[0001] Die Erfindung betrifft eine Zerkleinerungsvorrichtung zum Zerkleinern von Zerkleinerungsgut,
mit einem Maschinenrahmen, einer angetriebenen, am Maschinenrahmen gelagerten und
Zerkleinerungswerkzeuge aufweisenden Zerkleinerungswalze, einen Gegenwerkzeuge aufweisenden
Kamm und einer am Maschinenrahmen schwenkbar gelagerten Kammklappe, wobei die Zerkleinerungswalze
zur Zerkleinerung mit dem Kamm zusammenwirkt, wobei der Kamm im Bereich seines oberen
Endes schwenkbar an der Kammklappe gelagert ist, wobei am Kamm wenigstens ein Federmittel
mit seinem ersten Ende angreift und wobei der Kamm über das Federmittel federnd abgestützt
ist.
[0002] Derartige Vorrichtungen, die üblicherweise für die Zerkleinerung von Aufgabegut,
insbesondere Substraten, vorzugsweise im Abfall- und Recyclingbereich, eingesetzt
werden, sind im Stand der Technik bereits bekannt und weisen üblicherweise wenigstens
eine drehbar angetriebene Zerkleinerungswalze auf. Auf dem zylindrischen Mantel der
Zerkleinerungswalze, das heißt auf dem Walzenkörper, sind Einzelwerkzeuge bzw. Zerkleinerungswerkzeuge,
insbesondere Zähne, Schneidkanten und/oder bewegliche Schlegel, vorgesehen. Zur Zerkleinerung
des Zerkleinerungsgutes wirken diese Zerkleinerungswerkzeuge mit den Gegenwerkzeugen
des Kamms zusammen, wobei die Gegenwerkzeuge des Kamms derart ausgebildet sind, dass
sich bei Drehung bzw. Rotation der Zerkleinerungswalze eine Zerkleinerung des Aufgabegutes
ergibt. Der Kamm ist meist als Kammbalken zur Halterung der Werkzeuge ausgebildet
und reicht üblicherweise zumindest im Wesentlichen über die gesamte Breite der Zerkleinerungswalze.
Dabei kann der Kamm sowohl ein- als auch mehrteilig ausgebildet sein.
[0003] In regelmäßigen Abständen ist es erforderlich, verschlissene und/oder beschädigte
Werkzeuge des Kamms auszutauschen bzw. zu ersetzen, um das gewünschte Zerkleinerungsergebnis
zu gewährleisten. Dabei kann der Kamm als Ganzes mit den Gegenwerkzeugen demontiert
werden und gegen einen bereits vorgerüsteten Kamm mit "neuen" Gegenwerkzeugen getauscht
werden, so dass ein Austausch von verschlissenen und/oder überbelasteten, meist beschädigten,
Gegenwerkzeugen zeitsparend ermöglicht wird.
[0004] Zur Einstellung der Korn- bzw. Zerkleinerungsgröße des Aufgabeguts und zur Erzielung
eines optimalen Zusammenwirkens des Kamms mit der Zerkleinerungswalze kann der Kamm,
auch Kammbalken genannt, sowohl in Bezug auf seinen Abstand zur Zerkleinerungswalze,
insbesondere radial zur Zerkleinerungswalze, als auch bezüglich seiner Neigung um
seine Längsachse verstellt werden, so dass sich eine bestmögliche Anpassung an die
Prozessaufgabe erzielen lässt.
[0005] In weiteren Ausführungsformen ist der Kamm derart ausgebildet, dass er bei einer
Überlast ausweichen kann und sich ein Öffnungsbereich zwischen der Zerkleinerungswalze
und dem Kamm ergibt, so dass Schäden an der Maschine zumindest im Wesentlichen vermieden
werden.
[0006] Beispielsweise kann eine Überlast dadurch hervorgerufen werden, dass der Durchmesser
eines Aufgabegutstücks etwa dem lichten Abstand zwischen der Zerkleinerungswalze und
dem Kamm entspricht oder größer ist, so dass das betreffende Aufgabegutstück nicht
ohne Weiteres zerkleinert werden kann. Zur Lösung dieser Problematik ist der Kamm
als Schwinge ausgebildet, die schwenkbar um eine Achse ausgeführt ist. Daher wird
der Kamm auch "Kammbalkenschwinge" genannt.
[0007] Zu Revisionszwecken oder zum Austausch des Kamms kann die großflächige Kammklappe
geöffnet werden, so dass ein leichter, nahezu ebenerdiger Zugang zu dem inneren Maschinenbereich
gewährleistet werden kann, wobei mittels dieses Zugangs die Reinigungs- oder Wartungs-
und Reparaturarbeiten durchgeführt werden können. Die Kammklappe kann hierzu entweder
im oberen Bereich oder im unteren Bereich des Maschinenrahmens schwenkbar gelagert
sein. Bei Aufschwenken der Kammklappe wird gleichzeitig auch der Kamm mitbewegt, so
dass die gesamte Einheit beim Aufschwenken der Kammklappe geöffnet werden kann.
[0008] Im Stand der Technik ist vorgesehen, den Kamm schwenkbar an der Kammklappe zu lagern.
Auf dem Kamm wirkt ein Federmittel, das mit seinem ersten Ende am Kamm angreift und
mit seinem zweiten Ende an der Kammklappe gelagert ist. Durch die Anordnung des zweiten
Endes des Federmittels an der Kammklappe werden die gesamten Reaktionskräfte aus dem
Zerkleinerungsvorgang von der Kammklappe aufgenommen und über diese auf den Maschinenrahmen
abgeleitet. Diese Ausgestaltung erfordert es, dass die Kammklappe entsprechend verstärkt
ausgeführt ist, um eine hohe Steifigkeit zu erzielen.
[0009] Nachteilig ist dabei, dass sich aufgrund der sehr steifen Ausbildung der Kammklappe
und/oder des Kamms hohe Anlagenkosten ergeben und ein erhöhtes Gewicht der gesamten
Zerkleinerungsvorrichtung einen Transport der Zerkleinerungsvorrichtung, beispielsweise
bei einem Standortwechsel, deutlich erschwert. Gerade bei mobilen Maschinen ist ein
möglichst geringes Gewicht der Zerkleinerungsvorrichtung wünschenswert, da mobile
Maschinen in ihrem Gesamtgewicht aufgrund von Zulassungsbestimmungen beschränkt sind.
[0010] Die
DE 299 10 772 U1 zeigt eine Zerkleinerungsmaschine mit feststehenden, kammartig angeordneten Zähnen
und einem Rotor mit am Umfang angebrachten, gegenüber den feststehenden Zähnen seitlich
versetzten Rotorzähnen, die beim Umlauf des Rotors zwischen den feststehenden, kammartig
angeordneten Zähnen hindurch bewegbar sind. Eine weitere derartige Zerkleinerungsvorrichtung
ist von
DE29809078U bekannt. Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Zerkleinerungsvorrichtung zur Verfügung
zu stellen, die die vorgenannten Nachteile im Stand der Technik vermeidet oder zumindest
im Wesentlichen reduziert. Insbesondere ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Zerkleinerungsvorrichtung zur Verfügung zu stellen, welche ein geringeres Gewicht
als die im Stand der Technik bekannten Zerkleinerungsvorrichtungen aufweist.
[0011] Die Erfindung ist definiert durch die beigefügten Ansprüche. Die vorgenannte Aufgabe
ist bei einer Zerkleinerungsvorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
zumindest im Wesentlichen dadurch gelöst, dass sich das Federmittel mit seinem zweiten
Ende unmittelbar am Maschinenrahmen abstützt.
[0012] Durch die Abstützung des Federmittels mit dem zweiten Ende unmittelbar am Maschinenrahmen
wird gegenüber dem Stand der Technik eine deutliche Reduzierung des auftretenden Biegemoments
an der Kammklappe erreicht, da die vom Kamm aufgenommenen Reaktionskräfte direkt in
den Maschinenrahmen abgeleitet werden, ohne über die Kammklappe geführt zu werden.
Demzufolge muss die Kammklappe zumindest im Wesentlichen nahezu keine oder nur geringfügige
Lasten aufnehmen, die dann unmittelbar in den Maschinenrahmen eingeleitet werden.
Vorteilhafterweise ist zumindest im Wesentlichen kein Kraftfluss mehr in der Kammklappe
vorhanden, so dass bevorzugt die Kammklappe nur noch für ihre notwendige Eigenstabilität
ausgebildet werden muss und dementsprechend einfach und gewichtsreduziert ausgeführt
werden kann.
[0013] Durch die grundsätzliche Änderung des Kräfte- bzw. Momentenverlaufes bzw. des Kraftflusses
in der Zerkleinerungsvorrichtung nimmt die Kammklappe zumindest im Wesentlichen nur
noch das Gewicht des Kamms, insbesondere der Kammbalkenschwinge, auf und übernimmt
vorzugsweise keine Kräfte mehr aus dem Arbeitsprozess als solches. Die Kammklappe
wird jedenfalls vom überwiegenden Teil der Reaktionskräfte entlastet und kann von
daher gewichtssparend ausgeführt werden.
[0014] Es ergibt sich demgemäß eine deutliche Reduktion des Gesamtgewichtes der Zerkleinerungsvorrichtung,
insbesondere um bis zu 60% im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten
Zerkleinerungsvorrichtungen, sowie eine drastische Senkung der Anlagenkosten, da eine
deutliche Materialeinsparung bei der Ausführung der Kammklappe vorgenommen werden
kann.
[0015] Die erfindungsgemäße Lösung erscheint auf dem ersten Blick nachteilig, da das Federmittel
mit seiner Längsachse in einem Winkel zum Kamm angeordnet ist, der von dem 90° Winkel
abweicht. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der 90° Winkel zwischen der Längsachse
des Federmittels und dem Kamm die bestmögliche Kraftüberleitung vom Kamm in das Federmittel
gewährleistet. Im Zusammenhang mit dem Zustandekommen der Erfindung konnte festgestellt
werden, dass die Vorteile einer erfindungsgemäßen Anordnung des Federmittels die Nachteile
im Hinblick auf die Abweichung des 90° Winkels deutlich überwiegen. Zwar erfolgt die
Kraftüberleitung der Reaktionskräfte, die an dem Kamm angreifen, nicht im optimalen
90° Winkel, jedoch ermöglicht eine Anordnung des Federmittels mit seinem zweiten Ende
am Maschinenrahmen eine deutliche Reduktion, nämlich um bis zu 90%, des auf die Kammklappe
wirkenden Biegemomentes. Aufgrund des verringerten Biegemomentes lässt sich die Kammklappe
deutlich weniger steif ausführen, wobei gleichzeitig aber die Anlagen- und/oder Arbeitssicherheit
ohne Weiteres gewährleistet werden kann.
[0016] Das Federmittel wirkt im Übrigen auch als Dämpfungsmittel, so dass der Kamm bei Überlast
ausweichen kann und sich ein verbreiterter Abstand zwischen der Zerkleinerungswalze
und dem Kamm ergibt. Demgemäß können Schäden an der Maschine, die andernfalls insbesondere
aufgrund einer Überlast hervorgerufen werden würden, vermieden werden.
[0017] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Gelenkmittelpunkte der Kammklappe
und der Anlenkpunkt des Federmittels an seinem zweiten Ende zumindest im Wesentlichen
auf derselben kinematischen Achse angeordnet bzw. liegen auf dieser. Die Kammklappe
dreht sich dabei um die kinematische Achse, wenn sie geschwenkt wird. Im regulären
Betriebszustand ist die Kammklappe fest mit dem Maschinenrahmen verbunden. Vorteilhafterweise
wird somit beim Öffnen bzw. Aufschwenken der Kammklappe, insbesondere gemeinsam mit
dem Kamm, keine Positionsänderung des Kamms gegenüber der Kammklappe verursacht. Durch
die Vermeidung einer Relativbewegung des Kamms zur Kammklappe ergibt sich eine verringerte
steuerungstechnische Komplexität einer hydraulischen Bewegung beim Schwenkvorgang
der Kammklappe.
