Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Rollstuhlvorrichtung zu einer aktiven Bewegung einer
Sitzeinheit, insbesondere eines Sitzteils und/oder eines Rückenlehnenteils der Sitzeinheit,
eines Rollstuhls gemäß dem Anspruch 1.
[0002] In
DE 10 2012 021 592 A1 ist bereits eine Rollstuhlvorrichtung zu einer aktiven Bewegung einer Sitzeinheit,
insbesondere eines Sitzteils und/oder eines Rückenlehnenteils der Sitzeinheit, eines
Rollstuhls vorgeschlagen worden, die zumindest eine zumindest teilweise an zumindest
einem Antriebsrad des Rollstuhls anordenbare Bewegungswandlungseinheit umfasst, die
dazu vorgesehen ist, eine Bewegung des zumindest einen Antriebsrads in eine Bewegung
der Sitzeinheit zu wandeln.
[0003] In
JP 2016 106875 A ist bereits eine Rollstuhlvorrichtung zu einer aktiven Bewegung einer Fußstütze vorgeschlagen
worden, wobei die Rollstuhlvorrichtung zumindest eine Bewegungswandlungseinheit umfasst,
die dazu vorgesehen ist, eine Bewegung zumindest eines Antriebsrads in eine Bewegung
der Fußstütze zu wandeln.
[0004] Ferner ist aus
US 2010/090436 A1 bereits eine Rollstuhlvorrichtung zu einer aktiven Bewegung einer Fußstütze eines
Rollstuhls bekannt, wobei die Rollstuhlvorrichtung zumindest eine zumindest teilweise
an zumindest einem Antriebsrad des Rollstuhls anordenbare Bewegungswandlungseinheit
umfasst, die dazu vorgesehen ist, eine Bewegung des zumindest einen Antriebsrads in
eine Bewegung der Fußstütze zu wandeln. Die Bewegungswandlungseinheit ist als Kurvengetriebeeinheit
ausgebildet, wobei die Bewegungswandlungseinheit zumindest zu einer Einwirkung auf
die Fußstütze zumindest ein an der Fußstütze anordenbares beweglich gelagertes Kurvengetriebeelement
aufweist, das zumindest eine Kontaktfläche aufweist, die mit zumindest einer Bewegungsführungsbahn
zumindest eines weiteren Kurvengetriebeelements der Bewegungswandlungseinheit zusammenwirkt,
das als Kurvenscheibe ausgebildet ist und an dem zumindest einen Antriebsrad anordenbar
ist.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Rollstuhlvorrichtung
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer konstruktiv einfachen Ausgestaltung
und/oder einer komfortablen Nachrüstbarkeit bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.
Vorteile der Erfindung
[0007] Die Erfindung geht aus von einer Rollstuhlvorrichtung zu einer aktiven Bewegung einer
Sitzeinheit, insbesondere eines Sitzteils und/oder eines Rückenlehnenteils der Sitzeinheit,
eines Rollstuhls, mit zumindest einer zumindest teilweise an zumindest einem Antriebsrad
des Rollstuhls anordenbaren Bewegungswandlungseinheit, die dazu vorgesehen ist, eine
Bewegung des zumindest einen Antriebsrads in eine Bewegung der Sitzeinheit zu wandeln,
wobei die Bewegungswandlungseinheit als Kurvengetriebeeinheit ausgebildet ist, wobei
die Bewegungswandlungseinheit zumindest zu einer Einwirkung auf das Sitzteil zumindest
ein an dem Sitzteil anordenbares beweglich gelagertes Kurvengetriebeelement aufweist,
das zumindest eine Kontaktfläche aufweist, die mit zumindest einer Bewegungsführungsbahn
zumindest eines weiteren Kurvengetriebeelements der Bewegungswandlungseinheit zusammenwirkt,
wobei die Bewegungswandlungseinheit zumindest das weitere Kurvengetriebeelement aufweist,
das als Kurvenscheibe ausgebildet ist und an dem zumindest einen Antriebsrad anordenbar
ist.
[0008] Es wird vorgeschlagen, dass die Bewegungsführungsbahn des weiteren Kurvengetriebeelements
an einer einer Nabe des zumindest einen Antriebsrads zugewandten Innenseite des weiteren
Kurvengetriebeelements angeordnet ist. Unter einer "Kurvengetriebeeinheit" soll insbesondere
eine Einheit verstanden werden, die dazu vorgesehen ist, in Abhängigkeit von einem
Abtasten zumindest eines drehbar gelagerten oder translatorisch gelagerten Kurvengetriebeelements
einen Drehantrieb oder einen Translationsantrieb eines drehbar oder translatorisch
gelagerten weiteren Kurvengetriebeelements zu realisieren. Unter "vorgesehen" soll
insbesondere speziell ausgelegt und/oder speziell ausgestattet verstanden werden.
Darunter, dass ein Element und/oder eine Einheit zu einer bestimmten Funktion vorgesehen
ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Element und/oder die Einheit diese
bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt
und/oder ausführt. Bevorzugt ist die Bewegungswandlungseinheit, insbesondere zumindest
ein Kurvengetriebeelement der Bewegungswandlungseinheit, zumindest teilweise an einem
Gestell oder an einem Rahmen des Rollstuhls anordenbar, insbesondere angeordnet. Vorzugsweise
ist die Bewegungswandlungseinheit, insbesondere zumindest ein weiteres Kurvengetriebeelement
der Bewegungswandlungseinheit, zumindest teilweise an dem zumindest einen Antriebsrad
des Rollstuhls anordenbar, insbesondere angeordnet. Die Bewegungswandlungseinheit
ist vorzugsweise dazu vorgesehen, eine Rotationsbewegung des zumindest einen Antriebsrads
in eine Bewegung der Sitzeinheit um eine Bewegungsachse der Sitzeinheit zu wandeln,
die zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Rotationsachse des zumindest einen
Antriebsrads verläuft. Der Ausdruck "im Wesentlichen senkrecht" soll hier insbesondere
eine Ausrichtung einer Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung definieren, wobei
die Richtung und die Bezugsrichtung, insbesondere in einer Projektionsebene betrachtet,
einen Winkel von 90° einschließen und der Winkel eine maximale Abweichung von insbesondere
kleiner als 8°, vorteilhaft kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2°
aufweist. Die Bewegungsachse der Sitzeinheit kann zumindest im Wesentlichen senkrecht
oder zumindest im Wesentlichen parallel zu einer Sitzfläche der Sitzeinheit verlaufen.
Unter "im Wesentlichen parallel" soll hier insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung
relativ zu einer Bezugsrichtung, insbesondere in einer Ebene, verstanden werden, wobei
die Richtung gegenüber der Bezugsrichtung eine Abweichung von insbesondere kleiner
als 8°, vorteilhaft kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2° aufweist.
Die Bewegungswandlungseinheit ist bevorzugt dazu vorgesehen, die Sitzeinheit oszillierend
um die Bewegungsachse anzutreiben, insbesondere in Abhängigkeit von einer Rotationsbewegung
des zumindest einen Antriebsrads um die Rotationsachse des Antriebsrads. Die Rollstuhlvorrichtung
ist vorzugsweise bei einer Herstellung eines Rollstuhls an dem Rollstuhl anbringbar.
Es ist jedoch auch denkbar, dass die Rollstuhlvorrichtung als Nachrüstsatz ausgebildet
ist, der an einen bereits bestehenden Rollstuhl montierbar ist, insbesondere um den
bereits bestehenden Rollstuhl nach einer Herstellung mit der erfindungsgemäßen Rollstuhlvorrichtung
auszustatten. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann vorteilhaft eine konstruktiv
einfache Ausgestaltung der Rollstuhlvorrichtung realisiert werden, um die Sitzeinheit
aktiv anzutreiben. Es kann vorteilhaft konstruktiv einfach eine Rotationsbewegung
des zumindest einen Antriebsrads genutzt werden, um eine aktive Bewegung der Sitzeinheit
zu realisieren. Es kann vorteilhaft eine komfortable Nachrüstbarkeit eines Rollstuhls
mit der erfindungsgemäßen Rollstuhlvorrichtung realisiert werden, insbesondere mit
einem geringen Aufwand.
[0009] Das Kurvengetriebeelement ist vorzugsweise beweglich an dem Gestell oder an dem Rahmen
des Rollstuhls lagerbar, insbesondere gelagert. Bevorzugt ist das Kurvengetriebeelement
schwenkbar an dem Gestell oder an dem Rahmen des Rollstuhls lagerbar, insbesondere
gelagert. Bevorzugt verläuft eine Schwenkachse des Kurvengetriebeelements zumindest
im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse des zumindest einen Antriebsrads. Es ist
jedoch auch denkbar, dass das Kurvengetriebeelement translatorisch beweglich an dem
Gestell oder an dem Rahmen des Rollstuhls lagerbar, insbesondere gelagert, ist. Bei
einer translatorisch beweglichen Lagerung des Kurvengetriebeelements an dem Gestell
oder an dem Rahmen des Rollstuhls ist es denkbar, dass eine Linearbewegungsachse des
Kurvengetriebeelements zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Rotationsachse des
zumindest einen Antriebsrads verläuft. Bevorzugt umfasst das Kurvengetriebeelement
zumindest eine Sitzkontaktfläche, mittels derer das Kurvengetriebeelement an der Sitzeinheit,
insbesondere an dem Sitzteil, anlegbar ist, insbesondere anliegt. Vorzugsweise ist
die Sitzkontaktfläche dazu vorgesehen, an einer einer Sitzfläche des Sitzteils abgewandten
Seite des Sitzteils an dem Sitzteil anzuliegen. Alternativ oder zusätzlich ist das
Kurvengetriebeelement mit zumindest einem Ende an der Sitzeinheit, insbesondere an
dem Sitzteil der Sitzeinheit, fixierbar, insbesondere fixiert, insbesondere mittels
einer form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung. Das weitere Kurvengetriebeelement
ist bevorzugt drehfest an dem zumindest einen Antriebsrad anordenbar, insbesondere
angeordnet. Das weitere Kurvengetriebeelement ist vorzugsweise zusammen mit dem zumindest
einen Antriebsrad um die Rotationsachse des Antriebsrads drehbar. Die Bewegungsführungsbahn
bildet bevorzugt eine Außenfläche des weiteren Kurvengetriebeelements. Die Bewegungsführungsbahn
des weiteren Kurvengetriebeelements ist bevorzugt an einer einer Nabe des zumindest
einen Antriebsrads zugewandten Innenseite des weiteren Kurvengetriebeelements angeordnet.
