[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer selbstfahrenden Straßenbaumaschine
gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 2. Des Weiteren betrifft die Erfindung
eine Straßenbaumaschine zur Herstellung eines Straßenbelags gemäß den Oberbegriffen
der Ansprüche 9 und 10.
[0002] Straßenbaumaschinen, wie Straßenfertiger, Beschicker, aber auch Straßenfräsen, dienen
der Herstellung sowie dem Entfernen von Straßenbelägen aus vorzugsweise Asphalt, aber
auch Beton. Solche üblicherweise selbstfahrenden Straßenbaumaschinen verfügen über
verschiedene Arbeitskomponenten, welche diesen fest zugeordnet sind oder an- bzw.
abbaubar sind. So weist beispielsweise ein Straßenfertiger eine Einbaubohle mit einer
Gleitplatte, ein Stampfermesser, eine Verteilerschnecke, einen Kratzerförderer mit
Lattenrosten und Ketten und dergleichen auf. Ein Beschicker hingegen weist einen Kratzerförderer
und einen Gurtförderer auf. Eine Straßenfräse hingegen weist eine Fräswalze bzw. einen
Fräshobel auf. Des Weiteren können die genannten Straßenbaumaschinen einen Vorratsbehälter
zur Aufnahme von Straßenbaumaterial, einen Materialförderer sowie ein Fahrwerk aufweisen,
welches durch eine Antriebseinheit, wie beispielsweise einen Dieselmotor, angetrieben
wird. Zumeist weisen diese Straßenbaumaschinen außerdem einen Bedienstand auf, von
dem aus eine Bedienperson gegebenenfalls über eine Steuereinheit die Straßenbaumaschine
mit samt ihrer Komponenten steuert bzw. kontrolliert.
[0003] Zum Betreiben der Straßenbaumaschine ist die Bedienperson an den Bedienstand gebunden,
um die Baumaschine sowie die einzelnen Komponenten über die Steuereinheit zu steuern
bzw. zu kontrollieren. Bei der Verarbeitung des insbesondere heißen Straßenbaumaterials
werden jedoch Dämpfe frei, die einen längeren Aufenthalt in dem Bedienstand unangenehm
gestalten bzw. langfristig gesundheitsschädlich sein können. Dadurch, dass die Bedienperson
an den Bedienstand gebunden ist, kann sie nur innerhalb eines beschränkten Aktionsraums
tätig werden. Eine flexible Kontrolle des Einbauprozesses ist durch diese Bindung
an den Bedienstand nicht möglich.
[0004] Davon ausgehend besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Verfahren
zum Betreiben einer Straßenbaumaschine sowie eine Straßenbaumaschine zu schaffen,
bei der die gesundheitlichen Risiken der Bedienperson während des Betriebs reduziert
sind, ohne dass dabei die Einbauqualität des Straßenbaumaterials reduziert wird.
[0005] Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf.
Demnach ist es vorgesehen, dass das Fahrwerk und/oder mindestens eine weitere Komponente
bzw. Arbeitskomponente der Straßenbaumaschine von einer Bedienperson, die sich außerhalb
des Bedienstands befindet, über ein Sendemodul ferngesteuert werden. Dabei werden
die Daten zur Steuerung des Fahrwerks und/oder der mindestens einen weiteren Komponente
zwischen dem Sendemodul und einem Empfangsmodul, insbesondere einer Steuereinheit,
oder zwischen dem Sendemodul und jeweils einem Empfangsmodul des Fahrwerks oder der
mindestens einen weiteren Komponente ausgetauscht. Durch diese Fernsteuerung kann
die Person sich auch außerhalb des Bedienstands fernab von der Straßenbaumaschine
befinden und ist somit wenigstens nicht direkt den gesundheitsschädlichen Einflüssen
der Straßenbaumaschine ausgesetzt. Darüber hinaus erhält die Bedienperson eine räumliche
Flexibilität, die es ihr ermöglicht, während des Betriebs der Straßenbaumaschine um
selbige herumzugehen, um alle Komponenten genauestens zu überwachen bzw. den Einbauprozess
der Baumaschine besonders detailliert zu überprüfen. Das Sendemodul kann dabei als
Handgerät ausgebildet sein mit einem integrierten Prozessor und geeigneten Sende-
und Empfangsmitteln sowie Eingabemitteln.
