[0001] Die Erfindung betrifft eine Verstellvorrichtung, insbesondere einen Nockenwellenversteller,
mit einem Verstellmotor und einem Koaxialgetriebe, das einen ersten Getriebeantrieb,
einen zweiten Getriebeantrieb und einen Getriebeabtrieb aufweist, wobei der Verstellmotor
triebtechnisch mit dem ersten Getriebeantrieb verbunden ist, und mit einer Rückstellvorrichtung,
die einen mechanischen Energiespeicher beinhaltet und die bei einem Ausfall und/oder
nach einem Abschalten des Verstellmotors eine vorbestimmte Einstellung des Koaxialgetriebes
einstellt.
[0002] Aus
DE 10 2010 006 392 B3 ist ein Nockenwellenversteller bekannt, der ein Spannungswellengetriebe beinhaltet.
Das Spannungswellengetriebe hat wenigstens zwei Eingänge und einen Ausgang, dessen
Bewegung aus der Überlagerung der Bewegungen der Eingänge resultiert, wobei einer
der Eingänge zum Ausführen einer Hauptbewegung ausgebildet ist und der andere Eingang
zum Ausführen einer Verstellbewegung dient, welche die Phasenlage des Ausgangs relativ
gegenüber der Phasenlage des die Hauptbewegung ausführenden Eingangs verstellt. Der
die Verstellbewegung ausführende Eingang ist gegen die Kraft wenigstens eines Rückstellelementes
des Spannungswellengetriebes bewegbar. Das Rückstellelement ist als Schraubenfeder
ausgebildet und radial innerhalb der Hohlräder des Spannungswellengetriebes angeordnet.
[0003] Aus
EP 2 282 020 B1 ist ein Nockenwellenversteller zum Variieren der Phasenbeziehung zwischen einer Kurbelwelle
und einer Nockenwelle in einem Verbrennungsmotor bekannt, der eine Harmonic-Drive-Getriebe-Einheit
mit einem Circular Spline und einem Dynamic Spline, einem Flexspline, der in dem Circular
Spline und dem Dynamic Spline angeordnet ist, einem Wellengenerator, der in dem Flexspline
angeordnet ist, aufweist. Der Nockenwellenversteller weist außerdem einen Rotationsaktuator
auf, der mit dem Wellengenerator verbunden ist. Der Nockenwellenversteller beinhaltet
außerdem zumindest eine Feder, die mit dem Circular Spline und mit dem Dynamic Spline
wirkverbunden ist, um den Nockenwellenversteller in eine Standard-Rotationsposition
zu bewegen. Der Nockenwellenversteller beinhaltet außerdem ein Zahnrad, das mit der
Kurbelwelle eines Verbrennungsmotors verbindbar ist. Ein Zahnrad-Gehäuse, das das
Zahnrad trägt und das an der Harmonic-Drive-Getriebe-Einheit angebracht ist, ist mit
einer ersten Lasche mit der Feder verbunden. Eine Nabe, die an der Harmonic-Drive-Getriebe-Einheit
angebracht ist und mit einer Nockenwelle des Verbrennungsmotors verbindbar ist, ist
mit einer zweiten Lasche der Feder verbunden. Die Feder ist räumlich zwischen der
Harmonic-Drive-Getriebe-Einheit und der Nabe angeordnet, die mit einer Nockenwelle
des Verbrennungsmotors verbindbar ist.
[0004] Aus
EP 2 386 732 A1 ist ein Nockenwellenversteller bekannt, bei dem das Rückstellelement räumlich zwischen
einem Spannungswellengetriebe und einer Abtriebswelle zur Ankopplung an eine Nockenwelle
eines Verbrennungsmotors angeordnet ist.
[0005] Aus
DE 10 2011 004 070 A1 ist ein 3-Wellen-Verstellgetriebe, umfassend ein mit einer Antriebswelle drehfest
verbindbares Antriebsteil, ein mit einer Abtriebswelle drehfest verbindbares Abtriebsteil
und ein mit einer Verstellwelle drehfest verbindbares Stellglied bekannt. Zwischen
zwei der drei Wellen ist ein erster mechanischer Anschlag zur Begrenzung eines Verstellwinkels
zwischen Antriebswelle und Abtriebswelle vorgesehen. Außerdem ist ein zweiter mechanischer
Anschlag zwischen zwei anderen Wellen als der erste Anschlag angeordnet. Als Alternative
zu dem zweiten Anschlag kann eine Schlingfeder vorhanden sein.
[0006] Aus
EP 2 927 441 A1 ist ein Nockenwellenversteller bekannt, bei dem der Energiespeicher in Form einer
Schraubenfeder das Getriebe umgebend angeordnet ist.
[0007] Es gibt auch Nockenwellenversteller, die anders aufgebaut sind und die insbesondere
keinen Verstellmotor aufweisen. Diese Nockenwellenversteller funktionieren nach einem
ganz anderen Prinzip als die eingangs genannten Nockenwellenversteller. Derartige
Nockenwellenversteller sind beispielsweise aus
DE 10 2014 008 198 A1,
DE 103 55 560 A1,
EP 1 628 006 A2 oder aus
WO 2017 026240 A1 bekannt.
[0008] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verstellvorrichtung der eingangs
genannten Art anzugeben, die einen kleinen axialen Abstand zwischen dem zweiten Getriebeantrieb
und dem Getriebeabtrieb aufweist, deren Rückstellvorrichtung auch höhere Rückstellmomente
für einen Rückstellvorgang bereitstellen kann und die dennoch kompakt ausgebildet
werden kann.
[0009] Die Aufgabe wird durch eine Verstellvorrichtung gelöst, die dadurch gekennzeichnet
ist, dass der mechanische Energiespeicher auf der dem Getriebeabtrieb abgewandten
Seite des Koaxialgetriebes angeordnet ist.
[0010] In erfindungsgemäßer Weise wurde erkannt, dass die aus dem Stand der Technik bekannten
Verstellvorrichtungen nicht kompakt bauend und daher zumeist nicht in bestehende Antriebssysteme,
insbesondere Nockenwellenantriebssysteme, integrierbar ausgebildet werden können,
wenn gleichzeitig eine Rückstellvorrichtung erforderlich ist, die größere Rückstelldrehmomente
aufbringen muss, beispielsweise weil mittels des Antriebssystems zwei oder mehr miteinander
gekoppelte Nockenwellen angetrieben werden.
[0011] Es hat sich gezeigt, dass diese Schwierigkeiten in verblüffend unkomplizierter Weise
durch eine besondere Anordnung des mit dem Getriebe verkoppelten mechanischen Energiespeichers
überwunden werden können.
[0012] Das Getriebe der Verstellvorrichtung arbeitet vorzugsweise als Überlagerungsgetriebe
in der Weise, dass die über den zweiten Getriebeantrieb eingekoppelte Rotationsbewegung,
insbesondere ohne Über- oder Untersetzung, also 1:1, auf den Getriebeabtrieb übertragen
wird, solange der erste Getriebeeingang eine Rotationsbewegung derselben Drehzahl
ausführt, und dass ein Phasenversatz der Rotationsbewegung am zweiten Getriebeantrieb
relativ zu der Rotationsbewegung am Getriebeabtrieb erreicht wird, wenn am ersten
Getriebeeingang kurzeitig die Drehzahl geändert wird.
[0013] Die Verstellvorrichtung kann beispielsweise als Nockenwellenversteller ausgebildet
sein, der es ermöglicht, den Ventilöffnungszeitpunkt eines Verbrennungsmotors drehzahlabhängig
zu verändern und insbesondere bei steigender Drehzahl des Verbrennungsmotors vorzuverlegen.
Hierbei wird mittels der Rückstellvorrichtung gewährleistet, dass bei einem Ausfall
und/oder nach einem Abschalten des Verstellmotors automatisch eine vorbestimmte Einstellung
des Getriebes und damit eine vorbestimmte Ventilöffnungszeitpunkteinstellung eingestellt
wird. Beispielsweise ließe sich sonst ein Verbrennungsmotor, der mit einer für höhere
Drehzahlen vorverlegten Ventilöffnungszeitpunktzeitpunkteinstellung abgeschaltet wurde,
gar nicht oder nur sehr schwierig starten.
