[0001] Die Erfindung betrifft eine Raumzelle zum Kühlen oder Wärmen von Waren.
[0002] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein neuartiges Konzept einer Raumzelle zum Kühlen
oder Wärmen von Waren vorzuschlagen.
[0003] Die Aufgabe wird mit einer Raumzelle gelöst, welche die Merkmale des Anspruches 1
aufweist. Ferner wird zur Lösung der Aufgabe eine Verwendung mit den Merkmalen des
Anspruches 11 vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausführungsformen und/oder Ausgestaltungen
und/oder Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden
Beschreibung und den Figuren.
[0004] Eine grundlegende Raumzelle zum Kühlen oder Wärmen von Waren ist nach oben begrenzt
durch eine Decke, nach unten begrenzt durch einen Boden und seitlich in eine Raumrichtung
begrenzt durch zwei, beispielsweise einander gegenüberliegende Seitenwandungen. Insbesondere
ist wenigstens eine der Seitenwandungen als Warenpräsentationswandung ausgebildet
und dazu beispielsweise mit wenigstens einer Durchgangsöffnung versehen.
[0005] Bei einer Ausführungsform weist die wenigstens eine warenaufnehmende Warenpräsentationseinrichtung
auf, welche eine Warenpräsentationsseite zur Präsentation der Waren umfasst und zwischen
den Seitenwandungen derart angeordnet ist, dass die Warenpräsentationseinrichtung
mit ihrer Warenpräsentationsseite der Warenpräsentationswandung zugewandt und davon
unter Ausbildung eines ersten Zwischenraumes beabstandet ist, so dass die Waren der
Warenpräsentationseinrichtung über die Durchgangsöffnung von außen, insbesondere von
außerhalb der Raumzelle, entnehmbar sind, und zwischen der Warenpräsentationseinrichtung
und der anderen Seitenwandung ein zweiter Zwischenraum gebildet ist. Der zweite Zwischenraum
kann begehbar sein. Dazu kann an einer der Seitenwandungen der Raumzelle ein Zugang
vorgesehen sein.
[0006] Bei einer derartigen Raumzelle ist eine Präsentation der darin aufgenommenen Waren
nach außen hin, also nach außerhalb der Raumzelle, ermöglicht, und zwar aufgrund der
Durchgangsöffnung der wenigstens einen Seitenwandung. Ebenso kann über die Durchgangsöffnung
der Seitenwandung eine Entnahme der Waren, beispielsweise durch einen Kunden, vorgenommen
werden.
[0007] Zum Verschließen der Durchgangsöffnung der Seitenwandung bzw. der Warenpräsentationswandung
kann wenigstens eine, vorzugsweise mehrere Türen bzw. Türelemente vorgesehen sein.
Die wenigstens eine Tür kann eine Schwenktür oder Schiebetür sein. Um die Präsentationsfunktion
aufrecht zu erhalten, weisen die Türen zumindest einen Bereich oder Abschnitt auf,
welcher durchsichtig ist, insbesondere transparent ausgebildet ist. Beispielsweise
ist die wenigstens eine Tür eine Glastür.
[0008] Unter dem Begriff "Raumzelle" ist in der vorliegenden Beschreibung insbesondere ein
Raum zu verstehen, welcher aus Einzelelementen zusammengebaut ist, beispielsweise
aus Einzelelementen vor Ort, also im Aufstellungsraum der Raumzelle, zusammengebaut
wird. Die Einzelelemente sind beispielsweise industriell vorgefertigt. Unter dem Begriff
"Waren" sind in der vorliegenden Beschreibung insbesondere verderbliche Waren und/oder
Lebensmittel umfasst.
[0009] Die Raumzelle ist beispielsweise dazu geeignet, in Verkaufsräumlichkeiten beliebiger
Art zum Einsatz zu kommen, beispielsweise in Supermärkten oder Tankstellenverkaufsräumlichkeiten
aufgestellt zu werden. Die Raumzelle ist ferner dazu geeignet, um darin Waren zu kühlen
oder zu wärmen. Unter dem Begriff "Kühlen" ist in der vorliegenden Beschreibung insbesondere
zu verstehen, dass die Waren auf eine vorgegebene Temperatur abgekühlt werden und/oder
auf einer vorgegebenen Temperatur kühl gehalten werden. Die vorgegebene Temperatur
kann ein solches Niveau aufweisen, dass die Waren einer Tiefkühlung unterliegen oder
bei einer Tiefkühltemperatur aufbewahrt werden können. Unter dem Begriff "Wärmen"
ist in der vorliegenden Beschreibung insbesondere zu verstehen, dass die in der Raumzelle
vorhandenen Waren auf eine vorgegebene Temperatur erwärmt werden und/oder auf einer
vorgegebenen Temperatur warmgehalten werden.
[0010] Bei einer solchen Raumzelle ist es nach einer Ausführungsform vorgesehen, dass der
Boden wenigstens ein Bodenelement umfasst, welches mit einem Elastomerbelag versehen
ist. Dadurch weist der Boden der Raumzelle günstige Eigenschaften hinsichtlich Widerstandsfähigkeit,
Entflammbarkeit und Lösemittelbeständigkeit auf. Auch weist der Boden der Raumzelle
günstige Eigenschaften hinsichtlich seiner Robustheit auf. Alle diese Eigenschaften
sind im Wesentlichen durch den Elastomerbelag erreicht, welcher die dem Inneren der
Raumzelle zugewandte Aufstandsfläche, beispielsweise für die Warenpräsentationseinrichtung,
bildet. Durch diese günstigen Eigenschaften bietet sich der Elastomerbelag für einen
Einsatz als Bodenbelag in der Raumzelle an, welche zum Kühlen oder Wärmen von Waren
dient, also dementsprechende Temperaturen im Inneren der Raumzelle vorgehalten werden.
Ferner bietet es sich an, auf dem wenigstens einen Bodenelement die Warenpräsentationseinrichtung
aufzustellen.
[0011] Unter der Bezeichnung "Elastomerbelag" ist in der vorliegenden Beschreibung insbesondere
ein Belag zu verstehen, welcher wenigstens ein Elastomer aufweist oder daraus besteht.
Unter der Bezeichnung "Elastomer" ist in der vorliegenden Beschreibung insbesondere
ein formfester, aber elastisch verformbarer Kunststoff zu verstehen. Insbesondere
hat dieser Kunststoff eine Glasübergangstemperatur, welche sich unterhalb der Einsatztemperatur
befindet, sodass der Kunststoff dauerhaft in seiner formfesten, aber elastischen verformbaren
Form verbleibt.
[0012] Der Elastomerbelag kann Kautschuk umfassen oder daraus bestehen. Grundsätzlich kann
der Elastomerbelag aus jedem beliebigen Elastomer bestehen oder ein solches Material
umfassen. Insbesondere ist der Elastomerbelag PVC-frei.
[0013] Es kann vorgesehen sein, dass der Elastomerbelag eine Trittfläche aufweist, welche
rutschhemmend ist. Dadurch wird etwaigen Verletzungen vorgebeugt, sofern das Innere
der Raumzelle begehbar ausgebildet ist und somit der Boden von Personen betreten wird.
[0014] Eine solche rutschhemmende Oberfläche kann derart ausgebildet sein, dass die hohen
Anforderungen der Rutschhemmung nach R11 erfüllt werden oder erfüllt werden können.
Dazu kann es vorgesehen sein, dass der Elastomerbelag Feststoffpartikel enthält, welche
in der Trittfläche eingebunden sind, beispielsweise eingestreut sind, um eine Rutschhemmung
auszuüben.
[0015] Die Feststoffpartikel können aus Granit bestehen oder Granit aufweisen. Dadurch ist
das Erreichen einer hohen Rutschfestigkeit begünstigt. Grundsätzlich ist jegliche
Art von Material als Feststoffpartikel geeignet, sofern das Material eine ausreichende
Festigkeit aufweist.
