[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder mit einer Elektronikschaltung, eine Verwendung
des Steckerverbinders, sowie ein Verfahren zur Herstellung des Steckverbinders.
Stand der Technik
[0002] Üblicherweise bilden zwei Steckverbinder eine Steckverbindung aus, welche über elektrische
Kontakte eine elektrische Verbindung zwischen den beiden Steckverbindern ermöglicht.
Um den Anwendungsbereich von Steckverbindern zu vergrössern werden in Steckverbindern
zunehmend Elektronikschaltungen integriert, beispielsweise um die Messsignale eines
elektronischen Sensors an ein nachfolgendes Messgerät anzupassen. Bekannte Steckverbinder
mit einer Elektronikschaltung, wie beispielsweise im Dokument
WO2008/020946A1 offenbart, weisen diverse Nachteile auf, und können beispielsweise störungsanfällig
sein, einen relativ grossen Platzbedarf benötigen, betreffend Feuchtigkeit und Verschmutzung
anfällig sein, oder relativ teuer sein. Solche Steckverbinder sind insbesondere äusserst
biegeempfindlich, da ein Verbiegen eine Beschädigung der Elektronikschaltung oder
eine Beschädigung einer Leiterplatte, auf welche die Elektronikschaltung angeordnet
ist, zur Folge haben kann.
Darstellung der Erfindung
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es einen vorteilhafteren Steckverbinder umfassend eine
Elektronikschaltung auszubilden.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Steckverbinder aufweisend die Merkmale von Anspruch
1. Die abhängigen Ansprüche 2 bis 13 betreffen weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen.
Die Aufgabe wird weiter gelöst mit einem Verfahren aufweisend die Merkmale von Anspruch
15.
[0005] Die Aufgabe wird insbesondere gelöst mit einem Steckverbinder mit einer Elektronikschaltung,
einem Steckverbindergehäuse, einem Steckanschluss mit zumindest einem elektrischen
Steckkontakt, sowie mit einer Leiterplatte, wobei die Leiterplatte mit der Elektronikschaltung
bestückt ist und Signal leitend mit dem elektrischen Steckkontakt verbunden ist, wobei
die Leiterplatte, als eine flexible Leiterplatte ausgestaltet ist, wobei die Leiterplatte
an einem dem Steckanschluss zugewandten, ersten Endabschnitt Signal leitend mit dem
Steckkontakt verbunden ist, wobei die Leiterplatte mit Elektronikschaltung innerhalb
des Steckverbindergehäuses angeordnet sind, wobei der Steckverbinder eine Längsachse
aufweist, wobei ein Halteelement mit dem Steckanschluss verbunden ist, wobei das Halteelement
innerhalb des Steckverbindergehäuses verlaufend angeordnet ist, wobei sich die Leiterplatte
insbesondere in Richtung der Längsachse erstreckt, und wobei die Leiterplatte an einem
dem Steckanschluss abgewandten, zweiten Endabschnitt am Halteelement befestigt ist.
[0006] Die Aufgabe wird weiter insbesondere gelöst mit einem Verfahren zum Herstellen eines
Steckverbinders, wobei ein Hauptteil einer Leiterplatte mit Elektronikschaltungen
bestückt wird, wobei ein erster Endabschnitt der Leiterplatte an zumindest einen elektrischen
Steckkontakt eines Steckeranschlusses angelötet wird, wobei zumindest einige der elektrisch
leitenden Drähte eines Kabels an Kontaktierungsstellen eines zweiten Kontaktierungsteils
der Leiterplatte angelötet werden, wobei ein zweite Endabschnitt der Leiterplatte
derart am Halteelement befestigt wird, dass sich die Leiterplatte entlang einer Längsachse
des Steckverbinders vom ersten Endabschnitt über das Hauptteil bis zum zweiten Endabschnitt
erstreckt, wobei das Hauptteil und das zweite Kontaktierungsteil der Leiterplatte
in Umfangsrichtung der Längsachse zusammengerollt werden, und wobei der Steckeranschluss
mit daran befestigter Leiterplatte in ein Abdeckteil eingeführt wird und der Steckeranschluss
mit dem Abdeckteil fest verbunden wird.
[0007] Der erfindungsgemässe Steckverbinder umfasst einen Innenraum, innerhalb welchem die
flexible Leiterplatte sowie das Halteelement angeordnet ist, wobei das Halteelement
vorzugsweise starr ausgestaltet ist, vorzugsweise als metallischer Leiter, und sicherstellt,
dass die flexible Leiterplatte in einer definierten Lage im Innenraum angeordnet und
gehalten ist, und wobei das Halteelement vorzugsweise zudem ein Verdrehen der Leiterplatte
um eine Längsachse des Steckverbinders behindert beziehungsweise verhindert. Der Steckverbinder
umfasst einen Steckanschluss mit zumindest einem signalleitenden Steckkontakt. In
einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst das Haltelement einen ersten sowie einen
zweiten Endabschnitt, wobei der erste Endabschnitt am Steckanschluss befestigt ist.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die Leiterplatte ebenfalls einen ersten
sowie einen zweiten Endabschnitt, wobei der erste Endabschnitt der Leiterplatte vorteilhafterweise
entweder am Steckanschluss oder am ersten Endabschnitt des Halteelementes befestigt
ist, und wobei der zweite Endabschnitt der Leiterplatte mit dem zweiten Endabschnitt
des Halteelementes fest verbunden ist, sodass die Leiterplatte über dessen ersten
und zweiten Endabschnitt in einer definierten Lage innerhalb des Steckverbinders gehalten
ist. Die flexible Leiterplatte ist besonders bevorzugt als eine sogenannte Flexleiterplatte
ausgestaltet, d. h. als eine dünne, biegbare und vorzugsweise mehrlagige Leiterplatte.
