[0001] Die Erfindung betrifft eine Ringspinnmaschine mit einer Vielzahl von beidseitig der
Maschinenlängsachse nebeneinander positionierten Spinnstellen, die im Ausgangsbereich
einer Streckwerksanordnung jeweils mit einer mehrteiligen Fadenbruchabsaugeinrichtung
ausgestattet sind, welche eine an einen maschinenlangen Absaugkanal der Ringspinnmaschine
angeschlossene Haltemanschette, ein in der Haltemanschette festlegbares Absaugrohr
sowie einen auf dem Absaugrohr angeordneten Saugstutzen aufweist, welcher mittels
einer Verriegelungseinrichtung auswechselbar am Absaugrohr festlegbar ist.
[0002] Ringspinnmaschinen, die im Ausgangsbereich einer Streckwerksanordnung mit Fadenbruchabsaugeinrichtungen
ausgestattet sind, sind in der Textilindustrie seit langem in verschiedenen Ausführungsformen
bekannt und in zahlreichen Patentschriften zum Teil ausführlich beschrieben.
[0003] In dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 85 12 843 U ist beispielsweise eine Ringspinnmaschine beschrieben, die eine Streckwerksanordnung
und im Bereich ihrer zahlreichen Spinnstellen jeweils eine unterhalb der Streckwerksanordnung
angeordnete Fadenbruchabsaugeinrichtung aufweist. Die Fadenbruchabsaugeinrichtungen,
die nicht nur Staub und Faserflug entsorgen, sondern auch bei einem Fadenbruch zum
Einsatz kommen, sind dabei über maschinenlange Absaugkanäle an eine Filtereinrichtung
angeschlossen, die vorzugsweise in einem der Endgestelle der Ringspinnmaschine angeordnet
ist und durch eine Unterdruckquelle, vorzugsweise einen Ventilator, pneumatisch beaufschlagbar
ist.
[0004] Auch in der
DE 10 2008 056 518 A1 und der
DE 10 2009 036 409 A1 sind Ringspinnmaschinen beschrieben, die ähnlich aufgebaute Fadenbruchabsaugeinrichtungen
aufweisen. Auch bei diesen bekannten Ringspinnmaschinen sind ausgangsseitig einer
Streckwerksanordnung im Bereich der zahlreichen Spinnstellen Fadenbruchabsaugeinrichtungen
angeordnet, die jeweils über einen Absaugkanal an eine Filtereinrichtung der Textilmaschine
angeschlossen sind.
[0005] Außerdem kann bei diesen Fadenabsaugeinrichtungen die lichte Weite der Ansaugöffnung
variiert und dadurch der Saugluftbedarf der Fadenabsaugeinrichtungen optimiert werden.
[0006] Des Weiteren sind in der Patentliteratur auch Fadenabsaugeinrichtungen beschrieben,
die jeweils mehrteilig ausgebildet sind.
[0007] In der
DE 197 33 614 A1 ist beispielsweise eine Fadenabsaugeinrichtung beschrieben, die mittels einer elastischen
Haltemanschette an einen Absaugkanal einer Ringspinnmaschine angeschlossen ist. In
der Haltemanschette steckt ein als Basisteil fungierendes Absaugrohr, das endseitig
mit einem Saugstutzen ausgestattet ist. In der Beschreibung dieser Patentanmeldung
ist außerdem ausgeführt, dass der Saugstutzen mittels einer Schnappverbindung auswechselbar
am Absaugrohr befestigt ist.
[0008] Die auswechselbare Befestigung des Saugstutzens am Absaugrohr einer Fadenabsaugeinrichtung
mittels einer Schnappverbindung ist auch in der
CN 204342958 U beschrieben. Diese bekannte Schnappverbindung besteht aus einem am Saugstutzen fest
angeordneten Haltering und einem am Absaugrohr beweglich gelagerten Halteelement.