[0016] Nach einer Ausführungsform umfasst das Bodenelement einen plattenförmigen Grundkörper,
auf welchem der Elastomerbelag aufgelegt ist, insbesondere direkt aufgelegt ist. Insbesondere
ist der Elastomerbelag auf dem Grundkörper stoffschlüssig und/oder formschlüssig,
beispielsweise mittels zusätzlicher Verbindungselemente, befestigt. Beispielsweise
ist der Elastomerbelag auf dem plattenförmigen Grundkörper aufgeklebt. Auf diese Weise
sind Maßnahmen ergriffen, um einen stabilen Bodenbelag mit hoher Haltbarkeit zu erlangen,
welcher mit dem Elastomerbelag versehen ist.
[0017] Eine einfache und kostengünstige Herstellung ist begünstigt, wenn nach einer Ausgestaltung
der plattenförmige Grundkörper eine Holzplatte ist. Die Holzplatte kann eine Furnier-Sperrholzplatte
oder eine sonstige MultiPLEX-Platte sein.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Bodenelement wenigstens ein Fußelement,
welches eine Standfläche zum Aufstellen auf einem Untergrund und eine Auflagefläche
zum Auflagern des Grundkörpers aufweist, um zwischen dem Grundkörper und dem Untergrund
wenigstens einen Lüftungskanal zu erzeugen. Beispielsweise ist das wenigstens eine
Fußelement an dem Bodenelement befestigt.
[0019] Es sind insbesondere wenigstens zwei Fußelemente vorgesehen, welche im Abstand zueinander
angeordnet sind und darauf der Grundkörper aufgelegt ist, insbesondere daran befestigt
ist, so dass zwischen dem Grundkörper und dem Untergrund ein Durchlüftungsschlitz
oder sonstiger Durchlüftungskanal vorliegt, wenn das Bodenelement auf dem Untergrund
aufgestellt ist. Das wenigstens eine Fußelement kann eine Holzleiste sein.
[0020] Nach einer weiteren Ausführungsform weist die Raumzelle einen Kälteerzeuger oder
einen Wärmeerzeuger oder wenigstens einen Bestandteil davon auf. Der Kälteerzeuger
oder der Wärmeerzeuger oder der wenigstens eine Bestandteil kann auf der Decke der
Raumzelle aufsitzen oder sich zumindest gegen die Decke der Raumzelle abstützen. Beispielsweise
handelt es sich bei dem Kälteerzeuger oder dem Wärmeerzeuger um eine kaltluft- oder
warmlufterzeugende Einrichtung.
[0021] Nach einer weiteren Ausführungsform weist die Raumzelle ein Umluftsystem auf, umfassend
wenigstens ein Gebläse, wenigstens eine, vorzugsweise mehrere oder eine Vielzahl von
Luftaustrittsöffnungen und wenigstens eine Lufteintrittsöffnung, wobei zumindest ein
Teil der Luftaustrittsöffnungen auf den ersten Zwischenraum gerichtet sind, um mittels
der Luftaustrittsöffnungen Luft in den ersten Zwischenraum zu blasen.
[0022] Es kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Lufteintrittsöffnung im Bereich
des zweiten Zwischenraumes und/oder im Bereich eines von der Warenpräsentationseinrichtung
eingenommenen Raumes angeordnet ist, um über den zweiten Zwischenraum und/oder über
den von der Warenpräsentationseinrichtung eingenommenen Raum eine vorgegebene Menge
an Luft anzusaugen.
[0023] Beispielsweise ist das Umluftsystem, insbesondere die Luftaustrittsöffnungen und/oder
die wenigstens eine Lufteintrittsöffnung, im Bereich der Decke angeordnet, so dass
mittels der Luftaustrittsöffnungen Luft von oben in den ersten Zwischenraum geblasen
wird und mittels der wenigstens einen Lufteintrittsöffnung Luft beispielsweise von
oben aus dem zweiten Zwischenraum und/oder aus einem von der Warenpräsentationeinrichtung
eingenommenen Raum angesaugt wird.
[0024] Nach einer weiteren Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die Raumzelle modular
aufgebaut ist und wenigstens zwei Module umfasst, von denen ein erstes Modul das wenigstens
eine Bodenelement und die Warenpräsentationseinrichtung aufweisen und ein zweites
Modul ein weiteres Bodenelement und eine weitere Warenpräsentationseinrichtung aufweisen.
Es ist insbesondere ferner vorgesehen, dass der Elastomerbelag des einen Bodenelementes
mit dem Elastomerbelag des anderen Bodenelementes an einander zugewandten Rändern
miteinander verbunden sind, insbesondere gegeneinander verschweißt sind.
[0025] Bei der Raumzelle kann es sich um eine solche Raumzelle handeln, wie sie in der
DE 10 2018 108 230.4 beschrieben ist. Insofern wird Bezug genommen auf die
DE 10 2018 108 230.4 deren Inhalt hiermit in diese Anmeldung aufgenommen wird.
[0026] Ergänzend oder alternativ kann es sich bei der Raumzelle auch um einen Kühlraum handeln,
wie er in der
DE 10 2018 111 346.3 beschrieben ist. Insofern wird Bezug genommen auf die
DE 10 2018 111 346.3 deren Inhalt hiermit in diese Anmeldung aufgenommen wird.
[0027] Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Verwendung eines Elastomerbelages
als Bodenbelag der vorstehend beschriebenen Raumzelle vorgesehen. Bei dem Elastomerbelag
kann es sich um den vorstehend beschriebenen Elastomerbelag handeln.
[0028] Der Elastomerbelag kann Kautschuk umfassen oder daraus bestehen. Insbesondere ist
der Elastomerbelag PVC-frei. Es ist ferner insbesondere vorgesehen, dass der Elastomerbelag
eine Trittfläche aufweist, welche rutschhemmend ist. Beispielsweise weist der Elastomerbelag
eine Rutschhemmung auf, welche in die Kategorie R11 einzuordnen ist. Dazu kann der
Elastomerbelag Feststoffpartikel enthalten, welche in der Trittfläche eingebunden
sind, um eine Rutschhemmung auszuüben. Die Feststoffpartikel können aus Granit sein
oder Granit aufweisen.
[0029] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine mögliche Ausführungsform eines Bodenelementes für eine Raumzelle zum Kühlen oder
Wärmen von Waren in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 2
- eine mögliche Ausführungsform einer Raumzelle zum Kühlen oder Wärmen von Waren in
einer Schnittdarstellung,
- Fig. 3
- die Raumzelle gemäß der Figur 2 in einer Vorderansicht,
- Fig. 4
- die Raumzelle gemäß der Figur 2 in einer weiteren Schnittdarstellung,
- Fig. 5
- eine weitere mögliche Ausführungsform einer Raumzelle zum Kühlen oder Wärmen von Waren
in einer Schnittdarstellung,
- Fig. 6
- eine weitere mögliche Ausführungsform einer Raumzelle zum Kühlen oder Wärmen von Waren
in einer Schnittdarstellung,
- Fig. 7
- eine weitere mögliche Ausführungsform einer Raumzelle zum Kühlen oder Wärmen von Waren
in einer Schnittdarstellung und
- Fig. 8
- die Kühlzelle gemäß der Figur 7 in einer weiteren Schnittdarstellung.
[0030] Figur 1 zeigt - in schematischer Darstellung - eine mögliche Ausführungsform eines
Bodenelementes 100, welches für den Einsatz in einer Raumzelle zum Kühlen oder Wärmen
von Waren geeignet ist, in einer perspektivischen Ansicht. Das Bodenelement weist
eine Oberseite 110 auf, welche im eingebauten Zustand in der Raumzelle dem Inneren
der Raumzelle zugewandt ist. Das Bodenelement 100 weist ferner eine Unterseite 120
auf, welche einem Untergrund zugewandt ist, auf welchem das Bodenelement 100 aufgesetzt
werden kann.
