[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Durchführen eines Installationsvorgangs
in einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und
eine Montagevorrichtung zur Durchführung eines Installationsvorgangs in einem Aufzugschacht
einer Aufzuganlage gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 8.
[0002] Die
WO 2017/016783 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Montagevorrichtung zum Durchführen eines Installationsvorgangs
in einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage. Die Montagevorrichtung verfügt über eine
Trägerkomponente und eine an der Trägerkomponente gehaltene mechatronische Installationskomponente
in Form eines Industrieroboters. Mittels einer oberhalb der Montagevorrichtung im
Aufzugschacht angeordneten Verlagerungskomponente und eines Tragmittels kann die Trägerkomponente
und damit die Montagevorrichtung in einer Verlagerungsphase im Aufzugschacht verlagert
werden. Die Montagevorrichtung verfügt ausserdem über eine Fixierkomponente, mittels
welcher sie sich in einer gewünschten Position im Aufzugschacht in horizontaler Richtung
fixieren kann und so mit der Installationskomponente in einer Montagephase zumindest
halbautomatisch Montageschritte durchzuführen. Dabei entnimmt die Installationskomponente
Montagemittel in Form von Schienenbügeln, auch Brackets genannt, und Befestigungsmittel
in Form von Schrauben aus einer an der Trägerkomponente angeordneten Magazinkomponente
und installiert diese an einer Schachtwand des Aufzugschachts. Die Magazinkomponente
ist dabei fix an der Trägerkomponente angeordnet. Zum Bestücken der Magazinkomponente
mit Montagemittels muss diese und damit die Trägerkomponente so positioniert werden,
dass die Montagemittel einzeln in der Magazinkomponente platziert werden können.
[0003] Demgegenüber ist es insbesondere die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine
Montagevorrichtung zum Durchführen eines Installationsvorgangs in einem Aufzugschacht
einer Aufzuganlage vorzuschlagen, welche eine schnelle Durchführung des Installationsvorgangs
und insbesondere eine schnelle Versorgung der Montagvorrichtung mit Montagemitteln
ermöglicht. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mit einem Verfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und einer Montagevorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst.
[0004] Beim erfindungsgemässen Verfahren zum Durchführen eines Installationsvorgangs in
einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage mit einer Montagevorrichtung, welche eine Trägerkomponente
und eine an der Trägerkomponente gehaltene mechatronische Installationskomponente
aufweist, wird in einer Verlagerungsphase die Trägerkomponente relativ zum Aufzugschacht
verlagert und in verschiedenen Höhen innerhalb des Aufzugschachts positioniert. In
einer Montagephase wird zumindest teilautomatisch ein Montageschritt durchgeführt,
wobei ein Montagemittel aus einer an der Trägerkomponente angeordneten Magazinkomponente
entnommen und an einer Schachtwand des Aufzugschachts installiert wird.
[0005] Erfindungsgemäss wird in einer Bestückungsphase eine Magazinkomponente mit Montagemitteln
ausserhalb des Aufzugschachts bestückt und in einer Beladungsphase die bestückte Magazinkomponente
an der Trägerkomponente angeordnet.
[0006] Die recht zeitaufwändige Bestückung der Magazinkomponente mit Montagemitteln kann
damit unabhängig von der Montagevorrichtung erfolgen, also auch während einer Verlagerungs-
oder Montagephase. Die Montagevorrichtung muss damit nur während der vergleichsweise
kurzen Bestückungsphase so im Aufzugschacht positioniert werden, dass die bestückte
Magazinkomponente an der Trägerkomponente angeordnet werden kann. Die notwendige Unterbrechung
der produktiven Verlagerungs- oder Montagephasen ist damit sehr kurz, womit eine vergleichsweise
schnelle Durchführung des gesamten Installationsvorgangs ermöglicht wird.
[0007] Eine schnelle Bestückung der Magazinkomponente mit Montagemitteln ist insbesondere
deshalb wichtig, da die Magazinkomponente aus Platz- und Gewichtsgründen meist nicht
alle Montagemittel für den gesamten Aufzugschacht aufnehmen kann und somit während
der Installation mehrmals eine Beladungsphase notwendig ist.
[0008] Die erfindungsgemässe Montagevorrichtung zur Durchführung eines Installationsvorgangs
in einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage weist eine Trägerkomponente und eine an
der Trägerkomponente gehaltene, mechatronische Installationskomponente auf. Die Trägerkomponente
ist dazu ausgelegt, in einer Verlagerungsphase relativ zum Aufzugschacht verlagert
und in verschiedenen Höhen innerhalb des Aufzugschachts positioniert zu werden. Die
Installationskomponente ist dazu ausgelegt, in einer Montagephase einen Montageschritt
zumindest teilautomatisch auszuführen und dabei ein Montagemittel aus einer an der
Trägerkomponente angeordneten Magazinkomponente zu entnehmen und an einer Schachtwand
des Aufzugschachts zu installieren.
[0009] Erfindungsgemäss weist die Trägerkomponente eine Magazinaufnahmevorrichtung auf,
welche eine Montageposition und eine Beladungsposition einnehmen kann. Die Trägerkomponente
und die Magazinaufnahmevorrichtung sind so ausgeführt und angeordnet, dass in der
Montageposition ein Montagemittel aus einer an der Magazinaufhahmevorrichtung angeordneten
Magazinkomponente von der Installationskomponente entnommen werden und die Trägerkomponente
im Aufzugschacht verlagert werden kann. Ausserdem kann in der Beladungsposition über
eine zugängliche Türöffnung des Aufzugschachts eine bestückte Magazinkomponente an
der Magazinaufnahmevorrichtung angeordnet werden.
[0010] Die erfindungsgemässe Montagevorrichtung weist die selben Vorteile wie das beschriebene
erfindungsgemässe Verfahren auf.
[0011] Bei dem beschriebenen Installationsvorgang handelt es sich insbesondere um ein Fixieren
von Schienenbügeln an Schachtwänden des Aufzugschachts. Derartige Schienenbügel werden
auch als Brackets bezeichnet. Über die Schienenbügel werden in einem darauffolgenden
Installationsschritt, der von einem Installateur von Hand oder ebenfalls zumindest
teilweise automatisiert ausgeführt werden kann, Führungsschienen für eine Aufzugkabine
der Aufzuganlage an den Schachtwänden fixiert.
[0012] Die Trägerkomponente kann in unterschiedlicher Weise ausgestaltet sein. Beispielsweise
kann die Trägerkomponente als einfache Plattform, Gestell, Gerüst, Kabine oder Ähnliches
ausgebildet sein.
[0013] Die Installationskomponente soll mechatronisch sein, das heisst, zusammenwirkende
mechanische, elektronische und informationstechnische Elemente oder Module aufweisen.
Die Installationskomponente kann insbesondere als ein Industrieroboter ausgeführt
sein.
[0014] Die Montagevorrichtung kann insbesondere entsprechend einer in der
WO 2017/016783 A1 beschriebenen Montagevorrichtung ausgeführt sein.
[0015] Zum Verlagern der Trägerkomponente im und damit relativ zum Aufzugschacht ist eine
Verlagerungskomponente vorgesehen, die insbesondere oberhalb der Montagevorrichtung
im Aufzugschacht angeordnet und über ein Tragmittel mit der Trägerkomponente verbunden
ist. Die Verlagerungskomponente kann dabei im Aufzugschacht oder zumindest teilweise
oberhalb des Aufzugschachts angeordnet sein. Die Verlagerungskomponente kann beispielsweise
als eine Art Seilwinde ausgeführt sein, bei der das Tragmittel beispielsweise in Form
eines Seils oder einer Kette auf eine beispielsweise von einem Elektromotor angetriebene
Winde aufgewickelt werden kann.
[0016] Zwischen der Verlagerungsphase und der Montagephase wird insbesondere eine Fixierphase
durchgeführt, in der die Trägerkomponente innerhalb des Aufzugschachts in seitlicher
Richtung, das heisst in horizontaler Richtung, fixiert wird. Unter einem Fixieren
in seitlicher Richtung soll dabei verstanden werden, dass die Trägerkomponente mitsamt
der an ihr angebrachten Installationskomponente nicht nur vertikal mithilfe der Verlagerungskomponente
und dem Tragmittel an eine Position in einer gewünschten Höhe innerhalb des Aufzugschachts
gebracht werden kann, sondern dass die Trägerkomponente dort mithilfe der Fixierkomponente
dann auch in horizontaler Richtung fixiert werden kann. Nach Abschluss der Fixierphase
muss die Trägerkomponente einerseits nicht mehr durch das Tragmittel gehalten werden
und kann andererseits Kräfte abstützten, die bei der Durchführung eines Montageschritts,
beispielsweise beim Bohren eines Lochs in eine Schachtwand auftreten.
