[0001] Die Erfindung betrifft ein Reinigungssystem und ein Verfahren für die Reinigung des
Garraums eines Gargeräts mit einer Ventilationseinrichtung.
[0002] Einrichtungen zur Behandlung von Lebensmitteln, im Folgenden Gargeräte genannt, dienen
der thermischen Zubereitung von Lebensmitteln und umfassen, je nach Anwendung, eine
Vielzahl unterschiedlich ausgebildeter Geräte. Die Zubereitung von Lebensmitteln,
beispielsweise Backwaren, erfolgt im Garraum der Gargeräte.
[0003] Infolge von Garprozessen wie beispielsweise Backen oder Dämpfen entsteht eine mehr
oder weniger hartnäckige Verschmutzung der Oberflächen. Die Reinigung des Garraums
spielt dabei eine wichtige Rolle, um diese Schmutzablagerungen und ein damit einhergehendes
Keimwachstum zu verhindern. Dabei kann die Reinigung gemäß dem Sinnerschen Kreis mechanisch,
thermisch oder chemisch erfolgen. Im Falle einer chemischen Reinigung kann diese manuell
oder automatisch erfolgen.
[0004] Zur automatischen Reinigung der Innenräume von Backöfen werden häufig Düsen eingesetzt,
die entweder feststehend oder beweglich montiert werden. Hierzu gibt es eine Vielzahl
bekannter Lösungen.
[0005] Drehbar gelagerte Düsen werden beispielsweise in
DE 42 23 451 C2 erwähnt. Dort befindet sich mittig in der Decke des Ofeninnenraums eine Sprühdüse,
welche flüssige Medien im Innenraum verteilt. Das Reservoir für Reiniger bzw. Klarspüler
befindet sich außerhalb des Garraumes. Aus der
EP 1 147 731 B1 wiederum ist eine günstigere Positionierung der Deckendüse bekannt, die auch den
Bereich um das Lüfterrad mit abdeckt.
[0006] Ein völlig anderes Prinzip wird in der
DE 10 2013 021 732 A1 vorgeschlagen. Dort befindet sich der Wirkstoff (Reiniger) in einer Einweg- oder
Mehrweg-Kartusche, die selbst als Deckendüse ausgeführt ist. Das in die Kartusche
eingefüllte Behandlungsmittel kann dabei als Granulat, Pulver, Gel, Block oder flüssig
aufgenommen werden. Der Ofen wiederum verfügt über eine Wasserversorgung, wie einen
Wassertank oder eine Frischwasserleitung, um Wasser unter Druck mittels einer Pumpe
in die Kartusche zu leiten. Über eine Ablaufleitung wird das Wasser aus dem Innenraum
entsorgt.
[0007] In der
DE 100 60 204 B4 werden zwei Kartuschen mit Reiniger und Klarspüler über zwei Düsen ausgespült und
das entstehende Gemisch über eine Umwälzfunktion im Garraum des Ofens verteilt.
[0008] Eine Pumpe zum Befördern der Reinigungsmittel wird beispielsweise in der
DE 10 2015 103 673 A1 beschrieben. Dabei ist die Pumpe im Reinigertank integriert, sodass Saug- und Druckleitung
im Tank liegen und damit eine eventuell auftretende Leckage keine Schäden verursacht.
[0009] In der
DE 10 2015 107 488 A1 wird in einem Reservoir ein Feststoffreiniger mit einem Lösungsmittel (Wasser) mittels
Zuführung von kinetischer Energie vermengt, um einen Flüssigreiniger anzumischen.
[0010] In
EP 2 634 492 A1 wiederum wird ein versiegelter Flüssigreiniger in einem Tank oder in den Gargeräteinnenraum
direkt eingeleitet.
[0011] Die
EP 0 801 271 A1 zeigt hinsichtlich der Reinigung eines Backofen-Innenraums eine Sprühdüse, welche
direkt an eine Pumpe angeschlossen wird, wobei die Pumpe das Reinigungsmittel aus
einem Tank fördert.
[0012] Die
DE 199 50 920 C2 offenbart eine Reinigungsvorrichtung mit mindestens zwei Rotorarmen mit jeweils mindestens
einer Sprühdüse.
[0013] In der
EP 0 652 405 B1 werden Reinigungs- und Spülflüssigkeit über einen Knotenpunkt verbunden, sodass eine
gemeinsame zentrale Einspritzung über eine Düse auf das Lüfterrad entsteht.
[0014] Die
DE 100 17 966 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Reinigung eines Gargeräteinnenraums.
Dabei ist der Gebläseraum über Luftleitbleche vom Garraum getrennt. Über eine Sprühdüse
werden die zur Reinigung benötigten Flüssigkeiten aus einem Reservoir mittels eines
Gebläserades in den Garraum als Sprühstrahl eingebracht. Dabei wird der Sprühstrahl
im Gebläseraum gegen den Förderstrom des Gebläserades gerichtet.
[0015] In der
DE 10 2015 109 019 A1 wird eine Reinigungsvorrichtung für gewerbliche Gargeräte sowie ein Verfahren zur
Reinigung derselben offenbart. Die Vorrichtung umfasst hierzu u.a. einen Behälter
für ein Reinigungsmittel. Das durch Erhitzung über eine Heizeinrichtung und/oder eine
Frischwasserzufuhr verflüssigte und/oder verdünnte Reinigungsmittel wrd über eine
Ausspüldüse in einen Vorratstank geleitet. Über eine Pumpe wird die Reinigungslösung
mittels Düsen in den Garraum befördert, wobei die gebrauchte Reinigungslösung über
ein Auslaufsieb im Boden des Garraums abgeleitet und ggfs. für einen erneuten Durchlauf
verwendet werden kann.
[0016] Nachteilig verstopfen die zur Reinigung verwendeten, im Durchmesser klein ausgebildeten
Düsen sehr schnell, wodurch es häufig zu Unterbrechungen oder Wartungsarbeiten kommt
und ein durchgehender Betrieb der Öfen nicht gesichert ist.
[0017] Aufgabe ist es daher, ein System bereitzustellen, welches die Nachteile des Standes
der Technik überwindet.
[0018] Dabei soll ein System für die chemische Reinigung von Gargeräten zur Verfügung gestellt
werden, welches zuverlässig arbeitet und in der Lage ist, kleine Fluidmengen effizient
zu dosieren und zu verteilen und somit eine möglichst ressourcenschonende, wirtschaftliche
und automatisch durchgeführte Reinigung des Garraums eines Gargeräts gewährleistet.
[0019] Weiterhin sollen bereits bestehende Gargeräte durch ein solches System einfach nachgerüstet
werden können.
[0020] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Reinigungssystem und ein Verfahren zur
Reinigung eines Garraums gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0021] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Reinigungssystem für die Reinigung des
Garraums eines Gargeräts mit einer Ventilationseinrichtung, aufweisend ein Zuführsystem,
welches mindestens eine erste Zuführeinrichtung für Wasser umfasst. Im Sinne der Erfindung
weist die erste Zuführeinrichtung für Wasser ein Reservoir für Wasser und, in Fließrichtung
des Wassers angeordnet, ein Element zur Druckerhöhung und eine Wasser-Rückschlagarmatur,
auf. Weiterhin umfasst das erfindungsgemäße Reinigungssystem mindestens eine zweite
Zuführeinrichtung für Reinigungsmittel, welche ein Reservoir für Reinigungsmittel
und, in Fließrichtung des Reinigungsmittels angeordnet, eine Reinigungsmittel-Fördereinheit
und eine Reinigungsmittel-Rückschlagarmatur, aufweist. Das erfindungsgemäße Reinigungssystem
weist ferner einen Umwälzkreislauf auf, wobei dieser als Komponenten mindestens eine
Verbindungseinrichtung, welche mit einer ersten Öffnung des Garraums in Kontakt ist
und als Ablauf oder Einlauf ausgebildet ist, mindestens eine Umwälzeinrichtung, mindestens
ein Absperrorgan, das so ausgebildet ist, dass es die Verbindungseinrichtung und den
Rücklauf fluidisch miteinander verbindet oder voneinander trennt, wobei im Falle einer
fluidischen Trennung das Absperrorgan so ausgebildet ist, dass es die Verbindungseinrichtung
mit einem Abfluss fluidisch verbindet, mindestens einen Rücklauf, der mit einer zweiten
Öffnung des Garraums in Kontakt ist und entlang der Vertikalen oberhalb der Verbindungseinrichtung
angeordnet ist sowie mindestens eine Verteilereinrichtung. Weiterhin umfasst das erfindungsgemäße
Reinigungssystem eine Steuereinrichtung mit Computerprogrammprodukt, welche informationstechnisch
mit dem Absperrorgan verbunden ist Erfindungsgemäß sind die Komponenten des Umwälzkreislaufs
durch Verbindungselemente fluidisch miteinander verbunden. Im Sinne der Erfindung
münden die erste und zweite Zuführeinrichtung des Zuführsystems in Fließrichtung in
der Verteilereinrichtung.
[0022] Um das erfindungsgemäße Reinigungssystem realisieren zu können, muss das Gargerät
hierzu ausgebildete Merkmale aufweisen. Diese Merkmale sind hinreichend bekannt und
werden im Folgenden nur, wenn nötig, näher beschrieben.
[0023] Hierzu weist das Gargerät eine Ventilationseinrichtung auf, wodurch vorteilhaft das
erfindungsgemäße Reinigungssystem sowie das erfindungsgemäße Verfahren überhaupt erst
realisiert werden können. Dabei dient die Ventilationseinrichtung der Luftverwirbelung
im Garraum während des Garens. Vorteilhaft kann die Ventilationseinrichtung im erfindungsgemäßen
Verfahren auch gleichzeitig zur Reinigung des Garraums verwendet werden, indem in
den Garraum einströmende Flüssigkeit über einen Rücklauf im Garraum verteilt wird.
