| (19) |
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(11) |
EP 3 601 806 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.01.2021 Patentblatt 2021/01 |
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Anmeldetag: 08.02.2018 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2018/053164 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2018/177641 (04.10.2018 Gazette 2018/40) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM REGELN EINER HYDRAULISCHEN MASCHINE
APPARATUS FOR CONTROLLING A HYDRAULIC MACHINE
DISPOSITIF DE RÉGULATION D'UNE MACHINE HYDRAULIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
29.03.2017 DE 102017106700
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.02.2020 Patentblatt 2020/06 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ZELLER, Thomas
73431 Aalen (DE)
- HOHAGE, Rouven
87740 Buxheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Voith Patent GmbH - Patentabteilung |
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St. Pöltener Straße 43 89522 Heidenheim 89522 Heidenheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 713 867 DE-A1-102013 008 047
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DE-A1-102010 053 811 DE-A1-102013 212 937
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Regeln einer hydraulischen Maschine,
insbesondere eine Vorrichtung zum Regel einer Turbine, einer Pumpe oder einer Pumpturbine.
[0002] Konventionelle Vorrichtungen zum Regeln einer hydraulischen Maschine sind aus dem
allgemeinen Stand der Technik bekannt. So beschreibt beispielsweise die
DE 27 13 867 A1 eine solche Vorrichtung (siehe Figur 3), die eine Druckölquelle, einen hydraulischen
Stellmotor (Hydrozylinder) und Regelventile zur Dosierung der Energie zur Verstellung
des Hydrozylinders umfasst. In der Regel handelt es sich bei der Druckölquelle um
einen Speicher für das unter Überdruck stehende Hydraulikmedium. Der Speicher muss
dabei mit Hilfe von Pumpen gefüllt und auf den notwendigen Arbeitsdruck gebracht und
gehalten werden.
[0003] Aus der
DE 10 2013 212 937 A1 ist ferner eine Vorrichtung zum Öffnen und Schließen der Leitschaufeln einer hydraulischen
Maschine bekannt, bei welcher drehzahlvariabel angetriebenen hydraulische Konstantpumpen
verwendet werden. In dieser Schrift wird lediglich die prinzipielle Wirkweise einer
solchen Vorrichtung offenbart.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin eine Vorrichtung zum Regeln
einer hydraulischen Maschine anzugeben, bei welcher drehzahlvariabel angetriebene
hydraulische Konstantpumpen verwendet werden, und welche die Anforderungen bei einer
hydraulischen Maschine, z.B. hinsichtlich Stellzeiten, Notschließeigenschaften - auch
bei Versagen der Pumpen, Eignung für große Hydraulikzylinder-Volumina etc., gewährleistet.
Im Vergleich mit konventionellen Vorrichtungen zeichnet sich die erfindungsgemäße
Lösung durch eine hohe Energieeffizienz, gute Umweltverträglichkeit, Wartungsfreundlichkeit
und geringen Anschaffungs- und Betriebskosten aus.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Regeln einer hydraulischen
Maschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den hiervon abhängigen Unteransprüchen.
[0006] Die erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend anhand von Figuren erläutert. Darin
ist im Einzelnen folgendes dargestellt:
- Figur 1
- Schematischer Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
[0007] In der Darstellung der Figur 1 ist der Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Regeln einer hydraulischen Maschine in schematisierter Weise gezeigt. Die Vorrichtung
umfasst einen Sammel- und Ausgleichsbehälter, welcher mit 1 bezeichnet ist, eine Pumpenanordnung,
welche mit 2 bezeichnet ist, einen drehzahlvariablen Pumpenantrieb, welcher mit 3
bezeichnet ist, einen Speicher, welcher mit 5 bezeichnet ist, einen Hydraulikzylinder,
welcher mit 6 bezeichnet ist, einen Notschlussumstellschieber, welcher mit 71 bezeichnet
ist, ein Notschlussmagnetventil, welches mit 72 bezeichnet ist, zwei entsperrbare
Rückschlagventile, welche mit 81 und 82 bezeichnet sind, zwei Vorsteuerventile, welche
mit 91 und 92 bezeichnet sind, drei Drosseln, welche mit 10, 11 und 12 bezeichnet
sind, ein Rückschlagventil, welches mit 14 bezeichnet ist, ein optionales Magnetventil,
welches mit 20 bezeichnet ist, zwei optionale Druckbegrenzungsventile, welche mit
30 und 31 bezeichnet sind und zwei optionale Anschlüsse, welche mit 40 und 50 bezeichnet
sind. Der Pfeil unterhalb des Hydraulikzylinders 6 deutet die Schließrichtung desselben
an.
[0008] Bei dem Hydraulikzylinder 6 kann es sich z.B. um den Leitrad- Hydraulikzylinder oder
um den Hydraulikzylinder zur Verstellung der Laufradschaufeln einer hydraulischen
Maschine handeln. Solche Hydraulikzylinder erfordern zum Betrieb oft große Volumina
an Hydraulikflüssigkeit. Der Hydraulikzylinder 6 kann als Gleichgangzylinder ausgefertigt
sein, wie in Figur 1 durch die gestrichelte zweite Stange angedeutet ist. Der Hydraulikzylinder
6 kann jedoch auch als Differentialzylinder mit unterschiedlichen Volumen für Schließen-
und Öffnen-Seite ausgefertigt sein.
[0009] Die Pumpenanordnung 2 umfasst zwei Pumpen mit umkehrbarer Förderrichtung. In Figur
1 sind die zwei Pumpen auf einer Welle angeordnet, welche durch den Pumpenantrieb
3 angetrieben wird. Es sind jedoch auch andere konstruktive Ausgestaltungen möglich,
z.B. dass die Pumpen mittels eines Getriebes durch den Pumpenantrieb 3 angetrieben
werden. Es ist sogar denkbar, dass der Pumpenantrieb 3 jeweils einen Motor und einen
Frequenzumrichter für jede der beiden Pumpen umfasst. Die weitere Beschreibung bezieht
sich auf die in Figur 1 dargestellte Ausführungsform. In der in Figur 1 gezeigten
Stellung des Notschlussumstellschiebers 71 ist jeweils ein Anschluss einer Pumpe mit
einer Steuerleitung des Hydraulikzylinders verbunden, so dass in einer Drehrichtung
der Welle die eine Pumpe Hydraulikflüssigkeit in Richtung des Hydraulikzylinders 6
fördert und die andere Pumpe Hydraulikflüssigkeit vom Hydraulikzylinder 6 aufnimmt.