[0017] Die Montagevorrichtung weist dazu insbesondere eine Fixierkomponente auf, mithilfe
derer die Trägerkomponente innerhalb des Aufzugschachts in seitlicher Richtung fixiert
werden kann. Die Fixierkomponente kann hierzu beispielsweise dazu ausgelegt sein,
sich seitlich an Wänden des Aufzugschachts abzustützen oder zu verstemmen, so dass
sich die Trägerkomponente nicht mehr in horizontaler Richtung relativ zu den Wänden
bewegen kann. Hierzu kann die Fixierkomponente beispielsweise über geeignete Stützen,
Stempel, Hebel oder Ähnliches verfügen.
[0018] In der Montagephase werden insbesondere mehrere Montageschritte durchgeführt, wobei
bei wenigstens einem der Montageschritte ein Montagemittel aus einer an der Trägerkomponente
angeordneten Magazinkomponente entnommen und an einer Schachtwand des Aufzugschachts
installiert wird. Es wird insbesondere automatisch ein Schienenbügel an der Schachtwand
installiert. Dazu werden zunächst zwei Löcher in die Schachtwand gebohrt. Anschliessend
werden nacheinander zwei Schrauben aus der Magazinkomponente entnommen und ein Stück
in die gebohrten Löcher eingeschraubt. Dann wird ein speziell ausgeführter Schienenbügel
aus der Magazinkomponente entnommen und an den beiden Schrauben eingehängt. Abschliessend
werden die beiden Schrauben vollends eingeschraubt. Damit werden bei diesen Montageschritten
zwei Schrauben und ein Schienenbügel und damit drei Montagemittel an der Schachtwand
installiert. Die Montageschritte können insbesondere wie in der
WO 2017 /016781 A1 beschrieben durchgeführt werden.
[0019] Die aus der Magazinkomponente entnommenen Montagemittel können auch allgemein als
so genanntes Schachtmaterial, beispielsweise als Bolzen, Schraubanker, Sensoren, Schalter,
Halter für Sensoren oder Schalter, Schachtbeleuchtung, Clips, Verbindungselemente
zwischen Führungsschienen, so genannte Fishplates oder ähnliches ausgeführt sein.
[0020] Während der Bestückungsphase wird die Magazinkomponente mit Montagemitteln bestückt.
Darunter ist zu verstehen, dass die Montagemittel in der Magazinkomponente platziert
bzw. angeordnet werden. Die Magazinkomponente weist dazu insbesondere spezielle Aufnahmen
für die Montagemittel auf, in denen die Montagemittel angeordnet werden. Dies gewährleistet,
dass die Installationskomponente die Montagemittel in einer Montagephase sicher entnehmen
kann. Die Montagemittel können insbesondere in mehreren Ebenen übereinander angeordnet
werden. Um auch in diesem Fall eine sichere Entnahme der Montagemittel zu ermöglichen,
kann die Magazinkomponente über Federn verfügen, die die Montagemittel in Richtung
einer Entnahmeöffnung der Magazinkomponente drücken.
[0021] Die Montagemittel werden insbesondere symmetrisch in der Magazinkomponente angeordnet.
Damit kann bei einer entsprechenden Entnahme der Montagemittel eine gleichmässige
Gewichtsverteilung in der Magazinkomponente erreicht werden.
[0022] Die Bestückung der Magazinkomponente kann in der Nähe des Aufzugschachts, also auf
der Baustelle selbst erfolgen. Es ist aber auch möglich, dass die Bestückung der Magazinkomponenten
ausserhalb der Baustelle, beispielsweise in einer Fabrik erfolgt und die Magazinkomponenten
bereits bestückt an die Baustelle geliefert werden.
[0023] Um einen einfachen Transport der Magazinkomponente zu ermöglichen, weist sie insbesondere
Rollen auf, auf denen sie geschoben werden kann.
[0024] Vor der Anordnung einer bestückten Magazinkomponente in der Beladungsphase wird insbesondere
eine entleerte Magazinkomponente entfernt, um Platz für die bestückte Magazinkomponente
zu schaffen.
[0025] Die Trägerkomponente weist insbesondere eine Magazinaufnahmevorrichtung auf, die
die Magazinkomponente aufnehmen kann. Die Magazinaufhahmevorrichtung kann dazu beispielsweise
eine Plattform oder einen Boden aufweisen, auf die die Magazinkomponente aufgeschoben
werden kann. Sie kann auch beispielsweise über Nuten verfügen, in welche Schienen
der Magazinkomponente eingeschoben werden können.
[0026] Es kann eine oder mehrere, insbesondere zwei Magazinkomponenten an der Trägerkomponente
angeordnet werden. Die eine oder die mehreren Magazinkomponenten werden insbesondere
so an der Trägerkomponente angeordnet, dass die resultierende Gewichtskraft der Magazinkomponenten
durch den Schwerpunkt der Montagevorrichtung verläuft.
[0027] Die bestückte Magazinkomponente wird insbesondere über eine zugängliche Türöffnung
des Aufzugschachts an der Trägerkomponente angeordnet. Türöffnungen des Aufzugschachts
sind insbesondere Stockwerken des Gebäudes zugeordnet, in denen die Aufzuganlage installiert
wird. Unter einer zugänglichen Türöffnung wird in diesem Zusammenhang eine Türöffnung
verstanden, die mit einer Magazinkomponente über ein Stockwerk erreichbar ist und
einen Zugang zum Aufzugschacht ermöglicht. Eine der zugänglichen Türöffnung ist insbesondere
als die erste Türöffnung oberhalb der so genannten Schachtgrube des Aufzugschachts
ausgeführt.
[0028] In Ausgestaltung der Erfindung wird vor der Beladungsphase eine Fixierphase durchgeführt,
in der die Trägerkomponente innerhalb des Aufzugschachts in seitlicher Richtung fixiert
wird. Dies gewährleistet, dass die Anordnung der Magazinkomponente an der Trägerkomponente
sicher durchgeführt werden kann. Um ein sicheres Fixieren der Trägerkomponente zu
ermöglichen, kann es sinnvoll sein, eine hauptsächlich horizontal verlaufende Querstrebe
in der Türöffnung anzuordnen. Die Fixierkomponente der Trägerkomponente kann sich
dann an dieser Querstrebe abstützen und so eine sichere Fixierung gewährleisten.
[0029] In Ausgestaltung der Erfindung weist die Trägerkomponente eine Magazinaufhahmevorrichtung
auf, welche eine Montageposition und eine Beladungsposition einnehmen kann. In der
Montageposition der Magazinaufnahmevorrichtung können Montagemittel aus einer an der
Magazinaufhahmevorrichtung angeordneten Magazinkomponente von der Installationskomponente
entnommen werden und die Trägerkomponente kann im Aufzugschacht verlagert werden.
In der Beladungsposition der Magazinaufnahmevorrichtung kann über eine zugängliche
Türöffnung des Aufzugschachts eine bestückte Magazinkomponente an der Magazinaufnahmevorrichtung
angeordnet werden. Die Magazinaufnahmevorrichtung wird vor Beginn einer Beladungsphase
der Montagevorrichtung in die Beladungsposition und vor Beginn einer Montagephase
oder Verlagerungsphase in die Montageposition gebracht.
[0030] Durch das Bringen der Magazinaufnahmevorrichtung in die Montageposition wird ermöglicht,
dass sowohl die Verlagerungsphase als auch die Montagephase sicher und ohne Beschädigungen
an der Magazinaufnahmevorrichtung oder dem Aufzugschacht durchgeführt werden kann.
Das Einstellen der Beladungsposition ermöglicht ausserdem eine sichere Durchführung
der Beladungsphase.
