[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Reinigungssystem zum Reinigen wenigstens eines
Plattenelements eines Zerspanungswerkzeugs, wie z.B. eine Wendeschneidplatte, Grundplatte
oder Stützplatte, mit einem Reinigungsbehälter zur Aufnahme der wenigstens einen zu
reinigenden Wendeschneidplatte und mit einem Reinigungsmittel, das in dem Reinigungsbehälter
vorhanden ist, sowie ein Verfahren zum Durchführen des Systems.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist im Grunde keine maschinelle Reinigung von Plattenelementen
eines Zerspanungswerkzeugs, insbesondere von Wendeschneidplatten, bekannt. Tatsächlich
erfolgt die Reinigung solcher Plattenelemente bisher von Hand mithilfe eines Abziehsteins
aus Siliziumkarbid mit einer Körnung von 320, der an der benutzten Schneide hin- und
hergezogen wird. Theoretisch könnten Wendeschneidplatten in einem Reinigungsbehälter
mit einem Reinigungsmittel gespült werden. Bei dieser eher theoretischen Möglichkeit
würde aber ein Reinigungserfolg aufgrund der Art der Verunreinigungen ausbleiben.
[0003] Die Reinigung per Hand stellt einen sehr instabilen Prozess dar, da der Anpressdruck,
die Anzahl der einzelnen Schleifvorgänge und auch die Geschwindigkeit, in der ein
Abziehstein hin und her bewegt wird, immer unterschiedlich ist. Es ist also mit der
Handreinigung nicht möglich, in mehreren Reinigungsprozessen vergleichbare Reinigungsergebnisse
zu erzielen.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, eine maschinelle Reinigung von
Plattenelementen eines Zerspanungswerkzeugs mit hoher Genauigkeit und gleichbleibender
Qualität durchzuführen.
[0005] Bei der Aufgabe zu berücksichtigen ist auch, dass Wendeschneidplatten unterschiedlich
gestaltet sind und die Aufgabe auch ein maschinelles Reinigen von Wendeschneidplatten
aller möglichen Geometrien nach ISO 1832 erfüllen soll.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Reinigungssystem gelöst, bei dem eine
motorische Antriebseinrichtung den Reinigungsbehälter in Bewegung versetzt und das
Reinigungsmittel in loser Schüttung vorliegt und feste, mit bloßem Auge sichtbare
Schleifkörper umfasst, welche die wenigstens eine Wendeschneidplatte in dem Reinigungsbehälter
während einer Bewegung des Reinigungsbehälters läppen und polieren, wobei die mit
bloßem Auge sichtbaren Schleifkörper aus einem Material bestehen, das weicher ist
als die wenigstens eine Wendeschneidplatte und härter ist als eine Verunreinigung.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß auch durch ein Verfahren gelöst, in welchem als
Reinigungsmittel mit bloßem Auge sichtbare Schleifkörper ausgewählt werden, die aus
einem Material bestehen, das weicher ist als das wenigstens eine Plattenelement und
härter ist als eine Verunreinigung, in welchem wenigstens ein Plattenelement dem Reinigungsbehälter
hinzugefügt wird und in welchem der Reinigungsbehälter mit dem Reinigungsmittel in
loser Schüttung und das wenigstens eine Plattenelement derart bewegt werden, dass
das wenigstens eine Plattenelement geläppt und poliert wird.
[0008] Mit der vorliegenden Erfindung ist es nunmehr möglich, Plattenelemente, wie z.B.
Wendeschneidplatten, Grundplatten und/oder Stützplatten maschinell zu reinigen. Es
hat sich gezeigt, dass die Reinigung durch ein Läppen und Polieren wenigstens den
gleichen Reinigungserfolg erzielt, wie ein Abziehen mittels Abziehstein, wobei aber
der Reinigungserfolg über mehrere Reinigungszyklen vergleichbar gut ist. Zudem lässt
sich durch den automatisierten Reinigungsvorgang eine bessere Ausnutzung der Zerspanungsmaschinen
erreichen. Die Stillstandzeiten verringern sich. Das wenigstens eine Plattenelement
wird in einen beweglichen Reinigungsbehälter gegeben, der über eine Antriebseinrichtung
in Bewegung versetzt wird. Auch wenn im Folgenden die bevorzugte Ausführungsform eine
Drehbewegung des Reinigungsbehälters beschreibt, könnten auch andere Bewegungsformen
zu einem erfindungsgemäßen Reinigungserfolg führen, zum Beispiel ein Rütteln.
