(19)
(11) EP 3 601 137 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.06.2021  Patentblatt  2021/22

(21) Anmeldenummer: 18712891.3

(22) Anmeldetag:  22.03.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B66B 19/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2018/057325
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2018/177888 (04.10.2018 Gazette  2018/40)

(54)

VERFAHREN UND MONTAGEVORRICHTUNG ZUM DURCHFÜHREN EINES INSTALLATIONSVORGANGS IN EINEM AUFZUGSCHACHT EINER AUFZUGANLAGE

METHOD AND MOUNTING DEVICE FOR CARRYING OUT AN INSTALLATION PROCEDURE IN A LIFT SHAFT OF A LIFT ASSEMBLY

DISPOSITIF ET PROCÉDÉ DE MONTAGE DESTINÉ À EXÉCUTER UNE PROCÉDURE D'INSTALLATION DANS UNE CABINE D'ASCENSEUR


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 27.03.2017 EP 17163132

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
05.02.2020  Patentblatt  2020/06

(73) Patentinhaber: Inventio AG
6052 Hergiswil (CH)

(72) Erfinder:
  • CAMBRUZZI, Andrea
    8057 Zürich (CH)
  • BÜTLER, Erich
    6030 Ebikon (CH)
  • ZIMMERLI, Philipp
    4624 Härkingen (CH)
  • BITZI, Raphael
    6003 Luzern (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-2017/016780
US-A- 6 013 017
US-A- 4 893 398
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Durchführen eines Installationsvorgangs in einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Montagevorrichtung zur Durchführung eines Installationsvorgangs in einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 8.

    [0002] Die WO 2017/016783 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Montagevorrichtung zum Durchführen eines Installationsvorgangs in einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage. Die Montagevorrichtung verfügt über eine Trägerkomponente und eine an der Trägerkomponente gehaltene mechatronische Installationskomponente in Form eines Industrieroboters. Mittels einer oberhalb der Montagevorrichtung im Aufzugschacht angeordneten Verlagerungskomponente und eines Tragmittels kann die Trägerkomponente und damit die Montagevorrichtung in einer Verlagerungsphase im Aufzugschacht verlagert werden. Die Montagevorrichtung verfügt ausserdem über eine Fixierkomponente, mittels welcher sie sich in einer gewünschten Position im Aufzugschacht in horizontaler Richtung fixieren kann und so mit der Installationskomponente in einer Montagephase zumindest halbautomatisch Montageschritte durchzuführen. Dabei entnimmt die Installationskomponente Montagemittel in Form von Schienenbügeln, auch Brackets genannt, und Befestigungsmittel in Form von Schrauben aus einer an der Trägerkomponente angeordneten Magazinkomponente und installiert diese an einer Schachtwand des Aufzugschachts. Die Magazinkomponente ist dabei fix an der Trägerkomponente angeordnet. Zum Bestücken der Magazinkomponente mit Montagemittels muss diese und damit die Trägerkomponente so positioniert werden, dass die Montagemittel einzeln in der Magazinkomponente platziert werden können.

    [0003] Demgegenüber ist es insbesondere die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Montagevorrichtung zum Durchführen eines Installationsvorgangs in einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage vorzuschlagen, welche eine schnelle Durchführung des Installationsvorgangs und insbesondere eine schnelle Versorgung der Montagvorrichtung mit Montagemitteln ermöglicht. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und einer Montagevorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst.

    [0004] Beim erfindungsgemässen Verfahren zum Durchführen eines Installationsvorgangs in einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage mit einer Montagevorrichtung, welche eine Trägerkomponente und eine an der Trägerkomponente gehaltene mechatronische Installationskomponente aufweist, wird in einer Verlagerungsphase die Trägerkomponente relativ zum Aufzugschacht verlagert und in verschiedenen Höhen innerhalb des Aufzugschachts positioniert. In einer Montagephase wird zumindest teilautomatisch ein Montageschritt durchgeführt, wobei ein Montagemittel aus einer an der Trägerkomponente angeordneten Magazinkomponente entnommen und an einer Schachtwand des Aufzugschachts installiert wird.

    [0005] Erfindungsgemäss wird in einer Bestückungsphase eine Magazinkomponente mit Montagemitteln ausserhalb des Aufzugschachts bestückt und in einer Beladungsphase die bestückte Magazinkomponente an der Trägerkomponente angeordnet.

    [0006] Die recht zeitaufwändige Bestückung der Magazinkomponente mit Montagemitteln kann damit unabhängig von der Montagevorrichtung erfolgen, also auch während einer Verlagerungs- oder Montagephase. Die Montagevorrichtung muss damit nur während der vergleichsweise kurzen Bestückungsphase so im Aufzugschacht positioniert werden, dass die bestückte Magazinkomponente an der Trägerkomponente angeordnet werden kann. Die notwendige Unterbrechung der produktiven Verlagerungs- oder Montagephasen ist damit sehr kurz, womit eine vergleichsweise schnelle Durchführung des gesamten Installationsvorgangs ermöglicht wird.

    [0007] Eine schnelle Bestückung der Magazinkomponente mit Montagemitteln ist insbesondere deshalb wichtig, da die Magazinkomponente aus Platz- und Gewichtsgründen meist nicht alle Montagemittel für den gesamten Aufzugschacht aufnehmen kann und somit während der Installation mehrmals eine Beladungsphase notwendig ist.

    [0008] Die erfindungsgemässe Montagevorrichtung zur Durchführung eines Installationsvorgangs in einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage weist eine Trägerkomponente und eine an der Trägerkomponente gehaltene, mechatronische Installationskomponente auf. Die Trägerkomponente ist dazu ausgelegt, in einer Verlagerungsphase relativ zum Aufzugschacht verlagert und in verschiedenen Höhen innerhalb des Aufzugschachts positioniert zu werden. Die Installationskomponente ist dazu ausgelegt, in einer Montagephase einen Montageschritt zumindest teilautomatisch auszuführen und dabei ein Montagemittel aus einer an der Trägerkomponente angeordneten Magazinkomponente zu entnehmen und an einer Schachtwand des Aufzugschachts zu installieren.

    [0009] Erfindungsgemäss weist die Trägerkomponente eine Magazinaufnahmevorrichtung auf, welche eine Montageposition und eine Beladungsposition einnehmen kann. Die Trägerkomponente und die Magazinaufnahmevorrichtung sind so ausgeführt und angeordnet, dass in der Montageposition ein Montagemittel aus einer an der Magazinaufhahmevorrichtung angeordneten Magazinkomponente von der Installationskomponente entnommen werden und die Trägerkomponente im Aufzugschacht verlagert werden kann. Ausserdem kann in der Beladungsposition über eine zugängliche Türöffnung des Aufzugschachts eine bestückte Magazinkomponente an der Magazinaufnahmevorrichtung angeordnet werden.

    [0010] Die erfindungsgemässe Montagevorrichtung weist die selben Vorteile wie das beschriebene erfindungsgemässe Verfahren auf.

    [0011] Bei dem beschriebenen Installationsvorgang handelt es sich insbesondere um ein Fixieren von Schienenbügeln an Schachtwänden des Aufzugschachts. Derartige Schienenbügel werden auch als Brackets bezeichnet. Über die Schienenbügel werden in einem darauffolgenden Installationsschritt, der von einem Installateur von Hand oder ebenfalls zumindest teilweise automatisiert ausgeführt werden kann, Führungsschienen für eine Aufzugkabine der Aufzuganlage an den Schachtwänden fixiert.

    [0012] Die Trägerkomponente kann in unterschiedlicher Weise ausgestaltet sein. Beispielsweise kann die Trägerkomponente als einfache Plattform, Gestell, Gerüst, Kabine oder Ähnliches ausgebildet sein.

    [0013] Die Installationskomponente soll mechatronisch sein, das heisst, zusammenwirkende mechanische, elektronische und informationstechnische Elemente oder Module aufweisen. Die Installationskomponente kann insbesondere als ein Industrieroboter ausgeführt sein.

    [0014] Die Montagevorrichtung kann insbesondere entsprechend einer in der WO 2017/016783 A1 beschriebenen Montagevorrichtung ausgeführt sein.

