[0001] Die Erfindung betrifft eine Leiteranschlussklemme mit einem Isolierstoffgehäuse und
mit mindestens einem Federkraftklemmanschluss in dem Isolierstoffgehäuse, sowie mit
mindestens einem Betätigungselement, das schwenkbar in dem Isolierstoffgehäuse aufgenommen
und zum Öffnen jeweils mindestens eines zugeordneten Federkraftklemmanschlusses ausgebildet
ist.
[0002] Derartige Leiteranschlussklemmen sind beispielsweise als hebelbetätigte Dosenklemmen
bekannt. Sie können aber auch als Leiterplattenklemme, als Reihenklemme oder als Leiteranschlussklemme
in einem sonstigen elektrischen Gerät ausgebildet sein.
[0003] DE 102 37 701 B4 zeigt eine hebelbetätigte Verbindungsklemme mit einem Kontakteinsatz, der aus kompakt
bauenden Käfigzugfedern und einer flach verlaufenden gemeinsamen Stromschiene gebildet
ist. Zum Öffnen jeder Käfigzugfeder ist ein zugeordneter Betätigungshebel mit Gelenkzapfen
schwenkbar in dem Isolierstoffgehäuse aufgenommen. Das rückseitige Ende eines Betätigungshebels
wirkt dabei auf die Oberseite einer Käfigzugfeder, um die mit der Käfigzugfeder gebildete
Klemmstelle zu öffnen. An der Unterseite der Betätigungshebel ist jeweils ein Schlitz
vorgesehen, der zur Erhöhung der Knicksteifigkeit des aus Kunststoffmaterial gebildeten
Betätigungshebels führt.
[0004] Weiterhin ist aus
DE 77 19 374 U1 eine schraubenlose Verbindungsklemme bekannt, bei der ein schwenkbar im Isolierstoffgehäuse
aufgenommener Betätigungshebel mit einem Betätigungsfinger in den Innenraum des Isolierstoffgehäuses
hineinragt, um den Klemmschenkel einer U-förmig gebogenen Blattfeder zu beaufschlagen
und die hiermit gebildete Klemmstelle für einen elektrischen Leiter zu öffnen.
[0005] WO 2010/133082 A1 zeigt eine Leiterplattenanschlussklemme mit linear verschiebbaren Betätigungsdrückern,
die einen oberhalb des Isolierstoffgehäuses liegenden Quersteg und sich daran anschließende
voneinander beabstandete Seitenstege haben. Die Seitenstege tauchen in den Innenraum
des Isolierstoffgehäuses hinein und wirken mit einer U-förmigen Blattfeder zusammen,
um eine durch eine freie Klemmkante der Blattfeder und einer Stromschiene gebildete
Klemmstelle für einen elektrischen Leiter zu öffnen.
[0006] Weiterhin ist in
DE 10 2010 024 809 A1 eine Anschlussklemme mit einem Isolierstoffgehäuse und mindestens einer Federklemmeinheit
beschrieben. Die Federklemmeinheit hat eine Klemmfeder, die über einen Betätigungsabschnitt
durch Zugkraft entgegen der Federkraft betätigt werden kann, um eine Klemmstelle zu
öffnen. Die Zugkraft wird durch einen schwenkbar in dem Isolierstoffgehäuse aufgenommenen
Betätigungshebel ausgeübt, der in einem Freiraum des Isolierstoffgehäuses platziert
ist. Unterhalb des Betätigungshebels befindet sich direkt der Federkraftklemmanschluss,
der allerdings durch einen schwenkbaren Sperrhebel des Betätigungselementes und den
hiermit zusammenwirkenden Betätigungshebel nicht von außen zugänglich ist.
[0007] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine kompakt aufgebaute
Leiteranschlussklemme zu schaffen, bei der die erforderlichen Luft- und Kriechstrecken
bei möglichst kompaktem Aufbau immer noch eingehalten werden.
[0008] Die Aufgabe wird durch die Leiteranschlussklemme mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0009] Für eine gattungsgemäße Leiteranschlussklemme mit schwenkbarem Betätigungselement
wird vorgeschlagen, dass das Betätigungselement zwei voneinander beabstandete Hebelarmabschnitte
hat, die mindestens teilweise mit einem Schwenklagerbereich in das Isolierstoffgehäuse
eintauchen und beabstandet zu dem Schwenklagerbereich mit einem Quersteg zu einem
Hebelarm miteinander verbunden sind, dass auf der Seite des Isolierstoffgehäuses,
auf der das mindestens eine Betätigungselement angeordnet ist, der mindestens eine
Federkraftklemmanschluss durch eine äußere Begrenzungswand des Isolierstoffgehäuses
überdeckt ist und sich von der äußeren Begrenzungswand beidseits an einen jeweils
zugeordneten Federkraftklemmanschluss angrenzende Seitenwandabschnitte in den Innenraum
des Isolierstoffgehäuses hinein erstrecken. Jeweils ein Gehäusewandabschnitt des Isolierstoffgehäuses
ragt im geschlossenen Zustand des jeweils zugeordneten Betätigungselementes in einen
dem Quersteg benachbarten Freiraum des jeweils zugeordneten Betätigungselementes,
der durch die Hebelarmabschnitte seitlich begrenzt ist, hinein.
[0010] Durch die Ausbildung des Betätigungselementes als eine Art U-förmigen Bügel mit zwei
Hebelarmabschnitten und einen diese Seitenwandanschnitte verbindenden Quersteg wird
ein stabiler Schwenkhebel bereitgestellt, dessen Hebelarmabschnitte in das Isolierstoffgehäuse
eintauchen. Zwischen den Hebelarmabschnitten und dem Quersteg wird ein vom Schwenkhebel
umfasster Freiraum zur Aufnahme von Isolierstoffgehäuseabschnitten bereitgestellt.
[0011] Der dem Quersteg benachbarte Freiraum wird zur Aufnahme eines Gehäusewandabschnitts
des Isolierstoffgehäuses genutzt, ohne dass hierdurch die Baugröße des Leiteranschlussklemme
vergrößert wird. Mit Hilfe des im geschlossenen Zustand in den Freiraum hineinragenden
Gehäusewandabschnittes werden die Luft- und Kriechstrecken signifikant erhöht.
