Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Frontautomaten für eine Skibindung, insbesondere eine
Tourenskibindung, welcher Frontautomat ein erstes Haltemittel und ein zweites Haltemittel
zum Halten eines Skischuhs im Zehenbereich des Skischuhs umfasst. Dabei weist der
Frontautomat eine erste Haltekonfiguration auf, in welcher sich die beiden Haltemittel
in einer Haltestellung befinden, in welcher sich die beiden Haltemittel in einem ersten
Abstand zueinander befinden, wobei die beiden Haltemittel in der Haltestellung mit
dem Skischuh derart zusammenwirken können, dass der Skischuh um eine horizontal in
Skiquerrichtung ausgerichtete Achse schwenkbar am Frontautomaten gehalten ist. Weiter
weist der Frontautomat eine Einstiegskonfiguration auf, in welcher sich die beiden
Haltemittel in einer Einstiegsstellung befinden, in welcher sich die beiden Haltemittel
in einem zweiten Abstand zueinander befinden, wobei der zweite Abstand grösser als
der erste Abstand ist und wobei der Skischuh in der Einstiegsstellung der beiden Haltemittel
von den beiden Haltemitteln freigegeben ist. Dabei ist der Frontautomat von der Einstiegskonfiguration
in die erste Haltekonfiguration und zurück verstellbar.
Stand der Technik
[0002] Hinsichtlich ihrer Funktion sind Skibindungen unterteilbar in Pistenbindungen, die
nur zum Abfahren und Skifahren an Skiliften verwendet werden, und Tourenbindungen,
die zusätzlich auch zum Gehen auf Skiern, insbesondere zum Aufsteigen mit Hilfe von
an den Skiern befestigten Steigfellen, verwendet werden. Während Erstere bloss eine
zuverlässige Fixierung des Skischuhs auf dem Ski in einer sogenannten Abfahrtsstellung
zu gewährleisten haben, müssen Letztere zum Aufsteigen zusätzlich von der Abfahrtsstellung
in eine Aufstiegsstellung gebracht werden können, in welcher der Skischuh um eine
horizontal in Skiquerrichtung ausgerichtete Achse verschwenkbar im Fersenbereich vom
Ski abhebbar ist, um zum Gehen eine Gelenkbewegung zwischen dem Skischuh und dem Ski
zu ermöglichen.
[0003] Tourenskibindungen wiederum sind in zwei Typen unterteilbar. Der eine Typ umfasst
einen gegenüber dem Ski verschwenkbaren Skischuhträger, an welchem der Skischuh durch
Bindungsbacken gehalten ist. Ein repräsentatives Mitglied dieses Typs von Tourenskibindungen
ist beispielsweise in der
EP 0 754 079 B1 (Fritschi AG) beschrieben. Der zweite Typ Tourenskibindungen umfasst hingegen keinen derartigen
Skischuhträger. Bei diesem Typ ist der Skischuh in seinem Zehenbereich an der Sohle
in einem skifest montierten Frontautomaten schwenkbar gelagert. Der Fersenautomat
ist in diesem Fall ebenfalls fest in einem an eine Länge der Sohle des Skischuhs angepassten
Abstand vom Frontautomaten am Ski angebracht und verriegelt in der Abfahrtsstellung
den Schuh im Fersenbereich. In der Aufstiegsstellung ist die Schuhferse jedoch vom
Fersenautomaten freigegeben, sodass die Ferse des Skischuhs vom Ski abgehoben werden
kann und sodass der Skischuh um die Lagerung am Frontautomaten verschwenkt werden
kann. Für diesen Bindungstyp geeignete Skischuhe weisen hierzu typischerweise im Zehenbereich
zwei seitliche Ausnehmungen zur schwenkbaren Lagerung im Frontautomaten auf. Zudem
haben solche Skischuhe typischerweise eine steife oder nur wenig biegbare Sohle. Im
Fersenbereich dieser Sohle sind typischerweise nach hinten offene Ausnehmungen angebracht,
in welche Haltemittel des Fersenautomaten eingreifen können.
[0004] Für die Beschreibung von derartigen Bindungssystemen wird als Referenzsystem oft
ein (fiktiver) Ski verwendet, wobei angenommen wird, dass die Bindung auf diesem Ski
montiert sei. Diese Gewohnheit wird im vorliegenden Text übernommen. In diesem Referenzsystem
bedeutet der Begriff "Skilängsrichtung" entlang der Ausrichtung der Längsachse des
Skis. Ähnlich bedeutet "skiparallel" für ein längliches Objekt entlang der Längsachse
des Skis ausgerichtet. Für ein flächiges Objekt hingegen bedeutet der Begriff "skiparallel"
parallel zur Gleitfläche des Skis ausgerichtet. Weiter ist mit dem Begriff "Skiquerrichtung"
eine Richtung quer zur Skilängsrichtung gemeint, welche aber nicht genau rechtwinklig
zur Längsachse des Skis orientiert sein muss. Ihre Ausrichtung kann auch etwas von
einem rechten Winkel abweichen. Der Begriff "Skimitte" wiederum bedeutet horizontal
in Skiquerrichtung gesehen eine Mitte des Skis, während der Begriff "skifest" nicht
beweglich gegenüber dem Ski bedeutet. Zudem ist zu beachten, dass auch Begriffe, welche
das Wort "Ski" nicht enthalten, auf das Referenzsystem des (fiktiven) Skis Bezug nehmen.
So beziehen sich die Begriffe "vorne", "hinten", "oben", "unten" sowie "seitlich"
auf "vorne", "hinten", "oben", "unten" sowie "seitlich" des Skis. Genauso beziehen
sich auch Begriffe wie "horizontal" und "vertikal" auf den Ski, wobei "horizontal"
in einer skiparallelen Ebene liegend und "vertikal" senkrecht zu dieser Ebene ausgerichtet
bedeutet.
[0005] Eine Tourenskibindung des oben eingeführten, zweiten Typs ist in der
EP 0 199 098 A2 (Bartel) beschrieben und wird unter der Marke Dynafit vertrieben. Der Frontautomat dieser
Tourenskibindung umfasst zwei Winkelhebel, welche in Skiquerrichtung gegenüberliegend
angeordnet und je um eine in Skilängsrichtung verlaufende Achse schwenkbar gelagert
sind. Die beiden Winkelhebel weisen je einen nach oben gerichteten und einen seitwärts
ausgerichteten Arm auf, welche rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Die nach oben
ausgerichteten Arme umfassen je einen zur Skimitte zeigenden, kegelstumpf- oder halbkugelförmig
ausgebildeten Stift, welcher in dafür vorgesehene, seitliche Vertiefungen im Zehenbereich
eines Skischuhs eingreifen kann und somit als Haltemittel zum Halten eines Skischuhs
dient. Die seitwärts ausgerichteten Arme der Winkelhebel zeigen wie die Stifte zur
Skimitte hin, stehen aber über eine Federeinrichtung miteinander in Wirkverbindung.
Da die beiden Winkelhebel über die seitwärts ausgerichteten Arme durch die Federeinrichtung
gegenseitig federbelastet sind, können sie durch Überwindung einer Totpunktlage, in
welcher die beiden seitwärts gerichteten Arme in geradlinig linearer Verlängerung
zueinander ausgerichtet sind, nach unten und nach oben einschnappen. Wenn die seitwärts
ausgerichteten Arme nach unten eingeschnappt sind, sind die nach oben gerichteten
Arme zusammengeschwenkt. Wenn die seitwärts ausgerichteten Arme hingegen nach oben
eingeschnappt sind, so sind die nach oben gerichteten Arme auseinandergeschwenkt.
Entsprechend befinden sich die Stifte zum Halten eines Skischuhs im ersten Fall näher
beieinander und im zweiten Fall weiter auseinander. Im ersten Fall kann dadurch mittels
der Stifte ein Skischuh zwischen den beiden Winkelhebeln festgehalten bzw. schwenkbar
gelagert werden. Daher handelt es sich bei dieser Konfiguration des Frontautomaten
um eine Haltekonfiguration, in welcher sich die beiden Stifte in einer Haltestellung
befinden. Im zweiten Fall hingegen befinden sich die Haltemittel genügend weit auseinander,
damit der Skischuh freigegeben ist. Entsprechend handelt es sich bei dieser Konfiguration
des Frontautomaten um eine Einstiegskonfiguration, in welcher sich die beiden Stifte
in einer Einstiegsstellung befinden.
[0006] Da beim in der
EP 0 199 098 A2 beschriebenen Frontautomaten die beiden Winkelhebel über die seitwärts ausgerichteten
Arme durch die Federeinrichtung gegenseitig federbelastet sind, können sie, wie bereits
erwähnt, durch Überwindung einer Totpunktlage, in welcher die beiden seitwärts gerichteten
Arme in geradlinig linearer Verlängerung zueinander ausgerichtet sind, nach unten
und nach oben einschnappen. Dabei sind die nach oben gerichteten Arme zusammengeschwenkt,
wenn die seitwärts ausgerichteten Arme nach unten eingeschnappt sind, und auseinandergeschwenkt,
wenn die nach oben gerichteten Arme zusammengeschwenkt sind. Somit reicht in der Haltekonfiguration
des Frontautomaten, wenn ein Skischuh im Frontautomaten gehalten ist, eine geringe,
nach oben gerichtete Krafteinwirkung auf den Skischuh bzw. eine geringe, nach unten
gerichtete Krafteinwirkung auf den Frontautomaten aus, damit die Winkelhebel über
die Totpunktlage geschwenkt und der Frontautomat von der Haltekonfiguration in die
Einstiegskonfiguration verstellt und der Skischuh vom Frontautomaten freigegeben wird.
Entsprechend kann es beim Skifahren aufgrund von Stössen und schlägen zu unbeabsichtigten
Fehlauslösungen kommen, bei welchen der Skischuh ungewollt vom Frontautomaten freigegeben
wird. Daher besteht für den Skifahrer bei der Benutzung eines Frontautomaten gemäss
der
EP 0 199 098 A2 ein erhöhtes Unfallrisiko.
[0007] Ein weiterer zum zweiten Typ Tourenskibindungen gehörender Frontautomat ist in der
EP 2 574 379 A2 (Fritschi AG) beschrieben. Dieser Frontautomat umfasst zwei nach oben gerichtete Hebel, welche
in Skiquerrichtung sich gegenüberliegend angeordnet sind und je um eine in Skilängsrichtung
verlaufende Achse schwenkbar gelagert sind. Im Bereich der oberen Enden dieser Hebel
sind kegelstumpfförmig ausgebildete Stifte angeordnet, welche in dafür vorgesehenen
Vertiefungen im Zehenbereich eines Skischuhs eingreifen können und somit als Haltemittel
zum Halten des Skischuhs dienen. In der Haltekonfiguration dieses Frontautomaten sind
die Stifte mit den Hebeln zum Halten des Skischuhs in eine Haltestellung aufeinander
zu geschwenkt. In der Einstiegskonfiguration des Frontautomaten hingegen sind die
beiden Stifte mit den Hebeln in eine Einstiegsstellung auseinandergeschwenkt. In der
Haltestellung ist die Schwenkbewegung der Hebel blockiert. Damit ist auch ein Auseinanderschwenken
der Stifte von der Haltestellung in die Einstiegsstellung blockiert. Dafür können
in der Haltekonfiguration des Frontautomaten die Stifte mit den Hebeln in der Haltestellung
horizontal in Skiquerrichtung innerhalb eines Bereichs gegen eine Federkraft verschoben
werden. Sobald die Stifte mit den Hebeln seitlich ausreichend weit verschoben sind,
wird der in Bewegungsrichtung liegende Hebel freigegeben, sodass der entsprechende
Hebel zusammen mit dem entsprechenden Stift seitlich wegkippen kann. Dadurch wird
eine Sicherheitsauslösung ermöglicht.
