[0001] Die Erfindung betrifft die Herstellung eines Bauteils mit einem Bildelement nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Ein derartiges Bauteil kann als Bedienelement in einem Kraftfahrzeug zur Bedienung
von Funktionen verwendet werden. Das im Bauteil befindliche Bildelement dient dann
zur Visualisierung der jeweiligen Funktion für den Benutzer. Desweiteren kann das
Bildelement auch in sonstiger Weise zur Visualisierung von Funktionen, Zuständen o.
dgl. im Kraftfahrzeug dienen. Insbesondere findet die Erfindung Anwendung bei der
Darstellung von Symbolen, Anzeigen o. dgl. für Bedienoberflächen.
[0004] Aus der
DE 10 2015 222 304 A1 ist ein derartiges Bauteil für ein Bedienelement bekannt. Dieses Bauteil weist wenigstens
ein Bildelement auf. Bei dem Bildelement kann es sich um ein Symbol oder eine Anzeige
handeln. Das Bauteil weist eine erste Komponente mit einer ersten und einer zweiten
Seite auf. Angrenzend an die erste Komponente ist eine zweite Komponente befindlich.
Des Weiteren ist angrenzend an die erste Komponente eine dritte Komponente vorhanden,
wobei die dritte Komponente transparent ist. Auf die Oberfläche der dritten Komponente
ist eine vierte Komponente aufgebracht. Die vierte Komponente ist für Licht transparent
und dient als verschleißfeste Kratzschutzschicht.
[0005] Bei dem bekannten Bauteil ist das Bildelement in der ersten Komponente als erhabenes
Symbol ausgebildet. Dabei besteht die erste Komponente aus einem weißen lichtdurchlässigen
Material.
[0006] Desweiteren ist die zweite Komponente aus einem schwarzen Material ausgebildet. Die
zweite Komponente ist angrenzend an die erste Komponente im Bereich des Bildelements
derart umspritzt, dass nur das Bildelement und die zweite Komponente für den Betrachter
sichtbar sind. Angrenzend daran ist die dritte Komponente mit einer Dicke von 1-2mm
angespritzt und erzeugt den gewünschten Tiefeneffekt des Bildelements. Als Material
für die dritte Komponente ist insbesondere Polymethylmethacrylat (PMMA), Polycarbonat
(PC) o. dgl. vorgesehen. Die vierte Komponente auf der Oberfläche der dritten Komponente
dient dann als Kratzschutz.
[0007] Es hat sich herausgestellt, dass bei der bekannten Anordnung der Komponenten eine
homogene Darstellung des Bildelements schwierig ist. Außerdem ergibt sich eine unregelmäßige
Strichstärke des Bildelements. Ferner sind die Vorgaben an die Strichstärke des Bildelements
schwer einzuhalten.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung des Bauteils mit einem
Bildelement derart weiterzuentwickeln, dass eine homogene Darstellung des Bildelements
und/oder eine regelmäßige Strichstärke des Bildelements und/oder eine Einhaltung der
vorgegebenen Strichstärke des Bildelements erzielt sind.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Bauteil mit einem Bildelement durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0010] Die Erfindung betrifft zwei Ausführungen eines Verfahrens zur Herstellung des Bauteils
mit einem Bildelement, wobei es sich beim Bildelement um ein Symbol, eine Anzeige
o. dgl. handelt.
[0011] In einer ersten Ausführung wird zunächst in einem ersten Werkzeugteil und einem in
einer ersten Position befindlichen zweiten Werkzeugteil die erste Komponente mit einer
ersten sowie einer zweiten Seite gebildet, wobei das Material der ersten Komponente
im Wesentlichen lichtundurchlässig ist. Das erste Werkzeugteil ist derart ausgebildet,
dass in der ersten Komponente wenigstens ein Durchbruch zwischen der ersten Seite
und der zweiten Seite befindlich ist, wobei der Durchbruch das Bildelement bildet.
Danach wird das zweite Werkzeugteil aus der ersten Position in die zweite Position
unter Bildung einer Kavität in einem Abstand zur zweiten Seite der ersten Komponente
bewegt. Angrenzend an die zweite Seite der ersten Komponente wird die zweite Komponente
in der Kavität als eine Schicht gebildet und dabei der Durchbruch vom ersten Werkzeugteil
stabilisiert. Für die zweite Komponente ist im Wesentlichen ein teilweise lichtdurchlässiges
Material vorgesehen. Als nächstes wird das erste Werkzeugteil durch ein drittes Werkzeugteil
unter Bildung einer Kavität in einem Abstand zur ersten Seite der ersten Komponente
substituiert. Angrenzend an die erste Seite der ersten Komponente und den Durchbruch
ausfüllend sowie angrenzend an die zweite Komponente im Bereich des Durchbruchs wird
die dritte Komponente in der Kavität als eine weitere Schicht gebildet. Für die dritte
Komponente ist im Wesentlichen ein für Licht transparentes Material vorgesehen. Falls
gewünscht kann schließlich dann die vierte Komponente angrenzend an die dritte Komponente
aufgebracht werden, derart dass diese eine verschleißfeste Kratzschutzschicht bildet.
[0012] Des Weiteren stellt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung des Bauteils mit
einem Bildelement gemäß einer zweiten Ausführung bereit, wobei es sich beim Bildelement
um ein Symbol, eine Anzeige o. dgl. handelt.
[0013] Zunächst wird in einem ersten Werkzeugteil und einem in einer ersten Position befindlichen
zweiten Werkzeugteil die erste Komponente mit einer ersten sowie einer zweiten Seite
gebildet, wobei das Material der ersten Komponente im Wesentlichen lichtundurchlässig
ist. Das erste Werkzeugteil weist ein in einer ersten Position befindliches Werkzeugelement
auf und ist derart ausgebildet, dass in der ersten Komponente wenigstens ein Durchbruch
zwischen der ersten Seite und der zweiten Seite befindlich ist, wobei der Durchbruch
das Bildelement bildet. Danach wird das im ersten Werkzeugteil befindliche Werkzeugelement
aus der ersten Position in eine zweite Position unter Bildung einer Kavität im Durchbruch
angrenzend zur zweiten Seite der ersten Komponente und in einem Abstand zur ersten
Seite der ersten Komponente bewegt. Des Weiteren wird das zweite Werkzeugteil aus
der ersten Position in die zweite Position unter Bildung einer Kavität in einem Abstand
zur zweiten Seite der ersten Komponente bewegt. Angrenzend an die zweite Seite der
ersten Komponente und den Durchbruch teilweise ausfüllend wird die zweite Komponente
in der Kavität als eine weitere Schicht gebildet und dabei der an die Kavität angrenzende
Bereich des Durchbruchs vom dritten Werkzeugteil stabilisiert. Für die zweite Komponente
ist im Wesentlichen ein teilweise lichtdurchlässiges Material vorgesehen. Als nächstes
wird das erste Werkzeugteil durch ein drittes Werkzeugteil unter Bildung einer Kavität
in einem Abstand zur ersten Seite der ersten Komponente substituiert. Angrenzend an
die erste Seite der ersten Komponente und den restlichen Durchbruch ausfüllend sowie
angrenzend an die zweite Komponente im Bereich des Durchbruchs wird die dritte Komponente
in der Kavität als eine weitere Schicht gebildet. Für die dritte Komponente ist im
Wesentlichen ein für Licht transparentes Material vorgesehen. Schließlich kann, falls
gewünscht, dann die vierte Komponente angrenzend an die dritte Komponente aufgebracht
werden, derart dass diese eine verschleißfeste Kratzschutzschicht bildet.
