Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Werkstückspanner nach dem Oberbegriff von Anspruch 1,
sowie eine Bearbeitungsvorrichtung mit einem solchen Werkstückspanner und ein Spannverfahren
unter Einsatz eines solchen Werkstückspanners.
Stand der Technik
[0002] Bei der Bearbeitung von Werkstücken werden diese üblicherweise mit geeigneten Spannmitteln
fixiert, beispielsweise an einem Bearbeitungstisch oder einer Fördereinrichtung. Hierfür
kommen unterschiedlichste Werkstückspanner zum Einsatz, wobei beispielsweise im Bereich
der Möbel- und Bauelementeindustrie häufig pneumatisch oder gegebenenfalls auch hydraulisch
betätigte Werkstückspanner zum Einsatz kommen. Ein Werkstückspanner der hier zur Rede
stehenden Art ist beispielsweise in der
DE 10 2014 216 638 A1 offenbart.
[0003] Darüber hinaus offenbart auch die
DE 197 02 608 A1 einen Werkzeugspanner.
[0004] Beim Einsatz pneumatischer oder hydraulischer Spannmittel gelten strenge Sicherheitsvorschriften,
beispielsweise hinsichtlich des Fingerklemmschutzes. So darf der zwischen den Spannflächen
eines Spannelements vorhandene Spalt üblicherweise ein bestimmtes Maß nicht überschreiten,
damit vor Einleitung des Spannvorganges das Einquetschen von Fingern ausgeschlossen
ist. Zu diesem Zweck sind Werkstückspanner bekannt, bei denen der maximale Abstand
der Spannflächen eingestellt bzw. begrenzt werden kann, um den Sicherheitsanforderungen
zu genügen. Allerdings sind bekannte Werkstückspanner nicht sehr bedienerfreundlich
und weisen drüber hinaus Verbesserungspotential bei der Betriebssicherheit auf.
Darstellung der Erfindung
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Werkstückspanner der eingangs genannten
Art breitzustellen, der bei hoher Betriebssicherheit einfach zu bedienen ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Werkstückspanner nach Anspruch 1 gelöst.
Darüber hinaus stellt die Erfindung eine Bearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 8 sowie
ein Spannverfahren nach Anspruch 9 bereit. Besonders bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Der erfindungsgemäße Werkstückspanner zeichnet sich dadurch aus, dass er eine Sicherungseinrichtung
aufweist, die eingerichtet ist, ein unerwünschtes Entriegeln der Verriegelungseinrichtung
zu verhindern. Hierdurch lässt sich die Betriebssicherheit des erfindungsgemäßen Werkstückspanners
erheblich steigern, da selbst bei häufiger Anpassung des maximalen Abstands der Spannflächen
sichergestellt wird, dass die Verriegelungseinrichtung tatsächlich verriegelt ist
und nicht versehentlich ein vergrößerter Spalt entsteht, der eine erhebliche Verletzungsgefahr,
insbesondere durch Fingerquetschen mit sich bringt. Gleichzeitig bleibt die Bedienerfreundlichkeit
erhalten, da die Sicherungseinrichtung direkt mit der Verriegelungseinrichtung verknüpft
ist.
[0008] Diese direkte Verknüpfung mit entsprechender Bedienerfreundlichkeit ergibt sich,
wenn gemäß der Erfindung die Sicherungseinrichtung ein Sicherungselement aufweist,
das in einer Sicherungsstellung festsetzbar ist, in welcher ein unerwünschtes Entriegeln
der Verriegelungseinrichtung verhindert ist. Zudem ist gemäß der Erfindung vorgesehen,
dass die Sicherungseinrichtung ein Betätigungselement aufweist, das eingerichtet ist,
das Sicherungselement in der Sicherungsstellung festzusetzen. Hierdurch wird die Bedienerfreundlichkeit
weiter gesteigert, da das Betätigungselement einen einfachen Zugriff einer Bedienperson
ermöglicht.
