[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Sanitärbrauseeinrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Eine solche Sanitärbrauseeinrichtung umfasst einen Brausekörper, der eine eintrittsseitige
Fluideinlasskonfiguration, eine austrittsseitige Strahlscheibe mit mehreren Strahlaustrittselementen
und eine Fluidführung von der Fluideinlasskonfiguration zur Strahlscheibe aufweist,
wobei die Strahlaustrittselemente jeweils eine erste und eine zweite Fluideintrittsöffnung
aufweisen und dafür eingerichtet sind, über die ersten Fluideintrittsöffnungen zugeführtes
Fluid als einen ersten Brausestrahl mit einem ersten Strahlbild und über die zweiten
Fluideintrittsöffnungen zugeführtes Fluid als einen zweiten Brausestrahl mit einem
vom ersten Strahlbild verschiedenen zweiten Strahlbild abzugeben. In entsprechenden
Ausführungen sind diese Strahlaustrittselemente über die gesamte fluidaustrittsaktive
Fläche der Strahlscheibe hinweg verteilt angeordnet, vorzugsweise in einer gleichmäßigen
Verteilung, und/oder die Strahlscheibe besitzt ausschließlich diese und keine anderen
brausestrahlbildenden Strahlaustrittselemente. Der Abstand der beiden Fluideintrittsöffnungen
jedes Strahlaustrittselements ist typischerweise geringer als der minimale Abstand
je zweier Fluideintrittsöffnungen zweier nächst benachbarter Strahlaustrittselemente,
vorzugsweise ist er höchstens halb oder ein Drittel so groß wie jener.
[0003] Die Strahlbilder der Brausestrahlen können sich, wie dem Fachmann geläufig, z.B.
in der Hauptstrahlrichtung des Brausestrahls und/oder im Grad der Konvergenz oder
Divergenz des Brausestrahls unterscheiden. Unter Hauptstrahlrichtung ist hierbei,
wie üblich, diejenige Richtung zu verstehen, in die sich der Brausestrahl hauptsächlich
ausbreitet, auch wenn er sich z.B. aus nicht-parallelen Einzelstrahlen zusammensetzt
und er dabei z.B. einen konvergierenden Brausestrahl, bei dem die aus den Strahlaustrittselementen
austretenden Einzelstrahlen aufeinander zulaufen, oder divergierenden Brausestrahl
bildet, bei dem die Einzelstrahlen voneinander weglaufen. Typischerweise verläuft
diese Hauptstrahlrichtung parallel oder unter einem kleinen Winkel von meist nicht
mehr als 20° bis 25°, in selteneren Fällen 25° bis 45° schräg zu einer Normalenrichtung
bzw. Längsrichtung der Strahlscheibe bzw. einer austrittsseitigen Abschlussfläche
derselben. Es versteht sich, dass die explizite Angabe des ersten und zweiten Brausestrahls
nicht bedeutet, dass die Erfindung auf die Bereitstellung nur zweier verschiedener
Brausestrahlen beschränkt ist. Vielmehr können in entsprechenden Ausführungen ein
oder mehrere weitere Brausestrahlen mit jeweils unterschiedlichen Strahlbildern bereitgestellt
werden, insbesondere durch Zuführung des Fluides gleichzeitig zu beiden Fluideintrittsöffnungen
des jeweiligen Strahlaustrittselements in vorzugsweise variabel veränderbaren Anteilen.
[0004] Des Weiteren umfasst diese Sanitärbrauseeinrichtung eine vom Brausekörper räumlich
getrennt angeordnete Fluidsteuerungsvorrichtung mit einer Fluidauslassanschlusskonfiguration
und einer nutzerbetätigten Fluidsteuereinheit zur Steuerung einer Fluidzufuhr zur
Fluidauslassanschlusskonfiguration sowie eine Fluidleitungskonfiguration zur Fluidankopplung
der Fluideinlasskonfiguration des Brausekörpers an die Fluidauslassanschlusskonfiguration
der Fluidsteuerungsvorrichtung. Fluidsteuerungsvorrichtungen dieser Art sind herkömmlich
z.B. in Form von Thermostatarmaturen in Gebrauch, denen einlassseitig über getrennte
Einlässe Kaltwasser und Warmwasser zugeführt werden und die an einem Mischwasserauslassanschluss
als Fluidauslassanschlusskonfiguration das zugeführte Kaltwasser und Warmwasser in
einem gewünschten Mischungsverhältnis bereitstellen. Dazu weist die Thermostatarmatur
als nutzerbetätigte Fluidsteuereinheit üblicherweise eine Mengensteuereinheit und
eine Thermostat- bzw. Mischereinheit auf. Eine starre oder flexible Rohr-/Schlauchleitung
dient bei diesen herkömmlichen Ausführungen als Fluidleitungskonfiguration zur Fluidankopplung
der Fluideinlasskonfiguration des Brausekörpers an den Mischwasserauslassanschluss
der Thermostatarmatur.
[0005] In der Offenlegungsschrift
DE 10 2013 207 687 A1 ist ein für eine solche herkömmliche Sanitärbrauseeinrichtung verwendbarer Brausekörper
offenbart, der dementsprechend als Fluideinlasskonfiguration einen einzigen Fluideinlass
aufweist. Des Weiteren umfasst dieser Brausekörper eine austrittsseitige Strahlscheibe
mit mehreren Strahlaustrittselementen und eine Fluidführung vom Fluideinlass zur Strahlscheibe,
wobei die Strahlaustrittselemente jeweils eine erste und eine zweite Fluideintrittsöffnung
aufweisen und dafür eingerichtet sind, über die ersten Fluideintrittsöffnungen zugeführtes
Fluid als einen ersten Brausestrahl mit einem ersten Strahlbild und über die zweiten
Fluideintrittsöffnungen zugeführtes Fluid als einen zweiten Brausestrahl mit einem
vom ersten verschiedenen zweiten Strahlbild abzugeben. Speziell sind die Strahlaustrittselemente
dort als V-förmige Durchgangsöffnungen ausgebildet, die sich in Austrittsrichtung
konisch verjüngend durch die Strahlscheibe hindurch erstrecken und jeweils eintrittsseitig
die beiden Fluideintrittsöffnungen sowie austrittsseitig eine den beiden Fluideintrittsöffnungen
gemeinsame Fluidaustrittsöffnung bilden. An der Innenseite der Strahlscheibe ist drehbeweglich
eine Steuerscheibe angeordnet, die mittels einer Turbinenflügelstruktur vom zugeführten
Fluid antreibbar ist und ein Steuerschlitzmuster aufweist, um die Fluideintrittsöffnungen
der Strahlaustrittselemente zeitperiodisch freizugeben oder abzusperren. Mittels eines
handbetätigbaren Blockiermechanismus kann die Steuerscheiben-Drehbewegung in mindestens
einer Blockierposition, die mit einem zugehörigen Strahlbild des abgegebenen Brausestrahls
korrespondiert, wahlweise freigegeben oder blockiert werden.
