Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Dosieren und Abfüllen von pulverförmigem
Füllgut in Behälter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, gemäß
DE 10, 2014 200 484 A1 und
DE 102 51 065 A1.
[0002] Eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist aus der
DE 10 2008 040 595 A1 der Anmelderin bekannt. Die bekannte Vorrichtung weist ein in einer horizontalen
Achse drehbar gelagertes Dosierrad auf, wobei in dem Dosierrad mehrere Dosierkammern
zum Abfüllen jeweils einer bestimmten Füllgutmenge ausgebildet sind. Die Dosierkammern
gelangen bei der schrittweisen Drehung des Dosierrads in Überdeckung mit einem Füllgutbehälter,
aus dem das pulver- bzw. rieselförmige Füllgut in die Dosierkammer abgegeben wird.
Die Abgabe des Füllguts aus dem Füllgutbehälter in die jeweilige Dosierkammer wird
durch Unterdruck unterstützt, der über eine Bohrung an der Dosierkammer anliegt. Nach
einer Drehung des Dosierrads um 180° gegenüber dem Füllgutbehälter erfolgt die Abgabe
des Füllguts aus der Dosierkammer in einen unterhalb der Dosierkammer angeordneten
Behälter. Die Abgabe des Füllguts wird sowohl durch einen Schwingungserzeuger, als
auch durch eine Druckluftquelle unterstützt, wobei die Druckluftquelle über die gleiche
Bohrung auf die Dosierkammer wirkt wie die Unterdruckquelle während des Füllvorgangs.
Die über die Bohrung in den Bereich der Dosierkammer eingeleitete Druckluft durchströmt
ein den Bodenbereich der Dosierkammer ausbildendes Filterelement. Die Druckluft wirkt
somit über den gesamten Querschnitt der Dosierkammer, um das Entleeren des Füllguts
aus der Dosierkammer zu unterstützen.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Dosieren und Abfüllen von pulverförmigem Füllgut
in Behälter mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, dass durch eine gezielte
Führung der Druckluft die Druckluft zumindest im Wesentlichen auf den Bereich der
die Dosierkammer begrenzenden (Umfangs-) Wand einwirkt und somit gezielt den Wandbereich
der Dosierkammer von ggf. anhaftendem Füllgut befreit. Es wird somit durch die gezielte
Führung der Druckluft in den Bereich der Wand der Dosierkammer ermöglicht, dass zum
Reinigen bzw. Freihalten der Wand der Dosierkammer von Füllgut ein relativ geringer
Überdruck bzw. eine relativ geringe, von der Druckluft stammende mechanische bzw.
pneumatische Energie genügt, um ein Anhaften von Füllgut in der Dosierkammer zu vermeiden.
Durch die relativ geringe Menge bzw. den relativ geringen (Über-) Druck zur Reinigung
der Wand der Dosierkammer wird darüber hinaus eine (ungewollte) Verschmutzung von
über die Druckluft von der Wand der Dosierkammer entferntem Füllgut in anderen Bereichen
der Vorrichtung vermieden, bzw. es sind dort keine aufwendigen zusätzlichen Abdichtmaßnahmen
oder ähnliches erforderlich.
[0005] Das Reinigen bzw. Entfernen von Füllgut von der Wand der Dosierkammer hat insbesondere
den Vorteil, dass Fehldosierungen, insbesondere Minderdosierungen, ausgeschlossen
werden, da der vollständige Inhalt des in der Dosierkammer befindlichen Füllguts in
einen bereitstehenden Behälter abgegeben wird.
[0006] Um eine Verwirbelung der Druckluft im Bereich der Dosierkammer zu vermeiden, und
gleichzeitig die in der Druckluft vorhandene kinetische Energie möglichst vollständig
zum Reinigen der Wand der Dosierkammer zu nutzen, ist es vorgesehen, dass der Druckluftauslass
in einem schrägen Winkel zu einer Längsachse der Dosierkammer im Bereich der Wand
der Dosierkammer ausgerichtet. In diesem Fall wird eine Strömungskomponente in Umfangsrichtung
der Wand der Dosierkammer erzeugt. Eine derartige konstruktive Ausgestaltung bewirkt
insbesondere, dass ein größerer Bereich der Wand der Dosierkammer in Umfangsrichtung
von der Druckluft überstrichen wird, so dass keine Totbereiche entstehen, in denen
die Druckluft nicht mit der Wand der Dosierkammer in Wirkverbindung gelangt. Dadurch
reicht schon eine relativ geringe Anzahl von Druckluftbohrungen, um den die Wand der
Dosierkammer über ihren gesamten Umfang reinigen zu können.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Dosieren und Abfüllen
von pulverförmigem Füllgut in Behälter sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
[0008] In konstruktiv bevorzugter Ausgestaltung der beiden zuletzt genannten Anordnungen
der Druckluftauslässe wird vorgeschlagen, dass der Querschnitt der Dosierkammer kreisförmig
ausgebildet ist, und dass der wenigstens eine Druckluftauslass radial innerhalb des
Querschnitts angeordnet ist. Eine im Querschnitt rund ausgebildete Dosierkammer verhindert
insbesondere die Ausbildung von Toträumen, die die Anhaftung des Füllguts im Bereich
der Dosierkammer begünstigen.
