[0001] Die Erfindung betrifft ein Messer.
[0002] Ein solches Messer ist bekannt aus der
US 9,370,869 B2. Es weist einen Klingenträger mit einer darin gehaltenen Klinge auf, welcher mit
zwei Lenkern an einem Gehäuse gelagert ist, so dass der Klingenträger zwischen einer
Sicherheitsposition, in welcher die Klinge in dem Gehäuse geschützt ist und einer
Schneidposition, in welcher die Klinge bezüglich des Gehäuses vorsteht, bewegbar ist.
Das Gehäuse, die Lenker und der Klingenträger bilden ein Viergelenk. Die Lenker sind
parallel zueinander angeordnet, wodurch das Messer ein Parallelogramm-Viergelenk bildet.
[0003] Es war Aufgabe der Erfindung, ein Messer zu schaffen, welches bezüglich des Bewegungsablaufs
des Klingenträgers vorteilhafte Eigenschaften aufweist.
[0004] Die Aufgabe wurde gelöst durch ein Messer mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0005] Das Messer umfasst ein erstes Teil und ein zweites Teil, welches relativbewegbar
zu dem ersten Teil gelagert ist. Aufgrund einer Relativbewegung zwischen dem ersten
Teil und dem zweiten Teil kann die Klingeneinheit z.B. zwischen der hinteren Endposition
und der vorderen Endposition bewegt werden. Alternativ kann die Klingeneinheit aufgrund
der Relativbewegung des ersten Teils zu dem zweiten Teil zwischen der hinteren Endposition
und einer Position zwischen der hinteren Endposition und der vorderen Endposition
bewegt werden.
[0006] Das Messer umfasst ferner eine Klingeneinheit. Die Klingeneinheit weist z.B. einen
Klingenträger und eine an dem Klingenträger gehaltene Klinge auf. Alternativ kann
die Klingeneinheit auch lediglich eine Klinge aufweisen.
[0007] Außerdem umfasst das Messer eine Verstellvorrichtung. Mit der Verstellvorrichtung
ist die Klinge zwischen wenigstens einer hinteren Endposition und wenigstens einer
vorderen Endposition bewegbar. Die hintere Endposition ist z.B. eine Sicherheitsposition
und die vordere Endposition ist z.B. eine Schneidposition oder z.B. eine Klingenwechselposition.
In der Sicherheitsposition ist die Klinge derart in einem Gehäuse aufgenommen, dass
der Benutzer sich nicht verletzen kann. In der Schneidposition ragt die Klinge derart
aus dem Gehäuse heraus, dass ein Schneidvorgang durchführbar ist.
[0008] Die Verstellvorrichtung umfasst wenigstens einen ersten Lenker und einen zweiten
Lenker, wobei jeder Lenker mit der Klingeneinheit und mit dem ersten Teil oder mit
dem zweiten Teil ein Gelenk bildet, so dass ein Koppelgetriebe ausgebildet ist. Die
Klinge ist z.B. unmittelbar oder mittelbar mit den Lenkern verbunden. Z.B. ist die
Klinge in einem Klingenhalter fest gehalten. Die Lenker bilden z.B. mit dem Klingenhalter
jeweils ein Gelenk. Gemäß einer Alternative bildet jeder Lenker unmittelbar mit der
Klinge ein Gelenk.
[0009] Die Klingeneinheit und die Lenker sind z.B. lediglich mittels der Gelenke geführt.
Gemäß einer Alternative sind die Klingeneinheit und die Lenker lediglich mittels der
Gelenke an dem ersten Teil und mit einem Gelenk eines Stützelements, welches einen
Lenker mit dem Gehäuse verbindet, geführt. Die Gelenke sind z.B. als Scharniergelenke
ausgebildet. Auf diese Weise ist die Klingeneinheit in Bezug auf alle Raumrichtungen
bei der Bewegung zwischen der hinteren Position und der vorderen Position geführt.
[0010] Mit den erfindungsgemäßen Merkmalen kann der Klingenträger in einem imaginären Hülltunnel
mit geringer Querschnittsfläche zwischen der hinteren Endposition und der Schneidposition
bewegt werden. Damit kann ein kleines Gehäuse konstruiert werden, welchen zugleich
einen Griff bildet.
[0011] Mit den vorgenannten Merkmalen kann außerdem ein großer Hub im Verhältnis zum Betätigungsweg
erreicht werden.
[0012] Aufgrund der Führung mittels der Schwenkgelenke liegt eine geringe Reibung vor, wodurch
eine leichtgängige Bewegung zwischen der hinteren Position und der vorderen Position
stattfindet.
[0013] Die Verstellvorrichtung bildet z.B. ein Viergelenk aus. Das erste Teil und die Klingeneinheit
sind z.B. Teil des Viergelenks. Zwei Lenker verbinden z.B. das erste Teil und die
Klingeneinheit. Außer dem Viergelenk kann das Koppelgetriebe weitere Lenker aufweisen.
Z.B. ist das zweite Teil ebenfalls Teil des Koppelgetriebes. Das zweite Teil kann
z.B. ebenfalls einen Lenker bilden. Das zweite Teil ist z.B. unmittelbar oder mittelbar
mit dem Viergelenk bewegungsverbunden.