[0014] In einer weiteren Ausgestaltung kann es sich anbieten, die erste Komponente und die
zweite Komponente sowie die dritte Komponente des Bauteils in einem Spritzgießverfahren,
insbesondere in einem Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren, zu bilden. Das Bauteil
kann somit in einfacher sowie kostengünstiger Art und Weise hergestellt werden.
[0015] In einer vorteilhaften Ausgestaltung können das zum Durchbruch korrespondierende
Werkzeugstück im ersten Werkzeugteil und/oder das zum Durchbruch korrespondierende
Werkzeugelement im ersten Werkzeugteil erhaben ausgebildet sein. Beispielsweise können
das Werkzeugstück und/oder das Werkzeugelement in der Art eines Prägestempels ausgestaltet
sein. Des Weiteren können das Werkzeugstück und/oder das Werkzeugelement abgerundete
Kanten aufweisen, um eventuellen unerwünschten Schatteneffekten am Bildelement vorzubeugen.
Für die Bildung der Kavität kann ferner das zweite Werkzeugteil aus der ersten Position
in die zweite Position translatorisch bewegbar sein. Eine weitere Kavität kann gebildet
werden, indem das im ersten Werkzeugteil befindliche Werkzeugelement aus der ersten
Position in die zweite Position translatorisch bewegbar ist.
[0016] Zweckgemäß kann die vierte Komponente in einem Coverformingverfahren oder in einem
Lackierverfahren gebildet werden, wobei diese dann als verschleißfeste Kratzschutzschicht
dient. Dadurch ist das Bauteil vor möglichen Beschädigungen durch äußere Einflüsse
geschützt.
[0017] Für eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung ist nachfolgendes festzustellen.
[0018] Im Automobilbereich sind häufig Tiefeneffekte bei Anzeigeelementen erwünscht. Beim
Tiefeneffekt wird ein dreidimensionales, optisches Erscheinungsbild des Anzeigeelementes
für den Betrachter erzeugt. Für diesen Effekt kann eine bedruckte Folie mit einem
transparenten Kunststoff, wie z.B. PMMA, überspritzt werden. Durch den transparenten
Kunststoff wird der Tiefeneffekt erreicht. Die Folientechnologie ist sehr kostenintensiv.
Zwecks Einsparung von Kosten stellt die Erfindung eine eingespritzte Symbolik bereit.
Im Vergleich zur Folientechnologie ist dadurch in vorteilhafter Weise ein Kostenvorteil
erzielt.
[0019] Bisher wird die Symbolik in der folgenden Weise gespritzt. Die weiße lichtdurchlässige
Komponente mit erhabener Symbolik wird gespritzt. Dann wird die schwarze Komponente
gespritzt, um die erhabene Symbolik zu umspritzen. Danach sind nur die Symbolik und
das schwarze Material sichtbar. Für den Tiefeneffekt wird anschließend der transparente
Werkstoff gespritzt, wobei es sich beim transparenten Werkstoff häufig um ein Polymethylmethacrylat
(PMMA) handelt. Zuletzt kann im Werkzeug der Kratzschutz im Coverformingverfahren
durch Einbringen von Acrylaten hergestellt werden.
[0020] Prozesstechnisch kann diese Lösung schwierig in der Umsetzung sein. Die erhabene
Symbolik wird durch die zweite Komponente beim Einspritzen verformt. Dadurch ergibt
sich kein homogenes Bild der Symbolik bzw. die Strichstärke ist unregelmäßig. Auch
sind die Vorgaben an die Symbolstärke schwierig einzuhalten.
[0021] Durch eine andere Anordnung der Materialien, die erfindungsgemäß vorgeschlagen wird,
lassen sich solche Probleme umgehen. Und zwar wird folgende Reihenfolge vorgeschlagen,
die nachfolgend beschrieben wird.
[0022] Die schwarze Komponente wird als Erstes gespritzt. Im Werkzeug ist die Symbolik erhaben
dargestellt, sodass im schwarzen Material dadurch die Symbolik abgebildet wird. Die
Symbolik taucht sozusagen durch die schwarze Komponente durch. Die Symbolik ist gegebenenfalls
an den Kanten etwas abgerundet, um keine Schatteneffekte zu erzeugen.
[0023] Die weiße Komponente, die lichtdurchlässig und/oder leicht diffus sein kann, wird
an die schwarze Komponente angespritzt. Das weiße Material im Kontrast zum schwarzen
Material ist als Symbolik zu erkennen. Der Werkzeugkern der Symbolik ist noch in dem
schwarzen Material eingetaucht und stützt somit vorteilhafterweise die Kontur vor
einer möglichen Verformung. Das weiße Material hat lichtstreuende Wirkung und wirkt
in der Erscheinung homogen. Das schwarze Material lässt nunmehr nur an der Stelle
Licht durch, an dem der Durchbruch ist.
[0024] Danach wird der Werkzeugkern für die Symbolik entfernt und die transparente Schicht,
die aus PMMA bestehen kann, wird aufgebracht. In der Regel wird eine Dicke von ca.
1 - 2 mm aufgebracht. Das transparente Material ist nun deckend über dem schwarzen
Material und füllt zusätzlich nun die Symbolbereiche. Dadurch wird der Tiefeneffekt
erreicht. Falls gewünscht kann nun noch ein Kratzschutz aufgebracht werden. Dies kann
im Coverformingverfahren oder im Lackierverfahren geschehen.
[0025] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass prozesstechnische
Probleme mit dem eingespritzten Bildelement behoben werden. Auf diese Weise können
eine homogene Darstellung des Bildelements und/oder eine regelmäßige Strichstärke
des Bildelements und/oder eine Einhaltung der vorgegebenen Strichstärke des Bildelements
erzielt werden. Desweiteren ergibt sich ein Kostenvorteil gegenüber der Folientechnik.
