[0001] Die Erfindung betrifft einen Dunstabzug mit mindestens einer Filtereinheit.
[0002] Bei Dunstabzügen, insbesondere Dunstabzugshauben, die in einer Küche betrieben werden,
ist es bekannt, flüssige und feste Verunreinigungen sowie Gerüche aus den beim Kochen
entstehenden Dünsten und Wrasen auszufiltern. Hierzu werden meist mechanische Filter
in dem Dunstabzug eingesetzt. Als mechanische Filter werden beispielsweise Streckmetallfilter,
Lochblechfilter, Baffle-Filter, die auch als Wirbelstromfilter bezeichnet werden können,
Randabsaugungsfilter und poröse Schaumstoffmedien verwendet.
[0003] WO 2008/057262 A2 offenbart eine Dunstabzugshaube mit einer elektrostatisch unterstützter Luftströmung
und Filterung. Hierzu wird ein elektrostatischer Fluid Beschleuniger (EFA) verwendet.
[0005] CN 165 41 28 A offenbart einen Küchendunstabzug, der auf der Basis elektrostatischer Abscheidung
arbeitet.
[0006] DE 10 2009 023241 A1 offenbart eine Filtervorrichtung einer Dunstabzugshaube oder einer Luftreinigungsvorrichtung
im Küchen- oder Wohnbereich.
[0007] Zudem ist beispielsweise aus der
DE 2146288 A eine Dunstabzugshaube bekannt, bei der eine elektrostatische Filtereinheit verwendet
wird. Die elektrostatische Filtereinheit besteht bei dieser Dunstabzugshaube aus plattenförmigen
Abscheide- und Gegenelektroden sowie drahtförmigen lonisationselektroden. Die plattenförmigen
Abscheide- und Gegenelektroden sind über elektrisch leitende Stege miteinander verbunden
und sind so angeordnet, dass die in das Filterelement eintretende Luft zunächst die
Abscheideelektroden mit dazwischen liegenden drahtförmigen lonisationselementen anströmt
und anschließend zu den nach oben versetzten Gegenelektroden gelangt. Die Abscheideelektroden
sind über eine Trennwand an dem Gehäuse der Dunstabzugshaube befestigt. Zudem ist
in dem Gehäuse der Dunstabzugshaube ein Hochspannungsgerät vorgesehen, das mit den
Elektroden der Elektroden der Filtereinheit verbunden ist.
[0008] Ein Nachteil dieser Filtereinheit besteht darin, dass deren Aufbau komplex ist. Zudem
ist die Filtereinheit aufgrund ihres Aufbaus nicht aus der Dunstabzugshaube entnehmbar.
[0009] EP 0 559 038 A2 offenbart eine elektrostatische Filtereinrichtung für Dunstabzugshauben. Die Filtereinrichtung
besitzt einen modularen Aufbau. Jeder Modul besitzt einen lonisator und herausnehmbare
Filterplatten. Zu Reinigungszwecken kann jeder Modul mit dem aus Filterplatten bestehenden
Plattenabscheider entgegen der Luftstromrichtung aus der Filtereinrichtung entnommen
werden. Plattenabscheider und lonisator können gemeinsam in einer Spülmaschine gereinigt
werden.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher einen Dunstabzug mit einer Filtereinheit
zu schaffen, der einen einfachen Aufbau aufweist, einfach zu handhaben ist und dennoch
eine zuverlässige Reinigung von Dünsten und Wrasen und anderer verunreinigter Luft
erlaubt.
[0011] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass diese Aufgabe gelöst werden kann,
indem eine Filtereinheit geschaffen wird, die das elektrostatische Filterprinzip nutzt
aber dennoch auf einfache Weise in einen Dunstabzug eingebracht und aus diesem entnommen
werden kann.
[0012] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch einen Dunstabzug mit den Merkmalen
des Anspruchs 1.
[0013] Die Filtereinheit wird auch als Filtermodul bezeichnet. Die Filtereinheit stellt
eine aus dem Dunstabzug entnehmbare, portable Filtereinheit dar, die vorzugsweise
vormontiert ist. Als vormontiert wird eine Filtereinheit bezeichnet, die als eine
Baueinheit in den Dunstabzug eingesetzt und aus diesem in einer Einheit entnommen
werden kann. Als Dunstabzug wird eine Dunstabzugsvorrichtung bezeichnet, die beispielsweise
eine Dunstabzugshaube oder ein Deckenlüfter sein kann. Vorzugsweise weist der Dunstabzug
einen Absaugspalt auf. Der Absaugspalt ist erfindungsgemäß zwischen einem Dunstabzugsgehäuse
und einer unterhalb des Dunstabzugsgehäuses zu diesem versetzt angeordneten Prallplatte
gebildet. Der Absaugspalt kann auch als Randabsaugspalt bezeichnet werden.
[0014] Die Filtereinheit umfasst eine Ionisationseinheit, die auch als lonisationsstufe
bezeichnet werden kann, und eine Abscheideeinheit, die auch als Abscheidestufe bezeichnet
werden kann. Die lonisationsstufe weist vorzugsweise mindestens ein lonisationselement
und mindestens eine Gegenelektrode auf. Die Abscheidestufe weist mindestens eine Niederschlagselektrode
und mindestens eine Gegenelektrode auf. Die Abscheidestufe ist in Strömungsrichtung
der Filtereinheit der lonisationsstufe nachgeschaltet. Das lonisationselement wird
mit Spannung, vorzugsweise Hochspannung, beaufschlagt. Beim Durchströmen von verunreinigter
Luft durch die lonisationsstufe werden feste und flüssige Stoffe elektrostatisch mittels
des lonisationselementes, das auch als Sprühelektrode bezeichnet werden kann, aufgeladen.
Die Abscheidestufe umfasst vorzugsweise zumindest eine Niederschlagselektrode und
mindestens eine Gegenelektrode, die plattenförmig ausgestaltet sind und in der Abscheidestufe
alternierend angeordnet sind.
[0015] Erfindungsgemäß umfasst die Filtereinheit ein Gehäuse. Das Gehäuse besteht vorzugsweise
aus elektrisch nichtleitendem Material. In dem Gehäuse sind sowohl die Ionisationseinheit
als auch die Abscheideeinheit aufgenommen. Das Gehäuse stellt somit ein gemeinsames
Gehäuse für diese beiden Einheiten dar. Indem die Filtereinheit ein solches Gehäuse
aufweist, kann diese auf einfache Weise in den Dunstabzug eingebracht oder aus diesem
als eine Einheit entnommen werden.