[0014] Z.B. sind wenigstens ein Paar Lenker des Viergelenks parallel zueinander. Zwei Lenker,
welche das erste Teil und die Klingeneinheit miteinander verbinden, sind z.B. parallel.
In diesem Fall kann z.B. ein Parallelogramm-Viergelenk gebildet sein.
[0015] Gemäß einer Alternative sind die Lenker des Koppelgetriebes nicht parallel angeordnet.
Z.B. kann das Koppelgetriebe ein asymmetrisches Viergelenk aufweisen. Mit einem asymmetrischen
Viergelenk kann die Bewegungsbahn der Klinge bei der Bewegung zwischen der hinteren
Position und der vorderen Position verändert werden. Mit diesen Merkmalen ist es möglich,
dass sich die Klinge in einem flachen Bewegungstunnel zwischen der Sicherheitsposition
und der Schneidposition bewegt.
[0016] Gemäß einer Ausführungsform weisen wenigstens zwei Lenker des Koppelgetriebes unterschiedliche
Längen auf. Z.B. weisen zwei Lenker, welche das erste Teil und die Klinge miteinander
verbinden unterschiedlichen Längen auf. Auch mit diesen Merkmalen kann die Bewegungsbahn
und die Stellung der Klinge relativ zu dem ersten Teil und / oder dem zweiten Teil
verändert werden.
[0017] Jeder Lenker der Verstellvorrichtung weist z.B. bei der Bewegung zwischen der Sicherheitsposition
und der Schneidposition lediglich eine Drehrichtung auf. Mit anderen Worten, jeder
Lenker behält bei der Bewegung zwischen der Sicherheitsposition und der Schneidposition
seine Drehrichtung und ändert seine Drehrichtung nicht.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform weisen wenigstens zwei Lenker der Verstellvorrichtung
bei der Bewegung zwischen der Sicherheitsposition und der Schneidposition die gleiche
Drehrichtung auf. Das heißt, dass die Drehrichtung eines Lenkers wenigstens in Bezug
auf die Drehrichtung eines zweiten Lenkers die gleiche Drehorientierung hat.
[0019] Eine Ausführungform kennzeichnet sich dadurch aus, dass die Klingeneinheit bei der
Bewegung zwischen der hinteren Endposition und der vorderen Endposition lediglich
eine geringe Schwenkbewegung von α≤45° oder von α≤30° oder von α≤10° oder von α≤5°
durchführt. Mit diesem Merkmal ist gewährleistet, dass das Gehäuse schmalbauend ausgebildet
sein kann. Darüber hinaus ist es möglich, dass die Klinge nach dem Austritt aus dem
Gehäuse lediglich eine geringe Winkeländerung durchführt. Das hat zur Folge, dass
die Verletzungsgefahr gering ist. Bei Messern aus dem Stand der Technik, führt die
Klinge nach dem Austritt aus dem Gehäuse eine große Drehbewegung von z.B. α≥50° durch.
Bei diesen Messern bestand eine relativ hohe Verletzungsgefahr.
[0020] Alternativ ist z.B. das zweite Teil relativ zu dem ersten Teil verschiebbar.
[0021] Das erste Teil oder das zweite Teil bildet z.B. wenigstens einen Schieber aus, welcher
relativ zu dem jeweils anderen Teil, also dem zweiten Teil oder dem ersten Teil, bewegbar
ist. Der Schieber ist mit dem Klingenträger bewegungsverbunden. Der Schieber ist z.B.
mit der Klingeneinheit oder mit wenigstens einem Lenker verbunden oder kann mit der
Klinge derart in Kontakt gebracht werden, dass die Klinge zwischen der Sicherheitsposition
und der Schneidposition bewegbar ist. Z.B. ist an gegenüberliegenden Seiten des Messers
ein Schieber zur Betägigung der Klinge vorgesehen. Alternativ kann an drei Messerseiten
ein Schieber vorgesehen sein, z.B. an einem Messerrücken und an gegenüberliegenden
Flanken des Messers. Der Schieber kann gemäß einer Alternative auch an dem Klingenträger
angeformt oder einstückig mit diesem verbunden sein. Mittels des Schiebers kann der
Benutzer den Klingenträger bewegen.
[0022] Gemäß einer Alternative ist das zweite Teil von einem Hebel gebildet, der mit dem
ersten Teil ein Schwenkgelenk bildet. Der Hebel wirkt z.B. auf die Klingeneinheit
oder auf wenigstens einen Lenker der Verstellvorrichtung ein. Das erste Teil und das
zweite Teil können z.B. auf diese Weise eine zangenartige Betätigung bilden. Das erste
Teil und das zweite Teil können z.B. von zwei gelenkig miteinander verbundenen Griffteilen
gebildet sein, die zangenartig bewegbar sind.