    [0015] Zum Verlagern der Trägerkomponente im und damit relativ zum Aufzugschacht ist eine Verlagerungskomponente vorgesehen, die insbesondere oberhalb der Montagevorrichtung im Aufzugschacht angeordnet und über ein Tragmittel mit der Trägerkomponente verbunden ist. Die Verlagerungskomponente kann dabei im Aufzugschacht oder zumindest teilweise oberhalb des Aufzugschachts angeordnet sein. Die Verlagerungskomponente kann beispielsweise als eine Art Seilwinde ausgeführt sein, bei der das Tragmittel beispielsweise in Form eines Seils oder einer Kette auf eine beispielsweise von einem Elektromotor angetriebene Winde aufgewickelt werden kann.

    [0016] Zwischen der Verlagerungsphase und der Montagephase wird insbesondere eine Fixierphase durchgeführt, in der die Trägerkomponente innerhalb des Aufzugschachts in seitlicher Richtung, das heisst in horizontaler Richtung, fixiert wird. Unter einem Fixieren in seitlicher Richtung soll dabei verstanden werden, dass die Trägerkomponente mitsamt der an ihr angebrachten Installationskomponente nicht nur vertikal mithilfe der Verlagerungskomponente und dem Tragmittel an eine Position in einer gewünschten Höhe innerhalb des Aufzugschachts gebracht werden kann, sondern dass die Trägerkomponente dort mithilfe der Fixierkomponente dann auch in horizontaler Richtung fixiert werden kann. Nach Abschluss der Fixierphase muss die Trägerkomponente einerseits nicht mehr durch das Tragmittel gehalten werden und kann andererseits Kräfte abstützten, die bei der Durchführung eines Montageschritts, beispielsweise beim Bohren eines Lochs in eine Schachtwand auftreten.

    [0017] Die Montagevorrichtung weist dazu insbesondere eine Fixierkomponente auf, mithilfe derer die Trägerkomponente innerhalb des Aufzugschachts in seitlicher Richtung fixiert werden kann. Die Fixierkomponente kann hierzu beispielsweise dazu ausgelegt sein, sich seitlich an Wänden des Aufzugschachts abzustützen oder zu verstemmen, so dass sich die Trägerkomponente nicht mehr in horizontaler Richtung relativ zu den Wänden bewegen kann. Hierzu kann die Fixierkomponente beispielsweise über geeignete Stützen, Stempel, Hebel oder Ähnliches verfügen.

    [0018] In der Montagephase werden insbesondere mehrere Montageschritte durchgeführt, wobei bei wenigstens einem der Montageschritte ein Montagemittel aus einer an der Trägerkomponente angeordneten Magazinkomponente entnommen und an einer Schachtwand des Aufzugschachts installiert wird. Es wird insbesondere automatisch ein Schienenbügel an der Schachtwand installiert. Dazu werden zunächst zwei Löcher in die Schachtwand gebohrt. Anschliessend werden nacheinander zwei Schrauben aus der Magazinkomponente entnommen und ein Stück in die gebohrten Löcher eingeschraubt. Dann wird ein speziell ausgeführter Schienenbügel aus der Magazinkomponente entnommen und an den beiden Schrauben eingehängt. Abschliessend werden die beiden Schrauben vollends eingeschraubt. Damit werden bei diesen Montageschritten zwei Schrauben und ein Schienenbügel und damit drei Montagemittel an der Schachtwand installiert. Die Montageschritte können insbesondere wie in der WO 2017 /016781 A1 beschrieben durchgeführt werden.

    [0019] Die aus der Magazinkomponente entnommenen Montagemittel können auch allgemein als so genanntes Schachtmaterial, beispielsweise als Bolzen, Schraubanker, Sensoren, Schalter, Halter für Sensoren oder Schalter, Schachtbeleuchtung, Clips, Verbindungselemente zwischen Führungsschienen, so genannte Fishplates oder ähnliches ausgeführt sein.

    [0020] Während der Bestückungsphase wird die Magazinkomponente mit Montagemitteln bestückt. Darunter ist zu verstehen, dass die Montagemittel in der Magazinkomponente platziert bzw. angeordnet werden. Die Magazinkomponente weist dazu insbesondere spezielle Aufnahmen für die Montagemittel auf, in denen die Montagemittel angeordnet werden. Dies gewährleistet, dass die Installationskomponente die Montagemittel in einer Montagephase sicher entnehmen kann. Die Montagemittel können insbesondere in mehreren Ebenen übereinander angeordnet werden. Um auch in diesem Fall eine sichere Entnahme der Montagemittel zu ermöglichen, kann die Magazinkomponente über Federn verfügen, die die Montagemittel in Richtung einer Entnahmeöffnung der Magazinkomponente drücken.

    [0021] Die Montagemittel werden insbesondere symmetrisch in der Magazinkomponente angeordnet. Damit kann bei einer entsprechenden Entnahme der Montagemittel eine gleichmässige Gewichtsverteilung in der Magazinkomponente erreicht werden.

    [0022] Die Bestückung der Magazinkomponente kann in der Nähe des Aufzugschachts, also auf der Baustelle selbst erfolgen. Es ist aber auch möglich, dass die Bestückung der Magazinkomponenten ausserhalb der Baustelle, beispielsweise in einer Fabrik erfolgt und die Magazinkomponenten bereits bestückt an die Baustelle geliefert werden.

    [0023] Um einen einfachen Transport der Magazinkomponente zu ermöglichen, weist sie insbesondere Rollen auf, auf denen sie geschoben werden kann.

    [0024] Vor der Anordnung einer bestückten Magazinkomponente in der Beladungsphase wird insbesondere eine entleerte Magazinkomponente entfernt, um Platz für die bestückte Magazinkomponente zu schaffen.

    [0025] Die Trägerkomponente weist insbesondere eine Magazinaufnahmevorrichtung auf, die die Magazinkomponente aufnehmen kann. Die Magazinaufhahmevorrichtung kann dazu beispielsweise eine Plattform oder einen Boden aufweisen, auf die die Magazinkomponente aufgeschoben werden kann. Sie kann auch beispielsweise über Nuten verfügen, in welche Schienen der Magazinkomponente eingeschoben werden können.

    [0026] Es kann eine oder mehrere, insbesondere zwei Magazinkomponenten an der Trägerkomponente angeordnet werden. Die eine oder die mehreren Magazinkomponenten werden insbesondere so an der Trägerkomponente angeordnet, dass die resultierende Gewichtskraft der Magazinkomponenten durch den Schwerpunkt der Montagevorrichtung verläuft.

    [0027] Die bestückte Magazinkomponente wird insbesondere über eine zugängliche Türöffnung des Aufzugschachts an der Trägerkomponente angeordnet. Türöffnungen des Aufzugschachts sind insbesondere Stockwerken des Gebäudes zugeordnet, in denen die Aufzuganlage installiert wird. Unter einer zugänglichen Türöffnung wird in diesem Zusammenhang eine Türöffnung verstanden, die mit einer Magazinkomponente über ein Stockwerk erreichbar ist und einen Zugang zum Aufzugschacht ermöglicht. Eine der zugänglichen Türöffnung ist insbesondere als die erste Türöffnung oberhalb der so genannten Schachtgrube des Aufzugschachts ausgeführt.

    [0028] In Ausgestaltung der Erfindung wird vor der Beladungsphase eine Fixierphase durchgeführt, in der die Trägerkomponente innerhalb des Aufzugschachts in seitlicher Richtung fixiert wird. Dies gewährleistet, dass die Anordnung der Magazinkomponente an der Trägerkomponente sicher durchgeführt werden kann. Um ein sicheres Fixieren der Trägerkomponente zu ermöglichen, kann es sinnvoll sein, eine hauptsächlich horizontal verlaufende Querstrebe in der Türöffnung anzuordnen. Die Fixierkomponente der Trägerkomponente kann sich dann an dieser Querstrebe abstützen und so eine sichere Fixierung gewährleisten.

    [0029] In Ausgestaltung der Erfindung weist die Trägerkomponente eine Magazinaufhahmevorrichtung auf, welche eine Montageposition und eine Beladungsposition einnehmen kann. In der Montageposition der Magazinaufnahmevorrichtung können Montagemittel aus einer an der Magazinaufhahmevorrichtung angeordneten Magazinkomponente von der Installationskomponente entnommen werden und die Trägerkomponente kann im Aufzugschacht verlagert werden. In der Beladungsposition der Magazinaufnahmevorrichtung kann über eine zugängliche Türöffnung des Aufzugschachts eine bestückte Magazinkomponente an der Magazinaufnahmevorrichtung angeordnet werden. Die Magazinaufnahmevorrichtung wird vor Beginn einer Beladungsphase der Montagevorrichtung in die Beladungsposition und vor Beginn einer Montagephase oder Verlagerungsphase in die Montageposition gebracht.