[0009] Dabei ist es besonders bevorzugt, dass das Betätigungselement werkzeuglos bedienbar
ist. Hierdurch muss die Bedienperson nicht stets ein passendes Werkzeug mit sich führen
und an der richtigen Stelle ansetzen, sondern kann direkt - beispielsweise mit einer
Hand - die Sicherungseinrichtung betätigen, um die Verriegelungseinrichtung zu entriegeln
bzw. zu verriegeln. Dies besitzt auch den Vorteil, dass die Bedienperson dann "noch
eine Hand frei" hat, mit der sie beispielsweise den maximalen Abstand der Spannflächen
anpassen kann, bevor die Verriegelungseinrichtung mittels der Sicherungseinrichtung
wieder verriegelt wird. In der Summe ergibt sich hieraus eine drastisch erhöhte Bedienerfreundlichkeit
bei gleichzeitig hoher Betriebssicherheit.
[0010] Das Betätigungselement kann im Rahmen der Erfindung auf unterschiedlichste Art und
Weise ausgestaltet sein. Zur Erzielung einer werkzeuglosen Bedienbarkeit ist gemäß
der Erfindung vorgesehen, dass das Betätigungselement mindestens einen Lastangriffspunkt
für eine Bedienperson aufweist, dessen Hebelarm mindestens zehnmal größer ist als
ein Hebelarm, insbesondere Radius, des Sicherungselements. Hierdurch wird erreicht,
dass sich auch manuell eine ausreichende Kraft bzw. ein ausreichendes Drehmoment auf
das Betätigungselement aufgebracht werden kann, sodass die Sicherungseinrichtung ausreichen
gesichert, aber dennoch einfach zu bedienen bzw. zu betätigen ist. Dabei kann das
Betätigungselement beispielsweise eine Scheibe und/oder einen Hebel aufweisen, um
den mindestens einen Lastangriffspunkt bereitzustellen. Hierdurch erhält das Betätigungselement
eine sehr einfache Konstruktion bei hoher Bedienerfreundlichkeit.
[0011] Alternativ oder zusätzlich ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen,
dass das Sicherungselement eingerichtet ist, die Verriegelungseinrichtung durch eine
Hubbewegung zu entriegeln, sobald es durch das Betätigungselement freigegeben ist.
Hierdurch ergibt sich ein zweistufiges Bedienungskonzept der Sicherungseinrichtung,
bei welcher das Sicherungselement zunächst - vorzugsweise manuell - durch Betätigung
des Betätigungselements freigegeben wird und anschließend die eigentliche Entriegelung
der Verriegelungseinrichtung durch eine Hubbewegung des Sicherungselements erfolgt.
Dies führt dazu, dass ein unerwünschtes Entriegeln der Verriegelungseinrichtung praktisch
ausgeschlossen ist, während die Bedienerfreundlichkeit weiterhin hoch ist.
[0012] Diese Vorteile sind besonders ausgeprägt, wenn gemäß einer Weiterbildung der Erfindung
das Betätigungselement derart angeordnet ist, um bei Betätigung durch einen Benutzer
eine Hubbewegung des Sicherungselements zu veranlassen.
[0013] Darüber hinaus ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass der Werkstückspanner
eine Skala aufweist, um die Einstellung des maximalen Abstands der Spannflächen zu
erleichtern. Auch diese Maßnahme steigert sowohl die Betriebssicherheit als auch die
Bedienerfreundlichkeit des erfindungsgemäßen Werkstückspanners.
[0014] Ferner ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass der Werkstückspanner
einen Stellantrieb aufweist, der eingerichtet ist, mindestens ein Spannelement zwischen
der Öffnungsposition und der Spannposition zu verfahren. Hierdurch ergibt sich ein
einfacher und wirksamer Spannvorgang.
[0015] Die oben genannten Vorteile sind besonders ausgeprägt, wenn der erfindungsgemäße
Werkstückspanner in einer Bearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 11 zum Einsatz kommt.
