| (19) |
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(11) |
EP 3 569 355 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.2022 Patentblatt 2022/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.05.2019 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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ENTSCHICHTUNGSVORRICHTUNG UND ROHRBEARBEITUNGSANLAGE MIT EINER ENTSCHICHTUNGSVORRICHTUNG
COAT REMOVAL DEVICE AND PIPE PROCESSING SYSTEM WITH SAME
DISPOSITIF D'ENLÈVEMENT DE COUCHE ET INSTALLATION D'USINAGE DE TUBES DOTÉE D'UN DISPOSITIF
D'ENLÈVEMENT DE COUCHE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
15.05.2018 DE 102018111532
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.11.2019 Patentblatt 2019/47 |
| (73) |
Patentinhaber: Familie Burger GbR |
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87484 Nesselwang (DE) |
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Erfinder: |
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- Burger, Manuel
20357 Hamburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Charrier Rapp & Liebau |
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Patentanwälte PartG mbB
Fuggerstraße 20 86150 Augsburg 86150 Augsburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 043 101 US-A- 1 998 755
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KR-A- 20140 122 473
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Entschichtungsvorrichtung zur Entfernung einer Beschichtung
auf einem Rohr. Die Erfindung betrifft außerdem eine Rohrbearbeitungsanlage mit einer
Entschichtungsvorrichtung. Eine gattungsgemäße Entschichtungsvorrichtung ist aus der
KR 2014 0122 473 A1 bekannt.
[0002] Bei der Herstellung von Bauteilen aus geformten Rohren werden vielfach auch beschichtete
Rohre eingesetzt. Zur Herstellung von Leitungen für Rahmenheizungen, Verdampfer oder
Verflüssigungseinrichtungen werden z.B. verzinkte Rohre verwendet, die an verschiedenen
Bearbeitungsstationen getrennt, gebogen, geprägt und auf andere Weise bearbeitet werden.
Da die Rohre vielfach auch gelötet werden müssen und die Beschichtung den ordnungsgemäßen
Lötvorgang beeinträchtigen kann, wird die Beschichtung an den Lötstellen in der Regel
entfernt. Dies kann z.B. durch eine spanabhebende Bearbeitung mit definierter oder
undefinierter Schneide erfolgen. Bei einer spanabhebenden Bearbeitung der Rohre entstehen
jedoch üblicherweise kleine Rillen oder Kerben, durch welche die Festigkeit der Rohre
beeinträchtigt werden kann. Außerdem weisen die Rohre in der Regel Unrundheiten auf,
wodurch z.B. beim Abdrehen oder einer anderen spanabhebenden Bearbeitung die Gefahr
besteht, dass neben der Beschichtung auch Material des Rohres abgetragen wird. Dies
kann zu unerwünschten Schwächungen der Rohrwandung führen.
[0003] Die
DE 40 41 539 A1 offenbart eine Entschichtungsvorrichtung zum "Schälen" von Rohren mit rotierenden
Werkzeugen, wie z.B. Stirnfräsern oder Topfschleifscheiben, wobei hier das Werkzeug
auf einem um das Rohr rotierenden Werkzeugkopf angebracht ist und um seine eigene
Längsachse drehbar ist. Hierbei ist jedoch nur der Werkzeugkopf angetrieben.