In der anderen Drehrichtung der Welle ist es gerade umgekehrt. So sind in Figur 1
der rechte Anschluss der unteren Pumpe (über das entsperrbare Rückschlagventil 82)
mit der Öffnen-Seite des Hydraulikzylinders 6 und der linke Anschluss der oberen Pumpe
(über das entsperrbare Rückschlagventil 81) mit der Schließen-Seite des Hydraulikzylinders
6 verbunden. Die übrigen Anschlüsse der Pumpen sind jeweils direkt mit dem Sammel-
und Ausgleichsbehälter 1 verbunden. D.h. in der einen Drehrichtung der Welle pumpt
die untere Pumpe Hydraulikflüssigkeit aus dem Sammel- und Ausgleichsbehälter 1 in
die Öffnen-Seite des Hydraulikzylinders 6 und gleichzeitig pumpt die obere Pumpe Hydraulikflüssigkeit
von der Schließen-Seite des Hydraulikzylinders 6 in den Sammel-und Ausgleichsbehälter
1. In der anderen Drehrichtung der Welle verlaufen die Volumenströme umgekehrt. Im
Falle, dass die Fördervolumina der beiden Pumpen gleich groß sind, bedeutet das, dass
letztendlich keine Hydraulikflüssigkeit in den Sammel- und Ausgleichsbehälter 1 fließt
bzw. aus ihm entnommen wird (vgl. unten zu Gleichgangzylinder). Im anderen Fall wird
nur die Differenzfördermenge der Pumpen in den Sammel- und Ausgleichbehälter 1 abgegeben
bzw. ihm entnommen (vgl. unten zu Differentialzylinder). Dabei ist jeweils vorausgesetzt,
dass die Rückschlagventile 81 und 82 entsperrt sind (siehe unten in der Beschreibung
der Betriebszustände).
[0010] Falls die verwendeten Pumpen ausgewiesene Druck- und Sauganschlüsse aufweisen, so
werden vorzugsweise immer die Druckanschlüsse mit dem Hydraulikzylinder 6 und die
Sauganschlüsse mit dem Sammel- und Ausgleichsbehälter 1 verbunden.
[0011] Die Welle der Pumpenanordnung 2 wird von dem drehzahlvariablen Pumpenantrieb 3, welcher
in beiden Drehrichtungen betreibbar ist, angetrieben. Der Pumpenantrieb 3 umfasst
in der Regel einen elektrischen Servomotor, der von einem Frequenzumrichter elektrisch
gespeist wird.
[0012] Die entsperrbaren Rückschlagventile 81 und 82, welche in den Verbindungsleitungen
des Hydraulikzylinders 6 mit der Pumpenanordnung 2 so angeordnet sind, dass sie im
nicht entsperrten Zustand eine Bewegung des Kolbens des Hydraulikzylinders verhindern,
sind jeweils mit einem der Vorsteuerventile 91, 92 verbunden. Diese sind jeweils (über
die Ventile 20 und 72) mit dem Speicher 5 verbunden. Ein Öffnen eines Vorsteuerventils
91, 92 bewirkt so die Entsperrung des zugehörigen Rückschlagventils 81, 82. Das Öffnen
der Vorsteuerventile 91, 92 wird durch den (elektrischen) Regler der hydraulischen
Maschine dadurch bewirkt, dass diese erregt werden. Jedes der Vorsteuerventile 91,
92 kann separat erregt werden.
[0013] Im Betriebszustand "Notschluss" oder "Schnellschluss", d.h. wenn sich der Notschlussumstellschieber
71 in der anderen Stellung als der in Figur 1 gezeigten befindet, ist der Speicher
5 mit der Schließen-Seite des Hydraulikzylinders 6 verbunden. In diesen Beiden Betriebszuständen
ist ferner der Sammel- und Ausgleichsbehälter 1 der Öffnen-Seite des Hydraulikzylinders
6 verbunden. Die Steuerung des Zustands des Notschlussumstellschiebers 71 erfolgt
über das Notschlussmagnetventil 72, welches sich in einer hydraulischen Leitung zwischen
dem Notschlussumstellschieber 71 und dem Speicher 5 befindet. Das Notschlussmagnetventil
72 befindet sich auch in den Leitungen zwischen den Vorsteuerventilen 91, 92 und dem
Speicher 5. Das (federbelastete) Notschlussmagnetventil 72 wird im Betrieb immer dauererregt,
wodurch sich der Notschlussumstellschieber 71 in der in Figur 1 gezeigten Stellung
befindet und die Vorsteuerventile 91, 92 durch den Speicher 5 mit Öldruck versorgt
werden (d.h. die Rückschlagventile 81, 82 können in diesem Zustand durch die Vorsteuerventile
91, 92 entsperrt werden).
[0014] Der Notschlussumstellschieber 71 ist so ausgebildet, dass er in der in Figur 1 gezeigten
Stellung die entsprechenden Anschlüsse der Pumpen der Pumpenanordnung 2 mit den Anschlüssen
des Hydraulikzylinders 6 verbindet, während der Sammel- und Ausgleichsbehälter 1 und
der Speicher 5 vom Hydraulikzylinder entkoppelt sind, und in seiner anderen Stellung,
die Pumpen der Pumpenanordnung 2 vom Hydraulikzylinder 6 entkoppelt und den Sammel-
und Ausgleichsbehälter 1 mit der Öffnen-Seite und den Speicher 6 mit der Schließen-Seite
des Hydraulikzylinders 6 verbindet. In Figur 1 ist erkennbar, dass der Notschlussumstellschieber
auf beiden Seiten mit dem Druck des Speichers 5 beaufschlagt ist. Dabei ist die wirksame
Fläche, auf die dieser Druck wirkt, auf den beiden Seiten unterschiedlich groß zu
wählen. Die Fläche auf der rechten Seite ist größer, was bewirkt, dass sich falls
das Notschlussmagnetventil 72 erregt ist, der Notschlussumstellschieber 71 in der
in Figur 1 gezeigten Stellung befindet. Wird das Notschlussmagnetventil 72 entregt,
so wird der Speicher 5 von der rechten Seite des Notschlussumstellschiebers 71 getrennt
und der Notschlussumstellschieber 71 wird durch die Kräfte, die auf die linke Seite
einwirken, in die andere Stellung geschoben.