[0031] Das Bodenelement 100 weist an seiner Oberseite 110 einen Elastomerbelag 130 auf,
welcher beispielsweise Kautschuk umfasst oder aus Kautschuk besteht. Bevorzugt weist
der Elastomerbelag 130 eine Trittfläche 140 auf, welche rutschhemmend ist. Dazu kann
es vorgesehen sein, dass der Elastomerbelag 130 Feststoffpartikel enthält, welche
in der Trittfläche bzw. Oberfläche des Elastomerbelages 130 eingebunden, insbesondere
fest eingebunden sind und damit beispielsweise eine gewisse Oberflächenrauhigkeit
erzeugt wird. Als Feststoffpartikel können Granitkörner bzw. Granitpartikel genutzt
sein.
[0032] Bevorzugt weist das Bodenelement 100 einen plattenförmigen Grundkörper 150 auf, auf
welchem der Elastomerbelag 130 befestigt ist, beispielsweise stoffschlüssig und/oder
formschlüssig befestigt ist. Bevorzugt ist der Elastomerbelag 130 auf den Grundkörper
150 aufgeklebt. Beispielsweise ist der Grundkörper 150 rechteckförmig oder quadratisch
ausgebildet. Grundsätzlich kann die Flächenseite des plattenförmigen Grundkörpers
150 jegliche beliebige Form, insbesondere eckige oder runde Form haben.
[0033] Bevorzugt weist das Bodenelement 100 wenigstens ein, vorzugsweise zwei Fußelemente
160 auf, welche zueinander beabstandet angeordnet sind und jeweils eine Standfläche
zum Aufstellen auf einem Untergrund aufweisen. Die Fußelemente 160 sind an der Unterseite
des plattenförmigen Grundkörpers 150 befestigt, so dass bei einem Aufsetzen des Bodenelementes
100 auf einen Untergrund, beispielsweise eines Aufstellraumes für die Raumzelle, ein
Zwischenraum zwischen den beiden Fußelementen und zwischen dem Untergrund und dem
Grundkörper 150 vorliegt. Dieser Zwischenraum fördert die Unterlüftung des Bodenelementes
100. Das Bodenelement 100 kann in unterschiedlichen Ausführungsformen einer Raumzelle
genutzt sein. Nachfolgend sind beispielhaft mehrere solcher Raumzellen beschrieben,
welche jeweils das Bodenelement 100 nutzen. Bei den nachfolgenden Ausführungsbeispielen
sind die Raumzellen als Kühlraum bezeichnet, welche zum Kühlen von Waren dienen. Grundsätzlich
können diese Kühlräume auch zum Wärmen oder Warmhalten von Waren genutzt werden. Insofern
ist durch den Begriff "Kühlraum" auch eine Raumzelle zum Kühlen oder Wärmen von Waren
umfasst.
[0034] Figuren 2, 3 und 4 zeigen - in schematischer Darstellung - eine mögliche Ausführungsform
eines Kühlraumes bzw. einer Raumzelle 1. Die Figur 2 zeigt den Kühlraum 1 in einem
Querschnitt. Die Figur 3 zeigt den Kühlraum 1 in einer Vorderansicht. Die Figur 4
zeigt den Kühlraum 1 in einer Draufsicht von oben als Teilschnitt.
[0035] Der Kühlraum 1 ist nach oben durch eine Decke 2 begrenzt, welche in den Figuren 2
und 3 ersichtlich ist, jedoch in dem Teilschnitt der Figur 4 weggelassen ist. Der
Kühlraum 1 ist ferner nach unten durch einen Boden 3 und seitlich in eine Raumrichtung
durch zwei, vorzugsweise einander gegenüberliegende Seitenwandungen 4, 5 begrenzt.
[0036] Der Boden umfasst das vorstehend beschriebene Bodenelement 100. Bevorzugt ist der
Boden 3 modular aufgebaut, so dass beispielsweise drei Module mit jeweils dem Bodenelement
100 vorgesehen sind.
[0037] Es ist wenigstens eine der Seitenwandungen 4, 5, beispielsweise die Seitenwandung
4, als Warenpräsentationswandung 8, ausgebildet und weist dazu wenigstens eine Durchgangsöffnung
9 auf.
[0038] Der Kühlraum 1 hat in seinem Inneren wenigstens eine Kühlwaren aufnehmende Warenpräsentationseinrichtung
20, welche insbesondere eine Vorderseite 24 und eine, vorzugsweise der Vorderseite
24 gegenüberliegende Rückseite 25 umfasst. Die Warenpräsentationseinrichtung 20 hat
eine Warenpräsentationsseite 21 zur Präsentation der Kühlwaren umfasst, welche beispielsweise
der Vorderseite 24 zugeordnet ist oder durch die Vorderseite 24 gebildet ist. Die
Warenpräsentationseinrichtung 20 ist zwischen den Seitenwandungen 4, 5 angeordnet
und zwar derart, dass einerseits die Warenpräsentationseinrichtung 20 mit ihrer Warenpräsentationsseite
21 der Warenpräsentationswandung 8 zugewandt und davon unter Ausbildung eines ersten
Zwischenraumes 30 beabstandet ist, so dass die Kühlwaren der Warenpräsentationseinrichtung
20 über die Durchgangsöffnung 9 von außen entnommen werden können, und andererseits
zwischen der Warenpräsentationseinrichtung 20 und der anderen Seitenwandung 5 ein
zweiter Zwischenraum 40 gebildet ist. Der zweite Zwischenraum 40 kann derart dimensioniert
sein, dass er von wenigstens einer Person begehbar ist. Beispielsweise ist die Warenpräsentationseinrichtung
20 mit ihrer Warenpräsentationsseite 21 im Wesentlichen parallel zu der Warenpräsentationswandung
8 angeordnet.
[0039] Wie insbesondere aus der Figur 2 ersichtlich ist, kann die Warenpräsentationseinrichtung
20 ein Regal oder Regalsystem sein und mehrere vertikal übereinander angeordnete Fächer
aufweisen, von denen wenigstens ein Fach durchgehend ist, also einen Durchgang bildet,
der sich von der Warenpräsentationsseite 21 bis zu der Rückseite 25 der Warenpräsentationseinrichtung
20 erstreckt. Beispielsweise weisen die Fächer jeweils einen Fachboden 20.1 oder eine
sonstige Auflage zur Auflage der Kühlwaren auf. Die Fachböden 20.1 sind an Regalstützen
20.2, insbesondere Vertikalstützen, befestigt oder stützen sich daran an. Bevorzugt
stehen die Regalstützen 20.2 mit ihrem unteren Ende auf dem Boden 3 und erstrecken
sich mit ihrem oberen Ende bis in den oberen Bereich des Kühlraumes 1, bevorzugt bis
an oder gegen die Decke 2. Bevorzugt sind die Regalstützen 20.2 derart dimensioniert,
dass sie als Tragstruktur für die Decke 2 dienen, so dass zumindest im Bereich der
Warenpräsentationseinrichtung 20 auf eine separate Tragstruktur für den Kühlraum 1
verzichtet werden kann.
[0040] Beispielsweise ist die als Regal oder Regalsystem ausgebildete Warenpräsentationseinrichtung
20 ein Rutschregal bzw. Rutschregalsystem, wie aus der Figur 2 ersichtlich ist. Bevorzugt
sind dann die Fachböden 20.1 nach vorne zur Warenpräsentationsseite 21 hin schräg
nach unten geneigt ausgerichtet, um ein Nachrutschen der Kühlwaren auf dem jeweiligen
Fachboden 20.1 zu bewirken oder zumindest zu begünstigen.
[0041] Der Kühlraum 1 ist insbesondere für einen Einsatz in einem Verkaufsraum beispielsweise
eines Supermarktes geeignet. Die in der Warenpräsentationseinrichtung 20 aufgenommenen
Kühlwaren werden nach außen hin beispielsweise gegenüber Kunden präsentiert und können
bei Bedarf von den Kunden über die Durchgangsöffnung 9 von der Warenpräsentationseinrichtung
20 entnommen werden, ohne dass dazu der Kunde den Kühlraum 1 betreten braucht. Zugleich
kann die Warenpräsentationseinrichtung 20 über den zweiten Zwischenraum 40 erreicht
werden. Dazu ist der Kühlraum 1 zu betreten bzw. der zweite Zwischenraum 40 zu begehen.