[0006] Die Offenlegungsschrift
US 2013/0186972 A1 offenbart einen Brausekörper, bei dem die Strahlaustrittselemente durch in Strahlscheibenöffnungen
beweglich gehaltene Austrittsnippel aus elastischem Material gebildet sind, denen
ein nutzerbetätigbares Verschiebeelement zugeordnet ist, durch das der Benutzer die
Austrittsnippel verlagern und auf diese Weise Brausestrahlen mit unterschiedlichem
Strahlbild und insbesondere mit unterschiedlicher Hauptstrahlrichtung einstellen kann.
[0007] Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung einer Sanitärbrauseeinrichtung
der eingangs genannten Art zugrunde, mit der sich die unterschiedlichen Brausestrahlen
in einer verglichen mit dem oben erläuterten Stand der Technik besonders komfortablen
Weise bereitstellen bzw. vom Benutzer auswählen/einstellen lassen.
[0008] Die Erfindung löst dieses Problem durch die Bereitstellung einer Sanitärbrauseeinrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0009] Bei dieser Sanitärbrauseeinrichtung umfasst die Fluideinlasskonfiguration des Brausekörpers
einen ersten Brausekörpereinlass und einen vom ersten getrennten zweiten Brausekörpereinlass.
Die Fluidführung im Brausekörper beinhaltet zwei getrennte Fluidströmungswege, von
denen ein erster Fluidströmungsweg die ersten Fluideintrittsöffnungen der Strahlaustrittselemente
mit dem ersten Brausekörpereinlass verbindet und ein zweiter Fluidströmungsweg die
zweiten Fluideintrittsöffnungen der Strahlaustrittselemente mit dem zweiten Brausekörpereinlass
verbindet. Die Fluidauslassanschlusskonfiguration der Fluidsteuerungsvorrichtung umfasst
einen ersten Auslassanschluss und einen vom ersten getrennten zweiten Auslassanschluss.
Die Fluidleitungskonfiguration umfasst eine erste Fluidleitung vom ersten Auslassanschluss
der Fluidauslassanschlusskonfiguration zum ersten Brausekörpereinlass und eine zweite
Fluidleitung vom zweiten Auslassanschluss der Fluidauslassanschlusskonfiguration zum
zweiten Brausekörpereinlass. Die Fluidsteuereinheit weist ein nutzerbetätigtes Verteilerelement
zur variablen Weiterleitung von zugeführtem Fluid zum ersten Auslassanschluss und/oder
zum zweiten Auslassanschluss der Fluidauslassanschlusskonfiguration der Fluidsteuerungsvorrichtung
auf.
[0010] Die solchermaßen ausgeführte Sanitärbrauseeinrichtung ermöglicht es dem Benutzer,
wahlweise den ersten Brausestrahl oder den zweiten Brausestrahl dadurch auszuwählen,
dass er durch Betätigen des Verteilerelements der Fluidsteuereinheit an der Fluidsteuerungsvorrichtung
das zugeführte Fluid zum ersten und/oder zum zweiten Auslassanschluss der Fluidsteuerungsvorrichtung
weiterleitet. Folglich genügt es für die Umstellung zwischen den Brausestrahlen, dass
für den Benutzer das Verteilerelement der Fluidsteuereinheit an der vom Brausekörper
räumlich getrennt angeordneten Fluidsteuerungsvorrichtung zugänglich ist. Ein Zugriff
des Benutzers auf den Brausekörper selbst ist hingegen nicht erforderlich.
[0011] Dies hat beispielsweise den Vorteil, dass der Benutzer die Sanitärbrauseeinrichtung
zwischen den verschiedenen Brausestrahlen auch dann umsteuern kann, wenn der Brausekörper
für ihn nicht zugänglich oder jedenfalls nicht ohne weiteres erreichbar ist. Dies
kann z.B. bei deckenmontierten Kopfbrausen in hohen Duschräumen der Fall sein, wenn
sich dort der Brausekörper bzw. Brausekopf in einer für den Benutzer nicht ohne Hilfsmittel
erreichbaren Höhe befindet. Hingegen ist in derartigen Duschräumen im Griffbereich
des Benutzers üblicherweise ohnehin bereits eine Fluidsteuerungsvorrichtung zum Beispiel
in Form einer Thermostatarmatur oder einer Mischer- und/oder Absperrarmatur vorgesehen,
die dann problemlos zu der für die erfindungsgemäße Sanitärbrauseeinrichtung benötigten
Fluidsteuerungsvorrichtung umgerüstet bzw. ausgerüstet werden kann. Alternativ kann
die Fluidsteuerungsvorrichtung für die erfindungsgemäße Sanitärbrauseeinrichtung mit
dem nutzerbetätigten Verteilerelement zur variablen Weiterleitung von zugeführtem
Fluid zum ersten und/oder zum zweiten Auslassanschluss und mit der entsprechenden
Fluidauslassanschlusskonfiguration als eigenständige Komponente der Sanitärbrauseeinrichtung
in einem geeigneten Zugriffsbereich für den Benutzer angeordnet sein.