[0006] Ein weiteres Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs
2 auf. Demnach ist es vorgesehen, dass ein Fahrwerk und/oder mindestens eine weitere
Komponente der Straßenbaumaschine von einer Bedienperson, die sich abseits der Straßenbaumaschine
befindet, über ein Sendemodul ferngesteuert werden, wobei Daten zur Steuerung zwischen
dem Sendemodul und einem Empfangsmodul oder zwischen dem Sendemodul und jeweils einem
Empfangsmodul des Fahrwerks oder der mindestens einen weiteren Komponente ausgetauscht
werden. Dabei werden die Daten zur Steuerung des Fahrwerks und/oder der mindestens
einen weiteren Komponente zwischen dem Sendemodul und einem Empfangsmodul, insbesondere
einer Steuereinheit, oder zwischen dem Sendemodul und jeweils einem Empfangsmodul
des Fahrwerks oder der mindestens einen weiteren Komponente ausgetauscht. Durch diese
Fernsteuerung ist die Person, die sich abseits der Straßenbaumaschine befinden, nicht
den gesundheitsschädlichen Einflüssen der Straßenbaumaschine ausgesetzt. Darüber hinaus
erhält die Bedienperson eine räumliche Flexibilität, die es ihr ermöglicht, während
des Betriebs der Straßenbaumaschine um selbige herumzugehen, um alle Komponenten genauestens
zu überwachen bzw. den Einbauprozess der Baumaschine besonders detailliert zu überprüfen.
Das Sendemodul kann dabei als Handgerät ausgebildet sein mit einem integrierten Prozessor
und geeigneten Sende- und Empfangsmitteln sowie Eingabemitteln.
[0007] Darüber hinaus kann ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung darin bestehen, dass durch das Sendemodul zum Austausch von Daten zur Steuerung
des Fahrwerks und/oder mindestens einer weiteren Komponente direkt ein CAN-Bus-System,
insbesondere einer Steuereinheit, der Straßenbaumaschine, vorzugsweise ein CAN-Bus-System
des Fahrwerks oder der mindestens einen weiteren Komponente, angesteuert wird. Durch
diese direkte Ansteuerung des CAN-Bus-Systems ist es für die Bedienperson möglich,
direkt auf die Funktion der einzelnen Komponenten bzw. des Fahrwerks für die Steuerung
bzw. Kontrolle zuzugreifen. Es ist außerdem denkbar, dass die Verbindung zwischen
dem Sendemodul und dem Empfangsmodul bedarfsabhängig umprogrammiert wird, so dass
das Sendemodul auch mit anderen CAN-Bus-Protokollen einzelner Komponenten bzw. der
Straßenbaumaschine, kommunizieren kann.
[0008] Bevorzugterweise kann es außerdem vorgesehen sein, dass vor dem Ausführen eines Steuerbefehls
das Sendemodul durch das Empfangsmodul, insbesondere einer Steuereinheit, oder durch
das Empfangsmodul des Fahrwerks oder der mindestens einen weiteren Komponente identifiziert,
insbesondere verifiziert, wird. So kann beispielsweise auf einer Baustelle, auf der
mehrere Baumaschinen mit dem hier beschriebenen Verfahren betrieben werden, sichergestellt
werden, dass eine Straßenbaumaschine eben nur mit der einen für diese Baumaschine
vorgesehenen Sendemodul betrieben wird. Für die Identifizierung bzw. Verifizierung
zwischen dem Sendemodul und den Empfangsmodulen kann beispielsweise der Austausch
eines Sicherungscodes oder einer entsprechenden Kennung vorgesehen sein. Erst nach
der erfolgreichen Verifizierung bzw. Identifizierung durch gegebenenfalls eine Steuereinheit
werden die von dem Sendemodul übertragenen Befehle durch das Fahrwerk bzw. eine der
anderen Komponenten ausgeführt. Sofern das Sendemodul nicht erfolgreich identifiziert
bzw. verifiziert wurde, kann dies durch ein akustisches oder ein optisches Signal
bekannt gegeben werden. Entsprechende Signalmittel zur Erzeugung dieses Signals können
beispielsweise dem Sendemodul zugeordnet sein, so dass die mit diesen Sendemodul ausgestattete
Person direkt über die erfolglose Verifizierung informiert wird.
[0009] Bevorzugterweise kann es die Erfindung außerdem vorsehen, dass von dem Sendemodul
einzelne Steuerbefehle an das Empfangsmodul, insbesondere einer Steuereinheit, oder
an das Empfangsmodul des Fahrwerks oder der mindestens einen weiteren Komponente gesammelt
werden oder das Gruppen von mehreren Steuerbefehlen übertragen werden, wobei durch
die Gruppe von Steuerbefehlen mehrere Befehle automatisiert, vorzugsweise in einer
festgelegten Reihenfolge, ausgeführt werden. Diese Gruppen von Steuerbefehlen können
vor der Inbetriebnahme der Straßenbaumaschine beispielsweise von einem Planungsbüro
zusammengestellt werden. So lassen sich mehrere einzelne Befehle zu einer Routine
bzw. Gruppe für die Ausführung eines bestimmten Arbeitsschritts, wie beispielsweise
die Einnevellierung der Einbaubohle, zusammenstellen. Durch diese Programmierung von
Befehlsgruppen kann durch einen einzelnen Befehl ein kompletter Arbeitsschritt initiiert
bzw. ausgeführt werden.