    [0030] Durch das Bringen der Magazinaufnahmevorrichtung in die Montageposition wird ermöglicht, dass sowohl die Verlagerungsphase als auch die Montagephase sicher und ohne Beschädigungen an der Magazinaufnahmevorrichtung oder dem Aufzugschacht durchgeführt werden kann. Das Einstellen der Beladungsposition ermöglicht ausserdem eine sichere Durchführung der Beladungsphase.

    [0031] In Ausgestaltung der Erfindung wird die bestückte Magazinkomponente über einen Türausschnitt des Aufzugschachts an der Trägerkomponente angeordnet. Dazu wird die Magazinaufnahmevorrichtung vor Beginn einer Beladungsphase der Montagevorrichtung so in die Beladungsposition gebracht, dass ein Boden der Magazinaufnahmevorrichtung und ein Boden eines dem Türausschnitt zugeordneten Stockwerks das selbe Niveau aufweisen. Dies ermöglicht ein sicheres und gefahrloses Aufschieben der Magazinkomponente auf den Boden der Magazinaufnahmevorrichtung.

    [0032] Unter dem selben Niveau soll hier verstanden werden, dass der Boden der Magazinaufnahmevorrichtung und der Boden des genannten Stockwerks ungefähr in der selben Höhe angeordnet sind, also im Bereich von einigen Zentimetern. Der Boden der Magazinaufnahmevorrichtung liegt insbesondere auf dem Boden des genannten Stockwerks auf, so dass die beiden Böden eine miteinander verbundene Fläche bilden, die nicht zwingend ganz eben sein muss. Damit ist ein besonders sicheres Aufschieben der Komponente auf den Boden der Magazinaufnahmevorrichtung möglich.

    [0033] Es ist auch möglich, dass die Beladungsphase in der Schachtgrube erfolgt. Dazu werden eine oder mehrere bestückte Magazinkomponenten in die Schachtgrube gebracht und dort an der Trägerkomponente angeordnet. Dies kann sinnvoll sein, wenn keine Türöffnung des Aufzugschachts zugänglich ist.

    [0034] Die Magazinaufnahmevorrichtung weist insbesondere eine Sicherungsvorrichtung auf, mittels welcher eine von der Magazinaufnahmevorrichtung aufgenommene Magazinkomponente gegen eine Verlagerung, also insbesondere ein Verrutschen oder Wegrollen gesichert werden kann. Die Sicherungsvorrichtung ist beispielsweise als eine Vertiefung im Boden der Magazinaufnahmevorrichtung ausgeführt, in denen Rollen der Magazinkomponente angeordnet und so die Magazinkomponente gegen Wegrollen gesichert wird. Die Sicherungsvorrichtung kann auch beispielsweise als eine Ausnehmung im Boden der Magazinaufnahmevorrichtung ausgeführt sein, in der während der Beladungsphase ein passend ausgerichteter Stift der Magazinkomponente angeordnet wird und so die Magazinkomponente gesichert wird.

    [0035] In Ausgestaltung der Erfindung erfolgt in der Beladungsphase das Anordnen der bestückten Magazinkomponente an der Trägerkomponente über eine zugängliche Türöffnung des Aufzugschachts, welche direkt benachbart zu einer Position der Trägerkomponente in der vorhergehenden Montagephase ist. Damit muss die Trägerkomponente zwischen der vorhergehenden Montagephase und der folgenden Beladungsphase sehr wenig im Aufzugschacht verlagert werden. Die Verlagerung nimmt damit sehr wenig Zeit in Anspruch.

    [0036] Unter "direkt benachbart" soll in diesem Zusammenhang verstanden werden, dass zwischen der für die Beladungsphase gewählten Türöffnung und der Position der Trägerkomponente in vorhergehenden Montagephase keine andere zugängliche Türöffnung angeordnet ist.

    [0037] Die für die Beladungsphase gewählte Türöffnung kann die Türöffnung sein, die der Position der Trägerkomponente in der vorhergehenden Montagephase am nächsten liegt oder die in Richtung einer Montagerichtung nächstgelegene Türöffnung. Die Montagerichtung ist von unten nach oben, wenn mit der Installation unten begonnen wird und umgekehrt. Die erste Variante hat den Vorteil, dass die kürzest mögliche Verlagerung der Trägerkomponente notwendig ist. Die zweite Variante hat den Vorteil, dass die Trägerkomponente nicht entgegen der Montagerichtung verlagert wird.

    [0038] In Ausgestaltung der Erfindung wird in einer Planungsphase geplant, an welchen Türöffnungen eine Beladungsphase erfolgen soll und in einer Bereitstellungsphase werden bestückte Magazinkomponenten an für eine Beladungsphase vorgesehenen Türöffnungen bereitgestellt. Damit kann die Bereitstellung besonders effektiv erfolgen.

    [0039] Die Bestimmung der Türöffnungen, an denen eine Beladungsphase erfolgen soll, erfolgt dabei ausgehend von der Anzahl der von der Magazinvorrichtung aufnehmbaren Montagemittel und der Anzahl der pro Stockwerk für die Montage notwendigen Montagemitteln. Auf Basis dieser Zahlen kann sehr einfach bestimmt werden, auf welchen Stockwerken eine Beladungsphase erfolgen muss. Ein Ergebnis der Planungsphase kann auch sein, dass die Magazinkomponenten nicht voll bestückt werden, sondern nur mit so vielen Montagemitteln bestückt werden, wie bis zur nächsten geplanten Beladungsphase notwendig sind. Bei diesen Berechnungen kann zusätzlich eine kleine Reserve an Montagemitteln eingeplant werden.Die Bereitstellungsphase kann insbesondere an einem Stück vor Beginn der Installation durchgeführt werden. Es ist aber auch möglich, dass die Bereitstellungsphase immer wieder unterbrochen wird. Es muss lediglich sichergestellt sein, dass zu dem Zeitpunkt, an dem eine Beladungsphase über eine Türöffnung durchgeführt werden soll, auch eine bestückte Magazinkomponente bereitgestellt ist.

    [0040] In Ausgestaltung der Erfindung erfolgt in der Beladungsphase das Anordnen der bestückten Magazinkomponente an der Trägerkomponente automatisiert. Damit ist auch in der Beladungsphase kein Installateur notwendig und die Montagevorrichtung kann über eine lange Zeit autark arbeiten. Damit kann die Installation der Aufzugeinrichtung besonders schnell und kostengünstig durchgeführt werden.

    [0041] Das automatisierte Anordnen der Magazinkomponente an der Trägerkomponente kann auf unterschiedliche Weise realisiert werden. Beispielsweise kann die Installationskomponente eine auf einem Stockwerk bereitgestellte Magazinkomponente an der Trägerkomponente anordnen, beispielsweise auf den Boden der Magazinaufnahmevorrichtung ziehen. Vorher kann die Installationskomponenten eine leere Magazinkomponente von der Trägerkomponente entfernen, beispielsweise vom Boden der Magazinaufnahmevorrichtung auf den Boden des Stockwerks schieben.

    [0042] Alternativ dazu kann auch ein autonomer mobiler Roboter verwendet werden. Derartige Roboter können sich in ihrer Umgebung selbständig bewegen und agieren. Der Roboter kann zunächst eine leere Magazinkomponente von der Trägerkomponente entfernen und anschliessend eine bestückte Magazinkomponente an der Trägerkomponente anordnen. Dazu kann sich der Roboter beispielsweise mit der Magazinkomponente koppeln und sie so bewegen.

    [0043] Ausserdem ist es möglich, dass die Magazinkomponenten über einen Antrieb und eine Steuerung verfügen, also quasi als ein autonomer mobiler Roboter ausgeführt sind. Wenn sich die Magazinaufnahmevorrichtung in der Beladungsposition befindet, kann sich eine derart ausgeführte leere Magazinkomponente selbständig von der Trägerkomponente entfernen und anschliessend eine bestückte Magazinkomponente selbstständig an der Trägerkomponente anordnen, also beispielsweise auf einen Boden der Magazinaufnahmevorrichtung fahren.

