[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Niedertemperatur-Garen von Nahrungsmitteln.
[0002] Es ist allgemein bekannt, dass Nahrungsmittel mit niedrigen Temperaturen gegart werden
können, also mit Temperaturen, die geringfügig oberhalb der Ziel-Kerntemperatur des
fertig gegarten Nahrungsmittels liegen. Solche Verfahren sind sehr schonend für die
Nahrungsmittel und führen zu einem sensorisch sehr hochwertigen Gargut.
[0003] Nachteilig am Niedertemperatur-Garen ist allerdings, dass das fertig gegarte Gargut
unter Aspekten der Lebensmittelsicherheit nicht optimal ist. Anders als Lebensmittel,
die bei sehr hohen Temperaturen angebraten, gekocht oder in Heißdampf gegart werden,
werden eventuelle Keime beim Niedertemperatur-Garen womöglich nicht vollständig abgetötet.
Zwar werden bestimmte wichtige Keime schon ab 49°C abgetötet, allerdings nicht alle.
Außerdem benötigt man für eine ausreichende Keiminaktivierung eine sehr lange Haltezeit.
Daher sind Niedertemperatur-gegarte Nahrungsmittel nicht sicher für Risikogruppen
(beispielsweise ältere oder kranke Menschen und Kinder). Außerdem sind Niedertemperatur-gegarte
Nahrungsmittel oft nur kurz haltbar.
[0004] Die
EP 2 537 418 A1 offenbart ein Verfahren zum Garen eines Garguts in einem Gargerät, ohne dass die
Garraumtemperatur sehr hoch sein muss. Der Garprozess kann in eine Garguttemperatur-Regelphase
und eine Hochtemperaturphase aufgeteilt sein. Während des Garprozesses soll eine Garraumtemperatur
eine Grenztemperatur TLIM, die höchstens 20° über der End-Garguttemperatur liegt,
nicht überschreiten.
[0005] Die
DE 10 2013 218 785 A1 beschreibt ein Verfahren zum Garen von Lebensmitteln, das bei relativ niedriger Temperatur
von beispielsweise 55°C bis 65°C erfolgt. Eine Steuerung kann anhand hinterlegter
Werte oder Algorithmen die notwendige Garzeit berechnen. Nach Ablauf der Garzeit kann
eine Leistungsreduzierung vorgenommen werden, die mindestens 5% bis 25% beträgt.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Niedertemperatur-Garen
von Nahrungsmitteln zu schaffen, mit dem die Nahrungsmittel auch bei gewerblichen
Anwendungen (beispielsweise in Restaurants, Kantinen und der Großgastronomie) so gegart
werden können, dass sie im Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit einwandfrei sind,
länger haltbar sind und dennoch eine hohe sensorische Qualität aufweisen.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß ein Verfahren gemäß Anspruch 1 vorgesehen.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren kombiniert zwei Maßnahmen, um beim Niedertemperatur-Garen
ein Nahrungsmittel zu erhalten, das in lebensmitteltechnischer Hinsicht einwandfrei
ist. Zum einen wird eine Maximaldauer der Garphase vorgegeben. Die Garphase ist im
Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit besonders kritisch, da das Nahrungsmittel
im Verlauf des Garens einen kritischen Temperaturbereich durchschreitet, in dem der
Großteil der Keimvermehrung stattfindet. Erfindungsgemäß wird sichergestellt, dass
die Garphase nicht länger dauert, als dies unter Berücksichtigung der Anforderungen
der Lebensmittelsicherheit toleriert werden kann. Zum anderen ist erfindungsgemäß
eine Pasteurisationsphase vorgesehen, mit der eventuelle Keime so weit verringert
werden, dass das Nahrungsmittel auch für Risikogruppen unbedenklich ist und über eine
gewisse Zeit gelagert werden kann. Hierbei wird die Erkenntnis genutzt, dass eine
längere Haltezeit auch bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen dazu führt, dass
Keime abgetötet werden.
[0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Steuermodul eine Mindestdauer der Pasteurisationsphase
errechnet. Diese Mindestdauer kann abhängen vom Nahrungsmittel, das gegart wird, sowie
von der Kerntemperatur, die das fertig gegarte Nahrungsmittel hat.
