Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Biegevorrichtung zur Herstellung eines Drahtgeflechts
nach dem Anspruch 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Drahtgeflechts nach
dem Anspruch 8.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Drahtgeflechte aus hochfestem Stahldraht bekannt,
die auf Flechtmaschinen mit Flechtmessern gefertigt werden. Aufgrund der hohen Biegesteifigkeit
hochfester Stahldrähte weisen derartige Drahtgeflechte bauchige Maschen auf, die von
gekrümmten Schenkelabschnitten gebildet werden.
[0003] Aus der
DE 2 327 005 A1 ist zudem ein Verfahren bekannt, mittels dem ein Maschendrahtgeflecht durch ein Zusammendrücken
von Maschen mittels einer Plattenpresse dickenreduziert wird.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Biegevorrichtung
mit vorteilhaften Eigenschaften hinsichtlich einer Fertigung belastbarer Drahtgeflechte
bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Patentansprüche
1 und 8 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
den Unteransprüchen entnommen werden können.
Vorteile der Erfindung
[0005] Die Erfindung geht aus von einer Biegevorrichtung zur Herstellung eines Drahtgeflechts,
insbesondere eines Sicherheitsnetzes, welches mehrere ineinander geflochtene Wendeln
aufweist, von denen wenigstens eine Wendel aus zumindest einem Drahtbündel, einer
Drahtlitze, einem Drahtseil und/oder einem anderen Längselement mit zumindest einem,
einen hochfesten Stahl aufweisenden, Draht gefertigt ist, mit zumindest einer Biegeeinheit,
die zumindest eine Führungsschnecke sowie zumindest ein relativ zu der Führungsschnecke
um eine Rotationsachse drehbares Flechtmesser zu einer Herstellung eines Wendelrohlings
mit zumindest zwei gekrümmten Schenkeln und mit zumindest einer die gekrümmten Schenkel
verbindenden Biegestelle mittels eines Biegens des Längselements umfasst, und mit
einer Flechteinheit, die zu einem Einflechten des Wendelrohlings in ein Vorgeflecht
des Drahtgeflechts vorgesehen ist.
[0006] Es wird vorgeschlagen, dass die Biegevorrichtung eine Begradigungseinheit aufweist,
die zu einer zumindest teilweisen Begradigung der gekrümmten Schenkel vorgesehen ist.
[0007] Die erfindungsgemäße Biegevorrichtung ermöglicht vorteilhaft eine einfache und/oder
kostengünstige und/oder zuverlässige und/oder präzise Herstellung eines belastbaren
Drahtgeflechts. Insbesondere kann hinsichtlich einer Geometrie eines Drahtgeflechts
eine präzise Fertigung erzielt werden. Ferner kann ein hoher Durchsatz bei einer Fertigung
erzielt werden. Außerdem kann eine hohe Flexibilität hinsichtlich realisierbarer Geometrien
eines Drahtgeflechts und/oder dessen Maschen erzielt werden. Vorteilhaft wird die
Fertigung eines Drahtgeflechts mit einer hohen Zugfestigkeit quer zu Wendeln des Drahtgeflechts
ermöglicht. Zudem kann vorteilhaft eine Fertigung an eine Beschaffenheit eines verwendeten
Drahts angepasst werden.
[0008] insbesondere ist die Wendel aus einem Längselement, nämlich einem Einzeldraht, einem
Drahtbündel, einer Drahtlitze, einem Drahtseil und/oder einem anderen Längselement,
welches zumindest den Draht umfasst, gefertigt. Unter einem "Draht" soll in diesem
Zusammenhang insbesondere ein länglicher und/oder dünner und/oder zumindest maschinell
biegbarer und/oder biegsamer Körper verstanden werden. Vorteilhaft weist der Draht
entlang seiner Längsrichtung einen zumindest im Wesentlichen konstanten, insbesondere
kreisförmigen oder elliptischen Querschnitt auf. Besonders vorteilhaft ist der Draht
als ein Runddraht ausgebildet. Es ist aber auch denkbar, dass der Draht zumindest
abschnittsweise oder vollständig als ein Flachdraht, ein Vierkantdraht, ein polygonaler
Draht und/oder ein Profildraht ausgebildet ist. Beispielsweise kann der Draht zumindest
teilweise oder auch vollständig aus Metall, insbesondere einer Metalllegierung, und/oder
organischem und/oder anorganischem Kunststoff und/oder einem Kompositmaterial und/oder
einem anorganischen nichtmetallischen Material und/oder einem keramischen Material
ausgebildet sein. Es ist beispielsweise denkbar, dass der Draht als ein Polymerdraht
oder ein Kunststoffdraht ausgebildet ist. Insbesondere kann der Draht als ein Verbunddraht
ausgebildet sein, beispielsweise als ein Metall-organischer Verbunddraht und/oder
ein Metall-anorganischer Verbunddraht und/oder ein Metall-Polymer-Verbunddraht und/oder
ein Metall-Metall-Verbunddraht oder dergleichen. Insbesondere ist denkbar, dass der
Draht zumindest zwei unterschiedliche Materialien umfasst, die insbesondere einer
Verbundgeometrie gemäß relativ zueinander angeordnet und/oder zumindest teilweise
miteinander vermischt sind. Vorteilhaft ist der Draht als ein Metalldraht, insbesondere
als ein Stahldraht, insbesondere als ein Edelstahldraht ausgebildet. Weist die Wendel
mehrere Drähte auf, sind diese vorzugsweise identisch. Es ist aber auch denkbar, dass
die Wendel mehrere Drähte aufweist, die sich insbesondere hinsichtlich ihres Materials
und/oder ihres Durchmessers und/oder ihres Querschnitts unterscheiden. Vorzugsweise
weist der Draht eine insbesondere korrosionsbeständige Beschichtung und/oder Ummantelung
wie beispielsweise eine Zinkbeschichtung und/oder eine Aluminium-Zink-Beschichtung
und/oder eine Kunststoffbeschichtung und/oder eine PET-Beschichtung und/oder eine
Metalloxidbeschichtung und/oder eine Keramikbeschichtung oder dergleichen auf.
[0009] Vorteilhaft ist die Quererstreckung der Wendel größer, insbesondere erheblich größer
als ein Durchmesser des Drahts und/oder als ein Durchmesser des Längselements, aus
dem die Wendel gefertigt ist. Vorteilhaft ist die Quererstreckung kleiner, insbesondere
erheblich kleiner als eine Länge der Schenkel. Je nach Anwendung und insbesondere
je nach gewünschter Belastbarkeit und/oder je nach gewünschten Federeigenschaften
des Drahtgeflechts, insbesondere in Frontalrichtung, kann die Quererstreckung beispielsweise
zweimal oder dreimal oder fünfmal oder zehnmal oder 20-mal so groß sein wie der Durchmesser
des Längselements, wobei auch dazwischenliegende Werte oder kleinere Werte oder größere
Werte denkbar sind. Ebenso kann je nach Anwendung der Draht einen Durchmesser von
beispielsweise etwa 1 mm, etwa 2 mm, etwa 3 mm, etwa 4 mm, etwa 5 mm, etwa 6 mm, etwa
7 mm oder noch mehr oder noch weniger oder auch einen Durchmesser eines dazwischenliegenden
Werts aufweisen. Größere, insbesondere erheblich größere Durchmesser sind ferner denkbar,
falls das Längselement mehrere Komponenten, insbesondere mehrere Drähte, umfasst,
wie beispielsweise im Fall eines Drahtseils oder einer Litze oder eines Drahtbündels
oder dergleichen.
[0010] Unter einer "Haupterstreckungsebene" eines Objekts soll insbesondere eine Ebene verstanden
werden, welche parallel zu einer größten Seitenfläche eines kleinsten gedachten Quaders
ist, welcher das Objekt gerade noch vollständig umschließt, und insbesondere durch
den Mittelpunkt des Quaders verläuft.
[0011] Insbesondere ist das Drahtgeflecht als eine Böschungssicherung, als ein Sicherheitszaun,
als ein Fangzaun, als ein Steinschlag-Schutznetz, als ein Absperrzaun, als ein Fischfarming-Netz,
als ein Raubtier-Schutznetz, als ein Gehegezaun, als eine Tunnelsicherung, als ein
Hangmurenschutz, als ein Motorsport-Schutzzaun, als ein Straßenzaun, als eine Lawinensicherung
oder dergleichen ausgebildet. Insbesondere ist das Drahtgeflecht flächig ausgebildet.
Vorteilhaft ist das Drahtgeflecht regelmäßig und/oder in zumindest eine Richtung periodisch
aufgebaut. Bevorzugt ist das Drahtgeflecht einrollbar und/oder ausrollbar, insbesondere
um eine Achse, welche parallel zu der Haupterstreckungsrichtung der Wendel verläuft.
Insbesondere ist eine aus dem Drahtgeflecht aufgerollte Rolle in eine Richtung senkrecht
zu der Haupterstreckungsrichtung der Wendel ausrollbar. Vorteilhaft weist das Drahtgeflecht
eine Vielzahl von insbesondere identisch ausgebildeten Maschen auf. Besonders vorteilhaft
bilden die Wendeln die Maschen aus.
[0012] Vorzugsweise ist die Wendel spiralartig ausgebildet. Insbesondere ist die Wendel
als eine abgeflachte Spirale ausgebildet. Vorteilhaft weist die Wendel entlang ihres
Verlaufs einen zumindest im Wesentlichen konstanten oder einen konstanten Durchmesser
und/oder Querschnitt auf. Vorzugsweise weist die Wendel und/oder das Längselement
und/oder der Draht einen kreisförmigen Querschnitt auf. Besonders bevorzugt weist
die Wendel eine Vielzahl von Schenkeln auf, welche vorteilhaft zumindest im Wesentlichen
identisch oder identisch ausgebildet sind. Bevorzugt ist die Wendel aus einem einzelnen
insbesondere unterbrechungsfreien Draht ausgebildet. Bevorzugt ist die Wendel aus
einem einzelnen Längselement, insbesondere lediglich aus dem Längselement, ausgebildet,
beispielsweise aus dem Draht oder einer Litze oder einem Drahtseil oder einem Drahtbündel
oder dergleichen.
[0013] Unter "zumindest im Wesentlichen identischen" Objekten sollen in diesem Zusammenhang
insbesondere Objekte verstanden werden, die derart konstruiert sind, dass sie jeweils
eine gemeinsame Funktion erfüllen können und sich in ihrer Konstruktion abgesehen
von Fertigungstoleranzen höchstens durch einzelne Elemente unterscheiden, die für
die gemeinsame Funktion unwesentlich sind. Vorzugsweise soll unter "zumindest im Wesentlichen
identisch" abgesehen von Fertigungstoleranzen und/oder im Rahmen fertigungstechnischer
Möglichkeiten identisch verstanden werden, wobei unter identischen Objekten insbesondere
auch zueinander symmetrische Objekte verstanden werden sollen. Unter einem "zumindest
im Wesentlichen konstanten Wert" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Wert
verstanden werden, der um höchstens 20 %, vorteilhaft um höchstens 15 %, besonders
vorteilhaft um höchstens 10 %, bevorzugt um höchstens 5 % und besonders bevorzugt
um höchstens 2 %variiert. Darunter, dass ein Objekt einen "zumindest im Wesentlichen
konstanten Querschnitt" aufweist, soll dabei insbesondere verstanden werden, dass
für einen beliebigen ersten Querschnitt des Objekts entlang zumindest einer Richtung
und einen beliebigen zweiten Querschnitt des Objekts entlang der Richtung ein minimaler
Flächeninhalt einer Differenzfläche, die bei einem Übereinanderlegen der Querschnitte
gebildet wird, maximal 20 %, vorteilhaft maximal 10 % und besonders vorteilhaft maximal
5 % des Flächeninhalts des größeren der beiden Querschnitte beträgt.
