[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und
ein entsprechendes Verfahren.
[0002] Selbstentleerende Separatoren werden zum Klären eines zu verarbeitenden Produktes
von Stoffen mit höherem spezifischem Gewicht -im Folgenden Feststoffe genannt- verwendet
und sind aus dem Stand der Technik bekannt. Danach weist ein solcher Separator eine
drehbare Trommel mit einem Zulauf, wenigstens einen Flüssigkeitsauslass, diskontinuierlich
zu öffnenden und zu verschließenden Feststoffauslassöffnungen oder kontinuierlich
offenen Feststoffauslassöffnungen sowie eine Steuereinheit auf. Die Feststoffauslassöffnungen
münden üblicherweise in einem Ringraum, der auch als Feststofffänger bezeichnet wird
[0003] Bei der Verarbeitung von empfindlichen Produkten, wie z.B. Algen, Fermentationsbrühen
oder anderen biogenen Produkten, muss evtl. verhindert werden, dass die auszugetragenen
Feststoffe bei der Austragung aus dem Separator in den Feststofffänger auf Grund des
starken Impulses, der auf den Feststoff wirkt, dauerhaft Schaden nehmen oder sogar
in ihrer Struktur zerstört werden. Es ist in diesen Fällen also dafür Sorge zu tragen,
dass die Kräfte, die beim Aufprall des Feststoffs auf eine Prallwand des Feststofffängers
auf den Feststoff wirken, reduziert werden.
[0004] In der
WO 03/008105 A1 wird ein selbstentleerender Separator beschrieben. Der Separator weist einen Feststofffänger
mit einer ringförmigen Prallwand auf. Die Prallwand ist so gestaltet, dass der ausgetragene
Feststoff einen definierten Weg entlang einer gekrümmten Bahn zurücklegt, bevor er
aus dem Feststofffänger abgeleitet wird. Hierdurch soll eine schonende und scherungsarme
Umlenkung des Feststoffs aus den Feststoffauslassöffnungen des Separators in den Feststofffänger
erfolgen.
[0005] Ein gattungsgemäßer Separator nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist ferner aus
der
DE 10 2013 111 576 A bekannt.
[0006] In der
US 3 145 172 A wird vorgeschlagen, mit tangential in einen Feststofffänger eingeleiteter Flüssigkeit
den Feststofffänger zu säubern.
[0007] In der
DE 25 50 496 A1 und der
DE 27 55 130 1 wird vorgeschlagen, bei einer Zuckerzentrifuge den Zucker nach dem Austragen aus
der Schleudertrommel in Wasser aufzulösen.
[0008] Die Erfindung hat vor diesem Hintergrund die Aufgabe, den gattungsgemäßen selbstentleerenden
Separator derart weiterzuentwickeln, dass mit ihm eine schonende und zerstörungsarme
Feststoffaustragung möglich wird.
[0009] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1. Die Erfindung
schafft ferner das Verfahren des Anspruchs 10.
[0010] Demnach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Feststofffänger eine Einrichtung
zur Erzeugung eines Fluidvorhanges aufweist, auf den die aus den Auslassöffnungen
für Feststoff austretenden Feststoffe auftreffen, bevor sie im Feststofffänger auf
eine feste Wand auftreffen könnten. Der Impuls des austretenden Feststoffs wird dadurch
vorteilhaft zumindest teilweise beim Auftreffen auf den Fluidvorhang abgebaut, so
dass der Feststoffaustrag in den Feststofffänger schonend und scherungsarm erfolgt.
Entsprechend wird ein Verfahren zum Betreiben eines Separators nach einem der darauf
bezogenen Ansprüche geschaffen, mit dem ein zu verarbeitendes Produkt in einem Zentrifugalfeld
in der Trommel von Feststoff geklärt wird, der aus der Trommel kontinuierlich oder
diskontinuierlich durch Auslassöffnungen entleert wird, und bei dem zumindest während
der Entleerung der Feststoffe ein Fluidvorhang erzeugt wird, auf welchen die aus den
Auslassöffnungen für Feststoffe austretenden Feststoffe auftreffen.