[0018] Da jede Abweichung von der 90°-Stellung des Federmittels eine Verschlechterung des
Verhaltens der Maschine bedingt, ist eine Anordnung des Federmittels vorteilhaft,
die möglichst nahe an die 90°-Stellung heranreicht. Die 90°-Stellung hängt mit der
tangentialen Wirkung, die sich auf den kreisförmigen Schwenkweg des Kamms bezieht,
wenn dieser bei einer Überlast ausweicht, zusammen. Mittels der Anordnung des zweiten
Endes auf der bzw. an der kinematischen Achse wird vorzugsweise die geringste Abweichung
von der 90°-Stellung bei gleichzeitiger Abstützung bzw. Lagerung des Federmittels
auf den Maschinenrahmen realisiert. Würde ein vergrößerter Abstand von dem Anlenkpunkt
des Federmittels zur kinematischen Achse umgesetzt werden, kann dies bei einer maximalen
Auslenkung bzw. bei einem Ausweichen in Folge einer Überlast zu einer extremen Strecklage
des Federmittels führen, insbesondere wobei ein Zurückschwenken bzw. Ausweichen des
Kamms in die Arbeitsstellung sehr stark erschwert werden würde. Bei dieser Bewegung
wären überproportionale Kräfte erforderlich und zusätzlich würde ein erhöhter Verbrauch
der benötigten Ölmenge vorliegen. Hierdurch würden dann das Zeitverhalten und auch
die Gewichtsbilanz der Zerkleinerungsvorrichtung extrem verschlechtert werden. Sofern
der Anlenkpunkt der Federmittel nicht in der bzw. nahe der kinematischen Achse, das
heißt in der Flucht der Kammklappengelenke, liegen würde, so würde bei einem Schwenkvorgang
der Kammklappe eine Relativbewegung des Kamm-Gelenkgetriebes zur Kammklappe erfolgen.
Demzufolge würden mögliche Quetschstellen erzeugt werden, die die Arbeitssicherheit
beeinträchtigen können, da das Bedienpersonal Zugang zu diesen Bereichen hätte. Durch
die erfindungsgemäße Anordnung des zweiten Endes des Federmittels auf der kinematischen
Achse können die vorgenannten Nachteile vermieden werden.
[0019] Vorzugsweise sind am Maschinenrahmen Lagerlaschen mit Lageröffnungen vorgesehen bzw.
befestigt, die zur Verbindung bzw. Kopplung mit der Kammklappe und dem Federmittel
dienen. Besonders bevorzugt ist es, wenn die Mittelpunkte der Lageröffnungen auf der
kinematischen Achse liegen. Durch die Anordnung der Mittelpunkte der Lageröffnungen
auf der kinematischen Achse ergibt sich der Vorteil, dass sich die Kammklappe ohne
Positionsänderung des Kamms gegenüber der Kammklappe öffnen lässt. Die Lagerlaschen
ermöglichen dabei insbesondere eine einfache Anordnung der Kammklappe bzw. des Federmittels
an den Maschinenrahmen. Die Kammklappe ist über die Lagerlaschen mit ihrem Schwenklager
unten an dem Maschinenrahmen angeordnet. Dabei kennzeichnet der obere Bereich der
Kammklappe, dass diese dem Zerkleinerungsgut, welches auf die Zerkleinerungsvorrichtung
aufgegeben wird, zugewandt ist, und der untere Bereich ist insbesondere einem Untergrund,
auf dem die Zerkleinerungsvorrichtung positioniert ist, zugewandt.
[0020] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen,
dass die Zerkleinerungsvorrichtung wenigstens eine Verriegelungseinrichtung zur Verriegelung
der Kammklappe im geschlossenen Zustand der Kammklappe aufweist, wobei die Verriegelungseinrichtung
zwischen der Kammklappe und den Maschinenrahmen wirksam ist. Die Verriegelungseinrichtung
verriegelt die Kammklappe am Maschinenrahmen. An den Verriegelungspunkten übernimmt
die Kammklappe für kurze Weglängen die Abstützung des Kammbalkens bzw. des Kamms zum
Maschinenrahmen. Vorzugsweise ist die Kammklappe in diesem Bereich versteift, jedoch
ist insbesondere diese Versteifung im Vergleich zum Gesamtgewicht bzw. im Vergleich
zum Anteil am Gesamtgewicht zu vernachlässigen, wobei die sich durch die Versteifung
der Kammklappe im Bereich der Verriegelungseinrichtung ergebenden Kosten nahezu zu
vernachlässigen sind bzw. nicht ins Gewicht fallen. In diesen Bereichen erfolgt eine
gewisse Kraftüberleitung der Reaktionskräfte des Kamms auf die Kammklappe, die über
die Verriegelungseinrichtung auf den Maschinenrahmen übertragen werden. Jedoch übernimmt
die Verriegelungseinrichtung vorzugsweise keine hohen Kräfte aus dem Arbeitsprozess,
da der überwiegende Teil der auftretenden Kräfte und Momente direkt an den Maschinenrahmen
mittels des Federmittels abgeführt wird. Nach Entriegelung der Verriegelungseinrichtung
lässt sich die Kammklappe gemeinsam mit dem Kamm aufschwenken, so dass sich ein Öffnungsbereich
bzw. eine Zugangsmöglichkeit zu dem inneren Bereich der Zerkleinerungsvorrichtung
ergibt.
[0021] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Verriegelungseinrichtung, insbesondere
keilartig ausgebildete, Verriegelungsbolzen auf, wobei die Verriegelungsbolzen an
der Kammklappe angeordnet sind und wobei der Maschinenrahmen Verriegelungsöffnungen
zum Eingriff der Verriegelungsbolzen aufweist. Zur Verriegelung der Kammklappe bzw.
zum festen Verbund der Kammklappe zu dem Maschinenrahmen werden die Verriegelungsbolzen
in Eingriff mit den Verriegelungsöffnungen des Maschinenrahmens gebracht, indem sie
in die Verriegelungsöffnungen eingebracht werden. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
werden die Verriegelungsbolzen in ihrer Endstellung, insbesondere im verriegelten
Zustand der Kammklappe, fixiert, so dass erst nach Lösen der Fixierung der Verriegelungsbolzen
ein Öffnen der Verriegelungseinrichtung bzw. ein Aufschwenken der Kammklappe ermöglicht
wird.
[0022] Im Übrigen sind die Verriegelungsbolzen an der der Schwenklagerung der Kammklappe
gegenüberliegenden Seite der Kammklappe vorgesehen.
[0023] Bei einer weiteren, besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der Kamm als zumindest
im Bereich seiner beiden Enden gelagerte Kammbalkenschwinge ausgebildet. Die Ausbildung
des Kamms als Kammbalkenschwinge ermöglicht insbesondere, dass der Kamm bei Überlast
ausweichen kann und einen Spalt zwischen der Zerkleinerungswalze und dem Kamm ermöglicht,
der vorzugsweise das Abfördern von Zerkleinerungsgut, welches insbesondere einen kritischen
Durchmesser aufweist, sicherstellt. Durch die Ausbildung des Kamms als Kammbalkenschwinge
ist der Kamm schwenkbar an der Kammklappe gelagert. Letztlich versteht es sich, dass
der Kamm auch mehrteilig ausgebildet sein kann, wobei die Gegenwerkzeuge des Kamms
zum Zusammenwirken mit den Zerkleinerungswerkzeugen der Zerkleinerungswalze ausgebildet
sind.
[0024] Vorzugsweise erstreckt sich der Kamm zumindest im Wesentlichen über die gesamte Breite
der Kammklappe und ist jeweils im Seitenrandbereich der Kammklappe schwenkbar gelagert.
Insbesondere erstreckt sich der Kamm ebenfalls zumindest im Wesentlichen über die
Breite der Zerkleinerungswalze, wobei die Gegenwerkzeuge des Kamms so mit den Zerkleinerungswerkzeugen
der Zerkleinerungswalze zusammenwirken, dass sich eine Zerkleinerung des Zerkleinerungsgutes
ergibt. Der Kamm ist dabei zum einen durch die Federmittel am Maschinenrahmen und
zum anderen schwenkbar an der Kammklappe gelagert. Da sich der Kamm vorteilhafterweise
über die Breite der Kammklappe erstreckt, ist die Schwenklagerung an dem stirnseitigen
Bereich der Kammklappe, demzufolge also im Seitenrandbereich der Kammklappe, vorgesehen.
Die Schwenklagerung des Kamms muss dabei in weiteren Ausführungsformen nicht unmittelbar
an der Stirnseite der Kammklappe vorgesehen sein, sondern lediglich in einem Bereich,
der sich in der Nähe zu dem stirnseitigen Ende der Kammklappe befindet. Bei einer
mehrteiligen Ausbildung des Kamms ist dieser vorzugsweise nicht nur in den Seitenrandbereichen
der Kammklappe schwenkbar gelagert, sondern beispielsweise auch im mittigen Bereich
der Kammklappe. Dabei muss die Schwenklagerung des Kamms nur noch geringe Reaktionskräfte
aufnehmen und auf die Kammklappe ableiten, da ein Großteil der während des Arbeitsprozesses
auftretenden Kräfte und Momente über die Federmittel auf den Maschinenrahmen abgeleitet
werden.
[0025] Darüber hinaus ist der Kamm bevorzugt im oberen Bereich der Kammklappe gelagert,
wobei die Schwenklagerpunkte des Kamms benachbart zu den Verriegelungsbolzen der Verriegelungseinrichtung
angeordnet sind. Vorzugsweise beträgt der Abstand der Schwenklagerpunkte des Kamms
bzw. des Schwenklagers des Kamms zu den Verriegelungsbolzen 1 cm bis 100 cm, bevorzugt
von 5 cm bis 50 cm, weiter bevorzugt von 5 cm bis 30 cm. Innerhalb dieses Bereiches
werden die Reaktionskräfte, die einen geringen Anteil an den Gesamtreaktionskräften
besitzen, von der Kammklappe übernommen und über die Verriegelungseinrichtung bzw.
über die Verriegelungsbolzen in den Maschinenrahmen abgeleitet.
[0026] Vorzugsweise ist die Kammklappe in dem Bereich zwischen dem Schwenklager des Kamms
und den Verriegelungsbolzen steifer als im übrigen Bereich der Kammklappe ausgeführt,
so dass ein sicherer Betrieb der Zerkleinerungsvorrichtung gewährleistet ist.
[0027] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der Kamm im oberen Bereich der
Kammklappe angeordnet und in den Seitenrandbereichen, das heißt also in den oberen
Seitenrandbereichen der Kammklappe, gelagert. Bei dieser Ausführungsform ist es besonders
vorteilhaft, wenn der Kamm einteilig ausgebildet ist und durch zwei Schwenklagerpunkte
an der Kammklappe gelagert ist.
[0028] Wie zuvor erwähnt, ist der Kamm vorteilhafterweise so ausgestaltet, dass er eine
Schwenkbewegung ausführen kann. In diesem Falle ist das Federmittel derart ausgebildet,
dass es eine Schwenkbewegung des Kamms, insbesondere zur Vergrößerung des Abstandes,
vorzugsweise des lichten Abstandes, zwischen der Zerkleinerungswalze und dem Kamm,
insbesondere bei Überlast, ermöglicht. Der Abstand zwischen der Zerkleinerungswalze
und dem Kamm beträgt dabei mehr als 2 cm und ist bis auf 20 cm, insbesondere bei einer
Überlast und während einer Ausweichbewegung insbesondere bis zu 40 cm, vergrößerbar.
Nach einem Ausweichvorgang bzw. nach einer Schwenkbewegung des Kamms kehrt der Kamm
aufgrund der Federkraft des Federmittels in seine Ausgangsstellung zurück. Durch eine
Ausweichbewegung von bis zu 40 cm wird der Abwurf von nicht zerkleinerbarem Material
ermöglicht.
