ANWENDUNGSGEBIET UND STAND DER TECHNIK
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Aerosoldosenhauptteils,
ein Verfahren zur Herstellung eines Aerosoldosengrundteils mit einem solchen Verfahren
zur Herstellung eines Aerosoldosenhauptteils, eine Vorrichtung zur Herstellung eines
Aerosoldosenhauptteils und ein Aerosoldosenhauptteil.
[0002] Die
US 3,262,303 bezieht sich generell auf die Extrusion von hohlen Artikeln und mehr spezifisch auf
ein neues und verbessertes Verfahren und eine neue und verbesserte Vorrichtung zum
Formen extrudierter hohler Artikel wie zum Beispiel drückbarer Tuben, Aerosoldosen
und Vergleichbarem aus Rohlingen zugeschnitten von einem zylindrischen Draht oder
einem Stabschaft.
AUFGABE UND LÖSUNG
[0003] Der Erfindung liegt als Aufgabe die Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung
eines Aerosoldosenhauptteils zugrunde, wobei das Verfahren eine Materialeinsparung
bei dem Aerosoldosenhauptteil erlaubt und somit das Aerosoldosenhauptteil relativ
kostengünstig ist. Des Weiteren liegt der Erfindung als Aufgabe die Bereitstellung
eines Verfahrens zur Herstellung eines Aerosoldosengrundteils mit einem solchen Verfahren
zur Herstellung eines Aerosoldosenhauptteils, einer Vorrichtung zur Herstellung eines
Aerosoldosenhauptteils und eines Aerosoldosenhauptteils zugrunde.
[0004] Die Erfindung löst die Aufgabe durch die Bereitstellung eines Verfahrens mit den
Merkmalen des Anspruchs 1, eines Verfahrens mit den Merkmalen des Anspruchs 11, einer
Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 14 und/oder eines Aerosoldosenhauptteils
mit den Merkmalen des Anspruchs 15.
[0005] Das erfindungsgemäße, insbesondere automatische, Verfahren zur Herstellung eines
Aerosoldosenhauptteils, insbesondere für eine Aerosoldose, weist die Schritte auf:
a) Fließpressen, insbesondere automatisches Fließpressen, beziehungsweise Extrudieren,
insbesondere nur, einer Butze zu einem Dosenhauptteil-Rohling umfassend einen Dosenrumpf,
eine Dosenschulter und einen Dosenhals. Die Dosenschulter weist eine Schulter-Wandstärke
von minimal 180 µm auf. Der Dosenrumpf weist eine Rumpf-Wandstärke von minimal 150
µm und von maximal 300 µm auf, insbesondere von maximal 250 µm. Die Schulter-Wandstärke
ist minimal 1,2 mal so groß wie die Rumpf-Wandstärke, b) Stützen, insbesondere automatisches
Stützen, der Dosenschulter an einer Innenseite der Dosenschulter mittels einer Stützvorrichtung
und Umformen, insbesondere automatisches Umformen, mindestens eines Abschnitts des
Dosenhalses, insbesondere des vollständigen Dosenhalses, zu einem Sprühventilsitz,
insbesondere zur Befestigung eines Sprühventils, insbesondere an dem Aerosoldosenhauptteil,
während des Stützens.
[0006] Das Verfahren beziehungsweise sein Schritt a) Fließpressen ermöglicht, dass der Dosenrumpf
und die Dosenschulter, und insbesondere der Dosenhals, insbesondere jeweils, verschiedene,
insbesondere relativ kleine, Wandstärken aufweisen. Insbesondere kann/können die Wandstärke/n
durch das Fließpressen definiert beziehungsweise festgelegt werden oder sein. Des
Weiteren kann für das Umformen mindestens des Abschnitts des Dosenhalses dieser mit
einer Kraft, insbesondere in einer axialen Richtung, beaufschlagt werden. Diese Kraft
kann, insbesondere mindestens teilweise, auf die Dosenschulter übertragen werden,
insbesondere in axialer Richtung. Das Verfahren beziehungsweise sein Schritt b) beziehungsweise
das Stützen beziehungsweise die Stützvorrichtung ermöglicht, die Kraft von der Dosenschulter
abzuleiten beziehungsweise aufzunehmen. Die Dosenschulter braucht die Kraft nicht
auf den Dosenrumpf zu übertragen und der Dosenrumpf braucht keine Kraft abzuleiten.
Somit können/kann die Dosenschulter und/oder der Dosenrumpf, insbesondere jeweils,
eine relativ kleine Wandstärke aufweisen. Folglich erlaubt das Verfahren eine Materialeinsparung
bei dem Aerosoldosenhauptteil und somit ist das Aerosoldosenhauptteil relativ kostengünstig.
[0007] Insbesondere kann die Butze als Ronde bezeichnet werden. Zusätzlich oder alternativ
kann die Butze die Form eines Zylinders, insbesondere eines Kreiszylinders, aufweisen.
Weiter zusätzlich oder alternativ kann die Butze für den Schritt a) Fließpressen mit
einem Fließpress-Schmierstoff, wie beispielsweise einem Fett, versehen werden oder
sein. Dies kann ein gleichmäßiges Fließen des Butzenmaterials ermöglichen.
[0008] Das Fließpressen kann ein Kaltfließpressen sein. Zusätzlich oder alternativ kann
das Fließpressen des Dosenrumpfs ein Rückwärtsfließpressen sein. Weiter zusätzlich
oder alternativ kann das Fließpressen des Dosenhalses ein Vorwärtsfließpressen sein.
Weiter zusätzlich oder alternativ kann das Fließpressen der Dosenschulter ein Vorwärtsfließpressen
und/oder ein Wegfließpressen sein, insbesondere zu dem Dosenrumpf und/oder der Dosenschulter.
Insbesondere können das Rückwärtsfließpressen, das Vorwärtsfließpressen und/oder das
Wegfließpressen gleichzeitig beziehungsweise kombiniert sein. In anderen Worten: der
Dosenrumpf, die Dosenschulter und der Dosenhals können gleichzeitig fließgepresst
werden. Anders formuliert: der Dosenhauptteil-Rohling beziehungsweise sein Dosenrumpf,
seine Dosenschulter und sein Dosenhals können einteilig beziehungsweise einstückig
sein.
[0009] Die Dosenschulter kann, insbesondere räumlich, an den Dosenrumpf, insbesondere unmittelbar,
anschließen. Zusätzlich oder alternativ kann der Dosenhals, insbesondere räumlich,
an die Dosenschulter, insbesondere unmittelbar, anschließen.
[0010] Der Dosenrumpf kann einen, insbesondere mittleren, Rumpf-Radius aufweisen und die
Dosenschulter kann einen, insbesondere mittleren, Schulter-Radius aufweisen. Der Rumpf-Radius
kann relativ größer als der Schulter-Radius sein. Insbesondere kann die Dosenschulter
gegenüber dem Dosenrumpf verengt beziehungsweise verjüngt sein. Zusätzlich oder alternativ
kann die Dosenschulter einen, insbesondere den, insbesondere mittleren, Schulter-Radius
aufweisen und der Dosenhals kann einen, insbesondere mittleren, Hals-Radius aufweisen.
Der Schulter-Radius kann relativ größer als der Hals-Radius sein. Insbesondere kann
der Dosenhals gegenüber der Dosenschulter verengt beziehungsweise verjüngt sein.
[0011] Der Dosenrumpf kann, insbesondere zeitlich direkt nach dem Schritt a) Fließpressen,
die Form eines Zylinders, insbesondere eines Kreiszylinders, aufweisen. Zusätzlich
oder alternativ kann die Dosenschulter die Form, insbesondere entweder, einer Rundschulter
oder einer Flachschulter und/oder verschiedene Winkel aufweisen. Insbesondere kann
die Dosenschulter, insbesondere zeitlich direkt nach dem Schritt a) Fließpressen,
die Form eines Konus, insbesondere eines Kreiskonus, aufweisen. Insbesondere kann
der Konus von dem Dosenrumpf weg zu dem Dosenhals hin zulaufen. Weiter zusätzlich
oder alternativ kann der Dosenhals, insbesondere zeitlich direkt nach dem Schritt
a) Fließpressen, die Form eines Zylinders, insbesondere eines Kreiszylinders, aufweisen.