[0009] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass der Reinigungsbehälter
eine Drehachse aufweist und eine mit einer Steuereinheit verbundene motorische Antriebseinrichtung
den Reinigungsbehälter zur Drehung um die Drehachse antreibt. Durch eine Drehbewegung
wird die Wirkung des Läppens und Polierens des wenigstens einen Plattenelements in
dem Reinigungsbehälter optimiert.
[0010] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass der Reinigungsbehälter
eine Füllhöhe hat und das Reinigungsmittel in dem Reinigungsbehälter etwa bis zu einer
mittleren Füllhöhe angefüllt ist. Es hat sich gezeigt, dass das Reinigungsergebnis
besonders gut ist, wenn diese Reinigungsmittel, also die mit bloßem Auge sichtbaren
festen Schleifkörper, bis zu einer mittleren Füllhöhe im Reinigungsbehälter vorhanden
sind und das wenigstens eine zu reinigende Plattenelement in den freien Füllbereich
des Reinigungsbehälters hinzugegeben wird.
[0011] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass die Schleifkörper aus Keramik
bestehen. Keramik ist ein Material, das härter als Aufbauschneiden bzw. Verunreinigungen,
aber weicher als die Wendeschneidplatten, Grundplatten oder Stützplatten ist. Somit
erfolgt durch die Schleifkörper beim Reinigungsvorgang kein Materialabtrag am jeweiligen
Substrat.
[0012] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass die Schleifkörper geometrisch
unbestimmt sind. Die geometrische Unbestimmtheit des Schleifkörpers führt bei der
Bewegung des Reinigungsbehälters zu einem chaotischeren Verhältnis unter den Schleifkörpern
als bei geometrisch bestimmten Schleifkörpern. Dies erhöht den Reinigungserfolg.
[0013] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass eine mit der Steuereinheit
verbundene Pumpeinrichtung in Abhängigkeit von der Drehung des Reinigungsbehälters
Wasser in den Reinigungsbehälter pumpt. Die Hinzufügung von Wasser in den Reinigungsprozess
führt zu einer Kühlung und auch einer Spülung während des Läppens und Polierens im
Reinigungsbehälter.
[0014] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass das Reinigungssystem eine
Ultraschalleinrichtung zur Entfernung von Reinigungsrückständen an dem wenigstens
einen Plattenelement umfasst. Die Ultraschalleinrichtung dient zur Finish-Bearbeitung
in einem Ultraschallbad. Dabei wird ein "Schmierfilm", der sich über das wenigstens
eine gereinigte Plattenelement gelegt haben könnte, entfernt. Vorzugsweise arbeitet
die Ultraschalleinrichtung bei einer Temperatur von 80°C und beträgt die Verweilzeit
des wenigstens einen Plattenelements in der Ultraschalleinrichtung etwa 15 min.
[0015] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass der Reinigungsbehälter
ein Volumen zur Aufnahme von 15 bis 20 Plattenelementen aufweist. Diese Größe des
Reinigungsbehälters gemäß vorliegender Erfindung hat sich günstig für den Betrieb
von Zerspanungswerkzeugen erwiesen, was insgesamt zu einer Standzeiterhöhung führt.
[0016] Weitere Vorteile zu dem erfindungsgemäßen Verfahren ergeben sich aus den weiteren
Merkmalen der entsprechenden Unteransprüche.
[0017] Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden näher beschrieben.
Die einzige Figur zeigt eine schematische Anordnung eines Reinigungssystems 1, mit
welchem das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden kann.