[0010] Die garzeitrelevanten Parameter, insbesondere die geometrische Form, die für die
Errechnung des Temperaturverlaufs des Garprozesses verwendet wird, können insbesondere
der Durchmesser des Nahrungsmittels, und/oder die Größe sein. Es handelt sich hierbei
insbesondere um diejenigen Parameter, die im Hinblick auf die Wärmeleitung dafür relevant
sind, wann bei einem bestimmten Nahrungsmittel eine vorgegebene Kerntemperatur in
der Mitte erreicht ist.
[0011] Die möglichen geometrischen Formen können dabei in Gruppen eingeordnet sein, wobei
die erfasste geometrische Form in eine der Gruppen eingeordnet wird. Dies verringert
den Aufwand beim Errechnen des Temperaturverlaufs des Garprozesses. Die geometrische
Form des Nahrungsmittels kann beispielsweise den Gruppen Platte, Zylinder oder Kugel
zugeordnet sein, wobei hier insbesondere auf den Querschnitt des zu garenden Nahrungsmittels
abgestellt wird. Bei der Dicke des Nahrungsmittels können die unterschiedlichen Gruppen
beispielsweise eine Unterscheidung in klein, mittel und groß darstellen.
[0012] Erfindungsgemäß wird die Dauer der Garphase anhand der folgenden Formel ermittelt:

[0013] Dabei sind:
- t:
- Garzeit [Minuten]
- a:
- empirisch ermittelter Faktor der Garzeit pro Temperaturdifferenz und Fläche [s/(In(°C)
∗ cm2]
Dieser Faktor ist abhängig von der Temperaturdifferenz zwischen der Garraumtemperatur
und der Soll-Kerntemperatur und dem Verhältnis aus Breite und Dicke (B/D) des zu garenden
Nahrungsmittels. Dieser Faktor wird für die einzelnen Produktgruppen definiert.
- GT:
- Garraumtemperatur [°C]
In der Regel beträgt GT gleich der Soll-Kerntemperatur plus 2 °C. Diese Differenz
zwischen der Garraumtemperatur und der Soll-Kerntemperatur kann dann höher gewählt
werden, wenn andernfalls nicht innerhalb der vorgegebenen Maximaldauer die Soll-Kerntemperatur
erreicht werden kann.
- T0:
- Ausgangstemperatur [°C]
Hier kann aus Gründen der Vereinfachung stets von T0 gleich 0 °C ausgegangen werden.
- b:
- empirisch ermittelter Faktor, der repräsentativ für die Formänderung des zu garenden
Nahrungsmittels während des Garprozesses ist. Er ist abhängig von der Soll-Kerntemperatur
und von der Produktkategorie, da sich manche Lebensmittel (insbesondere Fleischsorten)
mehr verändern als andere. Dieser Faktor wird insbesondere bei im Ganzen gegartem
Roastbeef benötigt, das auf eine Kerntemperatur größer 60 °C gegart werden soll.
- x:
- charakteristische Länge, also kürzeste Strecke zum Schwerpunkt des Produkts. Bei einem
zylindrischen oder kugelförmigen Nahrungsmittel entspricht x der halben Dicke oder
des halben Durchmessers; bei einem quaderförmigen Produkt entspricht x der Hälfte
der Dicke.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren verwendet eine Maximaltemperatur während der Garphase,
die nicht höher als 90 °C liegt. Je niedriger die Maximaltemperatur während der Garphase,
desto höher ist die Qualität des gegarten Nahrungsmittels. Es ist daher vorteilhaft,
dass die Maximaltemperatur nicht mehr als 20 °C über der Soll-Kerntemperatur liegt.
Optimal ist, dass die Maximaltemperatur während der Garphase um nicht mehr als 2 °C
über der Soll-Kerntemperatur liegt. Hierbei wird immer davon ausgegangen, dass mit
der gewählten Garraumtemperatur die vorgegebene Maximaldauer der Garphase eingehalten
wird, also die Soll-Kerntemperatur erreicht wird, bevor die vorgegebene Maximaldauer
erreicht ist.
[0015] Die vorgegebene Maximaldauer beträgt gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen Verfahrens 4 Stunden. Dieser Wert ist im Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit
vorteilhaft und allgemein akzeptiert.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das Nahrungsmittel in
einer Dampfatmosphäre gegart. Dies hat zum einen den Vorteil, dass sich ein hoher
Wärmeeintrag ins Gargut ergibt. Hierdurch kann die Garphase möglichst kurzgehalten
werden. Zum anderen hat eine Dampfatmosphäre den Vorteil, dass das Nahrungsmittel
während der Pasteurisationsphase nicht austrocknet.