In einer Ausführungsform ist die Ventilationseinrichtung als Lüfter, bevorzugt als
Lüfterrad ausgebildet. In einer alternativen Ausführungsform kann die Ventilationsvorrichtung
auch auf einem anderen Wirkprinzip beruhen. So kann die Ventilationseinrichtung als
Injektionsvorrichtung ausgebildet sein.
[0024] Weiterhin muss das Gargerät mindestens eine Abluftvorrichtung für die Trocknung aufweisen.
Die Abluftvorrichtung kann als Abluftklappe (auch Wrasenklappe oder Schwadenventil
genannt) oder Motorkugelhahn ausgebildet sein.
[0025] Das Gargerät weist zudem eine erste Öffnung auf. Weiterhin weist das Gargerät eine
zweite Öffnung auf.
[0026] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Gargerät, welches ein erfindungsgemäßes
Reinigungssystem und einen Garraum mit einer Ventilationseinrichtung aufweist.
[0027] In einer Ausführungsform ist das Reinigungssystem im Gargerät zumindest teilweise
integriert.
[0028] Das erfindungsgemäße Reinigungssystem weist ein Zuführsystem auf. Das Zuführsystem
umfasst eine Vielzahl an Komponenten. Dabei ist das Zuführsystem nicht auf die aufgeführten
Komponenten beschränkt. Vielmehr können auch weitere Komponenten wie zusätzliche Verbinder,
beispielsweise Fittings oder Steckverbinder, in den jeweiligen Zuführeinrichtungen
verbaut werden.
[0029] In einer Ausführungsform sind die Komponenten der Zuführeinrichtungen durch Verbindungselemente
miteinander fluidisch verbunden. In einer Ausführungsform können die Verbindungselemente
der Zuführeinrichtungen als Leitungen ausgebildet und ausgewählt sein aus Rohren oder
Schläuchen. Dabei können die Rohre oder Schläuche flexibel oder starr ausgebildet
sein.
[0030] Im Sinne der Erfindung umfasst das Zuführsystem mindestens eine erste Zuführeinrichtung
für Wasser.
[0031] Erfindungsgemäß weist die erste Zuführeinrichtung für Wasser ein Reservoir für Wasser
auf. Das Reservoir für Wasser stellt eines der beiden Enden der ersten Zuführeinrichtung
dar. Von hier aus beginnt die Fließrichtung des Wassers.
[0032] Erfindungsgemäß weist die erste Zuführeinrichtung ein Element zur Druckerhöhung auf.
Durch das Element zur Druckerhöhung wird das Wasser aus dem Reservoir für Wasser durch
die Wasser-Rückschlagarmatur über die Verteilereinrichtung in den Umwälzkreislauf
geleitet. Bevorzugt ist das Element zur Druckerhöhung in Fließrichtung des Wassers
angeordnet.
[0033] In einer Ausführungsform ist das Element zur Druckerhöhung als Wassereinlaufventil
oder Druckspeicher ausgebildet.
[0034] In einer alternativen Ausführungsform kann die erste Zuführeinrichtung anstelle eines
Elements zur Druckerhöhung eine Wasser-Fördereinrichtung aufweisen. Dabei ist die
Wasser-Fördereinrichtung als Pumpe, besonders bevorzugt als selbstansaugende Pumpe
ausgebildet.
[0035] In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist die Wasser-Fördereinrichtung als
selbstansaugende Pumpe ausgebildet. In einer Ausführungsform ist die Wasser-Fördereinrichtung
als Schwingkolbenpumpe, Membranpumpe oder Schlauchpumpe ausgebildet. Dabei befindet
sich die Wasser-Fördereinrichtung als Taucheinheit direkt im Verbindungselement der
ersten Zuführungseinrichtung, beispielsweise im Schlauch. In einer weiteren alternativen
Ausführungsform ist die Wasser-Fördereinrichtung als Dosiereinheit ausgebildet.
[0036] In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist das Reservoir für Wasser so angeordnet,
dass das Wasser innerhalb der ersten Zuführeinrichtung durch die Wirkung der Schwerkraft
in die Verteilereinrichtung gelangt.
[0037] Erfindungsgemäß weist die erste Zuführeinrichtung eine Wasser-Rückschlagarmatur auf.
Dabei ist die Wasser-Rückschlagarmatur in Fließrichtung nach dem Element zur Druckerhöhung
angeordnet.
[0038] In einer Ausführungsform weist die erste Zuführeinrichtung ein Wasser-Filterelement
auf, welches in Fließrichtung nach dem Reservoir für Wasser angeordnet ist. In einer
weiteren Ausführungsform ist das Wasser-Filterelement als Wasserfilter ausgebildet.
[0039] Im Sinne der Erfindung umfasst das Zuführsystem mindestens eine zweite Zuführeinrichtung
für Reinigungsmittel.
[0040] Erfindungsgemäß weist die zweite Zuführeinrichtung für Reinigungsmittel ein Reservoir
für Reinigungsmittel auf. Das Reservoir für Reinigungsmittel stellt eines der beiden
Enden der zweiten Zuführeinrichtung dar. Von hier aus beginnt die Fließrichtung des
Reinigungsmittels.
[0041] Bevorzugt weist das Reservoir für Reinigungsmittel eine Spüleinrichtung auf.
[0042] Erfindungsgemäß weist die zweite Zuführeinrichtung eine Reinigungsmittel-Fördereinheit
auf. Durch die Reinigungsmittel-Fördereinheit wird das Reinigungsmittel aus dem Reservoir
für Reinigungsmittel durch die Reinigungsmittel-Rückschlagarmatur über die Verteilereinrichtung
in den Umwälzkreislauf geleitet. Bevorzugt ist die Reinigungsmittel-Fördereinheit
in Fließrichtung des Reinigungsmittels angeordnet.
[0043] Bevorzugt ist die Reinigungsmittel-Fördereinheit als Pumpe ausgebildet. In einer
ganz bevorzugten Ausführungsform ist die Reinigungsmittel-Fördereinheit als selbstansaugende
Pumpe ausgebildet. In einer Ausführungsform ist die Reinigungsmittel-Fördereinheit
als Schwingkolbenpumpe, Membranpumpe oder Schlauchpumpe ausgebildet. In einer alternativen
Ausführungsform befindet sich die Reinigungsmittel-Förderpumpe als Taucheinheit direkt
im Verbindungselement der zweiten Zuführungseinrichtung, beispielsweise im Schlauch.
In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist die Reinigungsmittel-Fördereinrichtung
als Dosiereinheit ausgebildet.
[0044] In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist das Reservoir für Reinigungsmittel
so angeordnet, dass das Reinigungsmittel innerhalb der zweiten Zuführeinrichtung durch
die Wirkung der Schwerkraft in die Verteilereinrichtung gelangt.
[0045] Erfindungsgemäß weist die zweite Zuführeinrichtung eine Reinigungsmittel-Rückschlagarmatur
auf. Dabei ist die Reinigungsmittel-Rückschlagarmatur in Fließrichtung nach der Reinigungsmittel-Fördereinheit
angeordnet.
[0046] In einer Ausführungsform weist die zweite Zuführeinrichtung ein Reinigungsmittel-Filterelement
auf, welches in Fließrichtung nach dem Reservoir für Reinigungsmittel angeordnet ist.
In einer weiteren Ausführungsform ist das Reinigungsmittel-Filterelement als Reinigungsmittelfilter
ausgebildet.
[0047] Bevorzugt umfasst das Zuführsystem mindestens eine dritte Zuführeinrichtung für Klarspülmittel.
[0048] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die dritte Zuführeinrichtung für Klarspülmittel
ein Reservoir für Klarspülmittel auf. Das Reservoir für Klarspülmittel stellt eines
der beiden Enden der dritten Zuführeinrichtung dar. Von hier aus beginnt die Fließrichtung
des Klarspülmittels.
[0049] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Reservoir für Klarspülmittel eine
Spüleinrichtung auf.
[0050] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die dritte Zuführeinrichtung eine Klarspülmittel-Fördereinheit
auf. Durch die Klarspülmittel-Fördereinheit wird der Klarspülmittel aus dem Reservoir
für Klarspülmittel durch die Klarspülmittel-Rückschlagarmatur über die Verteilereinrichtung
in den Umwälzkreislauf geleitet. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist
die Klarspülmittel-Fördereinheit in Fließrichtung des Klarspülmittels angeordnet.
[0051] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Klarspülmittel-Fördereinheit als Pumpe
ausgebildet. In einer ganz bevorzugten Ausführungsform ist die Klarspülmittel-Fördereinheit
als selbstansaugende Pumpe ausgebildet. In einer Ausführungsform ist die Klarspülmittel-Fördereinheit
als Schwingkolbenpumpe, Membranpumpe oder Schlauchpumpe ausgebildet. In einer alternativen
Ausführungsform befindet sich die Klarspülmittel-Förderpumpe als Taucheinheit direkt
im Verbindungselement der dritten Zuführeinrichtung, beispielsweise im Schlauch. In
einer weiteren alternativen Ausführungsform ist die Klarspülmittel-Fördereinrichtung
als Dosiereinheit ausgebildet.
[0052] In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist das Reservoir für Klarspülmittel
so angeordnet, dass das Klarspülmittel innerhalb der dritten Zuführeinrichtung durch
die Wirkung der Schwerkraft in die Verteilereinrichtung gelangt.
[0053] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die dritte Zuführeinrichtung eine Klarspülmittel-Rückschlagarmatur
auf. Dabei ist die Klarspülmittel-Rückschlagarmatur in Fließrichtung nach der Klarspülmittel-Fördereinheit
angeordnet.
[0054] In einer Ausführungsform weist die dritte Zuführeinrichtung ein Klarspülmittel-Filterelement
auf, welches in Fließrichtung nach dem Reservoir für Klarspülmittel angeordnet ist.
