[0001] Die vorliegende Offenbarung betrifft eine Schaltkontaktanordnung für ein Relais.
[0002] Relais umfassen typischerweise eine elektromechanische Schaltgruppe, welche zumindest
zwischen einem ersten Schaltzustand und einem zweiten Schaltzustand schaltet. Die
elektromechanische Schaltgruppe kann ein bewegliches Kontaktelement umfassen, welches
üblicherweise parallel zu einer Längsausrichtung eines Ankers des Relais zwischen
dem ersten Schaltkontakt und einem zweiten Schaltkontakt hin und her bewegt werden
kann.
[0003] Ferner werden die einzelnen Bestandteile der elektromechanischen Schaltgruppe in
einer Mehrzahl von Fertigungsschritten hergestellt, wobei die Montage der Schaltgruppe
und/oder die Herstellungskosten der Schaltgruppe proportional zu einer Anzahl von
Fertigungsschritten sein können.
[0004] Die Druckschrift
FR 2 527 001 A1 offenbart ein Relais mit einem Gehäuse, welches eine elektromagnetische Anordnung
enthält. Ferner umfasst das Relais eine Auslöseplatte und eine Mehrzahl von elektrisch
leitfähigen Kontaktträgern, wobei eine erste Anzahl der Kontaktträger die elektromagnetische
Anordnung mit elektrischem Strom versorgen und eine zweite Anzahl der Kontaktträger
Teil der Schaltungselemente sind. Die Kontaktträger weisen Abschnitte auf, welche
sich über eine Bodenwand des Gehäuses hinaus erstrecken, um eine elektrische Pinverbindung
für das Relais zu bilden. Jeder der Kontaktträger ist zwischen einem Seitenelement
und einer Außenfläche des Gehäuses angeordnet, wobei das Seitelement an der Außenfläche
befestigt ist.
[0005] Die Druckschrift
DE 12 91 833 B offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer Kontaktanordnung für ein Relais, dadurch
gekennzeichnet, dass auf einem über Stege in einem Band gehaltenen metallischen Träger
eine mit Durchbrüchen und Bohrungen versehene, vorgefertigte Isolierstoffplatte befestigt
wird und dass an der Isolierstoffplatte jeweils bis zur Beendigung der Montage noch
über Streifen zusammenhängende, paarweise angeordnete Kontaktfedern gehaltert werden.
[0006] Die Druckschrift
DE 33 27 199 A1 offenbart eine Schaltvorrichtung, bestehend aus einem Isolierteil sowie wenigstens
je einem daran gehaltenen Festkontaktteil und Kontaktarmteil, wobei das Festkontaktteil
und das Kontaktarmteil Befestigungsdurchbrüche zur Verbindung mit dem Isolierteil
aufweisen. Das über den Befestigungsdurchbruch hinausragende Material des Isolierteils
kann zusammendrückt werden, sodass ein verdickter Kopf entsteht, der mit einem Nietkopf
vergleichbar ist.
[0007] Die Druckschrift
GB 919 418 A offenbart Schaltkontakte mit einer beweglichen Feder, welche ein Paar von Kontakten
trägt, die an gegenüberliegenden Seiten der Feder angeordnet sind und mit festen Kontakten
zusammenwirken. Die Feder wird von einer Schnappfeder betätigt, welche geschlitzte
Teile aufweist, durch die die Feder verläuft. Der Schlitz kann geneigt sein oder die
Feder ist dort gekippt, wo sie durch den Schlitz verläuft. Die Anordnung kann bei
einem Einrasten der Kontakte die Feder um ihre Längsachse verdreht werden, sodass
eine Wischwirkung auftritt. Die Feder kann teilweise verengt und mit Kühllaschen versehen
sein.
[0008] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Offenbarung, eine weitere effiziente Schaltkontaktanordnung
bereitzustellen, welche insbesondere eine Herstellung der Schaltkontaktanordnung mit
einer vorteilhaft reduzierten Anzahl von Fertigungsschritten ermöglicht.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung sowie
der beiliegenden Figuren.
[0010] Die vorliegende Offenbarung basiert auf der Erkenntnis, dass die obige Aufgabe durch
eine Schaltkontaktanordnung realisiert werden kann, welche einen ersten Kontaktträger,
einen zweiten Kontaktträger und eine Kontaktfeder umfasst, wobei der erste Kontaktträger
unterhalb der Kontaktfeder und der zweite Kontaktträger oberhalb der Kontaktfeder
angeordnet ist. Ferner ist die Kontaktfeder ausgebildet, mit dem ersten Kontaktträger
eine elektrische Verbindung an einem ersten Kontaktpol herzustellen und mit dem zweiten
Kontaktträger eine elektrische Verbindung an einem zweiten Kontaktpol herzustellen,
wobei der erste Kontaktpol seitlich versetzt zu dem zweiten Kontaktpol angeordnet
ist und Kontaktstecker zum elektrischen Verbinden mit den Kontaktträgern und der Kontaktfeder
seitlich nebeneinander angeordnet sind.
[0011] Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die Offenbarung eine Schaltkontaktanordnung für
ein Relais. Die Schaltkontaktanordnung umfasst einen ersten Kontaktträger, welcher
einen ersten Kontaktstecker und einen ersten Kontaktpol umfasst, wobei der erste Kontaktpol
in einer ersten Schaltebene angeordnet ist und der erste Kontaktstecker einteilig
mit dem ersten Kontaktträger gebildet ist und wobei der erste Kontaktträger über den
ersten Kontaktstecker mit einem elektrischen Signal beaufschlagbar ist. Ferner umfasst
die Schaltkontaktanordnung einen zweiten Kontaktträger, welcher einen zweiten Kontaktstecker
und einen zweiten Kontaktpol umfasst, wobei der zweite Kontaktpol in einer zweiten
Schaltebene angeordnet ist, welche parallel beabstandet von der ersten Schaltebene
angeordnet ist, und wobei der zweite Kontaktträger über den zweiten Kontaktstecker
mit einem weiteren elektrischen Signal beaufschlagbar ist.
[0012] Weiterhin umfasst die Schaltkontaktanordnung eine Kontaktfeder, welche einen dritten
Kontaktträger und einen dritten Kontaktstecker aufweist, wobei die Kontaktfeder zwischen
der ersten Schaltebene und der zweiten Schaltebene angeordnet ist, und wobei der dritte
Kontaktträger über den dritten Kontaktstecker mit einem dritten elektrischen Signal
beaufschlagbar ist, und wobei die Kontaktfeder einen dritten Kontaktpol, welcher dem
ersten Kontaktpol zugewandt ist und einen vierten Kontaktpol, welcher dem zweiten
Kontaktpol zugewandt ist, aufweist, und wobei der dritte Kontaktpol seitlich versetzt
neben dem vierten Kontaktpol angeordnet ist.
[0013] Die Schaltkontaktanordnung kann insbesondere geeignet sein, in ein Relais mit einer
reduzierten Baubreite von 3 mm eingesetzt zu werden. Vorteilhafterweise kann die Schaltkontaktanordnung
zur Verwendung in einem 3 mm-Relais kosteneffizienter als eine Schaltkontaktanordnung
zur Verwendung in einem 5 mm-Relais hergestellt werden. Zusätzlich kann eine Montage
der Schaltkontaktanordnung in dem Relais vereinfacht sein.
[0014] Die Bestandteile der Schaltkontaktanordnung sind in der ersten Schaltebene oder in
der zweiten Schaltebene angeordnet, wobei die Kontaktfeder und der zweite Kontaktträger
jeweils einen Übergangsbereich aufweisen können, welcher eine Verbindung zwischen
der ersten Schaltebene und der zweiten Schaltebene realisiert. Entsprechend kann eine
Anzahl von Biegevorgängen, welche zur Herstellung der Schaltkontaktanordnung notwendig
sein kann, vorteilhaft reduziert sein.
[0015] Zur Herstellung der Schaltkontaktanordnung können vorteilhafterweise planare Halbzeuge
eingesetzt werden, welche insbesondere durch Stanzen, Nieten und Biegen zu der Schaltkontaktanordnung
geformt werden. Durch die planare Form der Kontaktträger und der Kontaktfeder kann
die Schaltanordnung mittels eines kombinierten Stanz-biegeverfahrensschritt und einem
Nietverfahrensschritt hergestellt sein.
[0016] In einer Ausführungsform umfasst die Kontaktfeder ein Federelement, welches ausgebildet
ist, bei einer Auslenkung der Kontaktfeder von einer Ruhelage eine Rückstellkraft
zu erzeugen, welche die Kontaktfeder in die Ruhelage zurücktreibt.
[0017] Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass der dritte Kontaktträger federnd an dem zweiten
Kontaktträger oder an dem ersten Kontaktträger gelagert sein kann, wobei jeweils der
zweite Kontaktpol auf dem vierten Kontaktpol aufliegt oder der erste Kontaktpol auf
dem dritten Kontaktpol aufliegt. Ferner kann in einer Ruhelage der Kontaktfeder der
erste Kontaktpol von dem dritten Kontaktpol beabstandet sein und der zweite Kontaktpol
von dem vierten Kontaktpol beabstandet sein. Entsprechend kann die Schaltkontaktanordnung
drei Schaltzustände aufweisen. In einem ersten Schaltzustand können die drei Kontaktträger
voneinander elektrisch getrennt sein, in einem zweiten Schaltzustand können der erste
Kontaktträger und der dritte Kontaktträger elektrisch miteinander verbunden sein und/oder
in einem dritten Schaltzustand können der zweite Kontaktträger und der dritte Kontaktträger
elektrisch miteinander verbunden sein. Vorzugsweise ist der dritte Kontaktträger in
einer Ruhelage der Kontaktfeder mit dem ersten Kontaktträger oder mit dem zweiten
Kontaktträger elektrisch verbunden, in dem die jeweiligen Kontaktpole aufeinander
aufliegen. Eine Auslenkung der Kontaktfeder bewirkt eine Trennung des elektrischen
Kontakts zwischen den zuvor aufeinanderliegenden Kontaktpolen und das jeweils andere
Kontaktpolpaar wird elektrisch miteinander verbunden.
[0018] In einer Ausführungsform sind der erste Kontaktträger und der zweite Kontaktträger
aus einem ersten Blechplatinenstück gebildet und die Kontaktfeder ist aus einem zweiten
Blechplatinenstück gebildet.
