[0001] Die Erfindung betrifft eine Exzenterschneckenpumpe zur Förderung von mit Feststoffen
beladenen Flüssigkeiten, mit einem schraubenförmig gewundenen Rotor, einem konischen
Stator, mit einem Einlass und einem Auslass, in dem der Rotor drehbar um eine Längsachse
des Stators angeordnet ist, und der eine mit dem Rotor korrespondierende schraubenförmige
Innenwand aufweist, wobei der Rotor eine sich zum Auslass oder Einlass hin verjüngende,
vorzugsweise konische, Form und/oder eine sich verändernde Exzentrizität aufweist
und wobei Rotor und Stator derart zueinander angeordnet und ausgebildet sind, dass
wenigstens eine Kammer gebildet ist, die zur Förderung der Flüssigkeiten dient, und
die Kammer durch eine Verengung, insbesondere Dichtlinie, abgetrennt ist. Die Erfindung
betrifft ferner ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Exzenterschneckenpumpe.
[0002] Exzenterschneckenpumpen der eingangs genannten Art sind seit einigen Jahren bekannt
und werden insbesondere dazu eingesetzt, mit Feststoff beladene Flüssigkeiten, abrasive
Flüssigkeiten, oder allgemein Flüssigkeiten mit hoher Viskosität schonend zu fördern
und zu dosieren. Sie nutzen einen ein- oder mehrgängigen schraubenförmigen Rotor,
der in einer korrespondierenden zwei- oder mehrgängigen Kammer eines Stators angeordnet
ist und in diesem rotiert. Die Rotation der Schnecke erfolgt bei einer Exzenterschneckenpumpe
um eine Schneckenrotationsachse, die ihrerseits um eine in der Regel parallel zu ihr
liegende Statorlängsachse rotiert, was in einer exzentrisch auf einer Kreisbahn geführten
Rotationsbewegung der Schnecke resultiert und woraus die Bezeichnung "Exzenter"schneckenpumpe
abgeleitet ist. Der Antrieb der Schnecke einer Exzenterschneckenpumpe erfolgt dabei
häufig durch eine Taumelwelle, die durch eine an beiden Enden mit Kardangelenken versehene
Welle zwischen dem Antriebsmotor und dem Rotor gebildet wird. Durch entsprechende
Gestaltung des Außenprofils des Rotors und des Innenprofils des Stators ergibt sich
eine Verengung, insbesondere Dichtlinie, die die wenigstens eine Kammer, vorzugsweise
aber einzelne Kammern einer Mehrzahl an Kammern, gegeneinander dichtet. Der Rotor
und der Stator können im direkten Kontakt zueinander stehen und eine Dichtlinie ausbilden,
oder auch in der Verengung einen die Kammern trennenden Dichtspalt besitzen. In der
Regel ist dabei der Rotor als eingängige Schnecke ausgebildet und der Stator als zweigängige
Schnecke mit einer doppelten Steigung, wodurch sich die Abdichtung der einzelnen Kammern
ergibt.
[0003] Aus
DE2632716 ist eine Schneckenpumpe vorbekannt, die eine konische Schnecke und einen konischen
Druckmantel aufweist. Bei dieser Ausführungsform weist die Schnecke eine Konizität
von ca. 30° Konuswinkel auf, womit eine Erhöhung des Förderdrucks über eine kurze
Schneckenlänge erreicht werden soll. Schnecke und Druckmantel sind dabei relativ zueinander
axial beweglich, indem der Druckmantel in einer Hülse axial beweglich geführt ist.
Hierdurch soll ein Druck konstant gehalten werden, indem der Druckmantel unter der
Einwirkung des Flüssigkeitsdruck auf ein Ringteil des Druckmantels in der Pumpe verschoben
wird. Systematisch kann aber durch eine Druckerhöhung am Ausgang nur eine vertikale
Zustellung und damit Anpressung des Druckmantels an die Schnecke bewirken. Nachteilig
an diesem vorbekannten System ist zudem, dass es in der Zielsetzung alleinig auf die
Konstanz des erhöhten Drucks ausgelegt sein soll, der durch die Querschnittsflächenverringerung
in Förderrichtung des konischen Pumpenspalts erzeugt wird und keine Axialverschiebung
in Abhängiglkeit anderer Einflussgrößen ermöglicht.
[0004] Aus
AT223042 ist ebenfalls eine Schneckenpumpe vorbekannt, die einen konischen Stator und Rotor
aufweist. Mittels einer zwischen den Rotor und die Abtriebswelle eingesetzte Schraubhülse
kann bei dieser Schneckenpumpe der Rotor axial in Bezug auf den Stator verstellt werden,
indem ein Benutzer bei stillstehender Pumpe durch ein Handloch die Hülse manuell mittels
eines Werkzeugs verdreht. Hierdurch kann sowohl ein Klemmen als auch ein zu großes
Speil zwischen dem Stator und dem Rotor, hervorgerufen durch ein Quellen des Stators
bzw. einen Verschleiß von Rotor und/oder Stator, ausgeglichen werden.
[0005] Aus
DE 102015112248 A1 ist eine Exzenterschneckenpumpe vorbekannt, bei der die Spaltgeometrie zwischen Rotor
und Stator veränderbar ist, indem die Vorspannung des Stators nachgestellt wird. Eine
erhöhte Vorspannung bewirkt dabei eine Verpressung des als Elastomerteil ausgebildeten
Stators und kann hierdurch die Spaltgeometrie verringern. Nachteilig an dieser Exzenterschneckenpumpe
ist jedoch, dass die Elastomerdicken des Stators sowohl in Umfangsrichtung als auch
in Längsrichtung bedingt durch dessen Geometrie unterschiedlich sind und daher eine
erhöhte Vorspannung zu einer ungleichmäßigen elastischen Verformung führt. Ein zuverlässiger
Betrieb der Exzenterschneckenpumpe ist daher nicht gewährleistet und durch die ungleichmäßige
Spaltgeometrie, die mit dieser Verstellung kann lokal erhöhter Verschleiß erzeugt
werden.
[0006] DE 102014117483 A1 offenbart eine verstellbare Pumpeneinheit für eine Exzenterschneckenpumpe. Der Stator
ist für deren Einstellung zumindest teilweise aus einem elektro- und/oder temperaturaktiven
Material gebildet und/oder mit mindestens einem elektro- und/oder temperaturaktiven
Mittel gekoppelt oder ausgestattet, wobei die Mittel als Sensoren einsetzbar sind,
sodass Parameter der Verdrängungspumpe mittels einer Steuervorrichtung basierend auf
den Sensoren eingestellt werden können. Darüber hinaus kann der Stator beim Aktivieren
der elektroaktiven Mittel je nach Konfiguration in eine gewünschte Richtung bewegt
werden.
[0007] Bei Exzenterschneckenpumpen sind zudem konische Exzenterschneckenpumpen bekannt,
da diese sowohl eine einfache Montage erlauben als auch ein Nachstellen des Rotors
in Bezug auf den Stator bei Verschleiß. Eine solche Exzenterschneckenpumpe ist beispielsweise
aus
WO 2010/100134 A2 bekannt. Dieses Dokument schlägt, um Verschleiß vorzubeugen, bzw. auszugleichen,
eine Exzenterschneckenpumpe mit einem konischen Rotor vor, die derart ausgebildet
ist, dass die einzelnen Kammern alle das gleiche Volumen aufweisen. Bilden sich dann
im Betrieb Verschleißerscheinungen, insbesondere sogenannte Kavitationen, ist es möglich,
den Rotor in Bezug auf den Stator axial so zu verschieben, dass die Kammervolumina
wieder gleich groß sind und Dichtigkeit erreicht wird.
[0008] Ein Nachteil an diesen bekannten Lösungen ist, dass diese Lösungen allein bereits
entstandenen Verschleiß an dem Stator ausgleichen kann, indem der Rotor verschoben
wird. Das Auftreten von Verschleiß als solches kann die aus dem Stand der Technik
bekannte Schneckenpumpe und Exzenterschneckenpumpe nicht verhindern.
[0009] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Exzenterschneckenpumpe
der eingangs genannten Art anzugeben, die nicht nur das Ausgleichen von entstandenem
Verschleiß, sondern bereits die Entstehung von Verschleiß reduziert und so die Lebensdauer
der Exzenterschneckenpumpe erhöht und den Wartungsaufwand verringert.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einer Exzenterschneckenpumpe der eingangs genannten Art durch
den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Dabei weist die Erfindung eine Verstelleinrichtung
zum Verstellen einer axialen Relativposition von Rotor und Stator auf, die dazu ausgebildet
ist, die Spaltgeometrie zwischen Rotor und Stator zu optimieren, indem sie dazu eingerichtet
ist die Verengung zwischen Rotor und Stator zu erweitern.
[0011] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Spaltgeometrie, also die Geometrie
der Verengung, die die Kammer(n) abtrennt, einerseits wichtig ist, um die Dichtung
ausreichend auszubilden, sodass ein Pumpen möglich ist, andererseits herrscht im Betrieb
der Exzenterschneckenpumpe Reibung, wodurch sich die einzelnen Teile, insbesondere
Rotor und Stator erhitzen und aufgrund der Materialdehnung dann eine Vorspannung zwischen
Rotor und Stator erhöht wird, oder die Verengung zu klein wird. Die erhöhte Vorspannung
führt dann zu weiterem Verschleiß.
[0012] Die Erfindung hat erkannt, dass sich jeder Verschleiß vermeiden lässt, oder reduzieren
lässt, wenn im Betrieb die Verengung erweitert wird und dadurch die Spaltgeometrie
an die Betriebsbedingungen angepasst und so optimiert werden kann. Daher schlägt die
vorliegende Erfindung eine Verstelleinrichtung vor, die dazu ausgebildet ist, die
Verengung zwischen Rotor und Stator zu erweitern. Wird die Verengung wieder erweitert,
herrscht ein Kontakt mit geringerer Vorspannung oder kein Kontakt, und dadurch weniger
Reibung zwischen Rotor und Stator, was wiederum zu geringerem Verschleiß führt. Beim
Pumpen von Flüssigkeit ist zudem ein Kühleffekt vorhanden, sodass sich bei verringerter
Vorspannung die Teile wieder abkühlen können. Hierdurch ist es beispielsweise auch
möglich, bei einem Anlauf der Exzenterschneckenpumpe einen größeren Spalt einzustellen,
um die Reibung im trockenen Zustand gering zu halten. Auch ist es möglich die Exzenterschneckenpumpe
energiesparend zu betreiben, durch Einstellen auf den optimalen Gesamtwirkungsgrad
unter Berücksichtigung des volumetrischen Wirkungsgrads und der Reibungsverluste.
Eine nur geringe Erweiterung der Verengung bietet sich hingegen bei scherempfindlichen
Medien an. Durch die Erfindung lässt sich die Exzenterschneckenpumpe also auf die
jeweils geförderten Medien einstellen.
[0013] Der Rotor weist eine sich zum Auslass oder Einlass hin verjüngende Form auf. Die
Form ist bestimmt durch die Hüllkurve, die den Rotor einschließt. Die Form ist vorzugsweise
konisch. Der Rotor weist also einen Durchmesser auf, der in Richtung des Auslasses
oder des Einlasses geringer wird. Vorzugsweise verjüngt sich der Rotor linear. Es
ist aber auch bevorzugt, dass der Rotor eine sich nach einer vorgegebenen Funktion
verjüngende Form aufweist, beispielsweise eine Funktion des 2., 3., oder 4., Grades.