Die Basis solcher Flexleiterplatten bilden zum Beispiel Polyimid-Folien, auf welchen
Leiterbahnen aufgebracht wurden. Die flexible Leiterplatte, insbesondere jedoch die
Flexleiterplatte, ist auf einfache Weise biegbar und faltbar, sodass solche flexible
Leiterplatten für den erfindungsgemässen Steckverbinder besonders gut geeignet sind,
einerseits um auf einfache Weise die Leiterplatte mit einer Elektronikschaltung zu
bestücken, und um elektrisch leitende Kabel und die elektrischen Steckkontakte mit
Leiterbahnen der Leiterplatte zu verbinden, und um andererseits die bestückte Leiterplatte
durch entsprechendes Biegen, Rollen und allenfalls Falten in den beengten Platzverhältnissen
im Innenraum des Steckverbinder unterzubringen.
[0008] Besonders bevorzugt ist die Leiterplatte nur an dem dem Steckanschluss abgewandten,
zweiten Endabschnitt am Halteelement befestigt, sodass die Leiterplatte am zweiten
Endabschnitt vom Halteelement fest und an einer definierten Position gehalten ist,
wogegen die Leiterplatte im Bereich des ersten Endabschnittes oder eines Verbindungsabschnittes
zum ersten Endabschnitt flexibel ausgestaltet ist, sodass die Leiterplatte in diesem
Bereich flexibel mit dem Steckanschluss verbunden ist. Dadurch sind der erste Endabschnitt
der Leiterplatte, welcher mit dem Steckanschluss fest verbunden ist, und ein Hauptteil
der Leiterplatte, auf welchem die Elektronikschaltung angeordnet ist, gegenseitig
verschiebbar. Dies erlaubt es den Steckverbinder beziehungsweise das Steckverbindergehäuse
zu biegen, insbesondere auch sehr stark zu biegen, ohne dass die Leiterplatte oder
die darauf angeordnete Elektronikschaltung beschädigt wird.
[0009] Der erfindungsgemässe Steckverbinder weist den Vorteil auf, dass die flexible Leiterplatte
kostengünstig herstellbar ist, dass auch komplizierte Verläufe von Leiterbahnen auf
der flexiblen Leiterplatte kostengünstig herstellbar sind, dass die flexible Leiterplatte
kostengünstig mit einer Elektronikschaltung, umfassend beispielsweise auch einen Mikroprozessor,
bestückbar ist, dass einzelne, elektrisch leitende Drähte eines Kabels und/oder Steckkontakte
des Steckanschlusses auf einfache Weise, zum Beispiel durch Löten, elektrisch leitend
verbindbar sind, und dass die flexible Leiterplatte mit der darauf angeordneten Elektronikschaltung
auf einfache Weise in den Hohlraum des Steckverbinders eingeführt werden kann. Es
ist somit möglich einen Steckverbinder kostengünstig herzustellen, wobei der Steckverbinder
auch eine komplexe, anspruchsvolle Elektronikschaltung umfassen kann. Unter einer
Elektronikschaltung werden eine oder mehrere elektrische Komponenten bzw. elektrische
Bauelemente verstanden, umfassend, zum Beispiel, Widerstände, Kondensatoren, Dioden,
Halbleiterbauelemente, integrierte Schaltungen, Leistungsverstärker, EPROMs, Mikroprozessoren,
Mikrokontroller oder andere geeignete, aus dem Stand der Technik bekannte elektronische
Komponenten. Besonders vorteilhaft umfasst die Elektronikschaltung aktive Bauelemente,
das heisst Bauelemente, die in irgendeiner Form ein Signal mit höherer Leistung abgeben
als die Quelle des aufgenommenen Signals bereitstellen kann, oder sie erlauben eine
Steuerung durchzuführen, zum Beispiel mit einem Mikroprozessor. Solche aktive Bauelemente
benötigen eine Hilfsenergie aus einer zusätzlichen Speisung.
[0010] Der erfindungsgemässe Steckverbinder weist den Vorteil auf, dass dieser, obwohl mit
einer Elektronikschaltung bestückt, problemlos biegbar ist, sodass dieser langfristig
zuverlässig verwendbar ist, insbesondere auch in rauer Umgebung wie Baustellen.
[0011] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Halteelement als metallischer, elektrischer
Leiter ausgestaltet. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung bildet das elektrisch
leitende Halteelement zugleich die elektrische Masse der Leiterplatte, wobei der zweite
Endabschnitt der Leiterplatte besonders bevorzugt elektrisch leitend mit dem die elektrische
Masse ausbildenden Halteelement verbunden ist, was den Vorteil ergibt, dass der Massepunkt
bezüglich der elektrischen Steckkontakte besonders weit vorgelagert ist in Richtung
eines Kabels, das vom Steckverbinder aufgenommen wird. Diese Anordnung des Massepunktes
weist den Vorteil auf, dass allfällige auf den Steckverbinder, die Elektronikschaltung
und/oder das Kabel einwirkende Störsignale reduziert oder sogar eliminiert werden.
[0012] In einer weiteren möglichen Ausführungsform ist das Halteelement elektrisch isolierend
ausgestaltet und besteht beispielsweise aus einem Kunststoff. Die elektrische Masse
wird bei dieser Ausgestaltung durch zumindest eine auf der Leiterplatte angeordneten
Leiterbahn ausgebildet, wobei diese Leiterbahn vorzugsweise mit zumindest einem der
elektrischen Steckkontakte verbunden ist. Diese Leiterbahn kann vorteilhafterweise
ebenfalls derart verlaufend ausgestaltet sein, dass die elektrische Masse bzw. der
Massepunkt bezüglich der elektrischen Steckkontakte besonders weit vorgelagert ist
in Richtung eines Kabels.