Es ist jedoch auch denkbar, dass die Bewegungsführungsbahn als Nut ausgebildet ist,
die in das weitere Kurvengetriebeelement eingebracht ist oder als rippenförmiger Führungsfortsatz
ausgebildet ist, der an dem weiteren Kurvengetriebeelement angebracht ist, insbesondere
einteilig mit dem weiteren Kurvengetriebeelement ausgebildet ist. Mittels der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung kann vorteilhaft konstruktiv einfach eine Rotationsbewegung des zumindest
einen Antriebsrads genutzt werden, um eine aktive Bewegung der Sitzeinheit zu realisieren.
Es kann vorteilhaft eine komfortable Nachrüstbarkeit eines Rollstuhls mit der erfindungsgemäßen
Rollstuhlvorrichtung realisiert werden, insbesondere mit einem geringen Aufwand.
[0010] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Bewegungswandlungseinheit zumindest ein Kurvengetriebeelement
aufweist, an dem zumindest ein Reibungsminderungselement, insbesondere ein Wälzelement,
der Bewegungswandlungseinheit angeordnet, das zu einem Zusammenwirken mit einer Bewegungsführungsbahn
der Bewegungswandlungseinheit, insbesondere zumindest eines weiteren Kurvengetriebeelements
der Bewegungswandlungseinheit, vorgesehen ist. Das Reibungsminderungselement kann
die Kontaktfläche des Kurvengetriebeelements bilden, die mit der Bewegungsführungsbahn
des weiteren Kurvengetriebeelements zusammenwirkt. Das Reibungsminderungselement kann
als Gleitflächenelement ausgebildet sein, das dazu vorgesehen ist, bei einer Bewegung
des weiteren Kurvengetriebeelements relativ zum Kurvengetriebeelement entlang der
Bewegungsführungsbahn zu gleiten, oder das Reibungsminderungselement kann als beweglich
gelagertes Wälzelement, wie beispielsweise als Rolle, als Walze, als Außenring eines
Wälzlagers o. dgl., ausgebildet sein, das dazu vorgesehen ist, bei einer Bewegung
des weiteren Kurvengetriebeelements relativ zum Kurvengetriebeelement auf der Bewegungsführungsbahn
zu wälzen. Vorzugsweise ist das Reibungsminderungselement an einem weiteren Ende des
Kurvengetriebeelements angeordnet, das dem Ende des Kurvengetriebeelements abgewandt
ist, mit dem das Kurvengetriebeelement an der Sitzeinheit, insbesondere dem Sitzteil,
fixierbar, insbesondere fixiert, ist. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
kann vorteilhaft eine reibungsarme Abtastung der Bewegungsführungsbahn zu einer aktiven
Bewegung der Sitzeinheit realisiert werden. Es kann vorteilhaft konstruktiv einfach
eine Rotationsbewegung des zumindest einen Antriebsrads genutzt werden, um eine aktive
Bewegung der Sitzeinheit zu realisieren.
[0011] Zudem wird vorgeschlagen, dass die Bewegungswandlungseinheit zumindest ein, insbesondere
weiteres, Kurvengetriebeelement aufweist, das an dem zumindest einen Antriebsrad anordenbar,
insbesondere angeordnet, ist und zumindest eine Bewegungsführungsbahn aufweist, die
einen unkreisförmigen, insbesondere ovalen oder elliptischen, Verlauf aufweist. Der
Begriff "unkreisförmig" soll insbesondere eine geometrische Ausgestaltung definieren,
die verschieden ist von einem exakten Kreis und zumindest im Wesentlichen frei von
Kanten oder Ecken ausgebildet ist, wie beispielsweise eine Ellipse, ein Oval o. dgl.
Das weitere Kurvengetriebeelement ist vorzugsweise kreisringförmig ausgebildet, wobei
eine, insbesondere die Bewegungsführungsbahn zumindest teilweise begrenzende und/oder
bildende, Innenkante und/oder Innenfläche des weiteren Kurvengetriebeelements einen
unkreisförmigen, insbesondere ovalen oder elliptischen, Verlauf aufweist. Die Innenkante
und/oder die Innenfläche des weiteren Kurvengetriebeelements ist an der der Nabe des
zumindest einen Antriebsrads zugewandten Seite des weiteren Kurvengetriebeelements
angeordnet. Die Innenkante und/oder die Innenfläche des weiteren Kurvengetriebeelements
begrenzt vorzugsweise eine Ausnehmung, die eine unkreisförmige, insbesondere ovale
oder elliptische, Außenkontur aufweist. Die Ausnehmung wird vorzugsweise durch die
Bewegungsführungsbahn begrenzt. Die Innenfläche des weiteren Kurvengetriebeelements
verläuft bevorzugt zumindest im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse des zumindest
einen Antriebsrads. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann konstruktiv einfach
eine Kurvenbahn realisiert werden, die zu einer Ansteuerung des Kurvengetriebeelements
zu einer aktiven Bewegung der Sitzeinheit verwendbar ist. Es kann vorteilhaft konstruktiv
einfach eine Rotationsbewegung des zumindest einen Antriebsrads genutzt werden, um
eine aktive Bewegung der Sitzeinheit zu realisieren.
[0012] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Bewegungswandlungseinheit zumindest ein Wippenelement
aufweist, das zumindest ein Kurvengetriebeelement der Bewegungswandlungseinheit bildet.
Bevorzugt bildet das Wippenelement das Kurvengetriebeelement, das mit einem Ende an
der Sitzeinheit, insbesondere an dem Sitzteil der Sitzeinheit, fixierbar, insbesondere
fixiert ist. Das Wippenelement ist vorzugsweise in Abhängigkeit von einer Rotationsbewegung
des zumindest einen Antriebsrads und von einem Zusammenwirken des an dem als Wippenelement
ausgebildeten Kurvengetriebeelement angeordneten Reibungsminderungselements und der
Bewegungsführungsbahn des an dem zumindest einen Antriebsrad angeordneten weiteren
Kurvengetriebeelements um die Schwenkachse des Kurvengetriebeelements bewegbar, insbesondere
oszillierend um die Schwenkachse des Kurvengetriebeelements bewegbar gelagert. Vorzugsweise
ist die oszillierende Bewegung des Kurvengetriebeelements infolge einer Fixierung
des Kurvengetriebeelements an der Sitzeinheit, insbesondere an dem Sitzteil, an die
Sitzeinheit, insbesondere das Sitzteil, übertragbar. Mittels der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung kann konstruktiv einfach eine Rotationsbewegung des zumindest einen
Antriebsrads genutzt werden, um eine aktive Bewegung der Sitzeinheit zu realisieren.
Es kann vorteilhaft eine oszillierende Bewegung der Sitzeinheit hervorgerufen werden.
[0013] Zudem wird vorgeschlagen, dass die Bewegungswandlungseinheit zumindest ein Kurvengetriebeelement
aufweist, das zumindest ein beweglich gelagertes Abgriffselement aufweist. Das beweglich
gelagerte Abgriffselement ist vorzugsweise als beweglich gelagertes Wälzelement, insbesondere
als Rolle, als Rad, als Kugellager o. dgl., ausgebildet. Das beweglich gelagerte Abgriffselement
ist vorzugsweise als beweglich gelagertes Wälzelement ausgebildet, das drehbar an
dem als Wippenelement ausgebildeten Kurvengetriebeelement gelagert ist. Vorzugsweise
ist das Abgriffselement an der weiteren Seite des Kurvengetriebeelements angeordnet,
die der Seite des Kurvengetriebeelements abgewandt ist, mit der das Kurvengetriebeelement
an der Sitzeinheit, insbesondere an dem Sitzteil der Sitzeinheit, fixierbar, insbesondere
fixiert, ist. Bevorzugt ist das Abgriffselement mittels des als Wälzlager ausgebildeten
Reibungsminderungselements drehbar am Kurvengetriebeelement gelagert. Vorzugsweise
bildet das Abgriffselement die Kontaktfläche des Kurvengetriebeelements aus. Denkbar
ist auch, dass das Abgriffselement und das Reibungsminderungselement zumindest teilweise
einteilig ausgebildet sind. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann vorteilhaft
eine bauteilschonende Abtastung der Bewegungsführungsbahn des weiteren Kurvengetriebeelements
realisiert werden. Es kann konstruktiv einfach eine Rotationsbewegung des zumindest
einen Antriebsrads genutzt werden, um eine aktive Bewegung der Sitzeinheit zu realisieren.