[0012] Es versteht sich, dass sich für das nutzerbetätigte Verteilerelement eine beliebige
der hierfür dem Fachmann an sich bekannten Bauarten eignet, wobei die Nutzerbetätigung
ebenfalls beliebiger herkömmlicher Art sein kann, z.B. eine mechanische Betätigung,
eine Berührbetätigung, eine elektrische oder eine elektronische Ansteuerbetätigung,
einschließlich der Möglichkeit einer ferngesteuerten Betätigung, bei der die Fluidsteuerungsvorrichtung
selbst nicht zwingend im Griffbereich bzw. Zugänglichkeitsbereich des Benutzers positioniert
sein braucht.
[0013] Wenn der Benutzer das der Fluidsteuerungsvorrichtung zugeführte Fluid mittels des
Verteilerelements nur zum ersten Auslassanschluss weiterleitet, gibt der Brausekörper
den ersten Brausestrahl ab. Wenn der Benutzer über das Verteilerelement das Fluid
nur zum zweiten Auslassanschluss weiterleitet, gibt der Brausekörper den zweiten Brausestrahl
ab. In entsprechenden Ausführungen ermöglicht das Verteilerelement eine Weiterleitung
des zugeführten Fluids in vorzugsweise steuerbaren Anteilen sowohl zum ersten als
auch zum zweiten Auslassanschluss der Fluidsteuerungsvorrichtung. Für diesen Fall
kann der Brausekörper auf Wunsch so konfiguriert sein, dass er einen durch eine Überlagerung
bzw. Wechselwirkung des der ersten Fluideintrittsöffnung des jeweiligen Strahlaustrittselements
zugeführten Fluids mit dem der zweiten Fluideintrittsöffnung zugeführten Fluid gebildeten
Brausestrahl abgibt, vorliegend als Kombi-Brausestrahl bezeichnet. Beispielsweise
kann der Brausekörper den Kombi-Brausestrahl mit einem Konvergenz-/Divergenzgrad oder
einer Hauptstrahlrichtung abgeben, der/die zwischen dem Konvergenz-/Divergenzgrad
bzw. der Hauptstrahlrichtung des ersten Brausestrahls und dem Konvergenz-/Divergenzgrad
bzw. der zweiten Hauptstrahlrichtung des zweiten Brausestrahls liegt, wobei zudem
der jeweilige Konvergenz-/Divergenzgrad bzw. die jeweilige Hauptstrahlrichtung des
Kombi-Brausestrahls davon abhängig sein kann, zu welchen Anteilen der Benutzer das
Fluid mittels des Verteilerelements zum ersten bzw. zum zweiten Auslassanschluss der
Fluidsteuerungsvorrichtung und somit zu den ersten bzw. zweiten Fluideintrittsöffnungen
der Strahlaustrittselemente des Brausekörpers weiterleitet.
[0014] In einer Weiterbildung der Erfindung ist das nutzerbetätigte Verteilerelement ein
3-Wege-Verteilventilelement. Derartige Ventilelemente, auch 2-Kanal-Volumenregler
genannt, sind an sich bekannt, was daher hier keiner näheren Erläuterungen bedarf,
und eignen sich vorteilhaft dazu, ein über einen Eingangskanal zugeführtes Fluid in
vorzugsweise steuerbar variablen Anteilen auf zwei getrennte Ausgangskanäle zu verteilen.
[0015] In einer Weiterbildung der Erfindung ist der Brausekörper ein zur Montage an einer
Wand oder Decke eines Duschraums eingerichteter Kopfbrausekörper. Damit eignet sich
die Sanitärbrauseeinrichtung als Kopfbrause in einem Duschraum.
[0016] In einer Weiterbildung der Erfindung umfasst die Fluidsteuerungsvorrichtung eine
Mischer- und/oder Absperrarmatur, und die Fluidsteuereinheit weist entsprechend eine
Misch- und/oder Absperrventileinheit auf. Derartige Mischer- und/oder Absperrarmaturen
bzw. Misch- und/oder Absperrventileinheiten sind an sich bekannt und sind bei dieser
Sanitärbrauseeinrichtung vorteilhaft mit dem nutzerbetätigten Verteilerelement zur
variablen Weiterleitung von zugeführtem Fluid zum ersten und/oder zum zweiten Auslassanschluss
der Fluidsteuerungsvorrichtung kombiniert.
[0017] In einer Weiterbildung der Erfindung sind die Strahlaustrittselemente als V-förmige
Durchgangsöffnungen ausgebildet, die sich in Austrittsrichtung konisch verjüngend
durch die Strahlscheibe hindurch erstrecken und jeweils eintrittsseitig die beiden
Fluideintrittsöffnungen und austrittsseitig eine den beiden Fluideintrittsöffnungen
gemeinsame Fluidaustrittsöffnung bilden. Dies stellt eine fertigungstechnisch und
funktionell vorteilhafte Realisierung der Strahlaustrittselemente der Strahlscheibe
dar. Die gegeneinander geneigten Flanken der V-Form der Durchgangsöffnungen können
hierbei als Leitflächen dienen, um den Brausestrahl jeweils mit einer entsprechenden
Hauptstrahlrichtung abzugeben. Zudem ermöglicht diese Konfiguration der Strahlaustrittselemente
bei Bedarf auch die Erzeugung eines Kombi-Brausestrahls, in dem sich die über die
erste bzw. die zweite Fluideintrittsöffnung in das Strahlaustrittselement gelangenden
Fluidanteile in ihren durch die V-Flanken definierten Strömungsrichtungen überlagern
bzw. wechselwirken. In alternativen Ausführungen beinhaltet das jeweilige Strahlaustrittselement
zwei getrennte Fluidaustrittsöffnungen, von denen jede mit je einer der beiden Fluideintrittsöffnungen
unter Bildung zweier separater, eng benachbarter Durchgangsöffnungen korrespondiert,
wobei die Durchgangsöffnungen z.B. als separate Bohrungen in der Strahlscheibe gebildet
sein können und vorzugsweise gegeneinander geneigt, d.h. schräg zueinander, verlaufen.