[0012] Der Dosenrumpf kann als Dosenmantel bezeichnet werden.
[0013] Der Dosenhauptteil-Rohling kann beziehungsweise sein Dosenrumpf, seine Dosenschulter
und sein Dosenhals können hohl sein. Insbesondere kann der Dosenhauptteil-Rohling
eine Durchgangsöffnung aufweisen. In anderen Worten: der Dosenhauptteil-Rohling kann
beidseitig, insbesondere an einem der Dosenschulter gegenüberliegenden Ende des Dosenhalses
und an einem der Dosenschulter gegenüberliegenden Ende des Dosenrumpfs, offen sein.
[0014] Die Innenseite kann eine Innenseite des hohlen Dosenhauptteil-Rohlings beziehungsweise
seiner hohlen Dosenschulter sein.
[0015] Während des Stützens kann die Stützvorrichtung in unmittelbarem Kontakt beziehungsweise
in Berührung mit der Innenseite der Dosenschulter sein.
[0016] Die Stützvorrichtung kann von dem Dosenhauptteil-Rohling beziehungsweise seinem Dosenrumpf,
seiner Dosenschulter und seinem Dosenhals verschieden sein.
[0017] Das Stützen kann in axialer Richtung sein.
[0018] Das Stützen kann zeitlich dauerhaft während des Umformens sein. Insbesondere kann
das Stützen zeitlich vor oder mit dem Umformen beginnen und zeitlich mit oder nach
dem Umformen enden.
[0019] Der Schritt b) kann zeitlich nach dem Schritt a) ausgeführt werden.
[0020] Das Aerosoldosenhauptteil kann dazu ausgebildet sein, zu einer, insbesondere der,
Aerosoldose weiterverarbeitet zu werden. Insbesondere kann die Aerosoldose als ein
Behältnis für ein Aerosol ausgebildet sein. Zusätzlich oder alternativ kann die Aerosoldose
als Sprühdose oder Spraydose bezeichnet werden. Weiter zusätzlich oder alternativ
kann das Aerosoldosenhauptteil dazu ausgebildet sein, einem Nenndruck von 12 bar,
insbesondere von 15 bar, insbesondere von 18 bar, standzuhalten.
[0021] Insbesondere kann das Weiterverarbeiten ein Reinigen und/oder ein Waschen aufweisen.
Zusätzlich oder alternativ kann das Weiterverarbeiten ein Lackieren einer Innenseite
aufweisen. Dies kann einen Schutz des Aerosols beziehungsweise des Produkts beziehungsweise
des Füllgut ermöglichen. Weiter zusätzlich oder alternativ kann das Weiterverarbeiten
ein Dekorieren, insbesondere ein Lackieren, ein Bedrucken und/oder ein Überzugslackieren,
einer, insbesondere der Innenseite gegenüberliegenden beziehungsweise abgewandten,
Außenseite aufweisen. Insbesondere kann das Dekorieren einen Siebdruck, ein Eloxieren,
ein Prägen, ein Etikettieren, ein Sleeve-Etikettieren, einen Thermotransfer, einen
Digitaldruck, einen Tampondruck, einen Offsetdruck oder eine Kombination daraus aufweisen.
Der Überzuglack kann einen Schutz der Bedruckung ermöglichen.
[0022] In einer Weiterbildung der Erfindung weist der Dosenhals eine Hals-Wandstärke auf
und die Dosenschulter weist die Schulter-Wandstärke auf. Die Hals-Wandstärke ist minimal
1,2 mal und maximal 2 mal so groß wie die Schulter-Wandstärke. Zusätzlich oder alternativ
weist die Dosenschulter die Schulter-Wandstärke auf und der Dosenrumpf weist die Rumpf-Wandstärke
auf, wobei die Schulter-Wandstärke maximal 2 mal so groß ist wie die Rumpf-Wandstärke.
[0023] Insbesondere kann die, insbesondere jeweilige, Wandstärke eine mittlere Wandstärke
sein. Zusätzlich oder alternativ kann die, insbesondere jeweilige, Wandstärke als
Dicke bezeichnet werden.
[0024] In einer Weiterbildung der Erfindung weist der Dosenhals eine, insbesondere die,
Hals-Wandstärke von minimal 250 µm und von maximal 500 µm auf, insbesondere von maximal
450 µm. Zusätzlich oder alternativ weist die Dosenschulter die Schulter-Wandstärke
von maximal 400 µm auf, insbesondere von maximal 350 µm. . Insbesondere kann die,
insbesondere jeweilige, Wandstärke eine mittlere Wandstärke sein. Zusätzlich oder
alternativ kann die, insbesondere jeweilige, Wandstärke als Dicke bezeichnet werden.
[0025] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Umformen des Schritts b) auf: Bördeln,
insbesondere automatisches Bördeln, beziehungsweise Rollbiegen des mindestens einen
Abschnitts des Dosenhalses, insbesondere radial nach außen, zu dem Sprühventilsitz.
Zusätzlich oder alternativ weist der Sprühventilsitz einen Rollrand auf. Insbesondere
kann der Sprühventilsitz ein Rollrand sein.
[0026] In einer Weiterbildung der Erfindung weist der Schritt b) auf: Einführen, insbesondere
automatisches Einführen, der Stützvorrichtung an einem, insbesondere dem, der Dosenschulter
gegenüberliegenden Ende des Dosenrumpfs in den Dosenrumpf hinein, insbesondere in
axialer Richtung, bis zur Dosenschulter, insbesondere zeitlich vor dem Umformen, und
Ausführen, insbesondere automatisches Ausführen, der Stützvorrichtung von der Dosenschulter
weg, insbesondere in axialer Richtung, an dem Ende aus dem Dosenrumpf heraus, insbesondere
zeitlich nach dem Umformen.
[0027] In einer Weiterbildung der Erfindung ist die Butze ringförmig ausgebildet. Dies ermöglicht,
dass der der Dosenhauptteil-Rohling eine Durchgangsöffnung aufweisen kann. In anderen
Worten: die Butze kann eine Durchgangsöffnung aufweisen. Insbesondere kann die Durchgangsöffnung
die Form eines Zylinders, insbesondere eines Kreiszylinders, aufweisen. Zusätzlich
oder alternativ kann die Durchgangsöffnung mittig beziehungsweise koaxial angeordnet
sein.
[0028] In einer Weiterbildung der Erfindung besteht die Butze teilweise oder vollständig
aus Aluminium. Insbesondere kann die Butze aus einer Aluminiumlegierung, wie beispielsweise
AW 3XXX Material, insbesondere AW 3102 Material oder AW 3207 Material, oder aus Reinaluminium
mit einem Aluminiumanteil von minimal 99,5 %, insbesondere von minimal 99,7 %, wie
beispielsweise AW 1050 Material, bestehen.
[0029] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Verfahren den Schritt aufweist: ab)
Ablängen, insbesondere automatisches Ablängen, beziehungsweise Abstrecken beziehungsweise
Fräsen beziehungsweise Beschneiden, insbesondere axial, des Dosenhalses, insbesondere
an einem, insbesondere dem, der Dosenschulter gegenüberliegenden Ende des Dosenhalses.