Durch den zweiten Zwischenraum 40 kann die Warenpräsentationseinrichtung 20 beispielsweise
von hinten, also von der Rückseite 25, erreicht werden. Durch den zweiten Zwischenraum
40 kann somit die Warenpräsentationseinrichtung 20 von hinten befüllt werden. Bevorzugt
ist der zweite Zwischenraum 40 daher derart dimensioniert, dass eine Person ohne weiteres
eintreten kann und dass die Warenpräsentationseinrichtung 20 von hinten mit einem
gewissen Volumen an Kühlwaren erreicht werden kann, um damit die Warenpräsentationseinrichtung
20 zu befüllen oder nachzufüllen.
[0042] Der zweite Zwischenraum 40 kann durch wenigstens eine, vorzugsweise zwei Durchgangsöffnungen
67, 68, erreicht werden, wobei die Durchgangsöffnungen 67 und 68 bevorzugt an Seitenwandungen
6, 7 vorgesehen sind, welche zwischen den Seitenwandungen 4, 5 liegen und zusammen
mit den Seitenwandungen 4, 5 den seitlichen Außenumfang des Kühlraumes 1 bilden. Es
kann eine Tür 80 bzw. ein Türelement zum Verschließen der Durchgangsöffnung 67 vorgesehen
sein. Auch kann eine Tür 81 bzw. ein Türelement zum Verschließen der Durchgangsöffnung
68 vorgesehen sein.
[0043] Auch können zum Verschließen der Durchgangsöffnung 9 der Seitenwandung 4 bzw. Warenpräsentationswandung
8 wenigstens eine, vorzugsweise mehrere Türen 82 bzw. Türelemente vorgesehen sein.
Um die Präsentationsfunktion aufrecht zu erhalten, weisen die Türen 82 zumindest einen
Bereich oder Abschnitt auf, welcher durchsichtig, insbesondere transparent, ausgebildet
ist. Beispielsweise ist die wenigstens eine Tür 82 eine Glastür.
[0044] Wie insbesondere aus den Figuren 2 und 4 ersichtlich ist, kann auch die Seitenwandung
5 als Warenpräsentationswandung 10 ausgebildet sein und dazu wenigstens eine Durchgangsöffnung
11 aufweisen. Es kann ferner der Kühlraum 1 eine weitere Kühlwaren aufnehmende Warenpräsentationseinrichtung
22 aufweisen, welche eine Warenpräsentationsseite 23 zur Präsentation der darin aufgenommenen
Kühlwaren umfasst. Die weitere Warenpräsentationseinrichtung 22 ist in der Figur 4
durch gestrichelte Linien angedeutet.
[0045] Beispielsweise ist die weitere Warenpräsentationseinrichtung 22 zwischen den Seitenwandungen
4, 5 derart angeordnet, dass die weitere Warenpräsentationseinrichtung 22 mit ihrer
Warenpräsentationsseite 23 der Warenpräsentationswandung 10 zugewandt und davon unter
Ausbildung eines weiteren ersten Zwischenraumes 31 beabstandet ist, so dass die Kühlwaren
der weiteren Warenpräsentationseinrichtung 22 über die Durchgangsöffnung 11 von außen
entnommen werden können und zwischen der Warenpräsentationseinrichtung 20 und der
weiteren Warenpräsentationseinrichtung 22 der zweite Zwischenraum 40 vorliegt.
[0046] Die weitere Warenpräsentationseinrichtung 22 kann baugleich und/oder funktionsgleich
zu der Warenpräsentationseinrichtung 20 ausgebildet sein. Beispielweise weist die
weitere Warenpräsentationseinrichtung 22 Fachböden 22.1 und Regalstützten 22.2 auf.
Auch bei der Seitenwandung 5 können zum Verschließen der Durchgangsöffnung 11 wenigstens
eine, vorzugsweise mehrere Türen 83 bzw. Türelemente vorgesehen sein. Die wenigstens
eine Tür 83 kann funktionsgleich oder baugleich zu der Tür 82 für die Durchgangsöffnung
9 der Seitenwandung 4 ausgebildet sein.
[0047] Bevorzugt nutzt der Kühlraum 1 wenigstens ein Umluftsystem 50, um die in dem Kühlraum
1 aufgenommenen Waren zu kühlen. Bevorzugt umfasst das Umluftsystem 50 wenigstens
eine, vorzugsweise mehrere oder eine Vielzahl von Luftaustrittsöffnungen 52 und wenigstens
eine Lufteintrittsöffnung 53. Bevorzugt sind die Luftaustrittsöffnungen 52, insbesondere
wenigstens eine oder einzelne oder zumindest eine Vielzahl der Luftaustrittsöffnungen
52, auf den ersten Zwischenraum 30 zwischen der Warenpräsentationswandung 8 und der
Warenpräsentationsseite 21 der Warenpräsentationseinrichtung 20 gerichtet, um mittels
der Luftaustrittsöffnungen 52 Luft, beispielsweise kalte Luft oder gekühlte Luft,
in den ersten Zwischenraum 30 zu blasen. Bevorzugt ist die wenigstens eine Lufteintrittsöffnung
53 im Bereich des zweiten Zwischenraumes 40 angeordnet, um über den zweiten Zwischenraum
40 Luft anzusaugen. Grundsätzlich kann die wenigstens eine Lufteintrittsöffnung 53
auch im Bereich eines von der Warenpräsentationseinrichtung 20 eingenommenen Raumes
angeordnet sein oder sich bis dahin erstrecken.
[0048] Zum Einblasen der Luft mittels der Luftaustrittsöffnungen 52 und/oder zum Ansaugen
der Luft durch die wenigstens eine Lufteintrittsöffnung 53 ist wenigstens ein Gebläse
51 vorgesehen. Bevorzugt ist das Gebläse 51 stufenlos oder gestuft mittels einer (in
den Figuren nicht dargestellten) Regelungs- und/oder Steuerungseinrichtung regelbar
bzw. steuerbar, beispielsweise hinsichtlich der Drehzahl regelbar bzw. steuerbar.
[0049] Durch die Anordnung der Luftaustrittsöffnungen 52 und der wenigstens einen Lufteintrittsöffnung
53 wird eine Umluftbewegung gezielt erzeugt, welche zum Umströmen der Warenpräsentationseinrichtung
20 und/oder zum Durchströmen der Fächer der Warenpräsentationseinrichtung 20 dienen
kann, je nachdem wie der Umluftstrom mittels der Luftaustrittsöffnungen 52 und/oder
der wenigstens einen Lufteintrittsöffnung 53 und/oder des wenigstens einen Gebläses
51 eingestellt ist. Der durch die Luftaustrittsöffnungen 52 und die wenigstens eine
Lufteintrittsöffnung 53 erzeugte Umluftstrom ist in der Figur 2 anhand von Pfeilen
90 beispielhaft angedeutet. Bezüglich des Umluftsystems 50 dienen der erste Zwischenraum
30 und der zweite Zwischenraum 40 jeweils als Durchströmungsraum. Insofern sind der
erste Zwischenraum 30 und der zweite Zwischenraum 40 so konzipiert, dass sie einen
Beitrag liefern, um die angestrebte Umluftbewegung zu erreichen.
[0050] Beispielsweise sind die Luftaustrittsöffnungen 52 in einer Reihe 70 hintereinanderliegend
angeordnet, wie insbesondere aus der Figur 4 ersichtlich ist. Beispielsweise verteilen
sich die Luftaustrittsöffnungen 52 entlang der Warenpräsentationsseite 21 der Warenpräsentationseinrichtung
20 und/oder entlang der als Warenpräsentationswandung 8 dienenden Seitenwandung 4,
bevorzugt in Richtung von der Seitenwandung 6 zu der Seitenwandung 7. Bevorzugt sind
die Luftaustrittsöffnungen 52 in einem oberen Bereich des Kühlraumes 1, beispielsweise
in einem Bereich des oberen Drittels des Kühlraumes 1, insbesondere im Bereich oder
in der Nähe der Decke 2 angeordnet (Figuren 2 und 3). Bevorzugt wird über die Luftaustrittsöffnungen
52 die Luft von oben nach unten ausgeblasen, wie beispielsweise anhand der Pfeile
90 in der Figur 2 ersichtlich ist. Bevorzugt ist auch die wenigstens eine Lufteintrittsöffnung
53 in einem oberen Bereich des Kühlraumes 1, beispielsweise in einem Bereich des oberen
Drittels des Kühlraumes 1, insbesondere im Bereich oder in der Nähe der Decke 2 angeordnet
(Figuren 2 und 3).
