[0001] Die Erfindung betrifft einen Leuchtspursatz für aus einer Rohrwaffe verschießbare
Leuchtspurmunition mit einem den Leuchtspursatz aufnehmenden Geschoss, wobei der Leuchtspursatz
entweder direkt in das Geschoss integriert wird oder den Leuchtspursatz ein napfförmiges
Gehäuse umfasst.
[0002] Übungsmunition und Gefechtsmunition verfügen häufig über einen Leuchtspursatz zur
Geschossverfolgung. Bei den bekannten Leuchtspursätzen handelt es sich jeweils um
einen pyrotechnischen Satz, der entweder direkt in eine Ausnehmung des Geschossbodens
oder in ein napfförmiges Gehäuse, beispielsweise aus Stahl, eingepresst wird. Im Falle
der Verwendung eines napfförmigen Gehäuses wird dieses in der Regel in ein Gewindeloch
im Boden des Geschosses eingeschraubt.
[0003] Beim Abfeuern des entsprechenden Geschosses wird der Leuchtspursatz durch die Treibladungsgase
der entsprechenden Munition gezündet und brennt anschließend unter Entwicklung großer
Hitze ab.
[0004] Nachteilig ist bei den bekannten Leuchtspursätzen daher unter anderem, dass sie bei
trockener Witterung die Umgebung der Aufschlagstelle des Geschosses in Brand setzen
können, sofern sie beim Aufschlagen des Geschosses auf den Boden noch nicht vollständig
ausgebrannt sind. Außerdem bergen pyrotechnische Leuchtspursätze Gefahren bei der
rauen Handhabung der Munition und sind aufgrund der Einklassifizierung nach dem Explosivstoffgesetz
mit einem relativ hohen Verwaltungs-, Transport- und Lagerungsaufwand verbunden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Leuchtspursatz zu entwickeln, bei
dem eine starke Wärmeentwicklung bei seiner bestimmungsgemäßen Verwendung sicher vermieden
wird, sodass die Umgebung eines Geschossaufschlages durch den Leuchtspursatz nicht
in Brand gesetzt werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere,
besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.
[0007] Die Erfindung beruht im Wesentlichen auf dem Gedanken, statt eines pyrotechnischen
Leuchtspursatzes einen elektrischen Leuchtspursatz zu verwenden, bei dem die Leuchtspur
nach dem Abschuss des entsprechenden Geschosses also nicht durch das Abbrennen einer
pyrotechnischen Mischung erzeugt wird, sondern durch das Leuchten einer oder mehrerer
elektrischer Leuchtmittel, vorzugsweise Leuchtdioden, und die Geschossverfolgung somit
durch eine "kalte" Leuchtspur erfolgt.
[0008] Aus der
DE 10 2007 048 074 A1 ist eine Leuchtmunition zum Ausleuchten eines Gefechtsfeldes bekannt, die vorschlägt,
für die Leuchtmunition keinen pyrotechnischen Leuchtsatz zu verwenden, sondern einen
elektrischen Leuchtkörper, der in Abhängigkeit von seiner bestimmungsgemäßen Verwendung
Licht im sichtbaren und / oder infraroten Wellenlängenbereich emittiert. Die Leuchtmunition
geht dabei mittels eines Fallschirms zu Boden und leuchtet das Gefechtsfeld dabei
aus. Auch
US2004/0099173 A1 und
US2005/0034627 A1 offenbaren Leuchtmunitionen.
[0009] Der erfindungsgemäße Leuchtspursatz umfasst im Wesentlichen eine bodenseitig in dem
napfförmigen Gehäuse angeordnete elektrische Energieversorgungseinrichtung, eine Schaltungseinrichtung
und eine Leuchtdiodenanordnung, die über die Schaltungseinrichtung von der Energieversorgungseinrichtung
mit elektrischer Spannung versorgbar ist. Zur Fokussierung der Lichtstrahlen der Leuchtdiode
ist außerdem im Bereich der heckseitigen Öffnung des napfförmigen Gehäuses eine aus
einer Linse oder einem Linsensystem bestehende Optik vorgesehen. Bei Verzicht auf
eine Linse oder ein Linsensystem wird die Fokussierung durch einen Reflektor realisiert.
Anstelle eines Napfes können die Komponenten der Leuchtspur auch direkt in den Geschosskörper
eingebaut werden.
[0010] Der erfindungsgemäße Leuchtspursatz ist vollständig inert und kann sich somit nicht
unbeabsichtigt umsetzen. Da er damit kein gefährliches Gut im Sinne des Explosivstoffgesetzes
ist, wird auch sein Versand unkomplizierter als der Versand herkömmlicher pyrotechnischer
Leuchtspursätze. Außerdem ist die Farbgebung der Leuchtspur auf einfache Weise durch
entsprechende Wahl der Leuchtdiode(n) erreichbar. Bei der Energieversorgungseinrichtung
handelt es sich vorzugsweise um eine in einer Batterieaufnahme befindliche abschussfeste
Batterie. Derartige aus dem Stand der Technik bekannte Batterien besitzen bereits
heute eine Lebensdauer von 10 Jahren und mehr.
[0011] Alternativ kann zumindest ein Kondensator in der Leuchtmunition eingebunden sein.
Weitere Energieversorgungsmöglichkeiten stellen Windräder, Set-back-Generatoren usw.
dar.
[0012] Zur Nutzung eventueller Streustrahlung der Leuchtdioden kann die innere Mantelfläche
des napfförmigen Gehäuses im Bereich der Leuchtdiode und der sich heckseitig anschließenden
Optik (etwa durch eine Verchromung) verspiegelt ausgebildet sein. Die Optik kann dabei
als Linsensystem oder als Reflektor ausgebildet sein.
