[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrisch betriebene Scheibenschneidemaschine zum Abschneiden
von Scheiben aus insbesondere strangförmigem Schneidegut, vorzugsweise Lebensmittel,
mit einem Maschinengehäuse, das einen Antriebsmotor und ein vom Antriebsmotor angetriebenes
rotierendes und/oder umlaufend bewegbares Schneidmesser haltert, und mit einer Produktzuführung,
die das Schneidegut dem Schneidmesser zuführt, wobei die Scheibenschneidemaschine
eine Trägerplatte sowie einen an dieser angeordneten Schneidrahmen umfasst, über den
das Schneidegut dem Schneidmesser zugeführt wird.
[0002] Aus der
EP 2 424 713 B1 ist eine Scheibenschneidemaschine mit einer Produktzuführung bekannt, die Schneidegut
einem Schneidmesser zuführt. Die Produktzuführung verfügt über ein Abschlusselement
mit einer Auflagefläche für einen Produktendbereich. Das Abschlusselement ist durch
eine Klemmeinrichtung mit genau einem Fixierorgan an einem Träger ohne Schrauben lösbar
fixiert.
[0003] Das Abschlusselement ist zwar werkzeugfrei von dem Träger und damit von der Scheibenschneidemaschine
lösbar, aber der Klemmvorgang erfordert das Zusammensetzen mehrerer aneinander anliegender
Komponenten in Form des Trägers, des Fixierorgans und des Abschlusselements. Die Klemmeinrichtung
ist somit vergleichsweise zeitaufwändig zu bedienen und störanfällig.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, eine Scheibenschneidemaschine
der eingangs definierten Art kostengünstig und mit ohne Weiteres zur Verfügung stehenden
technischen Mitteln auf unkomplizierte Weise so zu modifizieren, dass ein Schneidrahmen
der Scheibenschneidemaschine an dem Trägerblech einerseits sicher, andererseits werkzeugfrei
schnell lösbar fixiert ist.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe hinsichtlich der Vorrichtung auf technisch besonders einfache
und überraschend wirkungsvolle Weise durch eine gattungsgemäße elektrisch betriebene
Scheibenschneidemaschine, die sich dadurch auszeichnet, dass der Schneidrahmen geometrisch
so ausgestaltet ist, dass das Schneidegut im Betriebszustand der Scheibenschneidemaschine
von der Produktzuführung durch den Schneiderahmen hindurch dem Schneidmesser zugeführt
werden kann. Die Scheibenschneidemaschine weist zumindest ein erstes und ein zweites
Hebelelement zum lösbaren Fixieren des Schneidrahmens auf, wobei jedes der beiden
Hebelelemente durch einen Bewegungsmechanismus aus einer Haltestellung in eine Lösestellung
überführbar ist. Jedes der beiden Hebelelemente liegt in der Haltestellung an dem
Schneidrahmen an. Der Schneidrahmen ist durch die Hebelelemente in der Haltestellung
an der Trägerplatte fixierbar. In der Lösestellung ist das jeweilige Hebelelement
vom Schneidrahmen beabstandet und der Schneidrahmen von der Trägerplatte werkzeugfrei
lösbar. Der Schneidrahmen ist in einer Durchgangsausnehmung der Trägerplatte eingesetzt.
Das Schneidmesser kann als orbital, rotierend umlaufendes Messer oder als Sichelmesser
ausgebildet sein. Wenn der Schneidrahmen durch die Hebelelemente in der Haltestellung
an der Trägerplatte fixiert ist, umfasst dies auch die Fälle, in denen der Schneidrahmen
in oder auf der Trägerplatte fixiert ist.