[0031] In Ausgestaltung der Erfindung wird die bestückte Magazinkomponente über einen Türausschnitt
des Aufzugschachts an der Trägerkomponente angeordnet. Dazu wird die Magazinaufnahmevorrichtung
vor Beginn einer Beladungsphase der Montagevorrichtung so in die Beladungsposition
gebracht, dass ein Boden der Magazinaufnahmevorrichtung und ein Boden eines dem Türausschnitt
zugeordneten Stockwerks das selbe Niveau aufweisen. Dies ermöglicht ein sicheres und
gefahrloses Aufschieben der Magazinkomponente auf den Boden der Magazinaufnahmevorrichtung.
[0032] Unter dem selben Niveau soll hier verstanden werden, dass der Boden der Magazinaufnahmevorrichtung
und der Boden des genannten Stockwerks ungefähr in der selben Höhe angeordnet sind,
also im Bereich von einigen Zentimetern. Der Boden der Magazinaufnahmevorrichtung
liegt insbesondere auf dem Boden des genannten Stockwerks auf, so dass die beiden
Böden eine miteinander verbundene Fläche bilden, die nicht zwingend ganz eben sein
muss. Damit ist ein besonders sicheres Aufschieben der Komponente auf den Boden der
Magazinaufnahmevorrichtung möglich.
[0033] Es ist auch möglich, dass die Beladungsphase in der Schachtgrube erfolgt. Dazu werden
eine oder mehrere bestückte Magazinkomponenten in die Schachtgrube gebracht und dort
an der Trägerkomponente angeordnet. Dies kann sinnvoll sein, wenn keine Türöffnung
des Aufzugschachts zugänglich ist.
[0034] Die Magazinaufnahmevorrichtung weist insbesondere eine Sicherungsvorrichtung auf,
mittels welcher eine von der Magazinaufnahmevorrichtung aufgenommene Magazinkomponente
gegen eine Verlagerung, also insbesondere ein Verrutschen oder Wegrollen gesichert
werden kann. Die Sicherungsvorrichtung ist beispielsweise als eine Vertiefung im Boden
der Magazinaufnahmevorrichtung ausgeführt, in denen Rollen der Magazinkomponente angeordnet
und so die Magazinkomponente gegen Wegrollen gesichert wird. Die Sicherungsvorrichtung
kann auch beispielsweise als eine Ausnehmung im Boden der Magazinaufnahmevorrichtung
ausgeführt sein, in der während der Beladungsphase ein passend ausgerichteter Stift
der Magazinkomponente angeordnet wird und so die Magazinkomponente gesichert wird.
[0035] In Ausgestaltung der Erfindung erfolgt in der Beladungsphase das Anordnen der bestückten
Magazinkomponente an der Trägerkomponente über eine zugängliche Türöffnung des Aufzugschachts,
welche direkt benachbart zu einer Position der Trägerkomponente in der vorhergehenden
Montagephase ist. Damit muss die Trägerkomponente zwischen der vorhergehenden Montagephase
und der folgenden Beladungsphase sehr wenig im Aufzugschacht verlagert werden. Die
Verlagerung nimmt damit sehr wenig Zeit in Anspruch.
[0036] Unter "direkt benachbart" soll in diesem Zusammenhang verstanden werden, dass zwischen
der für die Beladungsphase gewählten Türöffnung und der Position der Trägerkomponente
in vorhergehenden Montagephase keine andere zugängliche Türöffnung angeordnet ist.
[0037] Die für die Beladungsphase gewählte Türöffnung kann die Türöffnung sein, die der
Position der Trägerkomponente in der vorhergehenden Montagephase am nächsten liegt
oder die in Richtung einer Montagerichtung nächstgelegene Türöffnung. Die Montagerichtung
ist von unten nach oben, wenn mit der Installation unten begonnen wird und umgekehrt.
Die erste Variante hat den Vorteil, dass die kürzest mögliche Verlagerung der Trägerkomponente
notwendig ist. Die zweite Variante hat den Vorteil, dass die Trägerkomponente nicht
entgegen der Montagerichtung verlagert wird.
[0038] In Ausgestaltung der Erfindung wird in einer Planungsphase geplant, an welchen Türöffnungen
eine Beladungsphase erfolgen soll und in einer Bereitstellungsphase werden bestückte
Magazinkomponenten an für eine Beladungsphase vorgesehenen Türöffnungen bereitgestellt.
Damit kann die Bereitstellung besonders effektiv erfolgen.
[0039] Die Bestimmung der Türöffnungen, an denen eine Beladungsphase erfolgen soll, erfolgt
dabei ausgehend von der Anzahl der von der Magazinvorrichtung aufnehmbaren Montagemittel
und der Anzahl der pro Stockwerk für die Montage notwendigen Montagemitteln. Auf Basis
dieser Zahlen kann sehr einfach bestimmt werden, auf welchen Stockwerken eine Beladungsphase
erfolgen muss. Ein Ergebnis der Planungsphase kann auch sein, dass die Magazinkomponenten
nicht voll bestückt werden, sondern nur mit so vielen Montagemitteln bestückt werden,
wie bis zur nächsten geplanten Beladungsphase notwendig sind. Bei diesen Berechnungen
kann zusätzlich eine kleine Reserve an Montagemitteln eingeplant werden.Die Bereitstellungsphase
kann insbesondere an einem Stück vor Beginn der Installation durchgeführt werden.
Es ist aber auch möglich, dass die Bereitstellungsphase immer wieder unterbrochen
wird. Es muss lediglich sichergestellt sein, dass zu dem Zeitpunkt, an dem eine Beladungsphase
über eine Türöffnung durchgeführt werden soll, auch eine bestückte Magazinkomponente
bereitgestellt ist.
[0040] In Ausgestaltung der Erfindung erfolgt in der Beladungsphase das Anordnen der bestückten
Magazinkomponente an der Trägerkomponente automatisiert. Damit ist auch in der Beladungsphase
kein Installateur notwendig und die Montagevorrichtung kann über eine lange Zeit autark
arbeiten. Damit kann die Installation der Aufzugeinrichtung besonders schnell und
kostengünstig durchgeführt werden.
[0041] Das automatisierte Anordnen der Magazinkomponente an der Trägerkomponente kann auf
unterschiedliche Weise realisiert werden. Beispielsweise kann die Installationskomponente
eine auf einem Stockwerk bereitgestellte Magazinkomponente an der Trägerkomponente
anordnen, beispielsweise auf den Boden der Magazinaufnahmevorrichtung ziehen. Vorher
kann die Installationskomponenten eine leere Magazinkomponente von der Trägerkomponente
entfernen, beispielsweise vom Boden der Magazinaufnahmevorrichtung auf den Boden des
Stockwerks schieben.
[0042] Alternativ dazu kann auch ein autonomer mobiler Roboter verwendet werden. Derartige
Roboter können sich in ihrer Umgebung selbständig bewegen und agieren. Der Roboter
kann zunächst eine leere Magazinkomponente von der Trägerkomponente entfernen und
anschliessend eine bestückte Magazinkomponente an der Trägerkomponente anordnen. Dazu
kann sich der Roboter beispielsweise mit der Magazinkomponente koppeln und sie so
bewegen.
[0043] Ausserdem ist es möglich, dass die Magazinkomponenten über einen Antrieb und eine
Steuerung verfügen, also quasi als ein autonomer mobiler Roboter ausgeführt sind.
Wenn sich die Magazinaufnahmevorrichtung in der Beladungsposition befindet, kann sich
eine derart ausgeführte leere Magazinkomponente selbständig von der Trägerkomponente
entfernen und anschliessend eine bestückte Magazinkomponente selbstständig an der
Trägerkomponente anordnen, also beispielsweise auf einen Boden der Magazinaufnahmevorrichtung
fahren.
[0044] Neben einer automatisierten Anordnung der Magazinkomponente an der Trägerkomponente
ist auch eine Anordnung durch einen Installateur denkbar. Dazu können geeignete Hilfsmittel
wie speziell angepasste Hebel oder Stangen verwendet werden.
[0045] In Ausgestaltung der Erfindung ist die Magazinaufnahmevorrichtung schwenkbar an der
Trägerkomponente angeordnet. Damit ist die Magazinaufnahmevorrichtung besonders einfach
und kostengünstig von der Montageposition in die Beladungsposition und zurück bringbar.
[0046] Die Magazinaufnahmevorrichtung ist insbesondere so an der Trägerkomponente angeordnet,
dass sie in Richtung einer Türöffnung und von einer Türöffnung weg schwenkbar ist.
