[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sperren der Feststellung eines über eine
Feststellvorrichtung feststellbaren Flügels einer Tür, eines Fensters oder dergleichen,
mit einer insbesondere elektromotorisch und/oder elektromagnetisch betätigbaren, über
eine Steuerungseinrichtung ansteuerbaren Sperre. Sie betrifft ferner eine Anlage zur
Feststellung eines Flügels einer Tür, eines Fensters oder dergleichen mit einer solchen
Sperrvorrichtung.
[0002] Eine Feststellanlage ist eine Einrichtung zum Offenhalten von Brandabschlüssen wie
insbesondere Brandschutztüren, Rauchschutztüren und/oder dergleichen. Sie sorgt dafür,
dass Feuerschutzabschlüsse bzw. Rauchabschlüsse offengehalten werden, bei einem Brand
bzw. im Fall von Rauchentwicklung jedoch sicher schließen.
[0003] Es sind unter anderem Feststellanlagen bekannt, die eine geöffnete Brandschutztür
entgegen der Federkraft eines mechanischen Speichers eines Antriebs ständig offenhalten.
Im Brandfall löst die Feststellanlage aus, wodurch die Tür durch die Federkraft des
mechanischen Speichers schließt. Dabei umfasst die Feststellanlage in der Regel eine
elektrische Energieversorgung, eine Feststellvorrichtung, eine Auslösevorrichtung
und eine Branddetektion.
[0004] Auch Antriebe wie insbesondere Türschließer oder bewegliche Türflügel mit einem mechanischen
Energiespeicher sind allgemein bekannt. Beim manuellen Öffnen des Türflügels wird
der mechanische Energiespeicher mit potentieller Energie aufgeladen, welche den losgelassenen
Flügel wieder schließt. Der mechanische Energiespeicher kann beispielsweise eine Federeinheit
umfassen, die durch das manuelle Öffnen des Türflügels gespannt wird und sich mit
dem Schließen des Türflügels wieder entspannt.
[0005] Zur Feststellung eines Flügels einer Tür, eines Fensters oder dergleichen wurde auch
bereits eine Ruhestrom-Feststellvorrichtung vorgeschlagen, die auf einer einen Permanentmagneten
und eine oder mehrere Spulen umfassenden Anordnung basiert. Dabei ist der Flügel bei
nicht bestromter Spule durch den Permanentmagneten feststellbar, während die Feststellung
mit einer zur Kompensation des Magnetfeldes des Permanentmagneten erfolgenden Bestromung
der Spule auslösbar ist. Es kann beispielsweise ein an der Wand oder dem Türflügel
vorgesehener Türhaftmagnet mit integrierten Spulen mit einer auf dem Türflügel angebrachten
Ankerplatte zusammenwirken. Denkbar ist beispielsweise auch eine in einer Gleitschiene
integrierte elektromechanische Feststellvorrichtung, bei der mittels eines Permanentmagneten
ein in der Gleitschiene geführter Gleitstein direkt oder über eine mechanische Übersetzung
feststellbar ist. Dabei muss die betreffende Anordnung nicht fest mit dem Türflügel
verbunden sein (Freeswing).
[0006] Wird bei einer Tür mit zugeordnetem Antrieb bzw. Türschließer der Türflügel geöffnet,
so wird potentielle Energie in die Federeinheit des Antriebs bzw. Türschließers geladen.
Erreicht beispielsweise bei einer Feststellvorrichtung mit Ankerplatte die Ankerplatte
den Permanentmagneten, so hält dieser die Ankerplatte gegen die Schließkraft des Antriebs
bzw. Türschließers fest. Zum Auslösen dieser Feststellung können eine oder mehrere
Spulen bestromt werden, um das Magnetfeld des Permanentmagneten zu kompensieren. Durch
die im Türschließer gespeicherte potentielle Energie entfernt sich mit dem Türflügel
auch die Ankerplatte wieder vom Permanentmagneten, woraufhin der Türschließer den
Türflügel schließt. Sobald die Ankerplatte hinreichend weit vom Permanentmagneten
entfernt ist, wird der Strom durch die wenigstens eine Spule wieder abgeschaltet.
[0007] Eine solche Ruhestrom-Feststellvorrichtung besitzt gegenüber nach dem Arbeitsstromprinzip
arbeitenden herkömmlichen Feststellvorrichtungen den wesentlichen Vorteil, dass nur
für die relativ kurze Zeit des Auslösens der Feststellvorrichtung elektrische Energie
benötigt wird.
[0008] Damit eine nach dem Ruhestromprinzip arbeitende Feststellvorrichtung sicher auslöst,
wurde auch bereits vorgeschlagen, solche Feststellvorrichtungen bezüglich der Energieversorgung,
der elektrischen Ansteuerung der Spulen und der Spulen selbst ein- oder mehrfach redundant
auszulegen.
[0009] Bei einer solchen redundant ausgelegten Feststellvorrichtung kann die Redundanz überwacht
werden. Bei Ausfall eines Redundanzzweiges ist die Feststellvorrichtung über einen
anderen Redundanzzweig auslösbar, woraufhin der Türflügel schließen kann.