[0006] Der Schneidrahmen ist bei der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine durch die
beiden Hebelelemente in der Haltestellung sicher an der Trägerplatte fixiert und kann
schnell und ohne Materialaufwand sowie werkzeuglos von der Trägerplatte gelöst und
ausgetauscht werden. Dies ist insbesondere im Falle einer Abnutzung des Schneidrahmens
relevant, wenn der Schneidrahmen bei Schneidvorgängen in -auch nur sehr leichten-
Kontakt mit dem rasch rotierenden Schneidmesser kommt, wie dies in der Regel bei Hochleistungs-Slicern
geschehen kann. Der Schneidrahmen stützt einerseits das zu schneidende Ende des Schneidgut
und an ihm fährt andererseits das Messer mit jedem Schnitt vorbei. Das Schneidgut
läuft durch den Schneidrahmen hindurch, das Messer trifft das Schneidgut direkt hinter
dem Schneidrahmen. Der Schneidrahmen nutzt sich also durch das vorbeifahrende Messer
ab und ist somit in einem längeren Zeitrahmen gesehen ein Verschleißteil.
[0007] In einer ersten, relativ einfachen Ausführungsform der Erfindung weist der Bewegungsmechanismus
einen Schwenkmechanismus und/oder einen Klappmechanismus des jeweiligen Hebelelements
auf. Durch derartige Bewegungsmechanismen lassen sich die Hebelelemente auf schnelle
und einfache Weise von der Haltestellung in die Lösestellung befördern.
[0008] Bei einer weiteren, komfortableren Ausführungsform ist der Schneidrahmen in Verbindung
mit der Trägerplatte selbstzentrierend ausgebildet, wobei insbesondere der Schneidrahmen
und die Trägerplatte formschlüssig aneinander anliegende abgeschrägte Flächen aufweisen.
Dadurch lässt sich der Schneidrahmen sehr präzise mit wenig Toleranz schnell und einfach
in die Trägerplatte einsetzen.
[0009] Bei vorteilhaften Ausführungsformen der Erfindung ist der Schneidrahmen in der Trägerplatte
eindeutig positionierbar ausgeformt, wobei der Schneidrahmen insbesondere eine abgeschrägte
Ecke aufweist. Dadurch kann der Schneidrahmen schnell und einfach in die Trägerplatte
eingesetzt werden, ohne dass zunächst die richtige Ausrichtung des Schneidrahmens
ausprobiert werden muss.
[0010] Eine weitere bevorzugte Ausbildung der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine
ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Hebelelemente um einen Drehpunkt
aus der Haltestellung in die Lösestellung schwenkbar ist. Der Drehpunkt kann insbesondere
an der Trägerplatte angebracht sein. Dadurch sind die Hebelelemente an der Trägerplatte
gelagert. Die Befestigung der Hebelelemente an der Trägerplatte kann über Muttern
erfolgen.
[0011] Eine Klasse von ebenfalls bevorzugten Ausführungsformen der Scheibenschneidemaschine
zeichnet sich dadurch aus, dass die Scheibenschneidemaschine mindestens einen Sicherungsklotz
aufweist, an dem zumindest eines der Hebelelemente in der Haltestellung anliegt, wobei
der Sicherungsklotz in der Bewegungsrichtung des Hebelelements aus der Haltestellung
in die Lösestellung angeordnet ist. Der Sicherungsklotz fixiert das Hebelelement in
der Haltestellung und verhindert einen ungewollten Übergang in die Lösestellung.
[0012] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausführungsform ist der Sicherungsklotz
an dem Maschinengehäuse, insbesondere an einer Messerhaube der Scheibenschneidemaschine,
befestigt. Wenn die Hebelelemente an der Trägerplatte gegenüber der Messerhaube befestigt
sind, können die Sicherungsklötze positionsfest an der Messerhaube befestigt sein
und gleichzeitig an den Hebelelementen anliegen, um eine Drehbewegung der Hebelelemente
aus der Haltestellung zu verhindern.
[0013] Alternativ oder ergänzend kann bei anderen Weiterbildungen dieser Ausführungsform
zumindest eines der Hebelelemente eine Lasche aufweisen, die in der Haltestellung
des Hebelelements am Sicherungsklotz anliegt. Der Sicherungsklotz kann in vertikaler
Richtung unten an der Lasche anliegen, um eine Drehbewegung des Hebelelements nach
unten zu verhindern.