[0008] Der Frontautomat gemäss der
EP 2 574 379 A2 verhindert unbeabsichtigte Fehlauslösungen, welche beim Frontautomat gemäss der
EP 0 199 098 A2 bei einer nach oben gerichteten Krafteinwirkung auf den Skischuh bzw. einer nach
unten gerichteten Krafteinwirkung auf den Frontautomaten vorkommen können. Somit erhöht
der Frontautomat gemäss der
EP 2 574 379 A2 die Sicherheit für den Skifahrer. Dafür ist der Frontautomat gemäss der
EP 2 574 379 A2 jedoch sehr komplex konstruiert. Dies führt einerseits dazu, dass der Frontautomat
vergleichsweise teuer in der Herstellung ist. Andererseits führt dies dazu, dass der
Frontautomat aufgrund der vielen Bestandteile vergleichsweise viel Gewicht aufweist.
Darstellung der Erfindung
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, einen dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörenden
Frontautomaten zu schaffen, welcher wenig Gewicht aufweist, kostengünstig hergestellt
werden kann und dem Skifahrer eine erhöhte Sicherheit bietet.
[0010] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der
Erfindung sind die beiden Haltemittel zum Verstellen von ihrer Einstiegsstellung in
ihre Haltestellung und zurück entlang eines Verstellwegs relativ zueinander verschiebbar
gelagert, wobei ein an die Haltestellung der beiden Haltemittel anschliessender Bereich
des Verstellwegs im Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist. Dabei bedeutet im Wesentlichen
horizontal bevorzugt, dass an jedem Punkt des Verstellwegs innerhalb des an die Haltestellung
der beiden Haltemittel anschliessenden Bereichs eine am jeweiligen Punkt an den Verstellweg
angelegte Tangente einen Winkel von maximal 45° zu einer skiparallelen Ebene einnimmt
bzw. dass die am jeweiligen Punkt an den Verstellweg angelegte Tangente einen Winkel
im Bereich von minimal 45° bis maximal 90° zu einer vertikal ausgerichteten Linie
einnimmt.
[0011] Damit sind die beiden Haltemittel zum Verstellen von ihrer Einstiegsstellung in Ihre
Haltestellung und zurück im Bereich ihrer Haltestellung im Wesentlichen horizontal
verschiebbar gelagert. Entsprechend werden im Vergleich zum in der
EP 0 199 098 A2 beschriebenen Frontautomaten die beiden Haltemittel nur durch eine grössere nach
oben gerichtete Krafteinwirkung auf den Skischuh bzw. eine grössere nach unten gerichtete
Krafteinwirkung auf den Frontautomaten von ihrer Haltestellung wegbewegt, sodass der
Skischuh freigegeben wird. Entsprechend ist beim erfindungsgemässen Frontautomaten
die Häufigkeit von unbeabsichtigten Fehlauslösungen reduziert, womit das Unfallrisiko
reduziert ist. Zugleich kann der erfindungsgemässe Frontautomat wenig komplex und
damit leicht und kostengünstig herstellbar konstruiert werden. Je kleiner dabei der
Winkel zwischen der am jeweiligen Punkt innerhalb des an die Haltestellung der beiden
Haltemittel anschliessenden Bereichs des Verstellwegs an den Verstellweg angelegten
Tangente und einer skiparallelen Ebene ist bzw. je näher dabei der Winkel zwischen
der Tangente und der vertikal ausgerichteten Linie bei 90° liegt, desto stärker wird
die Häufigkeit von unbeabsichtigten Fehlauslösungen reduziert.
[0012] Aus diesem Grund nimmt besonders bevorzugt an jedem Punkt des Verstellwegs innerhalb
des an die Haltestellung der beiden Haltemittel anschliessenden Bereichs die am jeweiligen
Punkt an den Verstellweg angelegte Tangente einen Winkel von maximal 20° zu einer
skiparallelen Ebene ein bzw. nimmt die am jeweiligen Punkt an den Verstellweg angelegte
Tangente einen Winkel im Bereich von minimal 70° bis maximal 90° zu einer vertikal
ausgerichteten Linie ein. Ganz besonders bevorzugt nimmt daher an jedem Punkt des
Verstellwegs innerhalb des an die Haltestellung der beiden Haltemittel anschliessenden
Bereichs die am jeweiligen Punkt an den Verstellweg angelegte Tangente einen Winkel
von maximal 10° zu einer skiparallelen Ebene ein bzw. nimmt die am jeweiligen Punkt
an den Verstellweg angelegte Tangente einen Winkel im Bereich von minimal 80° bis
maximal 90° zu einer vertikal ausgerichteten Linie ein. Am bevorzugtesten ist jedoch
der an die Haltestellung der beiden Haltemittel anschliessende Bereich des Verstellwegs
horizontal ausgerichtet bzw. am bevorzugtesten liegt an jedem Punkt des Verstellwegs
innerhalb des an die Haltestellung der beiden Haltemittel anschliessenden Bereichs
die am jeweiligen Punkt an den Verstellweg angelegte Tangente in einer skiparallelen
Ebene.
[0013] Bevorzugt weist der an die Haltestellung der beiden Haltemittel anschliessende Bereich
des Verstellwegs eine Länge von mindestens 30%, besonders bevorzugt mindestens 55%,
ganz besonders bevorzugt mindestens 80% und am bevorzugtesten 100% einer Länge des
Verstellwegs auf. Je grösser dieser Prozentsatz des Anteils des an die Haltestellung
der beiden Haltemittel anschliessenden Bereichs des Verstellwegs am Verstellweg ist,
desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit einer Fehlauslösung aufgrund einer nach oben
gerichteten Krafteinwirkung auf den Skischuh bzw. einer nach unten gerichteten Krafteinwirkung
auf den Frontautomaten. Dabei bezieht sich die Länge des Verstellwegs bevorzugt auf
die Länge des Verstellwegs gemessen an der Bewegungsbahn der Haltemittel beim Verstellen
der Haltemittel von ihrer Haltestellung bis zu ihrer Einstiegsstellung.
[0014] Bevorzugt sind die beiden Haltemittel derart gelagert, dass die beiden Haltemittel
im an die Haltestellung der beiden Haltemittel anschliessenden Bereich des Verstellwegs
nur relativ zueinander verschoben werden. Falls die beiden Haltemittel zusätzlich
auch schwenkbar gelagert sind, so sind die beiden Haltemittel bevorzugt derart gelagert,
dass sie nur ausserhalb des an die Haltestellung der beiden Haltemittel anschliessenden
Bereichs des Verstellwegs relativ zueinander geschwenkt werden.
[0015] In einer ersten bevorzugten Variante sind die beiden Haltemittel derart gelagert,
dass sie beim Verstellen von ihrer Einstiegsstellung in ihre Haltestellung und zurück
nur relativ zueinander verschoben werden. Dies hat den Vorteil, dass eine einfache
stabile Lagerung der Haltemittel ermöglicht wird. In einer zweiten bevorzugten Variante
sind die Haltemittel hingegen derart gelagert, dass sie beim Verstellen von ihrer
Einstiegsstellung in ihre Haltestellung und zurück relativ zueinander verschoben sowie
relativ zueinander geschwenkt werden. Diese zweite Variante hat den Vorteil, dass
eine Positionierung der Haltemittel in der Einstiegsstellung und in der Haltestellung
für die jeweiligen Zwecke optimiert werden kann. Besonders bevorzugt sind die beiden
Haltemittel dabei in der zweiten Variante derart gelagert, dass sie im an die Haltestellung
der beiden Haltemittel anschliessenden Bereich des Verstellwegs nur relativ zueinander
verschoben und entsprechend nur ausserhalb dieses Bereichs des Verstellwegs relativ
zueinander geschwenkt werden. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten bevorzugten
Variante sind die Haltemittel verschiebbar gelagert. Zumindest in der zweiten Variante
sind die beiden Haltemittel zusätzlich auch schwenkbar gelagert. Auch in der ersten
Variante können die beiden Haltemittel zusätzlich auch schwenkbar gelagert sein. In
diesem Fall werden die beiden Haltemittel aber beim Verstellen zwischen ihrer Haltestellung
und ihrer Einstiegsstellung nicht geschwenkt, sondern nur beim Verstellen zwischen
ihrer Haltestellung und einer weiteren Stellung bzw. zwischen ihrer Einstiegsstellung
und einer weiteren Stellung oder nur beim Verstellen zwischen weiteren Stellungen
geschwenkt.
[0016] Alternativ zu diesen Varianten besteht auch die Möglichkeit, dass die beiden Haltemittel
derart gelagert sind, dass die beiden Haltemittel im an die Haltestellung der beiden
Haltemittel anschliessenden Bereich des Verstellwegs relativ zueinander verschoben
und geschwenkt werden.
[0017] Vorzugsweise umfasst der Frontautomat ein Basiselement und/oder ein Gehäuse. Dabei
kann das Basiselement einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Auch das Gehäuse
kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Falls der Frontautomat nur ein Basiselement
und kein Gehäuse umfasst, so ist vorzugweise das Basiselement zur Befestigung des
Frontautomaten auf einem Ski eingerichtet. Falls der Frontautomat nur ein Gehäuse
und kein Basiselement umfasst, so ist vorzugsweise das Gehäuse zur Befestigung des
Frontautomaten auf einem Ski eingerichtet. Falls der Frontautomat hingegen sowohl
ein Basiselement als auch ein Gehäuse umfasst, so sind vorzugsweise das Basiselement,
das Gehäuse oder sowohl das Basiselement als auch das Gehäuse zur Befestigung des
Frontautomaten auf einem Ski eingerichtet. Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit,
dass der Frontautomat weder ein Basiselement noch ein Gehäuse umfasst.
[0018] Vorzugsweise sind die beiden Haltemittel je ein Stift mit einem freien Ende, wobei
die beiden Stifte beidseitig der Skimitte sich gegenüberliegend und mit ihren freien
Enden zur Skimitte zeigend angeordnet sind. Dies hat den Vorteil, dass auf einfache
Art und Weise der Skischuh um eine horizontal in Skiquerrichtung ausgerichtete Achse
schwenkbar am Frontautomaten gehalten werden kann, indem die Stifte seitlich in Ausnehmungen
im Zehenbereich des Skischuhs eingreifen.
[0019] Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Haltemittel andersartig
ausgebildet sind. Beispielsweise können die Haltemittel beidseitig der Skimitte sich
gegenüberliegende und zur Skimitte offene Öffnungen sein, in welche zum Halten des
Skischuhs im Zehenbereich des Skischuhs seitlich am Skischuh angeordnete Stifte eingreifen
können.
[0020] Vorteilhafterweise weist der Frontautomat einen ersten Haltehebel und einen zweiten
Haltehebel auf, wobei die beiden Haltehebel beidseitig der Skimitte sich gegenüberliegend
angeordnet sind, wobei das erste Haltemittel in einem oberen Bereich des ersten Haltehebels
am ersten Haltehebel angeordnet ist und das zweite Haltemittel in einem oberen Bereich
des zweiten Haltehebels am zweiten Haltehebel angeordnet ist. Dies hat den Vorteil,
dass der Frontautomat kompakt und leicht gestaltet werden kann, da für die Haltehebel
vergleichsweise wenig Raum und Material benötigt wird.
[0021] Vorzugsweise sind dabei die beiden Haltehebel in der ersten Haltekonfiguration des
Frontautomaten im Wesentlichen vertikal ausgerichtet angeordnet und nach oben zeigend
ausgerichtet. Dies hat den Vorteil, dass die Haltehebel platzsparend angeordnet werden
können, womit eine kompakte Bauweise des Frontautomaten ermöglicht wird. In einer
Variante dazu sind die beiden Haltehebel in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten
im Wesentlichen in Skilängsrichtung ausgerichtet nach hinten oder nach vorne zeigend
ausgerichtet. Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass die beiden Haltehebel
in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten anders ausgerichtet sind.
[0022] Unabhängig davon, ob die beiden Haltehebel in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten
im Wesentlichen vertikal ausgerichtet angeordnet und nach oben zeigend ausgerichtet
sind oder nicht, sind die beiden Haltemittel bevorzugt je ein Stift mit einem freien
Ende, wobei die beiden Stifte beidseitig der Skimitte sich gegenüberliegend und mit
ihren freien Enden zur Skimitte zeigend auf einer der Skimitte zugewandten Seite des
jeweiligen Haltehebels angeordnet sind. Dies hat den Vorteil, dass ein Skischuh in
der ersten Haltekonfiguration auf einfache Art und Weise um die horizontal in Skiquerrichtung
ausgerichtete Achse schwenkbar am Frontautomaten gehalten werden kann. In einer Variante
dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Haltemittel andersartig ausgebildet
sind und beispielsweise wie bereits erwähnt beidseitig der Skimitte sich gegenüberliegende
und zur Skimitte offene Öffnungen sind, in welche zum Halten des Skischuhs im Zehenbereich
des Skischuhs seitlich am Skischuh angeordnete Stifte eingreifen können.