[0019] Die Schaltkontaktanordnung weist bei einer Sicht entlang einer Flächennormale der
ersten Schaltebene und/oder der zweiten Schaltebene überlappende Flächen zwischen
dem ersten Kontaktträger und dem dritten Kontaktträger und/oder dem zweiten Kontaktträger
und dem dritten Kontaktträger, insbesondere im Bereich der Kontaktpole auf. Entsprechend
können der erste Kontaktträger und der zweite Kontaktträger, welche keine überlappenden
Flächen aufweisen aus dem gleichen Blechplatinenstück hergestellt werden. Die Kontaktfeder
mit dem dritten Kontaktträger kann aus einem weiteren Blechplatinenstück hergestellt
sein und durch ein Einschieben parallel zu der ersten Schaltebene und/oder der zweiten
Schaltebene zwischen dem ersten Kontaktträger und dem zweiten Kontaktträger angeordnet
sein.
[0020] In einer Ausführungsform sind der erste Kontaktstecker, der zweite Kontaktstecker
und der dritte Kontaktstecker aus dem ersten Blechplatinenstück gebildet. Insbesondere
können die Kontaktstecker und der erste Kontaktträger und der zweite Kontaktträger
aus dem gleichen Blechplatinenstück hergestellt sein, um eine effiziente Herstellung
der Schaltkontaktanordnung mit einer reduzierten Anzahl an Herstellungsschritten zu
realisieren.
[0021] Erfindungsgemäß sind der erste Kontaktstecker, der zweite Kontaktstecker und der
dritte Kontaktstecker in der ersten Schaltebene angeordnet. Dadurch wird der Vorteil
erreicht, dass die Kontaktstecker in einer Reihe angeordnet sein können, welche senkrecht
zu einer Baubreite eines Relais angeordnet ist, sodass die Kontaktstecker innerhalb
der Baubreite des Relais angeordnet sein können.
[0022] In einer Ausführungsform weist der dritte Kontaktstecker zumindest eine Verbindungsstelle
auf, welche ausgebildet ist, den dritten Kontaktträger mit dem dritten Kontaktstecker
elektrisch zu verbinden und mechanisch zu fixieren.
[0023] Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Kontaktfeder zweiteilig aus zwei unterschiedlichen
Blechplatinenstücken zusammengesetzt sein kann. Insbesondere können der dritte Kontaktstecker
und der dritte Kontaktträger aus jeweils separaten Blechplatinenstücken hergestellt,
insbesondere gestanzt und gebogen sein, um anschließend an der Kontaktstelle zusammengefügt
zu werden. Der dritte Kontaktträger kann insbesondere mit dem dritten Kontaktträger
vernietet, verpresst, verschweißt und/oder verlötet werden. Ferner kann der dritte
Kontaktträger mittels einer Steckverbindung mit dem dritten Kontaktstecker verbunden
sein.
[0024] In einer Ausführungsform ist der erste Kontaktträger in der ersten Schaltebene L-förmig
ausgebildet und der zweite Kontaktträger ist abgewinkelt ausgebildet, um den Abstand
zwischen dem zweiten Kontaktpol in der zweiten Schaltebene und dem zweiten Kontaktstecker
in der ersten Schaltebene zu überwinden.
[0025] Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass zwischen dem ersten Kontaktträger und dem
zweiten Kontaktträger ein Zwischenraum zum Einsetzen, insbesondere Einschieben der
Kontaktfeder und/oder des dritten Kontaktträgers geschaffen ist. In dem Bereich der
Kontaktpole ergibt sich daher von der ersten Schaltebene aus gesehen die Anordnung
erster Kontaktträger, dritter Kontaktträger und abschließend aufliegend der zweite
Kontaktträger. Der zweite Kontaktträger kann insbesondere z-förmig und/oder rechtwinklig
gebogen sein, um einen Abstand zu dem zweiten Kontaktstecker zu überwinden.
[0026] In einer Ausführungsform ist das Federelement zwischen dem dritten Kontaktträger
und dem dritten Kontaktstecker angeordnet und z-förmig geformt, um einen Abstand zwischen
der ersten Schaltebene und der zweiten Schaltebene zu überbrücken.
[0027] In einer Ausführungsform sind die jeweiligen Kontaktpole auf den jeweiligen Kontaktträger
genietet und/oder geschweißt. Ferner können die Kontaktpole auch auf die Kontaktträger
gelötet sein. In einer Ausführungsform können die Kontaktpole durch Umformen des jeweiligen
Kontaktträgers gebildet sind. Die Kontaktpole können insbesondere eine gewölbte Form
aufweisen. Für eine Nietverbindung zwischen einem Kontaktpol und einem Kontaktträger
kann ein Durchbruch in dem Kontaktträger vorgesehen sein. Die Kontaktpole können gegenüber
den Kontaktträgern widerstandsfähiger gegenüber Kontaktabbrand ausgebildet sein, um
eine mögliche Anzahl von Schaltvorgängen mit anliegen einer elektrischen Last zwischen
den Kontaktpolen zu erhöhen.
[0028] In einer Ausführungsform umfasst die Schaltkontaktanordnung einen Kopplungsarm, welcher
mit einem Anker eines Magnetsystems koppelbar ist, wobei der Kopplungsarm ausgebildet
ist, mit einer mittels des Ankers auf den Kopplungsarm einwirkenden Kraft, eine Translation
der Kontaktfeder senkrecht zu einer Längsachse des Ankers zu bewirken, um die Kontaktfeder
mit einem der Kontaktträger elektrisch leitend zu verbinden.
[0029] Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Kontaktfeder abwechselnd den ersten Kontaktpol
mit dem dritten Kontaktpol und den zweiten Kontaktpol mit dem vierten Kontaktpol elektrisch
leitend verbinden kann. Der Kopplungsarm kann insbesondere einteilig mit der Kontaktfeder
gebildet sein. Ferner können seitlich neben dem dritten Kontaktpol und/oder dem vierten
Kontaktpol der Kopplungsarm und/oder ein weiterer Kopplungsarm angeformt sein, wobei
der Anker auf bei Kopplungsarme gleichzeitig einwirkt, um eine Torsion der Kontaktfeder
um eine Längsachse der Kontaktfeder zu unterbinden.
[0030] In einer Ausführungsform ist der Kopplungsarm seitlich neben dem dritten Kontaktträger
angeordnet und weist einen Kopplungsbereich auf, welcher ausgebildet ist, einen Hebelarm
des Magnetsystems zumindest teilweise formschlüssig aufzunehmen.
[0031] Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass der Kopplungsarm mit dem Hebelarm mechanisch
fest mit dem Magnetsystem gekoppelt werden kann. Insbesondere kann dadurch eine effiziente
Kraftübertragung von dem Magnetsystem auf die Kontaktfeder realisiert werden. Der
Formschluss zwischen dem Hebelarm und dem Kopplungsarm kann beispielsweise durch Eingreifen
eines zylindrischen Vorsprung des Hebelarms, welcher in eine Öffnung des Kopplungsarms
eingreift realisiert sein. Auf der Mantelfläche des zylindrischen Vorsprungs kann
ferner ein Rastverbinder in Form einer Rastnase und/oder einer Rastvertiefung ausgebildet
sein, in welche der Kopplungsarm eingreift respektive einrastet. Die Verbindung zwischen
Kopplungsarm und dem Hebelarm kann insbesondere spielfrei ausgebildet sein, um eine
Translation des Hebelarms möglichst verlustarm in eine Translation des Kopplungsarms
und entsprechend der Kontaktfeder umzusetzen. Mit der Formschlussverbindung kann der
Kopplungsarm sowohl in Richtung der ersten Schaltebene als auch entgegengesetzt in
Richtung der zweiten Schaltebene bewegt werden.
[0032] In einer Ausführungsform ist die Kontaktfeder in der Ruhelage von dem ersten Kontaktträger
und/oder dem zweiten Kontaktträger elektrisch isoliert. Dadurch kann der Vorteil erreicht
werden, dass mit einer Auslenkung der Kontaktfeder ein Kontaktpolpaar, beispielsweise
der zweite Kontaktpol und der vierte Kontaktpol elektrisch getrennt und ein weiteres
Kontaktpolpaar; beispielsweise der erste Kontaktpol und der dritte Kontaktpol elektrisch
verbunden werden kann.
[0033] In einer Ausführungsform weisen der erste Kontaktträger, der zweite Kontaktträger
und/oder der dritte Kontaktträger Öffnungen zur Aufnahme von Stiften eines Relaisgehäuses
auf, um die Schaltkontaktanordnung in einem Relaisgehäuse zu fixieren.
[0034] Dadurch kann der Vorteil erreicht werden, dass das Relaisgehäuse effizient in dem
Relaisgehäuse gehalten werden kann. Insbesondere der erste Kontaktträger und der zweite
Kontaktträger können mechanisch fest mit dem Relaisgehäuse verbunden sein. Ferner
kann ein Teil der Kontaktfeder, welcher beispielsweise die Verbindungsstelle und den
dritten Kontaktstecker umfasst, fest mittels einer mechanischen Verbindung zwischen
den Öffnungen und den Stiften des Relaisgehäuses in dem Relaisgehäuse fest verankert
werden. Das Federelement und der dritte Kontaktträger können gegenüber dem Relaisgehäuse
beweglich angeordnet sein.
[0035] Insbesondere kann der zweite Kontaktträger, welcher Abschnitte in der ersten Schaltebene
und weitere Abschnitte in der zweiten Schaltebene aufweist, in der jeweiligen Schaltebene
mittels Verbindungen zwischen Stiften des Relaisgehäuses und entsprechenden Öffnungen
in den Abschnitten des zweiten Kontaktträgers fixiert sein. Ferner kann die Schaltkontaktanordnung
mittels Klemmverbindungen an den Kanten der Kontaktträger und/oder mittels stoffschlüssiger
Verbindungen, insbesondere Klebeverbindung in dem Relaisgehäuse befestigt sein.
[0036] In einer Ausführungsform umfasst die Schaltkontaktanordnung einen ersten Versatzabschnitt,
welcher an dem ersten Kontaktstecker angeordnet und ausgebildet ist, den ersten Kontaktstecker
entlang einer Flächennormale der ersten Schaltebene um einen vorbestimmten Abstand
von der ersten Schaltebene versetzt anzuordnen. Der erste Versatzabschnitt ist insbesondere
einteilig mit dem ersten Kontaktstecker und/oder dem ersten Kontaktabschnitt gebildet,
insbesondere aus einem Kontaktträgerband geformt.
[0037] Mit dem ersten Versatzabschnitt kann der erste Kontaktstecker an einer vorbestimmten
Position der Relaisbreite angeordnet sein. Insbesondere kann der erste Kontaktstecker
in der ersten Schaltebene, in der zweiten Schaltebene oder mittig zwischen der ersten
Schaltebene und der zweiten Schaltebene angeordnet sein. Ferner ist eine beliebige
vorbestimmte Position des ersten Kontaktträgers begrenzt durch die Breite des Relais
realisierbar. Dadurch kann die Position des ersten Kontaktträgers in vorteilhafterweise
an eine Position einer zugehörigen Kontaktbuchse in einer Reihenklemme zur Aufnahme
des Relais angepasst sein. Ferner können auch der zweite Kontaktstecker und/oder der
dritte Kontaktstecker über einen jeweiligen Versatzabschnitt in einer vorbestimmten
Position angeordnet werden. Vorteilhafterweise sind der erste Kontaktstecker, der
zweite Kontaktstecker und der dritte Kontaktstecker in einer Ebene angeordnet. In
einer Ausführungsform sind die Kontaktstecker jeweils versetzt zueinander angeordnet.
