| (19) |
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(11) |
EP 3 586 568 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.12.2020 Patentblatt 2020/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.04.2019 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2019/060168 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2019/202111 (24.10.2019 Gazette 2019/43) |
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| (54) |
SCHWEBESCHMELZVERFAHREN
LEVITATION MELTING
FUSION EN LÉVITATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
20.04.2018 DE 102018109592
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.01.2020 Patentblatt 2020/01 |
| (73) |
Patentinhaber: ALD Vacuum Technologies GmbH |
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63457 Hanau (DE) |
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Erfinder: |
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- SPITANS, Sergejs
60598 Frankfurt am Main (DE)
- FRANZ, Henrik
63579 Freigericht-Horbach (DE)
- SEHRING, Björn
63856 Bessenbach (DE)
- HOLZ, Markus
63486 Bruchköbel (DE)
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| (74) |
Vertreter: Fuchs Patentanwälte Partnerschaft mbB |
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Westhafenplatz 1 60327 Frankfurt am Main 60327 Frankfurt am Main (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 747 648 WO-A2-2009/064731
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EP-A1- 0 935 006 US-A- 2 686 864
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Diese Erfindung betrifft ein Schwebeschmelzverfahren zur Herstellung von Gusskörpern
mit einem Ausgangsmaterial für mehrere Chargen. Bei dem Verfahren wird ein Ausgangsmaterial
eingesetzt, das mehrere durch Bereiche mit verringertem Querschnitt abgeteilte einzelne
Chargen aufweist. Durch die Chargenzufuhr über einen einzelnen Ingot kann neben einer
günstigeren Herstellung der Chargenmaterialien auch ein effizienteres Aufschmelzen
der Chargen erreicht werden. Während des Schmelzvorgangs kommt die Schmelze nicht
mit dem Material eines Tiegels in Berührung, so dass Verunreinigungen durch das Tiegelmaterial
oder durch Reaktion der Schmelze mit Tiegelmaterial vermieden werden.
[0002] Die Vermeidung solcher Verunreinigungen ist gerade bei Metallen und Legierungen mit
hohen Schmelzpunkten von Bedeutung. Solche Metalle sind beispielsweise Titan, Zirkonium,
Vanadium, Tantal, Wolfram, Hafnium, Niob, Rhenium und Molybdän. Doch auch bei anderen
Metallen und Legierungen wie Nickel, Eisen und Aluminium ist dies von Bedeutung.
Stand der Technik
[0003] Schwebeschmelzverfahren sind aus dem Stand der Technik bekannt. So offenbart bereits
DE 422 004 A ein Schmelzverfahren, bei dem das leitfähige Schmelzgut durch induktive Ströme erhitzt
und gleichzeitig durch elektrodynamische Wirkung frei schwebend erhalten wird. Dort
wird auch ein Gießverfahren beschrieben, bei dem das geschmolzene Gut vermittelt durch
einen Magneten in eine Form gedrückt wird (elektrodynamischer Pressguss). Das Verfahren
kann im Vakuum durchgeführt werden.
[0004] US 2,686,864 A beschreibt ebenfalls ein Verfahren, bei dem ein leitfähiges Schmelzgut z. B. in einem
Vakuum unter dem Einfluss von einer oder mehreren Spulen ohne die Verwendung eines
Tiegels in einen Schwebezustand versetzt wird. In einer Ausführungsform werden zwei
koaxiale Spulen verwendet, um das Material in der Schwebe zu stabilisieren. Nach erfolgter
Schmelze wird das Material in eine Form fallen gelassen bzw. abgegossen. Mit dem dort
beschriebenen Verfahren ließ sich eine 60 g schwere Aluminiumportion in der Schwebe
halten. Die Entnahme des geschmolzenen Metalls erfolgt durch Reduktion der Feldstärke,
so dass die Schmelze nach unten durch die konisch zulaufende Spule entweicht. Wird
die Feldstärke sehr schnell reduziert, fällt das Metall in geschmolzenem Zustand aus
der Vorrichtung. Es wurde bereits erkannt, dass der "weak spot" solcher Spulenanordnungen
in der Mitte der Spulen liegt, so dass die Menge an Material, die so geschmolzen werden
kann, begrenzt ist.
[0005] Auch
US 4,578,552 A offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Schwebeschmelzen. Es wird dieselbe
Spule sowohl zum Heizen als auch zum Halten der Schmelze verwendet, dabei wird die
Frequenz des angelegten Wechselstroms zur Regelung der Heizleistung variiert, während
die Stromstärke konstant gehalten wird.