[0023] Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Frontautomat nicht einen
ersten und einen zweiten Haltehebel aufweist, wobei die beiden Haltehebel beidseitig
der Skimitte sich gegenüberliegend angeordnet sind und wobei die Haltemittel in den
oberen Bereichen der Haltehebel angeordnet sind.
[0024] Vorzugsweise sind die beiden Haltemittel zum Verstellen von Ihrer Einstiegsstellung
in ihre Haltestellung und zurück entlang dem Verstellweg relativ zueinander verschiebbar
gelagert, indem das erste Haltemittel verschiebbar gelagert ist und das zweite Haltemittel
verschiebbar gelagert ist. Dies hat den Vorteil, dass für das Verstellen des Frontautomaten
von der Einstiegskonfiguration in die erste Haltekonfiguration und zurück sowohl das
erste Haltemittel als auch das zweite Haltemittel bewegt werden kann und dass somit
für den Skifahrer der Einstieg in den Frontautomat vereinfacht werden kann, weil es
ausreicht, den Skischuh relativ zum Frontautomaten zu platzieren, wonach die beiden
Haltemittel zum Halten des Skischuhs in ihre Haltestellung bewegt werden können.
[0025] Um zu ermöglichen, dass das erste Haltemittel verschiebbar gelagert ist und das zweite
Haltemittel verschiebbar gelagert ist, können das erste Haltemittel und das zweite
Haltemittel je an einem gleichen dritten Element des Frontautomaten verschiebbar gelagert
sein oder das erste Haltemittel und das zweite Haltemittel können je an einem unterschiedlichen
weiteren Element des Frontautomaten gelagert sein. Dabei kann das dritte Element bzw.
eines der beiden weiteren Elemente beispielsweise das allenfalls vorhandene Gehäuse
des Frontautomaten oder das allenfalls vorhandene Basiselement des Frontautomaten
sein. Das dritte Element bzw. eines der beiden weiteren Elemente können aber auch
andere Elemente des Frontautomaten sein.
[0026] Unabhängig davon, woran das erste Haltemittel und das zweite Haltemittel verschiebbar
gelagert sind, sind das erste Haltemittel und das zweite Haltemittel bevorzugt in
Skiquerrichtung verschiebbar gelagert, wobei der an die Haltestellung der beiden Haltemittel
anschliessende Bereich des Verstellwegs im Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist,
bzw. wobei bevorzugt für jeden Punkt innerhalb von diesem Bereich des Verstellwegs
die an den jeweiligen Punkt angelegte Tangente einen Winkel von maximal 45°, besonders
bevorzugt maximal 20°, ganz besonders bevorzugt maximal 10° zu einer skiparallelen
Ebene einnimmt, und wobei die an den jeweiligen Punkt angelegte Tangente am bevorzugtesten
horizontal ausgerichtet ist.
[0027] Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass nicht sowohl das erste Haltemittel
verschiebbar gelagert ist als auch das zweite Haltemittel verschiebbar gelagert ist.
[0028] Vorteilhafterweise umfasst der Frontautomat einen ersten Schlitten und einen zweiten
Schlitten, wobei das erste Haltemittel am ersten Schlitten angeordnet ist und das
zweite Haltemittel am zweiten Schlitten angeordnet ist, wobei der erste Schlitten
verschiebbar gelagert ist und der zweite Schlitten verschiebbar gelagert ist, wodurch
die beiden Haltemittel zum Verstellen von Ihrer Einstiegsstellung in ihre Haltestellung
und zurück entlang des Verstellwegs relativ zueinander verschiebbar gelagert sind,
indem das erste Haltemittel durch den ersten Schlitten verschiebbar gelagert ist und
das zweite Haltemittel durch den zweiten Schlitten verschiebbar gelagert ist. Dies
hat den Vorteil, dass die beiden Haltemittel auf einfache und stabile Art und Weise
verschiebbar gelagert sind.
[0029] Dabei können der erste Schlitten und der zweite Schlitten je an einem gleichen dritten
Element des Frontautomaten verschiebbar gelagert sein oder der erste Schlitten und
der zweite Schlitten können je an einem unterschiedlichen weiteren Element des Frontautomaten
gelagert sein. Dabei kann das dritte Element bzw. eines der beiden weiteren Elemente
beispielsweise das allenfalls vorhandene Gehäuse des Frontautomaten oder das allenfalls
vorhandene Basiselement des Frontautomaten sein. Dieses dritte Element bzw. eines
der beiden weiteren Elemente können aber auch andere Elemente des Frontautomaten sein.
[0030] Unabhängig davon, woran der erste Schlitten und der zweite Schlitten verschiebbar
gelagert sind, sind der erste Schlitten und der zweite Schlitten bevorzugt in Skiquerrichtung
verschiebbar gelagert. Dadurch sind bevorzugt auch das erste Haltemittel und das zweite
Haltemittel in Skiquerrichtung verschiebbar gelagert, wobei der an die Haltestellung
der beiden Haltemittel anschliessende Bereich des Verstellwegs im Wesentlichen horizontal
ausgerichtet ist, bzw. wobei bevorzugt für jeden Punkt innerhalb von diesem Bereich
des Verstellwegs eine an den jeweiligen Punkt angelegte Tangente einen Winkel von
maximal 45°, besonders bevorzugt maximal 20°, ganz besonders bevorzugt maximal 10°
zu einer skiparallelen Ebene einnimmt, und wobei die an den jeweiligen Punkt angelegte
Tangente am bevorzugtesten horizontal ausgerichtet ist. Somit sind bevorzugt auch
der erste Schlitten und der zweite Schlitten in einem Verschiebebereich der Schlitten,
welcher dem an die Haltestellung der beiden Haltemittel anschliessende Bereich des
Verstellwegs der Haltemittel entspricht, in Skiquerrichtung im Wesentlichen horizontal
und damit bevorzugt in einer Richtung mit einer Neigung von maximal 45°, besonders
bevorzugt maximal 20°, ganz besonders bevorzugt 10° und am bevorzugtesten in einer
horizontal ausgerichteten Ebene verschiebbar gelagert.
[0031] Falls der Frontautomat zwei Haltehebel aufweist, wobei die beiden Haltehebel beidseitig
der Skimitte sich gegenüberliegend angeordnet sind, wobei an jedem der beiden Haltehebel
in einem oberen Bereich des jeweiligen Haltehebels eines der beiden Haltemittel angeordnet
ist, so ist bevorzugt ein erster der beiden Haltehebel am ersten Schlitten angeordnet
und ein zweiter der beiden Haltehebel am zweiten Schlitten angeordnet. Dabei können
der erste Haltehebel und der erste Schlitten zusammen in einem Stück oder als separate
Stücke ausgebildet sein. Auf gleiche Weise können der zweite Haltehebel und der zweite
Schlitten zusammen in einem Stück oder als separate Stücke ausgebildet sein. Unabhängig
davon, ob die Haltehebel mit dem entsprechenden Schlitten zusammen in einem Stück
oder als separate Stücke ausgebildet sind, hat die Anordnung der Haltehebel an den
Schlitten den Vorteil, dass eine stabile Lagerung der Haltemittel ermöglicht wird.
[0032] Falls der erste Haltehebel und der erste Schlitten zusammen in einem Stück ausgebildet
sind und der zweite Haltehebel und der zweite Schlitten zusammen in einem Stück ausgebildet
sind, so ist unerheblich, ob die Stücke einteilig oder mehrteilig ausgebildet sind.
Unabhängig davon sind das Stück des ersten Haltehebels und des ersten Schlittens sowie
das Stück des zweiten Haltehebels und des zweiten Schlittens bevorzugt je starr ausgebildet.
Dabei bedeutet starr bevorzugt, dass sich das jeweilige Stück bei einer äusseren Krafteinwirkung
um höchstens einen Grenzwert elastisch biegt, ohne dass das Stück zerbricht. Zur Bestimmung
dieses Grenzwerts wird bevorzugt von zwei Punkten im jeweiligen Stück ausgegangen,
wobei sich der erste Punkt im Schlitten im Bereich der Lagerung des Schlittens befindet
und wobei sich der zweite Punkt im Haltehebel an der Stelle befindet, wo das dem Haltehebel
zugehörende Haltemittel angeordnet ist. Dabei wird als Ruhedistanz die Distanz zwischen
den beiden Punkten angenommen, wenn keine äussere Krafteinwirkung auf das Stück einwirkt.
Weiter wird einer der beiden Punkte im Raum festgehalten, während die Verschiebungsdistanz
der Position des anderen Punkts im Raum ohne äussere Krafteinwirkung mit der Position
dieses anderen Punkts im Raum unter äusserer Krafteinwirkung auf das Stück bestimmt
wird. Bevorzugt beträgt für jedes mögliche Punktepaar und jede mögliche Krafteinwirkung
im jeweiligen Stück die Verschiebungsdistanz höchstens 1%, besonders bevorzugt höchstens
0.1% und ganz besonders bevorzugt höchstens 0.01% der Ruhedistanz. Somit ist diese
bevorzugte Definition von starr nicht eine rein materialabhängige Konstante, sondern
ist auch abhängig von der Form und Konstruktionsweise des jeweiligen Stücks.
[0033] Falls der erste Haltehebel und der erste Schlitten als separate Stücke ausgebildet
sind und der zweite Haltehebel und der zweite Schlitten als separate Stücke ausgebildet
sind, so ist in einer bevorzugten Variante der erste Haltehebel um eine erste Achse
schwenkbar am ersten Schlitten und der zweite Haltehebel um eine zweite Achse schwenkbar
am zweiten Schlitten gelagert. Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise der Frontautomat
derart ausgebildet werden kann, dass ein im Frontautomaten gehaltener Skischuh bei
einem Sturz des Skifahrers optimal vom Frontautomaten freigegeben wird, womit eine
Sicherheitsauslösung ermöglicht wird. Hierzu umfasst der Frontautomat bevorzugt Hebelblockiermittel,
welche sich in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten in einer Hebelblockierstellung
befinden und durch welche in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten zumindest
eine Schwenkbewegung der Haltehebel mit den Haltemitteln von der Skimitte weg um die
jeweilige Achse relativ zum jeweiligen Schlitten blockiert ist, wobei die Hebelblockiermittel
in eine Hebelfreigabestellung verstellbar sind, in welcher die Schwenkbewegung der
Haltehebel mit den Haltemitteln um die jeweilige Achse relativ zum jeweiligen Schlitten
von der Skimitte weg freigegeben ist. Somit können, wenn sich die Hebelblockiermittel
in der Hebelfreigabestellung befinden, einer oder beide der Haltehebel mit dem jeweiligen
Haltemittel um die jeweilige Achse relativ zum jeweiligen Schlitten von der Skimitte
weg geschwenkt werden, womit das entsprechende der beiden Haltemittel nicht nur von
seine Haltestellung weg, sondern auch aus einer vom Frontautomaten weg führenden Bewegungsbahn
des Skischuhs geschwenkt wird, um den Skischuh bei einem Sturz optimal vom Frontautomaten
freizugeben.