[0023] Einer Ausführungsform gemäß bildet das erste Teil und / oder das zweite Teil ein
Gehäuse, in welchem die Klinge in der Sicherheitsposition derart geschützt ist, dass
ein Benutzer nicht mit der Schneide in Kontakt geraten kann. Wichtig ist hier, dass
das Gehäuse eine Verletzung an der Klinge verhindert. Auch eine Beeinträchtigung der
Funktionsteile kann mittels des Gehäuses verhindert werden. Das Gehäuse muss daher
nicht vollständig geschlossen sein. Es muss lediglich die oben genannten Funktionen
erfüllen. Z.B. kann ein Drahtgerüst die Funktion erfüllen. Das Gehäuse soll z.B. derart
ausgebildet sein, dass es als Griff des Messers dienen kann. Z.B. soll das Gehäuse
derart ausgebildet sein, dass der Benutzer während der Bewegung der Klinge zwischen
der hinteren Endposition und der vorderen Endposition ohne umzugreifen den Griff fest
halten und ggf. dabei umschließen kann.
[0024] Dafür ist es von Vorteil, wenn die Klinge lediglich in einem kleinen Bereich des
Gehäuses aus dem Gehäuse austritt, so dass sich die Klinge in diesem Bereich aus dem
Gehäuse bewegen kann, ohne den Benutzer beim Halten des Messers an dem Griff zu beeinträchtigen.
[0025] Das zweite Teil ist zur Bewegung des Koppelgetriebes mittelbar oder unmittelbar mit
dem Koppelgetriebe bewegungsverbunden. Z.B. sind zwei Lenker jeweils mit dem ersten
Teil und mit der Klingeneinheit mittels eines Schwenkgelenks verbunden. Ein Stützelement
ist z.B. derart mit einem der Lenker des Koppelgetriebes sowie mit dem zweiten Teil
verbunden, dass bei einer Relativbewegung zwischen dem ersten Teil und dem zweiten
Teil ein Moment um eines der Gelenke des Koppelgetriebes erzeugt wird, welches das
Koppelgetriebe bewegt. Auf diese Weise ist die Klinge z.B. zwischen den Endpositionen
bewegbar.
[0026] Gemäß einer Ausführungsform ist das erste Teil relativ zu dem zweiten Teil aus einer
Grundposition in eine erste Richtung in eine betätigte Position schwenkbar, um den
Klingenträger in die Schneidposition zu bewegen.
[0027] Zusätzlich kann z.B. das erste Teil relativ zu dem zweiten Teil aus der Grundposition
eine zweite Richtung in eine Offenposition schwenkbar sein, um den Klingenträger in
eine Klingenwechselposition zu bewegen. In der Klingenwechselposition ist die Klinge
zugänglich und kann ausgewechselt werden.
[0028] Gemäß einer Alternative ist das erste Teil relativ zu dem zweiten Teil aus einer
Grundposition in eine erste Richtung über eine betätigte Position hinaus schwenkbar,
um den Klingenträger in die Klingenwechselposition zu bewegen. In diesem Fall kann
z.B. ein lösbarer Anschlag vorgesehen sein, welcher die Bewegung des Klingenträgers
oder die Relativbewegung des ersten Teils zu dem zweiten Teil begrenzt und damit ggf.
die vorderste Schneidposition definiert. Wenn der Anschlag gelöst ist, kann das erste
Teil relativ zu dem zweiten Teil über die betätigte Position hinaus bewegt werden.
[0029] Weitere Vorteile ergeben sich anhand der Beschreibung eines in den Fig. schematisch
dargestellten Ausführungsbeispiels. Es zeigen:
Fig. 1 eine Explosionsdarstellung des Messers,
Fig. 2a eine Seitenansicht des unbetätigten Messers, wobei eine Klingeneinheit in
der hinteren Endposition angeordnet ist,
Fig. 2b eine Draufsicht gemäß Ansichtspfeil A in Fig. 2a,
Fig. 3a eine Seitenansicht gemäß Fig. 2a in der betätigten Position,
Fig. 3b eine Draufsicht gemäß Ansichtspfeil C in Fig. 3a,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung gemäß Schnittlinie D - D in Fig. 2b, wobei die Klingeneinheit
in der hinteren Endposition angeordnet ist,
Fig. 5 eine Schnittdarstellung gemäß Schnittlinie E - E in Fig. 2b,
Fig. 6a eine Schnittdarstellung gemäß Schnittlinie F - F in Fig. 3b, wobei die Klingeneinheit
in der vorderen Endposition angeordnet ist,
Fig. 6b die Schnittdarstellung gemäß Fig. 6a, wobei die Position des Klingenträgers
in der hinteren Endposition gemäß Fig. 4 gestrichelt eingezeichnet ist und die Winkeländerung
der Klinge dargestellt ist,
Fig. 7 eine Schnittdarstellung gemäß Schnittlinie G - G in Fig. 3b,
Fig. 8 eine Ansicht gemäß Ansichtspfeil B in Fig. 2a,
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht des Messers von vorne, wobei sich die Klingeneinheit
in der vorderen Position befindet,
Fig. 10 eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Messers, wobei die Klingeneinheit in der hinteren Endposition angeordnet ist,
Fig. 11 eine Darstellung in Anlehnung an Fig. 10, wobei die Klingeneinheit in der
vorderen Endposition angeordnet ist,
Fig. 12 eine Draufsicht auf das Messer gemäß Ansichtspfeil H in Fig. 10,
Fig. 13 eine Schnittdarstellung gemäß Schnittlinie J - J in Fig. 12,
Fig. 14 eine Draufsicht auf das Messer gemäß Ansichtspfeil I in Fig. 11 und
Fig. 15 eine Schnittdarstellung gemäß Schnittlinie K - K in Fig. 14.