Das heißt, auf dem Absaugrohr sind an einem Ring, der axial verschiebbar gelagert
und durch eine Druckfeder beaufschlagt ist, zwei elastische Haltebügel befestigt,
die im Montagezustand hinter den stationären Haltering des Saugstutzens fassen.
[0009] Schnappverbindungen benötigen zum Lösen der Verbindung jedoch einen relativ großen
Kraftaufwand und verlieren im Laufe der Zeit ihre Haltewirkung.
[0010] Des Weiteren ist in der
DE 40 12 800 C2 eine Fadenabsaugeinrichtung beschrieben, bei der ein als Mundstück bezeichneter Saugstutzen
mit einem Fadentrennmesser ausgestattet und auswechselbar an einem Absaugrohr befestigt
ist, wobei als Befestigung eine Schraubverbindung fungiert.
[0011] Wie vorstehend bereits angedeutet, ist es im Zusammenhang mit Fadenabsaugeinrichtungen
außerdem bekannt, dass die Mündung des auswechselbaren Saugstutzens unterschiedlich
ausgebildet sein kann. Die Mündung des Saugstutzens kann zum Beispiel, wie in der
DE 10 2007 027 272 A1 dargelegt, bezüglich ihres lichten Querschnittes verschiedene Ausführungsformen aufweisen.
Die Mündung kann beispielsweise langlochartig, rund, oval, mehreckig oder dergleichen
ausgebildet sein.
[0012] Obwohl sich die vorstehend beschriebenen Fadenabsaugeinrichtungen in der Praxis bewährt
haben, weisen sie den Nachteil auf, dass insbesondere die Einrichtungen zum auswechselbaren
Befestigen eines Saugstutzens an einem Absaugrohr in der Herstellung relativ aufwendig
und kostenintensiv sind. Angesichts der großen Stückzahlen von Fadenabsaugeinrichtungen,
die pro Ringspinnmaschine benötigt werden, scheinen Verbesserungen durchaus möglich.
[0013] Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik, sowie vom
JP S49 57631 U, liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, die Fadenabsaugeinrichtungen von
Ringspinnmaschinen, die unter anderem jeweils ein Absaugrohr und einen auswechselbar
am Absaugrohr festlegbaren Saugstutzen aufweisen, dahingehend weiterzuentwickeln,
dass eine einfachere und damit kostengünstigere Fertigung solcher Fadenabsaugeinrichtungen
realisiert werden kann.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Saugstutzen einen inneren
rohrförmigen Ansatz aufweist, der im Montagezustand in das Absaugrohr greift und über
einen äußeren rohrförmigen Ansatz verfügt, der im Montagezustand das Absaugrohr überfasst,
so dass eine Spaltdichtung gegeben ist, und dass die Verriegelungseinrichtung als
Bajonettverschluss ausgebildet ist.
[0015] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0016] Die erfindungsgemäße Ausbildung einer Fadenabsaugeinrichtung hat insbesondere den
Vorteil, dass der auswechselbare Saugstutzen relativ leicht und schnell auf dem Absaugrohr
montierbar ist, wobei gewährleitet ist, dass die montierten Bauteile während der gesamten
Montagezeit ordnungsgemäß in der vorgegebenen Stellung positioniert bleiben. Das heißt,
der Bajonettverschluss stellt zuverlässig sicher, dass der im Bereich des Fadenlaufweges
angeordnete Saugstutzen der Fadenabsaugeinrichtung immer vorschriftsmäßig positioniert
ist. Die Verriegelung erfolgt bei dem Bajonettverschluss durch eine Steck-Drehbewegung.
Um den Bajonettverschluss zu verriegeln, wird der Saugstutzen auf das Absaugrohr gesteckt
und gedreht. Zum Lösen wird der Saugstutzen einfach in die entgegengesetzte Richtung
gedreht. Außerdem bilden die rohrförmigen Ansätze des Saugstutzens im Montagezustand
in Verbindung mit dem Absaugrohr einen luftdichten Anschluss, so dass während des
Spinnbetriebes unnötige Druckverluste im Bereich der Fadenabsaugeinrichtungen weitestgehend
vermieden werden, was sich positiv auf den Energieverbrauch der Fadenabsaugeinrichtung
und damit der Ringspinnmaschine insgesamt auswirkt. Die Dichtwirkung der Spaltdichtung
beruht auf der Verlängerung des Strömungsweges durch den abzudichtenden Spalt, wodurch
der Strömungswiderstand wesentlich erhöht wird.