[0012] Der Federkraftklemmanschluss kann nach oben hin durch die obere, äußere Begrenzungswand
des Gehäusewandabschnitts abgedeckt sein.
[0013] Die Gehäusewandabschnitte können den Freiraum in dem geschlossenen Zustand des zugeordneten
Betätigungselementes mindestens teilweise auffüllen.
[0014] Der Freiraum ermöglicht im geöffneten Zustand des Betätigungselementes, bei dem das
Betätigungselement zum Öffnen einer durch den Federkraftklemmanschluss gebildeten
Klemmstelle entgegenwirkend zur Federkraft aufgeschwenkt ist, dass das Betätigungselement
teilweise in den Innenraum des Isolierstoffgehäuses eintaucht.
[0015] Der Gehäusewandabschnitt kann bündig mit der Oberseite des angrenzenden Abschnitts
des Betätigungselementes abschließen.
[0016] Der Gehäusewandabschnitt kann eine Erhebung umfassen.
[0017] Der Gehäusewandabschnitt kann im Querschnitt U-förmig ausgebildet sein. Ein Paar
von Seitenwandabschnitten, die einen Federkraftklemmanschluss zwischen sich aufnehmen,
können dabei zusammen mit der zugehörigen äußeren Begrenzungswand einen im Querschnitt
U-förmigen Gehäusewandabschnitt des Isolierstoffgehäuses bilden. Die Länge der Erstreckung
der Seitenwandabschnitte in den Innenraum des Isolierstoffgehäuses bestimmt dabei
im Wesentlichen die Luft- und Kriechstrecke. Diese wirkt ausgehend vom Federkraftklemmanschluss
entlang der Innenwand über eine freie Randkante des Seitenwandabschnitts hindurch
und entlang der Außenwand. Durch den sich (im geschlossenen Betriebszustand des Betätigungselementes)
an die Außenwand der Seitenwandabschnitte jeweils angrenzenden Hebelarmabschnitt eines
Betätigungselementes trägt die Wand der Seitenwandabschnitte des U-förmigen Gehäusewandabschnitts
wesentlich zur Erhöhung der Luft- und Kriechstrecken bei. Die Seitenwandabschnitte
und deren Beitrag zur Erhöhung der Luft- und Kriechstrecken sind daher nicht einfach
mit Innen- und Außenwänden eines geschlossenen Isolierstoffgehäuses vergleichbar.
Sie stehen vielmehr in Wechselwirkung mit den Hebelarmabschnitten eines zugeordneten
Betätigungselementes.
[0018] Der vom Schwenkhebel mit seinen beiden voneinander beabstandeten und teilweise in
das Isolierstoffgehäuse hineinragenden Hebelarmabschnitten zur Verfügung gestellte
Freiraum trägt zur kompakten Bauweise bei, indem der U-förmige Gehäusewandabschnitt
in dem durch die Hebelarmabschnitte seitlich begrenzten Freiraum aufgenommen ist.
Zumindest im heruntergeschwenkten Zustand des Schwenkhebels, bei dem die durch den
mindestens einen zugeordneten Federkraftklemmanschluss gebildete Klemmstelle geschlossen
ist, wird dieser Freiraum somit mindestens teilweise durch in den Freiraum hineinragende
Abschnitte des Isolierstoffgehäuses ausgefüllt. Damit lässt sich eine niedrige Bauhöhe
der Leiteranschlussklemme erreichen, die durch den U-förmigen Schwenkhebel mit dem
hierdurch gebildeten Freiraum und das Ausfüllen durch diesen Abschnitt des Isolierstoffgehäuses
sehr kompakt aufgebaut werden kann, und gleichzeitig die Einhaltung der erforderlichen
Luft- und Kriechstrecken sicherstellen.
[0019] Der im Querschnitt U-förmige Gehäusewandabschnitt zur Aufnahme des Federkraftklemmanschluss
unter seitlicher Begrenzung durch die Seitenwandabschnitte hat weiter den Vorteil,
dass der Federkraftklemmanschluss selbst mindestens teilweise in den Zwischenraum
zwischen den Seitenwandabschnitten eintauchen kann. Die Klemmfedern der Federkraftklemmanschlüsse
lassen sich dann mittels geeigneter Konturen an den Hebelarmabschnitten bei Verschwenken
des Betätigungselementes öffnen. Dabei ist die Kraftübertragung durch den Hebel vom
Quersteg über die Hebelarmabschnitte zu den Klemmfedern der Federkraftklemmanschlüsse
optimal, da die Hebelarmabschnitte neben den Klemmfedern liegen. In der Leitereinsteckrichtung
bzw. im geschlossenen Zustand des Hebels in Richtung des Querstegs zum Drehpunkt hin
gesehen kann die Betätigungskraft auf die Klemmfeder, genau so wie die über den Quersteg
auf den Hebel ausgeübte Kraft in Bezug auf den Drehpunkt auf der gleichen Seite, d.h.
vor dem Drehpunkt, wirken, so dass die Dreh- und Kraftrichtung zur Betätigung des
Betätigungshebels am Quersteg und zur Betätigung der Klemmfeder gleich ist. Hierdurch
wird ebenfalls dazu beigetragen, dass die Leiteranschlussklemme sehr kompakt aufgebaut
werden kann.
[0020] Die sich von der äußeren Begrenzungswand in den Innenraum des Isolierstoffgehäuses
hinein erstreckenden und seitlich neben einem Federkraftklemmanschluss liegenden Seitenwandabschnitte
können in einem Abschnitt (Bereich), der sich parallel zu mindestens einem Teil des
Schwenklagerbereichs des zugeordneten Betätigungselementes erstreckt, angrenzend zu
diesem Schwenklagerbereich enden. Die damit noch auf der Höhe des Federkraftklemmanschlusses
endenden Seitenwandabschnitte haben hierdurch eine im Innenraum des Isolierstoffgehäuses
liegende Randkante. Durch die Erstreckungslänge der Seitenwandabschnitt in den Innenraum
des Isolierstoffgehäuses hinein wird eine hinreichende Luft- und Kriechstrecke sichergestellt.