[0030] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Figurenbeschreibung,
auch unter Bezugnahme auf die schematischen Zeichnungen, beispielhaft beschrieben.
Dabei werden der Übersichtlichkeit halber - auch soweit unterschiedliche Ausführungsbespiele
betroffen sind - gleiche oder vergleichbare Teile oder Elemente oder Bereiche mit
gleichen Bezugszeichen, teilweise unter Hinzufügung kleiner Buchstaben, bezeichnet.
[0031] Merkmale, die nur in Bezug auf ein Ausführungsbeispiel beschrieben, dargestellt oder
offenbart sind, können im Rahmen der Erfindung auch bei jedem anderen Ausführungsbeispiel
der Erfindung vorgesehen werden. Derartig geänderte Ausführungsbeispiele sind - auch
wenn sie in den Zeichnungen nicht dargestellt sind - von der Erfindung mit umfasst.
[0032] Alle offenbarten Merkmale sind für sich erfindungswesentlich. In die Offenbarung
der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zitierten Druckschriften
und der beschriebenen Vorrichtungen des Standes der Technik inhaltlich vollumfänglich
mit einbezogen, auch zu dem Zweck, einzelne oder mehrere Merkmale der dort offenbarten
Gegenstände in einen oder in mehrere Ansprüche der vorliegenden Anmeldung mit aufzunehmen.
Auch solche geänderten Ausführungsbeispiele sind - auch wenn sie in den Zeichnungen
nicht dargestellt sind - von der Erfindung mit umfasst.
[0033] Das Messer 10 umfasst gemäß Fig. 1 ein erstes Teil 11 und ein zweites Teil 12, welches
mit dem ersten Teil 11 ein Schwenkgelenk G1 mit der Schwenkachse a1 bildet. Das zweite
Teil 12 kann in Richtung u2 auf das erste Teil 11 zu oder in Richtung u1 von diesem
weg geschwenkt werden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die Relativbewegung
zwischen dem ersten Teil 11 und dem zweiten Teil 12 zur Betätigung des Messers genutzt.
[0034] Das zweite Teil 12 ist als Gehäuse ausgebildet ist und weist einen Aufnahmeraum 13
auf. Das Gehäuse schützt den Benutzer vor einer Verletzung an einer Schneide 39 des
Messers 10, wenn die Schneide 39 innerhalb des Aufnahmeraums 13 angeordnet ist, und
vor einer Verletzung an Funktionsteilen. Darüber hinaus wird das Messer vor einer
Beeinträchtigung der Mechanik geschützt, so dass eine sichere Funktion gewährleistet
ist.
[0035] Das zweite Teil 12 weist einen vorderen Endbereich 35 und einen hinteren Endbereich
36 auf. Ferner bildet das Messer einen Messerrücken 37 sowie eine Unterseite 38 aus.
In diesem Ausführungsbeispiel ist das zweite Teil 12 mit einer Öffnung 33 sowie mit
einer Öffnung 34 versehen. Die Öffnung 33 befindet sich an dem vorderen Endbereich
35 und ist zum Austritt einer Klinge 16 vorgesehen. Die Öffnung 34 ist an der Unterseite
38 ausgebildet und ermöglicht den Durchgriff von Lenkern 17 und 18 durch die Wand
des zweiten Teils 12.
[0036] Das Messer 10 ist mit einer Klingeneinheit, welche die Klinge 16 sowie einen Klingenträger
15 umfasst, versehen. Die Klinge 16 ist z.B. fest, d.h. zu dem Klingenträger 15 unbewegbar,
an dem Klingenträger 15 gehalten. Die Klinge 16 kann von dem Klingenträger 15 gelöst
und gegen eine andere Klinge ausgewechselt werden.
[0037] Ferner weist das Messer 10 eine Verstellvorrichtung auf, mit welcher die Klingeneinheit
zwischen einer hinteren Endposition und einer vorderen Endposition relativ zu dem
ersten Teil 11 und dem zweiten Teil 12 bewegbar ist. Die Verstellvorrichtung umfasst
die Lenker 17 und 18. Der Lenker 17 bildet ein Gelenk G2 mit der Schwenkachse a2 mit
dem ersten Teil 11 und ein Gelenk G3 mit der Schwenkachse a3 mit dem Klingenträger
15 aus. Der Lenker 18 bildet mit dem ersten Teil 11 ein Gelenk G4 mit einer Schwenkachse
a4 und mit dem Klingenträger 15 ein Gelenk G5 mit der Schwenkachse a5 aus. Alternativ
könnten die Lenker 17 und 18 auch unmittelbar mit der Klinge 16 Gelenke bilden. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel ist aber ein Klingenträger 15 vorgesehen, was den
Wechsel der Klinge 16 erleichtert.
