füllstoff Al2TiO5 (d50=3µm) |
1,00 Gew.-% |
11,68 Gew.-% |
| Als Binder wässrige Al2O3-Suspension (d50=80nm, Feststoffgehalt 40 %) |
3,60 Gew.-% |
16,82 Gew.-% |
| Stellmittel Polyzucker |
5,00 Gew.-% |
|
| Farbstoff CoAl2O4 blau |
2,10 Gew.-% |
4,91 Gew.-% |
| Yttriumoxid (d50=4,5µm) |
2,10 Gew.-% |
24,53 Gew.-% |
| Demineralisiertes Wasser |
79,00 Gew.-% |
|
(2) Aus den Komponenten Yttriumoxid, Al
2O
3 als Füllstoff, einer wässrigen Al
2O
3-Suspension als Binder und dem Stellmittel Polyzucker wurde durch Dispergieren in
demineralisiertem Wasser eine Schlichte gebildet. Diese wurde auf ein heißes Formwerkzeug
für den Aluminiumguss aufgesprüht. Hierbei kam es zu einer Verdunstung des in der
Schlichte enthaltenen Wassers sowie zu einer Zersetzung des Stellmittels. Die Zusammensetzung
der Schlichte und der gebildeten Trennschicht lassen sich derfolgenden Tabelle entnehmen:
| Komponente |
Schlichtezusammensetzung |
Trennschichtzusammensetzung |
| Füllstoff Al2O3 (d50=0.40 µm) |
20,00 Gew.-% |
35,97 Gew.-% |
| Als Binder wässrige Al2O3-Suspension (d50=80nm, Feststoffgehalt 40 %) |
7,00 Gew.-% |
10,07 Gew.-% |
| Stellmittel Polyzucker |
5,00 Gew.-% |
|
| Yttriumoxid (d50=4,5µm) |
15,00 Gew.-% |
53,96 Gew.-% |
| Demineralisiertes Wasser |
53,00 Gew.-% |
|
(3) Aus den Komponenten Yttriumoxid, Zirkonmullit als Füllstoff, einer wässrigen Al
2O
3-Suspension als Binder, dem Stellmittel Polyzucker und einem Konservierungsmittel
wurde durch Dispergieren in demineralisiertem Wasser eine Schlichte gebildet. Diese
wurde auf ein heißes Formwerkzeug für den Aluminiumguss aufgesprüht. Hierbei kam es
zu einer Verdunstung des in der Schlichte enthaltenen Wassers sowie zu einer Zersetzung
des Stellmittels. Die Zusammensetzung der Schlichte und der gebildeten Trennschicht
lassen sich der folgenden Tabelle entnehmen:
| Komponente |
Schlichtezusammensetzung |
Trennschichtzusammensetzung |
| Füllstoff Zirkonmullit (d50=6,5µm) |
50,00 Gew.-% |
69,06 Gew.-% |
| Als Binder wässrige Al2O3-Suspension (d50=80nm, Feststoffgehalt 40 %) |
30,00 Gew.-% |
17,12 Gew.-% |
| Stellmittel Polyzucker |
8,50 Gew.-% |
|
| Konservierungsmittel |
0,20 Gew.-% |
|
| Yttriumoxid (d50=4,5µm) |
10,00 Gew.-% |
13,82 Gew.-% |
| Demineralisiertes Wasser |
1,30 Gew.-% |
|
1. Trennschicht für die Verarbeitung flüssiger Metalle mit den folgenden Merkmalen:
a. Sie enthält partikuläresYttriumoxid, und
b. neben dem Yttriumoxid einen partikulären keramischen Füllstoff, und
c. einen anorganischen Binder, der die Yttriumoxid- und die Füllstoffpartikel miteinander
verbindet.
2. Trennschicht nach Anspruch 1 mit mindestens einem der folgenden Merkmale:
a. Das Yttriumoxid ist in der Trennschicht in einem Anteil von 5 - 65 Gew.-%, bevorzugt
von 10 - 60 Gew.-%, enthalten.
b. Der keramische Füllstoff ist in der Trennschicht in einem Anteil von 30 - 85 Gew.-%,
bevorzugt von 30 - 70 Gew.-%, enthalten.
c. Der anorganische Binder ist in der Trennschicht in einem Anteil von 5 - 25 Gew.-%,
bevorzugt von 10 - 20 Gew.-%, enthalten.
3. Trennschicht nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 mit mindestens einem der folgenden Merkmale:
a. Das partikuläre Yttriumoxid weist eine mittlere Partikelgröße (d50) im Bereich
von 1 - 10 µm auf.
b. Das partikuläre Yttriumoxid weist eine maximale Partikelgröße (d100) von 30 µm,
bevorzugt von 10 µm, auf.
4. Trennschicht nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit mindestens einem der folgenden
Merkmale:
a. Der keramische Füllstoff umfasst, vorzugsweise ausschließlich, Partikel aus einem
Material oder aus Materialien mit einer Dichte von mindestens 3,0 g/cm3, bevorzugt von mindestens 3,5 g/cm3.
b. Der keramische Füllstoff umfasst, vorzugsweise ausschließlich, Partikel aus einem
der folgenden Materialien: Aluminiumoxid (Al2O3), Aluminiumtitanat (Al2TiO5), Zirkoniumdioxid (ZrO2), Zirkonmullit und Bariumsulfat (BaSO4)
c. Das Aluminiumoxid ist in der Trennschicht als Korund enthalten.
d. Die Partikel des keramischen Füllstoffs zeichnen sich durch eine mittlere Partikelgröße
(d50) im Bereich von 1 - 10 µm aus.
e. Die Partikel des keramischen Füllstoffs zeichnen sich durch eine maximale Partikelgröße
(d100) von 5 bis 30 µm, bevorzugt von 10 µm, aus.