[0014] Die Scheibenschneidemaschine kann gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung
dadurch gekennzeichnet sein, dass der Sicherungsklotz in der Lösestellung des Hebelelements
gegen die Lasche des Hebelelements bewegbar ist und dadurch ein Schließen des Maschinengehäuses
verhindert, wobei insbesondere zumindest ein Teil des Hebelelements mit der Lasche
in der Lösestellung an einer Stelle angeordnet ist, an der sich der Sicherungsklotz
in der Haltestellung des Hebelelements befindet. Bei dem Versuch, das Maschinengehäuse
zu schließen, wenn sich die Hebelelemente in der Lösestellung befinden, stoßen die
Sicherungsklötze gegen die Hebelelemente und verhindern als Sicherungsmaßnahme das
Schließen des Gehäuses.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest
eines der Hebelelemente als Wippe mit einem Auflager ausgebildet und eine Feder an
diesem Hebelelement angeordnet ist, wobei die Feder durch Schwenkung des Hebelelements
aus der Haltestellung spannbar ist. Durch die Feder wird das Hebelelement in der Haltestellung
gehalten und fixiert seinerseits den Schneidrahmen an der Trägerplatte.
[0016] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine
weist der Schneidrahmen eine Nut auf, in die die Hebelelemente in der Haltestellung
eingreifen. Durch eine Nut im Schneidrahmen kann eine zusätzliche Absicherung gegen
eine ungewollte Bewegung des Hebelelements aus der Haltestellung in die Lösestellung
bewirkt werden.
[0017] Die Scheibenschneidemaschine kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
dadurch gekennzeichnet sein, dass zumindest eines der Hebelelemente als Spannhebelelement
ausgebildet ist. Durch einen Spannhebel kann auf einfache Weise ein schneller Wechsel
aus einer stabilen Halteposition in eine stabile Löseposition durch Umklappen des
Hebelelements bewirkt werden.
[0018] Bei weiteren bevorzugten Ausführungsformen umfasst die erfindungsgemäße Scheibenschneidemaschine
einen Schließ-Überwachungssensor des Maschinengehäuses, wobei die Maschine nur dann
gestartet werden kann, wenn das Maschinengehäuse geschlossen ist. Ein solcher Schließ-Überwachungssensor
generiert eine zusätzliche Absicherung gegen Verletzungen, da die Scheibenschneidemaschine
damit nicht unbeabsichtigt gestartet werden kann. Befindet sich das Hebelelement in
der Lösestellung, so kann das Maschinengehäuse nicht geschlossen werden und der Schließ-Überwachungssensor
verhindert ein Starten der Scheibenschneidemaschine.
[0019] Eine weitere Ausgestaltung der Scheibenschneidemaschine ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Schneidrahmen eine Fase, eine abgestufte Auflagefläche für die Hebelelemente
und/oder eine abgestufte Kontur zur Positionierung an der Trägerplatte aufweist. Mittels
einer Fase kann ein besserer Einlauf des Schneidguts erzielt werden und/oder ein Klemmen
beim Aufschieben der Hebel auf den Schneidrahmen besser verhindert werden. Durch eine
abgestufte Auflagefläche können die Hebelelemente näher an der Trägerplatte positioniert
werden. Bei Verwendung einer abgestuften Positionierungskontur muss nicht die gesamte
Außenseite des Schneidrahmens zur Positionierung des Schneidrahmens abgeschrägt werden.
[0020] Bei weiteren Ausführungsformen der Scheibenschneidemaschine ist die Trägerplatte
mit dem Maschinengehäuse der Scheibenschneidemaschine starr verbunden, insbesondere
verschraubt. Die Trägerplatte kann insbesondere als Teil des Maschinengehäuses ausgebildet
sein. Dann muss die Trägerplatte nicht separat montiert werden.