[0017] In weiterer vorteilhafter Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Bajonettverschluss
eine am Absaugrohr angeordnete Erhebung und einen in den Saugstutzen eingearbeiteten,
abgewinkelten Halteschlitz umfasst. Der Halteschlitz ist dabei vorzugsweise in den
äußeren rohrförmigen Ansatz des Saugstutzens eingearbeitet. Damit findet der rohrförmige
Ansatz sowohl für die Abdichtung als auch für die Verriegelung Anwendung. Eine solche
Verriegelungseinrichtung bildet eine schnell herstell- und lösbare Verbindung zweier
zylindrischer Bauteile. Das Ansaugrohr und der Saugstutzen sind dabei durch eine Steck-DrehBewegung
koppelbar, das heißt, die Bauteile werden durch Ineinanderstecken und anschließendem
entgegengesetzten Drehen zuverlässig verbunden. Im Bedarfsfall sind die Bauteile durch
entsprechendes Zurückdrehen und Auseinanderziehen auch wieder problemlos voneinander
trennbar.
[0018] In vorteilhafter Ausführungsform ist dabei vorgesehen, dass die Verriegelungseinrichtung
als einseitiger Bajonettverschluss ausgebildet ist.
[0019] Bei einem einseitigen Bajonettverschluss ist durch die Positionierung der Erhebung
am Absaugrohr in Verbindung mit einer entsprechenden Anordnung des Halteschlitzes
am Saugstutzen die Einbaulage des Saugstutzens auf dem Absaugrohr exakt vorgegeben.
Das heißt, durch einen solchen einseitigen Bajonettverschluss ist auf relativ einfache
Weise zu gewährleisten, dass der Saugstutzen stets nur in einer vorgegebenen Einbaulage
montierbar ist, mit der Folge, dass eventuelle Fehlmontagen des Saugstutzens zuverlässig
ausgeschlossen werden.
[0020] In alternativer Ausbildung kann allerdings auch vorgesehen sein, dass das Absaugrohr,
wie bekannt, eine Erhebung aufweist und der Saugstutzen mit zwei einander gegenüberliegenden
Halteschlitzen ausgestattet ist. Eine derartig ausgebildete Verriegelungseinrichtung
kommt vorteilhaft dann zum Einsatz, wenn an Ringspinnmaschinen sowohl linke als auch
rechte Einbaulagen des Saugstutzens benötigt werden, was beispielsweise beim Kompaktspinnverfahren
der Fall ist.
[0021] Durch die zwei einander gegenüberliegenden Halteschlitze können die Saugstutzen,
die bei ihrer für das Kompaktspinnen konzipierten Ausführungsform im Bereich ihrer
Mündung oft jeweils eine seitliche Abschirmung aufweist, wahlweise in unterschiedlichen
Einbaulagen, zum Beispiel in einer linken oder in einer rechten Einbaulage, auf dem
Absaugrohr montiert werden.
[0022] Des Weiteren können die Saugstutzen unterschiedliche Längen aufweisen und/oder die
Mündungen der Saugstutzen über unterschiedliche lichte Querschnitte verfügen.
[0023] Der Einsatz von Saugstutzen mit unterschiedlichen Längen bietet zum Beispiel die
Möglichkeit, die Mündungen der Saugstutzen, abhängig vom jeweils zu verarbeitenden
Fasermaterial, optimal im Bereich des Laufweges des zu erstellenden Fadens zu positionieren.