[0026] Bei dem erfindungsgemäßhergestellten Bauteil mit einem Bildelement gemäß einer ersten
Ausführung besteht die erste Komponente im Wesentlichen aus einem lichtundurchlässigen
Material. Des Weiteren weist die erste Komponente wenigstens einen Durchbruch zwischen
der ersten Seite und der zweiten Seite auf, wobei der Durchbruch das Bildelement bildet.
Angrenzend an die zweite Seite der ersten Komponente ist die zweite Komponente befindlich.
Das Material der zweiten Komponente ist im Wesentlichen lichtdurchlässig. Angrenzend
an die erste Seite der ersten Komponente und den Durchbruch ausfüllend sowie weiter
angrenzend an die zweite Komponente im Bereich des Durchbruchs ist die dritte Komponente
befindlich.
[0027] Bei dem erfindungsgemäßhergestellten Bauteil mit einem Bildelement gemäß einer zweiten
Ausführung besteht die erste Komponente im Wesentlichen aus einem lichtundurchlässigen
Material. Des Weiteren weist die erste Komponente wenigstens einen Durchbruch zwischen
der ersten Seite und der zweiten Seite auf, wobei der Durchbruch das Bildelement bildet.
Angrenzend an die zweite Seite der ersten Komponente und den Durchbruch teilweise
ausfüllend in einem Abstand zur ersten Seite der ersten Komponente ist die zweite
Komponente befindlich. Das Material der zweiten Komponente ist im Wesentlichen lichtdurchlässig.
Angrenzend an die erste Seite der ersten Komponente und den restlichen Durchbruch
ausfüllend sowie weiter angrenzend an die zweite Komponente im Bereich des Durchbruchs
ist die dritte Komponente befindlich.
[0028] Zweckmäßigerweise kann das Material der ersten Komponente schwarz sein. Ferner kann
das Material der zweiten Komponente weiß und/oder diffus sein. Die zweite Komponente
bildet in diesem Fall eine optische Differenzierung des Bildelements zur ersten Komponente
für den Betrachter. Somit ist eine homogene Darstellung des Bildelements mit regelmäßiger
Strichstärke unter Einhaltung der vorgegebenen Strichstärke geschaffen.
[0029] Desweiteren kann es sich beim Material der dritten Komponente um Polymethylmethacrylat
(PMMA), Polycarbonat (PC) o. dgl. handeln. In einfacher Art und Weise kann dann die
dritte Komponente ein dreidimensionales, optisches Erscheinungsbild des Bildelements
für den Betrachter bilden, insbesondere einen Tiefeneffekt aufweisen. Um den gewünschten
Tiefeneffekt zu bewirken, kann die dritte Komponente eine Dicke von wenigstens 1 mm
aufweisen.
[0030] In weiterer Ausgestaltung kann die dritte Komponente derart ausgeführt sein, dass
diese ein veränderliches, dreidimensionales, optisches Erscheinungsbild des Bildelements
für den Betrachter bildet, insbesondere kann diese einen Tiefeneffekt aufweisen. Auf
diese Weise kann die Ausgestaltung des Tiefeneffekts in vorteilhafter Weise variiert
werden.
[0031] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- eine teilweise aufgebrochene, perspektivische Ansicht eines elektrischen Schalters
umfassend ein Gehäuse mit einem Leuchtmittel sowie ein Betätigungsorgan,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf das Betätigungsorgan als ein Bauteil,
- Fig. 3
- eine schematische Schnittansicht des Bauteils in der Schnittebene 1-1 aus Fig. 2 gemäß
einer ersten Ausführung,
- Fig. 4
- eine schematische Schnittansicht des Bauteils in der Schnittebene 1-1 aus Fig. 2 gemäß
einer zweiten Ausführung,
- Fig. 5
- eine schematische Schnittansicht durch eine erste Komponente des Bauteils in der Schnittebene
1-1 aus Fig. 2,
- Fig. 6
- eine schematische Schnittansicht der ersten Komponente ausgebildet in einem ersten
Werkzeugteil sowie einem in einer ersten Position befindlichen zweiten Werkzeugteil
in der Schnittebene 1-1 aus Fig. 2 gemäß der ersten Ausführung,
- Fig. 7
- eine schematische Schnittansicht einer zweiten Komponente ausgebildet im ersten Werkzeugteil
sowie im in der zweiten Position befindlichen zweiten Werkzeugteil in der Schnittebene
1-1 aus Fig. 2 gemäß der ersten Ausführung,
- Fig. 8
- eine schematische Schnittansicht einer dritten Komponente ausgebildet in einem dritten
Werkzeugteil sowie im in der zweiten Position befindlichen zweiten Werkzeugteil in
der Schnittebene 1-1 aus Fig. 2 gemäß der ersten Ausführung,
- Fig. 9
- eine schematische Schnittansicht der ersten Komponente ausgebildet im ersten Werkzeugteil
mit einem in der ersten Position befindlichen Werkzeugelement sowie im in der ersten
Position befindlichen zweiten Werkzeugteil in der Schnittebene 1-1 aus Fig. 2 gemäß
der zweiten Ausführung,
- Fig. 10
- eine schematische Schnittansicht der zweiten Komponente ausgebildet im ersten Werkzeugteil
mit in der zweiten Position befindlichen Werkzeugelement sowie im in der zweiten Position
befindlichen zweiten Werkzeugteil in der Schnittebene 1-1 aus Fig. 2 gemäß der zweiten
Ausführung und
- Fig. 11
- eine schematische Schnittansicht der dritten Komponente ausgebildet im dritten Werkzeugteil
sowie im in der zweiten Position befindlichen zweiten Werkzeugteil in der Schnittebene
1-1 aus Fig. 2 gemäß der zweiten Ausführung.
[0032] In Fig. 1 ist in teilweise aufgebrochener, perspektivischer Ansicht ein elektrischer
Schalter 1 zu sehen, der beispielsweise in einem Kraftfahrzeug als Bedienelement zur
Aktivierung einer Funktion durch den Benutzer Verwendung findet. Der Schalter 1 weist
ein Gehäuse 2 auf, wobei im Inneren des Gehäuses 2 wenigstens ein lediglich schematisch
dargestelltes Leuchtmittel 16 befindlich ist. Der weitere Innenaufbau des Gehäuses
2 ist in diesem Zusammenhang einfachheitshalber nicht näher dargestellt. Desweiteren
ist am Gehäuse 2 ein Betätigungsorgan 3 befindlich, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als ein Bauteil 3 mit einem Bildelement 4 ausgestaltet ist. Das Bildelement 4 kann
dabei ein Symbol, eine Anzeige o. dgl. zur Visualisierung von Funktionen, Zuständen
o. dgl. im Kraftfahrzeug bilden. Vorteilhafterweise kann das Bildelement 4 mit dem
Leuchtmittel 16 ausgeleuchtet und so beispielsweise eine Funktion des Kraftfahrzeuges
für den Benutzer sichtbar gemacht werden.