[0038] In einer Ausführungsform umfasst die Schaltkontaktanordnung einen zweiten Versatzabschnitt
und einen dritten Versatzabschnitt. Der dritte Versatzabschnitt ist seitlich versetzt
an der Kontaktfeder angeordnet, und/oder der der zweite Kontaktstecker ist mit einem
seitlichen Versatz an dem zweiten Versatzabschnitt angeordnet. Die Versatzabschnitte
sind ausgebildet, den jeweiligen Kontaktstecker entlang einer Flächennormale der ersten
Schaltebene um einen vorbestimmten Abstand von der ersten Schaltebene versetzt anzuordnen.
[0039] Mittels der seitlich versetzten Anordnung des dritten Versatzabschnittes kann vorteilhafterweise
der in Längsrichtung der Kontaktfeder zur Verfügung stehende Bauraum für eine Befestigung
der Kontaktfeder und/oder für eine Ausbildung des Federelements genutzt werden. Insbesondere
wird durch den Versatzabschnitt, der in Längsrichtung der Kontaktfeder zur Verfügung
stehende Bauraum nicht reduziert. Effizienter Weise kann der dritte Versatzabschnitt
quer zur Längsrichtung der Kontaktfeder versetzt angeordnet sein, um Bauraum effizient
zu nutzen, welcher durch den Mindestabstand der Kontaktstecker zueinander gegeben
ist.
[0040] Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die Offenbarung ein Verfahren zur Herstellung
einer Schaltkontaktanordnung für ein Relais, mit Stanzen des ersten Kontaktträgers
und des zweiten Kontaktträgers in einem Kontaktträgerband; Befestigen des ersten Kontaktpols
an dem ersten Kontaktträger und des zweiten Kontaktpols an dem zweiten Kontaktträger;
Biegen eines Kontaktabschnitts des zweiten Kontaktträgers in die zweite Schaltebene,
wobei auf dem Kontaktabschnitt der zweite Kontaktpol angeordnet ist; Stanzen der Kontaktfeder
in einem Kontaktfederband; Befestigen des dritten Kontaktpols und des vierten Kontaktpols
an einem dritten Kontaktträger der Kontaktfeder; Biegen der Kontaktfeder, um das Federelement
zu formen, wobei der dritte Kontaktträger, auf welchem der dritte Kontaktpol und der
vierte Kontaktpol angeordnet sind, zu der zweiten Schaltebene einen kleineren Abstand
aufweist als der dritte Kontaktstecker zu der zweiten Schaltebene; Verbinden des Kontaktträgerbands
mit dem Kontaktfederband an der Verbindungsstelle des dritten Kontaktsteckers; Trennen
der Kontaktfeder von dem Kontaktfederband; und Trennen der Kontaktstecker von dem
Kontaktträgerband.
[0041] Mit der entsprechend dem Verfahren möglichen geometrischen Anordnung der Kontaktträger
und Kontaktstecker kann der Vorteil erreicht werden, dass die Schaltkontaktanordnung
in einem Montageschritt in das Relaisgehäuse eingesetzt werden kann. Ferner kann anschließend
in einem einzigen weiteren Montageschritt das Magnetsystem mit dem Hebelarm in das
Relaisgehäuse eingesetzt und mit der Schaltkontaktanordnung verbunden werden, sodass
die Anzahl der Herstellungsschritte zur Herstellung eines Relais mit der Schaltkontaktanordnung
vorteilhaft reduziert sein kann.
[0042] Insbesondere kann das Magnetsystem ohne weitere Einstell- und/oder Justageschritte
in das Relaisgehäuse eingefügt werden. Das Magnetsystem kann ebenfalls mit Stiften
des Relaisgehäuses in dem Relaisgehäuse gehalten werden.
[0043] Das Kontaktfederband kann in einer Ebene senkrecht zu dem Kontaktträgerband angeordnet
sein, um die Kontaktträger und die Kontaktfeder durch eine Translation des Kontaktträgerbands
und/oder des Kontaktfederbands verschränkt ineinander anzuordnen.
[0044] Der zweite Kontaktträger kann insbesondere ein NC-Festkontaktträger sein, der z-stufenartig
gebogen ist. In einem ausgeschalteten Zustand des Relais kann der zweite Kontaktpol
auf dem vierten Kontaktpol aufliegen.
[0045] In einer Ausführungsform ist das Verfahren mittels eines Stanz-Biegeautomaten ausführbar,
um eine gemeinsame Verarbeitung des Kontaktträgerbands mit dem Kontaktfederband zu
realisieren.
[0046] Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass ein Stanzen des Kontaktträgerband, durch
welches der erste Kontaktträger der zweite Kontaktträger und/oder zumindest teilweise
der erste Kontaktstecker, der zweite Kontaktstecker und der dritte Kontaktstecker
gebildet werden und ein Biegen des zweiten Kontaktträgers derart, dass der zweite
Kontaktträger einen Kontaktabschnitt aufweist, welcher in der zweiten Schaltebene
angeordnet ist, welcher stoffschlüssig mit dem zweiten Kontaktstecker verbunden ist,
welcher in der ersten Schaltebene angeordnet ist.
[0047] Ferner kann durch ein in einem Verfahrensschritt ausführbares Biegen und Stanzen
mittels des Stanz-Biegeautomaten gleichzeitig die Kontaktfeder aus dem Kontaktfederband
gebildet sein und das Federelement einteilig in der Kontaktfeder gebildet sein
[0048] In einer Ausführungsform wird das Kontaktfederband nach dem Stanzen der Kontaktfeder
in dem Kontaktfederband auf eine Haspel gewickelt, um die Schaltkontaktanordnung in
einer Baugruppe eines Fertigungsbands herzustellen.
[0049] In einer Ausführungsform wird das Kontaktträgerband nach dem Stanzen des ersten Kontaktträgers,
des zweiten Kontaktträgers und des dritten Kontaktträgers in dem Kontaktträgerband
auf eine weitere Haspel gewickelt.
[0050] Weitere Ausführungsbeispiele werden Bezug nehmend auf die beiliegenden Figuren erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schaltkontaktanordnung in einer Ausführungsform;
- Fig. 2A, 2B
- ein Teilverfahren eines Verfahrens zur Herstellung von Kontaktträgern und Kontaktsteckern
in einer Ausführungsform;
- Fig. 3A, 3B, 3C
- ein weiteres Teilverfahren eines Verfahrens zur Herstellung einer Kontaktfeder in
einer Ausführungsform;
- Fig. 4A, 4B
- ein Verfahren zur Herstellung einer Schaltkontaktanordnung in einer Ausführungsform;
- Fig. 5
- ein Verfahren zur Herstellung eines Relais in einer Ausführungsform;
- Fig. 6
- ein Verfahren zur Herstellung einer Schaltkontaktanordnung und zum Anordnen der Schaltkontaktanordnung
in einem Relais in einer Ausführungsform;
- Fig. 7
- eine Kontaktfeder in einer Ausführungsform; und
- Fig. 8
- eine Schaltkontaktanordnung in einer Ausführungsform.
[0051] Fig. 1 zeigt eine schematische Perspektivdarstellung einer Schaltkontaktanordnung
100 für ein Relais. Die Schaltkontaktanordnung 100 umfasst einen ersten Kontaktträger
101-1, welcher einen ersten Kontaktstecker 111-1 und einen ersten Kontaktpol 103-1
umfasst, wobei der erste Kontaktpol 103-1 in einer ersten Schaltebene 105-1 angeordnet
ist und der erste Kontaktstecker 111-1 einteilig mit dem ersten Kontaktträger 101-1
gebildet ist und wobei der erste Kontaktträger 101-1 über den ersten Kontaktstecker
111-1 mit einem ersten elektrischen Signal beaufschlagbar ist. Ferner umfasst die
Schaltkontaktanordnung 100 einen zweiten Kontaktträger 101-2, welcher einen zweiten
Kontaktstecker 111-2 und einen zweiten Kontaktpol 103-2 umfasst, wobei der zweite
Kontaktpol 103-2 in einer zweiten Schaltebene 105-2 angeordnet ist, welche parallel
beabstandet von der ersten Schaltebene 105-1 angeordnet ist, und wobei der zweite
Kontaktträger 101-2 über den zweiten Kontaktstecker 111-2 mit einem zweiten elektrischen
Signal beaufschlagbar ist
[0052] Weiterhin umfasst die Schaltkontaktanordnung 100 eine Kontaktfeder 107, welche einen
dritten Kontaktträger 101-3 und einen dritten Kontaktstecker 111-3 aufweist, wobei
die Kontaktfeder 107 zwischen der ersten Schaltebene 105-1 und der zweiten Schaltebene
105-2 angeordnet ist, und wobei der dritte Kontaktträger 101-3 über den dritten Kontaktstecker
111-3 mit einem dritten elektrischen Signal beaufschlagbar ist. Der dritte Kontaktstecker
111-3 weist Verbindungsstellen 113-1, 113-2 auf, welche ausgebildet sind, den dritten
Kontaktträger 101-3 mit dem dritten Kontaktstecker 111-3 elektrisch zu verbinden und
mechanisch zu fixieren.
[0053] Die Kontaktfeder 107 weist einen dritten Kontaktpol 103-3, welcher dem ersten Kontaktpol
103-1 zugewandt ist und einen vierten Kontaktpol 103-4 auf, welcher dem zweiten Kontaktpol
103-2 zugewandt ist. Ferner ist der dritte Kontaktpol 103-3 seitlich versetzt neben
dem vierten Kontaktpol 103-4 angeordnet.
[0054] Weiterhin umfasst die Kontaktfeder 107 ein Federelement 109, welches ausgebildet
ist, bei einer Auslenkung der Kontaktfeder 107 von einer Ruhelage eine Rückstellkraft
zu erzeugen, welche die Kontaktfeder 107 in die Ruhelage zurücktreibt. Das Federelement
109 ist zwischen dem dritten Kontaktträger 101-3 und dem dritten Kontaktstecker 111-3
angeordnet und z-förmig geformt, um einen Abstand zwischen der ersten Schaltebene
105-1 und der zweiten Schaltebene 105-2 zu überbrücken.