Das heißt, bei relativ unempfindlichen Garnmaterialen kommen in der Regel verhältnismäßig
lange Saugstutzen zum Einsatz, bei denen die Mündung des Saugstutzens nahe im Bereich
des Laufweges des entstehenden Fadens angeordnet ist, mit der Folge, dass aufgrund
des relativ starken Saugluftstromes nicht nur eine gute Entstaubung, sondern im Bedarfsfall
auch eine ordnungsgemäße Aufnahme eines getrennten Fadens gewährleistet ist.
[0024] Entsprechend kommen kürzere Saugstutzen zum Einsatz, wenn das Garnmaterial dünn oder
recht empfindlich ist und somit die Gefahr besteht, dass der im Bereich der Mündung
des Saugstutzens anliegende Saugluftstrom die Fadenbildung negativ beeinflussen könnte.
[0025] Über den lichten Querschnitt der Mündung des Saugstutzens ist außerdem auf relativ
einfache Weise eine Anpassung der Stärke des an der Mündung des Saugstutzens anliegenden
Saugluftstromes an die im maschinenlangen Absaugkanal der Ringspinnmaschine herrschenden
Strömungsverhältnisse möglich. Das heißt, aufgrund der hohen Reibungsverluste der
Unterdruckströme in den maschinenlangen Absaugkanälen herrschen in den Absaugkanälen
unterschiedliche Druckverhältnisse.
[0026] In den der Unterdruckquelle naheliegenden Bereichen der Absaugkanäle steht beispielsweise
meistens ein relativ hoher Unterdruck an, während der Unterdruck endseitig der Absaugkanäle
in der Regel deutlich niedriger ist.
[0027] Entsprechend ist es vorteilhaft, wenn die Mündungen der absaugkanalendseitig angeordneten
Saugstutzen einen größeren lichten Querschnitt aufweisen, als die Saugstutzen, die
nahe an der Unterdruckquelle positioniert sind.
[0028] In vorteilhafter Ausführungsform weisen die Saugstutzen außerdem, abhängig von ihrer
jeweiligen Ausbildung, verschiedene Farben auf. Durch eine solche farbliche Kennzeichnung
der unterschiedlichen Saugstutzen wird das Einsetzen von korrekten Saugstutzen für
das Bedienpersonal deutlich erleichtert, da für das Bedienpersonal anhand der Farbe
des Saugstutzens leicht erkennbar ist, wenn versehentlich ein falscher Saugstutzen
montiert wurde.
[0029] Die Absaugrohre und/oder die Saugstutzen werden vorzugsweise jeweils als Kunststoffgussteile
gefertigt. Bekanntlich ist die Fertigung solcher Großserienteile als Kunststoffgussteile
nicht nur kostengünstig, sondern durch ein solches Fertigungsverfahren wird auch sichergestellt,
dass die verschiedenen Saugstutzen einer Ausführungsform, trotz hoher Stückzahlen,
stets jeweils identisch sind.
[0030] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0031] Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch in Vorderansicht eine Ringspinnmaschine mit unterhalb einer Streckwerksanordnung
angeordneten Fadenabsaugeinrichtungen,
- Fig. 2
- schematisch in Seitenansicht eine erfindungsgemäß ausgebildete, unterhalb einer Streckwerksanordnung
angeordnete Fadenabsaugeinrichtung,
- Fig. 3
- in leicht perspektivischer Ansicht sowie im Schnitt eine Fadenabsaugeinrichtung, mit
einem über eine Spaltdichtung an ein Absaugrohr angeschlossenen Saugstutzen,
- Fig. 4
- eine Fadenabsaugeinrichtung, bei der der Saugstutzen mittels eines einseitigen Bajonettverschlusses
an einem Absaugrohr befestigt ist,
- Fig. 5
- eine Fadenabsaugeinrichtung, mit einem Saugstutzen, dessen Mündung eine dreieckige
Form aufweist,
- Fig. 6
- einer Fadenabsaugeinrichtung mit einem Saugstutzen, der eine einseitige Schutzwand
aufweist und mittels eines zweiseitigen Bajonettverschlusses auf einem Absaugrohr
befestigt ist.
[0032] In Fig. 1 ist schematisch in Vorderansicht eine Ringspinnmaschine 1 dargestellt.
Wie bekannt, weisen solche Ringspinnmaschinen 1 zwischen Endgestellen 2 und 3 eine
Vielzahl von Spinnstellen 4, zum Beispiel weit über eintausend Spinnstellen 4 auf.
Eine Hälfte dieser Spinnstellen 4 sind dabei, wie in Fig. 1 dargestellt, im Bereich
der Vorderseite der Ringspinnmaschine 1 angeordnet, die andere Hälfte der Spinnstellen
4 ist im Bereich der Maschinenrückseite der Textilmaschine positioniert.
[0033] Wie in Fig. 1 des Weiteren angedeutet, sind solche Ringspinnmaschinen 1 in der Regel
mit einer Streckwerksanordnung 5 und Fadenabsaugeinrichtungen 9 ausgestattet. Das
heißt, auf beiden Maschinenlängsseiten sind Streckwerke angeordnet, die über maschinenlange,
antreibbare Walzenstränge 6, 7, 8 und in Streckwerkshaltern gelagerten, reibschlüssig
rotierbaren Oberwalzen 6', 7', 8' bestehen. Unterhalb der Ausgangswalzenpaare 8, 8'
der Streckwerksanordnung 5 sind Fadenabsaugeinrichtungen 9 installiert.
[0034] Wie ersichtlich, sind die zahlreichen Fadenabsaugeinrichtungen 9 an einen maschinenlangen
unterdruckbeaufschlagbaren Absaugkanal 12 angeschlossen, der entweder, wie dargestellt,
an eine im Endgestell 3 der Ringspinnmaschine 1 angeordnete maschineneigene Filtereinrichtung
28 angeschlossen ist, die beispielsweise durch eine Saugeinrichtung pneumatisch versorgt
wird, oder der über wenigstens einen Anschlusskanal zum Beispiel mit der Klimatechnik
der Spinnerei verbunden ist.
[0035] In Fig. 2 ist in Seitenansicht ein im Bereich einer Spinnstelle 4 angeordnetes Streckwerk
29 einer in Fig. 1 schematisch dargestellten und insgesamt mit dem Bezugszeichen 5
gekennzeichneten Streckwerksanordnung. Wie bekannt, wird in solchen Streckwerken 29
in der Regel ein in Form einer Flyerspule vorliegendes Faserband 30 auf eine für den
gewünschten Faden 14 erforderliche Faserstärke verstreckt.
[0036] Gemäß dargestelltem Ausführungsbeispiel verfügt das Streckwerk 29 über drei Streckwerkswalzenpaare,
über ein Eingangswalzenpaar 6, 6', ein Mittelwalzenpaar 7, 7' sowie ein Ausgangswalzenpaar
8, 8'. Im Anschluss an das Ausgangswalzenpaar 8, 8' ist dabei eine erfindungsgemäß
ausgebildete Fadenabsaugeinrichtung 9 angeordnet.
[0037] Das bedeutet, die Fadenabsaugeinrichtung 9 weist einen Saugstutzen 11 auf, der auswechselbar
auf einem Absaugrohr 13 angeordnet ist, welches seinerseits über eine Haltemanschette
15 an den maschinenlangen Absaugkanal 12 angeschlossen ist. Das heißt, die Fadenabsaugeinrichtung
9 ist so angeordnet, dass die Mündung 10 des Saugstutzens 11 in der Nähe des Laufweges
des entstehenden Fadens 14 positioniert ist.
[0038] Wie die in Fig.3 im Schnitt dargestellte Fadenabsaugeinrichtung 9 zeigt, weist der
Saugstutzen 11 an seinem der Mündung 10 gegenüberliegenden Ende zwei rohrförmige Wandungsansätze
21, 22 auf, die im Montagezustand mit einem endseitigen Wandungsabschnitt 23 des Absaugrohres
13 korrespondieren. Das heißt, im Montagezustand greift ein innerer, relativ langer
Wandungsabsatz 21 des Saugstutzens 11 in den Wandungsabschnitt 23 des Absaugrohres
13, während ein etwas kürzerer äußerer Wandungsansatz 22 des Saugstutzens 11 den Wandungsabschnitt
23 des Absaugrohres 13 übergreift.