[0005] Eine aus der
KR 2014 0122 473 A1 bekannte Entschichtungsvorrichtung zum Bürsten von rohrförmigen, gebogenen Aluminiumteilen
enthält zwei Abtragselemente und eine angetriebene Drehscheibe mit einem Verstellmechanismus
zur Verstellung des Abstands zwischen den Abtragelementen. Die Abtragselemente sind
sowohl um ihre eigenen Längsachsen als auch um eine Mittelachse des rohrförmigen Aluminiumteils
drehbar und parallel zur Drehachse der Drehscheibe versetzt angeordnet. Der Verstellmechanismus
ist dabei so ausgeführt, dass die Abtragselemente in kreisabschnittsförmigen Langlöchern
festsetzbar gelagert sind. Eine Anpassung an einen veränderlichen Rohrdurchmesser
während des Betriebs der Entschichtungsvorrichtung ist dabei nicht möglich.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Entschichtungsvorrichtung und eine Rohrbearbeitungsanlage
mit einer solchen Entschichtungsvorrichtung zu schaffen, die eine vereinfachte Verstellung
der Abtragselemente ermöglichen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Entschichtungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und durch eine Rohrbearbeitungsanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Entschichtungvorrichtung sind in einem Gehäuse mehrere
z.B. in Form einer Bürste ausgebildete Abtragelemente sowohl um ihre eigene Längsachse
als auch um eine Mittelachse des innerhalb des Gehäuses angeordneten Rohrs drehbar
angeordnet. Die um ihre Längsachse rotierenden Abtragelemente werden um das Rohr herumbewegt,
so dass die Beschichtung auf dem gesamten Umfang des Rohrs auf besonders effektive
Weise und materialschonend entfernt werden kann. Die Abtragelemente sind an einer
innerhalb des Gehäuses drehbar gelagerten und durch einen Motor angetriebenen Drehscheibe
sowohl um ihre eigene Längsachse als auch um eine Mittelachse des innerhalb des Gehäuses
angeordneten Rohres drehbar angeordnet. Über den Motor wird nicht nur die Drehscheibe,
sondern über ein Getriebe auch die mehreren Abtragelemente zur Drehung um ihre Längsachse
angetrieben. Der Verstellmechanismus ist in dem Gehäuse vorgesehen und weist eine
auf einem Führungsrohr axial verstellbar geführte Hülse mit einem Konus auf, der mit
konischen Stützrollen zur radialen Verstellung der Abtragelemente zusammenwirkt.
[0009] In dem Gehäuse können z.B. zwei gegenüberliegende oder mehrere in Umfangsrichtung
gleichwinklig beabstandete Abtragelemente angeordnet sein.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführung kann die Drehscheibe von dem Motor über einen Riemen
oder ein anderes Getriebe angetrieben sein.
[0011] Das Getriebe kann z.B. als Planetengetriebe mit einem am Gehäuse angeordneten stationären
Zahnrad und einem mit diesem kämmenden umlaufenden Zahnrad zum Antrieb eines mit der
Drehscheibe umlaufenden Antriebsrads ausgebildet ist. Das Antriebsrad kann zweckmäßigerweise
über einen Riemen mit den mehreren Abtragelementen zu deren Drehung um seine Längsachse
verbunden sein.
[0012] Die Drehscheibe kann vorzugsweise mehrere radial verstellbare Schieber tragen, in
denen jeweils ein Abtragelement über eine Antriebswelle drehbar gelagert ist.
[0013] Der Antrieb der Abtrageelemente ist bei Verstellung derselben vorteilhaft nachführbar
ausgestaltet. Dies kann beispielsweise in Form eines mit einem Riemenspanner versehenen
Riementriebs erfolgen. Dadurch kann ein entsprechender Riemenumfang bei variierendem
Abstand von Riemenscheiben weitestgehend konstant gehalten werden.
[0014] Zweckmäßigerweise kann an dem Gehäuse außerdem eine Haltevorrichtung zur Halterung
des Rohres während der Entschichtung angeordnet sein.
[0015] Die Erfindung betrifft außerdem eine Rohrbearbeitungsanlage mit einer vorstehend
beschriebenen Entschichtungsvorrichtung, einem der Entschichtungsvorrichtung vorgeordneten
Richt- und Vorschubaggregat, einem der Entschichtungsvorrichtung nachgeordneten Trenn-
und Endenbearbeitungsaggregat und einer dem Trenn- und Endenbearbeitungsaggregat nachgeordneten
Positioniereinrichtung zur Verschiebung und Halterung eines abgetrennten Rohrabschnitts.
An dem Träger sind außerdem Biegeaggregate zur Biegung des durch die Positioniereinrichtung
verschobenen Rohrabschnitts angeordnet. Mit einer derartigen Rohrbearbeitungsanlage
können die in einem ersten Schritt gerichteten, entschichteten, getrennten und an
ihren Enden bearbeiten Rohre in einem zweiten Schritt gebogen werden, während gleichzeitig
an einem nachfolgenden Rohr das Richten, Entschichten, Trennen und Endenbearbeiten
durchgeführt wird. Auf diese Weise kann eine besonders kompakte, schnelle und flexible
Produktionsanlage geschaffen werden, mit der z.B. im Takt, abwechseln Ober- und Unterteile
vom Rahmenheizleitungen hergestellt und direkt danach paarweise montiert werden können.