[0055] Der erste Kontaktstecker 111-1, der zweite Kontaktstecker 111-2 und der dritte Kontaktstecker
111-3 in der ersten Schaltebene 105-1 angeordnet sind. Der erste Kontaktträger 101-1
ist in der ersten Schaltebene 105-1 L-förmig ausgebildet und der zweite Kontaktträger
101-2 ist abgewinkelt ausgebildet, um den Abstand zwischen dem zweiten Kontaktpol
103-2 in der zweiten Schaltebene 105-2 und dem zweiten Kontaktstecker 111-2 in der
ersten Schaltebene 105-1 zu überwinden.
[0056] Ferner weisen der erste Kontaktträger 101-1, der zweite Kontaktträger 101-2 und/oder
der dritte Kontaktträger 101-3 Öffnungen 121-1, 121-2, 121-3, 121-4, 121-5 zur Aufnahme
von Stiften eines Relaisgehäuses 123 auf, um die Schaltkontaktanordnung 100 in einem
Relaisgehäuse 123 zu fixieren.
[0057] Die jeweiligen Kontaktpole 103-1, 103-2, 103-3. 103-4 sind auf den jeweiligen Kontaktträger
101-1, 101-2, 101-3 genietet und/oder geschweißt sind. Insbesondere sind an der jeweiligen
Verbindungsstelle zwischen den Kontaktpolen 103-1, 103-2, 103-3. 103-4 und den Kontaktträgern
101-1, 101-2, 101-3 Ausnehmungen vorgesehen, um eine Nietverbindung, Lötverbindung
und/oder Schweißverbindung effizient herstellen zu können. Die Schaltkontaktanordnung
100 umfasst ferner einen Kopplungsarm 115, welcher mit einem Anker eines Magnetsystems
koppelbar ist.
[0058] Der Kopplungsarm 115 ist seitlich neben dem dritten Kontaktträger 101-3 angeordnet
und weist einen Kopplungsbereich 119 auf, welcher ausgebildet ist, einen Hebelarm
507 des Magnetsystems 503 zumindest teilweise formschlüssig aufzunehmen.
[0059] Die Kontaktfeder 107 ist in der Ruhelage von dem ersten Kontaktträger 101-1 elektrisch
isoliert.
[0060] Der zweite Kontaktträger 101-2 weist einen Versatzabschnitt 117 auf, welcher zwischen
Kontaktabschnitt 125 und dem zweiten Kontaktstecker 111-2 angeordnet ist. Der Kontaktabschnitt
125 ist ausgebildet den zweiten Kontaktpol 103-2 aufzunehmen. Der Versatzabschnitt
117 ist ausgebildet, mittels zweier Krümmungsabschnitte einen Parallelversatz des
Kontaktabschnitts 125 gegenüber dem zweiten Kontaktstecker 111-2 zu realisieren, sodass
der Kontaktabschnitt 125 in der zweite Schaltebene 105-2 und der zweite Kontaktstecker
111-2 in der ersten Schaltebene 105-1 angeordnet ist.
[0061] Fig. 2A zeigt eine schematische Darstellung eines Teilverfahrens 200 des Verfahrens
zur Herstellung einer Schaltkontaktanordnung 100 für ein Relais. Das Teilverfahren
200 umfasst Stanzen 203 des ersten Kontaktträgers 101-1 und des zweiten Kontaktträgers
101-2 in einem Blechplatinenstück 201 und Befestigen 205 des ersten Kontaktpols 103-1
an dem ersten Kontaktträger 101-1 und des zweiten Kontaktpols 103-2 an dem zweiten
Kontaktträger 101-2. Ferner umfasst das Verfahren 200 Biegen 207 eines Kontaktabschnitts
125 des zweiten Kontaktträgers 101-2 in die zweite Schaltebene 105-2, wobei auf dem
Kontaktabschnitt 125 der zweite Kontaktpol 103-2 angeordnet ist. Das Biegen 207 erfolgt
insbesondere an dem Versatzabschnitt 117. Durch das Biegen 207 kann der zweite Kontaktpol
103-2 in fluchtend einer Linie mit dem ersten Kontaktpol 103-1 und dem dritten Kontaktträger
111-3 ausgerichtet werden.
[0062] In dem ersten Kontaktträger 101-1 und in dem zweiten Kontaktträger 101-2 ist jeweils
eine Montagestelle 203-1, 203-2 geformt, welche ausgebildet ist den jeweiligen Kontaktpol
103-1, 103-2 aufzunehmen. Die Montagestellen 203-1, 203-2 können insbesondere Ausnehmungen
oder Vertiefungen sein, welche in den jeweiligen Kontaktträger 101-1, 101-2 gestanzt
respektive geprägt sind. Eine derartige Vertiefung kann entsprechend der gezeigten
Draufsicht auch als Wölbung aus der Zeichenebene heraus gebildet sein.
[0063] Fig. 2B zeigt eine schematische Perspektivdarstellung des Teilverfahrens 200 des
Verfahrens zur Herstellung einer Schaltkontaktanordnung 100 gemäß der in Fig. 2A gezeigten
Ausführungsform. Durch das Biegen 207 des Kontaktabschnitts 125 des zweiten Kontaktträgers
101-2 wird der ursprünglich in der ersten Schaltebene 105-1 gebildete Kontaktabschnitt
125 in der zweiten Schaltebene 105-2 angeordnet.
[0064] Der jeweilige Kontaktpol 103-1, 103-2 kann auf den jeweiligen Kontaktträger 103-1,
103-2 aufgenietet werden, wobei der erste Kontaktpol 103-1 in Richtung der zweiten
Schaltebene 105-2 ausgerichtet sein kann und/oder der zweite Kontaktpol 103-2 in Richtung
der ersten Schaltebene 105-1 ausgerichtet sein kann.
[0065] Fig. 3A zeigt eine schematische Darstellung eines Teilverfahrens 300 des Verfahrens
zur Herstellung einer Schaltkontaktanordnung 100 für ein Relais. Das Teilverfahren
300 umfasst Stanzen 305 der Kontaktfeder 107 in einem zweiten Blechplatinenstück 301
und Befestigen 307 des dritten Kontaktpols 103-3 und des vierten Kontaktpols 103-4
an einem dritten Kontaktträger 101-3 der Kontaktfeder 107. Ferner umfasst das Teilverfahren
300 Biegen 309 der Kontaktfeder 107, um das Federelement 109 zu formen.
[0066] Die Kontaktfeder 107 weist eine erste Montagestelle 303-1 und eine zweite Montagestelle
303-2 auf, wobei die erste Montagestelle 303-1 ausgebildet ist, den dritten Kontaktpol
103-3 aufzunehmen und wobei die zweite Montagestelle 303-2 ausgebildet ist, den vierten
Kontaktpol 103-4 aufzunehmen. Der dritte Kontaktpol 103-3 kann entsprechend der gezeigten
Draufsicht an einer Unterseite der Kontaktfeder 107 angeordnet sein und der vierte
Kontaktpol 103-4 kann entsprechend an einer Oberseite der Kontaktfeder 107 angeordnet
sein.
[0067] An der Kontaktfeder 107 kann ferner ein weiterer Kopplungsarm 323 ausgebildet sein,
welcher in Bezug zu einer Längsachse der Kontaktfeder 107 symmetrisch zu dem Kopplungsarm
115 ausgebildet ist.
[0068] Ferner ist die Kontaktfeder 107 vor dem Biegen 309 der Kontaktfeder 107 durch Haltestreben
313-1, 313-2, 313-3 noch mit dem zweiten Blechplatinenstück 301 verbunden. Die Haltestreben
313-1, 313-2 können parallel zu dem Formen des Federelements 109 entfernt werden.
Ferner kann die Haltestrebe 313-3 zusammen mit einem Teilreststück 317 des zweiten
Blechplatinenstücks 301, welches die Kontaktfeder 107 einschließt, entfernt werden.
Das Entfernen 315 des Teilreststücks und der Haltestrebe 313-3 kann als separater
Verfahrensschritt ausgeführt werden oder parallel zum Formen des Federelements 109
durch das Biegen 309 der Kontaktfeder 107 realisiert sein. Die Kontaktfeder 107 kann
abschließend durch eine weitere Haltestrebe 313-4 mit dem zweiten Blechplatinenstück
301 verbunden bleiben.
[0069] Fig. 3B zeigt eine schematische Seitenansicht des Teilverfahrens 300 gemäß der in
Fig. 3A gezeigten Ausführungsform. Der dritte Kontaktträger 101-3, auf welchem der
dritte Kontaktpol 103-3 und der vierte Kontaktpol 103-4 angeordnet sind, zu der zweiten
Schaltebene 105-2 einen kleineren Abstand aufweist als ein Verbindungsabschnitt 311
zu der zweiten Schaltebene 105-2. Das Federelement 109 ist z-förmig gebogen und verbindet
den dritten Kontaktträger 101-3 mit dem Verbindungsabschnitt 311. Der Verbindungsabschnitt
311 ist ausgebildet, mit dem dritten Kontaktstecker verbunden, insbesondere vernietet
zu werden.
[0070] Fig. 3C zeigt eine schematische Draufsicht des Teilverfahrens 300 gemäß der in Fig.
3A gezeigten Ausführungsform. Die einzelnen Verfahrensschritte können schrittweise
an einem insbesondere kontinuierlichen Kontaktfederband 321 realisiert sein. Die Kontaktfeder
107 kann abschließend durch eine weitere Haltestrebe 313-4 mit dem Kontaktfederband
321 verbunden bleiben, um nach dem Ausbilden der Kontaktfeder 107 das Kontaktfederband
321 auf eine Haspel aufzuwickeln.
[0071] Fig. 4A zeigt eine schematische Darstellung eines Verfahrens 400 zur Herstellung
einer Schaltkontaktanordnung 100 für ein Relais. Das Verfahren 400 umfasst das Teilverfahren
200 gemäß der in Fig. 2A gezeigten Ausführungsform und das weitere Teilverfahren 300
gemäß der in Fig. 3C gezeigten Ausführungsform. Die einzelnen Verfahrensschritte des
Teilverfahrens 200 können schrittweise an einem insbesondere kontinuierlichen Kontaktträgerband
401 realisiert sein. Die Kontaktstecker 111-1, 111-2, 111-3 können stoffschlüssig
mit dem Kontaktträgerband 401 verbunden bleiben, um nach dem Ausbilden der Kontaktträger
101-1, 101-2 und der Kontaktstecker 111-1, 111-2, 111-3 das Kontaktträgerband 401
auf eine weitere Haspel aufzuwickeln.
[0072] Ferner umfasst das Verfahren 400 ein Verbinden 403 des Kontaktträgerbands 401 mit
dem Kontaktfederband 321 an den Verbindungsstellen 113-1, 113-2 des dritten Kontaktsteckers
111-3, ein Trennen 405 der Kontaktfeder 107 von dem Kontaktfederband 321 und ein weiteres
Trennen 407 der Kontaktstecker 111-1, 111-2, 111-3 von dem Kontaktträgerband 401.
