[0001] Die Erfindung betrifft eine zwei Komponenten Mischkapsel zur Aufnahme und zum Mischen
von zwei vorzugsweise pulverförmigen oder bevorzugt pastösen oder knetbaren, besonders
bevorzugt dentalen Zusammensetzungen mit einem Kapselgehäuse, das an seinem vorderen
Ende eine Ausbringtülle aufweist, wobei die Mischkapsel einen ersten Mischraum und
einen zweiten Mischraum umfasst, wobei die beiden Mischräume zur Lagerung oder für
den Transport voneinander getrennt werden können, indem der Mischraum durch ein drehbar
gelagertes Drehelement dessen Drehachse (Y) in etwa senkrecht zur Längsachse (Z) der
Mischkapsel, vorzugsweise des zweiten Mischraumes, angeordnet ist, in eine erste Stellung
gedreht werden kann, in der der erste Mischraum vom zweiten Mischraum getrennt ist,
vorzugsweise sind die Mittelachsen der Mischräume etwa 90° zueinander angeordnet.
Durch Drehen des ersten Mischraumes in eine zweite Stellung, in der die Mittelachsen
des ersten und zweiten Mischraumes im Wesentlichen koaxial angeordnet sind, bilden
die beiden Mischräume einen gemeinsamen Mischraum, wobei durch Aufsetzen eines Auspresskolbens
die Zusammensetzung nach dem Mischen ausgefördert werden kann.
[0002] Ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren sowie die Verwendung der erfindungsgemäßen
Mischkapsel zum Mischen und Applizieren von zwei Komponenten-Zusammensetzungen, vorzugsweise
von dentalen 2K-Zusammensetzungen.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl an Mischkapseln im Dentalbereich bekannt,
die zum Lagern und Mischen von zwei Komponentenzusammensetzungen geeignet sind. Kennzeichnend
für Mischkapseln im Dentalbereich ist in der Regel ihre geringe Länge von etwa 32
mm, um ein Einsetzen der Mischkapsel in die Haltegabeln von bekannten Mischgeräten
zu erlauben. Die Mischkapseln nach dem Stand der Technik weisen in der Regel zwei
durch eine Folie mit einer Sollbruchstelle getrennte Kammern auf, die jeweils eine
der beiden Bestandteile der zwei Komponentenzusammensetzung umfassen, wobei ein Kolben
vor dem Mischen diese Folie durchstößt. Nach dem Mischen kann in die Mischkapsel ein
Werkzeug eingesetzt werden, dass einen Austragskolben in der Mischkapsel verschiebt
und so die gemischte Zusammensetzung aus der Mischkapsel ausfördern kann.
[0004] Nachteilig an den bekannten Mischkapseln ist, dass diese in der Regel dafür ausgelegt
sind eine flüssige Monomerkomponente mit einer pulverförmigen Komponente zu vermischen.
Aus dem Stand der Technik sind nahezu keine wirtschaftlich herstellbaren oder leicht
zu bedienende Mischkapseln bekannt, die in der Lage sind auch zwei pastöse bis knetbare
2K-Komponenten-Zusammensetzungen miteinander zu mischen. Ferner müssen verschiedene
Arretiermechanismen an den Kapseln im Stand der Technik vorgesehen werden, die ein
unbeabsichtigtes Durchstoßen der Folie verhindern.
[0005] US 4,175,658 A offenbart eine einseitig zu öffnende Mischkapsel mit senkrecht auf der Mischkapselachse
angeordnetem Verschluss und zwei innenliegenden Kammern. Die Kammern können durch
Drehen eines Elementes um eine senkrecht zur Längsachse drehbares Element eine gemeinsame
Kammer ausbilden.
[0006] WO2017/097868 A1 offenbart eine zwei Komponenten-Mischkapsel mit einem oberen und unteren drehbaren
Griffelement, wobei mindestens einem Griffelement ein erster Mischraum zugeordnet
ist.
[0007] Aufgabe der Erfindung war es eine Mischkapsel zu entwickeln, die eine Lagerung und
ein Mischen von pastösen bis knetbaren und optional mit pulverförmigen oder bevorzugt
pastösen bis festen und zugleich thixotropen Mehrkomponentenzusammensetzungen erlaubt,
wobei ggf. ebenso pastöse mit pulverförmigen Komponenten gemischt werden können. Ferner
bestand die Aufgabe die Mischkapsel so zu dimensionieren, dass diese in gängige Mischapparate,
wie sie in Zahnarztpraxen vorhanden sind, einsetzbar ist.
[0008] Gelöst wurden die Aufgaben mit einer Mischkapsel nach Anspruch 1 sowie einem Verfahren
nach Anspruch 14 und der Verwendung nach Anspruch 17.
[0009] In der erfindungsgemäßen Mischkapsel können zwei dentale Zusammensetzungen gelagert
und gemischt werden sowie die resultierende gemischte Zusammensetzung durch Verschieben
des Verschlusskolbens vom hinteren Ende des Kapselgehäuses zum vorderen Ende des Kapselgehäuses
appliziert werden. Gegenstand der Erfindung ist eine Mehr- oder Zwei-Komponenten (2K)
Mischkapsel zur Aufnahme, insbesondere Lagerung, und zum Mischen von mindestens zwei,
insbesondere pastösen, knetbaren bis festen, vorzugsweise thixotropen und vorzugsweise
dentalen Zusammensetzungen mit einem Kapselgehäuse, das an seinem vorderen Ende eine
Ausbringöffnung aufweist, wie eine Ausbringöffnung direkt am Gehäuse oder insbesondere
eine integrale Ausbringtülle oder angesetzten Ausbringtülle, wobei die Mischkapsel
ein einziges im Kapselgehäuse drehbar gelagertes oder drehbar angeordnetes Drehelementaufweist,
wobei vorzugsweise die Drehachse (Y) des Drehelementes in etwa senkrecht zur Längsachse
(Z) der Mischkapsel angeordnet ist, und dem Drehelement ein drehbar gelagerter erster
Mischraum zugeordnet ist und vorzugsweise im Kapselgehäuse ein zweiter Mischraum angeordnet
ist. Bevorzugt ist die Drehachse des Drehelementes in etwa senkrecht zur Längsachse
der Mischkapsel angeordnet. Der dem Drehelement zugeordnete, drehbar gelagerte erste
Mischraum liegt vorzugsweise als Rohrabschnitt oder einseitig geschlossene Hülse vor.
Bevorzugt bildet der Rohrabschnitt oder die Hülse ein integrales Bauteil mit dem einen
Drehelement. Alternativ kann ein separater Mischraum formschlüssig an dem Drehelement
festgelegt werden. So kann der Mischraum bspw. mit dem Drehelement, insbesondere in
einem Clip, verrastet werden. Die Drehachse des Drehelementes ist in etwa senkrecht
zur Längsachse der Mischkapsel angeordnet. Unter einen Drehelement wird vorzugsweise
ein Flächenelement, optional ein planares Flächenelement oder ein gewölbtes Flächenelement,
vorzugsweise mit Rastnocken zum beweglichen, drehbaren Eingreifen in die Öffnung des
Kapselgehäuses, verstanden. An dem flächigen, vorzugsweise in etwa kreisförmigen Drehelement,
ist der erste Mischraum angeordnet. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist das Drehelement mit Rastnocken und erstem Mischraum ein integrales Bauteil.
[0010] Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, wenn der zweite Mischraum im Bereich des vorderen
Endes der Mischkapsel angeordnet ist, insbesondere zwischen der Ausbringtülle und
dem ersten Mischraum. Des Weiteren ist am vorderen Ende in Richtung der Längsachse
des Kapselgehäuses die Ausbringöffnung angeordnet und am hinteren Ende in Richtung
der Längsachse ist der Verschlusskolben angeordnet. Der Verschlusskolben ist, insbesondere
entlang der Längsachse in der Mischkapsel verschiebbar, wenn der erste und der zweite
Mischraum den gemeinsamen Mischraum bilden.
[0011] Eine erfindungsgemäße Mischkapsel weist ein Kapselgehäuse auf, das eine Öffnung zur
Aufnahme des Drehelementes im mittleren Bereich des Kapselgehäuses aufweist, insbesondere
eine einzige Öffnung zur Aufnahme eines Drehelementes, sowie eine im hinteren Bereich
gelegene Öffnung zur Aufnahme eines Verschlusskolbens als auch eine im vorderen Bereich
des Kapselgehäuses gelegene Ausbringöffnung, wobei in der Öffnung zur Aufnahme des
Drehelementes das Drehelement umfassend den ersten Mischraum angeordnet ist, insbesondere
bildet das drehbar gelagerte Drehelement und der erste Mischraum, der vorzugsweise
in Form eines Rohrabschnitts oder einer einseitig geschlossenen zylindrischen Hülse
vorliegt, ein einteiliges Bauteil, insbesondere ein integrales Bauteil, vorzugsweise
ist in der im hinteren Bereich gelegenen Öffnung der Verschlusskolben angeordnet.
Vorzugsweise weist das Kapselgehäuse ansonsten eine durchgängig geschlossene, integrale
Gehäusewand auf.
[0012] Nach einer bevorzugten Alternative ist das Drehelement auf der Oberseite des Kapselgehäuses
angeordnet, oder das Drehelement ist auf einer der Seiten des Kapselgehäuses angeordnet,
oder das Drehelement ist auf der Unterseite des Kapselgehäuses angeordnet. Die bevorzugte
Anordnung des Drehelementes richtet sich nach der Geometrie des Mischgerätes oder
der Geometrie des Austraggerätes. Als Unterseite gilt die Seite des Kapselgehäuses
auf der die Ausbringöffnung angeordnet ist.
[0013] Ferner ist Gegenstand der Erfindung eine Mischkapsel mit einem Drehelement in oder
auf das ein separates Griffelement, wie ein Knopf oder länglicher Formkörper, aufsetzbar
oder in das ein separates Griffelement oder der Auspresskolben einsetzbar ist, insbesondere
ist ein Griffelement in mindestens eine Öffnung im Drehelement einsetzbar. Das Griffelement
soll vor und nach dem Mischen die Einstellung der ersten und zweiten Mischkammer zueinander
erleichtern. Nach einer Alternative kann das Drehelement auch ein integrales Griffelement
aufweisen, wie beispielsweise ein nach außen zulaufendes oder flächiges in etwa senkrecht
abstehendes Flächenelement. Nach einer weiteren Alternative kann das Drehelement mindesten
eine Nut aufweisen. In die Nut kann vorzugsweise ein Hilfsmittel zur Verbesserung
des Drehmomentes eingesetzt werden. Sowohl die Nut als auch das Hilfsmittel können
übliche Profilierungen aufweisen. Das Griffelement kann nahezu senkrecht scheibenförmig
oder als Stift auf dem Drehelement angeordnet sein, oder mindestens zwei gewölbte
Vertiefungen zur Aufnahme zweier Finger aufweisen.