[0021] Die Hebelarmabschnitte des Betätigungselementes können im geschlossenen Zustand des
jeweiligen Betätigungselementes an einen jeweils zugeordneten, seitlich neben einem
Federkraftklemmanschluss liegenden Seitenwandabschnitt angrenzen. Damit werden die
Luft- und Kriechstrecken bei kompakter Bauweise weiter erhöht.
[0022] Die Seitenwandabschnitte können im äußeren Bereich der Leiteranschlussklemme durch
die Seitenwand des Isolierstoffgehäuses und den Gehäusewandabschnitt eine seitliche
Führung für einen Hebelarmabschnitt des Betätigungselementes beim Herunterschwenken
bereitstellen.
[0023] Die sich von der äußeren Begrenzungswand in den Innenraum des Isolierstoffgehäuses
hinein erstreckenden, seitlich neben einem Federkraftklemmanschluss liegenden Seitenwandabschnitte
können in einem sich über einer Leitereinführungsöffnung des Isolierstoffgehäuses
erstreckenden Abschnitt in seitliche Begrenzungswände dieser Leitereinführungsöffnung
übergehen.
[0024] Vorteilhaft ist es, wenn jeweils eine Erhebung eines oben beschriebenen U-förmigen
Gehäusewandabschnitts des Isolierstoffgehäuses im geschlossenen Zustand des jeweils
zugeordneten Betätigungselementes in einen dem Quersteg benachbarten und durch die
Hebelarmabschnitte seitlich begrenzten Freiraum des Betätigungselementes hineinragt.
Dieser sich an den Quersteg anschließende Freiraum ermöglicht im geöffneten Zustand
des jeweiligen Betätigungselementes, bei dem das Betätigungselement zum Öffnen einer
durch den Federkraftklemmanschluss gebildeten Klemmstelle entgegenwirkend zur Federkraft
aufgeschwenkt ist, dass das Betätigungselement teilweise in den Innenraum des Isolierstoffgehäuses
eintaucht. Damit kann eine niedrige Bauhöhe der Leiteranschlussklemme erreicht werden,
wobei durch die Seitenwandabschnitte des U-förmigen Gehäusewandabschnitts die Einhaltung
der erforderlichen Luft- und Kriechstrecken sichergestellt werden.
[0025] Eine besonders kompakt bauende und optimierte Leiteranschlussklemme lässt sich erreichen,
wenn die Erhebung bündig mit der Oberseite des angrenzenden Abschnitts des Betätigungselementes
abschließt. Damit wird die verfügbare Höhe der Leiteranschlussklemme optimal ausgenutzt.
[0026] Jeweils ein Abschnitt einer äußeren Begrenzungswand des Isolierstoffgehäuses kann
im geschlossenen Zustand des jeweils zugeordneten Betätigungselementes direkt unterhalb
des Quersteges des zugeordneten Betätigungselementes in einem Freiraum angeordnet
sein, der durch den Quersteg und sich daran anschließende Hebelarmabschnitte gebildet
wird. Der im Volumen des Schwenkhebels durch den Quersteg und die sich daran anschließenden
Hebelarmabschnitte gebildete Freiraum wird im geschlossenen Zustand des Schwenkhebels
somit durch einen im Querschnitt U-förmigen Gehäusewandabschnitt mit seiner oberen
Begrenzungswand des Isolierstoffgehäuses und die in den Innenraum des Isolierstoffgehäuses
hineinragenden Seitenwandabschnitte mindestens teilweise ausgefüllt. Dieser Freiraum
wird somit genutzt, um einen im Querschnitt U-förmigen Gehäusewandabschnitt aufzunehmen
und damit bei kompakter Bauweise die Luft- und Kriechstrecken zu verbessern.
[0027] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn ein Zwischenraum zwischen dem im geschlossenen
Zustand des jeweiligen Betätigungselements direkt unterhalb des Quersteges des zugeordneten
Betätigungselementes liegenden äußeren Begrenzungswand des Isolierstoffgehäuses und
einer benachbarten Leitereinführungsöffnungs-Begrenzungswand für eine Leitereinführungsöffnung
vorhanden ist. Dann ist der Raum zwischen der Leitereinführungsöffnung und dem Quersteg
bei geschlossenem Zustand des Betätigungselementes, das heißt, bei heruntergeklapptem
Schwenkhebel, nicht vollständig mit dem Isolierstoffmaterial ausgefüllt. Vielmehr
ist ein Luftraum zwischen der Begrenzungswand für die Leitereinführungsöffnung und
der unmittelbar am Quersteg angrenzenden äußeren Begrenzungswand des Isolierstoffgehäuses
vorhanden.
[0028] Ein solcher Zwischenraum kann auch als Prüföffnung genutzt werden. Hierzu ist ein
solcher Luft-Zwischenraum zwischen der äußeren Begrenzungswand des Isolierstoffgehäuses
und einer benachbarten Leitereinführungsöffnungs-Begrenzungswand zur Bildung einer
Prüföffnung auf einander gegenüberliegenden Seiten geöffnet, wobei ein benachbarter
Federkraftklemmanschluss für ein durch die Prüföffnung geführtes Prüfwerkzeug über
den Zwischenraum zugänglich ist.