Mit dem Trennen 407 der Kontaktstecker 111-1, 111-2, 111-3 von dem Kontaktträgerband
401 können die Kontaktstecker 111-1, 111-2, 111-3 jeweils eine verjüngende Form aufweisen.
Insbesondere können die Enden der Kontaktstecker 111-1, 111-2, 111-3 dreieckförmig
und/oder spitzzulaufend geformt sein, um beispielsweise jeweils eine Kontaktspitze
zu bilden.
[0073] Weiterhin kann das Verfahren 400 ein Einsetzen 409 der Schaltkontaktanordnung 100
in das Relaisgehäuse 123 umfassen, wobei die Schaltkontaktanordnung 100 mittels einer
Rastverbindung in dem Relaisgehäuse 123 gehalten sein kann.
[0074] Das Kontaktträgerband 401 kann insbesondere in einem rechten Winkel mit dem Kontaktfederband
321 zusammengeführt werden. An dem Schnittpunkt des Kontaktträgerbands 401 mit dem
Kontaktfederband 321 kann die Kontaktfeder 107 von dem Kontaktfederband 321 getrennt
und gleichzeitig mit dem dritten Kontaktstecker 111-3 an den Verbindungsstellen 113-1,
113-2 verbunden werden. Die Kontaktfeder 107 kann über die Verbindungsstellen 113-1,
113-2 mit dem Kontaktträgerband 401 mitgeführt werden. Mit dem nachfolgenden Trennen
407 der Kontaktstecker 111-1, 111-2, 111-3 von dem Kontaktträgerband 401 kann die
Schaltkontaktanordnung 100 von dem Kontaktträgerband 401 getrennt werden, um die Schaltkontaktanordnung
100 anschließend in das Relaisgehäuse 123 einzusetzen. Dementsprechend kann eine Mehrzahl
von Schaltkontaktanordnungen 100 aus einem kontinuierlichen Kontaktträgerband 401
und einem kontinuierlichen Kontaktfederband 321 hergestellt werden.
[0075] Fig. 4B zeigt eine schematische Seitenansicht des Verfahrens 400 gemäß der in Fig.
4A gezeigten Ausführungsform. Das Kontaktträgerband 401 und das Kontaktfederband 321
sind verlaufen versetzt zu dem Relaisgehäuse 123. Entsprechend kann die Schaltkontaktanordnung
100 parallel zu einer Flächennormale 411 einer Bodenfläche des Relaisgehäuses 123
in das Relaisgehäuse 123 eingesetzt werden.
[0076] Fig. 5 zeigt eine schematische Perspektivansicht eines Verfahrens 500 zur Herstellung
eines Relais 509. Verfahren umfasst Montieren 511 des Magnetsystems 503 in dem Relaisgehäuse
123. Das Montieren 511 des Magnetsystems 503 erfolgt nach einem Einsetzen der Schaltkontaktanordnung
100 in das Relaisgehäuse 123. Das Magnetsystem umfasst einen Anker 501, welcher ausgebildet
ist elektromagnetisch ausgelenkt zu werden, und einen Hebelarm 507, welcher mit dem
Anker 501 verbunden ist. Der Hebelarm 507 ist ausgebildet, auf zumindest einem der
Kopplungsarme 115, 323 zur Anlage zu kommen und/oder mit einem der Kopplungsarme 115,
323 formschlüssig und/oder stoffschlüssig verbunden zu werden. Eine Auslenkung des
Ankers 501 kann über den Hebelarm 507 an zumindest einen der Kopplungsarme 115, 323
übertragen werden, um die Kontaktfeder 107 zu bewegen.
[0077] Der Kopplungsarm 115 ist ausgebildet, mit einer mittels des Ankers 501 auf den Kopplungsarm
115 einwirkenden Kraft, eine Translation der Kontaktfeder 107 senkrecht zu einer Längsachse
505 des Ankers 501 zu bewirken, um die Kontaktfeder 107 mit einem der Kontaktträger
101-1, 101-2, 101-3 elektrisch leitend zu verbinden.
[0078] Fig. 6 zeigt eine schematische Perspektivansicht eines Verfahrens 600 zur Herstellung
einer Schaltkontaktanordnung 100 und zum Anordnen der Schaltkontaktanordnung 100 in
einem Relais 509 in einer Ausführungsform. Das Verfahren 600 umfasst das Verfahren
400 zur Herstellung einer Schaltkontaktanordnung 100 für ein Relais 509 gemäß der
in Fig. 4A gezeigten Ausführungsform. Ferner umfasst das Verfahren 600 das Verfahren
500 zur Herstellung eines Relais 509 gemäß der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform.
[0079] Weiterhin umfasst das Verfahren 600 ein Aufsetzen 601 einer Relaisdeckplatte 603,
welche ausgebildet ist, das Relaisgehäuse 123 zu verschließen, um die innerhalb des
Relaisgehäuses angeordnete Schaltkontaktanordnung 100 und das Magnetsystem 503 vor
äußeren Einflüssen zu schützen.
[0080] Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung einer Kontaktfeder 107 in einer Ausführungsform.
Die Kontaktfeder 107 umfasst einen Verbindungsabschnitt 311 und einen dritten Kontaktträger
101-3 mit einem Federelement 109. Der dritte Kontaktträger 101-3 weist eine rechteckförmige
Fläche mit abgerundeten Ecken auf, welche sich in Richtung des Federelements 109,
insbesondere trapezförmig verjüngt.
[0081] Die Kontaktfeder 107 weist ferner einen Durchbruch 701 auf, welcher oberhalb einer
teilkreisförmigen Ausnehmung 703 in einer Ecke des Kontaktträgers 101-3 angeordnet
ist. Der Durchbruch 701 kann insbesondere eine kreisförmige Bohrung oder Stanzdurchbruch
sein. Die teilkreisförmige Ausnehmung 703 kann beispielsweise durch einen entlang
eines Umfangsabschnitts eines Kreises verlaufenden Durchbruch, insbesondere einen
Stanzdurchbruch gebildet sein. Der dritte Kontaktpol 103-3 kann von der teilkreisförmigen
Ausnehmung 703 zumindest teilweise umrandet sein. Weiterhin weist die Kontaktfeder
107 einen breitenreduzierten Abschnitt 705 auf, welcher insbesondere durch symmetrische,
gegenüberliegende und/oder trapezförmige Ausnehmungen gebildet sein kann.
[0082] Fig. 8 zeigt eine schematische Perspektivdarstellung einer Schaltkontaktanordnung
100 für ein Relais. Die Schaltkontaktanordnung 100 umfasst einen ersten Kontaktträger
101-1, welcher einen ersten Kontaktstecker 111-1 und einen ersten Kontaktpol umfasst.
Der erste Kontaktpol ist in der ersten Schaltebene 105-1 angeordnet und der erste
Kontaktstecker 111-1 ist einteilig mit dem ersten Kontaktträger 101-1 gebildet. Ferner
umfasst die Schaltkontaktanordnung 100 einen zweiten Kontaktträger 101-2, welcher
einen zweiten Kontaktstecker 111-2 und einen zweiten Kontaktpol 103-2 umfasst, wobei
der zweite Kontaktpol 103-2 in der zweiten Schaltebene 105-2 angeordnet ist, welche
parallel beabstandet von der ersten Schaltebene 105-1 angeordnet ist.
[0083] Weiterhin umfasst die Schaltkontaktanordnung 100 eine Kontaktfeder 107, welche einen
dritten Kontaktträger 101-3 und einen dritten Kontaktstecker 111-3 aufweist. Der dritte
Kontaktträger 101-3 ist zwischen der ersten Schaltebene 105-1 und der zweiten Schaltebene
105-2 angeordnet.
[0084] Die Kontaktfeder 107 weist einen dritten Kontaktpol, welcher dem ersten Kontaktpol
zugewandt ist und einen vierten Kontaktpol 103-4 auf, welcher dem zweiten Kontaktpol
103-2 zugewandt ist. Ferner ist der dritte Kontaktpol seitlich, insbesondere in Längsrichtung
der Kontaktfeder 107, versetzt neben dem vierten Kontaktpol 103-4 angeordnet.
[0085] Die Kontaktfeder 107 umfasst ferner ein Federelement 109, welches ausgebildet ist,
bei einer Auslenkung der Kontaktfeder 107 von einer Ruhelage eine Rückstellkraft zu
erzeugen, welche die Kontaktfeder 107 in die Ruhelage zurücktreibt. Das Federelement
109 ist zwischen dem dritten Kontaktträger 101-3 und dem dritten Kontaktstecker 111-3
angeordnet und z-förmig geformt, um einen Abstand zwischen der ersten Schaltebene
105-1 und der zweiten Schaltebene 105-2 zu überbrücken.
[0086] Der erste Kontaktstecker 111-1, der zweite Kontaktstecker 111-2 und der dritte Kontaktstecker
111-3 sind in der zweiten Schaltebene 105-2 angeordnet. Der zweite Kontaktträger 101-2
ist abgewinkelt ausgebildet, um den Abstand zwischen dem zweiten Kontaktpol 103-2
in der zweiten Schaltebene 105-2 und dem zweiten Kontaktstecker 111-2 in der ersten
Schaltebene 105-1 zu überwinden.
[0087] Die Schaltkontaktanordnung 100 umfasst ferner einen Kopplungsarm 115 und einen Hebelarm
507, wobei der Kopplungsarm 115 einteilig mit dem dritten Kontaktträger 101-3 respektive
der Kontaktfeder 107 gebildet ist. Der Kopplungsarm ist über den Hebelarm 507 mit
einem Anker 501 eines Magnetsystems 503 koppelbar.
[0088] Der Kopplungsarm 115 ist seitlich neben dem dritten Kontaktträger 101-3 angeordnet
und weist einen Kopplungsbereich 119 zur Verbindung mit einem Hebelarm 507 des Magnetsystems
503 auf.
[0089] Der Hebelarm 507 ist ausgebildet, auf zumindest einem der Kopplungsarme 115, 323
zur Anlage zu kommen und/oder mit einem der Kopplungsarme 115, 323 formschlüssig und/oder
stoffschlüssig verbunden zu werden. Eine Auslenkung des Ankers 501 kann über den Hebelarm
507 an zumindest einen der Kopplungsarme 115, 323 übertragen werden, um die Kontaktfeder
107 zu bewegen.
[0090] Der Kopplungsarm 115 ist ausgebildet, mit einer mittels des Ankers 501 auf den Kopplungsarm
115 einwirkenden Kraft, eine Translation der Kontaktfeder 107 senkrecht zu einer Längsachse
505 des Ankers 501 zu bewirken, um die Kontaktfeder 107 mit einem der Kontaktträger
101-1, 101-2, 101-3 elektrisch leitend zu verbinden.