[0021] Bei bevorzugten Ausführungsformen ist der Schneidrahmen und/oder eine Durchgangsöffnung
des Schneidrahmens für das Schneidegut viereckig ausgebildet. Dadurch wird eine in
Bezug auf Höhe und Breite gleichmäßige Aufnahme des Schneidgutes durch den Schneidrahmen
ermöglicht.
[0022] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Trägerplatte als Trägerblech ausgebildet ist. Durch die Verwendung
von Blech als Werkstoff wird eine leichte und stabile Ausbildung der Trägerplatte
ermöglicht.
[0023] Die Scheibenschneidemaschine kann gemäß einer weiteren Ausgestaltung auch mehr als
einen Sicherungsklotz, insbesondere einen weiteren aufweisen. Dann lassen sich beide
Sicherungshebel durch jeweils einen eigenen Sicherungsklotz in ihrer Haltestellung
fixieren.
[0024] Die Produktzuführung wird bei der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine in der
Regel als automatische Einrichtung, vorzugsweise mit einem Endlosförderband, ausgebildet
sein. Durch Verwendung einer automatischen Produktzuführung wird die Verweildauer
des Produkts bei der Verarbeitung verkürzt und damit der gesamte Schneideprozess beschleunigt.
[0025] Die Vorteile der vorliegenden Erfindung treten besonders hervor, wenn die erfindungsgemäße
Scheibenschneidemaschine als Hochleistungs-Slicer ausgebildet. Die erfindungsgemäße
rasche Austauschmöglichkeit des Schneidrahmens ist nämlich insbesondere für Hochleistungs-Slicer
relevant, in denen der Schneidrahmen durch die schnelle Rotation des Schneidmessers
selbst bei sehr geringem Kontakt mit dem Schneidmesser rasch abgenutzt wird.
[0026] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren der Zeichnung,
die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, sowie aus den Ansprüchen. Die einzelnen
Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei
Varianten der Erfindung verwirklicht sein.
[0027] In der schematischen Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt,
welche in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert werden.
[0028] Im Einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine isometrische Ansicht einer Scheibenschneidemaschine nach Stand der Technik mit
ihrem Gehäuse;
- Fig. 2
- eine schematische Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine ohne
Produktzuführung und ohne Messerhaube;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der Ausführungsform nach Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Vorderansicht der Trägerplatte der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine
mit einem in der Trägerplatte eingesetzten Schneidrahmen und an der Trägerplatte durch
die Muttern fixierten zwei Hebelelementen in Haltestellung;
- Fig. 5
- eine Ausführungsform wie in Fig. 4, aber ohne Sicherungsklötze;
- Fig. 6
- die Ausführungsform von Fig. 5 mit in der Trägerplatte eingesetztem Schneidrahmen
und durch Muttern fixierten Hebelelementen in der Lösestellung;
- Fig. 7
- einen vergrößerten Querschnitt durch die Halterung eines der beiden Hebelelemente;
- Fig. 8
- eine schematische Rückansicht eines viereckig ausgebildeten Schneidrahmens; und
- Fig. 9
- eine Vorderansicht des Schneidrahmens mit rillenförmigem Aufsatz.
[0029] Fig. 1 zeigt eine isometrische Ansicht einer
Scheibenschneidemaschine 10 nach Stand der Technik mit ihrem
Maschinengehäuse 11. Das Gehäuse 11 ist auf
höhenverstellbaren Füßen 12 gelagert und weist zum einfacheren Transport der Scheibenschneidemaschine 10
Rollen 13 auf, die an der Unterseite des Gehäuses 11 angebracht sind. Das Gehäuse 11 haltert
unter einer verschwenkbaren
Messerhaube 14 ein Schneidemesser, wie es in den Figuren 2 und 3 gezeigt ist.
[0030] Über eine am Gehäuse 11 schwenkbar gelagerte
Produktzuführung 15 kann bei der Scheibenschneidemaschine 10 Schneidgut dem Schneidmesser zugeführt werden.