[0029] Mindestens einer der Schwenklagerbereiche der Hebelarmabschnitte der Betätigungselemente
kann eine Betätigungskontur haben, die beim Verschwenken des Betätigungselementes
mit einer Klemmfeder eines zugeordneten Federkraftklemmanschlusses in Eingriff bringbar
ist, um eine durch eine Klemmkante der Klemmfeder und einen Stromschienenabschnitt
einer Stromschiene gebildete Klemmstelle des Federkraftklemmanschlusses zum Anklemmen
eines elektrischen Leiters zu öffnen. Eine solche Klemmfeder kann beispielsweise eine
Blattfeder mit Federbogen und sich auf der einen Seite daran anschließenden Anlageschenkel
und auf der anderen Seite daran anschließenden Klemmschenkel sein, wobei der Klemmschenkel
einen freien Endbereich zur Bildung einer Klemmkante hat. Die Betätigungskontur beaufschlagt
bei Verschwenken des Betätigungselementes einen vorzugsweise seitlich vorstehenden
Abschnitt des Klemmschenkels, um auf diese Weise die Klemmkante von dem Stromschienenabschnitt
weg zu bewegen.
[0030] In einer Ausführungsform der Leiteranschlussklemme, insbesondere zur Bildung einer
Dosenklemme, erstreckt sich die Stromschiene über mindestens zwei nebeneinander in
einer Reihe angeordnete Federkraftklemmanschlüsse, um an die mindestens zwei Federkraftklemmanschlüsse
angeklemmte elektrische Leiter elektrisch und leitend miteinander zu verbinden.
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit den beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 -
- perspektivische Ansicht einer Leiteranschlussklemme;
- Fig. 2 -
- Seiten-Schnittansicht der Leiteranschlussklemme aus Fig. 1 bei geöffnetem Betätigungselement;
- Fig. 3 -
- Seiten-Schnittansicht der Leiteranschlussklemme aus Fig. 1 bei geschlossenem Betätigungselement;
- Fig. 4 -
- Querschnittansicht der Leiteranschlussklemme im Schnitt C-C;
- Fig. 5 -
- Querschnittansicht der Leiteranschlussklemme im Schnitt B-B;
- Fig. 6 -
- Querschnittansicht der Leiteranschlussklemme im Schnitt A-A;
- Fig. 7 -
- perspektivische Ansicht eines Betätigungselementes für die Leiteranschlussklemme von
unten.
[0032] Fig. 1 lässt eine perspektivische Ansicht einer Leiteranschlussklemme 1 in Form einer
hebelbetätigten Dosenklemme mit einem Isolierstoffgehäuse 2 und nebeneinander angeordneten
Betätigungselementen 3 erkennen. In das Isolierstoffgehäuse 2 sind frontseitig nebeneinander
angeordnete Leitereinführungsöffnungen 4 vorgesehen, über die jeweils zugeordnete
Federkraftklemmanschlüsse (nicht sichtbar) für einen eine Leitereinführungsöffnung
eingesteckten elektrischen Leiter zum Anklemmen desselben zugänglich sind. Durch Verschwenken
des Betätigungselementes 3 vom dargestellten heruntergeschwenkten, geschlossenen Zustand
in einen (nicht dargestellten) heraufgeschwenkten, geöffneten Zustand wird durch das
Betätigungselement 3 eine Klemmfeder eines Federkraftklemmanschlusses beaufschlagt
und eine durch die Klemmfeder und eine Stromschiene des Federkraftklemmanschlusses
gebildete Klemmstelle zum Anschließen oder Entnehmen eines angeklemmten elektrischen
Leiters geöffnet.
[0033] Weiterhin ist erkennbar, dass an der Oberseite der Leiteranschlussklemme 1 im Querschnitt
U-förmige Gehäusewandabschnitte 5 einer äußeren Begrenzungswand des Isolierstoffgehäuses
2 jeweils in einen Freiraum 6 eines zugeordneten U-förmigen Betätigungselementes 3
hineinragen, wenn das Betätigungselement 3 heruntergeschwenkt ist. In dem heruntergeschwenkten,
geschlossenen Zustand des zugeordneten Betätigungselementes 3 füllen diese U-förmigen
Gehäusewandabschnitte 5 den Freiraum 6 mindestens teilweise aus. Die U-förmigen Gehäusewandabschnitte
5 schließen bevorzugt auf der Oberseite bündig mit der durch die oberen Randkanten
des Isolierstoffgehäuses 2 gebildeten oberen Ebene des Isolierstoffgehäuses 1 ab.
[0034] Unter "oberer" bzw. "oben" wird die Seite der Leiteranschlussklemme 1 verstanden,
an der die Betätigungselemente 3 in Form von schwenkbaren Betätigungshebeln angeordnet
sind.
[0035] Deutlich wird, dass die Betätigungselemente 3 zwei voneinander beabstandete Hebelarmabschnitte
7a, 7b und einen die beiden Hebelarmabschnitte 7a, 7b miteinander verbindenden Quersteg
8 aufweisen. Damit wird ein im Querschnitt U-förmiger Schwenkhebel geschaffen, dessen
Hebelarmabschnitte 7a, 7b teilweise in das Isolierstoffgehäuse 2 hineinragen und einen
nicht sichtbaren Schwenklagerbereich bilden. Über den Schwenklagerbereich wird nicht
nur die Drehachse für den Schwenkhebel, d.h. für das Betätigungselement 3, sondern
auch eine mit einem Hebelarmabschnitt verbundene Betätigungskontur zur Beaufschlagung
einer Klemmfeder des Federkraftklemmanschlusses zum Öffnen einer durch die Klemmfeder
gebildeten Klemmstelle bereitgestellt.
[0036] Durch die Ausführungsform des Betätigungselementes 3 mit zwei voneinander beabstandeten
Hebelarmabschnitten 7a, 7b, die in das Isolierstoffgehäuse 2 eintauchen und dort schwenkbar
gelagert sind, und den die zwei Hebelarmabschnitte 7a, 7b miteinander verbindenden
Quersteg 8 wird ein sehr knickstabiler Schwenkhebel geschaffen, der äußerst kompakt
und flach bauend ist. Der Quersteg 8 bietet dabei eine breite Grifffläche, um mit
der Hand oder einem Betätigungswerkzeug eine Betätigungskraft zum Verschwenken des
Betätigungselementes 3 auf den Schwenkhebel aufzubringen.