[0038] Eine Stütze 14 (siehe Fig. 2a) bildet mit dem Lenker 18 ein Gelenk G6 mit der Schwenkachse
a6 und mit dem zweiten Teil 12 ein Gelenk G7 mit der Schwenkachse a7. Die Stütze 14
beschränkt den Freiheitsgrad des Koppelgetriebes.
[0039] Die geometrischen Schwenkachsen a1 bis a7 der Schwenkgelenke G1 bis G7 sind im Wesentlichen
rechtwinklig zu einer Längsachse m1 des zweiten Teils 12 ausgerichtet. Das Schwenkgelenk
G1 (siehe Fig. 1) ist gebildet von einem Achselement 20, welches eine Durchgangsöffnung
42 in dem ersten Teil 11 durchgreift und mit beiden Endbereichen 43 und 44 in Aussparungen
45 und 46 an gegenüberliegenden Wänden des zweiten Teils 12 befestigt ist.
[0040] Das Schwenkgelenk G2 wird von einem Achszapfen 21 des ersten Teils 11 gebildet, welcher
in eine Aussparung 22 in dem Lenker 17 eingreift und das Schwenkgelenk G3 wird von
einem Achszapfen 23 des Klingenträgers 15 gebildet, welcher in eine Aussparung 24
in dem Lenker 17 eingreift. Außerdem wird das Schwenkgelenk G4 von einem Achszapfen
25 des ersten Teils 11 gebildet, welcher in eine Aussparung 26 in dem Lenker 18 eingreift
und das Schwenkgelenk G5 wird von einem Achszapfen 27 des Klingenträgers 15 gebildet,
welcher in eine Aussparung 28 in dem Lenker 18 eingreift.
[0041] Die Stütze 14 weist einen Achszapfen 29 auf, welcher zur Bildung des Gelenks G6 in
eine Aussparung 30 des Lenkers 18 eingreift und ein Achselement 31, welches mit beiden
Endbereichen an gegenüberliegenden Wänden des zweiten Teils 12 befestigt ist, durchgreift
eine Aussparung 32 der Stütze 14 und bildet das Schwenkgelenk G7.
[0042] Z.B. in Fig. 4 ist erkennbar, dass der Abstand I1 der Gelenke G3 und G5 nicht dem
Abstand I2 der Gelenke G2 und G4 entspricht. Eine Verbindungslinie S1 zwischen den
Gelenken G2 und G3 ist nicht parallel zu einer Verbindungslinie S2 zwischen den Gelenken
G4 und G5, d.h. es handelt sich bei dem von dem ersten Teil 11, den Lenkern 17 und
18 sowie dem zweiten Teil 12 gebildeten Viergelenk um ein asymmetrisches Viergelenk.
Auf diese Weise kann eine vorteilhafte Bewegungsbahn des Klingenträgers 15 erreicht
werden, die ein relativ schmales Gehäuse ermöglicht.
[0043] Eine Feder 19 stützt sich mit einem Federende 40 (siehe Fig. 2a) an dem ersten Teil
11 und mit einem anderen Federende 41 an dem Lenker 18 ab. Der Lenker 18 wird von
der Feder 19 in Drehrichtung v1 belastet.
[0044] Auf diese Weise ist die Klingeneinheit umfassend den Klingenträger 15 und die Klinge
16 mit der Verstellvorrichtung zwischen der vorderen Endposition und der hinteren
Endposition relativ zu dem ersten Teil 11 bewegbar. Das erste Teil 11, der Klingenträger
15 und die Lenker 17 und 18 bilden ein Koppelgetriebe. Der Klingenträger 15 ist relativ
zu dem ersten Teil 11 auf einer Koppelkurve zwischen einer hinteren Endposition und
einer vorderen Endposition bewegbar. Der Klingenträger 15 ist ausschließlich an den
Lenkern 17 und 18 gelagert, d.h. er hat bei der Bewegung zwischen der hinteren und
der vorderen Endposition keinen unmittelbaren Kontakt mit dem zweiten Teil 12.
[0045] Die vordere Endposition ist eine Schneidposition, in welcher die Klinge 16 aus dem
zweiten Teil 12 herausragt, so dass ein Schneidvorgang durchführbar ist und die hintere
Endposition ist eine Sicherheitsposition, in welcher die Schneide 39 der Klinge 16
von dem zweiten Teil 12 für einen Benutzer unzugänglich geschützt ist. Die Sicherheitsposition
ist in den Fig. 2, 4 und 5 dargestellt, die Schneidposition ist in den Fig. 3, 6 und
7 dargestellt.
[0046] Bei einer Bewegung des zweiten Teils 12 in Richtung u1 relativ zu dem ersten Teil
11 wird von der Stütze 14 eine Kraft in den Lenker 18 eingeleitet, welches den Lenker
18 um die Schwenkachse a4 in Richtung v2 relativ zu dem zweiten Teil 12 schwenkt.
Dabei wird aufgrund der Bewegungskopplung des Koppelgetriebes auch der Lenker 17 um
die Schwenkachse G2 in Richtung w2 relativ zu dem zweiten Teil 12 geschwenkt. Mit
den beiden Lenkern 17 und 18 wird auch die Klingeneinheit auf der Koppelkurve bewegt.