[0014] Nach einer Alternative weist das Drehelement eine mehreckige Öffnung oder eine Öffnung
mit einer ein- bis mehrzähligen Drehachse, insbesondere eine Innen-Mehrkantöffnung,
auf, in die der Auspresskolben mit seinem vorderen Bereich, der ein entsprechendes
mehreckiges Profil oder ein Profil mit einer ein- bis mehrzähligen Drehachse aufweist,
einsetzbar ist. Vorzugsweise ist der Auspresskolben im vorderen Bereich mit einem
Außen-Mehrkant-Profil, welches zur mehreckigen Öffnung passt, ausgebildet. Bevorzugte
Profile sind Innensechskant und AußenSechskant Profil. Generell sind auch andere Profile
wie sternförmige, zahnförmige oder blumenförmige Profile denkbar.
[0015] Die beiden pastösen, knetbaren bis festen, vorzugsweise thixotropen und vorzugsweise
dentalen Zusammensetzungen, wie Zusammensetzung A und Zusammensetzung B, liegen vorzugsweise
jeweils getrennt im ersten und zweiten Mischraum als je eine einzige pastöse bis knetbare
Zusammensetzung vor, insbesondere vorzugsweise als einstückige Zusammensetzung. Alternativ
kann die Zusammensetzung in Form mehrerer Komponenten vorliegen, insbesondere weist
eine Komponente mindestens 1,5 mm in einer Dimension auf. Die Zusammensetzung liegt
vorzugsweise nicht pulverförmig vor.
[0016] An dem einen Drehelement kann eine wandartige Erhöhung oder andersartig geformte
Erhöhung als Griff für ein leichteres Drehen ausgebildet sein. Die erfindungsgemäße
Mischkapsel mit Kapselgehäuse und ohne Führungsadapter und ohne Auspresskolben weist
vorzugsweise eine Länge von kleiner gleich 10 cm, bevorzugt kleiner gleich 8 cm, besonders
bevorzugt eine Länge von kleiner gleich 5 cm oder kleiner gleich 3,5 cm auf. Der gesamte
Mischraum der Mischkapsel weist vorzugsweise eine Länge von 2,0 bis 4,0 cm, insbesondere
von 2,5 bis 3,0 cm bei einem Durchmesser von 0,5 bis 2,0 cm auf, insbesondere von
0,8 bis 1,2 cm. Das Volumen des gesamten Mischraumes beträgt etwa von 20 bis 200 mm
3, insbesondere von 50 mm
3 bis 135 mm
3. Die erfindungsgemäße Mischkapsel ist derart ausgebildet, dass sie in gängigen PLT
Austragsgeräten bzw. PLT Applikatoren eingesetzt werden kann.
[0017] Der drehbar gelagerte Mischraum kann innerhalb eines Rohrabschnittes oder in einem
einseitig geschlossenen Rohrabschnitt als einseitig geschlossene Hülse angeordnet
sein. Vorzugsweise ist der erste Mischraum in einem Rohrabschnitt angeordnet, der
integral mit dem drehbar gelagerten Drehelement verbunden ist. Der erste oder der
zweite Mischraum sind als Teile des herstellbaren gesamten Mischraumes zu verstehen
und können den gesamten Mischraum bilden, in dem vorzugsweise die Mischung erfolgt.
[0018] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist das drehbar in dem Kapselgehäuse gelagerte
oder drehbar angeordnete Drehelement mit dem Kapselgehäuse verrastet oder aneinandergesteckt
und mit dem Kapselgehäuse drehbar verbunden. Die Verbindung des Drehelementes mit
dem Kapselgehäuse kann bspw. mittels Rastnocken am Kapselgehäuse erfolgen. Als ein
drehbares Drehelement oder drehbarer Mischraum, Rohrabschnitt oder Hülse wird erfindungsgemäß
verstanden, dass die vorgenannten Komponenten um eine Drehachse, die sich in etwa
senkrecht zur Längsachse des Kapselgehäuses bzw. senkrecht zur Längsachse des zweiten
Mischraumes befindet um mindestens 30° vorzugsweise mindestens um 90° drehbar sind,
vorzugsweise sind die Komponenten um 360° drehbar. Wenn die Komponenten um 360° drehbar
sind, kann es bevorzugt sein, auf dem Drehelement Markierungen, die die Stellung der
ersten Mischkammer anzeigen anzubringen, insbesondere in Relation zur zweiten Mischkammer.
Vorzugsweise weist das Drehelement und/oder die Mischkammer Rastnocken auf, damit
der Anwender spürt, wenn er die exakte koaxiale Stellung der Mischkammer eingestellt
hat.
[0019] Ferner ist es bevorzugt, wenn an dem im Kapselgehäuse drehbar gelagerten Drehelement
der erste Mischraum angeordnet ist, insbesondere bildet das drehbar gelagerte Drehelement
und der erste Mischraum ein einteiliges Bauteil, insbesondere ein integrales Bauteil.
Der Mischraum kann vorzugsweise in Form eines Rohrabschnitts oder in einer Alternative
als einseitig geschlossener Rohrabschnitt bspw. als einseitig geschlossene zylindrische
Hülse vorliegen, wobei diese vorzugweise mit dem Drehelement als ein integrales Bauteil
vorliegt. Der Rohrabschnitt kann zylindrisch, elliptisch, oval, kreisförmig, als auch
polygonal, wie rechteckig oder sechseckig ausgebildet sein.
[0020] Bevorzugt weisen der Rohrabschnitt oder die einseitig geschlossene zylindrische Hülse
an ihren offenen Enden an je zwei sich gegenüberliegenden Enden der Mantelflächen
zumindest bereichsweise eine gewölbte Kontur auf, insbesondere weisen die Enden der
Mantelflächen eine Kontur auf, die drehbar und dicht an einer zylindrische oder nicht
zylindrischen aber kreisförmigen Mantelinnenflächen des Kapselgehäuses anliegen. Dabei
ist es bevorzugt, wenn zwei sich gegenüberliegenden Enden der Mantelflächen eine Kontur
eines Kreisabschnitts aufweisen. Optional weisen die offenen Enden eine umlaufende
wellenförmige Kontur auf, insbesondere sind der Rohrabschnitt oder die einseitig geschlossene
zylindrische Hülse in einem kreisförmigen mittleren Bereich des Kapselgehäuses mit
den offenen Enden drehbar und dicht an der Gehäuseinnenwand anbringbar.
[0021] Nach zwei alternativen bevorzugten Ausführungsformen weist die Mischkapsel einen
mit dem drehbar gelagerten Drehelement verbundenen Rohrabschnitt auf oder eine einseitig
geschlossene zylindrische Hülse auf, die den ersten Mischraum bilden, wobei sich entweder
- a) im vorderen Bereich im Kapselgehäuse der zweite Mischraum befindet oder
- b) im hinteren Bereich im Kapselgehäuse der zweite Mischraum befindet. Dabei ist es
bevorzugt, wenn der Rohrabschnitt oder die Hülse ein integrales Bauteil mit dem Drehelement
bilden. Alternativ kann der als separates Bauteil vorliegende Mischraum formschlüssig
an dem Drehelement festgelegt werden.
[0022] Die erfindungsgemäße Mischkapsel kann in verschiedene Stellungen zum Lagern, Mischen
oder Applizieren überführt werden. So kann die erfindungsgemäße Mischkapsel mit dem
drehbargelagerten Drehelement welches mit dem Rohrabschnitt verbunden ist, insbesondere
integral verbunden, den ersten Mischraum bilden und im vorderen Bereich im Kapselgehäuse
ist der zweite Mischraum angeordnet,
wobei sich die Mischkapsel a) in einer ersten Stellung bspw. zur Lagerung oder für
den Transport befindet, wenn sich die Längsachse (Z1) des Rohrabschnitts vorzugsweise
in etwa 90° verdreht zur Längsachse (Z) des Kapselgehäuses befindet, so dass der erste
Mischraum, insbesondere umfassend eine Zusammensetzung B, und der zweite Mischraum,
insbesondere umfassend eine Zusammensetzung A, voneinander getrennt sind, oder wobei
sich die Mischkapsel b) in einer zweiten Stellung bspw. "Mischstellung Mischung" befindet,
wenn sich die Längsachse (Z1) des Rohrabschnitts vorzugsweise im Wesentlichen koaxial
zur Längsachse (Z) des Kapselgehäuses oder des zweiten Mischraumes befindet, so dass
der erste Mischraum und der zweite Mischraum einen gemeinsamen Mischraum bilden, insbesondere
umfassend die Zusammensetzungen A und B, alternativ befindet sich die Mischkapsel
in der zweiten Stellung, wenn der Rohrabschnitt oder die einseitig geschlossene Hülse
umfassend den ersten Mischraum so gedreht sind, dass der erste und der zweite Mischraum
einen gemeinsamen Mischraum bilden, oder, wobei sich die Mischkapsel in b) der zweiten
Stellung ebenfalls in einer Ausbringstellung c) befindet, wenn der Führungsadapter
mit beweglichem Auspresskolben am hinteren Ende des Kapselgehäuses angeordnet ist,
wobei der bewegliche Auspresskolben den Verschlusskolben durch den ersten Mischraum
und den zweiten Mischraum in Richtung auf das vordere Ende des Kapselgehäuses oder
in Richtung auf den hinteren Bereich in der Ausbringtülle verschieben kann. Mit dem
Auspresskolben kann der Verschlusskolben vorzugsweise im Kapselgehäuse in Richtung
auf die Ausbringöffnung geschoben werden, so dass die gemischte Zusammensetzungen
C durch den Verschlusskolben in Richtung auf die Ausbringöffnung geschoben wird und
aus der Ausbringöffnung herausgedrückt werden kann.
[0023] Als getrennt gelten die Mischräume, wenn diese räumlich voneinander getrennt sind
und die Zusammensetzungen A und B nicht miteinander wechselwirken können.