[0018] In einer Ausgestaltung der Erfindung beinhaltet die Sanitärbrauseeinrichtung eine
der Strahlscheibe in Austrittsrichtung vorgelagerte Zwischenplatte, die zu den V-förmigen
Durchgangsöffnungen der Strahlaustrittselemente korrespondierende, V-förmige Vorsprünge
aufweist, die sich unter Belassung eines jeweiligen Fluidkanals von den beiden Fluideintrittsöffnungen
zur Fluidaustrittsöffnung in die V-förmigen Durchgangsöffnungen hinein erstrecken.
Dies stellt eine fertigungstechnisch und funktionell vorteilhafte Realisierung für
die beiden Fluideintrittsöffnungen und die gemeinsame Fluidaustrittsöffnung des jeweiligen
Strahlaustrittselements sowie für die Fluidführung im Strahlaustrittselement von den
beiden Fluideintrittsöffnungen zur gemeinsamen Fluidaustrittsöffnung dar.
[0019] In einer Weiterbildung der Erfindung beinhaltet die Sanitärbrauseeinrichtung eine
der Strahlscheibe in Austrittsrichtung vorgelagerte Kammerplatte, die mit einer Plattenseite
eine erste Fluidkammer als Teil des ersten Fluidströmungswegs begrenzt und in deren
Innerem eine zweite Fluidkammer als Teil des zweiten Fluidströmungswegs ausgebildet
ist, wobei die Kammerplatte Verbindungskanäle aufweist, welche von der zweiten Fluidkammer
zu den zweiten Fluideintrittsöffnungen führen. Dies stellt eine fertigungstechnisch
und funktionell vorteilhafte Realisierung für die Fluidführung im Brausekörper von
der Fluideinlasskonfiguration zur Strahlscheibe dar und insbesondere für die zwei
getrennten Fluidströmungswege im Brausekörper vom ersten Brausekörpereinlass zu den
ersten Fluideintrittsöffnungen bzw. vom zweiten Brausekörpereinlass zu den zweiten
Fluideintrittsöffnungen. Zudem ermöglicht dieser konstruktive Aufbau der Fluidführung
im Brausekörper bei Bedarf eine vergleichsweise kompakte Bauform des Brausekörpers.
[0020] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Plattenseite, welche die erste Fluidkammer
begrenzt, eine der Strahlscheibe abgewandte Plattenseite der Kammerplatte, und die
Kammerplatte weist Durchgangskanäle auf, die von der ersten Fluidkammer durch die
Kammerplatte hindurch zu den ersten Fluideintrittsöffnungen führen. Auch diese konstruktionstechnische
Maßnahme ist fertigungstechnisch und funktionell sowie hinsichtlich Erzielung einer
kompakten Bauform von Vorteil.
[0021] In einer Weiterbildung der Erfindung ist die Fluideinlasskonfiguration auf einer
der Strahlscheibe abgewandten Außenseite des Brausekörpers angeordnet. Dies kann insbesondere
strömungstechnisch von Vorteil sein, da sich damit bei Bedarf größere Fluidumlenkungen
im Brausekörper vermeiden lassen.
[0022] In einer Weiterbildung der Erfindung sind der erste und der zweite Brausekörpereinlass
koaxial angeordnet, wobei der eine Brausekörpereinlass den anderen Brausekörpereinlass
koaxial umgibt. Diese Realisierung der eintrittsseitigen Fluideinlasskonfiguration
des Brausekörpers kann bei Bedarf eine korrespondierend koaxiale Ausführung der vorgelagerten
Fluidleitungskonfiguration ebenso wie eine kompakte Bauform des Brausekörpers begünstigen.
[0023] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt.
Diese und weitere Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend näher beschrieben.
Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Blockdarstellung einer Sanitärbrauseeinrichtung ohne zugeführtes
Fluid,
- Fig. 2
- die Ansicht von Fig. 1 im Zustand bei Abgabe eines ersten Brausestrahls,
- Fig. 3
- die Ansicht von Fig. 1 im Zustand bei Abgabe eines zweiten Brausestrahls,
- Fig. 4
- eine Draufsicht von oben auf eine Anschlussseite eines in der Sanitärbrauseeinrichtung
von Fig. 1 verwendbaren Brausekörpers mit zentrischer Fluideinlasskonfiguration in
einer mit Ausnahme einer Strahlscheibe transparenten Darstellung,
- Fig. 5
- eine Schnittansicht des Brausekörpers längs einer Linie V-V in Fig. 4 und
- Fig. 6
- eine Schnittansicht des Brausekörpers längs einer Linie VI-VI in Fig. 4 bei abgenommenem
Anschlusskörper der Fluideinlasskonfiguration.
[0024] Die in den Fig. 1 bis 3 schematisch gezeigte Sanitärbrauseeinrichtung beinhaltet
einen Brausekörper 1, eine vom Brausekörper 1 räumlich getrennt angeordnete Fluidsteuerungsvorrichtung
2 sowie eine Fluidleitungskonfiguration 3, die von der Fluidsteuerungsvorrichtung
2 zum Brausekörper 1 führt.
[0025] Der Brausekörper 1 umfasst eine eintrittsseitige Fluideinlasskonfiguration 4, eine
austrittsseitige Strahlscheibe 5 mit mehreren Strahlaustrittselementen 6 sowie eine
Fluidführung 7 von der Fluideinlasskonfiguration 4 zur Strahlscheibe 5. Die Strahlaustrittselemente
6 weisen jeweils eine erste Fluideintrittsöffnung 8 und eine zweite Fluideintrittsöffnung
9 auf und sind dafür eingerichtet, über die ersten Fluideintrittsöffnungen 8 zugeführtes
Fluid als einen ersten Brausestrahl mit einem ersten Strahlbild S1 und über die zweiten
Fluideintrittsöffnungen 9 zugeführtes Fluid als einen zweiten Brausestrahl mit einem
vom ersten verschiedenen zweiten Strahlbild S2 abzugeben.