[0029] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass das Federmittel
als Hydraulikzylinder und/oder Druckhaltezylinder ausgebildet ist. Die Bewegung des
Federmittels erfolgt dabei vorzugsweise kraftkontrolliert, wobei der Kamm, insbesondere
die Kammbalkenschwinge, bei einer Überlast eine Schwenkbewegung ausführen kann. Beispielsweise
kann eine hydraulische Zuhaltung zur kraftkontrollierten Schwenkbewegung des Kamms
mittels Hydraulikzylindern mit definiertem Vor-Druckspeicher erfolgen. Vorzugsweise
sind die Federmittel derart ausgebildet, dass sie den Kamm in seiner Neigung um seine
Längsachse verstellen sowie den Abstand zur Zerkleinerungswalze vergrößern bzw. verringern
können. Die Federmittel übernehmen dabei einen Großteil der Kräfte, die sich aufgrund
der Abstützung des Kamms ergeben. Dabei nehmen die Zylinder die Kräfte auf und leiten
diese an den Maschinenrahmen weiter. Darüber hinaus dienen die vorgenannten Zylinder
insbesondere auch dazu, den Kamm an die Zerkleinerungswalze anzustellen, und zwar
in Abhängigkeit des gewünschten Zerkleinerungsergebnisses.
[0030] Bei einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Federmittel
als Hydraulikzylinder ausgebildet und mit einer hydraulischen Steuereinrichtung gekoppelt.
Die hydraulische Steuereinrichtung ist derart ausgebildet, dass sie die Federkraft
des Hydraulikzylinders, insbesondere in Verbindung mit den Druckspeichern der Hydraulikzylinder,
steuern und/oder regeln, insbesondere verändern und/oder einstellen, kann.
[0031] Zur Verschiebung bzw. zum Schwenken des Kamms verrichtet das Federmittel eine Arbeit,
weshalb die vorgenannten Zylinder auch den Arbeitszylindern zugeordnet werden können.
Dabei können die Zylinder zumindest im Wesentlichen die Gestalt eines Kreiszylinders
aufweisen und/oder als Hohlzylinder ausgeführt sein.
[0032] Ganz besonders bevorzugt ist es, wenn jeweils ein Federmittel rückseitig im seitlichen
Bereich des Kamms mit seinem ersten Ende angreift. Das erste Ende des Federmittels
kennzeichnet dabei, dass das Federmittel mit seinem einen Endbereich am Kamm angreift.
Das zweite Ende greift hingegen in eine Lagerlasche des Maschinenrahmens ein. Vorteilhafterweise
greifen wenigstens zwei Federmittel an dem Kamm an, wobei wenigstens jeweils ein Federmittel
an jedem seitlichen Randbereich des Kamms angreift. Bevorzugt ist der Kamm bei dieser
Ausführungsform einteilig ausgebildet und erstreckt sich, zumindest im Wesentlichen,
über die Breite der Kammklappe. Die seitlichen Federmittel übernehmen insbesondere
den größten Anteil der Reaktionskräfte aus dem Arbeitsprozess und leiten die Reaktionskräfte
in den Maschinenrahmen ab. Dabei werden die Reaktionskräfte axial durch die Längsachse
der den Kammbalken abstützenden Federmittel aufgenommen.
[0033] Weiterhin ist es besonders bevorzugt, dass ein weiteres Federmittel rückseitig am
mittigen Bereich des Kamms mit seinem ersten Ende angreift. Vorzugsweise greifen wenigstens
zwei Federmittel rückseitig am seitlichen Bereich und wenigstens ein weiteres Federmittel
rückseitig am mittigen Bereich des Kamms mit ihren jeweils ersten Enden an. Durch
die Verwendung des weiteren Zylinders wird auch eine Abstützung des mittigen Bereichs
des Kamms gewährleistet, wobei die Biegebelastung auf dem Kamm somit stark verringert
werden kann, da auch das weitere Federmittel die Reaktionskräfte aus dem mittigen
Bereich des Kamms unmittelbar in den Maschinenrahmen ableitet.
[0034] Vorteilhafterweise ist bei einer weiteren Ausführungsvariante des Erfindungsgedankens
vorgesehen, dass die Zerkleinerungsvorrichtung eine Einrichtung zur Messung und/oder
Steuerung und/oder Regelung des Schwenkwinkels des Kamms aufweist. Zur Messung des
Schwenkwinkels des Kamms und/oder des Abstandes des Kamms zum Maschinenrahmen, vorzugsweise
zur Ermittlung des Abstandes des Kamms zu der Zerkleinerungswalze, ist vorteilhafterweise
ein Wegmessmittel vorgesehen, wobei die Einrichtung dieses Wegmessmittel aufweist
und/oder wobei die Einrichtung mit dem Wegmessmittel gekoppelt ist. Ferner ist auch
das Federmittel mit der Einrichtung gekoppelt, wobei das Federmittel den Schwenkwinkel
des Kamms einstellen kann. Das Wegmessmittel ist insbesondere über die Einrichtung
mit den Federmitteln und/oder dem Federmittel gekoppelt, wobei der gemessene Abstand
des Kamms zu dem Maschinenrahmen für eine Steuerung und/oder Regelung des Schwenkwinkels
des Kamms verwendet werden kann. Zur Einstellung des Schwenkwinkels des Kamms werden
vorteilhafterweise die Federmittel verwendet, so dass das Wegmessmittel indirekt einen
Einfluss auf die Federmittel und insbesondere auf den Schwenkwinkel des Kamms haben
kann. Darüber hinaus kann das Wegmessmittel auch Sonderbetriebszustände aufzeichnen,
insbesondere wobei bei einer zu starken Abweichung des Schwenkwinkels des Kamms vom
Sollwert eine sofortige Abschaltung der Zerkleinerungsvorrichtung ausgelöst werden
kann. Erfolgt beispielsweise die Aufgabe von Zerkleinerungsgut, welches sowohl nicht
zerkleinerbar ist als auch einen Durchmesser aufweist, der die maximale Schwenkbewegung
des Kamms übersteigt, so kann dies insbesondere durch das Wegmessmittel aufgezeichnet
werden. Da dieses zu große, nicht zerkleinerbare Aufgabegut eine Schwenkbewegung des
Kamms herbeiführen würde, die über den Bereich der zugelassenen Schwenkbewegung des
Kamms hinausreichen würde oder an den maximalen Grenzwert des Schwenkwinkels des Kamms
grenzen würde, ist eine Abschaltung der Zerkleinerungsvorrichtung, insbesondere im
Hinblick auf sicherheitstechnische Aspekte, sinnvoll. Nach einer sofortigen Abschaltung
kann dieses kritische Aufgabegut manuell vom Bedienpersonal aus der Zerkleinerungsvorrichtung
entfernt werden.
[0035] Bevorzugt ist das, insbesondere als Zylinder ausgebildete, Wegmessmittel mit seinem
einen Ende an der Rückseite des Kamms und mit seinem anderen Ende an dem Maschinenrahmen,
vorzugsweise auf der kinematischen Achse, angeordnet. Dabei greift das eine Ende an
der Rückseite des Kamms und das andere Ende am Maschinenrahmen an. Dabei sind für
das Wegmessmittel ebenfalls Lagerlaschen mit je einer Lageröffnung am Maschinenrahmen
vorgesehen. Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Lagerlaschen für das Wegmessmittel
auf der kinematischen Achse angeordnet sind, insbesondere wobei der Mittelpunkt der
Lageröffnung für das Wegmessmittel ebenfalls auf der kinematischen Achse liegt, so
dass vorzugsweise alle Mittelpunkte der Lagerlaschen für die Federmittel und für das
Wegmessmittel auf derselben Achse liegen, so dass sich keine Positionsänderung des
anderen Endes des Wegmessmittels zur Kammklappe bei einem Aufschwenken bzw. bei einem,
insbesondere kreisförmigen, Schwenkvorgang der Kammklappe ergibt.
[0036] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Wegmessmittel als Sensor ausgebildet,
insbesondere wobei die Einrichtung mit einer Speichereinrichtung gekoppelt ist, die
die Bewegung des Kamms bzw. den Schwenkwinkel des Kamms aufzeichnet und speichert.
Demgemäß können Betriebsabläufe, insbesondere zur späteren Auswertung, nachvollzogen
werden. Über das Wegmessmittel kann insbesondere die Endposition des Kamms zumindest
im Wesentlichen frei eingestellt werden, vorzugsweise gesteuert und/oder geregelt
werden. Für den Steuer- und/oder Regelkreis gibt das Wegmessmittel die Position des
Kamms, insbesondere der Kammbalkenschwinge, an.
[0037] Im Übrigen ist bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass eine
Öffnungseinrichtung zwischen dem Maschinenrahmen und der Kammklappe wirksam ist, wobei
die Öffnungseinrichtung zum automatischen Verschwenken der Klappe ausgebildet ist.
Durch die Öffnungseinrichtung wird nach Aufschwenken der Kammklappe der Zugang zum
inneren Bereich der Zerkleinerungsvorrichtung ermöglicht, um die Werkzeuge der Zerkleinerungswalze
bedarfsweise zu warten oder auszutauschen. Außerdem gestattet die aufgeklappte Öffnungsklappe
auch den Zugang zum Kamm, um die Gegenwerkzeuge des Kamms zu warten und/oder auszutauschen.
[0038] Vorteilhafterweise schwenkt die Öffnungseinrichtung die Kammklappe um die kinematische
Achse, wobei die Gelenkmittelpunkte bzw. das Schwenklager der Kammklappe auf der kinematischen
Achse angeordnet sind. Die Öffnungseinrichtung ist vorzugsweise derart ausgestaltet,
dass ein kraftkontrolliertes Herabsenken der Kammklappe sichergestellt wird. Bevorzugt
kann die Öffnungseinrichtung erst ein Verschwenken der Kammklappe einleiten, wenn
die Verriegelungseinrichtung entriegelt ist und ein Verschwenken der Kammklappe zulässt.
[0039] Vorzugsweise weist die Öffnungseinrichtung wenigstens einen Hydraulikzylinder auf,
der mit seinem einen Ende am Maschinenrahmen, insbesondere an einer seitlichen Lagerwandung,
und mit seinem anderen Ende an eine Längsrandseite der Kammklappe angeschlagen ist.
Der Hydraulikzylinder ermöglicht ein kraftkontrolliertes Aufschwenken bzw. Verschwenken
der Kammklappe. Insbesondere ist je ein Hydraulikzylinder an den jeweiligen Längsrandseiten
der Kammklappe vorgesehen. Die Hydraulikzylinder stützen sich bei einem Verschwenken
der Kammklappe an dem Maschinenrahmen ab.
[0040] Bevorzugt ist zur Zuführung des Zerkleinerungsgutes oberhalb der Zerkleinerungswalze
und des Gegenkamms ein Materialzufuhrtrichter, insbesondere direkt am Maschinenrahmen,
vorgesehen. Der Materialzufuhrtrichter kann auch oberhalb der Zerkleinerungsvorrichtung,
insbesondere nicht mit dem Maschinenrahmen verbunden, angeordnet sein.
[0041] Bei einer weiteren, ganz besonderen Ausführungsform weist der Maschinenrahmen eine
erste Lagerwandung und eine der ersten Lagerwandung gegenüberliegende zweite Lagerwandung
auf, wobei wenigstens eine Zerkleinerungswalze zwischen der ersten Lagerwandung und
der zweiten Lagerwandung vorgesehen ist, wobei in dem Bereich einer ersten Öffnung
in der ersten Lagerwandung ein Getriebeanschluss eines Getriebes ragt, mit dem die
Zerkleinerungswalze an ihrer dem Getriebeanschluss zugewandten ersten Stirnseite getrieblich
verbunden ist und wobei in der zweiten Lagerwandung eine Öffnung für die Zerkleinerungswalze
vorgesehen ist.