Es kann vorteilhaft eine oszillierende Bewegung der Sitzeinheit hervorgerufen werden.
[0014] Vorzugsweise ist das weitere Kurvengetriebeelement zusammen mit einer einen Greifreifen
des zumindest einen Antriebsrads fixierenden Fixiereinheit an dem zumindest einen
Antriebsrad anordenbar, insbesondere fixierbar. Das als Kurvenscheibe ausgebildete
weitere Kurvengetriebeelement ist vorzugsweise an einer dem Gestell oder dem Rahmen
des Rollstuhls zugewandten Seite des zumindest einen Antriebsrads anordenbar. Mittels
der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann vorteilhaft eine kompakte Anordnung des weiteren
Kurvengetriebeelements an dem zumindest einen Antriebsrad ermöglicht werden. Es können/kann
vorteilhaft bereits vorhandene Bauteile und/oder ein bereits vorhandener Bauraum sinnvoll
zu einer Anordnung des weiteren Kurvengetriebeelements genutzt werden. Es kann vorteilhaft
eine komfortable Nachrüstbarkeit eines Rollstuhls mit der erfindungsgemäßen Rollstuhlvorrichtung
realisiert werden, insbesondere mit einem geringen Aufwand. Es kann konstruktiv einfach
eine Rotationsbewegung des zumindest einen Antriebsrads genutzt werden, um eine aktive
Bewegung der Sitzeinheit zu realisieren.
[0015] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Bewegungswandlungseinheit zumindest ein Federelement
aufweist, das dazu vorgesehen ist, zumindest ein Kurvengetriebeelement der Bewegungswandlungseinheit
mit einer Federkraft zu beaufschlagen. Das Federelement ist vorzugsweise dazu vorgesehen,
das als Wippenelement ausgebildete Kurvengetriebeelement mit einer Federkraft zu beaufschlagen.
Bevorzugt ist das Federelement dazu vorgesehen, das Kurvengetriebeelement mit einer
in Richtung des weiteren Kurvengetriebeelements wirkenden Federkraft zu beaufschlagen.
Unter einem "Federelement" soll insbesondere ein makroskopisches Element verstanden
werden, das zumindest eine Erstreckung aufweist, die in einem normalen Betriebszustand
um zumindest 10%, insbesondere um wenigstens 20%, vorzugsweise um mindestens 30% und
besonders vorteilhaft um zumindest 50% elastisch veränderbar ist, und das insbesondere
eine von einer Veränderung der Erstreckung abhängige und vorzugsweise zu der Veränderung
proportionale Gegenkraft erzeugt, die der Veränderung entgegen wirkt. Unter einer
"Erstreckung" eines Elements soll insbesondere ein maximaler Abstand zweier Punkte
einer senkrechten Projektion des Elements auf eine Ebene verstanden werden. Unter
einem "makroskopischen Element" soll insbesondere ein Element mit einer Erstreckung
von zumindest 1 mm, insbesondere von wenigstens 5 mm und vorzugsweise von mindestens
10 mm verstanden werden. Vorzugsweise ist das Federelement als Schraubendruckfeder
ausgebildet. Es ist jedoch auch denkbar, dass das Federelement eine andere, einem
Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausgestaltung aufweist, wie beispielsweise eine
Ausgestaltung als Schraubenzugfeder, als Evolutfeder, als Tellerfeder, als Schenkelfeder
o. dgl. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann vorteilhaft ein zuverlässiges
Anliegen des Kurvengetriebeelements an dem weiteren Kurvengetriebeelement realisiert
werden. Es kann vorteilhaft eine sicher Anlage des am Kurvengetriebeelement angeordneten
Abgriffselements an der Bewegungsführungsbahn ermöglicht werden.
[0016] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Rollstuhlvorrichtung zumindest eine Aktivierungseinheit
umfasst, die dazu vorgesehen ist, eine Einwirkung der Bewegungswandlungseinheit auf
die Sitzeinheit, insbesondere das Sitzteil und/oder dass Rückenlehnenteil, insbesondere
infolge einer manuellen Betätigung durch einen Bediener, zu aktivieren oder zu deaktiveren.
Die Aktivierungseinheit ist vorzugsweise als mechanische Aktivierungseinheit ausgebildet,
die manuell von einem Bediener betätigbar ist. Vorzugsweise ist zumindest ein Aktivierungselement,
wie beispielsweise ein Aktivierungshebel o. dgl., von einem Bediener manuell betätigbar,
insbesondere bewegbar. Vorzugsweise ist das Aktivierungselement dazu vorgesehen, infolge
einer Betätigung durch einen Bediener, eine Bewegungsübertragung des Kurvengetriebeelements
an die Sitzeinheit, insbesondere das Sitzteil und/oder das Rückenlehnenteil, freizugeben
oder zu sperren, insbesondere um eine Einwirkung der Bewegungswandlungseinheit auf
die Sitzeinheit, insbesondere das Sitzteil und/oder das Rückenlehnenteil, zu aktivieren
oder zu deaktivieren. Das Aktivierungselement kann dazu vorgesehen sein, eine Bewegungsmöglichkeit
des Kurvengetriebeelements freizugeben oder zu sperren. Das Aktivierungselement kann
alternativ oder zusätzlich dazu vorgesehen sein, eine Bewegungsmöglichkeit der Sitzeinheit,
insbesondere des Sitzteils und/oder des Rückenlehnenteils, freizugeben oder zu sperren.
Das Aktivierungselement kann dazu vorgesehen sein, das Kurvengetriebeelement aktiv
zu bewegen, insbesondere entlang und/oder um eine Aktivierungsachse, die insbesondere
verschieden ist von einer Bewegungsachse, insbesondere einer Schwenkachse, des Kurvengetriebeelements
entlang und/oder um die das Kurvengetriebeelement zu einer Einwirkung auf die Sitzeinheit,
insbesondere auf das Sitzteil und/oder das Rückenlehnenteil, bewegbar gelagert ist.
Es ist jedoch auch denkbar, dass die Aktivierungseinheit zumindest teilweise elektronisch
ausgebildet ist und zumindest ein elektronisches Bauteil, wie beispielsweise einen
elektronischen Aktor o. dgl. aufweist. Denkbar ist auch, dass die Aktivierungseinheit
eine Kommunikationseinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, insbesondere drahtlos,
Daten mit einer externen Einheit, wie beispielsweise einem Smartphone, einem Tablet,
einem PC o.dgl. auszutauschen, insbesondere über eine auf der externen Einheit installierten
Applikation, mittels derer die elektronische Aktivierungseinheit ansteuerbar ist.
Weitere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausgestaltungen der Aktivierungseinheit
sind ebenfalls denkbar. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann vorteilhaft
eine Aktivierung oder Deaktivierung einer aktiven Bewegung der Sitzeinheit, insbesondere
des Sitzteils und/oder des Rückenlehnenteils, erreicht werden. Es kann vorteilhaft
ein hoher Bedienerkomfort ermöglicht werden, da eine individuelle Abschaltung oder
Zuschaltung einer Funktion der Rollstuhlvorrichtung ermöglicht werden kann.
[0017] Zudem wird ein Rollstuhl, insbesondere ein manuell betreibbarer Rollstuhl, mit zumindest
einer erfindungsgemäßen Rollstuhlvorrichtung vorgeschlagen. Vorzugsweise umfasst der
Rollstuhl zumindest zwei rotatorisch beweglich gelagerte Antriebsräder, zumindest
eine Antriebseinheit, die zumindest ein beweglich gelagertes Hebelelement, insbesondere
zumindest zwei beweglich gelagerte Hebelelemente aufweist, das/die zumindest zu einem
manuellen Antrieb der Antriebsräder vorgesehen ist/sind. Vorzugsweise umfasst der
Rollstuhl zumindest eine Bremseinheit zu einer Einwirkung auf die Antriebsräder und
zumindest eine Betätigungseinheit, die zumindest ein, insbesondere an dem Hebelelement
angeordnetes, beweglich gelagertes Lenkungsbetätigungselement aufweist, das dazu vorgesehen
ist, die Bremseinheit derart auszulösen, dass die Antriebsräder unabhängig voneinander
bremsbar sind, insbesondere zu einer Realisierung einer Lenkungsfunktion. Vorzugsweise
ist das zumindest eine Hebelelement dazu vorgesehen, mittels eines Zusammenwirkens
mit zumindest einer Getriebeeinheit der Antriebseinheit die Antriebsräder anzutreiben.
Bevorzugt wirken die Getriebeeinheit und das zumindest eine Hebelelement derart zusammen,
dass eine, insbesondere hin- und hergehende, Schwenkbewegung des zumindest einen Hebelelements
mittels der Getriebeeinheit in eine Rotationsbewegung der Antriebsräder überführbar
ist. Ganz besonders bevorzugt umfasst der Rollstuhl das zumindest eine Antriebsrad,
an dem zumindest die Bewegungswandlungseinheit der Rollstuhlvorrichtung angeordnet
ist, wobei die Bewegungswandlungseinheit separat zu der Getriebeeinheit zu einem rotierenden
Antrieb des zumindest einen Antriebsrads ausgebildet ist. Vorzugsweise umfasst die
Antriebseinheit zumindest zwei beweglich, insbesondere schwenkbar, gelagerte Hebelelemente.
