[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schloss mit Alarmfunktion für ein Zweirad,
mit einem Schlosskörper und einem Sicherungsbügel, der relativ zu dem Schlosskörper
zwischen einer Sicherungsstellung zum Sichern des Zweirads und einer Offenstellung
zum Freigeben des Zweirads bewegbar ist, wobei der Schlosskörper einen Verriegelungsmechanismus
aufweist, um den Sicherungsbügel in der Sicherungsstellung wahlweise an dem Schlosskörper
zu verriegeln, wobei der Schlosskörper ferner eine Alarmeinrichtung zum Ausgeben eines
Alarmsignals umfasst.
[0002] Ein derartiges Schloss kann beispielsweise als ein U-Bügel-Schloss ausgebildet sein,
das einen starren, im Wesentlichen U-förmigen Sicherungsbügel besitzt, oder als ein
Gelenkschloss mit einem Gelenkstab als Sicherungsbügel, der mehrere schwenkbar miteinander
verbundene Gelenkstäbe aufweist. Ein Zweiradschloss der genannten Art kann auch als
ein sogenanntes Rahmenschloss ausgebildet sein, bei dem ein Drehbügel oder Schwenkbügel
zwischen die Speichen eines der Laufräder eines Fahrrads greift. Ferner kann ein derartiges
Schloss beispielsweise als ein Bremsscheibenschloss ausgebildet sein, bei dem der
Sicherungsbügel in eine Belüftungsöffnung einer Bremsscheibe eines Motorrads oder
eines Motorrollers eingreift. Der Sicherungsbügel kann auch flexibel sein, beispielsweise
in Form einer Kette oder eines Drahtseils, die bzw. das wahlweise an dem Schlosskörper
verriegelt werden kann.
[0003] Ein Schloss der genannten Art dient beispielsweise zum Sichern eines Zweirads an
einem Fahrradständer, einem Laternenpfosten oder einem sonstigen stationären Objekt,
oder zum Sichern eines Zweirads gegen ein unbefugtes Wegfahren. Wenn der Sicherungsbügel
entriegelt ist, kann der Sicherungsbügel in eine Offenstellung gebracht werden, in
der der Sicherungsbügel mit einem Ende oder vollständig von dem Schlosskörper gelöst
ist. Ausgehend von der Offenstellung kann der Sicherungsbügel beispielsweise um einen
Rahmenabschnitt des Zweirads und einen Fahrradständer, Laternenpfosten oder dergleichen
geführt werden, oder der Sicherungsbügel wird lediglich durch ein bewegliches Teil
(z.B. Felge, Bremsscheibe) des Zweirads geführt. Der Sicherungsbügel kann sodann (vollständig)
geschlossen und an dem Schlosskörper verriegelt werden, um somit das Zweirad gegen
eine unbefugte Entnahme bzw. ein unbefugtes Wegfahren zu sichern. Das Entriegeln des
Sicherungsbügels kann dadurch erfolgen, dass der befugte Benutzer den Verriegelungsmechanismus
des Schlosses mittels eines zugeordneten Schlüssels oder eines sonstigen Identmittels
(z.B. Transponder) betätigt.
[0004] Im Falle eines Manipulationsversuchs an einem Schloss der genannten Art, um ein hierdurch
gesichertes Zweirad zu entwenden, ist die benötigte Zeit zum unbefugten Öffnen des
Schlosses ein wichtiger Aspekt. Je weniger Zeit einem Dieb zur Verfügung steht, umso
schwieriger gestaltet sich der erfolgreiche Manipulationsversuch. Es ist daher denkbar,
das Schloss mit einer Alarmeinrichtung auszustatten, die ein akustisches und/oder
optisches Alarmsignal ausgibt, sobald ein Manipulationsversuch detektiert wird, beispielsweise
durch Feststellen einer Lageänderung oder Erschütterung während eines Überwachungsbetriebs.
In der Praxis gestaltet sich jedoch eine komfortable Bedienung einer solchen Alarmeinrichtung
durch den befugten Benutzer als schwierig, insbesondere was das Scharfschalten der
Alarmeinrichtung betrifft (nachfolgend als "Aktivieren" der Alarmeinrichtung bezeichnet).
Eine beispielsweise auf Erschütterung sensible Alarmeinrichtung darf nicht während
des Transports des Schlosses die Ausgabe eines Alarmsignals auslösen, und nicht bei
jedem Absperren des Zweirads ist auch eine Aktivierung der Alarmeinrichtung erwünscht
(z.B. Sichern des Zweirads an einem Fahrradträger eines Kraftfahrzeugs).
[0005] Ein Zweiradschloss mit kombinierter Alarmfunktion und Verriegelung ist aus
US 5 408 212 A bekannt.
[0007] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Zweiradschloss mit Alarmfunktion anzugeben,
das eine komfortable und zuverlässige Bedienung der Alarmeinrichtung ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Zweiradschloss mit Alarmfunktion mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Bei einem derartigen Zweiradschloss ist der Verriegelungsmechanismus wahlweise in
eine Entriegelungsstellung, eine Verriegelungsstellung oder eine Alarmaktivierungsstellung
bringbar, wobei in der Entriegelungsstellung der Sicherungsbügel für eine Bewegung
in die Offenstellung freigegeben ist, wobei in der Verriegelungsstellung der in der
Sicherungsstellung befindliche Sicherungsbügel an dem Schlosskörper verriegelt ist,
und wobei durch Versetzen des Verriegelungsmechanismus in die Alarmaktivierungsstellung
die Alarmeinrichtung aktiviert ist.
[0010] Der Verriegelungsmechanismus kann zusätzlich zu seiner Entriegelungsstellung und
seiner Verriegelungsstellung auch - zumindest temporär - in eine Alarmaktivierungsstellung
gebracht werden. Die Alarmeinrichtung des Zweiradschlosses kann aktiviert sein, solange
der Verriegelungsmechanismus sich in der Alarmaktivierungsstellung befindet. Die Alarmaktivierungsstellung
bildet hinsichtlich des Verriegelungsmechanismus eine weitere (d.h. zweite) Verriegelungsstellung,
d.h. sowohl in der Verriegelungsstellung als auch in der Alarmaktivierungsstellung
kann der Sicherungsbügel, soweit dieser sich in der Sicherungsstellung befindet, an
dem Schlosskörper verriegelt werden. In der einen Verriegelungsstellung ist die Alarmeinrichtung
deaktiviert, wobei in der anderen Verriegelungsstellung die Alarmeinrichtung aktiviert
ist. Somit kann der Benutzer zusätzlich zu der Entriegelungsstellung, in der die Alarmeinrichtung
deaktiviert sein kann, eine von zwei verschiedenen Verriegelungsstellungen auswählen,
in denen der Sicherungsbügel zwar gleichermaßen mechanisch verriegelt ist, die Alarmeinrichtung
jedoch entweder aktiviert oder deaktiviert ist.
[0011] Jedenfalls kann ausgenutzt werden, dass ohnehin eine Betätigung des Verriegelungsmechanismus
des Zweiradschlosses durch den befugten Benutzer vorgesehen ist, insbesondere für
ein Entriegeln oder Verriegeln, zum Beispiel mittels eines zugeordneten Schlüssels,
mittels eines elektronischen Identmittels, durch Übermittlung eines Kodes oder durch
eine Kombination hiervon. Durch eine geeignete Betätigung des Verriegelungsmechanismus,
nämlich durch das Versetzen des Verriegelungsmechanismus in eine Alarmaktivierungsstellung,
kann der befugte Benutzer nicht nur den Verriegelungszustand oder Entriegelungszustand
des Verriegelungsmechanismus auswählen, sondern auch festlegen, ob die Alarmeinrichtung
aktiviert werden bzw. aktiviert sein soll, oder nicht. Die Alarmaktivierungsstellung
kann hierbei indirekt (beispielsweise aus einem Steuersignal für den Verriegelungsmechanismus)
oder unmittelbar (beispielsweise durch einen Stellungsdetektor) ermittelt werden.
Hierdurch ergibt sich eine komfortable und insbesondere auch fehlersichere Bedienung
des Zweiradschlosses und insbesondere der Alarmeinrichtung.
[0012] Der Verriegelungsmechanismus weist einen Schließzylinder auf, der mittels eines Schlüssels
drehbetätigbar ist. Der Schließzylinder weist ein Zylindergehäuse und einen in dem
Zylindergehäuse drehbar gelagerten Zylinderkern auf, wobei die Verriegelungsstellung
des Verriegelungsmechanismus einer ersten Drehstellung des Zylinderkerns entspricht,
die Alarmaktivierungsstellung des Verriegelungsmechanismus einer zweiten Drehstellung
des Zylinderkerns entspricht, und die Entriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus
einer dritten Drehstellung des Zylinderkerns entspricht. Hierdurch kann der Benutzer
die verschiedenen Stellungen bzw. Zustände des Verriegelungsmechanismus leicht voneinander
unterscheiden und ohne Fehlbedienung auswählen.
