[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Datenseite für ein buchartiges
Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokuments sowie ein Verfahren zur
Herstellung eines Buchblocks für ein buchartiges Dokument und ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen buchartigen Dokumentes. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Datenseite
für einen solchen Buchblock oder buchartiges Dokument sowie ein Buchblock und ein
buchartiges Dokument.
[0002] Derartige Sicherheitsdokumente können insbesondere Passdokumente sein, die typischerweise
in Heft- oder Buchform vorliegen und in denen eine Informationen speichernde Datenseite
mit dem Passdokument verbunden ist. Diese Datenseite ist beispielsweise eine Passbuchkarte
beziehungsweise Passkarte, die in das Passdokument eingebunden ist. Auf dieser Passbuchkarte
sind personalisierte Daten und andere Daten, z. B. Informationen zur ausstellenden
Behörde, enthalten. Diese Passbuchkarte muss derart mit den anderen Innenseiten des
Passdokumentes verbunden sein, dass ein Dritter die Passbuchkarte nicht aus dem Dokument
heraustrennen kann, um eine Fälschung oder Verfälschung des Passdokumentes vorzunehmen.
Darüber hinaus ist es erforderlich, dass durch die Einbindung dieser Passbuchkarte
mittels einer Lasche ein Aufsperrverhalten des Passdokuments verbessert ist, damit
nach einem einmaligen Öffnen und einem darauffolgenden Schließen das Passdokument
auch geschlossen bleibt, um ein optisches Auslesen der Informationen zu verhindern.
[0003] Aus der
DE 10 2012 213 913 A1 ist die Herstellung einer Passbuchkarte bekannt, bei der die Anbindung eines textilen
Bandmaterials als Lasche an einem Datenträger zur Bildung einer Passbuchkarte erfolgt.
Dabei wird die Lasche aus einem textilen Bandmaterial überlappend zu einer Längsseite
oder Seitenkante des Datenträgers positioniert. Darauffolgend wird die Lasche im Überlappungsbereich
mit dem Datenträger durch Verschweißen verbunden. Hierbei erfolgt insbesondere ein
Ultraschallschweißen, bei der ein Amboss sowie eine Sonotrode außerhalb des Überlappungsbereichs
positioniert werden, um darauffolgend die Lasche mit dem Datenträger in dem Überlappungsbereich
durch Ultraschallschweißen zu verbinden. Dabei verkrallt sich die Lasche bevorzugt
mit dem Datenträger.
[0004] Aus der
DE 10 2012 112 383 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Datenseite für ein buchartiges Dokument
bekannt. Dabei wird einem Datenträger ein daran anzubindendes flexibles Bandmaterial
zugeführt, so dass ein Überlappungsbereich mit dem Datenträger gebildet ist. Darauffolgend
wird das Bandmaterial, welches durch ein Endlosband bereitgestellt ist, abgeschnitten,
so dass nach dem Positionieren der Lasche unter Bildung eines Überlappungsbereichs
diese zum Datenträger unlösbar verbunden werden kann.
[0005] Beim Einsatz eines textilen Bandmaterials zur Bildung einer Lasche kommt es zu offenen
Schnittkanten, indem die einzelnen Fäden oder Fasern des textilen Bandmaterials sich
aufwellen oder aufkräuseln. Dadurch kann die Lasche an der Schnittstelle geschwächt
werden.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Datenseite,
eines Buchblocks sowie eines buchartigen Dokumentes vorzuschlagen sowie eine Datenseite
für ein Buchblock sowie für ein buchartiges Dokument vorzuschlagen, wodurch bei der
Verwendung einer Lasche aus einem textilen Gewebe zumindest eine geschlossene Schnittstelle
an der Lasche erzielt wird.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Verfahren zur Herstellung einer Datenseite für ein
buchartiges Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument gelöst, bei
dem die Lasche aus einem textilen Bandmaterial mit einem Datenträger zusammengeführt
wird, der ein Rohmaß aufweist, dessen einander gegenüberliegenden Stirnkanten einen
größeren Abschnitt aufweisen als der Abstand der Schnittlinien zur Bildung der Seitenkanten
des Datenträgers im Endformat ist und vor dem Zuführen der Lasche, um diese mit dem
Datenträger zu verbinden, die Lasche auf eine Länge geschnitten wird, die kleiner
als ein Abstand der Schnittlinien zur Bildung der Seitenkanten des Datenträgers im
Endformat ist und bei dem die Stirnseiten der Lasche versiegelt werden und bei dem
die Lasche unter Bildung des Überlappungsbereichs zur Datenseite positioniert und
mit dieser verbunden wird, wobei jede Stirnseite der Lasche gegenüber der Schnittlinien
zur Bildung der Seitenkanten des Datenträgers im Endformat nach innen zurückversetzt
ausgerichtet werden. Alternativ kann auch ein textiles Bandmaterial, welches mit einer
Versiegelungsmasse getränkt oder versehen ist, für die Lasche bereitgestellt werden.
Dadurch wird der Vorteil erzielt, dass bei dem Beschnitt des Datenträgers auf das
Endformat die Lasche bezüglich dem gegenüber dem Datenträger herausragenden Bereich
nicht beschnitten wird. Die versiegelte Stirnseite der Lasche wird also beim Beschneiden
des Datenträgers auf das Endformat nicht beschnitten. Dadurch wird ermöglicht, dass
die versiegelte Stirnseite der Lasche beziehungsweise die versiegelte Schnittkante
der Lasche erhalten bleibt. Ein Aufkräuseln oder Auffädeln des textilen Bandmaterials
der Lasche kann verhindert sein.
[0009] Bevorzugt ist vorgesehen, dass bei einem Endbeschnitt der Datenseite die zwei Stirnkanten
und eine dem Überlappungsbereich gegenüberliegende Seitenkante der Datenseite unter
Ausschluss der Lasche beschnitten wird. Eine solche Ausführungsform weist den Vorteil
auf, dass eine finale Bearbeitung oder ein finaler Beschnitt der Datenseite ohne eine
weitere Bearbeitung der Lasche gegeben ist und die versiegelten Stirnkanten der Lasche
aufrechterhalten bleiben.
[0010] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Stirnseite der Lasche während dem Durchtrennen
versiegelt wird. Dadurch kann gleichzeitig in einem Arbeitsgang, also beim Ablängen
der Lasche auf eine vorbestimmte Länge, eine Versiegelung der Stirnseite erfolgen.
Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass nach dem Durchtrennen in einem weiteren
Arbeitsgang die Versiegelung der zumindest einen Stirnseite der Lasche erfolgt.
[0011] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass zumindest die
Stirnseite der Lasche durch eine thermische oder chemische Behandlung versiegelt wird.
Durch Einwirkung von Temperatur können die Faserenden miteinander verschweißt oder
verklebt werden. Alternativ kann vorgesehen sein, dass eine zusätzliche fließfähige
Schicht oder eine Folie oder dergleichen aufgebracht wird, wodurch ein Verkleben,
Aushärten oder Verschließen des offenen Endes der Lasche, also der Stirnseite der
Lasche, ermöglicht wird. Beispielsweise kann die Lasche auch vollständig mit einer
Klebeschicht oder einer Beschichtungsfolie versehen sein, wodurch die Schnittstelle
der Lasche gegen Ausfransen oder Aufkräuseln der einzelnen Fäden oder Fasern geschützt
ist.