Das Umformen des Schritts b) weist auf: Umformen, insbesondere automatisches Umformen,
des mindestens einen Abschnitts des abgelängten Dosenhalses, insbesondere des vollständigen
abgelängten Dosenhalses, zu dem Sprühventilsitz. Insbesondere kann der Dosenhals an
seinem der Dosenschulter gegenüberliegenden Ende eine unregelmäßige Form aufweisen
und/oder ausgefranzt sein. Zusätzlich oder alternativ kann der Dosenhals, insbesondere
axial, länger beziehungsweise höher als vorgegeben sein. Der Schritt ab) Ablängen
ermöglicht eine regelmäßige beziehungsweise unausgefranzte Form und/oder eine vorgegebene
Länge des Dosenhalses. Insbesondere kann der Schritt ab) zeitlich nach dem Schritt
a) und zeitlich vor dem Schritt b) ausgeführt werden.
[0030] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Verfahren den Schritt auf: bc1) Ablängen,
insbesondere automatisches Ablängen, beziehungsweise Abstrecken beziehungsweise Fräsen
beziehungsweise Beschneiden, insbesondere axial, des Dosenrumpfs, insbesondere an
einem, insbesondere dem, der Dosenschulter gegenüberliegenden Ende des Dosenrumpfs.
Insbesondere kann der Dosenrumpf an seinem der Dosenschulter gegenüberliegenden Ende
eine unregelmäßige Form aufweisen und/oder ausgefranzt sein. Zusätzlich oder alternativ
kann der Dosenrumpf, insbesondere axial, länger beziehungsweise höher als vorgegeben
sein. Der Schritt bc1) Ablängen ermöglicht eine regelmäßige beziehungsweise unausgefranzte
Form und/oder eine vorgegebene Länge des Dosenrumpfs. Insbesondere kann der Schritt
bc1) zeitlich nach dem Schritt a) und zeitlich vor, mit und/oder nach dem Schritt
b) ausgeführt werden.
[0031] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Verfahren den Schritt auf: bc2) Formen,
insbesondere automatisches Formen, insbesondere Aufweiten, eines der Dosenschulter
gegenüberliegenden Endes beziehungsweise Endabschnitts des, insbesondere abgelängten,
Dosenrumpfs zu einem Konus, insbesondere einem Kreiskonus. Insbesondere kann der Konus
von dem Ende weg, insbesondere in axialer Richtung, zulaufen, insbesondere radial.
In anderen Worten: ein Radius des Konus kann von dem Ende weg, insbesondere in axialer
Richtung, abnehmen beziehungsweise der Radius kann zu dem Ende hin zunehmen. Insbesondere
kann der Radius des Konus am Ende des Dosenrumpfs relativ größer als ein, insbesondere
der, insbesondere mittlere, Rumpf-Radius des übrigen beziehungsweise restlichen Dosenrumpfs
sein. Anders formuliert: das Ende kann gegenüber dem übrigen Dosenrumpf aufgeweitet
sein. Zusätzlich oder alternativ kann der Schritt bc2) zeitlich nach dem Schritt a)
und zeitlich vor, mit und/oder nach dem Schritt b) ausgeführt werden.
[0032] Das erfindungsgemäße, insbesondere automatische, Verfahren zur Herstellung eines
Aerosoldosengrundteils, insbesondere für eine, insbesondere die, Aerosoldose, weist
auf: das Verfahren zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils und den Schritt: c)
Verbinden, insbesondere automatisches Verbinden, eines Aerosoldosenbodenteils mit
einem, insbesondere dem, der Dosenschulter gegenüberliegenden beziehungsweise Endabschnitts
des, insbesondere abgelängten und/oder Konus geformten, Dosenrumpfs des Aerosoldosenhauptteils.
[0033] Insbesondere kann das Aerosoldosengrundteil dazu ausgebildet sein, zu einer, insbesondere
der, Aerosoldose weiterverarbeitet zu werden. Zusätzlich oder alternativ kann das
Aerosoldosengrundteil dazu ausgebildet sein, einem Nenndruck von 12 bar, insbesondere
von 15 bar, insbesondere von 18 bar, standzuhalten.
[0034] Das Verfahren ermöglicht eine getrennte beziehungsweise separate Herstellung des
Aerosoldosenbodenteils von dem Aerosoldosenhauptteil und somit Vorteile, insbesondere
Freiheiten, sowohl bei der Herstellung des Aerosoldosenbodenteils als auch des Aerosoldosenhauptteils.
[0035] Insbesondere kann das Aerosoldosenbodenteil durch Stanzen und/oder Tiefziehen hergestellt
werden oder sein. Zusätzlich oder alternativ kann das Aerosoldosenbodenteil eine kreisrunde
Form aufweisen. Weiter zusätzlich oder alternativ kann das Aerosoldosenbodenteil,
insbesondere an einem radialen Rand, eine umlaufende Vertiefung oder eine konische
Form aufweisen. Insbesondere kann das Aerosoldosenbodenteil beziehungsweise sein Rand
eine zu dem Aerosoldosenhauptteil beziehungsweise seinem Dosenrumpf beziehungsweise
seinem Ende komplementäre Form aufweisen. Diese, insbesondere umlaufende, Verbindungsform
beziehungsweise Verbindungsgeometrie kann, insbesondere entweder, direkt beim Tiefziehen,
soweit vorhanden, oder in einem zeitlich nachfolgenden plastischen Verformungsschritt
des Aerosoldosenbodenteils hergestellt werden. Dies kann einen passgenauen Sitz des
Aerosoldosenbodenteils im Aerosoldosenhauptteil ermöglichen. Insbesondere kann das
Aerosoldosenbodenteil mindestens teilweise, insbesondere in axialer Richtung, in das
Aerosoldosenhauptteil beziehungsweise seinen Dosenrumpf hinein eingeführt werden oder
sein, insbesondere bis zum unmittelbaren Kontakt beziehungsweise zur Berührung mit
dem Aerosoldosenhauptteil beziehungsweise einer Innenseite des Aerosoldosenhauptteils.
Weiter zusätzlich oder alternativ kann das Aerosoldosenbodenteil eine, insbesondere
konkave beziehungsweise domartige, Wölbung, insbesondere nach innen beziehungsweise
in Richtung Dosenschulter, aufweisen. Die Wölbung kann, insbesondere entweder, direkt
beim Tiefziehen, soweit vorhanden, oder in einem, insbesondere dem, zeitlich nachfolgenden
plastischen Verformungsschritt des Aerosoldosenbodenteils hergestellt werden. Dies
kann eine bessere Druckbeständigkeit des Aerosoldosenbodenteils ermöglichen. Weiter
zusätzlich oder alternativ kann das Aerosoldosenbodenteil aus dem gleichen Material
wie das Aerosoldosenhauptteil bestehen.
[0036] Das Verbinden kann ein formschlüssiges Verbinden, wie beispielsweise ein Falzen und/oder
ein Einrasten, und/oder ein stoffschlüssiges Verbinden, wie beispielsweise ein Kleben,
sein.
[0037] Insbesondere zeitlich nach dem Verbinden, kann das Aerosoldosenbodenteil das Aerosoldosenhauptteil
beziehungsweise das der Dosenschulter gegenüberliegende Ende des Dosenrumpfs verschließen,
insbesondere spaltfrei beziehungsweise dicht, insbesondere fluiddicht, insbesondere
flüssigkeitsdicht und/oder gasdicht. In anderen Worten: das Aerosoldosengrundteil
kann einseitig, insbesondere an einem der Dosenschulter gegenüberliegenden Ende des
Sprühventilsitzes, offen sein.
[0038] Der Schritt c) kann zeitlich nach dem Schritt b), und insbesondere zeitlich nach
dem Schritt bc1) und/oder dem Schritt bc2), soweit vorhanden, ausgeführt werden. Insbesondere
kann diese zeitliche Reihenfolge beziehungsweise das Verbinden zeitlich nach dem Umformen
das Stützen mittels der Stützvorrichtung, insbesondere das Einführen und das Ausführen
der Stützvorrichtung, ermöglichen.
[0039] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Verbinden des Schritts c) auf: Schweißen,
insbesondere automatisches Schweißen, insbesondere Laserschweißen.