[0026] Die Fluidsteuerungsvorrichtung 2 beinhaltet eine Fluidauslassanschlusskonfiguration
10 und eine nutzerbetätigte Fluidsteuereinheit 11 zur Steuerung einer Fluidzufuhr
zur Fluidauslassanschlusskonfiguration 10. Dabei umfasst die Fluidauslassanschlusskonfiguration
10 der Fluidsteuerungsvorrichtung 2 mindestens einen ersten Auslassanschluss 12 und
einen von diesem getrennten zweiten Auslassanschluss 13.
[0027] Die Fluideinlasskonfiguration 4 des Brausekörpers 1 umfasst mindestens einen ersten
Brausekörpereinlass 14 und einen von diesem getrennten zweiten Brausekörpereinlass
15. Passend dazu beinhaltet die Fluidführung 7 im Brausekörper 1 zwei getrennte Fluidströmungswege
16, 17, von denen ein erster Fluidströmungsweg 16 die ersten Fluideintrittsöffnungen
8 mit dem ersten Brausekörpereinlass 14 verbindet und ein zweiter Fluidströmungsweg
17 die zweiten Fluideintrittsöffnungen 9 mit dem zweiten Brausekörpereinlass 15 verbindet.
[0028] Die Fluidleitungskonfiguration 3 umfasst eine erste Fluidleitung 18 vom ersten Auslassanschluss
12 der Fluidauslassanschlusskonfiguration 10 zum ersten Brausekörpereinlass 14 sowie
eine zweite Fluidleitung 19 vom zweiten Auslassanschluss 13 der Fluidauslassanschlusskonfiguration
10 zum zweiten Brausekörpereinlass 15.
[0029] Die Fluidsteuereinheit 11 weist ein nutzerbetätigtes Verteilerelement 20 zur variablen
Weiterleitung von zugeführtem Fluid zum ersten Auslassanschluss 12 und/oder zum zweiten
Auslassanschluss 13 auf.
[0030] Das Fluid, bei dem es sich insbesondere um Wasser handeln kann, kann der Fluidsteuerungsvorrichtung
2 und damit der Fluidsteuereinheit 11 über eine herkömmliche Fluidzufuhrkonfiguration
21 zugeführt werden, die einen oder mehrere getrennte Fluideinlässe umfasst.
[0031] Fig. 2 zeigt die Situation, wenn das der Fluidsteuereinheit 11 zugeführte Fluid über
das nutzerbetätigte Verteilerelement 20 nur an den ersten Auslassanschluss 12, jedoch
nicht den zweiten Auslassanschluss 13 weitergeleitet wird. Dies hat einen Fluidstrom
F1 ausschließlich in der ersten Fluidleitung 18 zur Folge, wodurch das Fluid über
den ersten Brausekörpereinlass 14 und den ersten Fluidströmungsweg 16 ausschließlich
den ersten Fluideintrittsöffnungen 8 der Strahlaustrittselemente 6 zugeführt wird,
die als Folge hiervon den ersten Brausestrahl mit dem ersten Strahlbild S1 abgeben.
[0032] Fig. 3 zeigt die Situation, wenn der Benutzer das Verteilerelement 20 so eingestellt
hat, dass das der Fluidsteuerungsvorrichtung 2 zugeführte Fluid nur zum zweiten Auslassanschluss
13, jedoch nicht zum ersten Auslassanschluss 12 weitergeleitet wird. Das Fluid gelangt
dann als Fluidstrom F2 ausschließlich über die zweite Fluidleitung 19 und den zweiten
Brausekörpereinlass 15 zum zweiten Fluidströmungsweg 17 der Fluidführung 7 im Brausekörper
1 und von dort ausschließlich zu den zweiten Fluideintrittsöffnungen 9 und nicht den
ersten Fluideintrittsöffnungen 8 der Strahlaustrittselemente 6. In diesem Fall geben
die Strahlaustrittselemente 6 und damit der Brausekörper 1 das Fluid als den zweiten
Brausestrahl mit dem zweiten Strahlbild S2 ab.
[0033] In optionalen Ausführungen des Verteilerelements 20 und des Brausekörpers 1 kann
das Fluid geteilt sowohl den ersten Fluideintrittsöffnungen 8 als auch den zweiten
Fluideintrittsöffnungen 9 der Strahlaustrittselemente 6 zugeführt werden, vorzugsweise
in mittels des Verteilerelements 20 variabel steuerbaren Anteilen. In diesem Fall
kann die Sanitärbrauseeinrichtung an der Austrittsseite des Brausekörpers 1 einen
Kombi-Brausestrahl abgeben, der sich durch Überlagerung bzw. Wechselwirkung der beiden
Fluidströme im jeweiligen Strahlaustrittselement 6 ergibt, die über die erste bzw.
über die zweite Fluideintrittsöffnung 8, 9 in selbiges eintreten.
[0034] Im gezeigten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 3 ist der erste Brausestrahl mit
dem Strahlbild S1 ein konvergenter Brausestrahl, bei dem folglich die aus den einzelnen
Strahlaustrittselementen 6 austretenden Einzelstrahlen in Strahlaustrittsrichtung
aufeinander zulaufen, d.h. eine Hauptstrahlrichtung H1 der Einzelstrahlen des ersten
Brausestrahls verläuft unter einem Schrägwinkel α1 zu einer Längsachsenrichtung L
des Brausekörpers 1 nach innen, d.h. in Richtung Brausekörper-Längsmitte, geneigt.
Der zweite Brausestrahl mit dem Strahlbild S2 ist ein divergierender Brausestrahl,
bei dem die das zweite Strahlbild S2 bildenden Einzelstrahlen in Strahlaustrittsrichtung
voneinander weglaufen, d.h. eine Hauptstrahlrichtung H2 der Einzelstrahlen verläuft
unter einem Schrägwinkel α2 zur Längsachsenrichtung L des Brausekörpers 1 nach außen,
d.h. von der Längsmitte des Brausekörpers 1 weg, geneigt. In alternativen Ausführungen
besitzen der erste und der zweite Brausestrahl andersartige Strahlbilder, z.B. können
bei einem der Strahlbilder die Einzelstrahlen im Wesentlichen parallel zur Längsachsenrichtung
L des Brausekörpers 1 verlaufen, oder alle Einzelstrahlen verlaufen parallel zueinander
in einer gleichen Richtung zur Längsachsenrichtung L des Brausekörpers 1 geneigt,
z.B. in Fig. 2 alle nach links oder alle nach rechts geneigt.