Sie ist insbesondere unten an der Trägerkomponente angeordnet. Diese Angaben beziehen
sich auf einen funktionsfähigen Zustand der Montagevorrichtung. In diesem Zustand
ist die Montagevorrichtung so in einem Aufzugschacht angeordnet, dass sie im Aufzugschacht
verlagert, die genannten Montageschritte ausführen und mit einer bestückten Magazinkomponente
versorgt werden kann.
[0047] In Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen der Trägerkomponente und der Magazinaufnahmevorrichtung
ein Energiespeicher so angeordnet, dass ein Drehmoment auf die Magazinaufnahmevorrichtung
wirkt, welches von der Montageposition in Richtung Beladungsposition ausgerichtet
ist. Das Drehmoment ist also so ausgerichtet, dass es die Magazinaufnahmevorrichtung
bei ausreichender Grösse und wenn die Drehung nicht blockiert ist, von der Montageposition
in die Beladungsposition bringt. Damit kann die Magazinaufnahmevorrichtung ohne ein
Stellglied und damit besonders einfach und kostengünstig in die Beladungsposition
gebracht werden.
[0048] Der Energiespeicher ist insbesondere als eine Feder, insbesondere eine Zugfeder ausgeführt,
er kann beispielsweise auch als eine Druckfeder, ein Luft- oder Hydraulikspeicher
ausgeführt sein.
[0049] In Ausgestaltung der Erfindung ist der genannte Energiespeicher so ausgelegt, dass
er eine Magazinaufnahmevorrichtung mit einer leeren oder zumindest fast leeren Magazinkomponente
in die Beladungsposition bringen kann. Dies ist dann möglich, wenn das Schwenken der
Magazinaufnahmevorrichtung nicht durch eine Blockiervorrichtung blockiert ist. Falls
die Magazinaufnahmevorrichtung mehr als eine Magazinkomponente aufweist, bezieht sich
die Angabe "leer oder zumindest fast leer" auf alle Magazinkomponenten.
[0050] In Ausgestaltung der Erfindung ist der genannte Energiespeicher so ausgelegt, dass
sich eine bestückte Magazinaufnahmevorrichtung selbständig von der Beladungsposition
in die Montageposition bringen kann. Dies ist dann möglich, wenn das Schwenken der
Magazinaufnahmevorrichtung nicht blockiert ist, also wenn beispielsweise der Boden
der Magazinaufnahmevorrichtung nicht auf dem Boden des Stockwerks aufliegt. Das Schwenken
ist in diesem Fall dann möglich, wenn die Trägerkomponente angehoben wird. Damit ist
auch für das Verschwenken der Magazinaufnahmevorrichtung von der Beladungsposition
in die Montageposition kein Stellglied notwendig, das Verschwenken kann damit einfach
und kostengünstig realisiert werden.
[0051] Unter einer bestückten Magazinaufnahmevorrichtung soll dabei eine Magazinaufnahmevorrichtung
verstanden werden, die wenigstens eine bestückte Magazinkomponente aufgenommen hat.
Eine bestückte Magazinkomponente ist dabei eine Magazinkomponente, in der Montagemittel
angeordnet sind.
[0052] In Ausgestaltung der Erfindung ist an der Trägerkomponente eine ansteuerbare Blockiervorrichtung
angeordnet, welche eine Ruheposition und eine Blockierposition einnehmen kann. In
der Ruheposition ist ein Verschwenken der Magazinaufnahmevorrichtung von der Montageposition
in Richtung Beladungsposition möglich und in der Blockiervorrichtung blockiert. Damit
kann einfach und kostengünstig verhindert werden, dass sich die Magazinaufnahmevorrichtung
selbstständig von der Montageposition in die Beladungsposition bewegt. Dies gewährleistet,
dass die Trägerkomponente auch mit einer leeren Magazinaufnahmevorrichtung sicher
im Aufzugschacht verlagert werden kann.
[0053] Die Blockiervorrichtung kann beispielsweise als ein mittels eines Stellglieds ausfahrbarer
Bolzen oder Stift ausgeführt sein, der in einer Stellung das Schwenken der Magazinaufnahmevorrichtung
verhindert und in einer anderen Stellung zulässt. Das Stellglied kann beispielsweise
als ein Elektromotor ausgeführt sein und von einer Steuerungseinrichtung angesteuert
werden. Die genannte Steuerungseinrichtung steuert insbesondere auch weitere Stellglieder
der Montagevorrichtung wie beispielsweise die Fixierungskomponente oder auch die Verlagerungskomponente
an.
[0054] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen,
in welchen gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen
sind. Die Zeichnungen sind nur schematisch und nicht massstäblich ausgeführt.
[0055] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Montagevorrichtung mit einer Magazinaufnahmevorrichtung in einem Aufzugschacht
in einer Seitenansicht,
- Fig. 2
- eine Magazinaufnahmevorrichtung in einer Frontansicht,
- Fig. 3
- eine Magazinaufnahmevorrichtung in einer Montageposition mit einer leeren Magazinkomponente
in einer Seitenansicht,
- Fig. 4
- die Magazinaufnahmevorrichtung aus Fig. 3 in einer Beladungsposition und
- Fig. 5
- die Magazinaufnahmevorrichtung aus Fig. 3 in der Montageposition mit einer bestückten
Magazinkomponente.
[0056] Fig. 1 zeigt einen Aufzugschacht 10 einer Aufzuganlage, in dem eine Montagvorrichtung
26 angeordnet ist. Vom Aufzugschacht 10 sind nur ein unterer Teil 12 mit einer Schachtgrube
14, ein mittlerer Teil 16 und ein oberer Teil 18 mit einem Schachtkopf 20 dargestellt.
Im unteren Teil 12 des Aufzugsschachts 10 ist eine unterste Türöffnung 22 an einem
untersten Stockwerk eines Gebäudes und im mittleren Teil 16 eine obere Türöffnung
24 an einem oberen Stockwerk angeordnet. Über die genannten Stockwerke sind die Türöffnungen
22, 24 erreichbar und über die Türöffnungen 22, 24 ist der Aufzugschacht 10 zugänglich.
Die Türöffnungen 22, 24 werden damit als zugängliche Türöffnungen bezeichnet.
[0057] Die Montagevorrichtung 26 weist eine Trägerkomponente 28 und eine mechatronische
Installationskomponente 30 auf. Die Trägerkomponente 28 ist als Gestell ausgeführt,
an dem die mechatronische Installationskomponente 30 montiert ist. Dieses Gestell
weist Abmessungen auf, die ermöglichen, die Trägerkomponente 28 innerhalb des Aufzugschachts
10 vertikal zu verlagern, das heisst beispielsweise zu unterschiedlichen vertikalen
Positionen an verschiedenen Stockwerken innerhalb des Gebäudes zu verfahren. Die mechatronische
Installationskomponente 30 ist im dargestellten Beispiel als Industrieroboter ausgeführt,
der nach unten hängend an dem Gestell der Trägerkomponente 28 angebracht ist. Ein
Arm des Industrieroboters 30 kann dabei relativ zu der Trägerkomponente 28 bewegt
werden und beispielsweise hin zu einer Schachtwand 32 des Aufzugschachts 10 verlagert
werden.
[0058] Die Trägerkomponente 28 ist über ein als Tragmittel 34 dienendes Stahlseil mit einer
Verlagerungskomponente 36 in Form einer motorisch angetriebenen Seilwinde verbunden,
welche oben am Aufzugschacht 10 an der Decke des Aufzugschachts 10 angebracht ist.
Mithilfe der Verlagerungskomponente 36 kann die Montagevorrichtung 26 innerhalb des
Aufzugschachts 10 vertikal über eine gesamte Länge des Aufzugschachts 10 hin verlagert
werden.
[0059] Die Montagevorrichtung 26 weist ferner eine Fixierkomponente auf, mithilfe derer
die Trägerkomponente 28 innerhalb des Aufzugschachts 10 in seitlicher Richtung, das
heisst in horizontaler Richtung, fixiert werden kann. Die Fixierkomponente besteht
aus zwei ausfahrbaren Stempeln 38 und einem langgestreckten Abstützelement 40, wobei
das Abstützelement 40 auf der Seite der Türöffnungen 22, 24 und die ausfahrbaren Stempel
38 auf der gegenüberliegenden Seite an der Trägerkomponente 28 angeordnet sind. Durch
das Ausfahren der Stempel 38 kann sich die Trägerkomponente 28 zwischen Schachtwänden
32 des Aufzugschachts 10 während einer Fixierungsphase verstemmen.
