[0001] Die Erfindung betrifft eine Blaseinrichtung zum Ausblasen von Objekten gemäß den
Merkmalen des Anspruches 1.
[0002] Beim Einsatz von Ab- oder Ausblasdüsen und Umgehungen mit großem Schmutz- oder Staubanfall
ist der Verschleiß der Düsenbohrungen ein bekanntes Problem. Partikel, die in die
Düsenkanäle gelangen werden beim nächsten Blasvorgang wieder mit hoher Geschwindigkeit
herausgeblasen und Verschleißen so die Kanäle vorwiegend abrasiv. Auch feste Schmutzanhaftungen
innerhalb und auf der Düse können zu Problemen führen.
Der Düsenaufbau bei Sortiermaschinen ist oft komplex und teuer, da die Düsen meist
einzeln oder segmentweise austauschbar gestaltet sind. Diese Düsen sitzen wiederum
auf einer Aufnahmeleiste, die oft mit Schlauchanschlüssstücken und zugehörigen Schläuchen
mit den Ventilen verbunden ist.
Auch wenn die Düsen austauschbar gestaltet sind, besteht das Problem, dass Verschleiß
in den tiefer liegenden Bauteilen auftreten kann.
Bei der Werkstoffauswahl für Düsensysteme besteht bei vielen Bauteilen ein Zielkonflikt
zwischen Verschleißfestigkeit und Herstellkosten. Werkstoffe mit hoher Härte und Festigkeit
haben hier das Problem einer schlechten Bearbeitbarkeit bzw. Zerspanbarkeit. Kunststoffe
und Elastomere mit besonders hoher Verschleißfestigkeit sind in der Regel zähelastisch
(z.B. Polyurethan oder PVC mit Härte von 30° bis 100° Shore A) und dadurch ebenfalls
schwierig zu Bearbeiten. Der direkte Verguss ist in kleinen Stückzahlen meist durch
hohe Formkosten unwirtschaftlich.
[0003] Die
WO 2017/005772 A1 betrifft eine Vorrichtung zum Sortieren von Objekten mit einer Düsenleiste, wobei
die Düsen einen Austrittsbereich aus flexiblen Material aufweisen, das sich während
des Blasvorganges verform/öffnet.
[0004] Die
DE 20 2008 017 748 U1 offenbart eine Ausblasvorrichtung zum selektiven Ausblasen von Fördergutteilen, wobei
in den Zuführleitungen zwischen der Austrittsöffnung der Ausblasdüsen und den Ventilen
Staubschutzmittel angeordnet sind.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Blaseinrichtung zum Ausblasen von
Objekten, insbesondere Partikeln, zu schaffen.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Die erfindungsgemäße Blaseinrichtung zum Ausblasen von Objekten, insbesondere Partikeln,
aus einem Strom von Objekten, insbesondere Partikeln, weist mindestens eine Düse auf.
[0008] Durch die Anordnung eines Schlauches als Düse werden Verschleiß und/oder Anhaftungen
und/oder Wartungsaufwand reduziert.
[0009] Damit kann beispielsweise die Beaufschlagung der Düsenkanäle mit Spülluft vermieden
werden. Spülluft bedeutet, dass auch ohne einen Blasvorgang ständig ein leichter Luftstrom
durch die Düsenkanäle aufrechterhalten wird, was mit zusätzlichem Energiebedarf verbunden
ist.
[0010] Insbesondere wird der Verschleiß in Bögen und Ecken oder in Einschnürungen/Verengungen,
wie sie z.B. bei Lavaldüsen vorzufinden sind, reduziert.
[0011] Klemmstücke und/oder Formelemente zur Fixierung und/oder Verformung des Schlauches
können zweiteilig und schnell demontierbar ausgeführt werden, so dass sich durch die
Schläuche jede Düse mit Düsenkanal einzeln austauschen lässt. Verschleißteilkosten
und Wartungsaufwand werden somit reduziert.
[0012] Der Strömungswiderstand in den Düsenkanälen wird durch die Reduzierung von Übergängen
zwischen verschiedenen Bauteilen und der Vergrößerung von Bogenradien reduziert. Die
Effizienz der Blaseinrichtung wird somit verbessert.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1a
- Schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Anlage zum Sortieren von
Objekten;
- Fig. 1b
- schematische Darstellung eines anderen Ausführungsbeispiels einer Anlage zum Sortieren
von Objekten;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Querschnittes einer Blaseinrichtung;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Querschnittes einer Düse;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht der Düse.