    [0044] Neben einer automatisierten Anordnung der Magazinkomponente an der Trägerkomponente ist auch eine Anordnung durch einen Installateur denkbar. Dazu können geeignete Hilfsmittel wie speziell angepasste Hebel oder Stangen verwendet werden.

    [0045] In Ausgestaltung der Erfindung ist die Magazinaufnahmevorrichtung schwenkbar an der Trägerkomponente angeordnet. Damit ist die Magazinaufnahmevorrichtung besonders einfach und kostengünstig von der Montageposition in die Beladungsposition und zurück bringbar.

    [0046] Die Magazinaufnahmevorrichtung ist insbesondere so an der Trägerkomponente angeordnet, dass sie in Richtung einer Türöffnung und von einer Türöffnung weg schwenkbar ist. Sie ist insbesondere unten an der Trägerkomponente angeordnet. Diese Angaben beziehen sich auf einen funktionsfähigen Zustand der Montagevorrichtung. In diesem Zustand ist die Montagevorrichtung so in einem Aufzugschacht angeordnet, dass sie im Aufzugschacht verlagert, die genannten Montageschritte ausführen und mit einer bestückten Magazinkomponente versorgt werden kann.

    [0047] In Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen der Trägerkomponente und der Magazinaufnahmevorrichtung ein Energiespeicher so angeordnet, dass ein Drehmoment auf die Magazinaufnahmevorrichtung wirkt, welches von der Montageposition in Richtung Beladungsposition ausgerichtet ist. Das Drehmoment ist also so ausgerichtet, dass es die Magazinaufnahmevorrichtung bei ausreichender Grösse und wenn die Drehung nicht blockiert ist, von der Montageposition in die Beladungsposition bringt. Damit kann die Magazinaufnahmevorrichtung ohne ein Stellglied und damit besonders einfach und kostengünstig in die Beladungsposition gebracht werden.

    [0048] Der Energiespeicher ist insbesondere als eine Feder, insbesondere eine Zugfeder ausgeführt, er kann beispielsweise auch als eine Druckfeder, ein Luft- oder Hydraulikspeicher ausgeführt sein.

    [0049] In Ausgestaltung der Erfindung ist der genannte Energiespeicher so ausgelegt, dass er eine Magazinaufnahmevorrichtung mit einer leeren oder zumindest fast leeren Magazinkomponente in die Beladungsposition bringen kann. Dies ist dann möglich, wenn das Schwenken der Magazinaufnahmevorrichtung nicht durch eine Blockiervorrichtung blockiert ist. Falls die Magazinaufnahmevorrichtung mehr als eine Magazinkomponente aufweist, bezieht sich die Angabe "leer oder zumindest fast leer" auf alle Magazinkomponenten.

    [0050] In Ausgestaltung der Erfindung ist der genannte Energiespeicher so ausgelegt, dass sich eine bestückte Magazinaufnahmevorrichtung selbständig von der Beladungsposition in die Montageposition bringen kann. Dies ist dann möglich, wenn das Schwenken der Magazinaufnahmevorrichtung nicht blockiert ist, also wenn beispielsweise der Boden der Magazinaufnahmevorrichtung nicht auf dem Boden des Stockwerks aufliegt. Das Schwenken ist in diesem Fall dann möglich, wenn die Trägerkomponente angehoben wird. Damit ist auch für das Verschwenken der Magazinaufnahmevorrichtung von der Beladungsposition in die Montageposition kein Stellglied notwendig, das Verschwenken kann damit einfach und kostengünstig realisiert werden.

    [0051] Unter einer bestückten Magazinaufnahmevorrichtung soll dabei eine Magazinaufnahmevorrichtung verstanden werden, die wenigstens eine bestückte Magazinkomponente aufgenommen hat. Eine bestückte Magazinkomponente ist dabei eine Magazinkomponente, in der Montagemittel angeordnet sind.

    [0052] In Ausgestaltung der Erfindung ist an der Trägerkomponente eine ansteuerbare Blockiervorrichtung angeordnet, welche eine Ruheposition und eine Blockierposition einnehmen kann. In der Ruheposition ist ein Verschwenken der Magazinaufnahmevorrichtung von der Montageposition in Richtung Beladungsposition möglich und in der Blockiervorrichtung blockiert. Damit kann einfach und kostengünstig verhindert werden, dass sich die Magazinaufnahmevorrichtung selbstständig von der Montageposition in die Beladungsposition bewegt. Dies gewährleistet, dass die Trägerkomponente auch mit einer leeren Magazinaufnahmevorrichtung sicher im Aufzugschacht verlagert werden kann.

    [0053] Die Blockiervorrichtung kann beispielsweise als ein mittels eines Stellglieds ausfahrbarer Bolzen oder Stift ausgeführt sein, der in einer Stellung das Schwenken der Magazinaufnahmevorrichtung verhindert und in einer anderen Stellung zulässt. Das Stellglied kann beispielsweise als ein Elektromotor ausgeführt sein und von einer Steuerungseinrichtung angesteuert werden. Die genannte Steuerungseinrichtung steuert insbesondere auch weitere Stellglieder der Montagevorrichtung wie beispielsweise die Fixierungskomponente oder auch die Verlagerungskomponente an.

    [0054] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen, in welchen gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen sind. Die Zeichnungen sind nur schematisch und nicht massstäblich ausgeführt.

    [0055] Dabei zeigen:
    Fig. 1
    eine Montagevorrichtung mit einer Magazinaufnahmevorrichtung in einem Aufzugschacht in einer Seitenansicht,
    Fig. 2
    eine Magazinaufnahmevorrichtung in einer Frontansicht,
    Fig. 3
    eine Magazinaufnahmevorrichtung in einer Montageposition mit einer leeren Magazinkomponente in einer Seitenansicht,
    Fig. 4
    die Magazinaufnahmevorrichtung aus Fig. 3 in einer Beladungsposition und
    Fig. 5
    die Magazinaufnahmevorrichtung aus Fig. 3 in der Montageposition mit einer bestückten Magazinkomponente.


    [0056] Fig. 1 zeigt einen Aufzugschacht 10 einer Aufzuganlage, in dem eine Montagvorrichtung 26 angeordnet ist. Vom Aufzugschacht 10 sind nur ein unterer Teil 12 mit einer Schachtgrube 14, ein mittlerer Teil 16 und ein oberer Teil 18 mit einem Schachtkopf 20 dargestellt. Im unteren Teil 12 des Aufzugsschachts 10 ist eine unterste Türöffnung 22 an einem untersten Stockwerk eines Gebäudes und im mittleren Teil 16 eine obere Türöffnung 24 an einem oberen Stockwerk angeordnet. Über die genannten Stockwerke sind die Türöffnungen 22, 24 erreichbar und über die Türöffnungen 22, 24 ist der Aufzugschacht 10 zugänglich. Die Türöffnungen 22, 24 werden damit als zugängliche Türöffnungen bezeichnet.

    [0057] Die Montagevorrichtung 26 weist eine Trägerkomponente 28 und eine mechatronische Installationskomponente 30 auf. Die Trägerkomponente 28 ist als Gestell ausgeführt, an dem die mechatronische Installationskomponente 30 montiert ist. Dieses Gestell weist Abmessungen auf, die ermöglichen, die Trägerkomponente 28 innerhalb des Aufzugschachts 10 vertikal zu verlagern, das heisst beispielsweise zu unterschiedlichen vertikalen Positionen an verschiedenen Stockwerken innerhalb des Gebäudes zu verfahren. Die mechatronische Installationskomponente 30 ist im dargestellten Beispiel als Industrieroboter ausgeführt, der nach unten hängend an dem Gestell der Trägerkomponente 28 angebracht ist. Ein Arm des Industrieroboters 30 kann dabei relativ zu der Trägerkomponente 28 bewegt werden und beispielsweise hin zu einer Schachtwand 32 des Aufzugschachts 10 verlagert werden.

    [0058] Die Trägerkomponente 28 ist über ein als Tragmittel 34 dienendes Stahlseil mit einer Verlagerungskomponente 36 in Form einer motorisch angetriebenen Seilwinde verbunden, welche oben am Aufzugschacht 10 an der Decke des Aufzugschachts 10 angebracht ist. Mithilfe der Verlagerungskomponente 36 kann die Montagevorrichtung 26 innerhalb des Aufzugschachts 10 vertikal über eine gesamte Länge des Aufzugschachts 10 hin verlagert werden.