[0060] Unten an der Trägerkomponente 28 ist in Richtung Türöffnungen 22, 24 schwenkbar eine
Magazinaufnahmevorrichtung 42 angeordnet. Diese Magazinaufnahmevorrichtung 42 dient
zur Aufnahme von mindestens einer, insbesondere zwei in der Fig. 1 nicht dargestellter
Magazinkomponenten. Die Magazinkomponenten können Montagemittel, insbesondere in Form
von Schienenbügeln, auch Brackets genannt, und Befestigungsmittel in Form von Schrauben
dem Industrieroboter 30 für die Installation an einer Schachtwand 32 zur Verfügung
stellen.
[0061] An der Trägerkomponente 28 ist eine Steuerungseinrichtung 44 angeordnet, welche den
Industrieroboter 30 und nicht dargestellte Stellglieder der ausfahrbaren Stempel 38
ansteuert.
[0062] Wie in Fig. 2 dargestellt, ist die Magazinaufnahmevorrichtung 42 zweiteilig ausgeführt,
wobei die beiden Teile 45, 47 jeweils auf einer Seite der Trägerkomponente 28 angeordnet
sind. Da die beiden Teile 45, 47 identisch aufgebaut sind, wird nur das erste Teil
45 beschrieben. Das Teil 45 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 weist einen U-förmigen
Querschnitt mit einem Boden 46 und Seitenteilen 48 auf. Die Seitenteile 48 sind über
zwei Haltearme 50 an einer Haltestange 52 schwenkbar angeordnet. Die Haltestange 52
ist an der Trägerkomponente 28 befestigt und verläuft horizontal, so dass das Teil
45 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 in Richtung Türöffnungen 22, 24 schwenkbar an
der Trägerkomponente 28 angeordnet ist. Da auch das zweite Teil 47 in Richtung Türöffnungen
22, 24 schwenkbar an der Trägerkomponente 28 angeordnet ist, gilt dies auch für die
Magazinaufnahmevorrichtung 42.
[0063] An der Trägerkomponente 28 ist ausserdem eine Blockiervorrichtung 54 angeordnet,
die über ein Stellglied in Form eines Elektromotors 56 und zwei horizontal in Richtung
der Haltearme 50 der beiden Teile 45, 47 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 vom Elektromotor
56 aus- und einfahrbare Bolzen 58 verfügt. In einer Ruheposition der Blockiervorrichtung
54 sind die beiden Bolzen 58 eingefahren, so dass ein Verschwenken der beiden Teile
45, 47 und damit der Magazinaufnahmevorrichtung 42 möglich ist. In einer Blockierposition
der Blockiervorrichtung 54 sind die beiden Bolzen 58 ausgefahren, so dass ein Verschwenken
der beiden Teile 45, 47 und damit der Magazinaufnahmevorrichtung 42 blockiert ist.
In der Fig. 2 ist die Blockierposition der Blockiervorrichtung 54 dargestellt. Der
Elektromotor 56 wird dabei ebenfalls von der Steuerungseinrichtung 44 angesteuert.
[0064] In Fig. 3 ist die Magazinaufnahmevorrichtung 42 in einer so genannten Montageposition
dargestellt. Die Haltearme 50 sind ausgehend von der Trägerkomponente 28 senkrecht
nach unten ausgerichtet. Die Blockiervorrichtung befindet sich in der Blockierposition,
die Bolzen 58 sind also ausgefahren und die Magazinaufnahmevorrichtung 42 kann damit
nicht in Richtung obere Türöffnung 24 verschwenken. In der Montageposition der Magazinaufnahmevorrichtung
42 kann der Industrieroboter 30 Montagemittel aus einer an der Magazinaufnahmevorrichtung
42 angeordneten Magazinkomponente 60 entnehmen und die Trägerkomponente 28 kann im
Aufzugschacht 10 verlagert werden.
[0065] Zwischen der Trägerkomponente 28 und der Magazinaufnahmevorrichtung 42 bzw. dem ersten
Teil 45 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 ist ein Energiespeicher in Form einer Zugfeder
62 so angeordnet, dass ein Drehmoment auf die Magazinaufnahmevorrichtung 42 bzw. den
ersten Teil 45 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 wirkt, welches von der in der Fig.
3 dargestellten Montageposition in Richtung einer in Fig. 4 dargestellten Beladungsposition
der Magazinaufnahmevorrichtung 42 ausgerichtet ist. Die Zugfeder 62 übt damit eine
Kraft auf die Magazinaufnahmevorrichtung 42 bzw. den ersten Teil 45 der Magazinaufnahmevorrichtung
42 auf, die eine Komponente in Richtung Türöffnung 24 aufweist. Zwischen Trägerkomponente
28 und dem zweiten Teil der Magazinaufnahmevorrichtung 42 kann auf analoge Weise eine
weitere Zugfeder angeordnet sein.
[0066] Die Zugfeder 62 ist so ausgelegt ist, dass sie die Magazinaufnahmevorrichtung 42
mit einer leeren oder zumindest fast leeren Magazinkomponente 60 in die Beladungsposition
bringen kann. Die Magazinkomponente 60 ist zwar in der Fig. 3 leer, da aber gleichzeitig
der Bolzen 58 der Blockiervorrichtung 54 ausgefahren ist, das Schwenken der Magazinaufnahmevorrichtung
42 damit blockiert ist, bleibt die Magazinaufnahmevorrichtung 42 dennoch in der Montageposition.
[0067] In Fig. 4 ist die Magazinaufnahmevorrichtung 42 in einer so genannten Beladungsposition
dargestellt. Die Haltearme 50 sind ausgehend von der Trägerkomponente 28 in Richtung
obere Türöffnung 24 verschwenkt. Die Blockiervorrichtung befindet sich in der Ruheposition,
die Bolzen 58 sind also eingefahren, so dass die Magazinaufnahmevorrichtung 42 in
Richtung oberer Türöffnung 24 verschwenken konnte. In der Beladungsposition der Magazinaufnahmevorrichtung
42 kann über die obere Türöffnung 24 eine bestückte Magazinkomponente 61 an der Magazinaufnahmevorrichtung
42 angeordnet werden.
[0068] Um ausgehend von der in Fig. 3 dargestellten Position der Magazinaufnahmevorrichtung
42 in die in der Fig. 4 dargestellte Position zu kommen, wird zuerst die Blockiervorrichtung
in die Ruheposition gebracht, also der Bolzen 58 eingefahren. Da wie beschrieben,
die Magazinkomponente 60 in Fig. 3 leer ist, ist die Kraft der Zugfeder 62 ausreichend,
um die Magazinaufnahmevorrichtung 42 in Richtung obere Türöffnung 24 zu verschwenken.
Anschliessend wird die Trägerkomponente 28 und damit auch die Magazinaufnahmevorrichtung
42 so weit im Aufzugschacht abgesenkt, bis der Boden 46 der Magazinaufnahmevorrichtung
42 auf einem Boden 63 des dem oberen Türausschnitt 24 zugeordneten Stockwerks aufliegt.
Die beiden Böden 46 und 63 weisen damit das selbe Niveau auf.
[0069] Wenn die beiden Böden 46 und 63 das selbe Niveau aufweisen, wird zunächst die Trägerkomponente
28 im Aufzugschacht fixiert. Anschliessend wird die leere Magazinkomponente 60 von
einem autonomen mobilen Roboter 64 von der Magazinaufnahmevorrichtung 42 entfernt.
Der autonome mobile Roboter 64 koppelt sich dazu an die Rollen aufweisende Magazinkomponente
60 an und zieht sie vom Boden 46 der Magazinaufnahmevorrichtung 42. Wenn mehr als
eine leere Magazinkomponente vorhanden ist, werden die weiteren auf die selbe Weise
entfernt. Anschliessend koppelt sich der autonome mobile Roboter 64 mit einer bestückten
Magazinkomponente 61. In der Rollen aufweisenden Magazinkomponente 61 sind mehrere
Schienenbügel 66 und Schrauben 68 angeordnet, die für die folgenden Montageschritte
benötigt werden. Der mobile autonome Roboter 64 schiebt die bestückte Magazinkomponente
61 auf den Boden 46 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 und ordnet diese damit an der
Trägerkomponente 28 an. Wenn mehr als eine bestückte Magazinkomponente vorhanden ist,
werden die weiteren auf die selbe Weise an der Trägerkomponente 28 angeordnet. Der
Boden 46 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 weist eine nicht dargestellte Vertiefung
auf, in der zwei auf einer Achse angeordnete Rollen der Magazinkomponente 61 angeordnet
werden. Die Magazinkomponente 61 wird so gegen Wegrollen gesichert.