[0015] Anlagen (insbesondere Recyclinganlagen) zum Sortieren von Objekten, insbesondere
Partikeln, werden beispielsweise zum Sortieren von Müll, Schlacke, Altglas usw. verwendet,
um Wertstoffe, beispielsweise Metalle (Aluminium, Kupfer, usw) und/oder Nichtmetalle
(Kunststoffe usw.) zu trennen.
[0016] Eine Anlage 01zum Sortieren von Objekten 02, 03, insbesondere Partikeln (insbesondere
in mindestens zwei Fraktionen), weist mindestens eine erste Förderstrecke 04, insbesondere
Transporteinrichtung 04, vorzugsweise mindestens eine zweite Förderstrecke 06, insbesondere
Transporteinrichtung 06 und/oder einen Behälter 05, vorzugsweise mindestens eine dritte
Förderstrecke 07, insbesondere Transporteinrichtung 07 und/oder Behälter 05, vorzugsweise
mindestens eine Sensoreinrichtung 08 und mindestens eine Blaseinrichtung 09 auf. In
dieser Anlage 01 können auch mehrere Sensoreinrichtungen vorgesehen sein, beispielsweise
kann eine Sensoreinrichtung 08 (z.B. optisch) oberhalb und/oder eine andere Sensoreinrichtung
(z.B. magnetisch) unterhalb der ersten Transporteinrichtung 04 angeordnet sein.
[0017] Die mindestens eine Blaseinrichtung 09 zum Ausblasen von Objekten 02, 03, insbesondere
Partikeln, aus einem Strom von Objekten 02, 03, insbesondere Partikeln, (insbesondere
Materialgutstrom) ist insbesondere in einer Anlage zum Sortieren von Objekten 02,
03 vorzugsweise hinter einer Förderstrecke 04 und/oder Freifallstrecke angeordnet.
[0018] Die Förderstrecken 04, 06, 07, insbesondere Transporteinrichtungen 04, 06, 07 definieren
jeweils eine Transportstrecke mit einer Transportrichtung 04, 06, 07 und weisen beispielsweise
ein Transportband und/oder eine wahlweise schwingende Materialrutsche auf. Insbesondere
ist mindestens ein Trennelement 11 der ersten Förderstrecke 04, insbesondere Transporteinrichtung
04, nachgeordnet und der zweiten Förderstrecke 06, insbesondere Transporteinrichtung
06, und/oder dritten Förderstrecke 07, insbesondere Transporteinrichtung 07 und/oder
Behältern 05 vorgeordnet. Die Blaseinrichtung 09 ist ebenfalls der ersten Förderstrecke
04, insbesondere Transporteinrichtung 04 nachgeordnet und der zweiten Förderstrecke,
insbesondere Transporteinrichtung 06, und/oder dritten Förderstrecke, insbesondere
Transporteinrichtung 07, und/oder Behältern 05 vorgeordnet. Die Blaseinrichtung 09
weist eine Mehrzahl von nebeneinander (quer und/oder senkrecht zu der Förderrichtung
der ersten Förderstrecke 04 und/oder der Förderrichtung der Objekte 02, 03) angeordneten
Düsen 12 auf. Die Düsen 12 sind wahlweise in mindestens zwei Düsenreihen angeordnet,
wobei die Düsen 12 (insbesondere deren Düsenöffnungen) einer zweiten oder dritten
Düsenreihe in Förderrichtung hinter den Düsen 12 der vorhergehenden Düsenreihe oder
quer zur Förderrichtung versetzt zu den Düsen 12 der vorhergehenden Düsenreihen angeordnet
sein können. Bevorzugt sind zwei Düsenreihen vorgesehen, wobei die Düsen 12 der zweiten
Reihe einen halben Düsenabstand versetzt zur ersten Düsenreihe angeordnet sind. Diese
Düsen 12 werden mittels mindestens eines Ventils 13 über mindestens eine Leitung 14
zumindest zeitweise mit einem Fluid, vorzugsweise Druckluft, beaufschlagt. Dieses
mindestens eine Ventil 13 ist eingangsseitig mit einer Fluidquelle 16 verbunden. Vorzugsweise
ist jeder Düse 12 ein eigenes Ventil 13 zugeordnet. Dieses mindestens eine Ventil
13, insbesondere Magnetventil, wird mittels einer Steuereinrichtung 17 in Abhängigkeit
von Signalen der Sensoreinrichtung 08 betätigt.