[0018] Das Reinigungssystem 1 umfasst einen Reinigungsbehälter 3, der mit einer motorischen
Antriebseinrichtung 5 verbunden ist und von der motorischen Antriebseinrichtung 5
in Bewegung versetzt werden kann. In der vorliegenden Ausführungsform ist der Reinigungsbehälter
3 drehbar gelagert und weist eine Drehachse D auf. Die Antriebseinrichtung 5 kann
den Reinigungsbehälter 3 somit in eine Drehbewegung um die Drehachse D herum versetzen.
In anderen Ausführungsformen kann die Antriebseinrichtung 5 den Reinigungsbehälter
3 auch in eine andere Bewegung versetzen, zum Beispiel eine Rüttelbewegung. In einer
bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Reinigungsbehälter
3 als Trommel ausgebildet.
[0019] Die motorische Antriebseinrichtung 5 ist in der bevorzugten Ausführungsform ein Elektromotor,
der mit Strom versorgt wird, zum Beispiel über das öffentliche Stromnetz. Die motorische
Antriebseinrichtung 5 umfasst auch eine Steuereinrichtung 5.1, mit der die motorische
Antriebseinrichtung 5 gesteuert werden kann. Eine Steuereinrichtung im Sinn der Erfindung
ist eine übliche elektronische Baueinheit, mit der Maschinenanlagen und Teile davon
sowie auch die auf solchen Maschinenanlagen laufende Arbeitsprozesse gesteuert werden
können. Solche elektronischen Baueinheiten weisen übliche Hard- und Softwarekomponenten
auf, die nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind und daher nicht weiter beschrieben
werden.
[0020] Demnach können auch alle anderen steuerbaren Einrichtungen des Reinigungssystems
über diese Steuereinrichtung 5.1 gesteuert werden. Insbesondere können auch Prozessparameter
über diese Steuereinrichtung 5.1 gesteuert werden. In der vorliegenden Ausführungsform
steuert die Steuereinrichtung 5.1 eine Pumpeinrichtung 7 in Abhängigkeit von dem Antrieb
des Reinigungsbehälters 3. Wenn sich der Reinigungsbehälter 3 in Bewegung befindet,
arbeitet auch die Pumpeinrichtung 7.
[0021] Der Reinigungsbehälter 3 hat eine Füllhöhe FH und ist in loser Schüttung bis im Wesentlichen
zu einer mittleren Füllhöhe mH mit einem Reinigungsmittel 9 gefüllt. Es ist nicht
wesentlich, dass das Reinigungsmittel 9 genau bis zur mittleren Füllhöhe mH gefüllt
ist. Wesentlich ist, dass oberhalb des in loser Schüttung im Reinigungsbehälter 3
befindlichen Reinigungsmittels 9 noch ausreichen Raum für die zu reinigenden Plattenelemente
11 vorhanden ist.
[0022] Das Reinigungsmittel 9 umfasst geometrisch unbestimmte Schleifkörper 9.1 in einer
Größe, dass diese mit bloßem Auge sichtbar sind. Mit dem Ausdruck "mit bloßem Auge
sichtbar" ist im Sinne der vorliegenden Erfindung gemeint, dass jeder Schleifkörper
9.1 eine Korngröße aufweist, die diesen ohne technische Hilfe für das gesunde menschliche
Auge sichtbar sein lässt.
[0023] In dem nicht durch Schleifkörper gefüllten Bereich des Reinigungsbehälters 3, also
dem oberen von Schleifkörpern 9.1 freibleibenden Füllbereich der Füllhöhe FH, werden
Plattenelemente 11 eines Zerspanungswerkzeugs hineingegeben. Solche Plattenelemente
11 umfassen Wendeschneidplatten, Grundplatten und/oder Stützplatten eines Zerspanungswerkzeugs.