[0009] Um die Wand der Dosierkammer in Umfangsrichtung gesehen möglichst vollflächig in
Wirkverbindung mit der Druckluft gelangen zu lassen, ist es von Vorteil, wenn mehrere
Druckluftauslässe vorgesehen sind, die auf einem gemeinsamen Teilkreisdurchmesser
um die Längsachse der Dosierkammer angeordnet sind.
[0010] Zur Vergleichmäßigung der Strömung der Druckluft kann es darüber hinaus vorgesehen
sein, dass im Bereich des Druckluftauslasses ein Filterelement angeordnet ist. Ein
derartiges Filterelement kann beispielsweise in Form eines Sintermetallelements ausgebildet
sein. Es verhindert darüber hinaus in zuverlässiger Art und Weise eine Verschmutzung
der Druckluftbohrung bzw. des Druckluftauslasses durch Füllgut.
[0011] Um eine einfache Anpassung der Vorrichtung an unterschiedliche Volumina der Dosierkammern
zu ermöglichen, kann es vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Druckluftbohrung
im Bereich eines Formatwechselteils angeordnet ist und über eine vorzugsweise senkrecht
zu der wenigstens einen Druckluftbohrung verlaufenden Zuführbohrung mit einer ortsfest
angeordneten Versorgungsbohrung pneumatisch verbindbar ist. Mit anderen Worten gesagt
bedeutet dies, dass das Formatwechselteil der jeweiligen geometrischen Gestaltung
bzw. dem Volumen der Dosierkammer angepasst ist und sich einfach auswechseln lässt.
[0012] Die Vorrichtung mit den Merkmalen des Unteranspruchs 6 zeichnet sich dadurch aus,
dass zumindest der Beginn und das Ende des Druckluftstoßes mittels einer Steuereinrichtung
dem Füllgut und/oder der Sollmenge an Füllgut angepasst wird. Insbesondere ist es
hierdurch möglich, den Druckluftstoß lediglich während der Zeitspanne in die Dosierkammer
einzuleiten, bei der die Dosierkammer mit dem Behältnis ausgerichtet ist. Dadurch
wird insbesondere auch die Verschmutzung der Vorrichtung mit Füllgut verringert.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung gemäß Unteranspruch
6 wird gemäß Unteranspruch 7 vorgeschlagen, dass zusätzlich die Höhe des pneumatischen
Drucks und/oder der Druckverlauf des Druckluftstoßes dem Füllgut und/oder der Sollmenge
an Füllgut anpassbar ist. Es ist somit z.B. möglich, den Druck des Druckluftstoßes
von einem Anfangswert bis zu einem Maximalwert linear zu steigern und anschließend
wieder bis zu einem Endwert abzusenken. Auch kann beispielsweise bei einem eine besonders
geringe Korngröße aufweisenden Füllgut ein erhöhter Druck der Druckluft vorgesehen
sein, um eine sichere Reinigung der Wand der Dosierkammer zu ermöglichen.
[0014] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung.
[0015] Diese zeigt in:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt aus einer Vorrichtung zum Dosieren und Abfüllen von pulverförmigem
Füllgut in Behälter in einem perspektivischen Längsschnitt,
- Fig. 2
- eine perspektivische Unteransicht eines Formatwechselteils zum Ausblasen einer Dosierkammer
mit Druckluft,
- Fig. 3
- eine Darstellung eines Teilbereichs der Vorrichtung gemäß den Fig. 1 während des Ausblasens
einer Druckkammer und
- Fig. 4und Fig. 5
- jeweils in teilweise geschnittenen Darstellungen unterschiedliche Stellungen einer
Dosierscheibe in der Vorrichtung der Fig. 1.