[0051] Bevorzugt sind die Luftaustrittsöffnungen 52 einem gemeinsamen Luftkanal 54 bzw.
Zuluftkanal zugeordnet, insbesondere daran angeordnet. In der Figur 4 ist zum besseren
Verständnis der Luftkanal 54 in einer Schnittdarstellung gezeigt, so dass dadurch
die untenliegenden Luftaustrittsöffnungen 52 des Luftkanales 54 sichtbar sind. Es
kann wenigstens eine der Luftaustrittsöffnungen 52 durch einen Strömungsausgang 56
eines mit dem Luftkanal 54 strömungsverbundenen Düsenrohres 58 gebildet, wie beispielhaft
anhand der Figuren 2 und 3 ersichtlich ist. Der Luftkanal 54 kann durch eine Rohrleitung,
insbesondere Kunststoff-Rohrleitung, gebildet sein, welche im Querschnitt rund, insbesondere
kreisrund ist. Beispielsweise verläuft der Luftkanal 54 im Bereich entlang der als
Warenpräsentationswandung 8 dienenden Seitenwandung 4 im Wesentlichen gerade bzw.
geradlinig. Bevorzugt ist die Lufteintrittsöffnung 53 einem separaten Luftkanal 55
bzw. Abluftkanal zugeordnet, insbesondere daran angeordnet.
[0052] Beispielsweise ist dem Luftkanal 55 das Gebläse 51 zugeordnet, insbesondere darin
angeordnet. Die Luftkanäle 54 und 55 können miteinander strömungsverbunden sein, beispielsweise
über eine Zwischenkammer, so dass durch das Umluftsystem 50 eine Zirkulation der innerhalb
des Kühlraumes 1 befindlichen Luft zu realisieren ist. Bevorzugt ist der Luftkanal
54 und/oder der Luftkanal 55 an einem längsseitigen Ende 75 im Querschnitt verschlossen
und bevorzugt an dem anderen längsseitigen Ende 76 im Querschnitt offen, so dass ein
Luftstrom über die darin vorgesehenen Luftaustrittsöffnungen 52 bzw. die wenigstens
eine Lufteintrittsöffnung 53 und über das offene Ende 75 im Luftkanal 54 bzw. 55 geführt
werden kann.
[0053] Der Luftkanal 54 und/oder der Luftkanal 55 können modular gebildet sein. Beispielsweise
kann der Luftkanal 54 aus mehreren miteinander lösbar verbundenen Kanalabschnitten
62, 63, 64 gebildet sein, wie in der Figur 4 angedeutet ist. Wenigstens einer der
Kanalabschnitte 62, 63, 64, beispielsweise die Kanalabschnitte 63, 64 können einen
Teil oder alle Luftaustrittsöffnungen 52 aufweisen. Bevorzugt sind die Kanalabschnitte
62, 63, 64 jeweils als Steckelemente ausgebildet, indem beispielsweise jeder Kanalabschnitt
62, 63, 64 an seinem einen Ende eine Einsteckaufnahme und an seinem anderen Ende einen
Einsteckabschnitt zum Einstecken in die Einsteckaufnehme aufweist. Der Luftkanal 54
bzw. die Kanalabschnitte 62, 63, 64. Bevorzugt ist der Luftkanal 54 bzw. sind die
Kanalabschnitte 62, 63, 64 durch Rohrabschnitte gebildet. Bevorzugt ist der Kanalabschnitt
62 ein Rohrbogen.
[0054] Das Umluftsystem 50 kann mit einem Wärmeübertrager 65, beispielsweise einem Wärmetauscher,
strömungsverbunden sein, durch welchen einem Außenluftstrom und/oder dem über die
Lufteintrittsöffnung 53 angesaugten Luftstrom Wärme entzogen wird und als kalter Luftstrom
bzw. gekühlter Luftstrom den Luftaustrittsöffnungen 52 zugeführt wird. Bevorzugt ist
dazu der Wärmeübertrager 65 ausgangsseitig mit dem Luftkanal 54, insbesondere über
das offene Ende 76 des Luftkanales 54, strömungsverbunden und beispielsweise eingangsseitig
mit dem Luftkanal 55, insbesondere über das offene Ende 76 des Luftkanales 55, strömungsverbunden.
Bevorzugt ist der Wärmeübertrager 65 außerhalb des Kühlraumes 1 angeordnet.
[0055] Bevorzugt ist der Wärmeübertrager 65 ein Bestandteil eines Kühlaggregates 66, welches
eine Kälteerzeugungseinrichtung enthält, die beispielsweise über ein kältemittelführendes
Kreislaufsystem mit dem Wärmeübertrager 65 gekoppelt ist, um der an dem Wärmeübertrager
65 vorbeiströmenden bzw. durchströmenden Luft Wärme zu entziehen. Das Kühlaggregat
66 erzeugt insofern Kaltluft an seinem Ausgang, welche über den Luftkanal 54 und die
Luftaustrittsöffnungen 52 als kalte Luft bzw. gekühlte Luft dem Kühlraum 1 zugeführt
wird.
[0056] Bevorzugt ist das Kühlaggregat 66 auf dem Dach bzw. der Decke 2 des Kühlraumes angeordnet
oder stützt sich zumindest gegen die Decke 2 des Kühlraumes ab. Der Wärmeübertrager
65 kann ein Bestandteil des Kühlaggregates 66 sein und beispielsweise außerhalb des
Kühlraumes 1 angeordnet sein. Beispielsweise ist der Wärmeübertrager 65 in einem Gehäuse
des Kühlaggregates 66 angeordnet, welches außerhalb des Kühlraumes 1 angeordnet ist
und beispielsweise über eine Durchgangsöffnung, beispielsweise in der Decke 2 des
Kühlraumes 1, mit seinem Eingang und seinem Ausgang in den Kühlraum 1 ragt. Bevorzugt
ist der Ausgang mit dem Luftkanal 54 strömungsverbunden. Bevorzugt ist der Eingang
mit dem Luftkanal 55 verbunden.
[0057] Sofern die Warenpräsentationseinrichtung 22 vorgesehen ist, kann das Umluftsystem
50 dahingehend erweitert sein, dass auch die Warenpräsentationseinrichtung 22 von
der Umluftbewegung und/oder einer separaten Umluftbewegung durch das Umluftsystem
50 beaufschlagt wird. Bevorzugt sind dazu weitere Luftaustrittsöffnungen 52' vorgesehen,
welche auf den weiteren ersten Zwischenraum 31 zwischen der Warenpräsentationswandung
10 und der Warenpräsentationsseite 23 der Warenpräsentationseinrichtung 22 gerichtet
ist, um mittels der Luftaustrittsöffnungen 52' Luft in den weiteren ersten Zwischenraum
31 zu blasen. Dadurch wird eine Umluftbewegung erzeugt, welche die Warenpräsentationseinrichtung
22 umströmt und/oder durchströmt, je nachdem, wie die Luftaustrittsöffnungen 52' angeordnet
und dimensioniert sind.