Diese Plattenelemente 11 wurden im Zerspanungswerkzeug gebraucht und sollen mit dem
erfindungsgemäßen Reinigungs- system 1 gereinigt werden. Stromabwärts des Reinigungsbehälters
3 umfasst das Reinigungssystem zudem eine Ultraschalleinrichtung 13, die als Ultraschallbad
ausgebildet ist, um die im Reinigungsbehälter 3 gereinigten Plattenelemente 11 nachzubearbeiten
und Reinigungsrückstände auf den Plattenelementen 11 zu beseitigen. Solche Ultraschalleinrichtungen
und Ultraschallbäder sind aus dem Stand der Technik allgemein bekannt und nicht Gegenstand
der vorliegenden Erfindung.
[0024] Die in dem Reinigungsbehälter 3 vorhandenen geometrisch unbestimmten Schleifkörper
9.1 läppen und polieren das wenigstens eine in dem Reinigungsbehälter 3 angeordnete
Plattenelement 11. Vorzugsweise werden zum Reinigen in dem Reinigungsbehälter 3 maximal
15 bis 20 Plattenelemente 11 je Reinigungsvorgang in den Reinigungsbehälter hineingegeben.
[0025] Das wenigstens eine zu reinigende Plattenelement 11 kann alle möglichen Geometrien
nach ISO 1832 aufweisen. Die Schleifkörper 9.1 sind härter als die Verunreinigungen
auf den Plattenelementen 11 und weicher als das Material der Plattenelemente 11. Dadurch
erfolgt die Reinigung durch Läppen und Polieren ohne nennenswerten Substratabtrag
und ohne Beschädigung einer möglichen Beschichtung der Plattenelemente 11. Vorzugsweise
sind die mit bloßem Auge sichtbaren, geometrisch unbestimmten Schleifkörper 9.1 aus
Keramik hergestellt. Während des Reinigungsvorgangs, also während der Bewegung bzw.
Drehbewegung des Reinigungsbehälters 3 wird über die Pumpeinrichtung 7 Wasser in den
Reinigungsbehälter 3 hinzugegeben. Das Wasser wird dosiert hinzugegeben. Die Steuereinrichtung
5.1 steuert die Pumpeinrichtung 7 derart, dass das Wasser in einem Wasserimpuls tropfenförmig
in Zeitintervallen von 10 Sekunden in den Reinigungsbehälter 3 hinzugegeben wird.
[0026] Die Steuereinrichtung 5.1 steuert die Antriebseinrichtung 5 derart, dass der Reinigungsbehälter
3 mit einer Drehgeschwindigkeit von 250 U/min bis 350 U/min, vorzugsweise 300 U/min
dreht und die Drehbewegung über eine Zeitdauer von 30 min durchgeführt wird.
[0027] Nach Beendigung des Reinigungsvorgangs im Reinigungsbehälter 3 werden alle gereinigten
Plattenelemente 11 gemeinsam oder vereinzelt aus dem Reinigungsbehälter 3 in die Ultraschalleinrichtung
13 überführt, in der diese gemeinsam oder nacheinander im Ultraschallbad bei einer
Temperatur von 80°C über eine Zeitdauer von 10 bis 20 min, vorzugsweise 15 min, behandelt
werden. Auch der Betrieb der Ultraschalleinrichtung 13 wird durch die Steuereinheit
5.1 mit einer separaten Steuerung gesteuert. Für die Finish-Bearbeitung in der Ultraschalleinrichtung
13 wird dem Ultraschallbad ein neutraler Ultraschallreiniger hinzugegeben.