[0011] Dabei weist die Einrichtung zur Erzeugung eines Fluidvorhanges Öffnungen, d.h. Düsen,
auf, die am Umfang des Feststofffängers verteilt sind und mit denen der Fluidvorhang
erzeugbar ist. Dadurch ist vorteilhaft gewährleistet, dass die benötigten Bauteile
für einen schonenden und scherungsarmen Feststoffaustrag einfach und ohne Umbau des
Feststofffängers an einen Separator angeordnet werden können oder sogar nachrüstbar
sind. Der Fluidvorhang wird vorzugsweise derart erzeugt, dass er sich während des
Feststoffaustrags zylindrisch oder konisch um die Trommel bzw. zumindest konzentrisch
hülsenartig um deren Feststoffaustragsöffnungen erstreckt.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsvariante weist der Feststofffänger eine Prallwand
auf, die in Flugrichtung des Feststoffes hinter dem Vorhang angeordnet ist. Der Separator
kann derart wahlweise mit oder ohne Fluidvorhang verwendet werden.
[0013] Zweckmäßig ist, dass der Fluidvorhang entlang des gesamten Umfangs des Feststofffängers
vor einer Prallwand ausgebildet ist.
[0014] Der Fluidvorhang kann nach einer Variante an einem den Feststoff diskontinuierlich
entleerenden Separator eingesetzt werden. Der Fluidvorhang ist eine vorteilhafte Ergänzung.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung kann als das Fluid,
dass den Fluidvorhang ausbildet, Wasser verwendet werden. Der Fluidvorhang ist dann
ein Wasservorhang aus flüssigem Wasser.
[0016] Dies ist u.a. vorteilhaft, da eine Wasserhydraulik auch für eine Betätigung eines
Kolbenschiebers vorhanden ist, der die Austragungsöffnungen eines Separators mit diskontinuierlichem
Feststoffaustrag öffnet und schließt und da derart einfach ein weiterer Hydraulikteil
zur Versorgung der Öffnungen, insbesondere Düsen, zur Erzeugung des Fluidvorhanges
bereitgestellt werden kann.
[0017] Auch die Verwendung des zu verarbeitenden Ausgangsproduktes oder dessen gewonnene
Klarphase als Fluid für den Fluidvorhang ist vorteilhaft, da es hierdurch nicht zur
Vermischung des Feststoffes mit einem zusätzlichen Fluid kommt.
[0018] Um des ausgetragenen Feststoffes so wenig wie möglich zu verdünnen, kann der Fluidvorhang
erst kurz vor der Entleerung eingeschaltet werden Zeit
ein <10 Sekunden beziehungsweise direkt nach der Entleerung wieder ausgeschaltet werden
Zeit
aus < 10 Sekunden.
[0019] Falls es sich um einen Feststoff handelt, von dem keine Reste in dem Feststofffänger
verbleiben sollen, kann der Wert für Zeit
aus auch deutlich verlängert werden Zeit
aus < 10 Minuten, um ein Ausspülen des Feststoffes aus dem Feststofffänger zu gewährleisten.
[0020] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Separators sind den übrigen
Unteransprüchen zu entnehmen.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1:
- eine schematische Schnittansicht eines erfindungsgemäßen selbstent-leerenden Separators
mit diskontinuierlicher Feststoffaustragung;
- Figur 2:
- eine schematische Schnittansicht eines selbstentleerenden Separators mit kontinuierlicher
Feststoffaustragung.
- Figur 3:
- ein schematischer Ablaufplan des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0022] Fig. 1 zeigt einen Separator 1 zum Klären von feststoffhaltigen, fließfähigen Ausgangsprodukten
AP mit einer drehbaren Trommel 2 mit vertikaler Drehachse. Die Verarbeitung des Ausgangsproduktes
AP erfolgt im kontinuierlichen Betrieb. Der Separator 1 ist ein selbstentleerender
Separator 1.
[0023] Dies bedeutet, dass der Zulauf des Ausgangsprodukt AP kontinuierlich erfolgt und
auch das Ableiten wenigstens einer geklärten Flüssigkeitsphase, Klarphase KP genannt,
kontinuierlich erfolgt. Die Trommel 2 des Separators 1 verfügt in Ausgestaltung als
selbstentleerender Separator 1 über einen hier diskontinuierlichen Feststoffauslass,
wobei der aus dem Ausgangsprodukt AP durch Klärung abgetrennte Feststoff F hier intervallartig
durch das Öffnen und Wiederverschließen von Auslassdüsen bzw. Auslassöffnungen 3 entfernt
wird.
[0024] Die Trommel 2 weist ein Trommelunterteil 4 und einen Trommeldeckel 5 auf. Sie ist
ferner vorzugsweise von einer Haube 6 umgeben. Die Trommel 2 ist zudem auf eine Antriebsspindel
7 aufgesetzt, die drehbar gelagert und motorisch antreibbar ist.