5. Trennschicht nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit mindestens einem der folgenden
Merkmale:
a. Der anorganische Binder ist ein partikulärer Binder und umfasst, vorzugsweise ausschließlich,
Partikel aus einem oxidischen Material, insbesondere aus einem der folgenden Materialien:
Al2O3, ZrO2 und Yttriumoxid.
6. Trennschicht nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit den folgenden Merkmalen:
a. Der keramische Füllstoff umfasst Partikel aus einem der folgenden Materialien:
Aluminiumoxid (Al2O3), Aluminiumtitanat (Al2TiO5), Zirkoniumdioxid (ZrO2), Zirkonmullit und Bariumsulfat (BaSO4).
b. Der anorganische Binder ist ein partikulärer Binder und umfasst Partikel aus einem
der folgenden Materialien: Al2O3, ZrO2 und Yttriumoxid.
7. Trennschicht nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit mindestens einem derfolgenden
Merkmale:
a. Die Trennschicht ist frei von Siliziumoxid.
b. Die Trennschicht ist frei von Bornitrid.
b. Die Trennschicht ist frei Kohlenstoff.
8. Trennschicht nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit mindestens einem derfolgenden
Merkmale:
a. Die Trennschicht enthält ein anorganisches Pigment.
b. Das anorganische Pigment ist stabil bei Temperaturen von bis zu 1000 °C.
c. Das anorganische Pigment ist ausgewählt aus der Gruppe mit Titanat-Pigmenten und
Spinell-Pigmenten.
d. Das anorganische Pigment ist ausgewählt aus der Gruppe mit Cobaltaluminat (CoAl2O4), Zinkaluminat (ZnAl2O4), farbigen Spinellpigmenten und Ferriten.
e. Das anorganische Pigment ist in der Trennschicht in einem Anteil von bis zu 10
Gew.-%, bevorzugt in einem Anteil im Bereich von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere
in einem Anteil im Bereich von 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-%, enthalten.
9. Schlichte zur Herstellung einer Trennschicht nach einem der vorhergehenden Ansprüche
mit den folgenden Merkmalen:
a. Sie enthält partikuläres Yttriumoxid, und
b. neben dem Yttriumoxid einen partikulären keramischen Füllstoff, und
c. einen anorganischen Binder, um die Yttriumoxid- und die Füllstoffpartikel miteinander
zu verbinden, und
d. ein Suspensionsmittel.
10. Schlichte nach Anspruch 9 mit mindestens einem derfolgenden Merkmale:
a. Der Anteil an dem Suspensionsmittel in der Schlichte liegt im Bereich von 20 -
90 Gew.-%, bevorzugt im Bereich von 40 - 80 Gew.-%.
b. Das Suspensionsmittel ist Wasser.
11. Schlichte nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit mindestens einem der folgenden
Merkmale:
a. Die Schlichte umfasst mindestens ein Additiv, das ihre Verarbeitungseigenschaften
beeinflusst.
b. Die Schlichte enthält ein anorganisches Pigment.
12. Schlichte nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit mindestens einem der folgenden
Merkmale:
a. Das Yttriumoxid ist in der Schlichte, bezogen auf deren Feststoffanteil, in einem
Anteil von 1 - 40 Gew.-%, bevorzugt von 2 - 20 Gew.-%, enthalten.
b. Der keramische Füllstoff ist in der Schlichte, bezogen auf deren Feststoffanteil,
in einem Anteil von 10 - 50 Gew.-%, bevorzugt 20 - 40 Gew.-%, enthalten.
c. Der anorganische Binder ist in der Schlichte, bezogen auf deren Feststoffanteil,
in einem Anteil von 0,5 - 30 Gew.-%, bevorzugt von 0,5 - 20 Gew.-%, enthalten.
d. Das mindestens eine Additiv ist in der Schlichte, bezogen auf deren Feststoffanteil,
in einem Anteil von 0,5 - 15 Gew.-%, bevorzugt von 1 - 10 Gew.-%, enthalten.
e. Das anorganische Pigment ist in der Schlichte, bezogen auf deren Feststoffanteil,
in einem Anteil von 0,5 - 10 Gew.-%, bevorzugt von 0,5 - 5 Gew.-%, enthalten.
13. Gegenstand, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Oberfläche aufweist, die mit einer Schlichte oder einer Trennschicht nach
einem der vorhergehenden Ansprüche beschichtet ist.
14. Verfahren zur Metallverarbeitung, bei dem ein flüssiges Metall mit der Oberfläche
eines Gegenstands in Kontakt tritt, wobei auf die Oberfläche vor dem Kontakt mit dem
flüssigen Metall eine Schlichte gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche aufgetragen
wird oder auf der Oberfläche eine Trennschicht gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche
gebildet wird.