Der Durchmesser nimmt dann progressiv oder degressiv ab. Dies hat je nach Belastung
des Rotors Vorteile, um übermäßigen Verschleiß zu vermeiden. Die Wahl, ob sich der
Rotor zum Einlass oder Auslass hin verjüngt ist insbesondere abhängig von strukturellen
Rahmenbedingungen, und sollte von der Art der Montage abhängig gemacht werden. Die
Richtung der Verjüngung bestimmt die Richtung, in der der Rotor in den Stator eingesetzt
wird.
[0014] Alternativ oder zusätzlich weist der Rotor eine sich in Richtung des Einlasses oder
des Auslasses verändernde Exzentrizität auf. Die Exzentrizität verändert sich vorzugsweise
linear, d.h. nimmt linear zu oder ab. Es ist aber auch bevorzugt, dass der Rotor eine
sich nach einer vorgegebenen Funktion verändernde Exzentrizität aufweist, beispielsweise
eine Funktion des 2., 3. oder 4. Grades. Die Exzentrizität nimmt dann progressiv oder
degressiv ab.
[0015] Der Stator ist in beiden Fällen an den Rotor angepasst und weist folglich eine korrespondierende
innere Kontur auf.
[0016] Grundsätzlich ist es bevorzugt, dass die Verjüngung und/oder die sich in Längsrichtung
ändernde Exzentrizität des Rotors in Förderrichtung so gering ist, dass hierdurch
keine nennenswerte Verringerung des Spaltquerschnitts in der Förderrichtung bewirkt
wird, um eine unerwünschte Druckerhöhung zu vermeiden. Dies kann beispielsweise erreicht
werden, indem die Verjüngung so gewählt wird, dass zwei die Umhüllende in einem Längsschnitt
beidseits mittelnde Geraden einen Konuswinkel von weniger als 20°, vorzugsweise weniger
als 10° und insbesondere weniger als 5° zueinander bilden. Insbesondere ist es bevorzugt,
dass der durch die Verjüngung verursachte Flächenunterschied zwischen der Spaltquerschnittsfläche
im Auslass des Stators zu der Spaltquerschnittsfläche im Einlass des Stators weniger
als 10%, vorzugsweise weniger als 5% der Spaltquerschnittsfläche im Einlass des Stators
beträgt.
[0017] Auch bei einer sich ändernden Exzentrizität bei konstantem Durchmesser ist es möglich
durch eine axiale Verschiebung eine Verengung zu erweitern. Ein Abschnitt des Rotors
mit kleinerer Exzentrizität kann so in einer Abschnitt des Stators mit größerer Exzentrizität
gebracht werden, wodurch die Verengung erweitert wird. Auch eine Kombination aus einem
sich verjüngenden Rotor und einem Rotor mit sich verändernder Exzentrizität ist bevorzugt.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Verstelleinrichtung dazu eingerichtet,
die Verengung zwischen Rotor und Stator so weit zu erweitern, dass ein Leckagespalt
zwischen Rotor und Stator ausgebildet ist. In diesem Fall ist Verengung nicht durch
einen Kontakt zwischen Rotor und Stator gebildet, sondern durch einen geringen Spalt,
den Leckagespalt, der immer noch eine gewisse Dichtung bereitstellt. In diesem Fall
nimmt zwar die Förderrate ab, aber aufgrund des nicht mehr vorhandenen physischen
Kontakts zwischen Rotor und Stator und des Flüssigkeitsfilms zwischen diesen Teilen,
findet eine weitergehende Kühlung statt und Verschleiß ist weiter verringert. Es kann
vorgesehen sein, dass ein solcher Leckagespalt nicht permanent im Betrieb vorhanden
ist, sondern nur bei oder nach besonderen Belastungen eingestellt wird.
[0019] Weiterhin ist bevorzugt, dass die Verstelleinrichtung dazu eingerichtet ist, die
Erweiterung der Verengung in Abhängigkeit von einem oder mehreren vorbestimmten Betriebsparametern
durchzuführen. Es ist beispielsweise denkbar, dass eine Erweiterung der Verengung
automatisch nach einer gewissen Betriebsdauer eingestellt wird. Auch ist es denkbar,
die Leistungsaufnahme eines Antriebsmotors zu messen und bei steigender Leistungsaufnahme,
die Verengung zu erweitern. Bevorzugt findet die Erweiterung der Verengung in Abhängigkeit
von mehreren Betriebsparametern statt. Zwar ist es ebenfalls denkbar und bevorzugt,
nur einen einzigen Betriebsparameter zu verwenden, aber durch die Verwendung mehrerer
Betriebsparameter kann Verschleiß effektiver verringert werden.
[0020] Besonders bevorzugt ist einer der Betriebsparameter, die Temperaturen des Stators
und/oder des Rotors. Bevorzugt wird die Temperatur des Stators gemessen. Hierzu weist
die Exzenterschneckenpumpe vorzugsweise wenigstens einen Sensor auf, der in oder an
dem Stator angeordnet ist und die Temperatur des Stators misst. Bevorzugt wird die
Temperatur an mehreren Stellen gemessen, um so Verschleiß besonders effektiv verringern
zu können. Bevorzugt findet eine kontinuierliche Erweiterung der Verengung in Abhängigkeit
der Temperatur statt. Alternativ sind eine oder mehrere Schwellwerte vorbestimmt,
und bei Überschreiten des einen oder der mehreren Schwellwerte wird eine stufenweise
Erweiterung der Verengung durchgeführt.
[0021] Vorzugsweise ist einer, insbesondere ein weiterer der Betriebsparameter, das geförderte
Flüssigkeitsvolumen. Vorzugsweise ist das geförderte Flüssigkeitsvolumen das Flüssigkeitsvolumen
pro Umdrehung. Nimmt das geförderte Flüssigkeitsvolumen pro Umdrehung ab, bedeutet
dies, dass mehr Gas oder Luft gefördert wird. Bei Förderung von Gas oder Luft ist
der Kühleffekt, den das Medium auf die Exzenterschneckenpumpe ausübt, geringer als
bei Förderung einer Flüssigkeit. Daher ist es bevorzugt in diesem Fall ebenfalls die
Verengung zu Erweitern, um Verschleiß vorzubeugen. Zu diesem Zweck ist es denkbar,
dass an dem Einlass oder dem Auslass des Stators ein Durchflussmesser angeordnet ist.
[0022] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist einer der Betriebsparameter
ein Flüssigkeitsstand am Einlass des Stators. Bevorzugt sind hierzu ein Flüssigkeitssensor
oder mehrere Flüssigkeitssensoren vorgesehen. Es kann bevorzugt sein, nur eine bestimmte
Füllstandshöhe als Schwellwert zu messen. Alternativ ist auch eine kontinuierliche
Messung der Füllstandshöhe am Statoreinlass bevorzugt. Ist am Statoreinlass ein geringer
Flüssigkeitsstand, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Exzenterschneckenpumpe trockenläuft
höher, wodurch auch die Reibung höher ist und die Kühlung der Exzenterschneckenpumpe
geringer. Dies führt wiederum zu einer rascheren Erwärmung und somit Materialausdehnung,
wodurch die Verengung weiter verkleinert wird, und Vorspannung zunehmen kann. Daher
ist es bevorzugt, dass in dem Fall, dass ein geringer Flüssigkeitsstand am Einlass
des Stators gemessen wird, die Verengung zwischen Rotor und Stator erweitert wird.
[0023] Ein weiterer denkbarer Parameter ist der Druck am Auslass. Bleibt dieser gleich oder
sinkt, bei gleichzeitiger Steigerung des Drehmoments, ist dies ein Indikator für erhöhte
Reibung zwischen Rotor und Stator und damit ein Zeichen für ein Quellen des Statormaterials.
Auch in einem solchen Fall ist es bevorzugt, die Verengung zu erweitern, um die Spaltgeometrie
an die geänderten Rahmenbedingungen anzupassen.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Stator axial verschieblich
gelagert und die Verstelleinrichtung dazu eingerichtet, den Stator axial zu verschieben,
um wenigstens teilweise die Verengung zwischen Rotor und Stator zu erweitern. Der
Rotor ist üblicherweise mit einem Antrieb gekoppelt und der Stator ist in Drehrichtung
fest gelagert. Bei Verschleiß muss in erster Linie der Stator ausgewechselt werden,
da dieser üblicherweise aus einem weicheren Material als der Rotor gebildet ist. Da
der Stator aus diesem Grund leicht auswechselbar angeordnet sein muss, wird in dieser
Ausführungsform vorgeschlagen, den Stator so zu lagern, dass dieser axial verschieblich
ist, um so die Verengung zwischen Rotor und Stator wenigstens teilweise zu erweitern.
Bevorzugt ist hierzu die Verstelleinrichtung mit dem Stator gekoppelt, um diesen zu
verschieben. Die Verstelleinrichtung kann dazu mit einem dafür vorgesehenen Antrieb
des Stators gekoppelt sein. Ein solcher Antrieb des Stators ist in einer bevorzugten
Ausgestaltung als Hydraulikantrieb, Zahnstange-Ritzel-Antrieb, Kettenantrieb, Spindelantrieb
oder dergleichen ausgebildet. Bevorzugt ist der Antrieb des Stators so ausgebildet,
dass eine axiale Position des Stators gehalten werden kann. Dies ist bevorzugt dadurch
realisiert, dass der Antrieb des Stators selbsthemmend ausgebildet ist.
[0025] Erfindungsgemäß ist der Rotor axial verschieblich gelagert und die Verstelleinrichtung
dazu eingerichtet, den Rotor axial zu verschieben, um wenigstens teilweise die Verengung
zwischen Rotor und Stator zu erweitern. Es soll verstanden werden, dass auch eine
Kombination der beiden Verschiebungen möglich und bevorzugt ist, also, dass sowohl
Rotor als auch Stator axial verschoben werden. Hierdurch ist es möglich, die absoluten
Wege der Verschiebung klein zu halten.
[0026] In einer Variante ist ein Antriebsstrang, umfassend einen Antriebsmotor und eine
Antriebswelle, des Rotors gemeinsam mit dem Rotor verschieblich. Der Rotor ist üblicherweise
mittels einer Welle an einen Antriebsmotor, der in der Regel als Elektromotor ausgebildet
ist, gekoppelt. Da der Rotor exzentrisch um eine Zentralachse des Stators rotiert,
also seine Zentralachse eine Kreisbahn um die Zentralachse des Stators beschreibt,
umfasst eine solche Antriebswelle in der Regel auch wenigstens ein Kardangelenk oder
Biegestab, um eine exzentrische Drehmomentübertragung zu erlauben. In dieser Ausführungsform
ist sowohl der Antriebsmotor als auch die Antriebswelle, die zum Antriebsstrang gehören,
gemeinsam mit dem Rotor verschieblich gelagert. Hierdurch ist die Konstruktion des
Antriebsstrangs vereinfacht und beispielsweise ist für den Antriebsmotor eine Linearlagerung
vorgesehen, die wie oben mit Bezug auf den Stator beschrieben, mit einem dafür vorgesehenen
Antrieb versehen sein kann.
[0027] In einer weiteren Variante, die ebenfalls zusätzlich zu der oben beschriebenen Variante
ausgebildet sein kann, ist der Rotor samt Antriebswelle gegenüber dem Antriebsmotor
verschieblich. In dieser Variante ist bevorzugt, dass zwischen Antriebswelle und dem
Antriebsmotor ein Getriebe angeordnet ist, welches eine Axialverschiebung der Antriebswelle
erlaubt. Beispielsweise sind Zahnräder des Getriebes so ausgebildet, dass eine Axialverschiebung
erlaubt ist. In dieser Variante ist die Anordnung des Antriebsmotors vereinfacht,
während die Konstruktion des Getriebes aufwendiger ist, als die bei der vorherigen
beschriebenen Ausführungsform. Als weiterer Vorteil ergibt sich aber hierbei, dass
die Masse der verschieblichen Teile geringer ist. Ferner ist es möglich, den Antriebsmotor
separat zu lagern.