[0025] Die Trommel 2 weist einen Produktzulauf 8 auf, durch welchen das Ausgangsprodukt
AP in die Trommel 2 geleitet wird. Sie weist ferner wenigstens einen Ablauf 9 - mit
einem Greifer versehen - auf, der zur Ableitung einer Klarphase KP aus der Trommel
2 dient. Der Greifer - auch Schälscheibe genannt - ist eine Zentripetalpumpe. Der
Ablauf 9 kann konstruktiv auch auf andere Weise bzw. mit anderen Mitteln erfolgen.
Zudem ist es auch denkbar, neben der Klärung auch eine Trennung des Ausgangsproduktes
AP in zwei Flüssigkeitsphasen verschiedener Dichte vorzunehmen. Hierzu ist dann ein
weiterer Flüssigkeitsablauf erforderlich.
[0026] Die Trommel 2 weist vorzugweise ein Tellerpaket 10 aus axial beabstandeten Trenntellern
auf. Zwischen dem Außenumfang des Tellerpakets 10 und dem Innenumfang der Trommel
2 im Bereich ihres größten Innendurchmessers ist ein Feststoffsammelraum 11 ausgebildet.
Feststoffe, welche im Bereich des Tellerpakets 10 von der Klarphase getrennt werden,
sammeln sich in dem Feststoffsammelraum 11, aus dem die Feststoffe F über Auslassöffnungen
3 aus der Trommel 2 ausgetragen werden können.
[0027] Die Auslassöffnungen 3 können dazu hier mittels eines Kolbenschiebers 12, welcher
im Trommelunterteil 4 angeordnet ist und in diesem parallel zur Drehachse (insbesondere
vertikal) verschiebbar ist, geöffnet und geschlossen werden. Bei geöffneten Auslassöffnungen
3 wird der Feststoff F aus der Trommel 2 in einen Feststofffänger 13 ausgelassen.
[0028] Zur Bewegung des Kolbenschiebers 12 weist die Trommel 2 einen Betätigungsmechanismus
auf. Hier umfasst dieser wenigstens eine Zulaufleitung 14 für ein Steuerfluid wie
z.B. Wasser und eine Ventilanordnung 15 in der Trommel 2 und weitere Elemente außerhalb
der Trommel 2. So wird der Zulauf des Steuerfluides über eine außerhalb der Trommel
2 angeordnete Dosieranordnung 16 ermöglicht, welche einer außerhalb der Trommel 2
angeordnete Zulaufleitung 17 für das Steuerfluid zugeordnet ist, so dass für eine
Feststoffentleerung des Feststoffs F durch Freigabe der Ventilanordnung 15 das Steuerfluid
in die Trommel 2 einleitbar ist oder umgekehrt der Zustrom an Steuerfluid unterbrochen
werden kann, um den Kolbenschieber 12 entsprechend zu bewegen, um die Auslassöffnungen
3 freizugeben.
[0029] Der Feststofffänger 13 weist eine Einrichtung zur Erzeugung eines Fluidvorhanges
20 auf, auf dem die aus den Auslassöffnungen 3 für Feststoff F austretenden Feststoffe
F auftreffen.
[0030] Der Feststofffänger 13 weist weiterhin wenigstens eine vorzugsweise bezogen auf die
Drehachse radial äußere Prallwand 18 auf. Die Einrichtung zur Erzeugung eines Fluidvorhanges
20 weist mehrere, vorzugsweise vier oder mehr Öffnungen - insbesondere Düsen 19 -
auf, die am Umfang des Feststofffängers 13 - vorzugsweise gleichmäßig - winkelbeabstandet
verteilt sein können. Der Fluidvorhang 20 liegt bezogen auf die Prallwand 18 radial
innen.
[0031] Dabei ist die Anzahl der Öffnungen, insbesondere Düsen, 19 abhängig vom Durchmesser
der Trommel 2 und wird vorteilhaft so gewählt, dass durch die Öffnungen, insbesondere
Düsen, 19 der Fluidvorhang 20 so erzeugt wird, dass er vorteilhaft entlang des gesamten
Umfangs des Feststofffängers 13 vor seiner Prallwand 18 ausgebildet ist. Der Impuls
des austretenden Feststoffs F wird dadurch vorteilhaft zumindest teilweise beim Auftreffen
auf den Fluidvorhang 20 abgebaut.