[0034] Wenn der Frontautomat eine solche Sicherheitsauslösung ermöglicht, sind die Hebelblockiermittel
vorzugsweise durch eine einen vorbestimmten Grenzwert überschreitende und auf zumindest
eines der beiden Haltemittel wirkende Belastung von der Hebelblockierstellung in die
Hebelfreigabestellung verstellbar. Daher umfasst der Frontautomat vorzugweise ein
vorgespanntes elastisches Element, durch dessen Vorspannung die beiden Haltemittel
in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten mit einer Haltekraft zu ihrer
Haltestellung hin vorgespannt sind. Indem durch dieses elastische Element die beiden
Haltemittel in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten zu ihrer Haltestellung
hin vorgespannt sind, können die beiden Haltemittel entgegen der Vorspannung des elastischen
Elements von ihrer Haltestellung weg gedrückt werden, wenn der Skifahrer stürzt. Erst
wenn bei einem solchen Sturz die auf zumindest eines der beiden Haltemittel wirkende
Belastung bzw. Krafteinwirkung ausreichend gross ist, werden die beiden Haltemittel
entgegen der Vorspannung des elastischen Elements von ihrer Haltestellung weg auseinander
gedrückt. Dadurch werden die beiden Haltemittel durch ein Verschieben des ersten Haltehebels
mit dem ersten Schlitten und des zweiten Haltehebels mit dem zweiten Schlitten auseinander
geschoben. Wenn dabei die Belastung den vorbestimmten Grenzwert überschreitet, werden
die beiden Haltemittel durch das Verschieben der beiden Haltehebeln und des ersten
Schlittens und des zweiten Schlittens über eine bestimmten Abstand hinaus auseinander
geschoben. Damit überschreiten die beiden Haltemittel, die beiden Haltehebel sowie
der erste Schlitten und der zweite Schlitten eine Stellung, in welcher die Hebelblockiermittel
in die Hebelfreigabestellung verstellt werden, wodurch die beiden Haltehebel freigegeben
werden und mit dem jeweiligen Haltemittel um die jeweilige Achse weggeschwenkt werden
können.
[0035] Durch das dadurch ermöglichte Wegschwenken des einen oder der beiden Haltemittel
mit dem jeweiligen Haltehebel kann der Frontautomat in eine Auslösekonfiguration verstellbar
sein. Diese Auslösekonfiguration unterscheidet sich von der ersten Haltekonfiguration
und der Einstiegskonfiguration des Frontautomaten. Somit weist der Frontautomat in
diesem Fall die erwähnte Auslösekonfiguration sowie die erste Haltekonfiguration und
die Einstiegskonfiguration auf. Durch das Wegschwenken des einen oder der beiden Haltemittel
mit dem jeweiligen Haltehebel kann der Frontautomat aber auch in eine Konfiguration
verstellbar sein, welche identisch mit der Einstiegskonfiguration ist. In diesem Fall
weist der Frontautomat keine Auslösekonfiguration, sondern die erste Haltekonfiguration
und die Einstiegskonfiguration auf. Unabhängig davon, ob der Frontautomat wie erläutert
eine Auslösekonfiguration aufweist oder nicht, kann der Frontautomat nebst der Einstiegskonfiguration,
der ersten Haltekonfiguration und der allfälligen Auslösekonfiguration auch noch weitere
Konfigurationen wie beispielsweise eine zweite Haltekonfiguration aufweisen.
[0036] Um eine vorgehend beschriebene Sicherheitsauslösung zu ermöglichen, ist unerheblich,
ob die erste Achse und die zweite Achse vertikal, in Skilängsrichtung oder in einer
anderen Orientierung ausgerichtet sind. Besonders vorteilhaft ist jedoch, wenn die
erste Achse und die zweite Achse je in Skilängsrichtung ausgerichtet sind, weil dadurch
eine kompakte Bauweise des Frontautomaten ermöglicht wird.
[0037] Unabhängig davon, ob der Frontautomat eine vorgehend beschriebene Sicherheitsauslösung
ermöglicht oder nicht, können die beiden Haltehebel in der ersten Haltekonfiguration
des Frontautomaten im Wesentlichen vertikal ausgerichtet angeordnet und nach oben
zeigend ausgerichtet sein, oder können auch in eine andere Richtung wie beispielsweise
in Skilängsrichtung ausgerichtet sein. Falls die erste Achse und die zweite Achse
vertikal ausgerichtet sind, so sind beiden Haltehebel in der ersten Haltekonfiguration
des Frontautomaten vorzugsweise in Skilängsrichtung ausgerichtet. Falls die erste
Achse und die zweite Achse hingegen in Skilängsrichtung ausgerichtet sind, so sind
die beiden Haltehebel in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten vorzugsweise
im Wesentlichen vertikal ausgerichtet angeordnet und nach oben zeigend ausgerichtet.
[0038] Bevorzugt umfasst der Frontautomat einen Schieber, welcher mit dem ersten Schlitten
und dem zweiten Schlitten in Wirkverbindung steht und welcher durch ein Verschieben
des ersten Schlittens und/oder des zweiten Schlittens bewegbar ist, wenn die beiden
Haltemittel von Ihrer Haltestellung weg verstellt werden, indem das erste Haltemittel
mit dem ersten Schlitten beziehungsweise das zweite Haltemittel mit dem zweiten Schlitten
verschoben wird. Somit steht der Schieber derart mit dem ersten Schlitten und dem
zweiten Schlitten in Wirkverbindung, dass, wenn die beiden Haltemittel von Ihrer Haltestellung
weg verstellt werden, der Schieber bewegt wird, indem das erste Haltemittel mit dem
ersten Schlitten und/oder das zweite Haltemittel mit dem zweiten Schlitten verschoben
wird. Dabei ist für die Bewegung des Schiebers unerheblich, ob nur das erste Haltemittel
mit dem ersten Schlitten bewegt wird, ob nur das zweite Haltemittel mit dem zweiten
Schlitten bewegt wird, oder ob sowohl das erste Haltemittel mit dem ersten Schlitten
als auch das zweite Haltemittel mit dem zweiten Schlitten bewegt wird. Vorzugsweise
ist dabei die Bewegung des Schiebers ein Verschieben.
[0039] Der Schieber hat den Vorteil, dass das Verstellen der beiden Haltemittel von ihrer
Haltestellung weg auf einfache Art und Weise kontrolliert werden kann. Beispielsweise
kann der Schieber durch ein elastisches Element vorgespannt werden, wodurch die beiden
Haltemittel zu ihrer Haltestellung hin vorgespannt werden bzw. nur gegen die Vorspannung
des elastischen Elements von ihrer Haltestellung weg bewegt werden können.
[0040] Vorzugsweise sind der erste Schlitten und der zweite Schlitten durch eine Bewegung
des Schiebers verschiebbar. Dies hat den Vorteil, dass die beiden Haltemittel auf
einfache Art und Weise zwischen ihrer Haltestellung und ihrer Einstiegsstellung verstellbar
ausgebildet werden können und dass damit mittels des Schiebers die Bewegung der beiden
Haltemittel gesteuert werden kann. Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit,
dass der erste Schlitten und der zweite Schlitten nicht durch eine Bewegung des Schiebers
verschiebbar sind.
[0041] Vorzugsweise weisen der erste Schlitten eine erste Führungsform und der zweite Schlitten
eine zweite Führungsform auf, wobei der Schieber eine dritte Führungsform und eine
vierte Führungsform aufweist, wobei die erste Führungsform mit der dritten Führungsform
zusammenwirkt und die zweite Führungsform mit der vierten Führungsform zusammenwirkt.
Dies hat den Vorteil, dass eine optimale Wirkverbindung zwischen dem Schieber und
dem ersten Schlitten und dem Schieber und dem zweiten Schlitten erreicht wird. Um
diesen Vorteil zu erreichen, ist unerheblich, ob die dritte Führungsform und die vierte
Führungsform voneinander separiert sind oder nahtlos ineinander übergehen.
[0042] Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, dass der Schieber über ein erstes Schwenkgelenk
mit dem ersten Schlitten und über ein zweites Schwenkgelenk mit dem zweiten Schlitten
zusammenwirkt. Dabei können das erste und das zweite Schwenkgelenk beispielsweise
je ein Hebelelement sein, welches um eine erste Schwenkachse schwenkbar am Schieber
und um eine von der ersten Schwenkachse beabstandete zweite Schwenkachse schwenkbar
am ersten bzw. zweiten Schlitten gelagert ist.
[0043] Vorteilhafterweise ist der Schieber in Skilängsrichtung verschiebbar gelagert und
sind der erste Schlitten und der zweite Schlitten in Skiquerrichtung im Wesentlichen
horizontal in Skiquerrichtung verschiebbar gelagert. Damit sind der erste Schlitten
und der zweite Schlitten bevorzugt in einer Richtung mit einer Neigung von maximal
45°, besonders bevorzugt maximal 20°, ganz besonders bevorzugt maximal 10° und am
bevorzugtesten in einer horizontal ausgerichteten Ebene verschiebbar gelagert. Dies
hat den Vorteil, dass der Schieber und die beiden Schlitten platzsparend angeordnet
werden können.
[0044] Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Schieber in eine andere
Richtung wie beispielsweise in Skiquerrichtung verschiebbar gelagert ist. Genauso
können auch der erste Schlitten und der zweite Schlitten ein eine andere Richtung
als in Skiquerrichtung im Wesentlichen horizontal verschiebbar gelagert sein.
[0045] Bevorzugt sind durch ein Verschieben des Schiebers in eine erste Richtung in Skilängsrichtung
der erste Schlitten und der zweite Schlitten relativ zueinander bewegbar und dadurch
das erste Haltemittel und das zweite Haltemittel aufeinander zu, zu ihrer Haltestellung
hin, bewegbar. Somit steht der Schieber bevorzugt derart mit dem ersten Schlitten
und dem zweiten Schlitten in Wirkverbindung, dass durch eine Bewegung des Schiebers
in die erste Richtung in Skilängsrichtung der erste Schlitten und der zweite Schlitten
relativ zueinander bewegt und dadurch das erste Haltemittel und das zweite Haltemittel
aufeinander zu, zu ihrer Haltestellung hin, bewegt werden. Dies hat den Vorteil, dass
die beiden Haltemittel auf einfache Art und Weise in ihre Haltestellung bewegbar sind.
Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass die beiden Haltemittel nicht
durch ein Verschieben des Schiebers, sondern andersartig in ihre Haltestellung bewegbar
sind.
[0046] Falls der erste Schlitten eine erste Führungsform aufweist, der zweite Schlitten
eine zweite Führungsform aufweist, und der Schieber eine dritte Führungsform und eine
vierte Führungsform aufweist, wobei die erste Führungsform mit der dritten Führungsform
zusammenwirkt und die zweite Führungsform mit der vierten Führungsform zusammenwirkt,
so steht der Schieber bevorzugt durch das Zusammenwirken der ersten Führungsform mit
der dritten Führungsform mit dem ersten Schlitten in Wirkverbindung und durch das
Zusammenwirken der zweiten Führungsform mit der vierten Führungsform mit dem zweiten
Schlitten in Wirkverbindung. Wenn dabei der Schieber verschoben wird, so wird vorzugsweise
die erste Führungsform gegenüber der dritten Führungsform und/oder die zweite Führungsform
gegenüber der vierten Führungsform verschoben.
[0047] Vorzugsweise steht der Schieber derart mit dem ersten Schlitten und dem zweiten Schlitten
in Wirkverbindung, dass durch eine Bewegung des ersten Schlittens und des zweiten
Schlittens relativ zueinander, bei welcher die beiden Haltemittel von ihrer Haltestellung
weg auseinander bewegt werden, der Schieber in eine der ersten Richtung entgegengesetzte,
zweite Richtung bewegt wird. Dies hat den Vorteil, dass durch eine Krafteinwirkung
auf den Schieber, welche beispielsweise durch ein vorgespanntes elastisches Element
erzeugt werden kann, die beiden Schlitten relativ zu einander und dadurch die beiden
Haltemittel aufeinander zu, zu ihrer Haltestellung hin, vorgespannt werden können.
Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise auf einfache Art und Weise eine vorgehend
erläuterte Sicherheitsauslösung ermöglicht werden kann.
[0048] Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Schieber nicht derart
mit dem ersten Schlitten und dem zweiten Schlitten in Wirkverbindung steht, dass durch
eine Bewegung des ersten Schlittens und des zweiten Schlittens relativ zueinander,
bei welcher die beiden Haltemittel von ihrer Haltestellung weg auseinander bewegt
werden, der Schieber in eine der ersten Richtung entgegengesetzte, zweite Richtung
bewegt wird.