[0016] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Entschichtungsvorrichtung in
einer Perspektivansicht;
- Figur 2
- einen Längschnitt der Entschichtungsvorrichtung von Figur 1;
- Figur 3
- einen Querschnitt der Entschichtungsvorrichtung von Figur 1;
- Figur 4
- einen weiteren Längschnitt der Entschichtungsvorrichtung von Figur 1;
- Figur 5
- einen weiteren Längschnitt der Entschichtungsvorrichtung von Figur 1 und
- Figur 6
- eine schematische Darstellung einer Rohrbearbeitungsanlage in einer Draufsicht.
[0017] Die in Figur 1 schematisch dargestellte Entschichtungsvorrichtung 1 ist zur Entfernung
einer Beschichtung auf einem Rohr 2 konzipiert. Hierzu enthält die Entschichtungsvorrichtung
1 ein Gehäuse 3, in dem zwei - hier als Bürsten ausgebildete - gegenüberliegende Abtragelemente
4 und 5 sowohl um ihre eigene Längsachse 6 bzw. 7 als auch gemeinsam um eine Mittelachse
8 des innerhalb des Gehäuses 3 angeordneten Rohrs 2 drehbar angeordnet sind. Die beiden
um ihre Längsachsen 6 und 7 rotierenden und an dem Rohr 2 anliegenden bürstenartigen
Abtragelemente 4 und 5 werden um die Längsachse 8 des Rohrs 2 gedreht, wodurch die
Beschichtung auf dem gesamten Umfang des Rohrs 2 ohne Drehung des Rohrs 2 entfernt
werden kann. Die Abtragelemente 4 und 5 können z.B. als Draht- oder Lamellenbürsten
aus einem zur Entfernung der Beschichtung geeigneten, abrasiven Material ausgeführt
sein.
[0018] Wie aus den Figuren 2 und 3 hervorgeht, sind die beiden Abtragelemente 4 und 5 an
einer innerhalb des Gehäuses 3 drehbar gelagerten und durch einen Motor 9 über einen
Riemen 10 drehbar angetriebenen Drehscheibe 11 angeordnet. Die beiden Abtragelemente
4 und 5 sind an der um das Rohr 2 rotierenden Drehscheibe 11 parallel versetzt zur
Drehachse der Drehscheibe 11 angeordnet. Der Riemen 10 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
als Zahnriemen ausgebildet. An der als Zahnscheibe ausgeführten Drehscheibe 11 sind
zwei gegenüberliegende, radial verstellbare Schieber 12 und 13 angebracht. In den
radial verstellbaren Schiebern 12 und 13 sind die beiden Abtragelemente 4 und 5 über
jeweils eine Antriebswelle 14 und 15 drehbar gelagert. Die beiden Schieber 12 und
13 sind über Führungen 16 und 17 radial verschiebbar in der Drehscheibe 11 geführt.
Sie werden über Federn 18 radial nach innen gedrückt und können über einen im Folgenden
noch näher erläuterten Verstellmechanismus entgegen der Kraft der Federn 18 radial
nach außen verstellt und dadurch auseinander bewegt werden.
[0019] In den Figuren 1 und 2 ist erkennbar, dass die Drehscheibe 11 über axiale Verbindungsbolzen
19 mit einem durch ein Kreuzrollenlager an einer hinteren Stirnwand 20 des Gehäuses
3 drehbar gelagerten Stützring 21 verbunden ist. Dadurch wird die Lagerung der Drehscheibe
11 mit den daran angeordneten Abtragelementen 4 und 5 zusätzlich stabilisiert. Innerhalb
des Stützrings 21 ist an der hinteren Stirnwand 20 der Gehäuses 3 außerdem ein zum
Stützring 21 koaxiales Zahnrad 22 über Schrauben 23 fixiert. Das mit einer Stirnverzahnung
versehene, stationäre Zahnrad 22 dient als Sonnenrad eines Planetengetriebes zur Drehung
der beiden Abtragelemente 4 und 5 um deren Längsachsen 6 und 7.