Aufgrund der Signale der Sensoreinrichtung 08 werden vorzugsweise Position und Eigenschaften
und/oder Art von auf der ersten Transporteinrichtung 04 befindlichen Objekten 02,
03 vorzugsweise mittels der Steuereinrichtung 17 ermittelt. Die Objekte 02, 03 verlassen
nach der Sensoreinrichtung 08 vorzugsweise die erste Förderstrecke 04, insbesondere
Transporteinrichtung 04 und gehen insbesondere in einen freien Fall über. In dem Bereich
des freien Falls sind vorzugsweise die Düsen 12 angeordnet, so dass die Objekte 02,
03 jeweils in den Wirkbereich des aus den Düsen 12 austretenden Fluids gelangen und/oder
gelangen können. Die Steuereinrichtung 17 betätigt dann wahlweise ein oder mehrere
Ventile 13 zum Austritt von Fluid aus zugeordneten Düsen 12. Durch dieses aus den
ausgewählten Düsen 12 austretende Fluid wird mindestens ein Objekt 02 mit einer Kraft
und/oder Impuls beaufschlagt. Dadurch wird das mindestens eine Objekt 02 abgelenkt,
insbesondere verändert sich die Flugbahn des Objektes 02. Insbesondere ist die Trenneinrichtung
11 zwischen einer ersten Flugbahn von unbeeinflussten Objekten 03 und einer zweiten
Flugbahn von durch den Einfluss des Fluids beeinflussten Objekten 02 angeordnet. Die
unbeeinflussten Objekte 03 werden von der dritten Transporteinrichtung 07 und/oder
die vom Fluid beeinflussten Objekte 02 werden von der zweiten Transporteinrichtung
06 erfasst und vorzugsweise jeweils einem Behälter 05 zugeführt. Auch können die unbeeinflussten
Objekte 03 ohne weitere Transporteinrichtungen direkt einem Behälter 05 und/oder die
die beeinflussten Objekte 02 ohne weitere Transporteinrichtungen direkt einem anderem
Behälter 05 zugeführt werden.
[0019] Die mindestens eine Leitung 14 zwischen Ventil 13 und der jeweiligen Düse 12 der
Blaseinrichtung 09 ist als Schlauch 14 ausgebildet. Dieser Schlauch 14 bildet gleichzeitig
die Düse 12 und erstreckt sich zumindest von einem Fluideintritt 18 bis zu einem Düsenaustritt
19. Insbesondere erstreckt sich der Schlauch 14 vom Düsenaustritt 19 bis zu einem
Anschlusselement 15 des zugeordneten Ventils 13. Es ist insbesondere ein einziger,
unterbrechungsloser Schlauch 14 vom Düsenaustritt 19 bis zu einem Anschlusselement
15 des zugeordneten Ventils 13 angeordnet. Der Schlauch 14 weist vorzugsweise entlang
seiner gesamten Länge keine Krümmung oder einen Krümmungsradius größer 20 mm auf.
Vorzugsweise weist der Schlauch 14 eine konstante Wanddicke auf und/oder besteht aus
einem verformbaren und/oder verschleißfesten Material, vorzugsweise aus Kunststoff,
insbesondere Polyurethan (PUR) oder Nitrilkautschuk (NBR) oder Polyvinylchlorid (PVC).
Gängige Prüfverfahren für die Verschleißfestigkeit sind ein Abriebtest nach DIN ISO
4649, oder der sogenannte Sand Slury Test, wobei in der Regel Kunststoffe und Elastomere
mit Stahl verglichen werden und teils deutlich weniger Materialabtrag aufweisen. Als
Maß für die Verschleißfestigkeit von Metallen und Keramiken, dient meist die Härte.
(Meist Härteprüfung nach Vickers DIN EN ISO 6507). Bei den relevanten Verschleißmechanismen
führt hier eine höhere Härte zu einem geringeren Verschleiß.
