[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von stabförmigen Produkten der
Tabak verarbeitenden Industrie. Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung einer
Wendetrommel in einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie zur Herstellung
von stabförmigen Produkten, die mehrere Segmente umfassen. Ferner betrifft die Erfindung
eine Maschine zur Herstellung von stabförmigen Produkten der Tabak verarbeitenden
Industrie, wobei die Maschine einen ersten Produktlauf aufweist, in dem ein erstes
stabförmiges Produkt der Tabak verarbeitenden Industrie aus mehreren Segmenten queraxial
gefördert wird oder förderbar ist, und in ein erstes und ein zweites Teilprodukt geschnitten
wird oder schneidbar ist, wobei die Maschine einen zweiten Produktlauf aufweist, in
dem ein weiteres stabförmiges Produkt der Tabak verarbeitenden Industrie queraxial
gefördert wird oder förderbar ist, wobei in einer Förderrichtung des ersten Produkts
der zweite Produktlauf hinter dem ersten Produktlauf angeordnet ist.
[0002] EP 3 231 300 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Filterzigaretten, bei dem Filterstöcke
queraxial gefördert werden, mittig mit einem Umhüllungsmaterial umhüllt werden, durch
dieses Umhüllungsmaterial geschnitten werden, um 180° gewendet und längsaxial voneinander
beabstandet werden, um anschließend einer Filteransetzmaschine zugeführt zu werden.
Hierdurch werden Filterzigaretten hergestellt, die an deren tabakseitigem Ende ein
doppeltes Umhüllungsmaterial aufweisen.
[0003] In der Tabak verarbeitenden Industrie werden zusehends verschiedenste stabförmige
Produkte benötigt. Hierbei kann es sich unter anderem um Multisegmentfilter, stabförmige
Tabakprodukte, an die Filtersegmente oder Abstandssegmente angebracht sind, oder sogenannte
Heat-not-burn Produkte handeln.
[0004] Insbesondere bei sehr empfindlichen Segmenten, die am äußersten Ende eines stabförmigen
Produkts liegen, kann die Bearbeitung bzw. Verarbeitung in vielen Förderorganen zu
Beschädigungen bzw. Qualitätseinbußen führen.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, stabförmige Produkte der Tabak verarbeitenden
Industrie, die aus mehreren Segmenten bestehen, von denen eines der empfindlichen
Segmente außenliegend ist bzw. zum Ende des stabförmigen Produkts angeordnet ist,
schonend herzustellen. Hierzu soll ein Verfahren, eine Verwendung und eine entsprechende
Maschine angegeben werden.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Herstellen von stabförmigen Produkten
der Tabak verarbeitenden Industrie mit den folgenden Verfahrensschritten:
- gemäß einer ersten Variante:
- Zuführen eines ersten stabförmigen Produkts der Tabak verarbeitenden Industrie zu
einer das erste Produkt queraxial fördernden Fördervorrichtung, wobei das erste Produkt
wenigstens drei Segmente aufweist und wobei das erste Produkt mit einem Umhüllungsmaterial
umhüllt ist,
- queraxiales Schneiden des ersten Produkts in ein erstes und ein zweites Teilprodukt,
wobei das erste und das zweite Teilprodukt jeweils wenigstens zwei Segmente aufweisen,
- Anlegen eines Zwischensegments an das erste Teilprodukt, so dass in längsaxialer Richtung
das Zwischensegment, das erste Teilprodukt und dann das zweite Teilprodukt hintereinander
angeordnet sind, oder
- gemäß einer zweiten Variante:
- Zuführen eines Zwischensegments zu einer das Zwischensegment queraxial fördernden
Fördervorrichtung,
- Fördern eines ersten stabförmigen Produkts der Tabak verarbeitenden Industrie in einer
das erste Produkt queraxial fördernden Fördervorrichtung, wobei das erste Produkt
wenigstens drei Segmente aufweist und wobei das erste Produkt mit einem Umhüllungsmaterial
umhüllt ist,
- queraxiales Schneiden des ersten Produkts in ein erstes und ein zweites Teilprodukt,
wobei das erste und das zweite Teilprodukt jeweils wenigstens zwei Segmente aufweisen,
- Anlegen der Teilprodukte an ein Ende des Zwischensegments, wobei das erste Teilprodukt
an dem Zwischensegment zur Anlage gebracht wird,
wobei gemäß beiden Varianten die folgenden weiteren Verfahrensschritte ausgeführt
werden:
- gemeinsames Wenden des Zwischensegments und des ersten Teilprodukts, um die Orientierung
des Zwischensegments und des ersten Teilprodukts um eine Querachse um 180° zu ändern,
und
- Umwickeln des Zwischensegments und wenigstens eines Teils der an das Zwischensegment
angrenzenden Segmente des ersten und des zweiten Teilprodukts mit einem weiteren Umhüllungsmaterial.
