[0001] Die Erfindung betrifft einen Stuhl mit einem Sitz, einer Rückenlehne, zwei vorderen
und zwei hinteren Stuhlbeinen sowie mit zwei Armlehnen, wobei der Sitz und die Rückenlehne
eine einteilige Sitzschale bilden.
[0002] Aus der
DD 299 944 A5 ist u.a. ein Kunststoffstuhl bekannt. Die Armlehnen verbinden hierbei den vorderen
Bereich des Sitzes mit dem oberen Bereich der Rückenlehne. Die Stuhlbeine und die
Armlehnen haben im Querschnitt jeweils die Form eines Winkels, dessen Schenkellängen
ein Vielfaches der Winkelwandstärke betragen.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Problemstellung zugrunde, einen Stuhl zu entwickeln,
der bei sicherer Standfestigkeit, bei geringem Eigengewicht und bei niedrigem Montageaufwand
auch stapelbar ist.
[0004] Diese Problemstellung wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Dabei
bilden die Stuhlbeine und die freischwingenden Armlehnen ein einteiliges aus einem
Kunststoff gefertigtes Gestell. Die einzelne Armlehne besteht aus einem Armlehnenträger
und einer Armauflage. Die Armlehnenträger liegen zusammen mit den vorderen Stuhlbeinen
in einer Ebene. Das Gestell und die Sitzschale sind lösbar miteinander verbunden.
[0005] Mit der Erfindung wird ein stapelbarer Stuhl mit zwei Armlehnen geschaffen, dessen
Gestell in einem Arbeitsschritt aus einem Kunststoff gefertigt wird. Dabei sind die
Stuhlbeine und die Träger der Armlehnen massiv ausgeführt. Die Stuhlbeine und die
Träger haben zudem jeweils einen geschlossenen Querschnitt, dessen jeweiliger Umfang
im Verhältnis zu der vom Umfang umschlossenen Querschnittsfläche nur wenig größer
ist als das Verhältnis von einem Kreisumfang zu seiner Kreisfläche.
[0006] Pro Stuhlseite bildet das einzelne vordere Stuhlbein mit dem Träger der Armlehne
eine Einheit. In der Seitenansicht ist der Armlehnenträger in der Verlängerung des
entsprechenden vorderen Stuhlbeins angeordnet. Die Armauflagen der freischwingenden
Armlehnen stützen sich nur an den Armlehnenträgern ab. Die Enden der Armlehnen haben
weder eine weitere Anbindung am Gestell noch an der Rückenlehne der Sitzschale.
[0007] Für das Gestell wird ein Kunststoff verwendet, der einen Faseranteil von mindestens
30 Volumenprozent aufweist. Gegebenenfalls können hochbelastete Stellen des Gestells
auch durch Gewebeeinlagen armiert sein.
[0008] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung einer schematisch dargestellten Ausführungsform.
- Figur 1:
- perspektivische Ansicht eines Stuhles von schräg oben;
- Figur 2:
- wie Figur 1, jedoch von schräg unten;
- Figur 3:
- Frontansicht zum Stuhl nach Figur 1;
- Figur 4:
- Seitenansicht zum Stuhl nach Figur 1;
- Figur 5:
- Querschnitt des rechten vorderen Stuhlbeins;
- Figur 6:
- Querschnitt des rechten hinteren Stuhlbeins;
- Figur 7:
- Querschnitt des Trägers der rechten Armlehne;
- Figur 8:
- Unteransicht zum Stuhl nach Figur 1;
- Figur 9:
- vergrößerter Teilschnitt durch die Traverse und den Sitz;
- Figur 10:
- vergrößerter Längsschnitt durch eine Befestigungsstelle von Sitzschale und Frontkragarm;
- Figur 11:
- perspektivische Ansicht eines Gestells von schräg oben mit Teilexplosionsdarstellungen;
- Figur 12:
- vergrößerte Ansicht eines Zwischenelements;
- Figur 13:
- Seitenansicht von zwei gestapelten Stühlen;
- Figur 14:
- Querschnitt des rechten vorderen Stuhlbeins, Blickrichtung nach Figur 4;
- Figur 15:
- vergrößerter Ausschnitt zu Figur 13;
- Figur 16:
- Querschnitt des rechten Armlehnenträgers im unteren Bereich, Blickrichtung nach Figur
4;
- Figur 17:
- Querschnitt des rechten Armlehnenträgers im oberen Bereich, Blickrichtung nach Figur
4;
- Figur 18:
- Querschnitt der rechten Armauflage im mittleren Bereich, Blickrichtung nach Figur
4.
[0009] Die Figuren 1 und 2 zeigen einen z.B. stapelbaren Stuhl (1), der im Wesentlichen
z.B. aus einem Gestell (20), vgl, Figur 11, und einer Sitzschale (2) besteht. Das
Gestell (20) und die Sitzschale (2) sind mithilfe von Befestigungsmitteln, z.B. Schrauben
(18) und Gewindehülsen (17), miteinander verbunden, vgl. Figur 10. Die Schrauben (18)
sind ggf. in den Gewindehülsen (17) mit Klebstoff gesichert.
[0010] Zur Erleichterung der Figurenbeschreibung wird bei den Figuren als rechte Stuhlseite
die Stuhlseite definiert, die in der Frontansicht des Stuhles (1) - also wenn der
Betrachter vor dem Stuhl (1) steht - rechts liegt.
[0011] Die hier z.B. einteilige Sitzschale (2) umfasst einen Sitz (3) und eine Rückenlehne
(4). Sie ist z.B. aus Kunststoff, aus Schichtholz, aus Kunstharzpressholz oder aus
einem vergleichbaren Werkstoff bzw. einem Verbundwerkstoff hergestellt. Die dargestellte
Sitzschale (2) hat eine durchschnittliche Materialstärke von z.B. 10 mm. Sie dient
gegebenenfalls als Träger einer Polsterung und/oder einer Unterschale.