[0014] Insbesondere weist die Wendel eine Längsrichtung auf. Vorzugsweise ist die Längsrichtung
der Wendel zumindest im Wesentlichen parallel oder parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung
der Wendel angeordnet. Vorzugsweise weist die Wendel eine Längsachse auf, die parallel
zu der Längsrichtung der Wendel verläuft. Vorzugsweise ist die Haupterstreckungsebene
der Wendel zumindest im Wesentlichen parallel zu der Haupterstreckungsebene des Drahtgeflechts
angeordnet, zumindest in einem planar ausgelegten und/oder planar ausgerollten Zustand
des Drahtgeflechts, welcher sich insbesondere von einem installierten Zustand des
Drahtgeflechts unterscheiden kann. Unter einer "Haupterstreckungsrichtung" eines Objekts
soll dabei insbesondere eine Richtung verstanden werden, welche parallel zu einer
längsten Kante eines kleinsten gedachten Quaders verläuft, welcher das Objekt gerade
noch vollständig umschließt. Unter "zumindest im Wesentlichen parallel" soll hier
insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung, insbesondere
in einer Ebene, verstanden werden, wobei die Richtung gegenüber der Bezugsrichtung
eine Abweichung insbesondere kleiner als 8°, vorteilhaft kleiner als 5° und besonders
vorteilhaft kleiner als 2° aufweist.
[0015] Vorzugsweise weist das Drahtgeflecht eine Mehrzahl oder eine Vielzahl von insbesondere
zumindest im Wesentlichen identisch ausgebildeten oder insbesondere identisch ausgebildeten
Wendeln auf. Es ist auch denkbar, dass das Drahtgeflecht aus mehreren unterschiedlichen
Wendeln ausgebildet ist. Insbesondere ist denkbar, dass das Drahtgeflecht eine Mehrzahl
oder Vielzahl erster Wendeln und eine Mehrzahl oder Vielzahl zu den ersten Wendeln
verschieden ausgebildeter zweiter Wendeln aufweist, die insbesondere abwechselnd angeordnet
sind. Vorteilhaft sind die Wendeln miteinander verbunden. Insbesondere sind benachbarte
Wendeln derart angeordnet, dass ihre Längsrichtungen parallel verlaufen. Vorzugsweise
ist jeweils eine Wendel in jeweils zwei ihr benachbarte Wendeln eingeflochten und/oder
eingedreht. Insbesondere ist das Drahtgeflecht herstellbar, indem in das Vorgeflecht
eine Wendel eingedreht wird, in diese eingedrehte Wendel eine weitere Wendel eingedreht
wird, in diese weitere eingedrehte Wendel wiederum eine Wendel eingedreht wird und
so weiter. Insbesondere weisen die Wendeln des Drahtgeflechts denselben Drehsinn auf.
Vorteilhaft sind jeweils zwei Wendeln miteinander verknotet, insbesondere jeweils
an einem ersten ihrer Enden und/oder jeweils an einem den ersten Enden gegenüberliegenden
zweiten ihrer Enden.
[0016] Erfindungsgemäß ist der Draht, insbesondere abgesehen von einer Beschichtung vollständig,
aus hochfestem Stahl gefertigt. Erfindungsgemäß handelt es sich bei dem hochfesten
Stahl um Federstahl. Beispielsweise kann es sich bei dem hochfesten Stahl um einen
für Drahtseile geeigneten Stahl handeln. Erfindungsgemäß weist der Draht eine Zugfestigkeit
von wenigstens 800 N mm
-2 auf. Vorteilhaft weist der Draht eine Zugfestigkeit von wenigstens 1000 N mm
-2, besonders vorteilhaft von wenigstens 1200 N mm
-2, vorzugsweise von wenigstens 1400 N mm
-2 und besonders bevorzugt von wenigstens 1600 N mm
-2, insbesondere eine Zugfestigkeit von etwa 1770 N mm
-2 oder von etwa 1960 N mm
-2 auf. Es ist auch denkbar, dass der Draht eine noch höhere Zugfestigkeit aufweist,
beispielsweise eine Zugfestigkeit von wenigstens 2000 N mm
-2, oder von wenigstens 2200 N mm
-2, oder auch von wenigstens 2400 N mm
-2. Hierdurch kann eine hohe Belastbarkeit, insbesondere eine hohe Zugfestigkeit und/oder
eine hohe Steifigkeit quer zum Geflecht erzielt werden.
[0017] Vorzugsweise ist das Flechtmesser zumindest teilweise in der Führungsschnecke angeordnet.
Vorzugsweise bildet die Führungsschnecke zumindest eine Führungsgasse und/oder eine
Führungskulisse für den Wendelrohling aus. Vorteilhaft ist die Biegeeinheit dazu vorgesehen,
zwei Drähte gleichzeitig zu biegen, die insbesondere parallel zueinander verlaufend
um das Flechtmesser gewickelt sind und/oder um das Flechtmesser gebogen werden. Insbesondere
ist die Biegeeinheit dazu vorgesehen, zwei Wendeln gleichzeitig zu fertigen und bei
einem Biegen ineinanderzuflechten. Vorteilhaft weist die Führungsschnecke eine weitere
Führungsgasse für einen weiteren Wendelrohling auf.
[0018] Vorzugsweise sind die Schenkel des Wendelrohlings aus einer Ebene parallel zu der
Haupterstreckungsebene der Wendel herausgekrümmt. Besonders bevorzugt sind die Schenkel
des Wendelrohlings konvex gekrümmt. Insbesondere ist der Wendelrohling aufgrund der
gekrümmten Schenkel bauchig ausgebildet. Vorteilhaft ist der Wendelrohling in einem
Bereich der Biegestelle um weniger als 180° gebogen. Insbesondere bilden die Biegestelle
sowie jeweils ein halber an die Biegestelle anschließender gekrümmter Schenkel gemeinsam
eine Biegung um 180° aus.
[0019] Vorteilhaft umfasst das Vorgeflecht eine Vielzahl von ineinander geflochtenen Wendeln
und/oder Wendelrohlingen. Insbesondere ist die Flechteinheit dazu vorgesehen, den
Wendelrohling entlang seiner Längsrichtung in das Vorgeflecht einzuflechten, insbesondere
einzudrehen. Vorteilhaft wird der Wendelrohling nach einem Einflechten und/oder Eindrehen
in das Vorgeflecht entsprechend einer Breite des Vorgeflechts und/oder einer Breite
des Drahtgeflechts abgeschnitten und insbesondere mit wenigstens einer vorteilhaft
benachbarten Wendel vorteilhaft an gegenüberliegenden Enden der betreffenden Wendeln
verknotet. Vorzugsweise bildet der Wendelrohling nach dem Einflechten und nach einem
Ablängen eine Wendel des Drahtgeflechts.
[0020] Unter einer "zumindest teilweisen Begradigung" eines Objekts soll in diesem Zusammenhang
insbesondere eine Verformung verstanden werden, die einen Verlauf des Objekts einem
linearen Verlauf zumindest annähert, insbesondere gegenüber einem unverformten Zustand
des Objekts. Vorteilhaft ist die Begradigungseinheit dazu vorgesehen, die gekrümmten
Schenkel zu begradigen. Besonders vorteilhaft ist die Begradigungseinheit dazu vorgesehen,
die Schenkel mit einem geraden Verlauf zu versehen. Insbesondere verlaufen die an
die Biegestelle angrenzenden Schenkel nach dem Begradigen in parallelen Ebenen. Vorzugsweise
ist die Begradigungseinheit dazu vorgesehen, einen Biegewinkel der Biegestelle zu
vergrößern. Besonders bevorzugt ist die Begradigungseinheit dazu vorgesehen, die Biegestelle
mit einem Biegewinkel von 180° zu versehen. Vorteilhaft ist der Wendelrohling nach
der Begradigung in dem Bereich der Biegestelle um 180° gebogen. Insbesondere ist die
Begradigungseinheit dazu vorgesehen, die gekrümmten Schenkel gerade zu biegen.
[0021] Erfindungsgemäß ist die Begradigungseinheit zu einem Zusammendrücken des Wendelrohlings
in eine Pressrichtung senkrecht zu der Rotationsachse und insbesondere senkrecht zu
der Längsrichtung des Wendelrohlings vorgesehen. Vorteilhaft ist die Begradigungseinheit
zu einem Verbiegen der gekrümmten Schenkel auf die Rotationsachse zu vorgesehen. Vorzugsweise
ist die Begradigungseinheit dazu vorgesehen, vorgewölbte Bereiche der gekrümmten Schenkel
aufeinander zu zu biegen. Hierdurch können vorteilhaft bei einem Biegen einer Wendel
auftretende Krümmungen nachträglich reduziert oder und/begradigt werden.
[0022] Erfindungsgemäß beinhaltet das Zusammendrücken ein Überdrücken und/oder ein Überbiegen
der gekrümmten Schenkel. Insbesondere ist ein Abstand zwischen den Schenkeln, insbesondere
senkrecht zu der Rotationsachse, bei dem Überbiegen und/oder Überdrücken und/oder
in einem überdrückten und/oder überbogenen Zustand der Schenkel kleiner als in einem
fertiggestellten Zustand der entsprechenden Wendel und/oder des Drahtgeflechts. Vorteilhaft
werden die gekrümmten Schenkel um wenigstens einige Millimeter überdrückt und/oder
überbiegen, wobei eine Überdrückstrecke und/oder eine Überbiegestrecke insbesondere
von einer Biegesteifigkeit und/oder Beschaffenheit des Drahts und/oder von einer Geometrie
des Wendelrohlings abhängt. Vorzugsweise ist eine Überdrückstrecke und/oder eine Überbiegestrecke
der Begradigungseinheit einstellbar und/oder an eine Geometrie des Wendelrohlings
und/oder an eine Beschaffenheit des Drahts anpassbar. Erfindungsgemäß ist die Begradigungseinheit
dazu vorgesehen, die Schenkel soweit zu überbiegen und/oder zu überdrücken, dass die
Schenkel nach erfolgtem Biegen und nach einem anschließenden
teilweisen Rückfedern einen geraden Verlauf aufweisen. Hierdurch kann vorteilhaft
ein rückfedernder Draht in einem Bereich von Schenkeln einer Wendel eines Drahtgeflechts
präzise begradigt werden.
[0023] Zudem wird vorgeschlagen, dass die Begradigungseinheit um die Rotationsachse drehbar
gelagert ist. Vorzugsweise weist die Biegevorrichtung eine gemeinsame Antriebseinheit
für das Flechtmesser und eine Rotation der Begradigungseinheit auf. Vorteilhaft dreht
sich die Begradigungseinheit bei dem Biegen des Drahts und/oder bei der Begradigung
in dieselbe Richtung wie das Flechtmesser. Hierdurch kann vorteilhaft eine hohe Fertigungsgeschwindigkeit
erzielt werden. Ferner kann hierdurch vorteilhaft in einem laufenden Betrieb auf ein
Abbremsen und Beschleunigen bewegter Teile weitgehend verzichtet werden.
[0024] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass eine Rotation
des Flechtmessers und eine Rotation der Begradigungseinheit synchronisiert sind. Vorteilhaft
ist eine Bewegung der Begradigungseinheit insbesondere mechanisch an eine Bewegung
des Flechtmessers gekoppelt. Es ist auch denkbar, dass die Biegevorrichtung eine Steuereinheit
und/oder eine Regeleinheit aufweist, die eine Rotation der Begradigungseinheit mit
der Rotation des Flechtmessers synchronisiert. Vorzugsweise ist eine Lage der Begradigungseinheit,
insbesondere deren Schwerpunkts, relativ zu dem Flechtmesser während der Rotation
des Flechtmessers und während der Rotation der Begradigungseinheit konstant. Besonders
bevorzugt ist eine Lage der Begradigungseinheit, insbesondere deren Schwerpunkts,
relativ zu dem Wendelrohling unverdreht. Insbesondere bewegt sich der Wendelrohling
während seiner Herstellung relativ zu der Begradigungseinheit entlang seiner Längsrichtung,
wobei insbesondere eine Orientierung des Wendelrohlings relativ zu der Begradigungseinheit
konstant ist. Hierdurch kann vorteilhaft eine Begradigungseinheit präzise mitgeführt
werden. Ferner kann hierdurch ein Überbiegen gekrümmter Schenkel in kontrollierter
und/oder zuverlässiger Weise erfolgen.