[0042] Bei der vorgenannten bevorzugten Ausgestaltung ist von wenigstens einer Randkante
der zweiten Lagerwandung ausgehend ein nach außen offener Öffnungsbereich vorgesehen,
der in die zweite Öffnung übergeht.
[0043] Vorteilhafterweise ist die Zerkleinerungsvorrichtung zusätzlich zu dem nach außen
geöffneten Öffnungsbereich der zweiten Öffnung dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens
eines der nachfolgenden Merkmale aufweist:
- a) dass die Öffnungsbreite der zweiten Öffnung und des Öffnungsbereichs jeweils größer
als der Außendurchmesser des Walzenkörpers der Zerkleinerungswalze sind, und/oder
- b) dass die Zerkleinerungswalze im Bereich ihrer zweiten Stirnseite, insbesondere
eine Flanschverbindung der Zerkleinerungswalze, über ein Befestigungsschild mit der
zweiten Lagerwandung verbunden ist, insbesondere wobei das Befestigungsschild den
Öffnungsbereich überdeckt, und/oder
- c) dass wenigstens ein den Öffnungsbereich, insbesondere im Bereich der Randkante,
überbrückendes Befestigungsmittel vorgesehen ist, das zur Verbindung der an den Öffnungsbereich
angrenzenden Bereiche der zweiten Lagerwandung ausgebildet ist, und/oder
- d) dass zwischen dem Befestigungsschild und der zweiten Lagerwandung wirksame Zentriermittel
zur Zentrierung der Zerkleinerungswalze vorgesehen sind, und/oder
- e) dass die Zentriermittel wenigstens zwei in Zentrieröffnungen eingreifende Zentrierzapfen
aufweisen und dass, vorzugsweise, die Länge der Zentrierzapfen größer ist als die
Länge der getrieblichen Verbindung zwischen der Zerkleinerungswalze und dem Getriebe,
und/oder
- f) dass das Befestigungsschild, insbesondere unterseitig und dem Untergrund zugewandt,
einen abgeflachten Bereich aufweist, und/oder
- g) dass die Zerkleinerungswalze aus der und/oder in die Zerkleinerungsvorrichtung
über den Öffnungsbereich heraus- und/oder hereinbewegt wird, und/oder
- h) dass die Zerkleinerungswalze nach Lösen des Getriebeanschlusses des Getriebes und/oder
vor Kopplung mit dem Getriebeanschluss des Getriebes zunächst in axialer Richtung
und anschließend in radialer Richtung nach oben und/oder seitlich und/oder nach unten
bewegt wird, und/oder
- i) dass die Zerkleinerungswalze nach Herausbewegen aus der Vorrichtung über den abgeflachten
Bereich des Befestigungsschildes auf einen ebenen Untergrund angeordnet wird, und/oder
- j) dass das antriebsseitige Ende der Zerkleinerungswalze auf einem Lagerbock abgelegt
wird, und/oder
- k) dass die Zerkleinerungswalze im demontierten Zustand aus der Vorrichtung, gestützt
auf das Befestigungsschild und den Lagerbock gedreht wird, insbesondere zum Wechsel
von beschädigten Zerkleinerungswerkzeugen.
[0044] Im Ergebnis betrifft die Erfindung eine Zerkleinerungsvorrichtung bzw. eine Vorrichtung
zum Zerkleinern mit einem an der Kammklappe angeordneten Kamm, wobei der Kamm mittels
wenigstens eines Federmittels unmittelbar an dem Maschinenrahmen abgestützt ist. Erfindungsgemäß
wird die Belastung der Kammklappe deutlich verringert, so dass die gesamte Zerkleinerungsvorrichtung
gewichtssparend ausgeführt sein kann.
[0045] Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung und der Zeichnung selbst. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich
dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder
deren Rückbeziehung.
[0046] Es zeigt
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung,
- Fig. 2
- eine schematische Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung
gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine schematische perspektivische Darstellung von Komponenten einer erfindungsgemäßen
Zerkleinerungsvorrichtung,
- Fig. 4
- eine schematische perspektivische Darstellung der Detailansicht A gemäß Fig. 3,
- Fig. 5
- eine schematische perspektivische Explosionsansicht von Komponenten einer erfindungsgemäßen
Zerkleinerungsvorrichtung,
- Fig. 6
- eine schematische perspektivische Explosionsansicht der Detailansicht B gemäß Fig.
5,
- Fig. 7
- eine schematische Seitenansicht von Komponenten einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung,
- Fig. 8
- eine schematische perspektivische Ansicht von Komponenten einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung,
- Fig. 9
- eine schematische perspektivische Ansicht von Komponenten einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung,
- Fig. 10
- eine schematische perspektivische Darstellung der Zerkleinerungswalze im demontierten
Zustand,
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrensablaufes zur Demontage
einer Zerkleinerungswalze und
- Fig. 12
- eine erfindungsgemäße schematische Darstellung des Verfahrensablaufes zur Montage
einer Zerkleinerungswalze.
- Fig. 13
- eine schematische perspektivische Darstellung von Komponenten einer erfindungsgemäßen
Zerkleinerungsvorrichtung,
- Fig. 14
- eine schematische Seitenansicht von Komponenten einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
aus Fig. 13,
- Fig. 15
- eine schematische perspektivische Darstellung von Komponenten einer erfindungsgemäßen
Zerkleinerungsvorrichtung,
- Fig. 16
- eine schematische Seitenansicht von Komponenten einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung
aus Fig. 15,
- Fig. 17
- eine schematische perspektivische Darstellung von Komponenten einer erfindungsgemäßen
Zerkleinerungsvorrichtung,
- Fig. 18
- eine schematische Seitenansicht von Komponenten einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung
aus Fig. 17 und
- Fig. 19
- eine schematische perspektivische Darstellung von Komponenten einer erfindungsgemäßen
Zerkleinerungsvorrichtung.
[0047] Fig. 1 zeigt eine Zerkleinerungsvorrichtung 1 zur Verwendung zum Zerkleinern von
Zerkleinerungsgut mit einer ersten Lagerwandung 2 und einer zweiten Lagerwandung 3,
wobei zwischen der ersten Lagerwandung 2 und der zweiten Lagerwandung 3 eine Zerkleinerungswalze
5 bzw. deren Walzenkörper 14, der Zerkleinerungswerkzeuge 22 aufweist, vorgesehen
ist. Die erste Lagerwandung 2 weist eine erste Öffnung 6 zur Anordnung der Zerkleinerungswalze
5 auf. Die zweite Lagerwandung 3 weist hingegen eine zweite Öffnung 10 zur Anordnung
der Zerkleinerungswalze 5 auf. Die erste Lagerwandung 2 und die zweite Lagerwandung
3 sowie der Walzenkörper 15 sind in einem Maschinenrahmen 4 eingefasst, wie sich dies
insbesondere aus Fig. 2 ergibt. In Fig. 1 sind nicht alle, für die Funktion der Zerkleinerungsvorrichtung
1 benötigten, Bauteile dargestellt. So zeigt die Fig. 1 weder die Flanschverbindung
16 noch das Befestigungsschild 17.
[0048] Zerkleinerungsvorrichtungen 1 der in Rede stehenden Art können grundsätzlich in allen
Bereichen eingesetzt werden, in denen ein Aufgabegut zu zerkleinern ist. Insbesondere
werden Vorrichtungen 1 der in Rede stehenden Art zur Zerkleinerung von Abfällen und
Recyclingmaterial eingesetzt.
[0049] Fig. 3 zeigt Komponenten einer Vorrichtung 1, vorgesehen zur Verwendung zum Zerkleinern,
mit einem eine erste Lagerwandung 2 und eine der ersten Lagerwandung 2 gegenüberliegende
zweite Lagerwandung 3 aufweisenden Maschinenrahmen 4, mit wenigstens einer zwischen
der ersten Lagerwandung 2 und der zweiten Lagerwandung 3 vorgesehenen Zerkleinerungswalze
5, wobei durch eine erste Öffnung 6 in der ersten Lagerwandung 2 ein Getriebeanschluss
7 eines Getriebes 8 ragt, mit dem die Zerkleinerungswalze 5 an ihrer dem Getriebeanschluss
7 zugewandten ersten Stirnseite 9 getrieblich verbunden ist und wobei in der zweiten
Lagerwandung 3 eine zweite Öffnung 10 für die Zerkleinerungswalze 5 vorgesehen ist.
[0050] Ausdrücklich hinzuweisen ist darauf, dass es grundsätzlich auch möglich ist, dass
eine Zerkleinerungsvorrichtung 1 der in Rede stehenden Art nicht nur eine Zerkleinerungswalze
5, sondern eine Mehrzahl, insbesondere zwei, von Zerkleinerungswalzen 5 aufweist.
[0051] Wesentlich ist nun, dass von wenigstens einer Randkante 11 der zweiten Lagerwandung
3 ausgehend ein nach außen hin offener Öffnungsbereich 12 vorgesehen ist, der in die
zweite Öffnung 10 übergeht. Dies ergibt sich insbesondere aus Fig. 5. Die zweite Öffnung
10 der zweiten Lagerwandung 3 ist also nach außen hin bis zu wenigstens einer Randseite
11 der zweiten Lagerwandung 3 über einen Öffnungsbereich 12 zugänglich. Über den Öffnungsbereich
12 kann die Zerkleinerungswalze 5 aus der Zerkleinerungsvorrichtung 1 entnommen werden
bzw. über den Öffnungsbereich 12 in die Zerkleinerungsvorrichtung 1 eingesetzt und
mit dem Getriebeanschluss 7 gekoppelt werden.
[0052] Des Weiteren zeigt die Fig. 5, dass die Öffnungsbreite 13 der zweiten Öffnung 10
und des Öffnungsbereiches 12 größer ist als der Außendurchmesser der Zerkleinerungswalze
5. Die Zerkleinerungswalze 5 umfasst dabei den Walzenkörper 14 sowie die Zerkleinerungswerkzeuge
22.
[0053] Gemäß den dargestellten Ausführungsbeispielen entsprechend den Fig. 5 bis Fig. 10
ist die Zerkleinerungswalze 5 über ein Befestigungsschild 17 mit der zweiten Lagerwandung
3 verbunden. Das Befestigungsschild 17 ist dabei im Bereich der zweiten Stirnseite
15 an die Zerkleinerungswalze 5 angeordnet. Wie sich aus den Fig. 3 und 4 ergibt,
überdeckt das Befestigungsschild 17 den Öffnungsbereich 12 und die zweite Öffnung
10.
[0054] Weiterhin verdeutlichen die Fig. 3 und 4, dass die Zerkleinerungswalze 5 über eine
Flanschverbindung 16 an dem Befestigungsschild 17 angeordnet bzw. an dem Befestigungsschild
17 über Schraubverbindungen montiert bzw. befestigt ist. Die Flanschverbindung 16,
die eine im Wesentlichen ringförmige Form aufweist, ist stirnseitig am Walzenkörper
14 befestigt und dient zur Verbindung der Zerkleinerungswalze 5 zu dem Befestigungsschild
17. In weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispielen kann die Flanschverbindung
16 zur unmittelbaren Verbindung der Zerkleinerungswalze 5 mit der zweiten Lagerwandung
3 dienen, wobei in diesem Falle ein Befestigungsschild 17 vollständig entfallen kann.
[0055] Darüber hinaus zeigen die Fig. 8 und 9, dass ergänzend zum Befestigungsschild 17
ein den Öffnungsbereich 12 überdeckendes bzw. überbrückendes Befestigungsmittel 18
vorgesehen ist, das zur Verbindung der an den Öffnungsbereich 12 angrenzenden Bereiche
der zweiten Lagerwandung 3 ausgebildet ist. Das Befestigungsmittel 18 ist gemäß Fig.
8 fest, insbesondere über Schraubverbindungen, mit der zweiten Lagerwandung 3 verbunden.
[0056] Nicht dargestellt ist, dass das Befestigungsmittel 18 auch ohne ein Befestigungsschild
17 verwendet werden kann.
