[0001] Die Erfindung betrifft eine Weblitze aus einem Einzelstrang, die Weblitze aufweisend
einen Schaftabschnitt mit einem ersten Schaftende und einem zweiten Schaftende, einen
an dem ersten Schaftende angeordneten ersten Zugabschnitt und einen an dem zweiten
Schaftende angeordneten zweiten Zugabschnitt.
[0002] Aus den Dokumenten
EP 2 166 138 A1 und
EP 2 166 139 A1 sind Jacquard-Litzen bekannt mit einem Litzenkörper aus einem Rundmaterial, der einen
Schaft mit einem abgeflachten Abschnitt aufweist, der mit einer geweiteten, von zwei
Schenkeln begrenzten Öffnung versehen ist, wobei der Flächeninhalt A1 des Rundquerschnitts
des Schaftes mit der Summe der Flächeninhalte A5, A6 der Querschnitte der Schenkel
weitgehend übereinstimmt.
[0003] Dem Dokument
EP 2 166 139 A1 zufolge wird vorgeschlagen, dass der Litzenkörper an wenigstens einem Ende eine Öse
aufweist, die durch einen umgebogenen und an mindestens einer Stelle mit dem Litzenkörper
verschweißten Drahtabschnitt gebildet ist, dass der Litzenkörper an wenigstens einem
Ende mit mindestens einer Biegung versehen ist und dass an dem mit der Biegung versehenen
Ende des Litzenkörpers ein Befestigungselement zur Befestigung einer Zugfeder angeordnet
ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Weblitze baulich
und/oder funktional zu verbessern.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst mit einer Weblitze mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte
Ausführungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Die Weblitze kann eine Jacquardweblitze sein. Die Weblitze kann eine Rundweblitze
sein. Der Einzelstrang kann ein Rundmaterial sein. Der Einzelstrang kann aus einem
Metall hergestellt sein. Der Einzelstrang kann in einem Ziehverfahren hergestellt
sein. Das Metall kann ein korrosions- und säurebeständiger Stahl sein. Der Einzelstrang
kann aus einem Draht hergestellt sein. Der Einzelstrang kann aus einem Kunststoff
hergestellt sein.
[0007] Die Weblitze kann eine Längsachse aufweisen. Eine Erstreckungsrichtung der Längsachse
kann als Längsrichtung bezeichnet werden. Das erste Schaftende und das zweite Schaftende
können die Weblitze in Längsrichtung begrenzen.
[0008] Der Einzelstrang kann an dem ersten Schaftende und/oder an dem zweiten Schaftende
einen zumindest annähernd kreisrunden Querschnitt aufweisen. Der Einzelstrang kann
an dem ersten Schaftende und/oder an dem zweiten Schaftende über seine Länge einen
zumindest annähernd konstanten Querschnitt aufweisen. Der Einzelstrang kann an dem
ersten Schaftende und/oder an dem zweiten Schaftende zumindest annähernd ohne Querschnittsänderungen
vorliegen. Der Einzelstrang kann an dem ersten Schaftende und/oder an dem zweiten
Schaftende zumindest annähernd ohne plastische Querschnittsänderungen vorliegen. Der
Einzelstrang kann an dem ersten Schaftende und/oder an dem zweiten Schaftende ohne
beabsichtigte Querschnittsänderungen vorliegen. Der Einzelstrang kann an dem ersten
Schaftende und/oder an dem zweiten Schaftende zumindest annähernd ohne Abflachungen
vorliegen. Der Einzelstrang kann an dem ersten Schaftende und/oder an dem zweiten
Schaftende ungetrennt vorliegen.
[0009] "Weblitze aus einem Einzelstrang" bedeutet vorliegend insbesondere, dass die Weblitze
aus einem einzelnen Materialstrang hergestellt ist. Eine Weblitze aus einem Einzelstrang
kann auch als Mono-Weblitze, insbesondere als Monodraht-Weblitze, wenn der Einzelstrang
ein Draht ist, bezeichnet werden. "Weblitze aus einem Einzelstrang" ist vorliegend
insbesondere in Abgrenzung zu einer Weblitze, die aus zwei miteinander verbundenen
Materialsträngen hergestellt ist, zu verstehen. Eine Weblitze, die aus zwei miteinander
verbundenen Materialsträngen hergestellt ist, kann auch als Doppel-Weblitze, insbesondere
als Doppeldraht-Weblitze, wenn die Materialstränge Drähte sind, bezeichnet werden.