[0016] Das Gehäuse weist insbesondere eine Kastenform auf. Der Boden und die Deckwand des
Gehäuses sowie zwei Seitenwände sind dabei durch luftundurchlässige Platten gebildet.
Die Vorderseite und Rückseite des Gehäuses sind hingegen offen oder durch ein luftdurchlässiges
Bauteil, insbesondere ein Gitter, gebildet.
[0017] Richtungsangaben wie oben, unten, vorne und hinten beziehen sich, soweit nicht anders
angegeben auf eine Filtereinheit in einem Zustand, in dem diese in einem vertikalen
Absaugspalt eines Dunstabzuges eingebracht ist. Als Vorderseite wird dabei die nach
außen gerichtete Seite verstanden, über die Luft in die Filtereinheit eintreten kann.
Die Rückseite ist dem Inneren des Dunstabzuges zugewandt. Bei einer so in einen vertikalen
Absaugspalt eines Dunstabzuges eingebrachten Filtereinheit liegt die Strömungsrichtung
in der die Filtereinheit von Luft durchströmt wird in der Horizontalen.
[0018] Erfindungsgemäß weist das Gehäuse der Filtereinheit an zumindest einer Wand ein von
außen zugängliches elektrisches Kontaktelement auf. Als von außen zugängliches elektrisches
Kontaktelement wird ein Kontaktelement bezeichnet, das ohne Öffnen des Gehäuses der
Filtereinheit an eine Spannungsquelle angeschlossen werden kann und über das Strom
und Spannung an die in dem Gehäuse befindlichen Elektroden geleitet werden kann.
[0019] Indem die Filtereinheit erfindungsgemäß ein gemeinsames Gehäuse für die Abscheideeinheit
und die Ionisationseinheit aufweist und zudem an dem Gehäuse mindestens ein von außen
zugängliches elektrisches Kontaktelement vorgesehen ist, kann die Filtereinheit als
ein Bauteil in einen Dunstabzug eingebracht, beispielsweise eingeschoben werden und
aus diesem auch wieder entnommen werden. Durch die Kontaktelemente wird hierbei gewährleistet,
dass die Spannung an den Elektroden der Abscheideeinheit und Ionisationseinheit angelegt
werden kann. Die Filtereinheit kann somit auf einfache Weise als ein Modul eines Filtersystems,
das aus mehreren Filtereinheiten bestehen kann, verwendet werden.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist das Gehäuse eine Deckwand, eine Bodenwand
und mindestens drei Seitenwände auf und eine der Seitenwände ist zumindest teilweise
durch ein Schutzgitter gebildet. Die Bodenwand stellt die Unterseite der Filtereinheit
dar und die Deckwand die Oberseite der Filtereinheit. Der Boden und die Deckwand liegen
hierbei vorzugsweise in dem im Dunstabzug eingebrachten Zustand der Filtereinheit
in der Horizontalen. Hierdurch kann ein Austreten von in der Filtereinheit abgeschiedenen
Verunreinigungen verhindert werden. Die Seite des Gehäuses der Filtereinheit, die
zumindest teilweise durch ein Schutzgitter gebildet ist, stellt vorzugsweise die Vorderseite
der Filtereinheit dar. Die Vorderseite der Filtereinheit ist in dem in dem Dunstabzug
eingebrachten Zustand der Filtereinheit die Seite der Filtereinheit, die nach Außen
gewandt ist und über die Luft in die Filtereinheit eintreten kann. Die Seitenwand,
die die Vorderseite der Filtereinheit bildet kann vollständig durch ein Schutzgitter
gebildet sein. Indem das Gehäuse an dieser Seite durch eine Seitenwand gebildet ist,
die zumindest teilweise aus einem Gitter besteht, kann zum einen der Eintritt von
Luft gewährleistet werden und zum anderen aber der Zugriff des Benutzers der Filtereinheit
und des Dunstabzuges auf die innen liegenden Elektroden der Filtereinheit verhindert
werden. Zudem wird durch das Vorsehen eines Schutzgitters die Stabilität des Gehäuses
gegenüber einem nach vorne offenen Gehäuse erhöht und dadurch die Handhabbarkeit der
Filtereinheit verbessert. Insbesondere ist ein Verformen des Gehäuse beim Entnehmen
aus dem Dunstabzug und einem Reinigen außerhalb des Dunstabzuges nicht zu befürchten.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist an dem Gehäuse eine Ablaufrinne ausgebildet.
Die Ablaufrinne ist vorzugsweise an der Rückseite des Gehäuses gebildet, das heißt
an der Seite, die der Seitenwand, die durch das Schutzgitter gebildet ist, gegenüber
liegt. Besonders bevorzugt wird die Ablaufrinne durch eine Verlängerung der Bodenwand
nach hinten gebildet. Die Ablaufrinne kann eine Neigung aufweisen, die von der Rückseite
der Bodenwand des Gehäuses der Filtereinheit aus nach unten geneigt verläuft. Durch
das Vorsehen einer Ablaufrinne können Verunreinigungen, die in der Filtereinheit abgeschieden
wurden, gesammelt werden. Somit wird durch das Vorsehen einer Ablaufrinne die Standzeit,
das heißt die Dauer zwischen notwendigen Reinigungen der Filtereinheit verlängert.
Da die Ablaufrinne vorzugsweise an der Rückseite des Gehäuses vorgesehen ist, und
die Rückseite im eingebrachten Zustand dem Inneren des Dunstabzuges zugewandt ist,
ist diese Ablaufrinne während der Benutzung des Dunstabzuges nicht sichtbar und ein
Abtropfen von Verunreinigungen von der Ablaufrinne aus dem Dunstabzug kann verhindert
werden.