[0057] Das Befestigungsmittel 18 ist im Bereich der Randkante 11 der zweiten Lagerwandung
3 angeordnet, so dass sich der geöffnete Öffnungsbereich 12 erst nach Lösen des Befestigungsmittels
18 ergibt.
[0058] Nach Fig. 9 ergibt sich, dass als Befestigungsmittel 18 ein aufklappbarer und/oder
schwenkbarer Bügel vorgesehen ist. Der Bügel kann aufklappbar durch die Verwendung
eines Scharniers und/oder eines Bandes ausgebildet sein.
[0059] Fig. 8 zeigt, dass das Befestigungsmittel 18 in Form einer, insbesondere rechteckförmigen,
Platte vorgesehen ist, die an ihren beiden Stirnseiten mit der zweiten Lagerwandung
3, insbesondere kraftschlüssig, verbunden ist.
[0060] Des Weiteren zeigt die Fig. 6, dass der Getriebeanschluss 7 die Form eines außenverzahnten
Vielzahl-Wellenzapfens aufweist. Korrespondierend zum außenverzahnten Wellenzapfen
weist die Zerkleinerungswalze 5 ein innen-verzahntes Element bzw. eine Innenverzahnung
auf, so dass die getriebliche Verbindung zwischen dem Getriebeanschluss 7 und der
Zerkleinerungswalze 5 hergestellt werden kann.
[0061] Im Übrigen versteht es sich, dass es ohne Weiteres möglich ist, statt einer Verzahnung
auch andere geometrische Formen zur Herstellung einer Formschlussverbindung zwischen
dem Getriebeanschluss 7 und der Zerkleinerungswalze 5 herzustellen. Im Übrigen versteht
es sich auch, dass ein Zapfen zur Kopplung auch an der Zerkleinerungswalze 5 vorgesehen
sein kann, während dann korrespondierend zum Zapfen eine entsprechende Öffnung zur
Herstellung eines Formschlusses am Getriebe 8 vorgesehen sein kann.
[0062] Bei der dargestellten Ausführung dient die erste Stirnseite 9 der Zerkleinerungswalze
5 zur Kopplung mit dem Getriebeanschluss 7, der wiederum innerhalb der ersten Öffnung
6 an der ersten Lagerwandung 2 angeordnet ist. Die Innenverzahnung der Zerkleinerungswalze
5 im Bereich der ersten Stirnseite 9 weist zu den Vorsprüngen und/oder Vertiefungen
des Wellenzapfens korrespondierende Vertiefungen und/oder Vorsprünge auf. Fig. 6 zeigt,
dass der Wellenzapfen des Getriebeanschlusses 7 aus der ersten Lagerwandung 2 herausragt
und im Innenbereich der Zerkleinerungswalze 5 angeordnet wird.
[0063] Nicht dargestellt ist, dass in weiteren Ausführungsformen auch ein Zapfen aus der
Zerkleinerungswalze 5 im Bereich der ersten Stirnseite 9 herausragen kann, der an
den Getriebeanschluss 7 angeschlossen wird, wobei der Getriebeanschluss 7 des Getriebes
8 dann eine Öffnung aufweist und nicht mehr notwendigerweise aus der ersten Lagerwandung
2 herausragt.
[0064] Der Öffnungsbereich 12 in Kombination mit der zweiten Öffnung 10 bildet an der zweiten
Lagerwandung 3 eine zumindest im Wesentlichen U-förmige Gesamtöffnung, die nach außen
hin offen ist. Fig. 5 zeigt, dass diese U-förmige Gesamtöffnung nach oben hin bzw.
zur oberen Randseite bzw. Randkante 11 der zweiten Lagerwandung 3 geöffnet ist. Die
Zerkleinerungswalze 5 wird demzufolge über die obere Randkante 11 der zweiten Lagerwandung
3 aus der Vorrichtung 1 entnommen.
[0065] In weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispielen kann die Zerkleinerungswalze
auch seitlich bzw. nach unten hin aus der Zerkleinerungsvorrichtung 1 entnommen werden,
wobei sich der Öffnungsbereich 12 dann ausgehend von der zweiten Öffnung 10 bedarfsweise
zu den Randkanten 11 der Seiten bzw. der unteren Randkante 11 der zweiten Lagerwandung
3 erstreckt.
[0066] Wie sich aus Fig. 7 ergibt, wird die Zerkleinerungswalze 5 über das Getriebe 8 durch
einen, nicht dargestellten, Motor angetrieben.
[0067] Ferner zeigen die Fig. 4 und 5, dass zwischen dem Befestigungsschild 17 und der zweiten
Lagerwandung 3 wirksame Zentriermittel 19 zur Zentrierung der Zerkleinerungswalze
5 vorgesehen sind. Diese Zentriermittel 19 sind gemäß den dargestellten Ausführungsformen
zumindest im Wesentlichen zylindrisch in Form eines Zapfens ausgeführt. Zu dem Zentriermittel
19, insbesondere den Zentrierzapfen, korrespondieren Zentrieröffnungen 20, die zur
Aufnahme der Zentrierzapfen ausgebildet sind. Der Zentrierzapfen ist gemäß Fig. 5
an der zweiten Lagerwandung 3 vorgesehen, insbesondere an den an den Öffnungsbereich
12 sowie an die zweite Öffnung 10 angrenzenden Bereichen der zweiten Lagerwandung
3. In weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispielen kann der Zentrierzapfen
auch an dem Befestigungsschild 17 und/oder an der Flanschverbindung 16 der Zerkleinerungswalze
5 vorgesehen sein.
[0068] Nicht dargestellt ist, dass die Zentrierzapfen eine Länge haben, die größer ist als
die Länge der getrieblichen Verbindung zwischen der Zerkleinerungswalze 5 und dem
Getriebe 8, so dass bei einer Montage zunächst eine Zentrierung über die Zentrierzapfen
erfolgt und erst anschließend die getriebliche Verbindung zwischen der Zerkleinerungswalze
5 und dem Getriebe 8 hergestellt wird.
[0069] Anhand der Fig. 4 wird deutlich, dass das Befestigungsschild 17 Schraubverbindungen
23 zur Anordnung an die zweite Lagerwandung 3 aufweist. Gemäß Fig. 4 sind zwölf Schraubverbindungen
23 vorgesehen. Nach Lösen der Schraubverbindungen 23 lässt sich das Befestigungsschild
17 von der zweiten Lagerwandung 3 trennen, so dass das Befestigungsschild 17 lösbar
mit der zweiten Lagerwandung 3 und somit mit dem Maschinenrahmen 4 verbunden ist.
Im Übrigen weist die Flanschverbindung 16 der Zerkleinerungswalze 5 wenigstens zwei
Schraubverbindungen 24 auf. Gemäß Fig. 2 weist die Flanschverbindung 16 acht Schraubverbindungen
24 zur Anordnung an das Befestigungsschild 17 auf. In weiteren, nicht dargestellten
Ausführungsformen können die Schraubverbindungen 24 der Flanschverbindung 16 zur direkten
Anordnung an die zweite Lagerwandung 3 vorgesehen sein.
[0070] Weiter nicht dargestellt ist, dass die Flanschverbindung 16 vorliegend acht Gewindebohrungen
aufweist, die dann zur Aufnahme von Abdrückschrauben ausgebildet sind. Nicht nur die
Flanschverbindung 16 kann die vorgenannten Gewindebohrungen aufweisen, sondern auch
das Befestigungsschild 17. Dabei versteht es sich letztlich, dass die Abdrückschrauben
auch durch Gewindebohrungen an der zweiten Lagerwandung 3 zum Einsatz gebracht werden
können.
[0071] Die Abdrückschrauben sind dabei so ausgebildet, dass sie beim Einschrauben eine räumliche
Trennung zwischen dem Befestigungsschild 17 und/oder der Flanschverbindung 16 der
Zerkleinerungswalze 5 und der zweiten Lagerwandung 3 ermöglichen. Im montierten Zustand
der Zerkleinerungsvorrichtung 1 sind entweder die Abdrückschrauben nicht in den Gewindebohrungen
angeordnet oder sie sind, insbesondere mit Kontermuttern, gesichert.
[0072] Anstelle von Abdrückschrauben ist in einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
vorgesehen, dass Aktuatoren, insbesondere adaptierte hydraulische Aktuatoren, verwendet
werden, so dass eine horizontale bzw. axiale Bewegung der Zerkleinerungswalze 5 zur
Trennung des Getriebeanschlusses 7 von dem Innenbereich der Zerkleinerungswalze 5
gewährleistet ist.
[0073] Gemäß Fig. 4 und 5 weist das Befestigungsschild 17 an seiner unteren Randkante 11
einen abgeflachten Bereich 21 auf. Dieser abgeflachte Bereich 21 ist so ausgebildet,
dass er auf einem ebenen Untergrund angeordnet werden kann, wobei er ein Umkippen
des Befestigungsschildes 17 und der daran befestigten Zerkleinerungswalze 5 verhindert
wird.
[0074] Die Fig. 1 zeigt, dass die Zerkleinerungswalze 5 beidseitig gelagert ist, wobei sie
an ihrer ersten Stirnseite 9 getrieblich mit dem Getriebeanschluss 7 des Getriebes
8 verbunden ist und wobei sie im Bereich ihrer zweiten Stirnseite 15 über die Flanschverbindung
16 kraftschlüssig mit dem Befestigungsschild 17 und somit mit der zweiten Lagerwandung
3 verbunden ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Getriebe 8 mit der ersten
Lagerwandung 2 fest verbunden, wobei es allerdings grundsätzlich auch möglich ist,
das Getriebe 8 separat auf einem Untergrund anzuordnen, während der Getriebeanschluss
7 dann lediglich durch die erste Öffnung 6 der ersten Stirnseite 9 hindurchragt.
[0075] Fig. 1 zeigt im Übrigen eine Zerkleinerungswalze 5, die eine Mehrzahl an Zerkleinerungswerkzeugen
22 aufweist. Die Zerkleinerungswerkzeuge 22 können als Messer und/oder Zähne ausgebildet
sein. Zusätzlich zeigt die Fig. 1, dass die Zerkleinerungsvorrichtung 1 eine am Maschinenrahmen
4 angeordneten Walzenklappe 26b aufweist. Die Walzenklappe 26b weist Rippen 26c auf,
die Freiräume zur Hindurchführung der Zerkleinerungswerkzeuge 22 aufweisen. Nicht
dargestellt ist, dass die Walzenklappe 26b schwenkbar ausgebildet ist.
[0076] Weiterhin zeigen Fig. 1 und 2, dass die Zerkleinerungsvorrichtung 1 einen am Maschinenrahmen
4 angeordneten Kamm 26a aufweist, wobei der Kamm 26a korrespondierend zu den Zerkleinerungswerkzeugen
22 der Zerkleinerungswalze 5 Gegenwerkzeuge 27 aufweist. Durch das Zusammenwirken
des Kamms 26a mit der Zerkleinerungswalze 5 ergibt sich eine Zerkleinerung des Aufgabegutes
im Betrieb, wenn die Zerkleinerungswalze 5 über das Getriebe 8 mittels eines damit
gekoppelten Motors angetrieben wird. Der Kamm 26a ist an einer schwenkbar gelagerten
Kammklappe 28 angeordnet. Die Kammklappe 28 ist am Maschinenrahmen 4 gelagert.
[0077] In den Fig. 11 und 12 sind die einzelnen Verfahrensschritte zur Montage und/oder
Demontage einer Zerkleinerungswalze 5 einer Zerkleinerungsvorrichtung 1 der vorgenannten
Art dargestellt. Dabei zeigt die Fig. 11 den Ablauf der Demontage. Im Schritt A werden
zunächst die Hebegurte an die Zerkleinerungswalze 5 angelegt. Nicht dargestellt ist,
dass für das Herausheben wenigstens zwei Hebegurte benötigt werden.