[0012] Der Sitz (3) hat hier eine nutzbare Sitzfläche (10), die eine reguläre Breite von
ca. 455 mm und eine maximale Tiefe von z.B. 425 mm aufweist. Der Sitz (3) ist in Querrichtung
konkav gekrümmt. Der mittlere Krümmungsradius beträgt z.B. 1500 mm, so dass die Sitzmitte
ca. 16 mm tiefer liegt als der seitliche Sitzrand im Bereich der Anbindung der Sitzschale
(2) an das Gestell (20). Die tiefste Stelle der Sitzfläche (10) liegt z.B. 427 mm
über der Aufstandsfläche (9), vgl. Figur 13.
[0013] Auf jeder Stuhlseite befindet sich im mittleren Bereich des Sitzes (3) seitlich außerhalb
der regulären Sitzbreite eine nach unten gewölbte Seitenzone (11), vgl. Schnitt nach
Figur 9. Jede Seitenzone (11) ist dabei in erster Näherung ein Teil eines Zylindermantels,
dessen mittlerer Radius z.B. 26,5 mm misst. Die Seitenzone (11), bzw. das Zylindermantelteil,
das sich tangential an die Sitzfläche (10) anschließt, entspricht hier 70 Winkelgrade
eines vollen Zylindermantels. Auf diese Weise endet die Seitenzone - zumindest bei
einer hölzernen Sitzschale (2) - mit einer planen Seitenzonenstirnfläche (12), die
gegenüber der Horizontalen einen Winkel von z.B. 24 Winkelgraden einschließt, vgl.
Figur 9. Wird beispielsweise eine Kunststoffsitzschale verwendet, ragt aus der Seitenzonenstirnfläche
(12) unter einem Winkel von 30 Winkelgraden - gegenüber der Normalen der Seitenzonenstirnfläche
(12) - ein Zentriersteg (15) hervor, der in eine entsprechende Fixierausnehmung (85)
des Gestells (20) eingreift. Der z.B. 12 mm über die Seitenzonenstirnfläche (12) überstehende
Zentriersteg (15) verjüngt sich zu seinem freien Ende hin beidseits um jeweils ein
Winkelgrad.
[0014] In Stuhllängsrichtung sind die Vorder- und Rückflanken (13, 14) der jeweiligen Seitenzone
(11) so geneigt, dass sie tangential in der jeweiligen Verlängerung der Außenflanken
(22, 32) des vor ihnen endenden Stuhlbeins (21, 31) liegen. Die Seitenzone (11) hat
an ihrer engsten Stelle eine Tiefe von ca. 105 mm.
[0015] Die vordere Randzone des Sitzes (3) ist mit einem minimalen Krümmungsradius von z.B.
240 mm leicht nach unten geneigt, während der vordere Rand um z.B. 11 mm nach vorn
gewölbt ist.
[0016] Die Rückenlehne (4), deren untere Breite der Sitzbreite entspricht, hat eine Höhe
von z.B. 365 mm. Ihre Oberkante liegt z.B. 801 mm oberhalb der Aufstandsfläche (9).
Sie verjüngt sich seitlich nach oben hin um jeweils ca. 3,3 Winkelgrade. Die durchschnittliche
Neigung der Rückenlehne (4) beträgt hier z.B. 13 Winkelgrade. Zwischen dem Sitz (3)
und der Rückenlehne (4) befindet sich ein Schalenübergangsbereich (19), dessen Form
der Teilfläche eines Ellipsoids entspricht. Der Ellipsoid hat in der Mittenlängsebene
(5) des Stuhles (1) einen mittleren Durchmesser von z.B. 65 mm.
[0017] Gemäß der Figur 11 besteht das einteilige Gestell (20) aus einer Traverse (70), vier
daran angeformten Stuhlbeinen (21, 31) und zwei Armlehnen (50).
[0018] Die Traverse (70) besteht im Wesentlichen aus einem verrippten Querbalken, auf dem
der Sitz (3) lösbar verschraubt aufliegt. Die Traverse hat bei einer Höhe von z.B.
26 mm eine maximale Tiefe von z.B. 112 mm, wobei die maximale Tiefe in der Mittenlängsebene
(5) entlang der Unterseite des Sitzes (3) gemessen wird. Sie weist zur Aufstandsfläche
(9) hin - das ist hier der Boden, auf dem der Stuhl aufgestellt ist - eine geschlossene
Wandung auf, die sich im vorderen und hinteren Bereich der Traverse (70) bis zur Unterseite
des Sitzes (3) ausdehnt. Die maximale Wandstärke der Wandung der Traverse misst z.B.
8,5 mm. Gemäß Figur 11 durchziehen die Traverse beispielsweise drei Querrippen, deren
Wandstärke im Mittel 7,5 mm messen.
[0019] Die Traverse (70), die in erster Näherung einen trapezförmigen Querschnitt aufweist,
hat eine nach vorn orientierte Traversenfrontflanke (71) und eine nach hinten ausgerichtete
Traversenrückflanke (72), über die sie sich in Richtung der Aufstandsfläche (9) im
Querschnitt verjüngt, vgl. Figur 8 und 2. Die Traversenfrontflanke (71) ist gegenüber
der Aufstandsfläche (9) um 44 Winkelgrade geneigt, während die Traversenrückflanke
(72) mit der Aufstandsfläche (9) einen Winkel von 42 Winkelgrade einschließt.
[0020] An der Traverse (70) sind zwei nach vorn ragende Frontkragarme (73) und zwei nach
hinten ragende Rückkragarme (75) angeformt. Alle vier Kragarme (73, 75) sind zur Mittenlängsebene
(5) parallel ausgerichtet, wobei jeder Kragarm von der Mittenlängsebene (5) z.B. 138
mm entfernt ist.