In einer weiteren Ausführungsform ist das Klarspülmittel-Filterelement als Klarspülmittelfilter
ausgebildet.
[0055] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Zuführsystem mindestens eine vierte
Zuführeinrichtung für Entkalker.
[0056] In einer Ausführungsform weist die vierte Zuführeinrichtung für Entkalker ein Reservoir
für Entkalker auf. Das Reservoir für Entkalker stellt eines der beiden Enden der vierten
Zuführeinrichtung dar. Von hier aus beginnt die Fließrichtung des Entkalkers.
[0057] In einer Ausführungsform weist das Reservoir für Entkalker eine Spüleinrichtung auf.
[0058] In einer Ausführungsform weist die vierte Zuführeinrichtung eine Entkalker-Fördereinheit
auf. Durch die Entkalker-Fördereinheit wird der Entkalker aus dem Reservoir für Entkalker
durch die Entkalker-Rückschlagarmatur über die Verteilereinrichtung in den Umwälzkreislauf
geleitet. In einer weiteren Ausführungsform ist die Entkalker-Fördereinheit in Fließrichtung
des Entkalkers angeordnet.
[0059] In einer Ausführungsform ist die Entkalker-Fördereinheit als Pumpe ausgebildet. In
einer ganz bevorzugten Ausführungsform ist die Entkalker-Fördereinheit als selbstansaugende
Pumpe ausgebildet. In einer Ausführungsform ist die Entkalker-Fördereinheit als Schwingkolbenpumpe,
Membranpumpe oder Schlauchpumpe ausgebildet. In einer alternativen Ausführungsform
befindet sich die Entkalker-Förderpumpe als Taucheinheit direkt im Verbindungselement
der vierten Zuführeinrichtung, beispielsweise im Schlauch. In einer weiteren alternativen
Ausführungsform ist die Entkalker-Fördereinrichtung als Dosiereinheit ausgebildet.
[0060] In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist das Reservoir für Entkalker so
angeordnet, dass der Entkalker innerhalb der vierten Zuführeinrichtung durch die Wirkung
der Schwerkraft in die Verteilereinrichtung gelangt.
[0061] In einer Ausführungsform weist die vierte Zuführeinrichtung eine Entkalker-Rückschlagarmatur
auf. Dabei ist die Entkalker-Rückschlagarmatur in Fließrichtung nach der Entkalker-Fördereinheit
angeordnet.
[0062] In einer Ausführungsform weist die vierte Zuführeinrichtung ein Entkalker-Filterelement
auf, welches in Fließrichtung nach dem Reservoir für Entkalker angeordnet ist. In
einer weiteren Ausführungsform ist das Entkalker-Filterelement als Entkalkerfilter
ausgebildet.
[0063] Die in das erfindungsgemäße Reinigungssystem eingebrachten Medien dienen der Reinigung
weisen entweder flüssige oder feste Form auf. Im Garraum kommen diese Medien unabhängig
von ihrem Ausgangsaggregatszustand immer in flüssiger oder gelartiger Form an, wobei
die gelartige Form eine nieder-, mittel- oder hochviskose Form aufweist. Der Aggregatszustand
in flüssiger oder gelartiger Form wird im Folgenden zur Vereinfachung als "Flüssigkeiten
im Garraum" benannt. Im Folgenden beziehen sich die genannten Eigenschaften der Medien
auf alle Arten von zum Einsatz kommenden Medien, nämlich Reinigungsmittel, Klarspülmittel
und Entkalker, wobei diese Aufzählung nicht abschließend ist. Bezüglich der Eigenschaften
von Wasser gelten die bekannten Eigenschaften.
[0064] In einer Ausführungsform weisen die Medien alkalisch, neutrale oder sauer ausgebildete
Eigenschaften bzw. pH-Werte auf. Diesbezüglich sind vorteilhaft auch die entsprechenden
Eigenschaften der Komponenten des Reinigungssystems, wie beispielsweise die Materialen
der Reservoirs oder die Wahl der Verbindungselemente, angepasst, ausgebildet und ausgewählt.
[0065] In einer Ausführungsform ist das Wasser als Leitungswasser ausgebildet und dient
der Frischwasserzufuhr in das erfindungsgemäße Reinigungssystem.
[0066] In einer Ausführungsform ist das das Reinigungsmittel, das Klarspülmittel und/oder
der Entkalker als Flüssigkeit ausgebildet. In einer weiteren Ausführungsform ist das
das Reinigungsmittel, das Klarspülmittel und/oder der Entkalker gebrauchsfertig ausgebildet.
[0067] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Reinigungsmittel hoch alkalisch ausgebildet.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Klarspülmittel sauer oder neutral
ausgebildet. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Entkalker sauer
ausgebildet.
[0068] In einer Ausführungsform ist das das Reinigungsmittel, das Klarspülmittel und/oder
der Entkalker als Feststoff ausgebildet. Der Feststoff kann beispielsweise als Tab
ausgebildet sein.
[0069] Im Falle von Feststoffen als Medien weist das oder die Reservoirs, welches oder welche
den Feststoff beinhaltet, bevorzugt eine Spüleinrichtung auf. Bevorzugt weisen sowohl
das Reservoir für Reinigungsmittel als auch das Reservoir für Klarspülmittel als auch
das Reservoir für Entkalker eine solche Spüleinrichtung auf. Vorteilhaft erfolgt durch
die Spüleinrichtung die Lösung des Feststoffs in einen flüssigen oder gelartigen Aggregatszustand.
In einer Ausführungsform ist die Spüleinrichtung für alle drei Medienarten gleich
ausgebildet, beispielsweise als Wasserdüse.
[0070] Im Falle von Feststoffen als Medien bei fester Form entspricht das oder die Reservoirs,
welches oder welche den Feststoff beinhaltet, einer Patrone und ist folglich nicht
mehr als Tank ausgebildet. Durch die Spüleinrichtung wird die Patrone ausgespült.
Dadurch wird der Feststoff gelöst und kann durch die entsprechende zweite, dritte
oder vierte Zuführeinrichtung in Flüssigform zur Verteilereinrichtung befördert werden.
In einer Ausführungsform, bei Feststoffen als Medien, weisen die entsprechenden Zuführeinrichtungen
keine Fördereinheiten auf, da diese zu diesem Zweck nicht erforderlich sind.
[0071] In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Zuführsystem mehr als zwei, drei, oder
vier Zuführeinrichtungen, wodurch vorteilhaft weitere benötigte Medien für das Reinigungsverfahren
hinzugefügt werden können.
[0072] In einer Ausführungsform sind, im Falle einer aktivierten Wasser-Zuführeinrichtung,
die übrigen Zuführeinrichtungen durch die Verteilereinrichtung gesperrt. Dies ist
analog auch für andere aktivierte Zuführeinrichtungen anzuwenden. In einer alternativen
Ausführungsform können gleichzeitig mehr als eine Zuführeinrichtung aktiviert sein
und Medien in der Verteilereinrichtung abgeben.
[0073] Sofern nicht weiter angegeben, beziehen sich die im Folgenden aufgeführten Eigenschaften
auf alle jeweils gleich ausgebildeten Komponenten der Zuführeinrichtungen (beispielsweise
alle Reservoirs oder alle Rückschlagarmaturen). Dabei kann jeweils nur eine Komponente
oder zumindest eine Komponente oder alle Komponenten diese Eigenschaften aufweisen.
[0074] In einer Ausführungsform sind die Reservoirs intern, also innerhalb des Reinigungssystems
angeordnet. In einer weiteren Ausführungsform weisen die Reservoirs Steuervorrichtungen
auf, welche als Schwimmerschalter oder Sauglanzen ausgebildet sind. In einer zusätzlichen
Ausführungsform weisen die Reservoirs Füllstandssensoren auf.
[0075] In einer Ausführungsform sind die Reservoirs als Tanks oder Behälter ausgebildet.
In einer weiteren Ausführungsform sind die Reservoirs als regulierbare Zufluss-Armaturen
ausgebildet. So kann beispielsweise das Reservoir für Wasser als Wasserhahn oder Wasserleitung
ausgebildet sein, an welchen die erste Zuführeinrichtung des erfindungsgemäßen Reinigungssystems
angeschlossen werden kann.
[0076] In einer Ausführungsform sind die Rückschlagarmaturen als Rückschlagventile ausgebildet.
In einer weiteren Ausführungsform sind die Rückschlagarmaturen als federbelastete
Rückschlagventile ausgebildet.
[0077] Vorteilhaft werden durch die Filterelemente in den Medien vorhandene Partikel vor
dem Eintritt in den Umwälzkreislauf abgehalten.
[0078] Das erfindungsgemäße Reinigungssystem weist einen Umwälzkreislauf auf.
[0079] Der Umwälzkreislauf umfasst eine Vielzahl an Komponenten. Im Sinne der Erfindung
sind die Komponenten des Umwälzkreislaufs durch Verbindungselemente fluidisch miteinander
verbunden. Dabei ist der Umwälzkreislauf nicht auf die aufgeführten Komponenten beschränkt.
[0080] In einer Ausführungsform befinden sich alle Komponenten des Umwälzkreislaufs auf
Gefälle, sodass vorteilhaft eine vollständige Entleerung des Garraums ermöglicht wird.
[0081] Erfindungsgemäß umfasst der Umwälzkreislauf als Komponente mindestens eine Verbindungseinrichtung.
[0082] Im Sinne der Erfindung ist die Verbindungseinrichtung mit einer ersten Öffnung des
Garraums in Kontakt. Bevorzugt ist die Verbindungseinrichtung stoff- oder kraftschlüssig
mit der ersten Öffnung des Garraums verbunden.
[0083] Je nach Einsatzzweck ist die Verbindungseinrichtung als Ablauf oder Einlauf ausgebildet.