[0078] Sofern die Walzenklappe 26b Rippen 26c aufweist, ist im Schritt A vorgesehen. dass
nach und/oder vor Anschlagen der Hebegurte an die Zerkleinerungswalze 5 die Walzenklappe
26b aufgeschwenkt wird. Bei einer weiteren Verfahrensausgestaltung ist vorgesehen,
dass die Kammklappe 28 geschwenkt worden ist zur Vergrößerung des Abstandes zwischen
dem Kamm 26a und der Zerkleinerungswalze 5. Nicht dargestellt ist, dass bei einer
weiteren Ausführungsform vorgesehen ist, dass der Kamm 26a vor Lösung der getrieblichen
Verbindung 3 möglichst nahe an die Kammklappe 28 herangeführt wird.
[0079] Im Schritt B werden die Schrauben bzw. die Schraubverbindungen 23 gelöst. Anschließend
werden die Abdrückschrauben in die Gewindeöffnungen des Befestigungsschildes 17 und/oder
der Flanschverbindung 16 im Schritt C eingeschraubt. Alternativ und/oder ergänzend
wird im Schritt B die Verwendung der hydraulischen Aktuatoren vorgesehen. Im Schritt
D wird die getriebliche Verbindung zwischen dem Getriebeanschluss 7 des Getriebes
8 und der Zerkleinerungswalze 5 in einer horizontalen bzw. axialen Bewegung gelöst.
Herzu werden die einzelnen Abdrückschrauben jeweils immer nur stückweise eingeschraubt,
so dass sich ein möglichst gleichmäßiges Lösen der getrieblichen Verbindung ohne ein
Verkanten ergibt. Während dieser anfänglichen axialen Lösebewegung wird die Zerkleinerungswalze
5 durch die Zentriermittel 19 fixiert.
[0080] Nach Lösen der getrieblichen Verbindung, einhergehend mit einer vorgegebenen Bewegung
in axialer Richtung wird die Zerkleinerungswalze 5 im Schritt E in einer radialen
Bewegung aus der zweiten Öffnung 10 der zweiten Lagerwandung 3 durch den nach außen
geöffneten Öffnungsbereich 12 herausbewegt. Je nach Anordnung und Verlauf des Öffnungsbereichs
12 kann diese Bewegung nach oben und/oder seitlich und/oder nach unten erfolgen. Vorzugsweise
erfolgt während des Lösens der getrieblichen Verbindung und der axialen Bewegung im
Schritt E kein Umsetzen der Hebegurte. Nach Lösung der gesamten Zerkleinerungswalze
5, insbesondere inklusive des Befestigungsschildes 17, aus der Zerkleinerungsvorrichtung
1, wird die Zerkleinerungswalze 5 abgelegt. Das Absetzen erfolgt im Schritt H vorteilhafterweise
auf den abgeflachten Bereich 21 des Befestigungsschildes 17, wobei der abgeflachte
Bereich 21 auf einem Untergrund angeordnet wird.
[0081] Damit die Zerkleinerungswalze insbesondere mit ihren den Befestigungsschild 17 gegenüberliegenden
Ende nicht auf dem Untergrund aufliegt, wird sie an diesem Ende auf einen Lagerbock
25 angeordnet bzw. auf diesem abgelegt. Der Lagerbock 25 weist dabei zumindest im
Wesentlichen die gleichen Nabenhöhe wie die Zerkleinerungswalze 5 auf und passt sich
dabei an die Lagerhöhe des Befestigungsschildes 17 an. Der Lagerbock 25 kann auch
so ausgebildet sein, dass er eine getriebliche Verbindung mit der Zerkleinerungswalze
5 ermöglicht. Hierzu kann der Lagerbock dann einen entsprechenden Wellenzapfen aufweisen.
Ein derartiger Lagerbock 25 ermöglicht es, die abgelegte Zerkleinerungswalze 5 zu
Reparaturzwecken zu drehen.
[0082] In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Lagerbock 25 mit einer Drehvorrichtung,
die in einer weiteren Ausführungsform einen kraftbetriebenen Antrieb aufweist, verbunden.
Die Drehvorrichtung ist so ausgebildet, dass sie die Zerkleinerungswalze 5 drehen
kann, insbesondere wobei der Wellenzapfen in geeigneter Weise mit der Zerkleinerungswalze
5 verbunden ist.
[0083] Ein Wechsel der Zerkleinerungswerkzeuge 22 der Zerkleinerungswalze 5 kann im demontierten
Zustand aus der Zerkleinerungsvorrichtung 1 an der Zerkleinerungswalze 5 erfolgen,
indem im Schritt G die Zerkleinerungswalze 5, die vorzugsweise am Befestigungsschild
17 und am Lagerbock 25 abstützt, gedreht wird. Nach Drehung der Zerkleinerungswalze
5 können die, insbesondere beschädigten, Zerkleinerungswerkzeuge 22 ausgetauscht werden.
[0084] Zur Montage der Zerkleinerungswalze 5 in die Zerkleinerungsvorrichtung 1 ist ein
analoges Verfahren im Vergleich zur Demontage vorgesehen, wobei die in Fig. 11 dargestellten
Verfahrensschritte rückwärts durchlaufen werden. Die Fig. 12 zeigt die den Verfahrensablauf
zur Montage einer Zerkleinerungswalze 5. Zunächst werden im Schritt α die Hebegurte
an die Zerkleinerungswalze 5 angeordnet und diese wird aus dem Lagerbock 25 gelöst.
In einer Hubbewegung, vorzugsweise ohne Umsetzen der Hebewerkzeuge und/oder Hebegurte,
wird die Zerkleinerungswalze 5 in die Zerkleinerungsvorrichtung 1 durch den Öffnungsbereich
12 von oben und/oder von unten und/oder seitlich bis in die zweite Öffnung 10 hineinbewegt.
Jedenfalls zum Ende hin handelt es sich hierbei um eine radiale Bewegung. In diesem
Zustand besteht noch keine Verbindung der Zentrierwalze 5 zum Getriebe 8 oder zur
zweiten Lagerwandung 3. Sofern die Walzenklappe 26b Rippen 26c aufweist, ist sie nach
Anordnung der ersten Stirnseite 9 der Zerkleinerungswalze 5 an den Getriebeanschluss
7 zuzuschwenken. Bei einer weiteren Verfahrensausgestaltung ist vorgesehen, dass die
Kammklappe 28 nach Anordnung der ersten Stirnseite 9 der Zerkleinerungswalze 5 an
den Getriebeanschluss 7 zugeschwenkt worden ist. Nicht dargestellt ist, dass bei einer
weiteren Ausführungsform vorgesehen ist, dass der Kamm 26a nach Anordnung der Zerkleinerungswalze
5 an den Getriebeanschluss 7 möglichst nahe an die Zerkleinerungswalze 5 herangeführt
wird.
[0085] Im Schritt β wird die Zerkleinerungswalze 5 in axialer Richtung bewegt, wobei die
Zentriermittel 19 in die jeweiligen Zentrieröffnungen 20 eingreifen.
[0086] Im Schritt γ wird die getriebliche Verzahnung zwischen dem Getriebeanschluss 7 eines
Getriebes 8 und der Zerkleinerungswalze 5, insbesondere antriebsseitig im Bereich
ihrer ersten Stirnseite 9, hergestellt. Die Anordnung an den Getriebeanschluss 7 der
Zerkleinerungswalze 5 erfolgt in einer horizontalen bzw. axialen Bewegung, wobei die
Zerkleinerungswalze 5 bereits über die Zentriermittel 19 im Bereich der zweiten Lagerwandung
3 zentriert ist.
[0087] Die getriebliche Verbindung wird im Schritt δ hergestellt, nachdem die Zerkleinerungswalze
5 durch die horizontale Bewegung im Schritt γ bereits an den Getriebeanschluss 7 angeordnet
worden ist.
[0088] Eine feste Anordnung bzw. die endgültige Befestigung der Zerkleinerungswalze 5 an
die Zerkleinerungsvorrichtung 1, insbesondere an die erste Lagerwandung 2 sowie der
der ersten Lagerwandung 2 gegenüberliegende zweite Lagerwandung 3, erfolgt im Schritt
ε, wobei alle Schraubverbindungen angezogen werden und eine Überprüfung der Funktionsweise
der Zerkleinerungswalze 5 sowie der sicheren getrieblichen Verbindung zwischen dem
Getriebeanschluss 7 und der Zerkleinerungswalze 5 erfolgt.
[0089] Die Fig. 10 zeigt die Zerkleinerungswalze 5 im demontierten Zustand aus der Zerkleinerungsvorrichtung
1, wobei die erst Stirnseite 9 der Zerkleinerungswalze 5 an einem Lagerbock 25 angeordnet
ist. Weiter zeigt die Fig. 10, dass der Lagerbock 25 in die Innenverzahnung der Zerkleinerungswalze
5 eingreift. Das Befestigungsschild 17 wird dabei über einen abgeflachten Bereich
21 an einem Untergrund angeordnet. Die Zerkleinerungswerkzeuge 22 der Zerkleinerungswalze
5 liegen dabei nicht auf dem Untergrund auf.
[0090] Des Weiteren zeigt Fig. 1 eine Zerkleinerungsvorrichtung 1 zum Zerkleinern von Zerkleinerungsgut,
mit einem Maschinenrahmen 4, einer angetriebenen, am Maschinenrahmen 4 gelagerten
und Zerkleinerungswerkzeuge 22 aufweisenden Zerkleinerungswalze 5, einem Gegenwerkzeuge
27 aufweisenden Kamm 26a und einer am Maschinenrahmen 4 schwenkbar gelagerten Kammklappe
28, wobei die Zerkleinerungswalze 5 zur Zerkleinerung mit dem Kamm 26a zusammenwirkt,
wobei der Kamm 26a im Bereich seines oberen Endes 29 schwenkbar an der Kammklappe
28 gelagert ist, wobei am Kamm 26a wenigstens ein Federmittel 30 mit seinem ersten
Ende 31 angreift und wobei der Kamm 26a über das Federmittel 30 federnd abgestützt
ist.
[0091] In Fig. 1 und 2 ist das Federmittel mit seinem ersten, stirnseitigen Ende 9 am Kamm
26a angeordnet. In weiteren, nicht dargestellten Ausführungsformen kann das erste
Ende 31 des Federmittels 30 auch nur im Endbereich des Federmittels 30 vorgesehen
sein und nicht notwendigerweise an der Stirnseite des Federmittels 30. Darüber hinaus
zeigt Fig. 1, dass das Federmittel 30 mit seinem zweiten Ende 32 am Maschinenrahmen
4 abgestützt ist. Letztlich versteht es sich, dass in weiteren Ausführungsformen das
zweite Ende 32 des Federmittels 30 nicht am stirnseitigen Endbereich 31 des Federmittels
30 vorgesehen sein muss. Der Kamm 26a ist über das Federmittel 30 schwenkbar gelagert
und stützt sich unmittelbar am Maschinenrahmen 4 ab. Die Achse, um die der Kamm 26a
schwenken kann, ist im Bereich seines oberen Endes 29 vorgesehen, da der Kamm 26a
im Bereich seines oberen Endes 29 schwenkbar an der Kammklappe 28 gelagert ist.
[0092] Im Übrigen verdeutlicht Fig. 1, dass der Materialzufuhrtrichter 48 am Maschinenrahmen
4 angeordnet ist. In weiteren, nicht dargestellten Ausführungsformen ist der Maschinenzufuhrtrichter
48 oberhalb der Zerkleinerungsvorrichtung 1 angeordnet und nicht mit dem Maschinenrahmen
4 verbunden.