[0025] Zudem wird vorgeschlagen, dass die Begradigungseinheit zumindest ein senkrecht zu
der Längsrichtung des Wendelrohlings bewegbares Presselement aufweist. Insbesondere
ist das Presselement senkrecht zu der Rotationsachse bewegbar gelagert. Vorteilhaft
ist das Presselement zu einem Pressen des Wendelrohlings, insbesondere zumindest eines
gekrümmten Schenkels, vorgesehen. Besonders vorteilhaft ist das Presselement zu der
Begradigung auf die Rotationsachse zu bewegbar und/oder nach der Begradigung von der
Rotationsachse weg bewegbar. Vorzugsweise ist eine Bewegung des Presselements, insbesondere
auf die Rotationsachse zu und/oder von der Rotationsachse weg, mit der Rotation der
Begradigungseinheit und/oder mit der Rotation des Flechtmessers synchronisiert und
vorteilhaft an diese gekoppelt. Vorzugsweise ist eine Pressstrecke, insbesondere deren
Länge, über welche sich das Presselement bei dem Begradigen relativ zu der Rotationsachse
bewegt, einstellbar. Vorzugsweise ist ein Grad des Überdrückens und/oder des Überbiegens
mittels eines Einstellens der Pressstrecke einstellbar. Insbesondere definiert die
Pressstrecke die Überbiegestrecke und/oder die Überdrückstrecke. Vorteilhaft weist
das Presselement eine Pressfläche auf, die bei dem Begradigen gegen wenigstens einen
gekrümmten Schenkel gedrückt wird. Die Pressfläche kann eben oder gekrümmt, insbesondere
vorgewölbt sein. Insbesondere ist denkbar, dass die Pressfläche derart gewölbt ist,
dass unterschiedliche Bereiche eines gekrümmten Schenkels unterschiedlich stark gebogen
und/oder gepresst, insbesondere überbogen und/oder überdrückt, werden. Vorzugsweise
weist die Begradigungseinheit zumindest ein weiteres Presselement auf, welches insbesondere
dem Presselement gegenüberliegend angeordnet ist. Vorzugsweise ist das Presselement
relativ zu dem weiteren Presselement bewegbar. Besonders bevorzugt ist das weitere
Presselement senkrecht zu der Rotationsachse bewegbar. Insbesondere sind das Presselement
und das weitere Presselement aufeinander zu bewegbar. Vorteilhaft ist das weitere
Presselement zu dem Presselement zumindest im Wesentlichen identisch ausgebildet.
Besonders vorteilhaft ist das weitere Presselement zu dem Presselement spiegelsymmetrisch
ausgebildet, insbesondere bezüglich einer Ebene, in welcher die Rotationsachse verläuft.
Es ist auch denkbar, dass das weitere Presselement als ein Gegenhalteelement ausgebildet
ist, wobei insbesondere das Presselement den Wendelrohling bei dem Begradigen zumindest
teilweise gegen das weitere Presselement drückt. Hierdurch kann vorteilhaft eine hohe
mechanische Zuverlässigkeit erzielt werden. Ferner kann hierdurch ein Begradigen schnell
und zuverlässig durchgeführt werden.
[0026] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Presselement
in einem Ausgangsbereich der Biegeeinheit und/oder des Flechtmessers angeordnet ist.
Insbesondere ist das Presselement in einem Abstand von höchstens 1 m, vorteilhaft
von höchstens 0,5 m und besonders vorteilhaft von höchstens 0,3 m von der Biegeeinheit
und/oder von dem Flechtmesser angeordnet. Vorzugsweise erfolgt das Begradigen vor
dem Einflechten des Wendelrohlings in das Vorgeflecht. Insbesondere ist die Begradigungseinheit
zwischen der Biegeeinheit und der Flechteinheit angeordnet. Vorteilhaft durchläuft
der Wendelrohling nach seinem Biegen in der Biegeeinheit die Begradigungseinheit und
anschließend die Flechteinheit. Vorzugsweise ist die Begradigungseinheit dazu vorgesehen,
lediglich einen Teil des Wendelrohlings gleichzeitig zu begradigen, insbesondere lediglich
einige Schenkel und Biegestellen der Wendel, vorteilhaft höchstens oder genau zehn
benachbarte Schenkel, besonders vorteilhaft höchstens oder genau acht benachbarte
Schenkel, vorzugsweise höchstens oder genau sechs benachbarte Schenkel, bevorzugt
höchstens oder genau vier benachbarte Schenkel und vorteilhaft höchstens oder genau
zwei benachbarte Schenkel sowie insbesondere jeweils entsprechende die Schenkel verbindende
und/oder der Schenkeln benachbarte Biegestellen. Hierdurch kann vorteilhaft eine kompakte
Bauweise einer Biegevorrichtung erzielt werden. Ferner kann hierdurch eine gleichmäßige
Begradigung im laufenden Betrieb erzielt werden.
[0027] Alternativ oder zusätzlich wird vorgeschlagen, dass das Presselement in einem Bereich
der Flechteinheit angeordnet ist. Insbesondere kann die Begradigungseinheit dazu vorgesehen
sein, den Wendelrohling und/oder dessen Schenkel nach dem Einflechten des Wendelrohlings
in das Vorgeflecht zu begradigen. Vorteilhaft kann das Presselement zu einem Pressen
mehrerer insbesondere benachbarter Wendelrohlinge gleichzeitig vorgesehen sein. Es
ist denkbar, dass die Begradigungseinheit relativ zu der Flechteinheit unbewegt und/oder
ortsfest angeordnet ist. Insbesondere ist denkbar, dass bei dem Begradigen das Vorgeflecht
abschnittsweise zwischen dem Presselement und dem weiteren Presselement gepresst wird.
Insbesondere in diesem Fall kann das Presselement senkrecht zu dem Vorgeflecht bewegbar
gelagert sein. Hierdurch kann vorteilhaft eine hohe Flexibilität hinsichtlich einer
unabhängigen Anpassung unterschiedlicher Arbeitsschritte erzielt werden.
[0028] Eine präzise Fertigung und/oder vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich einer Fixierung
eines zu verarbeitenden Längselements können erzielt werden, wenn das Presselement
zumindest ein Führungselement aufweist. Insbesondere ist das Führungselement dazu
vorgesehen, den Wendelrohling zumindest teilweise und/oder abschnittsweise zu führen
und/oder zu fixieren, insbesondere während eines Vorschubs und/oder während eines
Pressens. Das Führungselement kann beispielsweise als eine Nut oder eine Rippe ausgebildet
sein. Es ist auch denkbar, dass das Führungselement als ein Bolzen ausgebildet ist.
Insbesondere kann das Presselement eine Mehrzahl insbesondere unterschiedlicher Führungselemente
aufweisen, beispielsweise eine Mehrzahl von Bolzen und/oder Stiften und/oder Nuten
und/oder Rippen.
[0029] Außerdem wird vorgeschlagen, dass eine Länge des Presselements eine maximale Länge
der Wendel definiert. Insbesondere kann das Presselement dazu vorgesehen sein, die
gesamte Wendel gleichzeitig zu begradigen. Das Presselement kann sich vorteilhaft
parallel zu dem Wendelrohling in dessen eingeflochtenem Zustand erstrecken. Es ist
denkbar, dass eine Breite des Presselements eine Breite des Vorgeflechts und/oder
eine Länge des Wendelrohlings überschreitet. Vorzugsweise kann eine Haupterstreckungsrichtung
des Presselements parallel zu einer Breitenrichtung des Vorgeflechts und/oder zu der
Längsrichtung des Wendelrohlings in dessen eingeflochtenem Zustand angeordnet sein.
Hierdurch kann vorteilhaft eine hohe Effizienz erzielt werden.
[0030] Erfindungsgemäß sind die Biegeeinheit und die Begradigungseinheit zu einer Bearbeitung
von Draht mit einer Zugfestigkeit von wenigstens 800 N mm
-2 vorgesehen. Erfindungsgemäß ist die Biegeeinheit zu einer Bearbeitung des Drahts
vorgesehen. Hierdurch kann vorteilhaft eine Fertigung eines zugfesten und/oder belastbaren
Drahtgeflechts ermöglicht werden.
[0031] Grundsätzlich ist denkbar, dass die Begradigungseinheit zu einem Heizen und/oder
einem Kühlen des Wendelrohlings, insbesondere während des Begradigens, vorgesehen
ist. Beispielsweise ist denkbar, dass das Presselement und/oder das weitere Presselement
heizbar ausgebildet ist, um das Begradigen bei erhöhter Temperatur durchführen zu
können. Auch ist denkbar, dass der Wendelrohling bei dem Begradigen direkt oder indirekt
gekühlt wird.
[0032] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Drahtgeflechts,
insbesondere eines Sicherheitsnetzes, welches mehrere ineinander geflochtene Wendeln
aufweist, von denen wenigstens eine Wendel aus zumindest einem Einzeldraht, einem
Drahtbündel, einer Drahtlitze, einem Drahtseil und/oder einem anderen Längselement
mit zumindest einem, einen hochfesten Stahl aufweisenden, Draht gefertigt wird, insbesondere
zumindest mittels der Biegevorrichtung, wobei ein Wendelrohling mit zumindest zwei
gekrümmten Schenkeln und mit zumindest einer die Schenkel verbindenden Biegestelle
mittels eines Biegens des Längselements gefertigt wird und wobei der Wendelrohling
in ein Vorgeflecht des Drahtgeflechts eingeflochten wird.
[0033] Es wird vorgeschlagen, dass die gekrümmten Schenkel zumindest teilweise begradigt
werden.
[0034] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht vorteilhaft eine einfache und/oder kostengünstige
und/oder zuverlässige und/oder präzise Herstellung eines belastbaren Drahtgeflechts.
Insbesondere kann eine Geometrie eines Drahtgeflechts präzise gefertigt werden. Ferner
kann ein hoher Durchsatz bei einer Fertigung erzielt werden. Außerdem kann eine hohe
Flexibilität hinsichtlich realisierbarer Geometrien eines Drahtgeflecht und/oder dessen
Maschen erzielt werden. Vorteilhaft wird die Fertigung eines Drahtgeflechts mit einer
hohen Zugfestigkeit quer zu Wendeln des Drahtgeflechts ermöglicht. Zudem kann vorteilhaft
eine Fertigung an eine Beschaffenheit verwendeten Drahts angepasst werden.
[0035] Erfindungsgemäß werden die gekrümmten Schenkel begradigt. Das Verfahren ist zur Herstellung
des Drahtgeflechts vorgesehen. Das Verfahren umfasst wenigstens einen Verfahrensschritt,
der zu einer Erzeugung und/oder Umsetzung wenigstens eines der Merkmale des Drahtgeflechts
vorgesehen ist. Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt
und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten
Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese
bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt
und/oder ausführt. Darunter, dass ein Verfahren zu einem Zweck "vorgesehen" ist, soll
insbesondere verstanden werden, dass das Verfahren zumindest einen Verfahrensschritt
beinhaltet, der speziell auf den Zweck abzielt und/oder dass das Verfahren gezielt
auf den Zweck gerichtet ist und/oder dass das Verfahren einer Erfüllung des Zwecks
dient und auf diese Erfüllung hin zumindest teilweise optimiert ist. Darunter, dass
ein Verfahrensschritt zu einem Zweck "vorgesehen" ist, soll insbesondere verstanden
werden, dass der Verfahrensschritt speziell auf den Zweck abzielt und/oder dass der
Verfahrensschritt gezielt auf den Zweck gerichtet ist und/oder dass der Verfahrensschritt
einer Erfüllung des Zwecks dient und auf diese Erfüllung hin zumindest teilweise optimiert
ist.
[0036] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Wendelrohling
vor einem Einflechten in das Vorgeflecht und insbesondere nach dem Biegen des Wendelrohlings
zumindest abschnittsweise gepresst wird, um die gekrümmten Schenkel zu begradigen.
Insbesondere werden jeweils einige Schenkel des Wendelrohlings gleichzeitig begradigt,
vorteilhaft unmittelbar nach einem Biegen des Wendelrohlings insbesondere mittels
der Biegeeinheit. Vorteilhaft erfolgt das Begradigen der gekrümmten Schenkel des Wendelrohlings
synchronisiert zu dem Biegen des Wendelrohlings. Hierdurch kann vorteilhaft eine hohe
Präzision bei einer Begradigung erzielt werden.