[0007] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird erreicht, dass ein empfindliches Segment,
das nach dem Wenden außen zu liegen kommt, erst sehr spät nach außen zu liegen kommt,
so dass mit diesem außenliegenden Segment wenige weitere Verarbeitungs- bzw. Bearbeitungsschritte
durchgeführt werden müssen. Hierdurch wird ein derartiges sensibles bzw. empfindliches
Segment sehr schonend behandelt.
[0008] Das Zwischensegment kann im Rahmen der Erfindung ein einzelnes Segment oder mehrere
Segmente umfassen. Beispielsweise kann ein Zwischensegment aus zwei außenliegenden
gleichartigen Segmenten und ein dazwischenliegendes andersartiges Segment kombiniert
sein. Um das kombinierte Zwischensegment zur Verfügung zu stellen, kann ein dritter
Produktlauf vorgesehen sein, der das dazwischenliegende andersartige Segment zur Verfügung
stellt.
[0009] Das gemeinsame Wenden des Zwischensegments und des ersten Teilprodukts geschieht
im Rahmen der Erfindung so, dass die vor dem Wenden einander zugewandten Stirnseiten
des Zwischensegments und des ersten Teilprodukts nach dem Wenden weiterhin einander
zugewandt sind.
[0010] Vorzugsweise wird auch das zweite Teilprodukt gewendet, so dass die Orientierung
des zweiten Teilprodukts um eine Querachse um 180° geändert wird. Das Wenden des zweiten
Teilprodukts geschieht im Rahmen dieser Anmeldung so, dass die Stirnseite des zweiten
Teilprodukts, die vor dem Wenden außen lag, nach dem Wenden einer Stirnseite des Zwischensegments
zugewandt ist.
[0011] Das Wenden um eine Querachse um 180° ist im Rahmen der Erfindung ein Wenden um eine
Querachse, also einer zu einer Längsachse des ersten oder zweiten Teilprodukts oder
des Zwischensegments orthogonalen Achse. Im Rahmen der Erfindung kann ein Wenden des
zweiten Teilprodukts und ein gleichzeitiges Wenden des ersten Teilprodukts mit dem
Zwischensegment auch ein Staffeln, aneinander Vorbeischieben und Zurückstaffeln des
zweiten Teilprodukts mit dem ersten Teilprodukt in Kombination mit dem Zwischensegment
sein.
[0012] Vorzugsweise liegen das erste und zweite Teilprodukt vor und nach dem Wenden gemeinsam
in einer Mulde eines Förderorgans, sind also in längsaxialer Richtung des stabförmigen
Produkts hintereinander angeordnet. Vorzugsweise geschieht das Wenden auf einer Wendetrommel.
[0013] Wenn vorzugsweise vor dem Anlegen des Zwischensegments das erste und das zweite Teilprodukt,
insbesondere wenigstens eine Länge des Zwischensegments, längsaxial zueinander beabstandet
werden, kann sehr schonend das Zwischensegment zwischen das erste und das zweite Teilprodukt
eingebracht werden, ohne einen großen Schiebehub zu benötigen, um das erste Teilprodukt,
das zweite Teilprodukt und das Zwischensegment zusammenzuschieben.
[0014] Alternativ zu einer Wendetrommel können auch mehrere Trommeln zum Wenden eingesetzt
werden, wobei im Rahmen der Erfindung mehrere Trommeln zum Wenden auch als Wendetrommel
zu verstehen sind. So kann beispielsweise eine Kombination einer Fördertrommel, auf
der zunächst die beiden Teilprodukte und das Zwischensegment in einer Mulde angeordnet
sind, wobei beispielsweise das erste Teilprodukt und das Zwischensegment von einer
kegelförmigen Trommel abgenommen werden und von einer weiteren kegelförmigen Trommel
wieder auf die Fördertrommel abgegeben werden, verwendet werden. Vorrichtungen zum
Wenden von stabförmigen Produkten sind beispielsweise in
DE 34 45 945 A1,
EP 0 627 175 B1 und
DE 199 20 760 A1 offenbart.
[0015] Vorzugsweise sind das erste Teilprodukt, das Zwischensegment und das zweite Teilprodukt
nach dem Wenden koaxial zueinander angeordnet.
[0016] Vorzugsweise wird das wenigstens drei Segmente aufweisende erste stabförmige Produkt
in einem ersten Produktlauf aus einem wenigsten fünf Segmente aufweisenden stabförmigen
Produkt geschnitten und anschließend in dem ersten Produktlauf mit anderen wenigstens
drei Segmente aufweisenden ersten stabförmigen Produkten gestaffelt und queraxial
fluchtend angeordnet.