[0093] Die Fig. 15 zeigt Teile bzw. Komponenten des Maschinenrahmens 4 sowie die Kammklappe
28, den Kamm 26a und die Federmittel 30. Aus Fig. 15 wird ersichtlich, dass die Gelenkmittelpunkte
12 der Kammklappe 28, um die die Kammklappe 28 schwenkbar ausgebildet ist, und der
Anlenkpunkt 34 des Federmittels 30 an seinem zweiten Ende 32 auf derselben kinematischen
Achse 35 liegen. Bei einem Verschwenken der Kammklappe 28, wie durch Fig. 16 und 18
verdeutlicht wird, ergibt sich keine Positionsänderung des zweiten Endes 32 des Federmittels
30, da das zweite Ende 32 auf der kinematischen Achse 35 angeordnet ist. In weiteren,
nicht dargestellten Ausführungsvarianten ist das zweite Ende 32 zwar an dem Maschinenrahmen
4 angeordnet, liegt jedoch nicht auf der kinematischen Achse 35.
[0094] Im Übrigen zeigt Fig. 17, dass an dem Maschinenrahmen 4 Lagerlaschen 36 vorgesehen
sind. Die Lagerlaschen 36 weisen Lageröffnungen 37 auf. Die Kammklappe 28 und das
Federmittel 30 sind mit den Lagerlaschen 36 im Bereich der Lageröffnungen 37 verbunden.
Hierzu sind entsprechende Lagerbolzen vorgesehen, die in die Lageröffnungen 37 eingreifen.
Die Mittelpunkte der Lageröffnungen 37 liegen auf der kinematischen Achse 35. Zusätzlich
zeigt Fig. 17, dass sowohl die Kammklappe 28 als auch das Federmittel 30 in ihrem
Endbereich, derart ausgebildet sind, dass sowohl das Federmittel 30 als auch die Kammklappe
28 fest mit dem Maschinenrahmen 4 über die Lagerlaschen 36 verbunden sind. Die Reaktionskräfte
aus dem Arbeitsprozess, das heißt also aus der Zerkleinerung des Aufgabegutes, werden
von dem Kamm 26a über die Federmittel 30 und die Lagerlaschen 36 in den Maschinenrahmen
4 eingeleitet.
[0095] In allen dargestellten Ausführungsformen erstreckt sich der Kamm 26a zumindest im
Wesentlichen über die Breite der Kammklappe 28. Die Federmittel 30 greifen mit ihren
ersten Ende 31 an der Rückseite 45 des Kamms 26a an. In weiteren, nicht dargestellten
Ausführungsformen kann der Kamm 26a auch mehrteilig ausgebildet sein.
[0096] Die Fig. 19 zeigt den schwenkbar gelagerten Kamm 26a und die Kammklappe 28, wobei
die Rückwandung 45 zur Anordnung des Federmittels 30 in der Darstellung fehlt.
[0097] Das Aufschwenken bzw. Verschwenken der Kammklappe 28 erfolgt um die kinematische
Achse 35 im unteren Bereich der Kammklappe 28, wie sich dies aus Fig. 18 ergibt.
[0098] Zur Verriegelung der Kammklappe 28 im geschlossenen Zustand und somit zur festen
Verbindung der Kammklappe 28 mit dem Maschinenrahmen 4 ist wenigstens eine Verriegelungseinrichtung
38 vorgesehen. Die Fig. 18 zeigt, dass die Verriegelungseinrichtung 38 zwischen der
Kammklappe 28 und dem Maschinenrahmen 4 wirksam ist. Die Verriegelungseinrichtung
38 verbindet die Kammklappe 28 fest mit dem Maschinenrahmen 4, wobei erst nach Entriegelung
der Verriegelungseinrichtung 38 ein Öffnen bzw. ein Aufschwenken der Kammklappe 28,
wie dies aus Fig. 16 und 18 ersichtlich ist, möglich ist. Die Verriegelungseinrichtung
38 weist Verriegelungsbolzen 39 auf. Die Verriegelungsbolzen 39 sind an der Seite
der Kammklappe 28 angeordnet, die der Schwenklagerung 41 der Kammklappe 28 gegenüberliegt.
[0099] Um die Schwenklagerung 41 der Kammklappe 28 bzw. um die kinematische Achse 35 wird
die Kammklappe 28 geschwenkt. Die gegenüberliegende Seite der Kammklappe 28 führt
dabei eine zumindest im Wesentlichen kreisförmige Schwenkbewegung während des Schwenkvorgangs
aus. Zur Fixierung des geschlossenen Zustands der Kammklappe 28 wird die der Schwenklagerung
41 gegenüberliegende Seite der Kammklappe 28 verriegelt. Die Verriegelungsbolzen 39
sind, wie dies Fig. 18 verdeutlicht, keilartig bzw. zylinderförmig ausgebildet und
an der Kammklappe 28 angeordnet. Zur Verriegelung greifen die Verriegelungsbolzen
39 in Verriegelungsöffnungen 40 des Maschinenrahmens 4 ein. Zum Lösen bzw. Öffnen
der Verriegelungseinrichtung 38 werden die Verriegelungsbolzen 39 aus den Verriegelungsöffnungen
40 des Maschinenrahmens 4 herausbewegt, so dass die Kammklappe 28 nicht mehr am Maschinenrahmen
4 verriegelt ist. In dem geschlossenen Zustand der Kammklappe 28 wird der Verriegelungsbolzen
39 in seiner Endstellung durch ein zusätzliches Fixiermittel 49 fixiert bzw. gehalten.
Zur Entriegelung der Verriegelungseinrichtung 38 muss demzufolge der Verriegelungsbolzen
39 nicht nur aus der Verriegelungsöffnung 40 des Maschinenrahmens 4 herausbewegt werden,
sondern auch das Fixiermittel 49 wird von den Verriegelungsbolzen 39 gelöst. Die Fig.
13 zeigt, dass die Zerkleinerungsvorrichtung 1 wenigstens zwei Verriegelungseinrichtungen
38 aufweist, die zumindest im Wesentlichen im Seitenrandbereich der Kammklappe 28
angeordnet sind.
[0100] Auch im geschlossenen Zustand der Kammklappe 28 lässt sich der Kamm 26a schwenken,
wobei durch eine Positionsänderung des Kamms 26a bzw. eine Änderung des Schwenkwinkels
des Kamms 26a der Abstand zur Zerkleinerungswalze 5 verändert wird. Fig. 13 verdeutlicht,
dass der Kamm 26a als zumindest im Bereich seiner beiden Enden gelagerte Kammbalkenschwinge
ausgebildet ist. Die Kammbalkenschwinge wird dabei an der Rückseite 45 des Kamms 26a
durch die Federmittel 30 an dem Maschinenrahmen 4 abgestützt. In der dargestellten
Ausführungsform erstreckt sich der Kamm 26a, wie zuvor erwähnt, zumindest im Wesentlichen
über die gesamte Breite der Kammklappe 28 und ist jeweils im Seitenrandbereich der
Kammklappe 28 schwenkbar gelagert. Wie sich aus den Fig. 13 und 17 ergibt, stützt
sich der Kamm 26a in seinen Endbereichen, insbesondere in der Nähe seiner endseitigen
Stirnseiten, an der Kammklappe 28 ab und ist am oberen Bereich 42 der Kammklappe 28
schwenkbar gelagert. In diesem Bereich muss auch die Kammklappe 28 einen Teil der
Reaktionskräfte und einen Teil der Last des Gewichtes des Kamms 26a aufnehmen. Die
auftretenden Kräfte werden über die Verriegelungseinrichtung 38 in den Maschinenrahmen
4 eingeleitet. Im Bereich der Verriegelungseinrichtung 38 übernimmt die Kammklappe
28 für kurze Weglängen die Abstützung des Kamms 26a zum Maschinenrahmen 4. Dabei ist
der Kamm 26a im oberen Bereich 42 der Kammklappe 28 gelagert und die Schwenklagerpunkte
des Kamms 26a sind benachbart zu den Verriegelungsbolzen 39 angeordnet. In weiteren
Ausführungsformen sind die Verriegelungsbolzen 39 von 1 cm bis 40 cm benachbart zu
den Schwenklagerpunkten des Kamms 26a angeordnet.
[0101] Zur Gewährleistung der bereits angesprochenen Schwenkbewegung des Kamms 26a ist das
Federmittel 30 derart ausgebildet, dass es eine Schwenkbewegung von mehr als 2 cm
ermöglicht. In weiteren Ausführungsformen ist vorgesehen, dass der Kamm 26a eine Ausweichbewegung
von bis zu 40 cm durchführen kann. Nicht dargestellt ist, dass der Abstand in weiteren
Ausführungsformen zwischen der Zerkleinerungswalze 5 und dem Kamm 26a zwischen 2 cm
bis 20 cm vorgesehen ist. Die Schwenkbewegung vergrößert dabei den Abstand zwischen
der Zerkleinerungswalze 5 und dem Kamm 26a nach Fig. 2. Diese Schwenkbewegung des
Kamms 26a erfolgt meist bei einer Überlast, wobei zu großes oder nicht ohne weiteres
zu zerkleinerndes Zerkleinerungsgut in den Spalt zwischen der Zerkleinerungswalze
5 und dem Kamm 26a gerät und eine Ausweichbewegung des Kamms 26a das Abfördern dieses
Aufgabegut dennoch ermöglicht.
[0102] Das Federmittel 30 ist, wie sich dies aus Fig. 5 ergibt, als Hydraulikzylinder ausgebildet.
In weiteren Ausführungsformen kann das Federmittel 30 auch das Druckhaltezylinder
ausgeführt sein. Das Federmittel 30 ist dabei derart ausgebildet, dass es kraftkontrolliert
die Kammbalkenschwinge schwingen lässt bzw. eine Ausweichbewegung des Kamms 26a bei
Überlast ermöglicht. In weiteren Ausführungsformen weist das Federmittel 30 auch einen
Vor-Druckspeicher auf. Die Federmittel 30 übernehmen dabei die Abstützung des Kamms
26a und leiten die Reaktionskräfte, die sich aufgrund der Zerkleinerung des Zerkleinerungsgutes
und dem Zusammenwirken zwischen den Zerkleinerungswerkzeugen 22 der Zerkleinerungswalze
5 und den Gegenwerkzeugen 27 des Kamms 26a ergeben, in den Maschinenrahmen 4 ein.
[0103] Die Fig. 15 und 17 zeigen, dass am seitlichen Randbereich des Kamms 26a jeweils ein
Federmittel 30 an der Rückseite 45 des Kamms 26a mit seinem ersten Ende 31 angreift.
Weiterhin zeigt Fig. 15, dass das Federmittel 30, welches an den seitlichen Randbereich
des Kamms 26a angreift, nicht direkt an der Randkante des Kamms 26a angeordnet sein
muss, sondern sich im Randbereich des Kamms 26a befindet. Zwischen den beiden seitlichen
Federmitteln 30 ist im Übrigen ein weiteres Federmittel 30 im mittigen Bereich des
Kamms 26a an seiner Rückseite 45 angeordnet, wobei das weitere Federmittel 30 mit
seinem ersten Ende 31 an der Rückseite 45 des Kamms 26a angreift. In weiteren Ausführungsformen
können mehr als ein Federmittel 30 in den jeweiligen seitlichen Randbereichen des
Kamms 26a angeordnet werden und/oder auch zusätzliche weitere Federmittel 30 im mittigen
Bereich des Kamms 26a. Sowohl die äußeren Federmittel 30 als auch das weitere, mittige
Federmittel 30 nehmen die Reaktionskräfte des Zerkleinerungsprozesses und die Gewichtskraft
des Kamms 26a auf und leiten diese Kräfte in den Maschinenrahmen 4 ein.
[0104] In der dargestellten Ausführungsvariante ist eine Einrichtung 43 zur Einstellung
und/oder Steuerung und/oder Regelung des Schwenkwinkels des Kamms 26a vorgesehen.
In weiteren, nicht dargestellten Ausführungsformen ist eine Einrichtung 43 zur Messung
und/oder Steuerung der Kammbewegung vorgesehen. Die Einrichtung 43 ist im dargestellten
Ausführungsbeispiel mit den Federmitteln 30 gekoppelt, wobei die Einrichtung 43 derart
ausgebildet ist, dass sie über die Federmittel 30 den Schwenkwinkel des Kamms 26a
nicht nur einstellen kann, sondern diesen auch entsprechend des gemessenen Schwenkwinkels
regeln kann.