[0033] In Fig. 2 ist in einer Draufsicht das Bauteil 3 mit dem Bildelement 4 näher dargestellt.
Das gezeigte Bildelement 4 kann beispielsweise das Symbol der Funktion "Einschalten
der Innenraumbeleuchtung im Kraftfahrzeug" darstellen.
[0034] In Fig. 3 ist in einer schematischen Schnittansicht die Ausgestaltung des Bauteils
3 mit dem Bildelement 4 gemäß einer ersten Ausführung ersichtlich. Das Bauteil 3 weist
eine aus einer ersten Seite 6 und einer zweiten Seite 7 bestehende erste Komponente
5 auf. Für die erste Komponente 5 ist ein im Wesentlichen lichtundurchlässiges Material
vorgesehen, das beispielsweise schwarz sein kann. Zwischen der ersten Seite 6 und
der zweiten Seite 7 der ersten Komponente 5 ist wenigstens ein Durchbruch 8 befindlich,
wobei der Durchbruch 8 das Bildelement 4 bildet. Angrenzend an die zweite Seite 7
der ersten Komponente 5 ist die zweite Komponente 9 befindlich. Das Material der zweiten
Komponente 9 ist im Wesentlichen lichtdurchlässig und kann beispielsweise weiß und/oder
diffus sein. Die zweite Komponente 9 bildet in diesem Fall eine optische Differenzierung
des Bildelements 4 zur ersten Komponente 5 für den Betrachter. Somit ist eine homogene
Darstellung des Bildelements 4 mit regelmäßiger Strichstärke unter Einhaltung der
vorgegebenen Strichstärke geschaffen.
[0035] Angrenzend an die erste Seite 6 der ersten Komponente 5 und den Durchbruch 8 ausfüllend
sowie weiter angrenzend an die zweite Komponente 9 im Bereich des Durchbruchs 8 ist
die dritte Komponente 10 befindlich. Für die dritte Komponente 10 ist ein transparentes
Material vorgesehen, wobei es sich hierbei um Polymethylmethacrylat (PMMA), Polycarbonat
(PC) o. dgl. handeln kann. Auf diese Weise kann dann ein dreidimensionales, optisches
Erscheinungsbild des Bildelements 4 für den Betrachter gebildet werden, wobei es sich
hierbei insbesondere um einen Tiefeneffekt handelt. Um den gewünschten Tiefeneffekt
zu bewirken, kann die dritte Komponente 10 eine Dicke von wenigstens 1 mm aufweisen.
Auf die Oberfläche der dritten Komponente 10 kann eine vierte Komponente 11 aufgebracht
sein. Die vierte Komponente 11 ist für Licht transparent und dient als verschleißfeste
Kratzschutzschicht. Dadurch ist das Bauteil 3 vor möglichen Beschädigungen durch äußere
Einflüsse geschützt.
[0036] In Fig. 4 ist in einer schematischen Schnittansicht die Ausgestaltung des Bauteils
3 mit dem Bildelement 4 gemäß einer zweiten Ausführung aufgezeigt. Das Bauteil 3 weist
eine aus einer ersten Seite 6 und einer zweiten Seite 7 bestehende erste Komponente
5 auf. Für die erste Komponente 5 ist ein im Wesentlichen lichtundurchlässiges Material
vorgesehen, das beispielsweise schwarz sein kann. Zwischen der ersten Seite 6 und
der zweiten Seite 7 der ersten Komponente 5 ist wenigstens ein Durchbruch 8 befindlich,
wobei der Durchbruch 8 das Bildelement 4 bildet. Angrenzend an die zweite Seite 7
der ersten Komponente 5 und den Durchbruch 8 teilweise ausfüllend in einem Abstand
zur ersten Seite 6 der ersten Komponente 5 ist die zweite Komponente 9 befindlich.
Das Material der zweiten Komponente 9 ist im Wesentlichen lichtdurchlässig und kann
beispielsweise weiß und/oder diffus sein. Die zweite Komponente 9 bildet in diesem
Fall eine optische Differenzierung des Bildelements 4 zur ersten Komponente 5 für
den Betrachter. Somit ist eine homogene Darstellung des Bildelements 4 mit regelmäßiger
Strichstärke unter Einhaltung der vorgegebenen Strichstärke geschaffen.
[0037] Angrenzend an die erste Seite 6 der ersten Komponente 5 und den restlichen Durchbruch
8 ausfüllend sowie weiter angrenzend an die zweite Komponente 9 im Bereich des Durchbruchs
8 ist die dritte Komponente 10 befindlich. Für die dritte Komponente 10 ist ein transparentes
Material vorgesehen, wobei es sich hierbei um Polymethylmethacrylat (PMMA), Polycarbonat
(PC) o. dgl. handeln kann. Auf diese Weise kann dann ein veränderliches, dreidimensionales,
optisches Erscheinungsbild des Bildelements 4 für den Betrachter gebildet werden,
wobei es sich hierbei insbesondere um einen Tiefeneffekt handelt. Um den gewünschten
Tiefeneffekt zu bewirken, kann die dritte Komponente 10 eine Dicke von wenigstens
1 mm aufweisen. Bei dieser Ausgestaltung kann der Tiefeneffekt in vorteilhafter Weise
variiert werden, indem der Abstand der zweiten Komponente 9 zur ersten Seite 6 der
ersten Komponente 5 im Durchbruch 8 entsprechend verändert wird. Auf die Oberfläche
der dritten Komponente 10 kann dann die vierte Komponente 11 aufgebracht sein. Die
vierte Komponente 11 ist für Licht transparent und dient als verschleißfeste Kratzschutzschicht.
Dadurch ist das Bauteil 3 vor möglichen Beschädigungen durch äußere Einflüsse geschützt.
[0038] In Fig. 5 ist eine schematische Schnittansicht durch die erste Komponente 5 des Bauteils
3 in der Schnittebene 1-1 aus Fig. 2 veranschaulicht, wobei diese eine erste Seite
6 und eine zweite Seite 7 aufweist. Für die erste Komponente 5 ist im Wesentlichen
ein lichtundurchlässiges Material vorgesehen. Zwischen der ersten Seite 6 und der
zweiten Seite 7 der ersten Komponente 5 ist wenigstens ein Durchbruch 8 befindlich.