[0084] In einer Ausführungsform ist die Verbindungseinrichtung in der ersten Öffnung des
Garraums befestigt, beispielsweise ist sie mit dieser verschweißt.
[0085] In einer Ausführungsform ist die Verbindungseinrichtung als Trichter oder Rohr oder
Schlauch ausgebildet, wobei Rohr oder Schlauch flexibel oder starr ausgebildet sind.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Verbindungseinrichtung ein Sieb, das
in den Garraum ragt. An das Sieb schließt sich in der Vertikalen nach unten und hinten
ein Vierkantprofil mit Stutzen an, woran sich wiederum ein Schlauch oder T-Stück anschließt,
welches dann zum Absperrorgan führt.
[0086] Erfindungsgemäß umfasst der Umwälzkreislauf als Komponente mindestens eine Umwälzeinrichtung.
Die Umwälzeinrichtung sorgt für die kontinuierliche Bewegung der Medien im Umwälzkreislauf.
In einer Ausführungsform ist die Umwälzeinrichtung so ausgebildet, um verschiedene
Förderrichtungen realisieren zu können.
[0087] In einer Ausführungsform ist die Umwälzeinrichtung als Umwälzpumpe oder Entleerungspumpe
ausgebildet.
[0088] Erfindungsgemäß umfasst der Umwälzkreislauf als Komponente mindestens ein Absperrorgan.
[0089] Im Sinne der Erfindung ist das Absperrorgan so ausgebildet, dass es die Verbindungseinrichtung
und den Rücklauf fluidisch miteinander verbindet oder voneinander trennt. Die Verbindung
oder Trennung erfolgt dabei über die Abgänge des Absperrorgans, welche von der Steuereinrichtung
entsprechend angesteuert werden. In einer Ausführungsform sind im Falle einer fluidischen
Verbindung mindestens zwei Abgänge geöffnet, sodass die daran angeschlossenen Verbindungselemente
fluidisch miteinander in Kontakt sind. In einer weiteren Ausführungsform ist im Falle
einer fluidischen Trennung mindestens ein Abgang geschlossen, sodass das daran angeschlossene
Verbindungselement fluidisch von den anderen Abgängen des Absperrorgans und somit
von den anderen Verbindungselementen des Umwälzkreislaufs getrennt ist.
[0090] Im Sinne der Erfindung ist im Falle einer fluidischen Trennung das Absperrorgan so
ausgebildet, dass es die Verbindungseinrichtung mit einem Abfluss fluidisch verbindet
Dabei wird eine fluidische Verbindung zwischen jenem Verbindungselement, welches zwischen
der Verbindungseinrichtung dem Absperrorgan angeordnet ist, und dem Verbindungselement,
welches zwischen dem Absperrorgan und dem Abfluss angeordnet ist, hergestellt.
[0091] In einer Ausführungsform ist das Absperrorgan als Absperrhahn, bevorzugt als Mehrwegehahn,
Kugelhahn, Kükenhahn, Kolbenhahn oder Zylinderhahn ausgebildet. Aber auch jede andere
gleichwertige Lösung kann als Absperrorgan verwendet werden.
[0092] Im Falle eines Mehrwegehahns ist dieser als 3-Wegehahn oder 2-Wegehahn ausgebildet.
[0093] In einer Ausführungsform weist das Absperrorgan einen Stellantrieb auf. Der elektrische
Antrieb des Absperrorgans erfolgt beispielsweise durch einen Motor. Der Stellantrieb
des Absperrorgans wird durch die Steuereinrichtung angesteuert.
[0094] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das mindestens eine Absperrorgan mindestens
drei Abgänge auf. Dabei entsprechen die Abgänge Einstellungen, welche die fluidischen
Verbindungen im Umwälzkreislauf regeln und steuern. Vorteilhaft weisen die Abgänge
des Absperrorgans ausreichend große Durchmesser auf, sodass diese nicht durch in den
Medien vorhandene Partikel verstopft werden können.
[0095] In bevorzugten Ausführungsformen ist ein erster Abgang über ein Verbindungselement
mit dem Abfluss verbunden. In weiteren bevorzugten Ausführungsformen ist ein zweiter
Abgang über ein Verbindungselement mit der Verbindungseinrichtung oder der Umwälzeinrichtung
oder der Verteilereinrichtung verbunden. In weiteren bevorzugten Ausführungsformen
ist ein dritter Abgang über ein Verbindungselement mit der Umwälzeinrichtung oder
der Verteilereinrichtung oder dem Rücklauf verbunden. Dabei ist es schlüssig, dass
am Ende eines jeden Reinigungsschritts, im Falle der Verbindung von zweitem Abgang
mit der Umwälzeinrichtung, eine Verbindung von drittem Abgang mit der Umwälzeinrichtung
nicht möglich ist. Dies bezieht sich analog auf die Verteilereinrichtung. Vorteilhaft
kann so die Entleerung gewünschter Verbindungselemente stattfinden. Während der Reinigungsschritte
selbst sind alle Verbindungselemente und Komponenten des Umwälzkreislaufes über geöffnete
Abgänge fluidisch miteinander verbunden.
[0096] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das mindestens eine Absperrorgan zur fluidischen
Verbindung der Verbindungseinrichtung mit dem Rücklauf so ausgebildet, dass der zweite
und dritte Abgang geöffnet und der erste Abgang geschlossen ist. In einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform ist das mindestens eine Absperrorgan zur fluidischen Trennung
der Verbindungseinrichtung von dem Rücklauf so ausgebildet, dass der erste und zweite
Abgang geöffnet und der dritte Abgang geschlossen ist.
[0097] In einer Ausführungsform umfasst das mindestens eine Absperrorgan mindestens einen
Mehrwegehahn, welcher mindestens drei Abgänge aufweist, oder mindestens zwei Mehrwegehähne,
welche jeweils mindestens zwei Abgänge aufweisen. Im Falle mehrerer Mehrwegehähne,
oder anderer gleichwirkender Komponenten, sind diese in Reihe oder parallel geschalten.
[0098] Erfindungsgemäß umfasst der Umwälzkreislauf als Komponente mindestens einen Rücklauf.
Der Rücklauf wird auch als Rücklaufrohr bezeichnet
[0099] Im Sinne der Erfindung ist der Rücklauf mit einer zweiten Öffnung des Garraums in
Kontakt. Bevorzugt ist der Rücklauf stoff- oder kraftschlüssig mit der zweiten Öffnung
des Garraums verbunden. In einer Ausführungsform weist der Rücklauf in den Garraum
hinein, bevorzugt in Richtung Ventilationseinrichtung.
[0100] In einer Ausführungsform ist der Rücklauf als Festverrohrung wie beispielsweise als
gebogenes Metallrohr ausgebildet. In einer weiteren Ausführungsform ist der Rücklauf
als flexibler Schlauch ausgebildet.
[0101] Erfindungsgemäß ist der Rücklauf entlang der Vertikalen oberhalb der Verbindungseinrichtung
angeordnet. Das bedeutet, dass auch die zweite Öffnung des Garraums entlang der Vertikalen
oberhalb der ersten Öffnung angeordnet ist. Dabei bezieht sich die Vertikale auf die
Lage- und Richtungsbezeichnung, wie sie auch in der Anatomie verwendet wird, nämlich
entlang der Linie vom Scheitel zur Sohle, wenn man von einem aufrecht stehenden Benutzer
des Gargeräts ausgeht. In einer Ausführungsform ist die erste Öffnung am Boden, in
der Rückwand und in den Seitenwänden des Garraums angeordnet. In einer weiteren Ausführungsform
ist die zweite Öffnung in der Decke, der Rückwand und den Seitenwänden des Garraums
angeordnet.
[0102] Erfindungsgemäß umfasst der Umwälzkreislauf als Komponente mindestens eine Verteilereinrichtung.
Die Verteilereinrichtung wird auch als Impfstelle bezeichnet. In einer Ausführungsform
entspricht die Verteilereinrichtung einer Misch- und Dosiereinrichtung bzw. Übergabestelle
der Medien aus dem Zuführsystem in den Umwälzkreislauf. Die Verteilereinrichtung entspricht
dabei keinem Behälter oder Reservoir zur (Zwischen-)Speicherung von Reinigungsmittel
und/oder Wasser. Vielmehr werden die Reinigungsmittel und/oder das Wasser durch die
Verteilereinrichtung direkt in den Umwälzkreislauf weitergeleitet, ohne in der Verteilereinrichtung
(zwischen-)gespeichert zu werden. In einer Ausführungsform ist die Verteilereinrichtung
so ausgebildet, damit auch geringe Mengen an Flüssigkeit in den Umwälzkreislauf geleitet
werden können.
[0103] Im Sinne der Erfindung münden die erste, zweite und dritte Zuführeinrichtung des
Zuführsystems jeweils in Fließrichtung in der Verteilereinrichtung. Dabei erfolgt
die jeweilige Mündung der entsprechenden Zuführeinrichtung mit jenem Ende, was auf
der entgegengesetzten Seite zum jeweiligen Reservoir (und somit dem jeweiligen ersten
Ende der Zuführeinrichtung) angeordnet ist. Prinzipiell enden alle Zuführeinrichtungen
des Zuführsystems in Fließrichtung in der Verteilereinrichtung.
[0104] In einer Ausführungsform weist die Verteilereinrichtung mindestens vier Anschlüsse
auf, wobei drei Anschlüsse bzw. vier Anschlüsse (im Falle einer vierten Zuführeinrichtung)
in den jeweiligen Zuführeinrichtungen münden und einen Anschluss in den Umwälzkreislauf
mündet.
[0105] In Ausführungsformen ist die Verteilereinrichtung als Kreuzverteiler oder als zwei
T-Stücke mit Kreuzverteiler ausgebildet.