[0017] Unter einem ersten Produktlauf wird insbesondere eine Anordnung von Förder- und Bearbeitungstrommeln
verstanden, mittels der beispielsweise stabförmige Produkte aus mehreren Segmenten,
die mit einem Umhüllungsmaterial umhüllt sind, aus einem Magazin entnommen werden,
geschnitten werden, dann gestaffelt und längsaxial so verschoben werden, dass diese
queraxial fluchtend angeordnet sind, um dann auf eine Fördertrommel oder Zusammenstelltrommel
abgegeben zu werden, auf der diese dann beispielsweise noch einmal mittig geschnitten
werden, um anschließend weitere Bearbeitungsschritte vorzunehmen. Als weiterer Bearbeitungsschritt
kann ein Wenden wenigstens eines der geschnittenen stabförmigen Produkte angesehen
werden. Der zweite Produktlauf kann entsprechende Organe, wie Förder- und Bearbeitungstrommeln
aufweisen und dient dazu ein Zwischensegment so zu bearbeiten und zu fördern, dass
dieses als doppeltlanges Produkt an das erste Teilprodukt angelegt wird. Der zweite
Produktlauf kann das gemeinsame Wenden des ersten Teilprodukts mit dem Zwischensegment
vorsehen.
[0018] Ein Produktlauf kann auch aus entsprechenden Förder- und Bearbeitungsorganen aufgebaut
sein, mittels derer Filter oder andere stabförmige Produkte der Tabak verarbeitenden
Industrie aus einem Magazin entnommen werden und entsprechend gefördert und be- oder
verarbeitet werden, um entsprechend lange Segmente dieses Materials zur Verfügung
zu stellen. So kann beispielsweise ein zweiter Produktlauf vorgesehen sein, in dem
ein Segment oder Zwischensegment zur Verfügung gestellt wird, das beispielsweise ein
Filtersegment doppelter Gebrauchslänge sein kann.
[0019] Vorzugsweise wird das Zwischensegment in einem zweiten Produktlauf dem ersten und
zweiten Teilprodukt zugefördert, wobei das Zwischensegment insbesondere in dem zweiten
Produktlauf geschnitten, gestaffelt und mit weiteren Zwischensegmenten queraxial fluchtend
angeordnet wird, um anschließend an das erste Teilprodukt angelegt zu werden.
[0020] Vorzugsweise wird die Zusammenstellung des ersten Teilprodukts, des Zwischensegments
und des zweiten Teilprodukts nach dem gemeinsamen Wenden des ersten Teilprodukts und
des Zwischensegments längsaxial verschoben, so dass das Zwischensegment, insbesondere
mittig, auf einer zentralen Prozesslinie liegt, die queraxial zu den geförderten stabförmigen
Produkten und Teilprodukten liegt.
[0021] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch eine Verwendung einer Wendetrommel in einer
Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie zur Herstellung von stabförmigen Produkten,
die mehrere Segmente umfassen, wobei die Wendetrommel am Ende eines zweiten Produktlaufs
oder unmittelbar hinter dem zweiten Produktlauf angeordnet ist, wobei ein zum zweiten
Produktlauf stromaufwärts angeordneter erster Produktlauf vorgesehen ist, wobei der
erste Produktlauf ausgestaltet ist, um stabförmige Produkte der Tabak verarbeitenden
Industrie, die mehrere Segmente aufweisen, zu bearbeiten und queraxial zu fördern,
wobei in dem zweiten Produktlauf ein Zwischensegment erstellt oder zur Verfügung gestellt
wird, das dazu vorgesehen ist, außen an ein aus dem ersten Produktlauf zur Verfügung
gestellten stabförmigen Produkt angeordnet zu werden, so dass das Zwischensegment
nach einem Wenden in der Wendetrommel um eine Querachse um 180° zwischen zwei der
von dem ersten Produktlauf zur Verfügung gestellten stabförmigen Produkte angeordnet
wird oder ist.
[0022] Vorzugsweise ist der zweite Produktlauf der letzte Produktlauf, bei dem ein Segment
des stabförmigen Produkts der Tabak verarbeitenden Industrie zu weiteren Segmenten
oder stabförmigen Teilprodukten zugefördert wird.
[0023] Durch die Verwendung einer entsprechenden Wendetrommel gemäß der Erfindung ist ein
sehr schonender Umgang mit Produkten möglich, die nach dem Wenden außen liegende empfindliche
Segmente aufweisen.