Bevorzugt sind die zumindest zwei Hebelelemente dazu vorgesehen, mittels eines Zusammenwirkens
mit der Getriebeeinheit die Antriebsräder anzutreiben. Vorzugsweise ist eine Bewegung
eines einzelnen Hebelelements der zumindest zwei Hebelelemente für eine Bewegung der
Antriebsräder über die Getriebeeinheit ausreichend. Es ist jedoch auch denkbar, dass
die Getriebeeinheit alternativ oder zusätzlich derart ausgebildet ist, dass eine,
insbesondere abwechselnde und/oder gegenläufige, Bewegung der zumindest zwei Hebelelemente
zu einer synchronisierten Bewegung der Antriebsräder nutzbar ist. Vorzugsweise umfasst
die Getriebeeinheit zumindest ein Freilaufelement, das dazu vorgesehen ist, das zumindest
eine Hebelelement oder die zumindest zwei Hebelelemente von einer Bewegung der Antriebsräder
zu entkoppeln, insbesondere um eine Rückführung des zumindest einen Hebelelements
oder der zumindest zwei Hebelelemente in eine Ausgangsstellung zu realisieren. Vorzugsweise
ist jeweils eines der zumindest zwei Hebelelemente an unterschiedlichen Seiten des
Rollstuhls, insbesondere eines Sitzteils oder des Gestells des Rollstuhls, angeordnet.
Die zumindest zwei Hebelelemente sind bevorzugt beweglich miteinander gekoppelt, insbesondere
gegenläufig beweglich miteinander gekoppelt, vorzugsweise mittels der Getriebeeinheit
der Antriebseinheit. Bei einer Bewegung zumindest eines der Hebelelemente in eine
Richtung ist zumindest ein weiteres der Hebelelemente in eine entgegengesetzte Richtung
bewegbar. Vorzugsweise ist der manuell betreibbare Rollstuhl muskelkraftbetreibbar
ausgebildet. Es ist jedoch auch denkbar, dass der Rollstuhl entkoppelt von dem zumindest
einen beweglich gelagerten Hebelelement ausgebildet ist und lediglich mittels einer
Einwirkung einer Bedienerkraft auf den an dem zumindest einen Antriebsrad angeordneten
Greifreifen antreibbar ist oder dass Rollstuhl eine elektrische Antriebseinheit zu
einem Antrieb der Antriebsräder aufweist. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
kann vorteilhaft eine konstruktiv einfache Ausgestaltung der Rollstuhlvorrichtung
realisiert werden, um die Sitzeinheit aktiv anzutreiben. Es kann vorteilhaft konstruktiv
einfach eine Rotationsbewegung des zumindest einen Antriebsrads genutzt werden, um
eine aktive Bewegung der Sitzeinheit zu realisieren.
[0018] Die erfindungsgemäße Rollstuhlvorrichtung und/oder der erfindungsgemäße Rollstuhl
sollen/soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform
beschränkt sein. Insbesondere können/kann die erfindungsgemäße Rollstuhlvorrichtung
und/oder der erfindungsgemäße Rollstuhl zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen
Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen
und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung
angegebenen Wertebereichen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als
offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnungen
[0019] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Frontansicht eines erfindungsgemäßen Rollstuhls mit einer erfindungsgemäßen Rollstuhlvorrichtung,
wobei Stütz- und/oder Lenkräder des erfindungsgemäßen Rollstuhls nicht dargestellt
sind, in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2
- eine Detailansicht einer Bewegungswandlungseinheit der erfindungsgemäßen Rollstuhlvorrichtung
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 3
- eine Detailansicht der zumindest teilweise an einer Sitzeinheit des erfindungsgemäßen
Rollstuhls angeordneten Bewegungswandlungseinheit in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 4
- eine Detailansicht der Bewegungswandlungseinheit an dem erfindungsgemäßen Rollstuhl,
wobei die Sitzeinheit abgenommen ist, in einer schematischen Darstellung und
- Fig. 5
- eine Detailansicht der zumindest teilweise an einem Gestell oder an einem Rahmen des
erfindungsgemäßen Rollstuhls angeordneten Bewegungswandlungseinheit in einer schematischen
Darstellung.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0021] Figur 1 zeigt einen Rollstuhl 18 mit zumindest einer Rollstuhlvorrichtung 10 zu einer
aktiven Bewegung einer Sitzeinheit 12 des Rollstuhls 18, insbesondere eines Sitzteils
14 und/oder eines Rückenlehnenteils 16 der Sitzeinheit 12. Der Rollstuhl 18 ist vorzugsweise
als manuell betreibbarer Rollstuhl ausgebildet. Es ist jedoch auch denkbar, dass der
Rollstuhl 18 als motorisch angetriebener Rollstuhl ausgebildet ist. Der Rollstuhl
18 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass ein Bediener den Rollstuhl 18 mit einer
Einwirkung einer Muskelkraft antreiben kann. Der Rollstuhl 18 umfasst zumindest zwei
rotatorisch beweglich gelagerte Antriebsräder 20, 22, zumindest eine Antriebseinheit
46, die zumindest ein beweglich gelagertes Hebelelement 48, 50 aufweist, das zumindest
zu einem manuellen Antrieb der Antriebsräder 20, 22, insbesondere infolge einer Einwirkung
einer Muskelkraft des Bedieners, vorgesehen ist. Bevorzugt umfasst die Antriebseinheit
46 zumindest zwei beweglich gelagerte Hebelelemente 48, 50.
[0022] Ferner umfasst der Rollstuhl 18 zumindest eine Bremseinheit 52 zu einer Einwirkung
auf die Antriebsräder 20, 22 und zumindest eine Betätigungseinheit 54, die zumindest
ein, insbesondere an dem Hebelelement 48, 50 angeordnetes, beweglich gelagertes Lenkungsbetätigungselement
56, 58 aufweist, das dazu vorgesehen ist, die Bremseinheit 52 derart auszulösen, dass
die Antriebsräder 20, 22 unabhängig voneinander bremsbar sind, insbesondere zu einer
Realisierung einer Lenkungsfunktion. Die Betätigungseinheit 54 des Rollstuhls 18 umfasst
zumindest ein, insbesondere an dem Hebelelement 48, 50 angeordnetes, Bremsbetätigungselement
60, 62 zu einer Betätigung der Bremseinheit 52, wobei in Abhängigkeit von einer Betätigung
des Bremsbetätigungselements 60, 62 die Antriebsräder 20, 22 gemeinsam mittels der
Bremseinheit 52 abbremsbar sind, insbesondere zu einer Geschwindigkeitsreduktion der
Antriebsräder 20, 22 bis zu einem Stillstand.
[0023] Das Lenkungsbetätigungselement 56, 58 ist dreh- und/oder schwenkbar am Hebelelement
48, 50 gelagert. Eine Bewegungsachse 64, 66 des zumindest einen Hebelelements 48,
50 verläuft quer, insbesondere zumindest im Wesentlichen senkrecht, zu einer Haupterstreckungsachse
des zumindest einen Hebelelements 48, 50. Das zumindest eine Bremsbetätigungselement
60, 62 ist an dem zumindest einen Lenkungsbetätigungselement 56, 58 angeordnet und
ist zusammen mit dem zumindest einen Lenkungsbetätigungselement 56, 58 drehbar und/oder
schwenkbar gelagert, insbesondere um die Bewegungsachse 64, 66 des zumindest einen
Lenkungsbetätigungselements 56, 58. Das zumindest eine Bremsbetätigungselement 60,
62 ist vorzugsweise als Bremshebel ausgebildet, der schwenkbar gelagert ist. Vorzugsweise
verläuft eine Schwenkachse 68, 70 quer, insbesondere zumindest im Wesentlichen senkrecht,
zur Bewegungsachse 64, 66 des zumindest einen Lenkungsbetätigungselements 56, 58.
Insbesondere bildet die Schwenkachse 68, 70 eine, insbesondere in Bezug auf die Bewegungsachse
64, 66 des zumindest einen Lenkungsbetätigungselements 56, 58, weitere Bewegungsachse
des zumindest einen Bremsbetätigungselements 60, 62, vorzugsweise zu einer Betätigung
der Bremseinheit 52 durch eine Bewegung des zumindest einen Bremsbetätigungselements
60, 62.
[0024] Die Betätigungseinheit 54 weist zumindest eine Kopplungseinheit 72 auf, mittels derer
den Antriebsrädern 20, 22 zugeordnete Bremselemente 74, 76 der Bremseinheit 52 mit
dem Bremsbetätigungselement 60, 62 und/oder mit dem Lenkungsbetätigungselement 56,
58 wirkverbunden sind. Die Bremselemente 74, 76 sind vorzugsweise als beweglich gelagerte
Bremsbacken ausgebildet. Vorzugsweise sind die Bremselemente 74, 76 dazu vorgesehen,
jeweils auf eine Bremsscheibe 78, 80 der Bremseinheit 52 einzuwirken. Es ist jedoch
auch denkbar, dass die Bremselemente 74, 76 eine andere, einem Fachmann als sinnvoll
erscheinende Ausgestaltung aufweisen, wie beispielsweise eine Ausgestaltung als Bremsklötze,
als Bremsbacken als Bremsschuhe o. dgl., die dazu vorgesehen sind, auf eine, einem
Fachmann bereits bekannte Art und Weise direkt auf die Antriebsräder 20, 22 einzuwirken.
Jedem der Antriebsräder 20, 22 ist vorzugsweise eine Bremsscheibe 78, 80 zugeordnet.
Vorzugsweise ist jedem der Antriebsräder 20, 22 eines der Bremselemente 74, 76 zugeordnet.