Die schwenkbare Lagerung der Produktzuführung 15 erlaubt ein bequemes Beschicken der
Scheibenschneidemaschine 10, indem die Produktzuführung zum Beschicken mit frischem
Schneidgut heruntergeklappt wird, so dass die Produktauflage im Wesentlichen horizontal
verläuft, und nach dem Einlegen des Schneidguts die Produktzuführung 15 nach oben
in eine Schneidstellung zurückgeschwenkt wird. Als Schneidgut sind vor allem Lebensmittelriegel
wie Wurstriegel oder Käseriegel vorgesehen, von denen durch das Schneidmesser einzelne
Scheiben abgetrennt werden.
[0031] Eine im Gehäuse 11 angeordnete
Steuervorrichtung 16 steuert den Schneidevorgang. Die Steuerungsvorrichtung 16 weist ein Display zur Anzeige
von Daten und eine Tastatur zur Eingabe von Daten auf.
[0032] Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine 10 ohne
die Produktzuführung 15 und ohne die Messerhaube 14 (siehe aber Fig. 1). In einer
Trägerplatte 18 befindet sich ein
Schneidrahmen 19. In Transportrichtung des Schneideguts hinter der Trägerplatte 18 und dem Schneidrahmen
19 ist ein orbital rotierendes
Schneidmesser 20 angeordnet, dem durch die viereckige
Öffnung 21 des Schneidrahmens 19 Schneidgut zugeführt werden kann. Ein
erstes und ein zweites Hebelelement 22a, 22b liegen einander gegenüber in einer
Haltestellung 23 an dem Schneidrahmen 19 an. Die Hebelelemente 22a, 22b fixieren den Schneidrahmen
19 an der Trägerplatte 18.
[0033] Durch
Muttern 24a, 24b als Bestandteile einer Drehlagerung (siehe Fig. 7) sind die beiden Hebelelemente
22a, 22b an der Trägerplatte 18 um jeweils einen Hebelelement-
Drehpunkt 25a, 25b schwenkbar fixiert. Die Muttern 24a, 24b und Hebelelement-Drehpunkte bilden Teile
eines
Bewegungsmechanismus 9 zur Schwenkung der Hebelelemente 22a, 22b. An
Laschen 26a, 26b der Hebelelemente 22a, 22b liegen
Sicherungsklötze 27a, 27b in Drehrichtung der Hebelelemente 22a, 22b an. Die Sicherungsklötze 27a, 27b verhindern
eine Drehung der Hebelelemente 22a, 22b aus der Haltestellung 23. Die Sicherungsklötze
27a, 27b sind dabei insbesondere an der Messerhaube 14 (siehe Fig. 1) befestigt.
[0034] Der Schneidrahmen 19 hat jeweils eine
abgestufte Auflagefläche 28a, 28b für die Hebelelemente 22a, 22b. Ein
Fördervorsprung 29 des Schneidrahmens 19 dient als Zwischenstück der Weiterbeförderung des Schneidegutes
von der Produktzuführung 15 zu dem Schneidmesser 20.
[0035] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Scheibenschneidemaschine 10 ohne die Produktzuführung
15 und ohne die Messerhaube 14 (siehe Fig. 1). Die Hebelelemente 22a, 22b (siehe Fig.
2) sind durch Muttern 24a, 24b an der Trägerplatte 18 befestigt. Hinter der Trägerplatte
18 befindet sich das Schneidmesser 20 in einer Wartestellung, in der er es vollständig
von der Trägerplatte 18 überdeckt wird. Dadurch werden versehentliche Verletzungen
verhindert. Das Schneidmesser 20 ist drehbar und exzentrisch an einem
Schneidmesser-Drehpunkt 30 an einem um einen
Messerarm-Drehpunkt 31 rotierbaren
Messerarm 32 gelagert. Beim Schneiden bewegt sich das Schneidmesser 20 auf einer Kreisbahn und
rotiert dabei um seine eigene Achse.