[0010] Eine bevorzugte Weiterbildung der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung kann darin
bestehen, dass die Daten zwischen dem Empfangsmodul und dem Sendemodul kabellos ausgetauscht
werden. Der kabellose Austausch kann insbesondere über Funk, Laser, WLAN oder dergleichen
erfolgen. Durch diese kabellose Übertragung der Befehle ist die Bedienperson noch
flexibler, da sie in ihrem Aktionsradius nicht durch die Länge eines Kabels eingeschränkt
wird. Alternativ ist es auch denkbar, dass das Sendemodul über ein Kabel mit dem Empfangsmodul
verbunden ist. Eine derartige kabelgebundene Verbindung bietet den Vorteil, dass die
Verbindung besonders sicher ist und das Sendemodul neben dem schnellen Austausch von
Daten auch mit elektrischer Energie versorgbar ist.
[0011] Weiter kann es bevorzugt vorgesehen sein, dass das Sendemodul für eine direkte Datenübertragung
mit dem Empfangsmodul und/oder zum Aufladen eines Energiespeichers des Sendemoduls
in eine Aufnahmevorrichtung auf der Straßenbaumaschine, insbesondere den Bedienstand,
abgelegt wird. Durch diese Aufnahme des Sendemoduls in der Aufnahmevorrichtung kann
das Sendemodul auch als eine konventionelle Steuereinrichtung von dem der Straßenbaumaschine
bzw. dem Bedienstand aus verwendet werden. So kann, sofern es die Situation erfordert
oder zulässt, die Straßenbaumaschine auch konventionell direkt von der Straßenbaumaschine
bzw. dem Bedienstand aus gesteuert bzw. kontrolliert werden. Sofern es die Steuerung
zulässt, kann die Bedienperson so dann das Sendemodul aus der Aufnahmevorrichtung
entnehmen und sich von der Straßenbaumaschine bzw. dem Bedienstand in die nähere Umgebung
der Straßenbaumaschine begeben, und zwar ohne die Möglichkeit der Kontrolle bzw. Steuerung
der Straßenbaumaschine aufzugeben. Während das Sendemodul in der Aufnahmevorrichtung
platziert ist, wird der Energiespeicher, insbesondere der Akku, des Sendemoduls aufgeladen.
Nach Beendigung des Betriebs der Straßenbaumaschine kann die Bedienperson durch das
Sendemodul dazu aufgefordert werden, selbiges zurück in die Aufnahmevorrichtung auf
den Bedienstand zu legen. Während dieses Stand-by-Betriebs erfolgt ebenfalls die Aufladung
der Akkus mit elektrischer Energie.
[0012] Weiter kann es die vorliegende Erfindung vorsehen, dass die durch das Sendemodul
übertragenen Befehle kategorisiert werden in Fahrbefehle, Arbeitsbefehle und Sonderbefehle.
Diesen einzelnen Befehlskategorien können verschiedene Befehle zugeordnet werden.
So fällt beispielsweise unter die Kategorie "Fahrbefehle" Befehle im Zusammenhang
mit der Beschleunigung und Lenkung der Baumaschine sowie die Wahl der Geschwindigkeit.
In die Kategorie der "Arbeitsbefehle" fallen Befehle bezüglich der Materialförderrate,
der Einbaubreite, der Einbaudicke, der Einbaugeschwindigkeit und dergleichen. In die
Kategorie der "Sonderbefehle" fallen Befehle zum Transport bzw. zur Straßenfahrt der
Baumaschine und dergleichen.
[0013] Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann darin
bestehen, dass Feedback-Signale von dem Empfangsmodul an das Sendemodul gesendet werden,
wenn ein Befehl nicht vereinbar ist, mit einem vorangegangene Befehl oder der Zustand
der Straßenbaumaschine, insbesondere des Fahrwerks und/oder der mindestens einen weiteren
Komponente, die Ausführung des Befehls nicht zulässt. Wenn beispielsweise festgestellt
wird, dass der Materialvorratsbehälter des Straßenfertigers leer ist, kann kein Straßenbaumaterial
- in Einbaurichtung betrachtet - vor die Einbaubohle transportiert werden. Vielmehr
lässt sich der Transport des Straßenbaumaterials vor die Einbaubohle nur initiieren,
wenn genügend Straßenbaumaterial in dem Vorratsbehälter vorliegt. Durch diese Erstellung
eines Feedback-Signals lassen sich Fehlfunktionen in der Fernsteuerung der Straßenbaumaschine
vermeiden. Insbesondere, wenn die Bedienperson sich nicht in der direkten Umgebung
der Straßenbaumaschine aufhält, kann durch derartige Feedback-Signale bzw. Informationen
eine unerwünschte Unterbrechung des Betriebs vermieden werden. Es ist darüber hinaus
denkbar, dass die Bedienperson über das Sendemodul ständig Rückmeldung bezüglich der
Zustände der einzelnen Komponenten der Straßenbaumaschine erhält und ein eventueller
Mangel an Straßenbaumaterial frühzeitig erkannt wird und entsprechende Gegenmaßnahmen
eingeleitet werden.