[0028] Das erfindungsgemäße Reinigungssystem ist Bestandteil einer Maschinenanlage und kann
in vorhandene Maschinenanlagen integriert werden.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Reinigungssystem
- 3
- Reinigungsbehälter
- 5
- Antriebseinrichtung
- 5.1
- Steuereinrichtung
- 7
- Pumpeinrichtung
- 9
- Reinigungsmittel
- 9.1
- Schleifkörper
- 11
- Plattenelemente
- 13
- Ultraschalleinrichtung
- FH
- Füllhöhe
- mH
- mittlere Füllhöhe
- D
- Drehachse
1. Reinigungssystem (1) zum Reinigen wenigstens eines Plattenelements (11) eines Zerspanungswerkzeugs,
wie z.B. eine Wendeschneidplatte, Grundplatte oder Stützplatte, mit einem Reinigungsbehälter
(3) zur Aufnahme des wenigstens einen zu reinigenden Plattenelements (11) und mit
einem Reinigungsmittel (9; 9.1), das in dem Reinigungsbehälter (3) vorhanden ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine motorische Antriebseinrichtung (5) den Reinigungsbehälter (3) in Bewegung versetzt
und das Reinigungsmittel (9; 9.1) in loser Schüttung vorliegt und feste, mit bloßem
Auge sichtbare Schleifkörper (9.1) umfasst, welche das wenigstens eine Plattenelement
(11) in dem Reinigungsbehälter (3) während einer Bewegung des Reinigungsbehälters
(3) läppen und polieren, wobei die mit bloßem Auge sichtbaren Schleifkörper (9.1)
aus einem Material bestehen, das weicher ist als das wenigstens eine Plattenelement
(11) und härter ist als eine Verunreinigung.
2. Reinigungssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Reinigungsbehälter (3) eine Drehachse (D) aufweist und eine mit einer Steuereinrichtung
verbundene motorische Antriebseinrichtung (5) den Reinigungsbehälter (3) zur Drehung
um die Drehachse (D) antreibt.
3. Reinigungssystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Reinigungsbehälter (3) eine Füllhöhe (FH) hat und das Reinigungsmittel (9; 9.1)
in dem Reinigungsbehälter (3) etwa bis zu einer mittleren Füllhöhe (mH) angefüllt
ist.
4. Reinigungssystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schleifkörper (9.1) aus Keramik bestehen.
5. Reinigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schleifkörper (9.1) geometrisch unbestimmt sind.
6. Reinigungssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine mit der Steuereinrichtung (5.1) verbundene Pumpeinrichtung (7) in Abhängigkeit
von der Drehung des Reinigungsbehälters (3) Wasser in den Reinigungsbehälter (3) pumpt.
7. Reinigungssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Ultraschalleinrichtung (13) zur Entfernung von Reinigungsrückständen an dem wenigstens
einen Plattenelement (11).
8. Reinigungssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Reinigungsbehälter (3) ein Volumen zur Aufnahme von 15 bis 20 Plattenelementen
(11) aufweist.
9. Verfahren zum Reinigen von Wendeschneidplatten,
mit den Schritten:
- Bereitstellen eines Reinigungsbehälters zur Aufnahme wenigstens eines Plattenelements,
- Bereitstellen eines Reinigungsmittels in dem Reinigungsbehälter,
gekennzeichnet durch die weiteren Schritte
- Auswählen von mit bloßem Auge sichtbaren Schleifkörpern als Reinigungsmittel, die
aus einem Material bestehen, das weicher ist als das wenigstens eine Plattenelement
und härter ist als eine Verunreinigung,
- Hinzufügen wenigstens eines Plattenelements in den Reinigungsbehälter, und
- Bewegen des Reinigungsbehälters mit dem Reinigungsmittel und dem wenigstens einen
Plattenelement, derart, dass das wenigstens eine Plattenelement geläppt und poliert
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt des Bewegens des Reinigungsbehälters ein in Drehung Versetzen des Reinigungsbehälters
umfasst.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt des Bewegens ein Erzeugen einer Drehgeschwindigkeit des Reinigungsbehälters
von 250 U/min bis 350 U/min, vorzugsweise 300 U/min umfasst.
12. Verfahren nach Anspruch 9 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt des Bewegens eine Zeitdauer von 25 min bis 35 min, vorzugsweise über
30 min umfasst.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt des Bewegens ein Hinzugeben von Wasser in den Reinigungsbehälter.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dass das Wasser in einem Zeitintervall in Tropfenform hinzugegeben wird.
15. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass als mit bloßem Auge sichtbare Schleifkörper ausgewählt werden Schleifkörper, die
geometrisch unbestimmt sind und aus Keramik bestehen.