[0105] Die Fig. 15 zeigt, dass die Einrichtung 43 ein Wegmessmittel 44 aufweist. Das Wegmessmittel
44 ist als Zylinder ausgeführt. Das Wegmessmittel 44 ist derart ausgebildet, dass
es den Schwenkwinkel des Kamms 26a messen kann und diesen Messwert sowohl zur Speicherung
des Messwertes als auch zur Regelung des Schwenkwinkels des Kamms 26a an die Einrichtung
43 übergibt. Bei einer festen Anordnung der Zerkleinerungswalze 5 am Maschinenrahmen
4 kann durch den Abstand des Kamms 26a zu dem Maschinenrahmen 4 bzw. bei Kenntnis
des Schwenkwinkels des Kamms 26a auf den Abstand zwischen der Zerkleinerungswalze
5 und dem Kamm 26a geschlossen werden. Weiterhin wird anhand von Fig. 15 ersichtlich,
dass das Wegmessmittel 44 mit seinem einen Ende an der Rückseite 45 des Kamms 26a
und mit seinem anderen Ende am Maschinenrahmen 4 angreift. Der Angriffspunkt bzw.
der Anlenkpunkt des Wegmessmittels 44 am Maschinenrahmen 4 ist an der bzw. auf der
kinematischen Achse 35 vorgesehen. Bei einem Schwenkvorgang der Kammklappe 28 ändert
sich dementsprechend nicht die Position des Wegmessmittels 44 relativ zur Kammklappe
28.
[0106] Nicht dargestellt ist, dass das Wegmessmittel 44 die Bewegung des Kamms 26a misst
und aufzeichnet. Über diesen Messwert kann die Einrichtung 43 über die Federmittel
30 die Endposition bzw. den Schwenkwinkel des Kamms 26a einstellen.
[0107] Anhand von Fig. 16 und 18 wird das Aufschwenken der Kammklappe 28 verdeutlicht. Zur
Öffnung der Kammklappe 28 wird eine Öffnungseinrichtung 46 genutzt. Die Öffnungseinrichtung
46 ist dabei zwischen dem Maschinenrahmen 4 und der Kammklappe 28 wirksam. Die Öffnungseinrichtung
46 kann erst genutzt werden, wenn die Verriegelungseinrichtung 38 entriegelt ist bzw.
der Verriegelungsbolzen 39 aus der Verriegelungsöffnung 40 des Maschinenrahmens 4
bewegt worden ist. Die Öffnungseinrichtung 46 weist wenigstens einen Hydraulikzylinder
47 auf, der mit seinem einen Ende am Maschinenrahmen 4 und mit seinem anderen Ende
an eine Längsrandseite der Kammklappe 28 angeschlagen ist. Am Maschinenrahmen 4 ist
der Hydraulikzylinder 47 an einer seitlichen zweiten Lagerwandung 3 befestigt. Der
Hydraulikzylinder 47 kann ausgefahren werden, so dass sich die Kammklappe 28 um ihre
Schwenklagerung 41 bzw. die kinematische Achse 35 drehen kann. Das Ende des Hydraulikzylinders
47, welches an dem Maschinenrahmen 4 angeordnet ist, ist auf Höhe des Fixiermittels
49 bzw. auf Höhe der Verriegelungseinrichtung 38 angeordnet.
[0108] Die Fig. 18 verdeutlicht das Verfahren zur Öffnung der Zerkleinerungsvorrichtung
1 bzw. die einzelnen Positionen des Kamms 26a sowie der Kammklappe 28 während der
Schwenkbewegung der Kammklappe 28. Im geschlossenen Zustand der Kammklappe 28 ist
der Kamm 26a in einem Schwenkwinkel so zur Zerkleinerungswalze 5 angeordnet, dass
die Gegenwerkzeuge 27 zu den Zerkleinerungswerkzeugen 22 korrespondieren, so dass
eine Zerkleinerung des Aufgabegutes erfolgen kann. Im geschlossenen Zustand der Kammklappe
28 sind die Verriegelungsbolzen 39 in die Verriegelungsöffnungen 40 des Maschinenrahmens
4 eingefahren. Ein Fixiermittel 49 fixiert dabei noch zusätzlich den Verriegelungsbolzen
39 in seiner Endposition. Zur Öffnung bzw. zur Schwenkbewegung der Kammklappe 28 ist
zunächst der Kamm 26a mittels des Federmittels 30 möglichst nah an die Kammklappe
28 heranzufahren. Als nächstes wird der Verriegelungsbolzen 39 aus der Verriegelungsöffnung
40 herausbewegt, so dass die Öffnungseinrichtung 46 genutzt werden kann. Zur Öffnung
bzw. zur Schwenkbewegung der Kammklappe 28 fährt der Hydraulikzylinder 47 der Öffnungseinrichtung
46 aus und ermöglicht somit einen Zugriff zum Kamm 26a der Zerkleinerungsvorrichtung
1 bzw. zu den Gegenwerkzeugen 27 des Kamms 26a. Da sowohl die Federmittel 30 als auch
die Schwenkgelenke bzw. die Gelenkmittelpunkte 33 der Kammklappe 28 und das Wegmessmittel
44 auf derselben Achse, nämlich der kinematischen Achse 35, angeordnet sind, ergibt
sich auch keine Positionsänderung der Federmittel 30 und/oder des Wegmessmittels 44
relativ zur Kammklappe 28 beim Verschwenken.
Bezugszeichenliste:
[0109]
- 1
- Zerkleinerungsvorrichtung
- 2
- erste Lagerwandung
- 3
- zweite Lagerwandung / seitliche Lagerwandung
- 4
- Maschinenrahmen
- 5
- Zerkleinerungswalze
- 6
- erste Öffnung
- 7
- Getriebeanschluss
- 8
- Getriebe
- 9
- erste Stirnseite
- 10
- zweite Öffnung
- 11
- Randkante
- 12
- Öffnungsbereich
- 13
- Öffnungsbreite
- 14
- Walzenkörper
- 15
- zweite Stirnseite
- 16
- Flanschverbindung
- 17
- Befestigungsschild
- 18
- Befestigungsmittel
- 19
- Zentriermittel
- 20
- Zentrieröffnungen
- 21
- abgeflachter Bereich
- 22
- Zerkleinerungswerkzeuge
- 23
- Schraubverbindungen
- 24
- Schraubverbindungen
- 25
- Lagerbock
- 26a
- Kamm
- 26b
- Walzenklappe
- 26c
- Rippen
- 27
- Gegenwerkzeuge
- 28
- Kammklappe
- 29
- oberes Ende des Kamms
- 30
- Federmittel
- 31
- erstes Ende Federmittel
- 32
- zweites Ende Federmittel
- 33
- Gelenkmittelpunkte Kammklappe
- 34
- Anlenkpunkt Federmittel
- 35
- kinematische Achse
- 36
- Lagerlaschen
- 37
- Lageröffnungen
- 38
- Verriegelungseinrichtung
- 39
- Verriegelungsbolzen
- 40
- Verriegelungsöffnungen
- 41
- Schwenklagerung Kammklappe
- 42
- oberer Bereich Kammklappe
- 43
- Einrichtung
- 44
- Wegmessmittel
- 45
- Rückseite des Kamms
- 46
- Öffnungseinrichtung
- 47
- Hydraulikzylinder der Öffnungseinrichtung
- 48
- Materialzufuhrtrichter
- 49
- Fixiermittel
1. Zerkleinerungsvorrichtung (1) zum Zerkleinern von Zerkleinerungsgut, mit einem Maschinenrahmen
(4), einer angetriebenen, am Maschinenrahmen (4) gelagerten und Zerkleinerungswerkzeuge
(22) aufweisenden Zerkleinerungswalze (5), einem Gegenwerkzeuge (27) aufweisenden
Kamm (26a) und einer am Maschinenrahmen (4) schwenkbar gelagerten Kammklappe (28),
wobei die Zerkleinerungswalze (5) zur Zerkleinerung mit dem Kamm (26a) zusammenwirkt,
wobei der Kamm (26a) im Bereich seines oberen Endes (29) schwenkbar an der Kammklappe
(28) gelagert ist, wobei am Kamm (26a) wenigstens ein Federmittel (30) mit seinem
ersten Ende (31) angreift und wobei der Kamm (26a) über das Federmittel (30) federnd
abgestützt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich das Federmittel (30) mit seinem zweiten Ende (32) am Maschinenrahmen (4) abstützt.
2. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkmittelpunkte (33) der Kammklappe (28) und der Anlenkpunkt (34) des Federmittels
(30) an seinem zweiten Ende (32) zumindest im Wesentlichen auf derselben kinematischen
Achse (35) liegen.
3. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Maschinenrahmen (4) Lagerlaschen (36) mit Lageröffnungen (37) für die Kammklappe
(28) und das Federmittel (30) vorgesehen sind und dass die Mittelpunkte der Lageröffnungen
(37) auf der kinematischen Achse (35) liegen.
4. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine zwischen der Kammklappe (28) und dem Maschinenrahmen (4) wirksame
Verriegelungseinrichtung (38) zur Verriegelung (38) der Kammklappe (28) im geschlossenen
Zustand der Kammklappe (28) vorgesehen ist, insbesondere wobei die Verriegelungseinrichtung
(38), insbesondere keilartige ausgebildete, Verriegelungsbolzen (39) an der Kammklappe
(28) zum Eingriff in Verriegelungsöffnungen (40) am Maschinenrahmen (4) aufweist,
insbesondere wobei die Verriegelungsbolzen (39) an der der Schwenklagerung (41) der
Kammklappe (28) gegenüberliegenden Seite der Kammklappe (28) vorgesehen sind.
5. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kamm (26a) als zumindest im Bereich seiner beiden Enden gelagerte Kammbalkenschwinge
ausgebildet ist und/oder dass sich der Kamm (26a) sich zumindest im Wesentlichen über
die Breite der Kammklappe (28) erstreckt und jeweils im Seitenrandbereich der Kammklappe
(28) schwenkbar gelagert ist.
6. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das, insbesondere als Hydraulikzylinder und/oder Druckhaltezylinder ausgebildete,
Federmittel (30) derart ausgebildet ist, dass es eine Schwenkbewegung des Kamms (26a),
insbesondere zur Vergrößerung des Abstandes zwischen Zerkleinerungswalze (5) und dem
Kamm (26a), von mehr als 2 cm, insbesondere bis zu 20 cm, insbesondere bei Überlast,
ermöglicht, insbesondere wobei der Kamm 26a eine Ausweichbewegung von bis zu 40 cm
durchführen kann.
7. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Federmittel (30) rückseitig im seitlichen Randbereich des Kamms (26a)
mit seinem ersten Ende (31) angreift, insbesondere wobei ein weiteres Federmittel
(30) rückseitig im mittigen Bereich des Kamms (26a) mit seinem ersten Ende (31) angreift.
8. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (43) zur Messung und/oder Steuerung und/oder Regelung des Schwenkwinkels
des Kamms (26a) vorgesehen ist.
9. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (43) ein Wegmessmittel (44) aufweist, insbesondere wobei das Wegmessmittel
(44) mit seinem einen Ende an der Rückseite (45) des Kamms (26a) und mit seinem anderen
Ende an dem Maschinenrahmen (4), vorzugsweise auf der kinematischen Achse (35), angreift.
10. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (43) mit dem Federmittel (30) gekoppelt ist.
11. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zwischen dem Maschinenrahmen (4) und der Kammklappe (28) wirksame Öffnungseinrichtung
(46) zum Verschwenken der Kammklappe (28) vorgesehen ist, insbesondere wobei die Öffnungseinrichtung
(46) wenigstens einen Hydraulikzylinder (47) aufweist, der mit seinem einen Ende am
Maschinenrahmen (4), insbesondere einer seitlichen Lagerwandung (3), und mit seinem
anderen Ende an eine Längsrandseite der Kammklappe (28) angeschlagen ist.