[0032] Der Fluidvorhang 20 wird vorzugsweise in axialer Richtung bei vertikaler Drehachse
von oben nach unten gesprüht. Dann sind die Öffnungen 19 vorzugsweise an einer oberen
Wandung des Feststofffängers oder an einem angrenzenden Bauteil wie einer Haube verteilt
und ihr Austrittsende ist vorzugsweise axial im Wesentlichen nach unten gerichtet.
Vorzugsweise ist der Fluidvorhang 20 in erzeugten Zustand zylindrisch oder konisch.
Er kann aber z.B. auch umfangsgeschlossen mehreckig die Trommel umgeben. Dazu sind
die Öffnungen 19 vorzugsweise an einer oberen Wandung des Feststofffängers verteilt
und ihr Austrittsende ist nach unten gerichtet.
[0033] Die Öffnungen, insbesondere Düsen, 19 sind vorzugsweise so gestaltet, dass das austretende
Fluid fächerartig austritt, d.h. radial bezogen auf die Drehachse der Trommel ist
der Fluidstrahl schmal, senkrecht dazu ist der Fluidstrahl breit, um mit möglichst
wenig Öffnungen, insbesondere Düsen, den gesamten Umfang innerhalb des Feststofffängers
mit einem Fluidvorhang 20 abzudecken. Um diesen fächerartigen Austritt zu erzeugen,
kann die Düse mit einer schlitzartigen Austrittsöffnung versehen werden oder alternativ
mit mehreren Austrittsöffnungen in Richtung des zu erzeugenden Fluidvorhanges.
[0034] Die Wirksamkeit des Fluidvorhanges kann durch die Menge/Zeit des eingesetzten Fluides
in Abhängigkeit von der Empfindlichkeit des zu verarbeitenden Produktes eingestellt
werden. Je mehr Fluid eingesetzt wird, desto dichter wird der Fluidvorhang und desto
stärker wird der Impuls des austretenden Feststoffes abgebaut. Hierzu kann im Stellglied
22 die Menge/Zeit des Fluides geregelt werden indem hierin der Öffnungsquerschnitt
eines Ventils verändert wird. Alternativ kann der Druck des Fluids in der Leitung
21 verändert werden, oder auch die Querschnitte der Öffnungen in den Öffnungen, insbesondere
Düsen, 19 angepasst werden.
[0035] Die Öffnungen, insbesondere Düsen, 19 können, wie in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellt,
das Fluid von oben in den Feststofffänger leiten, alternativ ist dies auch von unten
möglich oder auch tangential aus Richtung der Prallwand 18.
[0036] Das den Fluidvorhang 20 bildende Fluid ist vorzugsweise Wasser. Dies ist vorteilhaft,
da eine Wasserhydraulik auch für die Betätigung des Kolbenschiebers 12 vorhanden sein
kann und insofern Teile dieser Hydraulik mehrfach nutzbar sind. Dies ist jedoch nicht
zwingend.
[0037] Alternativ/Optional ist auch die Verwendung des zu verarbeitenden Ausgangsproduktes
oder dessen gewonnene Klarphase als Fluid für den Fluidvorhang vorteilhaft, da es
hierdurch nicht zur Vermischung des Feststoffes mit einem zusätzlichen Fluid kommt.
[0038] Die Zuführung des Fluids erfolgt über eine entsprechende Leitung 21. Die Leitung
21 kann durch einen Steuerimpuls durch ein Stellglied 22 abgesperrt und geöffnet werden.
[0039] Um den ausgetragenen Feststoff so wenig wie möglich zu verdünnen, kann der Fluidvorhang
20 erst kurz vor der Entleerung des Feststoffes eingeschaltet werden. So kann die
Einschaltzeit vor der Entleerung "Zeit
ein <10 Sekunden" betragen. Der Fluidvorhang wird vorzugsweise direkt nach der Entleerung
wieder ausgeschaltet.
[0040] Vorzugsweise gilt: "Zeit
aus < 10 Sekunden", da der Fluidvorhang bis zur nächsten Entleerung nicht weiter benötigt
wird.
[0041] Falls es sich um einen Feststoff handelt, von dem keine Reste in dem Feststofffänger
verbleiben sollen, kann der Wert für Zeit
aus auch deutlich verlängert werden Zeit
aus < 10 Minuten, um ein Ausspülen des Feststoffes aus dem Feststofffänger zu gewährleisten.