[0013] Um bei gleicher Fokussierung der Lichtstrahlen, und damit gleicher Helligkeit, einen
größeren Bereich zu beleuchten, hat es sich bei drallstabilisierten Geschossen oder
bei Geschossen, die einen Ausgleichsdrall aufweisen, als vorteilhaft erwiesen, wenn
die Leuchtdioden zur Längsachse des napfförmigen Gehäuses geneigt angeordnet sind,
wobei die Geschossachse allerdings noch innerhalb des Lichtkegels liegen sollte.
[0014] Da der Leuchtspursatz, insbesondere die Optik, durch den hohen Druck beim Abschuss
des Geschosses stark beansprucht wird und die optischen Komponenten des Leuchtspursatzes
überdies durch die Treibladungsgase stark verschmutzt würden, ist es zweckmäßig, die
heckseitige Öffnung des napfförmigen Gehäuses durch ein lösbares Verschlussteil zu
verschließen.
[0015] Dieses Verschlussteil kann vorzugsweise aus einer elastischen Membran aus Gummi oder
Kunststoff bestehen, die in ihrem mittleren Bereich eine der Optik des Leuchtspursatzes
angepasste Kontur aufweist, und die randseitig mit dem den Leuchtspursatz aufnehmenden
Geschoss kraftschlüssig (etwa mit Hilfe von Schrauben) verbindbar ist.
[0016] Alternativ kann die Membran im axialen Bereich des Verschlussteiles durch einen metallischen
Einsatz mit höherer Festigkeit als die Membran verstärkt sein. Der metallische Einsatz
kann dabei durch Vulkanisation fest mit der beispielsweise aus Gummi bestehenden Membran
verbunden sein. Der metallische Einsatz schützt zusammen mit der Membran vor den Treibladungsgasen.
Durch Abstützung des metallischen Einsatzes auf dem Rand des napfförmigen Gehäuses
des Leuchtspursatzes wird der auf der Optik wirkende Gasdruck abgemindert.
[0017] Vorzugsweise sollte die Membran einen Außendurchmesser aufweisen, der das den Leuchtspursatz
aufnehmende Geschoss seitlich überragt, sodass beim Abschuss des Geschosses die Membran
durch die Luftanströmung von dem offenen Bereich des napfförmigen Gehäuses abgerissen
wird.
[0018] Es kann aber auch vorgesehen werden, dass die Membran umfangseilig über mehrere Ventile
mit sacklochartigen Bohrungen in der heckseitigen Außenwand des Geschosses verbindbar
ist, sodass die beim Abschuss des Geschosses in die Sacklochbohrungen eingedrungenen
hochgespannten Treibladungsgase wieder aus den Bohrungen ausströmen, sobald das Geschoss
die Mündung des Waffenrohres der entsprechenden Rohrwaffe verlassen hat und die Membran
mit sich reißen.
[0019] Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Sacklochbohrungen ragende Außenkontur
der Ventile kegelförmig ausgebildet sind.
[0020] Bei der Schaltungseinrichtung kann es sich beispielsweise um ein Schaltelement handeln,
welches aufgrund der hohen Abschussbeschleunigung des den jeweiligen Leuchtspursatz
enthaltenden Geschosses automatisch von einem geöffneten in einen geschlossenen Zustand
übergeht und dann die Energieversorgungseinrichtung mit der Leuchtdiodenanordnung
elektrisch verbindet.
[0021] Gemäß der Erfindung ist allerdings vorgesehen, dass es sich um eine elektronische
Schaltungseinrichtung handelt, die mit einem Sensor zur Detektierung des Abschusses
des mit dem Leuchtspursatz verbindbaren Geschosses verbunden ist. Die elektronische
Schaltungseinrichtung umfasst einen Thyristor, der die Leuchtdiodenanordnung über
einen Prozessor nur dann mit Spannung aus der Energieversorgungseinrichtung versorgt,
wenn ein von dem Sensor erzeugter Spannungswert einen vorgegebenen Spannungswert (1.
Bedingung) während eines vorgegebenen Zeitintervalles (2. Bedingung) überschritten
hat (ähnlich einer Zünderentsicherung).
[0022] Es handelt sich sich bei dem Sensor um einen Piezosensor, vorzugsweise um eine folienartige
Piezokeramik, handeln, deren erste Oberfläche sich an der elektrischen Energieversorgungseinrichtung
und deren zweite Oberfläche sich an der elektronischen Schaltungseinrichtung abstützt.
Die träge Masse der Energieversorgungseinrichtung (hier z.B. die Batterie) kann beim
Abschuss durch die Beschleunigungskräfte somit einen hohen Druck auf das Piezoelement
ausüben und die beiden oben genannten Bedingungen erfüllen.
[0023] Bei dem Sensor handelt es um eine zwischen dem Boden des napfförmigen Gehäuses und
der benachbarten Wand des Geschosses angeordnete Piezokeramik. Bei einer derartigen
Anordnung wird die Verschiebung des napfförmigen Gehäuses durch den hohen Druck der
Treibladungsgase beim Abschuss des entsprechenden Geschosses ausgenutzt. Denn eine
Verschiebung des Gehäuses liegt bei den beim Abschuss auftretenden hohen Gasdrücken
mindestens im elastischen Bereich vor. Bewegungen des Gehäuses im elastischen Bereich
reichen aus, um die zwischen dem Boden des napfförmigen Gehäuses und dem Geschoss
befindliche Piezokeramik mit erheblichem Druck zu beaufschlagen.
[0024] Durch entsprechende Programmierung des Prozessors der elektronischen Schaltungseinrichtung
kann der Ablauf der Leuchtfolge der Leuchtdiode(n) (Blinken, Einschalten der Leuchtdioden
erst nach Ablauf einer Vorrohrzeit, Abschalten nach Ablauf der Flugzeit und einer
vorgebbaren Sicherheitszeit etc.) auf einfache Weise vorgegeben werden. Um sicherzustellen,
dass der erfindungsgemäße Leuchtspursatz abschussfest ist, müssen nicht nur abschussfeste
Bauelemente verwendet werden, sondern die Bauelemente des Leuchtspursatzes sollten
auch mittels entsprechender Vergussmassen in dem napfförmigen Gehäuse abschussfest
fixiert sein.