[0037] Erkennbar ist weiterhin, dass für den mittleren Federkraftklemmanschluss ein als
Prüföffnung beidseits geöffneter Zwischenraum zwischen einer Leitereinführungsöffnungs-Begrenzungswand
9 und einer äußeren Begrenzungswand 10 des Isolierstoffgehäuses 2 gebildet ist, über
den der zugeordnete Federkraftklemmanschluss (nicht sichtbar) für ein Prüfwerkzeug
zugänglich ist. Grundsätzlich ist auch eine Prüföffnung von der Rückseite möglich.
[0038] Fig. 2 lässt eine Seiten-Schnittansicht durch die Leiteranschlussklemme 1 aus Fig.
1 im Bereich eines geöffneten Betätigungselementes 3 erkennen. Dabei ist auch der
Federkraftklemmanschluss 11 sichtbar, der eine quer zur Leitereinsteckrichtung L sich
erstreckende Stromschiene 12 und eine Klemmfeder 13 aufweist. Die Klemmfeder 13 ist
mit einem Anlageschenkel 14 in die Stromschiene 12 eingehängt.
[0039] Hierzu hat die Stromschiene 12 einen in Richtung Betätigungselement 3 nach oben abgewinkelten
Halteabschnitt 15 mit einer Ausnehmung 16, die das Hindurchstecken eines elektrischen
Leiters ermöglicht. Diese Ausnehmung 16 ist am freien Ende durch einen Haltesteg 17
begrenzt, an dem der Anlageschenkel 14 der Klemmfeder 13 anliegt. Die Klemmfeder 13
ist somit über den Haltesteg 17 an der Stromschiene 12 festgelegt. An den Anlageschenkel
14 schließt sich ein Federbogen 18 an, von dem sich der Klemmschenkel 19 mit einer
Klemmkante 20 am freien Ende erstreckt. Deutlich wird, dass der Klemmschenkel 19 in
seinem Endabschnitt mit einem Winkel von etwa 70° bis 110°, bevorzugt etwa 85° bis
95°, abgebogen ist. Von diesem abgebogenen Abschnitt ist dann das freie Ende mit der
Klemmkante 20 wieder in Leitereinführungsrichtung zurückgebogen. Auf diese Weise steht
der hier um etwa 90° abgebogene Abschnitt quer zur Leitereinsteckrichtung, so dass
ein direktes Einstecken eines mehrdrähtigen bzw. feindrähtig elektrischen Leiters
ohne vorheriges Öffnen der Klemmstelle durch Herumschwenken des Betätigungselementes
3 verhindert wird.
[0040] Der Klemmschenkel 19 bildet dann durch Umbiegung einen Raum zur Aufnahme des freien
abisolierten Endes des eingesteckten elektrischen Leiters und geht oberhalb der Leitereinführungsöffnung
4 in einen Federbogen 18 über. An den Federbogen 18 schließt sich ein Klemmschenkel
19 an, wobei das freie Ende des Klemmschenkels 19 eine Klemmkante 20 aufweist. Zwischen
der Klemmkante 20 und der Stromschiene 10 wird eine Klemmstelle zum Anklemmen eines
elektrischen Leiters (nicht dargestellt) gebildet.
[0041] Deutlich wird weiterhin, dass bei dieser Ausführungsform die Stromschiene 12 gegenüber
der durch die Erstreckungsrichtung der Leitereinführungsöffnung 4 definierten Leitereinführungsrichtung
L hin geneigt ist. Die Stromschiene 12 ist insbesondere relativ zur oberen Leitereinführungsöffnungs-Begrenzungswand
9 und des vorderen Abschnitts der gegenüberliegenden unteren Leitereinführungsöffnungs-Begrenzungswand
um etwa 5° bis 25° geneigt. Damit wird eine Auflaufschräge für den elektrischen Leiter
sowie an der Stromschiene 12 im Übergang zur Ausnehmung 16 eine Kontaktkante 21 bereitgestellt,
die zusammen mit der Klemmkante 20 der Klemmfeder 13 eine definierte Klemmstelle bildet.
[0042] Deutlich wird weiterhin, dass der Hebelarmabschnitt 7a in den vom Isolierstoffgehäuse
2 umschlossenen Raum hineintaucht und in einem teilkreisförmigen Lagerabschnitt 22
des Isolierstoffgehäuses 2 schwenkbar mit einem Schwenklagerbereich 23 des Hebelarmabschnitts
7a gelagert ist. An diesem Schwenklagerbereich 23 ist eine Betätigungskontur 24 vorgesehen,
die mit einem seitlich vorstehenden Betätigungslappen (nicht sichtbar) des Klemmschenkels
19 der Klemmfeder 13 zusammenwirkt. Beim Verschwenken des Betätigungselementes 3 in
die Offenstellung wird durch die Rotationsbewegung der Betätigungskontur 24 der Betätigungslappen
verlagert, um die Klemmkante 20 des Klemmschenkels 19 der Klemmfeder 13 von der Stromschiene
12 weg zu bewegen und hierdurch die Klemmstelle für einen elektrischen Leiter zu öffnen.
[0043] Deutlich wird, dass der stirnseitig teilkreisförmige Schwenklagerbereich 23 am teilkreisförmigen
Lagerabschnitt 22 drehgelagert ist. Der Schwenklagerbereich 23 liegt dabei auch auf
der Stromschiene 12 auf, die ebenfalls zur Lagerung des Betätigungselementes 3 beiträgt.
[0044] Erkennbar ist weiterhin, dass das Isolierstoffgehäuse 2 zweiteilig ausgebildet ist.
Hierbei ist ein hinteres Deckelteil 25 mit einem vorderen Gehäuseteil 26 durch Rastlaschen
und/oder Rastöffnungen verrastet. Nach Einführen des Betätigungselementes 3 und des
zugeordneten Federkraftklemmanschlusses 11 in das vordere Gehäuseteil 26 wird dieses
durch Einschieben und Verrasten des rückseitigen Deckelteils 25 geschlossen.