[0010] Die Weblitze kann einen Augabschnitt aufweisen. Der Augabschnitt kann den Schaftabschnitt
in Längsrichtung in einen ersten Schaftabschnittteil und einen zweiten Schaftabschnittteil
teilen. Der Augabschnitt kann von zwei Schenkeln begrenzt sein. Der Augabschnitt mit
den zwei Schenkeln kann durch Trennen des Einzelstrangs hergestellt sein. An dem Augabschnitt
kann ein Fadenaugteil angeordnet sein. Das Fadenaugteil kann ein Fadenauge begrenzen.
Das Fadenaugteil kann auch als Maillon bezeichnet werden. Das Fadenaugteil kann in
den Augabschnitt eingelötet oder eingeklebt sein.
[0011] Der erste Zugabschnitt und der zweite Zugabschnitt können dazu dienen, die Weblitze
mit einer Zugkraft zu beaufschlagen, um die Weblitze in Längsrichtung zur Fachbildung
und zurück zu verlagern.
[0012] Die reibungsreduzierende Oberfläche kann durch eine Rauheit der Gefügestruktur und/oder
einen Gitteraufbau des Werkstoffs erzielt sein. Die reibungsreduzierende Oberfläche
kann durch Herstellung in einem Ziehverfahren erzielt sein. Die Weblitze kann einen
einzigen Funktionsabschnitt oder mehrere Funktionsabschnitte, insbesondere zwei oder
drei Funktionsabschnitte, aufweisen. Die Weblitze kann einen ersten Funktionsabschnitt,
einen zweiten Funktionsabschnitt und einen dritten Funktionsabschnitt aufweisen. Der
erste Funktionsabschnitt und der zweite Funktionsabschnitt können an dem ersten Zugabschnitt
angeordnet sein. Der dritte Funktionsabschnitt kann an dem zweiten Zugabschnitt angeordnet
sein.
[0013] Der erste Zugabschnitt kann als Endöse ausgeführt sein. Die Endöse kann trapezförmig
oder rautenförmig ausgeführt sein. Der erste Zugabschnitt kann durch plastisches Umformen
des Einzelstrangs gebildet sein. Die Endöse kann einen Klemmabschnitt aufweisen. Der
Klemmabschnitt kann an der Längsachse angeordnet sein. Der Klemmabschnitt kann eine
U-artige Form aufweisen. Der Klemmabschnitt kann zwei Klemmschenkel aufweisen. Der
Klemmabschnitt kann einen Rücken aufweisen. Die Klemmschenkel können zueinander parallel
angeordnet sein. Die Klemmschenkel können voneinander beabstandet angeordnet sein.
Die Klemmschenkel können voneinander einen vorgegebenen Abstand aufweisen. Der Rücken
kann die Klemmschenkel miteinander verbinden. Der erste Zugabschnitt, insbesondere
der Klemmabschnitt, kann dazu dienen, die Weblitze mit einem Zugmittel zu verbinden.
Der erste Zugabschnitt, insbesondere der Klemmabschnitt, kann dazu dienen, die Weblitze
kraftschlüssig, insbesondere reibschlüssig, mit einem Zugmittel zu verbinden. Der
erste Zugabschnitt, insbesondere der Klemmabschnitt, kann dazu dienen, mit einem Zugmittel
eine Reibpaarung zu bilden. Der erste Zugabschnitt, insbesondere der Klemmabschnitt,
kann dazu dienen, ein Zugmittel einzuklemmen. Das Zugmittel kann biegeschlaff sein.