[0035] Die Hauptstrahlrichtungen H1, H2 der Einzelstrahlen für den ersten bzw. den zweiten
Brausestrahl können durch entsprechende Konfiguration des Brausekörpers 1 und insbesondere
der Strahlscheibe 5 und ihrer Strahlaustrittselemente 6 geeignet festgelegt werden.
Die Schrägwinkel α1, α2 können beispielsweise im Bereich zwischen 0° und 45°, insbesondere
zwischen ca. 5° und ca. 30°, liegen und können für die verschiedenen Einzelstrahlen
je nach Bedarf identisch oder unterschiedlich sein. Im gezeigten Beispiel der Fig.
2 und 3 ist, wie erwähnt, der Schrägwinkel α1 zur Erzielung des konvergierenden Strahlbilds
S1 radial nach innen geneigt, während der Schrägwinkel α2 zur Erzielung des divergierenden
Strahlbilds S2 radial nach außen geneigt ist. In alternativen Ausführungen ist eine
der beiden Hauptstrahlrichtungen H1, H2 parallel zur Längsachsenrichtung L der Strahlscheibe
5 bzw. des Brausekörpers 1, d.h. der betreffende Brausestrahl tritt dann senkrecht
an der Strahlscheibe 5 bzw. der Austrittsseite des Brausekörpers 1 aus. Nur der andere
Brausestrahl tritt dann schräg zur Normalenrichtung der Strahlscheibe 5 aus letzterer
aus.
[0036] In den Ausführungsformen mit der Möglichkeit der zusätzlichen Erzeugung eines oder
mehrerer Kombi-Brausestrahlen liegt die Hauptstrahlrichtung der Einzelstrahlen des
jeweiligen Kombi-Brausestrahls vorzugsweise im Bereich zwischen der ersten und der
zweiten Hauptstrahlrichtung H1, H2. In entsprechenden Realisierungen kann durch stetige
Veränderbarkeit der Fluidanteile, die vom Benutzer über das Verteilerelement 20 den
ersten bzw. zweiten Fluideintrittsöffnungen 8, 9 der Strahlaustrittselemente 6 zugeführt
werden können, die Hauptstrahlrichtung der Einzelstrahlen des jeweiligen Kombi-Brausestrahls
quasi stetig bzw. kontinuierlich oder alternativ in Stufen zwischen den beiden Hauptstrahlrichtungen
H1, H2 des ersten bzw. zweiten Brausestrahls verändert werden.
[0037] In vorteilhaften Ausführungen ist das nutzerbetätigte Verteilerelement 20 ein 3-Wege-Verteilventilelement.
Alternativ ist das Verteilerelement 20 von einem anderen herkömmlichen Typ, z.B. mit
mehreren Ventileingängen und/oder mehr als zwei Ventilausgängen, wobei lediglich erforderlich
ist, dass zugeführtes Fluid mittels Betätigen des Verteilerelements durch den Benutzer
wahlweise nur einem ersten, nur einem zweiten oder optional zusätzlich in steuerbaren
Anteilen beiden Ausgängen zugeleitet werden kann.
[0038] In entsprechenden Ausführungsformen ist der Brausekörper 1 ein zur Montage an einer
Wand oder Decke eines Duschraums eingerichteter Kopfbrausekörper. Alternativ kann
er für anderweitige Brauseanwendungen ausgelegt sein, z.B. als Brausekopf bzw. Brausekörper
einer wandmontierbaren Seitenbrause.
[0039] In entsprechenden Ausführungsformen beinhaltet die Fluidsteuereinheit 11 eine nutzerbetätigte
Misch- und/oder Absperrventileinheit 22 herkömmlicher Bauart, so dass die Fluidsteuerungsvorrichtung
2 zusätzlich als Mischer- und/oder Absperrvorrichtung fungiert, mit der zwei oder
mehr zugeführte Fluide gemischt und/oder die Fluidzufuhr zu einem oder mehreren Auslassanschlüssen
freigegeben bzw. abgesperrt werden können. In alternativen Ausführungen besteht die
Fluidsteuereinheit 11 allein aus dem Verteilerelement 20.
[0040] In entsprechenden Ausführungsformen sind die Strahlaustrittselemente 6, wie im Beispiel
der Fig. 1 bis 3 gezeigt, als V-förmige Durchgangsöffnungen ausgebildet, die sich
in Austrittsrichtung konisch verjüngend durch die Strahlscheibe 5 hindurch erstrecken
und jeweils eintrittsseitig die beiden Fluideintrittsöffnungen 8, 9 und austrittsseitig
eine den beiden Fluideintrittsöffnungen 8, 9 gemeinsame Fluidaustrittsöffnung 23 bilden.
Die Seitenflanken der V-Form der so konfigurierten Strahlaustrittselemente 6 bilden
Strömungsleitflächen für das durch die jeweils zugeordnete der beiden Fluideintrittsöffnungen
8, 9 jedes Strahlaustrittselements 6 eintretende Fluid und bestimmen auf diese Weise
die zugehörige Hauptstrahlrichtung H1, H2, in welcher das über die betreffende Fluideintrittsöffnung
8, 9 eintretende Fluid die Fluidaustrittsöffnung 23 als entsprechender Einzelstrahl
verlässt.
[0041] Die Fig. 4 bis 6 zeigen den Brausekörper 1 in einer detaillierteren konstruktiven
Realisierung. Dabei sind in Fig. 4 mit Ausnahme der Strahlscheibe 5 alle anderen Brausekörperkomponenten
mit gestrichelten Linien lediglich angedeutet und auf diese Weise transparent gehalten,
so dass die Strahlscheibe 5 mit ihrer Innenseite zu erkennen ist, an der sich die
Fluideintrittsöffnungen 8, 9 der Strahlaustrittselemente 6 befinden. Soweit der Brausekörper
1 der Fig. 4 bis 6 gleiche oder funktionell äquivalente Elemente und Eigenschaften
besitzt wie oben zum schematisch in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispiel,
sind gleiche Bezugszeichen verwendet, und es kann insoweit auch auf die obigen Ausführungen
zum Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 3 verwiesen werden.