[0013] Um eine elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) des Steckverbindung zusätzlich zu
verbessern ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung eine zusätzliche Abschirmung des
Innenraumes des Steckverbinders vorgesehen, beispielsweise indem auf der flexiblen
Leiterplatte elektrisch leitende Strukturen ausgebildet sind, welche mit der elektrischen
Masse verbunden sind, und / oder indem beispielsweise ein zusätzlicher metallischer
Leiter, beispielsweise ein Schutzblech, angeordnet ist, welcher den Innenraum des
Steckverbinder in Richtung der Längsachse L und/oder in Umfangsrichtung zur Längsachse
L zumindest teilweise umschliesst, und welche mit der elektrischen Masse verbunden
ist und dadurch als faradayscher Käfig wirkt.
[0014] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist die Elektronikschaltung als
eine universelle Schnittstelle für eine konfigurierbare Ausgabe und Erfassung von
analogen und digitalen Informationen ausgestaltet. Die Elektronikschaltung umfasst
vorteilhafter Weise einen Mikroprozessor. Die Elektronikschaltung erlaubt vorzugsweise
ein Anpassung der verarbeiteten Signale und/oder eine Wandlung der Signale von analog
zu digital und umgekehrt. Der erfindungsgemässe Steckverbinder ist in einer vorteilhaften
Verwendung über ein Kabel mit einem Sensor verbunden. Der erfindungsgemässe Steckverbinder
umfassend eine universelle Schnittstelle weist den Vorteil auf, dass dieser für eine
Vielzahl unterschiedlichster Sensoren geeignet ist, da die Sensoren über ein Kabel
mit dem Steckverbinder verbunden sind, und innerhalb des Steckverbinders eine Signalanpassung
stattfinden kann, sodass das am Steckkontakt des Steckverbinders anliegende Signal
bereits für die dem Steckkontakt nachfolgende Verarbeitungsvorrichtung angepasst ist.
Der erfindungsgemässe Steckverbinder weist somit den Vorteil auf, dass auf einen bisher
üblichen Signalanpassungsverstärker, welcher bisher zwischen Steckverbinder und nachfolgender
Verarbeitungsvorrichtung erforderlich war, verzichtet werden kann. Besonders vorteilhaft
werden über die Steckkontakte nur noch digitale Signale übertragen, da innerhalb des
Steckverbinders eine Digital-Analog-Wandlung und/oder eine Analog-Digital-Wandlung
erfolgen. Der erfindungsgemässe Steckverbinder weist in einer besonders vorteilhaften
Ausgestaltung eine hervorragende elektromagnetische Verträglichkeit auf, was eine
zuverlässige, robuste Signalverarbeitung ermöglicht, auch in schwierigem Umfeld, beispielsweise
im industriellen Umfeld, oder in einem Umfeld mit starken Wettereinflüssen.
[0015] In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst der Steckverbinder ein Steckverbindergehäuse
umfassend zumindest einen Steckanschluss sowie ein Abdeckteil mit einem Hohlraum,
in welchem die Elektronikschaltung angeordnet ist. Der Steckanschluss und das Abdeckteil
sind in vorteilhafter Weise wasserdicht verbunden. Vorteilhafterweise ist auch ein
in das Abdeckteil mündendes Kabel wasserdicht mit dem Abdeckteil verbunden. In einer
besonders vorteilhaften Ausgestaltung wird der Hohlraum des Steckverbinders nach dessen
Herstellung mit einer Isoliermasse wie beispielsweise Silikon aufgefüllt, sodass insbesondere
die flexible Leiterplatte sowie die elektrischen Kontakte im Hohlraum in dieser Isoliermasse
eingebettet sind. Dadurch ist eine Kondensation von Wasser innerhalb des Hohlraumes
ausgeschlossen. Zudem ist eine Verschmutzung innerhalb des Hohlraumes ausgeschlossen.
Somit sind insbesondere auch unerwünschte, elektrisch leitende Verbindungen innerhalb
des Hohlraumes ausgeschlossen. Der erfindungsgemässe Steckverbinder ist deshalb insbesondere
auch für raue Messbedingungen bzw. Umgebungen gut geeignet.
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst der Steckverbinder zudem zumindest einen
Fluid leitenden Schlauch, sodass mit Hilfe des Steckverbinders nebst der elektrischen
Verbindung zudem noch eine Fluid leitende Steckverbindung herstellbar ist.
[0017] Der Steckanschluss ist vorzugsweise als ein Rundsteckanschluss ausgestaltet, mit
einer runden Stirn- bzw. Querschnittsfläche, an welcher die elektrischen Steckkontakte
angeordnet sind. Die Stirnfläche könne jedoch auch eckig, beispielsweise viereckig,
oder oval oder in einer sonstigen Form ausgestaltet sein, sodass der Steckanschluss
eine derartige Form aufweist. Der Steckanschluss umfasst zumindest ein oder zwei elektrische
Steckkontakte, und vorzugsweise zwischen 3 und 10 elektrische Steckkontakte. Diese
Steckkontakte sind vorzugsweise im Steckanschluss eingegossen, so dass der Steckanschluss
eine wasserdichte Stirnseite aufweist.