Das Zugmittel kann eine Schnur, insbesondere eine Harnischschnur, sein. Der vorgegebene
Abstand zwischen den Klemmschenkeln kann auf eine vorgegebene Zugmitteldicke, insbesondere
Harnischschnurstärke, abgestimmt sein. Der wenigstens eine Funktionsabschnitt kann
an dem Klemmabschnitt angeordnet sein. Der erste Funktionsabschnitt kann an dem Klemmabschnitt
angeordnet sein.
[0014] An dem ersten Zugabschnitt kann ein Klemmelement angeordnet oder anordenbar sein.
Das Klemmelement kann starr oder flexibel ausgeführt sein. Das Klemmelement kann als
Hülse oder Schlauch ausgeführt sein. Das Klemmelement kann dazu dienen, die Endöse,
insbesondere die Klemmschenkel, zusammenzudrücken, um eine Haltkraft zwischen dem
ersten Zugabschnitt und dem Zugmittel zu erhöhen.
[0015] Die Endöse kann einen Schließabschnitt aufweisen. Mithilfe des Schließabschnitts
kann die Endöse geschlossen sein. An dem Schließabschnitt können ein Ende des Einzelstrangs
und ein Zwischenabschnitt des Einzelstrangs zueinander parallel angeordnet sein. An
dem Schließabschnitt können ein Ende des Einzelstrangs und ein Zwischenabschnitt des
Einzelstrangs miteinander fest verbunden sein. An dem Schließabschnitt können ein
Ende des Einzelstrangs und ein Zwischenabschnitt des Einzelstrangs miteinander verklebt,
verlötet oder verschweißt sein. An dem Schließabschnitt kann ein Kunststoffelement
angeordnet sein. Das Kunststoffelement kann dazu dienen, einen Anschlag für das Klemmelement
zu bilden. Das Kunststoffelement kann dazu dienen, das Ende des Einzelstrangs abzudecken.
Das Kunststoffelement kann als Kantenschutz dienen. Das Kunststoffelement kann in
einem Spritzverfahren hergestellt sein. Das Kunststoffelement kann an die Weblitze
angespritzt sein. Der Schließabschnitt und das Schutzelement können eine Reibpaarung
und/oder einen Formschluss zu bilden. Der wenigstens eine Funktionsabschnitt kann
an dem Schließabschnitt angeordnet sein. Der zweite Funktionsabschnitt kann an dem
Schließabschnitt angeordnet sein.
[0016] Der zweite Zugabschnitt kann durch plastisches Umformen des Einzelstrangs gebildet
sein. Der zweite Zugabschnitt kann gerade ausgeführt sein. Der zweite Zugabschnitt
kann ohne Wellung ausgeführt sein. Der zweite Zugabschnitt kann mit reduzierter Wellung
ausgeführt sein. Der zweite Zugabschnitt kann als Wellung ausgeführt sein. Die Wellung
kann wellenförmig, zick-zack-förmig oder spiralförmig ausgeführt sein. Der zweite
Zugabschnitt, insbesondere die Wellung, kann dazu dienen, die Weblitze mit einem Zugverbinder
zu verbinden. Der zweite Zugabschnitt, insbesondere die Wellung, kann dazu dienen,
die Weblitze kraftschlüssig, insbesondere reibschlüssig, und/oder formschlüssig mit
einem Zugverbinder zu verbinden. Der zweite Zugabschnitt, insbesondere die Wellung,
kann dazu dienen, mit einem Zugverbinder eine Reibpaarung und/oder einen Formschluss
zu bilden. Der Zugverbinder kann aus einem Kunststoff hergestellt sein. Der Zugverbinder
kann in einem Spritzverfahren hergestellt sein. Der Zugverbinder kann an die Weblitze
angespritzt sein. Der Zugverbinder kann dazu dienen, die Weblitze mit einem Zugmittel
zu verbinden. Der Zugverbinder kann zur Verbindung mit dem Zugmittel profiliert sein.
Das Zugmittel kann eine Zugfeder sein. Die Zugfeder kann eine Schraubenfeder sein.
Der Zugverbinder kann ein mit der Schraubenfeder korrespondierendes Gewinde aufweisen.
Der wenigstens eine Funktionsabschnitt kann an dem zweiten Zugabschnitt angeordnet
sein. Der dritte Funktionsabschnitt kann an dem zweiten Zugabschnitt angeordnet sein.