[0045] Fig. 3 lässt eine Seiten-Schnittansicht durch die Leiteranschlussklemme 1 aus Figur
1 im Bereich eines geschlossenen Betätigungselementes 3 erkennen. Deutlich wird, dass
das Betätigungselement 3 mit seinem Quersteg 8 in Richtung Isolierstoffgehäuse 2 heruntergeklappt
ist, so dass der Quersteg 8 unmittelbar an eine äußere Gehäusewand 10 des Isolierstoffgehäuses
2 angrenzt. Bei heruntergeschwenktem Betätigungselement 3 ist die Betätigungskontur
24 im Vergleich zur Offenstellung aus Figur 2 um etwa 80 bis 90° gedreht, um eine
Verlagerung der Klemmkante 20 durch die Federkraft der Klemmfeder 13 nach unten in
Richtung Stromschiene 12 zu ermöglichen, so dass bei nicht angeklemmtem elektrischen
Leiter in der dargestellte Ruheposition die Klemmkante 20 vorzugsweise noch durch
Federkraft auf der Stromschiene 12 aufliegt.
[0046] Weiterhin wird deutlich, dass der im Querschnitt U-förmiger Gehäusewandabschnitt
5 des Isolierstoffgehäuses 2 in den Freiraum 6 des Betätigungselementes 3 angrenzend
an den Quersteg 8 hineintaucht. Auch unterhalb des Querstegs 8 ist ein durch die Hebelarmabschnitte
7a, 7b seitlich begrenzter Freiraum vorhanden, der auch mit einem Teil der äußeren
Begrenzungswand 10 des Isolierstoffgehäuses 2 teilweise ausgefüllt ist. Diese äußere
Begrenzungswand 10 bildet in dem dargestellten Schnitt eine obere Begrenzungswand
für einen Zwischenraum 27.
[0047] Zum Beispiel für den mittleren Federkraftklemmanschluss 11 kann, wie aus Figur 1
erkennbar ist, die vordere und hintere Stirnseite des Zwischenraums 27 geöffnet sein.
Auf diese Weise ist der Federbogen 18 der Klemmfeder 13 von außen über den Zwischenraum
27 zugänglich und es ist ein Messen des elektrischen Potentials an dem Federkraftklemmanschluss
9 mit Hilfe eines in die Prüföffnung eingeführten Prüfwerkzeugs (Spannungsprüfspitze
oder Schraubendreher mit Spannungspotentialanzeige) möglich.
[0048] Der Zwischenraum 27 wird an der Seite, die der äußeren Begrenzungswand 10 gegenüber
liegt, durch eine Leitereinführungsöffnungs-Begrenzungswand 9 begrenzt, an die sich
die Leitereinführungsöffnung 4 anschließt.
[0049] In den Figuren 2 und 3 sind Schnittlinien A-A, B-B und C-C der nachfolgend beschriebenen
Querschnittsansichten der Leiteranschlussklemme 1 gezeigt,
[0050] Fig. 4 lässt eine Querschnittsansicht im Schnitt C-C durch die Leiteranschlussklemme
1 erkennen.
[0051] In dieser Querschnittsansicht ist das linke Betätigungselement 3 geöffnet, während
die rechts danebenliegenden Betätigungselemente 3 geschlossen sind. Die Blickrichtung
der Darstellung in Figur 4 entspricht der Leitereinführungsöffnung L. Der Schnitt
C-C geht durch den Schwenklagerbereich 23 der Hebel am Abschnitt 7a, 7b. Deutlich
wird, dass an den beiden Hebelarmabschnitten 7a, 7b im Schwenklagerbereich 23 aufeinander
zu weisende Betätigungszapfen 28 angeordnet sind, an denen sich jeweils eine Betätigungskontur
24 befindet. Die Betätigungszapfen 28 sind unterhalb des Klemmschenkels 19 der zugeordneten
Klemmfeder 13 positioniert, um den Klemmschenkel 19 in Richtung Anlageschenkel 14
bei Verschwenken des Betätigungshebels 3 aus der Schließstellung in die links dargestellte
Offenstellung zu ermöglichen.
[0052] Deutlich wird anhand der rechten beiden Betätigungselemente 3 in der Schließstellung,
dass der Klemmschenkel 19 von einem Anlageschenkel 14 weg in Richtung Stromschiene
12 verlagert ist. Dies wird durch Verschwenken der Betätigungskontur 24 in einem Winkel
von etwa 80 bis 90° erreicht.
[0053] Erkennbar ist weiterhin, dass der im Querschnitt U-förmige Gehäusewandabschnitt 5
aus einem Abschnitt der äußeren Begrenzungswand 10 und zwei im Abstand voneinander
in Richtung Innenraum des Isolierstoffgehäuses 2 hineinragenden Seitenwandabschnitten
29a, 29b gebildet ist. Diese Seitenwandabschnitte 29a, 29b grenzen seitlich an den
zugeordneten Federkraftklemmanschluss 11 an und nehmen den zugeordneten Federkraftklemmanschluss
11 teilweise in den Innenraum des im Querschnitt U-förmigen Gehäusewandabschnitts
5 auf. Der Federkraftklemmanschluss 11 ist dabei nach oben hin durch die obere, äußere
Begrenzungswand 10 des U-förmigen Gehäusewandabschnitts 5 abgedeckt.
[0054] Erkennbar ist, dass die Seitenwandabschnitte 29a, 29b in einen Freiraum 30 des Schwenklagerbereichs
23 hineinragen, der zwischen der Ebene eines Hebelarmabschnitts 7a, 7b und dem vorspringenden
Betätigungszapfen 28 gebildet ist.
[0055] Die Luft- und Kriechstrecke der dargestellten Leiteranschlussklemme 1 ist durch die
kürzeste Verbindung durch die Luft bzw. über die Oberfläche des Isoliermaterials zwischen
dem Spannungspotential tragenden Federkraftklemmanschluss 13 und der Außenseite des
Isolierstoffgehäuses 2 definiert. Die Luft- und Kriechstrecke verläuft an den Seitenwandabschnitten
29a des U-förmigen Gehäusewandabschnitts 5 entlang. Durch die sich in den Innenraum
des Isolierstoffgehäuses 2 hinein erstreckenden Seitenwandabschnitte 29a, 29b werden
ausreichend lange Luft- und Kriechstrecken entlang der Außenseite der Seitenwandabschnitte
29a, 29b und um die untere Randkante 31 der Seitenwandabschnitte 29a, 29b herum bis
an den Federkraftklemmanschuss 11 sichergestellt. Die Länge der Au-ßenseiten der Seitenwandabschnitte
29a, 29b trägt zur Erhöhung der Luft- und Kriechstrecken dadurch bei, dass diese nicht
direkt zugänglich sind, sondern seitlich benachbarte Hebelarmabschnitte 7a, 7b aufweisen.