[0106] In einer Ausführungsform sind Umwälzeinrichtung, Absperrorgan und Verteilereinrichtung
im Umwälzkreislauf flexibel anordbar und weisen keine bevorzugte Position auf.
[0107] In einer Ausführungsform ist der Abfluss als Rohr oder Schlauch, flexibel oder starr,
ausgebildet. In weiteren Ausführungsformen schließt sich an den Abfluss in Fließrichtung
des jeweils benutzten Gemisches ein Tank an, der entweder mit einem freien Auslauf
im Boden oder mit einer Hebeanlage verbunden ist.
[0108] Das erfindungsgemäße Reinigungssystem weist eine Steuereinrichtung mit Computerprogrammprodukt
auf.
[0109] Erfindungsgemäß ist die Steuereinrichtung informationstechnisch mit dem Absperrorgan
verbunden. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Steuereinrichtung
mit allen Komponenten des erfindungsgemäßen Reinigungssystems verbunden, um diese
anzusteuern und den Reinigungsprozess zu regeln. Dazu weisen auch alle Komponenten
des erfindungsgemäßen Reinigungssystems eine drahtgestützt oder drahtlose Verbindung
zur Steuereinheit auf.
[0110] In einer Ausführungsform ist die informationstechnische Verbindung der Steuereinrichtung
mit dem Absperrorgan drahtgestützt oder drahtlos ausgebildet. Durch die Steuereinrichtung
wird das Absperrorgan angesteuert, um die Flussströme im Umwälzkreislauf durch die
Öffnung oder Schließung einzelner Abgänge des Absperrorgans zu regeln.
[0111] In einer Ausführungsform ist die Steuereinrichtung innerhalb des Reinigungssystems
an der Tür des Gargeräts angebracht.
[0112] In einer bevorzugten Ausführungsform dient das Computerprogrammprodukt zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens. In einer Ausführungsform umfasst das Computerprogrammprodukt
das Reinigungsprogramm. Dies entspricht dem abzufahrenden Algorithmus, der sich individuell
an den Gegebenheiten des Garraums orientiert.
[0113] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung, auf der das Computerprogrammprodukt
gespeichert ist.
[0114] In einer Ausführungsform ist zumindest ein Teil der Komponenten und/oder Verbindungselemente
steril ausgebildet.
[0115] In Ausführungsformen umfassen Gargeräte Herde wie Elektroherde, Kombigarer und Backöfen,
welche als Ladenbacköfen, Etagenbacköfen oder Stikkenöfen ausgebildet sind, wobei
die Aufzählung nicht abschließend ist.
[0116] In Ausführungsformen der Erfindung wird der Garraum auch als Behandlungsraum, Backraum
oder Innenraum bezeichnet.
[0117] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung des Garraums
eines Gargeräts durch das erfindungsgemäße Reinigungssystem. Im Sinne der Erfindung
umfasst das Verfahren mindestens die Schritte:
- a) Reinigen mit Wasser und Reinigungsmittel,
- b) Spülen mit Wasser, und
- c) Trocknen des Garraums.
[0118] Dabei werden die Schritte auch als Reinigungs- oder Verfahrensschritte bezeichnet.
In einer Ausführungsform werden die Schritte a), b) und c) in zeitlicher Reihenfolge
nacheinander ausgeführt. In einer alternativen Ausführungsform können die Schritte
aber je nach Bedarf miteinander kombiniert, mehrmals hintereinander oder in anderer
Reihenfolge durchgeführt werden.
[0119] In einer bevorzugten Ausführungsform wird jeder Verfahrensschritt beliebig oft wiederholt.
Dabei umfasst die Wiederholung sowohl die mehrmalige Wiederholung eines einzelnen
Verfahrensschritts hintereinander oder die Wiederholung der gesamten Schrittfolge
a) bis c) oder a) und b) oder a) und c) oder b) und c). Vorteilhaft kann dadurch individuell
je nach Verschmutzungsgrad des Garraums die Reinigung angepasst werden.
[0120] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Computerprogrammprodukt der Steuereinrichtung
mindestens die Schritte a) bis c) auf.
[0121] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das erfindungsgemäße Verfahren das Reinigen
des Garraums mit Reinigungsmittel und Wasser.
[0122] In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Reinigungsmittel aus der zweiten Zuführeinrichtung
durch die Reinigungsmittel-Fördereinheit über die Verteilereinrichtung in den Umwälzkreislauf
befördert. Zusammen mit Wasser bildet sich ein Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch, welches
durch die Verbindungseinrichtung in den Garraum befördert wird. Dabei wird das Wasser
nach der Einleitung des Reinigungsmittels in den Umwälzkreislauf wie in Schritt a)
beschrieben, geleitet. In einer alternativen Ausführungsform befindet sich das Wasser
von einer vorherigen Reinigungsstufe bereits im Umwälzkreislauf.
[0123] Bevorzugt erfolgt dies so lange, bis ein charakteristischer Füllstand erreicht wird,
bei dem die Umwälzeinrichtung aktiviert und das Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch aus
der Verbindungseinrichtung über die Verbindungselemente des Umwälzkreislaufs durch
den Rücklauf zur Ventilationseinrichtung des Garraums befördert wird. Unter einem
charakteristischen Füllstand wird ein gewünschter Füllstand im Garraum verstanden,
bei welchem ein für die kontinuierliche Umwälzung ausreichendes Volumen vorliegt.
In einer Ausführungsform wird dieses Volumen durch die Steuereinrichtung als Wert
vorgegeben. Typischerweise liegt dieses Volumen im Bereich von 1,5 I bis 4,5 I.
[0124] Durch die Ventilationseinrichtung wird das Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch im Garraum
verteilt.
[0125] Das benutzte Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch fließt nach der Reinigung durch die
Verbindungseinrichtung in den Abfluss. Dabei entspricht das benutzte Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch
Schmutzwasser.
[0126] In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt nach dem Reinigungsschritt a) ein Spülschritt
mit Wasser als Reinigungsschritt b), wobei Wasser aus der ersten Zuführeinrichtung
solange über die Verteilereinrichtung in den Umwälzkreislauf strömt, bis die Verbindungselemente
vollständig gefüllt sind, sodass weiteres in den Umwälzkreislauf einströmendes Wasser
durch den Rücklauf zur Ventilationseinrichtung des Garraums strömt und dort verteilt
wird. In einer alternativen Ausführungsform erfolgt das Vorspülen durch Radiallüfterbeschwadung,
bei welcher flüssiges Wasser aus einer weiteren Öffnung im Garraum direkt auf die
Ventilationseinrichtung strömt und durch diese verteilt wird. Das benutzte Wasser
fließt nach der Reinigung durch die Verbindungseinrichtung in den Abfluss. Dabei entspricht
das benutzte Wasser Schmutzwasser.
[0127] In einer weiteren alternativen Ausführungsform wird hierzu flüssiges Wasser auf eine
Heizung außerhalb des Garraums in einen externen Dampferzeuger des Gargeräts geleitet,
wodurch Dampf erzeugt wird.
[0128] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das erfindungsgemäße Verfahren als Schritt
c) das Trocknen des Garraums, welches sich im Anschluss an die Reinigung und Klarspülung
des Garraums anschließt.
[0129] In einer Ausführungsform ist während der Trocknung ein Heizkörper im Garraum des
Gargeräts je nach Abweichung zwischen Soll- und Ist-Temperatur eingeschaltet oder
ausgeschaltet und die Ventilationseinrichtung aktiviert.
[0130] In einer Ausführungsform findet als weiterer Verfahrensschritt ein Vorspülen des
Garraums statt. Dabei erfolgt das Vorspülen vor dem Verfahrensschritt a), der Reinigung.
Das Vorspülen dient dem Befeuchten der Oberflächen des Garraums und hilft somit vorteilhaft
bei der Effektivität der Reinigung. Zusätzlich werden große lose Schmutzpartikel entfernt.
[0131] In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Vorspülen mit Wasser, wobei Wasser
aus der ersten Zuführeinrichtung solange über die Verteilereinrichtung in den Umwälzkreislauf
strömt, bis die Verbindungselemente vollständig gefüllt sind, sodass weiteres in den
Umwälzkreislauf einströmendes Wasser durch den Rücklauf zur Ventilationseinrichtung
des Garraums strömt und dort verteilt wird. In einer alternativen Ausführungsform
erfolgt das Vorspülen durch Radiallüfterbeschwadung, bei welcher flüssiges Wasser
aus einer weiteren Öffnung im Garraum direkt auf die Ventilationseinrichtung strömt
und durch diese verteilt wird. In einer weiteren alternativen Ausführungsform wird
hierzu flüssiges Wasser auf eine Heizung außerhalb des Garraums in einen externen
Dampferzeuger des Gargeräts geleitet, wodurch Dampf erzeugt wird.
[0132] In einer weiteren Ausführungsform erfolgt ein weiterer Spülschritt mit Wasser, welcher
auch als Zwischenspülen bezeichnet wird, und bevorzugt zwischen Reinigungsschritt
a und Reinigungsschritt b) erfolgt. Dabei läuft das Zwischenspülen analog wie das
Vorspülen ab. In einer weiteren Ausführungsform kann das Zwischenspülen nach jeder
Reinigungsstufe oder je nach Bedarf durchgeführt werden. In einer Ausführungsform,
sowohl beim Vorspülen und Zwischenspülen wird die Flüssigkeit im Garraum durch die
Kinetik verteilt, indem sich überschüssiger statischer Druck abbaut.
[0133] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das erfindungsgemäße Verfahren das Klarspülen
des Garraums mit Klarspülmittel und Wasser.
[0134] In einer Ausführungsform weist der Reinigungsschritt des Klarspülens dieselbe Reihenfolge
wie der Schritt a) der Reinigung auf - nur dass statt dem Reinigungsmittel das Klarspülmittel
verwendet wird.