[0017] Der wenigstens eine Funktionsabschnitt kann sich über einen Teilumfang des Einzelstrangs
erstrecken. Der erste Funktionsabschnitt kann sich über einen Teilumfang des Einzelstrangs
erstrecken. Der erste Funktionsabschnitt kann sich über einen Teilumfang der Klemmschenkel
und/oder des Rückens erstrecken. Der erste Funktionsabschnitt kann sich innenseitig
über einen Teilumfang der Klemmschenkel und/oder des Rückens erstrecken.
[0018] Der wenigstens eine Funktionsabschnitt kann sich über einen Gesamtumfang des Einzelstrangs
erstreckt. Der zweite Funktionsabschnitt kann sich über einen Gesamtumfang des Einzelstrangs
erstrecken. Der zweite Funktionsabschnitt kann sich über einen Gesamtumfang des Schließabschnitts
erstrecken. Der dritte Funktionsabschnitt kann sich über einen Gesamtumfang des Einzelstrangs
erstrecken. Der dritte Funktionsabschnitt kann sich über einen Gesamtumfang der Wellung
erstrecken.
[0019] Die erhöhte Rauheit des wenigstens einen Funktionsabschnitts kann durch Gestaltabweichung
in Form von Rillen, Riefen, Schuppen, Kuppen und/oder einer Gefügestruktur erzielt
sein. Die erhöhte Rauheit des wenigstens einen Funktionsabschnitts kann in einem Präge-,
Rändel- oder Strahlverfahren oder chemisch hergestellt sein.
[0020] Mit "kann" sind insbesondere optionale Merkmale der Erfindung bezeichnet. Demzufolge
gibt es jeweils ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, das das jeweilige Merkmal oder
die jeweiligen Merkmale aufweist.
[0021] Mit der Erfindung kann ein Aufwand, wie Herstellungs- und/oder Kostenaufwand, reduziert
werden. Eine Produktivität, Betriebsfähigkeit und/oder eine Haltbarkeit können/kann
erhöht werden. Eine Eignung für erhöhte Fadenspannungen, feine und feinste Kettfäden
und/oder mit erhöhter Geschwindigkeit laufende Webmaschinen kann erhöht werden. Fadenschonende
Eigenschaften können verbessert werden. Eine hohe Aufreihdichte von Kettfäden wird
ermöglicht. Eine Gewebequalität kann verbessert werden. Eine Paarung zwischen Weblitze
und Zugmittel, insbesondere Harnischschnur, kann verbessert werden. Ein Erfordernis
zur Verwendung von Harnischschnüren mit erhöhtem Durchmesser kann vermieden werden.
Dadurch kann eine Gewicht reduziert werden.
[0022] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf Figuren
näher beschrieben. Aus dieser Beschreibung ergeben sich weitere Merkmale und Vorteile.
Konkrete Merkmale dieser Ausführungsbeispiele können allgemeine Merkmale der Erfindung
darstellen. Mit anderen Merkmalen verbundene Merkmale dieser Ausführungsbeispiele
können auch einzelne Merkmale der Erfindung darstellen. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Jacquardweblitze aus einem Einzelstrang mit zwei Zugabschnitten und drei Funktionsabschnitten,
einen ersten Zugabschnitt mit einem ersten Funktionsabschnitt und einem zweiten Funktionsabschnitt
in Detailansicht und einen zweiten Zugabschnitt mit einem dritten Funktionsabschnitt
in Detailansicht und
- Fig. 2
- einen ersten Zugabschnitt mit einem ersten Funktionsabschnitt und den ersten Funktionsabschnitt
in Detailansicht.
[0023] Fig. 1 zeigt eine als Jacquardweblitze ausgeführte Weblitze 100. Die Weblitze 100
ist aus einem Einzelstrang mit einem Kreisquerschnitt hergestellt.