[0042] In entsprechenden Ausführungsformen beinhaltet die Sanitärbrauseeinrichtung, wie
im Beispiel der Fig. 4 bis 6, eine der Strahlscheibe 5 in Austrittsrichtung, d.h.
in Fluidströmungsrichtung, stromaufwärts vorgelagerte Zwischenplatte 24. Die Zwischenplatte
24 weist zu den V-förmigen Durchgangsöffnungen 6a korrespondierende, V-förmige Vorsprünge
25 auf, die sich derart in die V-förmigen Durchgangsöffnungen 6a hinein erstrecken,
dass sie jeweils einen Fluidkanal 26, 27 von jeder der beiden Fluideintrittsöffnungen
8, 9 zur Fluidaustrittsöffnung 23 belassen.
[0043] In entsprechenden Ausführungsformen beinhaltet die Sanitärbrauseeinrichtung, wie
im Beispiel der Fig. 4 bis 6, eine der Strahlscheibe 5 in Austrittsrichtung gesehen
stromaufwärts vorgelagerte Kammerplatte 28, die mit einer Plattenseite 28a eine erste
Fluidkammer 29 als Teil des ersten Fluidströmungswegs 16 begrenzt und in deren Innerem
eine zweite Fluidkammer 30 als Teil des zweiten Fluidströmungswegs 17 ausgebildet
ist. Die Kammerplatte 28 weist Verbindungskanäle 31 auf, die von der zweiten Fluidkammer
30 zu den zweiten Fluideintrittsöffnungen 9 der Strahlaustrittselemente 6 führen.
[0044] In entsprechenden Ausführungen ist wie im gezeigten Beispiel der Fig. 4 bis 6 die
Plattenseite 28a, welche die erste Fluidkammer 29 begrenzt, eine der Strahlscheibe
5 abgewandte Plattenseite der Kammerplatte 28. Die Kammerplatte 28 weist in diesem
Fall Durchgangskanäle 32 auf, die von der ersten Fluidkammer 29 durch die Kammerplatte
28 hindurch zu den ersten Fluideintrittsöffnungen 8 der Strahlaustrittselemente 6
führen.
[0045] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 bis 6 sind die Zwischenplatte 24 und die Kammerplatte
28 identisch von derselben Platte gebildet, in alternativen Ausführungen können sie
von separaten Plattenteilen gebildet sein, oder die Sanitärbrauseeinrichtung beinhaltet
nur die Zwischenplatte 24 ohne die Kammerplatte 28 oder nur die Kammerplatte 28 ohne
die Zwischenplatte 24.
[0046] In entsprechenden Ausführungsformen ist, wie im Beispiel der Fig. 4 bis 6, die Fluideinlasskonfiguration
4 des Brausekörpers 1 auf einer der Strahlscheibe 5 abgewandten Außenseite 33 des
Brausekörpers 1 angeordnet. Speziell ist im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 bis 6 die
Fluideinlasskonfiguration 4 zentrisch, längsmittig an dieser Außenseite 33 des Brausekörpers
1 angeordnet. Bei Verwendung des Brausekörpers 1 als Brausekopf einer Kopfbrause kann
diese Außenseite 33 speziell eine in Gebrauchslage obenliegende Seite, d.h.Oberseite,
dieses Brausekopfs sein.
[0047] Der Brausekörper 1 kann, wie im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 bis 6, auf seiner
der Strahlscheibe 5 abgewandten Seite von einem Gehäusedeckelteil 34 abgeschlossen
sein, wobei die Zwischenplatte 24 bzw. die Kammerplatte 28 zwischen dem Gehäusedeckelteil
34 und der Strahlscheibe 5 im so gebildeten Brausekörpergehäuse aufgenommen sind.
[0048] In entsprechenden Ausführungen der Sanitärbrauseeinrichtung sind der erste und der
zweite Brausekörpereinlass 14, 15, wie beim Ausführungsbeispiel der Fig. 4 bis 6,
koaxial angeordnet, wobei der eine Brausekörpereinlass, im Beispiel der Fig. 4 bis
6 der zweite Brausekörpereinlass 15, den anderen Brausekörpereinlass, im Beispiel
der Fig. 4 bis 6 der erste Brausekörpereinlass 14, koaxial umgibt.
[0049] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 bis 6 umfasst die Fluideinlasskonfiguration 4 des
Brausekörpers 1 einen Anschlusskörper 35 und einen am Gehäusedeckelteil 34 ausgebildeten,
zentrisch axialen Anschlussstutzen 36, an dem der Anschlusskörper 35 vorzugsweise
abnehmbar montiert werden kann. Im Anschlussstutzen 36 des Deckelteils 34 beinhaltet
der erste Brausekörpereinlass 14 eine mittige Axialbohrung durch den Deckelteil 34
hindurch zur ersten Fluidkammer 29, und der zweite Brausekörpereinlass 15 beinhaltet
einen Ringkanalabschnitt 15a, eine oder mehrere Schrägbohrungen 15b, einen Ringraum
15c und eine zur zweiten Fluidkammer 30 führende Verbindungsbohrung 15d als strömungstechnisch
aufeinanderfolgende Abschnitte des zweiten Brausekörpereinlasses 15.
[0050] Wie die gezeigten und die weiteren oben erwähnten Ausführungsbeispiele deutlich machen,
stellt die Erfindung eine Sanitärbrauseeinrichtung zur Verfügung, bei welcher der
Benutzer in sehr komfortabler Weise durch Betätigen des Verteilerelements an der vom
Brausekörper räumlich entfernten Fluidsteuereinheit wahlweise unterschiedliche, vom
Brausekörper abgegebene Brausestrahlen einstellen kann. Die Sanitärbrauseeinrichtung
ist insbesondere als sanitäre Kopfbrauseneinrichtung verwendbar, aber auch andere
Anwendungen sind möglich, zum Beispiel als wandmontierte Seitenbrause oder Schulterbrause.