[0058] Der über die Luftaustrittsöffnungen 52' in den weiteren ersten Zwischenraum 31 zugeführte
Luftstrom gelangt nach dem Umströmen und/oder Durchströmen der Warenpräsentationseinrichtung
22 in den zweiten Zwischenraum 40 und wird dann beispielsweise zusammen mit dem Luftstrom,
der die Warenpräsentationseinrichtung 20 umströmt und/oder durchströmt hat, über die
wenigstens eine Lufteintrittsöffnung 53 zumindest teilweise abgeführt. Der durch die
Luftaustrittsöffnungen 52' und die wenigstens eine Lufteintrittsöffnung 53 erzeugte
Umluftstrom ist in der Figur 2 anhand von Pfeilen 90' beispielhaft angedeutet. Bevorzugt
sind die Luftaustrittsöffnungen 52' in gleicher Weise wie die Luftaustrittsöffnungen
52 ausgebildet und angeordnet, so dass hierzu auf die Beschreibung zu den Luftaustrittsöffnungen
52 verswiesen wird. Die Luftaustrittsöffnungen 52' können einem gemeinsamen Luftkanal
54' zugeordnet sein. Bevorzugt ist der gemeinsame Luftkanal 54' in gleicher Weise
wie der Luftkanal 54 ausgebildet und angeordnet, so dass hierzu auf die Beschreibung
zu dem Luftkanal 54 verswiesen wird.
[0059] Wie insbesondere die Figuren 3 und 4 zeigen, kann neben dem Kühlaggregat 66 ein weiteres
Kühlaggregat 66' vorgesehen sein, welches mit einem weiteren Umluftsystem 50' zusammenwirkt.
Bevorzugt ist das weitere Umluftsystem 50' baugleich mit dem Umluftsystem 50. Beispielsweise
ist das Kühlaggregat 66 mit dem Umluftsystem 50 im Bereich der Durchgangsöffnung 67
angeordnet, so dass in dem Eingangsbereich des Kühlraumes 1 die wenigstens eine Lufteintrittsöffnung
53 angeordnet ist. Bevorzugt ist das Kühlaggregat 66' mit dem Umluftsystem 50' im
Bereich der anderen Durchgangsöffnung 68 angeordnet, insbesondere die wenigstens eine
Lufteintrittsöffnung 53 des Umluftsystemes 50' dort angeordnet. Auf diese Art und
Weise ist ein schnelles Absaugen der im Bereich der Türen 80 und 81 sich ansammelnden
warmen Luft aus dem Kühlraum 1 ermöglicht, insbesondere wenn oder nachdem die jeweilige
Tür 80 bzw. 81 geöffnet worden ist oder geöffnet ist.
[0060] Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Kühlraumes bzw. einer Raumzelle
1.1, wobei dort der Kühlraum 1.1 in einer Draufsicht von oben als Teilschnitt ohne
Decke dargestellt ist. Bauteile des Kühlraumes 1.1, welche mit Bauteilen des Kühlraumes
1 der Figuren 2 bis 4 identisch oder funktionsgleich sind, sind mit gleichen Bezugszeichen
versehen; insofern wird auf die Beschreibung zu dem Kühlraum 1 der Figuren 2 bis 4
verwiesen.
[0061] Der Kühlraum 1.1 der Figur 5 unterscheidet sich von dem Kühlraum 1 der Figuren 2
bis 4 dadurch, dass das Umluftsystem 50 mehrere oder eine Vielzahl von Lufteintrittsöffnungen
53' umfasst. Bevorzugt sind zumindest ein Teil der Lufteintrittsöffnungen 53' im Bereich
des zweiten Zwischenraumes 40 angeordnet, um über den zweiten Zwischenraum 40 Luft
anzusaugen. Bevorzugt sind die Lufteintrittsöffnungen 53' entlang der Rückseite 25
der Warenpräsentationseinrichtung 20 hintereinanderliegend in Richtung von der Seitenwandung
6 zu der Seitenwandung 7 angeordnet.
[0062] Bevorzugt sind die Lufteintrittsöffnungen 53' einem gemeinsamen Luftkanal 73 zugeordnet.
Beispielsweise sind die Lufteintrittsöffnungen 53' durch Durchgangsöffnungen in dem
Luftkanal 73 gebildet, welche beispielsweise in den Luftkanal eingebrachte Bohrungen
sein können. Bevorzugt weisen die Lufteintrittsöffnungen 53' gleichen Öffnungsquerschnitt
und/oder gleiche Öffnungsform auf. Bevorzugt ist der Luftkanal 73 derart ausgebildet,
dass die Lufteintrittsöffnungen 53' als Bohrung in dem Außenmantel vorgesehen sind.
[0063] Bevorzugt ist der Luftkanal 73 an einem längsseitigen Ende geschlossen ausgebildet,
wohingegen er an seinem anderen längsseitigen Ende mit dem Kühlaggregat 66 strömungsverbunden
ist. Auf diese Weise wird die aus dem Inneren des Kühlraumes 1.1 über die Lufteintrittsöffnungen
73' angesaugte Luft in dem Luftkanal 73 hin zu seinem offenen Ende befördert und strömt
dann in das Kühlaggregat 66, wo die Luft wiederum auf eine vorgegebene Temperatur
heruntergekühlt und dann über den Luftkanal 54 und den Luftaustrittsöffnungen 52 dem
Inneren des Kühlraumes 1.1 als gekühlte Luft wieder zugeführt wird.
[0064] Bevorzugt ist der Luftkanal 73 mit den Lufteintrittsöffnungen 53' im Inneren des
Kühlraumes 1.1 angeordnet, beispielsweise in etwa in der Höhe des Luftkanales 54 mit
den Luftaustrittsöffnungen 52. Bevorzugt weisen in diesem Fall die Lufteintrittsöffnungen
53' nach unten, sind also in dem nach unten weisenden Mantelabschnitt des Luftkanales
73 vorgesehen. In der Figur 5 ist zum besseren Verständnis der Luftkanal 73 in einer
Schnittdarstellung gezeigt, so dass dadurch die untenliegenden Lufteintrittsöffnungen
53' des Luftkanales 73 sichtbar sind.
[0065] Bevorzugt ist der Luftkanal 73 modular zusammengesetzt und weist wenigstens zwei
miteinander lösbar verbundene Kanalabschnitte 74 auf, welche beispielsweise mittels
Steckverbindungen miteinander mechanisch verbunden sind. Beispielsweise ist der Luftkanal
73 in gleicher Weise ausgestattet oder aufgebaut wie der Luftkanal 54, wobei in den
Luftkanal 54 die Luftaustrittsöffnungen 52 mit gegebenenfalls den Düsenrohren 58 eingebracht
sind und in dem Luftkanal 73 die Lufteintrittsöffnungen 53' als Durchgangsöffnungen
eingebracht sind.
[0066] Bevorzugt ist auch das weitere vorgesehene Umluftsystem 50' hinsichtlich der Lufteintrittsöffnungen
53' in gleicher Weise wie das Umluftsystem 50 ausgebildet. Insofern wird hinsichtlich
der mehreren vorgesehenen Lufteintrittsöffnungen 53' auf die vorstehenden Ausführungen
verwiesen.
[0067] Durch den Luftkanal 54, welcher als Zuluftkanal dient, und den Luftkanal 73, welcher
als Abluftkanal dient, ist eine Luftzirkulation über die Länge des Kühlraumes 1.1,
also in Richtung von der Seitenwandung 6 zu der Seitenwandung 7 gesehen, erreicht.
Dies resultiert daraus, dass in Längsrichtung des Kühlraumes 1.1 sich der Zuluftkanal
54 bzw. die Zuluftkanäle 54 mit ihrer Längserstreckung erstrecken und sich in gleicher
Weise der Abluftkanal 73 bzw. die Abluftkanäle 73 erstrecken, so dass quer zur Längsrichtung
des Kühlraumes 1.1 eine Zirkulation bewirkt ist, welche in Längsrichtung des Kühlraumes
1.1 bevorzugt in gleichmäßiger Weise aufrechterhalten ist.
[0068] Figur 6 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform eines Kühlraumes bzw. einer Raumzelle
1.2 in einem Querschnitt. Bauteile des Kühlraumes 1.2 der Figur 6, welche identisch
oder funktionsgleich mit Bauteilen des Kühlraumes 1 der Figuren 2 bis 4 sind, sind
mit gleichen Bezugszeichen versehen; insofern wird auf die Beschreibung zu dem Kühlraum
1 der Figuren 2 bis 4 verwiesen.