[0018] Männliche Steckverbinder, welche in Kombination mit Kabeln verwendet werden, und
welche nach aussen weisende Kontaktstifte aufweisen, werden üblicherweise als Stecker
bezeichnet. Weibliche Steckverbinder, welche in Kombination mit Kabeln verwendet werden,
und welche nach innen weisenden Kontaktöffnungen aufweisen, werden üblicherweise als
Kupplung bezeichnet. Im vorliegenden Dokument werden die Begriffe "Steckkontakt" und
"Steckanschluss" verwendet, wobei diese Begriffe sowohl ein Stecker mit vorstehenden
Steckkontakten als auch eine Kupplung mit nach innen weisenden Steckkontakten umfasst,
bzw. sowohl einen Steckanschluss eines Steckers als auch einer Kupplung umfasst.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen im Detail beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0020] Die zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele verwendeten Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Steckverbinders mit getrenntem Gehäuse;
Fig. 2 eine Stirnansicht des Steckverbinders gemäss Fig. 1;
Fig. 3 einen Längsschnitt des Steckverbinder gemäss Fig. 1 entlang der Schnittlinie
A - A;
Fig. 4 eine Stirnansicht der Rückseite eines Steckanschlusses gemäss Fig. 1, jedoch
ohne Leiterplatte;
Fig. 5 eine weitere Seitenansicht des Steckanschlusses sowie der Leiterplatte des
Steckverbinders gemäss Fig.1;
Fig. 6 einen Querschnitt durch den Steckanschluss gemäss Fig. 5 entlang der Schnittlinie
B-B;
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht des Steckanschlusses gemäss Fig. 5;
Fig. 8 eine perspektivische Detailansicht der in den Figuren 1, 3, 5 und 7 dargestellten
Leiterplatte mit Halteelement;
Fig. 9 eine perspektivische Detailansicht einer Starrflexleiterplatte mit Halteelement.
[0021] Grundsätzlich sind in den Zeichnungen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0022] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht, Figur 2 eine Stirnansicht und Figur 3 einen Längsschnitt
entlang der Schnittlinie A-A eines ersten Ausführungsbeispiels eines Steckverbinders
1. Der Steckverbinder ist als Rundstecker ausgestaltet. Der Steckverbinder könne jedoch
auch eckig oder oval ausgestaltet sein, insbesondere viereckig, oder eine sonstig
ausgestaltete Querschnittsfläche aufweisen. Der Steckverbinder 1 umfasst ein zweiteiliges
Steckverbindergehäuse 2, umfassend einen Steckanschluss 2a sowie ein Abdeckteil 2b.
Der Steckverbinder 1 weist eine Längsachse L auf. Im Steckanschluss 2a sind eine Mehrzahl
von in Längsrichtung L verlaufenden Steckkontakte 4 angeordnet, vorzugsweise zwischen
zwei und zehn Steckkontakte 4, welche eine Kontaktstirnseite 4a und eine Kontaktrückseite
4b aufweisen. Die Steckkontakte 4 sind vorzugsweise im Steckanschluss 2a eingegossen,
sodass der Abschnitt des Steckanschlusses 2a zwischen Kontaktstirnseite 4a und Kontaktrückseite
4b wasserdicht ist, und somit kein Wasser von vorne in den Hohlraum 2e des zusammengesetzten
Steckverbinders 1 eindringen kann. Der Steckanschluss 2a umfasst einen Innenraum 2g,
in welchen die Steckkontakte 4 münden, und welcher mit einer nicht dargestellten Buchse
oder einer Kupplung verbindbar ist. Das Abdeckteil 2b umfasst einen Hohlraum 2e sowie
einen Kanal 2f, wobei der Steckverbinder 1 im fertig konfektionieren Zustand üblicherweise
ein nur andeutungsweise dargestelltes Kabel 8 mit Drähten 8a umfasst, welche durch
den Kanal 2f verlaufen. Das Abdeckteil 2b umfasst ein Innengewinde 2d und der Steckanschluss
2a umfasst ein gegengleich ausgestaltetes Aussengewinde 2c, sodass der Steckanschluss
2a sowie das Abdeckteil 2b über die beiden Gewinde 2c, 2d verschraubbar und somit
gegenseitig befestigbar sind, um das gesamte Steckverbindergehäuse 2 auszubilden.
Vorteilhafterweise ist wie dargestellt ein ringförmiges Abdichtmittel 3 vorgesehen,
um den Spalt zwischen Steckanschluss 2a und Abdeckteil 2b abzudichten. An der Rückseite
des Steckanschluss 2a stehen die Kontaktrückseiten 4b der Steckkontakte 4 vor, sodass
diese mit einer flexiblen Leiterplatte 5 elektrisch leitend verbindbar sind. Die flexible
Leiterplatte 5 ist in dem in den Figuren 1 bis 8 dargestellten Ausführungsbeispiel
als eine Flexleiterplatte ausgestaltet. Ein in Längsrichtung L über den Steckanschluss
2a vorstehendes Halteelement 6, vorzugsweise ein starrer, metallischer Leiter bzw.
Draht, ist fest mit dem Steckanschluss 2a und/oder einem der Steckkontakte 4 verbunden.
Das Halteelement 6 umfasst einen ersten Endabschnitt 6a, welche im dargestellten Ausführungsbeispiel
mit dem Steckanschluss 2a verbunden ist, und umfasst einen zweiten Endabschnitt 6b,
welcher mit einem zweiten Leiterplattenendabschnitt 5i der flexiblen Leiterplatte
5 verbunden ist, vorzugsweise starr und fest verbunden, sodass die flexible Leiterplatte
5 an diesem Ende in einer definierten Position und fest gehalten ist, und vorzugsweise
auch geerdet ist. Die flexible Leiterplatte 5 umfasst zudem einen ersten Leiterplattenendabschnitt
5a der an der Kontaktrückseite 4b und/oder am ersten Endabschnitt 6a gehalten ist.
Die flexible Leiterplatte 5 ist somit an zumindest zwei, in Längsrichtung L gegenseitig
beanstandeten Abschnitten 5a, 5i gehalten und vorzugsweise auch gegen ein Verdrehen
in Umfangsrichtung der Längsachse L geschützt.