In vorteilhafter Weise bildet der Durchbruch 8 das Bildelement 4.
[0039] Nachfolgend ist die Herstellung des Bauteils 3 näher beschrieben. So zeigt Fig. 6
eine schematische Schnittansicht der ersten Komponente 5, die in einem ersten Werkzeugteil
12 sowie einem in einer ersten Position befindlichem zweiten Werkzeugteil 13 in der
Schnittebene 1-1 aus Fig. 2 gemäß der ersten Ausführung ausgebildet ist. Für die erste
Komponente 5 ist im Wesentlichen ein lichtundurchlässiges Material vorgesehen, das
beispielsweise schwarz sein kann. Das erste Werkzeugteil 12 ist derart ausgebildet,
dass in der ersten Komponente 5 wenigstens ein Durchbruch 8 zwischen der ersten Seite
6 und der zweiten Seite 7 der ersten Komponente 5 befindlich ist, und zwar indem das
erste Werkzeugteil 12 ein Werkzeugstück 19 mit abgerundeten Kanten in der Art eines
Prägestempels aufweist, wobei der Durchbruch 8 hierbei das Bildelement 4 bildet. In
zweckmäßiger Ausgestaltung ist dabei das zum Durchbruch 8 korrespondierende Werkzeugstück
19 als ein Werkzeugkern im ersten Werkzeugteil 12 erhaben ausgebildet.
[0040] In Fig. 7 ist eine schematische Schnittansicht der zweiten Komponente 9 ausgebildet
im ersten Werkzeugteil 12 sowie im in der zweiten Position befindlichen zweiten Werkzeugteil
13 in der Schnittebene 1-1 aus Fig. 2 gemäß der ersten Ausführung zu erkennen. Das
Material der zweiten Komponente 9 ist im Wesentlichen lichtdurchlässig und kann beispielsweise
weiß und/oder diffus sein. Zur Bildung einer Kavität in einem Abstand zur zweiten
Seite 7 der ersten Komponente 5 wird das zweite Werkzeugteil 13 aus der ersten Position
in eine zweite Position bewegt, wobei die Bewegung des zweiten Werkzeugteils 13 hierbei
translatorisch gemäß dem Pfeil 17 erfolgen kann. Anschließend wird die zweite Komponente
9 in der Kavität als eine Schicht angrenzend an die zweite Seite 7 der ersten Komponente
5 gebildet. Dabei wird der Durchbruch 8 vom ersten Werkzeugteil 12 in vorteilhafter
Weise stabilisiert und so eine mögliche Verformung des Durchbruchs 8 vermieden. Eine
homogene Darstellung des Bildelements 4 mit regelmäßiger Strichstärke unter Einhaltung
der vorgegebenen Strichstärke ist somit gewährleistet.
[0041] In Fig. 8 ist eine schematische Schnittansicht der dritten Komponente 10 ausgebildet
in einem dritten Werkzeugteil 14 sowie im in der zweiten Position befindlichen zweiten
Werkzeugteil 13 in der Schnittebene 1-1 aus Fig. 2 gemäß der ersten Ausführung dargestellt.
Hierfür wird das erste Werkzeugteil 12 durch ein drittes Werkzeugteil 14 unter Bildung
einer Kavität in einem Abstand zur ersten Seite 6 der ersten Komponente 5 substituiert.
Für die dritte Komponente 10 ist im Wesentlichen ein für Licht transparentes Material
vorgesehen, wobei es sich hierbei um Polymethylmethacrylat (PMMA), Polycarbonat (PC)
o. dgl. handeln kann. Die dritte Komponente 10 wird in der Kavität als eine Schicht
angrenzend an die erste Seite 6 der ersten Komponente 5 und den Durchbruch 8 ausfüllend
sowie angrenzend an die zweite Komponente 9 im Bereich des Durchbruchs 8 gebildet.
In einfacher sowie kostengünstiger Art und Weise können die erste Komponente 5 und
die zweite Komponente 9 sowie die dritte Komponente 10 des Bauteils 3 in einem Spritzgießverfahren,
insbesondere in einem Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren, hergestellt werden. Falls
gewünscht kann dann die vierte Komponente 11 angrenzend an die dritte Komponente 10
in einem Coverformingverfahren oder in einem Lackierverfahren aufgebracht werden,
derart dass diese eine verschleißfeste Kratzschutzschicht bildet.
[0042] In Fig. 9 ist eine schematische Schnittansicht der ersten Komponente 5 ausgebildet
im ersten Werkzeugteil 12 mit einem in der ersten Position befindlichen Werkzeugelement
15 sowie im in der ersten Position befindlichen zweiten Werkzeugteil 13 in der Schnittebene
1-1 aus Fig. 2 gemäß der zweiten Ausführung zu sehen. Für die erste Komponente 5 ist
im Wesentlichen ein lichtundurchlässiges Material vorgesehen, das beispielsweise schwarz
sein kann. Das erste Werkzeugteil 12 weist ein in einer ersten Position befindliches
Werkzeugelement 15 auf und ist derart ausgebildet, dass in der ersten Komponente 5
wenigstens ein Durchbruch 8 zwischen der ersten Seite 6 und der zweiten Seite 7 der
ersten Komponente 5 befindlich ist, wobei der Durchbruch 8 hierbei das Bildelement
4 bildet. In zweckmäßiger Ausgestaltung ist dabei das zum Durchbruch 8 korrespondierende
Werkzeugelement 15 im ersten Werkzeugteil 12 erhaben ausgebildet, und zwar in der
Art eines Prägestempels mit abgerundeten Kanten.