[0024] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch eine Maschine zur Herstellung von stabförmigen
Produkten der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei die Maschine einen ersten Produktlauf
aufweist, in dem ein erstes stabförmiges Produkt der Tabak verarbeitenden Industrie
aus mehreren Segmenten queraxial gefördert wird oder förderbar ist, und wobei das
weitere stabförmige Produkt in dem zweiten Produktlauf von außen an das erste Teilprodukt
anlegbar ist oder angelegt ist, so dass sich in einer längsaxialen Richtung der Produkte
die Reihenfolge weiteres stabförmiges Produkt, erstes Teilprodukt und zweites Teilprodukt
ergibt, wobei in einer Förderrichtung des ersten Produkts der zweite Produktlauf hinter
dem ersten Produktlauf angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des zweiten
Produktlaufs oder unmittelbar anschließend an den zweiten Produktlauf eine Wendetrommel
vorgesehen ist, die dazu ausgebildet ist, das weitere stabförmige Produkt und das
erste Teilprodukt aufzunehmen und um eine Querachse um 180° zu wenden und diese nach
dem Wenden längsaxial fluchtend zu dem zweiten Teilprodukt abzulegen. Vorzugsweise
ist in dem ersten Produktlauf zum Schneiden eine Schneidvorrichtung vorgesehen, mittels
der das erste stabförmige Produkt queraxial in das erste und das zweite Teilprodukt
geschnitten wird oder schneidbar ist, wobei stromabwärts der Schneidvorrichtung insbesondere
eine Staffelvorrichtung, insbesondere Staffeltrommel, und/oder eine Schiebevorrichtung,
insbesondere Schiebetrommel, vorgesehen ist oder sind.
[0025] Vorzugsweise weisen die Produktläufe eine Mehrzahl von Trommeln, insbesondere Fördertrommeln
und/oder Bearbeitungstrommeln, auf.
[0026] Wenn zusätzlich zu der Wendetrommel eine Spreiztrommel vorgesehen ist, wobei die
Spreiztrommel stromaufwärts zu der Wendetrommel angeordnet ist, wobei die sich die
Wendetrommel unmittelbar an die Spreiztrommel anschließt oder nur eine weitere Trommel
zwischen Wendetrommel und Spreiztrommel angeordnet ist, ist eine sehr effiziente und
kleinbauende Maschine möglich.
[0027] Vorzugsweise ist die Wendetrommel ausgebildet, sowohl das erste Teilprodukt mit dem
weiteren stabförmigen Produkt als auch das zweite Teilprodukt zu wenden. Dies geschieht
vorzugsweise gleichzeitig, und zwar derart, dass die koaxial hintereinander angeordneten
Teilprodukte und das weitere stabförmige Produkt nach dem Wenden auch wieder koaxial
hintereinander liegen.
[0028] Vorzugsweise sind die Produktläufe als Module ausgebildet, wobei jeweils die Förderorgane
und Bearbeitungsorgane eines Produktlaufs in einem gemeinsamen Rahmen, Gerüst und/oder
Schrank angeordnet sind und Übergabeeinheiten aufweisen, die bei der Verbindung zweier
Produktläufe miteinander in Wirkverbindung sind.
[0029] Hierzu wird insbesondere auf eine Maschine der Patentanmelderin mit dem Namen Merlin
hingewiesen. Hierbei sei zudem insbesondere auf die
WO 03/024256 A2 oder
EP 2 335 503 B1 verwiesen.
[0030] Im Rahmen der Erfindung kann das weitere stabförmige Produkt auch als Zwischensegment
angesehen werden.
[0031] Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen
zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Erfindungsgemäße
Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale
erfüllen.
[0032] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht auf eine erfindungsgemäße Maschine zur Herstellung von stabförmigen
Produkten der Tabak verarbeitenden Industrie,
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht auf stabförmige Produkte, die von einem Anfangsprodukt
zu einem Endprodukt verarbeitet werden, und zwar auf der in Fig. 1 gezeigten Maschine,
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Maschine zur Herstellung
von stabförmigen Produkten der Tabak verarbeitenden Industrie in einer anderen Ausführungsform,
und
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht auf stabförmige Produkte, die von einem Anfangsprodukt
zu einem Endprodukt verarbeitet werden, und zwar auf der in Fig. 3 gezeigten Maschine.
[0033] In den Zeichnungen sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente und/oder Teile
mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung jeweils
abgesehen wird.
[0034] Fig. 1 zeigt schematisch eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Maschine 10 zur Herstellung
von stabförmigen Produkten der Tabak verarbeitenden Industrie. In einem ersten Filterlauf
61 werden aus einem Magazin oder Vorrat 11 vierfachlange Produkte 40 (siehe Fig. 2)
durch eine Entnahmetrommel 12 entnommen. Die vierfachlangen Produkte 40 weisen fünf
verschiedene Segmente auf, wovon drei Segmente beispielsweise in diesem Fall doppeltlang
sind. Die Segmente, also die doppeltlangen und die einfachlangen Segmente 50, 52,
können sein: ein Tabakstock, ein Hohlsegment, ein Leersegment, ein Röhrensegment,
ein Tabakfoliensegment, ein Filter mit Aktivkohlegranulat oder ein Filterelement,
beispielsweise ein Filteracetatelement, bei dem auch beispielsweise eine Kapsel enthalten
sein kann, die einen Aromastoff enthält. Es sind hier vielfache Varianten möglich.