[0021] Die Frontkragarme (73) haben eine über ihre Länge nahezu konstant bleibende Profilhöhe
von z.B. ca. 19,5 mm. Die Rücckragarme (75) verjüngen sich, ausgehend von der Traverse
(70), von z.B. 18 mm auf 15,5 mm. Alle vier Kragarme (73, 75) enden - in unmittelbarer
Nähe der Unterseite des Sitzes (3) - an ihren freien Enden beispielsweise in einem
halbrunden Endbogen (74, 76), dessen Radius z.B. 20 mm beträgt. Zur Anbindung an die
Traverse (70) haben sie in unmittelbarer Nähe der Unterseite des Sitzes (3) vorn einen
Übergangsradius von z.B. 13 mm und hinten von z.B. 18 mm.
[0022] Die langen Frontkragarme (73) verjüngen sich von der Anbindung an die Traverse (70)
bis zu ihrem Frontendbogen (74) beidseitig um jeweils vier Winkelgrade. Die kurzen
Rückkragarme (75) haben einen Verjüngungswinkel von 4,5 Winkelgraden.
[0023] Im Endbereich eines jeden Kragarmes (73, 75) befindet sich ein Verstärkungsrohr (82),
vgl. Figur 10, das koaxial eine Kragarmbohrung (81) umgibt. Jedes Verstärkungsrohr
(82) stützt sich an der Wandung über drei kurze Stege ab, vgl. Figur 11. Zwischen
den Verstärkungsrohren (82) eines Frontkragarmes (73) und eines Rückkragarmes (75)
verlaufen drei durchgehende Verstärkungsrippen, die die drei Querrippen der Traverse
(70) schneiden. Im Bereich der einzelnen Kragarme (73, 75) sind sie aufgefächert angeordnet.
[0024] Nach Figur 10 ragt in das Verstärkungsrohr (82) - bei montierter Sitzschale (2) -
ein Sitzbefestigungszapfen (16) in die Verstärkungsrohrbohrung (83) hinein, wobei
der Sitzbefestigungszapfen (16) mit seiner freien Stirnfläche auf dem Grund der Verstärkungsrohrbohrung
(83) aufliegt. In den Sitzbefestigungszapfen (16) ist eine Gewindehülse (17) eingelassen.
Bei einer Kunststoffsitzschale ist die Gewindehülse (17) ein schon bei der Sitzschalenfertigung
integriertes, umspritztes Bauteil. Sollte die Sitzschale (2) aus einem Holzwerkstoff
gefertigt sein, hat die Gewindehülse (17) ein Außengewinde, über das sie in den Sitzbefestigungszapfen
(16) eingeschraubt ist.
[0025] Die in den jeweiligen Kragarm (73, 75) versenkt eingesetzte Schraube (18) fixiert
die Sitzschale (2) bzw. den Sitz (3) am Gestell (20). Die restlichen Verschraubungen
der Sitzschale (2) mit dem Gestell (20) sind zumindest annähernd baugleich ausgeführt.
Das gilt auch für die Verschraubungen in den Traversenseitenzonen (86), vgl. Figur
8.
[0026] Die Traverse (70) endet beidseits jeweils in einer Traversenseitenzone (86). Jede
Traversenseitenzone (86) geht jeweils in ein Vorderbein (21) und ein Hinterbein (31)
über. Nach Figur 9 hat der Verbund aus der Traversenseitenzone (86) und dem Sitz (3)
einen Krümmungsradius, der zwischen 16 und 26 mm liegt. Diese Krümmung ist in Figur
9 als Teil der gestrichelten Linie (87) dargestellt.
[0027] Zugleich weist die Traversenseitenzone (86) eine langgestreckte Fixierausnehmung
(85) auf, in die neben einem Zwischenelement (90) u.a. der ggf. vorhandene Zentriersteg
(15) des Sitzes (3) hineinragt. Das Zwischenelement (90), z.B. aus Polypropylen geferigt,
das in der Figur 12 vergrößert dargestellt ist, besteht aus einer im Wesentlichen
quaderförmigen Auflageplatte (91), die bei einer Länge von ca. 121 mm eine Breite
von 9,5 mm aufweist. Die Auflageplatte (91) hat zur Stuhlmitte hin eine Zentrierstegaus-sparung
(93), deren Breite und Länge um wenige Zehntel Millimeter größer ist als der Querschnitt
des Zentrierstegs (15) des Sitzes. An der Unterseite der Auflageplatte (91) ist ein
nach unten ragender Klemmsteg (94) angeordnet, vgl. auch Figur 9, der zusammen mit
dem links daneben liegenden Zentrier-steg (15) in die Fixierausnehmung (85) eingesetzt
ist. Bei Sitzen (3), z.B. bei Holzsitzschalen, die keinen Zentrier-steg (15) aufweisen,
wird anstelle dessen ein loser Ersatzsteg in die Fixierausnehmung (85) eingesteckt,
dessen Geometrie dem Zentriersteg (15) zumindest annähernd entspricht.
[0028] Die Auflageplatte (91) hat eine Rückseitenanschlagkante (92), die über die Rückflanke
(14) der Traversenseitenzone (86) 2,3 bis 2,7 mm übersteht, vgl. Figuren 15 und 12.
[0029] Alle Stuhlbeine (21, 31) des Gestells (20), das aus einem faserverstärkten z.B. spritzfähigen
Kunststoff hergestellt ist, z.B. einem Polyamid 40, haben einen Vollmaterialquerschnitt
(41), vgl. Figur 14, dessen Stuhlbeininkreis (44) einen Radius hat, der mindestens
halb so groß ist wie der Radius des Stuhlbeinumkreises (43). Der Stuhlbeinumkreis
(43), strich-punktiert dargestellt, umschließt den gesamten Vollmaterialquerschnitt
(41) unter einem Kontaktieren von mindestens zwei Punkten des Querschnittsumrisses
(42). Der Stuhlbeininkreis (44), gestrichelt dargestellt, ist der größte Vollkreis,
der sich von innen an den Querschnittsumriss (42) anlegen lässt. Dieses Radiusmindestverhältnis
gilt auch für die Dimensionierung der Querschnitte der Armlehnen (50), für die Bereiche,
die aus Vollmaterial gefertigt sind. Ggf. kann die Armlehne (50) - im Gegensatz zur
Darstellung der Figur 11 - einteilig gefertigt sein.