[0043] In Fig. 10 ist eine schematische Schnittansicht der zweiten Komponente ausgebildet
im ersten Werkzeugteil 12 mit in der zweiten Position befindlichen Werkzeugelement
15 sowie im in der zweiten Position befindlichen zweiten Werkzeugteil 13 in der Schnittebene
1-1 aus Fig. 2 gemäß der zweiten Ausführung ersichtlich. Das Material der zweiten
Komponente 9 ist im Wesentlichen lichtdurchlässig und kann beispielsweise weiß und/oder
diffus sein. Zur Bildung einer Kavität im Durchbruch 8 angrenzend zur zweiten Seite
7 der ersten Komponente 5 und in einem Abstand zur ersten Seite 6 der ersten Komponente
5 wird das im ersten Werkzeugteil 12 befindliche Werkzeugelement 15 aus der ersten
Position in eine zweite Position bewegt, wobei die Bewegung des Werkzeugelements 13
dabei translatorisch gemäß dem Pfeil 18 erfolgen kann. Zur Bildung einer weiteren
Kavität in einem Abstand zur zweiten Seite 7 der ersten Komponente 5 wird des Weiteren
das zweite Werkzeugteil 13 aus der ersten Position in eine zweite Position bewegt,
wobei die Bewegung des zweiten Werkzeugteils 13 hierbei translatorisch gemäß dem Pfeil
17 erfolgen kann. Anschließend wird die zweite Komponente 9 in der Kavität als eine
Schicht angrenzend an die zweite Seite 7 der ersten Komponente 5 und den Durchbruch
8 teilweise ausfüllend in einem Abstand zur ersten Seite 6 der ersten Komponente 5
gebildet. Dabei wird der an die Kavität angrenzende Bereich des Durchbruchs 8 vom
Werkzeugelement 15 im ersten Werkzeugteil 12 in vorteilhafter Weise stabilisiert und
so eine mögliche Verformung des Durchbruchs 8 vermieden. Eine homogene Darstellung
des Bildelements 4 mit regelmäßiger Strichstärke unter Einhaltung der vorgegebenen
Strichstärke ist somit gewährleistet.
[0044] Schließlich ist in Fig. 11 eine schematische Schnittansicht der dritten Komponente
10 ausgebildet im dritten Werkzeugteil 14 sowie im in der zweiten Position befindlichen
zweiten Werkzeugteil 13 in der Schnittebene 1-1 aus Fig. 2 gemäß der zweiten Ausführung
gezeigt. Hierfür wird das erste Werkzeugteil 12 durch ein drittes Werkzeugteil 14
unter Bildung einer Kavität in einem Abstand zur ersten Seite 6 der ersten Komponente
5 substituiert. Für die dritte Komponente 10 ist im Wesentlichen ein für Licht transparentes
Material vorgesehen, wobei es sich hierbei um Polymethylmethacrylat (PMMA), Polycarbonat
(PC) o. dgl. handeln kann. Die dritte Komponente 10 wird in der Kavität als eine Schicht
angrenzend an die erste Seite 6 der ersten Komponente 5 und den restlichen Durchbruch
8 ausfüllend sowie angrenzend an die zweite Komponente 9 im Bereich des Durchbruchs
8 gebildet. In einfacher sowie kostengünstiger Art und Weise können die erste Komponente
5 und die zweite Komponente 9 sowie die dritte Komponente 10 des Bauteils 3 in einem
Spritzgießverfahren, insbesondere in einem Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren, hergestellt
werden. Falls gewünscht kann dann die vierte Komponente 11 angrenzend an die dritte
Komponente 10 in einem Coverformingverfahren oder in einem Lackierverfahren aufgebracht
werden, derart dass diese eine verschleißfeste Kratzschutzschicht bildet.
[0045] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Sie umfasst vielmehr auch alle fachmännischen Weiterbildungen im Rahmen
der durch die Patentansprüche definierten Erfindung.
Bezugszeichen-Liste:
[0046]
- 1:
- Schalter
- 2:
- Gehäuse
- 3:
- Betätigungsorgan / Bauteil
- 4:
- Bildelement (am Bauteil)
- 5:
- erste Komponente
- 6:
- erste Seite der ersten Komponente
- 7:
- zweite Seite der ersten Komponente
- 8:
- Durchbruch in der ersten Komponente
- 9:
- zweite Komponente
- 10:
- dritte Komponente
- 11:
- vierte Komponente
- 12:
- erstes Werkzeugteil
- 13:
- zweites Werkzeugteil
- 14:
- drittes Werkzeugteil
- 15:
- Werkzeugelement im ersten Werkzeugteil
- 16:
- Leuchtmittel
- 17:
- Pfeil für die translatorische Bewegung des zweiten Werkzeugteils
- 18:
- Pfeil für die translatorische Bewegung des Werkzeugelements im ersten Werkzeugteil
- 19:
- Werkzeugstück
1. Verfahren zur Herstellung eines aus mehreren Komponenten bestehenden Bauteils (3),
dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Komponente (5) mit einem Bildelement (4) vorgesehen ist, wobei es sich
bei dem Bildelement (4) insbesondere um ein Symbol oder eine Anzeige handelt, dass
die eine erste Seite (6) sowie eine zweite Seite (7) aufweisende erste Komponente
(5) in einem ersten Werkzeugteil (12) und einem in einer ersten Position befindlichen
zweiten Werkzeugteil (13) gebildet wird, dass das Material für die erste Komponente
(5) im Wesentlichen lichtundurchlässig ist, dass das erste Werkzeugteil (12) derart
ausgebildet ist, dass in der ersten Komponente (5) wenigstens ein Durchbruch (8) zwischen
der ersten Seite (6) und der zweiten Seite (7) der ersten Komponente (5) befindlich
ist, dass der Durchbruch (8) das Bildelement (4) bildet, dass das zweite Werkzeugteil
(13) aus der ersten Position in eine zweite Position unter Bildung einer Kavität in
einem Abstand zur zweiten Seite (7) der ersten Komponente (5) bewegbar ist, dass anschließend
eine zweite Komponente (9) in der Kavität als eine Schicht angrenzend an die zweite
Seite (7) der ersten Komponente (5) gebildet wird und dabei der Durchbruch (8) vom
ersten Werkzeugteil (12) stabilisiert wird, dass das Material für die zweite Komponente
(9) im Wesentlichen teilweise lichtdurchlässig ist, dass dann das erste Werkzeugteil
(12) durch ein drittes Werkzeugteil (14) unter Bildung einer Kavität in einem Abstand
zur ersten Seite (6) der ersten Komponente (5) substituiert wird, dass danach eine
dritte Komponente (10) in der Kavität als eine Schicht angrenzend an die erste Seite
(6) der ersten Komponente (5) und den Durchbruch (8) ausfüllend sowie angrenzend an
die zweite Komponente (9) im Bereich des Durchbruchs (8) gebildet wird, dass das Material
für die dritte Komponente (10) im Wesentlichen für Licht transparent ist, und dass
gegebenenfalls eine vierte Komponente (11) gebildet wird, derart dass die vierte Komponente
(11) eine verschleißfeste Schicht, insbesondere eine Kratzschutzschicht, angrenzend
an die dritte Komponente (10) bildet.