[0010] Gegenüber den herkömmlichen Feststellvorrichtungen nach dem Arbeitsstromprinzip sowie
gegenüber auf einem bistabilen Prinzip basierenden Feststellvorrichtungen weist eine
Ruhestrom-Feststellvorrichtung nun aber insbesondere den Nachteil auf, dass sie im
Alarmfall nicht mehr auslösen kann, wenn der Türflügel nach einem Ausfall des letzten
Redundanzzweiges geöffnet wird und die Ankerplatte den Permanentmagneten erreicht.
So besteht dann auch keine Möglichkeit mehr, die Auslösung der Feststellung über einen
Redundanzzweig auszulösen.
[0011] Es sind auch bereits mechanische Sperren bekannt, durch die das Annähern der Ankerplatte
an den Permanentmagneten verhindert werden kann, um eine Feststellung des Flügels
zu verhindern. Solche Sperren sind üblicherweise elektromotorisch oder elektromagnetisch
betätigbar. Um Energie zu sparen, kann auch die Ansteuerung einer solchen Sperre nach
dem Ruhestromprinzip oder nach einem bistabilen Prinzip ausgeführt sein.
[0012] Tritt nun aber ein Fehler in der Ansteuerung einer solchen Sperre auf, so kann die
Sperre nicht mehr aktiviert werden. Wird jetzt der Türflügel nach einem Ausfall des
letzten Redundanzzweiges der Auslösevorrichtung geöffnet, wird sich die Ankerplatte
dem Permanentmagneten nähern, wodurch der Türflügel offengehalten wird. Die Tür bleibt
demzufolge in einem Brandfall offen.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sperrvorrichtung sowie eine Feststellanlage
der eingangs genannten Art anzugeben, bei denen die zuvor erwähnten Probleme beseitigt
sind. Dabei soll insbesondere gewährleistet sein, dass die Sperre auch bei möglicherweise
auftretenden Fehlern in deren Ansteuerung und insbesondere bei einer einfach- oder
mehrfachredundant ausgeführten Ruhestrom-Feststellvorrichtung auch noch vor einem
Ausfall des letzten Redundanzzweiges der Feststellvorrichtung noch sicher aktivierbar
ist.
[0014] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Sperrvorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 bzw. eine Feststellanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 22 gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Sperrvorrichtung sowie der erfindungsgemäßen
Feststellanlage ergeben sich aus den Unteransprüchen, der vorliegenden Beschreibung
sowie der Zeichnung.
[0015] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Sperren der Feststellung eines über eine Feststellvorrichtung
feststellbaren Flügels einer Tür, eines Fensters oder dergleichen umfasst eine insbesondere
elektromotorisch und/oder elektromagnetisch betätigbare, über eine Steuerungseinrichtung
ansteuerbare Sperre. Dabei ist die Steuerungseinrichtung ein- oder mehrfach redundant
ausgeführt, wobei die Sperre über eine entsprechende Anzahl von Redundanzzweigen ansteuerbar
und die Funktionsfähigkeit der verschiedenen Redundanzzweige über die Steuerungseinrichtung
jeweils überwachbar ist.
[0016] Es ist somit auch bei einem vollständigen Ausfall bzw. einem Ausfall auch des letzten
Redundanzzweiges der Ansteuerung der Feststellvorrichtung ausgeschlossen, dass der
Flügel im Brandfall offengehalten wird, da die Sperre auch vor dem Ausfall des letzten
Redundanzzweiges der Feststellvorrichtung noch sicher aktivierbar ist.
[0017] Bevorzugt ist die Funktionsfähigkeit eines jeweiligen Redundanzzweiges durch die
Steuerungseinrichtung kontinuierlich oder in vorgebbaren zeitlichen Abständen überwachbar.
[0018] Gemäß einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sperrvorrichtung
umfasst die Steuerungseinrichtung zumindest zwei redundant ausgeführte, jeweils einem
Redundanzzweig zugeordnete Steuerkanäle.
[0019] Dabei ist über die verschiedenen Steuerkanäle der Steuerungseinrichtung vorteilhafterweise
jeweils eine dem betreffenden Redundanzzweig zugeordnete eigene insbesondere elektromotorische
und/oder elektromagnetische Betätigungseinrichtung zur Betätigung der Sperre ansteuerbar.
Indem nicht nur redundante Steuerkanäle, sondern auch redundante Betätigungseinrichtungen
zur Betätigung der Sperre vorgesehen sind, wird eine entsprechend höhere Sicherheit
bei der Ansteuerung der Sperre erreicht.
[0020] Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit der Ansteuerung der Sperre ist insbesondere
auch von Vorteil, wenn den verschiedenen Redundanzzweigen zu deren Versorgung mit
insbesondere elektrischer Energie jeweils eine eigene Energiequelle zugeordnet ist,
wobei über die einem jeweiligen Redundanzzweig zugeordnete Energiequelle bevorzugt
jeweils auch zumindest ein weiterer Redundanzzweig mit Energie versorgbar ist.
[0021] Bevorzugt ist über den Steuerkanal eines jeweiligen Redundanzzweiges sowohl die dem
betreffenden Redundanzzweig zugeordnete Energiequelle als auch die einem jeweiligen
weiteren Redundanzzweig zugeordnete Energiequelle überwachbar.