[0056] Weiterhin stabilisieren die in einen zugehörigen Freiraum 30 eintauchenden Seitenwandabschnitte
29a, 29b die Lagerung des Schwenkhebels im Isolierstoffgehäuse 2.
[0057] Fig. 5 lässt eine Querschnittsansicht im Schnitt B-B durch die Leiteranschlussklemme
1 erkennen.
[0058] Dieser Schnitt befindet sich in Leitereinsteckrichtung L gesehen unmittelbar hinter
dem Federbogen 18 im Inneren des sich daran anschließenden Anlageschenkels 14 und
Klemmschenkels 19. Erkennbar ist, dass in diesem Bereich die Seitenwandabschnitte
29a, 29b der im Querschnitt U-förmigen Gehäusewandabschnitte 5 jeweils in die darunterliegenden
Begrenzungswände 9 der Leitereinführungsöffnung 4 übergehen. Zur Lagerung des Federbogens
18 bilden die Leitereinführungsöffnungs-Begrenzungswände 9 jeweils einen Vorsprung
32. Die Klemmfeder 13 wird mit ihrem Federbogen somit lagestabil in einen durch den
im Querschnitt U-förmigen Gehäusewandabschnitt 5 begrenzten Raum aufgenommen. Dieser
Raum ist zum Hebelarmabschnitt 7a, 7b hin abgeschlossen und nur über die relativ lange
Leitereinführungsöffnung 4 und über die im Schnitt C-C erkennbaren kürzeren Verbindungswege
nach von außen hin zugänglich. Diese im Schnitt C-C erkennbaren kürzeren Verbindungswege
werden durch die Seitenwandabschnitte 29a, 29b zur Erhöhung der Luft- und Kriechstrecken
wirksam verlängert.
[0059] Fig. 6 lässt eine Querschnittsansicht im Schnitt A-A durch die Leiteranschlussklemme
1 erkennen.
[0060] Während der Zwischenraum 27 für den mittleren Federkraftklemmanschluss 11 stirnseitig
an der vorderen und hinteren Stirnseite jeweils geöffnet ist, um das Spannungspotential
an dem hierdurch zugänglichen Federkraftklemmanschluss 11 zu messen, ist auch bei
dem rechten und linken Federkraftklemmanschluss 11 ein Zwischenraum 27 zwischen der
äußeren Begrenzungswand 10 des Isolierstoffgehäuses bzw. des vorspringenden U-förmigen
Gehäuseabschnitts 5 und der Leitereinführungsöffnungs-Begrenzungswand 9 vorhanden.
[0061] Mit Hilfe des vorspringenden U-förmigen Gehäuseabschnitts 5 wird unter Ausnutzung
des Freiraums 6 des Betätigungselementes 3, in den der U-förmige Gehäuseabschnitt
5 hineinragt, eine sehr niedrige Bauhöhe, d.h. ein kompakter Aufbau unter Einhaltung
der vorgeschriebenen Luft- und Kriechstrecken erreicht. Vorschriften zur Luft- und
Kriechstrecken finden sich insbesondere in der Norm IEC 60947-1.
[0062] Deutlich wird anhand der Figur 6 auch, dass die an den Zwischenraum 27 angrenzende
äußere Begrenzungswand 10 mit ihren davon in den Innenraum des Isolierstoffgehäuses
2 hineinragenden Seitenwandabschnitten 29a, 29b einen im Querschnitt U-förmigen Gehäusewandabschnitt
5 definiert, der in den durch den Quersteg 8 und die Hebelarmabschnitte 7a, 7b eines
zugeordneten Betätigungselementes 3 gebildeten Freiraums 6 hineinragt. Die Seitenwandabschnitte
29a, 29b sind dabei integral mit den Isolierstoffwänden verbunden, welche die Leitereinführungsöffnungen
4 umgeben und damit die Leitereinführungsöffnungen 4 definieren. Die Seitenwandabschnitte
29a, 29b gehen dabei in diese Wandabschnitte der Leitereinführungsöffnungen 4 über.
[0063] Die Seitenwandabschnitte 29a, 29b stellen im äußeren Bereich der Leiteranschlussklemme
1 durch die Seitenwand des Isolierstoffgehäuses 2 und den vorspringenden U-förmigen
Gehäusewandabschnitt 5 eine seitliche Führung für einen Hebelarmabschnitt 7a, 7b des
Betätigungselementes 3 beim Herunterschwenken bereit. In den mittleren Abschnitten
wird durch die benachbarten vorspringenden U-förmigen Gehäusewandabschnitte 5 ein
Zwischenraum zur Aufnahme zweier angrenzender Hebelarmabschnitte 7a, 7b benachbarter
Betätigungselemente 3 bereitgestellt.
[0064] Fig. 7 lässt eine perspektivische Ansicht eines Betätigungselementes 3 für die oben
beschriebene Leiteranschlussklemme 1 von unten erkennen. Dabei wird der im Prinzip
U-förmige Aufbau des Betätigungshebels erkennbar, der durch zwei im Abstand voneinander
angeordnete Hebelarmabschnitte 7a, 7b und einen diesen verbindenden Quersteg 8 im
vorderen Bereich gebildet wird. Die Hebelarmabschnitte 7a, 7b verjüngen sich in Richtung
ihres freien Endes bzw. in Richtung des Querstegs 8. Sie sind gegenüberliegend zum
Quersteg 8 teilkreisförmig ausgeführt, um einen Schwenklagerbereich bereitzustellen,
indem das Betätigungselement 3 schwenkbar in dem Isolierstoffgehäuse gelagert ist.