Bei dem erfindungsgemäßen Spannverfahren nach Patentanspruch 9 kommt der erfindungsgemäße
Werkstückspanner ebenfalls zum Einsatz. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass zunächst
ein zu spannendes Werkstück definiert und anschließend die zu spannende Werkstückdicke
ermittelt wird. Auf dieser Grundlage wird überprüft, ob der maximale Abstand der Spannflächen
die Werkstückdicke zusätzlich eines maximalen Spaltmaßes überschreitet. Sofern dies
der Fall ist, wird der maximale Abstand der Spannflächen entsprechend reduziert. Somit
kann auf einfache Weise die Betriebssicherheit erhöht werden.
[0016] Dabei ist es besonders bevorzugt, dass zum Reduzieren des maximalen Abstands der
Spannflächen zunächst die Verriegelungseinrichtung mittels der Sicherungseinrichtung
entriegelt wird, um anschließend den maximalen Abstand der Spannflächen zu reduzieren
bzw. einzustellen. Abschließend wird die Verriegelungseinrichtung mittels der Sicherungseinrichtung
wieder verriegelt, sodass ein unerwünschtes Verstellen des maximalen Abstands und
eine entsprechende Verletzungsgefahr vermieden wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Fig. 1 zeigt schematisch eine Schnittansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Werkstückspanners.
Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
[0018] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend ausführlich unter Bezugnahme
auf die begleitende Zeichnung beschrieben.
[0019] Ein Werkstückspanner 1 als bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 1
schematisch in einer Schnittansicht dargestellt. Der Werkstückspanner dient in der
vorliegenden Ausführungsform zum Spannen von Werkstücken, die zumindest abschnittsweise
aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen bestehen, wie sie im Bereich
der Möbel- und Bauelemente verbreitet zum Einsatz kommen. Zu diesem Zweck kann der
Werkstückspanner 1 in einer nicht gezeigten Bearbeitungsvorrichtung zum Einsatz kommen,
wobei dann meist mehrere Werkstückspanner vorgesehen werden. Eine solche Bearbeitungsvorrichtung
weist zusätzlich zumindest noch eine Bearbeitungseinheit zum Bearbeiten der Werkstücke
sowie eine Fördereinheit zum Herbeiführen einer Relativbewegung zwischen dem mindestens
einen Werkstückspanner und der Bearbeitungseinheit auf.
[0020] Bei der Bearbeitungseinheit kann es sich beispielsweise um eine spanende Bearbeitungseinheit
oder um eine Einheit zum Beschichten der Werkstückoberfläche (beispielweise mit einem
Kantenmaterial) handeln. Bei der Fördereinheit kann es sich beispielsweise um eine
Durchlauffördereinrichtung handeln, bei welcher die Spanner während der Bearbeitung
mit den Werkstücken in einer Durchlaufrichtung - gegebenenfalls getaktet - durch die
Vorrichtung gefördert werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Fördereinheit auch
dazu dienen, die Bearbeitungseinheit zu bewegen, um eine Bearbeitung an den Werkstücken
auszuführen. Dabei sind auch verschiedene Kombinationen dieser Konzepte möglich.
[0021] Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, weist der Werkstückspanner 1 ein erstes, oberes Spannelement
2 und ein zweites, unteres Spannelement 4 auf, die jeweils eine Spannfläche 2' bzw.
4' aufweisen. Die Spannflächen 2', 4' dienen dazu, ein Werkstück W zu spannen. Zu
diesem Zweck ist in der vorliegenden Ausführungsform das erste Spannelement 2 zwischen
einer Spannposition und einer Öffnungsposition, wie sie in Fig. 1 gezeigt ist, verfahrbar.
[0022] Alternativ könnte auch das zweite Spannelement 4 zwischen einer Spannposition und
einer Öffnungsposition verfahrbar sein. Gegebenenfalls können auch beide Spannelemente
2, 4 verfahren werden.
[0023] Zu diesem Zweck ist das erste Spannelement 2 über eine Kolbenstange 6 mit einem nicht
gezeigten Antrieb verbunden, der beispielsweise ein pneumatischer oder hydraulischer
Stellantrieb sein kann. Mittels dieses Stellantriebes ist das erste Spannelement 2
zwischen der in Fig. 1 gezeigten Öffnungsposition und einer Spannposition, in welcher
das Werkstück W zwischen den Spannflächen 2', 4' gespannt ist, verfahrbar.