[0070] Die leere Magazinkomponente kann auch von einem Installateur, eventuell unter Zuhilfenahme
geeigneter Hebel oder Stangen von der Magazinaufnahmevorrichtung entfernt werden.
Ebenso kann die bestückte Magazinkomponente von einem Installateur auf den Boden der
Magazinaufnahmevorrichtung geschoben werden.
[0071] Die Zugfeder 62 ist so ausgelegt, dass sich eine bestückte Magazinaufnahmevorrichtung
42, also eine Magazinaufnahmevorrichtung 42 mit einer bestückten Magazinkomponente
61 selbständig von der Beladungsposition in die Montageposition bringen kann. Die
Kraft der Zugfeder 62 reicht also nicht aus, um die bestückte Magazinaufnahmevorrichtung
42 in der Beladungsposition zu halten. Dies wird in Fig. 4 allerdings dadurch verhindert,
dass, der Boden 46 der Magazinaufnahmevorrichtung 42 auf dem Boden 63 des Stockwerks
aufliegt und dadurch das Schwenken der Magazinaufnahmevorrichtung 42 blockiert ist.
[0072] Das Verschwenken der Magazinaufnahmevorrichtung 42 wird erst ermöglicht, wenn die
Fixierung der Trägerkomponente 28 gelöst und sie im Aufzugschacht angehoben wird.
Dies bewirkt, dass das Verschwenken nicht mehr blockiert ist und die Magazinaufnahmevorrichtung
42 entgegen der Kraft der Zugfeder 62 durch ihre Gewichtskraft in die Montageposition
geschwenkt wird.
[0073] Fig. 5 zeigt die Magazinaufnahmevorrichtung 42 nach Abschluss des Verschwenkens in
die Montageposition. Diese Position ist identisch mit der Position in der Fig. 3.
Der Unterschied zwischen der Fig. 5 und der Fig. 3 liegt nur darin, dass die bestückte
Magazinkomponente 61 statt der leeren Magazinkomponente 60 an der Trägerkomponente
28 angeordnet ist. Die Montagevorrichtung 26 kann nunmehr weitere Installationsschritte
ausführen und Montagemittel in Form von Schienenbügeln 66 und Schrauben 68 an den
Schachtwänden installieren.
[0074] Für die Installation von Schienenbügeln 66 in einem Aufzugschacht 10 einer Aufzuganlage
wird zunächst die Verlagerungskomponente 36 im Schachtkopf 20 fixiert und mit dem
Tragmittel 34 versehen. Anschliessend wird die Montagevorrichtung 26 im Aufzugschacht
10 angeordnet und über das Tragmittel 34 mit der Verlagerungskomponente 36 verbunden.
Anschliessend wird die Magazinaufnahmevorrichtung 42 wie in Zusammenhang mit den Fig.
3 und 4 beschrieben an der unteren Türöffnung 22 in die Beladungsposition gebracht.
Nach Einstellen der Beladungsposition wird in einer Fixierungsphase die Trägerkomponente
28 seitlich im Aufzugschacht 10 fixiert. Dazu werden die Stempel 38 ausgefahren und
so die Trägerkomponente 28 im Aufzugschacht 10 verstemmt. Nach Abschluss der Fixierungsphase
werden an der Trägerkomponente 28 wie in Zusammenhang mit den Fig. 4 und 5 beschrieben
zwei bestückte Magazinkomponenten 61 angeordnet, also eine Beladungsphase durchgeführt.
Die Magazinkomponenten wurden dabei entweder ausserhalb des Aufzugschachts 10 in einer
Bestückungsphase bestückt oder wurden bereits bestückt an das Gebäude, in dem sich
der Aufzugschacht befindet, angeliefert. Die Bestückungsphase fand dann ausserhalb
des Gebäudes statt.
[0075] Nach Abschluss der Beladungsphase werden die Stempel 38 wieder eingefahren und damit
die Fixierung der Trägerkomponente 28 in seitlicher Richtung gelöst. Die Montagevorrichtung
26 kann damit mehrere Montageschritte ausführen. Dazu wird sie in mehreren Verlagerungsphasen
relativ zum Aufzugschacht 10 verlagert und in verschiedenen Höhen innerhalb des Aufzugschachts
10 positioniert. Nach einer Positionierung werden jeweils in einer Montagephase Schienenbügel
66 mit Schrauben 68 an verschiedenen Höhen im Aufzugschacht 10 an den Schachtwänden
32 installiert.
[0076] Da die beiden Magazinkomponenten nicht alle für den gesamten Aufzugschacht 10 benötigten
Schienenbügel 66 und Schrauben 68 aufnehmen können, müssen leere Magazinkomponenten
mit bestückten Magazinkomponenten ersetzt werden. Um dies möglichst schnell erledigen
zu können, werden die Magazinkomponenten nicht immer über die unterste Türöffnung
22, sondern über eine zugängliche Türöffnung des Aufzugschachts 10 ausgetauscht, welche
direkt benachbart zu einer Position der Trägerkomponente 28 in der vorhergehenden
Montagephase ist.
[0077] Da schon vor Beginn der Installation der Schienenbügel 66 bekannt ist, an welchen
Positionen im Aufzugschacht wie viele Schienenbügel mit wie vielen Schrauben installiert
werden, wird in einer Planungsphase, die insbesondere vor Beginn der Installation
erfolgt, geplant, an welchen Türöffnungen eine Beladungsphase notwendig sein wird.
Auf Basis dieser Planungen werden in einer Bereitstellungsphase bestückte Magazinkomponenten
61 an für eine Beladungsphase vorgesehenen Türöffnungen bereitgestellt. Die Bereitstellungsphase
kann insbesondere an einem Stück vor Beginn der Installation durchgeführt werden.
Es ist aber auch möglich, dass die Bereitstellungsphase immer wieder unterbrochen
wird. Es muss lediglich sichergestellt sein, dass zu dem Zeitpunkt, an dem eine Beladungsphase
über eine Türöffnung durchgeführt werden soll, auch eine bestückte Magazinkomponente
61 bereitgestellt ist.
[0078] Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie "aufweisend", "umfassend",
etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschliessen und Begriffe wie "eine" oder
"ein" keine Vielzahl ausschliessen. Ferner sei daraufhingewiesen, dass Merkmale oder
Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden
sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener
Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind
nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Verfahren zum Durchführen eines Installationsvorgangs in einem Aufzugschacht (10)
einer Aufzuganlage mit einer Montagevorrichtung (26), welche eine Trägerkomponente
(28) und eine an der Trägerkomponente (28) gehaltene mechatronische Installationskomponente
(30) aufweist, mit folgenden Schritten:
- in einer Verlagerungsphase Verlagern der Trägerkomponente (28) relativ zum Aufzugschacht
(10) und Positionieren der Trägerkomponente (28) in verschiedenen Höhen innerhalb
des Aufzugschachts (10),
- in einer Montagephase zumindest teilautomatisches Durchführen eines Montageschritts,
wobei ein Montagemittel (66, 68) aus einer an der Trägerkomponente (28) angeordneten
Magazinkomponente (61) entnommen und an einer Schachtwand (32) des Aufzugschachts
(10) installiert wird, gekennzeichnet durch die Schritte
- in einer Bestückungsphase Bestücken einer Magazinkomponente (61) mit Montagemitteln
(66, 68) ausserhalb des Aufzugschachts (10) und
- in einer Beladungsphase Anordnen der bestückten Magazinkomponente (61) an der Trägerkomponente
(28).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
vor einer Beladungsphase eine Fixierphase durchgeführt wird, in der die Trägerkomponente
(28) innerhalb des Aufzugschachts (10) in seitlicher Richtung fixiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trägerkomponente (28) eine Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) aufweist, welche
eine Montageposition und eine Beladungsposition einnehmen kann, wobei
- in der Montageposition der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) Montagemittel
(66, 68) aus einer an der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) angeordneten Magazinkomponente
(61) von der Installationskomponente (30) entnommen werden können und die Trägerkomponente
(28) im Aufzugschacht (10) verlagert werden kann und
- in der Beladungsposition der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) über eine zugängliche
Türöffnung (22, 24) des Aufzugschachts (10) eine bestückte Magazinkomponente (61)
an der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) angeordnet werden kann
und die Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) vor Beginn einer Beladungsphase der
Montagevorrichtung (26) in die Beladungsposition und vor Beginn einer Montagephase
oder Verlagerungsphase in die Montageposition gebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die bestückte Magazinkomponente (61) über einen Türausschnitt (22, 24) des Aufzugschachts
(10) an der Trägerkomponente (28) angeordnet wird und die Magazinaufnahmevorrichtung
(42, 45, 47) vor Beginn einer Beladungsphase der Montagevorrichtung (26) so in die
Beladungsposition gebracht wird, dass ein Boden (46) der Magazinaufnahmevorrichtung
(42, 45, 47) und ein Boden (63) eines dem Türausschnitt (22, 24) zugeordneten Stockwerks
das selbe Niveau aufweisen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Beladungsphase das Anordnen der bestückten Magazinkomponente (61) an der Trägerkomponente
(28) über eine zugängliche Türöffnung (24) des Aufzugschachts (10) erfolgt, welche
direkt benachbart zu einer Position der Trägerkomponente (28) in der vorhergehenden
Montagephase ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- in einer Planungsphase geplant wird, an welchen Türöffnungen (22, 24) eine Beladungsphase
erfolgen soll und
- in einer Bereitstellungsphase bestückte Magazinkomponenten (61) an für eine Beladungsphase
vorgesehenen Türöffnungen (22, 24) bereitgestellt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Beladungsphase das Anordnen der bestückten Magazinkomponente (61) an der Trägerkomponente
(28) automatisiert erfolgt.