    [0059] Die Montagevorrichtung 26 weist ferner eine Fixierkomponente auf, mithilfe derer die Trägerkomponente 28 innerhalb des Aufzugschachts 10 in seitlicher Richtung, das heisst in horizontaler Richtung, fixiert werden kann. Die Fixierkomponente besteht aus zwei ausfahrbaren Stempeln 38 und einem langgestreckten Abstützelement 40, wobei das Abstützelement 40 auf der Seite der Türöffnungen 22, 24 und die ausfahrbaren Stempel 38 auf der gegenüberliegenden Seite an der Trägerkomponente 28 angeordnet sind. Durch das Ausfahren der Stempel 38 kann sich die Trägerkomponente 28 zwischen Schachtwänden 32 des Aufzugschachts 10 während einer Fixierungsphase verstemmen.

    [0060] Unten an der Trägerkomponente 28 ist in Richtung Türöffnungen 22, 24 schwenkbar eine Magazinaufnahmevorrichtung 42 angeordnet. Diese Magazinaufnahmevorrichtung 42 dient zur Aufnahme von mindestens einer, insbesondere zwei in der Fig. 1 nicht dargestellter Magazinkomponenten. Die Magazinkomponenten können Montagemittel, insbesondere in Form von Schienenbügeln, auch Brackets genannt, und Befestigungsmittel in Form von Schrauben dem Industrieroboter 30 für die Installation an einer Schachtwand 32 zur Verfügung stellen.

    [0061] An der Trägerkomponente 28 ist eine Steuerungseinrichtung 44 angeordnet, welche den Industrieroboter 30 und nicht dargestellte Stellglieder der ausfahrbaren Stempel 38 ansteuert.

    [0062] Wie in Fig. 2 dargestellt, ist die Magazinaufnahmevorrichtung 42 zweiteilig ausgeführt, wobei die beiden Teile 45, 47 jeweils auf einer Seite der Trägerkomponente 28 angeordnet sind. Da die beiden Teile 45, 47 identisch aufgebaut sind, wird nur das erste Teil 45 beschrieben. Das Teil 45 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 weist einen U-förmigen Querschnitt mit einem Boden 46 und Seitenteilen 48 auf. Die Seitenteile 48 sind über zwei Haltearme 50 an einer Haltestange 52 schwenkbar angeordnet. Die Haltestange 52 ist an der Trägerkomponente 28 befestigt und verläuft horizontal, so dass das Teil 45 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 in Richtung Türöffnungen 22, 24 schwenkbar an der Trägerkomponente 28 angeordnet ist. Da auch das zweite Teil 47 in Richtung Türöffnungen 22, 24 schwenkbar an der Trägerkomponente 28 angeordnet ist, gilt dies auch für die Magazinaufnahmevorrichtung 42.

    [0063] An der Trägerkomponente 28 ist ausserdem eine Blockiervorrichtung 54 angeordnet, die über ein Stellglied in Form eines Elektromotors 56 und zwei horizontal in Richtung der Haltearme 50 der beiden Teile 45, 47 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 vom Elektromotor 56 aus- und einfahrbare Bolzen 58 verfügt. In einer Ruheposition der Blockiervorrichtung 54 sind die beiden Bolzen 58 eingefahren, so dass ein Verschwenken der beiden Teile 45, 47 und damit der Magazinaufnahmevorrichtung 42 möglich ist. In einer Blockierposition der Blockiervorrichtung 54 sind die beiden Bolzen 58 ausgefahren, so dass ein Verschwenken der beiden Teile 45, 47 und damit der Magazinaufnahmevorrichtung 42 blockiert ist. In der Fig. 2 ist die Blockierposition der Blockiervorrichtung 54 dargestellt. Der Elektromotor 56 wird dabei ebenfalls von der Steuerungseinrichtung 44 angesteuert.

    [0064] In Fig. 3 ist die Magazinaufnahmevorrichtung 42 in einer so genannten Montageposition dargestellt. Die Haltearme 50 sind ausgehend von der Trägerkomponente 28 senkrecht nach unten ausgerichtet. Die Blockiervorrichtung befindet sich in der Blockierposition, die Bolzen 58 sind also ausgefahren und die Magazinaufnahmevorrichtung 42 kann damit nicht in Richtung obere Türöffnung 24 verschwenken. In der Montageposition der Magazinaufnahmevorrichtung 42 kann der Industrieroboter 30 Montagemittel aus einer an der Magazinaufnahmevorrichtung 42 angeordneten Magazinkomponente 60 entnehmen und die Trägerkomponente 28 kann im Aufzugschacht 10 verlagert werden.

    [0065] Zwischen der Trägerkomponente 28 und der Magazinaufnahmevorrichtung 42 bzw. dem ersten Teil 45 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 ist ein Energiespeicher in Form einer Zugfeder 62 so angeordnet, dass ein Drehmoment auf die Magazinaufnahmevorrichtung 42 bzw. den ersten Teil 45 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 wirkt, welches von der in der Fig. 3 dargestellten Montageposition in Richtung einer in Fig. 4 dargestellten Beladungsposition der Magazinaufnahmevorrichtung 42 ausgerichtet ist. Die Zugfeder 62 übt damit eine Kraft auf die Magazinaufnahmevorrichtung 42 bzw. den ersten Teil 45 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 auf, die eine Komponente in Richtung Türöffnung 24 aufweist. Zwischen Trägerkomponente 28 und dem zweiten Teil der Magazinaufnahmevorrichtung 42 kann auf analoge Weise eine weitere Zugfeder angeordnet sein.

    [0066] Die Zugfeder 62 ist so ausgelegt ist, dass sie die Magazinaufnahmevorrichtung 42 mit einer leeren oder zumindest fast leeren Magazinkomponente 60 in die Beladungsposition bringen kann. Die Magazinkomponente 60 ist zwar in der Fig. 3 leer, da aber gleichzeitig der Bolzen 58 der Blockiervorrichtung 54 ausgefahren ist, das Schwenken der Magazinaufnahmevorrichtung 42 damit blockiert ist, bleibt die Magazinaufnahmevorrichtung 42 dennoch in der Montageposition.

    [0067] In Fig. 4 ist die Magazinaufnahmevorrichtung 42 in einer so genannten Beladungsposition dargestellt. Die Haltearme 50 sind ausgehend von der Trägerkomponente 28 in Richtung obere Türöffnung 24 verschwenkt. Die Blockiervorrichtung befindet sich in der Ruheposition, die Bolzen 58 sind also eingefahren, so dass die Magazinaufnahmevorrichtung 42 in Richtung oberer Türöffnung 24 verschwenken konnte. In der Beladungsposition der Magazinaufnahmevorrichtung 42 kann über die obere Türöffnung 24 eine bestückte Magazinkomponente 61 an der Magazinaufnahmevorrichtung 42 angeordnet werden.

    [0068] Um ausgehend von der in Fig. 3 dargestellten Position der Magazinaufnahmevorrichtung 42 in die in der Fig. 4 dargestellte Position zu kommen, wird zuerst die Blockiervorrichtung in die Ruheposition gebracht, also der Bolzen 58 eingefahren. Da wie beschrieben, die Magazinkomponente 60 in Fig. 3 leer ist, ist die Kraft der Zugfeder 62 ausreichend, um die Magazinaufnahmevorrichtung 42 in Richtung obere Türöffnung 24 zu verschwenken. Anschliessend wird die Trägerkomponente 28 und damit auch die Magazinaufnahmevorrichtung 42 so weit im Aufzugschacht abgesenkt, bis der Boden 46 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 auf einem Boden 63 des dem oberen Türausschnitt 24 zugeordneten Stockwerks aufliegt. Die beiden Böden 46 und 63 weisen damit das selbe Niveau auf.