[0015] Die Drossel 10, die auch "Grunddrossel" genannt wird, befindet sich in der mit der
Öffnen-Seite des Hydraulikzylinders 6 verbundenen Leitung noch vor dem Notschlussumstellschieber
71, d.h. in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hydraulikzylinder 6. Die Drossel 11 befindet
sich in der Leitung, die den Speicher 5 mit dem restlichen Teil der Vorrichtung verbindet.
Die Drossel 12 befindet sich in der Leitung zwischen dem Notschlussumstellschieber
71 und dem Sammel- und Ausgleichsbehälter 1. Dabei ist eine der beiden Drosseln 11
oder 12 als optional zu betrachten (siehe die Ausführungen zur Notschlussfunktion).
[0016] Es ist ferner eine Leitung vorgesehen, die eine der Leitungen von der Pumpenanordnung
2 zum Hydraulikzylinder 6 mit dem Speicher 5 verbindet. In dieser Leitung ist das
Rückschlagventil 14 so angeordnet, dass keine Hydraulikflüssigkeit vom Speicher 5
her passieren kann. Die Figur 1 zeigt nur eine von mehreren möglichen Alternativen,
d.h. den Fall, dass die Leitung mit den Rückschlagventil 14 den entsprechenden Anschluss
der oberen Pumpe mit dem Speicher 5 verbindet. Die Leitung mit dem Rückschlagventil
14 kann auch mit dem entsprechenden Anschluss der untern Pumpe verbunden sein. Die
Leitung mit dem Rückschlagventil 14 kann dazu an beliebigen Punkten der Leitungen
von der Pumpenanordnung 2 zum Hydraulikzylinder 6 münden.
[0017] Optional kann die Vorrichtung noch weitere Notschlusssteuerventile umfassen (z.B.
ein Überdrehzahlventil etc.). Diese können über den Anschluss 50 angeschlossen werden,
welcher sich in derselben hydraulischen Leitung wie das Notschlussmagnetventil 72
befindet.
[0018] Optional können weitere Verbraucher über den Anschluss 40 an den Speicher 5 angeschlossen
werden. Der Anschluss 40 befindet sich in der hydraulischen Leitung, welche den Speicher
5 mit der restlichen Vorrichtung verbindet.
[0019] Im Folgenden werden die Wirkweisen der erfindungsgemäßen Vorrichtung in den einzelnen
Betriebszuständen der hydraulischen Maschine näher beschrieben und die Vorteile der
Vorrichtung erläutert. Hierbei wird als Anfangszustand angenommen, dass der Speicher
5 mit einem definierten Druck geladen ist und sich der Hydraulikzylinder 6 in einer
beliebigen Zwischenstellung befindet.
Regelbetrieb der hydraulischen Maschine:
[0020] Der Notschlussumstellschieber 71 befindet sich in der Stellung gemäß Figur 1, da
das Notschlussmagnetventil 72 erregt ist.
[0021] So lange die Position des Hydraulikzylinders 6 gehalten werden soll, befinden sich
die vom Regler der hydraulischen Maschine angesteuerten Vorsteuermagnetventile 91,
92 im entregten Zustand. Dadurch sind die entsperrbaren Rückschlagventile 81, 82 in
den Steuerleitungen zur Öffnen- bzw. Schließen-Seite des Hydraulikzylinders 6 ebenfalls
geschlossen und der Zylinder 6 wird in seiner Position gehalten. In diesem Zustand
wird der drehzahlvariable Antrieb 3 abgeschaltet, so dass keine Verlustenergie (Wärme)
in das System eingebracht wird. Dadurch kann prinzipiell auf eine Ölkühlung verzichtet
werden, was den Vorteil einer deutlich besseren Energieeffizienz bietet.
[0022] Wird nun ein Regelvorgang notwendig (z.B. Sollwertänderung oder die Regelabweichung
überschreitet einen bestimmten Wert (Totband)), werden die Vorsteuerventile 91 und
92 über den Regler erregt, was zum Öffnen der entsperrbaren Rückschlagventile führt.
Jetzt kann der Hydraulikzylinder direkt über den drehzahlvariablen Pumpenantrieb 3
positioniert werden. Falls der Hydraulikzylinder 6 als Gleichgangzylinder ausgefertigt
ist, wird durch die Pumpenanordnung 2 die gleiche Ölmenge saugseitig geschluckt wie
druckseitig in den Zylinder eingebracht. In diesem Fall haben die beiden Pumpen der
Pumpenanordnung 2 identische Fördervolumina. Falls der Hydraulikzylinder 6 als Differentialzylinder
ausgefertigt ist, wird das Fördervolumen-Verhältnis der beiden Pumpen der Pumpenanordnung
2 so genau wie möglich an den Differentialzylinder angepasst. Die während des Verfahrens
des Hydraulikzylinders 6 entstehende Differenz-Ölmenge kann über die entsprechenden
am Sammel- und Ausgleichsbehälter 1 angeschlossenen Saugleitungen bzw. ein geringes
Pendelvolumen am Speicher 5 ausgeglichen werden. In Bezug auf die Konfiguration aus
Figur 1 kann dazu das Pumpenvolumen der oberen Pumpe größer als benötigt ausgelegt
sein, da die überschüssige Menge an Hydraulikflüssigkeit beim Schließen des Hydraulikzylinders
6 über das Rückschlagventil 14 in den Speicher gedrückt wird. In der Anderen Drehrichtung
der Welle wird die überschüssige Menge vom Sammel- und Ausgleichsbehälter 1 bereitgestellt
und wieder aufgenommen. Es ist klar, dass auf diese Weise bei jeder Bewegung des Hydraulikzylinders
6 in Schließen-Richtung der Speicher 5 etwas geladen wird. Durch ein (in Figur 1 nicht
dargestelltes) Überdrückventil oder über optional vorhandene zusätzliche Verbraucher
(Anschluss 40) kann eine Überladung des Speichers 5 verhindert werden.