[0023] Figur 4 zeigt die Rückseite des Steckanschlusses 2a. In einer bevorzugten Ausführungsform
verläuft das Halteelement 6, wie in Figur 3 und 4 dargestellt, quer zur Längsrichtung
L. Dieser Verlauf des Halteelementes 6 weist den Vorteil auf, dass bei der vom Halteelement
6 gehaltenen Leiterplatte 5, ein Verdrehen in Umfangsrichtung zur Längsrichtung L
vermieden wird. Figur 5 zeigt einen Ausschnitt der Seitenansicht gemäss Figur 1 im
Detail. Figur 6 zeigt einen Schnitt durch Figur 5 entlang der Schnittlinie B-B. Der
erste Endabschnitt 5a der Leiterplatte 5 ist ringförmig verlaufen ausgestaltet, weist
vorzugsweise eine einzige Durchbrechung 51 auf, und weist eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung
gegenseitig beabstandet angeordnete Kontaktierungsstellen 5g auf, welche derart bezüglich
den Kontaktrückseiten 4b angeordnet sind, dass die Kontaktierungsstellen 5g und die
Kontaktrückseiten 4b unmittelbar nebeneinander angeordnet sind, und zum Beispiel durch
Löten auf einfache und effiziente Weise ein gegenseitiger elektrischer Kontakt hergestellt
werden kann. Der Steckanschluss 2a weist eine Mehrzahl von Steckkontakten 4 auf, wobei
jeder Steckkontakt 4 zur Leiterplatte 5 hin in einer Kontaktrückseite 4b endet, und
wobei sich jede Kontaktrückseite 4b durch die Durchbrechung 51 hindurch erstreckt
und mit je einer Kontaktierungsstelle 5g verbunden ist. In Figur 4 ist zudem das Halteelement
6 im Schnitt dargestellt. Das Halteelement 6 ist vorzugsweise als metallischer Leiter
ausgestaltet und besteht vorzugsweise aus einem Metall. Das Halteelement 6 ist vorzugsweise
ebenfalls elektrisch leitend mit dem ersten Endabschnitt 5a der Leiterplatte 5 beziehungsweise
mit einer im ersten Endabschnitt 5a der Leiterplatte 5 angeordneten Leiterbahn und/oder
mit der Kontaktrückseite 4b verbunden. Das Halteelement 6 ist zudem vorzugsweise ebenfalls
elektrisch leitend mit dem zweiten Endabschnitt 5i der Leiterplatte 5 beziehungsweise
mit einer im zweiten Endabschnitt 5i angeordneten Leiterbahn der Leiterplatte 5 verbunden.
Die Leiterplatte 5 umfasst Leiterbahnen, die nicht dargestellt sind, die jedoch mit
zumindest gewissen Kontaktierungsstellen 5g verbunden sein können.
[0024] Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht des Steckanschlusses 2a sowie der Leiterplatte
5 und des Halteelementes 6, und Fig. 8 zeigt eine perspektivische Ansicht der Leiterplatte
5 sowie des Halteelementes 6. Die Leiterplatte 5 umfasst ein Hauptteil 5c, auf welchem
die Elektronikschaltung 7, umfassend insbesondere auch einen oder mehrere Mikrocontroller,
angeordnet ist. Die Leiterplatte 5 umfasst das in Richtung der Längsachse L verlaufende
Hauptteil 5c, und umfasst zudem einen ersten Endabschnitt 5a und einen zweiten Endabschnitt
5i, welche in Richtung der Längsachse L beidseitig anschliessend an das Hauptteil
5c angeordnet sind. Die Elektronikschaltung 7 oder Teilkomponenten davon könnten jedoch
auch an anderen Stellen auf der Leiterplatte 5 angeordnet sein. Die Leiterplatte 5
umfasst vorzugsweise zudem einen ersten Verbindungsabschnitt 5b, welcher die Leiterplatte
5, insbesondere das Hauptteil 5c, über nicht dargestellte Leiterbahnen elektrisch
leitend mit dem ersten Endabschnitt 5a verbindet. Der erste Verbindungsabschnitt 5b
verläuft zwischen dem Hauptteil 5c und dem ersten Endabschnitt 5a kurvenförmig oder
S-förmig, zur Zugsentlastung von Hauptteil 5c und erstem Endabschnitt 5a. Diese Ausgestaltung
ist besonders vorteilhaft, da der erste Endabschnitt 5a relativ zum Hauptteil 5c bewegt
werden kann, ohne eine Spannung auf dem Hauptteil 5c oder gar eine Beschädigung des
Hauptteils 5c zu bewirken, oder eine Beschädigung der Verbindungsstellen zwischen
erstem Endabschnitt 5a und den Kontaktrückseiten 4b zu bewirken. Somit kann der Steckverbinder
1 und insbesondere der dünnwandige Abschnitt 2h des Abdeckteils 2b problemlos gebogen
werden, zum Beispiel während dem Einstecken und Ausstecken, oder kann auch permanent
gekrümmt verlaufen, ohne dass dadurch eine übermässige Spannung auf das Hauptteil
5c, die Elektronikschaltung oder weitere Komponenten des Steckverbinders bewirkt wird.
Die Leiterplatte 5 ist durch das Halteelement 6 in einer definierten Lage gehalten,
wobei der zweite Leiterplattenendabschnitt 5i vorzugsweise fest mit dem zweiten Endabschnitt
6b verbunden ist, und wobei der erste Leiterplattenendabschnitt 5a mit der Kontaktrückseite
4b und/oder dem ersten Endabschnitt 6a des Halteelementes 6 fest verbunden ist. In
einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die Leiterplatte 5 zumindest ein zweites
Kontaktierungsteil 5e und/oder ein drittes Kontaktierungsteil 5f mit Kontaktierungsstellen
5g. Die Kontaktierungsteile 5e, 5f können über zweite Verbindungsabschnitte 5d mit
dem Hauptteil 5c verbunden sein. Die Kontaktierungsstellen 5g dienen vorzugsweise
dazu grossflächige Kontaktierungsstellen auszubilden um einzelne elektrische Leiter
8a des Kabels 8 auf einfache Weise elektrisch leitend mit der Leiterplatte 5 bzw.