[0040] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Aerosoldosenbodenteil eine Boden-Wandstärke
von minimal 200 µm und von maximal 1200 µm auf. Insbesondere kann die Boden-Wandstärke
eine mittlere Boden-Wandstärke sein. Zusätzlich oder alternativ kann die Boden-Wandstärke
als Boden-Dicke bezeichnet werden.
[0041] Die erfindungsgemäße, insbesondere automatische, Vorrichtung zur Herstellung eines,
insbesondere des, Aerosoldosenhauptteils, insbesondere für eine, insbesondere die,
Aerosoldose, weist, insbesondere nur, ein Fließpresswerkzeug, insbesondere nur, eine,
insbesondere die, Stützvorrichtung und, insbesondere nur, ein Umformwerkzeug auf.
Das, insbesondere automatische, Fließpresswerkzeug weist, insbesondere nur, eine Matrize
und, insbesondere nur, einen Stempel auf. Die Matrize und der Stempel sind zum, insbesondere
automatischen, Fließpressen einer, insbesondere der, Butze zu einem, insbesondere
dem, Dosenhauptteil-Rohling umfassend einen, insbesondere den, Dosenrumpf, eine, insbesondere
die, Dosenschulter und einen, insbesondere den, Dosenhals ausgebildet. Die Dosenschulter
weist eine, insbesondere die, Schulter-Wandstärke von minimal 180 µm auf. Der Dosenrumpf
weist eine, insbesondere die, Rumpf-Wandstärke von minimal 150 µm und von maximal
300 µm auf, insbesondere von maximal 250 µm. Die Schulter-Wandstärke ist minimal 1,2
mal so groß wie die Rumpf-Wandstärke. Die Wandstärken des Dosenrumpfs, der Dosenschulter
und des Dosenhalses werden durch das Fließpressen definiert durch eine geometrische
Anordnung des Stempels und der Matrize zueinander während des Fließpressens. Die,
insbesondere automatische, Stützvorrichtung ist zum, insbesondere automatischen, Stützen
der Dosenschulter an einer, insbesondere der, Innenseite der Dosenschulter ausgebildet.
Das, insbesondere automatische, Umformwerkzeug ist zum, insbesondere automatischen,
Umformen mindestens eines, insbesondere des mindestens einen, Abschnitts des Dosenhalses
zu einem, insbesondere dem, Sprühventilsitz während des Stützens ausgebildet.
[0042] Die Vorrichtung kann die gleichen Vorteile ermöglichen wie das zuvor beschriebene
Verfahren. Insbesondere kann die Vorrichtung zum Ausführen des zuvor beschriebenen
Verfahrens und/oder zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils, wobei das Aerosoldosenhauptteil
teilweise oder sogar ganz ausgebildet sein, wie für das Verfahren zuvor beschrieben,
ausgebildet sein.
[0043] Insbesondere kann das Fließpresswerkzeug zum gleichzeitigen beziehungsweise kombinierten
Rückwärts-, Vorwärts- und/oder Wegfließpressen ausgebildet sein. Zusätzlich oder alternativ
kann die Matrize als Negativform bezeichnet werden.
[0044] Die Stützvorrichtung kann eine zu dem Umformwerkzeug komplementäre beziehungsweise
negative Form aufweisen, insbesondere so dass die Stützvorrichtung und das Umformwerkzeug
zum Umformen auf Block beziehungsweise in unmittelbaren Kontakt gefahren beziehungsweise
bewegt werden können. Dies kann ermöglichen, ein vorgegebenes Maß zwischen der Innenseite
der Dosenschulter und einer Oberseite des Sprühventilsitzes relativ genau einzuhalten.
Zusätzlich oder alternativ kann das Umformwerkzeug einen Bördelrollkopf aufweisen.
[0045] Das erfindungsgemäße Aerosoldosenhauptteil, insbesondere für eine, insbesondere die,
Aerosoldose, umfasst einen, insbesondere den, Dosenrumpf, eine, insbesondere die,
Dosenschulter und einen, insbesondere den, Sprühventilsitz. Die Dosenschulter weist
eine, insbesondere die, Schulter-Wandstärke von minimal 180 µm auf, und insbesondere
von maximal 400 µm, insbesondere von maximal 350 µm. Der Dosenrumpf weist eine, insbesondere
die, Rumpf-Wandstärke von minimal 150 µm und von maximal 300 µm auf, insbesondere
von maximal 250 µm. Die Schulter-Wandstärke ist minimal 1,2 mal so groß wie die Rumpf-Wandstärke.
[0046] Das Aerosoldosenhauptteil kann die gleichen Vorteile ermöglichen wie das zuvor beschriebene
Verfahren. Insbesondere kann das Aerosoldosenhauptteil durch das zuvor beschriebene
Verfahren hergestellt sein. Insbesondere kann das Aerosoldosenhauptteil teilweise
oder sogar ganz ausgebildet sein, wie für das Verfahren zuvor beschrieben. Zusätzlich
oder alternativ kann das Aerosoldosenhauptteil ohne beziehungsweise frei von einem
Aerosoldosenbodenteil sein.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0047] Weitere Vorteile und Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung,
die nachfolgend anhand der Figuren erläutert sind. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Aerosoldosengrundteils aufweisend ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung
eines erfindungsgemäßen Aerosoldosenhauptteils,
- Fig. 2
- eine Butze,
- Fig. 3
- ein Fließpressen der Butze der Fig. 2 zu einem Dosenhauptteil-Rohling mittels einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung des Aerosoldosengrundteils aufweisend
eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils aufweisend
ein Fließpresswerkzeug,
- Fig. 4
- ein Ablängen eines Dosenhalses des Dosenhauptteil-Rohlings der Fig. 3 mittels der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils,
- Fig. 5
- ein Stützen einer Dosenschulter des Dosenhauptteil-Rohlings der Fig. 3 und 4 mittels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils aufweisend
eine Stützvorrichtung und ein Umformen mindestens eines Abschnitts des Dosenhalses
der Fig. 3 und 4 zu einem Sprühventilsitz während des Stützens mittels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils aufweisend ein Umformwerkzeug,
- Fig. 6
- ein Ablängen eines Dosenrumpfes des Dosenhauptteil-Rohlings der Fig. 3 bis 5 und ein
Formen eines Endes des Dosenrumpfs zu einem Konus zu dem Aerosoldosenhauptteil mittels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils,
- Fig. 7
- das Aerosoldosenhauptteil und ein Verbinden eines Aerosoldosenbodenteils mit dem Ende
des Dosenrumpfs des Aerosoldosenhauptteils zu dem Aerosoldosengrundteil mittels der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung des Aerosoldosengrundteils, und
- Fig. 8
- das Aerosoldosengrundteil.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0048] Fig. 1 zeigt, insbesondere Fig. 2 bis 7 zeigen, ein erfindungsgemäßes Verfahren zur
Herstellung eines Aerosoldosengrundteils 30. Das Verfahren weist ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Herstellung eines Aerosoldosenhauptteils 1 auf, wie in Fig. 2 bis 6
gezeigt.
[0049] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils 1 weist
die Schritte auf: a) Fließpressen einer Butze 2, wie in Fig. 2 und Fig. 3 links gezeigt,
zu einem Dosenhauptteil-Rohling 3 umfassend einen Dosenrumpf 4, eine Dosenschulter
5 und einen Dosenhals 6, wie in Fig. 3 rechts und Fig. 4 gezeigt. Die Dosenschulter
5 weist eine Schulter-Wandstärke T5 von minimal 180 µm auf. Der Dosenrumpf 4 weist
eine Rumpf-Wandstärke T4 von minimal 150 µm und von maximal 300 µm auf. Die Schulter-Wandstärke
T5 ist minimal 1,2 mal so groß wie die Rumpf-Wandstärke T4. b) Stützen der Dosenschulter
5 an einer Innenseite 7 der Dosenschulter 5 mittels einer Stützvorrichtung 110 und
Umformen mindestens eines Abschnitts des Dosenhalses 6, insbesondere des vollständigen
Dosenhalses 6, zu einem Sprühventilsitz 8 während des Stützens, wie in Fig. 5 und
6 gezeigt.