Die Bremsscheiben 78, 80 sind auf eine, einem Fachmann bekannte Art und Weise den
Antriebsrädern 20, 22 zugeordnet.
[0025] Der Rollstuhl 18 weist zumindest ein Gestell 82, die zumindest eine Sitzeinheit 12,
die zwei Antriebsräder 20, 22 sowie zwei Stütz- und/oder Lenkräder (hier nicht näher
dargestellt, wobei in Figur 5 zumindest eine Lagerstelle eines der Stütz- und/oder
Lenkräder dargestellt ist) auf. Die Sitzeinheit 12 umfasst das zumindest eine Sitzteil
14 und das zumindest eine Rückenlehnenteil 16. Die Stütz- und/oder Lenkräder sind
jeweils auf eine, einem Fachmann bereits bekannte Art und Weise um eine hier nicht
gesondert eingezeichnete Vertikalachse drehbar an dem Gestell 82 gelagert. Die Antriebsräder
20, 22 umfassen jeweils einen Greifreifen 84, 86, der eine, einem Fachmann bereits
bekannte Ausgestaltung und/oder Anordnung an jedem der Antriebsräder 20, 22 aufweist.
Vorzugsweise sind die an den Antriebsrädern 20, 22 angeordneten Greifreifen 84, 86
zu einem alternativen manuellen Antrieb der Antriebsräder 20, 22 vorgesehen. Die Antriebsräder
20, 22 sind vorzugsweise mittels eines gemeinsamen Radachsenelements 88 des Rollstuhls
18 in nicht näher dargestellten Lagerbuchsen an dem Gestell 82 drehbar gelagert. Die
Sitzeinheit 12 des Rollstuhls 18 definiert insbesondere durch eine Anordnung des Sitzteils
14 und des Rückenlehnenteils 16 relativ zueinander und relativ zum Gestell 82 eine
Sitzrichtung des Rollstuhls 18. Vorzugsweise fällt die Sitzrichtung mit einer vorwärts
gerichteten Geradeausfahrrichtung zusammen.
[0026] Die Antriebseinheit 46 ist zumindest teilweise an dem Gestell 82 angeordnet. Vorzugsweise
ist das zumindest eine Hebelelement 48, 50 dazu vorgesehen, mittels eines Zusammenwirkens
mit zumindest einer Getriebeeinheit 44 der Antriebseinheit 46 die Antriebsräder 20,
22 anzutreiben. Bevorzugt wirken die Getriebeeinheit 44 und das zumindest eine Hebelelement
48, 50 derart zusammen, dass eine, insbesondere hin- und hergehende, Schwenkbewegung
des zumindest einen Hebelelements 48, 50 mittels der Getriebeeinheit 44 in eine Rotationsbewegung
der Antriebsräder 20, 22 überführbar ist. Bevorzugt sind die zumindest zwei Hebelelemente
48, 50 dazu vorgesehen, mittels eines Zusammenwirkens mit der Getriebeeinheit 44 die
Antriebsräder 20, 22 anzutreiben. Der Rollstuhl 18 umfasst vorzugsweise das zumindest
eine Antriebsrad 20, 22, an dem zumindest eine Bewegungswandlungseinheit 24 der Rollstuhlvorrichtung
10 zu einer aktiven Bewegung der Sitzeinheit 12 des Rollstuhls 18 angeordnet ist,
wobei die Bewegungswandlungseinheit 24 separat zur Getriebeeinheit 44, die dazu vorgesehen
ist, das zumindest eine Antriebsrad 20, 22 infolge einer Einwirkung einer Bedienerkraft
auf zumindest eines der Hebelelemente 48, 50 rotierend anzutreiben, ausgebildet ist.
[0027] Vorzugsweise umfasst die Getriebeeinheit 44 zumindest ein Freilaufelement (hier nicht
näher dargestellt), das dazu vorgesehen ist, das zumindest eine Hebelelement 48, 50
oder die zumindest zwei Hebelelemente 48, 50 von einer Bewegung der Antriebsräder
20, 22 zu entkoppeln, insbesondere um eine Rückführung des zumindest einen Hebelelements
48, 50 oder der zumindest zwei Hebelelemente 48, 50 in eine Ausgangsstellung zu realisieren.
Vorzugsweise ist jeweils eines der zumindest zwei Hebelelemente 48, 50 an unterschiedlichen
Seiten des Rollstuhls 18, insbesondere des Sitzteils 14 oder des Gestells 82 des Rollstuhls
18, angeordnet. Die zumindest zwei Hebelelemente 48, 50 sind bevorzugt beweglich miteinander
gekoppelt, insbesondere gegenläufig beweglich miteinander gekoppelt, vorzugsweise
mittels der Getriebeeinheit 44 der Antriebseinheit 46. Bei einer Bewegung zumindest
eines der Hebelelemente 48, 50 in eine Richtung ist zumindest ein weiteres der Hebelelemente
48, 50 in eine entgegengesetzte Richtung bewegbar. Vorzugsweise ist der Rollstuhl
18 muskelkraftbetreibbar ausgebildet. Es ist auch denkbar, dass der Rollstuhl 18 in
einer alternativen Ausgestaltung entkoppelt von der Antriebseinheit 46 und/oder der
Getriebeeinheit 44 ausgebildet ist und alleine durch eine Einwirkung einer Muskelkraft
eines Bedieners auf die Greifreifen 84, 86 antreibbar ist.
[0028] Die Rollstuhlvorrichtung 10 zu einer aktiven Bewegung der Sitzeinheit 12, insbesondere
des Sitzteils 14 und/oder des Rückenlehnenteils 16 der Sitzeinheit 12, umfasst zumindest
die zumindest teilweise an zumindest einem der Antriebsräder 20, 22 des Rollstuhls
18 anordenbaren, insbesondere angeordnete, Bewegungswandlungseinheit 24, die dazu
vorgesehen ist, eine Bewegung des zumindest einen Antriebsrads 20, 22 in eine Bewegung
der Sitzeinheit 12 zu wandeln. Die Bewegungswandlungseinheit 24 ist vorzugsweise als
Kurvengetriebeeinheit ausgebildet. Die Bewegungswandlungseinheit 24 weist zumindest
ein an der Sitzeinheit 12 anordenbares, insbesondere angeordnetes, beweglich gelagertes
Kurvengetriebeelement 26 auf, das zumindest eine Kontaktfläche 28 aufweist, die mit
zumindest einer Bewegungsführungsbahn 30 zumindest eines weiteren Kurvengetriebeelements
32 der Bewegungswandlungseinheit 24 zusammenwirkt (vgl. Figuren 2 bis 5). Die Bewegungswandlungseinheit
24 weist zumindest zu einer Einwirkung auf das Sitzteil 14 zumindest das an dem Sitzteil
14 anordenbare beweglich gelagerte Kurvengetriebeelement 26 auf, das zumindest die
Kontaktfläche 28 aufweist, die mit zumindest der Bewegungsführungsbahn 30 zumindest
des weiteren Kurvengetriebeelements 32 der Bewegungswandlungseinheit 24 zusammenwirkt.
Bevorzugt umfasst das Kurvengetriebeelement 26 zumindest eine Sitzkontaktfläche, mittels
derer das Kurvengetriebeelement 26 an der Sitzeinheit 12, insbesondere an dem Sitzteil
14, anlegbar ist, insbesondere anliegt. Vorzugsweise ist die Sitzkontaktfläche dazu
vorgesehen, an einer einer Sitzfläche des Sitzteils 14 abgewandten Seite des Sitzteils
14 an dem Sitzteil 14 anzuliegen. Das weitere Kurvengetriebeelement 32 ist bevorzugt
an zumindest einem der Antriebsräder 20, 22 angeordnet, insbesondere drehfest an einem
der Antriebsräder 20, 22 fixiert. Bevorzugt ist an jedem der Antriebsräder 20, 22
zumindest ein weiteres Kurvengetriebeelement 32 angeordnet. Vorzugsweise ist jedem
der Antriebsräder 20, 22 zumindest ein einzelnes Kurvengetriebeelement 26, das dazu
vorgesehen ist, mit dem weiteren an dem entsprechenden Antriebsrad 20, 22 angeordneten
weiteren Kurvengetriebeelement 32 zusammenzuwirken, zugeordnet. Es ist jedoch auch
denkbar, dass lediglich einem der Antriebsräder 20, 22 ein einzelnes Kurvengetriebeelement
26 und ein einzelnes weiteres Kurvengetriebeelement 32 zugeordnet ist.
[0029] Das Kurvengetriebeelement 26 ist bevorzugt als Wippenelement 38 ausgebildet. Das
Kurvengetriebeelement 26 ist vorzugsweise mittels eines Lagerelements 90 der Bewegungswandlungseinheit
24 beweglich an dem Gestell 82 gelagert. Bevorzugt ist das Kurvengetriebeelement 26
schwenkbar an dem Gestell 82 gelagert. Das Kurvengetriebeelement 26 weist eine Schwenkachse
92 auf, die zumindest im Wesentlichen parallel zu einer Rotationsachse 94 des zumindest
einen Antriebsrads 20, 22 verläuft. Es ist jedoch auch denkbar, dass das Kurvengetriebeelement
26 in einer alternativen Ausgestaltung der Bewegungswandlungseinheit 24 zu einer aktiven
Bewegung der Sitzeinheit 12 translatorisch an dem Gestell 82 gelagert ist, wobei beispielsweise
eine Translationsachse des Kurvengetriebeelements 26 zumindest im Wesentlichen senkrecht
zur Rotationsachse 94 des zumindest einen Antriebsrads 20, 22 verläuft, insbesondere
zumindest im Wesentlichen parallel zu einer Längsachse eines Gestellelements des Gestells
82, das eine Führungsbahn zu einer linearen Führung des Kurvengetriebeelements 26
umfasst.