Insbesondere ist es möglich, dass das Segment 50 einen Tabakstock aufweist. Die in
Fig. 1 dargestellten Organe, die im Wesentlichen als Trommeln ausgebildet sind, werden
jeweils in Pfeilrichtung gedreht.
[0035] In den Figuren 2 und 4 sind die einfach langen Segmente mit 50 und 52 gekennzeichnet.
[0036] Auf der Entnahmetrommel 12 werden die in Mulden angeordneten und queraxial geförderten
vierfachlangen Produkte 40 mittig geschnitten und auf eine Staffeltrommel 14 übergeben.
Auf diese Weise entstehen zweifachlange Produkte 41, 41'. Auf der Staffeltrommel 14
werden die geschnittenen zweifachlangen Produkte 41, 41' gestaffelt. Die gestaffelten
zweifachlangen Produkte 41, 41' werden auf eine Schiebetrommel 15 übergeben und dort
längsaxial verschoben, so dass diese queraxial hintereinander fluchtend angeordnet
sind. Diese längsaxial hintereinander fluchtend angeordneten zweifachlangen Produkte
41, 41' werden auf eine Fördertrommel 16 abgegeben und von dort auf eine Schneidtrommel
17 abgegeben, auf der die zweifachlangen Produkte 41, 41' mittig durch ein Kreismesser
13 geschnitten werden. Hierdurch entstehen die Teilprodukte 42 und 42', die längsaxial
zueinander, beispielsweise in einer Mulde der Schneidtrommel 17, angeordnet sind.
Von der Schneidtrommel 17 werden die Teilprodukte 42, 42' auf eine Fördertrommel 18
übergeben.
[0037] Von der Fördertrommel 18 werden die Teilprodukte 42, 42' auf eine Zusammenstelltrommel
19 übergeben, bei der aus einem zweiten Produktlauf 62 ein Zwischensegment 43 außen
an das erste Teilprodukt 42 angelegt wird. Der zweite Produktlauf 62 entnimmt entsprechende
nicht dargestellte achtfachlange Segmente, beispielsweise Filtersegmente, aus einem
Magazin bzw. Vorrat 21 mittels einer Entnahmetrommel 22. Dort werden die doppeltlangen
Segmente durch Kreismesser 13 mittig geschnitten, um auf eine Staffeltrommel 24 übergeben
und dort gestaffelt zu werden. Anschließend werden die Zwischensegmente 43 auf eine
Schiebetrommel 25 übergeben und dort queraxial fluchtend in den Mulden der Schiebetrommel
25 verschoben. Anschließend werden die queraxial fluchtend angeordneten Zwischensegmente
43 auf eine Fördertrommel 26 übergeben, um von dort auf die Zusammenstelltrommel 19
abgegeben zu werden.
[0038] Auf diese Weise bildet sich in längsaxialer Richtung eine Zusammenstellung eines
stabförmigen Produkts aus zwei Teilprodukten 42, 42' und einem Zwischensegment 43,
wie in Fig. 2 gut erkennbar ist. Diese Zusammenstellung wird auf eine Wendetrommel
20 übergeben, auf der das erste Teilprodukt 42 mit dem Zwischensegment 43 zusammen
gewendet wird und zudem das zweite Teilprodukt 42' auch gewendet wird.
[0039] Die so gewendetete Zusammenstellung wird übergeben auf eine Fördertrommel 29 und
dann eine Fördertrommel 33, auf der die Zusammenstellung zunächst zusammengeschoben
wird, um dann ein Belagpapier 44 auf die Zusammenstellung aus Teilprodukten 42, 42'
und dem Zwischensegment 43 aufzuheften. Hierzu wird ein Belagpapierstreifen 30 über
eine Saugwalze 32 gelenkt, mittels einer Schneidvorrichtung 31 in Belagpapierabschnitte
44 geschnitten und wie bekannt auf stabförmige Produkte angeheftet. Anschließend wird
dieses Gebilde aus Teilprodukten 42, 42' dem Zwischensegment 43 und dem Belagpapier
44 auf eine Rolltrommel 34 übergeben und in den Bereich des Rollorgans 39 gefördert,
um dort das Belagpapier 44 vollständig um das Teilprodukt 42, 42' und das Zwischensegment
43 zu wickeln. Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, wird hierbei ein Teil des Segments 50
jedes Teilprodukts 42 und 42' sowie das vollständige Zwischensegment 43 vom Belagpapier
44 umwickelt.