[0047] In der Schneidposition gemäß den Fig. 6 bis 9 ragt die Klinge 16 mit der Schneide
39 aus der Öffnung 33 des zweiten Teils 12 heraus. Bei einer Kraft F auf die Schneide
39 der Klinge 16 kann sich die Klinge 16 an einer Stützfläche 48 der Laibung der Öffnung
33 abstützen. Die Kraft F erzeugt dann in dem Lenker 17 ein Moment in Richtung w2
um die Schwenkachse a2 und in dem Lenker 18 ein Moment in Richtung v2 um die Schwenkachse
a4. Diese Momente verringern die Haltekraft zum Halten des Klingenträgers 15 in der
vorderen Endposition oder einer anderen Schneidposition.
[0048] In Fig. 6b ist erkennbar, dass sich eine die Klingeneinheit, umfassend die Klinge
16 und den Klingenträger 15, repräsentierende Gerade m2 durch die Gelenke G3 und G5
bei der Bewegung zwischen der hinteren Position und der vorderen Position lediglich
um einen geringen Winkel α dreht. Das ist in der nichtparallelen Anordnung der Lenker
17 und 18 sowie von den unterschiedlichen Längen der Lenker 17 und 18 begründet.
[0049] Die Merkmale bieten den Vorteil, dass das Gehäuse relativ schmalbauend ausgebildet
sein kann. Darüber hinaus wird ein Vorteil im Hinblick auf die Sicherheit des Messers
erreicht, weil die Klinge lediglich in einem schmalen Austrittsbereich, nämlich der
Messeröffnung 33, aus dem ersten Teil austritt. Nach der Austritt der Klinge 16 aus
dem gehäuseartigen zweiten Teil 12 führt die Klinge 16 lediglich eine geringe Drehbewegung
aus.
[0050] Nachfolgend soll der Funktionsablauf beschrieben werden. Bei der Betätigung des Messers
10 in der hinteren Endposition des Klingenträgers 15, d.h. bei einer Relativbewegung
des ersten Teils 11 in Richtung u1 relativ zu dem zweiten Teil 12, wird von der Stütze
14 eine Kraft in das Gelenk G6 eingeleitet, die ein Moment in dem Lenker 18 um die
Schwenkachse G4 in Richtung v2 erzeugt und den Lenker 18 in Richtung v2 bewegt. Bei
einer Drehung des Lenkers 18 um das Gelenk G4 in Richtung v2, bewegt sich der über
das Koppelgetriebe bewegungsverbundene Lenker 17 um das Gelenk G2 in Drehrichtung
w2. Dabei wird der Klingenträger 15 entgegen der Rückstellkraft der Feder 19 auf einer
Bewegungsbahn (oder auch Koppelkurve), die durch das Viergelenk bedingt ist, in Richtung
x1 in die Schneidposition bewegt, wobei sich der Lenker 17 um die Schwenkachse a3
in Richtung p2 dreht und der Lenker 18 um die Schwenkachse a5 in Richtung q2 relativ
zu dem Klingenträger 15 dreht.
[0051] Bei Entlastung des ersten Teils 11 und des zweiten Teils 12 entspannt sich die Feder
19, so dass der Lenker 18 um die Schwenkachse a4 in Richtung v1 und der Lenker 17
um die Schwenkachse a2 in Richtung w1 schwenken. Der Lenker 17 schwenkt relativ zu
dem Klingenträger in Richtung p1 um die Schwenkachse a3 und der Lenker 18 schwenkt
relativ zu dem Klingenträger 15 in Richtung q1 um die Schwenkachse a5. Über die Stütze
14 wird das zweite Teil 12 in Richtung u1 relativ zu dem ersten Teil 11 bewegt. Dabei
bewegt sich der Klingenträger 15 in Richtung x2 in die Sicherheitsposition zurück.
[0052] Ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Messers ist in den Fig. 10
bis 15 dargestellt und insgesamt mit dem Bezugszeichen 110 bezeichnet.
[0053] Das Messer 110 umfasst ein Gehäuse 111, welches das erste Teil im Sinne der Erfindung
bildet, sowie eine Betätigungsvorrichtung mit Betätigungsansätzen 112a und 112b. Die
Betätigungsvorrichtung bildet das zweite Teil im Sinne der Erfindung. Das Gehäuse
111 umfasst einen Aufnahmeraum 113, in welchem ein Klingenträger 115 mit einer daran
gehaltenen Klinge 116 bewegbar aufgenommen ist. Das Gehäuse 111 weist einen vorderen
Endbereich 135 und einen hinteren Endbereich 136 auf. Außerdem bildet das Messer einen
Messerrücken 137 sowie eine Unterseite 138 aus.
[0054] Der Klingenträger 115 ist zwischen einer hinteren Endposition (siehe die Fig. 1 und
3), und einer vorderen Endposition (siehe die Fig. 11 und 13) bewegbar. Die hintere
Endposition ist eine Sicherheitsposition, in welcher die Klinge 116 für den Benutzer
unzugänglich in dem Aufnahmeraum 113 angeordnet ist, und die vordere Endposition ist
eine Schneidposition, in welcher die Klinge 116 aus einer Öffnung 133 des Gehäuses
112 herausragt. Abgesehen von der hinteren Endposition und der vorderen Endposition
gibt es weitere Sicherheitspositionen der Klingeneinheit sowie weitere Schneidpositionen.