    [0069] Wenn die beiden Böden 46 und 63 das selbe Niveau aufweisen, wird zunächst die Trägerkomponente 28 im Aufzugschacht fixiert. Anschliessend wird die leere Magazinkomponente 60 von einem autonomen mobilen Roboter 64 von der Magazinaufnahmevorrichtung 42 entfernt. Der autonome mobile Roboter 64 koppelt sich dazu an die Rollen aufweisende Magazinkomponente 60 an und zieht sie vom Boden 46 der Magazinaufnahmevorrichtung 42. Wenn mehr als eine leere Magazinkomponente vorhanden ist, werden die weiteren auf die selbe Weise entfernt. Anschliessend koppelt sich der autonome mobile Roboter 64 mit einer bestückten Magazinkomponente 61. In der Rollen aufweisenden Magazinkomponente 61 sind mehrere Schienenbügel 66 und Schrauben 68 angeordnet, die für die folgenden Montageschritte benötigt werden. Der mobile autonome Roboter 64 schiebt die bestückte Magazinkomponente 61 auf den Boden 46 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 und ordnet diese damit an der Trägerkomponente 28 an. Wenn mehr als eine bestückte Magazinkomponente vorhanden ist, werden die weiteren auf die selbe Weise an der Trägerkomponente 28 angeordnet. Der Boden 46 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 weist eine nicht dargestellte Vertiefung auf, in der zwei auf einer Achse angeordnete Rollen der Magazinkomponente 61 angeordnet werden. Die Magazinkomponente 61 wird so gegen Wegrollen gesichert.

    [0070] Die leere Magazinkomponente kann auch von einem Installateur, eventuell unter Zuhilfenahme geeigneter Hebel oder Stangen von der Magazinaufnahmevorrichtung entfernt werden. Ebenso kann die bestückte Magazinkomponente von einem Installateur auf den Boden der Magazinaufnahmevorrichtung geschoben werden.

    [0071] Die Zugfeder 62 ist so ausgelegt, dass sich eine bestückte Magazinaufnahmevorrichtung 42, also eine Magazinaufnahmevorrichtung 42 mit einer bestückten Magazinkomponente 61 selbständig von der Beladungsposition in die Montageposition bringen kann. Die Kraft der Zugfeder 62 reicht also nicht aus, um die bestückte Magazinaufnahmevorrichtung 42 in der Beladungsposition zu halten. Dies wird in Fig. 4 allerdings dadurch verhindert, dass, der Boden 46 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 auf dem Boden 63 des Stockwerks aufliegt und dadurch das Schwenken der Magazinaufnahmevorrichtung 42 blockiert ist.

    [0072] Das Verschwenken der Magazinaufnahmevorrichtung 42 wird erst ermöglicht, wenn die Fixierung der Trägerkomponente 28 gelöst und sie im Aufzugschacht angehoben wird. Dies bewirkt, dass das Verschwenken nicht mehr blockiert ist und die Magazinaufnahmevorrichtung 42 entgegen der Kraft der Zugfeder 62 durch ihre Gewichtskraft in die Montageposition geschwenkt wird.

    [0073] Fig. 5 zeigt die Magazinaufnahmevorrichtung 42 nach Abschluss des Verschwenkens in die Montageposition. Diese Position ist identisch mit der Position in der Fig. 3. Der Unterschied zwischen der Fig. 5 und der Fig. 3 liegt nur darin, dass die bestückte Magazinkomponente 61 statt der leeren Magazinkomponente 60 an der Trägerkomponente 28 angeordnet ist. Die Montagevorrichtung 26 kann nunmehr weitere Installationsschritte ausführen und Montagemittel in Form von Schienenbügeln 66 und Schrauben 68 an den Schachtwänden installieren.

    [0074] Für die Installation von Schienenbügeln 66 in einem Aufzugschacht 10 einer Aufzuganlage wird zunächst die Verlagerungskomponente 36 im Schachtkopf 20 fixiert und mit dem Tragmittel 34 versehen. Anschliessend wird die Montagevorrichtung 26 im Aufzugschacht 10 angeordnet und über das Tragmittel 34 mit der Verlagerungskomponente 36 verbunden. Anschliessend wird die Magazinaufnahmevorrichtung 42 wie in Zusammenhang mit den Fig. 3 und 4 beschrieben an der unteren Türöffnung 22 in die Beladungsposition gebracht. Nach Einstellen der Beladungsposition wird in einer Fixierungsphase die Trägerkomponente 28 seitlich im Aufzugschacht 10 fixiert. Dazu werden die Stempel 38 ausgefahren und so die Trägerkomponente 28 im Aufzugschacht 10 verstemmt. Nach Abschluss der Fixierungsphase werden an der Trägerkomponente 28 wie in Zusammenhang mit den Fig. 4 und 5 beschrieben zwei bestückte Magazinkomponenten 61 angeordnet, also eine Beladungsphase durchgeführt. Die Magazinkomponenten wurden dabei entweder ausserhalb des Aufzugschachts 10 in einer Bestückungsphase bestückt oder wurden bereits bestückt an das Gebäude, in dem sich der Aufzugschacht befindet, angeliefert. Die Bestückungsphase fand dann ausserhalb des Gebäudes statt.

    [0075] Nach Abschluss der Beladungsphase werden die Stempel 38 wieder eingefahren und damit die Fixierung der Trägerkomponente 28 in seitlicher Richtung gelöst. Die Montagevorrichtung 26 kann damit mehrere Montageschritte ausführen. Dazu wird sie in mehreren Verlagerungsphasen relativ zum Aufzugschacht 10 verlagert und in verschiedenen Höhen innerhalb des Aufzugschachts 10 positioniert. Nach einer Positionierung werden jeweils in einer Montagephase Schienenbügel 66 mit Schrauben 68 an verschiedenen Höhen im Aufzugschacht 10 an den Schachtwänden 32 installiert.

    [0076] Da die beiden Magazinkomponenten nicht alle für den gesamten Aufzugschacht 10 benötigten Schienenbügel 66 und Schrauben 68 aufnehmen können, müssen leere Magazinkomponenten mit bestückten Magazinkomponenten ersetzt werden. Um dies möglichst schnell erledigen zu können, werden die Magazinkomponenten nicht immer über die unterste Türöffnung 22, sondern über eine zugängliche Türöffnung des Aufzugschachts 10 ausgetauscht, welche direkt benachbart zu einer Position der Trägerkomponente 28 in der vorhergehenden Montagephase ist.

    [0077] Da schon vor Beginn der Installation der Schienenbügel 66 bekannt ist, an welchen Positionen im Aufzugschacht wie viele Schienenbügel mit wie vielen Schrauben installiert werden, wird in einer Planungsphase, die insbesondere vor Beginn der Installation erfolgt, geplant, an welchen Türöffnungen eine Beladungsphase notwendig sein wird. Auf Basis dieser Planungen werden in einer Bereitstellungsphase bestückte Magazinkomponenten 61 an für eine Beladungsphase vorgesehenen Türöffnungen bereitgestellt. Die Bereitstellungsphase kann insbesondere an einem Stück vor Beginn der Installation durchgeführt werden. Es ist aber auch möglich, dass die Bereitstellungsphase immer wieder unterbrochen wird. Es muss lediglich sichergestellt sein, dass zu dem Zeitpunkt, an dem eine Beladungsphase über eine Türöffnung durchgeführt werden soll, auch eine bestückte Magazinkomponente 61 bereitgestellt ist.

    [0078] Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie "aufweisend", "umfassend", etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschliessen und Begriffe wie "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschliessen. Ferner sei daraufhingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Durchführen eines Installationsvorgangs in einem Aufzugschacht (10) einer Aufzuganlage mit einer Montagevorrichtung (26), welche eine Trägerkomponente (28) und eine an der Trägerkomponente (28) gehaltene mechatronische Installationskomponente (30) aufweist, mit folgenden Schritten:

    - in einer Verlagerungsphase Verlagern der Trägerkomponente (28) relativ zum Aufzugschacht (10) und Positionieren der Trägerkomponente (28) in verschiedenen Höhen innerhalb des Aufzugschachts (10),

    - in einer Montagephase zumindest teilautomatisches Durchführen eines Montageschritts, wobei ein Montagemittel (66, 68) aus einer an der Trägerkomponente (28) angeordneten Magazinkomponente (61) entnommen und an einer Schachtwand (32) des Aufzugschachts (10) installiert wird, gekennzeichnet durch die Schritte

    - in einer Bestückungsphase Bestücken einer Magazinkomponente (61) mit Montagemitteln (66, 68) ausserhalb des Aufzugschachts (10) und

    - in einer Beladungsphase Anordnen der bestückten Magazinkomponente (61) an der Trägerkomponente (28).