[0013] Der Schlüssel ist sowohl in der ersten Drehstellung des Zylinderkerns als auch in
der zweiten Drehstellung des Zylinderkerns in den Zylinderkern einführbar und aus
dem Zylinderkern entnehmbar. Hierdurch können zwei verschiedene Stellungen des Verriegelungsmechanismus
ausgewählt werden, in denen der zugeordnete Schlüssel aus dem Schließzylinder entfernt
werden kann. Bei diesen zwei verschiedenen Stellungen handelt es sich um zwei Verriegelungsstellungen,
um jeweils den Sicherungsbügel an dem Schlosskörper zu verriegeln (bei aktivierter
Alarmeinrichtung bzw. deaktivierter Alarmeinrichtung).
[0014] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung eignet sich insbesondere für ein Zweiradschloss
mit einem sogenannten Schließzwang, bei dem der Verriegelungsmechanismus zwingend
in eine Verriegelungsstellung gebracht werden muss, um einen zugeordneten Schlüssel
entfernen zu können. Durch Betätigung des Verriegelungsmechanismus mittels des zugeordneten
Schlüssels zum Zwecke des Verriegelns des Sicherungsbügels kann der Benutzer somit
nicht nur eine erwünschte mechanische Verriegelung herbeiführen, sondern auf einfache
Weise zugleich auswählen, ob die Alarmeinrichtung aktiviert sein soll oder nicht.
[0015] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind den abhängigen Ansprüchen, der
Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen.
[0016] Bei einigen Ausführungsformen ist der Verriegelungsmechanismus rein mechanisch ausgebildet.
[0017] Der Schließzylinder kann direkt oder indirekt mit einem oder mehreren Riegel(n) gekoppelt
sein, um in der Entriegelungsstellung der Sicherungsbügel freizugeben und in der Verriegelungsstellung
den Sicherungsbügel (sofern dieser sich in der Sicherungsstellung befindet) an dem
Schlosskörper zu verriegeln. Bei einigen Ausführungsformen kann durch Drehbetätigung
des Schließzylinders mittels des Schlüssels die Alarmeinrichtung direkt oder indirekt
aktiviert werden, indem der Schließzylinder in eine Alarmaktivierungsstellung gebracht
wird, die sich von der Entriegelungsstellung und der Verriegelungsstellung oder einer
ersten Verriegelungsstellung unterscheidet.
[0018] Bei einigen Ausführungsformen kann vorgesehen sein, dass der Schließzylinder ausgehend
von der Entriegelungsstellung in eine erste Drehrichtung oder in eine hierzu entgegengesetzte
zweite Drehrichtung betätigbar ist. Somit bildet die Entriegelungsstellung eine Mittelstellung
für die Betätigung des Schließzylinders, um den Verriegelungsmechanismus bzw. den
Schließzylinder wahlweise in eine andere Stellung zu bringen. Bei anderen Ausführungsformen
kann vorgesehen sein, dass der Schließzylinder ausgehend von der Verriegelungsstellung
in eine erste Drehrichtung oder in eine hierzu entgegengesetzte zweite Drehrichtung
betätigbar ist. Somit bildet die Verriegelungsstellung eine Mittelstellung für die
Betätigung des Schließzylinders.
[0019] Bei einigen Ausführungsformen können die erste Drehstellung, die zweite Drehstellung
und die dritte Drehstellung des Zylinderkerns um jeweils 90° zueinander versetzt sein.
Hierdurch ergibt sich für den Benutzer eine klare, gut ersichtliche Unterscheidung
der verschiedenen Drehstellungen, um den Verriegelungsmechanismus fehlerfrei bedienen
zu können. Beispielsweise kann die erste Drehstellung des Zylinderkerns bezüglich
der dritten Drehstellung des Zylinderkerns um einen Winkel von 90° versetzt sein,
wobei die zweite Drehstellung des Zylinderkerns bezüglich der dritten Drehstellung
des Zylinderkerns um einen Winkel von 90° und bezüglich der ersten Drehstellung des
Zylinderkerns um einen Winkel von 180° versetzt ist.
[0020] Bei einigen Ausführungsformen kann der Schließzylinder mehrere Zuhaltungen aufweisen,
die durch Einführen des Schlüssels in den Zylinderkern versetzt werden. Durch die
mehreren Zuhaltungen kann ein spezifisches Schließgeheimnis des jeweiligen Schließzylinders
kodiert sein.
[0021] Insbesondere kann der Schließzylinder als ein Plättchenzylinder mit mehreren Plättchenzuhaltungen
ausgebildet sein, wie dies generell beispielsweise aus
DE 102014108355 A1 bekannt ist. Ein Plättchenzylinder ermöglicht eine Konfigurierung, bei der der zugeordnete
Schlüssel in zwei verschiedenen, insbesondere um 180° zueinander versetzten, Drehstellungen
aus dem Zylinderkerns entnommen werden kann.
[0022] Was die mechanische Verriegelung des Sicherungsbügels an dem Schlosskörper betrifft,
kann bei einigen Ausführungsformen der Verriegelungsmechanismus einen oder mehrere
Riegel aufweisen, der bzw. die den Sicherungsbügel, sofern dieser sich in der Sicherungsstellung
befindet, an dem Schlosskörper verriegelt/verriegeln. Insbesondere kann der Verriegelungsmechanismus
wenigstens einen Riegel aufweisen, der mittels des zugeordneten Schlüssels (insbesondere
über den Schließzylinder) antreibbar ist und in der Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus
mit dem Sicherungsbügel in Eingriff steht, um den Sicherungsbügel an dem Schlosskörper
zu verriegeln.
[0023] Bei einigen Ausführungsformen kann der Riegel oder ein weiterer Riegel, der mittels
des Schließzylinders antreibbar ist, in der Alarmaktivierungsstellung des Verriegelungsmechanismus
mit dem Sicherungsbügel in Eingriff stehen. Die Alarmaktivierungsstellung bildet auch
hierbei eine weitere Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus.
[0024] Bei einigen Ausführungsformen kann der Sicherungsbügel wenigstens eine Verriegelungsvertiefung
aufweisen, wobei ein Riegel in die Verriegelungsvertiefung eingreift, wenn der Verriegelungsmechanismus
sich in der Verriegelungsstellung (oder einer weiteren Verriegelungsstellung) befindet.
In der Entriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus greift der jeweilige Riegel
hingegen nicht in die zugeordnete(n) Verriegelungsvertiefung(en) des Sicherungsbügels.
Die jeweilige Verriegelungsvertiefung kann beispielsweise als Nut oder als Bohrung
ausgebildet sein.
[0025] Bei einigen Ausführungsformen kann der Schließzylinder mit dem wenigstens einen Riegel
über eine Umlenkeinrichtung gekoppelt sein, die eine Drehbewegung des Schließzylinders
in eine lineare Bewegung des Riegels umlenkt. Die Umlenkeinrichtungen kann wenigstens
einen exzentrischen Fortsatz (z.B. Zapfen), eine sonstige Art von Nocken, oder eine
Rampe aufweisen, wobei ein zugeordnetes Gegenelement vorgesehen sein kann (z.B. Führungsbahn,
Kulisse oder Gegenrampe). Ein Element der Umlenkeinrichtung kann dem Schließzylinder
zugeordnet sein und ein weiteres Element der Umlenkeinrichtung kann dem jeweiligen
Riegel zugeordnet sein. Die lineare Bewegung des Riegels kann bezüglich der Drehachse
des Schließzylinders eine seitliche, insbesondere radiale, Bewegung sein, oder eine
axiale Bewegung, insbesondere koaxial oder parallel versetzt zu der Drehachse des
Schließzylinders.
[0026] Bei anderen Ausführungsformen kann allerdings auch eine Drehbewegung oder Schwenkbewegung
des jeweiligen Riegels vorgesehen sein, wobei der Schließzylinder mit dem wenigstens
einen Riegel direkt oder indirekt, insbesondere über eine Umlenkeinrichtung, gekoppelt
sein kann.
[0027] Alternativ zu einer rein mechanischen Ausgestaltung kann der Verriegelungsmechanismus
bei einigen Ausführungsformen elektromechanisch ausgebildet sein.
[0028] Bei einigen Ausführungsformen kann der Sicherungsbügel wenigstens eine erste Verriegelungsvertiefung
und wenigstens eine zweite Verriegelungsvertiefung aufweisen, wobei der Sicherungsbügel
in der Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus an der ersten Verriegelungsvertiefung
verriegelt ist, und wobei der Sicherungsbügel in der weiteren Verriegelungsstellung
des Verriegelungsmechanismus an der zweiten Verriegelungsvertiefung verriegelt ist.