[0037] Alternativ wird vorgeschlagen, dass der Wendelrohling nach einem Einflechten in das
Vorgeflecht zumindest abschnittsweise gepresst wird, um die gekrümmten Schenkel zu
begradigen. Vorteilhaft wird der gesamte Wendelrohling gleichzeitig gepresst und/oder
begradigt. Hierdurch kann vorteilhaft eine niedrige Pressgeschwindigkeit bei gleichzeitig
hohem Durchsatz verwendet werden.
[0038] Zudem werden die gekrümmten Schenkel erfindungsgemäß zu der Begradigung überbogen
und/oder überdrückt. Erfindungsgemäß werden die gekrümmten Schenkel derart überbogen,
dass die Schenkel nach einem Zurückfedern des Drahts einem geraden Verlauf folgen.
Insbesondere werden die gekrümmten Schenkel derart überbogen und/oder überdrückt,
dass die Biegestelle nach dem Zurückfedern des Drahts eine Biegung von 180° beschreibt
und/oder dass die begradigten Schenkel in parallelen Ebenen verlaufen. Hierdurch kann
vorteilhaft ein Begradigen an eine Beschaffenheit eines verwendeten Drahts angepasst
werden.
[0039] Die erfindungsgemäße Biegevorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren sollen hierbei
nicht auf die oben beschriebenen Anwendungen und Ausführungsformen beschränkt sein.
Insbesondere können die erfindungsgemäße Biegevorrichtung und das erfindungsgemäße
Verfahren zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer
hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen und/oder Bauteilen und/oder Einheiten
und/oder Verfahrensschritten abweichende Anzahl aufweisen.
Zeichnungen
[0040] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0041] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Teil eines Drahtgeflechts in einer schematischen Frontansicht,
- Fig. 2
- einen Teil einer Wendel des Drahtgeflechts in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 3
- einen weiteren Teil des Drahtgeflechts in einer schematischen Frontansicht,
- Fig. 4
- zwei Schenkel sowie eine Biegestelle der Wendel in unterschiedlichen Ansichten,
- Fig. 5
- zwei miteinander verbundene Biegestellen zweier Wendeln in unterschiedlichen Ansichten,
- Fig. 6
- eine Biegevorrichtung in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 7
- einen Teil der Biegevorrichtung in einer schematischen Seitenansicht,
- Fig. 8
- den Teil der Biegevorrichtung in einer schematischen Draufsicht,
- Fig. 9
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung des Drahtgeflechts,
- Fig. 10
- einen Teil einer weiteren Biegevorrichtung in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 11
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines weiteren Verfahrens zur Herstellung eines weiteren
Drahtgeflechts
- Fig. 12
- ein erstes alternatives Presselement in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 13
- ein zweites alternatives Presselement in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 14
- ein drittes alternatives Presselement in einer schematischen Schnittdarstellung,
- Fig. 15
- ein viertes alternatives Presselement in einer schematischen Darstellung und
- Fig. 16
- ein fünftes alternatives Presselement in einer schematischen Darstellung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0042] Die Figur 1 zeigt einen Teil eines Drahtgeflechts 10a in einer schematischen Frontansicht.
Das Drahtgeflecht 10a ist als ein Sicherheitsnetz ausgebildet. Das gezeigte Drahtgeflecht
10a kann beispielsweise als Böschungssicherung, Lawinen-Schutznetz, Fangzaun oder
dergleichen eingesetzt werden. Das Drahtgeflecht 10a weist mehrere ineinander geflochtene
Wendeln 12a, 14a auf, insbesondere eine Wendel 12a und eine weitere Wendel 14a. Im
vorliegenden Fall weist das Drahtgeflecht 10a eine Vielzahl identisch ausgebildeter
Wendeln 12a, 14a auf, die ineinander eingedreht sind und das Drahtgeflecht 10a ausbilden.
[0043] Die Figur 2 zeigt einen Teil der Wendel 12a des Drahtgeflechts 10a in einer perspektivischen
Darstellung. Die Figur 3 zeigt einen weiteren Teil des Drahtgeflechts 10a in einer
schematischen Frontansicht. Die Wendel 12a ist aus einem Längselement 16a mit einem
Draht 18a gefertigt. Im vorliegenden Fall ist das Längselement als ein Einzeldraht
ausgebildet. Im vorliegenden Fall ist das Längselement 16a der Draht 18a. Der Draht
18a weist eine korrosionsbeständige Beschichtung auf. Es ist aber auch denkbar, dass
ein Längselement eine Mehrzahl von Drähten und/oder anderen Elementen umfasst. Beispielsweise
kann ein Längselement als ein Drahtseil, ein Drahtbündel, eine Drahtlitze oder dergleichen
ausgebildet sein. Im folgenden werden die Eigenschaften des Drahts 18a beschrieben.
Diese sind aber auf den Fall anderer Längselemente entsprechend übertragbar. In analoger
Weise zu dem gezeigten Draht 18a kann beispielsweise eine Litze oder ein Drahtbündel
oder ein anderes Längselement zu einer Wendel gebogen und Wendeln aus derartigen Längselementen
entsprechend zu einem Drahtgeflecht verbunden sein.
[0044] Der Draht 18a ist zu der Wendel 12a gebogen. Die Wendel 12a ist einteilig ausgebildet.
Die Wendel 12a ist aus einem einzelnen Drahtstück gefertigt. Im vorliegenden Fall
weist der Draht 18a einen Durchmesser von 3 mm auf. Der Draht 18a ist zumindest teilweise
aus einem hochfesten Stahl gefertigt. Der Draht 18a ist als ein hochfester Stahldraht
ausgebildet. Der Draht 18a weist eine Zugfestigkeit von wenigstens 800 N mm
-2 auf. Im vorliegenden Fall weist der Draht 18a eine Zugfestigkeit von etwa 1770 N
mm
-2 auf. Selbstverständlich sind, wie oben erwähnt, jedoch auch andere Zugfestigkeiten
denkbar, insbesondere auch Zugfestigkeiten von mehr als 2200 N mm
-2. Insbesondere ist denkbar, dass ein Draht aus höchstfestem Stahl gefertigt ist. Es
ist auch denkbar, dass ein Draht einen anderen Durchmesser, wie beispielsweise weniger
als 1 mm oder etwa 1 mm oder etwa 2 mm oder etwa 4 mm oder etwa 5 mm oder etwa 6 mm
oder einen noch größeren Durchmesser aufweist. Wie oben erwähnt ist denkbar, dass
ein Draht unterschiedliche Materialien aufweist und insbesondere als ein Verbunddraht
ausgebildet ist.
[0045] Die Wendel 12a und die weitere Wendel 14a sind identisch ausgebildet. Im Folgenden
ist daher exemplarisch die Wendel 12a detaillierter beschrieben. Es ist jedoch denkbar,
dass ein Drahtgeflecht wenigstens eine erste Wendel und wenigstens eine von der ersten
Wendel verschieden ausgebildete zweite Wendel umfasst.
[0046] Die Wendel 12a weist einen ersten Schenkel 20a, einen zweiten Schenkel 22a sowie
eine den ersten Schenkel 20a und den zweiten Schenkel 22a verbindende Biegestelle
24a auf. Im vorliegenden Fall weist die Wendel 12a eine Vielzahl von ersten Schenkeln
20a, eine Vielzahl von zweiten Schenkeln 22a sowie eine Vielzahl von Biegestellen
24a auf, die aus Gründen einer Übersichtlichkeit nicht alle mit Bezugszeichen versehen
sind. Ferner sind im vorliegenden Fall die ersten Schenkel 20a zumindest im Wesentlichen
identisch zueinander ausgebildet. Außerdem sind im vorliegenden Fall die zweiten Schenkel
22a zumindest im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildet. Zudem sind im vorliegenden
Fall die Biegestellen 24a zumindest im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildet.
Im Folgenden sind daher exemplarisch der erste Schenkel 20a, der zweite Schenkel 22a
und die Biegestelle 24a detaillierter beschrieben. Selbstverständlich ist denkbar,
dass ein Drahtgeflecht unterschiedliche erste Schenkel und/oder unterschiedliche zweite
Schenkel und/oder unterschiedliche Biegestellen aufweist.
[0047] Die Wendel 12a weist eine Längsrichtung 28a auf. Die Wendel 12a weist eine Längsachse
109a auf, die parallel zu der Längsrichtung 28a verläuft. Die Längsrichtung 28a entspricht
einer Haupterstreckungsrichtung der Wendel 12a. In einer Frontalbetrachtung 54a senkrecht
zu einer Haupterstreckungsebene der Wendel 12a verläuft der erste Schenkel 20a mit
einem ersten Steigungswinkel 26a bezüglich der Längsrichtung 28a der Wendel 12a. Insbesondere
ist die Frontalbetrachtung eine Betrachtung in Frontalrichtung 54a. Der erste Schenkel
20a weist eine Längsachse 110a auf. Die Längsachse 110a des ersten Schenkels 20a verläuft
parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung 112a des ersten Schenkels 20a. In der
Figur 3 ist die Wendel 12a in der Frontalbetrachtung dargestellt. Die Längsachse 109a
der Wendel 12a und die Längsachse 110a des ersten Schenkels 20a schließen den ersten
Steigungswinkel 26a ein. Der erste Schenkel 20a weist im vorliegenden Fall eine Länge
von etwa 65 mm auf. Der zweite Schenkel 22a weist im vorliegenden Fall eine Länge
von etwa 65 mm auf. Der erste Steigungswinkel 26a beträgt im vorliegenden Fall etwa
60°. Es sind aber auch andere Werte für einen ersten Steigungswinkel denkbar, beispielsweise
30°, 45°, 75° oder kleinere, größere oder dazwischenliegende Werte.
[0048] Die Figur 4 zeigt einen Teil der Wendel 12a, der den ersten Schenkel 20a, den zweiten
Schenkel 22a sowie die Biegestelle 24a umfasst, in unterschiedlichen Ansichten. Figur
4a zeigt eine Betrachtung in Längsrichtung 28a der Wendel 12a. Figur 4b zeigt den
ersten Schenkel 20a, den zweiten Schenkel 22a und die Biegestelle 24a in einer Querbetrachtung
senkrecht zu der Längsrichtung 28a der Wendel 12a und in der Haupterstreckungsebene
der Wendel 12a. Figur 4c zeigt eine Betrachtung in Frontalrichtung 54a. Figur 4d zeigt
eine perspektivische Betrachtung. In der Querbetrachtung verläuft die Biegestelle
24a zumindest abschnittsweise mit einem von dem ersten Steigungswinkel 26a verschiedenen
zweiten Steigungswinkel 30a bezüglich der Längsrichtung 28a der Wendel 12a. In der
Querbetrachtung weist die Biegestelle 24a eine Längsachse 114a auf. Die Längsachse
114a der Biegestelle 24a und die Längsachse 109a der Wendel 12a schließen den zweiten
Steigungswinkel 30a ein.
[0049] Der zweite Steigungswinkel 30a weicht um wenigstens 5° von dem ersten Steigungswinkel
26a ab. Der zweite Steigungswinkel 30a weist einen Wert zwischen 25° und 65° auf.
Ferner ist der erste Steigungswinkel 26a größer als 45°. Im vorliegenden Fall beträgt
der erste Steigungswinkel 26a etwa 60°. Ferner beträgt im vorliegenden Fall der zweite
Steigungswinkel 30a etwa 45°. Der zweite Steigungswinkel 30a ist kleiner als der erste
Steigungswinkel 26a.
[0050] Selbstverständlich ist auch denkbar, dass ein erster Steigungswinkel und ein zweiter
Steigungswinkel identisch sind. Beispielsweise können ein erster Steigungswinkel und
ein zweiter Steigungswinkel beide jeweils zumindest im Wesentlichen oder genau 45°
betragen. Es sind auch andere Werte denkbar, beispielsweise 30° oder 35° oder 40°
oder 50° oder 55° oder 60° oder 65° oder 70° oder weitere, insbesondere noch größere
oder noch kleinere Werte. Werte für einen ersten Steigungswinkel und einen zweiten
Steigungswinkel wird der Fachmann insbesondere in Abhängigkeit von einem Anforderungsprofil
an ein entsprechendes Drahtgeflecht geeignet wählen.