[0036] Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht der Trägerplatte 18 mit dem in der Trägerplatte eingesetzten
Schneidrahmen 19 und den an der Trägerplatte 18 durch die Muttern 24a, 24b fixierten
Hebelelementen 22a, 22b. Die Hebelelemente 22a, 22b liegen in der Haltestellung 23
auf den Auflageflächen 28a, 28b des Schneidrahmens 19 auf. Gezeigt sind auch die an
den Laschen 26a, 26b der Hebelelemente 22a, 22b anliegenden Sicherungsklötze 27a,
27b, die eine Drehbewegung der Hebelelemente 22a, 22b aus der Haltestellung 23 verhindern.
[0037] Fig. 5 zeigt eine Vorderansicht der Trägerplatte 18 mit dem in der Trägerplatte 18 eingesetzten
Schneidrahmen 19 und den an der Trägerplatte 19 durch die Muttern 24a, 24b fixierten
Hebelelementen 22a, 22b ohne die Sicherungsklötze 27a, 27b (siehe Fig. 4). Die Hebelelemente
22a, 22b sind nach dem Entfernen der Sicherungsklötze 27a, 27b aus der Haltestellung
23 schwenkbar, in der sie an dem Schneidrahmen 19 anliegen. Da die Sicherungsklötze
27a, 27b an der Messerhaube 14 befestigt sind, werden sie beim Öffnen der Messerhaube
14 von den Laschen 26a, 26b der Hebelelemente 22a, 22b entfernt.
[0038] Fig. 6 zeigt eine Vorderansicht der Trägerplatte 18 mit dem in der Trägerplatte 18 eingesetzten
Schneidrahmen 19 und den an der Trägerplatte 18 durch die Muttern 24a, 24b fixierten
Hebelelementen 22a, 22b in einer
Lösestellung 33. Die Hebelelemente 22a, 22b nehmen die Lösestellung 33 durch eine Drehung aus der
Haltestellung 23 (siehe Fig. 4) ein, nachdem die Sicherungsklötze 27a, 27b (siehe
Fig. 4) durch Öffnen der Messerhaube 14 entfernt wurden. In der Lösestellung 33 liegen
die Hebelelemente 22a, 22b nicht mehr an dem Schneidrahmen 19, sondern auf
Hebelauflage-flächen 34a, 34b der Trägerplatte 18 auf. Die Laschen 26a, 26b befinden sich in einem Bereich, in
dem in der Haltestellung 23 die Sicherungsklötze 27a, 27b (siehe Fig. 4) positioniert
waren. Die Hebelelemente 22a, 22b können die Lösestellung 33 nur dann einnehmen, wenn
die Messerhaube 14 (siehe Fig. 1) und die an der Messerhaube 14 befestigen Sicherungsklötze
27a, 27b entfernt sind. In der Lösestellung 33 der Hebelelemente 22a, 22b blockieren
die Laschen 26a, 26b ein Aufsetzen der Messerhaube 14, da die Sicherungsklötze 27a,
27b gegen die Laschen 26a, 26b bewegt werden und eine korrekte Positionierung der
an der Messerhaube 14 befestigten Sicherungsklötze 27a, 27b verhindern.
[0039] Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch eine als Drehlager ausgebildete Halterung 35 eines
Hebelelements 22a. An der Trägerplatte 18 ist ein Stift
36 befestigt, insbesondere durch Verschweißen. Um den Stift 36 ist ein zylindrisches
Gleitstück 37 mit einer
Hebelaufnahme 38 gelagert. Das Hebelelement 22a mit der Lasche 27a ist auf dem Gleitstück 37 um die
Hebelaufnahme 38 positioniert. Das Hebelelement 22a ist auf dem Gleitstück 37 durch
die Mutter 24a fixiert. Zwischen der Mutter 24a und dem Hebelelement 22a befindet
sich zum Schutz vor Abnutzung eine
Unterlegscheibe 39. Der Schneidrahmen 19, an dem das Hebelelement 22a anliegt, ist im Querschnitt dargestellt.