[0050] Des Weiteren weist das Verfahren zur Herstellung des Aerosoldosengrundteils 30 den
Schritt auf: c) Verbinden eines Aerosoldosenbodenteils 20 mit einem der Dosenschulter
5 gegenüberliegenden Ende 11 des Dosenrumpfs 4 des Aerosoldosenhauptteils 1, wie in
Fig. 7 und 8 gezeigt.
[0051] Fig. 3 bis 7 zeigen eine erfindungsgemäße Vorrichtung 200 zur Herstellung des Aerosoldosengrundteils
30. Die Vorrichtung 200 weist eine erfindungsgemäße Vorrichtung 100 zur Herstellung
des Aerosoldosenhauptteils 1, wie in Fig. 2 bis 6 gezeigt.
[0052] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils 1 weist
ein Fließpresswerkzeug 101, wie in Fig. 3 gezeigt, die Stützvorrichtung 110 und ein
Umformwerkzeug 111 auf, wie in Fig. 5 gezeigt. Das Fließpresswerkzeug 101 weist eine
Matrize 102 und einen Stempel 103 auf. Die Matrize 102 und der Stempel 103 sind zum
Fließpressen der Butze 2 zu dem Dosenhauptteil-Rohling 3 umfassend den Dosenrumpf
4, die Dosenschulter 5 und den Dosenhals 6 ausgebildet. Die Dosenschulter 5 weist
die Schulter-Wandstärke T5 von minimal 180 µm auf. Der Dosenrumpf 4 weist die Rumpf-Wandstärke
T4 von minimal 150 µm und von maximal 300 µm auf. Die Schulter-Wandstärke T5 ist minimal
1,2 mal so groß wie die Rumpf-Wandstärke T4. Die Wandstärken T4, T5, T6 des Dosenrumpfs
4, der Dosenschulter 5 und des Dosenhalses 6 werden durch das Fließpressen definiert
durch eine geometrische Anordnung des Stempels 103 und der Matrize 102 zueinander
während des Fließpressens. Die Stützvorrichtung 110 ist zum Stützen der Dosenschulter
5 an der Innenseite 7 der Dosenschulter 5 ausgebildet. Das Umformwerkzeug 111 ist
zum Umformen des mindestens einen Abschnitts des Dosenhalses 6 zu dem Sprühventilsitz
8 während des Stützens ausgebildet.
[0053] Im Detail ist die Vorrichtung 200 zur Herstellung des Aerosoldosengrundteils 30 beziehungsweise
ihre Vorrichtung 1 zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils 1 zum Ausführen des
oben beschriebenen Verfahrens ausgebildet.
[0054] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Butze 2 ringförmig ausgebildet, wie in Fig.
2 gezeigt. Im Detail weist die Butze 2 eine Durchgangsöffnung 10 auf.
[0055] Außerdem besteht die Butze 2 teilweise oder vollständig aus Aluminium.
[0056] Für den Schritt a) Fließpressen wird die Butze 2 in die Matrize 102 eingelegt, wie
in Fig. 3 links gezeigt.
[0057] Beim Schritt a) Fließpressen beaufschlägt der Stempel 103 das Butzenmaterial in der
Matrize 102 mit einem relativ hohen Druck und bringt somit das Butzenmaterial zum
Fließen zwischen der Matrize 102 und dem Stempel 103, wie in Fig. 3 rechts gezeigt.
[0058] Im gezeigten Ausführungsbeispiel führt der Stempel 103 die zum Fließpressen erforderliche
Bewegung aus, insbesondere in axialer Richtung z in Fig. 3 nach unten, und die Matrize
102 ist ortsfest. In alternativen Ausführungsbeispiel kann die Matrize zusätzlich
oder alternativ die zum Fließpressen erforderliche Bewegung ausführen und/oder der
Stempel kann ortsfest sein.
[0059] Im Detail ist das Fließpressen des Dosenrumpfs 4 ein Rückwärtsfließpressen, das Fließpressen
des Dosenhalses 6 ist ein Vorwärtsfließpressen und das Fließpressen der Dosenschulter
5 ist ein Vorwärtsfließpressen und/oder ein Wegfließpressen.
[0060] Eine Form/en des Dosenrumpfs 4, der Dosenschulter 5 und/oder des Dosenhalses 6 werden/wird
durch das Fließpressen definiert, insbesondere durch eine Form des Fließpresswerkzeugs
101 beziehungsweise einer Form des Stempels 103 und einer Form der Matrize 102, insbesondere
während des Fließpressens.
[0061] Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Dosenrumpf 4, insbesondere zeitlich direkt
nach dem Schritt a) Fließpressen, die Form eines Kreiszylinders auf, wie in Fig. 4
gezeigt.
[0062] Des Weiteren weist die Dosenschulter 5, insbesondere zeitlich direkt nach dem Schritt
a) Fließpressen, die Form eines Kreiskonus auf.
[0063] Außerdem weist der Dosenhals 6, insbesondere zeitlich direkt nach dem Schritt a)
Fließpressen, die Form eines Kreiszylinders auf.
[0064] Zudem weist der Dosenhauptteil-Rohling 3 eine Durchgangsöffnung auf beziehungsweise
ist beidseitig offen, insbesondere an einem der Dosenschulter 5 gegenüberliegenden
Ende 16 des Dosenhalses 6 und an einem der Dosenschulter 5 gegenüberliegenden Ende
9 des Dosenrumpfs 4.
[0065] Im Detail weist der Dosenhals 6 die Hals-Wandstärke T6 auf.
[0066] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Hals-Wandstärke T6 minimal 1,2 mal und maximal
2 mal so groß wie die Schulter-Wandstärke T5. Die Schulter-Wandstärke T5 ist maximal
2 mal so groß wie die Rumpf-Wandstärke T4.
[0067] Im Detail ist die Hals-Wandstärke T6 minimal 250 µm und maximal 500 µm. Die Schulter-Wandstärke
T5 ist maximal 400 µm.
[0068] Weiter weist das Verfahren zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils 1 den Schritt
auf: ab) Ablängen des Dosenhalses 6, insbesondere an dem der Dosenschulter 5 gegenüberliegenden
Ende 16 des Dosenhalses 6, insbesondere auf eine vorgegebene, insbesondere axiale,
Länge L6, wie in Fig. 5 gezeigt.
[0069] Die Vorrichtung 1 zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils 1 weist ein Ablängwerkzeug
120 auf. Das Ablängwerkzeug 120 ist zum Ablängen des Dosenhalses 6 ausgebildet.
[0070] Das Umformen des Schritts b) weist auf: Umformen des mindestens einen Abschnitts
des abgelängten Dosenhalses 6, insbesondere des vollständigen abgelängten Dosenhalses
6, zu dem Sprühventilsitz 8, insbesondere mittels des Umformwerkzeugs 111.
[0071] Im Detail weist das Umformen des Schritts b) auf: Bördeln des mindestens einen Abschnitts
des Dosenhalses 6, insbesondere radial nach außen, zu dem Sprühventilsitz 8.
[0072] Das Umformwerkzeug 111 weist einen Bördelrollkopf auf.
[0073] Der Sprühventilsitz 8 weist einen Rollrand auf, wie in Fig. 6 gezeigt.
[0074] Im Detail weist der Schritt b) auf: Einführen der Stützvorrichtung 110 an dem der
Dosenschulter 5 gegenüberliegenden Ende 9 des Dosenrumpfs 4 in den Dosenrumpf 4 hinein,
insbesondere in axialer Richtung z in Fig. 5 nach oben, bis zur Dosenschulter 5, insbesondere
zeitlich vor dem Umformen, und Ausführen der Stützvorrichtung 110 von der Dosenschulter
weg 5, insbesondere in axialer Richtung z in Fig. 5 nach unten, an dem Ende 9 aus
dem Dosenrumpf 4 heraus, insbesondere zeitlich nach dem Umformen.