[0024] Die Weblitze 100 weist einen Schaftabschnitt 102 mit einem ersten Schaftende 104
und einem zweiten Schaftende 106 auf. An dem ersten Schaftende 104 ist ein als Endöse
ausgeführter erster Zugabschnitt 108 angeordnet. An dem zweiten Schaftende 106 ist
ein als Wellung ausgeführter zweiter Zugabschnitt 110 angeordnet. Die Weblitze 100
weist einen Augabschnitt 112 auf, der den Schaftabschnitt in einen ersten Schaftabschnittteil
und einen zweiten Schaftabschnittteil teilt. Der Augabschnitt 112 ist von zwei Schenkeln
begrenzt, die durch Trennen des Einzelstrangs hergestellt sind. An dem Augabschnitt
112 ist ein Fadenaugteil 114 angeordnet und eingelötet.
[0025] Die Weblitze 100 ist aus einem gezogenen Draht aus einem korrosions- und säurebeständigen
Stahl hergestellt und weist daher eine reibungsreduzierende Oberfläche auf. Die Weblitze
100 weist an dem ersten Zugabschnitt 108 einen ersten Funktionsabschnitt 116 und einen
zweiten Funktionsabschnitt 118 und an dem zweiten Zugabschnitt 110 einen dritten Funktionsabschnitt
120 auf. Die Funktionsabschnitte 116, 118, 120 weisen eine gegenüber der reibungsreduzierenden
Oberfläche erhöhten Rauheit auf.
[0026] Fig. 1 zeigt auch den ersten Zugabschnitt 108 mit dem ersten Funktionsabschnitt 116
und dem zweiten Funktionsabschnitt 118 und den zweiten Zugabschnitt 110 mit dem dritten
Funktionsabschnitt 120 in Detailansicht.
[0027] Der als Endöse ausgeführte erste Zugabschnitt 108 ist durch plastisches Umformen
des Einzelstrangs rautenförmig ausgeführt und weist einen U-förmigen Klemmabschnitt
122 mit zwei Klemmschenkeln 124, 126 und einem Rücken 128 auf. Zwischen den Klemmschenkeln
124, 126 kann eine Harnischschnur eingeklemmt werden, um die Weblitze 100 und die
Harnischschnur miteinander reibschlüssig zu verbinden. Der erste Funktionsabschnitt
116 ist zur Erhöhung einer Reibkraft innenseitig an dem Klemmabschnitt 122 angeordnet.
Es ist dann nicht erforderlich, Harnischschnüre mit erhöhtem Durchmesser zu verwenden,
um eine erforderliche Haltekraft zu gewährleisten oder eine Haltekraft zu erhöhen.
[0028] An dem ersten Zugabschnitt 108 ist ein als Hülse oder Schlauch ausgeführtes Klemmelement
anordenbar, das dazu dient, die Klemmschenkel 124, 126 zusammenzudrücken, um eine
Haltekraft zwischen dem ersten Zugabschnitt 108 und der Harnischschnur zu erhöhen.
[0029] Der als Endöse ausgeführte erste Zugabschnitt 108 weist einen Schließabschnitt 130
auf. An dem Schließabschnitt 130 sind ein Ende des Einzelstrangs und ein Zwischenabschnitt
des Einzelstrangs miteinander verlötet. An dem Schließabschnitt 130 kann ein Kunststoffelement
angespritzt werden, das dazu dient, einen Anschlag für das Klemmelement zu bilden
und das Ende des Einzelstrangs abzudecken. Der zweite Funktionsabschnitt ist zur Erhöhung
einer Reibkraft über einen Gesamtumfang an dem Schließabschnitt 130 angeordnet. Damit
wird eine Verbindung zwischen dem Kunststoffelement und dem Schließabschnitt 130 verbessert.
[0030] Der als Wellung ausgeführte zweite Zugabschnitt 110 ist durch plastisches Umformen
des Einzelstrangs gebildet. An dem zweiten Zugabschnitt 110 kann ein Zugverbinder
aus einem Kunststoff angespritzt werden, der dazu dient, die Weblitze 100 und eine
Schraubenzugfeder miteinander zu verbinden. Der dritte Funktionsabschnitt 120 ist
zur Erhöhung einer Reibkraft über einen Gesamtumfang an dem zweiten Zugabschnitt 110
angeordnet. Damit wird eine Verbindung zwischen dem Zugverbinder und dem zweiten Zugabschnitt
110 verbessert. Aufgrund der verbesserten Verbindung kann der zweiten Zugabschnitt
110 insbesondere auch mit reduzierter Wellung oder gerade ausgeführt sein. Damit werden/wird
ein Herstellungsaufwand und/oder eine Schwächung reduziert.