[0091] Der zweite Kontaktträger 101-2 weist einen Versatzabschnitt 117 auf, welcher zwischen
dem Kontaktabschnitt 125 und dem zweiten Kontaktstecker 111-2 angeordnet ist. Der
Kontaktabschnitt 125 ist ausgebildet, den zweiten Kontaktpol 103-2 aufzunehmen. Ferner
ist der Versatzabschnitt 117 ausgebildet, mittels zweier Krümmungsabschnitte einen
Parallelversatz des Kontaktabschnitts 125 gegenüber dem zweiten Kontaktstecker 111-2
zu realisieren, sodass der Kontaktabschnitt 125 in der zweite Schaltebene 105-2 und
der zweite Kontaktstecker 111-2 zumindest teilweise in der ersten Schaltebene 105-1
angeordnet ist.
[0092] Ferner weist der erste Kontaktstecker 111-1 einen ersten Versatzabschnitt 801-1,
der zweite Kontaktstecker 111-2 einen ersten Versatzabschnitt 801-2 und/oder der dritte
Kontaktstecker 111-3 einen dritten Versatzabschnitt 801-3 auf. Die jeweiligen Versatzabschnitte
801-1, 801-2, 801-3 sind ausgebildet, den jeweiligen Kontaktstecker 111-1, 111-2,
111-3 mit dem jeweiligen Kontaktträger 101-1, 101-2, 101-3 zu verbinden und eine vorbestimmten
Distanz zwischen der ersten Schaltebene 105-1 und der zweiten Schaltebene 105-2 zu
überwinden.
[0093] Die Kontaktträger 101-1, 101-2, 101-3 können mit einem jeweiligen Abschnitt, welcher
in der ersten Schaltebene 105-1 angeordnet ist an dem Relaisgehäuse 123 befestigt
sein, wobei die Versatzabschnitte 801-1, 801-2, 801-3 ausgebildet sind, den jeweiligen
Kontaktstecker 111-1, 111-2, 111-3 beabstandet von der ersten Schaltebene 105-1, insbesondere
in der zweiten Schaltebene 105-2 anzuordnen.
[0094] In einer Ausführungsform bilden die Versatzabschnitte 801-1, 801-2, 801-3 Kröpfungen
für die Kontaktstecker 111-1, 111-2, 111-3. Ferner weisen die Kontaktstecker 111-1,
111-2, 111-3 flache, rechteckförmige Enden auf. Die Kontaktstecker 111-1, 111-2, 111-3
können in einer Ebene, insbesondere in der zweiten Schaltebene 105-2, mit Aktivierungskontakten
803-1, 803-2 des Magnetsystems 503 angeordnet sein.
[0095] In einer Ausführungsform sind die Kontaktstecker 111-1, 111-2, 111-3 aus einem Kontaktsteckerband
geformt, welches insbesondere auf eine Haspel wickelbar ist, um kontinuierlich eine
Mehrzahl von Kontaktsteckergruppen aus dem Kontaktträgerband zu formen. Ferner können
die Kontaktträger 101-1, 101-2, 101-3 aus einem Kontaktträgerband geformt sein, welches
insbesondere auf eine weitere Haspel wickelbar ist, um kontinuierlich eine Mehrzahl
von Kontaktträgergruppen aus dem Kontaktträgerband zu formen.
Bezugszeichenliste
[0096]
- 100
- Schaltkontaktanordnung
- 101-1
- Erster Kontaktträger
- 101-2
- Zweiter Kontaktträger
- 101-3
- Dritter Kontaktträger
- 103-1
- Erster Kontaktpol
- 103-2
- Zweiter Kontaktpol
- 103-3
- Dritter Kontaktpol
- 103-4
- Vierter Kontaktpol
- 105-1
- Erste Schaltebene
- 105-2
- Zweite Schaltebene
- 107
- Kontaktfeder
- 109
- Federelement
- 111-1
- Erster Kontaktstecker
- 111-2
- Zweiter Kontaktstecker
- 111-3
- Dritter Kontaktstecker
- 113-1
- Verbindungsstelle
- 113-2
- Verbindungsstelle
- 115
- Kopplungsarm
- 117
- Versatzabschnitt
- 119
- Kopplungsbereich
- 121-1
- Öffnung
- 121-2
- Öffnung
- 121-3
- Öffnung
- 121-4
- Öffnung
- 121-5
- Öffnung
- 123
- Relaisgehäuse
- 125
- Kontaktabschnitt
- 200
- Teilverfahren
- 201
- Erstes Blechplatinenstück
- 203-1
- Montagestelle
- 203-2
- Montagestelle
- 205
- Befestigen
- 207
- Biegen
- 300
- Teilverfahren
- 301
- Zweites Blechplatinenstück
- 303-1
- Montagestelle
- 303-2
- Montagestelle
- 305
- Stanzen
- 307
- Befestigen
- 309
- Biegen
- 311
- Verbindungsabschnitt
- 313-1
- Haltestrebe
- 313-2
- Haltestrebe
- 313-3
- Haltestrebe
- 313-4
- Haltestrebe
- 315
- Entfernen
- 317
- Teilreststück
- 321
- Kontaktfederband
- 323
- Kopplungsarm
- 400
- Verfahren
- 401
- Kontaktträgerband
- 403
- Verbinden
- 405
- Trennen
- 407
- Trennen
- 409
- Einsetzen
- 411
- Flächennormale
- 500
- Verfahren
- 501
- Anker
- 503
- Magnetsystem
- 505
- Längsachse
- 507
- Hebelarm
- 509
- Relais
- 511
- Montieren
- 600
- Verfahren
- 601
- Aufsetzen
- 603
- Relaisdeckplatte
- 701
- Durchbruch
- 703
- teilkreisförmige Ausnehmung
- 705
- breitenreduzierter Abschnitt
1. Schaltkontaktanordnung (100) für ein Relais, mit:
einem ersten Kontaktträger (101-1), welcher einen ersten Kontaktstecker (111-1) und
einen ersten Kontaktpol (103-1) umfasst, wobei der erste Kontaktpol (103-1) in einer
ersten Schaltebene (105-1) angeordnet ist und der erste Kontaktstecker (111-1) einteilig
mit dem ersten Kontaktträger (101-1) gebildet ist und wobei der erste Kontaktträger
(101-1) über den ersten Kontaktstecker (111-1) mit einem ersten elektrischen Signal
beaufschlagbar ist;
einem zweiten Kontaktträger (101-2), welcher einen zweiten Kontaktstecker (111-2)
und einen zweiten Kontaktpol (103-2) umfasst, wobei der zweite Kontaktpol (103-2)
in einer zweiten Schaltebene (105-2) angeordnet ist, welche parallel beabstandet von
der ersten Schaltebene (105-1) angeordnet ist, und wobei der zweite Kontaktträger
(101-2) über den zweiten Kontaktstecker (111-2) mit einem zweiten elektrischen Signal
beaufschlagbar ist;
einer Kontaktfeder (107), welche einen dritten Kontaktträger (101-3) und einen dritten
Kontaktstecker (111-3) aufweist, wobei die Kontaktfeder (107) zwischen der ersten
Schaltebene (105-1) und der zweiten Schaltebene (105-2) angeordnet ist, und wobei
der dritte Kontaktträger (101-3) über den dritten Kontaktstecker (111-3) mit einem
dritten elektrischen Signal beaufschlagbar ist, und
wobei die Kontaktfeder (107) einen dritten Kontaktpol (103-3), welcher dem ersten
Kontaktpol (103-1) zugewandt ist und einen vierten Kontaktpol (103-4), welcher dem
zweiten Kontaktpol (103-2) zugewandt ist, aufweist, und wobei der dritte Kontaktpol
(103-3) seitlich versetzt neben dem vierten Kontaktpol (103-4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kontaktstecker (111-1), der zweite Kontaktstecker (111-2) und der dritte
Kontaktstecker (111-3) in der ersten Schaltebene (105-1) angeordnet sind.
2. Schaltkontaktanordnung (100), nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kontaktfeder
(107) ein Federelement (109) umfasst, welches ausgebildet ist, bei einer Auslenkung
der Kontaktfeder (107) von einer Ruhelage eine Rückstellkraft zu erzeugen, welche
die Kontaktfeder (107) in die Ruhelage zurücktreibt.
3. Schaltkontaktanordnung (100), nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der erste
Kontaktträger (101-1) und der zweite Kontaktträger (101-2) aus einem ersten Blechplatinenstück
(201) gebildet sind und wobei die Kontaktfeder (107) aus einem zweiten Blechplatinenstück
(301) gebildet ist.
4. Schaltkontaktanordnung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der erste
Kontaktstecker (111-1), der zweite Kontaktstecker (111-2) und der dritte Kontaktstecker
(111-3) aus dem ersten Blechplatinenstück (201) gebildet sind.
5. Schaltkontaktanordnung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der dritte
Kontaktstecker (111-3) zumindest eine Verbindungsstelle (113-1) aufweist, welche ausgebildet
ist, den dritten Kontaktträger (101-3) mit dem dritten Kontaktstecker (111-3) elektrisch
zu verbinden und mechanisch zu fixieren.
6. Schaltkontaktanordnung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der erste
Kontaktträger (101-1) in der ersten Schaltebene (105-1) L-förmig ausgebildet ist und
der zweite Kontaktträger (101-2) abgewinkelt ausgebildet ist, um den Abstand zwischen
dem zweiten Kontaktpol (103-2) in der zweiten Schaltebene (105-2) und dem zweiten
Kontaktstecker (111-2) in der ersten Schaltebene (105-1) zu überwinden.
7. Schaltkontaktanordnung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Federelement
(109) zwischen dem dritten Kontaktträger (101-3) und dem dritten Kontaktstecker (111-3)
angeordnet und z-förmig geformt ist, um einen Abstand zwischen der ersten Schaltebene
(105-1) und der zweiten Schaltebene (105-2) zu überbrücken.
8. Schaltkontaktanordnung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die jeweiligen
Kontaktpole (103-1, 103-2, 103-3. 103-4) auf den jeweiligen Kontaktträger (101-1,
101-2, 101-3) genietet und/oder geschweißt sind.
9. Schaltkontaktanordnung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit einem Kopplungsarm
(115), welcher mit einem Anker (501) eines Magnetsystems (503) koppelbar ist, wobei
der Kopplungsarm (115) ausgebildet ist, mit einer mittels des Ankers (501) auf den
Kopplungsarm (115) einwirkenden Kraft, eine Translation der Kontaktfeder (107) senkrecht
zu einer Längsachse (505) des Ankers (501) zu bewirken, um die Kontaktfeder (107)
mit einem der Kontaktträger (101-1, 101-2, 101-3) elektrisch leitend zu verbinden.