[0006] Die besonderen Vorteile des Schwebeschmelzens bestehen darin, dass eine Verunreinigung
der Schmelze durch ein Tiegelmaterial oder andere Materialien, die bei anderen Verfahren
in Kontakt mit der Schmelze stehen, vermieden wird. Die schwebende Schmelze steht
nur in Kontakt zu der sie umgebenden Atmosphäre, bei der es sich z. B. um Vakuum oder
Schutzgas handeln kann. Dadurch, dass eine chemische Reaktion mit einem Tiegelmaterial
nicht zu befürchten ist, kann die Schmelze auf sehr hohe Temperaturen erhitzt werden.
Darüber hinaus wird, insbesondere im Vergleich zur Schmelze im Kalttiegel, der Ausschuss
an kontaminiertem Material verringert. Dennoch hat sich das Schwebeschmelzen in der
Praxis nicht durchgesetzt. Der Grund dafür ist, dass beim Schwebeschmelzverfahren
nur eine verhältnismäßig kleine Menge an geschmolzenem Material in der Schwebe gehalten
werden kann (vgl.
DE 696 17 103 T2, Seite 2, Absatz 1).
[0007] Die Chargen an Ausgangsmaterial werden bei allen Schwebeschmelzverfahren in Form
von einzelnen Ingots in den Induktionsspulenbereich eingebracht. Dies geschieht üblicherweise
mittels eines Greifers, der die Ingots an einer Zufuhrposition aufnimmt, in den Induktionsspulenbereich
bewegt und nach Einschalten des Magnetfeldes dann loslässt. Hierbei treten oftmals
Probleme mit der Stabilität der Ingots im Magnetfeld und einem Verspritzen beim Aufschmelzen
auf. Die Herstellung dieser relativ kleinen Ingots ist vergleichsweise aufwändig und
teuer.
[0008] Ein weiterer Nachteil hinsichtlich der maximal erzielbaren Effizienz bei der Ausnutzung
der induzierten Wirbelströme zum Aufheizen der Ingots ist prinzipbedingt. Die Lorentz
Kraft der Spulenfelds muss die Gewichtskraft der Charge kompensieren, um diese in
der Schwebe halten zu können. Sie drückt die Charge dabei nach oben aus dem Spulenfeld.
Dadurch sinkt die Charge nicht so tief in das Magnetfeld ein, wie es für eine optimale
Ausnutzung des Magnetfelds für das Aufheizen der Charge notwendig wäre. Sie schwebt
vielmehr oberhalb dieses optimalen Niveaus.
[0009] Schließlich ist der Zeitaufwand bei der Zufuhr einzelner Ingots ein limitierender
Faktor den bei erzielbaren Zykluszeiten.
[0010] Die Nachteile der aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren lassen sich wie folgt
zusammenfassen. Vollschwebeschmelzverfahren lassen sich nur mit kleinen Materialmengen
durchführen, so dass eine industrielle Anwendung bisher noch nicht erfolgt ist. Ferner
gestaltet sich das Abgießen in Gussformen schwierig. Durch das Levitationsprinzip
ist das für die Erwärmung der Charge nutzbare Magnetfeld bzw. dessen Effizienz bei
der Erzeugung von Wirbelströmen limitiert. Probleme mit der Stabilität der Ingots
im Magnetfeld und einem Verspritzen beim Aufschmelzen können auftreten. Die Herstellung
der Ingots ist vergleichsweise aufwändig und teuer.
Aufgabe
[0011] Es ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren bereit zu stellen,
das einen wirtschaftlichen Einsatz des Schwebeschmelzens ermöglicht. Insbesondere
sollte das Verfahren durch eine verbesserte Effektivität des Aufschmelzvorgangs einen
hohen Durchsatz ermöglichen und den Einsatz kostengünstiger Ingots für die Chargen
erlauben.
Beschreibung der Erfindung
[0012] Die Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Verfahren gelöst. Ferner löst die Aufgabe
auch die Verwendung eines erfindungsgemäßen Ausgangsmaterials in einem Schwebeschmelzverfahren.
Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zur Herstellung von Gusskörpern aus einem elektrisch
leitfähigen Material, umfassend die folgenden Schritte:
- Einbringen der untersten Charge eines Ausgangsmaterials für mehrere Chargen in den
Einflussbereich wenigstens eines elektromagnetischen Wechselfelds (Schmelzbereich),
wobei das Ausgangsmaterial aus einem elektrisch leitfähigen Material mehrere vorseparierte,
durch Bereiche mit verringertem Querschnitt getrennte Chargen aufweist und die Bereiche
so ausgeführt sind, dass eine Abtrennung der vorseparierten Chargen erst beim Aufschmelzen
in einem elektromagnetischen Wechselfeld erfolgt,
- Schmelzen der Charge,
- Anheben des verbliebenen ungeschmolzenen Ausgangsmaterials von der in einem Schwebezustand
befindlichen geschmolzenen Charge,
- Überhitzen der schwebenden Charge,
- Positionieren einer Gussform in einem Füllbereich unterhalb der schwebenden Charge,
- Abguss der gesamten Charge in die Gussform,
- Entnahme des erstarrten Gusskörpers aus der Gussform.