[0030] Die Stuhlbeine (21, 31) haben im vorliegenden Ausführungsbeispiel Außen- und Innenflanken
sowie Außenseiten- und Innenseitenwölbungen. Die Außenflanken sind bei den Vorderbeinen
(21) die Flanken (22), die in der Vorderansicht des Stuhles (1) sichtbar sind, vgl.
Figur 3. Bei den Hinterbeinen (31) sind es diejenigen Flanken (32), die von der Rückseite
des Stuhles (1) zu sehen sind. Die Innenflanken sind sowohl bei den Vorderals auch
den Hinterbeinen (21, 31) die Flanken (23, 33), die zur Mittenquerebene (6) des Stuhles
(1) hin orientiert sind.
[0031] Die Außenseitenwölbungen sind sowohl bei den Vorder- als auch bei den Hinterbeinen
(21, 31) die ggf. gekrümmten Flächen (24, 34), die in der jeweiligen Stuhlseitenansicht
erkennbar sind, vgl. Figur 4. Die Innenseitenwölbungen der Vorder- und Hinterbeine
(21, 31) sind die gekrümmten Flächen (25, 35), die der Mittenlängsebene (5) zugewandt
sind.
[0032] Jedes Stuhlbein (21, 31) hat eine fiktive Mittellinie. Sie verläuft pro Stuhlbein
- in der Seitenansicht - zum einen mittig zwischen dessen Außen- und Innenflanken,
vgl. strichpunktierte Linie in Figur 2, und zum anderen - in der Frontansicht - mittig
zwischen Außenseiten- und der Innenseitenwölbung, vgl. strichpunktierte Linie in Figur
3. Die vier Mittellinien durchstoßen die Aufstandsfläche (9) als Eckpunkte eines Rechtecks.
Das Rechteck hat - gemessen parallel zur Mittenlängsebene (5) - eine Kantenlänge von
z.B. 471 mm und senkrecht dazu eine Kantenlänge von z.B. 508 mm. Die Mittellinien
eines Vorderbeins (21) und eines Hinterbeins (31) schneiden sich - in der Seitenansicht
- unter einem Winkel von z.B. 50 Winkelgraden z.B. 433,5 mm oberhalb der Aufstandsfläche
(9). Die durch die Mittellinien der Vorderbeine (21) aufgespannte Ebene schneidet
die Mittenquerebene (6) unter einem Winkel von z.B. 30 Winkelgraden. In der Frontansicht,
vgl. Figur 3, liegen die Mittellinien eines Vorderbeins (21) und des dazugehörigen
Hinterbeins (31) deckungsgleich in einer Ebene, die gegenüber der Mittenlängsebene
(5) um z.B. 1,5 Winkelgrade zum Sitz (3) hin nach innen geneigt ist.
[0033] Die Stuhlbeine (21, 31) verjüngen sich zwischen ihren Außen- und Innenflanken (22,
23; 32, 33) in zwei Stufen von oben nach unten. In der Nähe der Traverse (70) haben
die Stuhlbeine (21, 31) eine Tiefe von z.B. 38 mm, in der Mitte von z.B. 37 mm und
unmittelbar über der Aufstandsfläche (9) von z.B. 26 mm. Quer dazu verringern die
Stuhlbeine (21, 31) ihre Breite von der Traverse (70) bis zur Aufstandsfläche (9)
zwischen der Außenseiten- und Innenseitenwölbung (24, 25; 34, 35) linear von z.B.
30 mm auf z.B. 20 mm.
[0034] In den Figuren 5 und 6 sind die Vollquerschnitte der linken Stuhlbeine (21, 31) in
der Verlängerung des jeweiligen Stuhlbeins aus Figur 4 vergrößert dargestellt, vgl.
auch Figur 14. Die Querschnitte (41) liegen im Bereich der Stapelerhebungen (26, 36).
Das linke Vorderbein (21) weist vorn die plane Vorderbeinaußenflanke (22) auf. Ihr
gegenüber liegt die Vorderbeininnenflanke (23), die eine gerade Querschnittskante
zeigt. Zwischen der Vorderbeinaußenflanke (22) und der Vorderbeininnenflanke (23)
ist die konvex gekrümmte Vorderbeinaußenseitenwölbung (24) zu sehen. Die Krümmung
der Wölbung (24) hat in erster Näherung einen Radius von z.B. 128 mm. Die gegenüberliegende
Vorderbeininnenseitenwölbung (25) besteht - nach dem Querschnitt (41) aus Figur 5
oder 14 - in erster Näherung aus drei Bögen, die zusammengesetzt annähernd der Parabelgleichung
y = 0,05x
2 folgen. Der Bogen größter Krümmung hat einen Radius von zum Beispiel 7,6 mm, während
die beiden daran beidseits anschließenden Radien z.B. 45 mm messen.
[0035] Im mittleren Bereich der Vorderbeininnenflanke (23) und der Hinterbeininnenflanke
(33) befindet sich jeweils die Stapelerhebung (26, 36). Beide Stapelerhebungen (26,
36) haben - einschließlich der darüber und darunter gelegenen rampenartigen Übergangsbereiche
- eine Gesamtlänge von z.B. 147 mm. Ihr jeweils höchster - am weitesten vom jeweiligen
Bein abstehender - Bereich, der eine Höhe von zum Beispiel 2,2 mm aufweist, misst
eine Länge von 40 mm. Die Mitte der Stapelerhebungen (26, 36) liegt beispielsweise
240 mm oberhalb der Aufstandsfläche (9). Der jeweils untere Übergangsbereich hat eine
Länge von z.B. 40 mm.