[0012] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird des Weiteren durch ein Verfahren
zur Herstellung eines Buchblockes für ein buchartiges Dokument, insbesondere Wert-
und/oder Sicherheitsdokument gelöst, bei dem ein oder mehrere Innenseiten zu einem
Stapel zusammengeführt werden, wobei eine Datenseite nach einer der vorbeschriebenen
Ausführungsformen dem Stapel zugeführt wird und die zumindest eine Innenseite und
die Lasche der Datenseite miteinander verbunden werden, wobei darauffolgend nur die
zumindest eine Innenseite und der Datenträger der Datenseite gemeinsam auf ein Endformat
des Buchblocks beschnitten werden. Dies ermöglicht, dass sowohl die zumindest eine
Innenseite als auch der Datenträger ein gemeinsames Endformat aufweisen, wobei bei
dem finalen Beschnitt auf das Endformat die Lasche, insbesondere deren versiegelten
Stirnseiten nicht weiter bearbeitet oder beschnitten werden. Somit kann der Schutz
gegen das Aufkräuseln oder Auffädeln der Stirnseiten der Lasche weiterhin verhindert
bleiben.
[0013] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die zumindest eine Innenseite und die Lasche der Datenseite
durch Verkleben, Verschweißen und/oder Vernähen miteinander verbunden werden. Bevorzugt
ist vorgesehen, dass sich eine Naht entlang der Lasche erstreckt und die zumindest
eine Innenseite mit der Lasche verbindet. Vorteilhafterweise kann auch noch ein Vorsatz
vorgesehen sein, der über die Naht an dem Buchblock eingebunden ist.
[0014] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird des Weiteren durch ein Verfahren
zur Herstellung eines buchartigen Dokumentes, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument
gelöst, bei dem zumindest eine Innenseite und eine Datenseite nach einer der vorhergehenden
Ausführungsformen und ein Bucheinband zusammengebunden werden, wobei der Bucheinband
nach dem Einbinden der zumindest einen Innenseite und der Datenseite zusammengeklappt
wird und der Bucheinband, die zumindest eine Innenseite und der Datenträger entlang
der Schnittlinien auf ein Endmaß beschnitten werden. Dabei ist ein 2- oder 3-Seitenbeschnitt
vorgesehen. Der Buchrücken wird nicht beschnitten. Dadurch kann in einem Bearbeitungsschritt
für das komplette buchartige Dokument ein gemeinsames Endformat beschnitten werden,
wobei durch die nach innen zurückversetzte Stirnseiten der Laschen gegenüber den Schnittlinien
zur Bildung der einander gegenüberliegenden Stirnkanten eine weitere Schnittbearbeitung
der Schnittseiten der Lasche unterbleibt, so dass der Schutz gegen Ausfransen oder
Aufkräuseln der Stirnseiten der Lasche aufrechterhalten bleibt.
[0015] Eine alternative Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung eines buchartigen
Dokumentes, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument sieht vor, dass in einen
Bucheinband ein Buchblock gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen eingebunden
wird. Bevorzugt wird dabei ein auf ein Endmaß gefertigter Bucheinband bereitgestellt.
Auch bei dieser Ausführungsform wird ermöglicht, dass ein weiteres Beschneiden des
Laschenmaterials unterbleibt.
[0016] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird des Weiteren durch eine Datenseite
für ein buchartiges Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument gelöst,
bei welchem ein Datenträger mit einer Lasche aus einem textilen Bandmaterial unter
Bildung eines Überlappungsbereichs verbunden ist und die Lasche jeweils einer Stirnseite
zumindest eine Versiegelungskante oder zumindest eine Versiegelungsfläche aufweist
und die Stirnseiten der Lasche jeweils gegenüber Stirnkanten des Datenträgers nach
innen zurückversetzt sind. Dadurch ist ermöglicht, dass ein Herausstehen von Fäden
oder Fasern aus der Stirnseite, welche durch einen Schnitt gebildet ist, vermieden
wird. Darüber hinaus ist auch verhindert, dass ein Benutzer einzelne Fäden aufkräuseln
und/oder herausziehen kann.
[0017] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die zumindest eine Versiegelungskante oder Versiegelungsfläche
an der Stirnseite der Lasche sich zumindest über die Breite des herausragenden Bereiches
der Lasche erstreckt. Vorzugsweise erstreckt sich diese Versiegelungskante oder Versiegelungsfläche
über die gesamte Breite der Stirnseite der Lasche. Dies ermöglicht auch eine einfache
Herstellung.
[0018] Bevorzugt erstreckt sich die Versiegelungsfläche entlang der Stirnseite der Lasche
zumindest über den hinausragenden Bereich, vorzugsweise über die gesamte Breite. Dadurch
wird ein sauberer versiegelter Randabschluss vom geschnittenen textilen Bandmaterial
erzielt.
[0019] Des Weiteren ist die Versiegelungsfläche streifenförmig und an die Stirnseite des
Datenträgers angrenzend ausgebildet. Es hat sich gezeigt, dass ein schmaler streifenförmiger
Bereich genügt, um einen versiegelten Randabschluss auszubilden.
[0020] Des Weiteren ist das textile Bandmaterial im Überlappungsbereich angeschmolzen und
mit dem Datenträger stoffschlüssig verbunden. Dadurch kann auch beim Einbringen eines
Schnittes zur Bildung des Endformats des Datenträgers ein Aufkräuseln, Ausfransen
oder Aufspleißen von Fäden und/oder Fasern des textilen Bandmaterials verhindert sein.
[0021] Bevorzugt ist die Breite der Versiegelungsfläche gleich oder kleiner als die Länge
der Versiegelungsfläche entlang der Schnittkante oder Stirnseite der Lasche. Die Breite
der Versiegelungsfläche ist bevorzugt derart gewählt, dass diese breiter als die auftretenden
Toleranzen zum Einbringen der Schnittkante des Datenträgers auf das Endformat ist.
[0022] Des Weiteren erstreckt sich die Versiegelungsfläche, welche vorzugsweise durch Einbringen
einer Versiegelungsmasse in das textile Bandmaterial gebildet ist, zumindest abschnittsweise
vorzugsweise über die gesamte Länge des herausragenden Bereichs der Lasche. Dadurch
ist der gesamte Bereich der Lasche, der über den Datenträger hinaussteht und sich
außerhalb des Überlappungsbereichs erstreckt, gegen Beschädigungen und/oder Aufkräuseln,
Ausfransen oder Aufspleißen durch das Versiegeln geschützt.
[0023] Die Lasche der Datenseite zum Anbinden an den Datenträger ist bevorzugt als textiles
Bandmaterial in Form eines Gewebes, Gewirkes, Gestricks, Vlieses oder Filzes aus einem
oder mehreren schmelzbaren Substanzen ausgebildet.
[0024] Der Datenträger der Datenseite besteht bevorzugt aus einem oder mehreren Schichten,
die aus einem oder mehreren Materialien, insbesondere aus Kunststoff, ausgebildet
sind. Auch kann der Datenträger aus einem Laminatverbund bestehen.
[0025] Eine vorteilhafte Ausführungsform des Datenträgers sieht vor, dass auf der Lasche
zumindest eine Glättungsschicht aufgebracht wird. Diese Glättungsschicht kann insbesondere
bei einer Überdeckung eines Stoßbereiches einen zusätzlichen Schutz darstellen und
eine verbesserte Haptik ermöglichen.
[0026] Bevorzugt besteht die Glättungsschicht als Film oder Folie aus einem Kunststoffmaterial,
welches niedrigschmelzender als eine Außenschicht des Datenträgers ist. Dadurch kann
mit einer geringen Energieeinbringung bereits ein Aufschmelzen und Verbinden der Glättungsschicht
mit der Datenseite, also der Lasche und/oder dem Datenträger, erfolgen, ohne dass
die Materialien der Lasche und/oder des Datenträgers vollständig aufgeschmolzen werden.
Es kann ein Anschmelzen genügen. Dadurch wird auch die Prozesszeit optimiert.
[0027] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird des Weiteren durch einen Buchblock
gelöst, bei welchem zumindest eine Innenseite mit einer Datenseite nach einem der
vorherigen Ausführungsformen verbunden ist. Nach dem Zusammenführen und dem Verbinden
der zumindest einen Innenseite mit der Datenseite, insbesondere mit der an dem Datenträger
der Datenseite angebundenen Lasche, kann ein Beschnitt des Buchblocks auf ein Endformat
erfolgen, wobei die Stirnseiten der Lasche nicht innerhalb der Schnittlinie für die
Bildung der zumindest zwei einander gegenüberliegenden Stirnkanten des Datenträgers
liegen und somit nicht beschnitten werden.
[0028] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird des Weiteren durch ein buchartiges
Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument gelöst, welches einen Bucheinband
aufweist, in welchen ein Buchblock gemäß der vorstehend beschriebenen Ausführungsform
eingebunden ist. Bei dieser Ausführungsform ist ein auf ein Endformat beschnittener
Buchblock in den Bucheinband eingebracht und mit diesem verbunden.
[0029] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch eine alternative Ausführungsform
des buchartigen Dokumentes, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument gelöst,
bei welchem zumindest eine Innenseite, eine Datenseite nach einem der vorbeschriebenen
Ausführungsformen und ein Bucheinband miteinander verbunden sind und der Bucheinband,
die zumindest eine Innenseite und der Datenträger der Datenseite unter Ausschluss
der Lasche durch einen Beschnitt ein gemeinsames Endformat aufweisen. Dadurch ist
eine sogenannte Broschüre gebildet, bei der die Stirnseiten der Lasche gegenüber Stirnkanten
des Bucheinbandes der zumindest einen Innenseite und des Datenträgers nach innen zurückversetzt
und somit innenliegend angeordnet sind.
[0030] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben
werden im Folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Beispiele näher beschrieben
und erläutert. Die der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können
einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt
werden, solange die Ausführungsformen im Bereich der Ansprüche sind. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines buchartigen Dokumentes,
Figur 2 eine schematische Ansicht auf eine Datenseite gemäß Figur 1,
Figur 3 eine schematisch vergrößerte Schnittansicht entlang der Linie II-II in Figur
2,
Figur 4 eine schematische Ansicht auf eine Lasche gemäß dem vergrößerten Detail X
in Figur 2,
Figur 5 eine schematische Schnittansicht entlang der Linie II-II in Figur 2 gemäß
einer alternativen Ausführungsform zu Figur 3,
Figur 6 eine schematische Ansicht auf eine Datenseite vor dem Beschnitt auf ein Endformat
und
Figur 7 eine schematische Ansicht auf einen Buchblock vor dem Beschnitt auf ein Endformat.
[0031] In Figur 1 ist ein buchartiges Dokument 11, insbesondere Sicherheitsdokument, perspektivisch
dargestellt. Bei diesem buchartigen Dokument 11 handelt es sich beispielsweise um
ein Identifikationsdokument wie einen Reisepass. Das Dokument 11 umfasst beispielsweise
einen Bucheinband 12. Auf einer Innenseite des Bucheinbandes 12 kann ein Vorsatz vorgesehen
sein, der am Bucheinband 12 befestigt ist. Über eine Naht 16 sind eine Datenseite
17 und eine oder mehrere Innenseiten 18 miteinander zu einem Buchblock 15 verbunden.
Sofern ein Bucheinband 12 und insbesondere der Vorsatz 14 vorgesehen sind, ist zumindest
dieser Vorsatz 14 auch mit der Naht 16 zum Buchblock 15 verbunden. Die Innenseiten
18 des buchartigen Dokuments 11 dienen zur Aufnahme von Visa, Stempeln oder sonstigen
Eintragungen. Die Datenseite 17 besteht aus einem Datenträger 20 und einer daran befestigten
Lasche 23. Die Datenseite 17, insbesondere der Datenträger 20, kann beispielsweise
gemäß den ICAO-Standard ausgebildet sein und ein Bild 19 des Dokumenteninhabers, einen
maschinenlesbaren Bereich 21 (MRZ) sowie weitere Personalisierdaten 22 umfassen. Die
Personalisierdaten 22 sind innerhalb des Datenträgers 20 vorgesehen. Die Lasche 23
des Datenträgers 20 erstreckt sich über die Naht 16 hinweg. Diese Lasche 23 umfasst
auch einen Nahtbereich, in dem die Naht 16 gebildet ist. Zusätzlich oder alternativ
kann zur Naht 16 noch eine Klebe- und/oder Schweißverbindung vorgesehen sein, um die
Lasche 23 in das buchartige Dokument 11, insbesondere den Buchblock 15, einzubinden.
[0032] In Figur 2 ist schematisch eine Seitenansicht auf die Datenseite 17 dargestellt.
Der Datenträger 20 kann beispielsweise ein Transpondermodul 24 umfassen, welches aus
einem IC-Chip 25 sowie einer Antenne 26 besteht. Darüber hinaus oder alternativ können
weitere elektronische und/oder sonstige Sicherheitselemente, insbesondere diffraktive
Sicherheitselemente, ein- und/oder aufgebracht werden.
[0033] Die Lasche 23 ist unter Bildung eines Überlappungsbereichs 30 mit dem Datenträger
20 verbunden. Die Lasche 23 besteht aus einem textilen Bandmaterial, welches vorzugsweise
durch Schweißen mit einer äußersten Schicht oder Lage des Datenträgers 20 verbunden
ist. Hinsichtlich der Anbindung der Lasche 23 des textilen bandförmigen Material für
die Lasche 23 als auch des Datenträgers 20 sowie dem Aufbau des Datenträgers 20 wird
vollumfänglich auf die
DE 10 2012 213 913 A1 Bezug genommen.
[0034] Die Datenseite weist eine obere und untere Stirnkante 35, 36 auf. Die Lasche 23 weist
eine Oberkante und Unterkante beziehungsweise eine obere und untere Stirnseite 37,
38 auf, die gegenüber den Stirnkanten 35, 36 nach innen zurückversetzt sind.
[0035] In Figur 3 ist eine schematische Schnittansicht entlang der Linie II-II in Figur
2 gemäß eines ersten beispielhaften Aufbaus der Datenseite 17 vor dem Laminieren dargestellt.
Nach der Lamination sind alle Lagen oder Schichten des Datenträgers 20 sowie die Lasche
23 zu einer Datenseite 17 miteinander verbunden, so dass ein monolithischer Aufbau
gegeben ist.
[0036] Der Datenträger 20 umfasst ein Vorderseitenheft 28 sowie ein Rückseitenheft 29, wobei
beispielsweise auf dem Vorderseitenheft 28 die Lasche 23 aufgebracht ist. Dadurch
ist ein Überlappungsbereich 30 gebildet. Diesem gegenüberliegend ist ein herausragender
Bereich 31 gebildet, entlang dem die Naht 16 zum Einbinden der Lasche 23 in das Dokument
11 verläuft. Das Vorderseitenheft 28, welches auch als Datenseitenheft bezeichnet
werden kann, umfasst zumindest eine Schicht 32. Die Schicht 32 kann auch bedruckbar
sein. Bevorzugt sind mehrere Schichten zur Bildung des Vorderseitenhefts 28 vorgesehen,
wie beispielsweise eine Drucklage, die opak ausgebildet sein kann, wobei eine weitere
Schicht auf der Drucklage aufgebracht ist, die vorteilhafterweise transparent ist.
[0037] Das Rückseitenheft 29 kann ebenso aus zumindest einer Schicht 34 bestehen oder einen
analogen oder abweichenden Aufbau zum Vorderseitenheft 28 aufweisen. Das Vorderseiten-
und/oder Rückseitenheft 28, 29 kann verschiedene Sicherheitsmerkmale umfassen, wie
beispielsweise ein CLI-Merkmal (Changeable Laser Image) oder ein MLI (Multiple Laser
Image) als auch Druckbilder mit optisch variabler Farbe (OVF) oder dergleichen.
[0038] Die zumindest eine Schicht 32 des Vorderseitenheftes 28 und/oder die zumindest eine
Schicht 34 des Rückseitenheftes 29 können aus einem oder mehreren Kunststoffen (Polymeren)
hergestellt sein. Insbesondere bestehen diese aus Polycarbonat (PC). Weitere Alternativen
können sein, Bisphenol-A-Polycarbonat, Carboxy-modifiziertes PC, Polyethylenterephthalat
(PET), dessen Derivaten wie Glycolmodifiziertem PET (PETG), Polyvinylchlorid (PVC),
Polyvinylbutyral (PVB), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polyimid (PI), Polybutylenterephthalat
(PBT), Polyvinylalkohol (PVA), Polystyrol (PS), Polyvinylphenol (PVP), Polypropylen
(PP), Polyethylen (PE), thermoplastischen Elastomeren (TPE), insbesondere thermoplastisches
Polyurethan (TPU). Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS), und/oder deren Derivaten,
oder aus Papier und/oder Pappe oder aus Mischungen der vorgenannten Materialien.
[0039] Die Lasche 23 ist gemäß dem Detail X in Figur 2 vergrößert in einer Draufsicht in
Figur 4 dargestellt. Gemäß einer ersten Ausführungsform kann die Lasche 23 als ein
Gewebe ausgebildet sein. Dieses Gewebe kann aus textilem Gewebe, insbesondere aus
Schuss- und Kettfäden 43, 44 bestehen. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass
dieses Gewebe aus Kunststofffasern und/oder metallischen Fasern und/oder einem Faserverbund
besteht. Ein solcher Faserverbund kann Hybridfasern aufweisen. Diese umfassen beispielsweise
einen Faserkern und einen den Faserkern umgebenden beziehungsweise einen diesen umschließende
Faserhülle. Die Faserhülle weist eine Schmelztemperatur auf, welche zu einer Schicht
32, 34 des Vorder- und/oder Rückseitenhefts 28, 29 ähnlich ist oder bevorzugt innerhalb
eines Temperaturbereichs von weniger als 60° davon liegt. Bevorzugt ist die Schmelztemperatur
der Faserhülle gleich zu der unmittelbar daran angrenzenden Schicht 32 und/oder 34
vorgesehen. Die Schmelztemperatur des Faserkerns hingegen ist wesentlich höher, so
dass einerseits ein Anschmelzen oder Aufschmelzen der Faserhülle möglich ist und andererseits
die Struktur des Gewebes über die Faserkerne aufrechterhalten bleibt. Die Lasche 23
kann alternativ zu der in Figur 4 dargestellten offenen Struktur auch als Gewirke,
Vlies oder Filz ausgebildet sein. Auch dadurch sind offene Strukturen gebildet, die
ermöglichen, dass die Lasche 23 im Bereich des Überlappungsbereichs 30 zum Vorderseitenheft
28 beim Anbinden durch Verschweißen oder Laminieren ein zumindest teilweise Einpenetrieren
der Lasche 23 in einen angeschmolzenen Bereich des Vorderseitenhefts 28 in die Lasche
23 im Überlappungsbereich 30 ermöglicht ist.
[0040] Als textile Materialien für die Lasche werden bevorzugt schmelzbare textile Materialien
eingesetzt, die vorzugsweise ganz oder teilweise aus Kunststoff (Polymer) gebildet
sind, insbesondere aus thermoplastischem Kunststoff. Bevorzugt wird dabei ein thermoplastischer
Kunststoff, ein Polyester, beispielsweise Polyethylenterephthalat (PET) oder ein thermoplastisches
Polyurethan (TPU) eingesetzt. Das textile Material kann bevorzugt zumindest teilweise
aus Polyester gebildet sein. Der Schmelzpunkt oder die Glasübergangstemperatur des
schmelzbaren Materials ist vorzugsweise an die Materialeigenschaften des Datenträgers
angepasst. Die Schmelz- und/oder Glasübergangstemperatur der Lasche und des Datenträgers
sind vorzugsweise ähnlich groß (beispielsweise innerhalb eines Temperaturbereichs
von 50 °C), damit der Schweißvorgang fehlerfrei und einfach durchführbar ist. Außerdem
kann das textile Material teilweise aus Baumwolle bestehen. Beispielsweise kann auch
eine Baumwoll-Polymer-Mischung, insbesondere eine Baumwoll-Polyester-Mischung, eingesetzt
werden. Des Weiteren kann die Lasche aus wenigstens zwei verschiedenen Materialien
(Mischgewebe) gebildet werden, von denen eine beim Verschweißen der Lasche 23 an den
Datenträger 20 anschmilzt und sich das andere Material beim Schweißvorgang mit dem
Datenträger 20 nicht verbindet.
[0041] Aus der schematischen Schnittansicht gemäß Figur 3 geht hervor, dass die Lasche 23
einseitig auf die Oberseite der Schicht 32 aufgebracht ist, wobei in diesem Ausführungsbeispiel
die Schicht 32 einen Aufnahmebereich 46 umfasst. Dieser Aufnahmebereich 46 ist durch
eine Reduzierung der Wandstärke der Schicht 32 gebildet. Dies ermöglicht prinzipiell
eine nahezu stufenfreie Einbindung der Lasche 23 im Überlappungsbereich 30 zu einer
daran angrenzenden Oberfläche der Schicht 32 des Datenträgers 20. Analog kann die
Lasche 23 auch an der Schicht 34 angebunden sein.
[0042] In Figur 5 ist eine alternative Ausführungsform zur Anbringung der Lasche 23 auf
dem Datenträger 20 zur Bildung der Datenseite 17 dargestellt. Der Aufnahmebereich
46 ist nicht vorgesehen. In Abhängigkeit der Maschenweite der Lasche 23 und/oder des
Druckes eines Laminierwerkzeuges oder Schweißwerkzeuges wird die Lasche 23 im Überlappungsbereich
30 nach dem zumindest teilweise Anschmelzen oder Aufschmelzen der Lasche 23 und/oder
der Schicht 32 in diese einpenetriert.
[0043] Die Lasche 23 aus textilem Bandmaterial wird beispielsweise als ein Endlosband bereitgestellt.
Durch einen Beschnitt wird die Lasche 23 auf eine vorbestimmte Länge geschnitten.
Diese Länge der Lasche 23 ist kürzer als ein Endformat der Datenseite 17 beziehungsweise
ein Abstand der oberen und unteren Stirnkante 35, 36 des Datenträgers 20 im Endformat.
Die Lasche 23 wird bevorzugt mit einem Heizschwert geschnitten, so dass die Stirnseite
37, 38 der Lasche 23 gleichzeitig durch die Temperatureinwirkung verschmelzen und
als Versiegelungskante 38 ausgebildet wird. Alternativ kann auch ein Trennen durch
Ultraschall erfolgen oder eine Kombination aus einem Trennschnitt mit einer Ultraschallbehandlung
erfolgen, um zumindest die Versiegelungskante 38 auszubilden. Durch die Versiegelung
der Schneidkante oder der Trennkante an der Stirnseite 37, 38 wird ein Ausfransen
oder Auskräuseln des textilen Bandmaterials für die Lasche 23 verhindert.
[0044] Sofern das textile Bandmaterial für die Lasche 23 mit einer Versiegelungsmasse versehen
ist, welche zumindest im Bereich der zukünftigen Schneidkante liegt, genügt auch eine
Durchtrennung mit einen Schneid- oder Stanzmesser, da durch die Versiegelungsmasse
bereits ein Aufkräuseln oder Auffädeln der Fäden oder Fasern verhindert ist.
[0045] Ergänzend kann vorgesehen sein, dass an die Versiegelungskante 38 angrenzend eine
zumindest geringfügig entlang der Lasche 23 sich erstreckende Verriegelungsfläche
38 ausgebildet ist. Diese Verriegelungsfläche 38 kann beispielsweise durch Ultraschallsonotroden
hergestellt werden. Ebenso kann diese Versiegelungsfläche 40 durch Auftragen von einer
Versiegelungsmasse gebildet sein. Alternativ kann auch eine Glättungsschicht oder
Schmelzfolie oder dergleichen aufgebracht werden, um die Versiegelungsfläche 40 auszubilden.
[0046] In Figur 6 ist eine schematische Ansicht auf eine Datenseite 17 im Rohmaß 53 mit
einer daran angebundenen Lasche 23 vor einem Beschnitt auf Endmaß dargestellt. Bei
dem beispielhaften Rohmaß 53 für die Datenseite 17 sind sowohl die Stirnseiten 35,
36 als auch eine Längsseite 33 im Übermaß (strichliniert) ausgebildet. Alternativ
kann die Längsseite 33 bereits auf Endmaß vorliegen. Bei Ausrichten der Lasche 23
zur Bildung des Überlappungsbereiches 30 erfolgt dies dergestalt, dass die Stirnseite
37 und 38 jeweils gegenüber der Stirnseite 35, 36 nach innen versetzt angeordnet sind.
Bevorzugt ist ein gleicher Abstand der Stirnseiten 37, 38 der Lasche 23 zu den Stirnkanten
35, 36 des Datenträgers 20 vorgesehen. Die Lasche 23 wird somit gemittelt zum Datenträger
20 angeordnet.
[0047] In einem darauffolgenden Arbeitsschritt zur Herstellung des Endformats für die Datenseite
20 erfolgt eine zwei oder dreiseitige Stanz- oder Schneidbearbeitung. Dabei wird der
Datenträger 20 entlang den Schnittlinien 57 und der Schnittlinie 58 beschnitten. Durch
die nach innen zurückversetzte Stirnseite 37, 38 der Lasche 23 unterbleibt ein Beschnitt
eines an die Stirnseite 37, 38 angrenzenden Endbereich der Lasche 23, so dass die
an der Stirnseite 37, 38 gebildete Verriegelungskante 39 beziehungsweise Verriegelungsfläche
40 während dem Beschneiden des Datenträgers 20 auf ein Endmaß unbearbeitet bleibt.
[0048] In Figur 7 ist eine schematische Ansicht von oben auf ein Verfahren zur Herstellung
eines Buchblocks 15 dargestellt. Dabei ist vorgesehen, dass die zumindest eine Innenseite
18 und die Datenseite 17 zusammengetragen werden. Ergänzend kann noch der Vorsatz
14 vorgesehen sein. Zumindest eine Innenseite 18, die Datenseite 17 und gegebenenfalls
der Vorsatz 16 werden übereinandergestapelt und miteinander verbunden. Das Verbinden
kann durch Schweißen, Kleben und/oder Vernähen erfolgen. Dabei wird die Datenseite
17 über die Lasche 23 mit der zumindest eine Innenseite 18 und gegebenenfalls dem
Vorsatz 14 verbunden. Darauffolgend wird diese Anordnung zusammengeklappt, wie dies
in Figur 7 in einer Ansicht von oben dargestellt ist. Darauffolgend erfolgt ein Beschneiden
des Buchblocks 15 auf Endformat entlang den Schnittlinien 57 und 58. Da die Stirnseiten
37, 38 der Lasche 23 gegenüber den Schnittlinien 57 zurückversetzt sind, wird die
Stirnseite 37, 38 beziehungsweise ein daran angrenzender Endbereich der Lasche 23
wiederum nicht beschnitten oder bearbeitet, so dass die gebildete Versiegelungskante
39 und/oder Versiegelungsfläche 40 aufrechterhalten bleibt.
[0049] Die vorstehend beschriebene Ausführungsform kann auch zur Herstellung eines buchartigen
Dokumentes 11 gelten, sofern dieses als eine sogenannte Broschüre ausgebildet wird.
In diesem Fall wird der Buchblock 15, wie dieser im Aufbau in Figur 7 beschrieben
ist, in einen Bucheinband 12 eingebracht und mit diesem verbunden. Dabei kann der
Buchblock 15 mit dem Bucheinband 12 verklebt, verschweißt oder vernäht sein. Darauffolgend
wird der Bucheinband 12 zusammengeklappt und ein Beschneiden auf ein Endmaß erfolgt,
so dass der Bucheinband 12 und der Buchblock 15 gleichzeitig zumindest entlang der
Schnittlinie 57 auf Endmaß geschnitten wird. Bevorzugt erfolgt auch ein Beschneiden
entlang der Schnittlinie 58. Der Buchrücken wird dabei nicht beschnitten.
Bezugszeichenliste
[0050]
Tabelle 1
| 11. |
Buchartiges Dokument |
30. |
Überlappungsbereich |
| 12. |
Bucheinband |
31. |
Herausragender Bereich |
| 14. |
Vorsatz |
32. |
Schicht |
| 15. |
Buchblock |
34. |
Schicht |
| 16. |
Naht |
35. |
obere Stirnkante |
| 17. |
Datenseite |
36. |
untere Stirnkante |
| 18. |
Innenseite |
37. |
Stirnseite von 23 |
| 19. |
Bild |
38. |
Stirnseite von 23 |
| 20. |
Datenträger |
39. |
Versiegelungskante |
| 21. |
Maschinenlesbarer Bereich |
40. |
Versiegelungsfläche |
| 22. |
Personalisierdaten |
43. |
Kettfäden |
| 23. |
Lasche |
44. |
Schussfäden |
| 24. |
Transpondermodul |
46. |
Aufnahmebereich |
| 25. |
IC-Chip |
47. |
Glättungsschicht |
| 26. |
Antenne |
48. |
Stoßbereich |
| 28. |
Vorderseiten heft |
53. |
Rohmaß von 17 |
| 29. |
Rückseiten heft |
57. |
Schnittlinie |
| |
|
58. |
Schnittlinie |
1. Verfahren zur Herstellung einer Datenseite (17) für ein buchartiges Dokument (11),
insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument, welches einen Datenträger (20) mit
einer daran befestigten Lasche (23) aus einem textilen Bandmaterial umfasst,
- bei dem das textile Bandmaterial zur Bildung der Lasche (23), das zum Datenträger
(20) verschieden ist, entlang einer Längsseite (32) des Datenträgers (20) unter Bildung
eines Überlappungsbereichs (30) positioniert und ein über den Datenträger (20) herausragender
Bereich (31) gebildet wird, und
- bei dem das textile Bandmaterial und der Datenträger (20) im Überlappungsbereich
(30) miteinander verbunden werden,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Datenträger (20) ein Rohmaß (53) aufweist, bei welchem zumindest einander gegenüberliegende
Stirnkanten einen größeren Abstand haben als der Abstand von Schnittlinien (57) zur
Bildung von Seitenkanten (35, 36) des Datenträgers (20) im Endformat ist und dieser
Datenträger (20) mit der Lasche (23) zusammengeführt wird,
- dass vor dem Zusammenführen der Lasche (23) und des Datenträgers (20) die Lasche (23)
auf eine Länge unter Bildung von Stirnseiten (37, 38) beschnitten wird, die kleiner
als ein Abstand der Schnittlinien (57) zur Bildung von Seitenkanten (35, 36) des Datenträgers
(20) im Endformat ist,
- dass zumindest die Stirnseiten (37, 38) der Lasche (23) versiegelt werden oder eine Lasche
(23) mit einem versiegelten Bandmaterial bereitgestellt wird, und
- dass die Lasche (23) unter Bildung des Überlappungsbereichs (30) zum Datenträger (20)
positioniert und mit diesem verbunden wird, wobei jede Stirnseite (37, 38) gegenüber
der Schnittlinie (57) nach innen zurückversetzt ausgerichtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Beschnitt des Datenträgers (20) mit der daran vorgesehenen Lasche (23)
auf das Endformat zumindest zwei einander gegenüberliegende Stirnkanten (35, 36) und
eine dem Überlappungsbereich (30) gegenüberliegende Seitenkante (33) unter Ausschluss
der Lasche (23) beschnitten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseite (37, 38) der Lasche (23) während oder nach dem Durchtrennen von einem
bandförmigen Material versiegelt wird und vorzugsweise zumindest die Stirnseite (37,
38) der Lasche (23) durch eine thermische oder chemische Behandlung versiegelt wird.
4. Verfahren zur Herstellung eines Buchblockes für ein buchartiges Dokument, insbesondere
Wert- und/oder Sicherheitsdokument, bei dem ein oder mehrere Innenseiten (18) zu einem
Stapel zusammengeführt werden,
dadurch gekennzeichnet,
- dass eine Datenseite (17) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dem Stapel zugeführt wird,
- dass die zumindest eine Innenseite (18) und die Lasche (23) des Datenträgers (20) miteinander
verbunden werden und
- dass nur die zumindest eine Innenseite (18) und der Datenträger (20) gemeinsam zumindest
entlang von Schnittlinien (57, 58) auf ein Endformat des Buchblocks (15) beschnitten
werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Innenseite (18) und die Lasche (23) des Datenträgers (20) durch
Verkleben, Verschweißen und/oder Vernähen miteinander verbunden werden.
6. Verfahren zur Herstellung eines buchartigen Dokumentes, insbesondere Wert- und/oder
Sicherheitsdokument,
- bei dem zumindest eine Innenseite (18), eine Datenseite (17) nach einem der Ansprüche
1 bis 3 und ein Bucheinband (12) zusammengebunden werden,
- bei dem der Bucheinband (12) zusammengeklappt wird und
- bei dem der Bucheinband (12), die zumindest eine Innenseite (18) und der Datenträger
(20) der Datenseite (17) unter Ausschluss der Lasche (23) entlang der Schnittlinie
(57, 58) auf ein Endmaß beschnitten werden.
7. Verfahren zur Herstellung eines buchartigen Dokumentes, insbesondere Wert- und/oder
Sicherheitsdokument, mit einem Bucheinband (12), dadurch gekennzeichnet, dass in den Bucheinband (12) ein Buchblock (15) nach einem der Ansprüche 4 oder 5 eingebunden
wird.
8. Datenseite für ein buchartiges Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument,
mit einem Datenträger (20) und einer Lasche (23) aus einem textilen Bandmaterial,
welche unter Bildung eines Überlappungsbereichs (30) miteinander verbunden sind, wobei
die Stirnseiten (37,38) der Lasche (23) jeweils gegenüber benachbarten Stirnkanten
(35,36) des Datenträgers (20) nach innen zurückversetzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (23) jeweils an einer Stirnseite (37, 38) zumindest eine Versiegelungskante
(39) oder zumindest eine Versiegelungsfläche (40) aufweist.
9. Datenseite nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Versiegelungskante (39) oder Versiegelungsfläche (40) der Lasche (23) zumindest
über die Breite des herausragenden Bereichs (31) der Lasche (23), vorzugsweise über
die gesamte Breite der Stirnseite (37, 38) der Lasche (23) erstreckt.
10. Datenseite nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das textile Bandmaterial der Lasche (23) in der Versiegelungskante (39) oder der
Versiegelungsfläche (40) angeschmolzen und im Überlappungsbereich mit dem Datenträger
(20) stoffschlüssig verbunden ist und vorzugsweise die Breite der Versiegelungsfläche
(40) gleich oder kleiner als die Länge der Versiegelungsfläche (40) entlang der Stirnseite
(36, 37) der Lasche (23) ist oder dass die Versiegelungsfläche (40), welche vorzugsweise
durch Einbringen einer Versiegelungsmasse in das textile Bandmaterial gebildet ist,
sich zumindest abschnittsweise, vorzugsweise über die gesamte Länge des herausragenden
Bereichs (31) der Lasche (23), erstreckt.
11. Datenseite nach Anspruch 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (23) bevorzugt als textiles Bandmaterial in Form eines Gewebes, Gewirkes,
Gestricks, Vlieses oder Filzes aus einer oder mehreren schmelzbaren Substanzen ausgebildet
ist und vorzugsweise der Datenträger (20) aus einer oder mehreren Schichten, die aus
einem oder mehreren Materialien, insbesondere aus Kunststoff, bestehen, ausgebildet
ist.
12. Datenseite nach Anspruch 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Lasche (23) eine Glättungsschicht aufgebracht ist, welche vorzugsweise aus
gegenüber einer Außenseite des Datenträgers (20) niedrigschmelzendem Material besteht.
13. Buchblock für ein buchartiges Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument,
mit zumindest einer Innenseite (18), dadurch gekennzeichnet, dass eine Datenseite (17) nach einem der Ansprüche 8 bis 12 mit der zumindest einen Innenseite
(18) miteinander verbunden sind.
14. Buchartiges Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument, mit einem Bucheinband
(12), dadurch gekennzeichnet, dass in den Bucheinband (12) ein Buchblock (15) nach Anspruch 13 eingebunden ist.
15. Buchartiges Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Innenseite (18), eine Datenseite (17) nach einem der Ansprüche 8 bis
12 und ein Bucheinband (12) miteinander verbunden sind und der Bucheinband (12), die
zumindest eine Innenseite (18) und der Datenträger (20) der Datenseite (17) unter
Ausschluss der Lasche (23) durch einen Beschnitt ein gemeinsames Endformat aufweisen.
1. A method of manufacturing a data page (17) for a book-like document (11), in particular
a document of value and/or a security document, which comprises a data carrier (20)
and, fastened thereto, a tab (23) made of a textile tape material,
- in which said textile tape material used for forming the tab (23), which is different
from the data carrier (20), is positioned along a longitudinal side (32) of the data
carrier (20) in a manner so as to form an overlap region (30), with an area (31) being
formed which protrudes from the data carrier (20), and
- in which the textile tape material and the data carrier (20) are joined together
in said overlap region (30),
characterised in that
- the data carrier (20) has a base size (53) in which opposing front edges are spaced
apart a greater distance than the distance between cutting lines (57) for forming
lateral edges (35, 36) of the data carrier (20) in its final format, and in that this data carrier (20) is brought together with the tab (23),
- before the tab (23) is brought together with the data carrier (20), the tab (23)
is cut to a length, forming end faces (37, 38), which is shorter than a distance between
the cutting lines (57) for forming the lateral edges (35, 36) of the data carrier
(20) in its final format,
- at least the end faces (37, 38) of the tab (23) are sealed or a tab (23) having
a sealed tape material is provided, and
- the tab (23) is positioned with respect to the data carrier (20), and joined thereto,
in such a manner that an overlap region (30) is formed, each end face (37, 38) being
oriented so as to be recessed inwardly with respect to the cutting line (57).
2. The method as claimed in claim 1, characterised in that cutting the data carrier (20) having the tab (23) provided thereon to its final format
includes cutting at least two front edges (35, 36) located opposite to each other
and a lateral edge (33) located opposite to the overlap region (30), with the exception
of the tab (23).
3. The method as claimed in claim 1 or 2, characterised in that during the process of being cut, or subsequent thereto, the end faces (37, 38) of
the tab (23) are sealed by a tape-shaped material, and in that preferably at least the end faces (37, 38) of the tab (23) are sealed by thermal
or chemical treatment.
4. A method of manufacturing a book block for a book-like document, in particular a document
of value and/or a security document, in which one or several inner pages (18) are
brought together so as to form a stack,
characterised in that
- a data page (17) as claimed in any one of claims 1 to 3, is added to the stack,
- the at least one inner page (18) and the tab (23) of the data carrier (20) are joined
together, and
- only the at least one inner page (18) and the data carrier (20) are jointly cut
at least along cutting lines (57, 58) so as to form a final format of the book block
(15).
5. The method as claimed in claim 4, characterised in that the at least one inner page (18) and the tab (23) of the data carrier (20) are joined
together by adhesive bonding, welding, or sewing.
6. A method of fabricating a book-like document, in particular a document of value and/or
a security document, in which
- at least one inner page (18), a data page (17) as claimed in any one of claims 1
to 3, and a binding (12) are bound together,
- the binding (12) is folded over, and
- the binding (12), the at least one inner page (18), and the data carrier (20) of
the data page (17), with the exception of the tab (23), are cut along cutting lines
(57, 58) so as to form a finished size.
7. A method of manufacturing a book-like document, in particular a document of value
and/or a security document, having a binding (12), characterised in that a book block (15) as claimed in any one of claims 4 or 5 is bound into the binding
(12).
8. A data page for a book-like document, in particular a document of value and/or a security
document, having a data carrier (20) and a tab (23) made of textile tape material,
the two being joined together so as to form an overlap region (30), the end faces
(37, 38) of the tab (23) being each recessed inwardly from adjacent front edges (35,
36) of the data carrier (20), characterised in that on each end face (37, 38), the tab (23) has at least one sealing edge (39) or at
least one sealing surface (40).
9. The data page as claimed in claim 8, characterised in that the sealing edge (39) or sealing surface (40) of the tab (23) extends at least over
the width of the protruding area (31) of the tab (23), preferably over the entire
width of the end face (37, 38) of the tab (23).
10. The data page as claimed in claim 8 or 9, characterised in that the textile tape material of the tab (23) is partially melted at the sealing edge
(39) or sealing surface (40) and is integrally connected to the data carrier (20)
in the overlap region, and in that preferably the width of the sealing surface (40) is equal to, or smaller than, the
length of said sealing surface (40) along the end face (36, 37) of the tab (23), or
in that the sealing surface (40), which is preferably formed by incorporating a sealing compound
into the textile tape material, extends at least over portions, preferably over the
entirety, of the length of the protruding area (31) of the tab (23).
11. The data page as claimed in claims 8 to 10, characterised in that the tab (23) is preferably formed as a textile tape material in the form of a woven
fabric, a warp-knitted fabric, a knitted fabric, a non-woven fabric or a felt made
from one or several meltable substances and in that the data carrier (20) is formed of one or several layers consisting of one or several
materials, in particular plastic material.
12. The data page as claimed in claims 8 to 11, characterised in that the tab (23) has a smoothing layer applied thereon which preferably consists of a
low-melting material as compared to an outer surface of the data carrier (20).
13. A book block for a book-like document, in particular a document of value and/or a
security document, having at least one inner page (18), characterised in that a data page (17) as claimed in any one of claims 8 to 12 and said at least one inner
page (18) are joined together.
14. A book-like document, in particular a document of value and/or a security document,
having a binding (12), characterised in that a book block (15) as claimed in claim 13 is bound into the binding (12).
15. A book-like document, in particular a document of value and/or a security document,
characterised in that at least one inner page (18), a data page (17) as claimed in any one of claims 8
to 12 and a binding (12) are joined together, and in that the binding (12), the at least one inner page (18) and the data carrier (20) of the
data page (17), with the exception of the tab (23), are cut in such a manner as to
have a common final format.
1. Procédé destiné à fabriquer une page de données (17) pour un document (11) de type
livret, en particulier un document de valeur et/ou de sécurité, lequel comprend un
support de données (20) pourvu d'une patte (23) réalisée en un matériau textile en
bande qui est fixée à celui-ci,
- lors duquel le matériau textile en bande destiné à former la patte (23), lequel
est différent de celui du support de données (20), est positionné le long d'un côté
longitudinal (32) du support de données (20) de manière à former une partie de chevauchement
(30), et une partie (31) qui dépasse du support de données (20) est formée, et
- lors duquel le matériau textile en bande et le support de données (20) sont assemblés
l'un à l'autre dans la partie de chevauchement (30),
caractérisé en ce que
- le support de données (20) présente une dimension brute (53) dans laquelle au moins
des arêtes frontales opposées sont espacées entre elles par une distance qui est plus
grande que la distance séparant des lignes de coupe (57) destinées à former des bords
latéraux (35, 36) du support de données (20) au format définitif et en ce que ledit support de données (20) est réuni à la patte (23),
- avant la réunion de la patte (23) et du support de données (20), la patte (23) est
coupée à une longueur donnée, formant ainsi des faces frontales (37, 38), laquelle
est inférieure à une distance entre des lignes de coupe (57) destinées à former des
bords latéraux (35, 36) du support de données (20) au format définitif,
- au moins les faces frontales (37, 38) de la patte (23) sont scellées ou une patte
(23) constituée d'un matériau en bande scellé est fourni, et
- la patte (23) est positionnée par rapport au support de données (20) de manière
à former la partie de chevauchement (30) et est assemblée à celui-ci, chaque face
frontale (37, 38) étant orientée de manière à être décalée vers l'intérieur par rapport
à la ligne de coupe respective (57).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que lorsque le support de données (20) pourvu de la patte (23) prévue sur celui-ci est
coupé au format définitif, au moins deux arêtes frontales opposées (35, 36) et un
bord latéral (33) opposé à la partie de chevauchement (30) sont coupés, et ce à l'exclusion
de la patte (23).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la face frontale (37, 38) de la patte (23) est scellée par un matériau en forme de
bande pendant ou après la coupe et que de préférence au moins la face frontale (37,
38) de la patte (23) est scellée grâce à un traitement thermique ou chimique.
4. Procédé destiné à fabriquer un bloc de livret pour un document de type livret, en
particulier un document de valeur et/ou de sécurité, lors duquel une ou plusieurs
pages intérieures (18) sont réunies pour former une pile,
caractérisé en ce que
- une page de données (17) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3 est amenée
à la pile,
- ladite au moins une page intérieure (18) et la patte (23) du support de données
(20) sont assemblées l'une à l'autre et
- seuls ladite au moins une page intérieure (18) et le support de données (20) sont
coupés conjointement au moins le long de lignes de coupe (57, 58) pour obtenir un
format définitif du bloc de livret (15).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que ladite au moins une page intérieure (18) et la patte (23) du support de données (20)
sont assemblées l'une à l'autre par collage, par soudage et/ou par couture.
6. Procédé destiné à fabriquer un document de type livret, en particulier un document
de valeur et/ou de sécurité, lors duquel
- au moins une page intérieure (18), une page de données (17) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 3 et une couverture de livret (12) sont assemblées les unes
aux autres,
- la couverture de livret (12) est rabattue et
- la couverture de livret (12), ladite au moins une page intérieure (18) et le support
de données (20) de la page de données (17) sont, à l'exclusion de la patte (23), coupés
à une dimension définitive le long des lignes de coupe (57, 58).
7. Procédé destiné à fabriquer un document de type livret, en particulier un document
de valeur et/ou de sécurité, pourvu d'une couverture de livret (12), caractérisé en ce qu'un bloc de livret (15) selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5 est intégré
dans la couverture de livret (12).
8. Page de données pour un document de type livret, en particulier un document de valeur
et/ou de sécurité, pourvu d'un support de données (20) et d'une patte (23) réalisée
en un matériau textile en bande, lesquels sont assemblés l'un à l'autre de manière
à former une partie de chevauchement (30), les faces frontales (37, 38) de la patte
(23) étant respectivement décalées vers l'intérieur par rapport à des arêtes frontales
voisines (35, 36) du support de données (20), caractérisée en ce que la patte (23) présente respectivement sur une face frontale (37, 38) au moins une
arête de scellement (39) ou au moins une surface de scellement (40).
9. Page de données selon la revendication 8, caractérisée en ce que l'arête de scellement (39) ou la surface de scellement (40) de la patte (23) s'étend
au moins sur la largeur de la partie en saillie (31) de la patte (23), de préférence
sur toute la largeur de la face frontale (37, 38) de la patte (23).
10. Page de données selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que le matériau textile en bande de la patte (23) subit une fusion superficielle au niveau
de l'arête de scellement (39) ou de la surface de scellement (40) et est assemblé
par conjugaison de matière au support de données (20) au niveau de la partie de chevauchement
et que de préférence la largeur de la surface de scellement (40) est égale ou inférieure
à la longueur de la surface de scellement (40) le long de la face frontale (36, 37)
de la patte (23) ou en ce que la surface de scellement (40), qui de préférence est formée par l'apport d'une masse
de scellement dans le matériau textile en bande, s'étend au moins sur des parties,
de préférence sur la totalité, de la longueur de la partie en saillie (31) de la patte
(23) .
11. Page de données selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisée en ce que la patte (23) est formée de préférence en tant que matériau textile en bande, sous
la forme d'un tissu, d'un maillage, d'un tricot, d'un non-tissé ou d'un feutre, constitué
d'une ou de plusieurs substances fusibles et que de préférence le support de données
(20) est formé en une ou plusieurs couches constituées en un ou plusieurs matériaux,
en particulier en matière plastique.
12. Page de données selon l'une quelconque des revendications 8 à 11, caractérisée en ce que sur la patte (23) est appliquée une couche de lissage qui, par rapport à une face
extérieure du support de données (20), est constituée de préférence d'un matériau
à point de fusion bas.
13. Bloc de livret pour un document de type livret, en particulier un document de valeur
et/ou de sécurité, pourvu d'au moins une page intérieure (18), caractérisé en ce qu'une page de données (17) selon l'une quelconque des revendications 8 à 12 est assemblée
à ladite au moins une page intérieure (18) .
14. Document de type livret, en particulier document de valeur et/ou de sécurité, pourvu
d'une couverture de livret (12), caractérisé en ce qu'un bloc de livret (15) selon la revendication 13 est intégré dans la couverture de
livret (12).
15. Document de type livret, en particulier document de valeur et/ou de sécurité, caractérisé en ce qu'au moins une page intérieure (18), une page de données (17) selon l'une quelconque
des revendications 8 à 12 et une couverture de livret (12) sont assemblées les unes
aux autres et que la couverture de livret (12), ladite au moins une page intérieure
(18) et le support de données (20) de la page de données (17), à l'exclusion de la
patte (23), présentent, suite à une opération de coupe, un format définitif commun.