[0014] Eine Straßenbaumaschine zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe wird durch die
Merkmale des Anspruchs 9 beschrieben. Demnach ist es vorgesehen, dass der Baumaschine
ein Sendemodul und ein Empfangsmodul, insbesondere einer Steuereinheit, oder des Fahrwerks
oder der mindestens einen weiteren Komponente zugeordnet sind. Dabei sind das Fahrwerk
oder die mindestens eine weitere Komponente über das Sendemodul von einer Bedienperson,
die sich außerhalb des Bedienstands befindet, fernsteuerbar. Das Sendemodul kann dabei
als kastenartiges Handgerät ausgebildet sein. Gleichermaßen ist es denkbar, dass sich
die Funktionen, die sich mittels des Sendemoduls ausführen lassen, auch als Software
bzw. App auf ein Mobilfunkgerät oder einen Tablet-Computer übertragen lassen, so dass
diese Geräte als Sendemodul für die Fernsteuerung der Straßenbaumaschine nutzbar sind.
[0015] Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Straßenbaumaschine zur Lösung der eingangs
genannten Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 10 beschrieben. Demnach ist
es vorgesehen, dass der Baumaschine ein Sendemodul und ein Empfangsmodul, insbesondere
einer Steuereinheit, oder des Fahrwerks oder der mindestens einen weiteren Komponente
zugeordnet sind. Dabei sind das Fahrwerk oder die mindestens eine weitere Komponente
über das Sendemodul von einer Bedienperson, die sich abseits oder neben der Straßenbaumaschine
befindet, fernsteuerbar. Das Sendemodul kann dabei als kastenartiges Handgerät ausgebildet
sein. Gleichermaßen ist es denkbar, dass sich die Funktionen, die sich mittels des
Sendemoduls ausführen lassen, auch als Software bzw. App auf ein Mobilfunkgerät oder
einen Tablet-Computer übertragen lassen, so dass diese Geräte als Sendemodul für die
Fernsteuerung der Straßenbaumaschine nutzbar sind.
[0016] Das Sendemodul bzw. das entsprechende elektrische Gerät kann mittels Funk, Laser,
WLAN oder dergleichen mit dem Empfangsmodul der Straßenbaumaschine kommunizieren.
Bei dieser Kommunikation handelt es sich vorzugsweise um eine verschlüsselte Kommunikation,
um insbesondere unautorisierte Eingriffe in den Betrieb der Straßenbaumaschine zu
unterbinden. Des Weiteren ist eine Kommunikation zwischen dem Sendemodul und dem Empfangsmodul
nur möglich, sofern vorab eine entsprechende Kennung bzw. der Austausch von Verifikationscodes
erfolgt ist.
[0017] Obwohl es vorgesehen ist, das Sendemodul als eine Art Fernbedienung für die Fernsteuerung
der Straßenbaumaschine zu verwenden, kann selbiges auch in eine entsprechende Aufnahme
auf der Straßenbaumaschine bzw. dem Bedienstand der Straßenbaumaschine angedockt werden,
um die Straßenbaumaschine auf konventionelle Art und Weise zu bedienen. In dem auf
der Straßenbaumaschine oder auf dem Bedienstand angedockten Zustand kann das Sendemodul
wie eine bekannte Steuereinheit bedient werden. Eine Umschulung der Bedienperson ist
daher also für die Bedienung des Sendemoduls nicht notwendig. Während das Sendemodul
in der Aufnahme angedockt ist, können aufladbare Batterien des Sendemoduls aufgeladen
werden. Der Datenaustausch zwischen dem Sendemodul und der Empfangseinheit kann auch
in diesem Zustand kabellos erfolgen. Bevorzugt ist es jedoch so, dass der Datentransfer
im angedockten Zustand kabelgebunden erfolgt.
[0018] Das Sendemodul kann zum Anzeigen von eingegebenen Befehlen und/oder zum Anzeigen
einer Kennung einer angewählten Straßenbaumaschine ein Kontrollmittel aufweisen. Bei
diesem Kontrollmittel kann es sich im ein Display handeln oder um ein Mittel zur Erzeugung
eines akustischen, visuellen oder vibratorischen bzw. haptischen Signals. Ein derartiges
Display kann außerdem dazu dienen, die angesprochenen Feedback-Signale des Empfangsmoduls
darzustellen. Sofern ein von dem Sendemodul an das Empfangsmodul übertragener Befehl
nicht vereinbart ist, mit einem vorangegangenen Befehl oder der Zustand der Straßenbaumaschine
die Ausführung des Befehls nicht zulässt, kann dies ebenfalls durch das Display angezeigt
werden. Darüber hinaus kann es vorgesehen sein, dass zu jedem Zeitpunkt Zustände bzw.