[0040] Danach wird dieses doppeltlange Endprodukt auf eine Fördertrommel 35 übergeben, dann
auf eine Schneidtrommel 36 übergeben und mittig mittels eines Kreismessers 13 geschnitten
in die Endprodukte 45 und 45', die dann auf eine Spreiztrommel 37 übergeben werden,
wobei mittels einer Wendetrommel 38 dafür gesorgt wird, dass jeweils ein Endprodukt
45' um 180° gewendet und entsprechend fluchtend mit den anderen Endprodukten 45 angeordnet
wird.
[0042] Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform einer Maschine zur Herstellung von stabförmigen
Produkten der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei im Vergleich zu Fig. 1 statt einer
Fördertrommel 18 eine Spreiztrommel 27 vorgesehen ist. In der Spreiztrommel 27 werden
die Teilprodukte 42 und 42' längsaxial zueinander beabstandet bzw. auseinander gezogen.
[0043] Es wird dann das Zwischensegment 43 an das erste Teilprodukt 42 außen angelegt und
die Kombination aus erstem Teilprodukt 42 und Zwischensegment um 180° auf der Wendetrommel
20 gewendet und zudem das zweite Teilprodukt 42' auch um 180° auf der Wendetrommel
20 gewendet. Das Zwischensegment 43 hat nach dem Wenden einen Abstand von dem zweiten
Teilprodukt 42'. Dieser Abstand wird in einer sich anschließenden Schiebetrommel 28
verringert, wobei zudem die Kombination aus erstem Teilprodukt 42, Zwischensegment
43 und zweitem Teilprodukt 42' längsaxial soweit verschoben oder getaumelt wird, dass
das Zwischensegment 43 mittig in einer Prozessmitte der Maschine 10 angeordnet ist.
[0044] Das Wenden der Kombination aus erstem Teilprodukt 42 und Zwischensegment 43 kann
auch so ausgeführt werden, dass es um eine nicht in dieser Kombination mittig angeordneten
Querachse geschieht, so dass nach dem Wenden der Abstand zwischen dem Zwischensegment
43 und dem zweiten Teilprodukt 42'im Wesentlichen Null ist.
[0045] Nach dem Wenden wird wie bei der Ausführungsform der Figur 1 ein Belagpapier 44 um
das Zwischensegment und einen Teil des ersten und zweiten Teilprodukts 42, 42' gewickelt.
[0046] Als Wendetrommel bzw. Wendevorrichtung, die in den Ausführungsbeispielen schematisch
angedeutet ist, kann eine Wendetrommel oder Wendevorrichtung verwendet werden, die
in den eben genannten Dokumenten des Standes der Technik offenbart sind. Spreiztrommeln
sind aus dem Stand der Technik für den Fachmann bekannt.
[0047] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden sowie auch
einzelne Merkmale, die in Kombination mit anderen Merkmalen offenbart sind, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen. Erfindungsgemäße Ausführungsformen
können durch einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllt sein.
Im Rahmen der Erfindung sind Merkmale, die mit "insbesondere" oder "vorzugsweise"
gekennzeichnet sind, als fakultative Merkmale zu verstehen.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 10
- Multisegmentproduktherstellmaschine
- 11, 21
- Vorrat
- 12, 22
- Entnahmetrommel
- 13
- Kreismesser
- 14, 24
- Staffeltrommel
- 15, 25
- Schiebetrommel
- 16, 26
- Fördertrommel
- 17
- Schneidtrommel
- 18
- Fördertrommel
- 19
- Zusammenstelltrommel
- 20
- Wendetrommel
- 27
- Spreiztrommel
- 28
- Schiebetrommel
- 29
- Fördertrommel
- 30
- Belagpapierstreifen
- 31
- Schneidvorrichtung
- 32
- Saugwalze
- 33
- Fördertrommel
- 34
- Rolltrommel
- 35
- Fördertrommel
- 36
- Schneidtrommel
- 37
- Spreiztrommel
- 38
- Wendetrommel
- 39
- Rollorgan
- 40
- vierfachlanges Produkt
- 41, 41'
- zweifachlanges Produkt
- 42, 42'
- Teilprodukt
- 43
- Zwischensegment
- 44
- Belagpapier
- 45, 45'
- Endprodukt
- 50
- erstes Segment
- 52
- zweites Segment
- 61
- erster Produktlauf
- 62
- zweiter Produktlauf
1. Verfahren zum Herstellen von stabförmigen Produkten (45, 45') der Tabak verarbeitenden
Industrie mit den folgenden Verfahrensschritten:
- gemäß einer ersten Variante:
- Zuführen eines ersten stabförmigen Produkts (41, 41') der Tabak verarbeitenden Industrie