[0024] Bevorzugt weist das Drehelement mindestens ein Arretiermittel, wie eine Rastnocke,
auf und optional weist das Kapselgehäuse der Mischkapsel mindestens ein Arretiermittel
auf, wie eine Vertiefung, die vorzugsweise als Positiv und Negativ in der zweiten
Stellung der Mischkapsel ineinandergreifen, in der aus dem ersten Mischraum und dem
zweiten Mischraum ein gemeinsamer Mischraum gebildet wird. Somit wird die Position,
in der der erste Mischraum und der zweite Mischraum einen gemeinsamen Mischraum bilden,
durch die Arretiermittel fixiert. Die Arretiermittel können beispielsweise mindestens
eine Rastnocke und eine entsprechende Vertiefung sein, die ineinandergreifen. Gleichfalls
können die mindestens eine Rastnocke an der Mischkapsel oder die mindestens eine Vertiefung
an dem Drehelement ausgebildet sein. Die Arretiermittel, wie Rastnocke(n), und die
zum Einrasten der Rastnocken entsprechende Vertiefung(en), vorzugsweise mindestens
zwei im etwa 90° Winkel zueinander angeordnete Vertiefungen, erlauben die Einstellung
einer Transport- oder Lagerposition des ersten Mischraumes etwa senkrecht zur Längsachse
der Mischkapsel, die der ersten Stellung entspricht, und eine Misch- und/oder Austragsposition,
in der die Längsachse des ersten Mischraums koaxial zur Längsachse der Mischkapsel
arretiert ist, die der zweiten Stellung entspricht.
[0025] An die erfindungsgemäße Mischkapsel ist vorzugsweise an ihrem hinteren Ende des Gehäuses
ein Führungsadapter anbringbar, in dem ein beweglicher Auspresskolben angeordnet ist.
Der im Führungsadapter bewegliche, vorzugsweise arretierte Auspresskolben, kann im
Führungsadapter bewegt werden, indem eine gewisse Kraft aufgebracht wird, so dass
sich die Arretierung löst. Die Arretierung kann aus mindestens einer Erhöhung auf
dem äusseren Umfang des Auspresskolbens bestehen, die innen am Führungsadapter anliegt,
insbesondere formschlüssig oder kraftschlüssig.
[0026] Der Führungsadapter mit beweglichem Auspresskolben kann vorzugsweise mittels eines
Bajonett-Verschlusses, einer Schraub- oder Clipverbindung oder anderen dem Fachmann
bekannten Maßnahmen am hinteren Ende des Kapselgehäuses festgelegt werden. Dabei kann
es bevorzugt sein, dass vor dem Festlegen des Führungsadapters der Auspresskolben
in die Vertiefung des Verschlusskolbens eingesetzt und der Verschlusskolben entlang
der ersten Mischkammer in das Kapselgehäuse hineingeschoben werden kann, um anschließend
den Führungsadapter an dem hinteren Ende des Kapselgehäuses festzulegen. Erfindungsgemäß
wird durch das Aufstecken des Führungsadapters mit Auspresskolben der Verschlusskolben
in das Kapselgehäuse in Richtung auf die Ausbringöffnung verschoben. In dieser Position
kann die Mischkapsel in übliche Applikatoren für PLT (Compulen) eingesetzt werden.
Durch das Verschieben des Verschlusskolbens beim Aufstecken des Führungsadapters konnte
der Hub in der Mischkapsel unter Beachtung des maximalen Hubs von üblichen Applikatoren
vergrößert werden.
[0027] Ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist eine Mischkapsel mit Kapselgehäuse, wobei
in dem Kapselgehäuse an dessen hinteren Ende ein Verschlusskolben angeordnet ist der
insbesondere die Mischkapsel an ihrem hinteren Ende verschließt, vorzugsweise luftdicht
und/oder feuchtigkeitsdicht. Dabei ist der Verschlusskolben entlang der Längsachse
(Z) der Mischkapsel durch den ersten Mischraum oder den hohlen Rohrabschnitt und einen
zweiten Mischraum hindurchführbar, vorzugsweise durch den gemeinsamen Mischraum, wenn
der erste Mischraum oder der Rohrabschnitt im Wesentlichen koaxial zur Längsachse
(Z) der Mischkapsel ausgerichteten sind, wobei vorzugsweise der erste und der zweite
Mischraum einen gemeinsamen Mischraum bilden. Der Verschlusskolben ist vorzugsweise
innen im hinteren Ende des Gehäuses angeordnet. Der Verschlusskolben ist vorzugsweise
entlang der Längsachse der Mischkapsel verschiebbar angeordnet und verschließt die
Mischkapsel an ihrem hinteren Ende, vorzugsweise luftdicht und/oder feuchtigkeitsdicht.
Der Verschlusskolben ist vorzugsweise in einer Öffnung am hinteren Ende des Kapselgehäuses
angeordnet.
[0028] Der zweite Mischraum wird vorzugsweise durch einen Bereich im vorderen mittleren
Bereich des Kapselgehäuses gebildet. Alternativ kann der zweite Mischraum auch im
hinteren Bereich des Kapselgehäuses angeordnet sein. Der erste Mischraum befindet
sich im drehbar gelagerten Rohrabschnitt oder in der drehbar gelagerten einseitig
geschlossenen Hülse mit einem Boden, wobei der Boden der einseitig geschlossenen Hülse
mittels des Verschlusskolbens von der Hülse lösbar ist, um den Verschlusskolben durch
die Hülse hindurchschieben zu können. Sofern sich der erste Mischraum in einem drehbar
gelagerten Rohrabschnitt befindet, insbesondere einem hohlen Rohrabschnitt, kann der
Verschlusskolben in der zweiten Stellung durch den Rohrabschnitt und optional den
zweiten Mischraum geschoben werden, wenn die Achse des ersten Mischraumes, insbesondere
des hohlen Rohrabschnitts, koaxial zur Längsachse der Mischkapsel ausgerichtet ist.
[0029] Gleichfalls Gegenstand der Erfindung ist eine Mischkapsel in der der bewegliche Verschlusskolben
in einer Alternative in seinem Durchmesser reduzierbar ist, insbesondere ist der Durchmesser
(D1) des Verschlusskolbens im Wesentlichen auf den Durchmesser (D2) reduzierbar. Dazu
trägt der Verschlusskolben vorzugsweise an seinem äußeren Umfang Lamellen. In einer
weiteren Alternative kann der Verschlusskolben einen festen Durchmesser aufweisen.
Der erfindungsgemäße Verschlusskolben weist vorzugsweise an seiner dem Mischraum abgewandten
Seite eine Vertiefung auf, in die der vordere Bereich des Auspresskolbens einsteckbar
ist. Ferner weist der Verschlusskolben an seinem äußeren Umfang mindestens eine, vorzugsweise
radial abstehende Lamelle auf. Nach bevorzugten Alternativen weist der Verschlusskolben
zwei bis eine Vielzahl an Lamellen am äußeren Umfang auf. Die Lamellen können vorzugsweise
aus einem elastischen Material, bspw. TPE (Thermoplastischem Elastomer) oder aufgrund
ihrer Geometrie elastisch ausgebildet sein. Die Lamellen bilden vorzugsweise ein integrales
Bauteil mit dem Verschlusskolben. Ferner können die Lamellen an einer Seite am äußeren
Umfang oder an beiden Seiten mit einer Phase ausgebildet sein. Die Lamellen können
aus dem gleichen Material wie der Verschlusskolben oder auch aus einem Silicon oder
einen anderen geeigneten Material hergestellt sein.
[0030] An der dem Mischraum zugewandten Seite weist der Verschlusskolben vorzugsweise zumindest
teilweise eine definierte Oberflächenrauheit auf. Bevorzugt weist die dem Mischraum
zugewandte Seite eine Fläche einer definierten Größe, vorzugsweise eine kreisförmige
Fläche mit Oberflächenrauheit, auf. Die Oberflächenrauheit kann mittels Erodieren,
abtragenden Verfahren, wie Sandstrahlen, Ätzen oder auch aufbauenden Verfahren etc.
hergestellt werden. Die Oberflächenrauheit liegt vorzugsweise bei einer Rauheit (mitten
Rauheit) Ra von 3,5 µm (Mikrometer) bis 30 µm, vorzugsweise von 6 µm bis 24 µm, bevorzugt
von 8 µm bis 20 µm, besonders bevorzugt von 10 µm bis 20 µm, alternativ um 10 µm mit
+/- 2,5 µm. Alternativ kann die Rauheit der Erodierstruktur nach VDI 12 3400 die Kennung
30, 33, 36, 39 oder 42 aufweisen. Gleichfalls kann das Kapselgehäuse oder der Rohrabschnitt
soweit erforderlich zumindest teilweise bis vollständig mit einer definierten Oberflächenrauheit
versehen sein.
[0031] Ferner weist die Mischkapsel an ihrem Gehäuse a) die Ausbringöffnung auf. Die Ausbringöffnung
ist vorzugsweise in einer Ausbringtülle als integraler Bestandteil des Kapselgehäuses
ausgebildet. Alternativ kann eine Ausbringöffnung b) in einer an das Kapselgehäuse
festlegbaren Ausbringtülle angeordnet sein. Die Ausbringtülle ist vorzugsweise in
sich gebogen und weist eine Form wie bekannte Mischkapseln bzw. Carpulen auf, so weist
sie bspw. eine Form auf, die ein Austragen des Dentalmaterials in eine Zahnkavität
erlaubt.
[0032] Nach einer weiteren Alternative ist es bevorzugt, wenn in der Ausbringtülle innen
im vorderen oder hinteren Bereich vor dem Auslass mindestens ein Widerstandsmittel
angeformt ist, vorzugsweise ist das Widerstandsmittel so ausgebildet, dass es eine
Veränderung der Viskosität der auszutragenden Zusammensetzung und/oder ein zusätzliches
Vermischen der auszutragenden Zusammensetzung bewirken kann. In bevorzugten Ausführungsformen
ist das Widerstandsmittel eine nicht über den gesamten Durchmesser reichende Wand
oder mindestens eine Nase.
[0033] Das Material aus dem die Einzelteile der Mischkapsel, wie das Kapselgehäuse, die
Ausbringtülle, das Drehelement oder die Griffelemente, der Rohrabschnitt, die Hülse,
der Verschlusskolben, der Führungsadapter, der Auspresskolben und/oder das Widerstandsmittel
bestehen umfasst vorzugsweise einen tribologisch modifizierten Kunststoff, wie PBT-POM,
Polybutylenterephthalat (PBT), Polyoxymethylen (POM), PC (Polycarbonat), sowie Kunststoffe
umfassend organische und/oder anorganische Füllstoffe, wie bspw. die folgenden Additive,
wie Silikonöl, Grafit (GR), Fluorkohlenstoff (TF), Kohlenstofffasern (CF), MoS
2 (MO), Polyolefinwaxen oder andere Festschmierstoffe. Ebenfalls geeignete Materialien
zur Herstellung der vorgenannten Kapselbestandteile können ausgewählt sein aus einem
polymeren Material, gefülltem polymeren Material, einem faserverstärktem Polymer,
Hybridmaterial, wobei das polymere Material ausgewählt sein kann aus Polycarbonat,
Polyamid, Fluorpolymeren, Polysulfid enthaltenden Polymeren, Polysulfon enthaltenden
Polymeren, Polyaryletherketonen, Polyimiden, PAEK (Polyaryletherketonen), PEEK (Polyetheretherketonen),
PEK (Polyetherketonen), PEKK (Polyetherketonketonen), PEEEK (Polyetheretheretherketonen),
PEEKK (Polyetheretherketonketonen), PEKEKK (Polyetherketonetherketonketonen), PES
(Polyethersulfonen), PPSU (Polyphenylensulfonen), Polyarylsulfonen, PSU (Polysulfonen),
PPS (Polyphenylensulfid), PFA (Perfluoralkoxy-Polymeren), PFE (Polyfluorenylenethynylen-Polymeren),
PVDF (Polyvinylidenfluorid), PTFE (Polytetrafluoroethylen), PAI (Polyamidimiden),
PI (Polyimiden), PEI (Polyetherimiden), PBI (Polybenzimidazolen). Der Auspresskolben
ist vorzugsweise aus Polycarbonat gefertigt. Der Verschlusskolben kann vorzugsweise
aus einem TPE (Thermoplastischen Elastomer) mit einer Härte von 60 - 100 Shore A,
vorzugsweise 70 - 90 Shore A gefertigt sein. Ein bevorzugtes TPE kann umfassen TPE-S,
wie SEBS, Styrol-Ethenbuten-Styrol-Blockcopolymer.
[0034] Nach einer weiteren Ausführungsform ist Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zum
Mischen von mindestens zwei Zusammensetzungen A und B zu einer Zusammensetzung C in
der erfindungsgemäßen Mischkapsel, insbesondere von pastösen, knetbaren bis festen,
vorzugsweise thixotropen Zusammensetzungen, besonders bevorzugt von dentalen Zusammensetzungen,
umfassend die Schritte
- (i) Überführen der Mischkapsel aus einer a) ersten Stellung in eine b) zweite Stellung
indem durch Drehen des Drehelementes um seine Drehachse (Y) mit dem Rohrabschnitt
in dem sich der erste Mischraum und die Zusammensetzung B befindet, der Rohrabschnitt,
insbesondere aus einer nicht koaxialen Stellung seiner Längsachse zur Längsachse der
Kapsel, vorzugsweise einer etwa senkrecht zur Längsachse angeordneten Stellung, in
Richtung auf die Längsachse (Z) des Kapselgehäuses, insbesondere im Wesentlichen koaxial
zur Längsachse (Z) des Kapselgehäuses gedreht wird, so dass der erste Mischraum umfassend
die Zusammensetzung B und der zweite Mischraum im Kapselgehäuse umfassend die Zusammensetzung
A einen gemeinsamen Mischraum bilden,
- (ii) Mischen der Zusammensetzungen A und B miteinander, wobei sich insbesondere die
Mischkapsel in der zweiten Stellung b) befindet, und
- (iii) Erhalten der Zusammensetzung C.
[0035] Das (iv) Ausbringen der Zusammensetzung C aus der Mischkapsel erfolgt vorzugsweise
mit den Schritten (iv.1) Festlegen des Führungsadapters mit beweglichem Auspresskolben
am hinteren Ende des Kapselgehäuses, und optional (iv.2) Einschieben des Auspresskolbens
zusammen mit dem Verschlusskolben in das Kapselgehäuse der Mischkapsel, vorzugsweise
bis der Verschlusskolben gegen die vordere innere Wand des Kapselgehäuses gedrückt
wird, so dass der Verschlusskolben vom Auspresskolben durch den gemeinsamen Mischraum
geschoben wird.
[0036] In dem erfindungsgemäßen Verfahren befindet sich vorzugsweise die Mischkapsel a)
in einer ersten Stellung, wenn sich die Längsachse (Z1) des Rohrabschnitts vorzugsweise
in etwa mindestens 30°, vorzugsweise um etwa 90° verdreht zur Längsachse (Z) des Kapselgehäuses
befindet, so dass der erste Mischraum, insbesondere umfassend die Zusammensetzung
B, und der zweite Mischraum, insbesondere umfassend die Zusammensetzung A, voneinander
getrennt sind, oder wobei sich die Mischkapsel
b) in einer zweiten Stellung, bspw. einer Mischstellung befindet, wenn sich die Längsachse
des Rohrabschnitts, vorzugsweise im Wesentlichen koaxial zur Längsachse des Kapselgehäuses
befindet, so dass der erste Mischraum und der zweite Mischraum einen gemeinsamen Mischraum
bilden, insbesondere umfassend die Zusammensetzungen A und B, oder,
wobei sich die Mischkapsel in Stellung b) auch in einer Ausbringstellung c) befindet,
wenn der Führungsadapter mit beweglichem Auspresskolben am hinteren Ende des Kapselgehäuses
angeordnet ist, wobei der bewegliche Auspresskolben den Verschlusskolben durch den
gemeinsamen Mischraum in Richtung auf den Auslass oder die Ausbringöffnung verschieben
kann oder der Verschlusskolben gegen die vordere innere Wand des Kapselgehäuses verschoben
werden kann. Dabei wird durch den Verschlusskolben vorzugsweise die Zusammensetzung
C in Richtung auf die Ausbringöffnung geschoben und kann durch die Ausbringöffnung
appliziert werden.
[0037] Beim Mischen wird die Mischkapsel zumindest entlang eines Teils der Längsachse der
Mischkapsel bzw. des Kapselgehäuses oszillierend bewegt. Bevorzugt wird die Mischkapsel
mit einem Teil ihrer Längsachse entlang einer Kreisbahn mit einem Radius oszillierend
bewegt. Zum Mischen der Zusammensetzungen A und B ist der Führungsadapter mit beweglichem
Auspresskolben vorzugsweise noch nicht am hinteren Ende des Kapselgehäuses festgelegt.
[0038] In einer Alternative ist der Rohrabschnitt als eine einseitig geschlossene Hülse
mit Boden ausgebildet in dem sich der erste Mischraum und die Zusammensetzung B befindet,
wobei der Boden der Hülse nach dem Mischen vom Verschlusskolben in die Hülse verschoben
werden kann, insbesondere kann der Boden bis in das vordere Ende des Kapselgehäuses
geschoben werden. Der Boden der Hülse kann folienartig ausgebildet sein und kann Sollbruchstellen
aufweisen. Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird der erste Mischraum von einem
beidseitig offenen Rohrabschnitt gebildet.
[0039] Ferner ist Gegenstand der Erfindung die Verwendung der erfindungsgemäßen Mischkapsel
mit einem Kapselgehäuse, wobei das Kapselgehäuse eine Öffnung zur Aufnahme eines Drehelementes
umfassend den ersten Mischraum, eine im hinteren Bereich gelegenen Öffnung zur Aufnahme
eines Verschlusskolbens und eine im vorderen Bereich gelegene Ausbringöffnung aufweist,
wobei in der Öffnung zur Aufnahme des Drehelementes das Drehelement umfassend den
erstem Mischraum angeordnet ist, insbesondere bildet das drehbar gelagerte Drehelement
und der erste Mischraum, der vorzugsweise in Form eines Rohrabschnitts oder einer
einseitig geschlossenen zylindrischen Hülse vorliegt, ein einteiliges Bauteil, insbesondere
ein integrales Bauteil, wobei in der im hinteren Bereich gelegenen Öffnung der Verschlusskolben
angeordnet ist, vorzugsweise weist das Kapselgehäuse ansonsten eine durchgängig geschlossene
Gehäusewand, insbesondere eine integrale Gehäusewand, auf, wobei in der Mischkapsel
die erste Mischkammer durch Drehen um die Drehachse (Y) des Drehelementes, wobei die
Drehachse (Y) in etwa senkrecht zur Längsmittelachse (Z) des Kapselgehäuses der Mischkapsel
angeordnet ist, in eine erste Stellung zur Lagerung und in eine zweite Stellung zum
Mischen und Applizieren drehbar ist, wobei in der zweiten Stellung die erste Mischkammer
mit einer zweiten Mischkammer eine gemeinsame Mischkammer bilden.
[0040] Offenbart wird ferner die Verwendung der Mischkapsel zum Lagern, Mischen und Applizieren
(Ausbringen) von pastösen bis knetbaren oder festen dentalen zwei Komponenten-Zusammensetzungen.
Die mischbaren Zusammensetzungen sind vorzugsweise thixotrope dentale Zusammensetzungen.
[0041] Die in den nachfolgenden Figuren dargestellten Ausführungsformen stellen beispielhafte
erfindungsgemäße Gegenstände dar, ohne die Erfindung auf diese Gegenstände zu beschränken.
[0042] Die Figuren stellen dar:
Figur 1: Erfindungsgemäße Mischkapsel 1 (leer) mit Führungsadapter 7 in Schnittdarstellung und nach vorne geschobenen Verschlusskolben 6.
Figur 2a und 2b: Wie Figur 1, wobei Figur 2a eine Schnittdarstellung und Fig. 2b eine Draufsicht
ist.
Figuren 3a, 3a*, 3b und 3b*: Mischkapsel 1 in Schnittdarstellung in erster Stellung (Lagerposition) mit Zusammensetzungen A und B - mit Führungsadapter 7 und Auspresskolben 8, der nicht festgelegt ist.
Figuren 4a, 4b und 4c: Schnittdarstellung der Mischkapsel 1 in zweiter Stellung mit koaxialer Ausrichtung des ersten und zweiten Mischraumes
5a und 5b.
Figuren 5a, 5b und 5c: Mischkapsel 1 mit gemischter Zusammensetzung C bereit zur Applikation mit aufgesetztem Führungsadapter 7 und Auspresskolben 8.
Figuren 5d und 5e: Mischkapsel in einer Stellung, in der die Applikation der Zusammensetzung C bereits erfolgt ist mit ganz nach vorne geschobenem Verschlusskolben und Auspresskolben.
Figuren 6a, 6b, 6c: Drehelemente mit Rohrabschnitt
Figuren 7a, 7b, 7c und 7d: Verschlusskolben 6
Figuren 8a, 8b: Auspresskolben 8
Figur 9: Führungsadapter 7 mit Bajonett-Verschluss
Figuren 10a und 10b: Ausbringtülle innen mit Widerstandsmitteln 9
Figuren 11a, 11b, 11c, 11d, 11e und 11f: Unterschiedliche Drehelemente 4.2, an die verschiedene Griffelemente 13 anbringbar oder angeformt sind.
[0043] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße leere Mischkapsel
1 mit Führungsadapter
7 und Auspresskolben
8 in Schnittdarstellung mit nach vorne geschobenem Verschlusskolben
6. Die Mischkapsel
1 umfasst ein Kapselgehäuse
2 mit einer Ausbringtülle
3. Ferner ist das drehbar gelagerte Drehelement
4.2 dargestellt. Figuren 2a und 2b stellen eine Mischkapsel nach Figur 1 im Querschnitt
und in der Draufsicht dar. In Figur 2a ist der erste Mischraum
5a mit dem zweiten Mischraum
5b in der Mischkapsel
1 koaxial angeordnet, so dass der Verschlusskolben
6 durch den Auspresskolben
8, der beweglich im Führungsadapter
7 gelagert ist, durch den ersten Mischraum
5a bis an den zweiten Mischraum
5b eingeschoben dargestellt ist. In dieser Position bilden der erste und der zweite
Mischraum den gemeinsamen Mischraum. In der Ausbringtülle
3 sind der hintere
3.3 und der mittlere
3.2 Bereich im Inneren der Ausbringtülle sowie die Ausbringöffnung
3.1 dargestellt. Das Drehelement
4.2 kann um die Drehachse
Y gedreht werden, wobei gleichzeitig der Rohrabschnitt
5.1 umfassend den ersten Mischraum
5a mitgedreht wird. Vorzugsweise weist das Drehelement mindestens eine Öffnung
4.1, wie in Fig. 11d, auf der äußeren Oberfläche auf, in die mindestens ein Griffelement
13, wie in den Figuren 11a, 11b und 11c dargestellt, einsetzbar oder verrastbar ist.
Die Längsachse
Z der Mischkapsel ist in Figur 2b angedeutet. In dem Verschlusskolben
6 ist der vordere Bereich
8.1 des Auspresskolbens in die Vertiefung
6.4 eingesteckt. Der mittlere Bereich
8.2 des Auspresskolbens
8 dient der Führung des Kolbens in der Mischkammer. Der hintere Bereich
8.3 kann mit einem externen Werkzeug weiter in Richtung der Mischkammern geschoben werden.
Die Lamellen
6.1 und
6.2 des Verschlusskolbens
6 liegen innen an der Mischkammer an.
[0044] Figuren 3a, 3a* und 3b, 3b* zeigen eine Mischkapsel
1 in Schnittdarstellung in der erster Stellung (Verkaufs-/Lagerposition) enthaltend
die Zusammensetzung
B im ersten Mischraum
5a und die Zusammensetzung
A im zweiten Mischraum
5b. Die Längsachse
Z1 des ersten Mischraumes bzw. Rohrabschnittes ist etwa senkrecht zur Längsachse
Z der Kapsel bzw. des Kapselgehäuses dargestellt. An der Kapsel ist ein Verschlussmittel
2.4 im hinteren Bereich angeformt, wie bspw. ein Bajonett-Verschluss
2.4. Ferner zeigen die Figuren 3a* und 3b* den Führungsadapter
7 mit eingestecktem Auspresskolben
8. Der Auspresskolben ist mit im oberen Bereich des Auspresskolbens am äußeren Umfang
umlaufenden Arretiermitteln
8.4, wie Erhöhungen oder Rastnocken bzw. Nasen
8.4, mit dem Adapter verrastet. Figur 3b zeigt einen Rohrabschnitt
5.1 mit erstem Mischraum
5a, dessen Längsachse
Z1 um 90° zur Längsachse
Z der Kapsel verdreht ist. Im zweiten Mischraum
5b ist die Zusammensetzung
A dargestellt. In den Figuren 4a, 4b und 4c ist die zweite Stellung der Mischkapsel
1 dargestellt, in der der erste Mischraum
5a und der zweite Mischraum
5b koaxial zueinander angeordnet sind. In der zweiten Stellung können die Zusammensetzungen
A und
B miteinander in dem gebildeten gesamten Mischraum
5a und
5b gemischt werden. In dieser Ausführungsform bilden der Rohrabschnitt
5.1 mit dem Drehelement
4.2 ein integrales Bauteil. Das Drehelement
4.2 ist drehbar mit dem Kapselgehäuse
2 in der Öffnung
14 (Fig. 3b) zur Aufnahme des Drehelementes verrastet. Das Ende des Rohrabschnitts
5.1 liegt dicht an der Gehäuseinnenwand
12 an. In Figur 4c ist die vordere umlaufende Lamelle
6.1 des Verschlusskolbens
6 dargestellt.
[0045] In den Figuren 5a, 5b, 5c, 5d und 5e ist die Mischkapsel
1 mit gemischter Zusammensetzung
C in einer Schnittdarstellung dargestellt. Der Auspresskolben
8 ist in der Vertiefung
6.4 des Verschlusskolbens
6 eingesteckt und durch den ersten Mischraum
5a bis an den zweiten Mischraum
5b geschoben. Die Zusammensetzung
C kann nun durch weiteres Vortreiben des Auspresskolbens
8 sowie des Verschlusskolbens
6 aus der Mischkapsel
1 appliziert werden. Der Verschlusskolben liegt in dieser Position noch mit einem Durchmesser
D1 mit abstehenden Lamellen vor, wie in Figur 5c dargestellt. Bei weiterem Vorschieben
des Verschlusskolbens legen sich die Lamellen außen an den Verschlusskolben
6 an und der Durchmesser des Verschlusskolbens vermindert sich auf den Durchmesser
D2, wie in Figur 5d und 5e dargestellt.
[0046] Die Figuren 6a, 6b, 6c stellen das Drehelement
4.2 mit Rohrabschnitt dar. Das Drehelement
4.2 umfasst den Rohrabschnitt
5.1, der den ersten Mischraum
5a bildet. Der Rohrabschnitt
5.1 oder die einseitig geschlossene zylindrische Hülse
5.1 weisen an ihren offenen Enden
10 an je zwei sich gegenüberliegenden Mantelflächen zumindest bereichsweise eine gewölbte
Kontur
11 auf.
[0047] Vorzugsweise weist das Drehelement auf der äußeren Oberfläche ein zusätzliches Griffelement
(nicht dargestellt) auf. Vorzugsweise zeigt das Griffelement die Stellung des ersten
Mischraumes an. Wenn das Element koaxial zur Längsachse des Kapselgehäuses ausgerichtet
ist, ist auch der erste Mischraum
5a koaxial zur Längsachse des Kapselgehäuses ausgerichtet. Es wird die zweite Stellung,
d.h. Misch- und/oder Austragsposition angezeigt. Ist das Griffelement senkrecht zur
Längsmittelachse des Kapselgehäuses ausgerichtet wird die erste Stellung, d.h. Transport-
und/oder Lagerposition, angezeigt.
[0048] In den Figuren 7a, 7b, 7c und 7d ist der Verschlusskolben
6 dargestellt, wobei Figuren 7a und 7c die Vertiefung
6.4 auf dem Mischraum abgewandten Seite
6b zeigt. Figur 7b zeigt die Oberflächenrauheit
6.3 des Verschlusskolbens auf der dem ersten Mischraum
5a zugewandten Seite
6a. In Figur 7d sind die ein- oder zwei phasigen Lamellen
6.1 und
6.2 dargestellt. In den Figuren 8a, 8b und 9 sind der Auspresskolben
8, der vorzugsweise aus PC (Polycarbonat) gefertigt sein kann, mit seinem vorderen
8.1, mittleren
8.2 und hinteren Bereich
8.3 dargestellt, wobei in Figur 8b die Noppen, die innen am Führungsadapter
7 anliegen, in der Draufsicht dargestellt. Figur 9 zeigt ein Mittel
7.1 zum Festlegen des Führungsadapters, wie einen Bajonett-Verschluss
7.1, am Gehäuse der Mischkapsel
2. In den Figuren 10a und 10b sind die Widerstandsmittel
9, die als eine teilweise Wand oder nach innen hervorstehende und in Richtung auf den
Mischraum gerichtete Nase(n) ausgebildet sein können. Die Figuren 11a, 11b, 11c, 11d
und 11e zeigen unterschiedliche Ausführungsformen der separaten Griffelemente
13, die an dem Drehelement angebracht werden können oder ein Drehelement mit integralem
sich in etwa senkrecht zur Oberfläche des Drehelementes erstreckendes flächiges Griffelement
13. Figur 11d stellt dar ein Drehelement mit mittiger Öffnung
4.1 auf der Oberseite zur Aufnahme des vorderen Bereiches
8.1 des Führungskolbens mit dem die Drehbewegung ausgeführt werden kann. Nach einer Alternative
weist das Drehelement
4.2 eine sechseckige Öffnung
4.1, insbesondere eine Innen-Mehrkantöffnung, auf, in die der Auspresskolben
8 mit seinem vorderen Bereich
8.1, der ein sechseckiges Profil aufweist, einsetzbar ist. Auf dem Drehelement in Figur
11e erstreckt sich ein etwa senkrecht abstehendes flächiges oder nach außen zulaufendes
Griffelement
13, das integral mit dem Drehelement
4.2 vorliegt oder über Vorsprünge in Vertiefungen des Drehelementes eingesteckt werden
kann. Figur 11f zeigt ein Drehelement mit einer Nut
15 in die ein längliches Hilfsmittel eingreifen kann um das Drehmoment zur Durchführung
der Drehbewegung des Drehelementes zu bewirken. Die Nut kann sich über den Durchmesser
des Drehelementes erstrecken und quasi jede sinnvolle Profilierung, wie auch ein Hohlprofil,
aufweisen in die ein Hilfsmittel eingreifen kann.
Bezugszeichen:
[0049]
- 1
- Mischkapsel
- 2
- Kapselgehäuse; 2.1 vorderes Ende; 2.2 mittlerer Bereich, 2.3 hinteres Ende des Kapselgehäuses 2, 2.4 Verschlussmittel, wie Bajonett-Verschluss
- 3
- Ausbringtülle, 3.1 Ausbringöffnung; 3.2, 3.3 innen im Auslass; 3.2 vorderer Bereich, 3.3 hinterer Bereich in innerer Ausbringtülle 3
- 4.1
- Öffnung im Drehelement, insbesondere mittig angeordnete Öffnung
- 4.2
- drehbar gelagertes Drehelement
- 5a
- drehbar gelagerter erster Mischraum; 5b zweiter Mischraum; 5a+5b gesamter Mischraum; 5.1 Rohrabschnitt, insbesondere zylindrische Hülse oder einseitig geschlossene zylindrische
Hülse 5.1
- 6
- Verschlusskolben, 6a dem Mischraum 5a zugewandten Seite 6a, dem Mischraum abgewandten Seite 6b 6.1 Lamelle, an der dem Mischraum zugewandten Seite 6a, 6.2 Lamelle, an der dem Mischraum 5 abgewandten Seite 6b,
- 6.3
- Oberflächenrauheit des Verschlusskolbens
- 6.4
- Vertiefung auf der dem Mischraum abgewandten Seite 6b
- 7
- Führungsadapter, 7.1 Mittel zum Festlegen, wie Bajonett-Verschluss
- 8
- Auspresskolben, 8.1 vorderen Bereiches des Auspresskolbens 8, 8.2 mittlerer Bereich, 8.3 hinterer Bereich des Auspresskolbens 8, 8.4 Arretiermittel, wie Erhöhung
- 9
- Widerstandsmittel, teilweise Wand oder Nase(n) bzw. Zapfen
- 10
- offene(s) Ende(n) des Rohrabschnitts oder einseitig geschlossener Hülse
- 11
- Ende mit gewölbter Kontur, insbesondere Kreisabschnitte
- 12
- Gehäuseinnenwand
- 13
- separates Griffelement, das Griffelement ist verbindbar und lösbar mit dem Drehelement
festlegbar
- 14
- Öffnung zur Aufnahme des Drehelementes
- 15
- Nut zur Aufnahme des Drehmomentes in Verbindung mit einem Hilfsmittel
- D1, D2
- Durchmesser D1 des Verschlusskolbens ist im Wesentlichen reduzierbar auf den Durchmesser D2
- Y
- Drehachse des Drehelementes (4.2) und/oder der Mischkammer 5a
- Z
- Längsachse der Kapsel, Z1 Längsachse Rohrabschnitt
- A
- pastöse bzw. knetbare dentale Zusammensetzungen (Komponente A)
- B
- pastöse bzw. knetbare dentale Zusammensetzungen (Komponente B)
- C
- gemischte pastöse bzw. knetbare dentale Zusammensetzungen (Mischung der Komponenten
A und B)
1. Zwei Komponenten Mischkapsel (1) zur Aufnahme und zum Mischen von zwei Zusammensetzungen
mit einem Kapselgehäuse (2), das an seinem vorderen Ende (2.1) eine Ausbringöffnung
(3.1) aufweist, wobei die Mischkapsel (1) ein in dem Kapselgehäuse drehbar gelagertes
oder drehbar angeordnetes Drehelement (4.2) umfasst, wobei die Drehachse (Y) des Drehelementes
(4.2) in etwa senkrecht zur Längsachse (Z) der Mischkapsel (1) angeordnet ist, und
wobei dem Drehelement im Kapselgehäuse ein drehbar gelagerter erster Mischraum (5a)
zugeordnet ist und im Kapselgehäuse (2) ein zweiter Mischraum (5b) angeordnet ist,
wobei im Kapselgehäuse (2) am hinteren Ende (2.3) ein Verschlusskolben (6) angeordnet
ist, und wobei der Verschlusskolben (6) entlang der Längsachse (Z) der Mischkapsel
durch den ersten Mischraum (5a) und einen zweiten Mischraum (5b) hindurchführbar ist,
wenn der erste Mischraum (5a) koaxial zur Längsachse (Z) der Mischkapsel (1) ausgerichtet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mischkapsel ein einziges im Kapselgehäuse drehbar gelagertes oder drehbar angeordnetes
Drehelement aufweist.
2. Mischkapsel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Kapselgehäuse ein einteiliges integrales Bauteil ist.
3. Mischkapsel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass a) das Kapselgehäuse eine Öffnung (14) zur Aufnahme des Drehelementes (4.2), eine
Öffnung zur Aufnahme des Verschlusskolbens und eine Ausbringöffnung aufweist, und
das Kapselgehäuse ansonsten eine durchgängig geschlossene Gehäusewand aufweist, oder
b) das Kapselgehäuse der Mischkapsel weist auf der, dem in einer Öffnung (14) der
Gehäusewand des Kapselgehäuses drehbar angeordneten Drehelement (4.2) gegenüberliegenden
Gehäusewand des Kapselgehäuses eine durchgängig geschlossene Gehäusewand auf.
4. Mischkapsel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass a) auf das Drehelement ein separates Griffelement (13) aufsetzbar oder in das Drehelement
ein separates Griffelement (13) oder der Auspresskolben (8) einsetzbar ist, oder b)
das Drehelement weist zusätzlich ein integrales Griffelement auf oder c) das Drehelement
weist eine Nut auf.
5. Mischkapsel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass an dem im Kapselgehäuse (2) drehbar gelagerten Drehelement (4.2) der erste Mischraum
(5a) angeordnet ist und das drehbar gelagerte Drehelement und der erste Mischraum
(5a) ein einteiliges Bauteil bilden.
6. Mischkapsel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass an dem im Kapselgehäuse (2) drehbar gelagerten Drehelement (4.2) der erste Mischraum
(5a) angeordnet ist, und das drehbar gelagerte Drehelement und der erste Mischraum
(5a), der in Form eines Rohrabschnitts (5.1) oder einer einseitig geschlossenen zylindrischen
Hülse (5.1) vorliegt, ein einteiliges Bauteil bilden.
7. Mischkapsel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der mit dem drehbar gelagerten Drehelement (4.2) verbundene Rohrabschnitt (5.1) oder
die einseitig geschlossene zylindrische Hülse (5.1) den ersten Mischraum (5a) bildet
und sich a) im vorderen Bereich (2.1) im Kapselgehäuse (2) der zweite Mischraum (5b)
befindet oder b) sich im hinteren Bereich (2.3) im Kapselgehäuse (2) der zweite Mischraum
(5b) befindet.
8. Mischkapsel nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mit dem drehbar gelagerten Drehelement (4.2) verbundene Rohrabschnitt (5.1) den
ersten Mischraum (5a) bildet und sich im vorderen Bereich (2.1) im Kapselgehäuse (2)
der zweite Mischraum (5b) befindet,
wobei sich die Mischkapsel a) in einer ersten Stellung (Lagerung) befindet, wenn sich
die Längsachse (Z1) des Rohrabschnitts (5.1) vorzugsweise in etwa 90° verdreht zur
Längsachse (Z) des Kapselgehäuses (2) befindet, so dass der erste Mischraum (5a),
und der zweite Mischraum (5b), voneinander getrennt sind, oder
wobei sich die Mischkapsel
b) in einer zweiten Stellung befindet, wenn sich die Längsachse (Z1) des Rohrabschnitts
(5.1) im Wesentlichen koaxial zur Längsachse (Z) des Kapselgehäuses (2) befindet,
so dass der erste Mischraum (5a) und der zweite Mischraum (5b) einen gemeinsamen Mischraum
(5a+5b) bilden, oder,
wobei sich die Mischkapsel in Stellung b) in einer Ausbringstellung c) befindet, wenn
ein Führungsadapter (7) mit beweglichem Auspresskolben (8) am hinteren Ende (2.3)
des Kapselgehäuses (2) angeordnet ist, wobei der bewegliche Auspresskolben (8) und
ein Verschlusskolben (6) durch den gemeinsamen Mischraum (5a+5b) in Richtung auf das
vordere Ende (2.1) des Kapselgehäuses oder in Richtung auf den hinteren Bereich (3.3)
verschiebbar sind.
9. Mischkapsel nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Kapselgehäuse (2) am hinteren Ende (2.3) ein Verschlusskolben (6) angeordnet ist,
wobei der Verschlusskolben (6) entlang der Längsachse (Z) der Mischkapsel durch den
ersten Mischraum (5a) der in Form eines Rohrabschnitts (5.1) vorliegt und einen zweiten
Mischraum (5b) hindurchführbar ist, wenn der Mischraum (5a) in Form eines Rohrabschnitts
(5.1) koaxial zur Längsachse (Z) der Mischkapsel (1) ausgerichtet ist.
10. Mischkapsel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Verschlusskolben (6) in seinem Durchmesser reduzierbar ist.
11. Mischkapsel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an das hintere Ende (2.3) des Gehäuses (2) der Mischkapsel (1) ein Führungsadapter
(7), in dem ein beweglicher Auspresskolben (8) angeordnet ist, anbringbar ist.
12. Mischkapsel nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Ausbringöffnung (3.1) an einer Ausbringtülle (3) angeordnet ist, und die Ausbringtülle
integraler Bestandteil des Kapselgehäuses (2) ist oder
b) die Ausbringöffnung (3.1) eine Ausbringtülle (3) ist und an dem Kapselgehäuse (2)
festlegbar ist.
13. Mischkapsel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass
in der Ausbringtülle (3) innen im vorderen oder hinteren Bereich (3.2, 3.3) vor dem
Auslass (3.1) mindestens ein Widerstandsmittel (9) angeformt ist.
14. Verfahren zum Mischen von mindestens zwei Zusammensetzungen A und B zu einer Zusammensetzung
C in einer Mischkapsel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, umfassend die Schritte
(i) Überführen der Mischkapsel aus einer a) ersten Stellung in eine b) zweite Stellung
indem durch Drehen des Drehelementes (4.2) um seine Drehachse (Y) mit dem Rohrabschnitt
(5.1), in dem sich der Mischraum (5a) und die Zusammensetzung B befindet, der Rohrabschnitt
(5.1) in Richtung auf die Längsachse (Z) des Kapselgehäuses (2) gedreht wird, so dass
der erste Mischraum (5a) umfassend die Zusammensetzung B und der zweite Mischraum
(5b) im Kapselgehäuse (2) umfassend die Zusammensetzung A einen gemeinsamen Mischraum
(5a+5b) bilden,
(ii) Mischen der Zusammensetzungen A und B miteinander, indem die Mischkapsel (1)
bewegt wird, und
(iii) Erhalten der Zusammensetzung C.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das (iv) Ausbringen der Zusammensetzung C aus der Mischkapsel erfolgt, mit den Schritten
(iv.1) Festlegen des Führungsadapters (7) mit beweglichem Auspresskolben (8) am hinteren
Ende (2.3) des Kapselgehäuses (2),
(iv.2) Einschieben des Auspresskolbens (8) zusammen mit dem Verschlusskolben (6) in
das Kapselgehäuse (2) der Mischkapsel (1), so dass der Verschlusskolben (6) vom Auspresskolben
(8) durch den gemeinsamen Mischraum (5a+5b) geschoben wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Mischkapsel a) in einer ersten Stellung befindet, wenn sich die Längsachse
(Z1) des Rohrabschnitts (5.1) in etwa 90° verdreht zur Längsachse (Z) des Kapselgehäuses
(2) befindet, so dass der erste Mischraum (5a) umfassend die Zusammensetzung (B),
und der zweite Mischraum (5b) umfassend die Zusammensetzung (A), voneinander getrennt
sind, oder wobei sich die Mischkapsel
b) in einer zweiten Stellung befindet, wenn sich die Längsachse (Z1) des Rohrabschnitts
(5.1) koaxial zur Längsachse des Kapselgehäuses (2) befindet, so dass der erste Mischraum
(5a) und der zweite Mischraum (5b) einen gemeinsamen Mischraum (5a+5b) bilden umfassend
die Zusammensetzungen (A und B), oder,
wobei sich die Mischkapsel in Stellung b) auch in einer Ausbringstellung c) befindet,
wenn der Führungsadapter (7) mit beweglichem Auspresskolben (8) am hinteren Ende (2.3)
des Kapselgehäuses (2) angeordnet ist, wobei der bewegliche Auspresskolben (8) und
der Verschlusskolben (6) durch den gemeinsamen Mischraum (5a+5b) in Richtung auf die
Ausbringöffnung (3.1) verschiebbar sind.
17. Verwendung einer Mischkapsel mit einem Kapselgehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis
13, wobei das Kapselgehäuse eine Öffnung zur Aufnahme eines Drehelementes, eine im
hinteren Bereich gelegenen Öffnung zur Aufnahme eines Verschlusskolbens und eine im
vorderen Bereich gelegene Ausbringöffnung (3.1) aufweist, wobei in der Öffnung (4.1)
zur Aufnahme des Drehelementes (4.2) das Drehelement (4.2) umfassend den ersten Mischraum
(5a) angeordnet ist, wobei in der im hinteren Ende (2.3) gelegenen Öffnung der Verschlusskolben
(6) angeordnet ist,
wobei in der Mischkapsel die erste Mischkammer (5a) durch Drehen um die Drehachse
(Y) des Drehelementes (4.2), wobei die Drehachse (Y) in etwa senkrecht zur Längsmittelachse
(Z) des Kapselgehäuses (2) der Mischkapsel (1) angeordnet ist, in eine erste Stellung
zur Lagerung und in eine zweite Stellung zum Mischen und Applizieren drehbar ist,
wobei in der zweiten Stellung die erste Mischkammer (5a) mit einer zweiten Mischkammer
(5b) eine gemeinsame Mischkammer (5a+5b) bilden.
1. Two-component mixing capsule (1) for intake and for mixing of two compositions with
a capsule housing (2) having a discharge opening (3.1) at its front end (2.1), the
mixing capsule (1) comprising a rotary element (4.2) rotatably mounted or rotatably
arranged in the capsule housing, the rotational axis (Y) of the rotary element (4.2)
being approximately perpendicularly arranged to the longitudinal axis (Z) of the mixing
capsule (1), and a rotatably mounted first mixing chamber (5a) being assigned to the
rotary element in the capsule housing, and a second mixing chamber (5b) being arranged
in the capsule housing (2), a sealing piston (6) being arranged in the capsule housing
(2) at the back end (2.3), and the sealing piston (6) being passable through the first
mixing chamber (5a) and a second mixing chamber (5b) along the longitudinal axis (Z)
of the mixing capsule when the mixing chamber (5a) is coaxially oriented with the
longitudinal axis (Z) of the mixing capsule (1),
characterised in that
the mixing capsule comprises a single rotary element rotatably mounted or rotatably
arranged in the capsule housing.
2. Mixing capsule according to claim 1, characterised in that
the capsule housing is a one-piece integral component.
3. Mixing capsule according to claim 1 or 2,
characterised in that
a) the capsule housing has an opening (14) to receive the rotary element (4.2), an
opening to receive the sealing piston and a discharge opening, and the capsule housing
otherwise has a continuously closed housing wall, or
b) the capsule housing of the mixing capsule has a continuously closed housing wall
on the housing wall of the capsule housing opposite to the rotary element (4.2) rotatably
arranged in an opening (14) of the housing wall of the capsule housing.
4. Mixing capsule according to any one of claims 1 to 3,
characterised in that
a) a separate handhold element (13) is attachable to the rotary element or a separate
handhold element (13) or the squeezing piston (8) is insertable into the rotary element,
or b) the rotary element additionally has an integral handhold element, or c) the
rotary element has a groove.
5. Mixing capsule according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the first mixing chamber (5a) is arranged at the rotary element (4.2) rotatably mounted
in the capsule housing (2), and the rotatably mounted rotary element and the first
mixing chamber (5a) form a one-piece component.
6. Mixing capsule according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the first mixing chamber (5a) is arranged at the rotary element (4.2) rotatably mounted
in the capsule housing (2), and the rotatably mounted rotary element and the first
mixing chamber (5a), being in the form of a pipe section (5.1) or of a one-side closed
cylindrical sleeve (5.1), form a one-piece component.
7. Mixing capsule according to claim 6, characterised in that the pipe section (5.1) connected to the rotatably mounted rotary element (4.2) or
the cylindrical one-side closed sleeve (5.1) forms the first mixing chamber (5a) and
a) the second mixing chamber (5b) is located in the front region (2.1) in the capsule
housing (2) or b) the second mixing chamber (5b) is located in the back region (2.3)
in the capsule housing (2).
8. Mixing capsule according to claim 6 or 7,
characterised in that
the pipe section (5.1) connected to the rotatably mounted rotary element (4.2) forms
the first mixing chamber (5a) and the second mixing chamber (5b) is located in the
front region (2.1) in the capsule housing (2),
the mixing capsule being a) in a first position (storage) when the longitudinal axis
(Z1) of the pipe section (5.1) is preferably twisted by approximately 90° to the longitudinal
axis (Z) of the capsule housing (2), so that the first mixing chamber (5a) and the
second mixing chamber (5b) are separated from each other, or
the mixing capsule being
b) in a second position when the longitudinal axis (Z1) of the pipe section (5.1)
is substantially coaxial with the longitudinal axis (Z) of the capsule housing (2),
so that the first mixing chamber (5a) and the second mixing chamber (5b) form a common
mixing chamber (5a+5b), or,
the mixing capsule in position b) being in a discharge position c) when a guiding
adapter (7) with movable squeezing piston (8) is arranged at the back end (2.3) of
the capsule housing (2), the movable squeezing piston (8) and a sealing piston (6)
being displaceable through the common mixing chamber (5a+5b) in the direction towards
the front end (2.1) of the capsule housing or in the direction towards the back region
(3.3).
9. Mixing capsule according to any one of claims 6 to 8, characterised in that a sealing piston (6) is arranged in the capsule housing (2) at the back end (2.3),
the sealing piston (6) being passable along the longitudinal axis (Z) of the mixing
capsule through the first mixing chamber (5a) being in the form of a pipe section
(5.1) and a second mixing chamber (5b) when the mixing chamber (5a) in the form of
a pipe section (5.1) is coaxially oriented with the longitudinal axis (Z) of the mixing
capsule (1).
10. Mixing capsule according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the diameter of the movable sealing piston (6) is reducible.
11. Mixing capsule according to any one of claims 1 to 10, characterised in that a guiding adapter (7), in which a movable squeezing piston (8) is arranged, is attachable
to the back end (2.3) of the housing (2) of the mixing capsule (1).
12. Mixing capsule according to any one of claims 1 to 11,
characterised in that
a) the discharge opening (3.1) is arranged at a discharge spout (3), and the discharge
spout is an integral part of the capsule housing (2), or
b) the discharge opening (3.1) is a discharge spout (3) and is fastenable to the capsule
housing (2).
13. Mixing capsule according to claim 12, characterised in that
at least one resistance means (9) is integrally formed inside the discharge spout
(3) in the front or back region (3.2, 3.3) in front of the discharge opening (3.1).
14. Method for mixing at least two compositions A and B into a composition C in a mixing
capsule according to any one of claims 1 to 13, comprising the steps of
(i) transferring the mixing capsule from a) a first position into b) a second position
by the pipe section (5.1) being rotated in the direction towards the longitudinal
axis (Z) of the capsule housing (2), by rotating the rotary element (4.2) with the
pipe section (5.1), in which the mixing chamber (5a) and composition B are located,
about its rotational axis (Y), so that the first mixing chamber (5a) comprising composition
B and the second mixing chamber (5b) in the capsule housing (2) comprising composition
A form a common mixing chamber (5a+5b),
(ii) mixing compositions A and B with each other, by the mixing capsule (1) being
moved, and
(iii) obtaining composition C.
15. Method according to claim 14,
characterised in that
(iv) discharging of composition C from the mixing capsule is made, with the steps
of
(iv.1) fastening the guiding adapter (7) with movable squeezing piston (8) at the
back end (2.3) of the capsule housing (2),
(iv.2) pushing the squeezing piston (8) into the capsule housing (2) of the mixing
capsule (1) along with the sealing piston (6), so that the sealing piston (6) is pushed
through the common mixing chamber (5a+5b) by the squeezing piston (8).
16. Method according to claim 14 or 15,
characterised in that
the mixing capsule a) is in a first position when the longitudinal axis (Z1) of the
pipe section (5.1) is twisted by approximately 90° to the longitudinal axis (Z) of
the capsule housing (2), so that the first mixing chamber (5a) comprising composition
(B) and the second mixing chamber (5b) comprising composition (A) are separated from
each other, or the mixing capsule being
b) in a second position when the longitudinal axis (Z1) of the pipe section (5.1)
is coaxial with the longitudinal axis of the capsule housing (2), so that the first
mixing chamber (5a) and the second mixing chamber (5b) form a common mixing chamber
(5a+5b) comprising compositions (A and B), or,
the mixing capsule in position b) being also in a discharge position c) when the guiding
adapter (7) with movable squeezing piston (8) is arranged at the back end (2.3) of
the capsule housing (2), the movable squeezing piston (8) and the sealing piston (6)
being displaceable through the common mixing chamber (5a+5b) in the direction towards
the discharge opening (3.1).
17. Use of a mixing capsule with a capsule housing according to any one of claims 1 to
13, wherein the capsule housing has an opening to receive a rotary element, an opening
located in the back region to receive a sealing piston and a discharge opening (3.1)
located in the front region, the rotary element (4.2) comprising the first mixing
chamber (5a) being arranged in the opening (4.1) to receive the rotary element (4.2),
the sealing piston (6) being arranged in the opening located in the back end (2.3),
the first mixing chamber (5a) being rotatable in a first position for storing and
in a second position for mixing and applying, by rotating about the rotational axis
(Y) of the rotary element (4.2), the rotational axis (Y) being approximately perpendicularly
arranged to the longitudinal central axis (Z) of the capsule housing (2) of the mixing
capsule (1), the first mixing chamber (5a) with a second mixing chamber (5b) forming
a common mixing chamber (5a+5b) in the second position.
1. Capsule de mélange à deux composants (1) pour la réception et pour le mélange de deux
compositions avec un boîtier de capsule (2) ayant une ouverture de décharge (3.1)
à son extrémité avant (2.1), la capsule de mélange (1) comprenant un élément rotatif
(4.2) monté rotativement ou arrangé rotativement dans le boîtier de capsule, l'axe
de rotation (Y) de l'élément rotatif (4.2) étant arrangé approximativement perpendiculairement
à l'axe longitudinal (Z) de la capsule de mélange (1), et une première chambre de
mélange (5a) montée rotativement étant assignée à l'élément rotatif dans le boîtier
de capsule (2), et une deuxième chambre de mélange (5b) étant arrangée dans le boîtier
de capsule (2), un piston d'étanchéité (6) étant arrangé dans le boîtier de capsule
(2) à l'extrémité arrière (2.3), et le piston d'étanchéité (6) étant passable au travers
de la première chambre de mélange (5a) et une deuxième chambre de mélange (5b) le
long de l'axe longitudinal (Z) de la capsule de mélange lorsque la chambre de mélange
(5a) est orienté coaxialement à l'axe longitudinal (Z) de la capsule de mélange (1),
caractérisée en ce que
la capsule de mélange a un seul élément rotatif monté rotativement ou arrangé rotativement
dans le boîtier de capsule.
2. Capsule de mélange selon la revendication 1, caractérisé en ce que le boîtier de capsule est un composant intégral monobloc.
3. Capsule de mélange selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisée en ce que
a) le boîtier de capsule a une ouverture (14) pour recevoir l'élément rotatif (4.2),
une ouverture pour recevoir le piston d'étanchéité et une ouverture de décharge, et
le boîtier de capsule a sinon une paroi de boîtier fermée continûment, ou
b) le boîtier de capsule de la capsule de mélange a une paroi de boîtier fermée continûment
sur la paroi de boîtier du boîtier de capsule étant à l'opposé de l'élément rotatif
(4.2) arrangé rotativement dans une ouverture (14) de la paroi de boîtier du boîtier
de capsule.
4. Capsule de mélange selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que a) un élément de poignée (13) séparé est attachable à l'élément rotatif ou un élément
de poignée (13) séparé ou le piston de pressurage (8) est insertable dans l'élément
rotatif, ou b) l'élément rotatif a additionnellement un élément de poignée intégral,
ou c) l'élément rotatif a une rainure.
5. Capsule de mélange selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la première chambre de mélange (5a) est arrangée à l'élément rotatif (4.2) monté
rotativement dans le boîtier de capsule (2), et l'élément rotatif monté rotativement
et la première chambre de mélange (5a) forment un composant monobloc.
6. Capsule de mélange selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la première chambre de mélange (5a) est arrangée à l'élément rotatif (4.2) monté
rotativement dans le boîtier de capsule (2), et l'élément rotatif monté rotativement
et la première chambre de mélange (5a), étant sous forme d'une section de tuyau (5.1)
ou d'une douille cylindrique (5.1) fermée d'un côté, forment un composant monobloc.
7. Capsule de mélange selon la revendication 6, caractérisée en ce que la section de tuyau (5.1) connectée à l'élément rotative (4.2) monté rotativement
ou la douille cylindrique (5.1) fermée d'un côté forme la première chambre de mélange
(5a) et a) la deuxième chambre de mélange (5b) est située dans la région avant (2.1)
dans le boîtier de capsule (2) ou b) la deuxième chambre de mélange (5b) est située
dans la région arrière (2.3) dans le boîtier de capsule (2).
8. Capsule de mélange selon la revendication 6 ou 7,
caractérisée en ce que
la section de tuyau (5.1) connectée à l'élément rotative (4.2) monté rotativement
forme la première chambre de mélange (5a) et la deuxième chambre de mélange (5b) est
située dans la région avant (2.1) dans le boîtier de capsule (2),
la capsule de mélange étant a) dans une première position (stockage) lorsque l'axe
longitudinal (Z1) de la section de tuyau (5.1) est de préférence tordu par environ
90° à l'axe longitudinal (Z) du boîtier de capsule (2), de sorte que la première chambre
de mélange (5a) et la deuxième chambre de mélange (5b) sont séparées l'une de l'autre,
ou
la capsule de mélange étant
b) dans une deuxième position lorsque l'axe longitudinal (Z1) de la section de tuyau
(5.1) est essentiellement coaxial à l'axe longitudinal (Z) du boîtier de capsule (2),
de sorte que la première chambre de mélange (5a) et la deuxième chambre de mélange
(5b) forment une chambre de mélange commune (5a+5b), ou,
la capsule de mélange dans position b) étant dans une position de décharge c) lorsqu'une
adapteur guidant (7) avec un piston de pressurage (8) mobile est arrangé à l'extrémité
arrière (2.3) du boîtier de capsule (2), le piston de pressurage (8) mobile et le
piston d'étanchéité (6) étant déplaçable au travers de la chambre de mélange commune
(5a+5b) dans la direction vers l'extrémité avant (2.1) du boîtier de capsule ou dans
la direction vers la région arrière (3.3).
9. Capsule de mélange selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisée en ce que un piston d'étanchéité (6) est arrangé dans le boîtier de capsule (2) à l'extrémité
arrière (2.3), le piston d'étanchéité (6) étant passable le long de l'axe longitudinal
(Z) de la capsule de mélange au travers de la première chambre de mélange (5a) étant
sous la forme d'une section de tuyau (5.1) et une deuxième chambre de mélange (5b)
lorsque la chambre de mélange (5a) sous la forme d'une section de tuyau (5.1) est
orienté coaxialement à l'axe longitudinal (Z) de la capsule de mélange (1).
10. Capsule de mélange selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le diamètre du piston d'étanchéité (6) mobile est réductible.
11. Capsule de mélange selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce qu'un adapteur guidant (7), dans lequel un piston de pressurage (8) mobile est arrangé,
est attachable à l'extrémité arrière (2.3) du boîtier (2) de la capsule de mélange
(1).
12. Capsule de mélange selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisée en ce que
a) l'ouverture de décharge (3.1) est arrangée à une goulotte de décharge (3), et la
goulotte de décharge est une partie intégrale du boîtier de capsule (2), ou
b) l'ouverture de décharge (3.1) est une goulotte de décharge (3) et est fixable au
boîtier de capsule (2).
13. Capsule de mélange selon la revendication 12, caractérisée en ce que au moins un moyen de résistance (9) est formé de façon intégrale dedans la goulotte
de décharge (3) dans la région avant ou arrière (3.2, 3.3) devant l'ouverture de décharge
(3.1).
14. Procédé pour mélanger au moins deux compositions A et B en une composition C dans
une capsule de mélange selon l'une des revendications 1 à 13, comprenant les étapes
de
(i) transférer la capsule de mélange de a) une première position en b) une deuxième
position par la section de tuyau (5.1) étant tournée dans la direction vers l'axe
longitudinal (Z) de boîtier de capsule (2), par tourner l'élément rotatif (4.2) avec
la section de tuyau (5.1), dans laquelle la chambre de mélange (5a) et la composition
B sont situées, autour son axe de rotation (Y), de sorte que la première chambre de
mélange (5a) comprenant la composition B et la deuxième chambre de mélange (5b) dans
le boîtier de capsule (2) comprenant la composition A forment une chambre de mélange
commune (5a+5b),
(ii) mélanger les compositions A et B l'une avec l'autre, par le capsule de mélange
(1) étant mouvementée, et
(iii) obtenir la composition C.
15. Procédé selon la revendication 14,
caractérisée en ce que
(iv) le déchargement de la composition C de la capsule de mélange est effectué, avec
les étapes de
(iv.1) fixer l'adapteur guidant (7) avec le piston de pressurage (8) mobile à l'extrémité
arrière (2.3) du boîtier de capsule (2),
(iv.2) pousser le piston de pressurage (8) dans le boîtier de capsule (2) de la capsule
de mélange (1) avec le piston d'étanchéité (6), de sorte que le piston d'étanchéité
(6) est poussé au travers de la chambre de mélange commune (5a+5b) par le piston de
pressurage (8).
16. Procédé selon la revendication 14 ou 15,
caractérisé en ce que
la capsule de mélange a) est dans une première position lorsque l'axe longitudinal
(Z1) de la section de tuyau (5.1) est tordu par environ 90° à l'axe longitudinal (Z)
du boîtier de capsule (2), de sorte que la première chambre de mélange (5a) comprenant
la composition (B) est la deuxième chambre de mélange (5b) comprenant la composition
(A) sont séparées l'une de l'autre, ou la capsule de mélange étant b) dans une deuxième
position lorsque l'axe longitudinal (Z1) de la section de tuyau (5.1) est coaxial
à l'axe longitudinal du boîtier de capsule (2), de sorte que la première chambre de
mélange (5a) et la deuxième chambre de mélange (5b) forment une chambre de mélange
commune (5a+5b) comprenant les compositions (A et B), ou,
la capsule de mélange dans position b) étant aussi dans une position de décharge c)
lorsqu'une adapteur guidant (7) avec un piston de pressurage (8) mobile est arrangé
à l'extrémité arrière (2.3) du boîtier de capsule (2), le piston de pressurage (8)
mobile et le piston d'étanchéité (6) étant déplaçable au travers de la chambre de
mélange commune (5a+5b) dans la direction vers l'ouverture de décharge (3.1).
17. Utilisation d'une capsule de mélange avec un boîtier de capsule selon l'une des revendications
1 à 13, selon laquelle le boîtier de capsule à une ouverture pour recevoir un élément
rotatif, une ouverture située dans la région arrière pour recevoir un piston d'étanchéité
et une ouverture de décharge (3.1) située dans la région avant, l'élément rotatif
(4.2) comprenant la première chambre de mélange (5a) étant arrangée dans l'ouverture
(4.1) pour recevoir l'élément rotatif (4.2), le piston d'étanchéité (6) étant arrangé
dans l'ouverture située dans l'extrémité arrière (2.3),
la première chambre de mélange (5a) étant rotative dans une première position pour
le stockage est dans une deuxième position pour le mélange et l'application, par tournant
autour de l'Axe de rotation (Y) de l'élément rotatif (4.2), l'axe de rotation étant
arrangé approximativement perpendiculairement à l'axe central longitudinal (Z) du
boîtier de capsule (2) de la capsule de mélange (1), la première chambre de mélange
(5a) avec une deuxième chambre de mélange (5b) forment une chambre de mélange commune
(5a+5b) dans la deuxième position.