Betriebsparameter oder Herstellungsparameter auf dem Display anzeigbar sind. Somit
sind der Bedienperson unabhängig vom Ort relativ zur Straßenbaumaschine sämtliche
Informationen zugänglich, die zum Betrieb der Straßenbaumaschine notwendig sind.
[0019] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend anhand
der Zeichnung näher erläutert.
[0020] Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine Seitenansicht eines Straßenfertigers mit
einer Bedienperson.
[0021] Um das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben einer Straßenbaumaschine zu beschreiben,
wird mit der Figur beispielhaft ein Straßenfertiger 10 dargestellt. An dieser Stelle
sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die vorliegende Erfindung nicht auf
die Anwendung für einen Straßenfertiger eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch im
Zusammenhang mit weiteren Straßenbaumaschinen, wie beispielsweise einem Beschicker,
einer Straßenfräse oder dergleichen zu sehen ist.
[0022] Der in der Figur beispielhaft dargestellte Straßenfertiger 10 weist ein Fahrwerk
11 auf, das im gezeigten Ausführungsbeispiel als Raupenfahrwerk ausgebildet ist. Das
Fahrwerk 11 des Straßenfertigers 10 kann jedoch auch als Radfahrwerk ausgebildet sein.
Der Straßenfertiger 10 ist selbstfahrend ausgebildet. Dazu wird das Fahrwerk 11 von
einer Antriebseinheit 12 derart angetrieben, dass der Straßenfertiger 10 in Fertigungsrichtung
13 fortbewegbar ist. Selbstregend lässt sich der Straßenfertiger 10 auch derart antreiben,
dass eine Bewegung entgegen der Fertigungsrichtung 13 erfolgt.
[0023] In Fertigungsrichtung 13 gesehen ist vor der Antriebseinheit 12 ein wannenartig bzw.
muldenartig ausgebildeter Vorratsbehälter 14 angeordnet. Der Vorratsbehälter 14 dient
zur Aufnahme eines Vorrats des zur Herstellung des Straßenbelags dienenden Materials,
insbesondere einer Asphaltmischung. Durch einen in der Figur nicht gezeigten Förderer,
insbesondere einem Kratzerförderer, wird das Material vom Vorratsbehälter 14 gegen
die Fertigungsrichtung 13 zur Rückseite des Straßenfertigers 10 transportiert, und
zwar vor eine Verteilerschnecke 15. Die Verteilerschnecke 15 ist hinter der Antriebseinheit
12 angeordnet. Die Verteilerschnecke 15 erstreckt sich quer zur Fertigungsrichtung
13 und dient dazu, das Material über die gesamte Arbeitsbreite des Straßenfertigers
10 gleichmäßig zu verteilen.
[0024] In Fertigungsrichtung 13 betrachtet, ist hinter der Verteilerschnecke 15 eine Einbaubohle
16 angeordnet. Die Einbaubohle 16 ist an Tragarmen 17 auf und ab bewegbar angehängt.
Die Tragarme 17 sind schwenkbar am Fahrwerk 11 gelagert. Bei der Einbaubohle 16 kann
es sich um eine einteilige Einbaubohle 16 handeln, die in der Breite nicht veränderbar
ist, oder um eine mehrteilige Einbaubohle aus einer Hauptbohle und seitlichen Verschiebebohlen,
wodurch die Breite der Einbaubohle und somit die Einbaubreite veränderbar ist.
[0025] Die Einbaubohle 16 weist einen Bohlengrundkörper 18 mit einer darunter angeordneten
Gleitplatte 19 auf. Die Einbaubohle 16 liegt mit der Unterseite ihrer Gleitplatte
19 auf dem einzubauenden Material auf.
[0026] Die Antriebseinheit 12 des Straßenfertigers 10 weist einen Verbrennungsmotor auf.
Vorzugsweise handelt es sich dabei um einen Dieselmotor. Die Antriebseinheit 12 kann
aber auch andere Motoren, ggf. auch mehrere Motoren, aufweisen. Die Antriebseinheit
12 verfügt des Weiteren über mindestens eine von dem Verbrennungsmotor angetriebene
Hydraulikpumpe. Damit werden hydraulische Antriebe, insbesondere Hydraulikmotoren,
mit der benötigten Energie versorgt. Denkbar ist auch, dass der Verbrennungsmotor
zusätzlich oder alternativ mindestens einen Generator antreibt, der Strom für elektrische
Antriebe, insbesondere Elektromotoren, erzeugt.