[0135] Dabei schließt sich das Klarspülen bevorzugt an die Reinigung des Garraums mit Wasser
und Reinigungsmittel an.
[0136] In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Klarspülmittel aus der dritten Zuführeinrichtung
durch die Klarspülmittel-Fördereinheit über die Verteilereinrichtung in den Umwälzkreislauf
befördert. Zusammen mit Wasser bildet sich ein Wasser-Klarspülmittel-Gemisch, welches
durch die Verbindungseinrichtung in den Garraum befördert wird. Dabei wird das Wasser
nach der Einleitung des Klarspülmittels in den Umwälzkreislauf wie in Schritt a) beschrieben,
geleitet. In einer alternativen Ausführungsform befindet sich das Wasser von einer
vorherigen Reinigungsstufe bereits im Umwälzkreislauf.
[0137] Bevorzugt erfolgt dies so lange, bis ein charakteristischer Füllstand erreicht wird,
bei dem die Umwälzeinrichtung aktiviert und das Wasser-Klarspülmittel-Gemisch aus
der Verbindungseinrichtung über die Verbindungselemente des Umwälzkreislaufs durch
den Rücklauf zur Injektionsvorrichtung des Garraums befördert wird. Der charakteristische
Füllstand beim Klarspülen entspricht dabei auch jenem Füllstand bei der Reinigung.
[0138] Durch die Injektionsvorrichtung wird das Wasser-Klarspülmittel-Gemisch im Garraum
verteilt.
[0139] Das benutzte Wasser-Klarspülmittel-Gemisch fließt nach der Reinigung durch die Verbindungseinrichtung
in den Abfluss. Dabei entspricht das benutzte Wasser-Klarspülmittel-Gemisch neutralisiertem
Spülwasser.
[0140] In einer bevorzugten Ausführungsform wird als weiterer Reinigungsschritt eine Entkalkung
durchgeführt. Bei diesem Entkalkungs-Reinigungsschritt wird ein Entkalker aus der
vierten Zuführeinrichtung durch die Entkalker-Fördereinheit über die Verteilereinrichtung
in den Umwälzkreislauf befördert. In einer alternativen Ausführungsform kann der Entkalker
bedarfsweise, je nach Anforderungen an die Reinigung des Garraums, zugeführt werden.
[0141] Zusammen mit Wasser, welches sich entweder bereits im Umwälzkreislauf befindet oder
dorthin befördert wird, bildet sich ein Wasser-Entkalker-Gemisch, welches durch die
Verbindungseinrichtung in den Garraum befördert wird.
[0142] Bevorzugt erfolgt dies so lange, bis ein charakteristischer Füllstand erreicht wird,
bei dem die Umwälzeinrichtung aktiviert und das Wasser-Entkalker-Gemisch aus der Verbindungseinrichtung
über die Verbindungselemente des Umwälzkreislaufs durch den Rücklauf zur Injektionsvorrichtung
des Garraums befördert wird.
[0143] Durch die Injektionsvorrichtung wird das Wasser-Entkalker-Gemisch im Garraum verteilt.
[0144] Das benutzte Wasser-Entkalker-Gemisch fließt nach der Reinigung durch die Verbindungseinrichtung
in den Abfluss.
[0145] In einer bevorzugten Ausführungsform verbindet das mindestens eine Absperrorgan durch
die Ansteuerung der Steuereinrichtung die Verbindungseinrichtung zu Beginn und während
Schritt a) mit der Umwälzeinrichtung fluidisch. Dabei wirkt die Verbindungseinrichtung
als Einlauf.
[0146] In einer bevorzugten Ausführungsform trennt das mindestens eine Absperrorgan durch
die Ansteuerung der Steuereinrichtung die Verbindungseinrichtung bei b) und am Ende
von Schritt a) von der Umwälzeinrichtung fluidisch. Dabei wirkt die Verbindungseinrichtung
als Ablauf.
[0147] Erfindungswesentlich hierbei ist, dass die Verbindungseinrichtung eine Doppelfunktion
aufweist, nämlich indem sie als Einlauf und als Ablauf wirkt.
[0148] In einer Ausführungsform verbindet das mindestens eine Absperrorgan durch die Ansteuerung
der Steuereinrichtung die Verbindungseinrichtung beim Vorspülen und Zwischenspülen
mit der Umwälzeinrichtung fluidisch. Dabei wirkt die Verbindungseinrichtung als Einlauf.
[0149] In einer bevorzugten Ausführungsform wird das erfindungsgemäße Reinigungssystem zur
Reinigung des Garraums eines Gargeräts verwendet. Dabei können alle denkbaren Ausführungsformen
von Gargeräten zum Einsatz des erfindungsgemäßen Systems kommen.
[0150] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das erfindungsgemäße Verfahren
zur Reinigung des Garraums eines Gargeräts verwendet. Dabei entspricht das erfindungsgemäße
einem chemischen Reinigungsverfahren.
[0151] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das erfindungsgemäße Computerprogrammprodukt,
welches zur Durchführung des Verfahrens dient, zur Reinigung des Garraums eines Gargeräts
verwendet.
[0152] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die erfindungsgemäße Steuereinrichtung,
auf der das erfindungsgemäße Computerprogrammprodukt gespeichert ist, zur Reinigung
des Garraums eines Gargeräts verwendet.
[0153] In einer bevorzugten Ausführungsform wird das erfindungsgemäße Reinigungssystem zur
Reinigung des Garraums eines Gargeräts verwendet.
[0154] In einer bevorzugten Ausführungsform wird das erfindungsgemäße Verfahren zur Reinigung
des Garraums eines Gargeräts verwendet.
[0155] Durch das erfindungsgemäße Reinigungssystem ist vorteilhaft keine zusätzliche Entlüftung
der Zirkulationsleitung notwendig, da die Verbindungseinrichtung eine Doppelfunktion
als Ablauf und Einlauf aufweist. Damit wird der Füllstand wird über die Verbindungseinrichtung
erzeugt.
[0156] Auch bei geringen Mengen an Flüssigkeit, was vorteilhaft ressourcenschonender und
ökonomischer ist, entsteht durch diese Doppelfunktion, verbunden mit der effizient
arbeitenden Verteilereinrichtung ein stabiler Umwälzkreislauf. Es wird weniger Wasser,
Reinigungs- und Klarspülmittel für die Reinigung des Garraums benötigt. Ein damit
einhergehender großer Vorteil des erfindungsgemäßen Reinigungssystems ist der Wegfall
von kostenintensiven und Querschnittsverengungen aufweisenden Düsen. Auch sind durch
die im Vergleich zu den Düsenkanälen groß ausgebildeten Durchgänge der Komponenten
im Zuführsystem und Umwälzkreislauf vorteilhaft weniger anfällig für größere Partikel,
welche zu Blockierungen der Leitungsquerschnitte führen könnten. Durch die Trennung
in verschiedene Zuführeinrichtungen ist die Verwendung von Kombi-Reinigungsmitteln
nicht mehr nötig, sodass eine effizientere Reinigung des Garraums erfolgen kann.
[0157] Weiterhin vorteilhaft benötigt das erfindungsgemäße Reinigungssystem kein zusätzliches
Entleerungsventil, da diese Funktion das Absperrorgan durch Öffnung oder Schließen
der Abgänge realisiert.
[0158] Durch einen nur geringen Verbrauch, beispielsweise an hoch alkalischen Reiniger-
und Klarspülmitteln pro Reinigungszyklus ist der Benutzer, beispielsweise Verkaufspersonal,
nicht gezwungen, die in das System eingebrachten Medien wie Reinigungsmittel und Klarspülmittel
selbst nachfüllen, sondern kann es aufgrund der ressourcenschonenden Dosierung durch
den Kundendienst in zeitlich größeren Abständen durchführen lassen. Weiterhin vorteilhaft
kommt der Benutzer somit nicht mehr mit den Gefahrstoffen in Kontakt.
[0159] In einer Ausführungsform können die Gargeräte nachträglich mit dem erfindungsgemäßen
Reinigungssystem auf- oder nachgerüstet werden. Vorteilhaft kann das erfindungsgemäße
Reinigungssystem somit an alle Öfen installiert werden, welche mindestens eine Ventilationseinrichtung,
eine erste und zweite Öffnung und eine Abluftvorrichtung aufweisen.
[0160] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt, sondern umfasst auch alle im Sinne der Erfindung gleich wirkenden Ausführungsformen.
Für die Realisierung der Erfindung ist es auch zweckmäßig, die vorbeschriebenen erfindungsgemäßen
Ausgestaltungen, Ausführungsformen und Merkmale der Ansprüche in zweckmäßiger Anordnung
ohne Beschränkung miteinander zu kombinieren.
Ausführungsbeispiel
[0161] Nachfolgend soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels eingehender erläutert
werden. Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf ein Reinigungssystem für die Reinigung
des Garraums eines Gargeräts mit einer Ventilationseinrichtung und soll dabei die
Erfindung beschreiben ohne diese zu beschränken.
[0162] Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine schematische Skizze des erfindungsgemäßen Reinigungssystems mit drei Zuführeinrichtungen.