1. Sanitärbrauseeinrichtung mit
- einem Brausekörper (1), der eine eintrittsseitige Fluideinlasskonfiguration (4),
eine austrittsseitige Strahlscheibe (5) mit mehreren Strahlaustrittselementen (6)
und eine Fluidführung (7) von der Fluideinlasskonfiguration zur Strahlscheibe aufweist,
wobei die Strahlaustrittselemente jeweils eine erste und eine zweite Fluideintrittsöffnung
(8, 9) aufweisen und dafür eingerichtet sind, über die ersten Fluideintrittsöffnungen
zugeführtes Fluid als einen ersten Brausestrahl mit einem ersten Strahlbild (S1) und
über die zweiten Fluideintrittsöffnungen zugeführtes Fluid als einen zweiten Brausestrahl
mit einem vom ersten Strahlbild verschiedenen zweiten Strahlbild (S2) abzugeben,
- einer vom Brausekörper räumlich getrennt angeordneten Fluidsteuerungsvorrichtung
(2) mit einer Fluidauslassanschlusskonfiguration (10) und einer nutzerbetätigten Fluidsteuereinheit
(11) zur Steuerung einer Fluidzufuhr zur Fluidauslassanschlusskonfiguration und
- einer Fluidleitungskonfiguration (3) zur Fluidankopplung der Fluideinlasskonfiguration
des Brausekörpers an die Fluidauslassanschlusskonfiguration der Fluidsteuerungsvorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Fluideinlasskonfiguration (4) des Brausekörpers (1) einen ersten Brausekörpereinlass
(14) und einen vom ersten getrennten zweiten Brausekörpereinlass (15) umfasst,
- die Fluidführung (7) im Brausekörper (1) zwei getrennte Fluidströmungswege (16,
17) beinhaltet, von denen ein erster Fluidströmungsweg (16) die ersten Fluideintrittsöffnungen
(8) mit dem ersten Brausekörpereinlass verbindet und ein zweiter Fluidströmungsweg
(17) die zweiten Fluideintrittsöffnungen (9) mit dem zweiten Brausekörpereinlass verbindet,
- die Fluidauslassanschlusskonfiguration (10) der Fluidsteuerungsvorrichtung (2) einen
ersten Auslassanschluss (12) und einen vom ersten getrennten zweiten Auslassanschluss
(13) umfasst,
- die Fluidleitungskonfiguration (3) eine erste Fluidleitung (18) vom ersten Auslassanschluss
der Fluidauslassanschlusskonfiguration zum ersten Brausekörpereinlass und eine zweite
Fluidleitung (19) vom zweiten Auslassanschluss der Fluidauslassanschlusskonfiguration
zum zweiten Brausekörpereinlass umfasst und
- die Fluidsteuereinheit (11) ein nutzerbetätigtes Verteilerelement (20) zur variablen
Weiterleitung von zugeführtem Fluid zum ersten und/oder zum zweiten Auslassanschluss
aufweist.
2. Sanitärbrauseeinrichtung nach Anspruch 1, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das nutzerbetätigte Verteilerelement ein 3-Wege-Verteilventilelement ist.
3. Sanitärbrauseeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, weiter dadurch gekennzeichnet, dass der Brausekörper ein zur Montage an einer Wand oder Decke eines Duschraums eingerichteter
Kopfbrausekörper ist.
4. Sanitärbrauseeinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, weiter dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidsteuerungsvorrichtung eine Mischer- und/oder Absperrarmatur beinhaltet und
die Fluidsteuereinheit eine Misch- und/oder Absperrventileinheit umfasst.
5. Sanitärbrauseeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, weiter dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlaustrittselemente als V-förmige Durchgangsöffnungen (6a) ausgebildet sind,
die sich in Austrittsrichtung konisch verjüngend durch die Strahlscheibe hindurch
erstrecken und jeweils eintrittsseitig die beiden Fluideintrittsöffnungen und austrittsseitig
eine den beiden Fluideintrittsöffnungen gemeinsame Fluidaustrittsöffnung (23) bilden.
6. Sanitärbrauseeinrichtung nach Anspruch 5, weiter gekennzeichnet durch eine der Strahlscheibe in Austrittsrichtung vorgelagerte Zwischenplatte (24), die
zu den V-förmigen Durchgangsöffnungen korrespondierende, V-förmige Vorsprünge (25)
aufweist, die sich unter Belassung eines jeweiligen Fluidkanals (26, 27) von den beiden
Fluideintrittsöffnungen zur Fluidaustrittsöffnung in die V-förmigen Durchgangsöffnungen
hinein erstrecken.
7. Sanitärbrauseeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, weiter gekennzeichnet durch eine der Strahlscheibe in Austrittsrichtung vorgelagerte Kammerplatte (28), die mit
einer Plattenseite (28a) eine erste Fluidkammer (29) als Teil des ersten Fluidströmungsweges
begrenzt und in deren Innerem eine zweite Fluidkammer (30) als Teil des zweiten Fluidströmungsweges
ausgebildet ist, wobei die Kammerplatte Verbindungskanäle (31) aufweist, die von der
zweiten Fluidkammer zu den zweiten Fluideintrittsöffnungen führen.
8. Sanitärbrauseeinrichtung nach Anspruch 7, weiter dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenseite, welche die erste Fluidkammer begrenzt, eine der Strahlscheibe abgewandte
Plattenseite der Kammerplatte ist und die Kammerplatte Durchgangskanäle (32) aufweist,
die von der ersten Fluidkammer durch die Kammerplatte hindurch zu den ersten Fluideintrittsöffnungen
führen.
9. Sanitärbrauseeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, weiter dadurch gekennzeichnet, dass die Fluideinlasskonfiguration auf einer der Strahlscheibe abgewandten Außenseite
(33) des Brausekörpers angeordnet ist.
10. Sanitärbrauseeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, weiter dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Brausekörpereinlass koaxial angeordnet sind, wobei der eine
Brausekörpereinlass den anderen Brausekörpereinlass koaxial umgibt.