[0051] Die Biegestelle 24a folgt in der Querbetrachtung zumindest abschnittsweise einem
zumindest annähernd geraden Verlauf. Im vorliegenden Fall folgt ein Großteil der Biegestelle
24a in der Querbetrachtung dem geraden Verlauf.
[0052] Die Wendel 12a folgt in der Querbetrachtung zumindest abschnittsweise einem stufigen
Verlauf. Der stufige Verlauf ist schräg-stufig.
[0053] Der erste Schenkel 20a folgt zumindest abschnittsweise einem geraden Verlauf. Im
vorliegenden Fall folgt der erste Schenkel 20a einem geraden Verlauf. Der zweite Schenkel
22a folgt zumindest abschnittsweise einem geraden Verlauf. Im vorliegenden Fall folgt
der zweite Schenkel 22a einem geraden Verlauf. Der erste Schenkel 20a und/oder der
zweite Schenkel 22a sind frei von einer Krümmung und/oder einer Biegung und/oder einem
Knick. Die Biegestelle 24a umfasst einen Verlauf, der in einer Längsbetrachtung parallel
zu der Längsrichtung 28a der Wendel 12a eine Biegung um 180° beschreibt. In der Figur
4a ist die Wendel 12a in der Längsbetrachtung dargestellt.
[0054] Der erste Schenkel 20a verläuft zumindest abschnittsweise, insbesondere vollständig,
in einer ersten Ebene und der zweite Schenkel 22a verläuft zumindest abschnittsweise,
insbesondere vollständig, in einer zu der ersten Ebene parallelen zweiten Ebene. In
der Längsbetrachtung verläuft der erste Schenkel 20a parallel zu dem zweiten Schenkel
22a.
[0055] Die weitere Wendel 14a weist eine weitere Biegestelle 32a auf. Die Biegestelle 24a
und die weitere Biegestelle 32a sind verbunden. Die Biegestelle 24a und die weitere
Biegestelle 32a bilden einen Verknüpfungspunkt der Wendel 12a und der weiteren Wendel
14a.
[0056] Die Figur 5 zeigt einen Teil des Drahtgeflechts 10a, der die Biegestelle 24a und
die weitere Biegestelle 32a umfasst, in unterschiedlichen Ansichten. Figur 5a zeigt
eine Betrachtung in Längsrichtung 28a der Wendel 12a. Figur 5b zeigt den Teil des
Drahtgeflechts 10a in einer Querbetrachtung senkrecht zu der Längsrichtung 28a der
Wendel 12a in der Haupterstreckungsebene der Wendel 12a. Figur 5c zeigt eine Betrachtung
in Frontalrichtung 54a. Figur 5d zeigt eine perspektivische Betrachtung.
[0057] Die Wendel 12a und die weitere Wendel 14a kreuzen sich in einem Bereich der weiteren
Biegestelle 32a zumindest im Wesentlichen senkrecht. In der Querbetrachtung schließen
die Biegestelle 24a und die weitere Biegestelle 32a einen Kreuzungswinkel 118a ein.
Der Kreuzungswinkel 118a ist abhängig von dem zweiten Steigungswinkel 30a und einem
entsprechend definierten weiteren zweiten Steigungswinkel der weiteren Wendel 14a.
Im vorliegenden Fall beträgt der Kreuzungswinkel 118a 90°.
[0058] Auch für andere erste Steigungswinkel wird vorteilhaft ein zweiter Steigungswinkel
von 45° gewählt, sodass sich entsprechend ausgestaltete Wendeln an Verbindungspunkten
senkrecht kreuzen und diese Verbindungspunkte vorteilhaft eine hohe mechanische Belastbarkeit
aufweisen. Selbstverständlich sind aber auch von 90° verschiedene Kreuzungswinkel
denkbar, beispielsweise mit einem Betrag von 45° oder 60° oder 120° oder 145° oder
einem größeren, kleineren oder dazwischenliegenden Betrag. Einen Kreuzungswinkel wird
der Fachmann insbesondere in Abhängigkeit von einem Anforderungsprofil an ein entsprechendes
Drahtgeflecht geeignet wählen.
[0059] Die Figur 6 zeigt eine Biegevorrichtung 200a zur Herstellung des Drahtgeflechts 10a.
Die Figur 7 zeigt einen Teil der Biegevorrichtung 200a in einer schematischen Seitenansicht.
Die Figur 8 zeigt den Teil der Biegevorrichtung 200a in einer schematischen Draufsicht.
Die Biegevorrichtung 200a ist dazu vorgesehen, das Drahtgeflecht 10a herzustellen.
Wird anstelle des Drahts 18a ein nicht als Einzeldraht ausgebildetes Längselement
wie beispielsweise eine Litze und/oder ein Drahtbündel oder dergleichen verwendet,
wird dieses analog zu dem Draht 18a verarbeitet und/oder geführt und/oder gebogen
und/oder gerichtet etc. Im Folgenden wird jedoch der Fall beschrieben, dass das Längselement
16a als der Draht 18a ausgebildet ist.
[0060] Die Biegevorrichtung 200a weist eine Biegeeinheit 202a zu einer Herstellung eines
Wendelrohlings 210a auf. Die Biegeeinheit 202a umfasst eine Führungsschnecke 204a
sowie ein relativ zu der Führungsschnecke 204a um eine Rotationsachse 206a drehbares
Flechtmesser 208a. Die Biegeeinheit 202a ist zu einer Herstellung des Wendelrohlings
210a vorgesehen. Die Biegeeinheit 202a ist dazu vorgesehen, den Wendelrohling 210a
mittels eines Biegens des Drahts 18a herzustellen. Der Wendelrohling 210a umfasst
zwei gekrümmte Schenkel 212a, 214a sowie eine die gekrümmten Schenkel 212a, 214a verbindende
Biegestelle 216a. Der Wendelrohling 210a umfasst eine Vielzahl gekrümmter Schenkel
212a, 214a, die aus Gründen einer Übersichtlichkeit nicht alle mit Bezugszeichen versehen
sind. Der Draht 18a wird bei dem Biegen um das Flechtmesser 208a zu dem Wendelrohling
210a gebogen. Bei dem Biegen um das Flechtmesser 208a wird der Wendelrohling 210a
mit gekrümmten Schenkeln 212a, 214a gefertigt. Die Schenkel 212a, 214a werden bei
dem Biegen um das Flechtmesser 208a mit einer Krümmung versehen, insbesondere aufgrund
der hohen Zugfestigkeit des Drahts 18a. Der Draht 18a wird bei einer Rotation des
Flechtmessers 208a um die Rotationsachse 206a zu dem Wendelrohling 210a gebogen.
[0061] Im vorliegenden Fall ist die Biegeeinheit 202a dazu vorgesehen, gleichzeitig zu dem
Wendelrohling 210a einen insbesondere zumindest im Wesentlichen zu dem Wendelrohling
210a identischen weiteren Wendelrohling 236a zu fertigen. Der weitere Wendelrohling
236a wird aus einem weiteren Draht 238a gefertigt, der insbesondere zu dem Draht 18a
zumindest im Wesentlichen identisch ausgebildet ist. Der Draht 18a und der weitere
Draht 238a sind voneinander beabstandet um das Flechtmesser 208a gewickelt. Der Draht
18a und der weitere Draht 238a werden bei der Rotation des Flechtmessers 208a um die
Rotationsachse 206a gleichzeitig gebogen.
[0062] Die Biegevorrichtung 200a umfasst eine Flechteinheit 218a, die zu einem Einflechten
des Wendelrohlings 210a in ein Vorgeflechts 220a des Drahtgeflechts 10a vorgesehen
ist. Im vorliegenden Fall ist die Flechteinheit 218a dazu vorgesehen, das Drahtgeflecht
10a herzustellen. Nach dem Einflechten wird der Wendelrohling 210a einer Breite des
Vorgeflechts 220a beziehungsweise des Drahtgeflechts 10a entsprechend abgelängt. Ferner
wird der Wendelrohling 210a an seinen Enden mit benachbarten Wendeln und/oder Wendelrohlingen
verknotet und bildet sodann eine Wendel des Vorgeflechts 220a. Nach dem Einflechten
des Wendelrohlings 210a erfolgt ein Vorschub des Vorgeflechts 220a in eine Vorschubrichtung
240a. Anschließend kann ein nächster Wendelrohling in das daraufhin erweiterte Vorgeflecht
220a eingeflochten werden. Nach Hinzufügen einer vorgesehenen Anzahl an Wendeln zu
dem Vorgeflecht 220a bildet dieses das Drahtgeflecht 10a. Selbstverständlich sind
dazwischenliegende Nachbearbeitungsschritte wie beispielsweise eine Beschichtung und/oder
Lackierung und/oder ein Hinzufügen weiterer Geflechtelemente und/oder ein Hinzufügen
von Randelementen oder dergleichen denkbar.
[0063] Die Biegevorrichtung 200a weist eine Begradigungseinheit 222a auf, die zu einer zumindest
teilweisen Begradigung der gekrümmten Schenkel 212a, 214a vorgesehen ist. Die Begradigungseinheit
222a ist zu einer Begradigung der gekrümmten Schenkel 212a, 214a vorgesehen. Die Begradigungseinheit
222a ist dazu vorgesehen, die gekrümmten Schenkel 212a, 214a sowie die Biegestelle
216a des Wendelrohlings 210a derart zu biegen und/oder nachzubearbeiten und/oder zu
begradigen, dass diese der Geometrie der Schenkel 20a, 22a und der Biegestelle 24a
der Wendel 12a entsprechend geformt sind. Ein Geflecht aus unbegradigten Wendelrohlingen
würde bauchige Maschen sowie eine mehrfach gewölbte und/oder gekrümmte Vor- und Rückseite
aufweisen, wohingegen das Drahtgeflecht 10a aus begradigten Wendelrohlingen 210a in
parallelen Ebenen verlaufende Schenkel 20a, 22a und entsprechend eine parallel Vorder-
und Rückseite aufweist.
[0064] Die Begradigungseinheit 222a ist zu einem Zusammendrücken des Wendelrohlings 210a
in eine Pressrichtung 224a senkrecht zu der Rotationsachse 206a vorgesehen. Die Pressrichtung
224a verläuft senkrecht zu einer Längsrichtung 226a des Wendelrohlings 210a. Im vorliegenden
Fall ist die Begradigungseinheit 222a zu einem Pressen des Wendelrohlings 210a von
zwei gegenüberliegenden Seiten 242a, 244a her vorgesehen. Bei dem Pressen wird eine
Quererstreckung 44a des Wendelrohlings 210a senkrecht zu der Längsrichtung 226a des
Wendelrohlings 210a verkleinert. In der Figur 8 ist ein Betriebszustand der Biegevorrichtung
200a kurz vor einem Begradigen der gekrümmten Schenkel 212a, 214a dargestellt. In
einem an den dargestellten Betriebszustand anschließenden nächsten Betriebszustand
werden die gekrümmten Schenkel 212a, 214a in die Begradigungseinheit 222a eingeführt
und dort begradigt, indem der Wendelrohling 210a zusammengedrückt wird.
[0065] Das Zusammendrücken des Wendelrohlings 210a beinhaltet ein Überdrücken und/oder ein
Überbiegen der gekrümmten Schenkel 212a, 214a. Die gekrümmten Schenkel 212a, 214a
werden aufeinander zu gedrückt. Die gekrümmten Schenkel 212a werden auf die Rotationsachse
206a zu gedrückt. Die gekrümmten Schenkel 212a, 214a werden jeweils um eine Überdrückstrecke
246a, 248a überdrückt. Nach dem Zusammendrücken des Wendelrohlings 210a federt dieser
teilweise zurück, insbesondere aufgrund der hohen Zugfestigkeit des Drahts 18a. Um
die oben beschriebene Geometrie der Wendel 12a zu realisieren, muss der Wendelrohling
210a vorrübergehend weiter als dieser Geometrie entsprechend gepresst und/oder zusammengedrückt
werden, insbesondere um das erwähnte Rückfedern des Wendelrohlings 210a nach dem Zusammendrücken
auszugleichen.