[0023] Nach Erreichen der gewünschten Position werden die Vorsteuerventile 91, 92 entregt,
wodurch der Zylinder 6 wieder ohne Aufbringung von Energie in seiner Position gehalten
werden kann. Es ist zu erwähnen, dass das Speichervolumen im Vergleich mit konventionellen
Systemen nicht mehr zu Regelzwecken verwendet wird, da diese Aufgabe komplett von
der Pumpenanordnung 2 übernommen wird. Somit kann das Speichervolumen und so die Speichergröße
drastisch reduziert werden. Dieses führt zusätzlich auch zu einem kleineren Sammel-
und Ausgleichsbehälter 1, wodurch insgesamt die Kosten reduziert werden können.
[0024] Um die Vorrichtung gegen einen unzulässig hohen Druck abzusichern, können optional
Druckbegrenzungsventile 30, 31 installiert sein, von denen jeweils eines an eine der
Leitungen zwischen den entsperrbaren Rückschlagventilen (81, 81) und dem Notschlussumstellschieber
(71) angeschlossen ist
Notschluss:
[0025] Um in einem Fehlerfall ein sicheres Stilllegen der hydraulischen Maschine gewährleisten
zu können, ist eine Notschlussfunktion implementiert, die es erlaubt, die Anlage ohne
Stromversorgung (oder bei einem Defekt des drehzahlvariablen Antriebs 3) herunterzufahren.
Im Notschlussfall wird das im Betrieb dauererregte Notschlussmagnetventil 72 entregt,
worauf der Notschlussumstellschieber 71 in die in Bezug auf Figur 1 andere Stellung
geschoben wird. Somit wird aus dem "quasi-geschlossenen" hydraulischen Regelkreislauf
ein offener Kreislauf. Der Speicher 5 ist mit der Schließen-Seite des Hydraulikzylinders
6 verbunden, wobei die Öffnen-Seite jetzt in den Sammel- und Ausgleichsbehälter 1
abgesteuert wird. Gleichzeitig wird auch der Druck zu den Vorsteuerventilen 91, 92
entlastet, so dass die entsperrbaren Rückschlagventile 81, 82 schließen.
[0026] In diesem offenen Kreislauf liefert der Speicher 5 ein definiertes Volumen innerhalb
definierter Druckgrenzen. Daher lässt sich mit Hilfe der Grunddrossel 10 und einer
zusätzlich in Reihe geschalteten Drossel 11 oder 12 sicher eine definierte Schließzeit
einstellen. Werden tatsächlich zwei zusätzlich in Reihe geschaltete Drosseln 11 und
12 verwendet, so ergibt sich dadurch eine größere Flexibilität und eine größere Robustheit
gegenüber z.B. einem Leitungsbruch in der Leitung zwischen der Notschlussumstellschieber
71 und dem Speicher 1, da sich die zusätzliche Drosselwirkung auf zwei Drosseln verteilt,
von denen nur eine (12) durch den Leitungsbruch ausfällt.
[0027] Durch die Grunddrossel 10 entsteht beim Verfahren des Hydraulikzylinders 6 ein Staudruck,
gegen den die Pumpenanordnung 2 wirkt, und der daher in gewissen Grenzen gehalten
werden muss (einzuhaltende Nenndrücke der Leitungen und Komponenten, Leistung des
Pumpenantriebs 3 etc.). Daher ist eine individuelle Auslegung der einzelnen Drosseln
10, 11, 12 notwendig. Dabei muss im Vordergrund stehen, dass immer der größtmögliche
Anteil der Gesamtdrosselwirkung und damit der Schließzeit über die Grunddrossel 10
realisiert werden muss. Das hat u.a. den Grund, dass durch die Anordnung der Grunddrossel
10 direkt in der Öffnen-Seite des Hydraulikzylinders 6 auch bei z.B. Leitungsbruch
der Öffnen-Steuerseite (d.h. der Leitung zwischen Grunddrossel 10 und der Pumpenanordnung
2) eine Begrenzung der Schließzeit gewährleistet ist.
[0028] Dadurch, dass der Speicher 5 über die Leitung mit dem Rückschlagventil 14 mit der
Schließen-Seite des Zylinders 6 verbunden ist, würde sogar in dem Fehlerfall, dass
der Pumpenantrieb 3 eine höhere als die definierte maximale Drehzahl Richtung Schließen
annähme, die Stellzeit über die Grunddrossel 10 begrenzt werden. Es würde sich lediglich
der Druck im Speicher 5 durch eine erhöhte Pumpenfördermenge langsam erhöhen.
Speicherlade-Funktion:
[0029] Der Speicher 5 wird auf seinen Füllgrad bzw. seinen Systemdruck mittels entsprechender
Niveau- und Drucksensoren überwacht. Das Ölvolumen und der Druck im Speicher 5 werden
im Betrieb unabhängig von der Stellung des Hydraulikzylinders 6 auf einem definierten
maximalen Niveau gehalten. Dieses Niveau wird sich im Falle eines verwendeten Gleichgangzylinders
(siehe oben), bzw. wenn keine weiteren externen Verbraucher am Speicher 5 über die
optionale Anschlussstelle 40 angeschlossen sind, im Betrieb nicht oder nur sehr wenig
ändern.
[0030] Um aber auch die Verwendung von Differenzialzylindern sowie externen Verbrauchern
zu ermöglichen, kann der Speicher mittels des drehzahlvariablen Antriebs 3 und den
elektrisch angesteuerten entsperrbaren Rückschlagventilen 81 und 82 unabhängig von
der Stellung des Hydraulikzylinders 6 während des Betriebs aufgeladen werden.