Hierdurch ist es möglich, dass der Verriegelungsmechanismus verschiedene Verriegelungsstellungen
einnehmen kann (beispielsweise verschiedene Drehstellungen des Schließzylinders oder
eines nachgeordneten Antriebselements), in denen ein Verriegeln des Sicherungsbügels
erfolgt, wobei durch die verschiedenen Verriegelungsstellungen unterschiedliche Zustände
der Alarmeinrichtung eingestellt sein können bzw. ausgewählt werden können.
[0029] Bei einigen Ausführungsformen kann der Verriegelungsmechanismus zwei Riegel aufweisen,
wobei in der Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus der eine der zwei
Riegel in die erste Verriegelungsvertiefung des Sicherungsbügels eingreift, und wobei
in der weiteren Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus der andere der
zwei Riegel in die zweite Verriegelungsvertiefung des Sicherungsbügels eingreift.
[0030] Bei derartigen Ausführungsformen mit zwei Riegeln kann insbesondere vorgesehen sein,
dass bei einer Betätigung des Verriegelungsmechanismus in einer ersten Drehrichtung
die zwei Riegel gegenläufig zueinander angetrieben werden, wobei auch bei einer Betätigung
des Verriegelungsmechanismus in einer zu der ersten Drehrichtung entgegengesetzten
Drehrichtung die zwei Riegel gegenläufig zueinander angetrieben werden. Somit ist
trotz einer unterschiedlichen Betätigungsrichtung des Verriegelungsmechanismus eine
gleichartige (nämlich zueinander gegenläufige) Bewegung der Riegel vorgesehen, wobei
durch die Betätigungsrichtung ein erwünschter Zustand der Alarmeinrichtung ausgewählt
werden kann.
[0031] Insbesondere kann bei einigen Ausführungsformen vorgesehen sein, dass der Sicherungsbügel
ein erstes Bügelende und ein zweites Bügelende aufweist, von denen jedes eine erste
Verriegelungsvertiefung und eine zweite Verriegelungsvertiefung aufweist, wobei in
der Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus der eine der zwei Riegel in
die erste Verriegelungsvertiefung des ersten Bügelendes eingreift und der andere der
zwei Riegel in die erste Verriegelungsvertiefung des zweiten Bügelendes eingreift,
und wobei in der weiteren Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus der eine
der zwei Riegel in die zweite Verriegelungsvertiefung des zweiten Bügelendes eingreift
und der andere der zwei Riegel in die zweite Verriegelungsvertiefung des ersten Bügelendes
eingreift.
[0032] Es ist allerdings nicht zwingend erforderlich, dass der Verriegelungsmechanismus
zwei Riegel aufweist. Bei einigen Ausführungsformen kann der Verriegelungsmechanismus
lediglich einen einzigen Riegel aufweisen, der ausgehend von der Entriegelungsstellung
des Verriegelungsmechanismus unabhängig von der Richtung einer Verriegelungsbetätigung
des Verriegelungsmechanismus (insbesondere unabhängig von der Richtung einer Drehbetätigung
des Schließzylinders) in dieselbe Richtung bewegt wird. Insbesondere kann vorgesehen
sein, dass ausgehend von der Entriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus eine
Betätigung in zwei verschiedene Richtungen erfolgen kann, um den Verriegelungsmechanismus
in eine jeweilige Verriegelungsstellung zu versetzen, beispielsweise eine Drehbetätigung
mittels des zugeordneten Schlüssels in zwei verschiedene Drehrichtungen. Hierbei können
die zwei verschiedenen Betätigungsrichtungen dieselbe Verriegelungsbewegungsrichtung
des Riegels bewirken. Hierfür kann vorgesehen sein, dass der Verriegelungsmechanismus
eine Umlenkeinrichtung (insbesondere die bereits genannte Umlenkeinrichtung) mit zueinander
symmetrischen Antriebsabschnitten aufweist, die den Riegel unabhängig von einer Betätigungsrichtung
des Verriegelungsmechanismus in dieselbe Richtung antreiben. Beispielsweise kann eine
solche Umlenkeinrichtung zwei zueinander symmetrische Rampen aufweisen, durch die
der Riegel angetrieben wird. Gleichwohl können zwei verschiedene Betätigungsrichtungen
des Verriegelungsmechanismus hinsichtlich einer Steuerung der Alarmeinrichtung voneinander
unterschieden werden, beispielsweise indem lediglich in einer von zwei möglichen Betätigungsrichtungen
ein entsprechender Stellungsdetektor (zum Beispiel Sensor oder Schalter) angesprochen
wird (zum Beispiel über einen Permanentmagneten oder eine Erhebung).
[0033] Unabhängig von der Ausgestaltung des Verriegelungsmechanismus kann das Zweiradschloss
einen Stellungsdetektor aufweisen, der dazu ausgebildet ist festzustellen, ob der
Verrieglungsmechanismus sich in der Alarmaktivierungsstellung befindet. Der Stellungsdetektor
kann somit dazu dienen festzustellen, ob entsprechend dem eingestellten Zustand des
Verriegelungsmechanismus ein bestimmter Zustand der Alarmeinrichtung eingestellt werden
soll. Der Stellungsdetektor kann hierfür eine geeignete Sensorik aufweisen. Der Stellungsdetektor
kann dazu ausgebildet sein, ein positives Feststellungssignal zu erzeugen, falls der
Stellungsdetektor feststellt, dass der Verrieglungsmechanismus sich in der Alarmaktivierungsstellung
befindet. Der Stellungsdetektor kann bei einigen Ausführungsformen Teil einer Auswerte-
und Steuerschaltung der Alarmeinrichtung sein. Der Stellungsdetektor kann dazu beitragen
oder dazu ausgebildet sein, die Alarmeinrichtung zu aktivieren, wenn festgestellt
ist, dass der Verrieglungsmechanismus sich in der Alarmaktivierungsstellung befindet.
Hierfür kann es bei einigen Ausführungsformen ausreichend sein, wenn der Stellungsdetektor
feststellt, dass der Verriegelungsmechanismus sich lediglich kurzzeitig in der Alarmaktivierungsstellung
gefunden hat.
[0034] Bei einigen Ausführungsformen kann der Stellungsdetektor einen Magnetfeldsensor,
einen Magnetschalter (z.B. Reed-Schalter) oder einen Kontaktschalter aufweisen. Der
Magnetfeldsensor oder der Magnetschalter kann insbesondere mit einem Permanentmagneten
zusammenwirken, der mit einem Element des Verriegelungsmechanismus (z.B. Riegel, Schließzylinder,
Antriebselement oder Umlenkeinrichtung) verbunden ist und sich bei einer Betätigung
des Verriegelungsmechanismus relativ zu dem Magnetfeldsensor oder Magnetschalter bewegt.
In Abhängigkeit von der Relativposition zwischen dem Magnetfeldsensor oder Magnetschalter
einerseits und dem Permanentmagneten andererseits kann eine Feststellung getroffen
werden, ob der Verriegelungsmechanismus sich in der Alarmaktivierungsstellung befindet.
Der Kontaktschalter kann insbesondere mit einer Erhebung zusammenwirken, die an einem
Element des Verriegelungsmechanismus (z.B. Riegel, Schließzylinder, Antriebselement
oder Umlenkeinrichtung) ausgebildet ist und sich bei einer Betätigung des Verriegelungsmechanismus
relativ zu dem Kontaktschalter bewegt.
[0035] Die Alarmeinrichtung des Zweiradschlosses kann dazu ausgebildet sein, ein akustisches
und/oder optisches Alarmsignal auszugeben, sobald ein Manipulationsversuch an dem
Schloss detektiert wird, beispielsweise durch Feststellen einer Lageänderung oder
Erschütterung des Schlosses, während die Alarmeinrichtung aktiviert ist und sich in
einem Überwachungsbetrieb befindet.
[0036] Bei einigen Ausführungsformen kann die Alarmeinrichtung wenigstens eine (insbesondere
mehrere oder sämtliche) der folgenden Komponenten aufweisen:
- eine elektrische Energiequelle zur Energieversorgung von weiteren Komponenten der
Alarmeinrichtung,
- einen Beschleunigungssensor oder Erschütterungssensor,
- eine Auswerte- und Steuerschaltung,
- den genannten der Stellungsdetektor,
- einen akustischen und/oder optischen Signalgeber, und/oder
- eine Funksendeeinheit zum drahtlosen Aussenden eines Alarmsignals.
[0037] Hierbei kann die Energiequelle eine oder mehrere handelsübliche Batterie(n) und/oder
einen elektrischen Akkumulator umfassen.
[0038] Was den Beschleunigungssensor betrifft, so kann dieser als statischer Beschleunigungssensor
und/oder als dynamischer Beschleunigungssensor ausgebildet sein, wobei der statische
Beschleunigungssensor als Neigungssensor zur Erkennung einer Ausrichtung und/oder
Lageänderung ausgebildet sein kann (Detektion der Gravitation) und der dynamische
Beschleunigungssensor zur Erkennung einer zeitabhängigen Beschleunigung (z.B. aufgrund
eines auf das Schloss aufgebrachten Schlages) einsetzbar ist. Insbesondere kann der
Beschleunigungssensor bzw. eine zugeordnete Auswerte- und Steuerschaltung einen oder
mehrere detektierte(n) Beschleunigungswert(e) mit einem jeweiligen Schwellwert vergleichen.