deren Leiterbahnen zu verbinden, zum Beispiel durch Löten. Die Leiterplatte 5 umfasst,
ausgehend vom Hauptteil 5c vorteilhafterweise das zweite Kontaktierungsteil 5e, welches
sich bezüglich der Längsachse L in Umfangsrichtung U erstreckt, wobei das zweite Kontaktierungsteil
5e als Lötstellen ausgestaltete Kontaktierungsstellen 5g umfasst. Die Leiterplatte
5 umfasst vorzugsweise zudem ein drittes Kontaktierungsteil 5f, welches bezüglich
der Längsachse L in Umfangsrichtung U nachfolgend dem Hauptteil 5c und gegenseitig
zum zweiten Kontaktierungsteil 5e angeordnet ist. Das Halteelement 6 ist besonders
vorteilhaft als metallischer, elektrischer Leiter ausgestaltet und bildet zugleich
die elektrische Masse der Leiterplatte 5, wobei die elektrische Masse das Bezugspotenzial
für die Spannung darstellt. Die in den Figuren 1-8 dargestellte Ausführungsform weist
somit den Vorteil auf, dass der zweite Endabschnitt 6b bzw. der zweite Leiterplattenendabschnitt
5i ebenfalls das Potential der elektrischen Masse aufweist, weshalb die elektrische
Masse ausgehend vom Steckanschluss 2a, im Steckverbinder 1 in Richtung der Längsachse
L relativ weit nach vorne in Richtung zum Kabel 8 hin angeordnet ist. Diese Ausgestaltung
weist den Vorteil auf, dass Störsignale, welche von Kabel 8 auf die Leiterplatte 5
bzw. die Elektronikschaltung 7 übertragen werden könnten, reduziert werden. Die Elektronikschaltung
7 umfasst vorzugsweise einen A/D-Wandler und/oder einen D/A- Wandler, sodass die über
das Kabel 8 als analoge Signale eingebrachten Sensorsignale nach der Elektronikschaltung
7 als digitale Signale an die Steckkontakte 4 übertragen werden. In einer vorteilhaften
Ausgestaltung könnte die Leiterplatte 5 eine Mehrzahl von Leiterbahnen aufweisen,
welche mit der Masse verbunden sind und welche derart angeordnet sind, dass sie den
Innenbereich des von der Leiterplatte 5 zumindest teilweise umschlossenen Raumes gegen
elektromagnetische Störungen abschirmen. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
könnte ein Metallteil, beispielsweise ein dünnes Blech, vorgesehen sein, welche die
Leiterplatte 5 von aussen zumindest teilweise umschliesst, und sich in Längsrichtung
L zumindest teilweise entlang der Leiterplatte 5 erstreckt, wobei dieses Metallteil
mit der Masse verbunden ist, und dadurch elektromagnetische Störungen von der Leiterplatte
5 abschirmen kann.
[0025] Wie in den Figuren 2 und 3 angedeutet, kann der Steckverbinder 1 zudem noch zumindest
einen Fluid leitenden Schlauch 9 umfassen, der, wie in Figur 2 dargestellt, durch
den Steckeranschluss 2a verläuft, und, wie in Figur 3 dargestellt, in Längsrichtung
L entlang des Hauptteils 5c und durch den Kanal 2f verläuft. Vorzugsweise ist der
Schlauch 9 innerhalb des Kabels 8 angeordnet, sodass das Kabel 8 sowohl den Schlauch
9 als auch elektrische Leiter 8a umfasst. Der erfindungsgemässe Steckverbinder 1 weist
den Vorteil auf, dass, wie zum Beispiel aus Figur 8 ersichtlich, die Leiterplatte
5 den Mittenbereich vorzugsweise frei hält, indem der erste Endabschnitt 5a die Ausnehmung
51 aufweist, und indem das Hauptteil 5c sowie das zweite Kontaktierungsteil 5e und
allenfalls das dritte Kontaktierungsteil 5f sich in Umfangsrichtung U zur Längsachse
L erstreckt, sodass auch hier der Mittenbereich frei gehalten werden kann für zumindest
einen in Längsrichtung L verlaufenden Schlauch 9. Dadurch, dass die Leiterplatte 5
durch das Halteelement 6 beim zweiten Endabschnitt 5i in einer definierten Position
gehalten wird, weist der zwischen dem ersten und dem zweiten Endabschnitt 5a, 5i liegende
Bereich der Leiterplatte 5 eine gewisse Bewegungsfreiheit auf, sodass insbesondere
auch der Schlauch 9 eine gewisse Bewegungsfreiheit in Innenraum 2e aufweisen kann.
Dies gewährleistet, dass allfällig auftretende Zug- oder Knickkräfte die Leiterplatte
5 und/oder den Schlauch 9 nicht beschädigen können.
[0026] Der in den Figuren 1 bis 8 dargestellte Steckverbinder 1 wird vorzugsweise derart
hergestellt, das in einem ersten Verfahrensschritt die flexible Leiterplatte 5 mit
den erforderlichen Leiterbahnen und den erforderlichen Kontaktierungsstellen 5g, inkl.