[0031] Dazu müssen sich die Vorsteuermagnetventile 91 und 92 in entregtem Zustand befinden,
wodurch auch die entsperrbaren Rückschlagventile 81 und 82 geschlossen sind. Die Pumpenanordnung
2 wird jetzt so angesteuert, dass diese in Richtung Schließen-Seite des Hydraulikzylinders
6 fördert. Die Position des Zylinders 6 ändert sich dadurch nicht, da das entsperrbare
Rückschlagventil 81 in der Öffnen-Seite des Hydraulikzylinders 6 geschlossen ist und
somit kein Öl aus dem Hydraulikzylinder 6 entweichen kann. In Schließen-Richtung kann
das Rückschlagventil 82 aber durchströmt werden, wodurch sich der Druck erhöht und
der Speicher 5 über die Leitung mit dem Rückschlagventil 14 geladen wird. Die dafür
nötige Differenz-Ölmenge wird von der Pumpenanordung 2 über eine entsprechende Leitung
vom Sammel- und Ausgleichsbehälter 1 angesaugt. Ist die Leitung mit dem Rückschlagventil
14 an die Leitung von der Pumpenanordnung 2 zur Öffnen-Seite des Hydraulikzylinders
6 angeschlossen, so funktioniert das Laden analog. Dazu muss jedoch die Pumpenanordnung
2 so angesteuert werden, dass diese in Richtung Öffnen-Seite des Hydraulikzylinders
6 fördert.
[0032] Sollte während des Ladens ein Regelvorgang notwendig werden, hat dieser Priorität
vor dem Ladevorgang. Das ist aus sicherheitstechnischer Sicht kein Problem, da ein
entsprechender Schaltpunkt der Niveau- und Drucküberwachung dafür sorgt, dass für
einen eventuellen Notschluss immer genügend Volumen bzw. Druck im Speicher vorhanden
ist. Durch das Erregen der Vorsteuerventile 91 und 92 und die Ansteuerung des drehzahlvariablen
Antriebs 3 ist es sofort wieder möglich Regelbewegungen auszuführen.
[0033] Die Speicher-Laden-Funktion ist während des normalen Betriebs und einem Stillstand
der hydraulischen Maschine aktiv. So wird gewährleistet, dass immer die entsprechende
Sicherheit für einen eventuellen Notschluss gegeben ist, sowie beim Start der hydraulischen
Maschine diese schnellstmöglich verfügbar ist.
Optionale Schnell-Schließen-Funktion:
[0034] Normalerweise wird die Pumpenanordnung 2 bzgl. der Größe, Drehzahl und Leistung der
Pumpen so ausgelegt, dass die für den jeweiligen Anwendungsfall geforderten Öffnen-
und Schließzeiten des Hydraulikzylinders 6 allein über den Pumpenantrieb 3 verfahren
werden können.
[0035] Wenn z.B. große Hydraulikzylinder-Volumina vorhanden sind und im Gegensatz zu den
Schließzeiten die Öffnungszeiten deutlich länger sein dürfen, könnten, um die Dimension
der Pumpenanordnung 2 und des Pumpenantriebes 3 so klein wie möglich zu halten (Platzverhältnisse,
Ersatzteilkosten etc.), diese so ausgelegt werden, dass der Hydraulikzylinder 6 nur
mit der minimalen Öffnungszeit verfahren werden kann.
[0036] Um dann eine schnellere Schließzeit (z.B. im Fall eines Wasserkraftreglers bei einem
Lastabwurf) zu erreichen, ist optional das Schnell-Schließen-Magnetventil 20 vorgesehen,
welches sich in derselben hydraulischen Leitung wie das Notschlussmagnetventil 72
befindet. Durch Beschalten dieses Ventils 20 kann nun das Speichervolumen genutzt
werden, um zu schließen. Dabei wird das Schnell-Schließen-Magnetventil 20 erregt,
wodurch der Notschlussumstellschieber 71 in die in Bezug auf Figur 1 andere Stellung
geschoben wird. Gleichzeitig wird durch die Druckzufuhr zu den Vorsteuerventilen 91
und 92 hydraulisch getrennt, so dass auch die entsperrbaren Rückschlagventile 81 und
82 in den Steuerleitungen schließen. Die Pumpenanordnung 2 ist damit vom Hydraulikzylinder
6 vollständig entkoppelt.
[0037] Um z.B. nach einem Lastabwurf bei einer Wasserturbine die Möglichkeit zu haben, die
Maschine wieder zu synchronisieren zu können, wird bei Erreichen einer definierten
Öffnung das Schnell-Schließen-Ventil 20 wieder entregt. Gleichzeitig wird die "Fein-Regelung"
jetzt wieder an den drehzahlvariablen Pumpenantrieb 3 übergeben, und die Maschine
kann wieder synchronisiert werden.
[0038] Da durch einen Schnellschluss der Speicher 5 entleert wird, sollte in dieser Situation
der Speicher 5 so schnell wie möglich wieder aufgefüllt werden. Da während und nach
Abschluss des Synchronisierungsvorgangs und erneutem Auffahren der Turbine auf die
entsprechende Zylinderstellung der Regler aktiv ist und dadurch die Pumpenanordnung
2 nicht zum Laden des Speichers 5 genutzt werden darf, kann in diesem Fall folgendermaßen
vorgegangen werden:
Während die Pumpenanordnung 2 den Hydraulikzylinder 6 auf die entsprechende Öffnung
auffährt, befinden sich die Vorsteuermagnetventile 91 und 92 im entregten Zustand.
Somit kann das öffnen-seitige Rückschlagventil 82 durchströmt werden, das schließen-seitige
Rückschlagventil 81 bleibt gesperrt. Dadurch wird das beim Auffahren verdrängte Öl
aus dem Hydraulikzylinder 6 über die Leitung mit dem Rückschlagventil 14 zurück in
den Speicher 5 gedrückt. Die dafür nötige Ölmenge wird von der Pumpenanordnung 2 über
die entsprechende Leitung vom Sammel- und Ausgleichsbehälter 1 angesaugt. Hat der
Speicher 5 seinen Nenn-Füllgrad erreicht, werden die entsprechenden Rückschlagventile
81 und 82 geöffnet und der Hydraulikzylinder 6 kann ohne weiteres Füllen des Speichers
5 auf seine Endposition gefahren werden.