[0075] Die Stützvorrichtung 110 weist eine zu dem Umformwerkzeug 111 komplementäre Form
auf. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Stützvorrichtung 110 eine innenliegende
Aussparung 115 für das Umformwerkzeug 111 auf.
[0076] Des Weiteren weist das Verfahren zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils 1 den
Schritt auf: bc1) Ablängen des Dosenrumpfs 4, insbesondere an dem der Dosenschulter
5 gegenüberliegenden Ende 9 des Dosenrumpfs 4, insbesondere auf eine vorgegebene,
insbesondere axiale, Länge L4, wie in Fig. 7 gezeigt.
[0077] Die Vorrichtung 1 zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils 1 weist ein Ablängwerkzeug
130 auf. Das Ablängwerkzeug 130 ist zum Ablängen des Dosenrumpfs 4 ausgebildet.
[0078] Außerdem weist das Verfahren den Schritt auf: bc2) Formen, insbesondere Aufweiten,
eines der Dosenschulter 5 gegenüberliegenden Endes 11 des, insbesondere abgelängten,
Dosenrumpfs 4 zu einem Konus, insbesondere einem Kreiskonus.
[0079] Die Vorrichtung 1 zur Herstellung des Aerosoldosenhauptteils 1 weist ein Konusformwerkzeug
140 auf. Das Konusformwerkzeug 140 ist zum Formen des der Dosenschulter 5 gegenüberliegenden
Endes 11 des Dosenrumpfs 4 zu dem Konus ausgebildet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
weist das Konusformwerkzeug 140 einen Dorn auf.
[0080] Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Aerosoldosenbodenteil 20 eine kreisrunde
Form auf, wie in Fig. 7 gezeigt. Zusätzlich weist das Aerosoldosenbodenteil 20, insbesondere
an einem radialen Rand 21, eine zu der Konusform des Endes 11 des Dosenrumpfs 4 komplementäre
konische Form auf.
[0081] Für den Schritt c) Verbinden wird das Aerosoldosenbodenteil 20 mindestens teilweise,
insbesondere in axialer Richtung z in Fig. 7 nach oben, an dem Ende 11 in das Aerosoldosenhauptteil
1 beziehungsweise seinen Dosenrumpf 4 hinein eingeführt, insbesondere bis der konusförmige
Rand 21 des Aerosoldosenbodenteils 20 und das konusförmige Ende 11 des Dosenrumpfs
4 des Aerosoldosenhauptteils 1 aneinander dicht anliegen.
[0082] Im Detail weist das Verbinden des Schritts c) auf: Schweißen, insbesondere Laserschweißen,
insbesondere mittels eines Laserstrahls LS.
[0083] Die Vorrichtung 200 zur Herstellung des Aerosoldosengrundteils 30 weist ein Schweißwerkzeug
150 auf, insbesondere ein Laserschweißwerkzeug, insbesondere einen Laser. Das Schweißwerkzeug
150 ist zum Schweißen, insbesondere zum Laserschweißen, insbesondere mittels des Laserstrahls
LS, ausgebildet.
[0084] Insbesondere zeitlich nach dem Verbinden, verschließt das Aerosoldosenbodenteil 20
das Aerosoldosenhauptteil 1 beziehungsweise das der Dosenschulter 5 gegenüberliegende
Ende 11 des Dosenrumpfs 4, insbesondere spaltfrei beziehungsweise dicht. In anderen
Worten: das Aerosoldosengrundteil 30 ist einseitig offen, insbesondere an einem der
Dosenschulter 5 gegenüberliegenden Ende 17 des Sprühventilsitzes 8.
[0085] Weiter weist das Aerosoldosenbodenteil 20 eine Boden-Wandstärke T20 von minimal 200
µm und von maximal 1200 µm auf.
[0086] Die miteinander verbunden Aerosoldosenhauptteil 1 und Aerosoldosenbodenteil 30 entsprechen
dem Aerosoldosengrundteil 30, wie in Fig. 7 und 8 gezeigt.
[0087] Der fließgepresste, abgelängte, umgeformte beziehungsweise gebördelte, abgelängte
und geformte beziehungsweise aufgeweitete Dosenhauptteil-Rohling 3 entspricht dem
Aerosoldosenhauptteil 1, wie in Fig. 6 und 7 gezeigt.
[0088] Das erfindungsgemäße Aerosoldosengrundteil 30 weist das erfindungsgemäße Aerosoldosenhauptteil
1 auf.
[0089] Das erfindungsgemäße Aerosoldosenhauptteil 1 umfasst den Dosenrumpf 4, die Dosenschulter
5 und den Sprühventilsitz 8. Die Dosenschulter 5 weist die Schulter-Wandstärke T5
von minimal 180 µm auf, und insbesondere von maximal 400 µm. Der Dosenrumpf 4 weist
die Rumpf-Wandstärke T4 von minimal 150 µm und von maximal 300 µm auf, und insbesondere
von minimal 150 µm. Die Schulter-Wandstärke T5 ist minimal 1,2 mal so groß wie die
Rumpf-Wandstärke T4.
[0090] Des Weiteren ist das Aerosoldosenhauptteil 1 beziehungsweise das Aerosoldosengrundteil
30 dazu ausgebildet, zu einer Aerosoldose weiterverarbeitet zu werden.
[0091] Wie die gezeigten und oben erläuterten Ausführungsformen deutlich machen, stellt
die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Aerosoldosenhauptteils bereit, wobei
das Verfahren eine Materialeinsparung bei dem Aerosoldosenhauptteil erlaubt und somit
das Aerosoldosenhauptteil relativ kostengünstig ist. Des Weiteren stellt die Erfindung
ein Verfahren zur Herstellung eines Aerosoldosengrundteils mit einem solchen Verfahren
zur Herstellung eines Aerosoldosenhauptteils, eine Vorrichtung zur Herstellung eines
Aerosoldosenhauptteils und ein Aerosoldosenhauptteil bereit.
1. Verfahren zur Herstellung eines Aerosoldosenhauptteils (1), wobei das Verfahren die
Schritte aufweist:
- a) Fließpressen einer Butze (2) zu einem Dosenhauptteil-Rohling (3) umfassend einen
Dosenrumpf (4), eine Dosenschulter (5) und einen Dosenhals (6), wobei die Dosenschulter
(5) eine Schulter-Wandstärke (T5) von minimal 180 µm aufweist, wobei der Dosenrumpf
(4) eine Rumpf-Wandstärke (T4) von minimal 150 µm und von maximal 300 µm aufweist,
und wobei die Schulter-Wandstärke (T5) minimal 1,2 mal so groß wie die Rumpf-Wandstärke
(T4) ist, und
- b) Stützen der Dosenschulter (5) an einer Innenseite (7) der Dosenschulter (5) mittels
einer Stützvorrichtung (110) und Umformen mindestens eines Abschnitts des Dosenhalses
(6) zu einem Sprühventilsitz (8) während des Stützens.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
- wobei das Fließpressen des Dosenrumpfs (4) ein Rückwärtsfließpressen ist, das Fließpressen
des Dosenhalses (6) ein Vorwärtsfließpressen ist, und das Rückwärtsfließpressen und
das Vorwärtsfließpressen kombiniert, insbesondere gleichzeitig, sind, und/oder
- wobei der Dosenrumpf (4), die Dosenschulter (5) und der Dosenhals (6) gleichzeitig
fließgepresst werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei der Dosenhals (6) eine Hals-Wandstärke (T6) aufweist und die Dosenschulter
(5) die Schulter-Wandstärke (T5) aufweist, wobei die Hals-Wandstärke (T6) minimal
1,2 mal und maximal 2 mal so groß wie die Schulter-Wandstärke (T5) ist, und/oder
- wobei die Schulter-Wandstärke (T5) maximal 2 mal so groß wie die Rumpf-Wandstärke
(T4) ist, und/oder
- wobei der Dosenhals (6) eine Hals-Wandstärke (T6) von minimal 250 µm und von maximal
500 µm aufweist, und/oder
- wobei die Dosenschulter (5) die Schulter-Wandstärke (T5) von maximal 400 µm aufweist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei das Umformen des Schritts b) aufweist: Bördeln des mindestens einen Abschnitts
des Dosenhalses (6) zu dem Sprühventilsitz (8), und/oder
- wobei der Sprühventilsitz (8) einen Rollrand aufweist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei der Schritt b) aufweist: Einführen der Stützvorrichtung (110) an einem der
Dosenschulter (5) gegenüberliegenden Ende (9) des Dosenrumpfs (4) in den Dosenrumpf
(4) hinein bis zur Dosenschulter (5) und Ausführen der Stützvorrichtung (110) von
der Dosenschulter (5) weg an dem Ende (9) aus dem Dosenrumpf (4) heraus.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei die Butze (2) ringförmig ausgebildet ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei die Butze (2) teilweise oder vollständig aus Aluminium besteht.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei das Verfahren den Schritt aufweist: ab) Ablängen des Dosenhalses (6), und
- wobei das Umformen des Schritts b) aufweist: Umformen des mindestens einen Abschnitts
des abgelängten Dosenhalses (6) zu dem Sprühventilsitz (8).