[0013] Das Volumen der geschmolzenen Charge ist dabei vorzugsweise ausreichend, um die Gussform
in einem für die Herstellung eines Gusskörpers ausreichenden Maße zu füllen ("Füllvolumen").
Nach dem Befüllen der Gussform wird diese abkühlen gelassen oder mit Kühlmittel abgekühlt,
so dass das Material in der Form erstarrt. Danach kann der Gusskörper aus der Form
entnommen werden. Der Abguss kann in einem Fallenlassen der Charge bestehen, insbesondere
durch Abschaltung des elektromagnetischen Wechselfeldes; oder der Abguss kann durch
ein elektromagnetisches Wechselfeld verlangsamt werden, z. B. durch die Verwendung
einer Spule.
[0014] Unter einem "leitfähigen Material" wird erfindungsgemäß ein Material verstanden,
das eine geeignete Leitfähigkeit aufweist, um das Material induktiv zu erhitzen und
in der Schwebe zu halten.
[0015] Unter einem "Schwebezustand" wird erfindungsgemäß ein Zustand des vollständigen Schwebens
verstanden, so dass die behandelte Charge keinerlei Kontakt zu einem Tiegel oder einer
Plattform oder dergleichen hat.
[0016] Unter einem "zylindrischen" Ingot ist im Rahmen dieser Anmeldung ein Ingot in Form
der mathematischen Definition eines allgemeinen Zylinders, insbesondere eines allgemeinen
geraden Zylinders, zu verstehen, wobei die Definition explizit die Sonderformen des
Prismas, insbesondere des geraden Prismas, und des Quaders einschließt. Vorzugsweise
handelt es sich um einen geraden Kreiszylinder oder ein gerades Prisma mit sechs-
bis vierundzwanzigeckigen Grundflächen.
[0017] Unter der "untersten" Charge ist erfindungsgemäß die Charge an einem erfindungsgemäßen
Ausgangsmaterial zu verstehen, die an dem Ende des Ausgangsmaterials angeordnet ist,
das distal zu dem Ende ist, mit dem das Ausgangsmaterial gehalten und bewegt wird.
[0018] Die Zufuhr der Chargen über ein Ausgangsmaterial, das mehrere Chargen vereinigt,
anstelle der einzelnen Chargen bietet mehrere Vorteile. Durch die Aufreihung der Chargen
in der Art eines im Wesentlichen stabförmigen Gebildes kann man diese zunächst einmal
tiefer in das Magnetfeld der Spulen einführen. Im Gegensatz zu einer einzelnen Charge
braucht das Ausgangsmaterial nicht zu schweben, sondern wird mechanisch in Position
gehalten. Das restliche Ausgangsmaterial kann die aufzuschmelzende unterste Charge
in das Magnetfeld drücken. Dadurch wird die Effizienz des Aufschmelzens der Charge
erhöht. Erst wenn die Charge zu schmelzen beginnt, gehen die geschmolzenen Anteile
in den Schwebezustand über. Die Haltekraft des restlichen Ausgangsmaterials sorgt
ferner dafür, dass die Charge im Magnetfeld stabilisiert wird. Wenn die Charge aufgeschmolzen
ist, wird das restliche Ausgangsmaterial nach oben gezogen und die frei schwebende
Schmelze überhitzt.
[0019] Höchst bevorzugt wird die Charge so weit in das elektromagnetische Wechselfeld eingeführt,
dass der induzierte Wirbelstrom maximal ist. Auf diese Weise kann die Charge optimal
erwärmt werden, was zu einer Beschleunigung des gesamten Gießvorgangs führt.
[0020] In einer höchst bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht
das Ausgangsmaterial für mehrere Chargen aus einem zylindrischen Stab, der entlang
seiner Längsachse über Bereiche verfügt, die einen verringerten Querschnitt aufweisen,
wobei die einzelnen Bereiche mit dem nicht verringerten Querschnitt jeweils der Materialmenge
einer Charge entsprechen. Prinzipiell wird der erfindungsgemäße Effekt der Stabilisierung
und der verbesserten Ausnutzung des erzeugten Magnetfeldes bei jeder beliebigen Form
der Chargen erzielt. Stäbe in Form eines Kreiszylinders oder eines Prismas mit annähernd
kreisförmiger Basisfläche lassen sich jedoch besonders einfach und kostengünstig herstellen,
beispielsweise im Strangguss. Es müssen dann lediglich noch durch Drehen, Sägen oder
Trennschleifen die die Chargen abtrennenden Bereiche in den Rohstab eingebracht werden.