[0042] Wenn es sich als vorteilhaft für das Ausleiten der Feststoffe aus dem Feststofffänger
erweist, z.B. bei klebrigen oder adhäsiven Feststoffen, kann der Fluidvorhang auch
dauerhaft aktiviert sein.
[0043] Durch den sich vor der Prallwand 18 erstreckende Fluidvorhang 20 wird einfach vorteilhaft
ein schonender und scherungsarmer Impulsabbau des aus den Auslassöffnungen 3 des Separators
1 in den Feststofffänger 13 austretenden Feststoffs F ermöglicht.
[0044] Vorteilhaft ist ferner, dass die dazu benötigten Bauteile 19, 21, 22 einfach und
ohne Umbau des Feststofffängers 13 an einen Separator 1 nachrüstbar sind. Darüber
hinaus wird das konstruktive Variantenmanagement des Separators 1 vereinfacht, da
die Variante des Feststofffängers 13 für einen schonenden Feststoffaustrag einfach
und damit vorteilhaft durch die gewöhnliche Variante des Feststofffängers 13 plus
die Öffnungen, insbesondere Düsen, 19 gebildet ist.
[0045] Dier hier geschilderten Steuerungsvorgänge bzw. Steuerimpulse werden durch eine Steuerungsvorrichtung
23 gesteuert bzw. koordiniert. Die Steuerungsvorrichtung 23 ist dazu über Datenverbindungen
24, 25, die hier beispielhaft durch spannungsführende bzw. signalführende Leitungen
bzw. Kabel ausgeführt sind, mit den Stellgliedern bzw. Ventilen 16, 21 verbunden.
Die Datenverbindungen 24, 25 können alternativ aus durch andere geeignete Wirkprinzipien,
wie z.B. durch das Überbrücken der Signalstrecke durch hochfrequente Strahlung, wie
z.B. Funksignale realisiert sein.
[0046] Um Wiederholungen zu vermeiden, werden zu dem Separator 1 in Fig. 2 nur Abweichungen,
Änderungen oder Ergänzungen zu dem Separator 1 nach Fig. 1 beschrieben.
[0047] Abweichend zu dem Separator 1 nach Fig. 1, arbeitet der Separator 1 nach Fig. 2,
der nicht unter Anspruch 1 fällt, als selbstentleerender Separator 1 mit einem kontinuierlichen
Feststoffauslass. Demzufolge verfügt die Trommel 2 des Separators 1 hier über einen
kontinuierlichen Feststoffauslass, wobei der aus dem Ausgangsprodukt AP durch Klärung
abgetrennte Feststoff F hier permanent durch die Auslassdüsen bzw. Auslassöffnungen
3 entfernt wird. Ein Kolbenschieber 12 mit den entsprechenden Stellgliedern und Zuleitungen
ist demzufolge hier nicht erforderlich.
[0048] In Fig. 2 sind die Öffnungen, insbesondere Düsen, 19, die den Fluidvorhang 20 vor
der Prallwand 18 des Feststofffängers 13 erzeugen, gut sichtbar dargestellt. Der Feststofffänger
13 weist hier eine Leitung auf, mit der der Feststoff F aus dem Feststofffänger 13
abgeleitet wird. Aus diesem Grund weist der Feststofffänger 13 in der in Fig. 2 gezeigten
Schnittdarstellung - wobei der Schnitt durch die Ableitung gelegt ist - zwei unterschiedliche
Geometrien auf.
[0049] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel eines Produkt-Klärverfahrens, welches mit
dem vorbeschriebenen Separator 1 durchgeführt werden kann, anhand der Figuren näher
erläutert.
[0050] In die Trommel 2 des Separators wird vorzugsweise kontinuierlich das Ausgangsprodukt
AP geleitet, wo dieses geklärt wird. Es erfolgt ein kontinuierlicher Klarphasenauslass
der Klarphase KP.
[0051] Während der Klärung des Ausgangsproduktes AP unter Bildung der Klarphase KP werden
im Ausgangsprodukt AP enthaltene Trubstoffe und andere Feststoffe F im Feststoffsammelraum
11 der Trommel 2 außerhalb des Tellerpaketes 10 gesammelt, der sich füllt.