[0022] Gemäß einer Ausführungsform sind in der Abscheideeinheit Niederschlagselektroden
und Gegenelektroden alternierend angeordnet und die Niederschlagselektroden und Gegenelektroden
stellen Platten dar, die sich parallel zu dem Boden des Gehäuses der Filtereinheit
erstrecken. Bei dieser Ausführungsform sind die Platten, das hießt die Niederschlagelektroden
und Gegenelektroden abwechselnd angeordnet. Die Elektroden sind somit alternierend
elektrisch geladen. Die positiven Niederschlagselektroden stehen unter positiver elektrischer
Hochspannung. Zwischen den abwechselnd angeordneten positiven Niederschlagselektroden
und negativen Gegenelektroden bildet sich im Filterbetrieb ein elektrisches Feld aus.
Dieses elektrische Feld bewirkt, dass die bereits in der Ionisationseinheit aufgeladenen
festen und flüssigen Stoffe aus dem Luftstrom durch das elektrische Feld ausgelenkt
werden und an den Niederschlagselektroden und Gegenelektroden sich niederschlagen
beziehungsweise abgeschieden werden. Diese festen und flüssigen Stoffe setzen sich
in Form von Verunreinigungen an den Niederschlagselektroden und Gegenelektroden der
Abscheideeinheit ab. Bei der Ausführungsform, bei der die Niederschlagselektroden
und Gegenelektroden parallel zu dem Boden des Gehäuses der Filtereinheit in der Abscheideeinheit
angeordnet sind, weist die Abscheideeinheit einen vereinfachten Aufbau auf. Die Filtereinheit
weist vorzugsweise eine größere Breite als Höhe auf. Hierdurch kann die Filtereinheit
auf einfache Weise in einen Dunstabzug und insbesondere in einen vertikal verlaufenden
Absaugspalt eingebracht werden. Bei der Ausführungsform, bei der die Elektroden in
der Abscheideeinheit parallel zum Boden des Gehäuses der Filtereinheit angeordnet
sind, ist daher eine geringe Anzahl von Elektroden ausreichend, um ein Abscheiden
über die gesamte Höhe und Breite der Filtereinheit zu ermöglichen.
[0023] Allerdings ist es gemäß einer weiteren Ausführungsform vorgesehen, dass in der Abscheideeinheit
Niederschlagselektroden und Gegenelektroden alternierend angeordnet sind und die Niederschlagselektroden
und Gegenelektroden Platten darstellen, die sich senkrecht zu dem Boden des Gehäuses
der Filtereinheit erstrecken. Bei dieser Ausführungsform ist zwar die Anzahl von Elektroden,
die in der Abscheideeinheit vorgesehen werden müssen größer als bei der Ausführungsform
mit parallel zum Boden angeordneten Elektroden. Allerdings können bei senkrecht zum
Boden des Gehäuses angeordneten Elektroden Verunreinigungen, die sich an den Platten
abgesetzt haben, an diesen entlang herunter laufen und gegebenenfalls in einer an
dem Gehäuse vorgesehenen Ablaufrinne gesammelt werden.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Niederschlagselektroden und Gegenelektroden,
die durch Platten gebildet sind und senkrecht zu dem Boden des Gehäuses stehen, jeweils
zu einem Kammprofil zusammengefasst und die Kammprofile greifen ineinander. Bei dieser
Ausführungsform ist der Aufbau der Filtereinheit weiter vereinfacht, da nur zwei Bauteile,
nämlich ein Kammprofil mit Niederschlagselektroden und ein Kammprofil mit Gegenelektroden
notwendig sind. Die plattenförmigen Elektroden können bei dieser Ausführungsform auch
als Rippen bezeichnet werden. Die Kammprofile können auf einfache Weise an dem Gehäuse
befestigt werden. Durch den Kammboden, der die Platten des jeweiligen Kammprofils
miteinander verbindet, wird zudem die Stabilität der Filtereinheit insgesamt verbessert.
Durch das Ineinandergreifen der Kammprofile liegen die Niederschlagselektroden und
Gegenelektroden alternierend vor.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist in der Ionisationseinheit ein lonisationselement
angeordnet, das sich parallel zu dem Boden des Gehäuses erstreckt. Besonders bevorzugt
ist nur ein einziges lonisationselement in der Ionisationseinheit angeordnet. Hierdurch
wird der Aufbau der Filtereinheit weiter vereinfacht. Insbesondere kann sich das lonisationselement
über die gesamte Breite des Gehäuses der Filtereinheit erstrecken und muss daher lediglich
an den Längsenden befestigt werden. Insbesondere bei der Ausführungsform, bei der
die plattenförmigen Elektroden der Abscheideeinheit senkrecht zum Boden des Gehäuses
stehen, wird bei einem senkrecht dazu verlaufenden lonisationselement sichergestellt,
dass die Luft, die zwischen die plattenförmigen Elektroden eintritt zuverlässig in
der Ionisationseinheit zuvor ionisiert wurde, das heißt die Verunreinigungen in der
Luft ionisiert wurden.
[0026] Vorteile und Merkmale, die bezüglich der Filtereinheit beschrieben wurden und werden,
gelten - soweit anwendbar - auch für den erfindungsgemäßen Dunstabzug und umgekehrt.
[0027] Da in den Dunstabzug erfindungsgemäße Filtereinheiten lösbar vorgesehen sind, kann
der modulare Aufbau des Filtersystems des Dunstabzugs auf einfache Weise realisiert
werden. Somit können die Filtereinheiten einzeln aus dem Dunstabzug beispielsweise
zu Reinigungszwecken entnommen werden. Die Filtereinheiten sind in einem Absaugspalt
angeordnet. Als Absaugspalt wird die Öffnung des Dunstabzuges bezeichnet, über die
Luft in den Dunstabzug eingesaugt wird. Zu diesem Zweck ist in dem Dunstabzugsgehäuse
ein Lüfter, der auch als Gebläse bezeichnet werden kann, angeordnet.
[0028] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind mindestens zwei Filtereinheiten zueinander
benachbart in dem Absaugspalt angeordnet. Hierdurch kann die Größe, das heißt insbesondere
die Breite, der einzelnen Filterelemente gering gehalten werden und diese können daher
einfach gehandhabt werden. Beispielsweise ist das Gewicht einer Filtereinheit, die
eine geringere Größe aufweist, geringer und ein Entnehmen der Filtereinheit aus dem
Absaugspalt kann daher ohne großen Kraftaufwand erfolgen.