[0031] Fig. 2 zeigt einen ersten Zugabschnitt 200, wie erster Zugabschnitt 108 gemäß Fig.
1, mit einem ersten Funktionsabschnitt 202 und den ersten Funktionsabschnitt 202 in
Detailansicht. Der erste Funktionsabschnitt 202 ist zur Erhöhung einer Reibkraft innenseitig
an den Klemmschenkeln 204, 206 und innenseitig an dem Rücken 208 angeordnet. Der erste
Funktionsabschnitt 202 ist durch Gestaltabweichung in Form von Rillen gebildet. Im
Übrigen wird ergänzend insbesondere auf Fig. 1 und die zugehörige Beschreibung verwiesen.
| Bezugszeichenliste |
| 100 |
Weblitze |
| 102 |
Schaftabschnitt |
| 104 |
erstes Schaftende |
| 106 |
zweites Schaftende |
| 108 |
erster Zugabschnitt |
| 110 |
zweiter Zugabschnitt |
| 112 |
Augabschnitt |
| 114 |
Fadenaugteil |
| 116 |
erster Funktionsabschnitt |
| 118 |
zweiter Funktionsabschnitt |
| 120 |
dritter Funktionsabschnitt |
| 122 |
Klemmabschnitt |
| 124 |
Klemmschenkel |
| 126 |
Klemmschenkel |
| 128 |
Rücken |
| 130 |
Schließabschnitt |
| |
|
| 200 |
erster Zugabschnitt |
| 202 |
erster Funktionsabschnitt |
| 204 |
Klemmschenkel |
| 206 |
Klemmschenkel |
| 208 |
Rücken |
1. Weblitze (100) aus einem Einzelstrang, die Weblitze (100) aufweisend einen Schaftabschnitt
(102) mit einem ersten Schaftende (104) und einem zweiten Schaftende (106), einen
an dem ersten Schaftende (104) angeordneten ersten Zugabschnitt (108, 200) und einen
an dem zweiten Schaftende (106) angeordneten zweiten Zugabschnitt (110), dadurch gekennzeichnet, dass die Weblitze (100) eine reibungsreduzierende Oberfläche und an dem ersten Zugabschnitt
(108, 200) und/oder an dem zweiten Zugabschnitt (110) wenigstens einen Funktionsabschnitt
(116, 118, 120, 202) mit einer gegenüber der reibungsreduzierenden Oberfläche erhöhten
Rauheit aufweist.
2. Weblitze (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zugabschnitt (108, 200) als Endöse mit einem Klemmabschnitt (122) ausgeführt
und der wenigstens eine Funktionsabschnitt (116, 202) an dem Klemmabschnitt (122)
angeordnet ist.
3. Weblitze (100) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zugabschnitt (108, 200) als Endöse mit einem Schließabschnitt (130) ausgeführt
und der wenigstens eine Funktionsabschnitt (118) an dem Schließabschnitt (130) angeordnet
ist.
4. Weblitze (100) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Funktionsabschnitt (120) an dem zweiten Zugabschnitt (110) angeordnet
ist.
5. Weblitze (100) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der wenigstens eine Funktionsabschnitt (116, 202) über einen Teilumfang des
Einzelstrangs erstreckt.
6. Weblitze (100) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der wenigstens eine Funktionsabschnitt (118, 120) über einen Gesamtumfang des
Einzelstrangs erstreckt.
7. Weblitze (100) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erhöhte Rauheit des wenigstens einen Funktionsabschnitts (116, 118, 120, 202)
durch Gestaltabweichung in Form von Rillen, Riefen, Schuppen, Kuppen und/oder einer
Gefügestruktur erzielt ist.