[0014] Hierbei muss gewährleitet sein, dass die Rückstellvorrichtung im Bedarfsfall ein
ausreichend großes Drehmoment aufbringen kann, um das Getriebe und den Verstellmotor
zurücktreiben zu können. Die Erfindung ist diesbezüglich besonders vorteilhaft, weil
es durch die besondere Anordnung des mechanischen Energiespeichers ermöglicht ist,
diesen, beispielsweise in Form einer Feder und insbesondere einer Spiralfeder, besonders
groß ausbilden zu können, ohne dass andere Bauteile der Verstellvorrichtung und insbesondere
des Getriebes, kompliziert ausgebildet oder unnötig groß gestaltet werden müssen.
[0015] Für eine besonders kompakte Bauweise ist es möglich, dass der mechanische Energiespeicher
radial kleiner ist, als der Kopfkreisdurchmesser eines als Antriebszahnrad ausgebildeten
zweiten Getriebeeinganges und/oder kleiner als der Außendurchmesser eines innenverzahnten
Hohlrades des Koaxialgetriebes, insbesondere eines Circularspline oder eines Dynamicspline
eines als Spannungswellengetriebes ausgebildeten Koaxialgetriebes.
[0016] Bei einer besonderen Ausbildung ist der mechanische Energiespeicher räumlich zwischen
dem Koaxialgetriebe und dem Verstellmotor angeordnet. Eine solche Anordnung hat den
besonderen Vorteil, dass einerseits viel Bauraum für den mechanischen Energiespeicher
zur Verfügung steht und andererseits eine direkte und unkomplizierte Anbindung an
das Getriebe realisiert werden kann.
[0017] Wie bereits erwähnt, kann der mechanische Energiespeicher eine Feder aufweisen oder
als Feder ausgebildet sein. Insbesondere kann der mechanische Energiespeicher eine
als Spiralfeder ausgebildete Feder aufweisen. Eine solche Ausführung ist insbesondere
dann besonders vorteilhaft, wenn das Koaxialgetriebe als Spannungswellengetriebe ausgebildet
ist, und die Spiralfeder sich dabei einerseits an dem Getriebeantrieb oder dem Wellengenerator
und andererseits an einem mit dem radialflexiblen Flexspline in Zahneingriff stehenden
Zahnrad abstützt. In einem solchen Fall erfolgt das Zurücktreiben an der schnellen
Getriebeseite, so dass zumeist mehrere Umdrehungen des ersten Getriebeantriebs erforderlich
sind, bis die vorbestimmte Einstellung des Getriebes eingestellt ist. Dies kann mit
einer als Spiralfeder ausgebildeten Feder besonders zuverlässig realisiert werden.
[0018] Die Feder kann, insbesondere auch in Form einer Spiralfeder, als Flachspiralfeder
ausgebildet sein. Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung weist der mechanische
Energiespeicher eine Flachspiralfeder mit einer Windungszahl zwischen 1 und 50, insbesondere
10 bis 40 oder 20 bis 30, auf.
[0019] Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der mechanische
Energiespeicher eine Feder aufweist, die aus einem Material mit rechteckigem Materialquerschnitt
hergestellt ist. Es ist allerdings auch möglich, dass der mechanische Energiespeicher
eine Feder aufweist, die aus einem Material mit kreisrundem Materialquerschnitt hergestellt
ist.
[0020] Die Ankopplung des mechanischen Energiespeichers kann kraftschlüssig, beispielsweise
mittels Schrauben oder Nieten, oder formschlüssig, beispielsweise durch Einpressen,
oder stoffschlüssig, beispielsweise mittels Schweißen oder Löten, realisiert sein.
Bei einer besonderen Ausführung ist der mechanische Energiespeicher mittels wenigstens
eines Zylinderstiftes an ein Getriebebauteil angekoppelt.
[0021] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung ist wenigstens ein Ende der Feder
zur Ankopplung an ein Getriebebauteil umgebogen und durch einen Durchgang in dem Getriebebauteil
geführt ist oder in eine Ausnehmung des Getriebebauteils ragt. Insbesondere kann vorteilhaft
vorgesehen sein, dass ein erstes Ende der Feder zur Ankopplung an ein erstes Getriebebauteil
umgebogen und durch einen Durchgang in dem ersten Getriebebauteil geführt ist oder
in eine Ausnehmung des ersten Getriebebauteils ragt und dass ein zweites Ende der
Feder zur Ankopplung an ein zweites Getriebebauteil umgebogen und durch einen Durchgang
in dem zweiten Getriebebauteil geführt ist oder in eine Ausnehmung des zweiten Getriebebauteils
ragt. Diese Ausführung hat den besonderen Vorteil einer schnellen Montierbarkeit und
Demontierbarkeit des mechanischen Energiespeichers, wobei dennoch gleichzeitig eine
sichere und zuverlässige Ankopplung realisiert ist.
[0022] Hierbei kann in ganz besonders vorteilhafter Weise vorgesehen sein, dass ein sich
an den umgebogenen Teil der Feder unmittelbar anschließender Abschnitt der Feder außerhalb
der Ausnehmung bzw. des Durchgangs, insbesondere unmittelbar, an dem Getriebebauteil
anliegt. Eine solche Ausführung hat den besonderen Vorteil, dass eine besonders sichere
Verbindung realisiert wird, bei der ein Schwingen oder periodisches Anschlagen der
Feder an das Getriebebauteil wirkungsvoll vermieden ist. Beispielsweise im Falle einer
Ausbildung der Feder als Spiralfeder kann der an dem Getriebebauteil anliegende Abschnitt
der Spiralfeder vorteilhaft einen dazugehörigen Polarwinkel im Bereich von 1 Grad
bis 360 Grad, insbesondere im Bereich von 25 Grad bis 180 Grad, ganz insbesondere
im Bereich von 45 Grad bis 90 Grad, aufweisen.
[0023] Alternativ zu einer Ausbildung als Feder aus einem elastischen Material kann der
mechanische Energiespeicher beispielsweise als Gasdruckfeder ausgebildet sein.
[0024] Insbesondere im Hinblick auf eine gute Bauraumausnutzung kann der mechanische Energiespeicher
vorteilhaft koaxial zu der Rotationsachse des Koaxialgetriebes angeordnet sein. Eine
solche Ausführung ermöglicht es insbesondere, die Verstellvorrichtung weitgehend rotationssymmetrisch
ausbilden zu können.
[0025] Bei einer vorteilhaften Ausführung ist der mechanische Energiespeicher wenigstens
teilweise von einem mit einem Getriebebauteil, beispielsweise dem Getriebeabtrieb
oder dem ersten Getriebeantrieb oder dem zweiten Getriebeantrieb, drehfest verbundenen
Gehäuseteil eingehaust. Eine solche Ausführung ist besonders vorteilhaft, weil der
mechanische Energiespeicher durch das Gehäuseteil vor Beschädigung und Verschmutzung
geschützt ist und das Gehäuseteil zusätzlich zur Wirkankopplung des mechanischen Energiespeichers
an das Getriebe dient. Hierzu kann das Gehäuseteil einerseits mit dem mechanischen
Energiespeicher, beispielsweise dem Ende einer Feder, und andererseits mit einem Getriebebauteil
wirkverbunden sein.
[0026] Koaxialgetriebe sind insbesondere solche Getriebe, bei denen eine Antriebswelle und
eine Abtriebswelle auf derselben Rotationsachse angeordnet sind. Koaxialgetriebe gibt
es in verschiedenen Getriebearten. Sie werden zumeist als Zahnradgetriebe ausgeführt.
Beispielsweise kann das Koaxialgetriebe vorteilhaft als Spannungswellengetriebe oder
als Planetengetriebe ausgebildet sein.
[0027] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung ist das Koaxialgetriebe als Spannungswellengetriebe
ausgebildet, das einen drehfest mit dem Getriebeantrieb verbundenen Wellengenerator,
einen radialflexiblen Flexspline sowie wenigstens ein mit dem Flexspline in Zahneingriff
stehendes Zahnrad aufweist.
[0028] Ein als Ringgetriebe ausgebildetes Spannungswellengetriebe weist, insbesondere im
Gegensatz zu einem Topf- oder Hutgetriebe, einen ringförmigen Flexspline auf. Das
Spannungswellengetriebe kann vorteilhaft als Ringgetriebe ausgebildet sein. Eine solche
Ausführung erlaubt es, die Verstellvorrichtung insbesondere in Axialrichtung besonders
kompakt auszubilden. Es ist jedoch auch möglich, dass das Spannungswellengetriebe
als Topfgetriebe ausgebildet ist.