[0029] Vorzugsweise sind so viele Filtereinheiten in dem Absaugspalt nebeneinander angeordnet,
dass die gesamte über den Absaugspalt in den Dunstabzug einsaugbare Luft über die
Filtereinheiten geführt wird. Da die Filtereinheiten jeweils ein Gehäuse aufweisen
und dieses an den Seitenwänden durch luftundurchlässige Wände gebildet ist, können
Filtereinheiten auch über Eck angeordnet werden, das heißt sind so benachbart, dass
das jeweilige rückwärtige Ende einer Seitenwand von zwei Filtereinheiten aneinander
anliegen.
[0030] Erfindungsgemäß verläuft der Absaugspalt über zumindest einen Teil des Umfangs des
Dunstabzugsgehäuses und ist vorzugsweise vertikal ausgerichtet. Auf diese Weise können
die erfindungsgemäßen Filtereinheiten besonders einfach von den Seiten aus in den
Absaugspalt eingeschoben werden. Zudem ist bei einer vertikalen Ausrichtung des Absaugspaltes
und damit einer horizontalen Ausrichtung der Filtereinheit ein Auslaufen von Verunreinigungen
aus der Filtereinheit nicht zu befürchten.
[0031] Gemäß einer Ausführungsform ist der der Absaugspalt nach unten durch eine Prallplatte
begrenzt und die mindestens eine Filtereinheit ist auf der Prallplatte befestigt.
Bei dieser Ausführungsform wird die Oberkante des Absaugspaltes durch die Unterseite
des Dunstabzugsgehäuses gebildet, in der eine Einlassöffnung für Luft vorgesehen ist.
Die Prallplatte kann fest mit dem Dunstabzugsgehäuse verbunden sein oder nach unten
ausfahrbar an diesem befestigt sein.
[0032] Die Filtereinheiten können zusätzlich zu einer Verbindung mittels der elektrischen
Kontaktelemente auch mittels mechanischer Verbindungselemente mit dem Dunstabzug verbunden
sein. Hierbei können die Filtereinheiten beispielsweise Rastvorrichtungen aufweisen,
die mit weiteren Rastvorrichtungen an dem Dunstabzug zusammenwirken und die Filtereinheiten
somit an dem Dunstabzug befestigt sind.
[0033] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist zumindest im Bereich der nach außen gewandten
Seite der Filtereinheit eine Blende an der Filtereinheit oder dem Dunstabzug befestigt.
Die Nach außen gewandte Seite der Filtereinheit wird auch als Vorderseite der Filtereinheit
bezeichnet. Über diese Seite kann Luft in die Filtereinheit eintreten. In dieser Seite
ist die Filtereinheit vorzugsweise zumindest teilweise durch ein Schutzgitter gebildet.
Durch das Vorsehen einer Blende kann zum einen ein weiterer Schutz gegen den Zugriff
auf das Innere der Filtereinheiten gewährleistet werden. Zum anderen kann durch die
Blende die Luft auch gezielt zu der Vorderseite der Filtereinheiten geleitet werden
und so eine zuverlässige Reinigung der Luft unterstützen. Die Blende ist vorzugsweise
entlang der gesamten Länge des Absaugspaltes vorgesehen. Zumindest deckt die Blende
oder decken die Blenden aber zumindest die Vorderseiten der Filtereinheiten ab. Die
Blende oder die Blenden können an der Filtereinheit oder den Filtereinheiten befestigt
sein. Zusätzlich oder alternativ können die Blenden auch an dem Dunstabzug, beispielsweise
an dem Dunstabzugsgehäuse und/oder einer gegebenenfalls vorgesehenen Prallplatte befestigt
sein.
[0034] Die Blende kann durch eine Gitterblende oder durch gekrümmte Luftleitelemente gebildet
sein. In dem Fall der gekrümmten Luftleitelemente sind diese vorzugsweise so ausgerichtet,
dass diese Luft, die den Dunstabzug von unten anströmt zu dem Absaugspalt lenken.
Bei einem vertikal verlaufenden Absaugspalt wird die Luft an den Luftleitelementen
daher um 90° umgelenkt. Die Luftleitelemente können auch als Luftleitschaufeln bezeichnet
werden.
[0035] Die Erfindung wird im Folgenden erneut unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
Figur 1: eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Dunstabzuges;
Figur 2: eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäß
verwendeten Filtereinheit;
Figur 3: eine schematische Perspektivansicht der Elektroden der Abscheideeinheit einer
Ausführungsform der erfindungsgemäß verwendeten Filtereinheit;
Figur 4: eine schematische Perspektivansicht der Elektroden der Abscheideeinheit einer
weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäß verwendeten Filtereinheit;
Figuren 5a und 5b: schematische Ansichten der Elektroden der Abscheideeinheit einer
weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäß verwendeten Filtereinheit;
Figur 6: eine schematische Perspektivansicht eines Teils einer Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Dunstabzuges; und
Figur 7: eine schematische Perspektivansicht eines Teils einer weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Dunstabzuges.
[0036] In Figur 1 ist eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dunstabzuges1, der auch
als Dunstabzugsvorrichtung oder Dunstabzugshaube bezeichnet werden kann, gezeigt.
Der Dunstabzug 1 weist in der dargestellten Ausführungsform ein Dunstabzugsgehäuse
10 und eine unterhalb, das heißt in Strömungsrichtung vor der Unterseite des Dunstabzugsgehäuses
10 liegende Prallplatte 11 auf. Zwischen der Unterseite des Dunstabzugsgehäuses 10
und der Prallplatte 11 ist dabei ein Absaugspalt 12, der auch als Einsaugspalt bezeichnet
werden kann, gebildet. In den Absaugspalt 12 sind mehrere Filtereinheiten 2 eingebracht.
In der dargestellten Ansicht sind über die Breite des Dunstabzuges 1 zwei und über
die Tiefe des Dunstabzuges 1 eine Filtereinheit 2 eingebracht. Der Dunstabzug 1 ist
oberhalb eines Herdes 3 angebracht und kann beispielsweise in der Raumdecke (nicht
gezeigt) aufgenommen sein, wobei zumindest der Absaugspalt 12 zumindest zeitweise
unterhalb der Raumdecke liegt. Von den Filtereinheiten 2 sind in der Figur 1 nur die
Schutzgitter 200, die die Vorderseiten der Filtereinheiten 2 bilden, zu erkennen.