[0020] Aus den Figuren 1 und 2 ist auch ersichtlich, dass auf den von den Abtragelementen
4 und 5 abgewandten hinteren Enden der Antriebswellen 14 jeweils eine Riemenscheibe
24 und 25 befestigt ist. Zur Drehung der beiden Abtragelemente 4 und 5 um ihre Längsachsen
6 bzw. 7 sind die beiden als Zahnriemenscheiben ausgeführten Riemenscheiben 24 und
25 gemäß Figur 3 über einen hier als Zahnriemen ausgeführten Riemen 26 mit einem Antriebsrad
27 verbunden.
[0021] Aus der Schnittansicht von Figur 4 geht hervor, dass das Antriebsrad 27 auf einer
Antriebswelle 28 sitzt, die über Lager 29 und 30 in der Drehscheibe 11 und einem mit
der Drehscheibe 11 fest verbundenen hülsenförmigen Lagerteil 31 gelagert ist. Das
Lagerteil 31 ist zur Drehachse der Drehscheibe 11 versetzt angeordnet. Auf dem zur
hinteren Stirnwand 20 des Gehäuses 3 gewandeten freien Ende der Antriebswelle 28 ist
ein mit der Verzahnung des stationären Zahnrads 22 kämmendes Zahnrad 32 befestigt.
Das als Planetenrad dienende Zahnrad 32 wälzt sich bei der Drehung der Drehscheibe
11 auf dem als Sonnerad fungierenden stationären Zahnrad 22 ab, so dass durch die
Drehung der Drehscheibe 11 auch das Antriebsrad 27 und über den Riemen 26 sowie die
beiden Riemenscheiben 24 und 25 auch die beiden Abtragelemente 4 und 5 um deren Längsachsen
6 und 7 gedreht werden.
[0022] Der Riemen wird über einen Riemenspanner 61 auf Spannung gehalten. Dadurch kann auch
bei Verstellung des Abstandes der Riemenscheiben 24, 25 durch Verstellung der Schieber
12, 13 der Riemenumfang im Wesentlichen konstant gehalten werden.
[0023] In Figur 4 ist auch erkennbar, dass innerhalb des Gehäuses 3 zwischen dem Zahnrad
22 und der Drehscheibe 11 ein mit einer Durchgangsöffnung 33 für das Rohr 2 versehenes
zentrales Führungsrohr 34 angeordnet ist. Auf dem zur Drehscheibe 11 gewandten freien
Ende des an der hinteren Stirnwand 20 des Gehäuses 3 abgestützten Führungsrohrs 34
ist die Drehscheibe 11 über ein Lager 35 drehbar gelagert. Auf dem Führungsrohr 34
ist eine mit einem Konus 36 versehene Hülse 37 axial verstellbar geführt.
[0024] Die auf dem Führungsrohr 34 axial verstellbar geführte Hülse 37 mit dem Konus 36
stellt einen Teil des in Figur 5 gezeigten Verstellmechanismus zur radialen Verstellung
der beiden Abtragelemente 4 und 5 dar. Der Konus 36 der Hülse 37 liegt an zwei konischen
Druckstücken 38 und 39 an, die an den beiden Schiebern 12 und 13 angeordnet sind.
Dies ist auch in Figur 3 gezeigt. Durch eine axiale Verstellung der Hülse 37 in Richtung
der Abtragelemente 4 und 5 können die beiden konischen Druckstücke 38 und 39 radial
nach außen und damit auch die Abtragelemente 4 und 5 über die beiden Schieber 12 und
13 auseinander bewegt werden. Wird die Hülse 37 dagegen zurückgezogen, können sich
die beiden Abtragelemente 4 und 5 aufgrund der Federn 18 wieder nach innen in Richtung
des Rohrs 2 bewegen. Dadurch kann der Abstand zwischen den Abtragelementen 4 und 5
eingestellt und der Anpressdruck der Abtragelemente 4 und 5 an das Rohr 2 angepasst
werden.