[0040] Fia. 8 zeigt eine Rückansicht des viereckig ausgebildeten Schneidrahmens 19 in Bezug auf
die Transportrichtung des Schneidegutes. Gezeigt ist somit die dem Schneidmesser 20
(siehe Fig. 2) zugewandte Seite des Schneidrahmens 19. Der Schneidrahmen 19 besitzt
eine
Kontur 40 mit abgeschrägten
Seitenflächen 41, durch die eine Zentrierung beim Einsetzen des Schneidrahmens 19 in die Trägerplatte
18 (siehe Fig. 2) bewirkt wird. Insbesondere kann die Trägerplatte 18 hierzu eine
Durchgangsausnehmung mit Seitenflächen aufweisen, die formschlüssig an den abgeschrägten
Seitenflächen 40 des Schneidrahmens 19 anliegen. Zur eindeutigen Positionierung des
Schneidrahmens 19 in der Trägerplatte 18 weist eine der Ecken ebenfalls Schrägen
42a, 42b auf.
[0041] Fig. 9 schließlich zeigt eine Vorderansicht des Schneidrahmens 19. Dargestellt sind die
abgestuften Auflageflächen 28a, 28b für die Hebelelemente 22a, 22b (siehe Fig. 2).
Der Fördervorsprung 29 des Schneiderahmens 19 hat einen rillenförmigen
Aufsatz 43 zur Auftrennung des Schneidegutes in parallel geführte Blöcke.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 9
- Bewegungsmechanismus
- 10
- Scheibenschneidemaschine
- 11
- Gehäuse
- 12
- höhenverstellbare Füße
- 13
- Rollen
- 14
- Messerhaube
- 15
- Produktzuführung
- 16
- Steuervorrichtung
- 18
- Trägerplatte
- 19
- Schneidrahmen
- 20
- Schneidmesser
- 21
- viereckige Öffnung
- 22a,b
- erstes und zweites Hebelelement
- 23
- Haltestellung
- 24a,b
- Muttern
- 25a,b
- Hebelelement-Drehpunkte
- 26a,b
- Laschen
- 27a,b
- Sicherungsklötze
- 28a,b
- abgestufte Auflagefläche
- 29
- Fördervorsprung
- 30
- Schneidmesser-Drehpunkt
- 31
- Messerarm-Drehpunkt
- 32
- Messerarm
- 33
- Lösestellung
- 34a,b
- Hebelauflageflächen
- 35
- Halterung
- 36
- Stift
- 37
- zylindrisches Gleitstück
- 38
- Hebelaufnahme
- 39
- Unterlegscheibe
- 40
- Kontur
- 41
- abgeschrägte Flächen
- 42
- Ecke
- 43
- rillenförmiger Aufsatz
1. Elektrisch betriebene Scheibenschneidemaschine (10) zum Abschneiden von Scheiben aus
insbesondere strangförmigem Schneidegut, vorzugsweise Lebensmittel, mit einem Maschinengehäuse
(11), das einen Antriebsmotor und ein vom Antriebsmotor angetriebenes rotierendes
und/oder umlaufend bewegbares Schneidmesser (20) haltert, und mit einer Produktzuführung
(15), die das Schneidegut dem Schneidmesser (20) zuführt, wobei die Scheibenschneidemaschine
(10) eine Trägerplatte (18) sowie einen an dieser angeordneten Schneidrahmen (19)
umfasst, über den das Schneidegut dem Schneidmesser (20) zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schneidrahmen (19) geometrisch so ausgestaltet ist, dass das Schneidegut im Betriebszustand
der Scheibenschneidemaschine (10) von der Produktzuführung (15) durch den Schneidrahmen
(19) hindurch dem Schneidmesser (20) zugeführt werden kann,
dass die Scheibenschneidemaschine (10) zumindest ein erstes und ein zweites Hebelelement
(22a, 22b) zum lösbaren Fixieren des Schneidrahmens (19) aufweist, wobei jedes der
beiden Hebelelemente (22a, 22b) durch einen Bewegungsmechanismus (9) aus einer Haltestellung
(23) in eine Lösestellung (33) überführbar ist,
dass jedes der beiden Hebelelemente (22a, 22b) in der Haltestellung (23) an dem Schneidrahmen
(19) anliegt,
dass der Schneidrahmen (19) durch die Hebelelemente (22a, 22b) in der Haltestellung (23)
an der Trägerplatte (18) fixierbar ist, und dass in der Lösestellung (33) das jeweilige
Hebelelement (22a, 22b) vom Schneidrahmen (19) beabstandet und der Schneidrahmen (19)
von der Trägerplatte (18) werkzeugfrei lösbar ist.
2. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungsmechanismus (9) einen Schwenkmechanismus und/oder einen Klappmechanismus
des jeweiligen Hebelelements aufweist.
3. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidrahmen (19) in Verbindung mit der Trägerplatte (18) selbstzentrierend
ausgebildet ist, wobei insbesondere der Schneidrahmen (19) und die Trägerplatte (18)
formschlüssig aneinander anliegende abgeschrägte Flächen (41) aufweisen.
4. Scheibenschneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidrahmen (19) in der Trägerplatte (18) eindeutig positionierbar ausgeformt
ist, wobei der Schneidrahmen (19) insbesondere eine abgeschrägte Ecke (42) aufweist.
5. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Hebelelemente (22a, 22b) um einen Drehpunkt (25a, 25b) aus der
Haltestellung (23) in die Lösestellung (33) schwenkbar ist.
6. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibenschneidemaschine (10) mindestens einen Sicherungsklotz (27a, 27b) aufweist,
an dem zumindest eines der Hebelelemente (22a, 22b) in der Haltestellung (23) anliegt,
wobei der Sicherungsklotz (27a, 27b) in der Bewegungsrichtung des Hebelelements (22a,
22b) aus der Haltestellung (23) in die Lösestellung (33) angeordnet ist.
7. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungsklotz (27a, 27b) an dem Maschinengehäuse (11), insbesondere an einer
Messerhaube (14) der Scheibenschneidemaschine (10), befestigt ist.
8. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Hebelelemente (22a, 22b) eine Lasche (26a, 26b) aufweist, die
in der Haltestellung (23) des Hebelelements (22a, 22b) am Sicherungsklotz (27a, 27b)
anliegt.
9. Scheibenschneidemaschine nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungsklotz (27a, 27b) in der Lösestellung (33) des Hebelelements (22a, 22b)
gegen die Lasche (26a, 26b) des Hebelelements (22a, 22b) bewegbar ist und dadurch
ein Schließen des Maschinengehäuses (11) verhindert, wobei insbesondere zumindest
ein Teil des Hebelelements (22a, 22b) mit der Lasche (26a, 26b) in der Lösestellung
(33) an einer Stelle angeordnet ist, an der sich der Sicherungsklotz (27a, 27b) in
der Haltestellung (23) des Hebelelements (22a, 22b) befindet.
10. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Hebelelemente (22a, 22b) als Wippe mit einem Auflager ausgebildet
und eine Feder an diesem Hebelelement (22a, 22b) angeordnet ist, wobei die Feder durch
Schwenkung des Hebelelements (22a, 22b) aus der Haltestellung spannbar ist.
11. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidrahmen (19) eine Nut aufweist, in die die Hebelelemente (22a, 22b) in
der Haltestellung (23) eingreifen.
12. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Hebelelemente (22a, 22b) als Spannhebelelement ausgebildet ist.
13. Scheibenschneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Maschinengehäuse (11) einen Schließ-Überwachungssensor aufweist und dass die
Scheibenschneidmaschine (10) nur dann gestartet werden kann, wenn das Maschinengehäuse
(11) geschlossen ist.
14. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidrahmen (19) eine Fase, eine abgestufte Auflagefläche (28a, 28b) für die
Hebelelemente (22a, 22b) und/oder eine abgestufte Kontur (40) zur Positionierung an
der Trägerplatte (18) aufweist.
15. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (18) mit dem Maschinengehäuse (11) der Scheibenschneidmaschine (10)
starr verbunden, insbesondere verschraubt, ist.