[0017] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der garzeitrelevante Parameter mittels einer
Kamera und einem Bildauswertungsmodul ermittelt wird. Dies verhindert Fehlbedienungen.
Erfindungsgemäß kann auch vorgesehen sein, dass der garzeitrelevante Parameter mittels
einer Benutzerschnittstelle abgefragt wird. Dies kann entweder ergänzend zur Erfassung
mittels Kamera und Bildauswertungsmodul erfolgen, beispielsweise wenn eine automatisierte
Zuordnung nicht mit der gewünschten Sicherheit möglich ist, oder ausschließlich, wenn
der Aufwand für die Kamera und das Bildauswertungsmodul vermieden werden soll.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert, die in
den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind. In diesen zeigt:
- Figur 1 schematisch ein Gargerät, das beim erfindungsgemäßen Verfahren verwendet wird;
- Figur 2 in einem schematischen Diagramm den Verlauf der Garraumtemperatur und der
Kerntemperatur bei einem ersten Ausführungsbeispiel; und
- Figur 3 in einem schematischen Diagramm den Verlauf der Garraumtemperatur und der
Kerntemperatur in einem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0019] In Figur 1 ist schematisch ein Gargerät 10 gezeigt, mit dem das erfindungsgemäße
Verfahren ausgeführt werden kann. Es handelt sich hier um ein Gargerät für den professionellen
Gebrauch, insbesondere für Restaurants, Kantinen und die Großgastronomie.
[0020] Das Gargerät weist einen Garraum 12 auf, in welchem Nahrungsmittel gegart werden
können. Als Beispiel ist hier ein Nahrungsmittel 14 gezeigt, bei dem es sich um Roastbeef
handelt.
[0021] Im Garraum 12 können die Nahrungsmittel in einer Garraumatmosphäre gegart werden,
die insbesondere gekennzeichnet ist durch die Temperatur und die Feuchte. Um diese
Parameter einzustellen, weist das Gargerät 10 eine Heizvorrichtung 16 sowie einen
Dampfgenerator 18 auf. Diese werden von einer Steuervorrichtung 20 angesteuert.
[0022] Die Steuervorrichtung 20 steuert auch den Antriebsmotor 22 eines Lüfterrades 24 an,
mit dem die Umwälzgeschwindigkeit der Garraumatmosphäre im Garraum 12 gesteuert werden
kann.
[0023] Das Gargerät 10 weist weiterhin eine Vorrichtung 26 zur Erfassung mindestens eines
garzeitrelevanten Parameters des Nahrungsmittels auf. Es handelt sich hier um eine
Kamera. Die Kamera 26 steht mit der Steuervorrichtung 20 in Verbindung. In die Steuervorrichtung
20 ist ein Steuermodul 28 integriert, das auf der Basis des garzeitrelevanten Parameters
einen Temperaturverlauf eines Garprozesses errechnen kann.
[0024] Das Gargerät 10 weist außerdem eine Benutzerschnittstelle 30 auf, beispielsweise
einen berührungsempfindlichen Bildschirm, mit dem ein Bediener einen Garprozess auswählen
kann oder auch Garzeitrelevante Parameter direkt eingeben kann.
[0025] Nachfolgend sei angenommen, dass das Stück Roastbeef 14 in den Garraum 12 eingebracht
wird und dort in einem Niedertemperatur-Garprozess gegart werden soll.
[0026] Beim Einbringen des Roastbeefs 14 in den Garraum werden die Größe und die Form des
Fleischstücks erfasst. Ausgehend hiervon errechnet das Steuermodul, mit welchem Temperaturverlauf
das Stück Roastbeef 14 am besten gegart werden soll.
[0027] Es wird angenommen, dass eine Soll-Kerntemperatur von 57 °C erreicht werden soll.
Das Steuermodul errechnet, beispielsweise unter Verwendung der oben angegebenen Formel,
dass bei einer Garraumtemperatur von 59 °C die gewünschte Soll-Kerntemperatur mit
einer Garphase erreicht wird, die zum Zeitpunkt t
1 abgeschlossen ist, wobei die Garphase 3,5 Stunden dauert. Diese Dauer liegt unterhalb
einer vorgegebenen Maximaldauer, die in der Steuervorrichtung 20 mit 4 Stunden hinterlegt
ist.