[0024] Im Bereich der Kolbenstange 6 weist der Werkstückspanner 1 eine Verriegelungseinrichtung
10 auf, die einen maximalen Abstand der Spannflächen 2', 4' definiert. Um diesen Abstand
bei Bedarf anpassen zu können, ist die Verriegelungseinrichtung 10 entriegelbar. In
diesem entriegelten Zustand kann beispielsweise die obere Spannfläche 2 ohne Betätigung
des Stellantriebs angehoben oder abgesenkt werden, um den maximalen Abstand der Spannflächen
2', 4' anzupassen. Um die Einstellung des maximalen Abstands der Spannflächen 2',
4' zu erleichtern, ist in der vorliegenden Ausführung an der Kolbenstange 6 eine Skala
6' vorgesehen.
[0025] Obgleich in Fig. 1 nicht gezeigt, kann die Verriegelungseinrichtung 10 verschiedene
kraft- und/oder formschlüssige Elemente aufweisen, die im entriegelten Zustand der
Verriegelungseinrichtung 10 eine Verstellung des maximalen Abstands der Spannflächen
2', 4' ermöglichen, im verriegelten Zustand jedoch für eine zuverlässige Arretierung
des maximalen Abstands sorgen.
[0026] Um dabei ein unerwünschtes Entriegeln der Verriegelungseinrichtung 10 zu verhindern,
weist der Werkstückspanner 1 ferner eine Sicherungseinrichtung 20 auf, die in der
vorliegenden Ausführungsform ein stabförmiges Sicherungselement 22 und ein im Wesentlichen
scheibenförmiges Betätigungselement 24 aufweist, die durch eine Schraube 26 miteinander
verbunden sind. Das Betätigungselement 24 weist an seinem äußeren Umfang (gedachte)
Lastangriffspunkte 28 für eine Bedienperson auf. Der sich zu den Lastangriffspunkten
28 hin erstreckende Radius R des Betätigungselements 24 ist in der vorliegenden Ausführungsform
zehnmal größer als der Radius r des Sicherungselements 22. Dank dieser Hebelverhältnisse
ist das Betätigungselement werkzeuglos bedienbar, d.h. eine Bedienperson kann manuell
eine Drehbewegung um die Längsachse des Sicherungselements 22 aufbringen, um auf diese
Weise die Sicherungseinrichtung zu betätigen, um letztlich die Verriegelungseinrichtung
10 zu ent- bzw. verriegeln. Dieser Vorgang kann beispielsweise durch bloßes Drehen
des Betätigungselements 24 erfolgen. Alternativ ist es ebenso möglich, dass eine zweistufige
Betätigung vorgesehen ist, bei welcher durch Drehen des Betätigungselements 24 zunächst
das Sicherungselement 22 gelöst wird, um anschließend durch Drücken oder Ziehen (entlang
der Längsachse des Sicherungselements 22) die Verriegelungseinrichtung 10 zu entriegeln
bzw. zu verriegeln. Durch diese Entriegelung kann wie bereits erwähnt, bei Bedarf
der maximale Abstand der Spannflächen 2', 4' angepasst werden.
[0027] Die Bedienung des Werkstückspanners 1 vollzieht sich dann beispielsweise wie folgt.
Bei einer Veränderung der zu spannenden Werkstücke ist zunächst die Dicke der zu spannenden
Werkstücke zu ermitteln, beispielsweise durch Messen der Werkstückdicke oder durch
Ablesen der Werkstückdicke aus einer Tabelle, einer Anzeige der Maschine oder dergleichen.
Auf dieser Grundlage wird überprüft, ob der maximale Abstand der Spannflächen 2',
4' die Werkstückdicke zuzüglich eines maximalen Spaltmaßes, das beispielsweise 5 mm
betragen kann, überschreitet. Falls dies zutrifft, wird der maximale Abstand der Spannflächen
2', 4' reduziert.