8. Montagevorrichtung zur Durchführung eines Installationsvorgangs in einem Aufzugschacht
(10) einer Aufzuganlage mit
- einer Trägerkomponente (28) und
- einer an der Trägerkomponente (28) gehaltenen, mechatronischen Installationskomponente
(30),
wobei
- die Trägerkomponente (28) dazu ausgelegt ist, in einer Verlagerungsphase relativ
zum Aufzugschacht (10) verlagert und in verschiedenen Höhen innerhalb des Aufzugschachts
(10) positioniert zu werden und
- die Installationskomponente (30) dazu ausgelegt ist, in einer Montagephase einen
Montageschritt zumindest teilautomatisch auszuführen und dabei ein Montagemittel (66,
68) aus einer an der Trägerkomponente (28) angeordneten Magazinkomponente (61) zu
entnehmen und an einer Schachtwand (32) des Aufzugschachts (10) zu installieren,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trägerkomponente (28) eine Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) aufweist, welche
eine Montageposition und eine Beladungsposition einnehmen kann, wobei die Trägerkomponente
(28) und die Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) so ausgeführt und angeordnet
sind, dass
- in der Montageposition Montagemittel (66, 68) aus einer an der Magazinaufnahmevorrichtung
(42, 45, 47) angeordneten Magazinkomponente (61) von der Installationskomponente (30)
entnommen werden können und die Trägerkomponente (28) im Aufzugschacht (10) verlagert
werden kann und
- in der Beladungsposition über eine zugängliche Türöffnung (22, 24) des Aufzugschachts
(10) eine bestückte Magazinkomponente (61) an der Magazinaufnahmevorrichtung (42,
45, 47) angeordnet werden kann.
9. Montagevorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) schwenkbar an der Trägerkomponente (28)
angeordnet ist.
10. Montagevorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen der Trägerkomponente (28) und der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47)
ein Energiespeicher (62) so angeordnet ist, dass ein Drehmoment auf die Magazinaufnahmevorrichtung
(42, 45, 47) wirkt, welches von der Montageposition in Richtung Beladungsposition
ausgerichtet ist.
11. Montagevorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der genannte Energiespeicher (62) so ausgelegt ist, dass er eine Magazinaufnahmevorrichtung
(42, 45, 47) mit einer leeren Magazinkomponente (60) in die Beladungsposition bringen
kann.
12. Montagevorrichtung nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der genannte Energiespeicher (62) so ausgelegt ist, dass sich eine bestückte Magazinaufnahmevorrichtung
(42, 45, 47) selbständig von der Beladungsposition in die Montageposition bringen
kann.
13. Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der Trägerkomponente (28) eine ansteuerbare Blockiervorrichtung (54) angeordnet
ist, welche eine Ruheposition und eine Blockierposition einnehmen kann, wobei in der
Ruheposition ein Verschwenken der Magazinaufnahmevorrichtung (42, 45, 47) von der
Montageposition in Richtung Beladungsposition möglich und in der Blockiervorrichtung
blockiert ist.
1. A method for carrying out an installation operation in an elevator shaft (10) of an
elevator system using a mounting device (26) which has a carrier component (28) and
a mechatronic installation component (30) held on the carrier component (28), comprising
the following steps:
- in a displacement phase, displacing the carrier component (28) relative to the elevator
shaft (10) and positioning the carrier component (28) at different heights within
the elevator shaft (10),
- in a mounting phase, carrying out at least partially automatically a mounting step,
wherein a mounting means (66, 68) is removed from a magazine component (61) disposed
on the carrier component (28) and installed on a shaft wall (32) of the elevator shaft
(10),
characterized by the steps:
- in a stocking phase, stocking a magazine component (61) with mounting means (66,
68) outside the elevator shaft (10) and
- in a loading phase, disposing the stocked magazine component (61) on the carrier
component (28).
2. The method as recited Claim 1,
characterized in that
before a loading phase, a fixing is carried out, in which the carrier component (28)
is fixed in the lateral direction within the elevator shaft (10).
3. The method as recited in Claim 1 or 2,
characterized in that
the carrier component (28) has a magazine receiving device (42, 45, 47) which can
assume a mounting position and a loading position, wherein
- in the mounting position of the magazine receiving device (42, 45, 47), mounting
means (66, 68) can be removed from a magazine component (61) disposed on the magazine
receiving device (42, 45, 47) by the installation component (30), and the carrier
component (28) can be displaced in the elevator shaft (10); and
- in the loading position of the magazine receiving device (42, 45, 47), a stocked
magazine component (61) can be disposed on the magazine receiving device (42, 45,
47) via an accessible door cutout (22, 24) of the elevator shaft (10),
and the magazine receiving device (42, 45, 47) before the onset of a loading phase
of the mounting device (26) is moved into the loading position and before the onset
of a mounting phase or displacement phase is moved into the mounting position.
4. The method as recited in Claim 3,
characterized in that
the stocked magazine component (61) is disposed via a door cutout (22, 24) of the
elevator shaft (10) on the carrier component (28), and the magazine holding device
(42, 45 in, 47) before the onset of a loading phase of the mounting device (26) is
moved into the loading position in such a manner that a base (46) of the magazine
receiving device (42, 45, 47) and a base (63) of a floor associated with the door
cutout (22, 24) are at the same level.
5. A method as recited in one of Claims 1 through 4,
characterized in that
in the loading phase, the placing of the stocked magazine component (61) at the carrier
component (28) is carried out via an access door cutout (24) of the elevator shaft
(10), which is directly adjacent to a position of the carrier component (28) in the
previous mounting phase.
6. The method as recited in one of Claims 1 through 5,
characterized in that
- it is planned in a planning phase, at which door cutouts (22, 24) a loading phase
should take place, and,
- in a supply phase, stocked magazine components (61) are provided at door cutouts
(22, 24) provided for a loading phase.
7. The method as recited in one of Claims 1 through 6,
characterized in that
in the loading phase, disposing the stocked magazine component (61) on the carrier
component (28) is carried out in an automated manner.