2. Verfahren zur Herstellung eines aus mehreren Komponenten bestehenden Bauteils (3),
dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Komponente (5) mit einem Bildelement (4) vorgesehen ist, wobei es sich
bei dem Bildelement (4) insbesondere um ein Symbol oder eine Anzeige handelt, dass
die eine erste Seite (6) sowie eine zweite Seite (7) aufweisende erste Komponente
(5) in einem ersten Werkzeugteil (12) und einem in einer ersten Position befindlichen
zweiten Werkzeugteil (13) gebildet wird, dass das Material für die erste Komponente
(5) im Wesentlichen lichtundurchlässig ist, dass das erste Werkzeugteil (12) ein in
einer ersten Position befindliches Werkzeugelement (15) aufweist und derart ausgebildet
ist, dass in der ersten Komponente (5) wenigstens ein Durchbruch (8) zwischen der
ersten Seite (6) und der zweiten Seite (7) der ersten Komponente (5) befindlich ist,
dass der Durchbruch (8) das Bildelement (4) bildet, dass danach das im ersten Werkzeugteil
(12) befindliche Werkzeugelement (15) aus der ersten Position in eine zweite Position
unter Bildung einer Kavität im Durchbruch (8) angrenzend zur zweiten Seite (7) der
ersten Komponente (5) und in einem Abstand zur ersten Seite (6) der ersten Komponente
(5) bewegbar ist, dass dann das zweite Werkzeugteil (13) aus der ersten Position in
eine zweite Position unter Bildung einer Kavität in einem Abstand zur zweiten Seite
(7) der ersten Komponente (5) bewegbar ist, dass anschließend eine zweite Komponente
(9) in der Kavität als eine Schicht angrenzend an die zweite Seite (7) der ersten
Komponente (5) und den Durchbruch (8) teilweise ausfüllend in einem Abstand zur ersten
Seite (6) der ersten Komponente (5) gebildet wird und dabei der an die Kavität angrenzende
Bereich des Durchbruchs (8) vom Werkzeugelement (15) im ersten Werkzeugteil (12) stabilisiert
wird, dass das Material für die zweite Komponente (9) im Wesentlichen teilweise lichtdurchlässig
ist, dass dann das erste Werkzeugteil (12) durch ein drittes Werkzeugteil (14) unter
Bildung einer Kavität in einem Abstand zur ersten Seite (6) der ersten Komponente
(5) substituiert wird, dass danach eine dritte Komponente (10) als eine Schicht angrenzend
an die erste Seite (6) der ersten Komponente (5) und den restlichen Durchbruch (8)
ausfüllend sowie angrenzend an die zweite Komponente (9) im Bereich des Durchbruchs
(8) gebildet wird, dass das Material für die dritte Komponente (10) im Wesentlichen
für Licht transparent ist, und dass gegebenenfalls eine vierte Komponente (11) gebildet
wird, derart dass die vierte Komponente (11) eine verschleißfeste Schicht, insbesondere
eine Kratzschutzschicht, angrenzend an die dritte Komponente (10) bildet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die erste Komponente (5) und die zweite Komponente (9) sowie die dritte Komponente
(10) des Bauteils (3) in einem Spritzgießverfahren, insbesondere in einem Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren,
gebildet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1,2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, dass das zum Durchbruch (8) korrespondierende Werkzeugstück (19) im ersten Werkzeugteil
(12) und/oder das Werkzeugelement (15) im ersten Werkzeugteil (12) erhaben ausgebildet
ist, wobei gegebenenfalls das Werkzeugstück (19) und/oder das Werkzeugelement (15)
abgerundete Kanten aufweisen, dass vorzugsweise das zweite Werkzeugteil (13) aus der
ersten Position in die zweite Position translatorisch (Pfeil 17) bewegbar ist, und
dass weiter vorzugsweise das im ersten Werkzeugteil (12) befindliche Werkzeugelement
(15) aus der ersten Position in die zweite Position translatorisch (Pfeil 18) bewegbar
ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass die vierte Komponente (11) in einem Coverformingverfahren oder in einem Lackierverfahren
gebildet wird.
1. Method for producing a module (3) comprising a plurality of components, characterized in that a first component (5) having a picture element (4) is provided, the picture element
(4) being in particular a symbol or a display, in that the first component (5), which has a first side (6) and a second side (7), is formed
in a first tool part (12) and a second tool part (13) which is located in a first
position, in that the material for the first component (5) is essentially opaque, in that the first tool part (12) is designed in such a way that at least one opening (8)
is located in the first component (5) between the first side (6) and the second side
(7) of the first component (5), in that the opening (8) forms the image element (4), in that the second tool part (13) can be moved from the first position into a second position,
forming a cavity at a distance from the second side (7) of the first component (5),
in that subsequently a second component (9) is formed in the cavity as a layer adjacent to
the second side (7) of the first component (5), the opening (8) being stabilised by
the first tool part (12), in that the material for the second component (9) is substantially partially translucent,
in that the first tool part (12) is then substituted by a third tool part (14) to form a
cavity at a distance from the first side (6) of the first component (5), in that a third component (10) is then formed in the cavity as a layer adjacent to the first
side (6) of the first component (5) and filling the aperture (8) and adjacent to the
second component (9) in the region of the aperture (8), in that the material for the third component (10) is essentially transparent to light, and
in that, if appropriate, a fourth component (11) is formed in such a way that the fourth
component (11) forms a wear-resistant layer, in particular an anti-scratch layer,
adjacent to the third component (10).
2. Method for producing a module (3) consisting of a plurality of components, characterized in that a first component (5) having a picture element (4) is provided, the picture element
(4) being in particular a symbol or a display, in that the first component (5), which has a first side (6) and a second side (7), is formed
in a first tool part (12) and a second tool part (13) which is located in a first
position, in that the material for the first component (5) is essentially opaque, in that the first tool part (12) has a tool element (15) which is located in a first position
and is formed in such a manner that in the first component (5) at least one opening
(8) is located between the first side (6) and the second side (7) of the first component
(5), that the opening (8) forms the picture element (4), that thereafter the tool
element (15) located in the first tool part (12) is movable from the first position
into a second position forming a cavity in the opening (8) adjacent to the second
side (7) of the first component (5) and at a distance from the first side (6) of the
first component (5), that then the second tool part (13) is movable from the first
position into a second position forming a cavity at a distance from the second side
(7) of the first component (5), in that a second component (9) is then formed in the cavity as a layer adjacent to the second
side (7) of the first component (5) and partially filling the aperture (8) at a distance
from the first side (6) of the first component (5), and in that the region of the aperture (8) adjacent to the cavity is stabilised by the tool element
(15) in the first tool part (12), in that the material for the second component (9) is substantially partially translucent,
in that the first tool part (12) is then substituted by a third tool part (14) to form a
cavity at a distance from the first side (6) of the first component (5), in that a third component (10) is then formed as a layer adjacent to the first side (6) of
the first component (5) and filling the remaining opening (8) and adjacent to the
second component (9) in the region of the opening (8), in that the material for the third component (10) is essentially transparent to light, and
in that, if appropriate, a fourth component (11) is formed in such a way that the fourth
component (11) forms a wear-resistant layer, in particular an anti-scratch layer,
adjacent to the third component (10).