[0037] In Figur 1 ist das modular aufgebaute elektrostatische Filtersystem gemäß der Erfindung,
bei dem die einzelnen Filtereinheiten 2, die auch als Filtermodule 2 bezeichnet werden,
unmittelbar im Ansaugspalt, der auch als Einsaugspalt bezeichnet werden kann, zwischen
dem Dunstabzugsgehäuse 10 und der davor liegenden Prallplatte 11 angeordnet sind.
Die Filtermodule 2 können hier in Abhängigkeit der Dunstabzugsgröße in beliebiger
Anzahl eingesetzt werden. Die Ausrichtung, Abstand, Anordnung, Lage des Dunstabzuges
oder einer ähnlichen Absaugvorrichtung 1 zum Herd 3 ist freigestellt und kann dementsprechend
in jedem beliebigen Winkel und Abstand zum Herd 3 angeordnet werden.
[0038] Die Luftströmung erfolgt in dem Ansaugspalt durch die einzelnen elektrostatischen
Filtermodule 2. Wichtig ist dabei, dass die Luft durch die einzelnen elektrostatischen
Filtermodule 2 hindurch strömt. Im Abstand zwischen benachbarten Filtereinheiten 2
darf keine Luft, das heißt kein Wrasen hindurch strömen, da dieser dann in diesem
Fall ungefiltert den Dunstabzug 1 passieren würde. Um dies zu unterbinden, werden
offene Stellen, Lücken oder Spalte zwischen den jeweiligen elektrostatischen Filtereinheiten
konstruktiv versperrt.
[0039] In Figur 2 ist eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäß
verwendeten Filtereinheit 2, die auch als Filterkassette oder Filtermodul bezeichnet
werden kann, abgebildet. Die elektrostatische Filtereinheit 2 besteht aus einer in
Strömungsrichtung vorgeschalteten Ionisationseinheit 22 und einem nachgeschalteten
Abscheideeinheit 21. In der Ionisationseinheit 22, die auch als lonisationsbereich
oder lonisationsstufe bezeichnet werden kann, ist ein lonisationselement 220 mittig
zwischen zwei negativen beziehungsweise geerdeten Gegenelektroden 221, 222 angeordnet.
Das lonisationselement 220, das auch als Sprühelektrode bezeichnet werden kann, steht
unter positiver elektrischer Hochspannung, beispielsweise >6kV (>6000V).
[0040] Das lonisationselement 220 liegt in der dargestellten Ausführungsform parallel zu
dem Boden des Gehäuses 20 der Filtereinheit 2 angeordnet und erstreckt sich über die
gesamte Breite des Gehäuses 20. Das lonisationselement 220 ist auf der halben Höhe
des Gehäuses 20 angeordnet. Die Gegenelektroden 221, 222 sind an der Unterseite der
Deckwand des Gehäuses 20 beziehungsweise an der Oberseite des Bodens des Gehäuses
220 angeordnet. Die Gegenelektroden 221, 222 und das lonisationselement 220 befinden
sich im vorderen Bereich des Gehäuses 20 hinter dem die Vorderseite des Gehäuses 20
bildenden Schutzgitter 200.
[0041] Als lonisationselement 220 kommen dünne Drähte mit einem Drahtdurchmesser von beispielsweise
>0,1 mm in Betracht. Alternativ kann als lonisationselement 220 auch ein Sägezahn-Ionisationselement
(nicht gezeigt) verwendet werden.
[0042] In der Ionisationseinheit 22 werden die festen und flüssigen Partikel im Luftstrom
elektrostatisch aufgeladen und in der nachgeschalteten Abscheideeinheit 21 abgeschieden.
[0043] Die Abscheideeinheit 21 besteht aus Platten, sogenannten Niederschlagselektroden
211 und Gegenelektroden 210. Die Platten sind parallel zueinander angeordnet und liegen
bei der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform in der Vertikalen, das heißt sind senkrecht
zu dem Boden des Gehäuses 20 ausgerichtet.
[0044] Wie sich aus Figur 4 ergibt, können die Elektroden 211, 210 aber auch in der Horizontalen
liegen, das heißt parallel zu dem Boden des Gehäuses 20 ausgerichtet sein.
[0045] Die Platten (Niederschlagselektroden 211 und Gegenelektroden 210) sind dabei abwechselnd
angeordnet. Somit liegen alternierend elektrisch geladene Elektroden 211, 210 in der
Abscheideeinheit 21 vor. Die positiven Elektroden 211 stehen unter positiver elektrischer
Hochspannung. Zwischen den abwechselnd angeordneten positiven und negativen Elektroden
211, 210 bildet sich im Filterbetrieb ein elektrisches Feld aus. Dieses elektrische
Feld bewirkt, dass die bereits in der Ionisationseinheit 22 aufgeladenen festen und
flüssigen Stoffe aus dem Luftstrom durch das elektrische Feld ausgelenkt werden und
sich an den Niederschlagselektroden 211 beziehungsweise Gegenelektroden 210 niederschlagen
beziehungsweise abgeschieden werden. Diese festen und flüssigen Stoffe setzen sich
in Form von Verunreinigungen an den Niederschlagselektroden 211 beziehungsweise Gegenelektroden
210 ab.
[0046] In Figuren 5a und 5b ist ein weiterer sehr effektiver Lösungsansatz für die Abscheideeinheit
21 dargestellt. Hier besteht die Abscheideeinheit 21 aus zwei ineinander greifenden
Kammprofilen 212, 213, die auch als Stegprofile oder Rippenprofile bezeichnet werden
können, die nur an den seitlichen Befestigungspunkten durch ein isolierendes Material
miteinander verbunden werden beziehungsweise auf Abstand zueinander gehalten werden.
Die einzelnen Rippen der jeweiligen Kammprofile 212, 213 berühren sich dabei nicht.
Wird die positive Niederschlagselektrode 213 an positive elektrische Spannung angelegt
und die negative Gegenelektrode 212 an ein negatives beziehungsweise geerdetes Potenzial
angelegt, so bildet sich zwischen beiden Kammprofilen 212, 213 ein elektrisches Feld
aus.