der Kontaktierungsstellen für die aufzubringende Elektronikschaltung, hergestellt
werden, dass in einem zweiten Verfahrensschritt die flexible Leiterplatte 5 in einer
ebenen Fläche angeordnet wird, sodass die Elektronikschaltung 7 auf eine einfache
Weise auf die Leiterplatte 5 aufgebracht werden kann, und dass die einzelnen Leiter
8a des Kabels 8 mit den entsprechenden Kontaktierungsstellen 5g zum Beispiel durch
Löten elektrisch leitend verbunden werden, und dass die Kontaktierungsstellen 5g des
ersten Endabschnittes 5a der Leiterplatte 5 elektrisch leitend, zum Beispiel durch
Löten, mit den Kontaktrückseiten 4b der Steckkontakte 4 verbunden werden. In einem
dritten Verfahrensschritt wird die Leiterplatte 5 derart verformt, zum Beispiel wie
in den Figuren 7 und 8 dargestellt durch u-förmiges oder kreisförmiges Verformen von
Teilen der Leiterplatte 5, dass die Leiterplatte 5 in den Hohlraum 2e einführbar ist,
um danach das Abdeckteil 2b auf den Steckanschluss 2a aufzuschrauben, wobei vorzugsweise
ein ringförmiges Abdichtmittel 3 vorgesehen ist, um das Abdeckteil 2b und der Steckanschluss
2a Fluid dicht zu verbinden. In einem weiteren, optionalen Verfahrensschritt kann
der Hohlraum 2e zudem mit einer Vergussmasse, einem elektrischen Isolator, beispielsweise
mit Silikon gefüllt werden, um den Hohlraum 2e vor Feuchtigkeit oder eindringenden
Staub zu schützen. Der elektrische Isolator wird vorzugsweise über den Kanal 2f zugeführt.
Zudem erhöht dieser elektrische Isolator die Vibrationsfestigkeit der im Hohlraum
2 angeordneten Leiterplatte 5 sowie der Elektronikschaltung 7.
[0027] Figur 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer flexiblen Leiterplatte 5, nämlich
eine sogenannte Starrflexleiterplatte, welche im dargestellten Ausführungsbeispiel
vier starre Teilplatten 5a, 5c, 5e und 5i umfasst, welche gegenseitig flexibel bzw.
gegenseitig biegbar und gegenseitig elektrisch leitend miteinander verbunden sind.
Gewisse starre Teilplatten sind beispielsweise über elektrische Leiter elektrisch
leitend und gegenseitig biegbar miteinander verbunden, wobei diese elektrischen Leiter
in Fig. 9 nicht dargestellt sind. Auch bei dieser Ausführungsform ist ein Halteelement
6 erforderlich, um den ersten Endabschnitt 5a und/oder zumindest den zweiten Endabschnitt
5i und dadurch die gesamte Leiterplatte 5 mit Hilfe des Halteelementes 6 in einer
definierten Lage zu halten. Die Teilplatten 5a, 5c können beispielsweise auch über
ein flexibles Kabel elektrisch leitend miteinander verbunden sein.
[0028] Der erfindungsgemässe Steckverbinder 1 kann in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
derart ausgestaltet sein, dass der Innenraum des Steckverbinders 1 im Zentrum, entlang
der Längsachse L, frei gehalten ist, sodass entlang der Längsachse L zum Beispiel
ein Schlauch 9 angeordnet sein kann, der ausgehend vom Innenraum 2g bis zur Leiterplatte
5, oder noch weiter bis in das Kabel 8 hinein verläuft. Es kann zum Beispiel ein Fluid
wie beispielsweise ein Gas durch diesen Schlauch 9 hindurchgefördert werden, oder
beispielsweise eine Flüssigkeit, beispielsweise auch eine Kühlflüssigkeit. Der Schlauch
9 kann, wie beispielsweise in Figur 2 angedeutet, im Zentrum des Steckanschlusses
2a angeordnet sein, an Stelle des Steckkontaktes 4. Der Schlauch 9 kann, wie in Figur
2 oder 6 beispielhaft angedeutet, aus der Rückseite des Steckanschlusses 2a austreten,
und entlang der Leiterplatte 5 in Richtung der Längsachse L verlaufend, beispielsweise
bis in das Kabel 8 geleitet sein, sodass zum Beispiel ein mit dem Kabel 8 verbundener
Sensor über den Steckanschluss 2a mit einem Fluid versorgt werden kann, oder dass
vom Sensor ein Fluid über den Steckanschluss 2a einer dem Steckanschluss 2a nachgeordneten
Vorrichtung zugeleitet werden kann.
[0029] Der erfindungsgemässe Steckverbinder ist vorzugsweise Teil eines Steckersystems.
Der erfindungsgemässe Steckverbinder wird vorzugsweise zusammen mit einem elektronischen
Sensor verwendet, indem der elektronische Sensor über ein Kabel 8 mit dem Steckverbinder
1 verbunden ist, und indem die Messwerte des elektronischen Sensors über das Kabel
8 der Elektronikschaltung 7 des Steckverbinders 1 zugeführt werden, im Steckverbinder
1 gewandelt werden, und über die Steckkontakte 4 einer nachfolgenden Vorrichtung zugeführt
werden. Vorzugsweise finde im Steckverbinder 1 eine Analog/Digital-Wandlung statt.
Es kann sich auch als vorteilhaft erweisen dem Kabel 8 über den Steckverbinder 1 ein
elektrisches Signal zuzuführen, als analoges oder als digitales Signal, beispielsweise
ein Steuersignal oder ein Eichsignal.
1. Steckverbinder (1) mit einer Elektronikschaltung (7), einem Steckverbindergehäuse
(2), einem Steckanschluss (2a) mit zumindest einem elektrischen Steckkontakt (4),
sowie mit einer Leiterplatte (5), wobei die Leiterplatte (5) mit der Elektronikschaltung
(7) bestückt ist und Signal leitend mit dem elektrischen Steckkontakt (4) verbunden
ist, wobei die Leiterplatte (5) als eine flexible Leiterplatte ausgestaltet ist, wobei
die Leiterplatte (5) an einem dem Steckanschluss (2a) zugewandten, ersten Endabschnitt
(5a) Signal leitend mit dem Steckkontakt (4) verbunden ist, wobei die Leiterplatte
(5) mit Elektronikschaltung (7) innerhalb des Steckverbindergehäuses (2) angeordnet
sind, und wobei der Steckverbinder eine Längsachse (L) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halteelement (6) mit dem Steckanschluss (2a) verbunden ist, dass das Halteelement
(6) innerhalb des Steckverbindergehäuses (2) verlaufend angeordnet ist, und dass die
Leiterplatte (5) an einem dem Steckanschluss (2a) abgewandten, zweiten Endabschnitt
(5i) am Halteelement (6) befestigt ist.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (5) ein Hauptteil (5c) umfasst, welches sich in Richtung der Längsachse
(L) erstreckt, dass die Elektronikschaltung (7) auf dem Hauptteil (5c) angeordnet
ist, und dass das Hauptteil (5c) in Richtung der Längsachse (L) zwischen dem ersten
Endabschnitt (5a) und dem zweiten Endabschnitt (5i) angeordnet sind.
3. Steckverbinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (6) als metallischer, elektrischer Leiter ausgestaltet ist, dass
das Halteelement (6) zugleich die elektrische Masse der Leiterplatte (5) ausbildet,
und dass der zweite Endabschnitt (5i) mit der elektrischen Masse verbunden ist, wobei
die elektrische Masse das Bezugspotential für die Spannung darstellt,.
4. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (5) einen ersten Verbindungsabschnitt (5b) umfasst, dass der erste
Verbindungsabschnitt (5b) das Hauptteil (5c) mit den ersten Endabschnitt (5a) verbindet,
und dass sich der erste Verbindungsabschnitt (5b) kurvenförmig verlaufend zwischen
dem Hauptteil (5c) und dem ersten Endabschnitt (5a) erstreckt, zur Zugsentlastung
von Hauptteil (5c) und erstem Endabschnitt (5a).
5. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (5) ausgehend vom Hauptteil (5c) ein zweites Kontaktierungsteil
(5e) umfasst, welches sich bezüglich der Längsachse (L) in Umfangsrichtung erstreckt,
und dass das zweite Kontaktierungsteil (5e) als Lötstellen ausgestaltete Kontaktierungsstellen
(5g) umfasst, und dass die Leiterplatte (5) vorzugsweise ein drittes Kontaktierungsteil
(5f) umfasst, welches bezüglich der Längsachse (L) in Umfangsrichtung (U) nachfolgend
dem Hauptteil (5c) und gegenseitig zum zweiten Kontaktierungsteil (5e) angeordnet
ist.
6. Steckverbinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dieser ein Kabel (8) mit einer Mehrzahl elektrisch leitender Drähte (8a) umfasst,
dass die Kontaktierungsstellen (5g) Signal leitend mit dem Hauptteil (5c) verbunden
ist, und dass zumindest einige der elektrisch leitenden Drähte (8a) mit je einer der
Kontaktierungsstellen (8a) elektrisch leitend verbunden ist.
7. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder eine Längsachse (L) aufweist, und dass der erste Endabschnitt
(5a) senkrecht zur Längsachse (L) verlaufend angeordnet ist.
8. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Endabschnitt (5a) eine einzige Durchbrechung (51) aufweist, dass eine Mehrzahl
von Kontaktierungsstellen (5g) in Umfangsrichtung entlang der Durchbrechung (51) angeordnet
sind, dass der Steckanschluss (2a) eine Mehrzahl von Steckkontakten (4) aufweist,
wobei jeder Steckkontakt (4) zur Leiterplatte (5) hin in einer Kontaktrückseite (4b)
endet, und dass sich jede Kontaktrückseite (4b) durch die Durchbrechung (51) hindurch
erstreckt und mit je einer Kontaktierungsstelle (5g) verbunden ist.
9. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fluid leitender Schlauch (9) sich, ausgehend vom Steckanschluss (2a), in Längsrichtung
(L) entlang des Steckanschlusses (2a) sowie entlang des Hauptteils (5c) erstreckt,
und anschliessend aus dem Steckverbindergehäuse (2) austritt.
10. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckverbindergehäuse (2) einen Innenraum (2e) aufweist, in welchem die Leiterplatte
(5) mit Elektronikschaltung (7), das Halteelement (6) sowie zumindest eine Teillänge
der Kontaktrückseiten (4b) angeordnet sind, und dass der Innenraum (2e) mit einer
Isoliermasse vergossen ist, insbesondere mit Silikon.
11. Steckverbinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (5), das zweite Kontaktierungsteil (5e) und allenfalls das dritte
Kontaktierungsteil (5f) in Verlaufsrichtung der Längsachse (L) entlang zumindest eines
Teilabschnittes eine elektrisch leitende Abschirmung (10) umfasst, welche im Wesentlichen
einen faradayschen Käfig ausbildet, wobei die Abschirmung (10) mit dem Halteelement
(6) elektrisch leitend verbunden ist.
12. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim fertig montierten Steckverbinder das Hauptteil (5c), das zweite Kontaktierungsteil
(5e) und, falls vorhanden, das dritte Kontaktierungsteil (5f), in Umfangsrichtung
(U) zur Längsachse (L) verlaufen, vorzugsweise u-förmig oder kreisförmig.
13. Steckersystem mit einem Steckverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
14. Verwendung eines Steckverbinders (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 für einen elektronischen
Sensor.
15. Verfahren zum Herstellen eines Steckverbinders (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (5) mit Elektronikschaltungen (7) bestückt wird, dass der erste
Endabschnitt (5a) der Leiterplatte (5) an den zumindest einen elektrischen Steckkontakt
(4) angelötet wird, dass zumindest einige der elektrisch leitenden Drähte (8a) des
Kabels (8) an die Kontaktierungsstellen (5g) des zweiten Kontaktierungsteils (5e)
angelötet werden, dass der zweite Endabschnitt (5i) am Halteelement (6) befestigt
wird, dass das Hauptteil (5c) und das zweite Kontaktierungsteil (5e) in Umfangsrichtung
(U) der Längsachse (L) zusammengerollt werden, und dass der Steckeranschluss (2a)
mit daran befestigter Leiterplatte (5) in das Abdeckteil (2b) eingeführt wird und
der Steckeranschluss (2a) mit dem Abdeckteil (2b) fest verbunden wird.