     
    2. Verfahren nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    vor einer Beladungsphase eine Fixierphase durchgeführt wird, in der die Trägerkomponente (28) innerhalb des Aufzugschachts (10) in seitlicher Richtung fixiert wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Trägerkomponente (28) eine Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) aufweist, welche eine Montageposition und eine Beladungsposition einnehmen kann, wobei

    - in der Montageposition der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) Montagemittel (66, 68) aus einer an der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) angeordneten Magazinkomponente (61) von der Installationskomponente (30) entnommen werden können und die Trägerkomponente (28) im Aufzugschacht (10) verlagert werden kann und

    - in der Beladungsposition der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) über eine zugängliche Türöffnung (22, 24) des Aufzugschachts (10) eine bestückte Magazinkomponente (61) an der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) angeordnet werden kann

    und die Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) vor Beginn einer Beladungsphase der Montagevorrichtung (26) in die Beladungsposition und vor Beginn einer Montagephase oder Verlagerungsphase in die Montageposition gebracht wird.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die bestückte Magazinkomponente (61) über einen Türausschnitt (22, 24) des Aufzugschachts (10) an der Trägerkomponente (28) angeordnet wird und die Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) vor Beginn einer Beladungsphase der Montagevorrichtung (26) so in die Beladungsposition gebracht wird, dass ein Boden (46) der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) und ein Boden (63) eines dem Türausschnitt (22, 24) zugeordneten Stockwerks das selbe Niveau aufweisen.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    in der Beladungsphase das Anordnen der bestückten Magazinkomponente (61) an der Trägerkomponente (28) über eine zugängliche Türöffnung (24) des Aufzugschachts (10) erfolgt, welche direkt benachbart zu einer Position der Trägerkomponente (28) in der vorhergehenden Montagephase ist.
     
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet, dass

    - in einer Planungsphase geplant wird, an welchen Türöffnungen (22, 24) eine Beladungsphase erfolgen soll und

    - in einer Bereitstellungsphase bestückte Magazinkomponenten (61) an für eine Beladungsphase vorgesehenen Türöffnungen (22, 24) bereitgestellt werden.


     
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    in der Beladungsphase das Anordnen der bestückten Magazinkomponente (61) an der Trägerkomponente (28) automatisiert erfolgt.
     
    8. Montagevorrichtung zur Durchführung eines Installationsvorgangs in einem Aufzugschacht (10) einer Aufzuganlage mit

    - einer Trägerkomponente (28) und

    - einer an der Trägerkomponente (28) gehaltenen, mechatronischen Installationskomponente (30),

    wobei

    - die Trägerkomponente (28) dazu ausgelegt ist, in einer Verlagerungsphase relativ zum Aufzugschacht (10) verlagert und in verschiedenen Höhen innerhalb des Aufzugschachts (10) positioniert zu werden und

    - die Installationskomponente (30) dazu ausgelegt ist, in einer Montagephase einen Montageschritt zumindest teilautomatisch auszuführen und dabei ein Montagemittel (66, 68) aus einer an der Trägerkomponente (28) angeordneten Magazinkomponente (61) zu entnehmen und an einer Schachtwand (32) des Aufzugschachts (10) zu installieren,

    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Trägerkomponente (28) eine Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) aufweist, welche eine Montageposition und eine Beladungsposition einnehmen kann, wobei die Trägerkomponente (28) und die Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) so ausgeführt und angeordnet sind, dass

    - in der Montageposition Montagemittel (66, 68) aus einer an der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) angeordneten Magazinkomponente (61) von der Installationskomponente (30) entnommen werden können und die Trägerkomponente (28) im Aufzugschacht (10) verlagert werden kann und

    - in der Beladungsposition über eine zugängliche Türöffnung (22, 24) des Aufzugschachts (10) eine bestückte Magazinkomponente (61) an der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) angeordnet werden kann.


     
    9. Montagevorrichtung nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) schwenkbar an der Trägerkomponente (28) angeordnet ist.
     
    10. Montagevorrichtung nach Anspruch 9,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    zwischen der Trägerkomponente (28) und der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) ein Energiespeicher (62) so angeordnet ist, dass ein Drehmoment auf die Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) wirkt, welches von der Montageposition in Richtung Beladungsposition ausgerichtet ist.
     
    11. Montagevorrichtung nach Anspruch 10,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    der genannte Energiespeicher (62) so ausgelegt ist, dass er eine Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) mit einer leeren Magazinkomponente (60) in die Beladungsposition bringen kann.
     
    12. Montagevorrichtung nach Anspruch 10 oder 11,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    der genannte Energiespeicher (62) so ausgelegt ist, dass sich eine bestückte Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) selbständig von der Beladungsposition in die Montageposition bringen kann.
     
    13. Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    an der Trägerkomponente (28) eine ansteuerbare Blockiervorrichtung (54) angeordnet ist, welche eine Ruheposition und eine Blockierposition einnehmen kann, wobei in der Ruheposition ein Verschwenken der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) von der Montageposition in Richtung Beladungsposition möglich und in der Blockiervorrichtung blockiert ist.
     


    Claims

    1. A method for carrying out an installation operation in an elevator shaft (10) of an elevator system using a mounting device (26) which has a carrier component (28) and a mechatronic installation component (30) held on the carrier component (28), comprising the following steps:

    - in a displacement phase, displacing the carrier component (28) relative to the elevator shaft (10) and positioning the carrier component (28) at different heights within the elevator shaft (10),

    - in a mounting phase, carrying out at least partially automatically a mounting step, wherein a mounting means (66, 68) is removed from a magazine component (61) disposed on the carrier component (28) and installed on a shaft wall (32) of the elevator shaft (10),

    characterized by the steps:

    - in a stocking phase, stocking a magazine component (61) with mounting means (66, 68) outside the elevator shaft (10) and

    - in a loading phase, disposing the stocked magazine component (61) on the carrier component (28).


     
    2. The method as recited Claim 1,
    characterized in that
    before a loading phase, a fixing is carried out, in which the carrier component (28) is fixed in the lateral direction within the elevator shaft (10).
     
    3. The method as recited in Claim 1 or 2,
    characterized in that
    the carrier component (28) has a magazine receiving device (42, 45, 47) which can assume a mounting position and a loading position, wherein

    - in the mounting position of the magazine receiving device (42, 45, 47), mounting means (66, 68) can be removed from a magazine component (61) disposed on the magazine receiving device (42, 45, 47) by the installation component (30), and the carrier component (28) can be displaced in the elevator shaft (10); and

    - in the loading position of the magazine receiving device (42, 45, 47), a stocked magazine component (61) can be disposed on the magazine receiving device (42, 45, 47) via an accessible door cutout (22, 24) of the elevator shaft (10),

    and the magazine receiving device (42, 45, 47) before the onset of a loading phase of the mounting device (26) is moved into the loading position and before the onset of a mounting phase or displacement phase is moved into the mounting position.
     
    4. The method as recited in Claim 3,
    characterized in that
    the stocked magazine component (61) is disposed via a door cutout (22, 24) of the elevator shaft (10) on the carrier component (28), and the magazine holding device (42, 45 in, 47) before the onset of a loading phase of the mounting device (26) is moved into the loading position in such a manner that a base (46) of the magazine receiving device (42, 45, 47) and a base (63) of a floor associated with the door cutout (22, 24) are at the same level.
     
    5. A method as recited in one of Claims 1 through 4,
    characterized in that
    in the loading phase, the placing of the stocked magazine component (61) at the carrier component (28) is carried out via an access door cutout (24) of the elevator shaft (10), which is directly adjacent to a position of the carrier component (28) in the previous mounting phase.
     
    6. The method as recited in one of Claims 1 through 5,
    characterized in that

    - it is planned in a planning phase, at which door cutouts (22, 24) a loading phase should take place, and,

    - in a supply phase, stocked magazine components (61) are provided at door cutouts (22, 24) provided for a loading phase.


     
    7. The method as recited in one of Claims 1 through 6,
    characterized in that
    in the loading phase, disposing the stocked magazine component (61) on the carrier component (28) is carried out in an automated manner.
     