[0025] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden, anhand
von Figuren beschriebenen Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
- Fig.1
- den schematischen Aufbau eines erfindungsgemäßen Leuchtspursatzes mit einem Linsensystem
im Längsschnitt;
- Fig. 1a
- den schematischen Aufbau eines erfindungsgemäßen Leuchtspursatzes mit einem Reflektor
im Längsschnitt
- Fig.2
- ein Blockschaltbild einer in dem erfindungsgemäßen Leuchtspursatz angeordneten elektronischen
Schaltungseinrichtung;
- Fig.3
- einen Fig.1/1a entsprechenden Leuchtspursatz mit mehrteiligem napfförmigen Gehäuse
und teilweise verspiegelter innerer Mantelfläche;
- Fig.4
- einen Fig.1/1a entsprechenden Leuchtspursatz, der in den heckseitigen Bereich eines
Geschosses eingesetzt ist, wobei zwischen dem Boden des napfförmigen Gehäuses des
Leuchtspursatzes und der sich anschließenden Wand des Geschosses eine folienartige
Piezokeramik angeordnet ist;
- Fig.5
- den heckseitigen Bereich eines drallstabilisierten Geschosses oder eines Geschosses
mit Ausgleichsdrall mit darin angeordnetem Leuchtspursatz;
- Fig.6-8
- heckseitige Bereiche von Geschossen mit darin angeordneten Leuchtspursätzen, wobei
die heckseitigen Öffnungen der napfförmigen Gehäuse der Leuchtspursätze durch unterschiedliche
lösbare Verschlussteile verschlossen sind.
[0026] In der Figur 1 ist mit 1 ein Leuchtspursatz für aus einer Rohrwaffe verschießbare
Leuchtspurmunition bezeichnet. Der Leuchtspursatz 1 umfasst ein napfförmiges Gehäuse
2 aus Stahl, in dem bodenseitig eine elektrische Energieversorgungseinrichtung 3 angeordnet
ist.
[0027] Die Energieversorgungseinrichtung 3 umfasst eine Batterieaufnahme 4 und eine darin
befindliche Batterie 5. Dabei dient die Batterieaufnahme 4 der Zentrierung der Batterie
5 und schützt vor unbeabsichtigten Kurzschlüssen bei Berührung der Batterie 5 mit
den metallischen Teilen des Leuchtspursatzes 1. Ihr Material besteht vorzugsweise
aus einem Kunststoff und / oder aus einem keramischen Material. Bei Verwendung von
Metall ist eine Oberflächenbehandlung (z.B. durch Eloxieren) zur elektrischen Passivierung
ebenfalls denkbar.
[0028] Alternativ kann als Energieversorgungseinrichtung 3 ein Kondensator eingesetzt werden,
der über eine munitionsinterne Energieversorgung (nicht näher dargestellt) aufgeladen
wird und nach dem Abschusssignal eine Schaltungseinrichtung 6 mit Strom versorgt.
Eine munitionsinterne Energieversorgung kann hierbei ein RCID-Chip sein, dem die notwendige
Energie beim / nach Geschossaustritt 4 (Leuchtmunition) aus dem Waffenrohr (nicht
näher dargestellt) beispielsweise mittels Mikrowellen eingekoppelt werden kann.
[0029] An die Energieversorgungseinrichtung 3 schließen sich axial eine elektronische Schaltungseinrichtung
6 und daran eine von der Energieversorgungseinrichtung 3 mit Hilfe der elektronischen
Schaltungseinrichtung 6 mit elektrischer Energie versorgbare Leuchtdiodenanordnung
7 an.
[0030] Die elektronische Schaltungseinrichtung 6 umfasst eine erste Platine 8, die erste
elektronische Bauteile 9 aufnimmt, sowie eine in einer ersten Vergussmasse 10 fixierte
zweite Platine 13 mit weiteren elektronischen Bauteilen 11.
[0031] Außerdem dient die Platine 8 der elektronischen Schaltungseinrichtung 6 zur Abstützung
eines folienförmigen Piezosensors 12, der zwischen der Platine 8 und der Batterieaufnahme
4 angeordnet ist und als Abschusssensor verwendet wird.
[0032] Die Leuchtdiodenanordnung 7 umfasst eine zweite Platine 13, auf der eine oder mehrere
Leuchtdioden 14 angeordnet sind (dargestellt ist aus Übersichtlichkeitsgründen nur
eine einzige Leuchtdiode).
[0033] Eine Anordnung sämtlicher elektronischer Bauteile inklusive der Leuchtdioden auf
einer einzigen Platine ist ebenfalls machbar.
[0034] Im Bereich der Öffnung 15 des napfförmigen Gehäuses 2 ist eine Linse (Optik) 16 zur
Fokussierung des durch die Leuchtdiode 14 erzeugten Lichtes vorgesehen. Dabei ist
die Optik 16 derart ausgelegt, dass ein geeigneter Öffnungswinkel für die Sichtbarkeit
der Leuchtspur entsteht.
[0035] Um eine Nachverfolgung des mit dem Leuchtspursatz 1 versehenen Geschosses auch seitlich
neben der Abschusseinrichtung zu erreichen, wird bei großkalibriger Munition ein Öffnungswinkel
von ca. ± 5° bis ± 10° bevorzugt.
[0036] Die Optik 16 sollte glasklar (vollständig durchsichtig für das Licht der Leuchtdioden
14) und möglichst frei von Einschlüssen sein, um eine hohe Lichtausbeute zu erreichen
und unbeabsichtigte Streuungen zu vermeiden. Sie kann aus Glas, Kunststoff (z.B. einem
SilikonElastomer) oder anderen glasklaren Materialien gefertigt werden. Die Laborierung
kann durch Einkleben eines festen Körpers (Linse) oder Gießen einer Vergussmasse entweder
in eine Form oder mit anschließender mechanischer Bearbeitung realisiert werden. Eine
Kombination ist ebenfalls denkbar.
[0037] In dem in Fig.1 dargestellten Ausführungsbeispiel wurde eine vollständig durchsichtige
zweite Vergussmasse 17 in das napfförmige Gehäuse 2, in dem sich bereits die Leuchtdiodenanordnung
7 befand, eingebracht und vor dem endgültigen Aushärten der zweiten Vergussmasse 17
wurde dann die Linse 16 in die Vergussmasse 17 eingedrückt. Zum Einbringen der Vergussmassen
10, zur Fixierung der Bauelemente in dem Innenraum des napfförmigen Gehäuses 2 sind
die in Fig.1 nur schematisch angedeuteten Einfüllöffnungen 18, 19 in der Seitenwand
des Gehäuses 2 vorgesehen. Die Vergussmassen 10, 20, 21 zur Fixierung der Bauelemente
des Leuchtspursatzes 1 zwischen der zweiten Platine 13 und dem Boden 22 des Gehäuses
2 sollten keine Lufteinschlüsse aufweisen, um die Druck- und Beschleunigungskräfte
abzufangen und alle Bauelemente umschließen.
[0038] Außerdem sollten die Vergussmassen, bei denen es sich beispielsweise um Epoxidharze,
Polyurethane oder Silikon-Elastomere handeln kann, elektrisch nicht leitend sein.
[0039] In Fig.1a wird die hintere Öffnung der Leuchtspur mit einer Reflektorgeometrie 15'
gezeigt. Die Geometrie ist so ausgelegt, dass eine Reflexion möglichst in dem oben
genannten Bereich von ± 5° bis ± 10° stattfindet. Je nach zur Verfügung stehendem
Bauraum kann es hilfreich sein, die Geometrie so auszulegen, dass ein Teil der Strahlen
80 auf die der Längsachse gegenüberliegende Seite reflektiert werden um die geforderten
Öffnungswinkel zu erreichen.
[0040] Die Vergussmasse 17 wird dann nur noch als Schutz der LED benutzt.
[0041] Nachfolgend wird mit Hilfe des in Fig.2 dargestellten Blockschaltbildes näher auf
die Wirkungsweise des vorstehend beschriebenen Leuchtspursatzes 1 bei Abfeuerung eines
mit dem Leuchtspursatz 1 versehenen Geschosses eingegangen:
Wie Fig.2 entnehmbar, ist die elektronische Schaltungseinrichtung 6 über entsprechende
Leitungen sowohl mit der Batterie 5, dem Piezosensor 12 und der Leuchtdiode (LED)
14 elektrisch verbunden.
[0042] Die elektronische Schaltungseinrichtung 6 umfasst im Wesentlichen einen Thyristor
60, der die Leuchtdiode 14 über einen die Leuchtdiode 14 ansteuernden Prozessor 61
immer dann mit Strom aus der Batterie 5 versorgt, wenn ein von dem Piezosensor 12
erzeugter Spannungswert einen vorgegebenen Spannungswert (1. Bedingung) während eines
vorgegebenen Zeitintervalls (2. Bedingung) überschritten hat.
[0043] Hierzu wird der Piezosensor 12 beim Abfeuern eines den Leuchtspursatz 1 enthaltenden
Geschosses durch die träge Massen der inneren Bauteile des Leuchtspursatzes 1, insbesondere
der Batterie 5, belastet und erzeugt eine Spannung. Wird ein vorher eingestellter
und zur Belastung passender Spannungswert überschritten, wird ein Feldeffekttransistor
62 (FET 1) leitend und der Kondensator eines RC-Zeitgliedes 63 aufgeladen. Dabei ist
der Ladevorgang des Kondensators abhängig von der Dauer des auf den Piezosensor 12
wirkenden Druckes und damit von der Dauer der Durchlässigkeit des Feldeffekttransistors
62.
[0044] Dauert der Ladevorgang des Kondensators des RC-Zeitgliedes 63 lang genug, wird der
Thyristor 60 durchgezündet und der Prozessor 61 wird über weitere Feldeffekttransistoren
(FET 2/3) 64 mit Spannung der Batterie 5 versorgt, so dass der Prozessor 61 ein entsprechendes
Programm starten kann. Der Prozessor 61 versorgt über die Treiberschaltung (FET 4/5)
65 die Leuchtdiode14 mit der Spannung der Batterie 5. Die Leuchtdiode 14 wird durch
eine Strombegrenzungsschaltung 66 vor Überlastung geschützt.
[0045] Je nach Art der Programmierung kann die Leuchtdiode 14 so geschaltet werden, dass
sie jeden beliebigen Rhythmus erzeugen kann, wie z.B. "Einschaltverzögerung", "Blinken",
"veränderlicher Blinkrhythmus" etc.
[0046] Wird nur ein "Dauerleuchten" gefordert, kann auf den Prozessor 61 verzichtet werden.
[0047] Der erfindungsgemäße elektrische Leuchtspursatz 1 hat gegenüber pyrotechnischen Leuchtspursätzen
also unter anderem den großen Vorteil, dass - gesteuert durch den Prozessor 61 - eine
blinkende Leuchtspur erzeugt werden kann und/oder dass die Leuchtspur erst nach Ablauf
einer vorgebbaren Vorrohrzeit eingeschaltet wird. Auf diese Weise kann die Lebensdauer
der Batterie 5 oder die Lichtausbeute der Leuchtdiode 14 (Leistungssteigerung) erhöht
werden.
[0048] Die Leuchtdauer sollte zeitlich derart bemessen werden, dass die Leuchtspur über
die komplette Flugzeit des entsprechenden Geschosses, einschließlich einer Sicherheitszeit,
leuchten kann. Ein Abschalten der Leuchtdiode 14 nach einem vorgegebenen Zeitraum
kann vorgesehen werden, damit bei einem unbeabsichtigten Einschalten der Leuchtdiode
14 nicht zu viel Energie verbraucht wird und der Leuchtspursatz 1 auch nach einem
unbeabsichtigten Leuchten noch bestimmungsgemäß einsetzbar ist. Andererseits kann,
um z.B. die Batterie aus Umweltschutzgründen vollständig zu entladen, auch eine einmalige
"Einschaltung" mit anschließender definierter Entladung der Batterie vorgesehen werden.
[0049] Die elektronische Schaltungseinrichtung 6 ist vorzugsweise derart ausgelegt, dass
eine hohe Lebensdauer erreicht werden kann. Hierzu ist der Feldeffekttransistor 62
im abgeschalteten Zustand sehr hochohmig und verbraucht daher in diesem Zustand so
gut wie keinen Strom.
[0050] Das RC-Zeitglied 63 ist passiv und verbraucht daher, genau wie der nachfolgende hochohmige
Thyristor 60, ebenso keinen Strom. Schließlich sind auch die dem Thyristor 60 nachgeschalteten
Bauteile 65 und 66 stromlos.
[0051] Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt.
[0052] So kann beispielsweise der Leuchtspursatz ein mehrteiliges napfförmiges Gehäuse umfassen,
was die Montage des Leuchtspursatzes wesentlich vereinfachen kann. in Fig.3 ist ein
derartiger mit 1' bezeichneter Leuchtspursatz mit einem entsprechenden Gehäuse 2'
dargestellt, wobei die Gewindeschnittbereiche zwischen den einzelnen Gehäuseteilen
mit dem Bezugszeichen 23 gekennzeichnet sind.
[0053] Wie ebenfalls aus Fig.3 entnehmbar ist, kann zur Abstützung der Piezokeramik 12 eine
zusätzliche Zwischenwand 24 des napfförmigen Gehäuses 2' dienen.
[0054] Ferner kann zur Nutzung eventueller Streustrahlung der Leuchtdiode 14 die innere
Mantelfläche 25 des napfförmigen Gehäuses 2' im Bereich der Leuchtdiode 14 und der
sich anschließenden Optik 16 (etwa durch eine Verchromung) verspiegelt ausgebildet
sein.
[0055] Ebenso kann statt eines Linsensystems eine Reflektorgeometrie in den offenen Bereich
15 eingearbeitet sein. Eine entsprechende Darstellung findet sich in Fig.1 a.
[0056] Es kann auch vorgesehen sein, dass es sich bei dem Piezosensor um eine zwischen dem
Boden des napfförmigen Gehäuses und der heckseitigen Wand des entsprechenden Geschosses
angeordnete Piezokeramik handelt. Eine derartige Anordnung ist in Fig.4 dargestellt.
Dabei befinden sich der mit 1" bezeichnete Leuchtspursatz in dem heckseitigen Teil
eines Geschosses 26 und die Piezokeramik 12' zwischen dem Boden 22 des napfförmigen
Gehäuses 2" und der benachbarten Wand 27 des Geschosses 26.
[0057] Um bei gleicher Fokussierung der Lichtstrahlen einen größeren Bereich zu beleuchten,
hat es sich bei drallstabilisierten Geschossen oder bei Geschossen, die einen Ausgleichsdrall
aufweisen, als vorteilhaft erwiesen, wenn die Leuchtdioden 14 zur Längsachse des napfförmigen
Gehäuses geneigt angeordnet sind, wobei die Geschossachse allerdings noch innerhalb
des Lichtkegels liegen sollte.
[0058] Eine entsprechende Anordnung ist in Fig.5 dargestellt. Dabei weist der in einem Geschoss
26 befindliche Leuchtspursatz 1''' eine zur Längsachse 100 des Gehäuses geneigt angeordnete
Leuchtdiode 14 auf.
[0059] Da der jeweilige Leuchtspursatz eines entsprechenden Geschosses durch den hohen Druck
beim Abschuss des Geschosses stark beansprucht wird und die Optik des Leuchtspursatzes
überdies durch die Treibladungsgase stark verschmutzt wird, ist es zweckmäßig, die
Öffnung 15 des napfförmigen Gehäuses 2 durch ein lösbares Verschlussteil zu verschließen.
[0060] Wie Fig.6 entnehmbar ist, kann ein derartiges Verschlussteil 30 vorzugsweise aus
einer elastischen Membran 31 aus Gummi oder Kunststoff bestehen, die in ihrem mittleren
Bereich eine der Optik 16 des Leuchtspursatzes 1 angepasste Kontur aufweist, und die
randseitig mit dem den Leuchtspursatz 1 aufnehmenden Geschoss 26 kraftschlüssig (etwa
mit Hilfe von Schrauben 32) verbindbar ist.
[0061] Die Membran 31 weist einen Außendurchmesser auf, der das den Leuchtspursatz 1 aufnehmende
Geschoss 26 seitlich überragt, so dass beim Abschuss des Geschosses 26 die Membran
31 durch die Luftanströmung 33 von der Öffnung 15 des napfförmigen Gehäuses 2 abgerissen
wird.
[0062] Alternativ kann die Membran 31' (Fig.7) im mittleren Bereich des Verschlussteiles
30' durch einen metallischen Einsatz 34 mit höherer Festigkeit als die Membran 31'
verstärkt sein. Der metallische Einsatz 34 kann dabei durch Vulkanisation fest mit
der beispielsweise aus Gummi bestehenden Membran 31' verbunden sein. Der metallische
Einsatz 34 schützt die Optik 16 bzw. die Reflektorbeschichtung zusammen mit der Membran
31' vor den Treibladungsgasen. Durch Abstützung des metallischen Einsatzes 34 auf
dem Rand 35 des napfförmigen Gehäuses 2 des Leuchtspursatzes 1 wird der auf der Optik
16 wirkende Gasdruck abgemindert.
[0063] Es kann aber auch vorgesehen werden, dass die Membran 31" des Verschlussteiles 30"
(Fig.8) randseitig nicht über das Geschoss 26 übersteht und kraftschlüssig mittels
Schrauben 32 an dem Geschoss 26 befestigt ist. Um in diesem Fall ein Abreißen der
Membran 31" von der Öffnung 15 des napfförmigen Gehäuses 2 zu erreichen, hat es sich
als vorteilhaft erwiesen, wenn die Membran 31" zusätzlich mehrere Ventile 36 aufweist,
die in entsprechende Sacklochbohrungen 37 der heckseitigen Außenwand 38 des Geschosses
26 eingreifen.
[0064] Beim Abschuss des Geschosses 26 dringen dann entsprechend hochgespannte Treibladungsgase
in die Sacklochbohrungen 37 ein und strömen aus den Bohrungen 37 wieder aus, sobald
das Geschoss 26 die Mündung des entsprechenden Waffenrohres verlassen hat. Dabei reißen
die aus den Sacklochbohrungen 37 ausströmenden Treibladungsgase dann die Membran 31"
von der Öffnung 15 des napfförmigen Gehäuses 2 weg.
[0065] Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die in die Sacklochbohrungen 37 ragenden
Außenkonturen 39 der Ventile 36 kegelförmig ausgebildet sind.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0066]
- 1-1'''
- Leuchtspursätze
- 2-2"
- Gehäuse
- 3
- Energieversorgungseinrichtung
- 4
- Batterieaufnahme
- 5
- Batterie
- 6
- Schaltungseinrichtung, elektronische Schaltungseinrichtung
- 7
- Leuchtmittelanordnung, Leuchtdiodenanordnung
- 8
- erste Platine
- 9
- erste elektronische Bauteile
- 10
- (erste) Vergussmasse
- 11
- zweite elektronische Bauteile
- 12,12'
- Sensor, Piezosensor, Piezokeramik
- 13
- zweite Platine
- 14
- Leuchtdiode
- 15
- (heckseitige) Öffnung
- 15, 15'
- (heckseitige) Öffnung, Reflektorgeometrie
- 16
- Optik, Linse
- 17
- (zweite) Vergussmasse
- 18,19
- Einfüllöffnungen
- 20,21
- Vergussmassen
- 22
- Boden
- 23
- Gewindeschnittbereiche
- 24
- Zwischenwand
- 25
- innere Mantelfläche
- 26
- Geschoss
- 27
- Wand
- 30-30"
- Verschlussteile
- 31-31"
- Membranen
- 32
- Schraube
- 33
- Luftströmung
- 34
- metallischer Einsatz
- 35
- Rand (Gehäuse)
- 36
- Ventil
- 37
- Sacklochbohrung, Bohrung
- 38
- Außenwand (Gehäuse)
- 39
- Außenkontur (Ventil)
- 60
- Thyristor
- 61
- Prozessor
- 62
- Feldeffekttransistor
- 63
- RC-Zeitglied
- 64,65
- Feldeffekttransistoren, Bauteile
- 66
- Strombegrenzungsschaltung
- 80
- Lichtstrahlen
- 100
- Längsachse
1. Leuchtspursatz für aus einer Rohrwaffe verschießbare Leuchtspurmunition mit einem
den Leuchtspursatz (1-1''') aufnehmenden Geschoss (26), wobei der Leuchtspursatz (1-1''')
ein napfförmiges Gehäuse (2-2") umfasst, wobei der Leuchtspursatz (1-1''') eine bodenseitig
in dem napfförmigen Gehäuse (2-2") angeordnete elektrische Energieversorgungseinrichtung
(3), eine Schaltungseinrichtung (6) und eine Leuchtmittelanordnung (7) umfasst, wobei
die Leuchtmittelanordnung (7) von der Energieversorgungseinrichtung (3) mit Hilfe
der Schaltungseinrichtung (6) mit elektrischer Spannung versorgbar ist, und wobei
an der Leuchtmittelanordnung (7) im Bereich der heckseitigen Öffnung (15) des napfförmigen
Gehäuses (2-2") eine Optik (16) zur Fokussierung des von der Leuchtmittelanordnung
(7) abgestrahlten Lichtes vorgesehen ist, wobei die Schaltungseinrichtung (6) eine
elektronische Schalteinrichtung die derart ausgeführt ist, dass es aufgrund der hohen
Abschussbeschleunigung des den jeweiligen Leuchtspursatz (1-1"') enthaltenden Geschosses
(26) automatisch von einem geöffneten in einen geschlossenen Zustand übergeht und
dann die Energieversorgungseinrichtung (3) mit der Leuchtmittelanordnung (7) elektrisch
verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Schaltungseinrichtung (6) mit einem Sensor (12, 12') zur Detektierung
des Abschusses des mit dem Leuchtspursatz (1-1''') verbindbaren Geschosses (26) verbunden
ist, und dass es sich bei dem Sensor (12) um eine Piezokeramik handelt, deren erste
Oberfläche sich an der elektrischen Energieversorgungseinrichtung (3) und deren zweite
Oberfläche sich an der elektronischen Schaltungseinrichtung (6) abstützt oder es sich
bei dem Sensor (12') um eine zwischen dem Boden (22) des napfförmigen Gehäuses (2")
und der benachbarten Wand (27) des Geschosses (26) angeordnete Piezokeramik handelt.
2. Leuchtspursatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Schaltungseinrichtung (6) einen Thyristor (60) umfasst, der die
Leuchtmittelanordnung (7) über einen die Leuchtmittelanordnung (7) ansteuernden Prozessor
(61) immer dann mit Strom aus der Batterie (5) versorgt, wenn ein von dem Piezosensor
(12, 12') erzeugter Spannungswert einen vorgegebenen Spannungswert während eines vorgegebenen
Zeitintervalls überschritten hat.
3. Leuchtspursatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor (61) die Leuchtmittelanordnung (7) nur in vorgegebenen Intervallen
mit Spannung versorgt.
4. Leuchtspursatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Feldeffekttransistor (62) und ein RC-Zeitglied (63) sowie weitere Feldeffekttransistoren
(64), eine Treiberschaltung (65) und eine Strombegrenzungsschaltung (66).
5. Leuchtspursatz nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch Programmierung des Prozessors (61) der elektronischen Schaltungseinrichtung
der Ablauf der Leuchtfolge der Leuchtdiode(n) vorgegeben werden kann.
6. Leuchtspursatz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablauf ein Blinken und/oder ein Einschalten der Leuchtdioden erst nach Ablauf
einer Vorrohrzeit, sowie ein Abschalten nach Ablauf der Flugzeit und einer vorgebbaren
Sicherheitszeit ist.
7. Leuchtspursatz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Mantelfläche (25) im Bereich der Leuchtmittelanordnung (7) und der sich
daran anschließenden Optik (16) verspiegelt ist.
8. Leuchtspursatz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtmittelanordnung (7) zur Längsachse (100) des napfförmigen Gehäuses geneigt
angeordnet ist, derart, dass bei Geschossen (26), die einen Drall aufweisen, ein vorgebbarer
Beleuchtungskegel erzeugt wird.
9. Leuchtspursatz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die heckseitige Öffnung (15) des napfförmigen Gehäuses durch ein lösbares Verschlussteil
(30-30") verschlossen ist.
10. Leuchtspursatz nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Energieversorgungseinrichtung (3) um eine in einer Batterieaufnahme
(4) befindliche Batterie (5) handelt oder ein Kondensator als Energieversorgungsvorrichtung
(3) verwendet wird, über eine munitionsinterne Energieversorgung aufgeladen wird und
nach dem Abschusssignal die Schaltungseinrichtung (6) mit Strom versorgt oder dass
als Energieversorgungseinrichtung (3) Windräder oder Set-back-Generatoren eingesetzt
werden.
11. Leuchtspursatz nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtspursatz eine oder mehrere elektrische Leuchtmittel (14), vorzugsweise
Leuchtdioden, umfasst.
12. Geschoss (26) mit einem Leuchtspursatz nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
13. Geschoss (26) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtspursatz ein napfförmiges Gehäuse umfasst oder der Leuchtspursatz direkt
in das Geschoss (256) integriert wird.
1. Tracer charge for tracer ammunition being able to be fired from a barrelled weapon
comprising a projectile (26) accommodating the tracer charge (1-1"'), wherein the
tracer charge (1-1"') comprises a bowl-shaped housing (2-2"), wherein the tracer charge
(1-1''') comprises an electrical energy supply device (3) arranged at the bottom in
the bowl-shaped housing (2-2"), a circuit device (6) and an illuminant arrangement
(7), wherein the illuminant arrangement (7) is able to be supplied with electrical
voltage from the energy supply device (3) with the aid of the circuit device (6),
and wherein an optical unit (16) for focusing the light emitted by the illuminant
arrangement (7) arranged at the illuminant arrangement (7) in the region of the rear-side
opening (15) of the bowl-shaped housing (2-2") is provided, wherein the circuit device
(6) is an electronic switching device which is embodied in such a way that it automatically
transitions from an open to a closed state on account of the high firing acceleration
of the projectile (26) containing the respective tracer charge (1-1''') and then electrically
connects the energy supply device (3) with the illuminant arrangement (7), characterized in that the electronic circuit device (6) is connected to a sensor (12, 12') for detecting
the firing of the projectile (26) that is connectable to the tracer charge (1-1'''),
and in that the sensor (12) is a piezoceramic, the first surface of which is supported on the
electrical energy supply device (3) and the second surface of which is supported on
the electronic circuit device (6), or the sensor (12') is a piezoceramic that is arranged
between the base (22) of the bowl-shaped housing (2") and the adjacent wall (27) of
the projectile (26).
2. Tracer charge according to Claim 1, characterized in that the electronic circuit device (6) comprises a thyristor (60), which via a processor
(61) controlling the illuminant arrangement (7) supplies the illuminant arrangement
(7) with current from the battery (5) whenever a voltage value produced by the piezosensor
(12, 12') has exceeded a predetermined voltage value during a predetermined time interval.
3. Tracer charge according to Claim 2, characterized in that the processor (61) supplies the illuminant arrangement (7) with voltage only during
predetermined intervals.
4. Tracer charge according to any one of Claims 1 to 3, characterized by a field effect transistor (62) and an RC timer (63), and further field effect transistors
(64), a driver circuit (65) and a current limiting circuit (66).
5. Tracer charge according to any one of Claims 2 to 4, characterized in that the sequence of the light sequence of the light-emitting diode(s) can be specified
by programming the processor (61) of the electronic circuit device.
6. Tracer charge according to Claim 5, characterized in that the sequence is a flashing and/or switching on of the light-emitting diodes only
after a pre-tube time has elapsed, and a switching off after the flight time and a
specifiable safety time have elapsed.
7. Tracer charge according to any one of Claims 1 to 6, characterized in that the inner lateral surface (25) is reflectively coated in the region of the illuminant
arrangement (7) and the optical unit (16) adjoining the latter.
8. Tracer charge according to any one of Claims 1 to 7, characterized in that the illuminant arrangement (7) is arranged at an inclination to the longitudinal
axis (100) of the bowl-shaped housing such that a specifiable illumination cone is
generated in the case of spinning projectiles (26).
9. Tracer charge according to any one of Claims 1 to 8, characterized in that the rear-side opening (15) of the bowl-shaped housing is closed by a releasable closure
part (30-30").
10. Tracer charge according to any one of Claims 1 to 9, characterized in that the energy supply device (3) is a battery (5) located in a battery receptacle (4)
or a capacitor is used as energy supply device (3), which is charged by way of a munition-internal
energy supply and supplies the circuit device (6) with current after the firing signal,
or in that wind wheels or set-back generators are used as energy supply device (3).
11. Tracer charge according to any one of Claims 1 to 10, characterized in that the tracer charge comprises one or more electrical illuminants (14), preferably light-emitting
diodes.
12. Projectile (26) comprising a tracer charge according to any one of Claims 1 to 11.
13. Projectile (26) according to Claim 12, characterized in that the tracer charge comprises a bowl-shaped housing or the tracer charge is integrated
directly into the projectile (256).
1. Ensemble formant traceur destiné à une munition traçante qui peut être tirée à partir
d'une arme à canon et qui comprend un projectile (26) qui reçoit l'ensemble formant
traceur (1-1'''), l'ensemble formant traceur (1-1''') comprenant un boîtier en forme
de cuvette (2-2"), l'ensemble formant traceur (1-1''') comprenant un dispositif d'alimentation
en énergie électrique (3) disposé du côté fond dans le boîtier (2-2") en forme de
cuvette, un dispositif de commutation (6) et un ensemble de moyens d'éclairage (7),
l'ensemble de moyens d'éclairage (7) pouvant être alimenté en tension électrique par
le dispositif d'alimentation en énergie (3) à l'aide du dispositif de commutation
(6), et un système optique (16) destiné à focaliser la lumière émise par l'ensemble
de moyens d'éclairage (7) étant prévu au niveau de l'ensemble de moyens d'éclairage
(7) dans la zone de l'ouverture arrière (15) du boîtier (2-2") en forme de cuvette,
le dispositif de commutation (6) étant un dispositif de commutation électronique qui
est conçu de façon à passer automatiquement d'un état ouvert à un état fermé en raison
de la forte accélération de tir du projectile (26) contenant l'ensemble formant traceur
respectif (1-1'''), puis à relier électriquement le dispositif d'alimentation en énergie
(3) à l'ensemble de moyens d'éclairage (7), caractérisé en ce que le dispositif de commutation électronique (6) est relié à un capteur (12, 12') destiné
à détecter le tir du projectile (26) qui peut être relié à l'ensemble formant traceur
(1-1''') et en ce que le capteur (12) est une piézocéramique dont la première surface prend appui sur le
dispositif d'alimentation en énergie électrique (3) et dont la deuxième surface prend
appui sur le dispositif de commutation électronique (6), ou le capteur (12') est une
piézocéramique disposée entre le fond (22) du boîtier (2") en forme de cuvette et
la paroi adjacente (27) du projectile (26).
2. Ensemble formant traceur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de commutation électronique (6) comprend un thyristor (60) qui alimente
toujours avec le courant de la batterie (5) l'ensemble de moyens d'éclairage (7) par
le biais d'un processeur (61) commandant l'ensemble de moyens d'éclairage (7) lorsqu'une
valeur de tension générée par le capteur piézo (12, 12') a dépassé une valeur de tension
spécifiée pendant un intervalle de temps spécifié.
3. Ensemble formant traceur selon la revendication 2, caractérisé en ce que le processeur (61) alimente en tension l'ensemble de moyens d'éclairage (7) uniquement
à des intervalles spécifiés.
4. Ensemble formant traceur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par un transistor à effet de champ (62) et un élément de cadencement RC (63) et d'autres
transistors à effet de champ (64), un circuit d'attaque (65) et un circuit de limitation
de courant (66) .
5. Ensemble formant traceur selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que le déroulement du cycle d'éclairage de la ou des diodes électroluminescentes peut
être spécifié par programmation du processeur (61) du dispositif de commutation électronique.
6. Ensemble formant traceur selon la revendication 5, caractérisé en ce que le déroulement est un clignotement et/ou l'activation des diodes électroluminescentes
uniquement après l'expiration d'un temps de pré-tube, ainsi qu'une désactivation après
le temps de vol et un temps de sécurité pouvant être spécifié.
7. Ensemble formant traceur selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la surface d'enveloppe intérieure (25) est métallisée dans la zone du dispositif
d'éclairage (7) et de l'optique attenante (16) .
8. Ensemble formant traceur selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'ensemble de moyens d'éclairage (7) est disposé de manière inclinée par rapport
à l'axe longitudinal (100) du boîtier en forme de cuvette de façon à générer un cône
d'éclairement prédéterminable pour les projectiles (26) qui présentent une rotation.
9. Ensemble formant traceur selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'ouverture arrière (15) du boîtier en forme de cuvette est fermée par une pièce
de fermeture amovible (30-30").
10. Ensemble formant traceur selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation en énergie (3) est une batterie (5) située dans un logement
de batterie (4) ou un condensateur est utilisé comme dispositif d'alimentation en
énergie (3) qui est chargé par l'alimentation en énergie interne à la munition et,
après le signal de tir, le dispositif de commutation (6) est alimenté en courant ou
en ce que des roues éoliennes ou des générateurs de recul sont utilisés comme dispositif d'alimentation
en énergie (3).
11. Ensemble formant traceur selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'ensemble formant traceur comprend un ou plusieurs moyens d'éclairage électriques
(14), de préférence des diodes électroluminescentes.
12. Projectile (26) comprenant un ensemble formant traceur selon l'une des revendications
1 à 11.
13. Projectile (26) selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'ensemble formant traceur comprend un boîtier en forme de coupelle ou l'ensemble
formant traceur est intégré directement dans le projectile (256).