[0028] Im Diagramm ist der Verlauf der Garraumtemperatur mit der durchgezogenen Linie und
der Verlauf der Kerntemperatur im Roastbeef 14 mit der gestrichelten Linie dargestellt.
[0029] Wenn die Garphase abgeschlossen ist, startet eine Pasteurisationsphase, während der
die Kerntemperatur im Wesentlichen unverändert bleibt, da die Garraumtemperatur im
Schnitt auf die Soll-Kerntemperatur gesenkt wird. Die Pasteurisationsphase dient dazu,
die Belastung mit eventuell vorhandenen Keimen zu verringern. Die Dauer der Pasteurisationsphase
kann beispielsweise nach der P-Wert-Methode berechnet werden.
[0030] Wenn die vorberechnete Pasteurisationsdauer abgelaufen ist (hier zum Zeitpunkt t
2), wird ein Benutzer darüber benachrichtigt, dass das Nahrungsmittel nun fertig gegart
ist.
[0031] In Figur 3 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem das Steuermodul 28 erkennt,
dass bei Verwendung einer Garraumtemperatur, die lediglich geringfügig über der Soll-Kerntemperatur
liegt, die Garphase die hinterlegte Maximaldauer überschreiten würde. Dies kann insbesondere
daran liegen, dass das Roastbeef 14 einen zu großen Durchmesser hat. Daher wird für
die Garphase eine Garraumtemperatur gewählt, die hier um 10 °C höher liegt als im
in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel. Dies gewährleistet, dass die Kerntemperatur
des Roastbeefs 14 zu einem Zeitpunkt t
1, der maximal 4 Stunden nach Beginn des Garprozesses liegt, den gewünschten Wert von
57 °C erreicht hat. An die Garphase schließt sich hier eine Pasteurisationsphase an,
während der die Garraumtemperatur auf 57 °C abgesenkt ist, damit sich die Kerntemperatur
nicht mehr oder allenfalls unwesentlich weiter erhöht.
[0032] Auch hier wird der Bediener benachrichtigt, sobald die Pasteurisationsphase abgeschlossen
ist.
1. Verfahren zum Niedertemperatur-Garen von Nahrungsmitteln mittels der folgenden Schritte:
- das zu garende Nahrungsmittel wird in einen Garraum eingebracht, wobei das Nahrungsmittel
erfasst wird und wobei garzeitrelevante Parameter, insbesondere eine geometrische
Form des Nahrungsmittels, mittels einer Kamera und einem Bildauswertungsmodul erfasst
werden oder mittels einer Benutzerschnittstelle abgefragt werden,
- ein Steuermodul errechnet auf der Basis der geometrischen Form einen Temperaturverlauf
eines Garprozesses, der eine Garphase und eine Pasteurisationsphase enthält, wobei
eine vorgegebene Maximaldauer der Garphase eingehalten wird, die maximal vier Stunden
beträgt, und wobei die Garraumtemperatur während der Pasteurisationsphase im Schnitt
auf die Soll-Kerntemperatur gesenkt wird,
- die Dauer der Garphase wird anhand der folgenden Formel ermittelt:

wobei a ein empirisch ermittelter Faktor der Garzeit pro Temperaturdifferenz und
Fläche, GT die Garraumtemperatur, T0 eine Ausgangstemperatur, b ein empirisch ermittelter Faktor, der repräsentativ für
eine Formänderung des zu garenden Nahrungsmittels während des Garprozesses ist, und
x eine charakteristische Länge des Nahrungsmittels ist,
- das Steuermodul errechnet eine Mindestdauer der Pasteurisationsphase in Abhängigkeit
vom zu garenden Nahrungsmittel und von der Kerntemperatur des fertig gegarten Nahrungsmittels,
- das Nahrungsmittel wird mit dem errechneten Temperaturverlauf gegart,
- ein Benutzer wird darüber informiert, dass der Garprozess abgeschlossen ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erfasste geometrische Form ein Durchmesser und/oder die Größe des Nahrungsmittels
ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mögliche geometrische Formen in Gruppen geordnet sind und dass die erfasste geometrische
Form in eine der Gruppen eingeordnet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Maximaltemperatur während der Garphase nicht höher als 90°C liegt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Maximaltemperatur während der Garphase nicht mehr als 20°C über der Ziel-Kerntemperatur
gewählt wird, um die Maximaldauer der Garphase nicht zu überschreiten.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Maximaltemperatur während der Garphase um nicht mehr als 3 °C und insbesondere
nicht mehr als 2 °C über der Ziel-Kerntemperatur gewählt wird, wenn mit der sich dabei
ergebenden Dauer der Garphase deren vorgegebene Maximaldauer nicht überschritten wird.
1. A method of low-temperature cooking of food by means of the following steps:
- introducing the food to be cooked into a cooking chamber, wherein the food is detected
and wherein cooking time-relevant parameters, in particular a geometric shape of the
food, are detected by means of a camera and an image evaluation module or are queried
by means of an operator interface;
- calculating, by a control module, a temperature profile of a cooking process including
a cooking phase and a pasteurization phase on the basis of the geometric shape, wherein
a predefined maximum duration of the cooking phase is observed, which is a maximum
of four hours, and wherein the cooking chamber temperature is lowered on average to
the target core temperature during the pasteurization phase;
- determining the duration of the cooking phase using the following formula:

where a is an empirically determined factor of cooking time per temperature difference
and surface area, GT is the cooking chamber temperature, T0 is an initial temperature, b is an empirically determined factor that is representative
of a change in shape of the food to be cooked during the cooking process, and x is
a characteristic length of the food;
- calculating, by the control module, a minimum duration of the pasteurization phase
as a function of the food to be cooked and of the core temperature of the ready-cooked
food;
- cooking the food using the calculated temperature profile;
- informing an operator that the cooking process has been completed.
2. The method according to claim 1, characterized in that the geometric shape detected is a diameter and/or the size of the food.
3. The method according to claim 2, characterized in that possible geometric shapes are arranged in groups and in that the geometric shape detected is classified into one of the groups.
4. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the maximum temperature during the cooking phase is not higher than 90°C.
5. The method according to claim 4, characterized in that the maximum temperature during the cooking phase is selected to be no higher than
20°C above the target core temperature so as not to exceed the maximum duration of
the cooking phase.
6. The method according to claim 5, characterized in that the maximum temperature during the cooking phase is selected to be no higher than
3°C, and in particular no higher than 2°C, above the target core temperature if the
resulting duration of the cooking phase does not exceed the predefined maximum duration
thereof.
1. Procédé de cuisson de produits alimentaires à basse température au moyen des étapes
suivantes :
- le produit alimentaire à cuire est placé dans un espace de cuisson, le produit alimentaire
étant détecté et des paramètres pertinents pour le temps de cuisson, en particulier
une forme géométrique du produit alimentaire, étant détectés au moyen d'une caméra
et d'un module d'évaluation d'image ou étant interrogés au moyen d'une interface utilisateur,
- un module de commande calcule, sur la base de la forme géométrique, un profil de
température d'une procédure de cuisson contenant une phase de cuisson et une phase
de pasteurisation, une durée maximum prédéterminée de la phase de cuisson qui est
égale à quatre heures au maximum étant respectée, et la température de l'espace de
cuisson étant abaissée en moyenne à la température à cœur de consigne,
- la durée de la phase de cuisson est déterminée à l'aide de la formule suivante :

a étant un facteur déterminé de manière empirique du temps de cuisson par différence
de température et surface, GT étant la température de l'espace de cuisson, T0 étant une température initiale, b étant un facteur déterminé de manière empirique
qui est représentatif d'un changement de forme du produit alimentaire à cuire pendant
la procédure de cuisson, et x étant une longueur caractéristique du produit alimentaire,
- le module de commande calcule une durée minimum de la phase de pasteurisation en
fonction du produit alimentaire à cuire et de la température à cœur du produit alimentaire
dont la cuisson est terminée,
- le produit alimentaire est cuit selon le profil de température calculé,
- un utilisateur est informé que la procédure de cuisson est terminée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la forme géométrique détectée est un diamètre et/ou la taille du produit alimentaire.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que des formes géométriques possibles sont classées en groupes et en ce que la forme géométrique détectée est classée dans l'un des groupes.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la température maximum pendant la phase de cuisson n'est pas supérieure à 90°C.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la température maximum pendant la phase de cuisson est choisie de sorte à ne pas
dépasser la température à cœur cible de plus de 20°C pour ne pas excéder la durée
maximum de la phase de cuisson.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la température maximum pendant la phase de cuisson est choisie de sorte à ne pas
dépasser la température à cœur cible de plus de 3°C et en particulier de plus de 2°C
lorsqu'avec la durée de la phase de cuisson qui en résulte, la durée maximum prédéterminée
de celle-ci n'est pas excédée.