[0052] Bei einem diskontinuierlich entleerenden Separator 1 wird in Abhängigkeit von definierten
Parametern die Austragung des Feststoffs F aus der Trommel 2 durch die Auslassöffnungen
3 in den Feststofffänger 13 initiiert, während bei einem kontinuierlich entleerenden
Separator 1 die Austragung von Feststoff F permanent nach Starten des Separationsprozesses
geschieht.
[0053] Für das schonende und scherungsarme Entleeren von Feststoff F aus einem erfindungsgemäßen,
den Feststoff F diskontinuierlich oder kontinuierlich entleerenden Separator 1 wird
folgendes Verfahren angegeben:
Das Verfahren - siehe Fig. 3 - startet im Schritt 100. In Schritt 100 wird die Entleerung
des Feststoffs F aus dem Feststoffsammelraum 11 des Separators initiiert bzw. bei
einem kontinuierlich entleerenden Separator 1 wird der Separationsprozess in Gang
gesetzt.
[0054] Danach wird in einem weiteren Schritt 200 durch einen Steuerimpuls auf das Stellglied
22 die Zufuhr von Fluid zu den Öffnungen, insbesondere Düsen, 19 zur Erzeugung des
Fluidvorhangs 20 vor der Prallwand 18 des Feststofffängers 13 gestartet.
[0055] In einem darauf folgenden Schritt 300 verstreicht ein definierter, diskreter Zeitintervall,
der entsprechend der Entleerungsdauer bestimmt wird und z.B. eine bis zehn, besonders
bevorzugt drei bis fünf Sekunde(n) betragen kann. Der Fluidvorhang wird aufgebaut.
[0056] In einem weiteren Schritt 400 wird die Entleerung des Feststoffs F aus dem Feststoffsammelraum
11 des Separators durch einen Steuerimpuls auf die Dosieranordnung 16 und die Ventilanordnung
15 gestartet, sofern es sich bei dem Separator um einen diskontinuierlich entleerenden
Separator nach Fig. 1 handelt. Bei einem kontinuierlich entleerenden Separator beginnt
die Entleerung des Feststoffs F nach dem der Separationsprozess gestartet wurde und
das Zeitintervall in Schritt 300 verstrichen ist, direkt.
[0057] In einem darauf folgenden Schritt 500 wird die Austragung von Feststoff F aus dem
Feststoffsammelraum 11 durch einen Steuerimpuls auf die Dosieranordnung 16 und die
Ventilanordnung 15 beendet. Bei einem kontinuierlich entleerenden Separator endet
die Entleerung des Feststoffs F erst, wenn der Trennprozess beendet wird.
[0058] In einem abschließenden Schritt 600 wird die Zufuhr von Fluid zu den Öffnungen, insbesondere
Düsen, 19 zur Erzeugung des Fluidvorhangs 20 vor der Prallwand 18 des Feststofffängers
13 durch einen Steuerimpuls auf das Stellglied 22 beendet.
[0059] Insgesamt wird mit den dargestellten und beanspruchten Verfahren auf einfache und
damit vorteilhafte Weise ein schonendes und scherungsarmes Entleeren von Feststoff
F aus einem erfindungsgemäßen, den Feststoff F diskontinuierlich entleerenden Separator
1 gewährleistet.
Bezugszeichenliste
[0060]
- 1
- Separator
- 2
- Trommel
- 3
- Auslassöffnung
- 4
- Trommelunterteil
- 5
- Trommeldeckel
- 6
- Haube
- 7
- Spindel
- 8
- Zulauf
- 9
- Ablauf
- 10
- Tellerpaket
- 11
- Feststoffsammelraum
- 12
- Kolbenschieber
- 13
- Feststofffänger
- 14
- Zulaufleitung
- 15
- Ventilanordnung
- 16
- Dosieranordnung
- 17
- Hydraulikleitung
- 18
- Prallwand
- 19
- Öffnung
- 20
- Fluidvorhang
- 21
- Zuleitung
- 22
- Stellglied
- 23
- Steuerung
- 24
- Datenverbindung
- 25
- Datenverbindung
- KP
- Klarphase
- AP
- Ausgangsprodukt
- F
- Feststoff
1. Selbstentleerender Separator (1), der eine drehbare Trommel (2) mit einem Zulauf (8),
mit wenigstens einem Flüssigkeitsablauf (9) mit Auslassöffnungen (3) für Feststoff
(F) und eine Steuerung (23) aufweist, in dem ein fließfähiges Ausgangsprodukt (AP)
in einem kontinuierlichen Betrieb in einem Zentrifugalfeld in der sich drehenden Trommel
(2) von den Feststoffen (F) geklärt wird, wobei ein kontinuierliches Auslassen wenigstens
einer geklärten Flüssigkeitsphase - einer Klarphase (KP) - erfolgt und wobei mit den
Auslassöffnungen (3) ein Auslassen einer Feststoffphase (F) - Feststoffentleerung
genannt -, aus einem Feststoffsammelraum (11) der Trommel (2) in einen ringförmigen
Feststofffänger (13) diskontinuierlich erfolgt, so dass der Separator (1) ein den
Feststoff (F) diskontinuierlich entleerender Separator (1) ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Feststofffänger (13) eine Einrichtung zur Erzeugung eines Fluidvorhanges (20)
aufweist, auf welchen die aus den Auslassöffnungen (3) für Feststoff (F) austretenden
Feststoffe (F) auftreffen, wobei die Einrichtung zur Erzeugung eines Fluidvorhanges
(20) Öffnungen aufweist, wobei die Öffnungen (19) an einer oberen Wandung des Feststofffängers
oder an einem angrenzenden Bauteil wie einer Haube verteilt sind und ihr Austrittsende
axial im Wesentlichen nach unten gerichtet ist, wobei die Öffnungen Düsen (19) sind
und wobei die Düsen (19) am Umfang der Feststofffängers (13) verteilt sind.