[0025] Wie aus den Figuren 4 und 5 hervorgeht, ist die mit dem Konus 36 versehene Hülse
37 über eine Klaue 40 und eine Stange 41 verschiebbar. Die Stange 41 ist durch einen
Motor 42 über einen Exzenterantrieb mit einer Exzeterbuchse 43 und eine mit einem
Exzenterzapfen 44 versehene Welle 45 verschiebbar.
[0026] An einer vorderen Stirnwand 46 des Gehäuses 3 ist außerdem eine in Figur 1 dargestellte
Haltevorrichtung 47 zur Halterung des Rohrs 2 während der Entschichtung angeordnet.
Die Haltevorrichtung 47 enthält zwei klappbare Haltearme 48 und 49, durch die das
Rohr 2 gegriffen werden kann.
[0027] In der Figur 6 ist eine Rohrbearbeitungsanlage in einer Draufsicht gezeigt. Die Rohrbearbeitungsanlage
enthält einen horizontalen Träger 50, auf dem die vorstehend beschriebene Entschichtungsvorrichtung
1 und weitere Bearbeitungsaggregate angeordnet sind. Der Entschichtungsvorrichtung
ist ein Richt- und Vorschubaggregat 51 zum Vorschieben und Richten des auf einem Rohrspeicher
52 bereitgestellten Rohrs 2 vorgeordnet. Von dem Richt- und Vorschubaggregat 52 wird
das Rohr von dem Rohrspeicher 52 abgezogen, gerichtet und zu der Entschichtungsvorrichtung
1 transportiert. In der Entschichtungsvorrichtung 1 wird dann die Rohrbeschichtung
des noch nicht getrennten Rohr 2 mittels der umlaufenden Abtragelemente 4 und 5 entfernt.
In einem der Entschichtungsvorrichtung 1 nachgeordneten Trenn- und Endenbearbeitungsaggregat
53 wird dann das Rohr 2 getrennt und die Enden des Rohrs 2 werden aufgeweitet und
kalibriert.
[0028] An dem Träger 50 ist außerdem eine dem Trenn- und Endenbearbeitungsaggregat 53 nachgeordnete
Positioniereinrichtung mit mehreren Greif- und Halteelementen 54, 55 und 56 angeordnet.
Durch die Positioniereinrichtung mit den Greif- und Halteelementen 54, 55 und 56 kann
der zuvor getrennte und noch nicht gebogene Rohrabschnitt quer nach hinten um z.B.
30 mm versetzt und mittig geklemmt werden. Durch zwei auf dem Träger 50 verschiebbar
angeordnete Biegeaggregate 57 und 58 kann der abgetrennte Abschnitt des Rohrs 2 von
beiden Außenseiten her in einer Vertikalebene gebogen werden, wobei die beiden Biegeaggregate
57 und 58 immer weiter nach innen verfahren. Durch zwei weitere Biegeaggregate 59
und 60 kann das Rohr dann gefasst, angehoben und in der Horizontalebene gebogen werden.
Gleichzeitig mit den Biegevorgängen am abgetrennten Abschnitt des Rohrs 2 kann ein
neuer Rohrabschnitt gerichtet, entschichtet, getrennt und kalibriert werden.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Entschichtungsvorrichtung
- 2
- Rohr
- 3
- Gehäuse
- 4
- Erstes Abtragelement
- 5
- Zweites Abtragelement
- 6
- Erste Längsachse
- 7
- Zweite Längsachse
- 8
- Mittelachse
- 9
- Motor
- 10
- Riemen
- 11
- Drehscheibe
- 12
- Erster Schieber
- 13
- Zweiter Schieber
- 14
- Erste Antriebswelle
- 15
- Zweite Antriebswelle
- 16
- Erste Führung
- 17
- Zweite Führung
- 18
- Feder
- 19
- Verbindungsbolzen
- 20
- Hintere Stirnwand
- 21
- Stützring
- 22
- Zahnrad
- 23
- Schraube
- 24
- Erste Riemenscheibe
- 25
- Zweite Riemenscheibe
- 26
- Riemen
- 27
- Antriebsrad
- 28
- Antriebswelle
- 29
- Lager
- 30
- Lager
- 31
- Lagerteil
- 32
- Zahnrad
- 33
- Durchgangsöffnung
- 34
- Führungsrohr
- 35
- Lager
- 36
- Konus
- 37
- Hülse
- 38
- Erstes Druckstück
- 39
- Zweites Druckstück
- 40
- Klaue
- 41
- Stange
- 42
- Motor
- 43
- Exzenterbuchse
- 44
- Exzenterzapfen
- 45
- Welle
- 46
- Vordere Stirnwand
- 47
- Haltevorrichtung
- 48
- Erster Haltearm
- 49