10. Schaltkontaktanordnung (100) nach Anspruch 9, wobei der Kopplungsarm (115) seitlich
neben dem dritten Kontaktträger (101-3) angeordnet ist und einen Kopplungsbereich
(119) aufweist, welcher ausgebildet ist, einen Hebelarm (507) des Magnetsystems (503)
zumindest teilweise formschlüssig aufzunehmen.
11. Schaltkontaktanordnung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kontaktfeder
(107) in der Ruhelage von dem ersten Kontaktträger (101-1) und/oder dem zweiten Kontaktträger
(101-2) elektrisch isoliert ist.
12. Schaltkontaktanordnung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der erste
Kontaktträger (101-1), der zweite Kontaktträger (101-2) und/oder der dritte Kontaktträger
(101-3) Öffnungen (121-1, 121-2, 121-3, 121-4, 121-5) zur Aufnahme von Stiften eines
Relaisgehäuses (123) aufweisen, um die Schaltkontaktanordnung (100) in einem Relaisgehäuse
(123) zu fixieren.
13. Schaltkontaktanordnung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit einem ersten
Versatzabschnitt (801-1), welcher an dem ersten Kontaktstecker (111-1) angeordnet
und ausgebildet ist, den ersten Kontaktstecker (111-1) entlang einer Flächennormale
der ersten Schaltebene (105-1) um einen vorbestimmten Abstand von der ersten Schaltebene
(105-1) versetzt anzuordnen.
14. Schaltkontaktanordnung (100) nach Anspruch 13, mit einem zweiten Versatzabschnitt
(801-2) und einem dritten Versatzabschnitt (801-3), wobei der dritte Versatzabschnitt
(801-3) seitlich versetzt an der Kontaktfeder (107) angeordnet ist, und/oder wobei
der der zweite Kontaktstecker (111-2) mit einem seitlichen Versatz an dem zweiten
Versatzabschnitt (801-2) angeordnet ist, und/oder wobei die Versatzabschnitte (801-2,
801-3) ausgebildet sind, den jeweiligen Kontaktstecker (111-2, 111-3) entlang einer
Flächennormale der ersten Schaltebene (105-1) um einen vorbestimmten Abstand von der
ersten Schaltebene (105-1) versetzt anzuordnen.
15. Verfahren (400) zur Herstellung einer Schaltkontaktanordnung (100) für ein Relais,
mit:
Stanzen (203) des ersten Kontaktträgers (101-1) und des zweiten Kontaktträgers (101-2)
in einem Kontaktträgerband (401);
Befestigen (205) des ersten Kontaktpols (103-1) an dem ersten Kontaktträger (101-1)
und des zweiten Kontaktpols (103-2) an dem zweiten Kontaktträger (101-2);
Biegen (207) eines Kontaktabschnitts (125) des zweiten Kontaktträgers (101-2) in die
zweite Schaltebene (105-2), wobei auf dem Kontaktabschnitt (125) der zweite Kontaktpol
(103-2) angeordnet ist;
Stanzen (305) der Kontaktfeder (107) in einem Kontaktfederband (321);
Befestigen (307) des dritten Kontaktpols (103-3) und des vierten Kontaktpols (103-4)
an einem dritten Kontaktträger (101-3) der Kontaktfeder (107);
Biegen (309) der Kontaktfeder (107), um das Federelement (109) zu formen, wobei der
dritte Kontaktträger (101-3), auf welchem der dritte Kontaktpol (103-3) und der vierte
Kontaktpol (103-4) angeordnet sind, zu der zweiten Schaltebene (105-2) einen kleineren
Abstand aufweist als der dritte Kontaktstecker (111-3) zu der zweiten Schaltebene
(105-2);
Trennen (405) der Kontaktfeder (107) von dem Kontaktfederband (321); und
Trennen (407) der Kontaktstecker (111-1, 111-2, 111-3) von dem Kontaktträgerband (401);
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren ein Verbinden (403) des Kontaktträgerbands (401) mit dem Kontaktfederband
(321) an der Verbindungsstelle (113-1) des dritten Kontaktsteckers 111-3 umfasst,
sodass der erste Kontaktstecker (111-1), der zweite Kontaktstecker (111-2) und der
dritte Kontaktstecker (111-3) in der ersten Schaltebene (105-1) angeordnet sind.
16. Verfahren (400) nach Anspruch 15, wobei das Verfahren (400) mittels eines Stanz-Biegeautomaten
ausführbar ist, um eine gemeinsame Verarbeitung des Kontaktträgerbands (401) mit dem
Kontaktfederband (321) zu realisieren.
17. Verfahren (400) nach einem der Ansprüche 15 oder 16, wobei das Kontaktfederband (321)
nach dem Stanzen der Kontaktfeder (107) in dem Kontaktfederband (321) auf eine Haspel
gewickelt wird, um die Schaltkontaktanordnung (100) in einer Baugruppe eines Fertigungsbands
herzustellen.
18. Verfahren (400) nach einem der Ansprüche 15 bis 17, wobei das Kontaktträgerband (401)
nach dem Stanzen des ersten Kontaktträgers (101-1), des zweiten Kontaktträgers (101-2)
und des dritten Kontaktträgers (101-3) in dem Kontaktträgerband (401) auf eine weitere
Haspel gewickelt wird.
1. Switching contact assembly (100) for a relay, comprising:
a first contact carrier (101-1) which comprises a first contact plug (111-1) and a
first contact pole (103-1), wherein the first contact pole (103-1) is arranged in
a first switching plane (105-1) and the first contact plug (111-1) is formed in one
part with the first contact carrier (101-1), and wherein a first electrical signal
can be applied to the first contact carrier (101-1) via the first contact plug (111-1);
a second contact carrier (101-2) which comprises a second contact plug (111-2) and
a second contact pole (103-2), wherein the second contact pole (103-2) is arranged
in a second switching plane (105-2), which is arranged parallel at a distance from
the first switching plane (105-1), and wherein a second electrical signal can be applied
to the second contact carrier (101-2) via the second contact plug (111-2);
a contact spring (107) which comprises a third contact carrier (101-3) and a third
contact plug (111-3), wherein the contact spring (107) is arranged between the first
switching plane (105-1) and the second switching plane (105-2), and wherein a third
electrical signal can be applied to the third contact carrier (101-3) via the third
contact plug (111-3), and
wherein the contact spring (107) comprises a third contact pole (103-3) which faces
the first contact pole (103-1) and a fourth contact pole (103-4) which faces the second
contact pole (103-2), and wherein the third contact pole (103-3) is arranged with
a lateral offset next to the fourth contact pole (103-4), characterized in that the first contact plug (111-1), the second contact plug (111-2) and the third contact
plug (111-3) are arranged in the first switching plane (105-1).
2. Switching contact assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein
the contact spring (107) comprises a spring element (109) which is configured, when
the contact spring (107) is deflected from a rest position, to generate a restoring
force which drives back the contact spring (107) to the rest position.
3. Switching contact assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein
the first contact carrier (101-1) and the second contact carrier (101-2) are formed
from a first sheet metal part (201) and wherein the contact spring (107) is formed
from a second sheet metal part (301).
4. Switching contact assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein
the first contact plug (111-1), the second contact plug (111-2) and the third contact
plug (111-3) are formed from the first sheet metal part (201).
5. Switching contact assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein
the third contact plug (111-3) comprises at least one connection point (113-1) which
is configured to electrically connect and mechanically fix the third contact carrier
(101-3) to the third contact plug (111- 3).
6. Switching contact assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein
the first contact carrier (101-1) in the first switching plane (105-1) is formed L-shaped
and the second contact carrier (101-2) is formed angled in order to overcome the distance
between the second contact pole (103-2) in the second switching plane (105-2) and
the second contact plug (111-2) in the first switching plane (105-1).
7. Switching contact assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein
the spring element (109) is arranged between the third contact carrier (101-3) and
the third contact plug (111-3) and is formed z-shaped in order to bridge a distance
between the first switching plane (105-1) and the second switching plane (105-2).
8. Switching contact assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein
the respective contact poles (103-1, 103-2, 103-3. 103-4) on the respective contact
carrier (101-1, 101-2, 101-3) are riveted and/or welded.
9. Switching contact assembly (100) according to one of the preceding claims, comprising
a coupling arm (115) which can be coupled with an armature (501) of a magnet system
(503), wherein the coupling arm (115) is configured to effect a translation of the
contact spring (107) perpendicular to a longitudinal axis (505) of the armature (501)
by means of a force acting on the coupling arm (115) by the armature (501) in order
to electrically conductively connect the contact spring (107) with one of the contact
carriers (101-1, 101-2, 101-3).
10. Switching contact assembly (100) according to claim 9, wherein the coupling arm (115)
is arranged with a lateral offset next to the third contact carrier (101-3) and comprises
a coupling region (119) which is configured to receive a lever arm (507) of the magnet
system (503) at least partially form-fitting.
11. Switching contact assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein
the contact spring (107) is electrically isolated from the first contact carrier (101-1)
and/or the second contact carrier (101-2) in the rest position.
12. Switching contact assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein
the first contact carrier (101-1), the second contact carrier (101-2) and/or the third
contact carrier (101-3) comprise openings (121-1, 121-2, 121-3, 121-4, 121-5) for
receiving pins of a relay housing (123) in order to fix the switching contact assembly
(100) in a relay housing (123).
13. Switching contact assembly (100) according to one of the preceding claims, comprising
a first offset section (801-1) which is arranged on the first contact plug (111-1),
and configured to arrange the first contact plug (111-1) with an offset along a surface
normal of the first switching plane (105-1) by a predetermined distance from the first
switching plane (105-1).
14. Switching contact assembly (100) according to claim 13, comprising a second offset
section (801-2) and a third offset section (801-3), wherein the third offset section
(801-3) is arranged with a lateral offset on the contact spring (107), and/or wherein
the second contact plug (111-2) is arranged with a lateral offset on the second offset
section (801-2), and/or wherein the offset sections (801-2, 801-3) are configured
to arrange the respective contact plug (111-2, 111-3) with an offset along a surface
normal of the first switching plane (105-1) by a predetermined distance from the first
switching plane (105-1).