[0027] Der Betrieb des Straßenfertigers 10 sowie die Steuerung und die Kontrolle der aufgezählten
Komponenten, wie beispielsweise dem Fahrwerk 11, der Antriebseinheit 12, dem Vorratsbehälter
14, der Verteilerschnecke 15, der Einbaubohle 16, den Tragarmen 17, und dergleichen
können von einer Bedienperson 20 von einem Bedienstand 21 aus gesteuert bzw. kontrolliert
werden. Dazu ist in dem Bedienstand 21 beispielsweise eine Steuereinheit 22 angeordnet.
Durch diese Steuereinheit 22 kann der Betrieb des gesamten Straßenfertigers 10 überwacht
bzw. kontrolliert werden. Die Steuereinheit 22 kann dabei mit jeder einzelnen der
genannten Komponenten über ein CAN-Bus-System verbunden sein. Es ist jedoch auch denkbar,
dass der Straßenfertiger 10 bzw. die Straßenbaumaschine keinen Bedienstand 21 aufweist,
sondern wenigstens nahezu vollständig fernsteuerbar ausgebildet ist.
[0028] Die Steuerung bzw. Kontrolle des Straßenfertigers 10 sowie jeder einzelnen der genannten
Komponenten kann jedoch alternativ auch über ein Sendemodul 23 erfolgen. Über dieses
Sendemodul 23 können Daten bzw. Befehle zum Betrieb des Straßenfertigers 10 über ein
dem Straßenfertiger 10 zugeordneten Empfangsmodul 24 vorgenommen werden. Dabei kann
es vorgesehen sein, dass dieses Empfangsmodul 24 direkt mit der Steuereinheit 22 verbunden
ist und über diese Steuereinheit 22 mit den einzelnen Komponenten über das CAN Bus
System kommuniziert. Gleichermaßen kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass jede
einzelne der genannten Komponenten des Straßenfertigers 10 über ein entsprechendes
eigenes Empfangsmodul 24 verfügt zur Kommunikation mit dem Sendemodul 23. Die Kommunikation
zwischen dem Empfangsmodul 24 und dem Sendemodul 23 kann kabellos erfolgen. Dies schafft
den Vorteil, dass die Bedienperson 20 nicht an den Bedienstand 21 gebunden ist, sondern
vielmehr nahezu ortsunabhängig den Betrieb des Straßenfertigers 10 fernsteuern kann.
Über das Sendemodul 23 kann die Bedienperson 20 entweder über die Steuereinheit 22
die einzelnen Komponenten ansteuern oder direkt auf die einzelnen Komponenten zugreifen.
[0029] Für eine leichtere Eingabe bzw. für eine komfortablere Steuerung des Straßenfertigers
10 über das Sendemodul 23 kann selbiges ein Display 25 bzw. eine Anzeige, aufweisen,
durch die Informationen für die Bedienperson 20 visualisierbar sind.
[0030] Dem Straßenfertiger 10 bzw. dem Bedienstand 21, insbesondere der Steuereinheit 22,
kann eine Aufnahme zum Aufnehmen des Sendemoduls 23 zugeordnet werden. Diese Aufnahme
ist derart ausgebildet, dass das Sendemodul 23 derart in die Aufnahme fügbar ist,
dass es im gekoppelten Zustand als Eingabefeld für die Steuereinheit 22 auf den Bedienstand
21 dienen kann. Mit dem so in die Aufnahme gefügten Sendemodul 23 lässt sich der Straßenfertiger
10 auf die bekannte Art und Weise betreiben. Gleichermaßen wird in diesem Zustand
ein aufladbarer Energiespeicher, insbesondere ein Akku, des Sendemoduls 23 geladen.
Der Datenaustausch zwischen dem Sendemodul 23 und der Steuereinheit 22 erfolgt in
diesem gekoppelten Zustand direkt, d. h. kabelgebunden.
[0031] Sofern erforderlich oder zweckdienlich bzw. möglich, kann die Bedienperson 20 das
Sendemodul 23 aus der Aufnahme entnehmen und sich von dem Straßenfertiger 10 bzw.
dem Bedienstand 21 entfernen. Dabei kann die Reichweite für die kabellose Kommunikation
zwischen dem Sendemodul 23 und dem Empfangsmodul 24 eingestellt werden. Durch eine
verschlüsselte Übertragung der Daten zwischen dem Sendemodul 23 und dem Empfangsmodul
24 kann ausgeschlossen werden, dass der Datentransfer gestört wird bzw. mit anderen
Baumaschinen verwechselt wird.
[0032] Vor der Inbetriebnahme des Straßenfertigers 10 muss durch die Steuereinheit 22 verifiziert
werden, dass das verwendete Sendemodul 23 legitimiert ist, mit dem Empfangsmodul 24
zu kommunizieren. Dies kann beispielsweise durch den Austausch einer Kennung erfolgen.