[0020] Mehrere Ventile 13 können zu einem Ventilblock und/oder einer Ventilleiste zusammengefasst
sein. Von diesem Ventilblock und/oder dieser Ventilleiste können jeweils zwei Ventile
Y-förmig auf einen Schlauch 14 und/oder Schlauchanschluss eines Schlauches 14 zusammengeführt
werden. Dieser Ventilblock und/oder diese Ventilleiste ist mittels einer Leitung 20,
insbesondere Zuluftleitung mit der Fluidquelle 16 verbunden. Bei Einsatz von Spülluft
ist vorzugsweise in jedem Schlauch 14 oder in jeden Luftkanal des Ventilblocks und/oder
dieser Ventilleiste eine kleine Querbohrung eingebracht, die in ein gemeinsames Druckluftreservoir
mündet, in dem ein geringer Überdruck zum Umgebungsdruck anliegt. Wahlweise können
beispielsweise 3/2 Wege-Ventile als Hauptventile oder noch ein zusätzliches Ventil
zur Beaufschlagung von Spülluft vorgesehen sein.
[0021] Die Düsen 12 sind in mindesten einem Düsenträger 21 angeordnet und/oder ausgebildet.
In einer Seite des Düsenträgers 21 ist ein Düsenaustritt 19 des jeweiligen Schlauches
14 angeordnet. Der jeweilige Schlauch 14 ist über eine gegenüberliegende Seite des
Düsenträgers 21 hinausgehend angeordnet.
Der mindestens eine Düsenträger 21 kann beispielsweise aus zwei Teilen gebildet sein,
wobei in diesen beiden Teilen in zusammengefügten Zustand eine Mehrzahl von Öffnungen
zur Aufnahme der die Düsen 12 bildenden Schläuche 14 angeordnet sind. Diese Öffnungen
können als Bohrungen und/oder als Fräsungen, insbesondere als Formfräsungen ausgebildet
sein. Auch sind beispielsweise 3D-Druck, Lasersintern oder Kaltumformung mögliche
Verfahren.
Die Schläuche 14 sind in diesem Düsenträger 21 reibschlüssig und/oder formschlüssig
und/oder stoffschlüssig (beispielsweise geklebt) befestigt.
Die Befestigung der Schläuche 14 kann beispielsweise vor der jeweiligen Düse erfolgen
und erstreckt sich vorzugsweise über eine Länge die größer ist als die Länge der jeweiligen
Düse 14.
Eine formschlüssige Verbindung kann z.B. in Form eines Schneidrings, einer kleinen
scharfen Kante oder kleinen Spitzen ausgeführt werden, die leicht in den Schlauch
14 einschneiden, diesen aber nicht funktionell beschädigen.
Vorzugsweise endet der jeweilige Schlauch 14 am Düsenaustritt 19 bündig oder mit einem
kleinen Überstand (z.B. 1 mm bis 30 mm) mit einer Oberfläche des Düsenträgers 21.
Auch kann der Schlauch 14 am Düsenaustritt 19 (vorzugsweise gegen die Förderrichtung
ansteigend) abgeschrägt sein, um beispielsweise Schmutzeintrag zu vermindern.
[0022] Dieser beispielsweise mehrteilige Düsenträger 21 ist vorzugsweise an einem Grundträger
22 angeordnet, wobei der Grundträger 22 beispielsweise Öffnungen zur Durchführung
der Schläuche 14 aufweist. Der mehrteilige Düsenträger 21 ist vorzugsweise mit dem
Grundträger 22 lösbar verbunden, beispielsweise verschraubt. Der Düsenträger 21 und/oder
der Grundträger 22 bestehen vorzugsweise aus korrosionsbeständigem Metall, insbesondere
besteht der Düsenträger 21 vorzugsweise aus rostfreiem Stahl (Edelstahl) und/oder
der Grundträger 22 vorzugsweise aus Aluminium.
[0023] Die Düse 12 weist zwischen Fluideintritt 18, insbesondere Düseneintritt und Düsenaustritt
19 insbesondere einen Düsenbereich 23 mit kleinerer Düsenquerschnittsfläche als am
Düsenaustritt 19, insbesondere eine Einschnürung auf. Vorzugsweise ist die Düse 12
kreisförmig ausgebildet, so dass ein Durchmesser (1 mm bis 8 mm) im Bereich des Düsenbereichs
23 kleiner als ein Durchmesser (2 mm bis 10 mm) des Düsenaustritts 19 ist. Ein Verhältnis
von Düsenquerschittsfläche am Düsenaustritt 19 und Düsenquerschittsfläche im eingeschränkten
Düsenbereich 23 beträgt vorzugsweise 1,05 bis 2. Der Überdruck im Schlauch 14 ist
in der Regel größer als 1 bar, insbesondere größer als 1,5 bar. Der Düsenbereich 23
mit kleinerer Düsenquerschnittsfläche ist als eine Verjüngung ausbildet, so dass die
Düse 12 als Lavaldüse und/oder Überschalldüse und/oder Venturidüse ausgebildet ist.