[0029] Insbesondere kann das Spannungswellengetriebe als Ringgetriebe ausgebildet sein,
das zwei mit dem Flexspline in Zahneingriff stehende Zahnräder unterschiedlicher Zähnezahl
aufweist. Bei einer besonders kompakt und robust ausbildbaren Ausführung weist der
Flexspline eine Außenverzahnung auf, während die mit dem Flexspline in Zahneingriff
stehenden Zahnräder als innenverzahne Hohlräder ausgebildet sind. Es ist allerdings
auch möglich, das Spannungswellengetriebe als sog. Innenläufer auszubilden, bei dem
der Flexspline eine Innenverzahnung und die mit ihm in Zahneingriff stehenden Zahnräder
eine Außenverzahnung aufweisen.
[0030] Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass eines der mit dem Flexspline
in Zahneingriff stehenden Zahnräder drehfest mit dem Getriebeabtrieb verbunden ist,
während das andere der mit dem Flexspline in Zahneingriff stehenden Zahnräder drehfest
mit dem zweiten Getriebeantrieb verbunden ist. Dies kann vorteilhaft insbesondere
in der Weise realisiert sein, dass wenigstens ein erstes Verbindungsteil, das das
erste Zahnrad mit dem Getriebeabtrieb verbindet, durch wenigstens einen Durchbruch
in dem zweiten Zahnrad oder in einem zweiten Verbindungsteil, das das zweite Zahnrad
mit dem zweiten Getriebeantrieb verbindet, oder in einem mit dem zweiten Zahnrad drehfest
verbundenen Bauteil verläuft, oder in der Weise, dass wenigstens ein zweites Verbindungsteil,
das das zweite Zahnrad mit dem zweiten Getriebeantrieb verbindet, durch wenigstens
einen Durchbruch in dem ersten Zahnrad oder in einem ersten Verbindungsteil, das das
erste Zahnrad mit dem zweiten Getriebeabtrieb verbindet, oder in einem mit dem ersten
Zahnrad drehfest verbundenen Bauteil verläuft.
[0031] Der Durchbruch kann beispielsweise tunnelförmig, insbesondere als Langloch oder als
gebogenes, Langloch ausgebildet sein. Es ist alternativ auch möglich, dass der Durchbruch
als Nut oder Ausnehmung realisiert ist. Insbesondere kann die Nut radial nach außen
hin offen ausgebildet sein. Insbesondere kann der Durchbruch eine andere Form aufweisen
als Verbindungsteil, das durch den Durchbruch hindurch ragt. Beispielsweise kann der
Durchbruch als, insbesondere gebogenes, Langloch ausgebildet sein, während das durch
den Durchbruch hindurch ragende Verbindungsteil im Querschnitt kreisrund ausgebildet
sein kann.
[0032] Das Koaxialgetriebe kann hinsichtlich der Ausrichtung des Durchbruchs und des durch
den Durchbruch hindurch verlaufenden Verbindungsteils in unterschiedlicher Weise realisiert
sein. Hierdurch ergibt sich insbesondere die Möglichkeit, die Konstruktion des Koaxialgetriebes
speziell an die jeweils vorliegenden Einbauverhältnisse anzupassen. Das Verbindungsteil
kann insbesondere in Axialrichtung durch den Durchbruch hindurch verlaufen. Es ist
alternativ beispielsweise auch möglich, dass das Verbindungsteil in Radialrichtung
durch den Durchbruch hindurch verläuft oder dass das Verbindungsteil schräg (also
sowohl mit einem Axialanteil und einem Radialanteil) durch den entsprechend ausgebildeten
und ausgerichteten Durchbruch verläuft.
[0033] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung der Verstellvorrichtung ist das
Koaxialgetriebe derart ausgebildet, dass der zweite Getriebeantrieb und der Getriebeabtrieb
ausschließlich in einem begrenzten Winkelbereich relativ zueinander rotierbar sind.
Auf diese Weise wird vorteilhaft erreicht, dass ein vorgegebener Verstellbereich nicht
verlassen werden kann. Beispielsweise in Bezug auf einen Nockenwellenversteller kann
so gewährleistet werden, dass keine Ventilsteuerzeiten einstellbar sind, die für den
Betrieb eines Verbrennungsmotors nicht vorgesehen sind oder bei denen es gar zu einer
Beschädigung des Verbrennungsmotors kommen könnte.
[0034] Ganz allgemein kann es vorteilhaft so sein, dass eine der Grenzen des Winkelbereichs
die vorbestimmte Einstellung definiert. Bei einer solchen Ausführung kann die Verstellvorrichtung
vorteilhaft in der Weise ausgebildet sein, dass die Rückstellvorrichtung zum Einstellen
der vorbestimmten Einstellung das Getriebe bei einem Ausfall und/oder nach einem Abschalten
des Verstellmotors so lange zurücktreibt, bis ein Getriebebauteil einen Anschlag erreicht
und so ein weiteres Zurücktreiben verhindert.
[0035] Der Begriff "Getriebebauteil" wird im Rahmen dieser Patentanmeldung als Oberbegriff
für jedes der Bauteile verwendet, die zum Spannungswellengetriebe gehören und zu seiner
Funktion beitragen. Beispielsweise sind insbesondere der Wellengenerator, der Flexspline,
die mit dem Flexspline in Zahneingriff stehenden Zahnräder, der erste Getriebeantrieb,
der zweite Getriebeantrieb und der Getriebeabtrieb Getriebebauteile.
[0036] Ein begrenzter Winkelbereich, in dem der zweite Getriebeantrieb und der Getriebeabtrieb
relativ zueinander rotierbar sind, kann beispielsweise dadurch realisiert sein, dass
wenigsten ein Anschlag vorhanden ist, an die ein Getriebebauteil anschlägt, wenn eine
Grenze des Winkelbereichs erreicht wird. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen
sein, dass wenigstens ein Anschlag ein Dämpfungselement, insbesondere einen Federdämpfer,
einen Elastomerdämpfer, einen Öldruckdämpfer oder einen Gasdruckdämpfer, aufweist.
Hierdurch können eine störende Geräuschentwicklung und ein frühzeitiger Verschleiß
vermieden werden. Beispielsweise kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass ein Anschlagsbauteil
linear beweglich in einer Ausgangsposition gehaltert ist, das im Falle eines Anschlagens
gegen die Rückstellkraft einer Feder oder eines unter Druck stehendes Fluids, insbesondere
Öl oder Gas, zunächst aus der Ausgangsposition heraus bewegt wird und anschließend
durch die Rückstellkraft in die Ausgangslage zurückkehrt.
[0037] Bei einer ganz besonders kompakt und robust ausführbaren Ausführung ist im Hinblick
auf die Realisierung eines begrenzten Verstellbereichs vorgesehen, dass zwei ansonsten
zueinander bewegliche, insbesondere rotierbare, Getriebebauteile bei Erreichen der
vorbestimmten Einstellung aneinander anschlagen. Bei einem als Spannungswellengetriebe
ausgebildeten Koaxialgetriebe kann hierzu vorteilhaft beispielsweise vorgesehen sein,
dass zwei ansonsten zueinander bewegliche, insbesondere rotierbare, Getriebebauteile
bei Erreichen der vorbestimmten Einstellung oder bei Erreichen der Grenzen des Winkelbereichs
aneinander anschlagen, wobei eines der Getriebebauteile drehfest mit einem mit dem
Flexspline in Zahneingriff stehenden Zahnrad verbunden ist, während das andere Getriebebauteil
drehfest mit dem Getriebeabtrieb und/oder drehfest mit einem anderem mit dem Flexspline
in Zahneingriff stehenden Zahnrad verbunden ist.
[0038] Ein mechanischer Anschlag zur Begrenzung des Winkelbereichs, in dem der zweite Getriebeantrieb
und der Getriebeabtrieb relativ zueinander rotierbar sind, kann vorteilhaft beispielsweise
durch einen Randabschnitt einer Ausnehmung, beispielsweise eine gebogene Nut, oder
eines Durchbruchs, beispielsweise eines gebogenen Langlochs, in einem der Getriebebauteile
gebildet sein, in den das andere Getriebebauteil ragt oder durch den hindurch das
andere Getriebebauteil verläuft. Bei einem als Spannungswellengetriebe ausgebildeten
Koaxialgetriebe kann hierzu vorteilhaft beispielsweise (wie oben bereits erwähnt)
vorgesehen sein, dass ein erstes der mit dem Flexspline in Zahneingriff stehenden
Zahnräder drehfest mit einem Getriebeabtrieb verbunden ist und ein zweites der mit
dem Flexspline in Zahneingriff stehenden Zahnräder drehfest mit einem zweiten Getriebeantrieb
verbunden ist, wobei wenigstens ein erstes Verbindungsteil, das das erste Zahnrad
mit dem Getriebeabtrieb verbindet, durch wenigstens einen Durchbruch oder eine Ausnehmung
in dem zweiten Zahnrad oder in einem zweiten Verbindungsteil, das das zweite Zahnrad
mit dem zweiten Getriebeantrieb verbindet, oder in einem mit dem zweiten Zahnrad drehfest
verbundenen Bauteil verläuft, oder wobei wenigstens ein zweites Verbindungsteil, das
das zweite Zahnrad mit dem zweiten Getriebeantrieb verbindet, durch wenigstens einen
Durchbruch oder eine Ausnehmung in dem ersten Zahnrad oder in einem ersten Verbindungsteil,
das das erste Zahnrad mit dem zweiten Getriebeabtrieb verbindet, oder in einem mit
dem ersten Zahnrad drehfest verbundenen Bauteil verläuft.
[0039] Die Ausnehmung bzw. der Durchbruch ist vorzugsweise so groß ausgebildet, dass eine
Relativdrehung der Getriebebauteile, insbesondere der mit dem Flexspline in Zahneingriff
stehenden Zahnräder, in einem begrenzten Bereich möglich ist.
[0040] Bei einer vorteilhaften Ausführung übt die Rückstellvorrichtung zum Einstellen der
vorbestimmten Einstellung ein Drehmoment aus und stützt sich dabei einerseits an dem
Getriebeantrieb, der vorzugsweise drehfest mit dem Wellengenerator verbunden ist,
oder dem Wellengenerator und andererseits direkt oder indirekt an einem mit dem radialflexiblen
Flexspline in Zahneingriff stehenden Zahnrad ab. Eine solche Ausführung hat den besonderen
Vorteil, dass zum Zurücktreiben nur ein geringes Drehmoment auf der Antriebsseite
des Getriebes aufgebracht werden muss. Allerdings sind in der Regel mehrere Umdrehungen
des ersten Getriebeantriebs erforderlich, bis die vorbestimmte Einstellung des Getriebes
eingestellt ist. Dies kann mit einer als Spiralfeder ausgebildeten Feder, ähnlich
wie in einem Uhrwerk, besonders zuverlässig realisiert werden.
[0041] Es ist alternativ oder zusätzlich auch möglich, dass die Rückstellvorrichtung zum
Einstellen der vorbestimmten Einstellung ein Drehmoment ausübt und sich dabei einerseits
an einem ersten mit dem radialflexiblen Flexspline in Zahneingriff stehenden Zahnrad
und andererseits an einem zweiten mit dem radialflexiblen Flexspline in Zahneingriff
stehenden Zahnrad abstützt. Eine solche Ausführung hat den besonderen Vorteil, dass
aufgrund des kleineren erforderlichen Federweges eine als mechanische Energiespeicher
ausgebildete Feder, insbesondere Spiralfeder, besonders kompakt ausgebildet sein kann.
[0042] Hierbei kann im Hinblick auf eine kompakte und zuverlässige Bauweise vorteilhaft
insbesondere vorgesehen sein, dass sich die Rückstellvorrichtung an dem mit dem radialflexiblen
Flexspline in Zahneingriff stehenden Zahnrad abstützt, das drehfest mit dem zweiten
Getriebeantrieb verbunden ist, und/oder dass sich die Rückstellvorrichtung an dem
mit dem radialflexiblen Flexspline in Zahneingriff stehenden Zahnrad abstützt, das
nicht drehfest mit dem Getriebeabtrieb verbunden ist.
[0043] Vorzugsweise ist der erste Getriebeantrieb im Hinblick auf eine kompakte Ausführbarkeit
auf der dem Getriebeabtrieb abgewandten Seite des Getriebes angeordnet.
[0044] Bei eine besonders zuverlässigen und fehlerunanfälligen Ausführung ist der Verstellmotor
über eine Ausgleichsvorrichtung, insbesondere eine Oldham-Kupplung oder eine biegsame
Welle, an den ersten Getriebeantrieb angekoppelt, wobei die Ausgleichsvorrichtung
einen Achsversatz und/oder einen Winkelfehler zwischen dem Verstellmotorabtrieb und
dem ersten Getriebeantrieb ausgleicht.
[0045] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung ist der Wellengenerator in Leichtbauweise
hergestellt. Beispielsweise kann dies vorteilhaft in der Weise realisiert sein, dass
der Lagersitz für ein radialflexibles Wälzlager des Wellengenerators aus hochfestem
Material, insbesondere Stahl, hergestellt ist, während der Rest des Wellengenerators
aus einem Leichtbauwerkstoff, insbesondere aus Aluminium, hergestellt ist. Eine solche
Ausführung vermeidet eine übermäßige Belastung des Getriebes bei Erreichen eines den
Verstellbereich begrenzenden Anschlages. Bei Erreichen eines Anschlages eines Getriebebauteils,
wird der Wellengenerator abrupt blockiert, wobei es auf Grund der Massenträgheit des
Wellengenerators zu einer hohen Belastung des Getriebes und insbesondere zu einem
Überratschen des Zahneingriffs kommen kann. Die Massenträgheit kann durch die erwähnte
Leichtbauweise vorteilhaft reduziert werden.
[0046] Wie bereits erwähnt, kann die Verstellvorrichtung vorteilhaft beispielsweise als
Nockenwellenversteller für einen Verbrennungsmotor ausgebildet sein. Hierbei kann
insbesondere vorgesehen sein, dass der zweite Getriebeantrieb dazu ausgebildet und
bestimmt ist, insbesondere über einen Riementrieb oder einen Kettentrieb, an eine
Kurbelwelle eines Verbrennungsmotors angekoppelt zu werden und dass der Getriebeabtrieb
dazu ausgebildet und bestimmt ist, drehfest mit einer Nockenwelle, insbesondere einer
Einlassnockenwelle oder einer Auslassnockenwelle, verkoppelt zu werden.
[0047] Die erfindungsgemäße Verstellvorrichtung kann beispielsweise als Vorrichtung zum
Einstellen des Expansionshubes oder des Verdichtungsverhältnisses eines Verbrennungsmotors
ausgebildet sein. Beispielsweise kann der Verbrennungsmotor eine Verstellwelle aufweisen,
an die die Verstellvorrichtung angekoppelt wird. Die Drehstellung der Verstellwelle
bestimmt die Größe des Expansionshubes oder des Verdichtungsverhältnisses des Verbrennungsmotors.
Beispielsweise kann der Verbrennungsmotor zum Verstellen des Expansionshubes oder
des Verdichtungsverhältnisses einen Mehrgelenkskurbeltrieb mit einer Exzenterwelle
aufweisen.
[0048] Ganz allgemein ist ein Verbrennungsmotor von besonderem Vorteil, der eine erfindungsgemäße
Verstellvorrichtung aufweist. Der Verbrennungsmotor kann insbesondere ein Vortrieb
erzeugender Antriebsmotor für ein Kraftfahrzeig, insbesondere für einen PKW oder einen
LKW, sein.
[0049] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft und schematisch dargestellt
und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleiche oder gleich wirkende
Elemente auch in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen zumeist mit denselben Bezugszeichen
versehen sind. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung,
- Fig. 2
- eine Detailansicht des Koaxialgetriebes und der Rückstellvorrichtung eines zweiten
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung,
- Fig. 3
- eine weitere Detailansicht des Koaxialgetriebes und der Rückstellvorrichtung des zweiten
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung,
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung der in Figur 2 eingezeichneten Schnittebene,
- Fig. 5
- eine Detaildarstellung des zweiten Ausführungsbeispiels bezüglich der Ankopplung eines
Endes des mechanischen Energiespeichers,
- Fig. 6
- eine Detaildarstellung des zweiten Ausführungsbeispiels bezüglich der Ankopplung des
anderen Endes des mechanischen Energiespeichers,
- Fig. 7
- eine Detailansicht des Koaxialgetriebes und der Rückstellvorrichtung eines dritten
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung,
- Fig. 8
- eine weitere Detailansicht des Koaxialgetriebes und der Rückstellvorrichtung des dritten
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung,
- Fig. 9
- eine Schnittdarstellung der in Figur 2 eingezeichneten Schnittebene,
- Fig. 10
- eine Detailansicht des Koaxialgetriebes und der Rückstellvorrichtung eines vierten
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung,
- Fig. 11
- einen Quadranten einer Schnittdarstellung der in Figur 10 eingezeichneten Schnittebene.
[0050] Fig. 1 zeigt Ausführungsbeispiel eine erfindungsgemäße Verstellvorrichtung, die beispielsweise
als ein Nockenwellenversteller ausgebildet sein kann. Die Verstellvorrichtung weist
einen Verstellmotor 1 und ein Koaxialgetriebe 2 auf. Das Koaxialgetriebe 2 beinhaltet
einen ersten Getriebeantrieb 3, einen zweiten Getriebeantrieb 4 und einen Getriebeabtrieb
5, wobei der Verstellmotor 1 über eine Antriebswelle 6 triebtechnisch mit dem ersten
Getriebeantrieb 3 verbunden ist. Der Getriebeabtrieb 5 ist drehfest mit einer Nockenwelle
30 verbunden.
[0051] Die Verstellvorrichtung weist außerdem eine Rückstellvorrichtung 7 auf, die einen
mechanischen Energiespeicher 8 beinhaltet und die bei einem Ausfall und/oder nach
einem Abschalten des Verstellmotors 1 eine vorbestimmte Einstellung des Koaxialgetriebes
2 einstellt, wobei der mechanische Energiespeicher 8 auf der dem Getriebeabtrieb 5
abgewandten Seite des Koaxialgetriebes 2 angeordnet ist.
[0052] Der mechanische Energiespeicher 8 ist räumlich zwischen dem Koaxialgetriebe 2 und
dem Verstellmotor 1 angeordnet.
[0053] Insbesondere ist der mechanische Energiespeicher 8 in einem von zwei Halbräumen angeordnet,
die durch eine Ebene 9 senkrecht zur Rotationsachse 10 des Koaxialgetriebes 2 voneinander
getrennt sind, wobei sich das Getriebe 2 samt seinem Getriebeabtrieb 5 in dem anderen
Halbraum befinden.
[0054] Die Figuren 2 und 3 zeigen in zueinander senkrechten Schnittebenen jeweils eine Detailansicht
des Koaxialgetriebes 2 und der Rückstellvorrichtung 7 eines zweiten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung.
[0055] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Koaxialgetriebe 2 als Spannungswellengetriebe
ausgebildet, das einen drehfest mit dem ersten Getriebeantrieb 3 verbundenen Wellengenerator
11, einen radialflexiblen und außenverzahnten Flexspline 12 sowie ein erstes innenverzahntes
Zahnrad 13 und ein zweites innenverzahntes Zahnrad 14, die beide mit dem Flexspline
12 in Zahneingriff stehen, aufweist. Das erste Zahnrad 13 ist drehfest mit dem Getriebeabtrieb
5 verbunden, während das zweite Zahnrad 14 drehfest mit dem zweiten Getriebeantrieb
4 verbunden ist. Das erste Zahnrad 13 weist dieselbe Zähnezahl auf, wie der Flexspline
12, während das zweite Zahnrad 14 eine um zwei Zähne höhere Zähneanzahl aufweist als
der Flexspline 12. Es ist allerdings auch möglich, dass das zweite Zahnrad 14 dieselbe
Zähnezahl aufweist, wie der Flexspline 12, während das erste Zahnrad 14 eine andere
Zähneanzahl aufweist.
[0056] Ein Verbindungsteil 18, das das zweite Zahnrad 14 mit dem zweiten Getriebeantrieb
4 verbindet, verläuft durch einen Durchbruch 19 in dem ersten Zahnrad 13 in einem
Bereich, in dem dieses mit einem ersten Gehäuseteil 20 verbunden ist. Das erste Gehäuseteil
20 haust den als Spiralfeder 22 ausgebildeten mechanischen Energiespeicher 8 teilweise
ein und dient außerdem der drehfesten Anbindung eines Endes der Spiralfeder 22 an
das erste Zahnrad 13. Das andere Ende der Spiralfeder 22 ist über ein zweites Gehäuseteil
21 drehfest mit dem zweiten Zahnrad 14 verbunden.
[0057] Der Wellengenerator 11 ist mittels eines radialflexiblen Wälzlagers 17 rotierbar
gelagert und drehfest mit dem ersten Getriebeantrieb 3 verbunden (in Figur 2 nicht
dargestellt).
[0058] Der zweite Getriebeantrieb 4 weist eine Außenverzahnung 15 auf und ist dazu ausgebildet
und bestimmt, über einen Kettentrieb an eine Kurbelwelle eines Verbrennungsmotors
angekoppelt zu werden. Der Getriebeabtrieb 5 ist dazu ausgebildet und bestimmt, drehfest
mit einer Nockenwelle, insbesondere einer Einlassnockenwelle oder einer Auslassnockenwelle
eines Verbrennungsmotors, verkoppelt zu werden.
[0059] Ein Verstellvorgang wird dadurch bewirkt, dass der Wellengenerator 11 mittels des
(in dieser Figur nicht dargestellten) Verstellmotors 1 in Rotation versetzt wird,
wodurch eine Relativdrehung des ersten Zahnrades 13 zu dem zweiten Zahnrad 14 bewirkt
wird. Die Spiralfeder 22 wird hierbei gespannt. Bei einem Ausfall und/oder nach einem
Abschalten des Verstellmotors treibt die sich entspannende Spiralfeder 22 das Getriebe
2 zurück und bringt das erste Zahnrad 13 relativ zu dem zweiten Zahnrad 14 in eine
vorbestimmte Einstellung zurück. Die vorbestimmte Einstellung ist erreicht, wenn das
Verbindungsteil 18 an einem ersten Anschlag 23 des Durchbruchs 19 anschlägt, was in
Figur 4 dargestellt ist.
[0060] Das Koaxialgetriebe 2 ist derart ausgebildet, dass der zweite Getriebeantrieb 4 und
der Getriebeabtrieb 5 ausschließlich in einem begrenzten Winkelbereich relativ zueinander
rotierbar sind, wobei eine der Grenzen des Winkelbereichs wie oben geschildert die
vorbestimmte Einstellung definiert. Die andere Grenze des Winkelbereichs ist durch
den entgegengesetzt angeordneten zweiten Anschlag 24 des Durchbruchs 19 definiert,
was in Figur 4 dargestellt ist.
[0061] Figur 4 zeigt eine Schnittdarstellung der in Figur 2 eingezeichneten Schnittebene,
wobei der besseren Übersichtlichkeit halber der Wellengenerator 11, das radialflexible
Wälzlager 17 und der Flexspline 12 nicht eingezeichnet sind. Es ist zu erkennen, dass
es insgesamt vier Verbindungsteile 18 gibt, die das zweite Zahnrad 14 mit dem zweiten
Getriebeantrieb 4 verbinden und die durch jeweils einen Durchbruch 19 in dem ersten
Zahnrad 13 verlaufen.
[0062] Figur 5 zeigt eine Detaildarstellung des zweiten Ausführungsbeispiels bezüglich der
Ankopplung eines Endes der Spiralfeder 22 an das Gehäuseteil 20. Die Spiralfeder 22
ist durch einen Durchgang in dem Getriebebauteil 20 geführt und umgebogen.
[0063] Ein sich an den umgebogenen Teil der Spiralfeder 22 unmittelbar anschließender Abschnitt
26 der Spiralfeder 22 liegt außerhalb des Durchbruchs unmittelbar an dem Getriebebauteil
20 an. Der Abschnitt 26 der Spiralfeder 22 weist einen dazugehörigen Polarwinkel 27
im Bereich von 25 Grad bis 180 Grad auf.
[0064] Figur 6 zeigt eine Detaildarstellung des zweiten Ausführungsbeispiels bezüglich der
Ankopplung des anderen Endes der Spiralfeder 22 an das zweite Gehäuseteil 21. Die
Spiralfeder 22 ist durch einen Durchgang in dem zweiten Getriebebauteil 21 geführt
und umgebogen.
[0065] Ein sich an den umgebogenen Teil der Spiralfeder 22 unmittelbar anschließender Abschnitt
28 der Spiralfeder 22 liegt außerhalb des Durchbruchs unmittelbar an dem zweiten Gehäuseteil
21 an. Der Abschnitt 28 der Spiralfeder 22 weist einen dazugehörigen Polarwinkel 29
im Bereich von 25 Grad bis 180 Grad auf.
[0066] Die Figuren 7 und 8 zeigen in zueinander senkrechten Schnittebenen jeweils eine Detailansicht
des Koaxialgetriebes 2 und der Rückstellvorrichtung 7 eines dritten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung.
[0067] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Koaxialgetriebe 2 als Spannungswellengetriebe
ausgebildet, das einen drehfest mit dem Getriebeantrieb 3 verbundenen Wellengenerator
11, einen radialflexiblen und außenverzahnten Flexspline 12 sowie ein erstes innenverzahntes
Zahnrad 13 und ein zweites innenverzahntes Zahnrad 14, die beide mit dem Flexspline
12 in Zahneingriff stehen, aufweist. Das erste Zahnrad 13 ist drehfest mit dem Getriebeabtrieb
5 verbunden, während das zweite Zahnrad 14 drehfest mit dem zweiten Getriebeantrieb
4 verbunden ist. Das erste Zahnrad 13 weist dieselbe Zähnezahl auf, wie der Flexspline
12, während das zweite Zahnrad 14 eine um zwei Zähne höhere Zähneanzahl aufweist als
der Flexspline 12. Es ist allerdings auch möglich, dass das zweite Zahnrad 14 dieselbe
Zähnezahl aufweist, wie der Flexspline 12, während das erste Zahnrad 14 eine andere
Zähneanzahl aufweist.
[0068] Der Wellengenerator 11 ist mittels eines radialflexiblen Wälzlagers 17 rotierbar
gelagert und drehfest mit dem ersten Getriebeantrieb 3 verbunden.
[0069] Ein Verbindungsteil 18, das das zweite Zahnrad 14 mit dem zweiten Getriebeantrieb
4 verbindet, verläuft durch eine Ausnehmung 25 in dem ersten Zahnrad 13.
[0070] Das zweite Zahnrad 14 ist außerdem drehfest mit einem ersten Gehäuseteil 20 verbunden.
Das erste Gehäuseteil 20 haust den als Spiralfeder 22 ausgebildeten mechanischen Energiespeicher
8 teilweise ein. Das andere Ende der Spiralfeder 22 ist drehfest mit dem ersten Getriebeantrieb
3 verbunden.
[0071] Der zweite Getriebeantrieb 4 weist eine Außenverzahnung 15 auf und ist dazu ausgebildet
und bestimmt, über einen Kettentrieb an eine Kurbelwelle eines Verbrennungsmotors
angekoppelt zu werden. Der Getriebeabtrieb 5 ist dazu ausgebildet und bestimmt, drehfest
mit einer Nockenwelle, insbesondere einer Einlassnockenwelle oder einer Auslassnockenwelle
eines Verbrennungsmotors, verkoppelt zu werden.
[0072] Ein Verstellvorgang wird dadurch bewirkt, dass der Wellengenerator 11 mittels des
(in dieser Figur nicht dargestellten) Verstellmotors 1 in Rotation versetzt wird,
wodurch eine Relativdrehung des ersten Zahnrades 13 zu dem zweiten Zahnrad 14 bewirkt
wird und wodurch die Spiralfeder 22 gespannt wird. Bei einem Ausfall und/oder nach
einem Abschalten des Verstellmotors versetzt die Spiralfeder 22 den Wellengenerator
11 mit umgekehrter Rotationsrichtung in Rotation und bringt das erste Zahnrad 13 relativ
zu dem zweiten Zahnrad 14 in eine vorbestimmte Einstellung zurück. Die vorbestimmte
Einstellung ist erreicht, wenn das Verbindungsteil 18 an einem ersten Anschlag 23
der Ausnehmung 25 anschlägt, was in Figur 9 dargestellt ist.
[0073] Das Koaxialgetriebe 2 ist derart ausgebildet, dass der zweite Getriebeantrieb 4 und
der Getriebeabtrieb 5 ausschließlich in einem begrenzten Winkelbereich relativ zueinander
rotierbar sind, wobei eine der Grenzen des Winkelbereichs wie oben geschildert die
vorbestimmte Einstellung definiert. Die andere Grenze des Winkelbereichs ist durch
den entgegengesetzt angeordneten zweiten Anschlag 24 der Ausnehmung 25 definiert,
was in Figur 9 dargestellt ist.
[0074] Figur 9 zeigt eine Schnittdarstellung der in Figur 7 eingezeichneten Schnittebene,
wobei der besseren Übersichtlichkeit halber der Wellengenerator 11, das radialflexible
Wälzlager 17 und der Flexspline 12 nicht eingezeichnet sind. Es ist zu erkennen, dass
es insgesamt vier Verbindungsteile 18 gibt, die das zweite Zahnrad 14 mit dem zweiten
Getriebeantrieb 4 verbinden und die durch jeweils eine Ausnehmung 25 in dem ersten
Zahnrad 13 verlaufen.
[0075] Die Figur 10 zeigt eine Detailansicht des Koaxialgetriebes 2 und der Rückstellvorrichtung
7 eines vierten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung.
[0076] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Koaxialgetriebe 2 als Spannungswellengetriebe
ausgebildet, das einen drehfest mit dem Getriebeantrieb 3 verbundenen Wellengenerator
11, einen radialflexiblen und außenverzahnten Flexspline 12 sowie ein erstes innenverzahntes
Zahnrad 13 und ein zweites innenverzahntes Zahnrad 14, die beide mit dem Flexspline
12 in Zahneingriff stehen, aufweist. Das erste Zahnrad 13 ist drehfest mit dem Getriebeabtrieb
5 verbunden, während das zweite Zahnrad 14 drehfest mit dem zweiten Getriebeantrieb
4 verbunden ist. Das erste Zahnrad 13 weist dieselbe Zähnezahl auf, wie der Flexspline
12, während das zweite Zahnrad 14 eine um zwei Zähne höhere Zähneanzahl aufweist als
der Flexspline 12. Es ist allerdings auch möglich, dass das zweite Zahnrad 14 dieselbe
Zähnezahl aufweist, wie der Flexspline 12, während das erste Zahnrad 14 eine andere
Zähneanzahl aufweist.
[0077] Der Wellengenerator 11 ist mittels eines radialflexiblen Wälzlagers 17 rotierbar
gelagert und drehfest mit dem ersten Getriebeantrieb 3 verbunden.
[0078] Ein Verbindungsteil 18 verbindet das zweite Zahnrad 14 mit dem zweiten Getriebeantrieb
4. Das zweite Zahnrad 14 ist außerdem drehfest mit einem ersten Gehäuseteil 20 verbunden.
Das erste Gehäuseteil 20 haust den als Spiralfeder 22 ausgebildeten mechanischen Energiespeicher
8 teilweise ein. Das andere Ende der Spiralfeder 22 ist drehfest mit dem ersten Getriebeantrieb
3 verbunden.
[0079] Der zweite Getriebeantrieb 4 weist eine Außenverzahnung 15 auf und ist dazu ausgebildet
und bestimmt, über einen Kettentrieb an eine Kurbelwelle eines Verbrennungsmotors
angekoppelt zu werden. Der Getriebeabtrieb 5 ist dazu ausgebildet und bestimmt, drehfest
mit einer Nockenwelle, insbesondere einer Einlassnockenwelle oder einer Auslassnockenwelle
eines Verbrennungsmotors, verkoppelt zu werden.
[0080] Der mit dem zweiten Zahnrad 13 drehfest verbundene Getriebeabtrieb 5 weist mehrere
radial nach außen stehende Vorsprünge 16 auf, von denen jeder in jeweils eine Ausnehmung
25 in dem zweiten Getriebeantrieb 4 ragt.
[0081] Ein Verstellvorgang wird dadurch bewirkt, dass der Wellengenerator 11 mittels des
(in dieser Figur nicht dargestellten) Verstellmotors 1 in Rotation versetzt wird,
wodurch eine Relativdrehung des ersten Zahnrades 13 zu dem zweiten Zahnrad 14 bewirkt
wird und wodurch die Spiralfeder 22 gespannt wird. Bei einem Ausfall und/oder nach
einem Abschalten des Verstellmotors versetzt die Spiralfeder 22 den Wellengenerator
11 mit umgekehrter Rotationsrichtung in Rotation und bringt das erste Zahnrad 13 relativ
zu dem zweiten Zahnrad 14 in eine vorbestimmte Einstellung zurück. Die vorbestimmte
Einstellung ist erreicht, wenn jeweils der Vorsprung 16 an einem ersten Anschlag 23
seiner ihm zugeordneten Ausnehmung 25 anschlägt, was in Figur 11 dargestellt ist.
[0082] Das Koaxialgetriebe 2 ist derart ausgebildet, dass der zweite Getriebeantrieb 4 und
der Getriebeabtrieb 5 ausschließlich in einem begrenzten Winkelbereich relativ zueinander
rotierbar sind, wobei eine der Grenzen des Winkelbereichs wie oben geschildert die
vorbestimmte Einstellung definiert. Die andere Grenze des Winkelbereichs ist durch
den entgegengesetzt angeordneten zweiten Anschlag 24 der Ausnehmung 25 definiert,
was in Figur 11 dargestellt ist.
Bezugszeichenliste:
[0083]
- 1
- Verstellmotor
- 2
- Koaxialgetriebe
- 3
- erster Getriebeantrieb
- 4
- zweiter Getriebeantrieb
- 5
- Getriebeabtrieb
- 6
- Antriebswelle
- 7
- Rückstellvorrichtung
- 8
- mechanischer Energiespeicher
- 9
- Ebene senkrecht zur Rotationsachse 10
- 10
- Rotationsachse
- 11
- Wellengenerator
- 12
- Flexspline
- 13
- erstes innenverzahntes Zahnrad
- 14
- zweites innenverzahntes Zahnrad
- 15
- Außenverzahnung
- 16
- Vorsprung
- 17
- radialflexibles Wälzlager
- 18
- Verbindungsteil
- 19
- Durchbruch
- 20
- erstes Gehäuseteil
- 21
- zweites Gehäuseteil
- 22
- Spiralfeder
- 23
- erster Anschlag
- 24
- zweiter Anschlag
- 25
- Ausnehmung
- 26
- Abschnitt der Spiralfeder 22
- 27
- Polarwinkel
- 28
- Abschnitt der Spiralfeder 22
- 29
- Polarwinkel
- 30
- Nockenwelle
1. Verstellvorrichtung, insbesondere Nockenwellenversteller, mit einem Verstellmotor
(1) und einem Koaxialgetriebe (2), das einen ersten Getriebeantrieb (3), einen zweiten
Getriebeantrieb (4) und einen Getriebeabtrieb (5) aufweist, wobei der Verstellmotor
(1) triebtechnisch mit dem ersten Getriebeantrieb (3) verbunden ist, und mit einer
Rückstellvorrichtung (7), die einen mechanischen Energiespeicher (8) beinhaltet und
die bei einem Ausfall und/oder nach einem Abschalten des Verstellmotors (1) eine vorbestimmte
Einstellung des Koaxialgetriebes (2) einstellt, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Energiespeicher (8) auf der dem Getriebeabtrieb (5) abgewandten Seite
des Koaxialgetriebes (2) angeordnet ist.
2. Verstellvorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. der mechanische Energiespeicher (8) räumlich zwischen dem Koaxialgetriebe (2) und
dem Verstellmotor (1) angeordnet ist, und/oder dass
b. der mechanische Energiespeicher (8) koaxial zu der Rotationsachse (10) des Koaxialgetriebes
(2) angeordnet ist, und/oder dass
c. zwei ansonsten zueinander bewegliche, insbesondere rotierbare, Getriebebauteile
bei Erreichen der vorbestimmten Einstellung aneinander anschlagen.
3. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Energiespeicher (8) eine Feder aufweist, oder dass der mechanische
Energiespeicher (8)eine Spiralfeder (22) aufweist, oder dass der mechanische Energiespeicher
(8) eine Flachspiralfeder aufweist, oder dass der mechanische Energiespeicher (8)
eine Flachspiralfeder mit einer Windungszahl zwischen 1 und 50, insbesondere 10 bis
40 oder 20 bis 30, aufweist, oder dass der mechanische Energiespeicher (8) eine Feder
aufweist, die aus einem Material mit rechteckigem Materialquerschnitt hergestellt
ist, oder dass der mechanische Energiespeicher (8)eine Feder aufweist, die aus einem
Material mit kreisrundem Materialquerschnitt hergestellt ist, oder dass der mechanische
Energiespeicher (8) als Gasdruckfeder ausgebildet ist.
4. Verstellvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. wenigstens ein Ende der Feder zur Ankopplung an ein Getriebebauteil umgebogen und
durch einen Durchgang in dem Getriebebauteil geführt ist oder in eine Ausnehmung (25)
des Getriebebauteils ragt, oder dass
b. ein erstes Ende der Feder zur Ankopplung an ein erstes Getriebebauteil umgebogen
und durch einen Durchgang in dem ersten Getriebebauteil geführt ist oder in eine Ausnehmung
(25) des ersten Getriebebauteils ragt und dass ein zweites Ende der Feder zur Ankopplung
an ein zweites Getriebebauteil umgebogen und durch einen Durchgang in dem zweiten
Getriebebauteil geführt ist oder in eine Ausnehmung (25) des zweiten Getriebebauteils
ragt, oder dass
c. wenigstens ein Ende der Feder zur Ankopplung an ein Getriebebauteil umgebogen und
durch einen Durchgang in dem Getriebebauteil geführt ist oder in eine Ausnehmung (25)
des Getriebebauteils ragt, wobei ein sich an den umgebogenen Teil der Feder unmittelbar
anschließender Abschnitt der Feder außerhalb der Ausnehmung (25) bzw. des Durchgangs,
insbesondere unmittelbar, an dem Getriebebauteil anliegt, oder dass
d. der mechanische Energiespeicher (8) mittels wenigstens eines Zylinderstiftes an
ein Getriebebauteil angekoppelt ist.
5. Verstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. der mechanische Energiespeicher (8) wenigstens teilweise von einem mit einem Getriebebauteil
drehfest verbundenen Gehäuseteil eingehaust ist, oder dass
b. der mechanische Energiespeicher (8) wenigstens teilweise von einem mit dem Getriebeabtrieb
(5) drehfest verbundenen Gehäuseteil eingehaust ist, oder dass
c. der mechanische Energiespeicher (8) wenigstens teilweise von einem mit dem ersten
Getriebeantrieb (3) drehfest verbundenen Gehäuseteil eingehaust ist, oder dass
d. der mechanische Energiespeicher (8) wenigstens teilweise von einem mit dem zweiten
Getriebeantrieb (4) drehfest verbundenen Gehäuseteil eingehaust ist.
6. Verstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. das Koaxialgetriebe (2) als Spannungswellengetriebe ausgebildet ist, das einen
drehfest mit dem ersten Getriebeantrieb (3) verbundenen Wellengenerator (11), einen
radialflexiblen Flexspline (12) sowie wenigstens ein mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff
stehendes Zahnrad aufweist, oder dass
b. das Koaxialgetriebe (2) als Spannungswellengetriebe ausgebildet ist, das einen
drehfest mit dem ersten Getriebeantrieb (3) verbundenen Wellengenerator (11), einen
radialflexiblen Flexspline (12) sowie wenigstens ein mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff
stehendes Zahnrad aufweist, wobei das Spannungswellengetriebe als Ringgetriebe ausgebildet
ist, das zwei mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff stehende Zahnräder unterschiedlicher
Zähnezahl aufweist, oder dass
c. das Koaxialgetriebe (2) als Spannungswellengetriebe ausgebildet ist, das einen
drehfest mit dem ersten Getriebeantrieb (3) verbundenen Wellengenerator (11), einen
radialflexiblen Flexspline (12) sowie wenigstens ein mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff
stehendes Zahnrad aufweist, wobei das Spannungswellengetriebe als Ringgetriebe ausgebildet
ist, das zwei mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff stehende Zahnräder unterschiedlicher
Zähnezahl aufweist, und wobei der Flexspline (12) eine Außenverzahnung (15) aufweist
und dass die mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff stehenden Zahnräder als innenverzahne
Hohlräder ausgebildet sind, oder dass
d. das Koaxialgetriebe (2) als Spannungswellengetriebe ausgebildet ist, das einen
drehfest mit dem ersten Getriebeantrieb (3) verbundenen Wellengenerator (11), einen
radialflexiblen Flexspline (12) sowie wenigstens ein mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff
stehendes Zahnrad aufweist, wobei das Spannungswellengetriebe als Ringgetriebe ausgebildet
ist, das zwei mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff stehende Zahnräder unterschiedlicher
Zähnezahl aufweist, und wobei eines der mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff stehenden
Zahnräder drehfest mit dem Getriebeabtrieb (5) verbunden ist, während das andere der
mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff stehenden Zahnräder drehfest mit dem zweiten
Getriebeantrieb (4) verbunden ist
e. das Koaxialgetriebe (2) als Spannungswellengetriebe ausgebildet ist, das einen
drehfest mit dem ersten Getriebeantrieb (3) verbundenen Wellengenerator (11), einen
radialflexiblen Flexspline (12) sowie wenigstens ein mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff
stehendes Zahnrad aufweist, wobei der Wellengenerator in Leichtbauweise hergestellt
ist und/oder dass der Lagersitz für ein radialflexibles Wälzlager (17) des Wellengenerators
aus hochfestem Material, insbesondere Stahl, hergestellt ist, während der Rest des
Wellengenerators aus einem Leichtbauwerkstoff, insbesondere aus Aluminium, hergestellt
ist.
7. Verstellvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Rückstellvorrichtung (7) zum Einstellen der vorbestimmten Einstellung ein Drehmoment
ausübt und sich dabei einerseits an dem ersten Getriebeantrieb (3) oder dem Wellengenerator
(11) und andererseits an einem mit dem radialflexiblen Flexspline (12) in Zahneingriff
stehenden Zahnrad abstützt, oder dass
b. die Rückstellvorrichtung (7) zum Einstellen der vorbestimmten Einstellung ein Drehmoment
ausübt und sich dabei einerseits an einem ersten mit dem radialflexiblen Flexspline
(12) in Zahneingriff stehenden Zahnrad und andererseits an einem zweiten mit dem radialflexiblen
Flexspline (12) in Zahneingriff stehenden Zahnrad abstützt, oder dass
c. sich die Rückstellvorrichtung (7) an dem mit dem radialflexiblen Flexspline (12)
in Zahneingriff stehenden Zahnrad abstützt, das drehfest mit dem zweiten Getriebeantrieb
(4) verbunden ist, oder dass
d. sich die Rückstellvorrichtung (7) an dem mit dem radialflexiblen Flexspline (12)
in Zahneingriff stehenden Zahnrad abstützt, das nicht drehfest mit dem Getriebeabtrieb
(5) verbunden ist, oder dass
e. sich die Rückstellvorrichtung (7) an dem mit dem radialflexiblen Flexspline (12)
in Zahneingriff stehenden Zahnrad abstützt, das drehfest mit dem zweiten Getriebeantrieb
(4) verbunden ist, und sich an dem mit dem radialflexiblen Flexspline (12) in Zahneingriff
stehenden Zahnrad abstützt, das nicht drehfest mit dem Getriebeabtrieb (5) verbunden
ist.
8. Verstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. der zweite Getriebeantrieb (4) und der Getriebeabtrieb (5) ausschließlich in einem
begrenzten Winkelbereich relativ zueinander rotierbar sind, oder dass
b. der zweite Getriebeantrieb (4) und der Getriebeabtrieb (5) ausschließlich in einem
begrenzten Winkelbereich relativ zueinander rotierbar sind, wobei Anschläge vorhanden
sind, an die ein Getriebebauteil anschlägt, wenn die Grenzen des Winkelbereichs erreicht
werden, oder dass
c. der zweite Getriebeantrieb (4) und der Getriebeabtrieb (5) ausschließlich in einem
begrenzten Winkelbereich relativ zueinander rotierbar sind, wobei Anschläge vorhanden
sind, an die ein Getriebebauteil anschlägt, wenn die Grenzen des Winkelbereichs erreicht
werden, wobei wenigstens ein Anschlag ein Dämpfungselement, insbesondere einen Federdämpfer,
einen Elastomerdämpfer oder einen Öldruckdämpfer, aufweist, oder dass
d. der zweite Getriebeantrieb (4) und der Getriebeabtrieb (5) ausschließlich in einem
begrenzten Winkelbereich relativ zueinander rotierbar sind, wobei eine der Grenzen
des Winkelbereichs die vorbestimmte Einstellung definiert.
9. Verstellvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei ansonsten zueinander bewegliche, insbesondere rotierbare, Getriebebauteile bei
Erreichen der vorbestimmten Einstellung oder bei Erreichen der Grenzen des Winkelbereichs
aneinander anschlagen, wobei eines der Getriebebauteile drehfest mit einem mit dem
Flexspline (12) in Zahneingriff stehenden Zahnrad verbunden ist, während das andere
Getriebebauteil drehfest mit dem Getriebeabtrieb (5) und/oder drehfest mit einem anderem
mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff stehenden Zahnrad verbunden ist.
10. Verstellvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein mechanischer Anschlag durch einen Randabschnitt einer Ausnehmung (25) oder eines
Durchbruchs (19) in einem der Getriebebauteile gebildet ist, in den das andere Getriebebauteil
ragt oder durch den hindurch das andere Getriebebauteil verläuft.
11. Verstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. ein erstes der mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff stehenden Zahnräder drehfest
mit einem Getriebeabtrieb (5) verbunden ist und ein zweites der mit dem Flexspline
(12) in Zahneingriff stehenden Zahnräder drehfest mit einem zweiten Getriebeantrieb
(4) verbunden ist, wobei wenigstens ein erstes Verbindungsteil (18), das das erste
Zahnrad mit dem Getriebeabtrieb (5) verbindet, durch wenigstens einen Durchbruch (19)
in einem zweiten Verbindungsteil (18), das das zweite Zahnrad mit dem zweiten Getriebeantrieb
(4) verbindet, verläuft, oder dass wenigstens ein zweites Verbindungsteil (18), das
das zweite Zahnrad mit dem zweiten Getriebeantrieb (4) verbindet, durch wenigstens
einen Durchbruch (19) in einem ersten Verbindungsteil (18), das das erste Zahnrad
mit dem zweiten Getriebeabtrieb (5) verbindet, verläuft, oder dass
b. ein erstes der mit dem Flexspline (12) in Zahneingriff stehenden Zahnräder drehfest
mit einem Getriebeabtrieb (5) verbunden ist und ein zweites der mit dem Flexspline
(12) in Zahneingriff stehenden Zahnräder drehfest mit einem zweiten Getriebeantrieb
(4) verbunden ist, wobei wenigstens ein erstes Verbindungsteil (18), das das erste
Zahnrad mit dem Getriebeabtrieb (5) verbindet, durch wenigstens einen Durchbruch (19)
in einem zweiten Verbindungsteil (18), das das zweite Zahnrad mit dem zweiten Getriebeantrieb
(4) verbindet, verläuft, oder dass wenigstens ein zweites Verbindungsteil (18), das
das zweite Zahnrad mit dem zweiten Getriebeantrieb (4) verbindet, durch wenigstens
einen Durchbruch (19) in einem ersten Verbindungsteil (18), das das erste Zahnrad
mit dem zweiten Getriebeabtrieb (5) verbindet, verläuft, wobei der Durchbruch (19)
so groß ist, dass eine Relativdrehung der Getriebebauteile, insbesondere der mit dem
Flexspline (12) in Zahneingriff stehenden Zahnräder, in einem begrenzten Bereich möglich
ist.
12. Verstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. der erste Getriebeantrieb (3) auf der dem Getriebeabtrieb (5) abgewandten Seite
des Getriebes angeordnet ist, und/oder dass
b. ein Verstellmotorabtrieb des Verstellmotors (1) über eine Ausgleichsvorrichtung,
insbesondere eine Oldham-Kupplung, an den ersten Getriebeantrieb (3) angekoppelt ist,
die einen Achsversatz und/oder einen Winkelfehler zwischen dem Verstellmotorabtrieb
und dem ersten Getriebeantrieb (3) ausgleicht.
13. Verstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Verstellvorrichtung als Nockenwellenversteller ausgebildet ist, oder dass
b. die Verstellvorrichtung als Nockenwellenversteller ausgebildet ist, wobei der zweite
Getriebeantrieb (4) dazu ausgebildet und bestimmt ist, insbesondere über einen Riementrieb
oder einen Kettentrieb, an eine Kurbelwelle eines Verbrennungsmotors angekoppelt zu
werden und dass der Getriebeabtrieb (5) dazu ausgebildet und bestimmt ist, drehfest
mit einer Nockenwelle, insbesondre einer Einlassnockenwelle oder einer Auslassnockenwelle,
verkoppelt zu werden.
14. Verstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung als Vorrichtung zum Einstellen des Expansionshubes oder des
Verdichtungsverhältnisses eines Verbrennungsmotors ausgebildet ist.
15. Verbrennungsmotor, der eine Verstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14
aufweist.