[0016] Gleiche Elemente bzw. Elemente mit gleicher Funktion sind in den Figuren mit den
gleichen Bezugsziffern versehen.
[0017] Die in der Fig. 1 ausschnittsweise dargestellte Vorrichtung 10 dient dem Dosieren
bzw. Abfüllen von pulverförmigem bzw. rieselfähigem Füllgut 1 in Behälter 2. Bei dem
Füllgut 1 kann es sich insbesondere, und nicht einschränkend, um ein pharmazeutisches
Produkt bzw. einen pharmazeutischen Wirkstoff handeln. Bei dem Behälter 2 handelt
es sich beispielsweise um ein Fläschchen, ein Vial oder ähnliches.
[0018] Die Vorrichtung 10 weist einen lediglich bereichsweise dargestellten Vorratsbehälter
11 für das Füllgut 1 auf, an dessen Grund im Bereich einer in etwa ringförmigen Ausnehmung
ein als Formatwechselteil ausgebildetes Ausblaselement 15 austauschbar eingesetzt
ist. Das in der Fig. 2 in Einzeldarstellung gezeigte Ausblaselement 15 dient zum gleichzeitigen
Befüllen jeweils zweier Behälter 2 und weist eine Durchgangsbohrung 16 und auf der
dem Vorratsbehälter 11 abgewandten Seite auf einem Teilkreisdurchmesser um die Durchgangsbohrung
16 zwei nierenförmige Fortsätze 17 auf. In dem Ausblaselement 15 sind insgesamt vier,
achsparallel zur Durchgangsbohrung 16 verlaufende Durchlassöffnungen 18, 19 ausgebildet,
wobei jeweils zwei Durchlassöffnungen 18, 19 im Bereich jedes Fortsatzes 17 vorgesehen
sind.
[0019] In einem mittleren Bereich zwischen den jeweiligen Durchlassöffnungen 18, 19 eines
Fortsatzes 17 sind beispielhaft vier Druckluftauslässe 21 von vier Druckluftbohrungen
22 (Fig. 3) ausgebildet. Die Druckluftbohrungen 22 sind mit einer in der Fig. 3 erkennbaren,
gemeinsamen Zuführbohrung 23 verbunden, die rechtwinklig zu den Längsachsen der vier
Druckluftbohrungen 22 verläuft. Die Zuführbohrung 23 mündet in einer Seitenwand des
Fortsatzes 17 und fluchtet dort mit einer Versorgungsbohrung 24, die mit einer Druckluftquelle
25 verbunden ist. Die Druckluftquelle 25 ist von einer Steuereinrichtung 28 ansteuerbar.
[0020] Die Steuereinrichtung 28 ist dazu ausgebildet, durch eine entsprechende Ansteuerung
der Druckluftquelle 25 entweder einen konstanten Druck p der Druckluft in der Versorgungsbohrung
24 und somit in den vier Druckluftbohrungen 22 zu erzeugen, oder aber einen sowohl
in der Höhe, als auch im zeitlichen Verlauf variablen Druckverlauf.
[0021] Auf der dem Vorratsbehälter 11 abgewandten Seite des Ausblaselements 15 ist in Überdeckung
mit dem Ausblaselement 15 eine 2-teilig ausgebildete Dosierscheibe 30 angeordnet (Fig.
1). Die beiden Elemente 31, 32 der Dosierscheibe 30 sind koaxial zueinander angeordnet
und um eine gemeinsame Drehachse 34 in Richtung des Doppelpfeils 35 mittels eines
nicht dargestellten Antriebs oszillierend um einen bestimmten Drehwinkel hin- und
herbewegbar. Die Drehachse 34 fluchtet mit der Längsachse 36 der Durchgangsbohrung
16 des Ausblaselements 15.
[0022] In den beiden Elementen 31, 32 der Dosierscheibe 30 sind im Überdeckungsbereich mit
den Fortsätzen 17 jeweils zwei Dosierbohrungen 38, 39 als Durchgangsbohrungen ausgebildet.
Dabei taucht ein hülsenartiger Fortsatz 41 des Elements 31 in die Dosierbohrung 39
des Elements 32 ein (Fig. 1). Die beiden Dosierbohrungen 38, 39 begrenzen eine Dosierkammer
42. Durch eine Axialverstellung der beiden Elemente 31, 32 lässt sich das Volumen
der Dosierkammern 42 einstellen.