Bei dieser Art von Düse 12 verengt sich der Querschnitt zunächst und weitet sich anschließend,
wobei der Übergang von einem zum anderen Teil stetig erfolgt. Die Querschnittsfläche
ist üblicherweise an jeder Stelle kreis- oder oval- oder ellipsenförmig.
[0024] Zur Ausbildung dieser Lavaldüse und/oder Überschalldüse und/oder Venturidüse ist
mindestens ein Formelement 24 vorgesehen, welches zumindest auf einen Teil einer Außenfläche
des Schlauches 14 wirkt und diesen Schlauch 14 zumindest im Bereich des Formelementes
24 vorzugsweise reversibel verformt. Insbesondere kann dieses mindestens eine Formelement
24 mehrteilig sein. Durch dieses mindestens eine Formelement 24 wird eine Verkleinerung
der Innenquerschnittsfläche des Schlauches 14 bewirkt. Ein Ende des Schlauches 14
ist daher vorzugsweise als Lavaldüse und/oder Überschalldüse und/oder Venturidüse
ausgebildet. Beispielsweise ist das Profil dieses Formelementes 24 oder der Formelemente
24 ungleich (beispielsweise nur angenähert) dem Profil der Innenfläche des Schlauches
14, d.h. dem Profil der Lavaldüse und/oder Überschalldüse und/oder Venturidüse. Der
effektive Strömungskanal der Lavaldüse und/oder Überschalldüse und/oder Venturidüse
ist durch die elastische und/oder plastische Verformung des Schlauches 14 ausgebildet.
Auch kann zur Ausbildung dieser Lavaldüse und/oder Überschalldüse und/oder Venturidüse
die Düsengeoemetrie, insbesondere Lavalgeometrie im Schlauch direkt abgeformt sein
(Schlauch ist dazu in eine Form gegossen oder nach einem kontinuierlichen Herstellungsprozess
umgeformt). In einer Ausführungsform kann die Innenquerschnittsfläche nicht kreisförmig
ausgebildet sein, sondern beispielsweise oval- oder ellipsenförmig. Dies erfolgt insbesondere
mittels Formelementen 24 durch eine verstärkte Einschnürung von zwei, drei oder vier
Seiten, wobei z.B. eine stärkere Einschnürung von zwei Seiten einen im wesentlichen
ovalen Querschnitt des Schlauches zur Folge hat. Bevorzugt wird diese Variante bei
großen Querschnittsverhältnissen und/oder Einschnürungen verwendet.
Beispielsweise kann eine Größe der Innenquerschnittsfläche der Lavaldüse und/oder
Überschalldüse und/oder Venturidüse variabel ausgebildet sein, womit beispielsweise
ein optimaler Betriebspunkt der Lavaldüse und/oder Überschalldüse und/oder Venturidüse
für einen anliegenden Druck eingestellt werden kann. Diese Größe der Innenquerschnittsfläche
(z.B. Einschnürung) im eingeschränkten Düsenbereich kann beispielsweise durch das
mindestens eine Formelement 24 (insbesondere durch Form und/oder Position und/oder
Anzahl) verstellbar sein.
Insbesondere wird während des Blasvorganges die Düse 12 durch das Fluid nicht wesentlich
(kleiner 0,1 mm) verformt.
[0025] Vorzugsweise weist der Düsenträger 21 dieses mindestens eine Formelement 24 auf,
wobei diese Formelement 24 vorzugsweise zusätzlich der Befestigung des Schlauches
24 am Düsenträger 21 dient. Dieses mindestens eine Formelement 24 kann als Einsatzstück
im Düsenträger 21 angeordnet sein oder im Düsenträger 21 selbst ausgebildet sein.
Beispielsweise weist der mehrteilige Düsenträger 21 Teile dieses mehrteiligen Formelementes
24 auf, welches durch Bohren oder Formfräsen in den Düsenträger 21 eingeformt wurde.