[0163] Figur 1 zeigt eine schematische Skizze des erfindungsgemäßen Reinigungssystems 1
mit drei Zuführeinrichtungen (nicht maßstabsgetreu). Das Reinigungsgerät 1 ist in
einem als Backofen ausgebildeten Gargerät 2 mit einem Garraum 3 integriert. Das Zuführsystem
des Reinigungssystems 1 weist drei Zuführeinrichtungen auf. Die erste Zuführeinrichtung
umfasst in Fließrichtung ein als Wassertank ausgebildetes Reservoir für Wasser 4,
ein als Wasserfilter ausgebildetes Wasser-Filterelement 7, ein als Wassereinlaufventil
ausgebildetes Element zur Druckerhöhung 10 und eine als federbelastetes Wasser-Rückschlagventil
ausgebildete Wasser-Rückschlagarmatur 11 auf. Die zweite Zuführeinrichtung umfasst
in Fließrichtung ein als Reinigungsmitteltank ausgebildetes Reservoir für Reinigungsmittel
5, ein als Reinigungsmittelfilter ausgebildetes Reinigungsmittel-Filterelement 8,
eine als selbstansaugende Reinigungsmittel-Pumpe ausgebildete Reinigungsmittel-Fördereinheit
12 und eine als federbelastetes Reinigungsmittel-Rückschlagventil ausgebildete Reinigungsmittel-Rückschlagarmatur
13 auf. Die dritte Zuführeinrichtung umfasst in Fließrichtung ein als Klarspülmitteltank
ausgebildetes Reservoir für Klarspülmittel 6, ein als Klarspülmittelfilter ausgebildetes
Klarspülmittel-Filterelement 9, eine als selbstansaugende Klarspülmittel-Pumpe ausgebildete
Klarspülmittel-Fördereinheit 14 und eine als federbelastetes Klarspülmittel-Rückschlagventil
ausgebildete Klarspülmittel-Rückschlagarmatur 15 auf.
[0164] Die drei Zuführeinrichtungen münden in ihrer Fließrichtung in einer als Kreuzverteiler
ausgebildeten Verteilereinrichtung 16. Die Verteilereinrichtung 16 ist Komponente
des Umwälzkreislaufs. Dieser umfasst weiterhin eine als Sieb ausgebildete Verbindungseinrichtung
23, an welche sich im vorliegenden Beispiel ein als Schlauch ausgebildetes erstes
Verbindungselement 17 anschließt, welches wiederum mit einem zweiten Abgang 26 des
als Motorkugelhahn ausgebildeten Absperrorgan 24 verbunden ist. Das Absperrorgan 24
weist drei Abgänge auf. Der erste Abgang 25 des Absperrorgans 24 ist über einen Schlauch
in Fließrichtung mit einem Abfluss (in der Figur nicht gezeigt) verbunden. Der dritte
Abgang 27 des Absperrorgans 24 ist über einen als Schlauch ausgebildetes zweites Verbindungselement
18 mit einer als Umwälzpumpe ausgebildete Umwälzeinrichtung 21 verbunden. Die Umwälzeinrichtung
21 wiederum ist über ein als Schlauch ausgebildetes drittes Verbindungselement 19
mit der Verteilereinrichtung 16 verbunden. Die Verteilereinrichtung 16 ist im Umwälzkreislauf
über ein als Schlauch ausgebildetes viertes Verbindungselement 20 mit einem als Rücklaufrohr
ausgebildeten Rücklauf 22 verbunden. Der Rücklauf 22 ist kraftschlüssig mit einer
zweiten Öffnung an der Seitenwand des Garraums 3 verbunden und weist in den Garraum
3 hinein zur als Lüfterrad ausgebildeten Ventilationseinrichtung 29. Der Garraum 3
weist weiterhin einen als Ringheizkörper ausgebildeten Heizkörper 30 auf, wobei der
Heizkörper 30 und die Ventilationseinrichtung 29 von einem Heißluftleitblech 31 abgedeckt
werden, um für den Benutzer nicht sichtbar zu sein.
[0165] Zum Vorspülen ist die Verbindungseinrichtung 23 geöffnet. Die Steuereinrichtung (nicht
in der Figur eingezeichnet) regelt, dass der erste Abgang 25 und der zweite Abgang
26 des Absperrorgans 24 geöffnet und somit fluidisch miteinander verbunden sind und
das der dritte Abgang 27 des Absperrorgans 24 gesperrt und somit fluidisch geschlossen
ist. In dieser Einstellung kann anfallendes Wasser im Garraum 3 über die Verbindungseinrichtung
23 in Fließrichtung 28 abfließen. Wird das Element zur Druckerhöhung 10 angesteuert,
strömt Leitungswasser aus dem Reservoir für Wasser 4 über das Wasser-Filterelement
7 durch die Wasser-Rückschlagarmatur 11 in die Verteilereinrichtung 16, von wo aus
es über die Verbindungselemente 18-20 im Umwälzkreislauf verteilt wird. Sind die Verbindungselemente
18-20 komplett mit Leitungswasser gefüllt, wird das überschüssige neue einströmende
Leitungswasser durch den Rücklauf 22 in Richtung Ventilationseinrichtung 29 herausgedrückt
und in den Garraum 3 eingespritzt. Auf diese Art und Weise wird Frischwasser zugeführt.
Die Anschlüsse vom Reservoir für Reinigungsmittel 5 und vom Reservoir für Klarspülmittel
6 sind durch die jeweilige Reinigungsmittel-Rückschlagarmatur 13 und Klarspülmittel-Rückschlagarmatur
15 abgesperrt. Anfallendes Wasser im Garraum 3 fließt über die Verbindungseinrichtung
23, welche als Ablauf wirkt, ab.
[0166] Für die Reinigungsstufe a) wird die Verbindungseinrichtung 23 initial geschlossen.
Dadurch wird der zweite Abgang 26 und der dritte Abgang 27 des Absperrorgans 24 fluidisch
miteinander verbunden und der erste Abgang 25 des Absperrorgans 24 wird gesperrt.
Dadurch verbleiben alle bis dahin injizierten Flüssigkeiten im Umwälzkreislauf. Reinigungsmittel
aus dem Reservoir für Reinigungsmittel 5 wird durch ein Reinigungsmittel-Filterelement
8 über eine Reinigungsmittel-Fördereinheit 12 und Reinigungsmittel-Rückschlagarmatur
13 in die Verteilereinrichtung 16 und nachfolgend in das dritte Verbindungselement
19 gefördert. Der vorgeförderte Reiniger wird anschließend mit Leitungswasser, welches
sich vom Vorspülen noch im Umwälzkreislauf befand, gemeinsam über die Verbindungseinrichtung
23, welche hier als Einlauf wirkt, in den Garraum 3 durch die Umwälzeinrichtung 21
eingespült, sodass sich langsam ein Füllstand im Garraum 3 aufbaut. Ist ausreichend
Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch vorhanden, wird durch die Umwälzeinrichtung 21 das
Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch über die Verbindungseinrichtung 23 zurück in den Umwälzkreislauf
angesaugt und von dort über den Rücklauf 22 und die Ventilationseinrichtung 29 in
den Garraum 3 befördert. Die Ventilationseinrichtung 29 verteilt das Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch
dabei im gesamten Garraum 3.
[0167] Nach hinreichend großer Dauer wird die Umwälzung beendet, indem Umwälzeinrichtung
21 abgeschaltet wird und das Schmutzwasser durch Ansteuerung der Absperrarmatur abgelassen,
indem der erste Abgang 25 und der zweite Abgang 26 geöffnet werden und der dritte
Abgang 27 gesperrt wird. Das Schmutzwasser fließt in Richtung Abfluss 28 ab.
[0168] Dann erfolgt ein Zwischenspülen, welches dieselben Schritte wie das Vorspülen aufweist.
[0169] Zu Beginn des Klarspülens als Reinigungsstufe b) wird die Verbindungseinrichtung
23 geschlossen. Dazu wird der zweite Abgang 26 und der dritte Abgang 27 des Absperrorgans
24 fluidisch miteinander verbunden und der erste Abgang 25 des Absperrorgans 24 wird
gesperrt. Das Element zur Druckerhöhung 10 wird durch die Steuereinrichtung angesteuert.
Die Klarspülmittel-Fördereinheit 14 wird aktiviert und fördert eine Menge eines Klarspülmittels
aus dem Reservoir für Klarspülmittel 6 über das Klarspülmittel-Filterelement 9 und
die Klarspülmittel-Rückschlagarmatur 15 an die Verteilereinrichtung 16. Im Anschluss
wird wiederrum das Element zur Druckerhöhung 10 geschalten und das Klarspülmittel
gemeinsam mit dem aus dem vorherigen Zwischenspülen im Umwälzkreislauf verbliebenen
Leitungswasser über die Verbindungselemente 17-19 über die Verbindungseinrichtung
23, welche als Einlauf wirkt, in den Garraum 3 eingebracht. Ist der gewünschte Füllstand
erreicht, wird das Element zur Druckerhöhung 10 stromlos geschalten. Als nächstes
wird die Umwälzeinrichtung 21 aktiviert. Diese saugt das Wasser-Klarspülmittel-Gemisch
an und fördert es über den Rücklauf 22 zurück in die an der Rückwand des Garraums
3 befindliche Ventilationseinrichtung 29. Die Ventilationseinrichtung 29 verteilt
das Wasser-Klarspülmittel-Gemisch im gesamten Garraum 3. Nach ausreichend großer Dauer
wird die Umwälzung beendet, indem die Umwälzeinrichtung 21 abgeschaltet wird und das
neutralisierte Spülwasser durch Ansteuerung der Absperrarmatur abgelassen, indem der
erste Abgang 25 und der zweite Abgang 26 geöffnet werden und der dritte Abgang 27
gesperrt wird.
[0170] Der letzte Reinigungsschritt c) beinhaltet die Trocknung des Garraumes 3. Durch Öffnung
einer Abluftklappe (nicht in der Figur eingezeichnet, ist hinten im Ofen) kann die
Restflüssigkeit auf der Oberfläche verdunsten und es bleibt eine trockene gereinigte
und hygienisch unbedenkliche Gebrauchsoberfläche zurück. Während der Trocknung wird
der Heizkörper 30 getaktet und die Ventilationseinrichtung 29 aktiviert.