[0069] Der Kühlraum 1.2 der Figur 6 unterscheidet sich von dem Kühlraum 1 der Figuren 2
bis 4 dadurch, dass die Warenpräsentationswandung 10 des Kühlraumes 1 bei dem Kühlraum
1.2 nicht vorgesehen ist. Es ist dort eine Seitenwandung 5' vorgesehen, welche ohne
eine Durchgangsöffnung vorliegt. Die Seitenwandung 5' weist eine geschlossene Wandungsfläche
29 auf, welche beispielsweise durchgehend geschlossen ist. Anstelle der Warenpräsentationseinrichtung
22 des Kühlraumes 1 kann bei dem Kühlraum 1.2 vielmehr eine Lagerungseinrichtung 26
vorgesehen sein, mit einer Vorderseite 27 und einer Rückseite 28, wobei zumindest
die Vorderseite 27 als Befüllseite nutzbar ist.
[0070] Die Lagerungseinrichtung 26 ist zwischen den Seitenwandungen 4, 5' derart angeordnet,
dass die Lagerungseinrichtung 26 mit der Rückseite 28 der Seitenwandung 5' zugewandt
ist und davon unter Ausbildung des weiteren ersten Zwischenraumes 31 beabstandet ist,
wobei zwischen der Lagerungseinrichtung 26 und der Warenpräsentationseinrichtung 20
der zweite Zwischenraum 40 vorliegt. Auch der Kühlraum 1.2 ist - wie bereits der Kühlraum
1 der Figuren 2 bis 4 - begehbar. Insofern kann der zweite Zwischenraum 40 von wenigstens
einer Person betreten werden.
[0071] Bei dem Kühlraum 1.2 ist über die Warenpräsentationseinrichtung 20 eine Warenpräsentation
nach außen hin sowie eine Warenentnahme von außerhalb des Kühlraumes ermöglicht. Zusätzlich
ist durch die Lagerungseinrichtung 26 innerhalb des Kühlraumes 1.2 die Möglichkeit
einer Zwischenlagerung von Waren ermöglicht, welche zugleich durch den Kühlraum 1.2
gekühlt werden oder kühlgehalten werden. Die mittels der Lagerungseinrichtung 26 gelagerten
Waren können zum Nachfüllen oder Befüllen der Warenpräsentationseinrichtung 20 genutzt
werden.
[0072] Grundsätzlich kann auch bei dem Kühlraum 1.2 die zu dem Kühlraum 1.1 der Figur 5
beschriebene Ausführung des Luftkanales bzw. Abluftkanales 73 realisiert sein. Hinsichtlich
der Ausgestaltung in dem Kühlraum 1.2 kann auf die identische Ausgestaltung gemäß
des Kühlraumes 1.1 der Figur 5 verwiesen werden, welche in gleicher Weise bei dem
Kühlraum 1.2 zum Einsatz kommen kann.
[0073] Nach einer weiteren (in der Figur 6 nicht dargestellten) Ausführungsform kann der
Kühlraum 1.2 auch ohne die Lagerungseinrichtung 26 vorgesehen sein. In diesem Fall
ist beispielsweise eine Aufstapelung in dem Bereich dort, wo die Lagerungseinrichtung
26 vorgesehen wäre, eine Aufstapelung von zu lagernden Waren ermöglicht. Beispielsweise
können in diesem Bereich Getränkekästen oder sonstige stapelbare Boxen oder Verpackungen
aufgestapelt werden, welche mittels des Umluftsystems 50 auch in dem dort vorliegenden
Bereich von Kaltluft oder gekühlter Luft umströmt werden.
[0074] Figuren 7 und 8 zeigen eine nochmals weitere Ausführungsform eines Kühlraumes bzw.
einer Raumzelle 1.3. Die Figur 7 zeigt den Kühlraum 1.3 in einem Querschnitt. Die
Figur 8 zeigt den Kühlraum 1.3 in einer Draufsicht von oben als Teilschnitt, wobei
dort die Decke weggelassen ist. Bauteile des Kühlraumes 1.3 der Figuren 7 und 8, welche
mit Bauteilen des Kühlraumes 1 der Figuren 2 bis 4 oder des Kühlraumes 1.1 der Figur
5 oder des Kühlraumes 1.2 der Figur 6 identisch oder funktionsgleich sind, sind mit
gleichen Bezugszeichen versehen; insofern wird auf die Beschreibung zu dem Kühlraum
1 bzw. dem Kühlraum 1.1 bzw. dem Kühlraum 1.2 verwiesen.
[0075] Der Kühlraum 1.3 unterscheidet sich von dem Kühlraum 1 der Figuren 2 bis 4 dadurch,
dass der Kühlraum 1.3 nur die Warenpräsentationswandung 8 als einzige Warenpräsentationswandung
aufweist. Insofern ist auch nur in der Seitenwandung 4 die Durchgangsöffnung 9 zur
Entnahme und/oder Präsentation von Waren der Warenpräsentationseinrichtung 20 vorgesehen.
Die an der Rückseite des Kühlraumes 1.3 vorgesehene Seitenwandung ist mit dem Bezugszeichen
5' versehen, da diese Seitenwandung 5' durchgängig geschlossen ist, also die geschlossene
Wandungsfläche 29 aufweist, wie es bereits zu dem Kühlmöbel 1.2 der Figur 6 beschrieben
ist.
[0076] Im Unterschied zu dem Kühlmöbel 1 der Figuren 2 bis 4 ist der Kühlraum 1.3 der Figuren
7 und 8 besonders kompakt ausgebildet und daher nicht begehbar. Insofern sind auch
die einander gegenüberliegenden Seitenwandungen 6' und 7' ohne Zugangsöffnung in das
Innere des Kühlraumes 1.3 vorgesehen. Allenfalls können in den Seitenwandungen 6'
und 7' Öffnungen vorgesehen sein, um seitlich die Warenpräsentationseinrichtung 20
oder den Durchströmungsraum bzw. den zweiten Zwischenraum 40 und den ersten Zwischenraum
30 zu erreichen. Der zweite Zwischenraum 40 ist dort jedoch relativ kompakt ausgebildet
und nicht begehbar. Bevorzugt grenzt bei dem Kühlraum 1.3 der zweite Zwischenraum
40 direkt an die Seitenwandung 5'.
[0077] Wie bereits bei dem Kühlraum 1.1 der Figur 5 ist beispielsweise auch bei dem Kühlraum
1.3 der Abluftkanal 73 vorgesehen, welcher die Vielzahl von Lufteintrittsöffnungen
53' aufweist. Die Modularität des Luftkanales 73 kann wie bereits bei dem Kühlraum
1.1 der Figur 5 beschrieben, auch bei dem Kühlraum 1.3 vorliegen.
[0078] Unter der Bezeichnung "Kühlwaren" ist in der vorliegenden Beschreibung insbesondere
zu verstehen, dass es sich um zu kühlende Waren, wie beispielsweise Lebensmittel,
insbesondere verderbliche Lebensmittels handelt. Beispielsweise ist dazu eine Kühltemperatur
von etwa 6 Grad Celsius oder etwa 3 Grad Celsius oder weniger einzuhalten. Darunter
sind auch Tiefkühlwaren umfasst, welche beispielweise auf wenigstens bis -12 Grad
Celsius oder wenigstens bis -20 Grad Celsius gekühlt aufzubewahren sind. In entsprechender
Weise ist die Kühlung des Kühlraumes dimensioniert oder kann dimensioniert werden.
[0079] In der vorliegenden Beschreibung bedeutet die Bezugnahme auf einen bestimmten Aspekt
oder eine bestimmte Ausführungsform oder eine bestimmte Ausgestaltung, dass ein bestimmtes
Merkmal oder eine bestimmte Eigenschaft, die in Verbindung mit dem jeweiligen Aspekt
oder der jeweiligen Ausführungsform oder der jeweiligen Ausgestaltung beschrieben
ist, zumindest dort enthalten ist, aber nicht notwendigerweise in allen Aspekten oder
Ausführungsformen oder Ausgestaltungen der Erfindung enthalten sein muss. Es wird
ausdrücklich darauf hingewiesen, dass jede Kombination der verschiedenen Merkmale
und/oder Strukturen und/oder Eigenschaften, welche in Bezug auf die Erfindung beschrieben
sind, von der Erfindung umfasst sind, sofern dies nicht ausdrücklich oder eindeutig
durch den Zusammenhang widerlegt ist.