Hierdurch kann der Beschleunigungssensor auch als Erschütterungssensor konfiguriert
sein. Allerdings kann auch ein andersartiger Erschütterungssensor vorgesehen sein,
der insbesondere eine vorbestimmte Erschütterung unmittelbar erfassen kann.
[0039] Bei einigen Ausführungsformen kann die Auswerte- und Steuerschaltung dazu ausgebildet
sein, das Signal des genannten Stellungsdetektors auszuwerten. Ferner kann die Auswerte-
und Steuerschaltung dazu ausgebildet sein, auch das Signal des genannten Beschleunigungssensors
oder Erschütterungssensors auszuwerten, um insbesondere bei Detektion einer Lageänderung
oder Erschütterung während eines Überwachungsbetriebs (beispielsweise aufgrund eines
Vergleichs mit einem Schwellwert) die Ausgabe eines Alarmsignals auszulösen. Bei einigen
Ausführungsformen kann die Auswerte- und Steuerschaltung dazu ausgebildet sein, bei
Detektion einer Lageänderung oder Erschütterung zunächst die Ausgabe eines Voralarmsignals
und erst nach Verstreichen eines Hauptalarm-Verzögerungsintervalls und anhaltender
Detektion der Lageänderung oder Erschütterung die Ausgabe eines Hauptalarmsignals
auszulösen. Die Auswerte- und Steuerschaltung kann ferner dazu ausgebildet sein, ein
Bewegungsdetektions-Verzögerungsintervall berücksichtigen, wie dies beispielsweise
für ein Bremsscheibenschloss aus
DE 102005043927 A1 bekannt ist.
[0040] Der akustische und/oder optische Signalgeber kann beispielsweise einen Lautsprecher,
insbesondere einen Piezo-Lautsprecher, und/oder eine Leuchtdiode umfassen.
[0041] Alternativ oder zusätzlich zu der Ausgabe eines akustischen oder optischen Alarmsignals
kann das Zweiradschloss eine Funksendeeinheit zum drahtlosen Aussenden eines Alarmsignals
aufweisen, insbesondere an eine Funkempfangseinheit des befugten Benutzers. Bei einer
solchen Funkempfangseinheit kann es sich um ein dem Zweiradschloss zugeordnetes eigenes
Gerät handeln (beispielsweise die bereits genannte Funkfernsteuerungseinheit), oder
um ein Mobiltelefon. Die Signalübertragung kann gemäß einem gängigen Standard erfolgen
(z.B. Bluetooth, WLAN, GSM).
[0042] Bei einigen Ausführungsformen, insbesondere auch bei jenen mit Schließzwang oder
Automatikfunktion des Verriegelungsmechanismus, kann vorgesehen sein, dass die Alarmeinrichtung
ein akustisches und/oder optisches Bestätigungssignal ausgibt, wenn ein bestimmter
Zustand der Alarmeinrichtung eingestellt wird. Insbesondere kann vorgesehen sein,
dass unterschiedliche Bestätigungssignale (beispielsweise unterschiedliche Tonfolgen
oder Tonhöhen oder unterschiedliche Farben eines Lichtsignals) in Abhängigkeit davon
ausgegeben werden, ob die Alarmeinrichtung aktiviert oder deaktiviert wurden ist.
Die Ausgabe derartiger Bestätigungssignale kann insbesondere durch die genannte Auswerte-und
Steuerschaltung ausgelöst werden.
[0043] Was die Ausgestaltung und Funktionalität des Sicherungsbügels betrifft, so kann bei
einigen Ausführungsformen der Sicherungsbügel in der Offenstellung von dem Schlosskörper
vollständig lösbar sein (beispielsweise bei einem sogenannten U-Bügel). Bei anderen
Ausführungsformen kann der Sicherungsbügel an dem Schlosskörper dauerhaft befestigt,
jedoch beweglich gelagert sein. Beispielweise kann der Sicherungsbügel mit einem Ende
an dem Schlosskörper dauerhaft befestigt sein (insbesondere starr oder drehbar oder
schwenkbar), wobei ein anderes, freies Ende des Sicherungsbügels wahlweise an dem
Schlosskörper verriegelt werden kann.
[0044] Bei einigen Ausführungsformen kann der Sicherungsbügel U-förmig sein und zwei Bügelenden
aufweisen, wobei der Schlosskörper zwei Einführöffnungen zum Aufnehmen der Bügelenden
aufweist.
[0045] Bei einigen Ausführungsformen kann der Sicherungsbügel starr sein. Bei anderen Ausführungsformen
kann der Sicherungsbügel flexibel sein (insbesondere in Form eines Drahtseils oder
einer Kette). Bei einigen Ausführungsformen kann der Sicherungsbügel als ein Gelenkstab
ausgebildet sein, der mehrere schwenkbar miteinander verbundene Gelenkstäbe aufweist.
[0046] Das Zweiradschloss kann bei einigen Ausführungsformen als ein U-Bügel-Schloss (wie
beispielsweise aus
DE 100 26 701 A1 oder
DE 10 2007 035 122 A1 bekannt), als ein Faltschloss mit Gelenkstab (wie beispielsweise aus
DE 102005040066 A1 bekannt), als ein Bremsscheibenschloss (wie beispielsweise aus
DE 102005043927 A1 bekannt) oder als ein Rahmenschloss ausgebildet sein. Ein derartiges Rahmenschloss
kann insbesondere einen Drehbügel (wie beispielsweise aus
DE 10252080 A1 bekannt), einen Schwenkbügel (wie beispielsweise aus
DE 102011015313 A1 bekannt) oder einen linear verfahrbaren Bügel (wie beispielsweise aus
DE 102012002903 A1 bekannt) aufweisen.
[0047] Das Zweiradschloss kann ein tragbares Schloss sein oder an dem Zweirad fest montiert
sein.
[0048] Die Erfindung wird nachfolgend lediglich beispielhaft anhand der Figuren erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine Explosionsdarstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zweiradschlosses,
- Fig. 2
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform von Fig. 1, wobei sich der
Verriegelungsmechanismus in einer Entriegelungsstellung befindet,
- Fig.3
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform von Fig. 1, wobei sich der
Verriegelungsmechanismus in einer ersten Verriegelungsstellung befindet, und
- Fig.4
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform von Fig. 1, wobei sich der
Verriegelungsmechanismus in einer Alarmaktivierungsstellung befindet, die zugleich
eine zweite Verriegelungsstellung bildet.
[0049] Fig. 1 zeigt eine Explosionsansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Zweiradschlosses 10 mit Alarmfunktion. Das Zweiradschloss 10 umfasst einen Schlosskörper
22 und einen Sicherungsbügel 12, der insbesondere aus Metall gefertigt sein kann.
Der Sicherungsbügel 12 dieser Ausführungsform ist starr und U-förmig ausgebildet und
weist ein erstes Ende 14 und ein zweites Ende 16 auf, welche in den Schlosskörper
22 eingeführt werden können. An seinem ersten Ende 14 weist der Sicherungsbügel 12
an der in Fig. 1 gezeigten Vorderseite eine erste Verriegelungsvertiefung 18 und an
der Rückseite (in Fig. 1 nicht ersichtlich) eine zweite Verriegelungsvertiefung 20
auf. An seinem zweiten Ende 16 weist der Sicherungsbügel 12 vorderseitig eine zweite
Verriegelungsvertiefung 20 und rückseitig eine erste Verriegelungsvertiefung 18 auf.
Die erste und die zweite Verriegelungsvertiefung 18, 20 können jeweils mit einem Verriegelungsmechanismus
40 zusammenwirken, um den Sicherungsbügel 12 am Schlosskörper 22 zu verriegeln.
[0050] Der Schlosskörper 22 umfasst ein rohrförmiges Gehäuse 26, das insbesondere aus Metall
gebildet sein kann. Das Gehäuse 26 weist längsseitig ein erstes Ende 28 und ein zweites
Ende 30 auf. An den Enden 28, 30 ist jeweils eine Zugangsöffnung 32 ausgebildet, über
die ein Innenraum 34 des Gehäuses 26 zugänglich ist. In einer alternativen Ausführungsform
kann eine der Zugangsöffnungen 32 auch verschlossen sein; in diesem Fall bildet das
Gehäuse 26 einen einseitig offenen Zylinder. Umfangsseitig weist das Gehäuse 26 nahe
an seinen jeweiligen Enden 28, 30 Einführöffnungen 24 auf. Durch die Einführöffnungen
können die Enden 14, 16 des Sicherungsbügels 12 in den Innenraum 34 des Gehäuses 26
geführt werden, um das Zweiradschloss 10 zu schließen und den Sicherungsbügel 12 an
dem Schlosskörper 22 zu verriegeln.