[0022] Fällt beispielsweise eine einem Redundanzzweig zugeordnete Energiequelle aus, so
kann dieser Redundanzzweig auch über die Energiequelle wenigstens eines weiteren Redundanzzweiges
mit Energie versorgt werden.
[0023] Vorteilhafterweise sind die verschiedenen Energiequellen über den Steuerkanal eines
jeweiligen Redundanzzweiges kontinuierlich oder in vorgebbaren zeitlichen Abständen
überwachbar.
[0024] Gemäß einer weiteren bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Sperrvorrichtung ist, insbesondere bei ausgelöster Feststellung des Flügels, zur Überwachung
der Funktionsfähigkeit eines jeweiligen Redundanzzweiges die diesem zugeordnete Betätigungseinheit
durch den dem Redundanzzweig zugeordneten Steuerkanal der Steuerungseinrichtung ansteuerbar
und durch diesen Steuerkanal anhand einer Rückmeldung feststellbar, ob die Sperre
aktiviert wurde oder nicht.
[0025] Ein jeweiliger Steuerkanal kann somit bei ausgelöster Feststellung testen, ob er
über die zugeordnete Betätigungseinheit die Sperre aktivieren kann. Über die Rückmeldung
kann er die Aktivierbarkeit der Sperre überwachen.
[0026] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn, insbesondere bei aktivierter Feststellung
des Flügels, zur Überwachung der Funktionsfähigkeit eines jeweiligen Redundanzzweiges
die diesem zugeordnete Betätigungseinheit durch den dem Redundanzzweig zugeordneten
Steuerkanal der Steuerungseinrichtung ansteuerbar und durch diesen Steuerkanal der
durch die Betätigungseinrichtung fließende Strom überwachbar ist.
[0027] Bei aktivierter Feststellung, bei der beispielsweise eine Ankerplatte an einem Permanentmagneten
anliegt, ist somit eine unvollständige Testung eines jeweiligen Redundanzzweiges möglich,
indem die zugeordnete Betätigungseinheit beispielsweise nur mit so viel Energie versorgt
wird, dass die Sperre nicht weiter bewegt oder gedreht bzw. gegen einen Anschlag gedrückt
wird. Der dabei durch die Betätigungseinrichtung fließende Strom wird dann überwacht.
[0028] Zweckmäßigerweise ist die Steuerungseinrichtung so ausgeführt, dass über deren Steuerkanäle
eine gegenseitige Überwachung der verschiedenen Redundanzzweige erfolgt.
[0029] Vorteilhafterweise kann die Steuerungseinrichtung zudem so ausgeführt sein, dass
bei einem erkannten Fehler eines jeweiligen Redundanzzweiges die Sperre nach gelöster
Feststellung des Flügels über wenigstens einen weiteren Redundanzzweig aktivierbar
ist.
[0030] Gemäß einer vorteilhaften praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sperrvorrichtung
ist als Sperre eine elektromotorisch betätigbare bistabile Sperre vorgesehen, wobei
eine jeweilige Betätigungseinrichtung bevorzugt einen Elektromotor umfasst.
[0031] Gemäß einer vorteilhaften alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sperrvorrichtung
kann als Sperre auch eine elektromagnetisch betätigbare Sperre vorgesehen sein.
[0032] Dabei umfasst die Sperre vorteilhafter Weise eine bistabile elektromagnetisch betätigbare
Sperre. In diesem Fall umfasst eine jeweilige Betätigungseinrichtung bevorzugt zwei
bistabile Elektromagnete oder einen bistabilen Elektromagneten mit zwei Spuleneinheiten.
[0033] Der Anker eines jeweiligen bistabilen Elektromagneten ist zur Betätigung der Sperre
bevorzugt über eine mechanische Übersetzung mit der Sperre koppelbar oder gekoppelt.
Dadurch kann insbesondere ein fehlerhaftes Zurücksetzen der Sperre bei anschlagendem
Flügel verhindert werden.
[0034] Gemäß einer vorteilhaften alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sperrvorrichtung
kann als Sperre auch eine nach dem Ruhestromprinzip elektromagnetisch betätigbare
Sperre vorgesehen sein.
[0035] In diesem Fall umfasst eine jeweilige Betätigungseinrichtung bevorzugt einen Permanentmagneten
und wenigstens eine diesem zugeordnete elektrische Spule, wobei die Sperre bei nicht
bestromter elektrischer Spule durch das Magnetfeld des Permanentmagneten in ihrem
deaktivierten Zustand gehalten und bei einer Bestromung der elektrischen Spule und
einer dadurch bewirkten Kompensation des Magnetfeldes des Permanentmagneten insbesondere
durch die Schwerkraft, eine Federkraft und/oder dergleichen aktivierbar ist. In diesem
Fall ist lediglich eine unvollständige Testung der Ansteuerung der Sperre möglich,
da die aktivierte Sperre nur manuell deaktiviert werden kann.