[0049] Alternativ zu den vorgenannten Varianten besteht auch die Möglichkeit, dass der Frontautomat
nicht einen ersten Schlitten und einen zweiten Schlitten umfasst, wobei das erste
Haltemittel am ersten Schlitten angeordnet ist und das zweite Haltemittel am zweiten
Schlitten angeordnet ist, wobei der erste Schlitten verschiebbar gelagert ist und
der zweite Schlitten verschiebbar gelagert ist, wodurch die beiden Haltemittel zum
Verstellen von Ihrer Einstiegsstellung in ihre Haltestellung und zurück entlang des
Verstellwegs relativ zueinander verschiebbar gelagert sind, indem das erste Haltemittel
durch den ersten Schlitten verschiebbar gelagert ist und das zweite Haltemittel durch
den zweiten Schlitten verschiebbar gelagert ist.
[0050] Vorteilhafterweise weist der Frontautomat ein vorgespanntes elastisches Element auf,
durch dessen Vorspannung die beiden Haltemittel in der ersten Haltekonfiguration des
Frontautomaten mit einer Haltekraft zu ihrer Haltestellung hin gespannt sind. Vorzugsweise
ist das elastische Element eine Feder, besonders bevorzugt eine Spiralfeder. In Varianten
dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Frontautomat kein elastisches Element
umfasst oder dass das elastische Element andersartig ausgebildet ist.
[0051] Beispielsweise kann das elastische Element auch durch einen Block aus einem elastischen
Material gebildet sein.
[0052] Bevorzugt ist das elastische Element in Skilängsrichtung ausgerichtet. In einer bevorzugten
Variante davon ist das elastische Element in Skilängsrichtung gesehen vor einer in
Skiquerrichtung ausgerichteten, geraden Linie angeordnet, welche durch das erste Haltemittel
und durch das zweite Haltemittel verläuft. Dies hat den Vorteil, dass das elastische
Element vor dem allenfalls im Frontautomaten gehaltenen Skischuh angeordnet werden
kann. Da dort mehr freier Raum vorhanden ist, kann dadurch ein grösseres elastisches
Element eingesetzt werden, sodass eine grössere Haltekraft erreicht werden kann, mit
welcher die beiden Haltemittel in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten
zu ihrer Haltestellung hin vorgespannt sind. In einer weiteren bevorzugten Variante
ist das elastische Element in Skilängsrichtung gesehen hinter der in Skiquerrichtung
ausgerichteten, geraden Linie angeordnet, welche durch das erste Haltemittel und durch
das zweite Haltemittel verläuft. Dies hat den Vorteil, dass der Frontautomat optisch
kompakter gestaltet werden kann, da das elastische Element unterhalb des allenfalls
im Frontautomaten gehaltenen Skischuhs angeordnet werden kann, sodass der Frontautomat
vor dem Skischuh weniger Volumen aufweist.
[0053] Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, dass das elastische Element andersartig
ausgerichtet ist.
[0054] Vorzugsweise ist die Vorspannung des elastischen Elements einstellbar. Dies hat den
Vorteil, dass eine Stärke der Haltekraft eingestellt werden kann. Alternativ dazu
besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Vorspannung des elastischen Elements vorgegeben
und damit nicht einstellbar ist. Eine solche Alternative hat den Vorteil, dass der
Frontautomat einfacher konstruiert werden kann.
[0055] Vorzugsweise weist der Frontautomat einen verstellbaren Öffnungshebel zum Verstellen
des Frontautomaten von der ersten Haltekonfiguration in die Einstiegskonfiguration
auf. Dies hat den Vorteil, dass die Bedienung des Frontautomaten erleichtert ist.
Vorzugsweise ist dabei der Frontautomat durch den verstellbaren Öffnungshebel von
der ersten Haltekonfiguration in die Einstiegskonfiguration verstellbar. Besonders
bevorzugt ist der Frontautomat durch den verstellbaren Öffnungshebel von der ersten
Haltekonfiguration in die Einstiegskonfiguration und zurück verstellbar.
[0056] Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Frontautomat keinen solchen
Öffnungshebel aufweist.
[0057] Vorteilhafterweise umfasst der Frontautomat ein zwischen einer Blockierstellung und
einer Freigabestellung verstellbares Blockierelement und weist eine zweite Haltekonfiguration
auf, in welcher sich die beiden Haltemittel in der Haltestellung befinden und in welcher
sich das Blockierelement in der Blockierstellung befindet, wobei das Blockierelement
in der Blockierstellung das Verstellen des Frontautomaten in die Einstiegskonfiguration
und die allenfalls vorhandene Auslösekonfiguration verhindert. Dies hat den Vorteil,
dass, wenn der Frontautomat in einer Tourenskibindung eingesetzt wird und in seiner
zweiten Haltekonfiguration in der Aufstiegsstellung der Tourenskibindung verwendet
wird, ein versehentliches Lösen des Skischuhs vom Frontautomaten verhindert werden
kann. Bevorzugt befindet sich in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten
das Blockierelement in der Freigabestellung. Dies hat den Vorteil, dass, wenn der
Frontautomaten in einer Tourenskibindung eingesetzt wird und in der Abfahrtsstellung
der Tourenskibindung in seiner ersten Haltekonfiguration verwendet wird, eine Sicherheitsauslösung
im Falle eines Sturzes des Skifahrers ermöglicht werden kann.
[0058] Falls der Frontautomat einen verstellbaren Öffnungshebel aufweist, ist der Frontautomat
vorzugsweise durch den verstellbaren Öffnungshebel von der zweiten Haltekonfiguration
in die Einstiegskonfiguration verstellbar. Vorzugsweise ist der Frontautomat zudem
durch den verstellbaren Öffnungshebel von der ersten Haltekonfiguration in die zweite
Haltekonfiguration und zurück verstellbar. Dies hat den Vorteil, dass die Bedienung
des Frontautomaten erleichtert wird.
[0059] Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, dass der Frontautomat kein solches
Blockierelement umfasst und entsprechend keine solche zweite Haltekonfiguration aufweist.
[0060] Vorzugsweise umfasst der Frontautomat einen Trittsporn zur Betätigung durch einen
in den Frontautomaten einzusetzenden Skischuh, wobei durch Betätigung des Trittsporns
der
[0061] Frontautomat von seiner Einstiegsstellung in seine erste Haltekonfiguration oder
in seine zweite Haltekonfiguration verstellbar ist. Dies hat den Vorteil, dass für
den Skifahrer der Einstieg in den Frontautomaten vereinfacht wird, indem, wenn sich
der Frontautomat in der Einstiegskonfiguration befindet, der Skischuh für den Einstieg
korrekt relativ zu den beiden Haltemitteln positioniert werden kann, wonach mit dem
Skischuh der Trittsporn betätigt werden kann, um den Frontautomaten in die erste Haltekonfiguration
oder in die zweite Haltekonfiguration zu verstellen und um den Skischuh im Frontautomaten
zu halten.
[0062] Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Frontautomat keinen derartigen
Trittsporn umfasst.
[0063] Vorzugweise umfasst der Frontautomat ein Skischuhfreigabebetätigungselement, welches
eine aktivierte Stellung aufweist, in welcher sich das Skischuhfreigabebetätigungselement
in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten befindet und in welcher das Skischuhfreigabebetätigungselement,
insbesondere durch ein Verschwenken des im Frontautomaten gehaltenen Skischuhs, betätigbar
ist, um die beiden Haltemittel zumindest temporär von ihrer Haltestellung weg und
voneinander weg zu bewegen und dadurch einen gegebenenfalls im Frontautomaten gehaltenen
Skischuh freizugeben. Dies hat den Vorteil, dass die Sicherheit für den Skifahrer
erhöht wird, weil bei einem Vorwärtssturz des Skifahrers der Skischuh vom Frontautomaten
freigegeben wird.
[0064] Falls der Frontautomat zudem ein zwischen einer Blockierstellung und einer Freigabestellung
verstellbares Blockierelement umfasst und eine zweite Haltekonfiguration aufweist,
in welcher sich die beiden Haltemittel in der Haltestellung befinden und in welcher
sich das Blockierelement in der Blockierstellung befindet, wobei das Blockierelement
in der Blockierstellung das Verstellen des Frontautomaten in die Einstiegskonfiguration
und die allenfalls vorhandene Auslösekonfiguration verhindert, so können das Blockierelement
und das Skischuhfreigabebetätigungselement zusammen als ein Stück oder als zwei separate
Stücke ausgebildet sein. Wenn das Blockierelement und das Skischuhfreigabebetätigungselement
zusammen als ein Stück ausgebildet sind, so weist das Skischuhfreigabebetätigungselement
bevorzugt eine deaktivierte Stellung auf, in welcher, wenn sich der Frontautomat in
der zweiten Haltekonfiguration befindet, eine Betätigung des Skischuhfreigabebetätigungselements
zur Bewegung der beiden Haltemittel voneinander weg durch das Blockierelement blockiert
ist, indem sich das Blockierelement in der Blockierstellung befindet. Besonders bevorzugt
ist in diesem Fall das Skischuhfreigabebetätigungselement um eine Schenkachse schwenkbar
gelagert und durch eine Schwenkbewegung um die Schwenkachse zwischen seiner aktivierten
Stellung und seiner deaktivierten Stellung verstellbar. Das Skischuhfreigabebetätigungselement
kann aber auch andersartig wie zum Beispiel verschiebbar gelagert und zwischen seiner
aktivierten Stellung und seiner deaktivierten Stellung verstellbar sein.
[0065] Vorteilhafterweise ist in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten, wenn
sich das Skischuhfreigabebetätigungselement in seiner aktivierten Stellung befindet,
durch eine Betätigung des Skischuhfreigabebetätigungselements, insbesondere durch
ein Verschwenken des im Frontautomaten gehaltenen Skischuhs, der Öffnungshebel betätigbar,
um den Frontautomaten zumindest temporär von seiner ersten Haltekonfiguration weg
zu verstellen und um die beiden Haltemittel zumindest temporär von ihrer Haltestellung
weg und voneinander weg zu bewegen und dadurch einen gegebenenfalls im Frontautomaten
gehaltenen Skischuh freizugeben. Dies hat den Vorteil, dass der Frontautomat einfach
konstruiert werden kann.
[0066] Bevorzugt umfasst eine Skibindung einen erfindungsgemässen Frontautomaten.
[0067] Bevorzugt umfasst ein Ski eine solche Skibindung mit einem erfindungsgemässen Frontautomaten.
[0068] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0069] Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1a, b, c
- je eine Schrägansicht eines erfindungsgemässen Frontautomaten, wobei der Frontautomat
in einer Einstiegskonfiguration, in einer ersten Haltekonfiguration bzw. in einer
zweiten Haltekonfiguration gezeigt ist,
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung des Frontautomaten in einer Schrägansicht,
- Fig. 3a, b, c
- je eine Querschnittsdarstellung eines vertikal ausgerichteten und in Skilängsrichtung
durch den Frontautomaten verlaufenden Querschnitts, wobei der Frontautomat in der
Einstiegskonfiguration, in der ersten Haltekonfiguration bzw. in der zweiten Haltekonfiguration
gezeigt ist,
- Fig. 4a, b
- je eine Querschnittsdarstellung eines vertikal ausgerichteten und in Skiquerrichtung
durch den Frontautomaten verlaufenden Querschnitts, wobei der Frontautomat in der
Einstiegskonfiguration bzw. in der ersten Haltekonfiguration gezeigt ist, und
- Fig. 5a, b, c
- je eine vereinfachte, schematische Querschnittsdarstellung eines vertikal ausgerichteten
und in Skiquerrichtung durch einen weiteren erfindungsgemässen Frontautomaten verlaufenden
Querschnitts, wobei der Frontautomat in der ersten Haltekonfiguration, in der Einstiegskonfiguration
bzw. in einer Auslösekonfiguration gezeigt ist.
[0070] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0071] Figuren 1a, 1b und 1c zeigen je eine Schrägansicht eines erfindungsgemässen Frontautomaten
1. Dabei befindet sich beim Frontautomaten 1 vorne in den Figuren oben links, während
sich hinten in den Figuren unten rechts befindet. Weiter befindet sich beim Frontautomaten
1 oben und unten in den Figuren ebenfalls oben bzw. unten.