[0028] In einer Variante, oder zusätzlich hierzu, ist die Antriebswelle wenigstens zweiteilig
ausgebildet und weist ein Expansionsglied auf, welches ein Verlängern und Verkürzen
der Antriebswelle zum axialen Verschieben des Rotors erlaubt. Die Antriebswelle kann
in diesem Ausführungsbeispiel teleskopartig gebildet sein und selbsttätig die Verlängerung
ausüben, oder für den Rotor ist ein separater Antrieb zum Verschieben des Rotors vorgesehen.
Beispielsweise ist denkbar, dass in der Antriebswelle ein hydraulisch betriebenes
Expansionsglied angeordnet ist, welches durch Beaufschlagung mit hydraulischem Druck
eine axiale Verstellung erlaubt. Alternativ zu einem hydraulischen Expansionsglied
kann auch ein mechanisch wirkendes Expansionsglied, beispielsweise im Sinne eines
Spindeltriebs vorgesehen sein.
[0029] Alternativ oder zusätzlich ist eine separate Antriebseinheit für den Rotor vorgesehen,
die den Rotor axial verschiebt, während das Expansionsglied passiv ist und diese Verschiebung
erlaubt. Hierdurch ist die Konstruktion weiter vereinfacht.
[0030] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Längsachse des Stators im
Betrieb im Wesentlichen vertikal bzw. aufrecht ausgerichtet und der Auslass des Stators
ist oben angeordnet. Hierdurch ergeben sich weitere Vorteile. Einerseits wird die
Verengung bzw. Vorspannung zwischen Rotor und Stator nicht im unteren Statorbereich
durch das zusätzliche Gewicht des Rotors verengt bzw. erhöht. Ein weiterer Vorteil
ergibt sich dadurch, dass bei Änderung der Spaltgeometrie bis hin zu einem Leckagespalt,
Flüssigkeit wieder nach unten, in Richtung des Einlass strömt, und so ein zusätzlicher
Kühleffekt erzielt wird. Besonders vorteilhaft in dieser Variante ist, dass wenn nicht
nur Flüssigkeit, sondern auch Gas gefördert wird, die Flüssigkeit stets im Bereich
der Kontaktstellen, das heißt im Bereich der Dichtlinie, vorhanden ist und somit auch
bei Fördern von einem hohen Gasanteil stets eine Kühlung der Dichtlinie gewährleistet
ist. Hierdurch wird effektiv eine Erwärmung und somit eine Erhöhung der Reibung und
der Vorspannung, bzw. eine übermäßige Verringerung der Verengung vermieden. Dies beugt
weiterem Verschleiß vor. Die vertikale Anordnung ist ferner platzsparend und die Exzenterschneckenpumpe
lässt sich besonders einfach in bereits bestehende Anlagen einbauen. Die vertikale
Anordnung wird dadurch ermöglicht, das die Verengung erweitert werden kann.
[0031] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist der Stator wenigstens im Bereich
der Innenwand aus einem nachgiebigen Material, insbesondere einem Elastomer, gebildet.
Hierdurch wird einerseits die Fertigung des Stators vereinfacht, andererseits auch
eine gute Abdichtung zwischen Stator und Rotor erzeugt. In einer Variante kann vorgesehen
sein, dass die Innenwand des Stators mit einer im Wesentlichen gleichmäßig dicken
Schicht aus Elastomermaterial verkleidet ist. In einer anderen Variante ist der gesamte
Stator aus Elastomermaterial gebildet und äußerlich mit einer Manschette zur Stabilisierung
versehen.
[0032] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass wobei die Verstelleinrichtung
ausgebildet ist, um die Verengung zwischen Rotor und Stator vor Beginn eines Anlaufvorgangs
oder während oder nach einem Auslaufvorgang eines Antriebsmotors zur Drehung des Rotors
zu erweitern, und um die Verengung zwischen Rotor und Stator vor Beginn während des
Anlaufvorgangs des Antriebsmotors zu verringern. Gemäß dieser Ausführungsform wird
die Verengung zwischen Rotor und Stator im Zuge des Beginns eines Fördervorgangs der
Exzenterschneckenpumpe, also beim Anlaufen oder nach dem Anlaufen eines Antriebsmotors,
der die Rotationsbewegung des Rotors gegenüber dem Stator erzeugt, von einer erweiterten
Verengung auf eine verlängerte Verengung verstellt. Hierdurch wird die Exzenterschneckenpumpe
von einem anfangs hohen inneren Leckagestrom auf einen verringerten Leckagestrom verstellt.
Diese Verstellbewegung dient dazu, das Fördervolumen und/oder den Förderdruck der
Exzenterschneckenpumpe bei Starten des Fördervorgangs nicht schlagartig aufzubauen,
was einen hohe Belastung der Exzenterschneckenpumpe und der angeschlossenen Leitungen
verursachen würde, sondern über einen Startzeitraum kontinuierlich aufzubauen. Dieser
Startzeitraum kann im Bereich von einer Sekunde mehreren Sekunden liegen. Insbesondere
ist diese Ausführungsform vorteilhaft, wenn ein Antriebsmotor verwendet wird, der
keinen über einen Frequenzumrichter gesteuerte Drehzahlregelung aufweist, sondern
stattdessen bei Anlaufen eine sofortige Erhöhung auf Nenndrehzahl aufweist.
[0033] Grundsätzlich ist zu verstehen, dass zum Zwecke dieser Regelung die Verengung zwischen
Stator und Rotor jeweils am Ende eines Fördervorgangs erweitert werden kann, damit
diese bei einem nachfolgenden Beginn eines Fördervorgangs in einem erweiterten Zustand
ist oder dass vor dem Anlaufen des Antriebsmotors bei Starten eines Fördervorgangs
zunächst eine entsprechende Erweiterung der Verengung durchgeführt wird, um dann nach
Durchführung dieser Erweiterung diesen Antriebsmotor zu starten. Auf beide Weisen
kann sichergestellt werden, dass dann, wenn der Antriebsmotor gestartet wird, keine
verringerte Verengung oder gar ein direkter Dichtkontakt zwischen Stator und Rotor
vorherrscht, der ein hohes Fördervolumen und einen hohen Förderdruck verursachen von
Beginn an und sofortig verursachen würde.
[0034] Noch weiter ist es bevorzugt, wenn die Verstelleinrichtung eine Eingangsschnittstelle
zum Empfang eines Drucksignals aufweist und ausgebildet ist, um die Verengung zwischen
Rotor und Stator in Abhängigkeit des Drucksignals zu erweitern oder zu verringern.
Gemäß dieser Fortbildung ist die Verstelleinrichtung die grundsätzlich eine entsprechende
Regelungseinheit, die als elektronische Regelungseinheit ausgeführt sein kann, aufweisen
kann, ausgebildet, um eine Änderung der Verengung zwischen Rotor und Stator in Abhängigkeit
eines Drucksignals durchzuführen. Das Drucksignal kann dabei ein Druck auf der Eingangsseite,
ein Druck innerhalb des Stators oder ein Druck auf der Ausgangsseite des Stators sein,
also insbesondere auch ein druckseitiger Druck der Exzenterschneckenpumpe. Auf diese
Weise kann eine exakte Einstellung eines Drucks erfolgen, es kann weiterhin ein vorgegebener
Druckverlauf durch entsprechende Einstellung der Verengung als Istwertverlauf eingeregelt
werden. Diese Einstellung bzw. Einregelung erfolgt erfindungsgemäß durch Erweiterung
oder Verringerung der Verlängerung zwischen Rotor und Stator, was gegenüber einer
etwaig auch möglichen Regelung der Drehzahl von Rotor und Stator eine wesentlich präzisere,
spontanere und trägheitsärmere Einstellung bzw. Einregelung ermöglicht. Insbesondere
kann diese Ausführungsform auch dazu genutzt werden, um eine Überdrucksicherung bereitzustellen.
In diesem Fall wird bei Erreichen eines bestimmten Drucks bzw. Überschreiten des bestimmten
Drucks die Verengung zwischen Rotor und Stator erweitert und hierdurch ein Ansteigen
des Drucks über einen bestimmten Maximaldruck verhindert.
[0035] Weiterhin kann die erfindungsgemäße Exzenterschneckenpumpe weiter fortgebildet werden,
indem die Verstelleinrichtung eine Eingangsschnittstelle zum Empfang eines Volumenmengensignals
aufweist und ausgebildet ist, um die Verengung zwischen Rotor und Stator in Abhängigkeit
des Volumenmengensignals solcherart zu erweitern, dass bei einem Wert des Volumenmengensignals,
der signalisiert, dass ein seit Beginn eines Fördervorgangs gefördertes Volumen einem
Sollvolumen entspricht, die Verengung zwischen Rotor und Stator solcherart erweitert
wird, dass keine weitere Förderung eines Volumens aus dem Auslass des Stators mehr
stattfindet. Gemäß dieser Ausführungsform ist die Verstelleinrichtung dazu ausgebildet,
um ein Volumenmengensignal zu empfangen. Grundsätzlich kann dieses Volumenmengensignal
ein Sollvolumen charakterisieren, das durch die Exzenterschneckenpumpe gefördert werden
soll. Dies bedeutet, dass von Beginn bis Ende eines zusammenhängenden Fördervorgangs,
also eines Dauerbetriebs der Exzenterschneckenpumpe, ein bestimmtes Volumen durch
die Exzenterschneckenpumpe gefördert werden soll. Grundsätzlich haben die Erfinder
erkannt, dass eine solche exakte Dosierung einer bestimmten Fördermenge aufgrund von
Trägheit und Nachlaufeffekten nicht in ausreichend genauer Weise durch eine Steuerung
und Regelung des Antriebsmotors, der den Rotor antreibt, erreicht werden kann. Erfindungsgemäß
wird stattdessen die Verengung zwischen Rotor und Stator solcher Art verstellt, dass
die exakte Dosierung dadurch eingestellt bzw. eingeregelt werden kann. Dies bedeutet
insbesondere, dass bei Erreichen der gewünschten Volumenmenge, also des Volumenmengensollwerts,
die Verengung solcher Art erweitert wird, dass kein weiteres Volumen durch die Exzenterschneckenpumpe
gefördert wird. Insbesondere kann die Einstellung oder Einregelung der Verengung zwischen
Rotor und Stator solcher Art erfolgen, dass dann, wenn nur noch ein geringer Anteil
des gewünschten Sollwertvolumens zu fördern ist, eine Erweiterung der Verengung zwischen
Rotor und Stator eingestellt wird und auf diese Art und Weise die Fördermenge in einer
oder zwei Stufen oder kontinuierlich verringert wird. Das Istwertvolumen kann hierbei
durch einen entsprechenden Volumenmengenmesser erfasst werden oder kann rechnerisch
aus der Anzahl der Umdrehungen der Exzenterschneckenpumpe und dem Maß der Verengung
zwischen Rotor und Stator über den Förderzeitraum berechnet werden. Als Volumenmengensignal
kann ein Sollwertsignal von der Verstelleinrichtung erfasst werden bzw. in die Verstelleinrichtung
eingegeben werden, in diesem Fall erfolgt die Berechnung der Stellgröße für die Verengung
zwischen Rotor und Stator innerhalb der Verstelleinrichtung und kann durch interne
Berechnung oder zusätzliche Eingabe von Istwerten in die Verstelleinrichtung ausgeführt
werden. Das Volumenmengensignal kann auch ein Differenzsignal sein, das aus Sollwert
und Istwert ermittelt wurde, um hieraus direkt eine Stellgrößenberechnung innerhalb
der Verstelleinrichtung zu ermöglichen. Es ist weiter bevorzugt, dass die Verstelleinrichtung
ausgebildet ist, um die axialen Relativposition von Rotor zum Stator zu verstellen,
während der Rotor sich relativ zum Stator dreht. Diese Ausgestaltung zur Axialverstellung
im laufenden betrieb der Pumpe kann beispielsweise durch eine von außen zugängliche
oder von außen ansteuerbare Verstelleinrichtung verwirklicht sein. Die Verstelleinrichtung
kann als ein energiebetriebener Aktuator ausgeführt sein und so die Verstellung während
der Rotation des Rotors ermöglichen, beispielsweise indem ein hydraulisch, pneumatisch
oder elektrisch betriebener Aktuator an der Pumpe bereitgestellt ist für die Axialverstellung
zwischen Rotor und Stator.
[0036] Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst
durch ein Verfahren zum Betrieb einer Exzenterschneckenpumpe nach wenigstens einer
der vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen einer Exzenterschneckenpumpe
gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung, mit den Schritten: Antreiben des Rotors zum
Fördern einer Flüssigkeit; Erweitern der Verengung zwischen Rotor und Stator durch
relatives axiales Verschieben von Rotor und Stator zueinander. Es soll verstanden
werden, dass die Exzenterschneckenpumpe gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung sowie
das Verfahren gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung gleiche und ähnliche bevorzugte
Ausgestaltungen aufweisen, wie sie insbesondere in den Unteransprüchen niedergelegt
sind. Insofern wird vollumfänglich auf die obige Beschreibung des ersten Aspekts der
Erfindung Bezug genommen.
[0037] Das Verfahren weist ferner bevorzugt den Schritt: Einstellen eines Leckagespalts
zwischen Rotor und Stator auf. Das Einstellen des Leckagespalts wird bevorzugt während
des Antreibens des Rotors zum Fördern einer Flüssigkeit ausgeführt. Das heißt, das
Verschieben des Rotors und Stators zueinander, wie auch das Einstellen eines Leckagespalts
findet bevorzugt während des Betriebs statt, bevorzugt nämlich dann, wenn ein Betriebsparameter
einen Schwellenwert erreicht oder überschreitet.
[0038] Bevorzugt umfasst das Verfahren ferner den Schritt: Messen einer Temperatur des Rotors
und/oder des Stators; und in Abhängigkeit von der gemessenen Temperatur, relatives
axiales Verschieben von Rotor und Stator. Wird beispielsweise eine Schwellwerttemperatur,
die vorbestimmt ist, überschritten, werden in Abhängigkeit dieses Überschreitens Rotor
und Stator relativ zueinander axial verschoben, sodass die Verengung erweitert wird.
Es kann auch vorgesehen sein, dass bei sinkender Temperatur wiederum eine Verkleinerung
der Verengung, bis hin zu einem Kontakt unter Vorspannung ausgeführt wird, um so eine
Leckage gering zu halten. Bevorzugt wird die Temperatur des Rotors und/oder des Stators
permanent gemessen, bevorzugt in vorbestimmten kleinen Zeitabständen. In Abhängigkeit
dieser Messungen wird dann bevorzugt dynamisch eine Verschiebung zwischen Rotor und
Stator ausgeführt, sodass die zwischen Rotor und Stator vorhandene Verengung und somit
die Spaltgeometrie stets im Einklang mit der gemessenen Temperatur ist, sodass Verschleiß
verhindert werden kann.
[0039] Bevorzugt werden weiterhin die Schritte ausgeführt: Bestimmen eines Flüssigkeitsstands
am Einlass des Stators; und in Abhängigkeit des bestimmten Flüssigkeitsstands, relatives
axiales Verschieben von Rotor und Stator. Der Flüssigkeitsstand wird vorzugsweise
mittels eines Flüssigkeitssensors bestimmt. Es kann vorgesehen sein, dass der Flüssigkeitsstand
nur bezüglich einer bestimmten Schwelle bestimmt wird, beispielsweise die Hälfte des
maximalen Einlassstroms. Basierend auf dem bestimmten Flüssigkeitsstand wird dann
ein relatives axiales Verschieben von Rotor und Stator, vorzugsweise um einen vorbestimmten
festen Wert, ausgeführt. Hierdurch wird die Verengung erweitert und so Verschleiß
vorgebeugt. Es kann auch vorgesehen sein, dass bei erneutem Steigen des Flüssigkeitsstands
die Verengung wieder verringert wird, d.h. ein kleiner Spalt oder Kontakt eingestellt
wird, um so eine optimale Spaltgeometrie und Förderung zu erzielen.
[0040] In einer bevorzugten weiteren Ausführungsform weist das Verfahren ferner auf: Bestimmen
eines geförderten Flüssigkeitsvolumens pro Umdrehung des Rotors; und in Abhängigkeit
des bestimmten Flüssigkeitsvolumens, relatives axiales Verschieben von Rotor und Stator.
Ein geringes gefördertes Flüssigkeitsvolumen pro Umdrehung des Rotors deutet darauf
hin, dass ein relativ hoher Anteil an Gas gefördert wird. Eine Förderung von Gas verhindert
einerseits die Schmierung zwischen den sich berührenden Teilen, andererseits auch
eine Kühlung. In diesem Fall, wenn relativ viel Gas gefördert wird und wenig Flüssigkeit
pro Umdrehung des Rotors, ist bevorzugt, dass die Verengung erweitert wird, um so
Verschleiß vorzubeugen.
[0041] Das Verfahren kann weiterhin fortgebildet werden, indem die Verengung zwischen Rotor
und Stator zu Beginn eines Anlaufens eines Antriebsmotors zum Rotieren des Rotors
erweitert ist, und die Verengung zwischen Rotor und Stator nach Beginn eines Anlaufens
des Antriebsmotors verringert wird. Mit dieser Verfahrensfortbildung wird ein sanftes
Anlaufverhalten mit einer nicht schlagartige Erhöhung von Fördervolumen und Förderdruck
erreicht. Zu den Vorteilen, Varianten und Aspekten dieser Fortbildung wird auf die
voranstehende Beschreibung zu der hierzu korrespondierenden Ausgestaltung der Exzenterschneckenpumpe
Bezug genommen.
[0042] Weiter ist es bevorzugt, wenn ein Druck mittels eines Drucksensors erfasst wird,
und die Verengung zwischen Rotor und Stator in Abhängigkeit des Drucks erweitert oder
verringert wird. Mit dieser Ausführungsform des Verfahrens wird eine exakte Einregelung
eines Drucks, eines Druckverlaufs oder die Einhaltung eines Mindestdrucks und/oder
eines Maximaldrucks erreicht, indem die Verengung zwischen Rotor und Stator entsprechend
eingestellt wird. Dies ermöglicht eine spontane und exakte Druckregelung. Hierzu wird
Bezug auf die entsprechende korrespondierende Ausgestaltung der Exzenterschneckenpumpe
und die voranstehende Beschreibung hierzu genommen.
[0043] Noch weiter ist es bevorzugt, wenn eine Sollvolumenmenge erfasst wird, und die Verengung
zwischen Rotor und Stator in Abhängigkeit der Sollvolumenmenge erweitert oder verringert
wird. Gemäß dieser Ausführungsform wird die Exzenterschneckenpumpe als exakte Dosierpumpe
eingesteuert bzw. eingeregelt. Hierzu wird eine Sollvolumenmenge eingegeben bzw. durch
die Exzenterschneckenpumpe aufgenommen und die Verengung zwischen Rotor und Stator
in Abhängigkeit dieser Sollvolumenmenge erweitert oder verringert. Diese Erweiterung
bzw. Verringerung der Verengung zwischen Rotor und Stator wird dabei solcher Art eingestellt,
dass bei Erreichen der Sollvolumenmenge das Fördervolumen auf 0 reduziert ist. Dies
kann durch eine entsprechende Erweiterung der Verengung erfolgen oder kann in Verbindung
mit einer solchen Erweiterung und einem Beenden der Rotation des Rotors erfolgen.
Insbesondere kann durch eine stufenweise oder kontinuierliche Erweiterung oder Verengung
eine exakte Dosierung auf die gewünschte Sollvolumenmenge erfolgen, wenn eine solche
Erweiterung dann durchgeführt wird, wenn nur noch ein geringer Anteil der Sollvolumenmenge
gefördert werden muss, um die Sollvolumenmenge zu erreichen. Auch zu dieser Ausführungsform
wird Bezug genommen auf die voranstehende Erläuterung der hierzu korrespondierenden
Ausführungsform der Exzenterschneckenpumpe.
[0044] Nachstehend wird die Erfindung anhand von fünf Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Querschnitt durch eine Exzenterschneckenpumpe gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 2a
- eine schematischer Querschnitt durch eine Exzenterschneckenpumpe entlang der Längsachse
bei eingestellter Dichtlinie;
- Fig. 2b
- einen schematischer Querschnitt senkrecht zur Längsachse gemäß Figur 2a;
- Fig. 2c
- einen schematischer Querschnitt senkrecht zur Längsachse gemäß Figur 2a;
- Fig. 3a
- eine schematischer Querschnitt durch eine Exzenterschneckenpumpe entlang der Längsachse
bei eingestelltem Leckagespalt;
- Fig. 3b
- einen schematischer Querschnitt senkrecht zur Längsachse gemäß Figur 3a;
- Fig. 3c
- einen schematischer Querschnitt senkrecht zur Längsachse gemäß Figur 3a;
- Fig. 4
- einen schematischen Querschnitt durch eine Exzenterschneckenpumpe gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 5
- einen schematischen Querschnitt durch eine Exzenterschneckenpumpe gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 6
- einen schematischen Querschnitt durch eine Exzenterschneckenpumpe gemäß einem vierten
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 7
- einen schematischen Querschnitt durch eine Exzenterschneckenpumpe gemäß einem fünften
Ausführungsbeispiel; und
- Fig. 8
- ein Flussdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum Betrieb einer Exzenterschneckenpumpe.
[0045] Eine Exzenterschneckenpumpe 1 weist einen Stator 2 und einen Rotor 4 auf. Der Stator
hat eine Zentralachse L
1, die sich zentral durch eine innere Kavität 6 des Stators 2 erstreckt. Der Stator
2 weist eine Innenwand 8 auf, die die Kavität 6 begrenzt und aus einem Elastomermaterial
gebildet ist. Die innere Kontur der Wand 8 ist so gebildet, dass sie eine doppelgängige
Schraubenlinie definiert. Der Rotor 4 ist ebenfalls insgesamt schraubenförmig gebildet,
wobei die Steigung der Schraubenlinienform des Stators 2 eine doppelte Steigung mit
Bezug auf den Rotor 4 aufweist. Hierdurch bilden sich einzelne Kammern 5, die durch
eine Verengung 7 getrennt sind.
[0046] Der Stator 2 weist ferner einen Einlass 10 und einen Auslass 12 auf. Der Einlass
10 ist mit einem Einlassgehäuse 14 verbunden, welches einen Einlassflansch 16 aufweist,
an dem ein Einlassrohr 18 angeflanscht ist. Der Auslass 12 ist weiterhin mit einem
Auslassgehäuse 20 versehen, welches einen Auslassflansch 22 aufweist, an welchem ein
Auslassrohr 24 angeflanscht ist.
[0047] Durch das Einlassgehäuse 14 erstreckt sich eine Antriebswelle 26, die über ein erstes
Kardangelenk 28 mit dem Rotor 4 verbunden ist, und mit einem zweiten Kardangelenk
30 mit einer Abtriebswelle 32 eines Getriebes 34 in Verbindung steht. Anstelle einer
solchen Antriebswelle 26 mit zwei Kardangelenken 28, 30 ist es ebenso bevorzugt eine
dünne Biegewelle zu verwenden, die den exzentrischen Antrieb erlaubt. Das Getriebe
34 ist eingangsseitig mit einem Antriebsmotor 36 verbunden, der gemäß diesem Ausführungsbeispiel
als Elektromotor ausgebildet ist.
[0048] Die Exzenterschneckenpumpe 1 weist erfindungsgemäß eine Verstelleinrichtung 39 zum
Erweitern der Verengung 7 zwischen Rotor 4 und Stator 2 auf, um eine optimale Spaltgeometrie
einzustellen. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel (Fig. 1) ist die Verstelleinrichtung
39 so ausgebildet, dass der Stator 2 axial verschieblich gelagert ist. Der Stator
2 ist entlang der Längsachse L
1 verschieblich, wie durch den Pfeil 38 angezeigt. Dazu ist der Stator 2 in Abschnitten
des Einlassgehäuses 14 und des Auslassgehäuses 20 aufgenommen, welche mit einer Dichtung
40, 42 abgedichtet sind. Zum Verschieben des Stators 2 weist die Verstelleinrichtung
39 einen Eingriffsabschnitt 44 auf, der mit einem dafür vorgesehenen Antrieb in Verbindung
stehen kann.
[0049] Die Fig. 2a, 2b und 2c sowie 3a, 3b und 3c illustrieren die Änderung der Spaltgeometrie,
das heißt die Erweiterung der Verengung 7 anhand einer schematischen Darstellung.
[0050] Während die Fig. 2a - 2c eine Spaltgeometrie mit einem Dichtspalt zeigen, bei dem
Kontakt zwischen Rotor 4 und Stator 2 besteht, illustrieren die Fig. 3a - 3c eine
Erweiterung der Verengung 7, sodass ein Leckagespalt S eingestellt ist. Fig. 2b zeigt
einen Schnitt entlang der Längsachse L
1, wie auch in Fig. 1 dargestellt. Der Rotor 4 ist in einer maximal oberen Position
bezogen auf die Fig. 2a - 2c, was sich insbesondere anhand der Fig. 2a und 2c erkennen
lässt, die jeweils Schnitte senkrecht zur Längsachse L
1 zeigen. Fig. 2a zeigt einen Schnitt nahe des Einlasses 10 und Fig. 2c einen Schnitt
am Auslass 12. Wie insbesondere anhand der Fig. 2a und 2c zu erkennen ist, liegt der
Rotor 4 mit einem Abschnitt seiner Umfangsfläche 3 an einer Innenwand 9 des Stators
2 an. Durch den Kontakt ist eine Dichtlinie D in der Verengung 7 gebildet. In der
Regel ist vorgesehen, dass der Rotor 4 derart axial in dem Stator 2 positioniert ist,
dass sich eine Verspannung in radialer Richtung ergibt. Der Stator 2 ist aus einem
flexiblen Material wie insbesondere einem Elastomer gebildet. Eine Vorspannung in
radialer Richtung führt folglich zu einer elastischen Verformung des Stators 4 im
Bereich der Dichtlinie D. Hierbei ist die Reibung verhältnismäßig hoch. Hohe Reibung
führt auch zu hohem Verschleiß. Im Betrieb kann es dazu kommen, dass diese radiale
Vorspannung weiter zunimmt, beispielsweise aufgrund eines Quellens des Materials des
Stators 2 oder aufgrund einer Ausdehnung der Materialien durch Wärmeeintrag.
[0051] Auch bei scherempfindlichen Medien ist es beispielsweise bevorzugt, eine Dichtlinie
D auszubilden und gleichzeitig auch eine verhältnismäßig hohe radiale Vorspannung
zu erzielen, sodass Medium an den Dichtlinien D zwischen den Kammern 5 klar getrennt
ist und wenig Scherung stattfindet.
[0052] Durch eine axiale Verstellung des insgesamt konisch ausgebildeten Rotors 4 ist es
möglich, die Verengung 7 zu erweitern und so eine radiale Vorspannung zu reduzieren
oder sogar einen Leckagespalt S anstelle einer Dichtlinie D einzustellen. Es soll
verstanden werden, dass auch ein Leckagespalt S abdichtet; der Rotor 4 schwimmt in
diesem Zustand auf einem Flüssigkeitsfilm in der Verengung 7. Die Erweiterung der
Verengung wird dadurch erreicht, dass der Rotor 4 in Richtung der konischen Erweiterung
verschoben wird, das heißt in Bezug auf die Fig. 2a - 3c nach links. Hierdurch wird
die Verengung 7 erweitert, und es kann sich ein Leckagespalt S ausbilden.
[0053] Im umgekehrten Fall ist es auch möglich, die Verengung 7 zu verkleinern, das heißt
weiter zu verengen, um zum Beispiel einen Leckagespalt S zu entfernen und eine Dichtlinie
einzustellen. Dies kann beispielsweise bei hohen Drücken zweckdienlich sein. Hohe
Drücke können dazu führen, dass der Stator 2 radial aufgeweitet wird und sich selbsttätig
ein Leckagespalt S einstellt. Um dann immer noch die optimale Spaltgeometrie zu erhalten,
ist in einem solchen Fall eine axiale Verschiebung in Richtung der konischen Verengung,
das heißt in Bezug auf die Fig. 2a - 3c nach rechts, erforderlich.
[0054] Die Exzentrizität e
1, e
2 ist in diesem Ausführungsbeispiel (Fig. 2a-3c) konstant, während der Durchmesser
D
1, D
2 des Rotor 4 in Richtung des Auslasses 12 abnimmt. Das heißt, e
1, und e
2 sind identisch, während D
1, größer als D
2 ist. Es sind aber auch Ausführungsformen umfasst, beiden der Durchmesser konstant
ist, also D
1 identisch zu D
2 ist, und sich die Exzentrizität verändert, d.h. beispielsweise dass e
1, größer als e
2 ist. Der Effekt beim axialen Verschieben ist dann entsprechend.
[0055] Fig. 4 zeigt ein gegenüber Fig. 1 verändertes Ausführungsbeispiel, wobei ähnliche
Elemente mit demselben Bezugszeichen bezeichnet sind. Insofern wird vollumfänglich
auf die obige Beschreibung zum ersten Ausführungsbeispiel (Fig. 1) Bezug genommen.
In Bezug auf die Geometrie des Spalts in der Verengung 7 wird auf die Figuren 2a bis
3c verwiesen.
[0056] Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel ist in diesem Ausführungsbeispiel (Fig.
4) ist die Verstelleinrichtung 39 so ausgebildet, dass der Rotor 4 axial verschieblich
ist, und zwar mitsamt dem kompletten Antriebsstrang 25, der gemäß diesem Ausführungsbeispiel
aus der Antriebswelle 26, dem Getriebe 34 und dem Antriebsmotor 36 besteht. Insofern
zeigt der Pfeil 37 an, dass auch der Antriebsmotor 36 mitverschoben wird. Dazu ist
das Gehäuse 46 des Getriebes 34 in einem dem Einlass 10 des Stators 2 gegenüberliegenden
Abschnitt 48 des Einlassgehäuses 14 verschieblich gelagert und durch eine Dichtung
50 gegenüber der Umgebung abgedichtet.
[0057] Zum Verschieben des Rotors 4 in axialer Richtung ist hierzu ein separater Antrieb
52 vorgesehen, der über einen Spindeltrieb 54 (nur schematisch gezeigt) den Antriebsstrang
25 so verschieben kann, dass die Verengung 7 zwischen Rotor 4 und Stator 2 erweitert
wird. Wenn dies erforderlich ist, kann die Verengung 7 so weit erweitert werden, dass
sich zwischen Rotor 4 und Stator 2 ein Leckagespalt S im Bereich der Dichtlinie D
ergibt. Hierbei ist eine Vorspannung zwischen Rotor 4 und Stator 2 meist nicht vollständig
aufgehoben, da ein Gegendruck der geförderten Flüssigkeit besteht.
[0058] Über eine Signalleitung 56 ist der Antrieb 52 dazu vorzugsweise mit einer Steuerung
verbunden. Vorzugsweise ist die Steuerung integriert oder verbunden mit einer Steuerung
58, beispielsweise über die Signalleitung 60. Die Steuerung verfügt vorzugsweise über
eine Eingangsschnittstelle, über welche Steuerungs- oder Regelungsdaten eingegeben
werden und ist dazu ausgebildet, um die Steuerung oder Regelung in Abhängigkeit dieser
Steuerungs- oder Regelungsdaten auszuführen. Beispielsweise kann über diese Schnittstelle
ein Sollvolumen oder eine Differenz zwischen einem Sollvolumen und einem Istvolumen
in die Steuerung eingegeben werden. Die Schnittstelle kann dabei eine Benutzerschnittstelle
oder eine Schnittstelle zum Anschluss eines Sensors oder Schalters sein. Die Steuerung
58 dient dazu zu bestimmen, ob und wie stark die Spaltgeometrie verändert, also die
Verengung 7 zwischen Rotor 4 und Stator 2 erweitert werden soll. In diesem Ausführungsbeispiel
ist die Steuerung 58 dazu zunächst mit einem Sensor 62 verbunden, der in dem Stator
2 angeordnet ist. Der Sensor 62 ist als Temperatursensor ausgebildet und dient dazu,
die Temperatur des Stators 2 zu erfassen. Es soll verstanden werden, dass der Sensor
62 auch so angeordnet sein kann, dass er die Temperatur des Rotors 4 erfasst. Dazu
kann der Sensor 62 entweder die äußere Oberfläche des Rotors 4 detektieren, oder dieser
Sensor oder ein zusätzlicher kann in dem Rotor 4 angeordnet sein. Die Steuerung 58
bestimmt dann basierend auf der Temperatur, die durch den Sensor 62 gemessen wurde,
ob eine Schwellwerttemperatur erreicht wurde und basierend darauf, ob und wie stark
die Spaltgeometrie verändert werden soll. Dieses Ergebnis wird in Form eines Verstellsignals
über die Leitung 60 und 56 an den Antrieb 52 gesandt, sodass der Antriebsstrang 25
verschoben wird, um die Verengung 7 zwischen Rotor 4 und Stator 2 zu erweitern.
[0059] In diesem Ausführungsbeispiel (Fig. 4) weist die Exzenterschneckenpumpe 1 ferner
einen Füllstandssensor 64 auf, der den Füllstand an Flüssigkeit am Einlass 10 des
Stators 2 bestimmt. Auch dieser Sensor 64 ist mit der Steuerung 58 verbunden. Die
Steuerung 58 bestimmt basierend auf dem empfangenen Füllstand eine Verschiebung des
Rotors 4 gegenüber dem Stator 2 und sendet ein entsprechendes Signal an den Antrieb
52 zum Verstellen des Antriebsstrangs 25.
[0060] Weiterhin weist die Exzenterschneckenpumpe 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel (Fig.
4) eine Durchflusssensor 66 auf, der einen Durchfluss an Flüssigkeit durch den Stator
2 misst. Auch dieser Sensor 66 ist mit der Steuerung 58 verbunden, die Steuerung 58
bestimmt basierend auf dem Signal des Sensors 66 und der Drehzahl des Rotors 4 die
Durchflussmenge, bzw. das Durchflussvolumen pro Umdrehung. Ist dieses gering, spricht
dies auch dafür, dass relativ viel Gas gefördert wird, wodurch die Reibung zwischen
Rotor 4 und Stator 2 erhöht ist und gleichzeitig auch die Kühlung verringert ist.
Dies führt in der Regel zu einer höheren Materialausdehnung und wiederum zu einer
erhöhten Vorspannung zwischen Rotor 4 und Stator 2 und in der Folge zu erhöhtem Verschleiß.
Eine Anpassung der Spaltgeometrie ist dann bevorzugt. Anstelle des Durchflusssensors
66 kann auch ein Drucksensor 66 vorgesehen sein, der eine Druckregelung mittels der
Verstellung der Verengung zwischen Rotor und Stator ermöglicht. Mit einem solchen
Drucksensor kann auch die Einhaltung eines Minimaldrucks oder eines Maximaldrucks
mittels Verstellung der Verengung eingeregelt oder gesteuert werden. Grundsätzlich
ist zu verstehen, dass ein solcher Drucksensor auch zusätzlich zu dem Durchflusssensor
66 vorgesehen sein kann. Der Drucksensor kann zudem auch im Bereich des Stators oder
einlassseitig angeordnet sein.
[0061] Es soll verstanden werden, dass auch Ausführungsformen bevorzugt sind, bei denen
nur einer der drei Sensoren 62, 64, 66 vorhanden ist. Es soll ferner verstanden werden,
dass die Steuerung 58 auch in die Steuerung des Antriebs 52 und/oder in die Steuerung
des Antriebsmotors 36 integriert sein kann.
[0062] Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, das grundsätzlich ähnlich zu dem Ausführungsbeispiel
aus Fig. 4 ist. Gleiche und ähnliche Elemente sind wiederum mit gleichen Bezugszeichen
versehen, sodass vollumfänglich auf die obige Beschreibung Bezug genommen wird. Es
soll verstanden werden, dass die Sensoren 62, 64, 66, die mit Bezug auf die Fig. 4
beschrieben wurden, ebenso bei den Ausführungsbeispielen der Figuren 1, 5, 6 und 7
eingesetzt werden können, separat oder in Kombination.
[0063] Gemäß diesem Ausführungsbeispiel (Fig. 5) ist wiederum der Rotor 4 verschieblich
zum ortsfesten Stator 2 angeordnet. Allerdings ist in diesem Ausführungsbeispiel der
Antriebsmotor 36 ebenfalls ortsfest und nicht verschieblich. Insgesamt ist die Antriebswelle
26 wiederum über ein Kardangelenk 30 mit der Abtriebswelle 32 des Antriebsmotors 36
gekoppelt. Um eine Verschiebung von Rotor 4 und Antriebswelle 26 zu ermöglichen, ist
die Abtriebswelle 32 axial verschieblich in dem Abtriebszahnrad 68 des Getriebes 34
gelagert. Das Zahnrad 68 ist mit einer axialverschieblichen Welle-Nabe-Verbindung
mit der Abtriebswelle 32 gekoppelt. Das Getriebe 34 ist also mit einem als Hohlwelle
ausgeführten Zahnrad 68 ausgestattet, in welchem die Welle 32 verschoben werden kann.
Die Abtriebswelle 32 ist ihrerseits durch eine Dichtung 70 geführt, sodass keine Flüssigkeit
von dem Antriebseinlassgehäuse 14 in das Getriebe 34 dringen kann. An einem äußerlich
liegenden Abschnitt 72 der Abtriebswelle 32 kann wiederum ein Antrieb 52 (vgl. Fig.
4) angeordnet sein, um die axiale Verschiebung der Abtriebswelle 32 und in Folge des
Rotors 4 zu ermöglichen.
[0064] Eine weitere, demgegenüber veränderte Ausführungsform ist in Fig. 6 dargestellt.
wiederum sind gleiche und ähnliche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen, sodass
vollumfänglich auf die obige Beschreibung Bezug genommen wird.
[0065] Auch im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 ist der Rotor 4 verschieblich, während der
Stator 2 ortsfest in dem Einlassgehäuse 4 und dem Auslassgehäuse 20 aufgenommen ist.
Gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist die Antriebswelle 26 zweiteilig ausgebildet und
weist einen ersten Teil 74 und einen zweiten Teil 76 auf. Die beiden Teile 74, 76
sind teleskopartig ineinander geschoben und zwischen den beiden Teilen 74, 76 ist
in einer Ausnehmung 78 in dem ersten Element 74 ein Expansionsglied 80 ausgebildet.
Das Expansionsglied 80 dient dazu, die axiale Länge der Antriebswelle 26 durch Verschiebung
des zweiten Wellenteils 76 zum ersten Wellenteil 74 zu ermöglichen. Durch die Expansion
des Expansionsglieds 80 oder Verkleinerung des Expansionsglieds 80 ist ein Verschieben
des Rotors 4 ermöglicht.
[0066] Es ist denkbar das Expansionsglied 80 als passives Expansionsglied, wie insbesondere
als Hydraulik, auszubilden. Eine Hydraulikdient dazu, eine Vorspannung zwischen Rotor
4 und Stator 2 in etwa gleich zu halten, sodass die Vorspannkraft, die auf den Rotor
4 wirkt, im Wesentlichen konstant ist. Bei Ausdehnen des Materials des Stators 2 und/oder
des Rotors 4 ist es so möglich, dass der Rotor 4 in Bezug auf Fig. 4 nach links ausweichen
kann, Ausgleich mittels der Hydraulik im Expansionsglied 80. Hierdurch wird ein übermäßiger
Verschleiß ebenso verhindert, wie durch ein aktives, durch einen Antrieb gesteuertes
Verstellen von Rotor 4 und/oder Stator 2. Der in der Hydraulik wirkende Druck kann
dann an den Pumpendruck angepasst werden.
[0067] Fig. 7 zeigt schließlich ein Ausführungsbeispiel der Exzenterschneckenpumpe 1, das
wiederum eine Verschiebung des Rotors 4 gegenüber dem Stator 2 erlaubt. In diesem
Ausführungsbeispiel ist die Antriebswelle 26 wiederum wie in den ersten drei Ausführungsbeispielen
der Figuren 1, 4 und 5 einteilig ausgebildet. Die Antriebswelle 26 ist mittels eines
Kardangelenks 30 mit der Abtriebswelle 32 verbunden.
[0068] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 ist der Wellenstummel 82, der das Kardangelenk
28 mit dem Rotor 4 verbindet zweiteilig ausgebildet und weist einen ersten Teil 84
auf, der starr mit dem Rotor 4 verbunden ist und einen zweiten Teil 86, der mit dem
Kardangelenk 28 verbunden ist. Die Teile 84 und 86 sind teleskopartig ineinander geschoben
und in dem Teil 84 ist ein Expansionsglied 80, entsprechend dem Expansionsglied 80
gemäß Fig. 4, ausgebildet. Dieses Expansionsglied 80 kann wiederum aktiv oder passiv
sein, passiv beispielsweise in Form einer Hydraulik. Alternativ kann auch vorgesehen
sein, dass an der Stirnseite 88 des Rotors 4 ein Antrieb angreift, der den Rotor 4
axial verschiebt.
[0069] In Fig. 8 ist ein beispielhafter Ablauf eines Verfahrens zum Betrieb einer Exzenterschneckenpumpe
gemäß einer der vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen einer Exzenterschneckenpumpe
gemäß einem der Ausführungsbeispiele 1 bis 7 beschrieben. In Schritt 100 wird die
Exzenterschneckenpumpe 1 gestartet und der Rotor 4 in Rotation versetzt. Schritt 102
bezeichnet das Fördern von Flüssigkeit vom Einlass 10 zum Auslass 12 des Stators 2,
durch Rotation des Rotors 4. Während dieses Schritts des Förderns 102 wird mittels
eines Temperatursensors in Schritt 104 die Temperatur des Stators 2 gemessen.
[0070] Diese gemessene Temperatur wird mit einem oder mehreren Schwellwerten in Schritt
106 verglichen. Im Schritt 108 wird dann bestimmt, ob der eine oder welcher der mehreren
Schwellwerte überschritten wurde und wenn kein Schwellwert überschritten wurde, oder
bereits die Vorspannung, d.h. auch die axiale Position des Rotors relativ zum Stator
und damit die Spaltgeometrie also die Geometrie der Verengung 7 mit dem in Schritt
106 bestimmten Schwellwert übereinstimmt, in Schritt 108 die Wahl getroffen, weiterhin
Flüssigkeit zu fördern und zurück zu Schritt 102 gekehrt. Andernfalls wird in Schritt
110 eine entsprechende Vorspannung eingestellt. Nachdem in Schritt S110 gegebenenfalls
eine Neueinstellung der Spaltgeometrie erfolgt, kann der Ablauf zu Schritt S102 zurücckehren.
[0071] Beispielsweise ist denkbar, dass in Schritt 106 die in Schritt 104 gemessene Temperatur
gegenüber einer Mehrzahl an Schwellwerten bestimmt wird, wobei jeder Schwellwert ein
Äquivalent zu einer relativen axialen Position von Rotor 4 und Stator 2 zueinander
darstellt. In Schritt 110 wird dann die entsprechende axiale Position, die zu dem
in 106 bestimmten Schwellwert vorgesehen ist, eingestellt. Gleichzeitig wird weiterhin
in Schritt 102 Flüssigkeit gefördert.
[0072] Grundsätzlich wird zu Beginn eines Fördervorgangs, also bevor die Drehbewegung des
Rotors relativ zum Stator startet, die Verengung zwischen Rotor und Stator so stark
erweitert, dass aufgrund der inneren Leckage keine oder nur eine geringe Förderrate
erfolgt. Die Verengung wird dann über einen zeitlich begrenzten Anlaufvorgang von
ca. 1,5 Sekunden soweit verringert, dass eine gewünschte Förderrate oder ein gewünschter
Förderdruck damit erzielt wird.
1. Exzenterschneckenpumpe (1) zur Förderung von mit Feststoffen beladenen Flüssigkeiten,
mit
- einem schraubenförmig gewundenen Rotor (4),
- einem Stator (2), mit einem Einlass (10) und einem Auslass (12), in dem der Rotor
(4) drehbar um eine Längsachse (L1) des Stators (2) angeordnet ist, und der eine mit dem Rotor (4) korrespondierende
schraubenförmige Innenwand (8) aufweist,
wobei der Rotor (4) eine sich zum Auslass (12) oder Einlass (10) hin verjüngende,
vorzugsweise konische, Form und/oder eine sich verändernde Exzentrizität (e1, e2) aufweist, und
wobei Rotor (4) und Stator (2) derart zueinander angeordnet und ausgebildet sind,
dass wenigstens eine Kammer (5) gebildet ist, die zur Beförderung der Flüssigkeit
dient, und die Kammer (5) durch eine Verengung (7), insbesondere Dichtlinie (D), abgetrennt
ist,
und mit einer Verstelleinrichtung zum Verstellen einer axialen Relativposition von
Rotor (4) und Stator (2),
wobei die Verstelleinrichtung (39) dazu ausgebildet ist die Verengung (7) zwischen
Rotor (4) und Stator (2) zu erweitern,
wobei der Rotor (4) axial verschieblich gelagert ist und die Verstelleinrichtung (39)
dazu eingerichtet ist, den Rotor (4) axial zu verschieben, um wenigstens teilweise
die Verengung (7) zwischen Rotor (4) und Stator (2) zu erweitern,
dadurch gekennzeichnet, dass:
a) ein Antriebsstrang (25), umfassend einen Antriebsmotor (36) und eine Antriebswelle
(26) des Rotors (4) gemeinsam mit dem Rotor (4) verschieblich ist, oder
b) der Rotor (4) samt Antriebswelle (26) oder einem zweiten mit dem Rotor (4) verbundenen
Teil (76) einer zweiteiligen Antriebswelle (26) gegenüber einem Antriebsmotor (36)
verschieblich ist.
2. Exzenterschneckenpumpe nach Anspruch 1, wobei die Verstelleinrichtung (39) dazu eingerichtet
ist, die Verengung (7) zwischen Rotor und Stator so weit zu erweitern, dass ein Leckagespalt
(S) zwischen Rotor (4) und Stator (2) ausgebildet ist.
3. Exzenterschneckenpumpe nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Verstelleinrichtung (39)
dazu eingerichtet ist, die Erweiterung der Verengung (7) in Abhängigkeit von einem
oder mehreren vorbestimmten Betriebsparametern durchzuführen, wobei der Betriebsparameter
vorzugsweise ausgewählt ist aus: Temperatur des Stators (2) und/oder des Rotors (4);
gefördertes Flüssigkeitsvolumen; und/oder Flüssigkeitsstand am Einlass (10) des Stators
(2).
4. Exzenterschneckenpumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Stator (2)
zusätzlich axial verschieblich gelagert ist und die Verstelleinrichtung (39) zusätzlich
dazu eingerichtet ist, den Stator (2) axial zu verschieben, um wenigstens teilweise
die Verengung (7) zwischen Rotor (4) und Stator (2) zu erweitern.
5. Exzenterschneckenpumpe nach Variante b) des Anspruchs 1, wobei zwischen der Antriebswelle
(26) und dem Antriebsmotor (36) ein Getriebe (34) angeordnet ist und das Getriebe
(34) eine Axialverschiebung der Antriebswelle (26) erlaubt.
6. Exzenterschneckenpumpe nach Variante b) des Anspruchs 1, wobei die Antriebswelle (26)
wenigstens zweiteilig ist und ein Expansionsglied (80) aufweist, welches ein Verlängern
und Verkürzen der Antriebswelle (26) zum axialen Verschieben des Rotors (4) erlaubt.
7. Exzenterschneckenpumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Verstelleinrichtung
ausgebildet ist,
- um die Verengung zwischen Rotor und Stator vor Beginn eines Anlaufvorgangs oder
während oder nach einem Auslaufvorgang eines Antriebsmotors zur Drehung des Rotors
zu erweitern, und
- um die Verengung zwischen Rotor und Stator vor Beginn während des Anlaufvorgangs
des Antriebsmotors zu verringern.
8. Exzenterschneckenpumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Verstelleinrichtung
eine Eingangsschnittstelle zum Empfang eines Drucksignals aufweist und ausgebildet
ist, um die Verengung zwischen Rotor und Stator in Abhängigkeit des Drucksignals zu
erweitern oder zu verringern.
9. Exzenterschneckenpumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Verstelleinrichtung
eine Eingangsschnittstelle zum Empfang eines Volumenmengensignals aufweist und ausgebildet
ist, um die Verengung zwischen Rotor und Stator in Abhängigkeit des Volumenmengensignals
solcherart zu erweitern, dass bei einem Wert des Volumenmengensignals, der signalisiert,
dass ein seit Beginn eines Fördervorgangs gefördertes Volumen einem Sollvolumen entspricht,
die Verengung zwischen Rotor und Stator solcherart erweitert wird, dass keine weitere
Förderung eines Volumens aus dem Auslass des Stators mehr stattfindet.
10. Exzenterschneckenpumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung ausgebildet ist, um die axiale Relativposition von Rotor
(4) zum Stator (2) zu verstellen, während der Rotor sich relativ zum Stator dreht.
11. Verfahren zum Betrieb einer Exzenterschneckenpumpe (1) zur Förderung von mit Feststoffen
beladenen Flüssigkeiten, mit
- einem schraubenförmig gewundenen Rotor (4),
- einem Stator (2), mit einem Einlass (10) und einem Auslass (12), in dem der Rotor
(4) drehbar um eine Längsachse (L1) des Stators (2) angeordnet ist, und der eine mit dem Rotor (4) korrespondierende
schraubenförmige Innenwand (8) aufweist,
wobei der Rotor (4) eine sich zum Auslass (12) oder Einlass (10) hin verjüngende,
vorzugsweise konische, Form und/oder eine sich verändernde Exzentrizität (e1, e2) aufweist, und
wobei Rotor (4) und Stator (2) derart zueinander angeordnet und ausgebildet sind,
dass wenigstens eine Kammer (5) gebildet ist, die zur Beförderung der Flüssigkeit
dient, und die Kammer (5) durch eine Verengung (7), insbesondere Dichtlinie (D), abgetrennt
ist,
und mit einer Verstelleinrichtung zum Verstellen einer axialen Relativposition von
Rotor (4) und Stator (2),
wobei die Verstelleinrichtung (39) dazu ausgebildet ist, die Verengung (7) zwischen
Rotor (4) und Stator (2) zu erweitern,
wobei der Rotor (4) axial verschieblich gelagert ist und die Verstelleinrichtung (39)
dazu eingerichtet ist, den Rotor (4) axial zu verschieben, um wenigstens teilweise
die Verengung (7) zwischen Rotor (4) und Stator (2) zu erweitern,
dadurch gekennzeichnet, dass:
a) ein Antriebsstrang (25), umfassend einen Antriebsmotor (36) und eine Antriebswelle
(26) des Rotors (4) gemeinsam mit dem Rotor (4) verschieblich ist, oder
b) der Rotor (4) samt Antriebswelle (26) oder einem zweiten mit dem Rotor (4) verbundenen
Teil (76) einer zweiteiligen Antriebswelle (26) gegenüber einem Antriebsmotor (36)
verschieblich ist,
wobei das Verfahren die Schritte aufweist:
- Antreiben des Rotors (4) zum Fördern einer Flüssigkeit;
- Erweitern der Verengung (7) zwischen Rotor (4) und Stator (2) durch relatives axiales
Verschieben von Rotor (4) und Stator (2) mittels der Verstelleinrichtung zueinander,
und
- Einstellen einer radialen Vorspannung des Stators (2) durch relatives axiales Verschieben
von Rotor (4) und Stator (2) mittels der Verstelleinrichtung zueinander.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei der Schritte des Erweiterns der Verengung (7) umfasst:
- Einstellen eines Leckagespalts (S) zwischen Rotor (4) und Stator (2).
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, ferner aufweisend:
- Messen einer Temperatur des Rotors (4) und/oder des Stators (2);
- in Abhängigkeit der gemessenen Temperatur, relatives axiales Verschieben von Rotor
(4) und Stator (2); und/oder:
- Bestimmen eines Flüssigkeitsstands am Einlass (10) des Stators (2);
- in Abhängigkeit des bestimmten Flüssigkeitsstands, relatives axiales Verschieben
von Rotor (4) und Stator (2); und/oder:
- Bestimmen eines geförderten Flüssigkeitsvolumens pro Umdrehung des Rotors (4);
- in Abhängigkeit des bestimmten Flüssigkeitsvolumens, relatives axiales Verschieben
von Rotor (4) und Stator (2).
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Verengung zwischen Rotor und Stator zu Beginn eines Anlaufens eines Antriebsmotors
zum Rotieren des Rotors erweitert ist, und
- die Verengung zwischen Rotor und Stator nach Beginn eines Anlaufens des Antriebsmotors
verringert wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor relativ zum Stator in axialer Richtung entlang der Drehachse verstellt
wird, während der Rotor zum Fördern der Flüssigkeit relativ zum Stator in eine Drehbewegung
um die Drehachse angetrieben wird.
1. A progressive cavity pump (1) for transporting liquids containing solids comprising
- a helical rotor (4),
- a stator (2) having an inlet (10) and an outlet (12), in which the rotor (4) is
rotatably disposed about a longitudinal axis (L1) of the stator (2), and comprising a helical inner wall (8) corresponding to the
rotor (4),
wherein the rotor (4) comprises a shape tapering down toward the outlet (12) or the
inlet (10), preferably conical, and/or a variable eccentricity (e1, e2), and
wherein the rotor (4) and the stator (2) are disposed relative to each other and arranged
such that at least one chamber (5) is formed for transporting the liquid, and the
chamber (5) is cut off by a constriction (7), particularly a sealing line (D),
and comprising an adjusting device for adjusting a relative axial position of the
rotor (4) and the stator (2),
wherein the adjusting device (39) is adapted to expand the constriction (7) between
the rotor (4) and stator (2),
wherein the rotor (4) is axially displaceably supported and the adjusting device (39)
is adapted to axially displace the rotor (4) to at least partially expand the constriction
(7) between the rotor (4) and the stator (2),
characterised in that:
a) a drivetrain (25), comprising a drive motor (36) and a drive shaft (26) of the
rotor (4), is displaceable together with the rotor (4),
or
b) the rotor (4) together with the drive shaft (26) or a second part (76), coupled
to the rotor (4), of a two-part drive shaft (26) is displaceable relative to a drive
motor (36).
2. The progressive cavity pump according to claim 1, wherein the adjusting device (39)
is adapted to expand the constriction (7) between the rotor and stator to the extent
that a leakage gap (S) is formed between the rotor (4) and stator (2).
3. The progressive cavity pump according to claim 1 or 2, wherein the adjusting device
(39) is adapted to perform the extension of the constriction (7) depending on one
or more predetermined operating parameters, wherein the operating parameter is preferably
selected from: temperature of the stator (2) and/or the rotor (4); transported volume
of liquid; and/or liquid level at the inlet (10) of the stator (2).
4. The progressive cavity pump according to one of the preceding claims, wherein the
stator (2) is additionally axially displaceably supported and the adjusting device
(39) is additionally adapted to axially displace the stator (2) to at least partially
expand the constriction (7) between the rotor (4) and stator (2).
5. The progressive cavity pump according to variant b) of claim 1, wherein a gearbox
(34) is disposed between the drive shaft (26) and the drive motor (36), and the gearbox
(34) allows axial displacement of the drive shaft (26).
6. The progressive cavity pump according to variant b) of claim 1, wherein the drive
shaft (26) has at least two parts and comprises an expansion member (80) allowing
lengthening and shortening the drive shaft (26) for axially displacing the rotor (4).
7. The progressive cavity pump according to one of the preceding claims, wherein the
adjusting device is adapted
- to expand the constriction between the rotor and stator prior to beginning a startup
procedure or during or after a shutdown procedure of a drive motor for rotating the
rotor, and
- to contract the constriction between the rotor and stator prior to beginning during
the startup procedure of the drive motor.
8. The progressive cavity pump according to one of the preceding claims, wherein the
adjusting device comprises an input interface for receiving a pressure signal and
is adapted to expand or contract the constriction between the rotor and stator depending
on the pressure signal.
9. The progressive cavity pump according to one of the preceding claims, wherein the
adjusting device comprises an input interface for receiving a volume signal and is
adapted to expand the constriction between the rotor and stator depending on the volume
signal, such that for a value of the volume signal signaling that a volume transported
since the beginning of a transport procedure corresponds to a specified volume the
constriction between the rotor and stator is expanded such that no further transporting
of a volume out of the outlet of the stator occurs.
10. The progressive cavity pump according to one of the preceding claims, characterised in that the adjusting device is adapted to adjust the axial position of the rotor relative
to the stator while the rotor rotates relative to the stator.