[0051] Der Innenraum 34 des Gehäuses 26 beherbergt den Verriegelungsmechanismus 40 und eine
Alarmeinrichtung 60. Der Verriegelungsmechanismus 40 umfasst einen durch einen zugeordneten
Schlüssel 42 drehbetätigbaren Schließzylinder mit einem Zylinderkern 44, ferner einen
Antriebsfortsatz 46, einen ersten Riegel 50 und einen zweiten Riegel 52. Der Zylinderkern
44 ist in einem Zylindergehäuse 45 drehbar gelagert. Der Schließzylinder kann beispielsweise
als ein Plättchenzylinder mit mehreren Plättchenzuhaltungen ausgebildet sein, was
eine Konfigurierung ermöglicht, bei der der Schlüssel 42 in zwei verschiedenen, insbesondere
um 180° zueinander versetzten Drehstellungen aus dem Zylinderkern 44 entnommen werden
kann.
[0052] Der Schließzylinder ist über den Antriebsfortsatz 46 mit dem ersten Riegel 50 und
dem zweiten Riegel 52 gekoppelt, um die Riegel 50, 52 zu einer Entriegelungsbewegung
oder einer Verriegelungsbewegung anzutreiben. Hierdurch kann in einer Entriegelungsstellung
des Verriegelungsmechanismus 40 der Sicherungsbügel 12 für eine Bewegung in eine Offenstellung
freigegeben werden, und in einer Verriegelungsstellung kann der in einer Geschlossenstellung
befindliche Sicherungsbügel 12 an dem Schlosskörper 22 verriegelt werden. Der Antriebsfortsatz
46 ist zwischen dem Zylinderkern 44 des Schließzylinders und den Riegeln 50, 52 angeordnet
und wirkt als Umlenkeinrichtung, die eine Drehbewegung des Zylinderkerns 44 in eine
lineare Bewegung der Riegel 50, 52 umlenkt. In dem konkreten Ausführungsbeispiel weist
der Antriebsfortsatz 46 mehrere exzentrisch angeordnete Zapfen 48 auf, die in entsprechende
Führungsbahnen 54 des ersten und zweiten Riegels 50, 52 eingreifen können, um diese
bei einer Drehbewegung des Zylinderkerns 44 seitlich zu bewegen.
[0053] Die Alarmeinrichtung 60 umfasst einen nicht gezeigten Beschleunigungssensor oder
Erschütterungssensor und einen Stellungsdetektor 62 zur Bestimmung der Stellung des
Verriegelungsmechanismus 40. Der Stellungsdetektor 62 kann beispielsweise einen Magnetfeldsensor,
einen Magnetschalter (z.B. einen Reed-Schalter) oder einen Kontaktschalter aufweisen.
Im konkreten Ausführungsbeispiel bestimmt der Stellungsdetektor 62 insbesondere eine
Stellung eines am ersten Riegel 50 angeordneten Permanentmagneten 64. Dieser bewegt
sich bei einer Betätigung des Verriegelungsmechanismus 40 und einer entsprechenden
Bewegung des ersten Riegels 50 relativ zu einem Magnetfeldsensor oder einem Magnetschalter
des Stellungsdetektors 68, wodurch an dem Magnetfeldsensor oder dem Magnetschalter
eine Änderung der magnetischen Feldstärke bewirkt wird. Der gemessene Wert der magnetischen
Feldstärke wird genutzt, um die Stellung des Permanentmagneten 64 und somit die Stellung
des ersten Riegels 50 relativ zum Stellungsdetektor 62 zu bestimmen. In anderen Ausführungsformen
können weitere Permanentmagneten vorgesehen sein, die beispielsweise mit dem zweiten
Riegel 52 verbunden sein können, um auch die Stellung des zweiten Riegels 52 zu detektieren.
Denkbar sind jedoch auch Ausführungsformen, die auf Permanentmagneten 64 verzichten,
um die Stellung des ersten Riegels 50 und/oder des zweiten Riegels 52 mittels des
Stellungsdetektors 62 zu bestimmen, beispielsweise durch Verwendung eines Kontaktschalters.
Ein solcher Kontaktschalter kann beispielsweise mit einer Erhöhung an einem der Riegel
50, 52 oder mit einem Nocken des Antriebsfortsatzes 46 zusammenwirken.
[0054] Die Alarmeinrichtung 60 umfasst weiterhin eine Energiequelle 66, z.B. eine oder mehrere
handelsübliche Batterien und/oder oder elektrische Akkumulatoren, eine Auswerte-und
Steuerschaltung, einen akustischen und/oder optischen Signalgeber, z.B. einen Lautsprecher
und/oder eine Leuchtdiode, und/oder eine Funksendeeinheit zum drahtlosen Aussenden
eines Alarmsignals (nicht gezeigt).
[0055] Das erste Ende 28 und das zweite Ende 30 des Gehäuses 26 sind jeweils von einem ersten
Verschluss 70 und einem zweiten Verschluss 72 verschlossen. Der erste Verschluss 70
ist ein im Wesentlichen halbzylinderförmiger Trägerkörper. Der Trägerkörper ist entlang
eines zylinderförmigen Umfangs formschlüssig in die an dem ersten Ende 28 des Gehäuses
26 ausgebildete Zugangsöffnung 32 des Gehäuses 26 eingeführt. Der erste Verschluss
70 weist einen ersten Sicherungsabschnitt 74 mit einer Einführöffnung 76 auf, die
in einem montierten Zustand des ersten Verschlusses 70, in welchem der erste Verschluss
70 das erste Ende 28 des Gehäuses 26 verschließt, mit einer der Einführöffnungen 24
des Gehäuses 26 fluchtet. Seitlich versetzt zum ersten Sicherungsabschnitt 74 umfasst
der erste Verschluss 70 das Zylindergehäuse 45, das eine Aufnahme 78 im Trägerkörper
bildet, in der der Zylinderkern 44 gelagert ist.
[0056] Die Alarmeinrichtung 60 ist im Wesentlichen in dem zweiten Verschluss 72 des Gehäuses
26 angeordnet. Der zweite Verschluss 72 ist formschlüssig in die an dem zweiten Ende
30 des Gehäuses 26 ausgebildete Zugangsöffnung 32 des Gehäuses 26 eingeführt. Der
zweite Verschluss 72 ist als ein im Wesentlichen zylindrischer Körper ausgebildet,
der das zweite Ende 30 des Gehäuses 26 in einem montierten Zustand lösbar verschließt.
Entlang seines Umfangs weist der zweite Verschluss 72 einen zweiten Sicherungsabschnitt
80 mit einer Einführöffnung 82 auf, die in dem montierten Zustand des zweiten Verschlusses
72 mit einer der Einführöffnungen 24 des Gehäuses 26 fluchtet. Der zweite Verschluss
72 ist in dem montierten Zustand durch zumindest einen (im gezeigten Fall zwei) Permanentmagneten
84, die an einer Außenseite des zweiten Verschlusses 72 angeordnet sind und mit dem
Material des Gehäuses 26 eine magnetische Verbindung eingehen können, kraftschlüssig
gegen ein unbeabsichtigtes Lösen aus dem Gehäuse 26 gesichert.
[0057] Das erste Ende 28 und das zweite Ende 30 des Gehäuses 26 sind außenseitig von einer
jeweiligen Schutzhülle 86 umgeben. Die Schutzhüllen 86 weisen Einführöffnungen 88
auf, die mit den Einführöffnungen 24 des Gehäuses 26 fluchten. Die Schutzhüllen 86
können als Kappe ausgebildet sein und beispielsweise aus einem flexiblen Material,
insbesondere Kunststoff, gefertigt sein. Um einen Zugang zu dem Innenraum 34 des Gehäuses
26 zu ermöglichen, sind die Schutzhüllen 86 lösbar ausgebildet, d.h. sie können durch
leichtes Ziehen oder Schieben von dem Gehäuse 26 entfernt oder auf das Gehäuse 26
aufgezogen werden.
[0058] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform von Fig. 1, wobei sich
der Verriegelungsmechanismus 40 in einer Entriegelungsstellung befindet. In der gezeigten
Ansicht sind das Gehäuse 26 und die Schutzhülle 86 zur Verdeutlichung des Verriegelungsmechanismus
40 entfernt. In der Entriegelungsstellung steht weder der erste Riegel 50 noch der
zweite Riegel 52 des Verriegelungsmechanismus 40 mit den ersten und zweiten Verriegelungsvertiefungen
18, 20 des Sicherungsbügels 12 in Eingriff. Der Sicherungsbügel 12 ist somit für eine
Bewegung in die gezeigte Offenstellung freigegeben, in der er mit seinen beiden Enden
14, 16 vollständig von dem Schlosskörper 22 gelöst ist. Die Alarmeinrichtung 60 ist
in der Entriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus 40 nicht aktiviert.