[0028] Hierzu wird zunächst das Betätigungselement 24 um die Längsachse des Sicherungselements
29 gedreht, um das Sicherungselement 22 freizugeben. Anschließend wird das Betätigungselement
24 entlang der Längsachse des Sicherungselements 22 niedergedrückt, sodass das Sicherungselement
22 eine Hubbewegung ausführt. Durch diese Hubbewegung wird die Verriegelungseinrichtung
10 entriegelt, sodass nunmehr der maximale Abstand der Spannflächen 2', 4' angepasst
werden kann. Anschließend wird die Verriegelungseinrichtung 10 wieder verriegelt,
beispielsweise durch eine entgegengesetzte Drehbewegung des Betätigungselements 22.
Nunmehr kann das gewünschte Werkstück in den Bereich zwischen den Spannflächen 2',
4' eingelegt werden. Anschließend kann das Werkstück W gespannt werden, indem der
Stellantrieb das obere Spannelement 2 absenkt und eine Klemmkraft auf das Werkstück
W aufbringt.
1. Werkstückspanner (1) zum Spannen von Werkstücken, die bevorzugt zumindest abschnittsweise
aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen bestehen, umfassend:
ein erstes Spannelement (2) und ein zweites Spannelement (4), die jeweils eine Spannfläche
(2', 4') aufweisen, um ein Werkstück zwischen den Spannflächen zu spannen, wobei
das erste und das zweite Spannelement (2', 4') zwischen einer Spannposition und einer
Öffnungsposition relativ zueinander verfahrbar sind, und
eine Verriegelungseinrichtung (10), die den maximalen Abstand der Spannflächen (2',
4') definiert, wobei die Verriegelungseinrichtung (10) entriegelbar ist, um den maximalen
Abstand der Spannflächen (2', 4') einzustellen, wobei
der Werkstückspanner eine Sicherungseinrichtung (20) aufweist, die eingerichtet ist,
ein unerwünschtes Entriegeln der Verriegelungseinrichtung (10) zu verhindern, wobei
die Sicherungseinrichtung (20) ein Sicherungselement (22) aufweist, das in einer Sicherungsstellung
festsetzbar ist, in welcher ein unerwünschtes Entriegeln der Verriegelungseinrichtung
(10) verhindert ist, und
die Sicherungseinrichtung (20) ein Betätigungselement (24) aufweist, das eingerichtet
ist, das Sicherungselement (22) in der Sicherungsstellung festzusetzen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Betätigungselement (24) mindestens einen Lastangriffspunkt (28) für eine Bedienperson
aufweist, dessen Hebelarm mindestens 10 mal größer ist als ein Hebelarm, insbesondere
Radius, des Sicherungselements (22) .
2. Werkstückspanner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (24) werkzeuglos bedienbar ist.
3. Werkstückspanner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (24) eine Scheibe und/oder einen Hebel aufweist, um den mindestens
einen Lastangriffspunkt (28) bereitzustellen.
4. Werkstückspanner nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (22) eingerichtet ist, die Verriegelungseinrichtung (10) durch
eine Hubbewegung zu entriegeln, sobald es durch das Betätigungselement (24) freigegeben
ist.
5. Werkstückspanner nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (24) derart angeordnet ist, um bei Betätigung durch einen
Benutzer eine Hubbewegung des Sicherungselements (22) zu veranlassen.
6. Werkstückspanner nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Skala (6') aufweist, um die Einstellung des maximalen Abstandes der Spannflächen
(2', 4') zu erleichtern.
7. Werkstückspanner nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Stellantrieb aufweist, der eingerichtet ist, mindestens ein Spannelement
(2, 4) zwischen der Öffnungsposition und der Spannposition zu verfahren.
8. Vorrichtung zum Bearbeiten von Werkstücken, die bevorzugt zumindest abschnittsweise
aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen bestehen, umfassend:
mindestens einen Werkstückspanner nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
eine Bearbeitungseinheit zum Bearbeiten der Werkstücke, und
eine Fördereinheit zum Herbeiführen einer Relativbewegung zwischen dem mindestens
einen Werkstückspanner und der Bearbeitungseinheit.