- Zweiter Haltearm
- 50
- Träger
- 51
- Richt- und Vorschubaggregat
- 52
- Drahtspeicher
- 53
- Trenn- und Endenbearbeitungsaggregat
- 54
- Greif- und Halteelement
- 55
- Greif- und Halteelement
- 56
- Greif- und Halteelement
- 57
- Biegeaggregat
- 58
- Biegeaggregat
- 59
- Biegeaggregat
- 60
- Biegeaggregat
- 61
- Riemenspanner
1. Entschichtungsvorrichtung (1) zur Entfernung einer Beschichtung auf einem Rohr (2)
mit einem Gehäuse (3), mehreren Abtragelementen (4, 5), die an einer drehbar gelagerten
und durch einen Motor (9) angetriebenen Drehscheibe (11) sowohl um ihre eigenen Längsachsen
(6, 7) als auch um eine Mittelachse (8) des innerhalb des Gehäuses (3) angeordneten
Rohrs (2) drehbar und parallel zur Drehachse der Drehscheibe (11) versetzt angeordnet
sind, und einem Verstellmechanismus (34, 36, 38, 39) zur Verstellung des Abstands
zwischen den Abtragelementen (4, 5), wobei der Motor (9) zum Antrieb der Drehscheibe
(11) über ein Getriebe (22, 32) auch die Abtragelemente (4, 5) zur Drehung um ihre
Längsachsen (6, 7) antreibt, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehscheibe (11) und der Verstellmechanismus (34, 36, 38, 39) in dem Gehäuse
(3) angeordnet sind und der Verstellmechanismus (34, 36, 38, 39) eine auf einem Führungsrohr
(34) axial verstellbar geführte Hülse (34) mit einem Konus (36) umfasst, der mit konischen
Stützrollen (38, 39) zur radialen Verstellung der Abtragelemente (4, 5) zusammenwirkt.
2. Entschichtungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehscheibe (11) von dem Motor (9) über einen Riemen (10) angetrieben wird.
3. Entschichtungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (22, 32) als Planetengetriebe mit einem am Gehäuse (3) angeordneten
stationären Zahnrad (22) und einem mit diesem kämmenden umlaufenden Zahnrad (32) zum
Antrieb eines mit der Drehscheibe (11) umlaufenden Antriebsrads (27) ausgebildet ist.
4. Entschichtungsvorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsrad (27) über einen Riemen (26) mit den Abtragelementen (4, 5) zu deren
Drehung um ihre Längsachsen (6, 7) verbunden ist.
5. Entschichtungsvorrichtung (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsrad (27) auf einer Antriebswelle (28) sitzt, die über Lager (29, 30)
in der Drehscheibe (11) und einem mit der Drehscheibe (11) fest verbundenen Lagerteil
(31) drehbar gelagert ist.
6. Entschichtungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehscheibe (11) mehrere radial verstellbare Schieber (12, 13) trägt, in denen
jeweils ein Abtragelement (4, 5) über eine Antriebswelle (14, 15) drehbar gelagert
ist.
7. Entschichtungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (3) eine Haltevorrichtung (47) zur Halterung des Rohres (2) während
der Entschichtung angeordnet ist.
8. Entschichtungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtragelemente (4) als Draht- oder Lamellenbürste mit einer abrasiven Beschichtung
ausgebildet sind.
9. Rohrbearbeitungsanlage mit einem Träger (50), an dem eine Entschichtungsvorrichtung
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, ein der Entschichtungsvorrichtung (1) vorgeordnetes
Richt- und Vorschubaggregat (51), ein der Entschichtungsvorrichtung (1) nachgeordnetes
Trenn- und Endenbearbeitungsaggregat (53) und eine dem Trenn- und Endenbearbeitungsaggregat
(53) nachgeordnete Positioniereinrichtung mit Greif- und Halteelementen (54, 55, 56)
zur Verschiebung und Halterung eines abgetrennten Rohrabschnitts angeordnet ist.
10. Rohrbearbeitungsanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Träger (50) Biegeaggregate (57, 58, 59, 60) zur Biegung des abgetrennten und
durch die Positioniereinrichtung verschobenen Rohrabschnitts angeordnet sind.
11. Rohrbearbeitungsanlage nach Anspruch 10 , dadurch gekennzeichnet, dass die Biegung des abgetrennten Rohrabschnitts durch die Biegeaggregate (57, 58, 59,
60) erfolgt, während gleichzeitig das nachfolgende, noch gerade Rohr bearbeitet wird.
1. Coating removal device (1) for removing a coating on a pipe (2) having a housing (3),
several abrading elements (4, 5), which are arranged on a rotatably mounted rotary
disc (11) driven by a motor (9) to be rotatable both about their own longitudinal
axes (6, 7) and about a central axis (8) of the pipe (2) arranged within the housing
(3) and offset parallel to the axis of rotation of the rotary disc (11), and an adjusting
mechanism (34, 36, 38, 39) for adjusting the distance between the abrading elements
(4, 5), wherein the motor (9) for driving the rotary disc (11) via a gear (22, 32)
also drives the abrading elements (4, 5) for rotation about their longitudinal axes
(6, 7), characterised in that the rotary disc (11) and the adjusting mechanism (34, 36, 38, 39) are arranged in
the housing (3) and the adjusting mechanism (34, 36, 38, 39) comprises a sleeve (34)
guided to be axially adjustable on a guide pipe (34) and having a cone (36) which
cooperates with conical support rollers (38, 39) for radial adjustment of the abrading
elements (4, 5).
2. Coating removal device (1) according to claim 1, characterised in that the rotary disc (11) is driven by the motor (9) via a belt (10).
3. Coating removal device (1) according to claim 1 or 2, characterised in that the gear (22, 32) is configured as a planetary gear having a stationary gearwheel
(22) arranged on the housing (3) and a rotating gearwheel (32) meshing with the latter
to drive a drive wheel (27) rotating with the rotary disc (11).
4. Coating removal device (1) according to claim 3, characterised in that the drive wheel (27) is connected to the abrading elements (4, 5) via a belt (26)
for rotation thereof about their longitudinal axes (6, 7).
5. Coating removal device (1) according to claim 3 or 4, characterised in that the drive wheel (27) sits on a drive shaft (28) which is mounted to be rotatable
via bearings (29, 30) in the rotary disc (11) and a bearing part (31) firmly connected
to the rotary disc (11).
6. Coating removal device (1) according to one of claims 1 to 5, characterised in that the rotary disc (11) supports several radially adjustable sliders (12, 13), in which
respectively an abrading element (4, 5) is mounted to be rotatable via a drive shaft
(14, 15).
7. Coating removal device (1) according to one of claims 1 to 6, characterised in that a holding device (47) for holding the pipe (2) during coating removal is arranged
on the housing (3).
8. Coating removal device (1) according to one of claims 1 to 7, characterised in that the abrading elements (4) are configured as a wire brush or finned brush with an
abrasive coating.
9. Pipe processing plant having a support (50), on which a coating removal device (1)
according to one of claims 1 to 8, an aligning and advance unit (51) arranged upstream
of the coating removal device (1), a separating and end-processing unit (53) arranged
downstream of the coating removal device (1) and a positioning device arranged downstream
of the separating and end-processing unit (53) having gripping and holding elements
(54, 55, 56) is arranged for displacing and holding a separated-off pipe section.
10. Pipe processing plant according to claim 9, characterised in that bending units (57, 58, 59, 60) are arranged on the support (50) to bend the separated-off
pipe section displaced by the positioning device.
11. Pipe processing plant according to claim 10, characterised in that bending of the separated-off pipe section is effected by the bending units (57, 58,
59, 60), while at the same time the following, still straight pipe is processed.