[0039] Da sowohl der Außendurchmesser des inneren Wandungsansatzes 21 des Saugstutzens 11
auf den Innendurchmesser des Wandungsabschnittes 23 des Absaugrohres 13 abgestimmt
ist, als auch der Innendurchmesser des äußeren Wandungsansatzes 22 des Saugstutzens
11 auf den Außendurchmesser des Wandungsabschnittes 23 des Absaugrohres 13 angepasst
ist, ist im Montagezustand zwischen den Bauteilen 11, 13 eine gute Spaltdichtung gegeben.
[0040] Die Fig. 4 zeigt eine mögliche Ausführungsform einer Fadenabsaugeinrichtung 9, insbesondere
eine vorteilhafte Ausbildung der Verriegelungseinrichtung 24 eines Saugstutzens 11
mit einem Absaugrohr 13. Die Verriegelungseinrichtung 24 ist dabei als so genannter
einseitiger Bajonettverschluss 16 ausgebildet. Das heißt, das Absaugrohr 13 verfügt
über einen als Erhebung 17 ausgebildeten Anschlag, der im Montagezustand des Saugstutzens
11 mit einem Halteschlitz 18 im Saugstutzen 11 korrespondiert. Der Halteschlitz 18
weist dabei einen kurzen axialen Abschnitt 19 auf, an den sich rechtwinklig ein etwas
längerer Abschnitt 20 anschließt. Um eine ordnungsgemäße und sichere Fixierung des
Saugstutzens 11 auf dem Absaugrohr 13 zu erhalten, muss der Saugstutzen 11 zunächst
so auf dem Absaugrohr 13 positioniert werden, dass der axiale Abschnitt 19 seines
Halteschlitzes 18 vor der Erhebung 17 des Absaugrohres 13 steht.
[0041] Anschließend wird der Saugstutzen 11 axial so verschoben, dass die Erhebung 17 des
Absaugrohres 13 in den axialen Abschnitt 19 des Halteschlitzes 18 gleitet. Dann wird
der Saugstutzen 11 etwas gedreht, mit der Folge, dass die Erhebung 17 des Absaugrohres
13 in den sich rechtwinklig anschließenden Abschnitt 20 des Halteschlitzes 18 einläuft.
In diesem Zustand ist der Saugstutzen 11 in einer vorgegebenen Einbaulage auf dem
Absaugrohr 13 befestigt. Das heißt, durch die Anordnung der Erhebung 17 auf dem Absaugrohr
13 wird in Verbindung mit einer entsprechenden Anordnung des Halteschlitzes 18 im
Saugstutzen 11 gewährleistet, dass die Bauteile 11, 13 stets eine exakte, ordnungsgemäße,
vorgebare Einbaulage aufweisen.
[0042] Eine solche exakte, vorgebare Einbaulage ist insbesondere dann wichtig, wenn die
Form der Mündung 20 des Saugstutzens 11, wie in Fig. 5 dargestellt, unsymmetrisch
ist. Die Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Mündung 20 des Saugstutzens
11 eine Dreiecksform aufweist. Bei einer solchen Ausbildung kann durch den Einsatz
eines einseitigen Bajonettverschlusses 16 gewährleistet werden, dass die Mündung 20
des Saugstutzens 11 stets in einer vorgegebenen Lage positioniert ist.
[0043] Die Fig. 6 zeigt eine Fadenabsaugeinrichtung 9, bei der der Saugstutzen 11 mit einer
alternativen Ausführungsform einer Verriegelungseinrichtung ausgestattet ist. Das
heißt, der Saugstutzen 11 weist eine Verriegelungseinrichtung 27 auf, die als so genannter
zweiseitiger Bajonettverschluss 25 ausgebildet ist. Eine solche Verriegelungseinrichtung
27 weist Vorteile auf, wenn an Ringspinnmaschinen 1 im Kompaktspinnverfahren gearbeitet
werden soll.
[0044] Beim Kompaktspinnverfahren kommen an den Fadenabsaugeinrichtungen 9 oft Saugstutzen
11 zum Einsatz, die mit einer seitlichen Abschirmung 28 ausgestattet sind. Da diese
seitliche Abschirmung 28 im Einbauzustand der Saugstutzen 11 vorzugweise wechselseitig
auf der rechten oder auf der linken Seite der Mündung 20 des Saugstutzens 11 positioniert
werden, ist es vorteilhaft, wenn die Verriegelungseinrichtung 27, wie dargestellt,
als doppelseitiger Bajonettverschluss 25 ausgebildet ist. Das heißt, das Absaugrohr
13 verfügt, wie üblich, über einen als Erhebung 17 ausgebildeten Anschlag, der im
Montagezustand des Saugstutzens 11 mit einem von zwei Halteschlitzen 26 des Saugstutzens
11 korrespondiert.
[0045] Die Halteschlitze 26, die, wie bekannt, jeweils einen kurzen axialen Abschnitt 19
aufweisen, an den sich rechtwinklig ein etwas längerer Abschnitt 20 anschließt, sind
auf einander gegenüberliegenden Seiten in den Saugstutzen 11 eingearbeitet. Auch bei
einem doppelseitigen Bajonettverschluss 25 muss, um eine ordnungsgemäße und sichere
Fixierung des Saugstutzens 11 auf dem Absaugrohr 13 zu erhalten, der Saugstutzen 11
zunächst so auf dem Absaugrohr 13 positioniert werden, dass, abhängig von der gewünschten
Einbaulage, der axiale Abschnitt 19 entweder des einen Halteschlitzes 26 oder der
axiale Abschnitt 19 des anderen Halteschlitzes 26 vor der Erhebung 17 des Absaugrohres
13 angeordnet ist. Anschließend wird der Saugstutzen 11 axial verschoben, so dass
die Erhebung 17 des Absaugrohres 13 in den axialen Abschnitt 19 des betreffenden Halteschlitzes
26 gleitet. Dann wird der Saugstutzten 11 etwas gedreht, mit der Folge, dass die Erhebung
17 des Absaugrohres 13 in den sich rechtwinklig anschließenden Abschnitt 20 des Halteschlitzes
26 einläuft.
[0046] In diesem Zustand ist der Saugstutzen 11 ordnungsgemäß in der gewünschten Einbaulage
auf dem Absaugrohr 13 befestigt. Das heißt, durch einen doppelseitigen Bajonettverschluss
25 kann der Saugstutzen 11 wahlweise in zwei exakt vorgegebenen Einbaulagen auf einem
Absaugrohr 13 positioniert werden.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- Ringspinnmaschine
- 2
- Endgestell
- 3
- Endgestell
- 4
- Spinnstelle
- 5
- Streckwerksanordnung
- 6
- Eingangswalzenpaar
- 7
- Mittelwalzenpaar
- 8
- Ausgangswalzenpaar
- 9
- Fadenabsaugeinrichtung
- 10
- Mündung
- 11
- Saugstutzen
- 12
- Absaugkanal
- 13
- Absaugrohr
- 14
- Faden
- 15
- Haltemanschette
- 16
- Bajonettverschluss
- 17
- Erhebung
- 18
- Halteschlitz
- 19
- axialer Abschnitt
- 20
- rechtwinkliger Abschnitt
- 21
- innerer Ansatz
- 22
- äußerer Ansatz
- 23
- Wandungsabschnitt
- 24
- Verriegelungseinrichtung
- 25
- Bajonettverschluss
- 26
- Halteschlitz
- 27
- Verriegelungseinrichtung
- 28
- seitliche Abschirmung
- 29
- Streckwerk
- 30
- Faserband