9. Verfahren zum Spannen eines Werkstücks unter Einsatz eines Werkstückspanners nach
einem der Ansprüche 1 bis 7, mit den Schritten:
Definieren eines zu spannenden Werkstücks und Ermitteln der zu spannenden Werkstückdicke,
Überprüfen, ob der maximale Abstand der Spannflächen (2', 4') die Werkstückdicke zuzüglich
eines maximalen Spaltmaßes überschreitet,
Reduzieren des maximalen Abstands der Spannflächen (2', 4'), falls dieser die Werkstückdicke
zuzüglich eines maximalen Spaltmaßes überschreitet.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass zum Reduzieren des maximalen Abstands der Spannflächen (2', 4') folgende Schritte
durchgeführt werden:
Entriegeln der Verriegelungseinrichtung (10) mittels der Sicherungseinrichtung (20),
Reduzieren und Einstellen des maximalen Abstands der Spannflächen (2', 4'),
Verriegeln der Verriegelungseinrichtung (10) mittels der Sicherungseinrichtung (20).
1. Workpiece clamp (1) for clamping workpieces which preferably consist at least partially
of wood, wood-based materials, plastic or the like, comprising:
a first clamping element (2) and a second clamping element (4) which in each case
have a clamping surface (2', 4') in order to clamp a workpiece between the clamping
surfaces, wherein
the first and the second clamping element (2', 4') are moveable relative to each other
between a clamping position and an opening position, and
a locking device (10) which defines the maximum distance between the clamping surfaces
(2', 4'), wherein the locking device (10) can be unlocked in order to set the maximum
distance between the clamping surfaces (2', 4'), wherein
the workpiece clamp has a securing device (20) which is configured to prevent an unwanted
unlocking of the locking device (10), wherein
the securing device (20) has a securing element (22) which can be fixed in a secured
position in which an unwanted unlocking of the locking device (10) is prevented, and
the securing device (20) has an actuating element (24) which is configured to fix
the securing element (22) in the secured position,
characterised in that
the actuating element (24) has at least one load application point (28) for an operating
person, the lever arm of which is at least 10 times greater than a lever arm, in particular
a radius, of the securing element (22).
2. Workpiece clamp according to claim 1, characterised in that the actuating element (24) can be operated without tools.
3. Workpiece clamp according to claim 1, characterised in that the actuating element (24) has a disc and/or a lever to provide the at least one
load application point (28).
4. Workpiece clamp according to one of the claims 2 to 3, characterised in that the securing element (22) is configured to unlock the locking device (10) by means
of a lifting movement as soon as it is released by the actuating element (24).
5. Workpiece clamp according to claim 4, characterised in that the actuating element (24) is arranged in such a way as to cause a lifting movement
of the securing element (22) on being operated by a user.
6. Workpiece clamp according to one of the preceding claims, characterised in that it has a scale (6') to facilitate the setting of the maximum distance between the
clamping surfaces (2', 4').
7. Workpiece clamp according to one of the preceding claims, characterised in that it has an actuating drive which is configured to move at least one clamping element
(2, 4) between the opening position and the clamping position.
8. Device for processing workpieces which preferably consist at least partially of wood,
wood-based materials, plastic or the like, comprising:
at least one workpiece clamp according to one of the preceding claims,
a processing unit for processing the workpieces, and
a conveyor unit for effecting a relative movement between the at least one workpiece
clamp and the processing unit.
9. Method for clamping a workpiece using a workpiece clamp according to one of the claims
1 to 7, with the steps:
defining a workpiece which is to be clamped and determining the workpiece thickness
which is to be clamped,
checking whether the maximum distance between the clamping surfaces (2', 4') exceeds
the workpiece thickness plus a maximum gap width,
reducing the maximum distance between the clamping surfaces (2', 4') if this exceeds
the workpiece thickness plus a maximum gap width.
10. Method according to claim 9,
characterised in that in order to reduce the maximum distance between the clamping surfaces (2', 4') the
following steps are carried out:
unlocking the locking device (10) by means of the securing device (20),
reducing and setting the maximum distance between the clamping surfaces (2', 4'),
locking the locking device (10) by means of the securing device (20).