1. Dispositif d'enlèvement de couche (1) pour le retrait d'un revêtement sur un tube
(2) avec un boîtier (3), plusieurs éléments d'enlèvement (4, 5) qui sont agencés de
manière rotative au niveau d'un disque de rotation (11) logé de manière rotative et
entraîné par un moteur (9) non seulement autour de leurs propres axes longitudinaux
(6, 7) mais aussi autour d'un axe médian (8) du tube (2) agencé dans le boîtier (3)
et en déport parallèlement à l'axe de rotation du disque de rotation (11), et un mécanisme
de réglage (34, 36, 38, 39) pour le réglage de la distance entre les éléments d'enlèvement
(4, 5), dans lequel le moteur (9) pour l'entraînement du disque de rotation (11) par
le biais d'une transmission (22, 32) entraîne aussi les éléments d'enlèvement (4,
5) pour la rotation autour de leurs axes longitudinaux (6, 7), caractérisé en ce que le disque de rotation (11) et le mécanisme de réglage (34, 36, 38, 39) sont agencés
dans le boîtier (3) et le mécanisme de réglage (34, 36, 38, 39) comporte une douille
(34) guidée de manière réglable axialement sur un tube de guidage (34) avec un cône
(36) qui coopère avec des rouleaux d'appui (38, 39) coniques pour le réglage radial
des éléments d'enlèvement (4, 5).
2. Dispositif d'enlèvement de couche (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le disque de rotation (11) est entraîné par le moteur (9) par le biais d'une courroie
(10).
3. Dispositif d'enlèvement de couche (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la transmission (22, 32) est réalisée comme engrenage planétaire avec une roue dentée
(22) stationnaire agencée au niveau du boîtier (3) et une roue dentée (32) tournante
s'engrenant avec celle-ci pour l'entraînement d'une roue d'entraînement (27) tournant
avec le disque de rotation (11).
4. Dispositif d'enlèvement de couche (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la roue d'entraînement (27) est reliée par le biais d'une courroie (26) aux éléments
d'enlèvement (4, 5) pour leur rotation autour de leurs axes longitudinaux (6, 7).
5. Dispositif d'enlèvement de couche (1) selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la roue d'entraînement (27) loge sur un arbre d'entraînement (28) qui est logé de
manière rotative par le biais de paliers (29, 30) dans le disque de rotation (11)
et une partie de palier (31) reliée fixement au disque de rotation (11).
6. Dispositif d'enlèvement de couche (1) selon l'une quelconque des revendications 1
à 5, caractérisé en ce que le disque de rotation (11) porte plusieurs coulisseaux (12, 13) réglables radialement,
dans lesquels respectivement un élément d'enlèvement (4, 5) est logé de manière rotative
par le biais d'un arbre d'entraînement (14, 15).
7. Dispositif d'enlèvement de couche (1) selon l'une quelconque des revendications 1
à 6, caractérisé en ce qu'un dispositif de retenue (47) pour le support du tube (2) pendant l'enlèvement de
couche est agencé au niveau du boîtier (3).
8. Dispositif d'enlèvement de couche (1) selon l'une quelconque des revendications 1
à 7, caractérisé en ce que les éléments d'enlèvement (4) sont réalisés comme brosse métallique ou à lamelles
avec un revêtement abrasif.
9. Installation d'usinage de tube avec un support (50), au niveau duquel sont agencés
un dispositif d'enlèvement de couche (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, un groupe de direction et d'avance (51) agencé en amont du dispositif d'enlèvement
de couche (1), un groupe d'usinage de séparation et des extrémités (53) agencé en
aval du dispositif d'enlèvement de couche (1) et un dispositif de positionnement agencé
en aval du groupe d'usinage de séparation et des extrémités (53) avec des éléments
de préhension et de retenue (54, 55, 56) pour le coulissement et le support d'une
section de tube séparée.
10. Installation d'usinage de tube selon la revendication 9, caractérisée en ce que des groupes de flexion (57, 58, 59, 60) pour la flexion de la section de tube séparée
et coulissée par le dispositif de positionnement sont agencés au niveau du support
(50).
11. Installation d'usinage de tube selon la revendication 10, caractérisée en ce que la flexion de la section de tube séparée est effectuée par les groupes de flexion
(57, 58, 59, 60) alors que le tube suivant encore droit est simultanément usiné.
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