[0030] Das Kurvengetriebeelement 26 ist mit zumindest einem Ende an der Sitzeinheit 12,
insbesondere an dem Sitzteil 14, fixiert, insbesondere zu einer Bewegung des Sitzteils
14 in Abhängigkeit von einer Bewegung des Kurvengetriebeelements 26. Das Kurvengetriebeelement
26 ist bevorzugt an einer einer Sitzfläche 36 des Sitzteils 14 abgewandten Seite des
Sitzteils 14 an dem Sitzteil 14 fixiert. Es ist auch denkbar, dass das Kurvengetriebeelement
26 entkoppelt von einer Fixierung an dem Sitzteil 14 zu einer Einwirkung auf das Sitzteil
14 vorgesehen ist, wie beispielsweise durch ein Anschlagen und/oder Anliegen an dem
Sitzteil 14.
[0031] Die Bewegungswandlungseinheit 24 weist zumindest das Kurvengetriebeelement 26 auf,
an dem zumindest ein Reibungsminderungselement 34, insbesondere ein Wälzelement, der
Bewegungswandlungseinheit 24 angeordnet, das zu einem Zusammenwirken mit der Bewegungsführungsbahn
30 der Bewegungswandlungseinheit 24, insbesondere zumindest des weiteren Kurvengetriebeelements
32 der Bewegungswandlungseinheit 24, vorgesehen ist. Das Reibungsminderungselement
34 ist vorzugsweise an einem dem weiteren Kurvengetriebeelement 32, insbesondere der
Bewegungsführungsbahn 30, zugewandten Ende des Kurvengetriebeelements 26 angeordnet.
Das Reibungsminderungselement 34 ist vorzugsweise als Wälzlager, insbesondere als
Kugellager, ausgebildet.
[0032] Die Bewegungswandlungseinheit 24 weist zumindest das Kurvengetriebeelement 26 auf,
das zumindest ein beweglich gelagertes Abgriffselement 40 aufweist ist. Das Abgriffselement
40 ist vorzugsweise mittels des Reibungsminderungselements 34 drehbar am Kurvengetriebeelement
26 gelagert. Das Abgriffselement 40 ist vorzugsweise als Wälzelement, insbesondere
als Rolle, als Rad, als Walze o. dgl. ausgebildet, das dazu vorgesehen ist, auf der
Bewegungsführungsbahn 30 zu wälzen. Das Reibungsminderungselement 34 ist vorzugsweise
dazu vorgesehen, insbesondere indirekt, über das Abgriffselement 40 mit der Bewegungsführungsbahn
30 zusammenzuwirken. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Bewegungswandlungseinheit
26 in einer alternativen Ausgestaltung entkoppelt von dem Abgriffselement 40 ausgebildet
ist und das Reibungsminderungselement 34 dazu vorgesehen, direkt mit der Bewegungsführungsbahn
30 zusammenzuwirken, insbesondere die Kontaktfläche 28 des Kurvengetriebeelements
26 zu bilden und an der Bewegungsführungsbahn 30 anzuliegen. In der alternativen Ausgestaltung
der Bewegungswandlungseinheit 26 ist es auch denkbar, dass das Reibungsminderungselement
34 alternativ als Gleitelement ausgebildet ist, das eine Gleitfläche aufweist, die
an der Bewegungsführungsbahn 30 anlegbar ist, insbesondere anliegt.
[0033] Die Bewegungswandlungseinheit 24 weist zumindest das weitere Kurvengetriebeelement
32 auf, das als Kurvenscheibe ausgebildet ist und an dem zumindest einen Antriebsrad
20, 22 angeordnet ist. Das weitere Kurvengetriebeelement 32 weist vorzugsweise eine
kreisringförmige Ausgestaltung auf, wobei eine Außenkontur des weiteren Kurvengetriebeelements
32 eine zu einer Innenkontur des weiteren Kurvengetriebeelements 32 abweichende Ausgestaltung
aufweist. Die Außenkontur des weiteren Kurvengetriebeelements 32 weist vorzugsweise
einen kreisförmigen Verlauf auf. Die Innenkontur des weiteren Kurvengetriebeelements
32 weist vorzugsweise einen unkreisförmigen Verlauf auf. Die Außenkontur des weiteren
Kurvengetriebeelements 32 ist vorzugsweise durch eine Kreislinie gebildet. Die Innenkontur
des weiteren Kurvengetriebeelements 32 ist bevorzugt abweichend von einer Kreislinie
ausgebildet. Das weitere Kurvengetriebeelement 32 bildet die Bewegungsführungsbahn
30, mit der das Kurvengetriebeelement 26, insbesondere die Kontaktfläche 28 des Kurvengetriebeelements
26, zusammenwirkt. Die Bewegungsführungsbahn 30 wird vorzugsweise durch die Innenkontur
des weiteren Kurvengetriebeelements 32 gebildet. Die Bewegungswandlungseinheit 24
weist zumindest das weitere Kurvengetriebeelement 32 auf, das an dem zumindest einen
Antriebsrad 20, 22 anordenbar, insbesondere angeordnet, ist und zumindest die Bewegungsführungsbahn
30 aufweist, die einen unkreisförmigen, insbesondere ovalen oder elliptischen, Verlauf
aufweist (vgl. Figur 5).
[0034] Die Innenkontur des weiteren Kurvengetriebeelements 32 ist an einer einer Nabe des
zumindest einen Antriebsrads 20, 22 zugewandten Seite des weiteren Kurvengetriebeelements
32 angeordnet.
[0035] Die Bewegungswandlungseinheit 24 weist zumindest ein Federelement 42 auf, das dazu
vorgesehen ist, zumindest das Kurvengetriebeelement 26 der Bewegungswandlungseinheit
24 mit einer Federkraft zu beaufschlagen. Das Federelement 42 ist vorzugsweise dazu
vorgesehen, das Kurvengetriebeelement 26 mit einer in Richtung des weiteren Kurvengetriebeelements
32 mit einer Federkraft zu beaufschlagen. Das Federelement 42 ist vorzugsweise als
Schraubendruckfeder ausgebildet. Es ist jedoch auch denkbar, dass das Federelement
42 eine andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausgestaltung aufweist, wie
beispielsweise eine Ausgestaltung als Schenkelfeder, als Evolutfeder, als Zugfeder
o. dgl. Vorzugsweise stützt sich das Federelement 42 mit zumindest einem Ende am Gestell
82 ab. Mit einem weiteren Ende stütz sich das Federelement 42 bevorzugt am Kurvengetriebeelement
26 ab. Es kann vorteilhaft eine zuverlässige Anlage des Kurvengetriebeelements 26
an der Bewegungsführungsbahn 30 zu einer aktiven Bewegung der Sitzeinheit 12 realisiert
werden.
[0036] Bevorzugt sind das Sitzteil 14 und/oder das Rückenlehnenteil 16 mittels einer hier
nicht näher dargestellten Sitzaufhängungseinrichtung derart an dem Gestell 82 gelagert,
dass das Sitzteil 14 und/oder das Rückenlehnenteil 16 um eine Sitzteilmittenlage und/oder
eine Rückenlehnenteilmittenlage seitlich auslenkbar sind. Das Sitzteil 14 ist bevorzugt
um eine Horizontalachse 96 beweglich gelagert. Das Sitzteil 14 ist vorzugsweise schwenkbar
um die Horizontalachse 96 gelagert. Die Horizontalachse 96 verläuft vorzugsweise zumindest
im Wesentlichen parallel zu einer Sitzfläche 36. Alternativ oder zusätzlich könnte
das Sitzteil 14 vorteilhafterweise um eine Hochachse 98, welche zumindest im Wesentlichen
senkrecht zur Horizontalachse 96 und/oder zu der Sitzfläche 36 verläuft, bewegbar
gelagert sein, so dass das Sitzteil 14 beispielsweise in einer Horizontalebene oszillierend
schwingend wäre. Das Rückenlehnenteil 16 ist vorzugsweise über eine nicht näher dargestellte
Übertragungseinheit mit dem Sitzteil 14 und/oder mit der Bewegungswandlungseinheit
24 verbindbar, insbesondere verbunden. Vorzugsweise ist das Rückenlehnenteil 16 derart
mittels der Übertragungseinheit mit dem Sitzteil 14 und/oder mit der Bewegungswandlungseinheit
24 verbunden, dass das Rückenlehnenteil 16 bei einer Auslenkung des Sitzteils 14 um
die Hochachse 98 entsprechend aus seiner Rückenlehnenteilmittenlage oszillierend seitlich
ausgelenkbar ist.
[0037] Zu einer aktiven Bewegung der Sitzeinheit 12, insbesondere des Sitzteils 14 und/oder
des Rückenlehnenteils 16 der Sitzeinheit 12 mittels der Bewegungswandlungseinheit
24 wird vorzugsweise eine Bewegung des zumindest einen Antriebsrads 20, 22 in eine
Bewegung der Sitzeinheit 12 gewandelt. Infolge einer drehfesten Anordnung des weiteren
Kurvengetriebeelements 32 an dem zumindest einen Antriebsrad 20, 22 wird das weitere
Kurvengetriebeelement 32 zusammen mit dem zumindest einen Antriebsrad 20, 22 rotierend
angetrieben, insbesondere durch eine Einwirkung einer Muskelkraft eines Bedieners
über die Greifreifen 84, 86 oder über die Hebelelemente 48, 50. Das Kurvengetriebeelement
26 wirkt derart mit der Bewegungsführungsbahn 30 des weiteren Kurvengetriebeelements
32 zusammen, dass das Kurvengetriebeelement 26 infolge einer Rotation des weiteren
Kurvengetriebeelements 32 um die Schwenkachse 92 des Kurvengetriebeelements 26 schwenkbar
ist, insbesondere geschwenkt wird, insbesondere infolge einer unkreisförmigen, insbesondere
ovalen oder elliptischen, Ausgestaltung der Bewegungsführungsbahn 30. Die durch das
Zusammenwirken des Kurvengetriebeelements 26 und der Bewegungsführungsbahn 30 hervorgerufene
oszillierende Schwenkbewegung des Kurvengetriebeelements 26 ist auf die Sitzeinheit
12, insbesondere das Sitzteil 14, übertragbar. Die Sitzeinheit 12 ist besonders konstruktiv
einfach mittels der Bewegungswandlungseinheit 24 aktiv in Abhängigkeit von einer Rotation
des zumindest Antriebsrads 20, 22 bewegbar.
[0038] Die Rollstuhlvorrichtung 10 umfasst zumindest eine Aktivierungseinheit 100, die dazu
vorgesehen ist, eine Einwirkung der Bewegungswandlungseinheit 24 auf die Sitzeinheit
12, insbesondere das Sitzteil 14 und/oder dass Rückenlehnenteil 16, insbesondere infolge
einer manuellen Betätigung durch einen Bediener, zu aktivieren oder zu deaktiveren
(vgl. Figur 2). Die Aktivierungseinheit 100 ist vorzugsweise als mechanische Aktivierungseinheit
ausgebildet, die manuell von einem Bediener betätigbar ist. Vorzugsweise ist zumindest
ein Aktivierungselement (hier nicht näher dargestellt), wie beispielsweise ein Aktivierungshebel
o. dgl., von einem Bediener manuell betätigbar, insbesondere bewegbar. Vorzugsweise
ist das Aktivierungselement dazu vorgesehen, infolge einer Betätigung durch einen
Bediener, eine Bewegungsübertragung des Kurvengetriebeelements 26 an die Sitzeinheit
12, insbesondere das Sitzteil 14 und/oder das Rückenlehnenteil 16, freizugeben oder
zu sperren, insbesondere um eine Einwirkung der Bewegungswandlungseinheit 24 auf die
Sitzeinheit 12, insbesondere das Sitzteil 14 und/oder das Rückenlehnenteil 16, zu
aktivieren oder zu deaktivieren. Das Aktivierungselement kann dazu vorgesehen sein,
eine Bewegungsmöglichkeit des Kurvengetriebeelements 26 freizugeben oder zu sperren.
Das Aktivierungselement kann alternativ oder zusätzlich dazu vorgesehen sein, eine
Bewegungsmöglichkeit der Sitzeinheit 12, insbesondere des Sitzteils 14 und/oder des
Rückenlehnenteils 16, freizugeben oder zu sperren. Das Aktivierungselement kann dazu
vorgesehen sein, das Kurvengetriebeelement 26 aktiv zu bewegen, insbesondere entlang
und/oder um eine Aktivierungsachse, die insbesondere verschieden ist von einer Bewegungsachse,
insbesondere der Schwenkachse 92, des Kurvengetriebeelements 26 entlang und/oder um
die das Kurvengetriebeelement 26 zu einer Einwirkung auf die Sitzeinheit 12, insbesondere
auf das Sitzteil 14 und/oder das Rückenlehnenteil 16, bewegbar gelagert ist. Das Aktivierungselement
kann alternativ oder zusätzlich dazu vorgesehen sein, das weitere Kurvengetriebeelement
32 aktiv zu bewegen, insbesondere weg von dem Kurvengetriebeelement 26 zu bewegen,
wie beispielsweise durch eine Bewegung des weiteren Kurvengetriebeelements 32 entlang
einer zumindest im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse 94 o. dgl. Es ist jedoch
auch denkbar, dass die Aktivierungseinheit 100 zumindest teilweise elektronisch ausgebildet
ist und zumindest ein elektronisches Bauteil, wie beispielsweise einen elektronischen
Aktor o. dgl. aufweist, der dazu vorgesehen ist, eine Einwirkung der Bewegungswandlungseinheit
24 auf die Sitzeinheit 12, insbesondere das Sitzteil 14 und/oder dass Rückenlehnenteil
16 zu aktivieren oder zu deaktiveren. Denkbar ist auch, dass die Aktivierungseinheit
100 eine Kommunikationseinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, insbesondere drahtlos,
Daten mit einer externen Einheit (hier nicht näher dargestellt), wie beispielsweise
einem Smartphone, einem Tablet, einem PC o.dgl. auszutauschen, insbesondere über eine
auf der externen Einheit installierten Applikation, mittels derer die elektronische
Aktivierungseinheit ansteuerbar ist. Weitere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende
Ausgestaltungen der Aktivierungseinheit 100 sind ebenfalls denkbar. Vorzugsweise ist
die Aktivierungseinheit 100 dazu vorgesehen, synchron auf die den einzelnen Antriebsrädern
20, 22 zugeordneten Kurvengetriebeelementen 26 und/oder den weiteren Kurvengetriebeelementen
32 einzuwirken. Es ist jedoch auch denkbar, dass jedem der einzelnen Antriebsrädern
20, 22 zugeordneten Kurvengetriebeelementen 26 und/oder den weiteren Kurvengetriebeelementen
32 ein eigenes Aktivierungselement zugeordnet ist, das unabhängig von dem jeweilig
anderen Aktivierungselementen betätigbar ist.
Bezugszeichen
[0039]
- 10
- Rollstuhlvorrichtung
- 12
- Sitzeinheit
- 14
- Sitzteil
- 16
- Rückenlehnenteil
- 18
- Rollstuhl
- 20
- Antriebsrad
- 22
- Antriebsrad
- 24
- Bewegungswandlungseinheit
- 26
- Kurvengetriebeelement
- 28
- Kontaktfläche
- 30
- Bewegungsführungsbahn
- 32
- Kurvengetriebeelement
- 34
- Reibungsminderungselement
- 36
- Sitzfläche
- 38
- Wippenelement
- 40
- Abgriffselement
- 42
- Federelement
- 44
- Getriebeeinheit
- 46
- Antriebseinheit
- 48
- Hebelelement
- 50
- Hebelelement
- 52
- Bremseinheit
- 54
- Betätigungseinheit
- 56
- Lenkungsbetätigungselement
- 58
- Lenkungsbetätigungselement
- 60
- Bremsbetätigungselement
- 62
- Bremsbetätigungselement
- 64
- Bewegungsachse
- 66
- Bewegungsachse
- 68
- Schwenkachse
- 70
- Schwenkachse
- 72
- Kopplungseinheit
- 74
- Bremselement
- 76
- Bremselement
- 78
- Bremsscheibe
- 80
- Bremsscheibe
- 82
- Gestell
- 84
- Greifreifen
- 86
- Greifreifen
- 88
- Radachsenelement
- 90
- Lagerelement
- 92
- Schwenkachse
- 94
- Rotationsachse
- 96
- Horizontalachse
- 98
- Hochachse
- 100
- Aktivierungseinheit
1. Rollstuhlvorrichtung zu einer aktiven Bewegung einer Sitzeinheit (12), insbesondere
eines Sitzteils (14) und eines Rückenlehnenteils (16) der Sitzeinheit (12), eines
Rollstuhls (18), mit zumindest einer zumindest teilweise an zumindest einem Antriebsrad
(20, 22) des Rollstuhls (18) anordenbaren Bewegungswandlungseinheit (24), die dazu
vorgesehen ist, eine Bewegung des zumindest einen Antriebsrads (20, 22) in eine Bewegung
der Sitzeinheit (12) zu wandeln, wobei die Bewegungswandlungseinheit (24) als Kurvengetriebeeinheit
ausgebildet ist, wobei die Bewegungswandlungseinheit (24) zumindest zu einer Einwirkung
auf das Sitzteil (14) zumindest ein an dem Sitzteil (14) anordenbares beweglich gelagertes
Kurvengetriebeelement (26) aufweist, das zumindest eine Kontaktfläche (28) aufweist,
die mit zumindest einer Bewegungsführungsbahn (30) zumindest eines weiteren Kurvengetriebeelements
(32) der Bewegungswandlungseinheit (24) zusammenwirkt, wobei die Bewegungswandlungseinheit
(24) zumindest das weitere Kurvengetriebeelement (32) aufweist, das als Kurvenscheibe
ausgebildet ist und an dem zumindest einen Antriebsrad (20, 22) anordenbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsführungsbahn (30) des weiteren Kurvengetriebeelements (32) an einer
einer Nabe des zumindest einen Antriebsrads (20, 22) zugewandten Innenseite des weiteren
Kurvengetriebeelements (32) angeordnet ist.
2. Rollstuhlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungswandlungseinheit (24) zumindest das Kurvengetriebeelement (26) aufweist,
an dem zumindest ein Reibungsminderungselement (34), insbesondere ein Wälzelement,
der Bewegungswandlungseinheit (24) angeordnet ist, das zu einem Zusammenwirken mit
einer Bewegungsführungsbahn (30) der Bewegungswandlungseinheit (24), insbesondere
zumindest des weiteren Kurvengetriebeelements (32) der Bewegungswandlungseinheit (24),
vorgesehen ist.
3. Rollstuhlvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungswandlungseinheit (24) zumindest ein, insbesondere das weitere, Kurvengetriebeelement
(32) aufweist, das an dem zumindest einen Antriebsrad (20, 22) anordenbar ist und
zumindest die Bewegungsführungsbahn (30) aufweist, die einen unkreisförmigen, insbesondere
ovalen oder elliptischen, Verlauf aufweist.
4. Rollstuhlvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungswandlungseinheit (24) zumindest ein Wippenelement (38) aufweist, das
zumindest das Kurvengetriebeelement (26) der Bewegungswandlungseinheit (24) bildet.
5. Rollstuhlvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungswandlungseinheit (24) zumindest das Kurvengetriebeelement (26) aufweist,
das zumindest ein beweglich gelagertes Abgriffselement (40) aufweist.
6. Rollstuhlvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungswandlungseinheit (24) zumindest ein Federelement (42) aufweist, das
dazu vorgesehen ist, zumindest das Kurvengetriebeelement (26) der Bewegungswandlungseinheit
(24) mit einer Federkraft zu beaufschlagen.
7. Rollstuhlvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine Aktivierungseinheit (100), die dazu vorgesehen ist, eine Einwirkung
der Bewegungswandlungseinheit (24) auf die Sitzeinheit (12), insbesondere das Sitzteil
(14) und/oder dass Rückenlehnenteil (16), insbesondere infolge einer manuellen Betätigung
durch einen Bediener, zu aktivieren oder zu deaktiveren.
8. Rollstuhl, insbesondere manuell betreibbarer Rollstuhl, mit zumindest einer Rollstuhlvorrichtung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
9. Rollstuhl nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch zumindest ein Antriebsrad (20, 22), an dem zumindest die Bewegungswandlungseinheit
(24) der Rollstuhlvorrichtung angeordnet ist, wobei die Bewegungswandlungseinheit
(24) separat zu einer Getriebeeinheit (44) zu einem rotierenden Antrieb des zumindest
einen Antriebsrads (20, 22) ausgebildet ist.
1. Wheelchair device for actively moving a seat unit (12), in particular a seat part
(14) and a backrest part (16) of the seat unit (12), of a wheelchair (18), comprising
at least one movement-converting unit (24) that can be arranged at least in part on
at least one drive wheel (20, 22) of the wheelchair (18) and is provided to convert
a movement of the at least one drive wheel (20, 22) into a movement of the seat unit
(12), wherein the movement-converting unit (24) is designed as a cam-mechanism unit,
wherein the movement-converting unit (24) comprises, at least for having an effect
on the seat part (14), at least one movably mounted cam-mechanism element (26) that
can be arranged on the seat part (14), which element has at least one contact face
(28) which interacts with at least one movement guideway (30) of at least one additional
cam-mechanism element (32) of the movement-converting unit (24), wherein the movement-converting
unit (24) comprises at least the additional cam-mechanism element (32), which is designed
as a cam disc and can be arranged on the at least one drive wheel (20, 22), characterised in that the movement guideway (30) of the additional cam-mechanism element (32) is arranged
on an inner face of the additional cam-mechanism element (32) that faces a hub of
the at least one drive wheel (20, 22).
2. Wheelchair device according to claim 1, characterised in that the movement-converting unit (24) comprises at least the cam-mechanism element (26),
on which at least one friction-reducing element (34), in particular a rolling element,
of the movement-converting unit (24) is arranged, which friction-reducing element
is provided for interacting with a movement guideway (30) of the movement-converting
unit (24), in particular at least of the additional cam-mechanism element (32) of
the movement-converting unit (24).
3. Wheelchair device according to any of the preceding claims, characterised in that the movement-converting unit (24) comprises at least one, in particular the additional,
cam-mechanism element (32), which can be arranged on the at least one drive wheel
(20, 22) and comprises at least the movement guideway (30), which has a non-circular,
in particular oval or elliptical, shape.
4. Wheelchair device according to any of the preceding claims, characterised in that the movement-converting unit (24) comprises at least one rocker element (38), which
forms at least the cam-mechanism element (26) of the movement-converting unit (24).
5. Wheelchair device according to any of the preceding claims, characterised in that the movement-converting unit (24) comprises at least the cam-mechanism element (26),
which comprises at least one movably mounted tapping element (40).
6. Wheelchair device according to any of the preceding claims, characterised in that the movement-converting unit (24) comprises at least one spring element (42), which
is provided to apply a spring force at least to the cam-mechanism element (26) of
the movement-converting unit (24).
7. Wheelchair device according to any of the preceding claims, characterised by at least one activation unit (100), which is provided to activate or deactivate an
effect of the movement-converting unit (24) on the seat unit (12), in particular the
seat part (14) and/or the backrest part (16), in particular due to a manual actuation
by a user.
8. Wheelchair, in particular a manual wheelchair, comprising at least one wheelchair
device according to any of the preceding claims.
9. Wheelchair according to claim 8, characterised by at least one drive wheel (20, 22), on which at least the movement-converting unit
(24) of the wheelchair device is arranged, wherein the movement-converting unit (24)
is designed to form a rotating drive of the at least one drive wheel (20, 22) separately
from a mechanism unit (44).
1. Dispositif de fauteuil roulant pour un mouvement actif d'une unité de siège (12),
en particulier d'une partie siège (14) et d'une partie dossier (16) de l'unité de
siège (12), d'un fauteuil roulant (18), comprenant au moins une unité de transformation
de mouvement (24) pouvant être disposée au moins partiellement sur au moins une roue
d'entraînement (20, 22) du fauteuil roulant (18), ladite unité de transformation de
mouvement étant prévue pour transformer un mouvement de l'au moins une roue d'entraînement
(20, 22) en un mouvement de l'unité de siège (12), l'unité de transformation de mouvement
(24) étant réalisée sous la forme d'une unité de mécanisme à cames, l'unité de transformation
de mouvement (24) comportant au moins un élément de mécanisme à cames (26), monté
mobile et pouvant être disposé sur la partie siège (14) au moins pour un effet sur
la partie siège (14), lequel comporte au moins une surface de contact (28), qui coopère
avec au moins une glissière de guidage de mouvement (30) d'au moins un autre élément
de mécanisme à cames (32) de l'unité de transformation de mouvement (24), l'unité
de transformation de mouvement (24) comportant au moins l'autre élément de mécanisme
à cames (32), qui est réalisé sous la forme d'une came et qui peut être disposé sur
l'au moins une roue d'entraînement (20, 22), caractérisé en ce que la glissière de guidage de mouvement (30) de l'autre élément de mécanisme à cames
(32) est disposée sur un côté intérieur orienté vers un moyeu de l'au moins une roue
d'entraînement (20, 22) de l'autre élément de mécanisme à cames (32).
2. Dispositif de fauteuil roulant selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de transformation de mouvement (24) comporte au moins l'élément de mécanisme
à cames (26), sur lequel est disposé au moins un élément de diminution de la friction
(34), en particulier un élément de roulement, de l'unité de transformation de mouvement
(24), qui est prévu pour coopérer avec une glissière de guidage de mouvement (30)
de l'unité de transformation de mouvement (24), en particulier au moins de l'autre
élément de mécanisme à cames (32) de l'unité de transformation de mouvement (24).
3. Dispositif de fauteuil roulant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de transformation de mouvement (24) comporte au moins un, en particulier
l'autre, élément de mécanisme à cames (32), qui peut être disposé sur l'au moins une
roue d'entraînement (20, 22) et qui comporte au moins la glissière de guidage de mouvement
(30), qui présente une trajectoire non circulaire, en particulier ovale ou elliptique.
4. Dispositif de fauteuil roulant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de transformation de mouvement (24) comporte au moins un élément de bascule
(38), qui forme au moins l'élément de mécanisme à cames (26) de l'unité de transformation
de mouvement (24).
5. Dispositif de fauteuil roulant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de transformation de mouvement (24) comporte au moins l'élément de mécanisme
à cames (26), qui comporte au moins un élément de prise (40) monté mobile.
6. Dispositif de fauteuil roulant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de transformation de mouvement (24) comporte au moins un élément formant
ressort (42), qui est prévu pour soumettre au moins l'élément de mécanisme à cames
(26) de l'unité de transformation de mouvement (24) à l'action d'une force de ressort.
7. Dispositif de fauteuil roulant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par au moins une unité d'activation (100), qui est prévue pour activer ou désactiver
un effet de l'unité de transformation de mouvement (24) sur l'unité de siège (12),
en particulier la partie siège (14) et/ou la partie dossier (16), en particulier par
suite d'un actionnement manuel par un utilisateur.
8. Fauteuil roulant, en particulier fauteuil roulant à fonctionnement manuel, comprenant
au moins un dispositif de fauteuil roulant selon l'une des revendications précédentes.
9. Fauteuil roulant selon la revendication 8, caractérisé par au moins une roue d'entraînement (20, 22), sur laquelle est disposée au moins l'unité
de transformation de mouvement (24) du dispositif de fauteuil roulant, l'unité de
transformation de mouvement (24) étant réalisée séparément d'une unité de transmission
(44) pour un entraînement rotatif de l'au moins une roue d'entraînement (20, 22).