Heizen-Funktion:
[0039] Bei Unterschreiten eines definierten Öltemperaturwertes wird die Regelung über die
Pumpenanordnung 2 durch das Öffnen der entsperrbaren Rückschlagventile 81 und 82 initiiert.
Dadurch entsteht Wärme die zum Aufheizen des Systems genutzt wird.
1. Vorrichtung zum Regeln einer hydraulischen Maschine umfassend eine Pumpenanordnung
(2), einen drehzahlvariablen Pumpenantrieb (3), einen Speicher (5), einen Hydraulikzylinder
(6), zwei entsperrbare Rückschlagventile (81, 82) und zwei Vorsteuerventile (91, 92)
zum Entsperren der Rückschlagventile (81, 82), wobei die Pumpenanordnung (2) zwei
Pumpen mit umkehrbarer Förderrichtung umfasst, welche mit dem drehzahlvariablen Pumpenantrieb
(3) so verbunden sind, dass die Pumpen in beiden Förderrichtungen durch den Pumpenantrieb
(3) angetrieben werden können, und die Vorrichtung ferner einen Sammel- und Ausgleichsbehälter
(1), ein Notschlussmagnetventil (72), einen Notschlussumstellschieber (71), ein Rückschlagventil
(14) und wenigstens 2 Drosseln (10, 11, 12) umfasst, wobei der Notschlussumstellschieber
(71) so ausgeprägt und so mit der Pumpenanordnung (2), dem Hydraulikzylinder (6),
dem Sammel-und Ausgleichsbehälter (1) und dem Speicher (5) verbunden ist, dass in
einer ersten Stellung des Notschlussumstellschiebers (71) ein erster Anschluss der
ersten Pumpe mit der Öffnen-Seite und ein erster Anschluss der zweiten Pumpe mit der
Schließen-Seite des Hydraulikzylinders (6) verbunden und Speicher (5) und Sammel-
und Ausgleichsbehälter (1) vom Hydraulikzylinder (6) entkoppelt sind, und in einer
zweiten Stellung des Notschlussumstellschiebers (71) der Sammel- und Ausgleichsbehälter
(1) mit der Öffnen-Seite und der Speicher (5) mit der Schließen-Seite des Hydraulikzylinders
(6) verbunden und die Pumpenanordnung (2) vom Hydraulikzylinder (6) entkoppelt sind,
und wobei ferner die verbleibenden Anschlüsse der Pumpen jeweils mit dem Sammel- und
Ausgleichsbehälter (1) verbunden sind, so dass in einer Antriebsrichtung des Pumpenantriebs
(3) die erste Pumpe Hydraulikflüssigkeit vom Sammel- und Ausgleichsbehälter (1) in
Richtung des Hydraulikzylinders (6) und die zweite Pumpe Hydraulikflüssigkeit von
Seiten des Hydraulikzylinders (6) in den Sammel- und Ausgleichbehälter (1) fördern
können, und wobei sich jeweils ein entsperrbares Rückschlagventil (81, 82) in einer
der Leitungen von den Pumpen zum Hydraulikzylinder (6) befinden und so ausgerichtet
sind, dass in jedem Zustand der Rückschlagventile (81, 82) Hydraulikflüssigkeit in
Richtung zum Hydraulikzylinder (6) durchgelassen werden kann, und die Vorrichtung
ferner Leitungen umfasst, welche den Speicher (5) jeweils mit den beiden Rückschlagventilen
(81, 82) und dem Notschlussumstellschieber (71) verbinden, um die Rückschlagventile
(81, 82) entsperren und den Notschlussumstellschieber (71) in der ersten Stellung
halten zu können, wobei diese Leitungen wenigstens über ein Teilstück eine einzige
Leitung bilden, in welchem Teilstück das Notschlussmagnetventil (72) angeordnet ist,
um während dem Betrieb der hydraulischen Anlage permanent erregt und in dieser Stellung
durchgängig zu sein, und wobei die Vorsteuerventile (91, 92) jeweils in den separat
verlaufenden Teilstücken der Leitungen zwischen dem Speicher (5) und den Rückschlagventilen
(81, 82) angeordnet und elektrisch ansteuerbar ausgebildet sind, und wobei sich eine
Drossel (10) in der Leitung zur Öffnen-Seite des Hydraulikzylinders (6) befindet,
um bei jeder Bewegung des Hydraulikzylinders (6) von Hydraulikflüssigkeit durchflossen
zu werden, und sich die andere Drossel (11, 12) entweder in der Leitung zwischen dem
Sammel- und Ausgleichsbehälter (1) und dem Notschlussumstellschieber (71) oder in
der Leitung zwischen dem Speicher (5) und dem Notschlussumstellschieber (71) befindet,
und wobei das Rückschlagventil (14) so in einer Leitung angeordnet ist, die eine der
Leitungen von der Pumpenanordnung (2) zum Hydraulikzylinder (6) mit dem Speicher (5)
verbindet, dass keine Hydraulikflüssigkeit vom Speicher (5) her das Rückschlagventil
(14) passieren kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine weitere Drossel (11, 12) umfasst, welche sich entweder in der
Leitung zwischen dem Sammel- und Ausgleichsbehälter (1) und dem Notschlussumstellschieber
(71) oder in der Leitung zwischen dem Speicher (5) und dem Notschlussumstellschieber
(71) befindet.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zwei Druckbegrenzungsventile (30, 31) umfasst, von denen jeweils
eines an eine der Leitungen zwischen den entsperrbaren Rückschlagventilen (81, 82)
und dem Notschlussumstellschieber (71) angeschlossen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein elektrisch ansteuerbares Magnetventil (20) umfasst, welches in
derselben Leitung angeordnet ist wie das Notschlussmagnetventil (72) und so ausgebildet
ist, dass es bei elektrischer Erregung den Notschlussumstellschieber (71) in die zweite
Stellung schieben und die Vorsteuerventile (91, 92) vom Speicher (5) entkoppeln kann.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Anschlussstelle (50) für weitere Notschlussventile umfasst,
welche in derselben Leitung angeordnet ist wie das Notschlussmagnetventil (72).
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Anschlussstelle (40) für weitere Verbraucher von Hydraulikflüssigkeit
umfasst, welche in der Leitung vom Speicher (5) zum Notschlussumstellschieber (71)
angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (6) als Gleichgangzylinder ausgefertigt ist, und die Pumpen
der Pumpenanordnung (2) die gleiche Menge Hydraulikflüssigkeit pro Umdrehung fördern.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (6) als Differentialzylinder ausgefertigt ist, und die Pumpen
der Pumpenanordnung (2) unterschiedliche Mengen Hydraulikflüssigkeit pro Umdrehung
fördern, wobei das Fördermengenverhältnis an das Volumenverhältnis des Hydraulikzylinders
(6) bzgl. Schließen- und Öffnen-Seite angepasst ist.
1. Device for regulating a hydraulic machine, comprising a pump arrangement (2), a variable-rotational-speed
pump drive (3), an accumulator (5), a hydraulic cylinder (6), two unblockable check
valves (81, 82), and two pilot-control valves (91, 92) for unblocking the check valves
(81, 82), wherein the pump arrangement (2) comprises two pumps with reversible delivery
direction, which are connected to the variable-rotational-speed pump drive (3) in
such a way that the pumps can be driven by the pump drive (3) in both delivery directions,
and the device furthermore comprising a collecting and compensation vessel (1), an
emergency closure solenoid valve (72), an emergency closure switching slide (71),
a check valve (14) and at least 2 throttles (10, 11, 12), wherein the emergency closure
switching slide (71) is configured, and is connected to the pump arrangement (2),
the hydraulic cylinder (6), the collecting and compensation vessel (1) and the accumulator
(5), in such a way that, in a first position of the emergency closure switching slide
(71), a first connection of the first pump is connected to the opening side, and a
first connection of the second pump is connected to the closure side of the hydraulic
cylinder (6) and the accumulator (5) and the collecting and compensation vessel (1)
are decoupled from the hydraulic cylinder (6), and in a second position of the emergency
closure switching slide (71), the collecting and compensation vessel (1) is connected
to the opening side, and the accumulator (5) is connected to the closure side, of
the hydraulic cylinder (6) and the pump arrangement (2) is decoupled from the hydraulic
cylinder (6), and wherein furthermore the remaining connections of the pumps are respectively
connected to the collecting and compensation vessel (1) such that, in a drive direction
of the pump drive (3), the first pump can deliver hydraulic fluid in the direction
of the hydraulic cylinder (6) from the collecting and compensation vessel (1) and
the second pump can deliver hydraulic fluid into the collecting and compensation vessel
(1) from the sides of the hydraulic cylinder (6), and wherein respectively one unblockable
check valve (81, 82) is situated in one of the lines from the pumps to the hydraulic
cylinder (6) and is oriented in such a way that, in each state of the check valves
(81, 82), hydraulic fluid can be passed through in the direction of the hydraulic
cylinder (6), and the device furthermore comprising lines which connect the accumulator
(5) respectively to the two check valves (81, 82) and the emergency closure switching
slide (71), in order for it to be possible to unblock the check valves (81, 82) and
to keep the emergency closure switching slide (71) in the first position, wherein
said lines form, at least over a section, a single line, in which section the emergency
closure solenoid valve (72) is arranged in order, during the operation of the hydraulic
system, to be permanently excited and to be open in this position, and wherein the
pilot-control valves (91, 92) are respectively arranged in the separately running
sections of the lines between the accumulator (5) and the check valves (81, 82) and
are designed to be electrically actuatable, and wherein one throttle (10) is situated
in the line to the opening side of the hydraulic cylinder (6) in order, during each
movement of the hydraulic cylinder (6), to be flowed through by hydraulic fluid, and
the other throttle (11, 12) is situated either in the line between the collecting
and compensation vessel (1) and the emergency closure switching slide (71), or in
the line between the accumulator (5) and the emergency closure switching slide (71),
and wherein the check valve (14) is arranged in a line, which connects one of the
lines from the pump arrangement (2) to the hydraulic cylinder (6) with the accumulator
(5), in such a way that no hydraulic fluid from the accumulator (5) can pass through
the check valve (14).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the device comprises a further throttle (11, 12) which is situated either in the
line between the collecting and compensation vessel (1) and the emergency closure
switching slide (71), or in the line between the accumulator (5) and the emergency
closure switching slide (71) .
3. Device according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the device comprises two pressure-limiting valves (30, 31), of which respectively
one is connected to one of the lines between the unblockable check valves (81, 82)
and the emergency closure switching slide (71).
4. Device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the device comprises an electrically actuatable solenoid valve (20), which is arranged
in the same line as the emergency closure solenoid valve (72) and is designed in such
a way that, in the event of electrical excitation, it can push the emergency closure
switching slide (71) into the second position and can decouple the pilot-control valves
(91, 92) from the accumulator (5).
5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the device comprises a connection point (50) for further emergency closure valves,
which is arranged in the same line as the emergency closure solenoid valve (72).
6. Device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the device comprises a connection point (40) for further consumers of hydraulic fluid,
which is arranged in the line from the accumulator (5) to the emergency closure switching
slide (71).
7. Device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the hydraulic cylinder (6) is in the form of a synchronous cylinder, and the pumps
of the pump arrangement (2) deliver the same amount of hydraulic fluid per revolution.
8. Device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the hydraulic cylinder (6) is in the form of a differential cylinder, and the pumps
of the pump arrangement (2) deliver different amounts of hydraulic fluid per revolution,
wherein the delivery amount ratio is matched to the volume ratio of the hydraulic
cylinder (6) in relation to the closure and opening sides.