    8. A mounting device for carrying out an installation operation in an elevator shaft (10) of an elevator system, comprising:

    - a carrier component (28) and

    - a mechatronic installation component (30) held on the carrier component (28),

    wherein

    - the carrier component (28) is designed to be displaced in a displacement phase relative to the elevator shaft (10) and is positioned at different heights within the elevator shaft (10) and,

    - in a mounting phase, the installation component (30) is designed to carry out a mounting step at least partially automatically and, in this instance, to remove a mounting means (66, 68) from a magazine component (61) disposed on the carrier component (28) and to install it at a shaft wall (32) of the elevator shaft (10),

    characterized in that
    the carrier component (28) comprises a magazine receiving device (42, 45, 47), which can assume a mounting position and a loading position, wherein the carrier component (28) and the magazine receiving device (42, 45, 47) are designed and situated so that,

    - in the mounting position, mounting means (66, 68) can be removed from a magazine component (61) disposed on the magazine receiving device (42, 45, 47) by the installation component (30) and the carrier component (28) can be displaced in the elevator shaft (10) and,

    - in the loading position, a stocked magazine component (61) can be disposed on the magazine receiving device (42, 45, 47) via an accessible door cutout (22, 24) of the elevator shaft (10).


     
    9. The mounting device as recited in Claim 8,
    characterized in that
    the magazine receiving device (42, 45, 47) is pivotally situated on the carrier component (28).
     
    10. The mounting device as recited in Claim 9,
    characterized in that,
    between the carrier component (28) and the magazine receiving device (42, 45, 47), an energy store (62) is disposed in such a manner that a torque acts upon the magazine receiving device (42, 45, 47), which is aligned from the mounting position in the direction of the loading position.
     
    11. The mounting device as recited in Claim 10,
    characterized in that
    the aforementioned energy store (62) is designed so that it can move a magazine receiving device (42, 45, 47) having an empty magazine component (60) into the loading position.
     
    12. The mounting device as recited in Claim 10 or 11,
    characterized in that
    the aforementioned energy store (62) is designed so that a stocked magazine receiving device (42, 45, 47) can move independently from the loading position into the mounting position.
     
    13. The mounting device as recited in one of Claims 9 through 12,
    characterized in that
    a controllable blocking device (54), which can assume a resting position and a blocking position, is disposed on the carrier component (28), wherein in the resting position a pivoting of the magazine receiving device (42, 45, 47) from the mounting position in the direction of the loading position is possible and blocked in the blocking device.
     


    Revendications

    1. Procédé de réalisation d'un processus d'installation dans une cage d'ascenseur (10) d'un système d'ascenseur au moyen d'un dispositif de montage (26), lequel présente un composant de support (28) et un composant d'installation mécatronique (30) retenu sur le composant de support (28), le procédé comportant les étapes suivantes :

    - déplacement, pendant une phase de déplacement, du composant de support (28) par rapport à la cage d'ascenseur (10) et positionnement du composant de support (28) à différentes hauteurs à l'intérieur de la cage d'ascenseur (10),

    - réalisation de façon au moins partiellement automatique, pendant une phase de montage, d'une étape de montage, un moyen de montage (66, 68) étant retiré d'un composant de magasin (61) disposé sur le composant de support (28) et étant installé sur une paroi de cage (32) de la cage d'ascenseur (10),

    caractérisé par les étapes

    - d'équipement, pendant une phase d'équipement, d'un composant de magasin (61) de moyens de montage (66, 68) à l'extérieur de la cage d'ascenseur (10) et

    - de disposition, pendant une phase d'approvisionnement, du composant de magasin (61) équipé sur le composant de support (28).


     
    2. Procédé selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    une phase de fixation est effectuée avant une phase d'approvisionnement, pendant laquelle phase de fixation le composant de support (28) est fixé à l'intérieur de la cage d'ascenseur (10) dans le sens latéral.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    le composant de support (28) présente un dispositif de réception de magasin (42, 45, 47), lequel peut adopter une position de montage et une position d'approvisionnement,

    - dans la position de montage du dispositif de réception de magasin (42, 45, 47), des moyens de montage (66, 68) pouvant être retirés d'un composant de magasin (61) du composant d'installation (30) disposé sur le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) et le composant de support (28) pouvant être déplacé dans la cage d'ascenseur (10) et

    - dans la position d'approvisionnement du dispositif de réception de magasin (42, 45, 47), un composant de magasin équipé (61) pouvant être disposé sur le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) par l'intermédiaire d'une ouverture de porte (22, 24) accessible de la cage d'ascenseur (10)

    et le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) étant amené dans la position d'approvisionnement avant le début d'une phase d'approvisionnement du dispositif de montage (26) et dans la position de montage avant le début d'une phase de montage ou phase de déplacement.
     
    4. Procédé selon la revendication 3,
    caractérisé en ce que
    le composant de magasin (61) équipé est disposé sur le composant de support (28) par l'intermédiaire d'une découpe de porte (22, 24) de la cage d'ascenseur (10) et que le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) est amené en position d'approvisionnement avant le début d'une phase d'approvisionnement du dispositif de montage (26), de sorte qu'un fond (46) du dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) et un fond (63) d'un étage associé à la découpe de porte (22, 24) se situent au même niveau.
     
    5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4,
    caractérisé en ce que
    pendant la phase d'approvisionnement, le composant de magasin (61) équipé est disposé sur le composant de support (28) par l'intermédiaire d'une ouverture de porte (24) accessible de la cage d'ascenseur (10), laquelle ouverture de porte accessible est directement adjacente à une position du composant de support (28) pendant la phase de montage précédente.
     
    6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5,
    caractérisé en ce que

    - pendant une phase de planification, il est prévu sur quelles ouvertures de porte (22, 24) une phase d'approvisionnement est à effectuer et

    - pendant une phase de fourniture, des composants de magasin équipés (61) sont fournis à des ouvertures de porte (22, 24) prévues pour une phase d'approvisionnement.


     
    7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
    caractérisé en ce que,
    pendant la phase d'approvisionnement, le composant de magasin équipé (61) est disposé de manière automatisée sur le composant de support (28).
     
    8. Dispositif de montage permettant la réalisation d'un processus d'installation dans une cage d'ascenseur (10) d'un système d'ascenseur, comportant

    - un composant de support (28) et

    - un composant d'installation mécatronique (30) retenu sur le composant de support (28),

    - le composant de support (28) étant conçu pour être déplacé par rapport à la cage d'ascenseur (10) pendant une phase de déplacement et pour être positionné à différentes hauteurs à l'intérieur de la cage d'ascenseur (10), et

    - le composant d'installation (30) étant conçu pour effectuer de façon au moins partiellement automatique une étape de montage pendant une phase de montage et pour retirer alors un moyen de montage (66, 68) d'un composant de magasin (61) disposé sur le composant de support (28) et l'installer sur une paroi de cage (32) de la cage d'ascenseur (10),

    caractérisé en ce que
    le composant de support (28) présente un dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) qui peut adopter une position de montage et une position d'approvisionnement, le composant de support (28) et le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) étant conçus et disposés de telle sorte que

    - dans la position de montage, des moyens de montage (66, 68) peuvent être retirés d'un composant de magasin (61) du composant d'installation (30) disposé sur le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) et le composant de support (28) peut être déplacé dans la cage d'ascenseur (10) et

    - dans la position d'approvisionnement, un composant de magasin (61) équipé peut être disposé sur le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) par l'intermédiaire d'une ouverture de porte (22, 24) accessible de la cage d'ascenseur (10).


     
    9. Dispositif de montage selon la revendication 8,
    caractérisé en ce que
    le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) est disposé de manière pivotante sur le composant de support (28).
     
    10. Dispositif de montage selon la revendication 9,
    caractérisé en ce que
    un accumulateur d'énergie (62) est disposé entre le composant de support (28) et le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) de telle sorte qu'un couple agit sur le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47), lequel couple est orienté en direction de la position d'approvisionnement à partir de la position de montage.
     
    11. Dispositif de montage selon la revendication 10,
    caractérisé en ce que
    ledit accumulateur d'énergie (62) est conçu de telle sorte qu'il peut amener un dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) comportant un composant de magasin vide (60) dans la position d'approvisionnement.
     
    12. Dispositif de montage selon la revendication 10 ou 11,
    caractérisé en ce que
    ledit accumulateur d'énergie (62) est conçu de telle sorte qu'un dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) équipé peut être amené de façon autonome depuis la position d'approvisionnement vers la position de montage.
     
    13. Dispositif de montage selon l'une des revendications 9 à 12,
    caractérisé en ce que
    un dispositif de blocage (54) pouvant être commandé est disposé sur le composant de support (28), lequel dispositif de blocage peut adopter une position de repos et une position de blocage, dans la position de repos, un pivotement du dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) étant possible depuis la position de montage vers la position d'approvisionnement et étant bloqué dans le dispositif de blocage.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente