[0001] Die Erfindung betrifft einen Axialkolbenmotor sowie eine Kreisprozessvorrichtung
mit einem solchen, in der Kreisprozessvorrichtung als Expansionsvorrichtung genutzten
Axialkolbenmotor. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Antriebseinheit für ein Kraftfahrzeug
mit einer solchen Kreisprozessvorrichtung sowie ein Kraftfahrzeug mit einer solchen
Antriebseinheit.
[0002] Kraftfahrzeuge werden derzeit zumeist mittels Brennkraftmaschinen angetrieben, in
denen Kraftstoffe verbrannt und die dabei freigesetzte Wärmeenergie teilweise in mechanische
Arbeit gewandelt wird. Der Wirkungsgrad von Hubkolben-Brennkraftmaschinen, die für
den Antrieb von Kraftfahrzeugen nahezu ausschließlich eingesetzt werden, liegt bei
ca. einem Drittel der eingesetzten Primärenergie. Demnach stellen zwei Drittel der
bei der Verbrennung freigesetzten Wärmeenergie Abwärme dar, die entweder über die
Motorkühlung oder den Abgasstrang als Verlustwärme an die Umgebung abgegeben wird.
Eine Nutzung dieser Abwärme stellt eine Möglichkeit dar, den Gesamtwirkungsgrad einer
Antriebseinheit eines Kraftfahrzeugs zu steigern und damit den Kraftstoffverbrauch
zu senken.
[0003] Die
DE 10 2009 028 467 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur Nutzung von Abwärme einer Verbrennungskraftmaschine.
Dazu ist in den Abgasstrang der Verbrennungskraftmaschine ein erster Wärmetauscher,
der Verdampfer, einer Dampfkreisprozessvorrichtung integriert. Die in dem Wärmetauscher
von dem Abgas auf ein Arbeitsmedium der Dampfkreisprozessvorrichtung übertragene Wärmeenergie
wird in einer Expansionsvorrichtung teilweise in mechanische Energie umgewandelt,
die beispielsweise zur Unterstützung des Antriebs eines Kraftfahrzeugs oder zur Erzeugung
elektrischer Energie genutzt werden kann. Stromab der Expansionsvorrichtung wird das
Arbeitsmedium in einem zweiten Wärmetauscher, dem Kondensator, abgekühlt, wobei es
kondensiert. Über eine Pumpe erfolgt eine Druckerhöhung des Arbeitsmediums und dessen
Zufuhr zu dem Verdampfer.
[0004] Als Expansionsvorrichtung in einem solchen System zur Abwärmenutzung kann ein Axialkolbenmotor
eingesetzt werden, wie dies aus der
DE 10 2010 052 508 A1 bekannt ist.
[0005] Axialkolbenmotoren weisen ein Zylindergehäuse auf, in dem mehrere Zylinder in ringförmiger
Anordnung ausgebildet sind. In jedem der Zylinder ist ein Kolben beweglich geführt,
wobei ein Phasenversatz in den Kolbenpositionen vorgesehen ist, der, bezogen auf einen
Bewegungszyklus der Kolben ("Kolbenzyklus": OT→UT→OT bzw. UT→OT→UT), der Teilung zwischen
den Zylindern entspricht. Über Einlass- und Auslassventile wird zur Ausübung eines
Arbeitshubs (OT→UT) jedes Kolbens ein unter Druck stehendes Fluid nacheinander in
die Zylinder eingebracht. Das Fluid bewirkt eine Bewegung des jeweiligen Kolbens und
expandiert dabei gegebenenfalls (bei einem pneumatischen Axialkolbenmotor). In einer
sich an den Arbeitshub anschließenden Ausstoßhub (UT→OT) jedes Kolbens wird das Fluid
wieder ausgestoßen. Die Bewegungen der Kolben werden über eine schräg zu den Längsachsen
der Zylinder angeordnete Platte, an die die Kolben direkt oder über Pleuel angebunden
sind, auf eine Abtriebswelle übertragen.
[0006] Axialkolbenverdichter und Axialkolbenpumpen weisen einen im Vergleich zu Axialkolbenmotoren
im Wesentlichen identischen Aufbau auf, wobei eine mechanische Antriebsleistung von
der Welle über die schräg angeordnete Platte auf die Kolben übertragen und dabei eine
Drehbewegung der Welle beziehungsweise eines damit verbundenen Antriebsmotors in die
zyklische Bewegung der Kolben übersetzt wird. In dem Arbeitshub (UT→OT) der einzelnen
Kolben wird ein zuvor während eines Ansaughubs (OT→UT) in die Zylinder eingebrachtes
Fluid verdrängt und/oder verdichtet und ausgestoßen.
[0007] Axialkolbenmaschinen (Axialkolbenmotoren und Axialkolbenverdichter bzw. -pumpen)
werden regelmäßig in einer von drei Bauweisen ausgeführt.
[0008] Bei der Schrägscheiben- sowie der Schrägachsenbauart rotiert das Zylindergehäuse
mitsamt den Kolben. Bei der Schrägscheibenbauart ist die Welle dabei parallel zum
Zylindergehäuse angeordnet und drehfest mit diesem verbunden. Die die Bewegung der
Kolben steuernde, Schrägscheibe ist feststehend ausgebildet. Bei der Schrägachsenbauart
verlaufen die Längsachsen der Welle, einschließlich des Flansches ("schräge Platte"),
an dem die Kolben angreifen, und der Zylinder schräg zueinander.
[0009] Bei der Taumelscheibenbauart rotiert das Zylindergehäuse mit den darin geführten
Kolben nicht. Gleiches gilt für eine Taumelscheibe, an der die Kolben über Pleuel
angebunden sind. Die Taumelscheibe liegt drehbar auf einem Taumelscheibenfuß auf,
wobei die Auflagefläche des Taumelscheibenfußes und damit die Ausrichtung der Taumelscheibe
schräg bezüglich der Längsachsen der Zylinder ausgerichtet ist. Der Taumelscheibenfuß
ist drehfest mit der Welle verbunden.
[0010] Die Einlass- und Auslassventile von Axialkolbenmaschinen werden regelmäßig in Form
eines oder mehrerer Drehschieberventile ausgebildet (vgl.
DE 10 2011 118 622 A1 und
DE 10 2015 204 367 A1), die jeweils einen drehfest mit der Antriebs- oder Abtriebswelle verbundenen Drehschieber
umfassen, der in Abhängigkeit von den jeweiligen Kolbenpositionen Fluidwechselöffnungen
der einzelnen Zylinder temporär mit einem Einlass oder Auslass der Axialkolbenmaschine
verbindet.
[0012] Für die Realisierung eines möglichst hohen Wirkungsgrads eines Axialkolbenmotors
ist die fluidtechnische Trennung zwischen der Hochdruckseite und der Niederdruckseite
von besonderer Bedeutung, um ein Überströmen des Fluids von dem Einlass zu dem Auslass
unter Umgehung der Zylinder zu vermeiden.
[0013] Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, einen Axialkolbenmotor anzugeben, der sich
durch eine gute fluidtechnische Trennung zwischen der Hochdruckseite und der Niederdruckseite
des Axialkolbenmotors auszeichnet.
[0014] Diese Aufgabe wird durch einen Axialkolbenmotor gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst.
Eine Kreisprozessvorrichtung mit einem solchen, als Expansionsvorrichtung genutzten
Axialkolbenmotor, eine Antriebseinheit für ein Kraftfahrzeug mit einer solchen Kreisprozessvorrichtung
sowie ein Kraftfahrzeug mit einer solchen Antriebseinheit sind Gegenstände der Patentansprüche
7 bis 9. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Axialkolbenmotors und
damit der erfindungsgemäßen Kreisprozessvorrichtung, der erfindungsgemäßen Antriebseinheit
und des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs sind Gegenstände der weiteren Patentansprüche
und/oder ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung.
[0015] Erfindungsgemäß ist ein Axialkolbenmotor mit einem Zylindergehäuse vorgesehen, in
dem mehrere Zylinder ausgebildet sind. In den Zylindern sind Kolben beweglich geführt,
wobei die Kolben an eine Schrägscheibe angebunden sind und wobei eine Strömung eines
über einen Einlass in den Axialkolbenmotor eingetretenen Fluids in die und aus den
Zylindern mittels Einlass- und Auslassventilen gesteuert wird. Dabei umfassen die
Einlass- und Auslassventile in einer Zylinderkopfplatte ausgebildete Fluidwechselöffnungen
(Einlass- und/oder Auslassöffnungen, wobei kombinierte Einlass-und Auslassöffnungen
möglich und vorzugsweise vorgesehen sind), die temporär mittels eines Drehschiebers
freigegeben und abgedeckt werden können. Der Drehschieber weist eine mit den Fluidwechselöffnungen
in fluidleitende Verbindung bringbare Eintrittsöffnung auf, die (u.a.) über ein rohrförmiges
Dichtelement mit dem Einlass des Axialkolbenmotors in fluidleitender Verbindung steht,
wobei das Dichtelement durch eine Beaufschlagung mittels des Einlassdrucks des Fluids
gegen ein Widerlager gedrückt ist, um einen zwischen dem Dichtelement und dem Widerlager
ausgebildeten Spalt, der insbesondere eine abzudichtende Verbindung zwischen der den
Einlass umfassenden Hochdruckseite des Axialkolbenmotors und der einen Auslass des
Axialkolbenmotors umfassenden Niederdruckseite darstellt, abzudichten. Weiterhin ist
vorgesehen, dass das Dichtelement und das Widerlager eine Labyrinthdichtung ausbilden.
Zur vorteilhaften Ausbildung einer solchen Labyrinthdichtung kann insbesondere vorgesehen
sein, dass das Dichtelement einen umlaufenden Vorsprung ausbildet, der in eine umlaufende
Vertiefung des Widerlagers eingreift und/oder das Widerlager einen umlaufenden Vorsprung
ausbildet, der in eine umlaufende Vertiefung des Dichtelements eingreift.
[0016] Als "Einlassdruck" wird ein Druck des Fluids, den dieses vor dem Eintritt in die
Zylinder und insbesondere innerhalb des Einlasses aufweist, verstanden.
[0017] Durch die Beaufschlagung des Dichtelements mit dem Einlassdruck des Fluids kann auf
einfache Weise eine sich selbsttätig bedarfsgerecht einstellende Abdichtung des zwischen
dem Dichtelement und dem Widerlager ausgebildeten Spalts erreicht werden, indem der
Anpressdruck und damit die Dichtwirkung des Dichtelements umso höher ist, je höher
der Einlassdruck des Fluids und damit der Betriebsdruck, mit dem der Axialkolbenmotor
betrieben wird, ist. Dadurch kann bei jeder tatsächlich vorliegenden Höhe des Einlassdrucks
des Fluids eine stets ausreichende Dichtwirkung erreicht werden, wobei gleichzeitig
ein zu hoher Anpressdruck vermieden wird, indem sich bei einem relativ geringen Einlassdruck
des Fluids auch nur ein relativ geringer Anpressdruck einstellt. Dies wirkt sich positiv
auf den Reibungswiderstand aus, den das Dichtelement durch den Kontakt mit dem Widerlager,
das im Betrieb des Axialkolbenmotors relativbeweglich bezüglich des Dichtelements
sein kann, erzeugt.
[0018] Durch die zusätzliche Labyrinthdichtung kann auch mit einem relativ geringen Anpressdruck
(und entsprechend geringem Reibungswiderstand) eine ausreichend gute Dichtwirkung
realisiert werden.
[0019] Ein erfindungsgemäßer Axialkolbenmotor ist vorzugsweise gemäß der Taumelscheibenbauart
ausgebildet und umfasst hierzu eine Schrägscheibe in Form einer Taumelscheibe, an
die die Kolben vorzugsweise über Pleuel angebunden sind. Die Taumelscheibe liegt drehbar
auf einem Taumelscheibenfuß auf, wobei die Auflagefläche des Taumelscheibenfußes und
damit die Ausrichtung der Taumelscheibe schräg bezüglich der Längsachsen der Zylinder
ausgerichtet sind. Der Taumelscheibenfuß ist drehfest oder zumindest drehungsübertragend
mit einer (Abtriebs-)Welle verbunden.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Axialkolbenmotors kann
vorgesehen sein, dass der Drehschieber das Widerlager darstellt, so dass das Dichtelement
drehbar bezüglich des Drehschiebers angeordnet und durch die Beaufschlagung mittels
des Einlassdrucks des Fluids gegen den Drehschieber gedrückt ist. Dadurch kann eine
konstruktive vorteilhafte Integration des Dichtelements in den Axialkolbenmotor erreicht
werden.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung eines solchen erfindungsgemäßen Axialkolbenmotors
kann zudem vorgesehen sein, dass das Dichtelement derart in radialer Richtung (vorzugsweise
elastisch) deformierbar ausgelegt ist, dass eine äußere Mantelfläche des rohrförmigen
Dichtelements durch eine Beaufschlagung mittels des Einlassdrucks des Fluids gegen
eine Kontaktfläche eines Zylinderkopfgehäuses des Axialkolbenmotors gedrückt ist,
wodurch eine vorteilhaft abgedichtete Integration des Dichtelements in das Zylinderkopfgehäuse
erreicht werden kann.
[0022] Alternativ kann aber auch vorgesehen sein, dass das Dichtelement mittels des Einlassdrucks
des Fluids gegen ein anderes Bauteil des Axialkolbenmotors, beispielsweise gegen das
Zylinderkopfgehäuse, gedrückt ist. Dabei kann das Dichtelement insbesondere drehfest
mit dem Drehschieber verbunden sein.
[0023] Zur Erzielung eines möglichst geringen Reibungswiderstands kann vorgesehen sein,
dass zumindest die den abzudichtenden Spalt ausbildende Fläche des Dichtelements und/oder
des Widerlagers aus einem Gleitlagermaterial (z.B. PTFE) ausgebildet ist. Besonders
bevorzugt kann vorgesehen sein, dass das gesamte Dichtelement aus einem solchen Gleitlagermaterial
ausgebildet ist. Als "Gleitlagermaterial" wird allgemein ein Material verstanden,
dessen primäre Funktion die Erzielung eines möglichst geringen Reibungskoeffizienten
in Kombination mit dem Material des Kontaktpartners ist.
[0024] Besonders vorteilhaft kombinierbar ist das Dichtelement mit einem Drehschieber, der
zur bedarfsweisen Abdeckung von sowohl den Zylindern zugeordneten Einlassöffnungen
als auch Auslassöffnungen (insbesondere auch bei kombinierten Einlass-und Auslassöffnungen)
vorgesehen ist und hierzu einen Hohlraum ausgebildet, wobei in diesen Hohlraum eine
(vorzugsweise zentral bezüglich der Rotationsachse des Drehschiebers angeordnete)
Anschlussöffnung, die über das Dichtelement in fluidleitender Verbindung mit dem Einlass
des Axialkolbenmotors steht, sowie die Eintrittsöffnung, die durch eine Drehung des
Drehschiebers in Überdeckung mit den den Zylindern zugeordneten Fluidwechselöffnungen
bringbar ist, münden. Weiterhin kann der Drehschieber dann noch eine oder mehrere,
den Hohlraum umgehende Durchgangsöffnungen ausbilden, die bei einer Überdeckung (jeweils)
einer einem Zylinder zugeordneten Fluidwechselöffnung den entsprechenden Zylinder
mit vorzugsweise dem Auslass des Axialkolbenmotors verbinden.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform eines erfindungsgemäßen Axialkolbenmotors
kann vorgesehen sein, dass die Längsachse des rohrförmigen Dichtelements koaxial bezüglich
der Rotationsachse des Drehschiebers angeordnet ist. Dadurch kann in vorteilhafter
Weise erreicht werden, dass die Relativbewegung zwischen dem Dichtelement und dem
Widerlager auf eine Relativrotation beschränkt ist.
[0026] Eine erfindungsgemäße (Dampf-)Kreisprozessvorrichtung umfasst einen Kreislauf für
ein Fluid (Arbeitsmedium), wobei in den Kreislauf
- ein Verdampfer (d.h. eine erste Wärmetauschvorrichtung, die für ein Zuführen von Wärmeenergie
in das Fluid vorgesehen ist), der für ein Verdampfen und gegebenenfalls auch für ein
Überhitzen des Arbeitsmedium vorgesehen ist,
- eine Expansionsvorrichtung zum Expandieren des Fluids mit dem Ziel der Erzeugung mechanischer
Leistung,
- ein Kondensator (d.h. eine zweite Wärmetauschvorrichtung, die für einen Abführen von
Wärmeenergie von dem Fluid vorgesehen ist), der für ein Kondensieren des Fluids vorgesehen
ist, und
- eine Fördervorrichtung (insbesondere eine Pumpe) zum Fördern des Fluids (vorzugsweise
im flüssigen Zustand) in dem Kreislauf
integriert sind. Dabei ist die Expansionsvorrichtung in Form eines erfindungsgemäßen
Axialkolbenmotors ausgebildet.
[0027] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Antriebseinheit für ein Kraftfahrzeug, die
zumindest eine Brennkraftmaschine umfasst, die einen Verbrennungsmotor sowie einen
Abgasstrang, über den Abgas aus dem Verbrennungsmotor abführbar ist, aufweist. Die
Antriebseinheit umfasst weiterhin eine erfindungsgemäße Kreisprozessvorrichtung, wobei
der Verdampfer dazu vorgesehen und eingerichtet ist, Wärmeenergie des Abgases des
Verbrennungsmotors zum Verdampfen des Fluids zu nutzen.
[0028] Die Erfindung betrifft zudem ein Kraftfahrzeug, das eine solche erfindungsgemäße
Antriebseinheit umfasst, wobei die Brennkraftmaschine der Antriebseinheit insbesondere
zur Erzeugung einer Fahrantriebsleistung für das Kraftfahrzeug vorgesehen sein kann.
Bei dem Kraftfahrzeug kann es sich insbesondere um ein radbasiertes Kraftfahrzeug
(vorzugsweise ein PKW oder ein LKW) handeln. Eine Verwendung bei anderen Kraftfahrzeugen,
beispielsweise bei schienengebundenen Kraftfahrzeugen oder Schiffen, ist ebenfalls
möglich.
[0029] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1:
- eine Ausgestaltungsform eines erfindungsgemäßen Axialkolbenmotors (nur in Teilen dargestellt)
in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 2:
- den Axialkolbenmotor in einem Längsschnitt;
- Fig. 3:
- den in der Fig. 2 mit III gekennzeichneten Ausschnitt in vergrößerter Darstellung;
- Fig. 4:
- den Drehschieber des Axialkolbenmotors in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 5:
- den Deckelteil, das Dichtelement und die Druckkolben des Drehschiebers in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 6:
- einen ersten Radialschnitt durch den Drehschieber;
- Fig. 7:
- einen Querschnitt durch den Drehscheiber entlang der Ebene VII - VII in der Fig. 5;
- Fig. 8:
- einen zweiten Radialschnitt durch den Drehschieber;
- Fig. 9:
- eine Aufsicht auf die Zylinderkopfplatte und das Dichtelement des Axialkolbenmotors;
- Fig. 10:
- eine erfindungsgemäße Kreisprozessvorrichtung in einer schematischen Darstellung;
und
- Fig. 11:
- ein zu einem mittels der Kreisprozessvorrichtung durchführbaren Clausius-Rankine-Prozess
gehöriges T-S-Diagramm.
[0030] Die Fig. 1 bis 9 zeigen eine Ausgestaltungsform eines erfindungsgemäßen Axialkolbenmotors
10. Dieser ist in Taumelscheibenbauart ausgeführt und umfasst ein mehrteiliges Zylindergehäuse
12, das eine Mehrzahl (hier: sechs) von parallel zueinander ausgerichteten Zylinderrohren
14 umfasst. Die Zylinderrohre 14 begrenzen Zylinder 16, in denen jeweils ein Kolben
18 beweglich geführt ist. Die Kolben 18 sind über jeweils einen Pleuel 20 an eine
ringförmige Taumelscheibe 22 angebunden. Die Taumelscheibe 22 ist drehbar auf einem
Taumelscheibenfuß 24 gelagert, der drehfest mit einer (Abtriebs-)Welle 26 des Axialkolbenmotors
10 verbunden ist.
[0031] Die Taumelscheibe 22 sowie der Taumelscheibenfuß 24 weisen (koaxiale) Längsachsen
28 auf, die in einem definierten Winkel größer Null zu den Längsachsen 30, 32 der
Welle 26 und der Zylinder 16 geneigt verlaufen.
[0032] Der Druck des nacheinander in die einzelnen Zylinder 16 eintretenden Fluids (Arbeitsmedium)
führt aufgrund der Schrägstellung der Taumelscheibe 22 zu einer in Umfangsrichtung
gerichteten Kraftkomponente in den Anbindungsstellen der Pleuel 20 an die Taumelscheibe
22, wobei diese Kraftkomponente auf den Taumelscheibenfuß 24 übertragen wird und dadurch
die gewünschte Drehung der Welle 26 bewirkt. Infolge der Drehung der Welle 26 sowie
des damit drehfest verbundenen Taumelscheibenfußes 24 wird die Taumelscheibe 22 in
eine taumelnde Bewegung versetzt, die zu einer Hin-undher-Bewegung der mit der Taumelscheibe
22 über die Pleuel 20 verbundenen Kolben 18 führt. Dabei bewegt sich jeder der Kolben
18 zyklisch zwischen einem zu einem Zylinderkopf 36 nahe gelegenen oberen Totpunkt
(OT) und einem von dem Zylinderkopf 36 entfernt gelegenen unteren Totpunkt (UT).
[0033] Die Kolben-Zylinder-Einheiten arbeiten mit zwei Takten. Die Bewegung jedes Kolbens
18 ausgehend von dem OT bis zu dem UT wird durch das in die jeweiligen Zylinder 16
einströmende Fluid bewirkt (Arbeitstakt des jeweiligen Zylinders 16 und Arbeitshub
des jeweiligen Kolbens 18). Bei der von der Taumelscheibe 22 geführten Bewegung der
Kolben 18 ausgehend von dem UT bis zu dem OT wird das während des vorhergehenden Arbeitstakts
entspannte Fluid aus den jeweiligen Zylindern 16 ausgestoßen (Ausstoßtakt des jeweiligen
Zylinders 16 und Ausstoßhub des jeweiligen Kolbens 18). Das Einströmen und Ausstoßen
des Fluids zu den vorgesehenen Steuerzeiten wird mittels den Zylindern 16 zugeordneten
Einlass- und Auslassventilen gesteuert, die in Form eines kombinierten Drehschieberventils
38 ausgebildet sind.
[0034] Das Drehschieberventil 38 umfasst eine Zylinderkopfplatte 40, die stirnseitig auf
der von der Taumelscheibe 22 beabstandeten Seite abdichtend an dem Zylindergehäuse
12 anliegt. Die Zylinderkopfplatte 40 weist jeweils eine als kombinierte Ein- und
Auslassöffnung dienende Fluidwechselöffnung 42 für jeden der Zylinder 16 auf. Weitere
Öffnungen 44 (vgl. Fig. 1 und 8) dienen der Aufnahme von Schrauben 46, durch die ein
Zylinderkopfgehäuse 48, die Zylinderkopfplatte 40, das Zylindergehäuse 12 sowie ein
die Taumelscheibe 22 und den Taumelscheibenfuß 24 umgebendes Gehäuse 50 miteinander
verbunden sind. Auf der von den Zylindern 16 beabstandeten Seite der Zylinderkopfplatte
40 ist ein Drehschieber 52 angeordnet, der drehfest mit der Welle 26 verbunden ist
und sich somit im Betrieb des Axialkolbenmotors 10 relativ zu der Zylinderkopfplatte
40 dreht. Dadurch werden die Fluidwechselöffnungen 42 der Zylinderkopfplatte 40 abwechselnd
und einmal je Umdrehung der Welle 26 in Überdeckung mit einer ersten Durchtrittsöffnung
(Eintrittsöffnung) 54 sowie mit einer zweiten Durchtrittsöffnungen (Austrittsöffnung)
56 des Drehschiebers 52 gebracht. Die Eintrittsöffnung 54 und die Austrittsöffnung
56 sind dazu auf derselben Kreisbahn um die Rotationsachse 32 des Drehschiebers 52
angeordnet. Bei einer Überdeckung mit der Eintrittsöffnung 54 wird dem jeweiligen
Zylinder 16 über einen zentralen (d.h. koaxial bezüglich der Rotationsachse 32 des
Drehschiebers 52 und der Welle 26 gelegenen) Einlass 58 des Axialkolbenmotors 10,
über ein (ebenfalls koaxial bezüglich der Rotationsachse 32 des Drehschiebers 52 und
der Welle 26 verlaufendes) rohrförmiges Dichtelement 98, über einen in den Drehschieber
52 integrierten Hohlraum 60 sowie über einen den Hohlraum 60 mit der Eintrittsöffnung
54 verbindenden Fluidkanal 62 das gasförmige Fluid zugeführt (vgl. Fig. 8). Bei einer
Überdeckung mit der Austrittsöffnung 56 wird das Fluid aus den jeweiligen Zylindern
16 ausgestoßen und über einen Auslass 64 aus dem Axialkolbenmotor 10 abgeführt. Dabei
ist die Länge der Eintrittsöffnung 54 des Drehschiebers 52 (hinsichtlich der vorgesehenen
Rotationsrichtung 72 des Drehschiebers 52) derart gewählt, dass eine Überdeckung mit
immer nur der Fluidwechselöffnung 42 eines einzigen Zylinders 16 gegeben ist, während
die deutlich längere Austrittsöffnung 56 des Drehschiebers 52 ein gleichzeitiges Freigeben
mehrerer Fluidwechselöffnungen 42 vorsieht.
[0035] Das Dichtelement 98 dient einer fluidleitenden Verbindung zwischen dem Einlass 58
und dem Hohlraum 60 (und über diesen Hohlraum 60 mit der Eintrittsöffnung 54), wobei
das Dichtelement 98 ein Überströmen von über den Einlass 58 in den Axialkolbenmotor
10 eingebrachtem Fluid von der Hochdruckseite des Axialkolbenmotors 10, die der Fluidführung
zwischen dem Einlass 58 und der Eintrittsöffnung 54 des Drehschiebers 52 entspricht,
zu der Niederdruckseite des Axialkolbenmotors 10, die der ebenfalls in den Zylinderkopf
36 integrierten Fluidführung zwischen der Austrittsöffnung 56 des Drehschiebers 52
und dem Auslass 64 des Axialkolbenmotors 10 entspricht, weitestmöglich verhindern
soll. Problematisch dabei ist die Drehung des Drehschiebers 52 relativ zu dem Zylinderkopfgehäuse
48 im Betrieb des Axialkolbenmotors 10, so dass mittels des Dichtelements 98 eine
fluidtechnische Trennung der Hochdruckseite und der Niederdruckseite des Axialkolbenmotors
10 trotz dieser Relativdrehung bestmöglich erreicht werden soll. Hierzu ist vorgesehen,
dass das rohrförmige Dichtelement 98, dessen Längsachse 32 (ebenso wie die Längsachse
32 des Einlasses 58) koaxial bezüglich der Rotationsachse 32 des Drehschiebers 52
angeordnet ist, weitgehend unbeweglich innerhalb des Zylinderkopfgehäuses 48 aufgenommen
ist und der Drehschieber 52 sich im Betrieb des Axialkolbenmotors 10 somit auch relativ
zu dem Dichtelement 98 dreht. Konkret findet eine gleitende Relativbewegung zwischen
einer der ringförmigen Stirnseiten des Dichtelements 98 und dem daran angrenzenden
Abschnitt der Oberseite des Drehschiebers 52 statt, wie dies insbesondere aus der
Fig. 3 ersichtlich ist.
[0036] Die Fig. 3 zeigt in vergrößerter Darstellung den in der Fig. 2 mit III gekennzeichneten
Ausschnitt, wobei in die Fig. 3 zudem noch Pfeile eingezeichnet sind, die Kräfte symbolisieren,
die sich dadurch ergeben, dass das Dichtelement 98 durch die Beaufschalgung mittels
des Einlassdrucks des Fluids einerseits (in radialer Richtung) gegen einen Abschnitt
des Zylinderkopfgehäuses 48 und andererseits (in längsaxialer Richtung) gegen den
Drehschieber 52 gedrückt ist. Diejenigen Pfeile, die die durch die Druckbeaufschlagung
erzeugten Kräfte symbolisieren, sind dabei mit Flächenfüllung gezeichnet, während
diejenigen Pfeile, die die dazugehörigen Reaktionskräfte symbolisieren, ohne Flächenfüllung
dargestellt sind. Zu erkennen ist, dass die äußere Mantelfläche des Dichtelements
98 einerseits infolge einer ausreichend (elastisch) deformierbaren Ausgestaltung des
Dichtelements 98 gegen eine Kontaktfläche des Zylinderkopfgehäuses 48 gedrückt wird,
wodurch der zwischen diesen Kontaktflächen liegende, ringförmige Spalt abgedichtet
ist, so dass ein Überströmen von Fluid aus dem Einlass 58 über diesen ringförmigen
Spalt in den den Drehschieber 52 aufnehmenden Innenraum 100 des Zylinderkopfs 36 weitestmöglich
verhindert ist. Weiterhin wird das Dichtelement 98 in längsaxialer Richtung durch
den Einlassdruck des Fluids gegen die Oberseite des sich im Betrieb des Axialkolbenmotors
10 relativ zu dem Dichtelement 98 drehenden Drehschiebers 52 gedrückt, wodurch zudem
ein Überströmen von Fluid im Bereich des Übergangs zwischen dem Innenvolumen des Dichtelements
und dem Hohlraum 60 des Drehschiebers 52 über den dort zwischen dem Dichtelement 98
und dem Drehschieber 52 ausgebildeten, ringförmig umlaufenden Spalt weitestgehend
verhindert ist. Um eine Abdichtung dieses Spalts ergänzend zu verbessern, ist vorgesehen,
dass das Dichtelement 98 in Kombination mit dem Drehschieber 52 eine Labyrinthdichtung
ausbildet, wozu an der Oberseite des Drehschiebers 52 ein ringförmig umlaufender Vorsprung
102 ausgebildet ist, der in eine komplementäre Vertiefung in der Stirnseite des Dichtelements
98 eingreift. Weiterhin bildet auch das Dichtelement 98 an der dem Drehschieber 52
zugewandten Stirnseite radial innen liegend einen ringförmig umlaufenden Vorsprung
104 aus, der in eine in die Oberseite des Drehschiebers 52 integrierte, in den Hohlraum
60 des Drehschiebers 52 mündende Anschlussöffnung 106 eingreift.
[0037] Die Kraft, mit der die äußere Mantelfläche des Dichtelements 98 gegen die angrenzende
Kontaktfläche des Zylinderkopfgehäuses 48 gedrückt wird, ergibt sich aus der Höhe
des Einlassdrucks des Fluids und der Größe der inneren Mantelfläche des Dichtelements
98. Die Kraft, mit der das Dichtelement 98 gegen den Drehschieber 52 gedrückt wird,
ergibt sich dagegen aus der Höhe des Einlassdrucks des Fluids und der Differenz der
Größe der dem Einlass 58 zugewandten (größeren) Stirnseite des Dichtelements 98 einerseits
und der Größe desjenigen (kleineren) Abschnitts der dem Drehschieber 52 zugewandten
Stirnseite des Dichtelements 98, die von dem in die Anschlussöffnung 106 des Drehschiebers
52 ragenden Vorsprung 104 ausgebildet ist, andererseits. Um dabei eine Beaufschlagung
der dem Einlass 58 zugewandten Stirnfläche des Dichtelements 98 mit dem Einlassdruck
des Fluids zu ermöglichen ist der Einlass 58 derart ausgebildet, dass angrenzend an
diese Stirnseite des Dichtelements 98 ein Freiraum 34 ausgebildet ist, in dem der
Durchmesser des zylindrischen Einlasses 58 dem Außendurchmesser des Dichtelements
98 entspricht.
[0038] Um einen möglichst geringen Reibungswiderstand aufgrund der Bewegung des Drehschiebers
52 relativ zu dem Dichtelement 98 zu erzielen ist das Dichtelement 98 aus einem Gleitlagermaterial
(z.B. PTFE) ausgebildet. Trotz eines so erreichten relativ kleinen Reibungswiderstands
unterliegt insbesondere das Dichtelement 98 (weniger der Drehschieber 52) einem Verschleiß
aufgrund der Relativbeweglichkeit bezüglich des Drehschiebers 52. Dieser Verschleiß
kann sich jedoch selbsttätig aufgrund der längsaxial verschiebbaren Lagerung des Dichtelements
98 in dem Zylinderkopfgehäuse 48 und einer angepassten Dimensionierung des Dichtelements
98 und des Drehschiebers 52, insbesondere hinsichtlich der ineinander greifenden Vorsprünge
102, 104, in Kombination mit der längsaxialen Beaufschlagung des Dichtelements 98
mittels des Einlassdrucks des Fluids ausgleichen.
[0039] Der Drehschieber 52 und konkret ein Grundkörper 66 des Drehschiebers 52 ist für eine
fertigungstechnisch vorteilhafte Ausbildung des Hohlraums 60 mehrteilig ausgebildet.
Dieser umfasst ein Basisteil 68, das eine zentrische Aufnahmevertiefung ausbildet,
in die ein Deckelteil 78 eingesetzt ist. Der Deckelteil 78 begrenzt mit der Oberseite
des Basisteils 68 im Bereich der Aufnahmevertiefung den Hohlraum 60, wobei eine Öffnung
in der Mantelfläche des Deckelteils 78 eine fluidleitende Verbindung zwischen dem
Hohlraum 60 und dem Fluidkanal 62 ermöglicht.
[0040] Der Drehschieber 52 umfasst neben dem Grundkörper 66 eine sich über einen Umfangswinkel
(bezüglich der Rotationsachse des Drehschiebers) von ca. 180° erstreckende, teilkreisringförmige
Dichtplatte 70. In dieser Dichtplatte 70 ist die Eintrittsöffnung 54 des Drehschiebers
52 ausgebildet.
[0041] Die geschlossenen (d.h. die nicht die Eintrittsöffnung 54 ausbildenden) Abschnitte
der Dichtplatte 70 dienen einer bedarfsweisen Abdeckung der Fluidwechselöffnungen
42, wobei zumindest der in der Rotationsrichtung 72 des Drehschiebers 52 hinter der
Eintrittsöffnung 54 gelegene Abschnitt infolge der drehfesten Koppelung des Drehschiebers
52 über die Welle 26 an den Taumelscheibenfuß 24 stets derart angeordnet ist, dass
dieser im Bereich derjenigen drei Zylinder 16 angeordnet ist, in denen im Betrieb
des Axialkolbenmotors 10 die dazugehörigen Kolben 18 aktuell einen Arbeitshub ausführen.
[0042] Die Dichtplatte 70 ist in einer (teil-)kreisringförmigen Aufnahmevertiefung, die
von der an die Zylinderkopfplatte 40 angrenzenden Unterseite des Grundkörpers 66 ausgebildet
ist, beweglich angeordnet, wobei eine über eine relativ kleine Distanz mögliche Verschiebung
der Dichtplatte 70 in den zu der Rotationsachse 32 des Drehschiebers 52 parallelen
Richtungen und folglich auf die Zylinderkopfplatte 40 zu oder von dieser weg möglich
ist. Dies ermöglicht, die Dichtplatte 70 bedarfsgerecht an die Zylinderkopfplatte
40 anzudrücken, wodurch die von dem geschlossen ausgebildeten Abschnitt der Dichtplatte
70 überdeckten Fluidwechselöffnungen 42 nicht nur abgedeckt sind, sondern auch der
zwischen diesem Abschnitt der Dichtplatte 70 und der Zylinderkopfplatte 40 ausgebildete
Spalt infolge einer ausreichend hohen Kraft, mit der die Dichtplatte 70 gegen die
Zylinderkopfplatte 40 gedrückt wird, in ausreichendem Maße abgedichtet ist.
[0043] Andererseits ist vorgesehen, dass sich die Unterseite des Grundkörpers 66 in einem
definierten, relativ kleinen (z.B. ca. 3/10 mm) Abstand zu der Oberseite der Zylinderkopfplatte
40 befindet, wodurch ein Kontakt zwischen dem Grundkörper 66 und der Zylinderkopfplatte
40 und damit Reibungsverluste infolge der Drehung des Grundkörpers 66 relativ zu der
Zylinderkopfplatte 40 vermieden werden. Folglich ist ein Kontakt zwischen dem Drehschieber
52 und der Zylinderkopfplatte 40 lediglich in den Bereichen der geschlossenen ausgebildeten
Abschnitte der Dichtplatte 70 vorgesehen, wodurch die Größe dieser Kontaktfläche auf
das für das abgedichtete Abdecken der Fluidwechselöffnungen 42 derjenigen Zylinder
16, in denen aktuell die dazugehörigen Kolben 18 einen Arbeitshub ausführen, erforderliche
Maß reduziert ist. Dadurch sind Reibungsverluste, die sich aus der Drehung des Drehschiebers
52 relativ zu der Zylinderkopfplatte 40 ergeben, minimiert. Besonders klein können
diese Reibungsverluste gehalten werden, wenn die Auswahl der Materialen, aus denen
die Zylinderkopfplatte 40 (z.B. Stahl) und die Dichtplatte 70 (z.B. Kupfer) ausgebildet
sind, auch hinsichtlich eines möglichst geringen Reibungskoeffizienten ausgewählt
sind. Weiterhin besteht die Möglichkeit einer Beschichtung der Zylinderkopfplatte
40 und/oder der Dichtplatte 70 mit einem Gleitlagermaterial (z.B. PTFE oder DLC (Diamond-like
Carbon)). Unter anderen dann kann die Dichtplatte 70 vorteilhafterweise auch aus Stahl
ausgebildet sein.
[0044] Das Andrücken der Dichtplatte 70 an die Zylinderkopfplatte 40 erfolgt mittels mehreren
entlang der geschlossen ausgebildeten Abschnitte verteilt angeordneten Druckkolben
74, die verschiebbar (entlang der Rotationsachse 32) in jeweils einer zylindrischen
Aufnahmeöffnung des Grundkörpers 66 gelagert sind und die an ihrer Oberseite mit dem
über den Einlass 58 in den Hohlraum 60 des Drehschiebers 52 eingeströmten Fluid und
demnach mit dem Einlassdruck des Fluids beaufschlagt sind. Hierzu ist jeweils ein
zu jedem der Druckkolben 74 führender Fluidkanal 62 in dem Basisteil 68 des Grundkörpers
66 ausgebildet (vgl. Fig. 8), der über jeweils eine dazugehörige Öffnung 76 in der
Mantelfläche des Deckelteils 78 (vgl. Fig. 5) in fluidleitender Verbindung mit dem
Hohlraum 60 steht. Für eine Abdichtung der umlaufenden Spalte zwischen den Umfangsflächen
der Druckkolben 74 und der Begrenzungswände der diese aufnehmenden Aufnahmeöffnungen
ist jeweils ein Dichtring 80 (O-Ring) vorgesehen.
[0045] Die mit dem Einlassdruck des Fluids beaufschlagten Druckkolben 74 drücken die Dichtplatte
70 gegen die Zylinderkopfplatte 40, wodurch das bereits beschriebene abgedichtete
Abdecken der Fluidwechselöffnungen 42 derjenigen Zylinder 16, deren dazugehörige Kolben
18 einen Arbeitshub durchführen, erreicht wird. Dabei ist die Kraft, mit der die Dichtplatte
70 gegen die Zylinderkopfplatte 40 gedrückt wird, direkt abhängig von der Höhe des
Einlassdrucks des Fluids, so dass bei jeder tatsächlich im Betrieb des Axialkolbenmotors
10 vorgesehenen Höhe des Einlassdrucks einerseits eine ausreichende Abdichtung erzielt
und andererseits ein unnötig starkes Andrücken der Dichtplatte 70 an die Zylinderkopfplatte
40 und damit ein unnötig hoher Reibungswiderstand für die Drehung des Drehschiebers
52 relativ zu der Zylinderkopfplatte 40 vermieden wird.
[0046] Bei der Dichtplatte 70 ist ein der Eintrittsöffnung 54 vorgelagerter, geschlossener
Abschnitt vorgesehen, dessen Länge in Umfangsrichtung mindestens der Breite der Fluidwechselöffnungen
42 in Umfangsrichtung entspricht (vgl. insbesondere Fig. 9). Dadurch ist sichergestellt,
dass auch bei einer nur anfänglichen Überdeckung der Eintrittsöffnung 54 der Dichtplatte
70 mit den einzelnen Fluidwechselöffnungen 42 der Zylinderkopfplatte 40 das gesamte
in den jeweiligen Zylinder 16 einströmende Fluid darin verbleibt und nicht über einen
vor der Dichtplatte 70 anfänglich noch ausgebildeten Spalt wieder abströmt. Auch in
diesem der Eintrittsöffnung 54 vorgelagerten Abschnitt ist ein Andrücken der Dichtplatte
70 mittels eines Druckkolbens 74 vorgesehen (vgl. Fig. 5). Über eine Variation der
Länge dieses der Eintrittsöffnung 54 vorgelagerten, geschlossenen Abschnitts der Dichtplatte
70 kann eine Vorkompression von noch in den Zylindern 16 verbliebenem Fluid realisiert
und angepasst werden, indem dieser Abschnitt der Dichtplatte 70 die Fluidwechselöffnungen
42 bereits abdeckt, bevor die dazugehörigen Kolben 18 ihren OT erreicht haben.
[0047] Weiterhin ist ein Druckkolben 74 unmittelbar hinter (bezüglich der Rotationsrichtung
72) der Eintrittsöffnung 54 vorgesehen, dem sich mehrere weitere Druckkolben 74 anschließen.
Dabei ist vorgesehen, dass einerseits die Flächen der dem Einlassdruck des Fluids
ausgesetzten Oberseiten der Druckkolben 74 in Rotationsrichtung 72 größer werdend
ausgebildet sind und andererseits die Abstände zwischen den Druckkolben 74 in Drehrichtung
kleiner werdend ausgebildet sind, wodurch ein besonders starkes Andrücken der Dichtplatte
70 an die Zylinderkopfplatte 40 in einem die Eintrittsöffnung 54 umfassenden Bereich
erreicht wird, während der Anpressdruck mit zunehmenden Abstand von der Eintrittsöffnung
54 kleiner wird, wodurch die durch die einzelnen Druckkolben 74 erzeugten und auf
verschiedene Bereiche der Dichtplatte 70 wirkenden Andrückkräfte an den sich während
der Arbeitstakte in den Zylindern 16 zunehmend verringernden Fluiddruck angepasst
ist.
[0048] Um zu verhindern, dass die Taumelscheibe 22 von der Drehbewegung des Taumelscheibenfußes
24 mitgenommen wird, ist vorgesehen, diese gegen ein Verdrehen gesichert mit dem Zylindergehäuse
12 zu verbinden. Dazu ist eine Sicherungshülse 82 vorgesehen, die mit dem Zylindergehäuse
12 verbunden ist. Die Sicherungshülse 82 ist zudem über eine kardanartige Gelenkanordnung
mit der Taumelscheibe 22 verbunden. Die Gelenkanordnung bindet die Taumelscheibe 22
drehfest an die Sicherungshülse 82 und damit an das Zylindergehäuse 12 und lässt gleichzeitig
die Taumelbewegung der Taumelscheibe 22 zu. Die Gelenkanordnung umfasst einen Gelenkring
84, der über jeweils zwei Lagerstifte 86 um eine erste Achse drehbar mit der Sicherungshülse
82 sowie um eine zweite, zu der ersten Achse senkrecht verlaufende Achse drehbar mit
der Taumelscheibe 22 verbunden ist.
[0049] Der Axialkolbenmotor 10 kann beispielsweise in einer Kreisprozessvorrichtung 88 zur
Nutzung von Abwärme eines Verbrennungsmotors 90 einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs
eingesetzt werden (vgl. Fig. 10). Dabei expandiert ein verdampftes und überhitztes
sowie unter Druck stehendes Fluid in dem Axialkolbenmotor 10, wodurch ein Teil der
thermischen und potentiellen Energie des Fluids in mechanische Energie beziehungsweise
Leistung (P
mech) gewandelt wird. Das Fluid wird hierzu im flüssigen Zustand mittels einer Pumpe 92
(Fördervorrichtung) zu einem Verdampfer 94 gefördert, in dem dieses durch den Übergang
von Wärmeenergie von aus dem Verbrennungsmotor 90 über einen den Verdampfer 94 integrierenden
Abgasstrang abgeführtem Abgas erhitzt wird. Das so verdampfte und überhitzte Fluid
strömt dann zu dem als Expansionsvorrichtung der Kreisprozessvorrichtung 88 dienenden
Axialkolbenmotor 10 und von diesem in einem entspannte(re)n Zustand zu einem Kondensator
96 der Kreisprozessvorrichtung 88. In dem Kondensator 96 wird das Fluid durch einen
Wärmeübergang auf ein Kühlmedium, beispielsweise auf ein in einem auch den Verbrennungsmotor
90 integrierenden Kühlsystem des Kraftfahrzeugs strömendes Kühlmittel, gekühlt. Dabei
kondensiert das Fluid, so dass es im flüssigen Zustand mittels der Pumpe 92 erneut
dem Verdampfer 94 zugeführt werden kann. Aufgrund der Förderung des flüssigen Fluids
mittels der Pumpe 92 wird auch eine Verdichtung des zwischen dem Verdampfer 94 und
dem Axialkolbenmotor 10 (Expansionsvorrichtung) im gasförmigen Zustand vorliegenden
Fluids auf einen vorgesehenen Betriebsdruck erreicht, wobei die Druckerzeugung mittels
der Pumpe 92 in Wechselwirkung mit der Expansion des gasförmigen Fluids in dem Axialkolbenmotor
10 steht.
[0050] Durch die Arbeit der Pumpe 92 wird das Druckniveau gemäß dem T-S-Diagramm der Fig.
11 (theoretisch bzw. idealisiert betrachtet) adiabat und isentrop auf einen festgelegten
Wert angefahren und ein definierter Volumenstrom sichergestellt. Vom Zustandspunkt
b bis zum Zustandspunkt c findet eine (theoretisch bzw. idealisiert betrachtet) isobare
Wärmezufuhr mit Verdampfung und Überhitzung statt. Ab dem Zustandspunkt b' beginnt
die Verdampfung, die beim Erreichen des Zustandspunkts b" abgeschlossen ist. Vom Zustandspunkt
b" bis zum Zustandspunkt c wird das dampfförmige Fluid überhitzt. Die Abgabe der mechanischen
Arbeit (P
mech) durch den Axialkolbenmotor 10 (Expansionsvorrichtung) findet durch eine (theoretisch
bzw. idealisiert betrachtet) isentrope Entspannung vom Zustandspunkt c bis zum Zustandspunkt
d statt. Je nach Art und Aufbau der Expansionsvorrichtung kann nun bis kurz vor das
Dampfgebiet oder in das Nassdampfgebiet hinein entspannt werden. Vom Zustandspunkt
d bis zum Zustandspunkt a wird das Fluid durch den Kondensator (theoretisch bzw. idealisiert
betrachtet) isobar und isotherm verflüssigt.
[0051] Ziel der Betrachtung im T-S-Diagramm ist eine Maximierung der zugeführten Wärme vom
Zustandspunkt b bis zum Zustandspunkt c und eine Reduktion der abzuführenden Wärme
(q_ab) vom Zustandspunkt d bis zum Zustandspunkt a. Die eingeschlossene Fläche vom
Zustandspunkt a über die Zustandspunkte b und c bis zum Zustandspunkt d soll im vorgesehenen
Temperaturbereich maximiert werden. Der Wirkungsgrad eines Clausius-Rankine-Prozesses
ist somit visuell als Verhältnis beider Flächen zu interpretieren (η
th = 1 - (q_ab)/(q_zu)).
Bezugszeichenliste
[0052]
- 10
- Axialkolbenmotor
- 12
- Zylindergehäuse
- 14
- Zylinderrohr
- 16
- Zylinder
- 18
- Kolben
- 20
- Pleuel
- 22
- Taumelscheibe
- 24
- Taumelscheibenfuß
- 26
- Welle
- 28
- Längsachse der Taumelscheibe und des Taumelscheibenfußes
- 30
- Längsachse der Zylinder
- 32
- Längsachse/Rotationsachse der Welle und des Drehschiebers; Längsachse des Einlasses
und des Dichtelements
- 34
- Freiraum im Einlass
- 36
- Zylinderkopf
- 38
- Drehschieberventil
- 40
- Zylinderkopfplatte
- 42
- Fluidwechselöffnung
- 44
- Öffnung der Zylinderkopfplatte
- 46
- Schraube
- 48
- Zylinderkopfgehäuse
- 50
- Gehäuse
- 52
- Drehschieber
- 54
- erste Durchtrittsöffnung/Eintrittsöffnung
- 56
- zweite Durchtrittsöffnung/Austrittsöffnung
- 58
- Einlass
- 60
- Hohlraum des Drehschiebers
- 62
- Fluidkanal
- 64
- Auslass
- 66
- Grundkörper des Drehschiebers
- 68
- Basisteil des Drehschiebers
- 70
- Dichtplatte des Drehschiebers
- 72
- Rotationsrichtung des Drehschiebers
- 74
- Druckkolben
- 76
- Öffnung des Deckelteils
- 78
- Deckelteil des Drehschiebers
- 80
- Dichtring
- 82
- Sicherungshülse
- 84
- Gelenkring
- 86
- Lagerstift
- 88
- Kreisprozessvorrichtung
- 90
- Verbrennungsmotor
- 92
- Pumpe
- 94
- Verdampfer
- 96
- Kondensator
- 98
- Dichtelement
- 100
- Innenraum des Zylinderkopfs
- 102
- Vorsprung des Drehschiebers
- 104
- Vorsprung des Dichtelements
- 106
- Anschlussöffnung des Drehschiebers
1. Axialkolbenmotor (10) mit einem Zylindergehäuse (12), in dem mehrere Zylinder (16)
ausgebildet sind, und mit in den Zylindern (16) beweglich geführten Kolben (18), wobei
die Kolben (18) an eine Schrägscheibe angebunden sind und wobei eine Strömung eines
über einen Einlass (58) in den Axialkolbenmotor (10) eingetretenen Fluids in die und
aus den Zylindern (16) mittels Einlass- und Auslassventilen gesteuert wird, wobei
die Einlass- und/oder die Auslassventile in einer Zylinderkopfplatte (40) ausgebildete
Fluidwechselöffnungen (42) umfassen, die temporär mittels eines Drehschiebers (52)
freigegeben und abgedeckt werden können, wobei der Drehschieber (52) eine mit den
Fluidwechselöffnungen (42) in eine fluidleitende Verbindung bringbare Eintrittsöffnung
(54) aufweist, die über ein rohrförmiges Dichtelement (98) mit dem Einlass (58) in
fluidleitender Verbindung steht, wobei das Dichtelement (98) durch eine Beaufschlagung
mittels des Einlassdrucks des Fluids gegen ein Widerlager gedrückt ist, um einen zwischen
dem Dichtelement (98) und dem Widerlager ausgebildeten Spalt abzudichten, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (98) und das Widerlager zusätzlich eine Labyrinthdichtung ausbilden.
2. Axialkolbenmotor (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (98) drehbar bezüglich des Drehschiebers (52) angeordnet und durch
eine Beaufschlagung mittels des Einlassdrucks des Fluids gegen den Drehschieber (98)
gedrückt ist.
3. Axialkolbenmotor (10) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (98) derart in radialer Richtung deformierbar ausgelegt ist, dass
eine äußere Mantelfläche des Dichtelements (98) durch eine Beaufschlagung mittels
des Einlassdrucks des Fluids gegen eine Kontaktfläche eines Zylinderkopfgehäuses (48)
gedrückt ist.
4. Axialkolbenmotor (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber (52) einen Hohlraum (60) ausbildet, wobei in diesen Hohlraum (60)
eine Anschlussöffnung (106), die über das Dichtelement (98) in fluidleitender Verbindung
mit dem Einlass (58) steht, sowie die Eintrittsöffnung (54) münden.
5. Axialkolbenmotor (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachse (32) des Dichtelements (98) koaxial bezüglich der Rotationsachse (32)
des Drehschiebers (52) angeordnet ist.
6. Axialkolbenmotor (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die den abzudichtenden Spalt begrenzende Fläche des Dichtelements (98)
und/oder des Widerlagers aus einem Gleitlagermaterial ausgebildet ist.
7. Kreisprozessvorrichtung (88) mit einem Kreislauf für ein Fluid, wobei in den Kreislauf
- ein Verdampfer (94) zum Verdampfen des Fluids,
- eine Expansionsvorrichtung zum Expandieren des Fluids,
- ein Kondensator (96) zum Kondensieren des Fluids und
- eine Fördervorrichtung zum Fördern des Fluids in dem Kreislauf integriert sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Expansionsvorrichtung in Form eines Axialkolbenmotors (10) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche ausgebildet ist.
8. Antriebseinheit für ein Kraftfahrzeug mit einer Brennkraftmaschine, die einen Verbrennungsmotor
(10) sowie einen Abgasstrang, über den Abgas aus dem Verbrennungsmotor (10) abführbar
ist, umfasst, und mit einer Kreisprozessvorrichtung gemäß Anspruch 7, wobei der Verdampfer
(94) dazu eingerichtet ist, Wärmeenergie des Abgases zum Verdampfen des Arbeitsmediums
zu nutzen.
9. Kraftfahrzeug mit einer Antriebseinheit gemäß Anspruch 8.
1. Axial piston motor (10) with a cylinder housing (12), in which a plurality of cylinders
(16) are formed, and with pistons (18) movably guided in the cylinders (16), wherein
the pistons (18) are connected to a swash plate and wherein a flow of a fluid, which
entered the axial piston motor (10) via an inlet (58), into and out of the cylinders
(16) is controlled by means of intake and exhaust valves, wherein the intake and/or
the exhaust valves comprise fluid exchange openings (42) in a cylinder head plate
(40) which fluid exchange openings can be temporarily exposed and covered by means
of a rotary slide (52), wherein the rotary slider (52) has an inlet opening (54) that
can be brought into a fluid-conducting connection with the fluid exchange openings
(42), which inlet opening is in a fluid-conducting connection with the inlet (58)
via a tubular sealing element (98), wherein the sealing element (98) is pressed against
an abutment by means of the inlet pressure of the fluid in order to seal off a gap
formed between the sealing element (98) and the abutment, characterized in that the sealing element (98) and the abutment additionally form a labyrinth seal.
2. Axial piston motor (10) according to Claim 1, characterized in that the sealing element (98) is arranged rotatably with respect to the rotary slide (52)
and is pressed against the rotary slide (98) by means of the inlet pressure of the
fluid.
3. Axial piston motor (10) according to Claim 2, characterized in that the sealing element (98) is designed to be deformable in the radial direction in
such a way that an outer lateral surface of the sealing element (98) is pressed against
a contact surface of a cylinder head housing (48) by means of the inlet pressure of
the fluid.
4. Axial piston motor (10) according to any one of the preceding claims, characterized in that the rotary slide (52) forms a cavity (60), wherein a connection opening (106), which
is in fluid-conducting connection with the inlet (58) via the sealing element (98),
and also the inlet opening (54) open into said cavity (60).
5. Axial piston motor (10) according to any one of the preceding claims, characterized in that the longitudinal axis (32) of the sealing element (98) is arranged coaxially with
respect to the axis of rotation (32) of the rotary slide (52).
6. Axial piston motor (10) according to any one of the preceding claims, characterized in that at least the surface of the sealing element (98) and/or of the abutment delimiting
the gap to be sealed is formed from a plain bearing material.
7. Cycle device (88) with a circuit for a fluid, wherein
- an evaporator (94) for evaporating the fluid,
- an expansion device for expanding the fluid,
- a condenser (96) for condensing the fluid, and
- a conveying device for conveying the fluid in the circuit
are integrated in the circuit, characterized in that the expansion device is designed in the form of an axial piston motor (10) according
to any one of the preceding claims.
8. Drive unit for a motor vehicle with a combustion engine which comprises an internal
combustion engine (10) and an exhaust line, via which exhaust gas can be discharged
from the internal combustion engine (10), and with a cycle device according to Claim
7, wherein the evaporator (94) is configured to use thermal energy of the exhaust
gas for evaporating the working medium.
9. Motor vehicle with a drive unit according to Claim 8.
1. Moteur à pistons axiaux (10) comprenant un carter de cylindres (12), dans lequel sont
formés plusieurs cylindres (16) et comprenant des pistons (18) guidés en déplacement
dans les cylindres (16), les pistons (18) étant solidarisés à un plateau incliné et
un écoulement d'un fluide entrant dans le moteur à pistons axiaux (10) par une admission
(58) étant dirigé dans les cylindres (16) et hors de ceux-ci au moyen de soupapes
d'admission et d'échappement, les soupapes d'admission et/ou d'échappement comprenant
des ouvertures d'échange de fluide (42) formées dans une plaque de culasse (40), qui
peuvent être découvertes et obturées temporairement au moyen d'un distributeur rotatif
(52), le distributeur rotatif (52) comprenant une ouverture d'entrée (54) pouvant
être amenée en communication fluidique avec les ouvertures d'échange de fluide (42)
et qui communique fluidiquement avec l'admission (58) au travers d'un élément d'étanchéité
(98) tubulaire, l'élément d'étanchéité (98) étant sollicité en direction d'une butée
par la pression d'admission du fluide, de manière à fermer de manière étanche l'interstice
formé entre l'élément d'étanchéité (98) et la butée, caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité (98) et la butée forment en outre un joint labyrinthe.
2. Moteur à pistons axiaux (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité (98) est disposé rotatif par rapport au distributeur rotatif
(52) et est sollicité par la pression d'admission du fluide contre le distributeur
rotatif (98).
3. Moteur à pistons axiaux (10) selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité (98) est conçu déformable dans la direction radiale de sorte
qu'une surface d'enveloppe externe de l'élément d'étanchéité (98) soit sollicitée
par la pression d'admission du fluide contre une surface de contact d'un carter de
culasse (48).
4. Moteur à pistons axiaux (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le distributeur rotatif (52) forme une cavité (60), une ouverture de raccordement
(106), qui est en communication fluidique avec l'admission (58) par l'intermédiaire
de l'élément d'étanchéité (98), ainsi que l'ouverture d'entrée (54), débouchant dans
cette cavité (60).
5. Moteur à pistons axiaux (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'axe longitudinal (32) de l'élément d'étanchéité (98) est disposé coaxial par rapport
à l'axe de rotation (32) du distributeur rotatif (52).
6. Moteur à pistons axiaux (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que au moins les surfaces de l'élément d'étanchéité (98) délimitant l'interstice à étancher
et/ou la butée sont formées d'un matériau de palier lisse.
7. Système à cycle (88) comprenant une circulation pour un fluide,
- un évaporateur (94) pour vaporiser le fluide,
- un système d'expansion pour soumettre le fluide à une expansion,
- un condensateur (96) pour condenser le fluide et
- un système transporteur pour transporter le fluide dans la circulation
sont intégrés dans la circulation, caractérisé en ce que le système d'expansion est conçu sous la forme d'un moteur à pistons axiaux (10)
selon l'une quelconque des revendications précédentes.
8. Ensemble de propulsion pour un véhicule à moteur comprenant un moteur à combustion,
qui comprend un moteur à combustion interne (10) ainsi qu'une ligne de gaz d'échappement,
par l'intermédiaire de laquelle les gaz d'échappement sont guidés hors du moteur à
combustion interne (10) et comprenant un système à cycle selon la revendication 7,
dans lequel l'évaporateur (94) est conçu pour utiliser l'énergie thermique des gaz
d'échappement pour vaporiser le milieu de travail.
9. Véhicule à moteur comprenant un ensemble de propulsion selon la revendication 8.