[0080] Die Verwendung von einzelnen oder allen Beispielen oder einer beispielhaften Ausdrucksweise
im Text soll lediglich die Erfindung beleuchten und stellt keine Beschränkung hinsichtlich
des Umfangs der Erfindung dar, wenn nichts anders behauptet wird. Auch ist keine Ausdrucksweise
oder Formulierung der Beschreibung so zu verstehen, dass es sich um ein nicht beanspruchtes,
aber für die Praxis der Erfindung wesentliches Element handelt ist.
Bezugszeichenliste
[0081]
- 1
- Raumzelle
- 1.1
- Raumzelle
- 1.2
- Raumzelle
- 1.3
- Raumzelle
- 2
- Decke
- 3
- Boden
- 4
- Seitenwandung
- 5
- Seitenwandung
- 5'
- Seitenwandung
- 6
- Seitenwandung
- 6'
- Seitenwandung
- 7
- Seitenwandung
- 7'
- Seitenwandung
- 8
- Warenpräsentationswandung
- 9
- Durchgangsöffnung
- 10
- Warenpräsentationswandung
- 11
- Durchgangsöffnung
- 20
- Warenpräsentationseinrichtung
- 20.1
- Fachboden
- 20.2
- Regalstützen
- 21
- Warenpräsentationsseite
- 22
- Warenpräsentationseinrichtung
- 22.1
- Fachboden
- 22.2
- Regalstützen
- 23
- Warenpräsentationsseite
- 24
- Vorderseite
- 25
- Rückseite
- 26
- Lagerungseinrichtung
- 27
- Vorderseite
- 28
- Rückseite
- 29
- Wandungsfläche
- 30
- erster Zwischenraum
- 31
- erster Zwischenraum
- 40
- zweiter Zwischenraum
- 50
- Umluftsystem
- 50'
- Umluftsystem
- 51
- Gebläse
- 52
- Luftaustrittsöffnungen
- 52'
- Luftaustrittsöffnungen
- 53
- Lufteintrittsöffnung
- 53'
- Lufteintrittsöffnungen
- 54
- Luftkanal
- 54'
- Luftkanal
- 54.1
- Luftkanal
- 55
- Luftkanal
- 56
- Strömungsausgang
- 58
- Düsenrohr
- 62
- Kanalabschnitt
- 63
- Kanalabschnitt
- 64
- Kanalabschnitt
- 65
- Wärmeübertrager
- 66
- Kühlaggregat
- 66'
- Kühlaggregat
- 67
- Durchgangsöffnung
- 68
- Durchgangsöffnung
- 69
- Drehachse
- 70
- Reihe
- 71
- Reihe
- 72
- Reihe
- 73
- Luftkanal
- 74
- Kanalabschnitte
- 75
- Ende
- 76
- Ende
- 80
- Tür
- 81
- Tür
- 82
- Tür
- 83
- Tür
- 90
- Pfeil
- 90'
- Pfeil
- 95
- Pfeil
- 100
- Bodenelement
- 110
- Oberseite
- 120
- Unterseite
- 130
- Elastomerbelag
- 140
- Trittfläche
- 150
- Grundkörper
- 160
- Fußelement
1. Raumzelle (1) zum Kühlen oder Wärmen von Waren, nach oben begrenzt durch eine Decke
(2), nach unten begrenzt durch einen Boden (3) und seitlich in eine Raumrichtung begrenzt
durch zwei Seitenwandungen (4, 5), von denen wenigstens eine Seitenwandung (4) als
Warenpräsentationswandung (8) ausgebildet ist und dazu mit wenigstens einer Durchgangsöffnung
(9) versehen ist, wobei die Raumzelle (1) wenigstens eine warenaufnehmende Warenpräsentationseinrichtung
(20) aufweist, welche eine Warenpräsentationsseite (21) zur Präsentation der Waren
umfasst und zwischen den Seitenwandungen (4, 5) derart angeordnet ist, dass die Warenpräsentationseinrichtung
(20) mit ihrer Warenpräsentationsseite (21) der Warenpräsentationswandung (8) zugewandt
und davon unter Ausbildung eines ersten Zwischenraumes (30) beabstandet ist, so dass
die Waren der Warenpräsentationseinrichtung (20) über die Durchgangsöffnung (9) von
außen entnehmbar sind, und zwischen der Warenpräsentationseinrichtung (20) und der
anderen Seitenwandung (5) ein zweiter Zwischenraum (40) vorliegt, wobei der Boden
(3) wenigstens ein Bodenelement (100) umfasst, welches mit einem Elastomerbelag (130)
versehen ist.
2. Raumzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Elastomerbelag (130) Kautschuk umfasst oder daraus besteht.
3. Raumzelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Elastomerbelag (130) eine Trittfläche (140) aufweist, welche rutschhemmend ist.
4. Raumzelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Elastomerbelag (130) Feststoffpartikel enthält, welche in der Trittfläche (140)
eingebunden sind, um eine Rutschhemmung auszuüben.
5. Raumzelle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststoffpartikel aus Granit bestehen oder Granit aufweisen.
6. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenelement (100) einen plattenförmigen Grundkörper (150) umfasst, auf welchem
der Elastomerbelag (130) aufgelegt ist und stoffschlüssig und/oder formschlüssig befestigt
ist.
7. Raumzelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Bodenelement (100) wenigstens ein Fußelement (160) umfasst, welches
eine Standfläche zum Aufstellen auf einem Untergrund und eine Auflagefläche zum Auflegen
des Grundkörpers (150) aufweist, um zwischen dem Grundkörper (150) und dem Untergrund
wenigstens einen Lüftungskanal zu erzeugen.
8. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Raumzelle (1) einen Kälteerzeuger oder einen Wärmeerzeuger oder wenigstens einen
Bestandteil davon aufweist, wobei der Kälteerzeuger oder der Wärmeerzeuger oder der
wenigstens eine Bestandteil auf der Decke (2) aufsitzt oder sich zumindest gegen die
Decke (2) abstützt.
9. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Raumzelle (1) ein Umluftsystem (50) aufweist, umfassend wenigstens ein Gebläse
(51), wenigstens eine, vorzugsweise mehrere oder eine Vielzahl von Luftaustrittsöffnungen
(52) und wenigstens eine Lufteintrittsöffnung (53), wobei zumindest ein Teil der Luftaustrittsöffnungen
(52) auf den ersten Zwischenraum (30) gerichtet sind, um mittels der Luftaustrittsöffnungen
(52) Luft in den ersten Zwischenraum (30) zu blasen.
10. Raumzelle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Lufteintrittsöffnung (53) im Bereich des zweiten Zwischenraumes
(40) und/oder im Bereich eines von der Warenpräsentationseinrichtung (20) eingenommenen
Raumes angeordnet ist, um über den zweiten Zwischenraum (40) und/oder über den von
der Warenpräsentationseinrichtung (20) eingenommenen Raum eine vorgegebene Menge an
Luft anzusaugen.
11. Verwendung eines Elastomerbelages (130) als Bodenbelag in einer Raumzelle (1) nach
einem der vorhergehenden Ansprüche.
12. Verwendung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Elastomerbelag (130) Kautschuk umfasst oder daraus besteht.
13. Verwendung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Elastomerbelag (130) eine Trittfläche (140) aufweist, welche rutschhemmend ist.
14. Verwendung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Elstomerbelag (130) Feststoffpartikel enthält, welche in der Trittfläche (140)
eingebunden sind, um eine Rutschhemmung auszuüben.
15. Verwendung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststoffpartikel aus Granit bestehen und/oder Granit aufweisen.