[0047] Sowohl die Ionisationseinheit 22 als auch die Abscheideeinheit 21 sind nach Figur
2 in einem elektrisch isolierenden Gehäuse 20 untergebracht. Das Gehäuse 20 beinhaltet
einen Eingreifschutz in Form eine Schutzgitters 200. Das Schutzgitter 200 soll das
Berühren der implentierten lonisations- und Abscheideeinzelteile verhindern. Das Gehäuse
20 kann sowohl aus einem einzigen Teil inklusive dem Schutzgitter 200 oder aus mehreren
Einzelteilen (nicht gezeigt) bestehen. Weiterhin ist in das Gehäuse 20 in der in Figur
2 gezeigten Ausführungsform eine Ablaufrinne 201 beziehungsweise ein Reservoir implementiert.
Diese Ablaufrinne 201 dient dazu, dass die an den Niederschlagselektroden 211 und
Gegenelektroden 210 abgeschiedenen Verunreinigungen in Form von festen und flüssigen
Stoffen entlang den Platten abfließen und sich in der Ablaufrinne 201 sowie am Gehäuseboden
sammeln.
[0048] Die einzelnen elektrostatischen Filtereinheiten 2 können aus dem Dunstabzug 1 entnommen
werden und anschließend im Geschirrspüler oder einer ähnlichen Reinigungseinrichtung
gereinigt werden.
[0049] Zur elektrischen Strom- und Spannungsversorgung befinden sich elektrische Kontaktelemente
25, 26, welche den elektrischen Kontakt zwischen dem Dunstabzug 1 und dem elektrostatischen
Filtermodul 2 gewährleisten an dem Gehäuse 20. In Figur 2 sind die Kontaktelemente
25, 26 an der Deckwand, das heißt der Oberseite des Gehäuses 20 vorgesehen. Die elektrische
Kontaktierung kann aber auch auf anderen Gehäuse-Flächen eines einzelnen elektrischen
Filtermoduls 2 erfolgen beispielsweise auch am Boden und damit zwischen der Filtereinheit
2 und der in Figur 1 gezeigten Prallplatte 11.
[0050] In Figur 6 ist ein Teil des Dunstabzuges 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
gezeigt. In dieser Ausführungsform wird über den gesamten Spaltumfang beziehungsweise
die Spaltlänge des Absaugspaltes 12 vor den elektrostatischen Filtereinheiten 2 eine
Blende in Form eines Blendengitters 13 vorgesehen. Dieses Blendengitter 13 dient als
zusätzlicher Eingriffsschutz zu dem bereits an dem Gehäuse 20 vorgesehenen Schutzgitter
200. Somit dient die Blende als zusätzliche Maßnahme gegen das Berühren der elektrostatischen
Komponenten. Zusätzlich kann durch das Gitter eine aerodynamische Strömungsausrichtung
der Luft zu der Filtereinheit 2 erzielt werden. Die Geometrie beziehungsweise Struktur
dieser Blende, insbesondere des Blendengitters 13 ist abhängig von gesetzlichen Vorgaben
sowie von designtechnischen Aspekten. Ein VDE Prüffinger darf nicht hindurch passen.
[0051] In Figur 7 wird als Alternative zum Blendengitter 13 eine Leitgeometrie, die durch
Luftleitelemente 14 gebildet ist, verwendet. Diese Leitgeometrie gewährleistet primär
eine homogene Zuströmung der Luft zur Filtereinheit 2 im Absaugspalt 12 und dient
zusätzlich als Eingreifschutz aus sicherheitstechnischen Gründen. In Hinblick auf
eine homogene Zuströmung der Luft liegt die Notwendigkeit dieser Luftleitelemente
14 darin, den beim Kochvorgang entstehenden Wrasen aus der vertikalen Strömungsrichtung
in die horizontale Strömungsrichtung zu überführen. Durch diese Maßnahme wird gewährleistet,
dass der Wrasen und sonstige Verunreinigungen homogen über dem gesamten Eintrittsquerschnitt,
insbesondere ein gegebenenfalls vorgesehenes Schutzgitter 200 der jeweiligen elektrostatischen
Filtereinheiten 2 eingesaugt werden. Die Luftleitelemente 14 sind in der in Figur
7 gezeigten Ausführungsform durch einzelne Schaufeln gebildet, die gradientenfrei
und optimaler Weise kreisbogenförmig sind. Die Eintritts- und Austrittswinkel der
Leitschaufeln sind von der Luftströmungsgeschwindigkeit beziehungsweise von den Betriebsverhältnissen
des Dunstabzuges 1 unabhängig. Der Abstand zwischen den einzelnen Luftleitelementen
14 sollte optimaler Weise konstant gehalten werden.
[0052] Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Filterung von Wrasen und sonstigen Verunreinigungen
aus dem Luftstrom durch einen Dunstabzug oder eine ähnliche Absaugvorrichtung mittels
entnehmbarer, portabler elektrostatischer Filtermodulen, die im Einsaugbereich des
Dunstabzuges 1 angeordnet sind geschaffen.
[0053] Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die elektrostatischen
Filtermodule im unmittelbaren Einsaugbereich, insbesondere dem Absaugspalt eines Dunstabzuges
angeordnet werden. Somit wird gewährleistet, dass nachgeschaltete, nachstehende Bestandteile
eines Dunstabzuges frei von Wrasenansammlungen und sonstigen Verunreinigungen bleiben.
Im Gegensatz zu Streckmetallfettfiltern, Baffle-Filtern und sonstigen auf dem Markt
befindlichen Fettfiltern werden flüssige und feste Partikel kleiner 1 µm aus dem Wrasenluftstrom
herausgefiltert. Selbst feinster Ölrauch kann mittels der erfindungsgemäß verwendeten
Filtereinheiten gefiltert werden. Die nachgeschalteten Geruchsfilter wie Aktivkohlefilter
und Zeolithfilter zur Geruchsfilterung werden dadurch vor festen und flüssigen Wrasenablagerungen
und sonstigen Verunreinigungen geschützt, was die Lebensdauer der Geruchsfilter erhöht.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass die Luftfilterung
auch außerhalb des Kochvorgangs erfolgen kann, um die Luftqualität von Innenräumen
zu steigern. Hier erfolgt der Einsatz des Dunstabzuges in der Funktion eines Raumluftreinigers
außerhalb des Kochvorgangs. Idealerweise erfolgt diese Funktion bei sehr niedrigen
Einsaug-Luftvolumenströmen. Vorteil dieser Funktion bietet sich besonders für Allergiker.