Die Öffnung 133 ist an dem vorderen Endbereich 135 des Gehäuses 111 vorgesehen. Die
Laibung der Öffnung 133 weist eine Stützfläche 148 zum Abstützen der Klinge 116 auf.
[0055] Die Betätigung der Betätigungsansätze 112a und 112b erfolgt über Aussparungen 147a
und 147b in dem Gehäuse 111. In dem der Benutzer den Klingenträger 115 an dem Betätigungsansatz
112a oder 112b nach vorne in Richtung x1 bewegt, wird die Klingeneinheit aufweisend
den Klingenträger 115 sowie die Klinge 116 aus der in Fig. 10 dargestellten Sicherheitsposition
in die in Fig. 11 dargestellte Schneidposition verlagert. Die vordere Endposition
ist durch den Anschlag der Betätigungsansätze 112a und 112b an einem vorderen Ende
der Aussparungen 147a und 147b definiert. Sobald der Benutzer den jeweiligen Betätigungsansatz
112a oder 112b entlastet, wird der Klingeträger 115 von einer Rückstellvorrichtung
in die Sicherheitsposition zurück bewegt.
[0056] Mittels einer Verstellvorrichtung ist die Klingeneinheit zwischen der hinteren Endposition
und der vorderen Endposition bewegbar. Die Verstellvorrichtung umfasst Lenker 117
und 118. Der Lenker 117 bildet ein Gelenk G2 mit der Schwenkachse a2 mit dem Gehäuse
112 sowie ein Gelenk G3 mit der Schwenkachse a3 mit der Klingeneinheit, in diesem
Ausführungsbeispiel mit dem Klingenträger 115. Der Lenker 118 bildet ein Gelenk G4
mit der Schwenkachse a4 mit dem Gehäuse 112 sowie ein Gelenk G5 mit der Schwenkachse
a5 mit der Klingeneinheit. Gemäß einer Alternative könnte der Klingenträger 115 entfallen
und die Lenker 117 und 118 würden in diesem Fall unmittelbar jeweils ein Gelenk mit
der Klinge 116 bilden.
[0057] Das Schwenkgelenk G2 wird von einem Achszapfen 121 des Gehäuses 112 gebildet, welcher
in eine Aussparung 122 in dem Lenker 117 eingreift und das Schwenkgelenk G3 wird von
einem Achszapfen 123 des Klingenträgers 115 gebildet, welcher in eine Aussparung 124
in dem Lenker 117 eingreift. Außerdem wird das Schwenkgelenk G4 von einem Achszapfen
125 des ersten Teils 111 gebildet, welcher in eine Aussparung 126 in dem Lenker 118
eingreift und das Schwenkgelenk G5 wird von einem Achszapfen 127 des Klingenträgers
115 gebildet, welcher in eine Aussparung 128 in dem Lenker 118 eingreift. Zwischen
Gelenken G3 und G5 ist ein geringerer Abstand ausgebildet als zwischen den Gelenken
G2 und G4.
[0058] Das Messer 110 bildet so ein Koppelgetriebe (siehe Fig. 13) aus, welches das Gehäuse
111, den Klingenträger 115 sowie die Lenker 117 und 118 umfasst. Bei einer Bewegung
des Klingenträgers 115 an einem der Betätigungsansätze 112a oder 112b werden alle
bewegungsverbundenen Teile des Koppelgetriebes bewegt. Aufgrund einer Relativbewegung
zwischen dem Betätigungsansatz 112a oder 112b und dem Gehäuse 111 ist der Klingenträger
115 zwischen der hinteren Endposition und der vorderen Endposition bewegbar.
[0059] Der Klingenträger 115 ist mittels des Koppelgetriebes auf einer Koppelkurve geführt,
wobei der Klingenträger auf jedem Punkt der Koppelkurve eine definierte Position einnimmt.
Bei der Bewegung zwischen der hinteren Endposition und der vorderen Endposition benötigt
der Klingenträger keine Führung an dem ersten Teil 111. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist der Klingenträger 115 ausschließlich von den Lenkern 117 und 118 geführt. Lediglich
im Falle einer elastischen Verformung der Lenker 117 und 118 aufgrund einer hohen
Belastung der Klinge 116 kommt eine Abstützung des Klingenträgers 115 an der Gehäuseinnenwand
des ersten Teils 111 in Betracht.
[0060] Die Koppelkurve ist derart ausgebildet, dass eine Gerade m2 durch die Gelenke G3
und G5 bei der Bewegung zwischen der hinteren Endposition und der vorderen Endposition
um nicht mehr als 45 Grad schwenkt. Mit diesem Merkmal ist gewährleistet, dass das
Gehäuse 112 relativ schmalbauend ist, so dass das Gehäuse 112 gut mit einer Hand gehalten
werden kann und dass die Klinge 116, nachdem sie aus der Öffnung 133 austritt, lediglich
eine geringe Schwenkbewegung durchführt, womit eine höhere Sicherheit erreicht wird.
[0061] Eine Feder 119 stützt sich mit einem Federende 140 an dem Gehäuse 111 und mit einem
Federende 141 an dem Lenker 118 ab. Der Lenker 118 wird von der Feder 119 in Richtung
v2 belastet, wobei das gesamte Koppelgetriebe einschließlich des Klingenträgers 115
in die hintere Endposition belastet ist.
[0062] Die Funktionsweise des Messers 110 soll nachfolgend beschrieben werden. Bei der Betätigung
des Klingenträgers an einem der Betätigungsansätze 112a oder 112b und einer daraus
resultierenden Bewegung der Klingeneinheit zwischen der hinteren Endposition in die
vordere Endposition schwenkt der Lenker 117 um eine Schwenkachse a2 in die Richtung
w2 und der Lenker 118 um eine Schwenkachse a4 in die Richtung v2 relativ zu dem Gehäuse
111. Der Klingenträger 115 schwenkt um die Schwenkachse a3 relativ zu dem Lenker 117
und um die Schwenkachse a5 relativ zu dem Lenker 118. Der Klingenträger 115 und die
darin befestigte Klinge 116 werden dabei entgegen der Rückstellkraft der Feder 119
entlang der Koppelkurve in die Schneidposition bewegt.
[0063] Bei der Entlastung des Betätigungsansatzes 112a oder 112b bewegt die Feder 119 den
Lenker 118 in Richtung v1 wobei der Lenker 117 in Richtung w1 bewegt wird. Der Klingenträger
wird dabei entlang der Koppelkurve in Richtung x2 in die hintere Endposition zurückbewegt.
1. Messer mit einem ersten Teil (11) und mit einem zweiten Teil (12), welches relativbewegbar
zu dem ersten Teil (11) gelagert ist, sowie mit einer Klingeneinheit mit einer Klinge
(16) und mit einer Verstellvorrichtung mit wenigstens zwei Lenkern (17, 18), welche
die Klinge (16) und das erste Teil (11) derart gelenkig miteinander verbinden, dass
ein Koppelgetriebe ausgebildet ist, welches aufgrund einer Relativbewegung zwischen
dem ersten Teil (11) und dem zweiten Teil (12) zwischen wenigstens einer hinteren
Endposition und wenigstens einer vorderen Endposition bewegbar ist, wobei das zweite
Teil (12) zur Bewegung des Koppelgetriebes mittelbar oder unmittelbar mit einem der
Lenker (18) oder mit der Klingeneinheit bewegungsverbunden ist.
2. Messer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klingeneinheit von mindestens einem Rückstellelement (19, 119) in die Sicherheitsposition
belastet ist.
3. Messer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Koppelgetriebe ein Viergelenk ausbildet und dass wenigstens ein Paar Lenker (17,
18) des Viergelenks parallel zueinander sind.
4. Messer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Koppelgetriebe ein Viergelenk ausbildet und dass wenigstens ein Paar Lenker (17,
18) des Viergelenks nicht parallel zueinander sind.
5. Messer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenker (17, 18) des Koppelgetriebes gleiche oder unterschiedliche Längen aufweisen.
6. Messer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Lenker (17, 18) des Koppelgetriebes bei der Bewegung zwischen der hinteren
Endposition und der vorderen Endposition lediglich eine Drehrichtung aufweist.
7. Messer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenker (17, 18) des Koppelgetriebes bei der Bewegung zwischen der hinteren Endposition
und der vorderen Endposition die gleiche Drehrichtung aufweisen.
8. Messer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Teil von einem Schieber gebildet ist, welcher relativ zu dem ersten Teil
translatorisch bewegbar ist.
9. Messer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Teil (12) von einem Hebel gebildet ist, der mit dem ersten Teil (11) ein
Schwenkgelenk bildet.
10. Messer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Teil (11) und / oder das zweite Teil (12) ein Gehäuse bildet, in welchem
die Klinge (16) wenigstens in der Sicherheitsposition vor einem Kontakt geschützt
ist.
11. Messer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stützelement (14) derart mit einem der Lenker (18) sowie mit dem ersten Teil
(11) oder mit dem zweiten Teil (12) gelenkig verbunden ist, dass die Klingeneinheit
bei einer Relativbewegung zwischen dem ersten Teil (11) und dem zweiten Teil (12)
von der hinteren Position in die vordere Endposition oder in eine Zwischenposition
zwischen der hinteren Endposition und der vorderen Endposition bewegt wird.
12. Messer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Teil (11) aus einer Grundposition in eine erste Richtung (u2) in eine betätigte
Position schwenkbar ist, um die Klingeneinheit in eine Schneidposition zu bewegen
und in eine zweite (u1) Richtung in eine Offenposition schwenkbar ist, um die Klingeneinheit
in eine Klingenwechselposition zu bewegen.
13. Messer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klingeneinheit bei der Bewegung zwischen der hinteren Endposition und der vorderen
Endposition lediglich eine geringe Schwenkbewegung von α≤45° oder von α≤30° oder von
α≤10° oder von α≤5° durchführt.