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the first component (5) and the second component (9) as well as the third component
(10) of the module (3) are formed in an injection moulding process, in particular
in a multi-component injection moulding process.
4. Method according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the tool piece (19) corresponding to the aperture (8) in the first tool part (12)
and/or the tool element (15) in the first tool part (12) is of raised design, the
tool piece (19) and/or the tool element (15) possibly having rounded edges, in that preferably the second tool part (13) can be moved translationally (arrow 17) from
the first position into the second position, and in that further preferably the tool element (15) located in the first tool part (12) can
be moved translationally (arrow 18) from the first position into the second position.
5. A method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the fourth component (11) is formed in a cover forming process or in a painting process.
1. Procédé de fabrication d'un élément de construction (3) constitué de plusieurs composants,
caractérisé en ce qu'il est prévu un premier composant (5) avec un élément d'image (4), l'élément d'image
(4) étant en particulier un symbole ou un affichage, en ce que le premier composant (5) présentant un premier côté (6) ainsi qu'un deuxième côté
(7) est formé dans une première partie d'outil (12) et une deuxième partie d'outil
(13) se trouvant dans une première position, en ce que le matériau pour le premier composant (5) est essentiellement opaque, en ce que la première partie d'outil (12) est réalisée de telle sorte que dans le premier composant
(5) se trouve au moins un ajour (8) entre le premier côté (6) et le deuxième côté
(7) du premier composant (5), en ce que l'ajour (8) forme l'élément d'image (4), en ce que la deuxième partie d'outil (13) peut être déplacée de la première position dans une
deuxième position en formant une cavité à une distance du deuxième côté (7) du premier
composant (5), en ce qu'ensuite un deuxième composant (9) est formé dans la cavité sous la forme d'une couche
adjacente au deuxième côté (7) du premier composant (5) et le passage (8) est alors
stabilisé par la première partie d'outil (12), en ce que le matériau pour le deuxième composant (9) est essentiellement partiellement transparent
à la lumière, en ce qu'ensuite la première partie d'outil (12) est substituée par une troisième partie d'outil
(14) en formant une cavité à une distance du premier côté (6) du premier composant
(5), en ce qu'ensuite, un troisième composant (10) est formé dans la cavité sous la forme d'une
couche adjacente au premier côté (6) du premier composant (5) et remplissant le passage
(8) ainsi qu'adjacente au deuxième composant (9) dans la zone du passage (8), en ce que le matériau pour le troisième composant (10) est essentiellement transparent à la
lumière, et en ce que, le cas échéant, un quatrième composant (11) est formé, de telle sorte que le quatrième
composant (11) forme une couche résistante à l'usure, en particulier une couche de
protection contre les rayures, adjacente au troisième composant (10).
2. Procédé de fabrication d'un élément de construction (3) constitué de plusieurs composants,
caractérisé en ce qu'il est prévu un premier composant (5) avec un élément d'image (4), l'élément d'image
(4) étant en particulier un symbole ou un affichage, que le premier composant (5)
présentant un premier côté (6) ainsi qu'un deuxième côté (7) est formé dans une première
partie d'outil (12) et une deuxième partie d'outil (13) se trouvant dans une première
position, que le matériau pour le premier composant (5) est essentiellement opaque,
que la première partie d'outil (12) présente un élément d'outil (15) se trouvant dans
une première position et est réalisée de telle manière, en ce que dans le premier composant (5) se trouve au moins un ajour (8) entre le premier côté
(6) et le deuxième côté (7) du premier composant (5), en ce que l'ajour (8) forme l'élément d'image (4), en ce qu'ensuite l'élément d'outil (15) se trouvant dans la première partie d'outil (12) peut
être déplacé de la première position dans une deuxième position en formant une cavité
dans l'ajour (8) adjacente au deuxième côté (7) du premier composant (5) et à une
distance du premier côté (6) du premier composant (5), en ce qu'ensuite la deuxième partie d'outil (13) peut être déplacée de la première position
dans une deuxième position en formant une cavité à une distance du deuxième côté (7)
du premier composant (5), en ce qu'ensuite, un deuxième composant (9) est formé dans la cavité sous la forme d'une couche
adjacente au deuxième côté (7) du premier composant (5) et remplissant partiellement
l'ajour (8) à une distance du premier côté (6) du premier composant (5), la zone de
l'ajour (8) adjacente à la cavité étant alors stabilisée par l'élément d'outil (15)
dans la première partie d'outil (12), en ce que le matériau pour le deuxième composant (9) est essentiellement partiellement transparent
à la lumière, en ce qu'ensuite la première partie d'outil (12) est substituée par une troisième partie d'outil
(14) en formant une cavité à une distance du premier côté (6) du premier composant
(5), en ce que l'on forme ensuite un troisième composant (10) sous la forme d'une couche adjacente
au premier côté (6) du premier composant (5) et remplissant le reste de l'ouverture
(8) ainsi qu'adjacente au deuxième composant (9) dans la zone de l'ouverture (8),
en ce que le matériau pour le troisième composant (10) est essentiellement transparent à la
lumière, et en ce que l'on forme éventuellement un quatrième composant (11), de telle sorte que le quatrième
composant (11) forme une couche résistante à l'usure, en particulier une couche de
protection contre les rayures, adjacente au troisième composant (10).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier composant (5) et le deuxième composant (9) ainsi que le troisième composant
(10) de l'élément de construction (3) sont formés dans un procédé de moulage par injection,
en particulier dans un procédé de moulage par injection à plusieurs composants.
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que la pièce d'outil (19) correspondant à l'ajour (8) dans la première partie d'outil
(12) et/ou l'élément d'outil (15) dans la première partie d'outil (12) est réalisé
en relief, la pièce d'outil (19) et/ou l'élément d'outil (15) présentant éventuellement
des arêtes arrondies, en ce que, de préférence, la deuxième partie d'outil (13) peut être déplacée en translation
(flèche 17) de la première position à la deuxième position, et en ce que, de préférence encore, l'élément d'outil (15) se trouvant dans la première partie
d'outil (12) peut être déplacé en translation (flèche 18) de la première position
à la deuxième position.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le quatrième composant (11) est formé dans un procédé de coverforming ou dans un
procédé de laquage.