Bei einer einteiligen Ausführung des Düsenträgers 21 weist dieser beispielsweise eine
oder mehrere Formbohrungen auf die zumindest punktuell einen kleineren Durchmesser
als der Außendurchmesser des Schlauches 14 haben und in die der Schlauch 14 eingeschoben
/ eingepresst wird.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 01
- Anlage
- 02
- Gegenstand
- 03
- Gegenstand
- 04
- Förderstrecke, Transporteinrichtung, erste
- 05
- Behälter
- 06
- Förderstrecke, Transporteinrichtung, zweite
- 07
- Förderstrecke, Transporteinrichtung, dritte
- 08
- Sensoreinrichtung
- 09
- Blaseinrichtung
- 10
- -
- 11
- Trennelement
- 12
- Düse
- 13
- Ventil
- 14
- Schlauch, Leitung
- 15
- Anschlusselement
- 16
- Fluidquelle
- 17
- Steuereinrichtung
- 18
- Fluideintritt
- 19
- Düsenaustritt
- 20
- Leitung
- 21
- Düsenträger
- 22
- Grundträger
- 23
- Düsenbereich
- 24
- Formelement
1. Blaseinrichtung (09) zum Ausblasen von Objekten (02, 03) aus einem Strom von Objekten
(02, 03), wobei die Blaseinrichtung (09) mindestens eine Düse (12) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Düse (12) als Schlauch (14) ausgebildet ist und dass der Schlauch
(14) als Lavaldüse und/oder Überschalldüse und/oder Venturidüse ausgebildet ist.
2. Blaseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (14) sich von einem Düsenaustritt (19) der mindestens einen Düse (12)
bis zu einem Anschlusselement eines der mindestens einen Düse (12) zugeordneten Ventils
(13) erstreckt.
3. Blaseinrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blaseinrichtung (09) mindestens einen Düsenträger (21) aufweist und dass in dem
mindestens einen Düsenträger (21) eine Mehrzahl von Düsen (12) nebeneinander angeordnet
ist.
4. Blaseinrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2 und/oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung dieser Lavaldüse und/oder Überschalldüse und/oder Venturidüse mindestens
ein Formelement (24) vorgesehen ist, welches zumindest auf einen Teil einer Außenfläche
des Schlauches (14) wirkt und diesen Schlauch (14) zumindest im Bereich des Formelementes
(24) verformt.
5. Blaseinrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2 und/oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung dieser Lavaldüse und/oder Überschalldüse und/oder Venturidüse die
Düsengeometrie im Schlauch (14) direkt abgeformt ist.
6. Blaseinrichtung nach Anspruch 1 und/oder 4 und/oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verhältnis von Düsenquerschnittsfläche am Düsenaustritt (19) und Düsenquerschnittsfläche
in einem eingeschränkten Düsenbereich (23) 1,05 bis 2 beträgt.
7. Blaseinrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2 und/oder 3 und/oder 4 und/oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (14) aus Kunststoff, insbesondere Polyurethan, oder PVC besteht.
8. Blaseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Seite des Düsenträgers (21) ein Düsenaustritt (19) des jeweiligen Schlauches
(14) angeordnet ist und dass der jeweilige Schlauch (14) über eine gegenüberliegende
Seite des Düsenträgers (21) hinausgehend angeordnet ist.
9. Blaseinrichtung nach Anspruch 3 und/oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Schlauch (14) in diesem mindestens einem Düsenträger (21) reibschlüssig
und/oder formschlüssig und/oder stoffschlüssig befestigt ist.
10. Blaseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Schlauch (14) vor der jeweiligen Düse (12) und/oder über eine Länge,
die größer ist als die Länge der jeweiligen Düse (14), befestigt ist
11. Blaseinrichtung nach Anspruch 3 und/oder 7 und/oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Düsenträger (21) mehrteilig ist und dass der mindestens eine
Düsenträger (21) an einem Grundträger (22) angeordnet ist.
12. Blaseinrichtung nach Anspruch 4 und 3 und/oder 7 und/oder 8 und/oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Düsenträger (21) dieses mindestens eine Formelement (24) aufweist.
13. Blaseinrichtung nach Anspruch 1 und/oder 4 und/oder 5 und/oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Innenquerschnittsfläche in einem eingeschränkten Düsenbereich verstellbar ist.
14. Blaseinrichtung nach Anspruch 4 und 3 und/oder 7 und/oder 8 und/oder 11 und/oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Düsenaustritt (19) der mindestens einen Düse (12) zu der Oberfläche des Düsenträgers
(21) einen Überstand, insbesondere 1 bis 30 mm, aufweist und/oder abgeschrägt ist.