[0072] In Figur 1a ist der Frontautomat 1 in einer Einstiegskonfiguration gezeigt. In Figur
1b hingegen ist der Frontautomat 1 in einer ersten Haltekonfiguration gezeigt, während
der Frontautomat 1 in der Figur 1c in einer zweiten Haltekonfiguration dargestellt
ist.
[0073] Der Frontautomat 1 umfasst ein Gehäuse 2, welches auf einem hier nicht gezeigten
Ski mittels Schrauben befestigbar ist, um den Frontautomaten 1 auf dem Ski zu befestigen.
Weiter weist der Frontautomat 1 einen ersten Haltehebel 3.1 und einen zweiten Haltehebel
3.2 auf, welche beidseitig der Skimitte sich gegenüberliegend angeordnet sind. Diese
beiden Haltehebel 3.1, 3.2 sind sowohl in der Einstiegskonfiguration, in der ersten
Haltekonfiguration, als auch in der zweiten Haltekonfiguration des Frontautomaten
1 im Wesentlichen vertikal ausgerichtet angeordnet und nach oben zeigend ausgerichtet.
In einem oberen Bereich des ersten Haltehebels 3.1 ist ein erstes Haltemittel 4.1
zum Halten eines hier nicht gezeigten Skischuhs angeordnet, während in einem oberen
Bereich des zweiten Haltehebels 3.2 ein zweites Haltemittel 4.2 zum Halten des hier
nicht gezeigten Skischuhs angeordnet ist. Beide Haltemittel 4.1, 4.2 sind je ein zur
Skimitte zeigender, kegelstumpfförmiger Stift, welcher zum Halten des Skischuhs in
dafür vorgesehene, seitlich im Zehenbereich eines Skischuhs angeordnete Vertiefungen
eingreifen kann.
[0074] Der erste Haltehebel 3.1 ist einstückig mit einem ersten Schlitten 5.1 ausgebildet,
wobei der erste Schlitten 5.1 horizontal in Skiquerrichtung verschiebbar im Gehäuse
2 gelagert ist. Analog dazu ist auch der zweite Haltehebel 3.2 einstückig mit einem
zweiten Schlitten 5.2 ausgebildet, wobei der zweite Schlitten 5.2 ebenfalls horizontal
in Skiquerrichtung verschiebbar im Gehäuse 2 gelagert ist. Die beiden Stücke sind
aus Aluminiumguss gefertigt und starr ausgebildet. Dabei heisst starr, dass sich das
jeweilige Stück bei einer äusseren Krafteinwirkung um höchstens einen Grenzwert elastisch
biegt, ohne dass das Stück zerbricht. Zur Bestimmung dieses Grenzwerts wird von zwei
Punkten im jeweiligen Stück ausgegangen, wobei sich der erste Punkt im Schlitten 5.1,
5.2 im Bereich des Schlittens 5.1, 5.2 befindet, in welchem der Schlitten 5.1, 5.2
im Gehäuse 2 verschiebbar gelagert ist, und wobei sich der zweite Punkt im Haltehebel
3.1, 3.2 an der Stelle befindet, wo das dem Haltehebel 3.1, 3.2 zugehörende Haltemittel
4.1, 4.2 angeordnet ist. Dabei wird als Ruhedistanz die Distanz zwischen den beiden
Punkten angenommen, wenn keine äussere Krafteinwirkung auf das Stück einwirkt. Weiter
wird einer der beiden Punkte im Raum festgehalten, während die Verschiebungsdistanz
der Position des anderen Punkts im Raum ohne äussere Krafteinwirkung auf das Stück
mit der Position dieses anderen Punkts im Raum unter äusserer Krafteinwirkung auf
das Stück bestimmt wird. Dabei beträgt für jedes mögliche Punktepaar und jede mögliche
Krafteinwirkung im jeweiligen Stück die Verschiebungsdistanz 0.01% oder weniger. In
Varianten dazu beträgt dieser Prozentsatz 0.1% oder weniger, oder 1% oder weniger.
[0075] Der Frontautomat 1 umfasst weiter einen Öffnungshebel 6 zum Verstellen des Frontautomaten
1 von der ersten Haltekonfiguration in die Einstiegskonfiguration und zurück, sowie
zum Verstellen des Frontautomaten 1 von der ersten Haltekonfiguration in die zweite
Haltekonfiguration und zurück. Der Öffnungshebel 6 besteht aus einem ersten Hebelelement
7.1, und einem zweiten Hebelelement 7.2. Das erste Hebelelement 7.1 ist um eine erste
Schwenkachse 8.1 schwenkbar am Gehäuse 2 gelagert und zeigt mit seinem freien Ende
nach vorne oben. Das zweite Hebelelement 7.2 ist um eine zweite Schwenkachse 8.2,
welche sich im Bereich des freien Endes des ersten Hebelelements 7.1 befindet, schwenkbar
gelagert. Weiter umfasst der Frontautomat 1 einen Trittsporn 9 zum Verstellen des
Frontautomaten 1 von der Einstiegskonfiguration in die Haltekonfiguration, wobei der
Trittsporn 9 ebenfalls um die erste Schwenkachse 8.1 schwenkbar gelagert ist. Der
Trittsporn 9 reicht mit seinem freien Ende nach hinten bis unterhalb der beiden Haltemittel
4.1, 4.2.
[0076] Wie bereits erwähnt, ist der Frontautomat 1 in der Figur 1a in der Einstiegskonfiguration
dargestellt. Dabei sind die beiden Schlitten 5.1, 5.2 in Skiquerrichtung voneinander
weg verschoben. Entsprechend sind auch die beiden Haltearme 3.1, 3.2 mit den beiden
Haltemitteln 4.1, 4.2 voneinander weg bewegt. Die beiden Haltemittel 4.1, 4.2 befinden
sich somit in einem zweiten Abstand zueinander. Dies ist eine Einstiegsstellung der
beiden Haltemittel 4.1, 4.2. In dieser Einstiegsstellung ist der Skischuh von den
beiden Haltemitteln 4.1, 4.2 freigegeben und kann von den Haltemitteln 4.1, 4.2 und
damit auch vom Frontautomaten 1 weg bewegt werden. Genauso kann in der Einstiegskonfiguration
des Frontautomaten 1 aber auch ein Skischuh zum Frontautomaten 1 hin und mit seinem
Zehenbereich zwischen die beiden Haltemittel 4.1, 4.2 bewegt werden, um in den Frontautomaten
1 einzusteigen.
[0077] Wie in Figur 1a ersichtlich, ist in der Einstiegskonfiguration des Frontautomaten
1 der Trittsporn 9 mit seinem nach hinten zeigenden freien Ende etwas nach oben geschwenkt.
Zudem ist der Öffnungshebel 6 mit seinem nach vorne zeigenden freien Ende nach unten
geschwenkt. Letzteres bedeutet, dass das erste Hebelelement 7.1 mit seinem nach vorne
zeigenden freien Ende und damit mit der zweiten Schwenkachse 8.2 nach unten zum Ski
hin geschwenkt ist, während das zweite Hebelelement 7.1 mit seinem nach vorne zeigenden
freien Ende ebenfalls nach unten zum Ski hin geschwenkt ist.
[0078] Um den Frontautomaten 1 von der in Figur 7a gezeigten Einstiegskonfiguration in die
in Figur 1b gezeigte erste Haltekonfiguration zu verstellen, kann der Öffnungshebel
6 mit seinem freien Ende etwas nach oben gezogen werden oder der Trittsporn 9 kann
mit seinem nach hinten zeigenden freien Ende nach unten gedrückt werden. Letzteres
erleichtert insbesondere den Einstieg in den Frontautomaten 1, da beim Frontautomaten
1 in der Einstiegskonfiguration ein Skischuh mit seinem Zehenbereich zwischen die
beiden Haltemittel 4.1, 4.2 bewegt werden kann, bis er korrekt zu den Haltemitteln
4.1, 4.2 positioniert ist, wonach der Skischuh etwas nach unten bewegt werden kann,
wodurch der Trittsporn 9 nach unten gedrückt und der Frontautomat 1 in seine erste
Haltekonfiguration verstellt wird.
[0079] Wie in Figur 1b ersichtlich, ist in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten
1 der Öffnungshebel 6 mit seinem freien Ende etwas nach oben geschwenkt. Zudem ist
der Trittsporn 9 mit seinem nach hinten zeigenden freien Ende nach unten geschwenkt
und weist eine nach oben zeigende Oberfläche auf, welche bündig mit der umliegenden,
nach oben zeigenden Oberfläche des Gehäuses 2 ausgerichtet ist. Weiter sind die beiden
Schlitten 5.1, 5.2 aufeinander zu verschoben, womit auch die beiden Haltehebel 3.1,
3.2 mit den Haltemitteln 4.1, 4.2 aufeinander zu bewegt sind. Dabei befinden sich
die beiden Haltemittel 4.1, 4.2 in einem ersten Abstand zueinander, welcher kleiner
als der zweite Abstand ist. Dies ist eine Haltestellung der beiden Haltemittel 4.1,
4.2. In dieser Haltestellung können die beiden Haltemittel 4.1, 4.2 in seitlich im
Zehenbereich des Skischuhs angeordnete Ausnehmungen eingreifen und dadurch den Skischuh
um eine horizontal in Skiquerrichtung ausgerichtete Achse schwenkbar am Frontautomaten
1 halten.
[0080] Aufgrund der beiden Schlitten 5.1, 5.2 sind die beiden Haltemittel 4.1, 4.2 zum Verstellen
von ihrer Einstiegsstellung in ihre Haltestellung und zurück entlang eines Verstellwegs
relativ zueinander verschiebbar gelagert, wobei ein an die Haltestellung der beiden
Haltemittel anschliessender Bereich des Verstellwegs horizontal in Skiquerrichtung
ausgerichtet ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel erstreckt sich dieser Bereich
des Verstellwegs über den gesamten Verstellweg der beiden Haltemittel 4.1, 4.2 von
der Haltestellung in die Einstiegsstellung. In anderen Ausführungsformen hingegen
weist der Bereich eine Länge von beispielsweise 30%, 55% oder 80% einer Länge des
Verstellwegs auf.
[0081] Um den Frontautomaten 1 von der in Figur 1b gezeigten ersten Haltekonfiguration zurück
in die Einstiegskonfiguration zu verstellen, kann der Öffnungshebel 6 mit seinem nach
vorne zeigenden Ende nach unten zum Ski gedrückt werden. Dies kann manuell oder dadurch
erfolgen, dass ein im Frontautomaten 1 gehaltener Skischuh mit seinem Fersenbereich
nach vorne oben geschwenkt wird, sodass der obere Zehenbereich des Skischuhs nach
vorne unten geschwenkt wird und dadurch den Öffnungshebel 6 nach unten drückt. Um
ein solches Verstellen durch den Skischuh zu ermöglichen, weist das zweite Hebelelement
7.2 des Öffnungshebels 6 in seinem oberen hinteren Bereich ein Skischuhfreigabebetätigungselement
10 auf. Dieses Skischuhfreigabebetätigungselement 10 befindet sich in der ersten Haltekonfiguration
des Frontautomaten 1 in einer aktivierten Stellung, in welcher es durch ein Verschwenken
des im Frontautomaten 1 gehaltenen Skischuhs betätigbar ist, um die beiden Haltemittel
4.1, 4.2 zumindest temporär von ihrer Haltestellung weg und voneinander weg zu bewegen
und dadurch einen gegebenenfalls im Frontautomaten 1 gehaltenen Skischuh freizugeben,
wenn der Skischuh mit seinem Fersenbereich nach vorne oben und damit der obere Zehenbereich
des Skischuhs nach vorne unten geschwenkt wird.