[0036] Jede Stapelerhebung (26, 36) grenzt sich gegenüber der Krümmung der entsprechenden
Außenseitenwölbung (24, 34) mit einem Absatz von z.B. 1 mm ab.
[0037] Das linke Hinterbein (31) hat einen mit dem Vorderbein (21) vergleichbaren Querschnitt,
vgl. Figur 6. Allerdings ist die Hinterbeinstapelerhebung (36) an der Hinterbeininnenflanke
(33) angeordnet.
[0038] Die Stapelerhebungen (26, 36) haben die Aufgabe, beim Stapeln der Stühle, vgl. Figuren
13 und 15, einen sicheren und tragfähigen Kontakt zwischen dem tragenden und dem darüber
gestapelten und getragenen Stuhl zu gewährleisten. Die Stapelerhebungen (26, 36) des
getragenen Stuhles liegen jeweils großflächig an den Außenflanken (22, 32) der Stuhlbeine
(21, 31) des tragenden Stuhles an.
[0039] Bei einem montierten Stuhl (1), bei dem zumindest die sichtbaren Bereiche des Gestells
(20) eine optisch ansprechende, aufgeraute Oberfläche aufweisen, sind die Außen- und
die Innenflanken (22, 23; 32, 33), einschließlich der Stapelerhebungen (26, 36), glatt
gestaltet.
[0040] Die aufgerauten Oberflächen haben einen Mittenrauwert von 20 bis 30 µm, während die
glatten Stellen einen Mittenrauwert von 3 bis 5 µm aufweisen. Durch die glänzend wirkende
Oberflächenglättung in den Kontaktbereichen ändert sich die optische Erscheinung der
einzelnen Stuhlbeine unabhängig von der Anzahl der durchgeführten Stapelungen nicht.
[0041] Beim Stapeln der Stühle (1) wächst der Stühlestapel pro gestapelten Stuhl jeweils
um 10 mm nach vorn und 90 mm in die Höhe. Um bei größeren Stühlestapeln, letzterer
kann aus 10 bis 15 Stühlen (1) bestehen, ein nach vorne Kippen des Stapels aufgrund
der Schwerpunktwanderung auszuschließen, hat jeder Stuhl das zwischen der Traverse
(70) und dem Sitz (3) gelegene Zwischenelement (90), vgl. Figur 15. An den Rückseitenanschlagkanten
(92) der Zwischenelemente (90) des tragenden Stuhles stützen sich die Hinterbeininnenflanken
(33) des getragenen Stuhles zusätzlich ab.
[0042] Die Vorderbeine (21) haben eine gerade Außenflanke (22), die sich in den Bereich
der Armlehnen (50) in deren Trägervorderflanken (53) geradlinig verlängert, vgl. Figuren
4 und 13. Jede Armlehne (50) besteht aus einem Armlehnenfuß (51), einem Armlehnenträger
(52) und einer Armauflage (60). Der Armlehnenfuß (51) ist ein Kragarm, der sich im
oberen Endbereich des jeweiligen Vorderbeins (21) - in der Darstellung nach Figur
3 - unter einem Winkel von z.B. 34 Winkelgrade gegenüber der Aufstandsfläche (9) nach
außen und nach oben absteht, um dann unter einem mittleren Radius von z.B. 30 mm in
den Armlehnenträger (52) überzugehen. Unter Vernachlässigung des vorgenannten Radius
ist der Armlehnenfuß (51) z.B. 50 mm lang. Dabei hat seine Trägervorderflanke (53)
im Bereich der Anbindung am Vorderbein (21) eine Breite von z.B. 41 mm, die sich bis
zum Ende des Armlehnenfußes (51) auf z.B. 32,4 mm verjüngt. Der innenliegende Radius
des Übergangsbereichs misst z.B. 13 mm, während sein großer Außenradius z.B. 35 mm
misst.
[0043] Der Übergang zwischen der Vorderbeinaußenflanke (22) und dem Armlehnenfuß (51) hat
einen Ausrundungsradius von z.B. 27 mm.
[0044] Der an den Armlehnenfuß (51) anschließende linke Armlehnenträger (52) hat eine fiktive
Mittellinie, vgl. Figur 3, die sich gegenüber der Mittenlängsebene (5) z.B. um 0,7
Winkelgrade - zur Armauflage (60) hin - nach außen neigt. Hierbei bleibt jedoch die
äußere Kante des Armlehnenträgers (52) und der Armauflage (60) in einer Ebene, die
zum einen zur Mittenlängsebene (5) parallel ist und zum anderen von ihr einen Abstand
von z.B. 302 mm aufweist.
[0045] Der Armlehnenträger (52) hat über seine gesamte Länge einen Vollmaterialquerschnitt
(57), vgl. Figuren 4, 7, 16 und 17, dessen Trägerumrisse (58) sich aus einer Trägervorderflanke
(53), einer Trägerinnenflanke (54) und einer Trägeraußenflanke (55) zusammensetzen.
Die Trägervorderflanke (53), ist in der Frontansicht nach Figur 3 von vorn zu sehen.
Sie ist bogenförmig gekrümmt, wobei der Bogen der Trägervorderflanke (53) nach Figur
16 einen Radius von z.B. 63 mm und gemäß Figur 17 von z.B. 40 mm aufweist. Die Trägerinnen-
und die Trägeraußenflanke (54, 55) sind geringfügig konvex gekrümmt. Sie werden -
gegenüber der Trägervorderflanken (53) - jeweils über einen Bogen verbunden, deren
Krümmungsradien, nach Figur 16, unten z.B. 4,6 mm und oben, gemäß Figur 17, z.B. 5,6
mm betragen. Dabei bilden die Minima der Bögen in den Figuren 16 und 17 eine Rückenlinie
(56), vgl. Figur 8, die unten von innen nach oben zur Mitte des Armlehnenträgers (52)
geradlinig wandert. Die Minima sind gegenüber der Querschnittsmitte in Figur 16 um
z.B. 4,2 mm und in Figur 17 um z.B. 1,8 mm nach innen versetzt.
[0046] Der Armlehnenträger (52) hat an der Stelle des höchsten Biegemoments bei einer maximalen
Breite von 32 ± 0,5 mm ein Widerstandsmoment, das größer als 2300 mm
3 ist. Dort hat der Armlehnenträger (52) den in Figur 16 gezeigten Querschnitt (57).
Die größte Biegelast entsteht, wenn sich der auf dem Stuhl (1) Sitzende beim Erheben
mit den Händen auf den Armauflagen abstützt.
[0047] Ferner liegt beim Armlehnenträger (52) der Durchmesser des Trägerinkreises zwischen
64 und 67% des dazugehörenden Durchmessers des Trägerumkreises. Demnach ist das Torsionswiderstandsmoments
des Armlehnenträgers (52) so hoch, dass er bei größter Belastung der Armlehne (50)
- bei geringer elastischer Verformung - eine Torsion erfährt, die unter zwei Winkelgraden
bleibt.
[0048] Dieser geradlinige Abschnitt der Rückenlinie (56) schließt mit der Mittenlängsebene
(5) - projiziert auf die Mittenquerebene (6) - einen Winkel von z.B. 1,8 Winkelgraden
ein. Die Rückenlinie (56) ist im Bereich der Armauflage (60) ebenfalls eine Gerade,
vgl. Figur 8. Letztere ist parallel zur Mittenlängsebene (5) orientiert. Dieser Abschnitt
verbindet sich im Abknickbereich (59) bogenförmig mit dem Abschnitt der Rückenlinie
(56) des Armlehnenträgers (52). Zwischen dem Armlehnenträger (52) und der Traverse
(70) verläuft die Rückenlinie (56) in einem dreidimensional geschwungenen, fast s-förmigen
Bogen, der an der Traverse (70) im mittleren Bereich in der Montagefuge des Zwischenelements
(90) - nahezu horizontal - tangential an der seitlichen Außenkante der Traverse (70)
endet.
[0049] Die Armauflage (60) geht aus dem Armlehnenträger (52) über einen Abknickbereich (59)
hervor. Sie weist eine montierbare Auflagenoberschale (61) auf, die über einen Zapfen
(63) und einen Zentralsteg (64) an der am Gestell (20) angeformten Armlehne (50) positioniert
ist, vgl. Figuren 11 und 18. Zudem ist die Auflagenoberschale (61) von unten her mit
der Armlehne (50) zweifach verschraubt.
[0050] Der Abknickbereich (59) schließt sich jeweils tangential an den Armlehnenträger (52)
und die Armauflage (60) an. Mittig hat er eine Breite von z.B. 28 mm. Sein Innenradius
beträgt z.B. 46 mm, während sein Außenradius z.B. 57 mm misst.
[0051] Die Auflagenoberschale (61) hat eine Oberschalenflanke (62) mit einer großteils konstanten
Breite von z.B. 27,8 mm. Die Armauflage (60) weist ferner, vgl. Figur 18, eine zur
Stuhlmitte hin orientierte Armauflageninnenflanke (67) und eine nach außen orientierte
Armauflagenaußenflanke (68) auf. Die Armauflageninnenflanke (67) und die Armauflagenaußenflanke
(68) gehören zu dem Teil der Armauflage (60), die aus dem Vollmaterial gefertigt ist.
Beide Flanken (67, 68) sind zueinander spiegelsymmetrisch gestaltet. Die Armauflage
(60) hat am Anfang ihres geraden Abschnittes eine Höhe von z.B. 25 mm. Am Ende dieses
Abschnitts misst die Höhe z.B. 20 mm. Das freie Ende der Armauflage (60) verjüngt
sich im unteren Bereich - unterhalb der Auflagenoberschale (61)- parallel zur Mittenlängsebene
(5) parabelförmig. Es steht mindestens 10 mm über die vordere Außenkante der Rückenlehne
(4) über, vgl. Figuren 4 und 13.
[0052] In Figur 18 ist der Querschnitt der Armauflage (60) dargestellt. Die Auflagenoberschale
(61) ist beispielsweise aus einem griffigen Kunststoff, wie Polypropylen, hergestellt,
der sich zudem farblich von der Farbe des Gestells (20) abhebt. Im Querschnitt hat
sie im Wesentlichen die Form eines "T". Im unteren Bereich hat sie neben dem Zentralsteg
(64) noch zwei kürzere Seitenstege (65), die die zwischen der Armauflage (60) und
der Auflagenoberschale (61) gelegene Montagefuge zusätzlich verschließen.
[0053] Nach Figur 11 hat die Auflagenoberschale (61) im vorderen Bereich einen z.B. 20 mm
nach unten abstehenden Zapfen (63), dessen Durchmesser z.B. 5 mm misst. Nach der Montage
ragt der Zapfen (63) - die Montage erleichternd - in eine Bohrung der Armauflage (60)
hinein. Der Zapfen (63) fixiert das vordere Ende der Auflagenoberschale (61) an der
Armauflage (60). Er gewährleistet, dass die Montagefuge im Abknickbereich (59) - auch
unter großer Biegelast - geschlossen bleibt und somit nicht aufklafft.
[0054] Gemäß den Figuren 2 und 13 hat jedes Stuhlbein (21, 31) an seinem freien Ende, das
eben und großflächig auf der Aufstandsfläche (9) aufsteht, eine zur Aufstandsfläche
(9) normale Ausnehmung, in der - je nach Ausführung - ein ein- oder zweiteiliger Gleiter
verliersicher eingesteckt ist. Der einteilige Standardgleiter ist beispielsweise aus
Polypropylen. Ggf. hat er eine umspritzte, überstehende Filzeinlage. Der zweiteilige
Gleiter (47) besteht aus einem Polypropylenträger (48) mit einer Ausnehmung, in die
eine Gleiteinlage (49) aus Polyoxymethylen eingeklemmt wird.
Bezugszeichenliste:
[0055]
- 1
- Stuhl, Stapelstuhl
- 2
- Sitzschale
- 3
- Sitz
- 4
- Rückenlehne
- 5
- Mittenlängsebene
- 6
- Mittenquerebene
- 9
- Aufstandsfläche
- 10
- Sitzfläche
- 11
- Seitenzone
- 12
- Seitenzonenstirnfläche
- 13
- Vorderflanke
- 14
- Rückflanke
- 15
- Zentriersteg
- 16
- Sitzbefestigungszapfen
- 17
- Gewindehülse
- 18
- Schraube
- 19
- Schalenübergangsbereich
- 20
- Gestell
- 21
- Vorderbein, Stuhlbein
- 22
- Vorderbeinaußenflanke, Außenflanke, Frontseite
- 23
- Vorderbeininnenflanke, Innenflanke
- 24
- Vorderbeinaußenseitenwölbung, Außenseitenwölbung
- 25
- Vorderbeininnenseitenwölbung, Innenseitenwölbung
- 26
- Vorderbeinstapelerhebung, Stapelerhebung
- 31
- Hinterbein, Stuhlbein
- 32
- Hinterbeinaußenflanke, Außenflanke
- 33
- Hinterbeininnenflanke, Innenflanke
- 34
- Hinterbeinaußenseitenwölbung, Außenseitenwölbung
- 35
- Hinterbeininnenseitenwölbung, Innenseitenwölbung
- 36
- Hinterbeinstapelerhebung, Stapelerhebung
- 41
- Vollmaterialquerschnitt, Querschnitt
- 42
- Querschnittsumriss
- 43
- Stuhlbeinumkreis, Umkreis
- 44
- Stuhlbeininkreis, Inkreis
- 47
- Gleiter
- 48
- Polypropylenträger
- 49
- Gleiteinlage
- 50
- Armlehne
- 51
- Armlehnenfuß, Übergangsbereich
- 52
- Armlehnenträger, Träger
- 53
- Trägervorderflanke, Frontseite
- 54
- Trägerinnenflanke
- 55
- Trägeraußenflanke
- 56
- Rückenlinie der Minima der Bögen
- 57
- Trägerquerschnitt, Vollmaterialquerschnitt, Querschnitt
- 58
- Trägerumriss
- 59
- Abknickbereich
- 60
- Armauflage
- 61
- Auflagenoberschale
- 62
- Oberschalenflanke
- 63
- Zapfen, vorn
- 64
- Zentralsteg
- 65
- Seitenstege
- 67
- Armauflageninnenflanke
- 68
- Armauflagenaußenflanke
- 70
- Traverse
- 71
- Traversenfrontflanke
- 72
- Traversenrückflanke
- 73
- Frontkragarm, Kragarm
- 74
- Frontendbogen, Endbogen
- 75
- Rückkragarm, Kragarm
- 76
- Rückendbogen, Endbogen
- 81
- Kragarmbohrung
- 82
- Verstärkungsrohr
- 83
- Verstärkungsrohrbohrung
- 85
- Fixierausnehmung, länglich
- 86
- Traversenseitenzone
- 87
- Linie
- 90
- Zwischenelement
- 91
- Auflageplatte
- 92
- Rückseitenanschlagkante
- 93
- Zentrierstegaussparung
- 94
- Klemmsteg
1. Stuhl mit einem Sitz (3), einer Rückenlehne (4), zwei vorderen (21) und zwei hinteren
Stuhlbeinen (31) sowie mit zwei Armlehnen (50),
- wobei der Sitz (3) und die Rückenlehne (4) eine einteilige Sitzschale (2) bilden,
- wobei die Stuhlbeine (21, 31) und die freischwingenden Armlehnen (50) ein einteiliges
aus einem Kunststoff gefertigtes Gestell (20) bilden,
- wobei die einzelne Armlehne (50) aus einem Armlehnenträger (52) und einer Armauflage
(60) besteht,
- wobei die Armlehnenträger (52) zusammen mit den vorderen Stuhlbeinen (21, 31) in
einer Ebene liegen und
- wobei das Gestell (20) und die Sitzschale (2) lösbar miteinander verbunden sind.
2. Stuhl gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stuhlbeine (21, 31) und die Armlehnen (50) aus einem faserverstärkten Vollmaterial
gefertigt sind.
3. Stuhl gemäß der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vollmaterialquerschnitte (41) der Stuhlbeine (21, 31) und der Armlehnen (50)
jeweils einen Inkreis (44) haben, dessen Radius mindestens halb so groß ist wie der
Radius des Umkreises (43) des Vollmaterialquerschnitts (41).
4. Stuhl gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Armlehnenträger (52) und die vorderen Stuhlbeine (21, 31) eine Frontseite (22,
53) oder eine Frontkante haben, die zusammen in einer Ebene liegen.
5. Stuhl nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der einzelne Armlehnenträger (52) gegenüber dem ihn tragenden vorderen Stuhlbein
(21) nach außen versetzt ist, wobei der unterste Punkt der Mittellinie des geraden
Teils des Armlehnenträgers (52) im Bereich der Übergangsstelle vom obersten Punkt
der Mittellinie des vorderen Stuhlbeines (21) - parallel zu der Aufstandsfläche (9)
des Stuhles (1) gemessen - in der durch die Mittellinien der vorderen Stuhlbeine (21)
gebildeten Ebene einen Abstand von 42 ± 2 mm hat.
6. Stuhl nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Armlehnenträger (52) - an der Stelle des höchsten Biegemoments - bei einer maximalen
Breite von 32 ± 0,5 mm ein Widerstandsmoment aufweist, das größer als 2300 mm3 ist.
7. Stuhl gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein vorderes und das dazu nächstgelegene hintere Stuhlbein (21, 31) zur Sitzfläche
(10) hin aufeinander zulaufen und dass deren Mittellinien einen Winkel einschließen,
der kleiner als 30 Winkelgrade ist, wobei der gedachte Schnittpunkt der Mittellinien
oberhalb der Sitzfläche liegt.
8. Stuhl gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stuhl (1) stapelbar gestaltet ist.
9. Stuhl gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stuhlbeine (21, 31) jeweils Innenflanken (23, 33) haben, an denen eine Stapelerhebung
(26, 36) angeordnet ist.
1. A chair having a seat (3), a backrest (4), two front chair legs (21) and two rear
chair legs (31), and two armrests (50),
- wherein the seat (3) and the backrest (4) form an integral seat shell (2),
- wherein the chair legs (21, 31) and the cantilevered armrests (50) form an integral
frame (20) produced from a plastic,
- wherein each armrest (50) consists of an armrest support (52) and an arm-supporting
surface (60),
- wherein the armrest supports (52) and the front chair legs (21, 31) lie in one plane,
and
- wherein the frame (20) and the seat shell (2) are connected detachably to each other.
2. The chair according to Claim 1,
characterised in that
the chair legs (21, 31) and the armrests (50) are produced from a fibre-reinforced
solid material.
3. The chair according to Claim 1 or 2,
characterised in that
the solid material cross-sections (41) of the chair legs (21, 31) and of the armrests
(50) each have an incircle (44) of which the radius is at least half the size of the
radius of the circumcircle (43) of the solid material cross-section (41).
4. The chair according to Claim 1,
characterised in that
the armrest supports (52) and the front chair legs (21, 31) have a front side (22,
53) or a front edge which together lie in one plane.
5. The chair according to at least one of the preceding claims,
characterised in that
each armrest support (52) is offset outwards relative to the front chair leg (21)
supporting same, wherein the lowest point of the centre line of the straight part
of the armrest support (52), in the region of the point of transition from the highest
point of the centre line of the front chair leg (21), has a spacing of 42 ± 2 mm -
measured parallel to the surface (9) on which the chair (1) stands - in the plane
formed by the centre lines of the front chair legs (21).
6. The chair according to at least one of the preceding claims,
characterised in that
the armrest support (52) has - at the point of the greatest bending moment - a section
modulus which is greater than 2300 mm3, at a maximum width of 32 ± 0.5 mm.
7. The chair according to Claim 1,
characterised in that
in each case one front chair leg (21) and the closest rear chair leg (31) thereto
incline to each other towards the seat face (10), and the centre lines thereof form
an angle which is smaller than 30 degrees, wherein the imaginary intersection of the
centre lines lies above the seat face.
8. The chair according to Claim 1,
characterised in that
the chair (1) is stackable.
9. The chair according to Claim 8,
characterised in that
the chair legs (21, 31) each have inner flanks (23, 33) on which there is a stacking
elevation (26, 36).
1. Chaise, dotée d'un siège (3), d'un dossier (4), de deux pieds de chaise avant (21)
et deux arrière (31), ainsi que de deux accoudoirs (50),
- le siège (3) et le dossier (4) formant une coque d'assise (2) en monobloc,
- les pieds de chaise (21, 31) et les accoudoirs (50) flottants formant un châssis
(20) en monobloc, fabriqué dans une matière plastique,
- l'accoudoir (50) individuel consistant dans un support d'accoudoir (52) et un repose-bras
(60),
- le support d'accoudoir (52) se situant dans un plan, conjointement avec les pieds
de chaise (21, 31) avant et
- le châssis (20) et la coque d'assise (2) étant assemblés l'un à l'autre de manière
amovible.
2. Chaise selon la revendication 1, caractérisée en ce que les pieds de chaise (21, 31) et les accoudoirs (50) sont fabriqués en une matière
pleine renforcée par fibres.
3. Chaise selon les revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que les sections transversales de matière pleine (41) des pieds de chaise (21, 31) et
des accoudoirs (50) ont respectivement un cercle inscrit (44) dont le rayon correspond
au moins à la moitié du rayon du cercle inscrit (43) de la section transversale de
matière pleine (41).
4. Chaise selon la revendication 1, caractérisée en ce que le support d'accoudoir (52) et les pieds de chaise (21, 31) avant ont une face frontale
(22, 53) ou une arête frontale, qui conjointement se situent dans un plan.
5. Chaise selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le support d'accoudoir (52) individuel est décalé vers l'extérieur en rapport du
pied de chaise (21) avant qui le porte, dans la zone de l'endroit de transition du
point supérieur de la ligne médiane du pied de chaise (21) avant dans le plan formé
par les lignes médianes des pieds de chaise (21) avant, le point le plus bas de la
ligne médiane de la partie droite du support d'accoudoir (52) (mesuré à la parallèle
de la surface de contact (9) de la chaise (1)) ayant un écart de 42 ± 2 mm.
6. Chaise selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que (à l'endroit du moment de flexion le plus élevé), à une largeur maximum de 32 ± 0,5
mm, le support d'accoudoir (52) fait preuve d'un moment résistant qui est supérieur
à 2300 mm3.
7. Chaise selon la revendication 1, caractérisée en ce que respectivement un pied de chaise avant et le pied de chaise arrière (21, 31) le plus
proche de celui-ci convergent en direction de l'assise (10) et en ce que leurs lignes médianes forment un angle qui est inférieur à 30 degrés d'angle, le
point d'intersection virtuel des lignes médianes se situant au-dessus de l'assise.
8. Chaise selon la revendication 1, caractérisée en ce que la chaise (1) est conçue en version empilable.
9. Chaise selon la revendication 8, caractérisée en ce que les pieds de chaise (21, 31) ont chacun des flancs intérieurs (23, 33) sur lesquels
est placée une élévation d'empilement (26, 36).