2. Selbstentleerender Separator (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens vier oder mehr Öffnungen, insbesondere Düsen, (19) am Umfang des Feststofffängers
(13) verteilt sind.
3. Selbstentleerender Separator (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Feststofffänger (13) eine Prallwand (18) aufweist.
4. Selbstentleerender Separator (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidvorhang (20) entlang des gesamten Umfangs des Feststofffängers (13) vor
seiner Prallwand (18) ausgebildet ist.
5. Selbstentleerender Separator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Separator (1) ein den Feststoff (F) kontinuierlich entleerender Separator (1)
ist.
6. Selbstentleerender Separator (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid, dass den Fluidvorhang (20) ausbildet, Wasser ist.
7. Selbstentleerender Separator (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als das Fluid, das den Fluidvorhang (20) ausbildet, das Ausgangsprodukt oder die
oder eine der aus dem zu verarbeitenden Ausgangsprodukt gewonnene(n) Klarphase(n)
verwendet wird.
8. Selbstentleerender Separator (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung des Fluids zu den Öffnungen, insbesondere Düsen, (19) über eine Zuleitung
(21) erfolgt, wobei die Zuleitung (21) durch ein Stellglied (22) absperrbar und öffenbar
ist.
9. Selbstentleerender Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerungsvorrichtung (23) vorgesehen ist, die vorzugsweise über Datenverbindungen
(24, 25) mit dem Stellglied (22) verbunden ist.
10. Verfahren zum Betreiben eines Separators nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit
dem ein zu verarbeitendes Produkt in einem Zentrifugalfeld in der Trommel von Feststoff
geklärt wird, der aus der Trommel diskontinuierlich entleert wird, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest während der Entleerung der Feststoffe ein Fluidvorhang erzeugt wird, auf
welchen die aus den Auslassöffnungen (3) für Feststoff (F) austretenden Feststoffe
(F) auftreffen.
1. A self-emptying separator (1), which comprises a rotatable drum (2) having a vertical
axis of rotation and having a feed (8), having at least one liquid drain (9) having
outlet openings (3) for solid (F), and a controller (23), in which a free-flowing
starting product (AP) is clarified of the solids (F) in continuous operation in a
centrifugal field in the rotating drum (2), wherein at least one clarified liquid
phase - a clear phase (KP) - is let out continuously and wherein a solid phase (F)
is let out - called solid emptying - of a solid collection chamber (11) of the drum
(2) into a ring-shaped solid collector (13) discontinuously using the outlet openings
(3), so that the separator (1) is a separator (1) which discontinuously empties the
solid (F), characterized in that the solid collector (13) comprises a device for producing a fluid curtain (20), on
which the solids (F) exiting from the outlet openings (3) for solid (F) impact, wherein
the device for producing a fluid curtain (20) comprises openings, wherein the openings
(19) are distributed on an upper wall of the solid collector or on an adjoining component
such as a hood and their exit ends are axially oriented essentially downward, wherein
the openings are nozzles (19) and wherein the nozzles (19) are distributed on the
circumference of the solid collector (13).
2. The self-emptying separator (1) according to Claim 1, characterized in that at least four or more openings, in particular nozzles, (19) are distributed on the
circumference of the solid collector (13).
3. The self-emptying separator (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the solid collector (13) comprises a baffle wall (18).
4. The self-emptying separator (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the fluid curtain (20) is formed along the entire circumference of the solid collector
(13) in front of its baffle wall (18).
5. The self-emptying separator (1) according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the separator (1) is a separator (1) which continuously empties the solid (F).
6. The self-emptying separator (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the fluid which forms the fluid curtain (20) is water.
7. The self-emptying separator (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the starting product or the or one of the clear phase(s) obtained from the starting
product to be processed is used as the fluid which forms the fluid curtain (20).
8. The self-emptying separator (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the supply of the fluid to the openings, in particular nozzles, (19) takes place
via a supply line (21), wherein the supply line (21) can be blocked and opened by
a final control element (22).
9. The self-emptying separator (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that a control device (23) is provided, which is preferably connected via data connections
(24, 25) to the final control element (22).
10. A method for operating a separator according to any one of the preceding claims, using
which a product to be processed is clarified of solid in a centrifugal field in the
drum, which solid is emptied out of the drum discontinuously, characterized in that, at least during the emptying of the solids, a fluid curtain is produced, on which
the solids (F) exiting out of the outlet openings (3) for solids (F) impact.
1. Séparateur à vidange automatique (1) comprenant un tambour rotatif (2) avec une arrivée
(8), avec au moins un écoulement de liquide (9) muni d'ouvertures de sortie (3) pour
des solides (F), et une commande (23), dans lequel un produit de départ fluide (AP)
est débarrassé des solides (F) en fonctionnement continu dans un champ centrifuge
dans le tambour (2) en rotation, dans lequel au moins une phase liquide clarifiée
ou phase claire (KP) sort en continu et dans lequel une phase solide (F) sort de manière
discontinue par les ouvertures de sortie (3) (on parle de vidange des solides) d'un
espace d'accumulation des solides (11) du tambour (2) dans un collecteur de solides
(13), de sorte que le séparateur (1) est un séparateur (1) à vidange discontinue des
solides (F), caractérisé en ce que le collecteur de solides (13) présente un dispositif pour la création d'un rideau
de fluide (20) que les solides (F) sortant des ouvertures de sortie (3) pour les solides
(F) viennent toucher, le dispositif pour la création d'un rideau de fluide (20) présentant
des ouvertures, les ouvertures (19) étant réparties sur une paroi supérieure du collecteur
de solides ou sur un composant contigu tel qu'un capot et leur extrémité de sortie
étant orientée sensiblement vers le bas dans le sens axial, les ouvertures étant des
buses (19) et les buses (19) étant réparties sur la circonférence du collecteur de
solides (13).
2. Séparateur à vidange automatique (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins quatre ou plusieurs ouvertures, en particulier buses (19), sont réparties
sur la circonférence du collecteur de solides (13).
3. Séparateur à vidange automatique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le collecteur de solides (13) présente une paroi d'impact (18)
4. Séparateur à vidange automatique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le rideau de fluide (20) est formé sur toute la circonférence du collecteur de solides
(13) devant sa paroi d'impact (18).
5. Séparateur à vidange automatique (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le séparateur (1) est un séparateur (1) à vidange de solides (F) continue.
6. Séparateur à vidange automatique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fluide formant le rideau de fluide (20) est de l'eau.
7. Séparateur à vidange automatique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il utilise comme fluide formant le rideau de fluide (20) le produit de départ ou une
des phases claires extraites du produit de départ à traiter.
8. Séparateur à vidange automatique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arrivée du fluide vers les ouvertures, en particulier les buses (19), passe par
une conduite d'arrivée (21), laquelle conduite d'arrivée (21) peut être fermée et
ouverte par un organe de manoeuvre (22).
9. Séparateur à vidange automatique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif de commande (23) qui est relié de préférence par des liaisons
de données (24, 25) à l'organe de manoeuvre (22).
10. Procédé de conduite d'un séparateur selon l'une des revendications précédentes, avec
lequel un produit à traiter est débarrassé des solides dans un champ centrifuge dans
le tambour, lesquels solides sont vidés de façon discontinue hors du tambour, caractérisé en ce qu'est créé, au moins pendant la vidange des solides, un rideau de fluide que les solides
(F) sortant des ouvertures de sortie (3) pour les solides (F) viennent toucher.