[0036] Die erfindungsgemäße Anlage zur Feststellung eines Flügels einer Tür, eines Fensters
oder dergleichen umfasst einen Antrieb mit wenigstens einem mechanischen Energiespeicher,
der durch eine Öffnungsbewegung des Flügels aufgeladen und mit einer Schließbewegung
des Flügels entladen wird. Dabei kann es sich bei dem Antrieb insbesondere um einen
Türschließer handeln. Zudem umfasst die erfindungsgemäße Feststellanlage eine nach
dem Ruhestromprinzip arbeitende Feststellvorrichtung mit einer Permanentmagneteinheit
zur Feststellung des Flügels und wenigstens einer elektrischen Spule, die über eine
Steuerungseinrichtung so ansteuerbar ist, dass eine Kompensation des Magnetfeldes
und damit eine Auslösung der Feststellvorrichtung und Freigabe des Flügels erfolgt,
sowie eine erfindungsgemäße Sperrvorrichtung. Bevorzugt ist dabei die Feststellvorrichtung
insbesondere bezüglich der Energieversorgung, der elektrischen Ansteuerung der wenigstens
einen Spule und/oder der Spule selbst durch eine entsprechende Anzahl von Redundanzzweigen
ein- oder mehrfach redundant ausgeführt.
[0037] Indem erfindungsgemäß auch die Sperre über eine entsprechende Anzahl von Redundanzzweigen
ein- oder mehrfach redundant ansteuerbar und die Funktionsfähigkeit der verschiedenen
der Sperre zugeordneten Redundanzzweige über die zugeordnete Steuerungseinrichtung
überwachbar ist, ist auch bei einem vollständigen Ausfall bzw. einem Ausfall auch
des letzten Redundanzzweiges einer Ruhestrom-Feststellvorrichtung ausgeschlossen,
dass der Flügel im Brandfall offengehalten wird, da die Sperre auch vor dem Ausfall
des letzten Redundanzzweiges der Feststellvorrichtung noch sicher aktivierbar ist.
[0038] Bevorzugt sind die Redundanzzweige zur Ansteuerung der Sperre und die Redundanzzweige
zur Ansteuerung der Feststellvorrichtung zumindest teilweise getrennt voneinander
ausgeführt sind, wobei die getrennt voneinander ausgeführten Redundanzzweige vorteilhafterweise
über eine Kommunikationsverbindung miteinander verbindbar oder verbunden sind.
[0039] In bestimmten Fällen ist auch von Vorteil, wenn die Redundanzzweige zur Ansteuerung
der Sperre und die Redundanzzweige zur Ansteuerung der Feststellvorrichtung zumindest
teilweise gemeinsame Bauelemente wie insbesondere gemeinsame Energiequellen, eine
gemeinsame Steuerungseinrichtung bzw. gemeinsame Mikrocontroller und/oder dergleichen
umfassen und/oder zur Ansteuerung der Sperre und zur Ansteuerung der Feststellvorrichtung
gemeinsame Redundanzzweige vorgesehen sind.
[0040] Bevorzugt sind die Sperrvorrichtung und die Feststellvorrichtung über die Redundanzzweige
so ansteuerbar, dass bei aktivierter Feststellung des Flügels bei einem erkannten
Fehler eines jeweiligen Redundanzzweiges der Sperrvorrichtung zunächst die Feststellvorrichtung
auslösbar und nach gelöster Feststellung des Flügels über wenigstens einen weiteren
Redundanzzweig der Sperrvorrichtung die Sperre aktivierbar ist.
[0041] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Sperrvorrichtung und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Feststellanlage.
[0042] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zum Sperren der Feststellung eines über eine Feststellvorrichtung
feststellbaren Flügels einer Tür, eines Fensters oder dergleichen.
[0043] Die Sperrvorrichtung 10 umfasst eine insbesondere elektromotorisch und/oder elektromagnetisch
betätigbare, über eine Steuerungseinrichtung 12 ansteuerbare Sperre 14. Dabei ist
die Steuerungseinrichtung 12 ein- oder mehrfach redundant ausgeführt und die Sperre
14 über eine entsprechende Anzahl von Redundanzzweigen 16, 18 ansteuerbar, deren Funktionsfähigkeit
jeweils über die Steuerungseinrichtung 12 überwachbar ist.
[0044] Die Funktionsfähigkeit eines jeweiligen Redundanzzweiges 16, 18 kann durch die Steuerungseinrichtung
12 insbesondere kontinuierlich oder in vorgebbaren zeitlichen Abständen überwachbar
sein.
[0045] Die Steuerungseinrichtung 12 umfasst zumindest zwei redundant ausgeführte, jeweils
einem Redundanzzweig 16, 18 zugeordnete Steuerkanäle 20, 22, über die jeweils eine
dem betreffenden Redundanzzweig 16, 18 zugeordnete eigene insbesondere elektromotorische
und/oder elektromagnetische Betätigungseinrichtung 24, 26 zur Betätigung der Sperre
14 ansteuerbar ist.
[0046] Den verschiedenen Redundanzzweigen 16, 18 ist zu deren Versorgung mit insbesondere
elektrischer Energie jeweils eine eigene Energiequelle 28, 30 zugeordnet. Wie aus
der Fig. 1 ersichtlich, kann dabei über die einem jeweiligen Redundanzzweig zugeordnete
Energiequelle 28, 30 bevorzugt jeweils auch zumindest ein weiterer Redundanzzweig
16, 18 mit Energie versorgbar sein.