1. Dispositif de serrage de pièce (1) pour serrer des pièces qui sont de préférence constituées,
au moins par sections, de bois, de matériaux dérivés du bois, de plastique ou similaire,
comprenant :
un premier élément de serrage (2) et un second élément de serrage (4), qui présentent
respectivement une surface de serrage (2', 4') pour serrer une pièce entre les surfaces
de serrage, dans lequel
le premier et le second éléments de serrage (2', 4') sont déplaçables l'un par rapport
à l'autre entre une position de serrage et une position d'ouverture, et
un appareil de verrouillage (10) qui définit l'écart maximal entre les surfaces de
serrage (2', 4'), dans lequel l'appareil de verrouillage (10) peut être déverrouillé
pour régler l'écart maximal des surfaces de serrage (2', 4'), dans lequel
le dispositif de serrage de pièce présente un appareil de sécurité (20) qui est configuré
pour empêcher un déverrouillage non souhaité de l'appareil de verrouillage (10), dans
lequel
l'appareil de sécurité (20) présente un élément de sécurité (22) qui peut être fixé
dans une position de sécurité dans laquelle un déverrouillage non souhaité de l'appareil
de verrouillage (10) est empêché, et
l'appareil de sécurité (20) présente un élément d'actionnement (24) qui est configuré
pour fixer l'élément de sécurité (22) dans la position de sécurité,
caractérisé en ce que
l'élément d'actionnement (24) présente au moins un point d'application de charge (28)
pour un utilisateur, dont le bras de levier est au moins 10 fois plus grand qu'un
bras de levier, en particulier un rayon, de l'élément de sécurité (22).
2. Dispositif de serrage de pièce selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (24) peut être utilisé sans outil.
3. Dispositif de serrage de pièce selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (24) présente un disque et/ou un levier pour fournir l'au
moins un point d'application de charge (28).
4. Dispositif de serrage de pièce selon l'une quelconque des revendications 2 à 3, caractérisé en ce que l'élément de sécurité (22) est configuré pour déverrouiller l'appareil de verrouillage
(10) par un mouvement de levage dès qu'il est libéré par l'élément d'actionnement
(24).
5. Dispositif de serrage de pièce selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (24) est disposé de manière à ordonner un mouvement de levage
de l'élément de sécurité (22) lorsqu'il est actionné par un utilisateur.
6. Dispositif de serrage de pièce selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il présente une échelle (6') pour faciliter le réglage de l'écart maximal entre les
surfaces de serrage (2', 4').
7. Dispositif de serrage de pièce selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il présente un entraînement de réglage qui est configuré pour déplacer au moins un
élément de serrage (2, 4) entre la position d'ouverture et la position de serrage.
8. Dispositif pour l'usinage de pièces qui sont de préférence constituées, au moins par
sections, de bois, de matériaux dérivés du bois, de plastique ou similaire, comprenant
:
au moins un dispositif de serrage de pièce selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
une unité d'usinage pour usiner les pièces, et
une unité de convoyage pour provoquer un mouvement relatif entre l'au moins un dispositif
de serrage de pièce et l'unité d'usinage.
9. Procédé de serrage d'une pièce utilisant un dispositif de serrage de pièce selon l'une
quelconque des revendications 1 à 7, avec les étapes consistant à :
définir une pièce à serrer et déterminer l'épaisseur de pièce à serrer,
vérifier si l'écart maximal entre les surfaces de serrage (2', 4') dépasse l'épaisseur
de pièce plus une dimension d'écartement maximale,
réduire l'écart maximal entre les surfaces de serrage (2', 4') s'il dépasse l'épaisseur
de pièce plus une dimension d'écartement maximale.
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce que sont réalisées pour réduire l'écart maximal entre les surfaces de serrage (2', 4')
les étapes suivantes) :
de déverrouillage de l'appareil de verrouillage (10) au moyen de l'appareil de sécurité
(20),
de réduction et de réglage de l'écart maximal entre les surfaces de serrage (2', 4'),
de verrouillage de l'appareil de verrouillage (10) au moyen de l'appareil de sécurité
(20).