11. A method for operating a progressive cavity pump (1) for transporting liquids containing
solids comprising
- a helical rotor (4),
- a stator (2) having an inlet (10) and an outlet (12), in which the rotor (4) is
rotatably disposed about a longitudinal axis (L1) of the stator (2), and comprising a helical inner wall (8) corresponding to the
rotor (4),
wherein the rotor (4) comprises a shape tapering down toward the outlet (12) or the
inlet (10), preferably conical, and/or a variable eccentricity (e1, e2), and
wherein the rotor (4) and the stator (2) are disposed relative to each other and arranged
such that at least one chamber (5) is formed for transporting the liquid, and the
chamber (5) is cut off by a constriction (7), particularly a sealing line (D),
and comprising an adjusting device for adjusting a relative axial position of the
rotor (4) and the stator (2),
wherein the adjusting device (39) is adapted to expand the constriction (7) between
the rotor (4) and stator (2),
wherein the rotor (4) is axially displaceably supported and the adjusting device (39)
is adapted to axially displace the rotor (4) to at least partially expand the constriction
(7) between the rotor (4) and the stator (2),
characterised in that:
a) a drivetrain (25), comprising a drive motor (36) and a drive shaft (26) of the
rotor (26), is displaceable together with the rotor (4),
or
b) the rotor (4) together with the drive shaft (26) or a second part (76), coupled
to the rotor (4), of a two-part drive shaft (26) is displaceable relative to a drive
motor (36),
wherein the method comprises the steps of:
- driving the rotor (4) for transporting a liquid;
- expanding the constriction (7) between the rotor (4) and stator (2) by axially displacing
the rotor (4) and stator (2) relative to each other by means of the adjusting device,
and
- adjusting a radial pretension of the stator (2) by axially displacing the rotor
(4) and stator (2) relative to each other by means of the adjusting device.
12. The method according to claim 11, wherein the step of expanding the constriction (7)
comprises:
- adjusting a leakage gap (S) between the rotor (4) and stator (2).
13. The method according to claim 11 or 12, further comprising:
- measuring a temperature of the rotor (4) and/or of the stator (2);
- axially relatively displacing the rotor (4) and stator (2) depending on the measured
temperature; and/or:
- determining a liquid level at the inlet (10) of the stator (2);
- axially relatively displacing the rotor (4) and stator (2) depending on the liquid
level determined; and/or:
- determining a liquid volume transported per revolution of the rotor (4); and
- axially relatively displacing the rotor (4) and stator (2) depending on the liquid
volume determined.
14. The method according to one of claims 11 to 13,
characterised in that
- the constriction between the rotor and stator is expanded at the start of a startup
of a drive motor for rotating the rotor, and
- the constriction between the rotor and stator is contracted after starting the startup
procedure of the drive motor.
15. The method according to one of claims 11 to 14,
characterised in that the rotor is adjusted relative to the stator in axial direction along the axis of
rotation, while the rotor is driven about the axis of rotation in a rotary motion
for transporting the liquid relative to the stator.
1. Pompe à vis excentrée (1) pour le transport de liquides chargés de matières solides,
comprenant
- un rotor torsadé en forme d'hélice (4),
- un stator (2), pourvu d'une entrée (10) et d'une sortie (12), dans lequel le rotor
(4) est disposé de manière à pouvoir tourner autour d'un axe longitudinal (L1) du stator (2), et qui présente une paroi intérieure (8) hélicoïdale correspondant
au rotor (4),
dans laquelle le rotor (4) présente une forme qui se rétrécit en direction de la sortie
(12) ou de l'entrée (10), de préférence conique, et/ou une excentricité (e1, e2) qui varie, et
dans laquelle le rotor (4) et le stator (2) sont disposés l'un par rapport à l'autre
et configurés de sorte qu'il est formé au moins une chambre (5) qui sert au transport
du liquide, et la chambre (5) est séparée par un rétrécissement (7), en particulier
une ligne d'étanchéité (D),
et comprenant un dispositif de réglage destiné à régler une position relative axiale
du rotor (4) et du stator (2),
dans laquelle le dispositif de réglage (39) est configuré pour élargir le rétrécissement
(7) entre le rotor (4) et le stator (2),
dans laquelle le rotor (4) est monté de manière déplaçable axialement et le dispositif
de réglage (39) est conçu pour déplacer le rotor (4) axialement afin d'élargir au
moins partiellement le rétrécissement (7) entre le rotor (4) et le stator (2),
caractérisée en ce que
a) un groupe motopropulseur (25), comprenant un moteur d'entraînement (36) et un arbre
d'entraînement (26) du rotor (4), peut être déplacé conjointement avec le rotor (4),
ou
b) le rotor (4) avec l'arbre d'entraînement (26) ou une deuxième partie (76) d'un
arbre d'entraînement (26) en deux parties, reliée au rotor (4), est déplaçable par
rapport à un moteur d'entraînement (36).
2. Pompe à vis excentrée selon la revendication 1, dans laquelle le dispositif de réglage
(39) est conçu pour élargir le rétrécissement (7) entre le rotor et le stator jusqu'à
ce qu'un interstice de fuite (S) soit formé entre le rotor (4) et le stator (2).
3. Pompe à vis excentrée selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle le dispositif de
réglage (39) est conçu pour effectuer l'élargissement du rétrécissement (7) en fonction
d'un ou plusieurs paramètres de fonctionnement prédéterminés, le paramètre de fonctionnement
étant de préférence choisi parmi : température du stator (2) et/ou du rotor (4), volume
de liquide transporté et/ou niveau de liquide à l'entrée (10) du stator (2).
4. Pompe à vis excentrée selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle le stator (2) est en plus monté de manière déplaçable axialement et le dispositif
de réglage (39) est en plus conçu pour déplacer axialement le stator (2) afin d'élargir
au moins partiellement le rétrécissement (7) entre le rotor (4) et le stator (2).
5. Pompe à vis excentrée selon la variante b) de la revendication 1, dans laquelle un
engrenage (34) est disposé entre l'arbre d'entraînement (26) et le moteur d'entraînement
(36) et l'engrenage (34) permet un déplacement axial de l'arbre d'entraînement (26).
6. Pompe à vis excentrée selon la variante b) de la revendication 1, dans laquelle l'arbre
d'entraînement (26) est au moins en deux parties et présente un organe d'expansion
(80) qui permet un allongement et un raccourcissement de l'arbre d'entraînement (26)
pour le déplacement axial du rotor (4).
7. Pompe à vis excentrée selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle le dispositif de réglage est conçu,
- pour élargir le rétrécissement entre le rotor et le stator avant le début d'une
opération de démarrage ou pendant ou après une opération d'arrêt d'un moteur d'entraînement
pour faire tourner le rotor, et
- pour réduire le rétrécissement entre le rotor et le stator avant le début pendant
l'opération de démarrage du moteur d'entraînement.
8. Pompe à vis excentrée selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle le dispositif de réglage possède une interface d'entrée destinée à recevoir
un signal de pression et est configuré pour élargir ou réduire le rétrécissement entre
le rotor et le stator en fonction du signal de pression.
9. Pompe à vis excentrée selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle le dispositif de réglage possède une interface d'entrée destinée à recevoir
un signal de quantité volumique et est configuré pour élargir le rétrécissement entre
le rotor et le stator en fonction du signal de quantité volumique de sorte que, pour
une valeur du signal de quantité volumique qui signale qu'un volume transporté depuis
le début d'un processus de transport correspond à un volume de consigne, le rétrécissement
entre le rotor et le stator est élargi de sorte qu'aucun transport supplémentaire
d'un volume n'a plus lieu à partir de la sortie du stator.
10. Pompe à vis excentrée selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de réglage est configuré pour régler la position axiale relative du
rotor (4) par rapport au stator (2) pendant que le rotor tourne par rapport au stator.
11. Procédé pour faire fonctionner une pompe à vis excentrée (1) pour le transport de
liquides chargés de matières solides, comprenant
- un rotor torsadé en forme d'hélice (4),
- un stator (2), pourvu d'une entrée (10) et d'une sortie (12), dans lequel le rotor
(4) est disposé de manière à pouvoir tourner autour d'un axe longitudinal (L1) du stator (2), et qui présente une paroi intérieure (8) hélicoïdale correspondant
au rotor (4),
dans lequel le rotor (4) présente une forme qui se rétrécit en direction de la sortie
(12) ou de l'entrée (10), de préférence conique, et/ou une excentricité (e1, e2) qui varie, et
dans laquelle le rotor (4) et le stator (2) sont disposés l'un par rapport à l'autre
et configurés de sorte qu'il est formé au moins une chambre (5) qui sert au transport
du liquide, et la chambre (5) est séparée par un rétrécissement (7), en particulier
une ligne d'étanchéité (D),
et comprenant un dispositif de réglage destiné à régler une position relative axiale
du rotor (4) et du stator (2),
dans lequel le dispositif de réglage (39) est conçu pour élargir le rétrécissement
(7) entre le rotor (4) et le stator (2),
dans laquelle le rotor (4) est monté de manière déplaçable axialement et le dispositif
de réglage (39) est conçu pour déplacer le rotor (4) axialement afin d'élargir au
moins partiellement le rétrécissement (7) entre le rotor (4) et le stator (2),
caractérisée en ce que
a) un groupe motopropulseur (25), comprenant un moteur d'entraînement (36) et un arbre
d'entraînement (26) du rotor (4), peut être déplacé conjointement avec le rotor (4),
ou
b) le rotor (4) avec l'arbre d'entraînement (26) ou une deuxième partie (76) d'un
arbre d'entraînement (26) en deux parties, reliée au rotor (4), est déplaçable par
rapport à un moteur d'entraînement (36),
le procédé comprenant les étapes consistant à:
- entraîner le rotor (4) pour transporter un liquide;
- élargir le rétrécissement (7) entre le rotor (4) et le stator (2) par déplacement
axial relatif du rotor (4) et du stator (2) l'un par rapport à l'autre au moyen du
dispositif de réglage, et
- réglage d'une précontrainte radiale du stator (2) par déplacement axial relatif
du rotor (4) et du stator (2) l'un par rapport à l'autre au moyen du dispositif de
réglage.
12. Procédé selon la revendication 11, dans lequel l'étape consistant à élargir le rétrécissement
(7) comprend:
- réglage d'un interstice de fuite (S) entre le rotor (4) et le stator (2).
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, comprenant en outre les étapes consistant
à:
- mesurer une température du rotor (4) et/ou du stator (2);
- en fonction de la température mesurée, déplacer axialement relativement le rotor
(4) et le stator (2); et/ou:
- déterminer un niveau de liquide à l'entrée (10) du stator (2);
- en fonction du niveau de liquide déterminé, déplacer axialement relativement le
rotor (4) et le stator (2); et/ou
- déterminer un volume de liquide transporté par tour du rotor (4);
- en fonction du volume de liquide déterminé, déplacer axialement relativement le
rotor (4) et le stator (2).
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 13,
caractérisé en ce que
- le rétrécissement entre le rotor et le stator est élargi au début d'un démarrage
d'un moteur d'entraînement pour faire tourner le rotor, et
- le rétrécissement entre le rotor et le stator est réduit après le début d'un démarrage
du moteur d'entraînement.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 14,
caractérisé en ce que le rotor est déplacé par rapport au stator dans la direction axiale le long de l'axe
de rotation, tandis que le rotor, pour transporter le liquide, est entraîné dans un
mouvement de rotation autour de l'axe de rotation par rapport au stator.