[0023] Die Dosierbohrungen 38, 39 sind auf demselben Teilkreisdurchmesser um die Längsachse
36 der Durchgangsbohrung 16 des Ausblaselements 15 angeordnet wie die Durchlassöffnungen
18, 19. Der Winkelabstand zwischen den Dosierbohrungen 38, 39 im Bereich des Fortsatzes
17 entspricht dem halben Winkelabstand zwischen den Durchlassöffnungen 18, 19 bzw.
dem Winkelabstand zwischen der jeweiligen Durchlassöffnung 18, 19 und dem Bereich
der vier Druckluftauslässe 21. Dadurch wird es ermöglicht, dass in den beiden Umkehrpunkten
der oszillierenden Bewegung der Dosierscheibe 30 sich gleichzeitig zwei Dosierbohrungen
38, 39 in Überdeckung mit den Durchlassöffnungen 18, 19, und zwei andere Dosierbohrungen
38, 39 in Überdeckung mit den Druckluftauslässen 21 von vier Druckluftbohrungen 22
befinden.
[0024] Auf der dem Ausblaselement 15 abgewandten Seite der Dosierscheibe 30 schließt sich
eine ortsfest angeordnete Zuführplatte 45 mit zwei Durchgangsbohrungen 46 an. Die
beiden Durchgangsbohrungen 46 sind fluchtend zu dem Bereich der vier Druckluftauslässe
21 angeordnet und weisen einen Durchmesser auf, der zumindest dem Durchmesser der
Dosierbohrung 39 entspricht. Weiterhin sind die Durchgangsbohrungen 46 fluchtend zu
den Behältern 2 angeordnet. Außerhalb der Durchgangsbohrungen 46 bildet die Zuführplatte
45 mit der der Dosierkammer 42 der Dosierscheibe 30 zugewandten Seite eine (untere)
Begrenzung der Dosierkammer 42 aus.
[0025] Wie besonders deutlich anhand der Fig. 3 erkennbar ist, sind die vier Druckluftauslässe
21 in Überdeckung mit dem Querschnitt der Dosierkammer 42 angeordnet. Weiterhin sind
die Druckluftauslässe 21 nahe der Wand 47 der Dosierbohrung 38 bzw. der Dosierkammer
42 angeordnet. Die Ausrichtung der Druckluftauslässe 21 ist derart, dass die aus den
Druckluftauslässen 21 ausströmende Druckluft zumindest im Wesentlichen direkt auf
die Wand 47 der Dosierkammer 42 auftrifft bzw. dort entlang streicht, um dort ggf.
anhaftendes Füllgut 1 zu entfernen. Hierzu weisen die vier Druckluftbohrungen 22 eine
entsprechende Länge und Orientierung auf, um die Strömung der Druckluft entsprechend
auszurichten. Die Ausrichtung der Längsachsen der Druckluftbohrungen 22 verläuft daher
in einem schrägen Winkel hierzu, um eine Komponente der Druckluft in Umfangsrichtung
der Wand 47 zu erzeugen.
[0026] Die Anordnung der Druckluftbohrungen 22 bzw. der Druckluftauslässe 21 erfolgt in
Bezug zur Längsachse 48 der Dosierbohrungen 38, 39 bevorzugt zumindest in etwa in
gleichgroßen Winkelabständen zueinander. Weiterhin sind die Durchmesser der Druckluftbohrungen
22 bzw. der Druckluftauslässe 21 vorzugsweise gleich groß. Im Bereich der Druckluftauslässe
21 können weiterhin Filterelemente oder Luftleitelemente, beispielsweise in Form von
Sintermetalleinsätzen vorgesehen sein (nicht dargestellt).
[0027] Das Entleeren des Füllguts 1 aus der jeweiligen Dosierkammer 42 erfolgt im Wesentlichen
durch Schwerkraft. Der über die Druckluftauslässe 21 in die Dosierkammer 42 eingeleitete
Druckluftstoß bewirkt, dass ggf. an der Wand 47 anhaftendes Füllgut 1 von der Druckluft
bzw. dem Druckluftstoß entfernt wird und zusammen mit dem übrigen Füllgut 1 in den
Behälter 2 abgegeben wird.