[0047] Über den Steuerkanal 20, 22 eines jeweiligen Redundanzzweiges 16, 18 kann sowohl
die dem betreffenden Redundanzzweig 16, 18 zugeordnete Energiequelle 28, 30 als auch
die einem jeweiligen weiteren Redundanzzweig 16, 18 zugeordnete Energiequelle 28,
30 überwachbar sein. Dabei können die verschiedenen Energiequellen 28, 30 über den
Steuerkanal 20, 22 eines jeweiligen Redundanzzweiges 16, 18 insbesondere kontinuierlich
oder in vorgebbaren zeitlichen Abständen überwachbar sein.
[0048] Insbesondere bei ausgelöster Feststellung des Flügels kann zur Überwachung der Funktionsfähigkeit
eines jeweiligen Redundanzzweiges 16, 18 die diesem zugeordnete Betätigungseinheit
24, 26 durch den dem betreffenden Redundanzzweig 16, 18 zugeordneten Steuerkanal 20,
22 der Steuerungseinrichtung 12 ansteuerbar sein, wobei durch diesen Steuerkanal 20,
22 dann anhand einer Rückmeldung 32, 34 feststellbar ist, ob die Sperre 14 aktiviert
wurde oder nicht.
[0049] Insbesondere bei aktivierter Feststellung des Flügels kann zur Überwachung der Funktionsfähigkeit
eines jeweiligen Redundanzzweiges 16, 18 die diesem zugeordnete Betätigungseinheit
24, 26 durch den dem Redundanzzweig 16, 18 zugeordneten Steuerkanal 20, 22 der Steuerungseinrichtung
12 ansteuerbar und durch diesen Steuerkanal 20, 22 der durch die Betätigungseinrichtung
24, 26 fließende Strom überwachbar sein.
[0050] Wie in Fig. 1 durch die bidirektionale Verbindung 36 zwischen den beiden Steuerkanälen
20, 22 angedeutet, kann die Steuerungseinrichtung 12 insbesondere auch so ausgeführt
sein, dass über deren Steuerkanäle 20, 22 eine gegenseitige Überwachung der verschiedenen
Redundanzzweige 16, 18 erfolgt.
[0051] Darüber hinaus kann die Steuerungseinrichtung 12 insbesondere auch so ausgeführt
sein, dass bei einem erkannten Fehler eines jeweiligen Redundanzzweiges 16, 18 die
Sperre 14 nach gelöster Feststellung des Flügels über wenigstens einen weiteren Redundanzzweig
16, 18 aktivierbar ist.
[0052] Als Sperre 14 kann beispielsweise eine elektromotorisch betätigbare bistabile Sperre
vorgesehen sein. In diesem Fall umfasst ein jeweilige Betätigungseinrichtung 24, 26
einen Elektromotor.
[0053] Zur Steuerung der Sperre stehen im vorliegenden Fall beispielsweise zwei vollständig
redundant aufgebaute Kanäle bzw. Redundanzzweige 16, 18 zur Verfügung. Jeder Redundanzzweig
16, 18 wird aus zwei verschiedenen Energiequellen 28, 30 versorgt und kann unabhängig
vom jeweils anderen Redundanzzweig 16, 18 die Sperre 14 und seine eigene Betätigungseinrichtung
24, 26 bzw. Elektromotor aktivieren. Jeder Kanal bzw. Redundanzzweig 16, 18 überwacht
kontinuierlich oder testet regelmäßig oder in vorgebbaren zeitlichen Abständen beide
Energiequellen 28, 30. Jeder Steuerkanal 20, 24 bzw. jeder Resonanzzweig 16, 18 testet
bei ausgelöster Feststellung, ob er mit seiner Betätigungseinrichtung 24, 26 bzw.
Elektromotor die Sperre 14 aktivieren kann und überwacht dies mittels der zugeordneten
Rückmeldung 32, 34.
[0054] Bei aktiver Feststellung, bei der beispielsweise eine Ankerplatte am Permanentmagneten
der Feststellvorrichtung anliegt, ist eine unvollständige Testung möglich, indem jede
Betätigungseinrichtung 24, 26 bzw. jeder Elektromotor nur mit so viel Energie versorgt
wird, dass dieser sich nicht dreht (z.B. mit wenig Energie gegen einen Anschlag gedrückt
wird) und der durch die Betätigungseinrichtung 24, 26 bzw. den Elektromotor fließende
Strom überwacht wird.
[0055] Wird ein Fehler in einem Redundanzzweig 16, 18 erkannt, löst die Feststellung des
Flügels aus (falls die Feststellung beispielsweise durch eine am Permanentmagneten
anliegende Ankerplatte aktiviert ist), und die Sperre 14 wird über wenigstens einen
anderen Redundanzzweig 16, 18 aktiviert. Eine weitere Feststellung des Türflügels
ist jetzt nicht mehr möglich.