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei das Verfahren den Schritt aufweist: bc1) Ablängen des Dosenrumpfs (4).
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei das Verfahren den Schritt aufweist: bc2) Formen eines der Dosenschulter (5)
gegenüberliegenden Endes (11) des Dosenrumpfs (4) zu einem Konus.
11. Verfahren zur Herstellung eines Aerosoldosengrundteils (30), wobei das Verfahren aufweist:
- ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, und
- den Schritt: c) Verbinden eines Aerosoldosenbodenteils (20) mit einem der Dosenschulter
(5) gegenüberliegenden Ende (11) des Dosenrumpfs (4) des Aerosoldosenhauptteils (1).
12. Verfahren nach Anspruch 11,
- wobei das Verbinden des Schritts c) aufweist: Schweißen, insbesondere Laserschweißen.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
- wobei das Aerosoldosenbodenteil (20) eine Boden-Wandstärke (T20) von minimal 200
µm und von maximal 1200 µm aufweist.
14. Vorrichtung (100) zur Herstellung eines Aerosoldosenhauptteils (1), wobei die Vorrichtung
(100) aufweist:
- eine Fließpresswerkzeug (101), wobei das Fließpresswerkzeug (101) eine Matrize (102)
und einen Stempel (103) aufweist, wobei die Matrize (102) und der Stempel (103) zum
Fließpressen einer Butze (2) zu einem Dosenhauptteil-Rohling (3) umfassend einen Dosenrumpf
(4), eine Dosenschulter (5) und einen Dosenhals (6), wobei die Dosenschulter (5) eine
Schulter-Wandstärke (T5) von minimal 180 µm aufweist, wobei der Dosenrumpf (4) eine
Rumpf-Wandstärke (T4) von minimal 150 µm und von maximal 300 µm aufweist, und wobei
die Schulter-Wandstärke (T5) minimal 1,2 mal so groß wie die Rumpf-Wandstärke (T4)
ist, ausgebildet sind, wobei das Fließpresswerkzeug (101) derart konfiguriert ist,
dass die Wandstärken (T4, T5, T6) des Dosenrumpfs (4), der Dosenschulter (5) und des
Dosenhalses (6) durch das Fließpressen definiert werden durch eine geometrische Anordnung
des Stempels (103) und der Matrize (102) zueinander während des Fließpressens, und
- eine Stützvorrichtung (110) und ein Umformwerkzeug (111), wobei die Stützvorrichtung
(110) zum Stützen der Dosenschulter (5) an einer Innenseite (7) der Dosenschulter
(5) ausgebildet ist und wobei das Umformwerkzeug (111) zum Umformen mindestens eines
Abschnitts des Dosenhalses (6) zu einem Sprühventilsitz (8) während des Stützens ausgebildet
ist.
15. Aerosoldosenhauptteil (1) umfassend:
- einen Dosenrumpf (4), eine Dosenschulter (5) und einen Sprühventilsitz (8),
- wobei die Dosenschulter (5) eine Schulter-Wandstärke (T5) von minimal 180 µm aufweist,
wobei der Dosenrumpf (4) eine Rumpf-Wandstärke (T4) von minimal 150 µm und von maximal
300 µm aufweist, und wobei die Schulter-Wandstärke (T5) minimal 1,2 mal so groß wie
die Rumpf-Wandstärke (T4) ist.
1. Method for producing an aerosol can main part (1), wherein the method comprises the
steps:
- a) extruding a slug (2) into a can main part blank (3) comprising a can body (4),
a can shoulder (5) and a can neck (6), wherein the can shoulder (5) has a shoulder
wall thickness (T5) of at least 180 um, wherein the can body (4) has a body wall thickness
(T4) of at least 150 um and of at most 300 um, and wherein the shoulder wall thickness
(T5) is at least 1.2 times as large as the body wall thickness (T4), and
- b) supporting the can shoulder (5) on an inside (7) of the can shoulder (5) by means
of a support device (110), and forming at least one portion of the can neck (6) into
a spray valve seat (8) while supported.
2. Method according to Claim 1,
- wherein the extrusion of the can body (4) is a reverse extrusion, the extrusion
of the can neck (6) is a forward extrusion, and the reverse extrusion and the forward
extrusion are combined, in particular simultaneous, and/or
- wherein the can body (4), the can shoulder (5) and the can neck (6) are extruded
simultaneously.
3. Method according to one of the preceding claims,
- wherein the can neck (6) has a neck wall thickness (T6) and the can shoulder (5)
has the shoulder wall thickness (T5), wherein the neck wall thickness (T6) is at least
1.2 times and at most 2 times the shoulder wall thickness (T5), and/or
- wherein the shoulder wall thickness (T5) is at most 2 times the body wall thickness
(T4), and/or
- wherein the can neck (6) has a neck wall thickness (T6) of at least 250 um and of
at most 500 µm, and/or
- wherein the can shoulder (5) has the shoulder wall thickness (T5) of at most 400
µm.
4. Method according to one of the preceding claims,
- wherein the forming of step b) comprises: flanging of the at least one portion of
the can neck (6) to the spray valve seat (8), and/or
- wherein the spray valve seat (8) has a rolled edge.
5. Method according to one of the preceding claims,
- wherein step b) comprises: introducing the support device (110) at one end (9) of
the can body (4) opposite the can shoulder (5) into the can body (4) up to the can
shoulder (5), and guiding out the support device (110) away from the can shoulder
(5) out of the can body (4) at the end (9).
6. Method according to one of the preceding claims,
- wherein the slug (2) is designed to be annular.
7. Method according to one of the preceding claims,
- wherein the slug (2) consists partially or completely of aluminium.
8. Method according to one of the preceding claims,
- wherein the method comprises the step: ab) cutting to length the can neck (6), and
- wherein the forming of step b) comprises: forming the at least one portion of the
cut-to-length can neck (6) into the spray valve seat (8).
9. Method according to one of the preceding claims,
- wherein the method comprises the step: bc1) cutting to length the can body (4).
10. Method according to one of the preceding claims,
- wherein the method comprises the step: bc2) shaping into a cone an end (11) of the
can body (4) that lies opposite the can shoulder (5).
11. Method for producing an aerosol can base part (30), wherein the method comprises:
- a method according to one of the preceding claims, and
- the step: c) connecting an aerosol can bottom part (20) to an end (11) of the can
body (4) of the aerosol can main part (1) that lies opposite the can shoulder (5).
12. Method according to Claim 11,
- wherein the connecting of step c) comprises: welding, in particular laser welding.