[0066] Die Begradigungseinheit 222a ist um die Rotationsachse 206a drehbar gelagert. Im
vorliegenden Fall wird die Begradigungseinheit 222a bei einem Betrieb der Biegevorrichtung
200a rotiert. Die Begradigungseinheit 222a wird bei dem Betrieb in dieselbe Richtung
rotiert wie das Flechtmesser 208a. Die Pressrichtung 224a rotiert entsprechend der
Rotation der Begradigungseinheit 222a mit.
[0067] Die Rotation des Flechtmessers 208a und eine Rotation der Begradigungseinheit 222a
sind synchronisiert. Im vorliegenden Fall ist die Begradigungseinheit 222a mechanisch
an das Flechtmesser 208a gekoppelt, sodass die Begradigungseinheit 222a gemeinsam
mit dem Flechtmesser 208a in Rotation versetzt werden kann. Die Rotation der Begradigungseinheit
222a und eine Rotation des Wendelrohlings 210a um die Rotationsachse 206a sind snychronisiert.
Bei dem Betrieb ist die Begradigungseinheit 222a unverdreht relativ zu dem Flechtmesser
208a und/oder relativ zu dem Wendelrohling 210a. Bei der Rotation der Begradigungseinheit
222a um die Rotationsachse 206a rotiert die Pressrichtung 224a derart mit, dass deren
Orientierung relativ zu dem Wendelrohling 210a konstant oder zumindest näherungsweise
konstant ist. Die Pressrichtung 224a ist relativ zu dem Wendelrohling 210a unverdreht.
[0068] Die Begradigungseinheit 222a weist ein senkrecht zu der Längsrichtung 226a des Wendelrohlings
210a bewegbares Presselement 228a auf. Bei dem Zusammendrücken wird das Presselement
228a in die Pressrichtung 224a auf die Rotationsachse 206a und/oder auf den Wendelrohling
210a zu bewegt. Das Presselement 228a drückt bei dem Zusammendrücken gegen einen zu
begradigenden gekrümmten Schenkel. Nach dem Zusammendrücken wird das Presselement
228a entgegen der Pressrichtung 224a von der Rotationsachse 206a und/oder von dem
Wendelrohling 210a weg bewegt. Eine Bewegung des Presselements 228a in die Pressrichtung
224a und entgegen der Pressrichtung 224a ist an die Rotation der Begradigungseinheit
222a und/oder an die Rotation des Flechtmessers 208a gekoppelt. Im vorliegenden Fall
ist das Presselement 228b derart dimensioniert, dass es bei dem Zusammendrücken mehrere
Schenkel gleichzeitig begradigt, im gezeigten Fall drei Schenkel. Ferner werden im
gezeigten Fall der Wendelrohling 210a und der weitere Wendelrohling 236a gleichzeitig
begradigt. Selbstverständlich ist denkbar, dass lediglich ein Wendelrohling gleichzeitig
gebogen und begradigt wird. Ferner ist denkbar, dass ein Presselement anders dimensioniert
ist und beispielsweise bei einem Zusammendrücken lediglich gegen einen oder zwei Schenkel
gleichzeitig drückt, oder auch gegen eine größere Anzahl von Schenkeln, beispielsweise
gegen vier oder fünf oder sechs oder zehn oder 20 oder 30 oder noch mehr. Insbesondere
kann eine Anzahl gleichzeitig gepresster Schenkel von einer Geometrie eines Wendelrohlings,
beispielsweise von einer Schenkellänge und/oder von einer Geometrie einer Biegestelle
und/oder von einem ersten Steigungswinkel und/oder von einem zweiten Steigungswinkel
abhängen.
[0069] Das Presselement 228a weist eine Pressfläche 260a auf, die bei dem Zusammendrücken
gegen den Wendelrohling 210a gedrückt wird. Die Pressfläche 260a ist in der Figur
8 gerade dargestellt. Es ist auch denkbar, dass eine Pressfläche insbesondere konvex
gekrümmt und/oder vorgewölbt ausgebildet ist. Insbesondere kann eine Art eines Überdrückens
und/oder eine Art eines Überbiegens durch eine Geometrie einer Pressfläche definiert
sein. Beispielsweise kann ein Presselement dazu vorgesehen sein, gekrümmte Schenkel
an unterschiedlichen Stellen der Schenkel unterschiedlich stark zu überdrücken und/oder
zu überbiegen, beispielsweise verstärkt in einem zentralen Bereich der Schenkel.
[0070] Im vorliegenden Fall weist die Begradigungseinheit 222a ein weiteres Presselement
230a auf. Das weitere Presselement 230a ist zu dem Presselement 228a spiegelsymmetrisch
ausgebildet, insbesondere bezüglich einer Symmetrieebene, in welcher die Rotationsachse
206a verläuft. Das weitere Presselement 230a ist zu dem Presselement 228a identisch
ausgebildet. Das weitere Presselement 230a ist senkrecht zu der Rotationsachse 206a
bewegbar. Eine Bewegung des weiteren Presselements 230a ist an eine Bewegung des Presselements
228a gekoppelt. Das Presselement 228a und das weitere Presselement 230a bewegen sich
bei dem Betrieb jeweils in entgegengesetzte Richtungen. Das Presselement 228a und
das weitere Presselement 230a pressen den Wendelrohling 210a bei dem Zusammendrücken
von den gegenüberliegenden Seiten 242a, 244a.
[0071] Das Presselement 228a ist in einem Ausgangsbereich 232a der Biegeeinheit 202a angeordnet.
Das Presselement 228a ist im vorliegenden Fall etwa 10 cm von dem Flechtmesser 208a
beabstandet angeordnet. Bei der Herstellung des Drahtgeflechts 10a tritt der gebogene
Wendelrohling 210a aus der Biegeeinheit 202a aus und in die Begradigungseinheit 222a
ein. Nach dem Begradigen der gekrümmten Schenkel 212a, 214a läuft der Wendelrohling
210a in die Flechteinheit 218a und wird dort in das Vorgeflecht 220a eingeflochten.
Der Wendelrohling 210a wird in einem begradigten Zustand in das Vorgeflecht 220a eingeflochten.
Das weitere Presselement 230a ist in dem Ausgangsbereich 232a der Biegeeinheit 202a
angeordnet.
[0072] Die Biegeeinheit 202a ist zu einer Bearbeitung von Draht mit einer Zugfestigkeit
von wenigstens 800 N mm
-2 vorgesehen. Die Begradigungseinheit 222a ist zu einer Bearbeitung von Draht mit einer
Zugfestigkeit von wenigstens 800 N mm
-2 vorgesehen. Im vorliegenden Fall sind die Biegeeinheit 202a und die Begradigungseinheit
222a zu einer Bearbeitung des Drahts 18a vorgesehen.
[0073] Die Figur 9 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung
des Drahtgeflechts 10a. Das Drahtgeflecht 10a wird mittels der Biegevorrichtung 200a
hergestellt.
[0074] In einem ersten Verfahrensschritt 250a wird der Wendelrohling 210a mittels des Biegens
des Drahts 18a mittels des Biegevorrichtung 200a gefertigt. Der Wendelrohling 210a
weist nach seinem Biegen gekrümmte Schenkel 212a, 214a auf.
[0075] In einem zweiten Verfahrensschritt 252a werden die gekrümmten Schenkel 212a, 214a
begradigt. Der zweite Verfahrensschritt 252a wird nach dem ersten Verfahrensschritt
250a durchgeführt.
[0076] In einem dritten Verfahrensschritt 254a wird der Wendelrohling 210a in das Vorgeflecht
220a des Drahtgeflechts 10a eingeflochten. Der dritte Verfahrensschritt 254a wird
nach dem zweiten Verfahrensschritt 252a durchgeführt.
[0077] Der Wendelrohling 210a wird vor dem Einflechten in das Vorgeflecht 220a zumindest
abschnittsweise gepresst, um die gekrümmten Schenkel 212a, 214a zu begradigen. Die
gekrümmten Schenkel 212a, 214a werden zu der Begradigung überbogen und/oder überdrückt.
In einem überdrückten Zustand sind die Schenkel 212a, 214a näher an einer Längsachse
256a des Wendelrohlings 210a als in dem fertiggestellten Zustand, in welchem die Schenkel
212a, 214a eine Geometrie entsprechend der Geometrie der Wendel 12a des Drahtgeflechts
10a aufweisen. Die Längsachse 256a des Wendelrohlings 210a verläuft parallel zu dessen
Längsrichtung 226a. Bei der Herstellung entspricht die Längsachse 256a des Wendelrohlings
210a der Rotationsachse 206a. Die Längsachse 256a des Wendelrohlings 210a verläuft
durch einen Schwerpunkt des Wendelrohlings 210a.
[0078] In den Figuren 10 und 11 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt.
Die nachfolgenden Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen
auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter
Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich
auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung des anderen Ausführungsbeispiels,
insbesondere der Figuren 1 bis 9, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele
ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis
9 nachgestellt. In den Ausführungsbeispielen der Figuren 10 und 11 ist der Buchstabe
a durch den Buchstaben b ersetzt.
[0079] Die Figur 10 zeigt einen Teil einer weiteren Biegevorrichtung 200b zur Herstellung
eines weiteren Drahtgeflechts 10b in einer schematischen Darstellung. Das weitere
Drahtgeflecht 10b weist eine Vielzahl ineinander geflochtener Wendeln 12b auf, die
quadratische Maschen ausbilden. Die Wendeln 12b weisen gerade Schenkel 20b, 22b auf,
die in parallelen Ebenen verlaufen. Die Schenkel 20b, 22b sind über Biegestellen 24b
verbunden, deren Verlauf eine Biegung um 180° beschreibt. Die Wendeln 12b sind im
fertiggestellten weiteren Drahtgeflecht 10b an ihren Enden 258b verknotet. Die weitere
Biegevorrichtung 200b weist für ein Verknoten der Wendeln 12b eine nicht gezeigte
Verknüpfungseinheit auf.
[0080] Die weitere Biegevorrichtung 200b weist eine nicht gezeigte Biegeeinheit auf, die
analog zu der Biegeeinheit 202a des Ausführungsbeispiels der Figuren 1 bis 9 zu einer
Herstellung eines Wendelrohlings 210b mit gekrümmten Schenkeln 212b, 214b aus einem
Längselement 16b mit zumindest einem, einen hochfesten Stahl aufweisenden, Draht 18b
vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall ist das Längselement 16b beispielsweise als eine
Drahtlitze aus mehreren verdrillten Drähten 18b ausgebildet. Es ist aber ebenso denkbar,
dass das Längselement 16b als ein Einzeldraht oder ein Drahtbündel oder dergleichen
ausgebildet ist. Die gekrümmten Schenkel 212b, 214b sind über eine Biegestelle 216b
verbunden. Die Biegevorrichtung 200b weist eine Flechteinheit 218b auf, die zu einem
Einflechten des Wendelrohlings 210b in das Vorgeflecht 220b vorgesehen ist.
[0081] Die weitere Biegevorrichtung 200b weist eine Begradigungseinheit 222b auf, die zu
einer zumindest teilweisen Begradigung der gekrümmten Schenkel 212b, 214b vorgesehen
ist. Die Begradigungseinheit 222b ist dazu vorgesehen, die gekrümmten Schenkel 212b,
214b zu begradigen. Die Begradigungseinheit 222b ist dazu vorgesehen, den Wendelrohling
210b derart zu verbiegen, dass seine Geometrie einer Geometrie der Wendeln 12b des
fertiggestellten weiteren Drahtgeflechts 10b entspricht.
[0082] Die Begradigungseinheit 222b ist zu einem Zusammendrücken des Wendelrohlings 210b
vorgesehen. Das Zusammendrücken beinhaltet ein Überdrücken und/oder ein Überbiegen
der gekrümmten Schenkel 212b, 214b. Die gekrümmten Schenkel 212b, 214b werden bei
dem Zusammendrücken weiter zusammengedrückt als es einer Zielgeometrie entspricht,
um ein Rückfedern des Drahts 18b nach dem Zusammendrücken auszugleichen.
[0083] Die Begradigungseinheit 222b weist ein senkrecht zu einer Längsrichtung 226b des
Wendelrohlings 210b bewegbares Presselement 228b auf. Das Presselement 228b ist in
einem Bereich 234b der Flechteinheit 218b angeordnet. Das Presselement 228b definiert
eine maximale Länge der Wendel 12b. Das Presselement 228b ist dazu vorgesehen, den
Wendelrohling 210b über dessen gesamte Länge gleichzeitig zu begradigen. Eine Länge
des Presselements 228b entspricht einer maximalen Länge eines Wendelrohlings 210b,
der mittels der Begradigungseinheit 222b begradigt werden kann.
[0084] Im vorliegenden Fall weist die Begradigungseinheit 222b ein weiteres Presselement
230b auf. Das Presselement 228b und das weitere Presselement 230b sind einander gegenüberliegend
angeordnet. Das Presselement 228b ist zu dem Zusammendrücken auf das weitere Presselement
230b zu bewegbar. Das Vorgeflecht 220b ist zwischen dem Presselement 228b und dem
weiteren Presselement 230b angeordnet. Das weitere Presselement 230b bildet ein Gegenhalteelement,
welches bei einem Pressen des Wendelrohlings 210b mittels des Presselements 228b den
Wendelrohling 210b von einer dem Presselement 228b gegenüberliegenden Seite her abstützt.
Bei einem Vorschub des Vorgeflechts 220b wird dieses durch die Begradigungseinheit
222b hindurchgeschoben. Das Vorgeflecht 220b wird bei dem Vorschub über das weitere
Presselement 230b geschoben.
[0085] Die Figur 11 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zu Herstellung
des weiteren Drahtgeflechts 10b. Das weitere Drahtgeflecht 10b wird mittels der weiteren
Biegevorrichtung 200b hergestellt.
[0086] In einem ersten Verfahrensschritt 250b wird der Wendelrohling 210b mittels Biegen
des Drahts 18b mittels der Biegevorrichtung 200b gefertigt. Der Wendelrohling 210b
weist nach seinem Biegen gekrümmte Schenkel 212b, 214b auf.
[0087] In einem zweiten Verfahrensschritt 252b wird der Wendelrohling 210b in das Vorgeflecht
220b des Drahtgeflechts 10b eingeflochten. Der zweite Verfahrensschritt 252b wird
nach dem ersten Verfahrensschritt 250b durchgeführt.
[0088] In einem dritten Verfahrensschritt 254b wird der Wendelrohling 210b begradigt. Der
Wendelrohling 210b wird nach dem Einflechten in das Vorgeflecht 220b zumindest abschnittsweise
gepresst, um die gekrümmten Schenkel 212b, 214b zu begradigen. Im vorliegenden Fall
wird der gesamte Wendelrohling 210b gleichzeitig gepresst. Der Wendelrohling 210b
wird in dem dritten Verfahrensschritt 254b mittels der Begradigungseinheit 222b begradigt.
Der dritte Verfahrensschritt 254b wird nach dem zweiten Verfahrensschritt 252b durchgeführt.
[0089] Die Figuren 12 bis 16 zeigen alternative Ausgestaltungen von Presselementen 228c,
228d, 228e, 228f, 228g. Die gezeigten Dimensionen und Geometrien sind dabei rein exemplarisch
zu verstehen. Insbesondere können die gezeigten alternativen Presselemente 228c, 228d,
228e, 228f, 228g zum Pressen einzelner oder mehrerer Schenkel oder auch ganzer Wendelrohlinge
ausgebildet sein und entsprechende Abmessungen aufweisen. Ferner ist grundsätzlich
denkbar, dass gezeigte Elemente und/oder Merkmale der Presselemente 228c, 228d, 228e,
228f, 228g an diesen mehrfach vorhanden sind beziehungsweise ein Presselement diese
Elemente und/oder Merkmale mehrfach aufweist, um gegebenenfalls eine Begradigung einer
gewünschten Anzahl von Schenkeln gleichzeitig zu bewerkstelligen. Außerdem sind selbstverständlich
Presselemente denkbar, welche die gezeigten Merkmale insbesondere mehrfach in Kombination
aufweisen.
[0090] Die Figur 12 zeigt ein erstes alternatives Presselement 228c in einer schematischen
Darstellung. Das erste alternative Presselement 228c weist eine mehrfach konvex vorgewölbte
Pressfläche 260c auf. Im vorliegenden Fall, der rein exemplarisch zu verstehen ist,
weist die Pressfläche 260c zwei Vorwölbungen auf. Eine Anzahl an Vorwölbungen entspricht
vorteilhaft einer Anzahl an Abschnitten zwischen Biegestellen eines zu begradigenden
Wendelrohlings, in denen Schenkel des Wendelrohlings begradigt werden können. Die
vorgewölbte Pressfläche 260c ermöglicht ein Überdrücken zu begradigender Schenkel.
[0091] Die Figur 13 zeigt ein zweites alternatives Presselement 228d in einer schematischen
Darstellung. Das zweite alternative Presselement 228c weist eine Pressfläche 260d
mit einer vorstehenden Spitze 262d auf. Die Spitze 262d ermöglicht ein Überdrücken
zu begradigender Schenkel. Im gezeigten Fall weist die Pressfläche 260d lediglich
eine Spitze 262d auf. Eine Anzahl an Spitzen 262d ist selbstverständlich einer Anforderung
einer Begradigung anpassbar. Insbesondere sind auch andere, insbesondere zumindest
abschnittsweise vorstehende Geometrien, welche insbesondere von Vorwölbungen und/oder
Spitzen verschieden sind, denkbar.
[0092] Die Figur 14 zeigt ein drittes alternatives Presselement 228e in einer schematischen
Schnittdarstellung. Das Presselement 228e weist ein bewegbares Überdrückelement 264e
auf. Das Überdrückelement 264e ist aus einer Pressfläche 260d des dritten alternativen
Presselements 228e ausfahrbar gelagert. Vorteilhaft ist eine Bewegung des Überdrückelements
264e an eine Bewegung des Presselements 228e und/oder an einen Fertigungstakt und/oder
an einen Wendelvorschub angepasst und/oder dazu synchronisiert. Bei einem Begradigen
eines Schenkels kann die Pressfläche 260d an den Schenkel angelegt und dieser mittels
eines Ausfahrens des Überdrückelements 264e begradigt und insbesondere überdrückt
werden. Es ist denkbar, dass eine Überdrückstrecke mittels Steuerung und/oder Regelung
des Ausfahrens des Überdrückelements 264e anpassbar ist, beispielsweise an eine Geometrie
und/oder Materialbeschaffenheit und/oder Biegesteifigkeit eines zu begradigenden Wendelrohlings.
Vorteilhaft weist das dritte alternative Presselement 228e für jeden zu begradigenden
Schenkel zumindest ein entsprechendes Überdrückelement 264e aus. Insbesondere kann
das Überdrückelement 264e an einen Verlauf und/oder eine Geometrie eines zu begradigenden
Wendelrohlings und/oder Schenkels angepasst und/oder zu einem Führen desselben/derselben
vorgesehen sein.
[0093] Die Figur 15 zeigt ein viertes alternatives Presselement 228f in einer schematischen
Darstellung. Das vierte alternative Presselement 228f weist eine Pressfläche 260f
mit einer Führungsnut 266f auf. Bei einem Begradigen kann ein zu begradigender Wendelrohling
236f durch die Führungsnut 266f zumindest abschnittsweise geführt werden. Hierdurch
kann vorteilhaft ein seitliches Verrutschen und/oder Ausweichen eines zu begradigenden
Wendelrohlings, insbesondere bei einem Überdrücken, verhindert werden.
[0094] Die Figur 16 zeigt ein fünftes alternatives Presselement 228g in einer schematischen
Darstellung. Das fünfte alternative Presselement 228g weist eine Pressfläche 260g
auf. Ferner weist das fünfte alternative Presselement 228g Führungselemente 268g,
270g auf. Die Führungselemente 268g, 270g sind als Bolzen ausgebildet. Bei einem Begradigen
kann ein zu begradigender Wendelrohling 236g durch die Führungselemente 268g, 270g
zumindest abschnittsweise geführt werden. Hierdurch kann vorteilhaft ein seitliches
Verrutschen und/oder Ausweichen eines zu begradigenden Wendelrohlings, insbesondere
bei einem Überdrücken, verhindert werden. Im vorliegenden, lediglich exemplarisch
zu verstehenden Fall weist das Presselement 228g zwei Führungselemente 268g, 270g
auf. Es ist aber denkbar, dass ein Presselement eine größere Anzahl an Führungselementen
aufweist, insbesondere, falls mehrere Schenkel gleichzeitig begradigt und/oder geführt
werden sollen. Ferner ist denkbar, einen Schenkel mit mehr als zwei Führungselementen
zu führen.
Bezugszeichen
[0095]
- 10
- Drahtgeflecht
- 12
- Wendel
- 14
- Wendel
- 16
- Längselement
- 18
- Draht
- 20
- Schenkel
- 22
- Schenkel
- 24
- Biegestelle
- 26
- Steigungswinkel
- 28
- Längsrichtung
- 30
- Steigungswinkel
- 32
- Biegestelle
- 44
- Quererstreckung
- 54
- Frontalrichtung
- 109
- Längsachse
- 110
- Längsachse
- 112
- Haupterstreckungsrichtung
- 114
- Längsachse
- 118
- Kreuzungswinkel
- 200
- Biegevorrichtung
- 202
- Biegeeinheit
- 204
- Führungsschnecke
- 206
- Rotationsachse
- 208
- Flechtmesser
- 210
- Wendelrohling
- 212
- Schenkel
- 214
- Schenkel
- 216
- Biegestelle
- 218
- Flechteinheit
- 220
- Vorgeflecht
- 222
- Begradigungseinheit
- 224
- Pressrichtung
- 226
- Längsrichtung
- 228
- Presselement
- 230
- Presselement
- 232
- Ausgangsbereich
- 234
- Bereich
- 236
- Wendelrohling
- 238
- Draht
- 240
- Vorschubrichtung
- 242
- Seite
- 244
- Seite
- 246
- Überdrückstrecke
- 248
- Überdrückstrecke
- 250
- Verfahrensschritt
- 252
- Verfahrensschritt
- 254
- Verfahrensschritt
- 256
- Längsachse
- 258
- Ende
- 260
- Pressfläche
- 262
- Spitze
- 264
- Überdrückelement
- 266
- Führungsnut
- 268
- Führungselement
- 270
- Führungselement
1. Biegevorrichtung (200a; 200b) zur Herstellung eines Drahtgeflechts (10a; 10b), insbesondere
eines Sicherheitsnetzes, welches mehrere ineinander geflochtene Wendeln (12a, 14a;
12b) aufweist, von denen wenigstens eine Wendel (12a; 12b) aus zumindest einem Einzeldraht,
einem Drahtbündel, einer Drahtlitze, einem Drahtseil und/oder einem anderen Längselement
(16a; 16b) mit zumindest einem, einen hochfesten Federstahl mit einer Zugfestigkeit
von wenigstens 800 N/mm2 aufweisenden, Draht (18a; 18b) gefertigt ist, mit zumindest einer Biegeeinheit (202a),
welche zu einer Bearbeitung von Draht (18a; 18b) mit einer Zugfestigkeit von wenigstens
800 N mm-2 vorgesehen ist und die zumindest eine Führungsschnecke (204a) sowie zumindest ein
relativ zu der Führungsschnecke (204a) um eine Rotationsachse (206a) drehbares Flechtmesser
(208a) zu einer Herstellung eines Wendelrohlings (210a) mit zumindest zwei gekrümmten
Schenkeln (212a, 214a; 212b, 214b) und mit zumindest einer die gekrümmten Schenkel
verbindenden Biegestelle (216a; 216b) mittels eines Biegens des Längselements (16a;
16b) umfasst, und mit einer Flechteinheit (218a; 218b), die zu einem Einflechten des
Wendelrohlings (210a; 210b) in ein Vorgeflecht (220a; 220b) des Drahtgeflechts (10a;
10b) vorgesehen ist, mit einer Begradigungseinheit (222a), die zu einem Zusammendrücken
des Wendelrohlings (210a) in eine Pressrichtung (224a) senkrecht zu der Rotationsachse
(206a) vorgesehen ist, und die zu einer Begradigung der aus dem, den hochfesten Federstahl
aufweisenden Draht (18a; 18b) ausgebildeten gekrümmten Schenkel (212a, 214a; 212b,
214b) durch ein Überdrücken der gekrümmten Schenkel vorgesehen ist.
2. Biegevorrichtung (200a) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Begradigungseinheit (222a) um die Rotationsachse (206a) drehbar gelagert ist.
3. Biegevorrichtung (200a) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rotation des Flechtmessers (208a) und eine Rotation der Begradigungseinheit
(222a) synchronisiert sind.
4. Biegevorrichtung (200a; 200b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begradigungseinheit (222a; 222b) zumindest ein senkrecht zu einer Längsrichtung
(226a; 226b) des Wendelrohlings (210a; 210b) bewegbares Presselement (228a, 230a;
228b, 230b) aufweist.
5. Biegevorrichtung (200a) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Presselement (228a, 230a) in einem Ausgangsbereich (232a) der Biegeeinheit (202a)
angeordnet ist.
6. Biegevorrichtung (200b) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Presselement (228b, 230b) in einem Bereich (234a) der Flechteinheit (218a) angeordnet
ist.
7. Biegevorrichtung (200b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Länge des Presselements (228b, 230b) eine maximale Länge der Wendel (12b) definiert.
8. Verfahren zur Herstellung eines Drahtgeflechts (10a; 10b), insbesondere eines Sicherheitsnetzes,
welches mehrere ineinander geflochtene Wendeln (12a, 14a; 12b) aufweist, von denen
wenigstens eine Wendel (12a) aus zumindest einem Einzeldraht, einem Drahtbündel, einer
Drahtlitze, einem Drahtseil und/oder einem anderen Längselement (16a; 16b) mit zumindest
einem, einen hochfesten Federstahl mit einer Zugfestigkeit von wenigstens 800 N/mm2 aufweisenden, Draht (18a; 18b) gefertigt wird, insbesondere mittels zumindest einer
Biegevorrichtung (200a; 200b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Wendelrohling
(210a; 210b) mit zumindest zwei gekrümmten Schenkeln (212a, 214a; 212b, 214b) und
mit zumindest einer die Schenkel (212a, 214a; 212b, 214b) verbindenden Biegestelle
(216a; 216b) mittels eines Biegens des Längselements (16a; 16b) gefertigt wird und
wobei der Wendelrohling (210a; 210b) in ein Vorgeflecht (220a; 220b) des Drahtgeflechts
(10a; 10b) eingeflochten wird, wobei die aus dem, den hochfesten Federstahl aufweisenden
Draht (18a; 18b) ausgebildeten gekrümmten Schenkel (212a, 214a; 212b, 214b) durch
Überbiegen derart begradigt werden, so dass die aus dem, den hochfesten Federstahl
aufweisenden Draht (18a; 18b) ausgebildeten Schenkel (212a, 214a; 212b, 214b) nach
erfolgtem Überbiegen und nach einem anschließenden teilweisen Rückfedern einen geraden
Verlauf aufweisen.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Wendelrohling (210a) vor einem Einflechten in das Vorgeflecht (220a) zumindest
abschnittsweise gepresst wird, um die gekrümmten Schenkel (212a, 214a) zu begradigen.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Wendelrohling (210b) nach einem Einflechten in das Vorgeflecht (220b) zumindest
abschnittsweise gepresst wird, um die gekrümmten Schenkel (212b, 214b) zu begradigen.
1. Bending device (200a; 200b) for producing a wire netting (10a; 10b), in particular
a safety net,
which has a plurality of helices (12a, 14a; 12b) which are braided with one another,
and of which at least one helix (12a; 12b) is made from at least one single wire,
a wire bundle, a wire strand, a wire rope, and/or another longitudinal element (16a;
16b) with at least one wire (18a; 18b) comprising a high-tensile spring steel with
a tensile strength of at least 800 N/mm2,
having at least one bending unit (202a) which is configured for a processing of wire
(18a; 18b) with a tensile strength of at least 800 N/mm2 and which, for producing a helix blank (210a) having at least two curved legs (212a,
214a; 212b, 214b) and having at least one bend point (216a; 216b) that connects the
curved legs by a bending of the longitudinal element (16a; 16b), has at least one
guide worm (204a) and at least one braiding knife (208a) that is rotatable relative
to the guide worm (204a) around a rotation axis (206a),
and having a braiding unit (218a; 218b) which is configured for braiding the helix
blank (210a; 210b) into a pre-netting (220a; 220b) of the wire netting (10a; 10b),
having a straightening unit (222a) which is configured for compressing the helix blank
(210a) in a pressing direction (224a) that is perpendicular to the rotation axis (206a),
and which is configured for a straightening of the curved legs (212a, 214a; 212b,
214b), which are formed of the wire (18a; 18b) comprising the high-tensile spring
steel, by an over-pressing of the curved legs.
2. Bending device (200a) according to claim 1,
characterised in that the straightening unit (222a) is supported so as to be rotatable around the rotation
axis (206a).
3. Bending device (200a) according to claim 2,
characterised in that a rotation of the braiding knife (208a) and a rotation of the straightening unit
(222a) are synchronized.
4. Bending device (200a; 200b) according to one of the preceding claims,
characterised in that the straightening unit (222a; 222b) has at least one pressing element (228a, 230a;
228b, 230b), which is movable perpendicularly to a longitudinal direction (226a; 226b)
of the helix blank (210a; 210b).
5. Bending device (200a) according to claim 4,
characterised in that the pressing element (228a, 230a) is disposed in an outlet region (232a) of the bending
unit (202a).
6. Bending device (200b) according to claim 4 or 5,
characterised in that the pressing element (228b, 230b) is disposed in a proximity (234a) of the braiding
unit (218a).
7. Bending device (200b) according to one of the preceding claims,
characterised in that a length of the pressing element (228b, 230b) defines a maximum length of the helix
(12b).
8. Method for producing a wire netting (10a; 10b), in particular a safety net,
which has a plurality of helices (12a, 14a; 12b) which are braided with one another,
and of which at least one helix (12a; 12b) is made from at least one single wire,
a wire bundle, a wire strand, a wire rope, and/or another longitudinal element (16a;
16b) with at least one wire (18a; 18b) comprising a high-tensile spring steel having
a tensile strength of at least 800 N/mm2, in particular by means of at least one bending device (200a; 200b) according to
one of the preceding claims, wherein a helix blank (210a; 210b), having at least two
curved legs (212a, 214a; 212b, 214b) and having at least one bend point (216a; 216b)
that connects the legs (212a, 214a; 212b, 214b), is made by bending the longitudinal
element (16a; 16b), and
wherein the helix blank (210a; 210b) is braided into a pre-netting (220a; 220b) of
the wire netting (10a; 10b),
wherein the curved legs (212a, 214a; 212b, 214b), which are formed of the wire (18a;
18b) comprising the high-tensile spring steel, are straightened by over-bending in
such a way that, when the over-bending has been carried out and after a following
partial back-spring, the curved legs (212a, 214a; 212b, 214b), which are formed of
the wire (18a; 18b) comprising the high-tensile spring steel, have a straight contour.
9. Method according to claim 8,
characterised in that the helix blank (210a), before being braided into the pre-netting (220a), is pressed
at least section-wise for a straightening of the curved legs (212a, 214a).
10. Method according to claim 8,
characterised in that the helix blank (210b), before being braided into the pre-netting (220b), is pressed
at least section-wise for a straightening of the curved legs (212, 214b).
1. Dispositif de pliage (200a ; 200b) pour la fabrication d'un grillage en fils métallique
(10a ; 10b), en particulier filet de sauvegarde,
ayant une pluralité d'hélices (12a, 14a ; 12b) qui sont tressées les unes avec les
autres, dont au moins une hélice (12a ; 12b) est fabriquée à partir d'au moins un
fil unique, un faisceau de fils, un cordon de fils, un câble de fils et/ou un autre
élément longitudinal (16a ; 16b) avec au moins un fil (18a ; 18b) comprenant un acier
ultra-résistant ayant une résistance à traction d'au moins 800 N mm-2,
avec au moins une unité-pliage (202a) qui est conçue pour un façonnement d'un fils
(18a ; 18b) ayant une résistance à traction d'au moins 800 N/mm2 et qui comprend au moins une vis-sans-fin de guidage (204a) aussi qu'un couteau-tressage
(208a), qui peut être tourné par rapport à la vis-sans-fin de guidage (204a) autour
d'une axe rotatif (206a), pour fabriquer une ébauche d'hélice (210a), ayant au moins
deux branches courbées (212a, 214a ; 212b, 214b) et ayant au moins une zone de pliage
(216a ; 216b) reliant les branches courbées, par pliage de l'élément longitudinal
(16a ; 16b), et
avec une unité-tressage (218a ; 218b) conçue pour tresser l'ébauche d'hélice (210a
; 210b) dans un pré-grillage (220a ; 220b) du grillage en fils métallique (10a ; 10b),
avec une unité de rectification (222a) conçue pour serrement de l'ébauche d'hélice
(210a) dans une direction de serrement (224a) perpendiculairement à l'axe rotatif
(206a) et conçue pour la rectification des branches courbées (212a, 214a ; 212b, 214b),
qui sont faits du fils (18a ; 18b) comprenant l'acier-ressort ultra-résistant, par
une surpression des branches courbées.
2. Dispositif de pliage (200a) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'unité de rectification (222a) est supportée tel qu'elle est tournable autour de
l'axe rotatif (206a).
3. Dispositif de pliage (200a) selon la revendication 2,
caractérisé en ce qu'une rotation du couteau-tressage (208a) et une rotation de l'unité de rectification
(222a) sont synchronisées.
4. Dispositif de pliage (200a ; 200b) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de rectification (222a ; 222b) comprend au moins un élément de serrement
(228a, 230a ; 228b, 230b) qui peut être mû perpendiculairement à une direction longitudinale
(226a ; 226b) de l'ébauche d'hélice (210a ; 210b).
5. Dispositif de pliage (200a) selon la revendication 4,
caractérisé en ce que l'élément de serrement (228a, 230a) est disposé dans une zone de sortie (232a) de
l'unité-pliage (202a).
6. Dispositif de pliage (200b) selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que l'élément de serrement (228b, 230b) est disposé dans une proximité (234a) de l'unité-tressage
(218a).
7. Dispositif de pliage (200b) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une longueur de l'élément de serrement (228b, 230b) définit une longueur maximale
de l'hélice (12b).
8. Procédé de fabrication d'un grillage en fils métallique (10a ; 10b), en particulier
un filet de sauvegarde,
ayant une pluralité d'hélices (12a, 14a ; 12b) qui sont tressées les unes avec les
autres, dont au moins une hélice (12a) est fabriquée à partir d'au moins un fil unique,
un faisceau de fils, un cordon de fils, un câble de fils et/ou un autre élément longitudinal
(16a ; 16b) avec au moins un fil (18a ; 18b) comprenant un acier-ressort ultra-résistant
avec une résistance à traction d'au moins 800 N mm-2,
en particulier par le biais d'au moins un dispositif de pliage (200a ; 200b) selon
l'une des revendications précédentes,
où une ébauche d'hélice (210a ; 210b), ayant au moins deux branches courbées (212a,
214a ; 212b, 214b) et ayant au moins une zone de pliage (216a ; 216b) reliant les
branches (212a, 214a ; 212b, 214b), est fabriquée par le pliage de l'élément longitudinal
(16a ; 16b) et
où l'ébauche d'hélice (210a ; 210b) est tressée dans un pré-grillage (220a ; 220b)
du grillage en fils métallique (10a ; 10b),
où les branches courbées (212a, 214a ; 212b, 214b) formées du fil (18a ; 18b) comprenant
l'acier-ressort ultra-résistant sont rectifiées par surpliage en sorte que, quand
le surpliage a été réalisé et après un rappel élastique partiel suivant, les branches
(212a, 214a ; 212b, 214b), qui sont formées du fil (18a ; 18b) comprenant l'acier-ressort
ultra-résistant, ont un contour droit.
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que l'ébauche d'hélice (210a) est au moins par sections serrée avant un tressage dans
le pré-grillage (220a) pour rectifier les branches courbées (212a, 214a).
10. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que l'ébauche d'hélice (210b) est au moins par sections serrée avant un tressage dans
le pré-grillage (220b) pour rectifier les branches courbées 212b, 214b).