Bezugszeichen
[0171]
- 1
- Reinigungssystem
- 2
- Gargerät
- 3
- Garraum
- 4
- Reservoir für Wasser
- 5
- Reservoir für Reinigungsmittel
- 6
- Reservoir für Klarspülmittel
- 7
- Wasser-Filterelement
- 8
- Reinigungsmittel-Filterelement
- 9
- Klarspülmittel-Filterelement
- 10
- Element zur Druckerhöhung
- 11
- Wasser-Rückschlagarmatur
- 12
- Reinigungsmittel-Fördereinheit
- 13
- Reinigungsmittel-Rückschlagarmatur
- 14
- Klarspülmittel- Fördereinheit
- 15
- Klarspülmittel-Rückschlagarmatur
- 16
- Verteilereinrichtung
- 17
- Erstes Verbindungselement
- 18
- Zweites Verbindungselement
- 19
- Drittes Verbindungselement
- 20
- Viertes Verbindungselement
- 21
- Umwälzeinrichtung
- 22
- Rücklauf
- 23
- Verbindungseinrichtung
- 24
- Absperrorgan
- 25
- Erster Abgang des Absperrorgans
- 26
- Zweiter Abgang des Absperrorgans
- 27
- Dritter Abgang des Absperrorgans
- 28
- Fließrichtung des benutzten Wassers, Wasser-Reinigungsmittel-Gemisches oder Wasser-Klarspülmittel-Gemisches
zum Abfluss
- 29
- Ventilationseinrichtung
- 30
- Heizkörper
- 31
- Heißluftleitblech
1. Reinigungssystem (1) für die Reinigung des Garraums (3) eines Gargeräts (2) mit einer
Ventilationseinrichtung (29), aufweisend
- ein Zuführsystem, umfassend
∘ mindestens eine erste Zuführeinrichtung für Wasser, aufweisend ein Reservoir für
Wasser (4) und, in Fließrichtung des Wassers angeordnet, ein Element zur Druckerhöhung
(10) und eine Wasser-Rückschlagarmatur (11),
∘ mindestens eine zweite Zuführeinrichtung für Reinigungsmittel, aufweisend ein Reservoir
für Reinigungsmittel (5) und, in Fließrichtung des Reinigungsmittels angeordnet, eine
Reinigungsmittel-Fördereinheit (12) und eine Reinigungsmittel-Rückschlagarmatur (13),
- einen Umwälzkreislauf, welcher als Komponenten umfasst
∘ mindestens eine Verbindungseinrichtung (23), welche mit einer ersten Öffnung des
Garraums (3) in Kontakt ist und als Ablauf oder Einlauf ausgebildet ist,
∘ mindestens eine Umwälzeinrichtung (21),
∘ mindestens ein Absperrorgan (24), das so ausgebildet ist, dass es die Verbindungseinrichtung
(23) und den Rücklauf (22) fluidisch miteinander verbindet oder voneinander trennt,
wobei im Falle einer fluidischen Trennung das Absperrorgan (24) so ausgebildet ist,
dass es die Verbindungseinrichtung (23) mit einem Abfluss fluidisch verbindet,
∘ mindestens einen Rücklauf (22), der mit einer zweiten Öffnung des Garraums (3) in
Kontakt ist und entlang der Vertikalen oberhalb der Verbindungseinrichtung (23) angeordnet
ist,
∘ mindestens eine Verteilereinrichtung (16),
- mindestens eine Steuereinrichtung mit Computerprogrammprodukt, welche informationstechnisch
mit dem Absperrorgan (24) verbunden ist,
wobei die Komponenten des Umwälzkreislaufs durch Verbindungselemente (17, 18, 19,
20) fluidisch miteinander verbunden sind, und wobei die erste und zweite Zuführeinrichtung
des Zuführsystems in Fließrichtung in der Verteilereinrichtung (16) münden.
2. Reinigungssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittel-Fördereinheit (12) als Pumpe ausgebildet ist.
3. Reinigungssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Reservoir für Reinigungsmittel (5) eine Spüleinrichtung aufweist.
4. Reinigungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuführsystem weiterhin mindestens eine dritte Zuführeinrichtung für Klarspülmittel
umfasst, aufweisend ein Reservoir für Klarspülmittel (6) und, in Fließrichtung des
Klarspülmittels angeordnet, eine Klarspülmittel-Fördereinheit (14) und eine Klarspülmittel-Rückschlagarmatur
(15), wobei die dritte Zuführeinrichtung des Zuführsystems zusammen mit der ersten
und zweiten Zuführeinrichtung in Fließrichtung in der Verteilereinrichtung (16) mündet.
5. Reinigungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Absperrorgan (24) mindestens drei Abgänge (25, 26, 27) aufweist,
wobei ein erster Abgang (25) über ein Verbindungselement mit dem Abfluss verbunden
ist, ein zweiter Abgang (26) über ein Verbindungselement (17, 18, 19) mit der Verbindungseinrichtung
(23) oder der Umwälzeinrichtung (21) oder der Verteilereinrichtung (16) verbunden
ist, und ein dritter Abgang (27) über ein Verbindungselement (18, 19, 20) mit der
Umwälzeinrichtung (21) oder der Verteilereinrichtung (16) oder dem Rücklauf (22) verbunden
ist.
6. Reinigungssystem (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Absperrorgan (24) zur fluidischen Verbindung der Verbindungseinrichtung
(23) mit dem Rücklauf (22) so ausgebildet ist, dass der zweite und dritte Abgang (26,
27) geöffnet und der erste Abgang (25) geschlossen ist, und zur fluidischen Trennung
der Verbindungseinrichtung (23) von dem Rücklauf (22) so ausgebildet ist, dass der
erste und zweite Abgang (25, 26) geöffnet und der dritte Abgang (27) geschlossen ist.
7. Gargerät (2), aufweisend ein Reinigungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6
und einen Garraum (3) mit einer Ventilationseinrichtung (29).
8. Verfahren zur Reinigung des Garraums (3) eines Gargeräts (2) durch ein Reinigungssystem
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mindestens umfassend die Schritte:
d) Reinigen mit Wasser und Reinigungsmittel, wobei das Reinigungsmittel aus der zweiten
Zuführeinrichtung durch die Reinigungsmittel-Fördereinheit (8) über die Verteilereinrichtung
(16) in den Umwälzkreislauf und zusammen mit Wasser als Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch
durch die Verbindungseinrichtung (23) in den Garraum (3) befördert wird, bis ein charakteristischer
Füllstand erreicht wird, bei dem die Umwälzeinrichtung (21) aktiviert und das Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch
aus der Verbindungseinrichtung (23) über die Verbindungselemente (17, 18, 19, 20)
des Umwälzkreislaufs durch den Rücklauf (22) zur Ventilationseinrichtung (29) des
Garraums (3) befördert wird, wo das Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch im Garraum (3)
verteilt wird und das benutzte Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch nach der Reinigung
durch die Verbindungseinrichtung (23) in den Abfluss fließt,
e) Spülen mit Wasser, wobei Wasser aus der ersten Zuführeinrichtung solange über die
Verteilereinrichtung (16) in den Umwälzkreislauf strömt, bis die Verbindungselemente
(17, 18, 19, 20) vollständig mit Wasser gefüllt sind, sodass weiteres in den Umwälzkreislauf
einströmendes Wasser durch den Rücklauf (22) zur Injektionsvorrichtung des Garraums
(3) strömt und dort verteilt wird, und
f) Trocknen des Garraums (3),
wobei das mindestens eine Absperrorgan (24) durch die Ansteuerung der Steuereinrichtung
die Verbindungseinrichtung (23) zu Beginn und während Schritt a) mit der Umwälzeinrichtung
(21) fluidisch verbindet, wobei die Verbindungseinrichtung (23) als Einlauf wirkt,
und das mindestens eine Absperrorgan (24) durch die Ansteuerung der Steuereinrichtung
die Verbindungseinrichtung (23) bei b) und am Ende von Schritt a) von der Umwälzeinrichtung
(21) fluidisch trennt, wobei die Verbindungseinrichtung (23) als Ablauf wirkt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfahrensschritte a) und/oder b) und/oder c) beliebig oft wiederholt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, weiterhin umfassend einen Klarspül-Reinigungsschritt,
bei welchem ein Klarspülmittel aus der dritten Zuführeinrichtung durch die Klarspülmittel-Fördereinheit
(14) über die Verteilereinrichtung (16) in den Umwälzkreislauf und zusammen mit Wasser
als Wasser-Klarspülmittel-Gemisch durch die Verbindungseinrichtung (23) in den Garraum
(3) befördert wird, bis ein charakteristischer Füllstand erreicht wird, bei dem die
Umwälzeinrichtung (21) aktiviert und das Wasser-Klarspülmittel-Gemisch aus der Verbindungseinrichtung
(23) über die Verbindungselemente (17, 18, 19, 20) des Umwälzkreislaufs durch den
Rücklauf (22) zur Ventilationseinrichtung (29) des Garraums (3) befördert wird, wo
das Wasser-Klarspülmittel-Gemisch im Garraum (3) verteilt wird und das benutzte Wasser-Klarspülmittel-Gemisch
nach der Reinigung durch die Verbindungseinrichtung (23) in den Abfluss fließt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Computerprogrammprodukt der Steuereinrichtung mindestens die Schritte a) bis
c) aufweist.
12. Computerprogrammprodukt, welches zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche
8 bis 10 dient.
13. Steuereinrichtung, auf der das Computerprogrammprodukt nach Anspruch 12 gespeichert
ist.
14. Verwendung eines Reinigungssystems (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder eines
Verfahrens nach einem der Ansprüche 8 bis 10 oder eines Computerprogrammprodukts nach
Anspruch 12 oder einer Steuereinrichtung nach Anspruch 13 zur Reinigung des Garraums
(3) eines Gargeräts (2).
15. Verwendung eines Reinigungssystems (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder eines
Verfahrens nach einem der Ansprüche 8 bis 10 zur Reinigung des Garraums (3) eines
Gargeräts (2) wie in Anspruch 7 definiert.