[0028] In der Fig. 4 ist eine Stellung der Dosierscheibe 30 gezeigt, bei der die einen Dosierkammern
42 in Überdeckung mit den Durchlassöffnungen 18 angeordnet sind, sodass diese Dosierkammern
42 aus dem Vorratsbehälter 11 mit Füllgut 1 befüllt werden. Gleichzeitig befinden
sich die anderen Dosierkammern 42 in Überdeckung mit den Druckluftauslässen 21, sodass
diese Dosierkammern 42 entleert bzw. an ihren Wänden 47 von ggf. anhaftendem Füllgut
1 gereinigt werden.
[0029] In der Fig. 5 ist eine Zwischenstellung der Dosierscheibe 30 gezeigt, bei der sich
die einen Dosierkammern 42 in teilweiser Überdeckung mit den Durchlassöffnungen 19
befinden, während die anderen Dosierkammern 42 in teilweiser Überdeckung mit dem Bereich
der Druckluftauslässen 21 angeordnet sind.
1. Vorrichtung (10) zum Dosieren und Abfüllen von pulverförmigem Füllgut (1) in Behälter
(2), mit einer Dosierkammer (42) zur Aufnahme einer Sollmenge an Füllgut (1), und
mit einer zumindest einen Druckluftstoß erzeugenden Druckluftquelle (25) während oder
nach dem Entleeren des Füllguts (1) aus der Dosierkammer (42), wobei der Druckluftstoß
über wenigstens eine Druckluftbohrung (22) in den Bereich der Dosierkammer (42) einleitbar
ist, und wobei der Druckauslass (21) auf der einer Auslassseite für das Füllgut (1)
aus der Dosierkammer (42) abgewandten Seite oberhalb der Dosierkammer (42) mündet,
wobei die wenigstens eine Druckluftbohrung (22) im Bereich wenigstens eines Druckluftauslasses
(21) mündet, der dazu ausgebildet ist, die Druckluft zumindest im Wesentlichen in
Wirkverbindung mit der Wand (47) der Dosierkammer (42) zu leiten,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckluftbohrung (22) zumindest im Bereich des Druckluftauslasses (21) in einem
schrägen Winkel zu einer Längsachse (48) der Dosierkammer (42) im Bereich der Wand
(47) der Dosierkammer (42) ausgerichtet ist und zusätzlich eine Ausrichtung in Umfangsrichtung
der Dosierkammer (42) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Querschnitt der Dosierkammer (42) kreisförmig ausgebildet ist, und dass der Druckluftauslass
(21) radial innerhalb des Querschnitts der Dosierkammer (42) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Druckluftauslässe (21) vorgesehen sind, die auf einem gemeinsamen Teilkreisdurchmesser,
vorzugsweise in gleichgroßen Winkelabständen zueinander, um die Längsachse (48) angeordnet
sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich des Druckluftauslasses (21) ein Filterelement oder ein Luftleitelement
angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine Druckluftbohrung (22) im Bereich eines Ausblaselements (15) angeordnet
ist, das als Formatwechselteil ausgebildet ist, wobei eine vorzugsweise senkrecht
zu der wenigstens einen Druckluftbohrung (22) verlaufende, mit der Druckluftbohrung
(22) verbundene Zuführbohrung (23) in dem Ausblaselement (15) vorgesehen ist, die
mit einer ortsfest angeordneten Versorgungsbohrung (24) verbindbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Steuereinrichtung (28) zur Anpassung zumindest des Beginns und des Endes des
Druckluftstoßes an das Füllgut (1) und/oder an die Sollmenge an Füllgut (1) vorgesehen
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung so ausgebildet ist, dass zusätzlich die Höhe des Drucks (p) und/oder
der Druckverlauf des Druckluftstoßes dem Füllgut (1) und/oder der Sollmenge an Füllgut
(1) anpassbar ist.
1. Device (10) for dosing and filling powder filling material (1) into containers (2),
having a dosing chamber (42) for receiving a target quantity of filling material (1)
and having a source of pressurized air (25) generating at least one blast of pressurized
air during or after discharging the filling material (1) from the dosing chamber (42),
wherein the blast of pressurized air can be supplied into the area of the dosing chamber
(42) through at least one bore for pressurized air (22), and wherein the pressure
outlet (21) opens on the far side from the outlet side for the filling material (1)
from the dosing chamber (42) above the dosing chamber (42), wherein the at least one
bore for pressurized air (22) opens in the area of at least one pressurized air outlet
(21) which is configured to guide the pressurized air at least substantially in an
operative connection with the wall (42) of the dosing chamber (42),
characterized in that
the bore for the pressurized air (22) is oriented in an oblique angle to a longitudinal
axis (48) of the dosing chamber (42) at least in the area of the pressurized air outlet
(21) in the region of the wall (47) of the dosing chamber (42) and additionally has
an orientation in the circumferential direction of the dosing chamber (42).