[0082] Wie in Figur 1c ersichtlich, ist in der zweiten Haltekonfiguration des Frontautomaten
1 der Öffnungshebel 6 mit seinem freien Ende weiter nach oben geschwenkt als in der
ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten 1. Dabei ist das erste Hebelelement 7.1
kaum merklich weiter nach oben geschwenkt als in der ersten Haltekonfiguration und
die Haltemittel 4.1, 4.2 befinden sich wie bereits in der ersten Haltekonfiguration
in ihrer Haltestellung. Das zweite Hebelelement 7.2 ist mit seinem nach vorne zeigenden
freien Ende jedoch deutlich weiter um die zweite Schwenkachse 8.2 nach oben geschwenkt
als in der ersten Haltekonfiguration. Dadurch ist einerseits das Skischuhfreigabebetätigungselement
10 aus der Bewegungsbahn des im Frontautomaten 1 gehaltenen Skischuhs und somit in
eine deaktivierte Stellung geschwenkt. Andererseits ist dadurch ein Blockierelement
11, welches am zweiten Hebelelement 7.2 des Öffnungshebels 6 im hinteren unteren Bereich
des zweiten Hebelelements 7.2 angeordnet ist, unter die zweite Schwenkachse 8.2 geschwenkt,
wo es nach unten abgestützt ist. Damit befindet sich das Blockierelement 11 in einer
Blockierstellung, in welcher es verhindert, dass das erste Hebelelement 7.1 des Öffnungshebels
6 nach unten geschwenkt und der Frontautomat 1 unbeabsichtigt in die Einstiegskonfiguration
verstellt werden kann. Im Vergleich dazu ist das Blockierelement 11 in der ersten
Haltekonfiguration des Frontautomaten 1 um die zweite Schwenkachse 8.2 nach hinten
oben in eine Freigabestellung geschwenkt.
[0083] Figur 2 zeigt eine Schrägansicht einer Explosionsdarstellung des Frontautomaten 1.
Dabei befindet sich wiederum beim Frontautomaten 1 vorne in der Figur oben links,
während sich hinten in der Figur unten rechts befindet.
[0084] In der Explosionsdarstellung ist zu erkennen, dass der Frontautomat 1 zusätzlich
einen Schieber 12 sowie ein elastisches Element 13 in der Form einer Spiralfeder umfasst.
Sowohl der Schieber 12 als auch das elastische Element 13 sind in Skilängsrichtung
ausgerichtet und sind im zusammengebauten Zustand des Frontautomaten 1 im Gehäuse
2 angeordnet. Dabei ist das elastische Element 13 in Skilängsrichtung gesehen vor
einer horizontal in Skiquerrichtung ausgerichteten und durch die beiden Haltemittel
4.1, 4.2 verlaufenden Linie angeordnet. Nach hinten ist das elastische Element 13
gegen das Gehäuse 2 und nach vorne gegen den Schieber 12 abgestützt. Im zusammengebauten
Zustand des Frontautomaten 1 ist das elastische Element 13 vorgespannt und drückt
den Schieber 12 nach vorne. Im vorliegend gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Vorspannung
des elastischen Elements 13 durch die Formgebung des Gehäuses 2 und des Schiebers
12 vorgegeben. In Varianten dazu ist die Vorspannung des elastischen Elements 13 jedoch
einstellbar. Dies kann beispielsweise mittels einer Schraube oder einer Kombination
einer Schraube mit einer Mutter erreicht werden, wie es aus dem technischen Gebiet
von Skibindungen bekannt ist.
[0085] Der Schieber 12 reicht unterhalb des elastischen Elements 13 nach hinten bis unter
die beiden Schlitten 5.1, 5.2. Dabei weist der Schieber 12 unterhalb des ersten Schlittens
5.1 eine dritte Führungsform 14.3 und unterhalb des zweiten Schlittens 5.2 eine vierte
Führungsform 14.4 auf. Sowohl die dritte Führungsform 14.3, als auch die vierte Führungsform
14.4 sind beide durch von der Skimitte diagonal seitlich nach vorne verlaufende Rillen
gebildet. Weiter weist der erste Schlitten 5.1 auf seiner Unterseite eine erste Führungsform
14.1 auf, während der zweite Schlitten 5.2 auf seiner Unterseite eine zweite Führungsform
14.2 aufweist. Dabei ist die erste Führungsform 14.1 komplementär zur dritten Führungsform
14.3 ausgebildet, während die zweite Führungsform 14.2 komplementär zur vierten Führungsform
14.4 ausgebildet ist. Im zusammengebauten Zustand des Frontautomaten 1 wirkt die erste
Führungsform 14.1 mit der dritten Führungsform 14.3 zusammen, während die zweite Führungsform
14.2 mit der vierten Führungsform 14.4 zusammenwirkt. Damit steht der Schieber 12
durch das Zusammenwirken der ersten Führungsform 14.1 mit der dritten Führungsform
14.3 mit dem ersten Schlitten 5.1 in Wirkverbindung und durch das Zusammenwirken der
zweiten Führungsform 14.2 mit der vierten Führungsform 14.4 mit dem zweiten Schlitten
5.2 in Wirkverbindung. Wenn somit der Schieber 12 verschoben wird, wird die erste
Führungsform 14.1 gegenüber der dritten Führungsform 14.3 und die zweite Führungsform
14.2 gegenüber der vierten Führungsform 14.4 verschoben. Daher werden durch ein Verschieben
des Schiebers 12 in eine erste Richtung in Skilängsrichtung der erste Schlitten 5.1
und der zweite Schlitten 5.2 relativ zueinander verschoben, womit auch das erste Haltemittel
4.1 und das zweite Haltemittel 4.2 aufeinander zu, zu ihrer Haltestellung hin, bewegt
werden. Dabei steht der Schieber 12 aber auch derart mit dem ersten Schlitten 5.1
und dem zweiten Schlitten 5.2 in Wirkverbindung, dass durch eine Bewegung des ersten
Schlittens 5.1 und des zweiten Schlittens 5.2 relativ zueinander, bei welcher die
beiden Haltemittel 4.1, 4.2 von ihrer Haltestellung weg auseinander bewegt werden,
der Schieber 12 in eine der ersten Richtung entgegengesetzte, zweite Richtung bewegt
wird. Zugleich werden durch ein Verschieben des Schiebers 12 in die der ersten Richtung
entgegengesetzte, zweite Richtung der erste Schlitten 5.1 und der zweite Schlitten
5.2 relativ zueinander verschoben, wodurch das erste Haltemittel 4.1 und das zweite
Haltemittel 4.2 voneinander weg von ihrer Haltestellung weg bewegt werden.
[0086] Die Figuren 3a, 3b und 3c zeigen je eine Querschnittsdarstellung eines vertikal ausgerichteten
und in Skilängsrichtung durch den Frontautomaten 1 verlaufenden Querschnitts. In Figur
3a ist der Frontautomat 1 in der Einstiegskonfiguration gezeigt, während der Frontautomat
1 in Figur 3b in der ersten Haltekonfiguration und in der Figur 3c in der zweiten
Haltekonfiguration gezeigt ist.
[0087] In Figur 3a ist zu erkennen, dass in der Einstiegskonfiguration des Frontautomaten
1 das erste Hebelelement 7.1 des Öffnungshebel 6 vorne von oben nach unten über den
vorderen Bereich des Schiebers 12 geschwenkt ist und damit den Schieber 12 entgegen
der durch das elastische Element 13 erzeugten Vorspannung in einer nach hinten gedrückten
Position hält. Dadurch werden auch die beiden Schlitten 5.1, 5.2 in einer entsprechend
auseinander bewegten Position gehalten, womit die beiden Haltemittel 4.1, 4.2 in ihrer
Einstiegsstellung gehalten werden.
[0088] Wenn nun der Öffnungshebel 6 nach oben gezogen wird, so wird der Schieber 12 freigegeben
und nach vorne bewegt, womit der Frontautomat 1 in seine erste Haltekonfiguration
verstellt wird. Hierzu kann der Öffnungshebel 6 von Hand nach oben gezogen werden
oder der Trittsporn 9 kann mit seinem nach hinten zeigenden freien Ende nach unten
gedrückt werden. In letzterem Fall drückt ein Bereich des Trittsporns 9, welcher sich
vor der ersten Schwenkachse 8.1 befindet, von unten nach oben gegen das erste Hebelelement
7.1 des Öffnungshebels 6, wodurch der Öffnungshebel 6 nach oben geschwenkt wird.
[0089] Indem der Öffnungshebel 6 nach oben bewegt wird, wird der Schieber 12, wie bereits
erwähnt, nach vorne bewegt. Diese Bewegung des Schiebers 12 wird einerseits durch
das vorgespannte elastische Element 13 bewirkt, welches den Schieber 12 nach vorne
drückt. Andererseits wird diese Bewegung des Schiebers 12 aber auch durch eine Kopplung
des Öffnungshebels 6 mit dem Schieber 12 bewirkt. Hierzu weist das erste Hebelelement
7.1, wie in der Explosionsdarstellung der Figur 2 ersichtlich, im Bereich unterhalb
der ersten Schwenkachse 8.1 zwei Nocken auf, welche im zusammengebauten Zustand des
Frontautomaten 1 in entsprechende Ausnehmungen im Schieber 12 eingreifen. Damit ist
die Bewegung des Schiebers 12 mit einer Schwenkbewegung des ersten Hebelelements 7.1
gekoppelt. Wenn somit beim Verstellen des Frontautomaten 1 von der Einstiegskonfiguration
in die erste Haltekonfiguration der Öffnungshebel 6 manuell nach oben gezogen wird
und dabei das erste Hebelelement 7.1 um die erste Schwenkachse 8.1 nach oben geschwenkt
wird, wird der Schieber 12 nach vorne gezogen. Genauso wird aber auch das erste Hebelelement
7.1 und damit der Öffnungshebel 6 vom Schieber 12 nach oben bewegt, wenn der Schieber
12 aufgrund der Vorspannung des elastischen Elements 13 nach vorne geschoben wird.
Aufgrund dieser Nockenverbindung wird der Schieber 12 auch entgegen der Vorspannung
des elastischen Elements 13 nach hinten verschoben, wenn der Öffnungshebel 6 und das
erste Hebelelement 7.1 nach unten geschwenkt werden, um den Frontautomaten 1 von der
ersten Haltekonfiguration in die Einstiegskonfiguration zu verstellen. In der Einstiegskonfiguration
bleibt der Frontautomat 1 gehalten, weil das erste Hebelelement 7.1 vorne von oben
nach unten über den nach hinten gedrückten Schieber 12 geschwenkt ist und aufgrund
der Formgebung des vorderen Endes des Schiebers 12, welches gegen eine entsprechende
Formgebung am ersten Hebelelement 7.1 gedrückt wird, in einer Rastposition gehalten
ist.
[0090] In den Figuren 4a und 4b ist je eine Querschnittsdarstellung eines vertikal ausgerichteten
und in Skiquerrichtung durch den Frontautomaten 1 verlaufenden Querschnitts gezeigt.
Dabei ist in Figur 4a der Frontautomat 1 in der Einstiegskonfiguration und in Figur
4b in der ersten Haltekonfiguration gezeigt. Somit sind die beiden Haltemittel 4.1,
4.2 in der Figur 4a in der Einstiegsstellung gezeigt, während sie in der Figur 4b
in der Haltestellung gezeigt sind.
[0091] In den Figuren 5a, 5b und 5c ist je eine vereinfachte, schematische Querschnittsdarstellung
eines vertikal ausgerichteten und in Skiquerrichtung durch einen weiteren erfindungsgemässen
Frontautomaten 101 verlaufenden Querschnitts gezeigt. Der in den Figuren 5a, 5b und
5c gezeigte Frontautomat 101 ist im Wesentlichen identisch mit dem in den Figuren
1a bis 4b gezeigten Frontautomaten 1 konstruiert. Im Gegensatz zum in den Figuren
1a bis 4b dargestellten Frontautomaten 1 sind jedoch beim in den Figuren 5a, 5b und
5c dargestellten Frontautomaten 101 die Haltehebel 103.1, 103.2 als von den Schlitten
105.1, 105.2 separate Stücke ausgebildet. Dabei ist der erste Haltehebel 103.1 um
eine erste Achse 115.1 schwenkbar am ersten Schlitten 105.1 gelagert, während der
zweite Haltehebel 103.2 um eine zweite Achse 115.2 schwenkbar am zweiten Schlitten
105.2 gelagert ist.
[0092] In der Figur 5a ist der Frontautomat 101 in der ersten Haltekonfiguration dargestellt.