zu einer das erste Produkt (41, 41') queraxial fördernden Fördervorrichtung (14, 15,
16), wobei das erste Produkt (41, 41') wenigstens drei Segmente (50, 52) aufweist
und wobei das erste Produkt (41, 41') mit einem Umhüllungsmaterial umhüllt ist,
- queraxiales Schneiden des ersten Produkts (41, 41') in ein erstes und ein zweites
Teilprodukt (42, 42'), wobei das erste und das zweite Teilprodukt (42, 42') jeweils
wenigstens zwei Segmente (50, 52) aufweisen,
- Anlegen eines Zwischensegments (43) an das erste Teilprodukt (42), so dass in längsaxialer
Richtung das Zwischensegment (43), das erste Teilprodukt (42) und dann das zweite
Teilprodukt (42') hintereinander angeordnet sind, oder
- gemäß einer zweiten Variante:
- Zuführen eines Zwischensegments (43) zu einer das Zwischensegment (43) queraxial
fördernden Fördervorrichtung (14, 15, 16),
- Fördern eines ersten stabförmigen Produkts (41, 41') der Tabak verarbeitenden Industrie
in einer das erste Produkt (41, 41') queraxial fördernden Fördervorrichtung (14, 15,
16), wobei das erste Produkt (41, 41') wenigstens drei Segmente (50, 52) aufweist
und wobei das erste Produkt (41, 41') mit einem Umhüllungsmaterial umhüllt ist,
- queraxiales Schneiden des ersten Produkts (41, 41') in ein erstes und ein zweites
Teilprodukt (42, 42'), wobei das erste und das zweite Teilprodukt (42, 42') jeweils
wenigstens zwei Segmente (50, 52) aufweisen,
- Anlegen der Teilprodukte (42, 42') an ein Ende des Zwischensegments, wobei das erste
Teilprodukt (42) an dem Zwischensegment (43) zur Anlage gebracht wird,
wobei gemäß beiden Varianten die folgenden weiteren Verfahrensschritte ausgeführt
werden:
- gemeinsames Wenden des Zwischensegments (43) und des ersten Teilprodukts (42), um
die Orientierung des Zwischensegments (43) und des ersten Teilprodukts (42) um eine
Querachse um 180° zu ändern, und
- Umwickeln des Zwischensegments (43) und wenigstens eines Teils der an das Zwischensegment
(43) angrenzenden Segmente (50, 52) des ersten und des zweiten Teilprodukts (42, 42')
mit einem weiteren Umhüllungsmaterial (44).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch das zweite Teilprodukt (42') gewendet wird, so dass die Orientierung des zweiten
Teilprodukts (42') um eine Querachse um 180° geändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Wenden auf einer Wendetrommel (20) geschieht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Anlegen des Zwischensegments (43) das erste und das zweite Teilprodukt (42'),
insbesondere wenigstens eine Länge des Zwischensegments (43), längsaxial zueinander
beabstandet werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Teilprodukt (42, 42') und das Zwischensegment (43) nach
dem Wenden koaxial zueinander angeordnet sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens drei Segmente (50, 52) aufweisende erste stabförmige Produkt (41,
41') in einem ersten Produktlauf (61) aus einem wenigsten fünf Segmente (50, 52) aufweisenden
stabförmigen Produkt (40) geschnitten wird und anschließend in dem ersten Produktlauf
(61) mit anderen ersten stabförmigen Produkten (41, 41') gestaffelt und queraxial
fluchtend angeordnet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischensegment (43) in einem zweiten Produktlauf (62) dem ersten und zweiten
Teilprodukt (42, 42') zugefördert wird, wobei das Zwischensegment (43) insbesondere
in dem zweiten Produktlauf (62) geschnitten, gestaffelt und mit weiteren Zwischensegmenten
(43) queraxial fluchtend angeordnet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammenstellung des ersten Teilprodukts (42), des Zwischensegments (43) und
des zweiten Teilprodukts (42') nach dem gemeinsamen Wenden des ersten Teilprodukts
(42) und des Zwischensegments (43) längsaxial verschoben wird, so dass das Zwischensegment
(43), insbesondere mittig, auf einer zentralen Prozesslinie liegt, die queraxial zu
den geförderten stabförmigen Produkten (41, 41') und Teilprodukten (42, 42') liegt.
9. Verwendung einer Wendetrommel (20) in einer Maschine (10) der Tabak verarbeitenden
Industrie zur Herstellung von stabförmigen Produkten (45, 45'), die mehrere Segmente
(50, 52, 43) umfassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendetrommel (20) am Ende eines zweiten Produktlaufs (61) oder unmittelbar hinter
dem zweiten Produktlauf (61) angeordnet ist, wobei ein zum zweiten Produktlauf (61)
stromaufwärts angeordneter erster Produktlauf (61) vorgesehen ist, wobei der erste
Produktlauf (61) ausgestaltet ist, um stabförmige Produkte (40, 41, 41') der Tabak
verarbeitenden Industrie, die mehrere Segmente (50, 52) aufweisen, zu bearbeiten und
queraxial zu fördern, wobei in dem zweiten Produktlauf (62) ein Zwischensegment (43)
erstellt oder zur Verfügung gestellt wird, das dazu vorgesehen ist, außen an ein aus
dem ersten Produktlauf (61) zur Verfügung gestellten stabförmigen Produkt (42, 42')
angeordnet zu werden, so dass das Zwischensegment (43) nach einem Wenden in der Wendetrommel
(20) um eine Querachse um 180° zwischen zwei der von dem ersten Produktlauf (61) zur
Verfügung gestellten stabförmigen Produkte (42, 42') angeordnet wird oder ist.
10. Maschine (10) zur Herstellung von stabförmigen Produkten (45, 45') der Tabak verarbeitenden
Industrie, wobei die Maschine (10) einen ersten Produktlauf (61) aufweist, in dem
ein erstes stabförmiges Produkt (41, 41') der Tabak verarbeitenden Industrie aus mehreren
Segmenten (50. 52) queraxial gefördert wird oder förderbar ist, und in ein erstes
und ein zweites Teilprodukt (42, 42') geschnitten wird oder schneidbar ist und wobei
die Maschine (10) einen zweiten Produktlauf (62) aufweist, in dem ein weiteres stabförmiges
Produkt (43) der Tabak verarbeitenden Industrie queraxial gefördert wird oder förderbar
ist, wobei das weitere stabförmige Produkt (43) in dem zweiten Produktlauf (62) von
außen an das erste Teilprodukt (42) anlegbar ist, so dass sich in einer längsaxialen
Richtung der Produkte (42, 42', 43) die Reihenfolge weiteres stabförmiges Produkt
(43), erstes Teilprodukt (42) und zweites Teilprodukt (42') ergibt, wobei in einer
Förderrichtung des ersten Produkts (41, 41') der zweite Produktlauf (62) hinter dem
ersten Produktlauf (61) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des zweiten Produktlaufs (62) oder unmittelbar anschließend an den zweiten
Produktlauf (62) eine Wendetrommel (20) vorgesehen ist, die dazu ausgebildet ist,
das weitere stabförmige Produkt (43) und das erste Teilprodukt (42) aufzunehmen und
um eine Querachse um 180° zu wenden und diese nach dem Wenden längsaxial fluchtend
zu dem zweiten Teilprodukt (42') abzulegen.
11. Maschine (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Produktlauf (61) zum Schneiden eine Schneidvorrichtung (13) vorgesehen
ist, mittels der das erste stabförmige Produkt (41, 41') queraxial in das erste und
das zweite Teilprodukt (42, 42') geschnitten wird oder schneidbar ist, wobei stromabwärts
der Schneidvorrichtung (13) insbesondere eine Staffelvorrichtung (14), insbesondere
Staffeltrommel, und/oder eine Schiebevorrichtung (15), insbesondere Schiebetrommel,
vorgesehen ist oder sind.
12. Maschine (10) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Produktläufe (61, 62) eine Mehrzahl von Trommeln, insbesondere Fördertrommeln
(16, 26) und/oder Bearbeitungstrommeln (12, 14, 15, 22, 24, 25), aufweisen.
13. Maschine (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu der Wendetrommel (18, 20) eine Spreiztrommel (27) vorgesehen ist, wobei
die Spreiztrommel (27) stromaufwärts zu der Wendetrommel (20) angeordnet ist, wobei
sich die Wendetrommel (20) unmittelbar an die Spreiztrommel (27) anschließt oder nur
eine weitere Trommel (19) zwischen Wendetrommel (20) und Spreiztrommel (27) angeordnet
ist.
14. Maschine (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendetrommel (20) ausgebildet ist, sowohl das erste Teilprodukt (42) mit dem
weiteren stabförmigen Produkt (43) als auch das zweite Teilprodukt (42') zu wenden.
15. Maschine (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Produktläufe (61, 62) als Module ausgebildet sind, wobei jeweils die Förderorgane
und Bearbeitungsorgane eines Produktlaufs (61, 62) in oder an einem gemeinsamen Rahmen,
Gerüst und/oder Schrank angeordnet sind und Übergabeeinheiten aufweisen, die bei der
Verbindung zweier Produktläufe miteinander in Wirkverbindung sind.