2. Device as claimed in claim 1, characterized in that the cross-section of the dosing chamber (42) has a circular form and that the outlet
of pressurized air (21) is arranged radially inside the cross-section of the dosing
chamber (42).
3. Device as claimed in claim 2, characterized in that a multitude of outlets of pressurized air (21) is provided which are arranged on
a common pitch circle diameter preferably in equal angular distance to one another
around the longitudinal axis (48).
4. Device as claimed in one of claims 1 to 3, characterized in that in the area of the outlet of pressurized air (21) a filter element or an air guiding
element is arranged.
5. Device as claimed in one of claims 1 to 4, characterized in that the at least one bore for pressurized air (22) is arranged in the area of a blow-off
element (15) which is configured as a format changing part, wherein a feeding bore
(23) extending preferably orthogonal to the at least one bore for pressurized air
(22) and connected to the bore for pressurized air (22) is provided in the below-off
element (15) and can be connected to a supply bore (24) which is fixedly arranged.
6. Device as claimed in one of claims 1 to 5, characterized in that a control device (28) is provided for adapting at least the beginning and the end
of the pressurized air blast to the filling material (1) and/or to the target quantity
of filling material (1).
7. Device as claimed in claim 6, characterized in that the device is configured in such a way that additionally the level of pressure (p)
and/or the gradient of the pressurized air blast can be adapted to the filling material
(1) and/or the target quantity of filling material (1).
1. Dispositif (10) destiné à doser et à verser du produit de remplissage pulvérulent
(1) dans des récipients (2), comprenant une chambre de dosage (42) pour recevoir une
quantité cible de produit de remplissage (1), ainsi qu'une source d'air comprimé (25)
qui génère au moins un souffle d'air comprimé pendant ou après que le produit de remplissage
(1) est/a été évacué de la chambre de dosage (42), dans lequel le souffle d'air comprimé
peut être introduit dans la zone de la chambre de dosage (42) via au moins un alésage
d'air comprimé (22), et dans lequel la sortie de pression (21) débouche sur le côté
au-dessus de la chambre de dosage (42), qui montre dans la direction opposée au côté
de sortie pour le produit de remplissage (1) hors de la chambre de dosage (42), dans
lequel ledit au moins un alésage d'air comprimé (22) débouche dans la zone d'au moins
une sortie d'air comprimé (21) qui est conçue pour guider l'air comprimé au moins
pour l'essentiel en liaison active avec la paroi (47) de la chambre de dosage (42),
caractérisé par le fait que l'alésage d'air comprimé (22), au moins dans la zone de la sortie d'air comprimé
(21), est aligné à un angle oblique par rapport à un axe longitudinal (48) de la chambre
de dosage (42) au niveau de la paroi (47) de la chambre de dosage (42) et présente
en sus une orientation dans la direction circonférentielle de la chambre de dosage
(42).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la section transversale de la chambre de dosage (42) est circulaire, et que la sortie
d'air comprimé (21) est disposée radialement à l'intérieur de la section transversale
de la chambre de dosage (42) .
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé par le fait qu'une pluralité de sorties d'air comprimé (21) sont prévues qui sont disposées sur un
diamètre de cercle primitif commun, de préférence à égales distances angulaires les
unes des autres, autour de l'axe longitudinal (48).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait qu'un élément filtrant ou un élément de guidage d'air est disposé au niveau de la sortie
d'air comprimé (21).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que ledit au moins un alésage d'air comprimé (22) est disposé au niveau d'un élément
de soufflage (15) qui est conçu en tant que pièce de changement de format, dans lequel
un alésage d'alimentation (23) qui s'étend de préférence perpendiculairement audit
au moins alésage d'air comprimé (22) et est relié à l'alésage d'air comprimé (22)
et qui peut être relié à un alésage d'alimentation fixe (24) est prévu dans l'élément
de soufflage (15).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que l'on prévoit un dispositif de commande (28) pour adapter au moins le début et la
fin du souffle d'air comprimé au produit de remplissage (1) et/ou à la quantité cible
de produit de remplissage (1).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par le fait que le dispositif est conçu pour que l'on puisse adapter en sus le niveau de la pression
(p) et/ou la courbe de pression du souffle d'air comprimé au produit de remplissage
(1) et/ou à la quantité cible de produit de remplissage (1).