[0059] Ausgehend von der Entriegelungsstellung kann der Zylinderkern 44 mittels des Schlüssels
42 wahlweise in eine erste Drehrichtung oder in eine hierzu entgegengesetzte zweite
Drehrichtung drehbetätigt werden. Somit bildet die Entriegelungsstellung eine Mittelstellung
für die Betätigung des Schließzylinders, um den Verriegelungsmechanismus 40 bzw. den
Schließzylinder wahlweise in eine andere Stellung zu bringen. Durch eine Drehbetätigung
in die erste Drehrichtung kann der Schließzylinder bzw. der Zylinderkern 44 in eine
erste Drehstellung, entsprechend einer ersten Verriegelungsstellung, gebracht werden
(vgl. Fig. 3). Gleichermaßen kann durch eine Drehbetätigung in die zweite Drehrichtung
der Schließzylinder bzw. der Zylinderkern 44 in eine zweite Drehstellung, entsprechend
einer zweiten Verriegelungsstellung, gebracht werden (vgl. Fig. 4).
[0060] Dabei können die erste Drehstellung, die zweite Drehstellung und die dritte Drehstellung
(entsprechend der Mittelstellung des Zylinderkerns 44) um jeweils 90° zueinander versetzt
sein. Mit anderen Worten kann die erste Drehstellung des Zylinderkerns 44 bezüglich
der dritten Drehstellung um einen Winkel von 90° versetzt sein, wobei die zweite Drehstellung
des Zylinderkerns 44 bezüglich der dritten Drehstellung um einen Winkel von 90° und
bezüglich der ersten Drehstellung um einen Winkel von 180° versetzt sein kann. Hierdurch
ergibt sich für einen Benutzer eine klare, gut ersichtliche Unterscheidung der verschiedenen
Drehstellungen, um den Verriegelungsmechanismus 40 fehlerfrei bedienen zu können.
Allerdings sind auch andere Verdrehwinkel und andere Reihenfolgen der Drehstellungen
möglich.
[0061] Bei einer Betätigung des Verriegelungsmechanismus 40 durch eine Drehbetätigung des
Schlüssels 42 werden der erste Riegel 50 und der zweite Riegel 52 sowohl in der ersten
Drehrichtung als auch in der zweiten Drehrichtung jeweils gegenläufig zueinander angetrieben.
Somit ist trotz einer unterschiedlichen Betätigungsrichtung des Verriegelungsmechanismus
40 eine gleichartige, zueinander gegenläufige Bewegung des ersten und des zweiten
Riegels 50, 52 vorgesehen, wobei der Benutzer durch die Betätigungsrichtung eine erwünschte
Verriegelungsstellung auswählen kann. Dabei wird die gegenläufige Bewegung des ersten
und des zweiten Riegels 50, 52 durch den Antriebsfortsatz 46 des Schließzylinders
bewirkt, dessen Zapfen 48 in die Führungsbahnen 54 des ersten und zweiten Riegels
50, 52 eingreifen, um diese bei einer Drehbetätigung des Schließzylinders 44 seitlich
gegenläufig zu bewegen.
[0062] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform von Fig. 2, wobei sich
der Verriegelungsmechanismus 40 in der ersten Verriegelungsstellung befindet. Der
Sicherungsbügel 12 nimmt die Geschlossenstellung ein, wobei sein erstes Ende 14 in
die Einführöffnung 76 des ersten Verschlusses 70 eingreift und sein zweites Ende 16
in die Einführöffnung 82 des zweiten Verschlusses 72 eingreift. In der ersten Verriegelungsstellung
steht der erste Riegel 50 mit der ersten Verriegelungsvertiefung 18 des ersten Endes
14 des Sicherungsbügels 12 in Eingriff, während der zweite Riegel 52 mit der (rückseitigen)
ersten Verriegelungsvertiefung 18 des zweiten Endes 16 des Sicherungsbügels 12 in
Eingriff steht. Somit ist der Sicherungsbügel in der ersten Verriegelungsstellung
mechanisch im Schlosskörper 22 gesichert. Die Alarmeinrichtung 60 ist auch in der
ersten Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus 40 nicht aktiviert.
[0063] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform von Fig. 2, wobei sich
der Verriegelungsmechanismus 40 jedoch in der zweiten Verriegelungsstellung befindet,
die zugleich einer Alarmaktivierungsstellung des Verriegelungsmechanismus 40 entspricht.
Der Schlüssel 42 ist gegenüber der Drehstellung gemäß Fig. 3 um 180° verdreht. In
der zweiten Verriegelungsstellung steht der erste Riegel 50 mit der zweiten Verriegelungsvertiefung
20 des zweiten Endes 16 des Sicherungsbügels 12 in Eingriff, während der zweite Riegel
52 mit der (rückseitigen) zweiten Verriegelungsvertiefung 20 des ersten Endes 14 des
Sicherungsbügels 12 in Eingriff steht. Befindet sich der Verriegelungsmechanismus
40 in der zweiten Verriegelungsstellung, wird in dem Stellungsdetektor 62 ein Detektionssignal
entsprechend der Position des ersten Riegels 50 erzeugt, welches beispielsweise an
die Auswerte-und Steuerschaltung der Alarmeinrichtung 60 weitergeleitet werden kann,
um die Alarmeinrichtung 60 zu aktivieren. Dieses Aktiveren der Alarmeinrichtung 60
kann unmittelbar oder zeitverzögert erfolgen, beispielsweise um dem befugten Benutzer
die Beendigung eines Verriegelungsvorgangs zu ermöglichen. Somit ist der Sicherungsbügel
14 in der zweiten Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus 40 mechanisch
am Schlosskörper 22 gesichert und zudem durch die aktivierte Alarmeinrichtung 60 gegen
mögliche Manipulationen geschützt.
[0064] Durch das Aktivieren der Alarmeinrichtung 60 kann die Alarmeinrichtung 60 in einen
Überwachungsbetrieb überführt werden, in dem die Alarmeinrichtung 60 aufgrund der
Signale des Beschleunigungssensors oder Erschütterungssensors und beispielsweise eines
Vergleichs mit einem jeweiligen Schwellwert ständig überprüft, ob eine unzulässige
Lageänderung oder sonstige Bewegung stattgefunden hat. Zutreffendenfalls gibt die
Alarmeinrichtung 60 ein akustisches und/oder optisches Alarmsignal aus. Hierbei kann
vorgesehen sein, dass zunächst ein Voralarmsignals ausgegeben wird, wobei erst nach
Verstreichen eines Hauptalarm-Verzögerungsintervalls und infolge einer weiterhin detektierten
Lageänderung ein Hauptalarmsignal ausgegeben wird, welches beispielsweise lauter sein
kann als das Voralarmsignal.
[0065] Durch Betätigung des Verriegelungsmechanismus 40 mittels des zugeordneten Schlüssels
42 zum Zwecke des Verriegelns des Sicherungsbügels 12 kann der Benutzer somit nicht
nur eine erwünschte mechanische Verriegelung herbeiführen, sondern auf einfache Weise
zugleich auswählen, ob die Alarmeinrichtung 60 aktiviert sein soll oder nicht. Um
die Alarmeinrichtung 60 wahlweise zu aktivieren, wird der Verriegelungsmechanismus
40 mittels des zugeordneten Schlüssels 42 in eine Alarmaktivierungsstellung gebracht,
die zusätzlich zu einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung des
Verriegelungsmechanismus 40 vorgesehen ist.
[0066] Hierbei können zwei verschiedene Stellungen des Verriegelungsmechanismus 40 ausgewählt
werden, in denen der zugeordnete Schlüssel 42 aus dem Schließzylinder entfernt werden
kann, wobei in der einen Stellung die Alarmeinrichtung 60 deaktiviert ist und in der
anderen Stellung die Alarmeinrichtung 60 aktiviert ist.