[0021] Bei keiner Gestaltungsform des erfindungsgemäßen Ausgangsmaterials ist es notwendig,
dass die Chargen gleich groß sind. In der Regel werden für eine Serienproduktion gleichartiger
Teile zwar gleich große Chargen benötigt. Es ist jedoch auch denkbar, Formen mit mehreren
Kavitäten im Einsatz zu haben, die unterschiedliche Füllmengen benötigen. Hierauf
angepasste Ausgangsmaterialien mit unterschiedlichen Chargen werden daher von der
vorliegenden Erfindung umfasst.
[0022] Die Bereiche mit verringertem Querschnitt, die die einzelnen Chargen abteilen, sorgen
einerseits für eine geringere Wärmeleitung und andererseits für eine Beschränkung
der induzierten Wirbelströme auf die aufzuschmelzende Charge im Magnetfeld.
[0023] Vorzugsweise ist daher bei dem Ausgangsmaterial für mehrere Chargen der Querschnitt
zwischen den Chargen so weit verringert und/oder die Bereiche mit verringertem Querschnitt
sind so lang, dass eine so weitgehende Eingrenzung des in einem elektromagnetischen
Wechselfeld in einer Charge induzierten Wirbelstroms erfolgt, dass die benachbarte
Charge nicht mit aufgeschmolzen wird. Bei der Auslegung der die Chargen verbindenden
Bereiche ist dies entsprechend zu berücksichtigen, um ein optimales Verhältnis aus
platzsparender Anordnung und der Gefahr des Abschmelzens der benachbarten Charge zu
erzielen.
[0024] Ebenso ist entsprechend vorzugsweise bei dem Ausgangsmaterial für mehrere Chargen
die Wärmeleitung der Bereiche mit dem verringerten Querschnitt so niedrig, dass beim
Aufschmelzen einer Charge die benachbarte Charge nicht mit aufgeschmolzen wird.
[0025] Für das erfindungsgemäße Verfahren ist es höchst bevorzugt, wenn sind bei dem Ausgangsmaterial
für mehrere Chargen die Bereiche mit dem verringerten Querschnitt mindestens so dimensioniert,
dass sie eine mechanische Tragkraft aufweisen, die für das Gewicht des jeweils zu
tragenden Ausgangsmaterials ausreichend ist. Da die Ausgangsmaterialien in hängender
Anordnung verwendet werden, ist es vorteilhaft, wenn die die Chargen verbindenden
Bereiche, die wegen des verringerten Querschnitts die geringste mechanische Festigkeit
aufweisen, in der Lage sind, jeweils den gesamten Bereich unterhalb von ihnen zu tragen.
Hierdurch kann vermieden werden, dass ein Zufuhrmechanismus eingesetzt werden muss,
der für eine Stabilisierung des Ausgangsmaterials sorgt. Werden jeweils die minimal
möglichen Querschnitte eingesetzt, so nehmen diese von oben nach unten ab. Es ist
nicht erforderlich, alle Querschnitte gleich zu gestalten, mithin sich an der Verbindung
der obersten Charge zu orientieren.
[0026] Das erfindungsgemäß eingesetzte elektrisch leitfähige Material weist in einer bevorzugten
Ausführungsform wenigstens ein hochschmelzendes Metall aus der folgenden Gruppe auf:
Titan, Zirkonium, Vanadium, Tantal, Wolfram, Hafnium, Niob, Rhenium, Molybdän. Alternativ
kann auch ein weniger hoch schmelzendes Metall wie Nickel, Eisen oder Aluminium eingesetzt
werden. Als leitfähiges Material kann auch eine Mischung bzw. Legierung mit einem
oder mehreren der vorgenannten Metalle eingesetzt werden. Vorzugsweise hat das Metall
einen Anteil von wenigstens 50 Gew.-%, insbesondere wenigstens 60 Gew.-% oder wenigstens
70 Gew.-%, an dem leitfähigen Material. Es hat sich gezeigt, dass diese Metalle besonders
von den Vorteilen der vorliegenden Erfindung profitieren. In einer besonders bevorzugten
Ausführungsform ist das leitfähige Material Titan oder eine Titanlegierung, insbesondere
TiAl oder TiAIV. Diese Metalle bzw. Legierungen können besonders vorteilhaft verarbeitet
werden, da sie eine ausgeprägte Abhängigkeit der Viskosität von der Temperatur aufweisen
und darüber hinaus besonders reaktiv, insbesondere im Hinblick auf die Materialien
der Gussform, sind. Da das erfindungsgemäße Verfahren ein kontaktloses Schmelzen in
der Schwebe mit einem extrem schnellen Befüllen der Gussform kombiniert, kann gerade
für solche Metalle ein besonderer Vorteil realisiert werden. Mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren lassen sich Gusskörper herstellen, die eine besonders dünne oder sogar keinerlei
Oxidschicht aus der Reaktion der Schmelze mit dem Material der Gussform aufweisen.
Und gerade bei den hochschmelzenden Metallen macht sich die erzielte verbesserte Ausnutzung
des induzierten Wirbelstroms und damit verbundene schnellere Erhitzung bei den Zykluszeiten
erheblich bemerkbar.
[0027] Eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens setzt das elektrisch leitfähige
Material in Pulverform ein. Sollen die Chargen beispielsweise in Kugelform gestaltet
werden, so müsste beim Drehen aus einem Vollmetallstab sehr viel Material abgetragen
werden. Ein Aufbau aus einzelnen Kugeln, die mit Stäben verschraubt werden, würde
erhebliche Mehrarbeit verursachen bei Herstellung und Zusammenbau. Weicht man auf
Pulver aus, kann man die Form jedoch einfacher herstellen. Höchst bevorzugt erfolgt
dies durch Verpressen mit einem Bindemittel und/oder Sintern. Denkbare Bindemittel
sind beispielsweise Paraffine, Wachse oder Polymere, die jeweils eine niedrige Arbeitstemperatur
erlauben.
[0028] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird das leitfähige Material
beim Schmelzen auf eine Temperatur überhitzt, die wenigstens 10 °C, wenigstens 20
°C oder wenigstens 30 °C über dem Schmelzpunkt des Materials liegt. Durch die Überhitzung
wird vermieden, dass das Material beim Kontakt mit der Gussform, deren Temperatur
unterhalb der Schmelztemperatur liegt, augenblicklich erstarrt. Es wird erreicht,
dass sich die Charge in der Gussform verteilen kann, bevor die Viskosität des Materials
zu hoch wird. Es ist ein Vorteil des Schwebeschmelzens, dass kein Tiegel verwendet
werden muss, der im Kontakt mit der Schmelze ist. So wird der hohe Materialverlust
des Kalttiegelverfahrens genauso vermieden wie eine Kontamination der Schmelze durch
Tiegelbestandteile. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Schmelze verhältnismäßig hoch
erhitzt werden kann, da ein Betrieb im Vakuum oder unter Schutzgas möglich ist und
kein Kontakt zu reaktionsfähigen Materialien stattfindet. Dennoch können die meisten
Materialien nicht beliebig überhitzt werden, da andernfalls eine heftige Reaktion
mit der Gussform zu befürchten ist. Daher ist die Überhitzung vorzugsweise auf höchstens
300 °C, insbesondere höchstens 200 °C und besonders bevorzugt höchstens 100 °C über
den Schmelzpunkt des leitfähigen Materials begrenzt.
[0029] In einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird zur Konzentration des
Magnetfeldes und Stabilisierung der Charge wenigstens ein ferromagnetisches Element
horizontal um den Bereich angeordnet, in dem die Charge geschmolzen wird. Das ferromagnetische
Element kann ringförmig um den Schmelzbereich angeordnet sein, wobei unter "ringförmig"
nicht nur kreisrunde Elemente, sondern auch eckige, insbesondere vier- oder mehreckige
Ringelemente verstanden werden. Das Element kann mehrere Stababschnitte aufweisen,
die insbesondere horizontal in Richtung des Schmelzbereiches ragen. Das ferromagnetische
Element besteht aus einem ferromagnetischen Material, vorzugsweise mit einer Amplitudenpermeabilität
µa > 10, mehr bevorzugt
µa > 50 und besonders bevorzugt
µa > 100. Die Amplitudenpermeabilität bezieht sich insbesondere auf die Permeabilität
in einem Temperaturbereich zwischen 25 °C und 100 °C und bei einer magnetischen Flussdichte
zwischen 0 und 400 mT. Die Amplitudenpermeabilität beträgt insbesondere wenigstens
ein Hundertstel, insbesondere wenigstens 10 Hundertstel oder 25 Hundertstel der Amplitudenpermeabilität
von weichmagnetischem Ferrit (z.B. 3C92). Dem Fachmann sind geeignete Materialien
bekannt.
[0030] Erfindungsgemäß ist ferner auch die Verwendung eines elektrisch leitfähigen Materials
als Ausgangsmaterial für ein Schwebeschmelzverfahren, bei dem das Ausgangsmaterial
mehrere vorseparierte, durch Bereiche mit verringertem Querschnitt getrennte Chargen
aufweist, wobei eine Abtrennung der vorseparierten Chargen erst beim Aufschmelzen
in einem elektromagnetischen Wechselfeld erfolgt.
Kurzbeschreibunq der Figuren
[0031]
Figur 1 ist eine Seitenansicht von drei Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Ausgangsmaterials.
Figur 2 ist eine Seitenansicht des Aufbaus eines Schmelzbereiches mit ferromagnetischem Element,
Spulen und dem unteren Teilabschnitt eines Ausgangsmaterials für mehrere Chargen.
Figurenbeschreibung
[0032] Die Figuren zeigen bevorzugte Ausführungsformen. Sie dienen allein der Veranschaulichung.
[0033] Figur 1 zeigt eine Seitenansicht von drei Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen
Ausgangsmaterials aus elektrisch leitfähigem Material. Bei allen dreien handelt es
sich um senkrechte kreiszylindrische Formen. Am oberen Ende ist ein Bereich angeordnet,
der zur Befestigung in einer Zuführeinrichtung geeignet ist. Je nach Befestigungsart
kann dieser Bereich glatt gestaltet sein wie in der Abbildung oder mit Löchern oder
einer dreidimensionalen Oberflächenstruktur versehen sein, insbesondere einer endständigen
Umfangsverbreiterung, die ein Erfassen mit einem Haken oder Greifer ermöglicht.
[0034] Das linke Ausgangsmaterial weist sechs, das mittlere fünf und das rechte acht Chargen
(1) auf. Bei dem linken Ausgangsmaterial werden die einzelnen Chargen (1) durch Einkerbungen
in Dreiecksform separiert. Diese Einkerbungen lassen sich beispielsweise ohne Materialverlust
über eine Stanze erzeugen. Bei dem mittleren Ausgangsmaterial werden die einzelnen
Chargen (1) durch breitere Bereiche mit verringertem Querschnitt beabstandet. Eine
solche Ausführungsform lässt sich auf einfache und kostengünstige Weise durch Abdrehen
aus einem zylindrischen Stab herstellen. Das rechte Ausgangsmaterial weist demgegenüber
zur Abteilung der einzelnen Chargen (1) schmale umlaufende Einschnitte auf. Prinzipiell
ist der Aufbau damit wie bei dem mittleren Ausgangsmaterial, die Distanzen sind nur
verringert und der Querschnitt der im Querschnitt verringerten Bereiche ist noch weiter
verringert. Durch den weiter verringerten Querschnitt kann eine bessere Beschränkung
der induzierten Wirbelströme und geringere Wärmeleitung erreicht werden, um die kürzere
Distanz zu kompensieren.
[0035] Figur 2 zeigt den Abschnitt der untersten drei Chargen (1) des mittleren Ausgangsmaterials
aus Figur 1. Die unterste Charge (1) befindet sich im Einflussbereich von elektromagnetischen
Wechselfeldern (Schmelzbereich), die mit Hilfe der Spulen (2) erzeugt werden. Unterhalb
der Charge (1) befindet sich eine leere Gussform, die von einem Halter im Füllbereich
gehalten wird (nicht dargestellt). Um den Einflussbereich der Spulen (2) ist ein ferromagnetisches
Element (3) angeordnet. Die Charge (1) wird in dem erfindungsgemäßen Verfahren geschmolzen
und in Schwebe gebracht. Nach dem Schmelzen der Charge (1) wird das restliche Ausgangsmaterial
nach oben gezogen und die Schmelze überhitzt. Danach wird die Schmelze in die Gussform
abgegossen und der erstarrte Gusskörper schließlich aus der Gussform entnommen.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Charge
- 2
- Spule
- 3
- ferromagnetisches Element
1. Verfahren zur Herstellung von Gusskörpern aus einem elektrisch leitfähigen Material
im Schwebeschmelzverfahren, umfassend die folgenden Schritte:
- Einbringen der untersten Charge (1) eines Ausgangsmaterials für mehrere Chargen
(1) in den Einflussbereich wenigstens eines elektromagnetischen Wechselfelds, wobei
das Ausgangsmaterial aus einem elektrisch leitfähigen Material mehrere vorseparierte,
durch Bereiche mit verringertem Querschnitt getrennte Chargen (1) aufweist und die
Bereiche so ausgeführt sind, dass eine Abtrennung der vorseparierten Chargen (1) erst
beim Aufschmelzen in einem elektromagnetischen Wechselfeld erfolgt,
- Schmelzen der Charge (1),
- Anheben des verbliebenen ungeschmolzenen Ausgangsmaterials von der in einem Schwebezustand
befindlichen geschmolzenen Charge (1),
- Überhitzen der schwebenden Charge (1),
- Positionieren einer Gussform in einem Füllbereich unterhalb der schwebenden Charge
(1),
- Abguss der gesamten Charge (1) in die Gussform,
- Entnahme des erstarrten Gusskörpers aus der Gussform.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Charge (1) so weit in das elektromagnetische Wechselfeld eingeführt wird, dass
der induzierte Wirbelstrom maximal ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangsmaterial für mehrere Chargen (1) aus einem zylindrischen Stab besteht,
der entlang seiner Längsachse über Bereiche verfügt, die einen verringerten Querschnitt
aufweisen, wobei die einzelnen Bereiche mit dem nicht verringerten Querschnitt jeweils
der Materialmenge einer Charge (1) entsprechen.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Ausgangsmaterial für mehrere Chargen (1) der Querschnitt zwischen den Chargen
(1) so weit verringert ist und/oder die Bereiche mit verringertem Querschnitt so lang
sind, dass eine so weitgehende Eingrenzung des in einem elektromagnetischen Wechselfeld
in einer Charge (1) induzierten Wirbelstroms erfolgt, dass die benachbarte Charge
(1) nicht mit aufgeschmolzen wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Ausgangsmaterial für mehrere Chargen (1) die Bereiche mit dem verringerten
Querschnitt mindestens so dimensioniert sind, dass sie eine mechanische Tragkraft
aufweisen, die für das Gewicht des jeweils zu tragenden Ausgangsmaterials ausreichend
ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Ausgangsmaterial für mehrere Chargen (1) die Wärmeleitung der Bereiche mit
dem verringerten Querschnitt so niedrig ist, dass beim Aufschmelzen einer Charge (1)
die benachbarte Charge (1) nicht mit aufgeschmolzen wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrisch leitfähige Material wenigstens ein Metall aus der folgenden Gruppe
enthält: Titan, Zirkonium, Vanadium, Tantal, Wolfram, Hafnium, Niob, Rhenium, Molybdän,
Nickel, Eisen, Aluminium.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall einen Anteil von wenigstens 50 Gew.-%, insbesondere wenigstens 60 Gew.-%
oder wenigstens 70 Gew.-%, an dem leitfähigen Material hat.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrisch leitfähige Material Titan oder eine Titanlegierung, insbesondere TiAl
oder TiAIV, ist.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrisch leitfähige Material in Pulverform eingesetzt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangsmaterial für mehrere Chargen (1) aus dem elektrisch leitfähigen Material
durch Verpressen mit einem Bindemittel und/oder Sintern hergestellt wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das leitfähige Material beim Schmelzen auf eine Temperatur überhitzt wird, die wenigstens
10 °C, wenigstens 20 °C oder wenigstens 30 °C über dem Schmelzpunkt des Materials
liegt.
13. Verwendung eines elektrisch leitfähigen Materials als Ausgangsmaterial für ein Schwebeschmelzverfahren,
dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangsmaterial mehrere vorseparierte, durch Bereiche mit verringertem Querschnitt
getrennte Chargen (1) aufweist, wobei eine Abtrennung der vorseparierten Chargen (1)
erst beim Aufschmelzen in einem elektromagnetischen Wechselfeld erfolgt.
1. Method for the production of casting bodies from an electrically conductive material
by levitation melting, comprising the following steps:
- introducing of the lowest batch (1) of a starting material for several batches (1)
into the sphere of influence of at least one electromagnetic alternating field, wherein
the starting material is of an electrically conductive material having several pre-separated
batches (1) separated by regions of reduced cross-section and the regions are designed
in such a way that separation of the pre-separated batches (1) takes place only during
melting in an electromagnetic alternating field,
- melting the batch (1),
- lifting the remaining unmelted starting material from the molten batch (1) in a
levitating state,
- overheating the levitating batch (1),
- positioning a mould in a filling area below the levitating batch (1),
- casting the entire batch (1) into the mould,
- removal of the solidified casting body from the mould.
2. Method according to claim 1, characterized in that the batch (1) is introduced into the alternating electromagnetic field so far that
the induced eddy current is at its maximum.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the starting material for several batches (1) consists of a cylindrical rod, that
has along its longitudinal axis regions having a reduced cross-section, wherein the
individual regions having the non-reduced cross-section each correspond to the amount
of material of a batch (1).
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that in the starting material for several batches (1), the cross-section between the batches
(1) is reduced to such an extent and/or the regions with reduced cross-section are
so long that the eddy current induced in an electromagnetic alternating field in a
batch (1) is delimited to such an extent that the adjacent batch (1) is not melted
with it.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that in the starting material for several batches (1), the regions having a reduced cross-section
are dimensioned at least in such a way that they have a mechanical load-bearing capacity,
which is sufficient for the respective weight of the starting material to be carried.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that in the starting material for several batches (1), the heat conduction of the regions
having a reduced cross-section is so low that, when a batch (1) is melted, the adjacent
batch (1) is not melted with it.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the electrically conductive material contains at least one metal from the following
group: titanium, zirconium, vanadium, tantalum, tungsten, hafnium, niobium, rhenium,
molybdenum, nickel, iron, aluminium.
8. Method according to claim 7, characterized in that the metal has a proportion of at least 50% by weight, in particular at least 60%
by weight or at least 70% by weight, of the conductive material.
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the electrically conductive material is titanium or a titanium alloy, in particular
TiAl or TiAIV.
10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the electrically conductive material is used in powder form.
11. Method according to claim 10, characterized in that the starting material for several batches (1) is produced from the electrically conductive
material by pressing with a binding agent and/or sintering.
12. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the conductive material is superheated during melting to a temperature, which is
at least 10 °C, at least 20 °C or at least 30 °C above the melting point of the material.
13. Use of an electrically conductive material as starting material for a levitation melting
method, characterized in that the starting material has several pre-separated batches (1) separated by regions
with a reduced cross-section, wherein a separation of the pre-separated batches (1)
takes place only during melting in an electromagnetic alternating field.
1. Procédé de fabrication de corps moulés à partir d'un matériau électriquement conducteur
dans le procédé de fusion en lévitation, comprenant les étapes consistant à :
- introduire la charge la plus inférieure (1) d'un matériau de base pour plusieurs
charges (1) dans la zone d'influence d'au moins un champ alternatif électromagnétique,
dans lequel le matériau de base, en un matériau électriquement conducteur, présente
plusieurs charges (1) pré-séparées, distinguées via des zones à section transversale
réduite, et les zones sont conçues de sorte qu'une séparation des charges pré-séparées
(1) ne survient que par fusion dans un champ alternatif électromagnétique,
- faire fondre la charge (1),
- soulever le matériau de base non fondu restant à partir de la charge fondue (1)
se trouvant dans un état en suspension,
- surchauffer la charge en suspension (1),
- positionner un moule dans une zone de remplissage en dessous de la charge en suspension
(1),
- couler l'ensemble de la charge (1) dans le moule,
- retirer le corps coulé solidifié à partir du moule.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la charge (1) est introduite tellement loin dans le champ alternatif électromagnétique
que le courant de Foucault induit est au maximum.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le matériau de base pour plusieurs charges (1) est constitué d'une tige cylindrique,
qui comporte le long de son axe longitudinal des zones qui présentent une section
transversale réduite, dans lequel les zones individuelles à section transversale non
réduite correspondent chacune à la quantité de matériau d'une charge (1).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que concernant le matériau de base pour plusieurs charges (1), la section transversale
entre les charges (1) est réduite à un tel point et/ou les zones à section transversale
réduite sont si longues qu'un courant de Foucault induit dans un champ alternatif
électromagnétique dans une charge (1) est limité, de sorte que la charge voisine (1)
ne soit pas fondue en même temps.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que concernant le matériau de base pour plusieurs charges (1), les zones à section transversale
réduite sont au moins dimensionnées pour qu'elles présentent une capacité de charge
mécanique suffisante pour le poids du matériau de base respectif à transporter.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que concernant le matériau de base pour plusieurs charges (1), la conduction thermique
des zones à section transversale réduite est si faible que lorsqu'une charge (1) est
fondue, la charge adjacente (1) n'est pas fondue avec celle-ci.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau électriquement conducteur contient au moins un métal du groupe suivant
: titane, zirconium, vanadium, tantale, tungstène, hafnium, niobium, rhénium, molybdène,
nickel, fer, aluminium.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la proportion du métal est d'au moins 50 % en poids, en particulier d'au moins 60
% en poids ou d'au moins 70 % en poids, du matériau conducteur.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau électriquement conducteur est du titane ou un alliage de titane, en particulier
TiAI ou TiAIV.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau électriquement conducteur est utilisé sous forme de poudre.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le matériau de base pour plusieurs charges (1) est réalisé à partir du matériau électriquement
conducteur par pressage avec un liant et/ou frittage.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau conducteur est surchauffé lors de la fusion à une température qui est
au moins 10°C, au moins 20°C ou au moins 30°C au-dessus du point de fusion du matériau.
13. Utilisation d'un matériau électriquement conducteur comme matériau de base pour un
procédé de fusion en lévitation, caractérisée en ce que le matériau de base comporte plusieurs charges pré-séparées (1), distinguées par
des zones à section réduite, dans laquelle séparation des charges pré-séparées (1)
ne survient que par fusion dans un champ alternatif électromagnétique.


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