15. Method (400) for producing a switching contact assembly (100) for a relay, comprising:
punching (203) the first contact carrier (101-1) and the second contact carrier (101-2)
in a contact carrier strip (401);
attaching (205) the first contact pole (103-1) to the first contact carrier (101-1)
and the second contact pole (103-2) to the second contact carrier (101-2);
bending (207) a contact section (125) of the second contact carrier (101-2) into the
second switching plane (105-2), wherein the second contact pole (103-2) is arranged
on the contact section (125);
punching (305) the contact spring (107) in a contact spring strip (321);
attaching (307) the third contact pole (103-3) and the fourth contact pole (103-4)
to a third contact carrier (101-3) of the contact spring (107);
bending (309) the contact spring (107) to form the spring element (109), wherein the
third contact carrier (101-3), on which the third contact pole (103-3) and the fourth
contact pole (103-4) are arranged, has a smaller distance to the second switching
plane (105-2) than the third contact plug (111-3) to the second switching plane (105-2);
separating (405) the contact spring (107) from the contact spring strip (321); and
separating (407) the contact plugs (111-1, 111-2, 111-3) from the contact carrier
strip (401);
characterized in that the method comprises connecting (403) the contact carrier strip (401) with the contact
spring strip (321) at the connection point (113-1) of the third contact plug 111-3,
so that the first contact plug (111-1), the second contact plug (111-2) and the third
contact plug (111-3) are arranged in the first switching plane (105-1).
16. Method (400) according to claim 15, wherein the method (400) can be carried out by
a punching and bending machine in order to realize a joint processing of the contact
carrier strip (401) with the contact spring strip (321).
17. Method (400) according to one of claims 15 or 16, wherein the contact spring strip
(321) is wound on a reel after the punching of the contact spring (107) in the contact
spring strip (321) in order to produce the switching contact assembly (100) in an
assembly of a production line.
18. Method (400) according to one of claims 15 to 17, wherein the contact carrier strip
(401) is wound on another reel after the punching of the first contact carrier (101-1),
the second contact carrier (101-2) and the third contact carrier (101-3) in the contact
carrier strip (401).
1. Ensemble de contacts de commutation (100) pour un relais, comprenant :
un premier support de contact (101-1) qui comprend une première fiche de contact (111-1)
et un premier pôle de contact (103-1), le pôle de contact (103-1) étant disposé dans
un premier plan de commutation (105-1), et la première fiche de contact (111-1) étant
formée d'un seul tenant avec le premier support de contact (101-1), et un premier
signal électrique pouvant être appliqué au premier support de contact (101-1) par
l'intermédiaire de la première fiche de contact (111-1) ;
un deuxième support de contact (101-2) qui comprend une deuxième fiche de contact
(111-2) et un deuxième pôle de contact (103-2), le deuxième pôle de contact (103-2)
étant disposé dans un deuxième plan de commutation (105-2) qui est disposé en parallèle
à distance du premier plan de commutation (105-1), et un deuxième signal électrique
pouvant être appliqué au deuxième support de contact (101-2) par l'intermédiaire de
la deuxième fiche de contact (111-2) ;
un ressort de contact (107) qui présente un troisième support de contact (101-3) et
une troisième fiche de contact (111-3), le ressort de contact (107) étant disposé
entre le premier plan de commutation (105-1) et le deuxième plan de commutation (105-2),
et un troisième signal électrique pouvant être appliqué au troisième support de contact
(101-3) par l'intermédiaire de la troisième fiche de contact (111-3), et
le ressort de contact (107) présentant un troisième pôle de contact (103-3) qui est
tourné vers le premier pôle de contact (103-1) et un quatrième pôle de contact (103-4)
qui est tourné vers le deuxième pôle de contact (103-2), et le troisième pôle de contact
(103-3) étant disposé de manière latéralement décalée à côté du quatrième pôle de
contact (103-4),
caractérisé en ce que la première fiche de contact (111-1), la deuxième fiche de contact (111-2) et la
troisième fiche de contact (111-3) sont disposées dans le premier plan de commutation
(105-1).
2. Ensemble de contacts de commutation (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel le ressort de contact (107) comprend un élément de ressort
(109) qui est réalisé pour produire, en cas de déviation du ressort de contact (107)
par rapport à une position de repos, une force de rappel qui repousse le ressort de
contact (107) vers la position de repos.
3. Ensemble de contacts de commutation (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel le premier support de contact (101-1) et le deuxième support
de contact (101-2) sont formés à partir d'une première pièce de platine de tôle (201),
et le ressort de contact (107) est formé à partir d'une deuxième pièce de platine
de tôle (301).
4. Ensemble de contacts de commutation (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel la première fiche de contact (111-1), la deuxième fiche de
contact (111-2) et la troisième fiche de contact (111-3) sont formées à partir de
la première pièce de platine de tôle (201).
5. Ensemble de contacts de commutation (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel la troisième fiche de contact (111-3) présente au moins une
jonction (113-1) qui est réalisée pour relier électriquement et fixer mécaniquement
le troisième support de contact (101-3) à la troisième fiche de contact (111-3).
6. Ensemble de contacts de commutation (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel le premier support de contact (101-1) est réalisé en forme
de L dans le premier plan de commutation (105-1), et le deuxième support de contact
(101-2) est réalisé en formant un angle pour franchir la distance entre le deuxième
pôle de contact (103-2) dans le deuxième plan de commutation (105-2) et la deuxième
fiche de contact (111-2) dans le premier plan de commutation (105-1).
7. Ensemble de contacts de commutation (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel l'élément de ressort (109) est disposé entre le troisième
support de contact (101-3) et la troisième fiche de contact (111-3) et est formé en
forme de Z pour franchir une distance entre le premier plan de commutation (105-1)
et le deuxième plan de commutation (105-2).
8. Ensemble de contacts de commutation (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel les pôles de contact (103-1, 103-2, 103-3, 103-4) respectifs
sont rivetés et/ou soudés sur le support de contact (101-1, 101-2, 101-3) respectif.
9. Ensemble de contacts de commutation (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, comprenant un bras d'accouplement (115) qui peut être accouplé à un induit
(501) d'un système magnétique (503), le bras d'accouplement (115) étant réalisé pour
provoquer par une force agissant au moyen de l'induit (501) sur le bras d'accouplement
(115) une translation du ressort de contact (107) perpendiculairement à un axe longitudinal
(505) de l'induit (501) afin de relier de manière électriquement conductrice le ressort
de contact (107) à l'un des supports de contact (101-1, 101-2, 101-3).
10. Ensemble de contacts de commutation (100) selon la revendication 9, dans lequel le
bras d'accouplement (115) est disposé latéralement à côté du troisième support de
contact (101-3) et présente une zone d'accouplement (119) qui est réalisée pour recevoir
au moins partiellement par complémentarité de forme un bras de levier (507) du système
magnétique (503).
11. Ensemble de contacts de commutation (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel le ressort de contact (107), dans la position de repos, est
électriquement isolé par rapport au premier support de contact (101-1) et/ou au deuxième
support de contact (101-2).
12. Ensemble de contacts de commutation (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel le premier support de contact (101-1), le deuxième support
de contact (101-2) et/ou le troisième support de contact (101-3) présentent des ouvertures
(121-1, 121-2, 121-3, 121-4, 121-5) pour recevoir des goupilles d'un boîtier de relais
(123) afin de fixer l'ensemble de contacts de commutation (100) dans un boîtier de
relais (123) .
13. Ensemble de contacts de commutation (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, comprenant une première partie de décalage (801-1) qui est disposée sur
la première fiche de contact (111-1) et réalisée pour disposer la première fiche de
contact (111-1) le long d'une normale à la surface du premier plan de commutation
(105-1) de manière décalée d'une distance prédéterminée par rapport au premier plan
de commutation (105-1).
14. Ensemble de contacts de commutation (100) selon la revendication 13, comprenant une
deuxième partie de décalage (801-2) et une troisième partie de décalage (801-3), la
troisième partie de décalage (801-3) étant disposée de manière latéralement décalée
sur le ressort de contact (107), et/ou la deuxième fiche de contact (111-2) étant
disposée avec un décalage latéral sur la deuxième partie de décalage (801-2), et/ou
les parties de décalage (801-2, 801-3) étant réalisées pour disposer la fiche de contact
(111-2, 111-3) respective le long d'une normale à la surface du premier plan de commutation
(105-1) de manière décalée d'une distance prédéterminée par rapport au premier plan
de commutation (105-1).
15. Procédé (400) de fabrication d'un ensemble de contacts de commutation (100) pour un
relais, comprenant les étapes consistant à :
estamper (203) le premier support de contact (101-1) et le deuxième support de contact
(101-2) dans un feuillard de support de contact (401) ;
fixer (205) le premier pôle de contact (103-1) sur le premier support de contact (101-1)
et le deuxième pôle de contact (103-2) sur le deuxième support de contact (101-2)
;
cintrer (207) une partie de contact (125) du deuxième support de contacts (101-2)
dans le deuxième plan de commutation (105-2), le deuxième pôle de contact (103-2)
étant disposé sur la partie de contact (125) ;
estamper (305) le ressort de contact (107) dans un feuillard de ressort de contact
(321) ;
fixer (307) le troisième pôle de contact (103-3) et le quatrième pôle de contact (103-4)
à un troisième support de contact (101-3) du ressort de contact (107) ;
cintrer (309) le ressort de contact (107) pour former l'élément de ressort (109),
le troisième support de contact (101-3), sur lequel sont disposés le troisième pôle
de contact (103-3) et le quatrième pôle de contact (103-4), présentant par rapport
au deuxième plan de commutation (105-2) une distance inférieure à celle de la troisième
fiche de contact (111-3) par rapport au deuxième plan de commutation (105-2) ;
séparer (405) le ressort de contact (107) du feuillard de ressort de contact (321)
; et
séparer (407) la fiche de contact (111-1, 111-2, 111-3) du feuillard de support de
contact (401) ;
caractérisé en ce que le procédé comprend le fait de relier (403) le feuillard de support de contact (401)
au feuillard de ressort de contact (321) à la jonction (113-1) de la troisième fiche
de contact (111-3) de sorte que la première fiche de contact (111-1), la deuxième
fiche de contact (111-2) et la troisième fiche de contact (111-3) sont disposées dans
le premier plan de commutation (105-1).
16. Procédé (400) selon la revendication 15, le procédé (400) pouvant être effectué au
moyen d'une presse automatique à estamper et cintrer pour réaliser un traitement commun
du feuillard de support de contact (401) avec le feuillard de ressort de contact (321).
17. Procédé (400) selon l'une quelconque des revendications 15 ou 16, dans lequel le feuillard
de ressort de contact (321) est enroulé sur une enrouleuse après l'estampage du ressort
de contact (107) dans le feuillard de ressort de contact (321) afin de fabriquer l'ensemble
de contacts de commutation (100) dans un sousensemble d'un feuillard de production.
18. Procédé (400) selon l'une quelconque des revendications 15 à 17, dans lequel le feuillard
de support de contact (401) est enroulé sur une autre enrouleuse après l'estampage
du premier support de contact (101-1), du deuxième support de contact (101-2) et du
troisième support de contact (101-3) dans le feuillard de support de contact (401).