[0033] Vor der Inbetriebnahme des Straßenfertigers 10 können verschiedene Befehlsroutinen
bzw. Befehlsabläufe oder Gruppen von Befehlen auf das Sendemodul 23 sowie auf das
Empfangsmodul 24 gespeichert werden. So lassen sich für die jeweilige durchzuführende
Arbeit Protokolle bzw. Betriebsabläufe vorbereiten, die durch eine einfache Tastenkombination
initiierbar sind und war vorzugsweise ferngesteuert. Dadurch lässt sich zum einen
der Betriebsverlauf vereinfachen und zum anderen kann dadurch der Bedienkomfort für
die Bedienperson 20 verbessert werden, da sich die Person 20 nicht fortwährend auf
dem Straßenfertiger 10 bzw. in dem Bedienstand 21 aufhalten muss. Dadurch lässt sich
gleichzeitig auch die Zeit, die sich die Bedienperson 20 direkt auf dem Straßenfertiger
10 aufhalten muss, reduzieren.
Bezugszeichenliste:
[0034]
- 10
- Straßenfertiger
- 11
- Fahrwerk
- 12
- Antriebseinheit
- 13
- Fertigungsrichtung
- 14
- Vorratsbehälter
- 15
- Verteilerschnecke
- 16
- Einbaubohle
- 17
- Tragarm
- 18
- Bohlengrundkörper
- 19
- Gleitplatte
- 20
- Bedienperson
- 21
- Bedienstand
- 22
- Steuereinheit
- 23
- Sendemodul
- 24
- Empfangsmodul
- 25
- Display
1. Verfahren zum Betreiben einer selbstfahrenden Straßenbaumaschine, insbesondere eines
Straßenfertigers (10) oder eines Beschickers, zur Herstellung eines Straßenbelags
mit einem angetriebene Reifen oder Raupen aufweisenden Fahrwerk (11) und/oder mindestens
einer weiteren Komponente wie mindestens einem Materialförderer, einem Vorratsbehälter
(14) für Straßenbaumaterial, einer Verteilerschnecke (15) und/oder einer Einbaubohle
(16) und einem über dem Fahrwerk (11) angeordneten Bedienstand (21), wobei das Fahrwerk
(11) sowie die mindestens eine weitere Komponente von dem Bedienstand (21) aus von
einer Bedienperson (20) gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrwerk (11) und/oder mindestens eine weitere Komponente von einer Bedienperson
(20), die sich außerhalb des Bedienstandes (21) befindet, über ein Sendemodul (23)
ferngesteuert werden, wobei Daten zur Steuerung zwischen dem Sendemodul (23) und einem
Empfangsmodul (24) oder zwischen dem Sendemodul (12) und jeweils einem Empfangsmodul
(24) des Fahrwerks (11) oder der mindestens einen weiteren Komponente ausgetauscht
werden.
2. Verfahren zum Betreiben einer selbstfahrenden Straßenbaumaschine, insbesondere eines
Straßenfertigers (10) oder eines Beschickers, zur Herstellung eines Straßenbelags
mit einem angetriebene Reifen oder Raupen aufweisenden Fahrwerk (11) und/oder mindestens
einer weiteren Komponente wie mindestens einem Materialförderer, einem Vorratsbehälter
(14) für Straßenbaumaterial, einer Verteilerschnecke (15) und/oder einer Einbaubohle
(16), wobei das Fahrwerk (11) sowie die mindestens eine weitere Komponente von einer
Bedienperson (20) gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrwerk (11) und/oder mindestens eine weitere Komponente von einer Bedienperson
(20), die sich nicht auf der Straßenbaumaschine befindet, über ein Sendemodul (23)
ferngesteuert werden, wobei Daten zur Steuerung zwischen dem Sendemodul (23) und einem
Empfangsmodul (24) oder zwischen dem Sendemodul (12) und jeweils einem Empfangsmodul
(24) des Fahrwerks (11) oder der mindestens einen weiteren Komponente ausgetauscht
werden.
3. Verfahren zum Betreiben einer selbstfahrenden Straßenbaumaschine nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Sendemodul (23) zum Austausch von Daten zur Steuerung des Fahrwerks (11)
und/oder mindestens einer weitere Komponenten direkt ein CAN-Bus-System, insbesondere
einer Steuereinheit (22) der Straßenbaumaschine, vorzugsweise ein CAN-Bus-System des
Fahrwerks (11), oder der mindestens einen weiteren Komponente, angesteuert wird.
4. Verfahren zum Betreiben einer selbstfahrenden Straßenbaumaschine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Ausführen eines Steuerbefehls das Sendemodul (23) durch das Empfangsmodul
(24), insbesondere einer Steuereinheit (22), oder durch das Empfangsmodul (24) des
Fahrwerks (11) oder der mindestens einen weiteren Komponente identifiziert, insbesondere
verifiziert, wird.