13. Method according to Claim 11 or 12,
- wherein the aerosol can bottom part (20) has a bottom wall thickness (T20) of at
least 200 um and of at most 1200 µm.
14. Device (100) for producing an aerosol can main part (1), wherein the device (100)
comprises:
- an extrusion tool (101), wherein the extrusion tool (101) comprises a die (102)
and a punch (103), wherein the die (102) and the punch (103) are designed for extruding
a slug (2) into a can main part blank (3) comprising a can body (4), a can shoulder
(5) and a can neck (6), wherein the can shoulder (5) has a shoulder wall thickness
(T5) of at least 180 um, wherein the can body (4) has a body wall thickness (T4) of
at least 150 um and of at most 300 um, and wherein the shoulder wall thickness (T5)
is at least 1.2 times the body wall thickness (T4), wherein the extrusion tool (101)
is configured in such a way that the wall thicknesses (T4, T5, T6) of the can body
(4), the can shoulder (5) and the can neck (6) are defined by the extrusion owing
to a geometric arrangement of the punch (103) and the die (102) relative to one another
during extrusion, and
- a support device (110) and a forming tool (111), wherein the support device (110)
is designed for supporting the can shoulder (5) on an inside (7) of the can shoulder
(5), and wherein the forming tool (111) is designed for forming at least one portion
of the can neck (6) into a spray valve seat (8) while supported.
15. Aerosol can main part (1) comprising:
- a can body (4), a can shoulder (5) and a spray valve seat (8),
- wherein the can shoulder (5) has a shoulder wall thickness (T5) of at least 180
um, wherein the can body (4) has a body wall thickness (T4) of at least 150 um and
of at most 300 um, and wherein the shoulder wall thickness (T5) is at least 1.2 times
the body wall thickness (T4).
1. Procédé de fabrication d'une partie principale de boîte d'aérosol (1), le procédé
présentant les étapes suivantes :
- a) l'extrusion d'un pion (2) en une ébauche de partie principale de boîte (3) comprenant
un corps de boîte (4), un épaulement de boîte (5) et un col de boîte (6), l'épaulement
de boîte (5) présentant une épaisseur de paroi d'épaulement (T5) d'au minimum 180
um, le corps de boîte (4) présentant une épaisseur de paroi de corps (T4) d'au minimum
150 um et d'au maximum 300 um, et l'épaisseur de paroi d'épaulement (T5) étant au
minimum 1,2 fois plus grande que l'épaisseur de paroi de corps (T4), et
- b) le support de l'épaulement de boîte (5) sur un côté intérieur (7) de l'épaulement
de boîte (5) au moyen d'un dispositif de support (110) et le façonnage d'au moins
une section du col de boîte (6) en un siège de soupape de pulvérisation (8) pendant
le support.
2. Procédé selon la revendication 1,
- l'extrusion du corps de boîte (4) étant une extrusion en sens inverse, l'extrusion
du col de boîte (6) étant une extrusion en sens avant, et l'extrusion en sens inverse
et l'extrusion en sens avant étant combinées, notamment simultanément, et/ou
- le corps de boîte (4), l'épaulement de boîte (5) et le col de boîte (6) étant extrudés
simultanément.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- le col de boîte (6) présentant une épaisseur de paroi de col (T6) et l'épaulement
de boîte (5) présentant l'épaisseur de paroi d'épaulement (T5), l'épaisseur de paroi
de col (T6) étant au minimum 1,2 fois et au maximum 2 fois plus grande que l'épaisseur
de paroi d'épaulement (T5), et/ou
- l'épaisseur de paroi d'épaulement (T5) étant au maximum 2 fois supérieure à l'épaisseur
de paroi de corps (T4), et/ou
- le col de boîte (6) présentant une épaisseur de paroi du col (T6) d'au minimum 250
um et d'au maximum 500 um, et/ou
- l'épaulement de boîte (5) présentant l'épaisseur de paroi d'épaulement (T5) d'au
maximum 400 µm.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- le façonnage de l'étape b) présentant : le sertissage de l'au moins une section
du col de boîte (6) en le siège de soupape de pulvérisation (8), et/ou
- le siège de soupape de pulvérisation (8) présentant un bord roulé.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- l'étape b) présentant : l'introduction du dispositif de support (110) à une extrémité
(9) du corps de boîte (4) opposée à l'épaulement de boîte (5) dans le corps de boîte
(4) jusqu'à l'épaulement de boîte (5) et la sortie du dispositif de support (110)
de l'épaulement de boîte (5) à l'extrémité (9) hors du corps de boîte (4) .
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- le pion (2) étant réalisé sous forme annulaire.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- le pion (2) étant partiellement ou totalement constitué d'aluminium.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- le procédé présentant l'étape suivante : ab) la mise à longueur du col de boîte
(6), et
- le façonnage de l'étape b) présentant : le façonnage de l'au moins une section du
col de boîte (6) mis à longueur en le siège de soupape de pulvérisation (8).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- le procédé présentant l'étape suivante : bc1) la mise à longueur du corps de boîte
(4).
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- le procédé présentant l'étape suivante : bc2) la formation d'une extrémité (11)
du corps de boîte (4) opposée à l'épaulement de boîte (5) en un cône.
11. Procédé de fabrication d'une partie de base de boîte d'aérosol (30), le procédé présentant
:
- un procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, et
- l'étape suivante : c) la liaison d'une partie de fond de boîte d'aérosol (20) à
une extrémité (11) du corps de boîte (4) de la partie principale de boîte d'aérosol
(1) opposée à l'épaulement de boîte (5).
12. Procédé selon la revendication 11,
- la liaison de l'étape c) présentant : le soudage, notamment le soudage au laser.
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12,
- la partie de fond de boîte d'aérosol (20) présentant une épaisseur de paroi de fond
(T20) d'au minimum 200 um et d'au maximum 1200 µm.
14. Dispositif (100) pour la fabrication d'une partie principal de boîte d'aérosol (1),
le dispositif (100) présentant :
- un outil d'extrusion (101), l'outil d'extrusion (101) présentant une matrice (102)
et un poinçon (103), la matrice (102) et le poinçon (103) étant réalisés pour extruder
un pion (2) en une ébauche de partie principale de boîte (3) comprenant un corps de
boîte (4), un épaulement de boîte (5) et un col de boîte (6), l'épaulement de boîte
(5) présentant une épaisseur de paroi d'épaulement (T5) d'au minimum 180 um, le corps
de boîte (4) présentant une épaisseur de paroi de corps (T4) d'au minimum 150 um et
d'au maximum 300 um, et l'épaisseur de paroi d'épaulement (T5) étant au minimum 1,2
fois plus grande que l'épaisseur de paroi de corps (T4), l'outil d'extrusion (101)
étant configuré de telle sorte que les épaisseurs de paroi (T4, T5, T6) du corps de
boîte (4), de l'épaulement de boîte (5) et du col de boîte (6) sont définies par l'extrusion
par un agencement géométrique du poinçon (103) et de la matrice (102) l'un par rapport
à l'autre pendant l'extrusion, et
- un dispositif de support (110) et un outil de façonnage (111), le dispositif de
support (110) étant réalisé pour supporter l'épaulement de boîte (5) sur un côté intérieur
(7) de l'épaulement de boîte (5) et l'outil de façonnage (111) étant réalisé pour
façonner au moins une section du col de boîte (6) en un siège de soupape de pulvérisation
(8) pendant le support.
15. Partie principale de boîte d'aérosol (1) comprenant :
- un corps de boîte (4), un épaulement de boîte (5) et un siège de valve de pulvérisation
(8),
- l'épaulement de boîte (5) présentant une épaisseur de paroi d'épaulement (T5) d'au
minimum 180 um, le corps de boîte (4) présentant une épaisseur de paroi de corps (T4)
d'au minimum 150 um et d'au plus 300 um, et l'épaisseur de paroi d'épaulement (T5)
étant au minimum 1,2 fois plus grande que l'épaisseur de paroi de corps (T4) .