Bezugszeichenliste
[0067]
- 10
- Zweiradschloss
- 12
- Sicherungsbügel
- 14
- erstes Ende des Sicherungsbügels
- 16
- zweites Ende des Sicherungsbügels
- 18
- erste Verriegelungsvertiefung
- 20
- zweite Verriegelungsvertiefung
- 22
- Schlosskörper
- 24
- Einführöffnungen des Schlosskörpers
- 26
- Gehäuse
- 28
- erstes Ende des Gehäuses
- 30
- zweites Ende des Gehäuses
- 32
- Zugangsöffnung des Gehäuses
- 34
- Innenraum des Gehäuses
- 40
- Verriegelungsmechanismus
- 42
- Schlüssel
- 44
- Zylinderkern
- 45
- Zylindergehäuse
- 46
- Antriebsfortsatz
- 48
- Zapfen
- 50
- erster Riegel
- 52
- zweiter Riegel
- 54
- Führungsbahn
- 60
- Alarmeinrichtung
- 62
- Stellungsdetektor
- 64
- Permanentmagnet
- 66
- Energiequelle
- 70
- erster Verschluss
- 72
- zweiter Verschluss
- 74
- erster Sicherungsabschnitt
- 76
- Einführöffnung des ersten Verschlusses
- 78
- Aufnahme
- 80
- zweiter Sicherungsabschnitt
- 82
- Einführöffnung des zweiten Verschlusses
- 84
- Permanentmagnet des zweiten Verschlusses
- 86
- Schutzhülle
- 88
- Einführöffnung der Schutzhülle
1. Schloss (10) mit Alarmfunktion für ein Zweirad, umfassend einen Schlosskörper (22)
und einen Sicherungsbügel (12), der relativ zu dem Schlosskörper (22) zwischen einer
Sicherungsstellung zum Sichern des Zweirads und einer Offenstellung zum Freigeben
des Zweirads bewegbar ist, wobei der Schlosskörper (22) einen Verriegelungsmechanismus
(40) aufweist, um den Sicherungsbügel (12) in der Sicherungsstellung wahlweise an
dem Schlosskörper (22) zu verriegeln, wobei der Schlosskörper (22) ferner eine Alarmeinrichtung
(60) zum Ausgeben eines Alarmsignals umfasst,
wobei der Verriegelungsmechanismus (40) wahlweise in eine Entriegelungsstellung, eine
Verriegelungsstellung oder eine Alarmaktivierungsstellung bringbar ist, wobei in der
Entriegelungsstellung der Sicherungsbügel (12) für eine Bewegung in die Offenstellung
freigegeben ist, wobei in der Verriegelungsstellung der in der Sicherungsstellung
befindliche Sicherungsbügel (12) an dem Schlosskörper (22) verriegelt ist und die
Alarmeinrichtung (60) deaktiviert ist, und wobei die Alarmaktivierungsstellung eine
weitere Verriegelungsstellung bildet, in welcher der in der Sicherungsstellung befindliche
Sicherungsbügel (12) an dem Schlosskörper (22) verriegelt ist und die Alarmeinrichtung
(60) aktiviert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungsmechanismus (40) einen Schließzylinder aufweist,
der mittels eines Schlüssels (42) drehbetätigbar ist,
wobei der Schließzylinder ein Zylindergehäuse (45) und einen in dem Zylindergehäuse
(45) drehbar gelagerten Zylinderkern (44) aufweist, wobei die Verriegelungsstellung
des Verriegelungsmechanismus (40) einer ersten Drehstellung des Zylinderkerns (44)
entspricht, die Alarmaktivierungsstellung des Verriegelungsmechanismus (40) einer
zweiten Drehstellung des Zylinderkerns (44) entspricht, und die Entriegelungsstellung
des Verriegelungsmechanismus (40) einer dritten Drehstellung des Zylinderkerns (44)
entspricht,
wobei der Schlüssel (42) in der ersten Drehstellung des Zylinderkerns (44) und in
der zweiten Drehstellung des Zylinderkerns (44) in den Zylinderkern (44) einführbar
und aus dem Zylinderkern (44) entnehmbar ist.
2. Schloss (10) nach Anspruch 1,
wobei der Verriegelungsmechanismus (40) wenigstens einen Riegel (50, 52) aufweist,
der mittels des Schließzylinders (44) antreibbar ist und der in der Verriegelungsstellung
des Verriegelungsmechanismus (40) mit dem Sicherungsbügel (12) in Eingriff steht.
3. Schloss (10) nach Anspruch 2,
wobei der Schließzylinder mit dem wenigstens einen Riegel (50, 52) über eine Umlenkeinrichtung
gekoppelt ist, die eine Drehbewegung des Schließzylinders in eine lineare Bewegung
des Riegels (50, 52) umlenkt.
4. Schloss (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Sicherungsbügel (12) wenigstens eine erste Verriegelungsvertiefung (18)
und wenigstens eine zweite Verriegelungsvertiefung (20) aufweist, wobei der Sicherungsbügel
(12) in der Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus (40) an der ersten
Verriegelungsvertiefung (18) verriegelt ist, und wobei der Sicherungsbügel (12) in
der weiteren Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus (20) an der zweiten
Verriegelungsvertiefung (20) verriegelt ist.
5. Schloss (10) nach Anspruch 4,
wobei der Verriegelungsmechanismus (40) zwei Riegel (50, 52) aufweist, wobei in der
Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus (40) der eine der zwei Riegel (50,
52) in die erste Verriegelungsvertiefung (18) des Sicherungsbügels (12) eingreift,
und wobei in der weiteren Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus (40)
der andere der zwei Riegel (50, 52) in die zweite Verriegelungsvertiefung (20) des
Sicherungsbügels (12) eingreift.
6. Schloss (10) nach Anspruch 5,
wobei durch eine Betätigung des Verriegelungsmechanismus (40) in einer ersten Drehrichtung
die zwei Riegel (50, 52) gegenläufig zueinander antreibbar sind, und wobei auch durch
eine Betätigung des Verriegelungsmechanismus (40) in einer zu der ersten Drehrichtung
entgegengesetzten Drehrichtung die zwei Riegel (50, 52) gegenläufig zueinander antreibbar
sind.
7. Schloss (10) nach Anspruch 5 oder 6,
wobei der Sicherungsbügel (12) ein erstes Bügelende (14) und ein zweites Bügelende
(16) aufweist, von denen jedes eine erste Verriegelungsvertiefung (18) und eine zweite
Verriegelungsvertiefung (20) aufweist, wobei in der Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus
(40) der eine der zwei Riegel (50, 52) in die erste Verriegelungsvertiefung (18) des
ersten Bügelendes (14) eingreift und der andere der zwei Riegel (50, 52) in die erste
Verriegelungsvertiefung (18) des zweiten Bügelendes (16) eingreift, und wobei in der
weiteren Verriegelungsstellung des Verriegelungsmechanismus (40) der eine der zwei
Riegel (50, 52) in die zweite Verriegelungsvertiefung (20) des zweiten Bügelendes
(16) eingreift und der andere der zwei Riegel (50, 52) in die zweite Verriegelungsvertiefung
(20) des ersten Bügelendes (14) eingreift.
8. Schloss (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Schloss einen Stellungsdetektor (62) aufweist, der dazu ausgebildet ist
festzustellen, ob der Verrieglungsmechanismus (40) sich in der Alarmaktivierungsstellung
befindet,
wobei der Stellungsdetektor (62) insbesondere einen Magnetfeldsensor, einen Magnetschalter
oder einen Kontaktschalter aufweist.
9. Schloss (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Alarmeinrichtung (60) wenigstens eine der folgenden Komponenten aufweist:
- eine elektrische Energiequelle (66) zur Energieversorgung von weiteren Komponenten
der Alarmeinrichtung,
- einen Beschleunigungssensor oder Erschütterungssensor,
- eine Auswerte- und Steuerschaltung,
- einen akustischen und/oder optischen Signalgeber, und/oder
- eine Funksendeeinheit zum drahtlosen Aussenden eines Alarmsignals.
1. A lock (10) having an alarm function for a two-wheeler, said lock (10) comprising
a lock body (22) and a securing hoop (12) which is movable relative to the lock body
(22) between a securing position to secure the two-wheeler and an open position to
release the two-wheeler, wherein the lock body (22) has a locking mechanism (40) to
selectively lock the securing hoop (12) at the lock body (22) in the securing position,
and wherein the lock body (22) further comprises an alarm device (60) for outputting
an alarm signal,
wherein the locking mechanism (40) can selectively be moved into an unlocked position,
a locked position or an alarm activation position, wherein the securing hoop (12)
is released for a movement into the open position in the unlocked position, wherein
the securing hoop (12) located in the securing position is locked at the lock body
(22) and the alarm device (60) is deactivated in the locked position, and wherein
the alarm activation position forms a further locked position in which the securing
hoop (12) located in the securing position is locked at the lock body (22) and the
alarm device (60) is activated,
characterized in that
the locking mechanism (40) has a lock cylinder which is rotationally actuable by means
of a key (42),
with the lock cylinder having a cylinder housing (45) and a cylinder core (44) rotatably
supported in the cylinder housing (45), with the locked position of the locking mechanism
(40) corresponding to a first rotational position of the cylinder core (44), with
the alarm activation position of the locking mechanism (40) corresponding to a second
rotational positon of the cylinder core (44), and with the unlocked position of the
locking mechanism (40) corresponding to a third rotational position of the cylinder
core (44), with the key (42) being introducible into the cylinder core (44) and removable
from the cylinder core (44) in the first rotational position of the cylinder core
(44) and in the second rotational position of the cylinder core (44).
2. A lock (10) in accordance with claim 1,
wherein the locking mechanism (40) has at least one latch (50, 52) which is drivable
by means of the lock cylinder (44) and which is in engagement with the securing hoop
(12) in the locked position of the locking mechanism (40).
3. A lock (10) in accordance with claim 2,
wherein the lock cylinder is coupled to the at least one latch (50, 52) via a deflection
device which deflects a rotational movement of the lock cylinder into a linear movement
of the latch (50, 52).
4. A lock (10) in accordance with any one of the preceding claims,
wherein the securing hoop (12) has at least one first locking recess (18) and at least
one second locking recess (20), wherein the securing hoop (12) is locked at the first
locking recess (18) in the locked position of the locking mechanism (40), and wherein
the securing hoop (12) is locked at the second locking recess (20) in the further
locked position of the locking mechanism (40).
5. A lock (10) in accordance with claim 4,
wherein the locking mechanism (40) has two latches (50, 52), wherein the one of the
two latches (50, 52) engages into the first locking recess (18) of the securing hoop
(12) in the locked position of the locking mechanism (40), and wherein the other one
of the two latches (50, 52) engages into the second locking recess (20) of the securing
hoop (12) in the further locked position of the locking mechanism (40).
6. A lock (10) in accordance with claim 5,
wherein the two latches (50, 52) are drivable in opposite senses to one another by
an actuation of the locking mechanism (40) in a first direction of rotation, and wherein
the two latches (50, 52) are also drivable in opposite senses to one another by an
actuation of the locking mechanism (40) in a direction of rotation opposite to the
first direction of rotation.
7. A lock (10) in accordance with claim 5 or claim 6,
wherein the securing hoop (12) has a first hoop end (14) and a second hoop end (16),
of which each has a first locking recess (18) and a second locking recess (20), wherein,
in the locked position of the locking mechanism (40), the one of the two latches (50,
52) engages into the first locking recess (18) of the first hoop end (14) and the
other one of the two latches (50, 52) engages into the first locking recess (18) of
the second hoop end (16), and wherein, in the further locked position of the locking
mechanism (40), the one of the two latches (50, 52) engages into the second locking
recess (20) of the second hoop end (16) and the other one of the two latches (50,
52) engages into the second locking recess (20) of the first hoop end (14).
8. A lock (10) in accordance with any one of the preceding claims,
wherein the lock has a position detector (62) which is configured to determine whether
the locking mechanism (40) is in the alarm activation position,
wherein the position detector (62) in particular has a magnetic field sensor, a magnetic
switch or a contact switch.
9. A lock (10) in accordance with any one of the preceding claims,
wherein the alarm device (60) has at least one of the following components:
- an electrical energy source (66) for the energy supply of further components of
the alarm device;
- an acceleration sensor or a vibration sensor;
- an evaluation and control circuit;
- an acoustic and/or optical signal generator; and/or
- a radio transmission unit for the wireless transmission of an alarm signal.
1. Antivol (10) avec fonction d'alarme pour un deux-roues, comprenant un corps d'antivol
(22) et un étrier de blocage (12) qui est mobile par rapport au corps d'antivol (22)
entre une position de blocage pour bloquer le deux-roues et une position d'ouverture
pour libérer le deux-roues, le corps d'antivol (22) comprenant un mécanisme de verrouillage
(40) pour verrouiller sélectivement l'étrier de blocage (12) sur le corps d'antivol
(22) dans la position de blocage, le corps d'antivol (22) comprenant en outre un dispositif
d'alarme (60) pour émettre un signal d'alarme,
dans lequel
le mécanisme de verrouillage (40) peut être amené sélectivement dans une position
de déverrouillage, dans une position de verrouillage ou dans une position d'activation
d'alarme,
dans la position de déverrouillage, l'étrier de blocage (12) est libéré pour un mouvement
vers la position d'ouverture,
dans la position de verrouillage, l'étrier de blocage (12) se trouvant dans la position
de blocage est verrouillé sur le corps d'antivol (22) et le dispositif d'alarme (60)
est désactivé, et
la position d'activation d'alarme constitue une autre position de verrouillage dans
laquelle l'étrier de blocage (12) se trouvant dans la position de blocage est verrouillé
sur le corps d'antivol (22) et le dispositif d'alarme (60) est activé,
caractérisé en ce que
le mécanisme de verrouillage (40) comprend un cylindre de fermeture qui peut être
actionné en rotation au moyen d'une clé (42),
le cylindre de fermeture comprenant un boîtier de cylindre (45) et un noyau de cylindre
(44) monté mobile en rotation dans le boîtier de cylindre (45), la position de verrouillage
du mécanisme de verrouillage (40) correspondant à une première position de rotation
du noyau de cylindre (44), la position d'activation d'alarme du mécanisme de verrouillage
(40) correspondant à une deuxième position de rotation du noyau de cylindre (44),
et la position de déverrouillage du mécanisme de verrouillage (40) correspondant à
une troisième position de rotation du noyau de cylindre (44),
la clé (42) pouvant être introduite dans le noyau de cylindre (44) et être retirée
du noyau de cylindre (44) dans la première position de rotation du noyau de cylindre
(44) et dans la deuxième position de rotation du noyau de cylindre (44).
2. Antivol (10) selon la revendication 1,
dans lequel le mécanisme de verrouillage (40) comporte au moins un verrou (50, 52)
qui peut être entraîné au moyen du cylindre de fermeture (44) et qui est en prise
avec l'étrier de blocage (12) dans la position de verrouillage du mécanisme de verrouillage
(40).
3. Antivol (10) selon la revendication 2,
dans lequel le cylindre de fermeture est couplé audit au moins un verrou (50, 52)
par l'intermédiaire d'un dispositif de renvoi qui convertit un mouvement de rotation
du cylindre de fermeture en un mouvement linéaire du verrou (50, 52).
4. Antivol (10) selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel l'étrier de blocage (12) présente au moins une première cavité de verrouillage
(18) et au moins une deuxième cavité de verrouillage (20), l'étrier de blocage (12)
est verrouillé sur la première cavité de verrouillage (18) dans la position de verrouillage
du mécanisme de verrouillage (40), et
l'étrier de blocage (12) est verrouillé sur la deuxième cavité de verrouillage (20)
dans l'autre position de verrouillage du mécanisme de verrouillage (20).
5. Antivol (10) selon la revendication 4,
dans lequel le mécanisme de verrouillage (40) comprend deux verrous (50, 52),
dans la position de verrouillage du mécanisme de verrouillage (40), l'un des deux
verrous (50, 52) s'engage dans la première cavité de verrouillage (18) de l'étrier
de blocage (12), et
dans l'autre position de verrouillage du mécanisme de verrouillage (40), l'autre des
deux verrous (50, 52) s'engage dans la deuxième cavité de verrouillage (20) de l'étrier
de blocage (12).
6. Antivol (10) selon la revendication 5,
dans lequel un actionnement du mécanisme de verrouillage (40) dans un premier sens
de rotation permet d'entraîner les deux verrous (50, 52) en sens inverse l'un par
rapport à l'autre, et
un actionnement du mécanisme de verrouillage (40) dans un sens de rotation opposé
au premier sens de rotation permet également d'entraîner les deux verrous (50, 52)
en sens inverse l'un par rapport à l'autre.
7. Antivol (10) selon la revendication 5 ou 6,
dans lequel l'étrier de blocage (12) comprend une première extrémité d'étrier (14)
et une deuxième extrémité d'étrier (16), dont chacune comprend une première cavité
de verrouillage (18) et une deuxième cavité de verrouillage (20),
dans la position de verrouillage du mécanisme de verrouillage (40), l'un des deux
verrous (50, 52) s'engage dans la première cavité de verrouillage (18) de la première
extrémité d'étrier (14) et l'autre des deux verrous (50, 52) s'engage dans la première
cavité de verrouillage (18) de la deuxième extrémité d'étrier (16), et
dans l'autre position de verrouillage du mécanisme de verrouillage (40), l'un des
deux verrous (50, 52) s'engage dans la deuxième cavité de verrouillage (20) de la
deuxième extrémité d'étrier (16) et l'autre des deux verrous (50, 52) s'engage dans
la deuxième cavité de verrouillage (20) de la première extrémité d'étrier (14).
8. Antivol (10) selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel l'antivol comprend un détecteur de position (62) réalisé pour déterminer
si le mécanisme de verrouillage (40) se trouve dans la position d'activation d'alarme,
le détecteur de position (62) comprend en particulier un capteur de champ magnétique,
un commutateur magnétique ou un contacteur.
9. Antivol (10) selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel le dispositif d'alarme (60) comprend l'un au moins des composants suivants
:
- une source d'énergie électrique (66) pour l'alimentation en énergie d'autres composants
du dispositif d'alarme,
- un capteur d'accélération ou un capteur de vibrations,
- un circuit d'évaluation et de commande,
- un émetteur de signaux acoustiques et/ou optiques, et/ou
- une unité d'émission radio pour émettre sans fil un signal d'alarme.