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(11) |
EP 3 604 674 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.10.2022 Patentblatt 2022/41 |
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Anmeldetag: 03.08.2018 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) : |
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E01C 5/003 |
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PFLASTERBELAG
PLASTER LINING
PAVAGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
31.07.2018 DE 102018212727
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.02.2020 Patentblatt 2020/06 |
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Patentinhaber: Betonwerk Pfenning GmbH |
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68623 Lampertheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Jäger, Hendrik
69483 Wald-Michelbach (DE)
- Jäger, Bernd
69483 Wald-Michelbach (DE)
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Vertreter: Ullrich & Naumann PartG mbB |
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Schneidmühlstrasse 21 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2017/142404 DE-U1-202005 012 360
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DE-U1- 8 908 732 US-A1- 2010 284 740
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Pflasterbelag, mit möglichst äquidistant zueinander
beabstandeten Kunststeinen, insbesondere Pflastersteinen oder Verbundpflastersteinen,
wobei die Kunststeine einen umlaufenden Rand aufweisen, und wobei im verlegten Zustand
durch die Beabstandung zwischen den Kunststeinen zu verfüllende Fugen, insbesondere
Sickerfugen, entstehen, wobei die Fugen zumindest teilweise mit Granulat aus elastischem
Material befüllt sind, wie es beispielsweise aus der
US 2010/284740 A1 oder der
WO 2017/142404 A1 bekannt ist.
[0002] Pflasterbeläge oder Pflasterungen hergestellt aus aneinandergelegten Kunststeinen
bzw. Pflastersteinen sind aus der Praxis hinlänglich bekannt. Pflastersteine sind
in der Regel aus Beton gefertigt und dienen zur Herstellung befestigter Flächen hoher
Belastbarkeit bei gleichzeitiger Fähigkeit, die üblichen Regenwasseraufkommen möglichst
insgesamt versickern zu lassen. Der Pflasterstein ist ein Massenprodukt und muss daher
kostengünstig herstellbar sein. Er sollte leicht und sicher zu verlegen sein und allen
Anforderungen hinsichtlich der Festigkeit gemäß DIN EN 1388 genügen. Nach dem sicheren
Verlegen des Pflastersteins werden diese auf einem geeigneten Grund mit Sand verfüllt,
damit ein jeder Pflasterstein sicher positioniert ist. Über die verfüllte Fuge stützen
sich die Pflastersteine gegenseitig ab, wobei äquidistante Abstände zwischen den Pflastersteinen
über die Jahre hinweg erhalten bleiben sollen. Pflasterbeläge bieten, beispielsweise
im Gegensatz zu Asphalt, ökologische Vorteile aufgrund der Fugen, durch die Regenwasser
versickern kann. Außerdem ist langfristig betrachtet Pflaster reparatur- und umbaufreundlicher.
[0003] Aus Pflastersteinen verlegte Flächen sind jedoch in der Praxis problematisch, nämlich
in Bezug auf den erhöhten Geräuschpegel, der bei entsprechender Verkehrsbelastung
durch motorisierte Fahrzeuge verursacht wird. In der Regel verursacht das Befahren
von Pflasterflächen mit Kraftfahrzeugen mehr Straßenlärm als das Befahren von Asphalt.
Je nach gefahrener Geschwindigkeit und Oberflächenbeschaffenheit des Pflasterbelags
kommen unterschiedliche Geräuschpegel zustande. Bei rauen Steinoberflächen mit breitem
Fugenabstand ist der Lärmpegel in der Regel besonders hoch. Dies führt in der Praxis
häufig dazu, dass andere, meist optisch weniger ansprechende und weniger reparatur-,
öko- und umbaufreundliche Straßenbeläge bevorzugt werden, Pflaster nur noch in Bereichen
mit geringer Fahrgeschwindigkeit angelegt werden und/oder Fahrspuren aus Asphalt ausgebildet
werden.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine einfache und gleichzeitig
langlebige Möglichkeit anzubieten, den Geräuschpegel beim Befahren eines Pflasterbelags
zu reduzieren.
[0005] Voranstehende Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Danach weist
zumindest ein Teil der Kunststeine als Beabstandungselement ein um ihren Rand umlaufendes
Band zur Definition einer weitestgehend dynamischen Fugenbreite gegenüber benachbarten
Kunststeinen auf, wobei das Beabstandungselement zumindest teilweise aus einem elastischen
Material hergestellt ist.
[0006] Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass es zur Reduzierung des Geräuschpegels beim
Befahren eines Straßenbelags nicht etwa erforderlich ist auf alternative Straßenbeläge,
beispielsweise Asphalt, auszuweichen. Vielmehr ist erkannt worden, dass es von ganz
besonderem Vorteil ist, die Verbindung sowie die Wirkung zwischen den einzelnen Pflastersteinen
zu beeinflussen. Dies ist dadurch realisiert, dass die Fugen zwischen den einzelnen
Pflastersteinen zumindest teilweise mit Granulat aus elastischem bzw. elastomerem
Material befüllt sind. Durch das Granulat kann eine Art dynamischer Fugenpuffer geschaffen
werden, der die bei Belastung des Pflastersteins auftretenden Kräfte an die benachbarten
Steine weitergibt ohne unerwünschte Geräusche hervorzurufen, und gleichzeitig ein
Lösen oder Kippen einzelner Pflastersteine wirksam vermeidet. In idealer Weise kann
rundum eine dynamische Abstützung der Kunststeine stattfinden.
[0007] Folglich ist mit dem erfindungsgemäßen Pflasterbelag eine einfache und gleichzeitig
langlebige Möglichkeit realisiert, den Geräuschpegel beim Befahren des Pflasterbelags
zu reduzieren.
[0008] In besonders vorteilhafter Weise handelt es sich bei dem Granulat zumindest teilweise
um polymeres Material, insbesondere um Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM). EPDM
zeichnet sich durch Eigenschaften wie Elastizität auch bei Kälte, hoher Wetter- und
Ozonresistenz sowie hoher thermischer Beständigkeit aus.
[0009] Je nach bevorzugter Fugenbreite weist das Granulat in vorteilhafter Weise zumindest
überwiegend eine Körnung mit einem Durchmesser von ca. 1 bis 2 mm, 1 bis 3mm und/oder
2 bis 5 mm auf. Je nach Körnung kann ein Austreten des Granulats beispielsweise durch
Kehr- und/oder Saugmaschinen vermieden werden.
[0010] Die Beabstandungselemente können am Kunststein so angeordnet sein, dass sie jeweils
das Beabstandungselement eines benachbarten Kunststeins berühren.
[0011] Erfindungsgemäß ist es, wenn das Beabstandungselement bzw. die Beabstandungselemente
zumindest teilweise aus einem elastischen bzw. elastomeren Material hergestellt sind.
Hierzu eignet sich insbesondere Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) aufgrund der
oben bereits genannten Vorteile.
[0012] Um ein ungewolltes Verrutschen oder gar Heraustreten des Beabstandungselements, beispielsweise
durch Kehr- und/oder Saugmaschinen, zu vermeiden, ist es von besonderem Vorteil, wenn
das Beabstandungselement eine vertikale Erstreckung und/oder einen Hinterschnitt zur
Realisierung eines sicheren Sitzes am Kunststein aufweist. Auch diagonale Ausrichtungen,
Ausrichtungen über Kreuz, etc. sind möglich. Das Beabstandungselement kann unterschiedlichste
Grundformen aufweisen, die zum gegenseitigen Abstützen geeignet sind. Zum einfachen
An-/Aufbringen des Beabstandungselement ist es von Vorteil, wenn dieses als elastischer
Ring, Band, Schlauch, Netz, Gitter, etc. ausgeführt ist, so dass es um den Kunststein
herum angeordnet werden kann. So ist es beispielsweise denkbar, das Beabstandungselement
in Form eines Rings bzw. Bandes mit rundem oder eckigem Querschnitt um den Kunststein
herum zu spannen, ähnlich wie dies mit einem handelsüblichen Gummiband möglich ist.
So lässt sich auf einfache Weise das Element anbringen und ist die Grundlage für eine
sichere Positionierung bzw. für eine dynamische Definition der Fugenbreite geschaffen.
[0013] Zur abermaligen Gewährleistung einer sicheren Positionierung gegenüber den benachbarten
Pflastersteinen können die Beabstandungselemente auf den Randbereich des Pflastersteins
aufgeklebt oder in das Material des Kunststeins eingearbeitet sein. Dazu kann der
Kunststein Ausnehmungen, Bohrung, Fugen, etc. aufweisen, so dass sich ein beispielsweise
längliches oder rundes Beabstandungselement in den Kunststein einstecken bzw. einklemmen
lässt. So entsteht ein Kunststein mit dynamisch wirkenden Beabstandungselement, die
gegen benachbarte Kunststeine und/oder das dort vorgesehenen weiteren Beabstandungselement
wirkt.
[0014] Zur optimalen Zusammenwirkung von Granulat und Beabstandungselement ist das Beabstandungselement
dem unteren Randbereich des Kunststeins zugeordnet, um einer ungewollten Verlagerung
der Pflastersteine ganz besonders entgegenzuwirken. Das Granulat kann dabei in idealer
Weise oberhalb des Beabstandungselements in die Fuge gefüllt werden, so dass rundum
eine dynamische Abstützung stattfindet.
[0015] Dabei ist es denkbar, dass die Höhe des Beabstandungselements derart dimensioniert
ist, dass sie zwischen 10 % und 60 %, vorzugsweise in etwa 20% der Höhe der Fuge entspricht,
im Falle eines Bandes dieses 20 % der entsprechenden vertikalen Außenfläche des Kunststeins
umgibt. Ebenso denkbar ist es, dass diese Höhe des Beabstandungselements in etwa 60%
der Höhe der Fuge entspricht.
[0016] Eine in optischer, konstruktiver und geräuschtechnischer Hinsicht ideale Fugenbreite
zwischen benachbarten Kunststeinen beträgt in etwa 2 mm bis 6 mm. Bevorzugt sind 4
mm, sowohl mit als auch ohne Beabstandungselement. Entsprechend ist es von Vorteil,
wenn das Granulat eine entsprechende Dimensionierung aufweist und ggf. das Beabstandungslelement
entsprechend weit vom Kunststein abragt, um ggf. gemeinsam mit dem Beabstandungslelement
eines benachbarten Kunststeins die gewünschte dynamische Fugenbreite zu bilden.
[0017] Das Granulat ist in vorteilhafter Weise nicht ganz bis zur oberen Kante benachbarter
Kunststeine aufgefüllt, sodass die Füllhöhe des Granulats niedriger ist als die obere
Kante benachbarter Kunststeine.
[0018] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Anspruch
1 nachgeordneten Ansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung bevorzugter
Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung
mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der
Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- in einer schematischen Ansicht eine Pflastersteinflanke im verlegten Zustand eines
erfindungsgemäßen Pflasterbelags gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2
- in einer schematischen Ansicht eine Pflastersteinflanke im verlegten Zustand eines
erfindungsgemäßen Pflasterbelags gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 3
- in einer schematischen Ansicht eine Pflastersteinflanke im verlegten
[0019] Zustand eines nicht zur Erfindung gehörenden Pflasterbelags. Fig. 1 zeigt eine Pflastersteinflanke,
d.h. einen Querschnitt durch eine Fuge im verlegten Zustand eines erfindungsgemäßen
Pflasterbelags gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Dabei ist um den vertikalen
äußeren Randbereich des Pflastersteins 1, im Konkreten im unteren Randbereich des
Pflastersteins 1 ein Band 2 bzw. Kastenprofil 2 aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
(EPDM) zur Definition der Fugenbreite gegenüber benachbarten Kunststeinen gelegt ist.
Das Kastenprofil 2 weist im Wesentlichen einen eckigen Querschnitt auf und ragt in
etwa 2 mm von dem Kunststein ab, so dass die weitestgehend dynamische Fugenbreite
zwischen benachbarten Kunststeinen 1 in etwa 4 mm beträgt. Die Höhe des Kastenprofils
entspricht etwa 20 % der Höhe des Kunststeins 1 und damit der Fuge. Oberhalb des Kastenprofils
2 ist die durch die Beabstandung zu benachbarten Kunststeinen zu verfüllende Fuge
weitestgehend mit Granulat 3 aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) aufgefüllt.
Die Körnung weist unterschiedliche Durchmesser überwiegend zwischen 1 mm und 4 mm
aus. Oberhalb des Granulats ist ein schmaler freier Bereich ohne Fugenfüllung 4 gezeigt
und der Kunststein 1 zu erkennen.
[0020] Fig. 2 zeigt eine Pflastersteinflanke im verlegten Zustand eines erfindungsgemäßen
Pflasterbelags gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel. Das in Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel
entspricht im Wesentlichen dem aus Fig. 1, wobei die Höhe des Kastenprofils etwa 60
% der Höhe des Kunststeins 1 und damit der Fuge entspricht. Dadurch ist die durch
die Beabstandung zu benachbarten Kunststeinen zu verfüllende Fuge mit wesentlich weniger
Granulat 3 aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) aufgefüllt.
[0021] Fig. 3 zeigt in einer schematischen Ansicht eine Pflastersteinflanke im verlegten
Zustand eines nicht zur Erfindung gehörenden Pflasterbelags, wobei um den vertikalen
äußeren Randbereich des Pflastersteins 1 kein Band oder Kastenprofil angeordnet ist.
Nahezu die gesamte, durch die Beabstandung zu benachbarten Kunststeinen zu verfüllende
Fuge ist mit Granulat 3 aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) aufgefüllt, wobei
oberhalb des Granulats auch hier ein schmaler freier Bereich ohne Fugenfüllung 4 freigelassen
ist.
[0022] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Kunststeins
wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf den allgemeinen Teil der Beschreibung sowie
auf die beigefügten Ansprüche verwiesen.
[0023] Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die voranstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Kunststeins lediglich zur Erörterung der
beanspruchten Lehre dienen, diese jedoch nicht auf die Ausführungsbeispiele einschränken.
Bezugszeichenliste
[0024]
- 1
- Pflasterstein, Kunststein
- 2
- Kastenprofil/Band
- 3
- Granulat
- 4
- Freier Bereich ohne Füllung
1. Pflasterbelag, mit möglichst äquidistant zueinander beabstandeten Kunststeinen (1),
insbesondere Pflastersteinen oder Verbundpflastersteinen, wobei die Kunststeine (1)
einen umlaufenden Rand aufweisen, und wobei im verlegten Zustand durch die Beabstandung
zwischen den Kunststeinen zu verfüllende Fugen, insbesondere Sickerfugen, entstehen,
wobei die Fugen zumindest teilweise mit Granulat (3) aus elastischen Material befüllt
sind dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Kunststeine (1) als Beabstandungselement ein um ihren Rand
umlaufendes Band (2) zur Definition einer weitestgehend dynamischen Fugenbreite gegenüber
benachbarten Kunststeinen aufweist, wobei das Beabstandungselement (2) zumindest teilweise
aus einem elastischen Material hergestellt ist.
2. Pflasterbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Granulat (3) zumindest teilweise aus Polymeren, insbesondere aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
(EPDM) besteht.
3. Pflasterbelag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Granulat (3) zumindest überwiegend eine Körnung mit einem Durchmesser von ca.
1 bis 2 mm, 1 bis 3mm und/oder 2 bis 5 mm aufweist.
4. Pflasterbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Beabstandungselement (2), zumindest teilweise aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
(EPDM) hergestellt ist.
5. Pflasterbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Beabstandungselement (2) eine vertikale Erstreckung und/oder oder einen Hinterschnitt
zur Realisierung eines sicheren Sitzes am Kunststein (1) aufweist.
6. Pflasterbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Beabstandungselement (2) auf den Rand gespannt und/oder aufgeklebt ist und/oder in
das Material des Kunststeins (1) eingearbeitet bzw. in Ausnehmungen, Bohrungen, Nuten,
etc. eingesteckt oder eingeklemmt ist.
7. Pflasterbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Beabstandungselement (2) dem unteren Randbereich des Kunststeins (1) zugeordnet
ist.
8. Pflasterbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Beabstandungselements (2) derart dimensioniert ist, dass sie in etwa
20% der Höhe der Fuge entspricht.
9. Pflasterbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Beabstandungselements (2) derart dimensioniert ist, dass sie in etwa
60% der Höhe der Fuge entspricht.
10. Pflasterbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise dynamische Fugenbreite zwischen benachbarten Kunststeinen (1) 2
mm bis 6 mm, vorzugsweise 4 mm, beträgt.
11. Pflasterbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllhöhe des Granulats (3) niedriger ist als die obere Kante benachbarter Kunststeine
(1).
1. Paving surface, having artificial stones (1) which are spaced apart from each other
as equidistantly as possible, in particular paving stones or composite paving stones,
wherein the artificial stones (1) have a circumferential edge, and wherein in the
laid state, as a result of the spacing between the artificial stones, gaps which are
intended to be filled, in particular seepage gaps, are produced, wherein the gaps
are at least partially filled with granulate (3) of resilient material, characterised in that at least some of the artificial stones (1) have as a spacing element a strip (2)
which extends around the edge thereof in order to define a dynamic gap width to the
greatest possible extent with respect to adjacent artificial stones, wherein the spacing
element (2) is at least partially produced from a resilient material.
2. Paving surface according to claim 1, characterised in that the granulate (3) at least partially comprises polymers, in particular ethylene propylene
diene monomer rubber (EPDM).
3. Paving surface according to claim 1 or 2, characterised in that the granulate (3) at least primarily has a granulation having a diameter of approximately
from 1 to 2 mm, 1 to 3 mm and/or from 2 to 5 mm.
4. Paving surface according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the spacing element (2) is produced at least partially from ethylene propylene diene
monomer rubber (EPDM).
5. Paving surface according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the spacing element (2) has a vertical extent and/or an undercut for producing a
secure seat in the artificial stone (1).
6. Paving surface according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the spacing element (2) is tensioned and/or adhesively bonded at the edge and/or
is incorporated into the material of the artificial stone (1) or is inserted or clamped
in recesses, holes, grooves, etcetera.
7. Paving surface according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the spacing element (2) is associated with the lower edge region of the artificial
stone (1).
8. Paving surface according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the height of the spacing element (2) is sized in such a manner that it corresponds
to approximately 20% of the height of the gap.
9. Paving surface according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the height of the spacing element (2) is sized in such a manner that it corresponds
to approximately 60% of the height of the gap.
10. Paving surface according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the preferably dynamic gap width between adjacent artificial stones (1) is from 2
mm to 6 mm, preferably 4 mm.
11. Paving surface according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the filling level of the granulate (3) is lower than the upper edge of adjacent artificial
stones (1).
1. Pavage, avec des pierres artificielles (1) les plus équidistantes possibles, plus
particulièrement des pavés ou des pavés composites, dans lequel les pierres artificielles
(1) présentent un bord périphérique et dans lequel, dans l'état posé, du fait de la
distance entre les pierres artificielles, apparaissent des joints à remplir, plus
particulièrement des joints d'infiltration, dans lequel les joints sont remplis au
moins partiellement d'un granulat (3) constitué d'un matériau élastique, caractérisé en ce qu'au moins une partie des pierres artificielles (1) présentent, en tant qu'élément d'écartement,
une bande (2) entourant son bord pour la définition d'une largeur de joint la plus
dynamique possible, par rapport à des pierres artificielles, dans lequel l'élément
d'écartement (2) est constitué au moins partiellement d'un matériau élastique.
2. Pavage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le granulat (3) est constitué au moins partiellement de polymères, plus particulièrement
d'un caoutchouc éthylène-propylène-diène (EPDM).
3. Pavage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le granulat (3) présente, au moins de manière prépondérante, une granulométrie avec
un diamètre d'environ 1 à 2 mm, 1 à 3 mm et/ou 2 à 5 mm.
4. Pavage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément d'écartement (2) est constitué au moins partiellement d'un caoutchouc éthylène-propylène-diène
(EPDM).
5. Pavage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément d'écartement (2) présente une extension verticale et/ou une contre-dépouille
pour la réalisation d'un appui sûr contre la pierre artificielle (1).
6. Pavage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'élément d'écartement (2) est tendu et/ou collé sur le bord, et/ou intégré dans
le matériau de la pierre artificiel (1) ou inséré ou coincé dans des évidements, perçages,
rainures, etc.
7. Pavage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément d'écartement (2) correspond à la zone de bord inférieure de la pierre artificielle
(1).
8. Pavage selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la hauteur de l'élément d'écartement (2) est dimensionnée de façon à ce qu'elle corresponde
à environ 20 % de la hauteur du joint.
9. Pavage selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la hauteur de l'élément d'écartement (2) est dimensionnée de façon à ce qu'elle corresponde
à environ 60 % de la hauteur du joint.
10. Pavage selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la largeur, de préférence dynamique, du joint est, entre des pierres artificielles
(1) adjacentes, de 2 mm à 6 mm, de préférence de 4 mm.
11. Pavage selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la hauteur de remplissage du granulat (3) est plus basse que l'arête supérieure de
pierres artificielles (1) adjacentes.
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