5. Verfahren zum Betreiben einer selbstfahrenden Straßenbaumaschine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Sendemodul (23) einzelne Steuerbefehle an das Empfangsmodul (24), insbesondere
einer Steuereinheit (22), oder an das Empfangsmodul (24) des Fahrwerks (11) oder der
mindestens einen weiteren Komponente gesendet werden, oder das Gruppen von mehreren
Steuerbefehlen übertragen werden, wobei durch die Gruppe von Steuerbefehlen mehrere
Befehle automatisiert ausgeführt werden.
6. Verfahren zum Betreiben einer selbstfahrenden Straßenbaumaschine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten zwischen dem Empfangsmodul (24) und dem Sendemodul (23) kabellos, insbesondere
über Funk, Laser, W-LAN, oder dergleichen, oder kabelgebunden ausgetauscht werden.
7. Verfahren zum Betreiben einer selbstfahrenden Straßenbaumaschine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sendemodul (23) für eine direkte Datenübertragung mit dem Empfangsmodul (24)
und/oder zum Aufladen eines Energiespeichers des Sendemoduls (23) in eine Aufnahmevorrichtung
auf dem Bedienstand (21) abgelegt wird.
8. Verfahren zum Betreiben einer selbstfahrenden Straßenbaumaschine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Feedback-Signale von dem Empfangsmodul (24) an das Sendemodul (12) gesendet werden,
wenn ein Befehl nicht vereinbar ist, mit einem vorangegangenen Befehl oder der Zustand
der Straßenbaumaschine, insbesondere des Fahrwerks (11) und/oder der mindestens einen
weiteren Komponente, die Ausführung des Befehls nicht zulässt.
9. Straßenbaumaschine, insbesondere Straßenfertiger (10) oder Beschicker, zur Herstellung
eines Straßenbelags mit einem angetriebene Reifen oder Raupen aufweisenden Fahrwerk
(11) und/oder mindestens einer weiteren Komponente wie mindestens einem Materialförderer,
einem Vorratsbehälter (14) für Straßenbaumaterial, einer Verteilerschnecke (15) und/oder
einer Einbaubohle (16) und einem über dem Fahrwerk (11) angeordneten Bedienstand (21),
wobei das Fahrwerk (11) sowie die mindestens eine weitere Komponente von dem Bedienstand
(21) aus von einer Bedienperson (20) steuerbar ist, gekennzeichnet durch ein Sendemodul (23) und ein Empfangsmodul (24) oder ein Empfangsmodul (24) des Fahrwerks
(11) oder der mindestens einen weiteren Komponente, wobei das Fahrwerks (11) oder
die mindestens eine weitere Komponente über das Sendemodul (23) von einer Bedienperson
(20), die sich außerhalb des Bedienstandes (21) befindet, fernsteuerbar sind.
10. Straßenbaumaschine, insbesondere Straßenfertiger (10) oder Beschicker, zur Herstellung
eines Straßenbelags mit einem angetriebene Reifen oder Raupen aufweisenden Fahrwerk
(11) und/oder mindestens einer weiteren Komponente wie mindestens einem Materialförderer,
einem Vorratsbehälter (14) für Straßenbaumaterial, einer Verteilerschnecke (15) und/oder
einer Einbaubohle (16), wobei das Fahrwerk (11) sowie die mindestens eine weitere
Komponente von einer Bedienperson (20) steuerbar ist, gekennzeichnet durch ein Sendemodul (23) und ein Empfangsmodul (24) oder ein Empfangsmodul (24) des Fahrwerks
(11) oder der mindestens einen weiteren Komponente, wobei das Fahrwerks (11) oder
die mindestens eine weitere Komponente über das Sendemodul (23) von einer Bedienperson
(20), die sich neben der Straßenbaumaschine befindet, fernsteuerbar sind.
11. Straßenbaumaschine nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Sendemodul (23) und das mindestens eine Empfangsmodul (24) Mittel zum kabellosen
Datenübertrag, insbesondere per Funk, Laser, W-LAN, oder dergleichen, aufweist.
12. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Sendemodul (23) zum Datentransfer und/oder zum Laden eines Energiespeichers des
Sendemoduls (23) einer Aufnahme auf dem Bedienstand (21) der Straßenbaumaschine zuordbar
ist.
13. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sendemodul (23) ein Kontrollmittel aufweist zum Aufzeigen von eingegebenen Befehlen
und/oder von Feedback-Signalen des Empfangsmoduls (24), wenn ein von dem Sendemodul
(23) an das Empfangsmodul (23) übertragener Befehl nicht vereinbar ist, mit einem
vorangegangenen Befehl oder der Zustand der Straßenbaumaschine, insbesondere des Fahrwerks
(11) und/oder der mindestens einen weiteren Komponente, die Ausführung des Befehls
nicht zulässt.
14. Straßenbaumaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Kontrollmittel um ein Display (25) handelt oder um eine Mittel zur
Erzeugung eines akustischen, visuellen oder vibratorischen bzw. haptischen Signals.