Dabei befinden sich die beiden Haltemittel 104.1, 104.2 in ihrer Haltestellung. In
Figur 5a ist ersichtlich, dass an den Haltehebeln 103.1, 103.2 je ein Hebelblockiermittel
116.1, 116.2 angeordnet ist, welches am Gehäuse 102 des Frontautomaten 1 abgestützt
ist. Damit befinden sich die Hebelblockiermittel 116.1, 116.2 in einer Hebelblockierstellung,
in welcher sie eine Schwenkbewegung der Haltehebel 103.1, 103.2 mit ihren Haltemitteln
104.1, 104.2 von der Skimitte weg um die jeweilige Achse 115.1, 115.2 relativ zum
jeweiligen Schlitten 105.1, 105.2 blockieren.
[0093] In der Figur 5b ist der Frontautomat 101 in der Einstiegskonfiguration dargestellt
und die beiden Haltemittel 104.1, 104.2 befinden sich in ihrer Einstiegsstellung.
Auch hier sind die Hebelblockiermittel 116.1, 116.2 gegen das Gehäuse 102 abgestützt
und befinden sich in der Hebelblockierstellung, in welcher sie eine Schwenkbewegung
der Haltehebel 103.1, 103.2 mit ihren Haltemitteln 104.1, 104.2 von der Skimitte weg
um die jeweilige Achse 115.1, 115.2 relativ zum jeweiligen Schlitten 105.1, 105.2
blockieren.
[0094] In Figur 5c ist der Frontautomat 101 in einer Auslösekonfiguration dargestellt, in
welcher sich die Hebelblockiermittel 116.1, 116.2 in einer Hebelfreigabestellung befinden,
in welcher eine Schwenkbewegung der Haltehebel 103.1, 103.2 um ihre Achsen 115.1,
115.2 freigegeben ist und in welcher die Haltehebel 103.1, 103.2 mit den Haltemitteln
104.1 104.2 auch um die Achsen 115.1, 115.2 von der Skimitte weg geschwenkt sind.
[0095] Um von der ersten Haltekonfiguration (siehe Figur 5a) in die Auslösekonfiguration
(siehe Figur 5b) verstellt zu werden, genügt eine ausreichend starke Belastung auf
die Haltemittel 104.1, 104.2, durch welche die Haltemittel 104.1, 104.2 auseinander
gedrückt werden. Eine solche Belastung kann beispielsweise bei einem Sturz des Skifahrers
auftreten. Dabei werden zuerst die beiden Schlitten 105.1, 105.2 gegen die Vorspannung
des elastischen Elements von der Skimitte weg bewegt. Sobald die Schlitten 105.1,
105.2 ausreichend weit verschoben sind, werden die Hebelblockiermittel 116.1, 116.2
vom Gehäuse 102 des Frontautomaten 101 freigegeben, womit die Hebelblockiermittel
116.1, 116.2 in ihre Hebelfreigabestellung verstellt werden und die Haltehebel 103.1,
103.2 mit ihrem Haltemittel 104.1, 104.2 von der Skimitte weg geschwenkt werden können,
womit der Frontautomat 101 in seine Auslösekonfiguration verstellt wird. Dadurch kann
der Skischuh in einer Sicherheitsauslösung freigegeben werden. Entsprechend ermöglicht
der in den Figuren 5a, 5b und 5c gezeigte Frontautomat 101 eine Sicherheitsauslösung.
[0096] Die Erfindung ist nicht auf die beiden vorgehend beschriebenen Frontautomaten 1,
101 beschränkt. Diverse weitere Varianten und Variationen sind möglich.
[0097] Zusammenfassend ist festzustellen, dass ein Frontautomat geschaffen wird, welcher
wenig Gewicht aufweist, kostengünstig hergestellt werden kann und dem Skifahrer eine
erhöhte Sicherheit bietet.
1. Frontautomat (1, 101) für eine Skibindung, insbesondere eine Tourenskibindung, wobei
der Frontautomat (1, 101) ein erstes Haltemittel (4.1, 104.1) und ein zweites Haltemittel
(4.2, 104.2) zum Halten eines Skischuhs im Zehenbereich des Skischuhs umfasst, wobei
der Frontautomat (1, 101)
a) eine erste Haltekonfiguration aufweist, in welcher sich die beiden Haltemittel
(4.1, 4.2, 104.1, 104.2) in einer Haltestellung befinden, in welcher sich die beiden
Haltemittel (4.1, 4.2, 104.1, 104.2) in einem ersten Abstand zueinander befinden,
wobei die beiden Haltemittel (4.1, 4.2, 104.1, 104.2) in der Haltestellung mit dem
Skischuh derart zusammenwirken können, dass der Skischuh um eine horizontal in Skiquerrichtung
ausgerichtete Achse schwenkbar am Frontautomaten (1, 101) gehalten ist, und
b) eine Einstiegskonfiguration aufweist, in welcher sich die beiden Haltemittel (4.1,
4.2, 104.1, 104.2) in einer Einstiegsstellung befinden, in welcher sich die beiden
Haltemittel (4.1, 4.2, 104.1, 104.2) in einem zweiten Abstand zueinander befinden,
wobei der zweite Abstand grösser als der erste Abstand ist und wobei der Skischuh
in der Einstiegsstellung der beiden Haltemittel (4.1, 4.2, 104.1, 104.2) von den beiden
Haltemitteln freigegeben ist,
wobei der Frontautomat (1, 101) von der Einstiegskonfiguration in die erste Haltekonfiguration
und zurück verstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Haltemittel (4.1, 4.2, 104.1, 104.2) zum Verstellen von ihrer Einstiegsstellung
in ihre Haltestellung und zurück entlang eines Verstellwegs relativ zueinander verschiebbar
gelagert sind, wobei ein an die Haltestellung der beiden Haltemittel (4.1, 4.2, 104.1,
104.2) anschliessender Bereich des Verstellwegs im Wesentlichen horizontal ausgerichtet
ist.
2. Frontautomat (1, 101) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Frontautomat einen ersten Haltehebel (3.1, 103.1) und einen zweiten Haltehebel
(3.2, 103.2) aufweist, wobei die beiden Haltehebel (3.1, 3.2, 103.1, 103.2) beidseitig
der Skimitte sich gegenüberliegend angeordnet sind, wobei das erste Haltemittel (4.1,
104.1) in einem oberen Bereich des ersten Haltehebels (3.1, 103.1) am ersten Haltehebel
(3.1, 103.1) angeordnet ist und das zweite Haltemittel (4.2, 104.2) in einem oberen
Bereich des zweiten Haltehebels (3.2, 103.2) am zweiten Haltehebel (3.2, 103.2) angeordnet
ist.
3. Frontautomat (1, 101) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Haltemittel (4.1, 4.2, 104.1, 104.2) zum Verstellen von Ihrer Einstiegsstellung
in ihre Haltestellung und zurück entlang dem Verstellweg relativ zueinander verschiebbar
gelagert sind, indem das erste Haltemittel (4.1, 104.1) verschiebbar gelagert ist
und das zweite Haltemittel (4.2, 104.2) verschiebbar gelagert ist.
4. Frontautomat (1, 101) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Frontautomat (1, 101) einen ersten Schlitten (5.1, 105.1) und einen zweiten Schlitten
(5.2, 105.2) umfasst, wobei das erste Haltemittel (4.1, 104.1) am ersten Schlitten
(5.1, 105.1) angeordnet ist und das zweite Haltemittel (4.2, 104.2) am zweiten Schlitten
(5.2, 105.2) angeordnet ist, wobei der erste Schlitten (5.1, 105.1) verschiebbar gelagert
ist und der zweite Schlitten (5.2, 105.2) verschiebbar gelagert ist, wodurch die beiden
Haltemittel (4.1, 4.2, 104.1, 104.2) zum Verstellen von Ihrer Einstiegsstellung in
ihre Haltestellung und zurück entlang des Verstellwegs relativ zueinander verschiebbar
gelagert sind, indem das erste Haltemittel (4.1, 104.1) durch den ersten Schlitten
(5.1, 105.1) verschiebbar gelagert ist und das zweite Haltemittel (4.2, 104.2) durch
den zweiten Schlitten (5.2, 105.2) verschiebbar gelagert ist.
5. Frontautomat (1, 101) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Frontautomat (1, 101) einen Schieber (12) umfasst, welcher mit dem ersten Schlitten
(5.1, 105.1) und dem zweiten Schlitten (5.2, 105.2) in Wirkverbindung steht und welcher
durch ein Verschieben des ersten Schlittens (5.1, 105.1) und/oder des zweiten Schlittens
(5.2, 105.2) bewegbar ist, wenn die beiden Haltemittel (4.1, 4.2, 104.1, 104.2) von
Ihrer Haltestellung weg verstellt werden, indem das erste Haltemittel (4.1, 104.1)
mit dem ersten Schlitten (5.1, 105.1) beziehungsweise das zweite Haltemittel (4.2,
104.2) mit dem zweiten Schlitten (5.2, 105.2) verschoben werden.
6. Frontautomat (1, 101) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schlitten (5.1, 105.1) eine erste Führungsform (14.1) aufweist, dass der
zweite Schlitten (5.2, 105.2) eine zweite Führungsform (14.2) aufweist, und dass der
Schieber (12) eine dritte Führungsform (14.3) und eine vierte Führungsform (14.4)
aufweist, wobei die erste Führungsform (14.1) mit der dritten Führungsform (14.3)
zusammenwirkt und die zweite Führungsform (14.2) mit der vierten Führungsform (14.4)
zusammenwirkt.
7. Frontautomat (1, 101) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (12) in Skilängsrichtung verschiebbar gelagert ist und dass der erste
Schlitten (5.1, 105.1) und der zweite Schlitten (5.2, 105.2) in Skiquerrichtung im
Wesentlichen horizontal verschiebbar gelagert sind.
8. Frontautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein Verschieben des Schiebers (12) in eine erste Richtung in Skilängsrichtung
der erste Schlitten (5.1, 105.1) und der zweite Schlitten (5.2, 105.2) relativ zueinander
bewegbar und dadurch das erste Haltemittel (4.1, 104.1) und das zweite Haltemittel
(4.2, 104.2) aufeinander zu, zu ihrer Haltestellung hin, bewegbar sind.
9. Frontautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Frontautomat (1, 101) ein vorgespanntes elastisches Element (13) aufweist, durch
dessen Vorspannung die beiden Haltemittel (4.1, 4.2, 104.1, 104.2) in der ersten Haltekonfiguration
des Frontautomaten (1, 101) mit einer Haltekraft zu ihrer Haltestellung hin vorgespannt
sind.
10. Frontautomat (1, 101) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Element (13) in Skilängsrichtung ausgerichtet ist.
11. Frontautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Frontautomat (1, 101) einen verstellbaren Öffnungshebel (6) zum Verstellen des
Frontautomaten (1, 101) von der ersten Haltekonfiguration in die Einstiegskonfiguration
aufweist.
12. Frontautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Frontautomat (1, 101) ein zwischen einer Blockierstellung und einer Freigabestellung
verstellbares Blockierelement (11) umfasst und eine zweite Haltekonfiguration aufweist,
in welcher sich die beiden Haltemittel (4.1, 4.2, 104.1, 104.2) in der Haltestellung
befinden und in welcher sich das Blockierelement (11) in der Blockierstellung befindet,
wobei das Blockierelement (11) in der Blockierstellung das Verstellen des Frontautomaten
(1, 101) in die Einstiegskonfiguration verhindert.
13. Frontautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Frontautomat (1, 101) ein Skischuhfreigabebetätigungselement (10) umfasst, welches
eine aktivierte Stellung aufweist, in welcher sich das Skischuhfreigabebetätigungselement
(10) in der ersten Haltekonfiguration des Frontautomaten (1, 101) befindet und in
welcher das Skischuhfreigabebetätigungselement (10), insbesondere durch ein Verschwenken
des im Frontautomaten (1, 101) gehaltenen Skischuhs, betätigbar ist, um die beiden
Haltemittel (4.1, 4.2, 104.1, 104.2) zumindest temporär von ihrer Haltestellung weg
und voneinander weg zu bewegen und dadurch einen gegebenenfalls im Frontautomaten
(1, 101) gehaltenen Skischuh freizugeben.
14. Skibindung mit einem Frontautomaten (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
15. Ski mit einer Skibindung nach Anspruch 14.