1. Dispositif de régulation d'une machine hydraulique, ledit dispositif comprenant un
ensemble de pompes (2), un entraînement de pompe à vitesse variable (3), un accumulateur
(5), un cylindre hydraulique (6), deux soupapes anti-retour déblocables (81, 82) et
deux soupapes pilotes (91, 92) destinées à débloquer les soupapes anti-retour (81,
82), l'ensemble de pompes (2) comprenant deux pompes à sens de transport réversible
qui sont reliées à l'entraînement de pompe à vitesse variable (3) de sorte que les
pompes puissent être entraînées dans les deux sens de transport par l'entraînement
de pompe (3), et le dispositif comprenant en outre un récipient de collecte et de
compensation (1), une électrovanne à fermeture d'urgence (72), un tiroir d'inversion
à fermeture d'urgence (71), une soupape anti-retour (14) et au moins 2 étranglements
(10, 11, 12), le tiroir d'inversion à fermeture d'urgence (71) étant caractérisé et
relié à l'ensemble de pompe (2), au cylindre hydraulique (6), au récipient de collecte
et de compensation (1) et à l'accumulateur (5) de manière à ce que, dans une première
position du tiroir d'inversion à fermeture d'urgence (71), un premier raccord de la
première pompe soit relié au côté ouverture et un premier raccord de la deuxième pompe
soit relié au côté fermeture du cylindre hydraulique (6) et l'accumulateur (5) et
le récipient de collecte et de compensation (1) soient désaccouplés du cylindre hydraulique
(6) et, dans une deuxième position du tiroir d'inversion à fermeture d'urgence (71),
le récipient de collecte et de compensation (1) soit relié au côté ouvert et l'accumulateur
(5) soir relié au côté fermé du cylindre hydraulique (6) et l'ensemble de pompes (2)
soit désaccouplé du cylindre hydraulique (6) et les autres raccords des pompes étant
chacun reliés au réservoir de collecte et de compensation (1) de sorte que, dans un
sens d'entraînement de la pompe d'entraînement (3), la première pompe puisse transporter
du fluide hydraulique du réservoir de collecte et de compensation (1) en direction
du cylindre hydraulique (6) et la deuxième pompe puisse transporter du fluide hydraulique
du cylindre hydraulique (6) jusque dans le récipient de collecte et de compensation
(1), et une soupape anti-retour déblocable (81, 82) étant placée dans chacune des
conduites allant des pompes au cylindre hydraulique (6) et étant orientée de manière
que le fluide hydraulique puisse être transmis en direction du cylindre hydraulique
(6) dans chaque état des soupapes anti-retour (81, 82), et le dispositif comprenant
en outre des conduites qui relient l'accumulateur (5) à chacune des deux soupapes
anti-retour (81, 82) et au tiroir d'inversion à fermeture d'urgence (71) pour pouvoir
débloquer les soupapes anti-retour (81, 82) et maintenir le tiroir d'inversion à fermeture
d'urgence (71) dans la première position, ces conduites formant une seule conduite
au moins sur une partie dans laquelle l'électrovanne à fermeture d'urgence (72) est
disposée pour être excitée en permanence pendant le fonctionnement du système hydraulique
et pour être passante dans cette position, et les soupapes pilotes (91, 92) étant
chacune disposées dans les parties, fonctionnant séparément, des conduites entre l'accumulateur
(5) et les soupapes anti-retour (81, 82) et étant conçues pour être commandées électriquement,
et un étranglement (10) étant placé dans la conduite menant au côté ouverture du cylindre
hydraulique (6) de façon à être traversé par le fluide hydraulique à chaque mouvement
du cylindre hydraulique (6), et l'autre étranglement (11, 12) étant placé dans la
conduite entre le récipient de collecte et de compensation (1) et le tiroir d'inversion
à fermeture d'urgence (71) ou dans la conduite entre l'accumulateur (5) et le tiroir
d'inversion à fermeture d'urgence (71), et la soupape anti-retour (14) étant disposée
dans une conduite qui relie l'une des conduites, allant de l'ensemble de pompes (2)
au cylindre hydraulique (6), à l'accumulateur (5) de manière à ce qu'aucun fluide
hydraulique provenant de l'accumulateur (5) ne puisse passer dans la soupape anti-retour
(14).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif comprend un autre étranglement (11, 12) qui est placé soit dans la
conduite entre le récipient de collecte et de compensation (1) et le tiroir d'inversion
à fermeture d'urgence (71) soit dans la conduite entre l'accumulateur (5) et le tiroir
d'inversion à fermeture d'urgence (71).
3. Dispositif selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le dispositif comprend deux soupapes de limitation de pression (30, 31) dont l'une
est reliée à l'une des conduites entre les soupapes anti-retour déblocables (81, 82)
et le tiroir d'inversion à fermeture d'urgence (71).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif comprend une électrovanne à commande électrique (20) qui est disposée
dans la même conduite que l'électrovanne à fermeture d'urgence (72) et est conçue
de façon à commuter, lorsqu'elle est excitée électriquement, le tiroir d'inversion
à fermeture d'urgence (71) dans la deuxième position et à pouvoir désaccoupler les
soupapes pilotes (91, 92) de l'accumulateur (5).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif comprend un point de raccordement (50) destiné à d'autres soupapes
à fermeture d'urgence et disposé dans la même conduite que l'électrovanne à fermeture
d'urgence (72).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif comprend un point de raccordement (40) destiné à d'autres consommateurs
de fluide hydraulique et disposé dans la conduite allant de l'accumulateur (5) au
tiroir d'inversion à fermeture d'urgence (71).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le cylindre hydraulique (6) est réalisé sous la forme d'un cylindre synchrone et
les pompes de l'ensemble de pompes (2) transportent la même quantité de fluide hydraulique
par tour.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le cylindre hydraulique (6) est réalisé sous la forme d'un cylindre différentiel
et les pompes de l'ensemble de pompes (2) transportent différentes quantités de fluide
hydraulique par tour, le rapport des quantités transportées étant adapté au rapport
de volumes du cylindre hydraulique (6) relativement aux côtés de fermeture et d'ouverture.

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