[0056] Als Sperre 14 kann beispielsweise auch eine elektromagnetisch betätigbare Sperre
vorgesehen sein. Dabei kann die Sperre 14 beispielsweise als eine bistabile elektromagnetisch
betätigbare Sperre oder als eine nach dem Ruhestromprinzip elektromagnetisch betätigbare
Sperre ausgeführt sein. Im Fall einer bistabilen elektromagnetisch betätigbaren Sperre
14 kann eine jeweilige Betätigungseinrichtung 24, 26 beispielsweise zwei bistabile
Elektromagnete oder einen bistabilen Elektromagneten mit zwei Spuleneinheiten umfassen.
Der Anker eines jeweiligen bistabilen Elektromagneten kann zur Betätigung der Sperre
14 über eine mechanische Übersetzung mit der Sperre 14 koppelbar oder gekoppelt sein,
wodurch ein fehlerhaftes Zurücksetzen der Sperre 14 bei anschlagendem Flügel ausgeschlossen
ist.
[0057] Im Fall einer nach dem Ruhestromprinzip elektromagnetisch betätigbaren Sperre 14
kann eine jeweilige Betätigungseinrichtung 24, 26 einen Permanentmagneten und wenigstens
eine diesem zugeordnete elektrische Spule umfassen, wobei die Sperre 14 bei nicht
bestromter elektrischer Spule durch das Magnetfeld des Permanentmagneten in ihrem
deaktivierten Zustand gehalten und bei einer Bestromung der elektrischen Spule und
einer dadurch bewirkten Kompensation des Magnetfeldes des Permanentmagneten insbesondere
durch die Schwerkraft, eine Federkraft und/oder dergleichen aktivierbar ist.
[0058] Bei einer solchen Ausführung können die Redundanzzweige 16, 18 allerdings nur unvollständig
getestet werden, da die aktivierte Sperre 14 lediglich manuell deaktiviert werden
kann.
[0059] Die insbesondere jeweils als elektrische Energiequellen vorgesehen Energiequellen
28, 30 können jeweils ein Stromnetz, wenigstens einen Akkumulator, wenigstens eine
Batterie und/oder dergleichen umfassen.
[0060] Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Anlage 38 zur Feststellung eines Flügels einer Tür, eines Fensters
oder dergleichen. Die Anlage 38 umfasst einen beispielsweise als Türschließer ausgeführten
Antrieb 40 mit wenigstens einem mechanischen Energiespeicher, der durch eine Öffnungsbewegung
des Flügels aufgeladen und mit einer Schließbewegung des Flügels entladen wird, eine
nach dem Ruhestromprinzip arbeitende Feststellvorrichtung 42 mit einer Permanentmagneteinheit
44 zur Feststellung des mit einer Ankerplatte 50 versehenen Flügels und wenigstens
einer elektrischen Spule 46, die über eine Steuerungseinrichtung so ansteuerbar ist,
dass eine Kompensation des Magnetfeldes und damit eine Auslösung der Feststellvorrichtung
42 und Freigabe des Flügels erfolgt, sowie eine erfindungsgemäße Sperrvorrichtung
10, die beispielsweise so ausgeführt sein kann, wie dies anhand der Fig. 1 beschrieben
wurde.
[0061] Die Feststellvorrichtung 42 kann insbesondere bezüglich der Energieversorgung, der
elektrischen Ansteuerung der wenigstens einen Spule 46 und/oder der Spule 46 selbst
ein- oder mehrfach redundant ausgeführt sein und dazu eine entsprechende Anzahl von
Redundanzzweigen 48 umfassen.
[0062] Die Redundanzzweige 16, 18 zur Ansteuerung der Sperre 14 und die Redundanzzweige
48 zur Ansteuerung der Feststellvorrichtung 42 können zumindest teilweise getrennt
voneinander ausgeführt sein, wobei die getrennt voneinander ausgeführten Redundanzzweige
16, 18 bzw. 42 über eine Kommunikationsverbindung miteinander verbindbar oder verbunden
sein können.
[0063] Die Redundanzzweige 16, 18 zur Ansteuerung der Sperre 14 und die Redundanzzweige
42 zur Ansteuerung der Feststellvorrichtung 42 können jedoch auch zumindest teilweise
gemeinsame Bauelemente wie insbesondere gemeinsame Energiequellen, eine gemeinsame
Steuerungseinrichtung bzw. gemeinsame Mikrocontroller und/oder dergleichen umfassen.
Denkbar sind insbesondere auch solche Ausführungen, bei denen zur Ansteuerung der
Sperre 14 und zur Ansteuerung der Feststellvorrichtung 42 gemeinsame Redundanzzweige
vorgesehen sind.
[0064] Die Sperrvorrichtung 10 und die Feststellvorrichtung 42 können über die Redundanzzweige
16, 18, 42 insbesondere so ansteuerbar sein, dass bei aktivierter Feststellung des
Flügels bei einem erkannten Fehler eines jeweiligen Redundanzzweiges 16, 18 der Sperrvorrichtung
10 zunächst die Feststellvorrichtung 42 auslösbar und nach gelöster Feststellung des
Flügels über wenigstens einen weiteren Redundanzzweig 16, 18 der Sperrvorrichtung
10 die Sperre 14 aktivierbar ist.
[0065] Die redundante Ansteuerung der Sperre 14 kann beispielsweise als eigene unabhängige
Baugruppe realisiert sein, die mit der Ansteuerung der Feststellung kommuniziert,
oder aber auch Bestandteil der Ansteuerung der Feststellung sein. Im letzteren Fall
können beide Ansteuerungen gemeinsame Bauelemente oder auch gemeinsame Redundanzzweige
nutzen.
[0066] Bezuaszeichenliste
- 10
- Sperrvorrichtung
- 12
- Steuerungseinrichtung
- 14
- Sperre
- 16
- Redundanzzweig der Sperrvorrichtung
- 18
- Redundanzzweig der Sperrvorrichtung
- 20
- Steuerkanal
- 22
- Steuerkanal
- 24
- Betätigungseinrichtung
- 26
- Betätigungseinrichtung
- 28
- Energiequelle
- 30
- Energiequelle
- 32
- Rückmeldung
- 34
- Rückmeldung
- 36
- Bidirektionale Verbindung
- 38
- Feststellanlage
- 40
- Antrieb
- 42
- Feststellvorrichtung
- 44
- Permanentmagneteinheit
- 46
- elektrische Spule
- 48
- Redundanzzweig der Feststellvorrichtung
- 50
- Ankerplatte
1. Vorrichtung (10) zum Sperren der Feststellung eines über eine Feststellvorrichtung
feststellbaren Flügels einer Tür, eines Fensters oder dergleichen, mit einer insbesondere
elektromotorisch und/oder elektromagnetisch betätigbaren, über eine Steuerungseinrichtung
(12) ansteuerbaren Sperre (14), wobei die Steuerungseinrichtung (12) ein- oder mehrfach
redundant ausgeführt, die Sperre (14) über eine entsprechende Anzahl von Redundanzzweigen
(16,18) ansteuerbar und die Funktionsfähigkeit der verschiedenen Redundanzzweige (16,18)
über die Steuerungseinrichtung (12) jeweils überwachbar ist.
2. Sperrvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsfähigkeit eines jeweiligen Redundanzzweiges (16,18) durch die Steuerungseinrichtung
(12) kontinuierlich überwachbar ist.
3. Sperrvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsfähigkeit eines jeweiligen Redundanzzweiges (16,18) durch die Steuerungseinrichtung
(12) in vorgebbaren zeitlichen Abständen überwachbar ist.
4. Sperrvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (12) zumindest zwei redundant ausgeführte, jeweils einem
Redundanzzweig (16,18) zugeordnete Steuerkanäle (20,22) umfasst.
5. Sperrvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass über die verschiedenen Steuerkanäle (20,22) der Steuerungseinrichtung (12) jeweils
eine dem betreffenden Redundanzzweig (16,18) zugeordnete eigene insbesondere elektromotorische
und/oder elektromagnetische Betätigungseinrichtung (24,26) zur Betätigung der Sperre
(14) ansteuerbar ist.
6. Sperrvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass den verschiedenen Redundanzzweigen (16,18) zu deren Versorgung mit insbesondere elektrischer
Energie jeweils eine eigene Energiequelle (28,30) zugeordnet ist, wobei über die einem
jeweiligen Redundanzzweig zugeordnete Energiequelle (28,30) bevorzugt jeweils auch
zumindest ein weiterer Redundanzzweig (16,18) mit Energie versorgbar ist.
7. Sperrvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass über den Steuerkanal (20,22) eines jeweiligen Redundanzzweiges (16,18) sowohl die
dem betreffenden Redundanzzweig zugeordnete Energiequelle (28,30) als auch die einem
jeweiligen weiteren Redundanzzweig (16,18) zugeordnete Energiequelle (28,30) überwachbar
ist.
8. Sperrvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Energiequellen (28,30) über den Steuerkanal (20,22) eines jeweiligen
Redundanzzweiges (16,18) kontinuierlich überwachbar sind.
9. Sperrvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Energiequellen (28,30) über den Steuerkanal (20,22) eines jeweiligen
Redundanzzweiges (16,18) in vorgebbaren zeitlichen Abständen überwachbar sind.
10. Sperrvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere bei ausgelöster Feststellung des Flügels zur Überwachung der Funktionsfähigkeit
eines jeweiligen Redundanzzweiges (16,18) die diesem zugeordnete Betätigungseinheit
(24,26) durch den dem Redundanzzweig (16,18) zugeordneten Steuerkanal (20,22) der
Steuerungseinrichtung (12) ansteuerbar und durch diesen Steuerkanal (20,22) anhand
einer Rückmeldung (32,34) feststellbar ist, ob die Sperre (14) aktiviert wurde oder
nicht.
11. Sperrvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere bei aktivierter Feststellung des Flügels zur Überwachung der Funktionsfähigkeit
eines jeweiligen Redundanzzweiges (16,18) die diesem zugeordnete Betätigungseinheit
(24,26) durch den dem Redundanzzweig (16,18) zugeordneten Steuerkanal (20,22) der
Steuerungseinrichtung (12) ansteuerbar und durch diesen Steuerkanal (20,22) der durch
die Betätigungseinrichtung (24,26) fließende Strom überwachbar ist.
12. Sperrvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (12) so ausgeführt ist, dass über deren Steuerkanäle (20,22)
eine gegenseitige Überwachung der verschiedenen Redundanzzweige (16,18) erfolgt.
13. Sperrvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (12) so ausgeführt ist, dass bei einem erkannten Fehler
eines jeweiligen Redundanzzweiges (16,18) die Sperre (14) nach gelöster Feststellung
des Flügels über wenigstens einen weiteren Redundanzzweig (16,18) aktivierbar ist.
14. Sperrvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass als Sperre (14) eine elektromotorisch betätigbare bistabile Sperre vorgesehen ist.
15. Sperrvorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass eine jeweilige Betätigungseinrichtung (24,26) einen Elektromotor umfasst.
16. Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüchel bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass als Sperre (14) eine elektromagnetisch betätigbare Sperre vorgesehen ist.
17. Sperrvorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass als Sperre (14) eine bistabile elektromagnetisch betätigbare Sperre vorgesehen ist.
18. Sperrvorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass eine jeweilige Betätigungseinrichtung (24,26) zwei bistabile Elektromagnete oder
einen bistabilen Elektromagneten mit zwei Spuleneinheiten umfasst.
19. Sperrvorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anker eines jeweiligen bistabilen Elektromagneten zur Betätigung der Sperre (14)
über eine mechanische Übersetzung mit der Sperre koppelbar oder gekoppelt ist.
20. Sperrvorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass als Sperre (14) eine nach dem Ruhestromprinzip elektromagnetisch betätigbare Sperre
vorgesehen ist.
21. Sperrvorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, dass eine jeweilige Betätigungseinrichtung (24,26) einen Permanentmagneten und wenigstens
eine diesem zugeordnete elektrische Spule umfasst, wobei die Sperre (14) bei nicht
bestromter elektrischer Spule durch das Magnetfeld des Permanentmagneten in ihrem
deaktivierten Zustand gehalten und bei einer Bestromung der elektrischen Spule und
einer dadurch bewirkten Kompensation des Magnetfeldes des Permanentmagneten insbesondere
durch die Schwerkraft, eine Federkraft und/oder dergleichen aktivierbar ist.
22. Anlage (38) zur Feststellung eines Flügels einer Tür, eines Fensters oder dergleichen,
mit einem Antrieb (40) mit wenigstens einem mechanischen Energiespeicher, der durch
eine Öffnungsbewegung des Flügels aufgeladen und mit einer Schließbewegung des Flügels
entladen wird, einer nach dem Ruhestromprinzip arbeitenden Feststellvorrichtung (42)
mit einer Permanentmagneteinheit (44) zur Feststellung des Flügels und wenigstens
einer elektrischen Spule (46), die über eine Steuerungseinrichtung so ansteuerbar
ist, dass eine Kompensation des Magnetfeldes und damit eine Auslösung der Feststellvorrichtung
(42) und Freigabe des Flügels erfolgt, und einer Sperrvorrichtung (10) nach zumindest
einem der vorstehenden Ansprüche zum Sperren der Feststellung des über die Feststellvorrichtung
(42) feststellbaren Flügels.
23. Anlage nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellvorrichtung (42) insbesondere bezüglich der Energieversorgung, der elektrischen
Ansteuerung der wenigstens einen Spule (46) und/oder der Spule (46) selbst ein- oder
mehrfach redundant ausgeführt ist und dazu eine entsprechende Anzahl von Redundanzzweigen
(48) umfasst.
24. Anlage nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet, dass die Redundanzzweige (16,18) zur Ansteuerung der Sperre (14) und die Redundanzzweige
(48) zur Ansteuerung der Feststellvorrichtung (42) zumindest teilweise getrennt voneinander
ausgeführt sind, wobei die getrennt voneinander ausgeführten Redundanzzweige (16,18
bzw. 42) vorzugsweise über eine Kommunikationsverbindung miteinander verbindbar oder
verbunden sind.
25. Anlage nach Anspruch 23 oder 24,
dadurch gekennzeichnet, dass die Redundanzzweige (16,18) zur Ansteuerung der Sperre (14) und die Redundanzzweige
(42) zur Ansteuerung der Feststellvorrichtung (42) zumindest teilweise gemeinsame
Bauelemente wie insbesondere gemeinsame Energiequellen, eine gemeinsame Steuerungseinrichtung
bzw. gemeinsame Mikrocontroller und/oder dergleichen umfassen und/oder zur Ansteuerung
der Sperre (14) und zur Ansteuerung der Feststellvorrichtung (42) gemeinsame Redundanzzweige
vorgesehen sind.
26. Anlage nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung (10) und die Feststellvorrichtung (42) über die Redundanzzweige
(16,18, 42) so ansteuerbar sind, dass bei aktivierter Feststellung des Flügels bei
einem erkannten Fehler eines jeweiligen Redundanzzweiges (16,18) der Sperrvorrichtung
(10) zunächst die Feststellvorrichtung (42) auslösbar und nach gelöster Feststellung
des Flügels über wenigstens einen weiteren Redundanzzweig (16,18) der Sperrvorrichtung
(10) die Sperre (14) aktivierbar ist.