In diesem Schwenklagerbereich 23 befindet sich jeweils eine teilkreisförmige Betätigungskontur
24 mit einem Betätigungsausschnitt 33 im Winkel von etwa 90° (60 bis 100°). Die Betätigungskontur
24 ist dabei durch einen Freiraum 30 von dem angrenzenden zugeordneten Hebelarmabschnitt
7a, 7b beabstandet angeordnet, so dass ein Seitenwandabschnitt 29a, 29b des im Querschnitt
U-förmigen Gehäusewandabschnitts 5 des Isolierstoffgehäuses 2 in diesen Freiraum 30
eintauchen kann (siehe Figur 4). Das Betätigungselement 3 wird damit nicht nur über
die teilkreisförmigen Stirnseitenflächen des Schwenklagerbereichs 23 und den dortigen
Betätigungszapfen 28 sowie durch die Außenseiten der Hebelarmabschnitte 7a, 7b geführt,
sondern kann auch durch einen in den Zwischenraum 30 hineinragenden Seitenwandabschnitt
29a, 29b des Isolierstoffgehäuses 2 zusätzlich geführt und stabilisiert werden.
[0065] In den Betätigungsausschnitt 33 der Betätigungskontur 24 ragt dann ein seitlich von
einer Klemmfeder 13 vorspringender Materiallappen hinein, um bei Verschwenken des
Betätigungselementes 3 die Klemmfeder, wie vorher beschrieben, zu öffnen.
[0066] Weiterhin ist erkennbar, dass an der vorderen Stirnseite des Querstegs 8 eine Betätigungswulst
34 vorgesehen ist. Diese verbessert das Ergreifen des Betätigungselementes 3 mit der
Hand oder mit einem Betätigungswerkzeug, um das Betätigungselement 3 zu verschwenken.
1. Leiteranschlussklemme (1) mit einem Isolierstoffgehäuse (2) und mit mindestens einem
Federkraftklemmanschluss (11) in dem Isolierstoffgehäuse (2), sowie mit mindestens
einem Betätigungselement (3), das schwenkbar in dem Isolierstoffgehäuse (2) aufgenommen
und zum Öffnen jeweils mindestens eines zugeordneten Federkraftklemmanschlusses (11)
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (3) zwei voneinander beabstandete Hebelarmabschnitte (7a,
7b) hat, die mindestens teilweise mit einem Schwenklagerbereich (23) in das Isolierstoffgehäuse
(2) eintauchen und beabstandet zu dem Schwenklagerbereich (23) mit einem Quersteg
(8) zu einem Hebelarm miteinander verbunden sind, dass jeweils ein Gehäusewandabschnitt
(5) des Isolierstoffgehäuses (2) im geschlossenen Zustand des jeweils zugeordneten
Betätigungselementes (3) in einen dem Quersteg (8) benachbarten Freiraum (6) des jeweils
zugeordneten Betätigungselementes (3), der durch die Hebelarmabschnitte (7a, 7b) seitlich
begrenzt ist, hineinragt.
2. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Federkraftklemmanschluss (11) nach oben hin durch die obere, äußere Begrenzungswand
(10) des Gehäusewandabschnitts (5) abgedeckt ist.
3. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem geschlossenen Zustand des zugeordneten Betätigungselementes (3), bei dem das
Betätigungselement (3) zum Öffnen einer durch den Federkraftklemmanschluss (11) gebildeten
Klemmstelle entgegenwirkend zur Federkraft aufgeschwenkt ist, der Freiraum (6) ermöglicht,
dass das Betätigungselement (3) teilweise in den Innenraum des Isolierstoffgehäuses
(2) eintaucht.
4. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im geöffneten Zustand des Betätigungselementes (3), bei dem das Betätigungselement
(3) zum Öffnen einer durch den Federkraftklemmanschluss (11) gebildeten Klemmstelle
entgegenwirkend zur Federkraft aufgeschwenkt ist, der Freiraum (6) ermöglicht, dass
das Betätigungselement (3) teilweise in den Innenraum des Isolierstoffgehäuses (2)
eintaucht.
5. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusewandabschnitt (5) bündig mit der Oberseite des angrenzenden Abschnitts
des Betätigungselementes (3) abschließt.
6. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusewandabschnitt (5) am Isolierstoffgehäuse (2) eine Erhebung umfasst.
7. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusewandabschnitt (5) im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist.
8. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelarmabschnitte (7a, 7b) des Betätigungselementes (3) im geschlossenen Zustand
des jeweiligen Betätigungselementes (3) an einen jeweils zugeordneten, seitlich neben
einem Federkraftklemmanschluss (11) liegenden Seitenwandabschnitt (29a, 29b) angrenzen.
9. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwandabschnitte (29a, 29b) im äußeren Bereich der Leiteranschlussklemme
(1) durch die Seitenwand des Isolierstoffgehäuses (2) und den Gehäusewandabschnitt
(5) eine seitliche Führung für einen Hebelarmabschnitt (7a, 7b) des Betätigungselementes
3) beim Herunterschwenken bereitstellen.
10. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Schwenklagerbereiche (23) eine Betätigungskontur (24) hat, die
bei Verschwenken des Betätigungselementes (3) mit einer Klemmfeder (13) eines zugeordneten
Federkraftklemmanschlusses (11) in Eingriff bringbar ist, um eine durch eine Klemmkante
(20) der Klemmfeder (13) und einen Stromschienenabschnitt einer Stromschiene (12)
gebildete Klemmstelle des Federkraftklemmanschlusses (11) zum Anklemmen eines elektrischen
Leiters zu öffnen.
11. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stromschiene (12) über mindestens zwei nebeneinander in einer Reihe angeordnete
Federkraftklemmanschlüsse (11) erstreckt, um an die mindestens zwei Federkraftklemmanschlüsse
(11) angeklemmte elektrische Leiter elektrisch leitend miteinander zu verbinden.