8. A mounting device for carrying out an installation operation in an elevator shaft
(10) of an elevator system, comprising:
- a carrier component (28) and
- a mechatronic installation component (30) held on the carrier component (28),
wherein
- the carrier component (28) is designed to be displaced in a displacement phase relative
to the elevator shaft (10) and is positioned at different heights within the elevator
shaft (10) and,
- in a mounting phase, the installation component (30) is designed to carry out a
mounting step at least partially automatically and, in this instance, to remove a
mounting means (66, 68) from a magazine component (61) disposed on the carrier component
(28) and to install it at a shaft wall (32) of the elevator shaft (10),
characterized in that
the carrier component (28) comprises a magazine receiving device (42, 45, 47), which
can assume a mounting position and a loading position, wherein the carrier component
(28) and the magazine receiving device (42, 45, 47) are designed and situated so that,
- in the mounting position, mounting means (66, 68) can be removed from a magazine
component (61) disposed on the magazine receiving device (42, 45, 47) by the installation
component (30) and the carrier component (28) can be displaced in the elevator shaft
(10) and,
- in the loading position, a stocked magazine component (61) can be disposed on the
magazine receiving device (42, 45, 47) via an accessible door cutout (22, 24) of the
elevator shaft (10).
9. The mounting device as recited in Claim 8,
characterized in that
the magazine receiving device (42, 45, 47) is pivotally situated on the carrier component
(28).
10. The mounting device as recited in Claim 9,
characterized in that,
between the carrier component (28) and the magazine receiving device (42, 45, 47),
an energy store (62) is disposed in such a manner that a torque acts upon the magazine
receiving device (42, 45, 47), which is aligned from the mounting position in the
direction of the loading position.
11. The mounting device as recited in Claim 10,
characterized in that
the aforementioned energy store (62) is designed so that it can move a magazine receiving
device (42, 45, 47) having an empty magazine component (60) into the loading position.
12. The mounting device as recited in Claim 10 or 11,
characterized in that
the aforementioned energy store (62) is designed so that a stocked magazine receiving
device (42, 45, 47) can move independently from the loading position into the mounting
position.
13. The mounting device as recited in one of Claims 9 through 12,
characterized in that
a controllable blocking device (54), which can assume a resting position and a blocking
position, is disposed on the carrier component (28), wherein in the resting position
a pivoting of the magazine receiving device (42, 45, 47) from the mounting position
in the direction of the loading position is possible and blocked in the blocking device.
1. Procédé de réalisation d'un processus d'installation dans une cage d'ascenseur (10)
d'un système d'ascenseur au moyen d'un dispositif de montage (26), lequel présente
un composant de support (28) et un composant d'installation mécatronique (30) retenu
sur le composant de support (28), le procédé comportant les étapes suivantes :
- déplacement, pendant une phase de déplacement, du composant de support (28) par
rapport à la cage d'ascenseur (10) et positionnement du composant de support (28)
à différentes hauteurs à l'intérieur de la cage d'ascenseur (10),
- réalisation de façon au moins partiellement automatique, pendant une phase de montage,
d'une étape de montage, un moyen de montage (66, 68) étant retiré d'un composant de
magasin (61) disposé sur le composant de support (28) et étant installé sur une paroi
de cage (32) de la cage d'ascenseur (10),
caractérisé par les étapes
- d'équipement, pendant une phase d'équipement, d'un composant de magasin (61) de
moyens de montage (66, 68) à l'extérieur de la cage d'ascenseur (10) et
- de disposition, pendant une phase d'approvisionnement, du composant de magasin (61)
équipé sur le composant de support (28).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
une phase de fixation est effectuée avant une phase d'approvisionnement, pendant laquelle
phase de fixation le composant de support (28) est fixé à l'intérieur de la cage d'ascenseur
(10) dans le sens latéral.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le composant de support (28) présente un dispositif de réception de magasin (42, 45,
47), lequel peut adopter une position de montage et une position d'approvisionnement,
- dans la position de montage du dispositif de réception de magasin (42, 45, 47),
des moyens de montage (66, 68) pouvant être retirés d'un composant de magasin (61)
du composant d'installation (30) disposé sur le dispositif de réception de magasin
(42, 45, 47) et le composant de support (28) pouvant être déplacé dans la cage d'ascenseur
(10) et
- dans la position d'approvisionnement du dispositif de réception de magasin (42,
45, 47), un composant de magasin équipé (61) pouvant être disposé sur le dispositif
de réception de magasin (42, 45, 47) par l'intermédiaire d'une ouverture de porte
(22, 24) accessible de la cage d'ascenseur (10)
et le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) étant amené dans la position
d'approvisionnement avant le début d'une phase d'approvisionnement du dispositif de
montage (26) et dans la position de montage avant le début d'une phase de montage
ou phase de déplacement.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
le composant de magasin (61) équipé est disposé sur le composant de support (28) par
l'intermédiaire d'une découpe de porte (22, 24) de la cage d'ascenseur (10) et que
le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) est amené en position d'approvisionnement
avant le début d'une phase d'approvisionnement du dispositif de montage (26), de sorte
qu'un fond (46) du dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) et un fond (63)
d'un étage associé à la découpe de porte (22, 24) se situent au même niveau.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
pendant la phase d'approvisionnement, le composant de magasin (61) équipé est disposé
sur le composant de support (28) par l'intermédiaire d'une ouverture de porte (24)
accessible de la cage d'ascenseur (10), laquelle ouverture de porte accessible est
directement adjacente à une position du composant de support (28) pendant la phase
de montage précédente.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
- pendant une phase de planification, il est prévu sur quelles ouvertures de porte
(22, 24) une phase d'approvisionnement est à effectuer et
- pendant une phase de fourniture, des composants de magasin équipés (61) sont fournis
à des ouvertures de porte (22, 24) prévues pour une phase d'approvisionnement.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que,
pendant la phase d'approvisionnement, le composant de magasin équipé (61) est disposé
de manière automatisée sur le composant de support (28).
8. Dispositif de montage permettant la réalisation d'un processus d'installation dans
une cage d'ascenseur (10) d'un système d'ascenseur, comportant
- un composant de support (28) et
- un composant d'installation mécatronique (30) retenu sur le composant de support
(28),
- le composant de support (28) étant conçu pour être déplacé par rapport à la cage
d'ascenseur (10) pendant une phase de déplacement et pour être positionné à différentes
hauteurs à l'intérieur de la cage d'ascenseur (10), et
- le composant d'installation (30) étant conçu pour effectuer de façon au moins partiellement
automatique une étape de montage pendant une phase de montage et pour retirer alors
un moyen de montage (66, 68) d'un composant de magasin (61) disposé sur le composant
de support (28) et l'installer sur une paroi de cage (32) de la cage d'ascenseur (10),
caractérisé en ce que
le composant de support (28) présente un dispositif de réception de magasin (42, 45,
47) qui peut adopter une position de montage et une position d'approvisionnement,
le composant de support (28) et le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47)
étant conçus et disposés de telle sorte que
- dans la position de montage, des moyens de montage (66, 68) peuvent être retirés
d'un composant de magasin (61) du composant d'installation (30) disposé sur le dispositif
de réception de magasin (42, 45, 47) et le composant de support (28) peut être déplacé
dans la cage d'ascenseur (10) et
- dans la position d'approvisionnement, un composant de magasin (61) équipé peut être
disposé sur le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) par l'intermédiaire
d'une ouverture de porte (22, 24) accessible de la cage d'ascenseur (10).
9. Dispositif de montage selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) est disposé de manière pivotante
sur le composant de support (28).
10. Dispositif de montage selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
un accumulateur d'énergie (62) est disposé entre le composant de support (28) et le
dispositif de réception de magasin (42, 45, 47) de telle sorte qu'un couple agit sur
le dispositif de réception de magasin (42, 45, 47), lequel couple est orienté en direction
de la position d'approvisionnement à partir de la position de montage.
11. Dispositif de montage selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
ledit accumulateur d'énergie (62) est conçu de telle sorte qu'il peut amener un dispositif
de réception de magasin (42, 45, 47) comportant un composant de magasin vide (60)
dans la position d'approvisionnement.
12. Dispositif de montage selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que
ledit accumulateur d'énergie (62) est conçu de telle sorte qu'un dispositif de réception
de magasin (42, 45, 47) équipé peut être amené de façon autonome depuis la position
d'approvisionnement vers la position de montage.
13. Dispositif de montage selon l'une des revendications 9 à 12,
caractérisé en ce que
un dispositif de blocage (54) pouvant être commandé est disposé sur le composant de
support (28), lequel dispositif de blocage peut adopter une position de repos et une
position de blocage, dans la position de repos, un pivotement du dispositif de réception
de magasin (42, 45, 47) étant possible depuis la position de montage vers la position
d'approvisionnement et étant bloqué dans le dispositif de blocage.