[0054] Weitere Vorteile der Erfindung sind beispielsweise eine sehr hohe Filterleistung
bei niedrigen Luftströmungsgeschwindigkeiten. Im Gegensatz zu Streckmetallfettfiltern
lässt sich mit den erfindungsgemäß verwendeten elektrostatischen Filtereinheiten auch
bei niedrigen Volumenströmen beziehungsweise Luftströmungsgeschwindigkeiten eine sehr
hohe Filtereffizienz erreichen. Im Gegensatz zu Streckmetallfiltern, Lochblechfiltern,
Baffle-Filtern, Randabsaugungsfiltern und anderen auf dem Markt befindlichen Fettfilter-Anwendungen
weisen die erfindungsgemäß verwendeten elektrostatischen Filtereinheiten einen niedrigen
Druckverlust auf. Zudem kann eine Neutralisation von Gerüchen durch Ozon, das in der
Ionisationseinheit durch das lonisationselement generiert wird, erfolgen. Schließlich
sind die Entnehmbarkeit und Reinigbarkeit der Filtereinheiten von Vorteil.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 1
- Dunstabzug
- 10
- Dunstabzugsgehäuse
- 11
- Prallplatte
- 12
- Absaugspalt
- 13
- Blendengitter
- 14
- Luftleitelemente
- 2
- Filtereinheit
- 20
- Gehäuse
- 200
- Schutzgitter
- 201
- Ablaufrinne
- 21
- Abscheideeinheit
- 210
- Gegenelektrode
- 211
- Niederschlagselektrode
- 212
- Kammprofil Gegenelektrode
- 213
- Kammprofil Niederschlagselektrode
- 22
- Ionisationseinheit
- 220
- lonisationselement
- 221
- Gegenelektrode
- 222
- Gegenelektrode
- 25
- Kontaktelement
- 26
- Kontaktelement
1. Dunstabzug, der ein Dunstabzugsgehäuse (10) mit mindestens einem Absaugspalt (12)
und mindestens einer Filtereinheit (2) aufweist, wobei die Filtereinheit eine Ionisationseinheit
(22) und eine Abscheideeinheit (21) umfasst, die Abscheideeinheit (21) in Strömungsrichtung
der Ionisationseinheit (22) nachgeschaltet ist und die Ionisationseinheit (22) und
die Abscheideeinheit (21) in einem gemeinsamen Gehäuse (20) aufgenommen sind, wobei
der Absaugspalt (12) zwischen dem Dunstabzugsgehäuse (10) und einer unterhalb des
Dunstabzugsgehäuses (10) zu diesem versetzt angeordneten Prallplatte (11) gebildet
ist, wobei in dem Absaugspalt (12) die mindestens eine Filtereinheit (2) angeordnet
ist, und wobei die mindestens eine Filtereinheit (2) lösbar in dem Absaugspalt (12)
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Absaugspalt (12) über zumindest einen Teil des Umfangs des Dunstabzugsgehäuses
(10) verläuft und vorzugsweise vertikal ausgerichtet ist, so dass die mindestens eine
Filtereinheit (2) von der Seite aus in den Absaugspalt (12) eingeschoben wird, und
dass an zumindest einer Wand des Gehäuses (20) ein von außen zugängliches elektrisches
Kontaktelement (25, 26) vorhanden ist.
2. Dunstabzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (20) eine Deckwand, eine Bodenwand und mindestens drei Seitenwände aufweist
und eine der Seitenwände zumindest teilweise durch ein Schutzgitter (200) gebildet
ist.
3. Dunstabzug nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (200) eine Ablaufrinne (201) ausgebildet ist.
4. Dunstabzug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Abscheideeinheit (21) Niederschlagselektroden (211) und Gegenelektroden (210)
alternierend angeordnet sind und die Niederschlagselektroden (211) und Gegenelektroden
(210) Platten darstellen, die sich parallel zu dem Boden des Gehäuses (20) der Filtereinheit
(2) erstrecken.
5. Dunstabzug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Abscheideeinheit (21) Niederschlagselektroden (211) und Gegenelektroden (210)
alternierend angeordnet sind und die Niederschlagselektroden (211) und Gegenelektroden
(210) Platten darstellen, die sich senkrecht zu dem Boden des Gehäuses (20) der Filtereinheit
(2) erstrecken.
6. Dunstabzug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Niederschlagselektroden (211) und Gegenelektroden (210) jeweils zu einem Kammprofil
(212, 213) zusammengefasst sind und die Kammprofile (212, 213) ineinander greifen.
7. Dunstabzug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ionisationseinheit (22) ein lonisationselement (220) angeordnet ist, das sich
parallel zu dem Boden des Gehäuses (20) erstreckt.
8. Dunstabzug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallplatte (11) fest mit dem Dunstabzugsgehäuse (10) verbunden ist oder nach
unten ausfahrbar an dem Dunstabzugsgehäuse (10) befestigt ist.
9. Dunstabzug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Filtereinheiten (2) zueinander benachbart in dem Absaugspalt (12)
angeordnet sind.
10. Dunstabzug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Absaugspalt (12) nach unten durch die Prallplatte (11) begrenzt ist und die mindestens
eine Filtereinheit (2) auf der Prallplatte (11) befestigt ist.
11. Dunstabzug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Bereich der nach außen gewandten Seite der Filtereinheit (2) eine Blende
(13, 14) an der Filtereinheit (2) oder dem Dunstabzug (1) befestigt ist.
12. Dunstabzug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Blende (13, 14) durch eine Bendengitter (13) oder durch gekrümmte Luftleitelemente
(14) gebildet ist.
1. Extractor hood having an extractor hood housing (10) with at least one suction slot
(12) and at least one filter unit (2), wherein the filter unit comprises an ionization
unit (22) and a separation unit (21), the separation unit (21) is mounted downstream
of the ionisation unit (22) in the direction of flow and the ionization unit (22)
and the separation unit (21) are accommodated in a common housing (20), wherein the
suction slot (12) is formed between the extractor hood housing (10) and an impact
plate (11) which is arranged offset thereto below the extractor hood housing (10),
wherein the at least one filter unit (2) is arranged in the suction slot (12), and
wherein the at least one filter unit (2) is releasably arranged in the suction slot
(12), characterised in that the suction slot (21) extends over at least a part of the periphery of the extractor
hood housing (10) and is preferably oriented vertically, such that the at least one
filter unit (2) can be inserted into the suction slot (12) from the side, and that
an electric contact element (25, 26) that is accessible from the outside is arranged
on at least one wall of the housing (20) .
2. Extractor hood according to claim 1, characterised in that the housing (20) has a top wall, a bottom wall and at least three side walls and
one of the side walls is at least partially formed by a protective grille (200).
3. Extractor hood according to one of claims 1 or 2, characterised in that a drainage channel (201) is configured on the housing (200).
4. Extractor hood according to one of claims 1 to 3, characterised in that collection electrodes (211) and counter electrodes (210) are arranged alternately
in the separation unit (21) and the collection electrodes (211) and counter electrodes
(210) represent plates which extend parallel to the bottom of the housing (20) of
the filter unit (2).
5. Extractor hood according to one of claims 1 to 3, characterised in that collection electrodes (211) and counter electrodes (210) are arranged alternately
in the separation unit (21) and the collection electrodes (211) and counter electrodes
(210) represent plates which extend perpendicular to the bottom of the housing (20)
of the filter unit (2).
6. Extractor hood according to claim 5, characterised in that the collection electrodes (211) and counter electrodes (210) in each case are combined
to form a comb profile (212, 213) and the comb profiles (212, 213) interlock.
7. Extractor hood according to one of claims 1 to 6, characterised in that an ionization element (220) which extends parallel to the bottom of the housing (20)
is arranged in the ionization unit (22).
8. Extractor hood according to one of claims 1 to 7, characterised in that the impact plate (11) is fixedly connected to the extractor hood housing (10) or
is fastened to the extractor hood housing (10) so as to be extendable downwardly.
9. Extractor hood according to one of claims 1 to 8, characterised in that at least two filter units (2) are arranged adjacent to one another in the suction
slot (12).
10. Extractor hood according to one of claims 1 to 9, characterised in that the suction slot (12) is defined downwardly by the impact plate (11) and the at least
one filter unit (2) is fastened to the impact plate (11).
11. Extractor hood according to one of claims 1 to 10, characterised in that, at least in the region of the outwardly facing side of the filter unit (2), a screen
(13, 14) is fastened to the filter unit (2) or the extractor hood (1).
12. Extractor hood according to claim 11, characterised in that the screen (13, 14) is formed by a screen grille (13) or by curved air guidance elements
(14).
1. Extracteur de fumées, qui comprend un boîtier d'extracteur de fumées (10) comprenant
au moins une fente d'aspiration (12) et au moins une unité de filtration (2), dans
lequel l'unité de filtration comprend une unité d'ionisation (22) et une unité de
séparation (21), l'unité de séparation (21) est montée en aval de l'unité d'ionisation
(22) dans le sens du flux et l'unité d'ionisation (22) et l'unité de séparation (21)
sont logées dans un boîtier commun (20),
dans lequel la fente d'aspiration (12) est formée entre le boîtier d'extracteur de
fumées (10) et une plaque d'impact (11) disposée en dessous du boîtier d'extracteur
de fumées (10) de façon décalée de celui-ci,
dans lequel l'au moins une unité de filtration (2) est disposée dans la fente d'aspiration
(12), et
dans lequel l'au moins une unité de filtration (2) est agencée de façon amovible dans
la fente d'aspiration (12),
caractérisé en ce que la fente d'aspiration (12) s'étend sur au moins une partie de la périphérie du boîtier
d'extracteur de fumées (10) et est orientée de préférence verticalement de telle sorte
que l'au moins une unité de filtration (2) est insérée dans la fente d'aspiration
(12) par le côté, et en ce qu'un élément de contact électrique (25, 26) accessible de l'extérieur est présent sur
au moins une paroi du boîtier (20).
2. Extracteur de fumées selon la revendication 1, caractérisé en ce que le boîtier (20) comprend une paroi supérieure, une paroi de fond et au moins trois
parois latérales et une des parois latérales est formée au moins en partie par une
grille de protection (200).
3. Extracteur de fumées selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une rigole d'écoulement (201) est formée sur le boîtier (200).
4. Extracteur de fumées selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que des électrodes collectrices (211) et des contre-électrodes (210) sont disposées en
alternance dans l'unité de séparation (21) et les électrodes collectrices (211) et
les contre-électrodes (210) sont constituées par des plaques, qui s'étendent parallèlement
au fond du boîtier (20) de l'unité de filtration (2).
5. Extracteur de fumées selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que des électrodes collectrices (211) et des contre-électrodes (210) sont disposées en
alternance dans l'unité de séparation (21) et les électrodes collectrices (211) et
les contre-électrodes (210) sont constituées par des plaques, qui s'étendent perpendiculairement
au fond du boîtier (20) de l'unité de filtration (2).
6. Extracteur de fumées selon la revendication 5, caractérisé en ce que les électrodes collectrices (211) et les contre-électrodes (210) sont rassemblées
à chaque fois en un profil de peigne (212, 213) et les profils de peigne (212, 213)
s'imbriquent l'un dans l'autre.
7. Extracteur de fumées selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un élément d'ionisation (220) est disposé dans l'unité d'ionisation (22), lequel s'étend
parallèlement au fond du boîtier (20).
8. Extracteur de fumées selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la plaque d'impact (11) est reliée solidement au boîtier d'extracteur de fumées (10)
ou est fixée de façon extensible vers le bas au boîtier d'extracteur de fumées (10).
9. Extracteur de fumées selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'au moins deux unités de filtration (2) sont disposées à côté l'une de l'autre dans
la fente d'aspiration (12).
10. Extracteur de fumées selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la fente d'aspiration (12) est délimitée vers le bas par la plaque d'impact (11)
et l'au moins une unité de filtration (2) est fixée sur la plaque d'impact (11).
11. Extracteur de fumées selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'un panneau (13, 14) est fixé sur l'unité de filtration (2) ou l'extracteur de fumées
(1) au moins dans la zone du côté de l'unité de filtration (2) tourné vers l'extérieur.
12. Extracteur de fumées selon la revendication 11, caractérisé en ce que le panneau (13, 14) est formé par une grille (13) ou par des éléments de guidage
d'air (14) courbés.